news

Nächste Seite

Vorherige Seite

 Nachrichten aus der NFL - Das Archiv

Mittwoch, 15. April 2020

Kurzberichte
leere-raengeEin Gesundheitsexperte bezweifelt, daß es in den USA 2020 noch Live Sport vor Publikum geben wird.
Dr. Ezekiel Emanuel war Berater der Obama Administration. Er glaubt nicht, daß es Massenversammlungen geben darf, bevor es kein Medikament gegen das Coronavirus gibt. Und das wird in frühestens 12 bis 18 Monaten der Fall sein, meint Emanuel.
Er plädiert dafür, die Wirtschaft in den USA langsam wieder hochzufahren. Zunächst mit Systemrelevanten Betrieben an denen es möglich ist, die sozialen Mindestabstände einzuhalten.
Große Ansammlungen bei Sportveranstaltungen wären das letzte, was man wieder erlauben sollte.
Emanuel glaubt nicht daran, daß die College und NFL Teams in diesem Herbst und Winter vor Publikum spielen können.
„Wir reden frühestens vom Herbst 2021, wenn wir realistisch bleiben,“ meinte der Gesundheitsexperte.

Die Chefs von Dak Prescott haben mit ihrem Quarterback geredet. Prescott soll mitten in der Coronakrise eine wilde Party in seinem Haus geschmissen haben.
Davon schwirren Videos im Internet herum. Natürlich auf der Skandalseite TMZ.
Auch Cowboys Running Back Ezekiel Elliott soll bei der Geburtstagsfeier, die Prescott für einen Freund veranstaltete, anwesend gewesen sein.
Im Sportradio sagte Cowboys Vizepräsident Stephen Jones, daß man mit den beiden darüber gesprochen hätte. Dabei wäre klar geworden, daß beide die Versammlungsbeschränkungen kannten, und über den Ernst der Lage Bescheid wüßten.
Quarterback Prescott gab dazu eine Erklärung ab, in der unter anderem stand: „Ich verstehe und akzeptiere die zusätzliche Verantwortung, die es mit sich bringt ein Quarterback in der NFL zu sein. Aber es ist frustrierend zu sehen, daß so viele Menschen sich zu einem Vorfall äußern, der so gar nicht stattgefunden hat. Die Geschichte von der wilden Party stimmt nicht.
Die Wahrheit ist, daß wir 10 Leute waren, die sich am Freitag zu einem Essen bei mir getroffen haben, nicht zu einer Party.
Natürlich halte ich mich an die Anweisungen, die uns nahegelegt werden. Dennoch war es nicht richtig so viele Leute auf engem Raum zusammenzuführen.“
Dazu paßt es, daß ein anonymer Anrufer die Polizei zu Prescotts Haus rief. Doch die Beamten sagten später, daß es für sie keinen Grund gegeben hätte, einzuschreiten. Sie hätten die im Haus Anwesenden darauf hingewiesen, daß sie bitte die Richtlinien der CDC (der Seuchenschutzbehörde) beachten sollten und wären wieder abgefahren.

Giants General Manager Gettleman hält nichts davon einen Pass Rusher zu „Überzahlen“.
Die Giants waren natürlich an Jadeveon Clowney interessiert, doch Gettleman hatte nicht vor, so viel Geld für nur einen Spieler auszugeben, wie er es für Clowney hätte machen müssen. Clowney denkt an ein Minimum von $20 Millionen pro Saison.
Statt dessen holte Gettleman Linebacker Kyler Fackrell um den gegnerischen Quarterback unter Druck zu setzen.
Dadurch blieb den Giants eine Menge Platz unter der Gehaltsobergrenze. Geld, das für mehrere andere Spieler weiter zur Verfügung stand.
Die Giants sind ein dermaßen schlechtes Team, daß es eine Menge guter Spieler braucht, um mal wieder wettbewerbsfähig zu werden. Da $20 Millionen für nur einen auszugeben wäre nicht angebracht.

colts-logo-original-plusDie Colts haben sich für ihr neues sekundäres Logo nichts eigenes, neues einfallen lassen.
Die Cathedral High School in Indianapolis hat ein sehr ähnliches Logo einige Jahre benutzt.
Und ja, wenn man beide Logos nebeneinander sieht, fallen einem die Ähnlichkeiten deutlich auf. Links das High School Logo, rechts das „neue“ der Colts.
Die Cathedral High School ist nicht unbekannt in Indianapolis. Sie gewann fünf Meisterschaften zwischen 2010 und 14. Diese Meisterschaften holten sie im Lucas Oil Stadium der Colts.

Dienstag, 14. April 2020

Kurzberichte
mccaffrey-christianChristin McCaffrey (Bild) ist der neu bestbezahlte Running Back aller Zeiten.
Der Carolina Panther unterschrieb einen Vierjahresvertrag über $64 Millionen. Damit übertrifft er, am Jahresgehalt gemessen, den bisherigen Rekordhalter Ezekiel Elliott von den Cowboys.
McCaffrey war letztes Jahr die Offense der Panthers. Seine Läufe waren fast nicht zu stoppen und zusätzlich fing er viele Pässe.
Der Running Back kam an achter Stelle 2017 zu den Panthers. Schon als Rookie kam er auf über 1.000 Gesamtyards. In seinem zweiten Jahr kam er in beiden Kategorien auf über Tausend Yards, 1.387 Lauf- und 1.005 Passyards. Dabei sprangen 15 bzw. 4 Touchdowns heraus.
2019 wurde er dann auch in den Pro Bowl gewählt.
McCaffrey favorisiert eine gefährliche Spielweise. Er geht bevorzugt mit dem Kopf durch die Wand. Er ist erst 24 Jahre alt, aber man wird sehen