Philadelphia

New England

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Montag, 5. Februar 2018

Super Bowl LII, just fantastic
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Um es mit den Worten von NBC Analyst Cris Collinsworth zu sagen: „Einfach nur phantastisch.“
Und der Mann hatte Recht. Man sollte diesen Super Bowl zum Mindeststandard für alle NFL Spiele machen. Nur ein Punt, ein Sack, vierte Versuche, die ausgespielt wurden, Trickspielzüge, mutige Entscheidungen der Head Coaches auf beiden Seiten, es war irre. Aber der Sieger dieses Spiels brauchte auch alles, was im Football aufgeboten werden kann, um zu gewinnen.
Über diesen Super Bowl kann man ein ganzes Buch schreiben. Ich fasse mich kurz.
Schon in der ersten Halbzeit hatten beide Teams für über 600 Yards an Offense gesorgt. Und der „Außenseiter“ hielt nicht nur mit, sondern setzte Akzente. Und Ersatz Quarterback Nick Foles (Bild) schien auf dieses Spiel gewartet zu haben, um sein Können und Talent zu präsentieren. Schon in den beiden Playoffspielen erwies er sich als guter Ersatz für den verletzten Carson Wentz, der auf dem Weg war, der wertvollste Spieler der Saison zu werden. Doch Foles kam, spielte und siegte und wurde zum MVP in Super Bowl LII.
Seine Bilanz: 28 von 43 für 373 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception, 1 gefangener Touchdownpass.
Tom Brady: 28 von 48 für 505 Yards, 3 Touchdowns, 0 Interceptions, 1 Fumble.
Während der Trickspielzug mit einem Pass zum Quarterback zuvor bei den Patriots nicht geklappt hatte, und man sah, daß Brady kein guter Receiver ist, klappte er bei den Eagles hervorragend. Und es war eine sehr mutige Entscheidung. Es waren noch 38 Sekunden in der ersten Halbzeit. Philadelphia stand an der eins der Patriots und hatte einen vierten Versuch. Eigentlich eine Situation für Running Back LeGarrette Blount, der den letzten Super Bowl mit den Patriots gewann. Doch Head Coach Doug Pederson griff in die Trickkiste und holte den „Philly Special“ heraus.
Quarterback Foles tat so, als ob er seinen Linespielern auf der rechten Seite noch etwas zu sagen hatte. Center Jason Kelce warf den Ball zurück zu Running Back Clement Corey. Der gab den Ball ab an Tight End Trey Burton. Der paßte nach recht in die Endzone zu dem völlig freistehenden Nick Foles, der den ersten Pass in seiner NFL Karriere fing.
Und so ging es mit 22:12 für die Eagles in die Halbzeitpause.
Nach sechs Minuten im letzten Viertel ging New England zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Brady über vier Yards zu Gronkowski in die Endzone plus Extrapunkt führte zum 33:32 für die Patriots.
Doch Philadelphia spielte unbeeindruckt weiter. Da stand eine Truppe auf dem Platz, die wußte, was sie kann. Und das zeigte dann auch die Defense, 2:16 Minuten vor Spielende.
Mittlerweile lagen die Eagles wieder vorne, mit 38:33. 136 Sekunden Zeit für Tom Brady, um das zu machen, was die Patriots so oft machen... noch gewinnen.
Doch dieses Mal nicht. Ein weiterer Ex-Patriot, der letztes Jahr noch mit ihnen den Super Bowl gewann, war dabei, als die D-Line Druck auf Brady ausübte, Defensive End Chris Long. Zwar bekam er seine Hände nicht an Brady, aber Defensive End Brandon Graham. Brady mußte nicht nur den Sack einstecken, sondern verlor auch noch den Ball, der Defensive End Derek Barnett praktisch in die Hände sprang.
Die Defense der Patriots konnte danach einen kleinen Sieg verzeichnen, da Philadelphia nur zu einem Field Goal aus 46 Yards kam.
65 Sekunden Zeit, acht Punkte Rückstand, absolut machbar.
Doch nicht gestern. New England kam nur bis zur eigenen 49, von wo aus Brady einen Hail Mary Pass in Richtung Gronkowski in die Luft setzte.
Doch der Ball fiel in der Endzone zu Boden, die Uhr sprang auf 00:00, und Philadelphia brachte den 41:33 Sieg nach Hause.
Die NFC East ist Gift für die Patriots im Super Bowl. Zweimal gegen die Giants verloren, jetzt gegen die Eagles.
Und es war wieder spannend, auch wenn es den höchsten Punktabstand in einem Super Bowl gab, an dem Head Coach Belichick und Quarterback Brady beteiligt waren, acht Punkte. Bisher waren sieben Punkte Abstand das Höchste der Gefühle.
Hätte New Englands Defense besser gespielt, wenn Cornerback Malcolm Butler mitgespielt hätte?
lurie-sb-trophaeeDas kann man natürlich nicht wissen. Genauso wenig weiß man, warum der Held des Super Bowls gegen Seattle, gestern nicht gespielt hat. Die ganze Zeit über lief er in voller Montur und mit Helm auf dem kopf an der Seitenauslinie lang. Nach dem Spiel wollte er nicht sagen, warum er nicht eingesetzt wurde. Es wäre eine Entscheidung des Coaches gewesen, war alles, was man erfuhr.
Auch nicht gespielt hat Punter Ryan Allen. Das aber, weil er nicht gebraucht wurde. Die Patriots mußten nicht ein einziges Mal punten.
Patriots Wide Receiver Brandin Cooks mußte das Spiel im zweiten Viertel nach einem harten, legalen, Hit mit einer Gehirnerschütterung verlassen.
Patriots Tight End Rob Gronkowski dachte nach der Niederlage über seinen Rücktritt vom Football nach.
In Super Bowl LII fing er neun Pässe für 116 Yards und 2 Touchdowns.
Analyst Cris Collinsworth wies während des Spiels, bei einigen gefangenen, bzw. vielleicht auch nicht gefangenen, Pässen in der Endzone, darauf hin, daß er aufgibt. Er weiß nicht mehr, wann bestimmte Pässe als gefangen gelten, und wann nicht.
Im Bild: Eagles Besitzer Jeffrey Lurie mit der Vince Lombardi Trophäe

Super Bowl LII, Super Bowl der Rekorde
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Oh weih, das hatte NBC, die mit dem stolzen Pfau, sich ganz anders vorgestellt. Vor der Übertragung war der Sender sicher, daß er einen neuen Zuschauerrekord aufstellen würde. Doch während in einem der besten Super Bowls aller Zeiten Rekord um Rekord aufgestellt wurde, und es einen Überraschungssieger gab, muß man bis 2009 zurückgehen, um einen Super Bowl zu finden, der weniger Zuschauer hatte. Letztes Jahr schauten noch 113 Millionen Zuschauer das Spiel der Spiele bei FOX, dieses Jahr nur noch 103 Millionen.
Während man bei NBC also enttäuscht ist, waren wir Zuschauer es nicht, die wir die folgenden Rekorde miterleben durften. Wer`s nicht gesehen hat, kann sich ja selber in den Hintern beißen.
Die meisten Offenseyards, nicht nur in der Geschichte des Super Bowls, oder der Playoffs, sondern auch der regulären Saison. 1.151 Yards an Offense beider Mannschaften gab es zuvor noch nie in der NFL.
1950 gab es mal 1.133 Yards zwischen den Los Angeles Rams und den New York Yanks.
505 Passyards steuerte alleine Tom Brady (Bild) bei. Damit egalisierte er seinen eigenen Rekord von 466 Yards, den er erst in Super Bowl LI aufgestellt hatte. Brady wurde auch der erste Quarterback, der in den Playoffs über 10.000 Passyards erzielte.
Die 33 Punkte der Patriots waren die meisten eines Verliererteams im Super Bowl.
Beide Teams zusammen mußten nur einmal punten.

Scoring:

1.

2.

3.

4.

-

ges

Eagles

9

13

7

12

-

41

Patriots

3

9

14

7

-

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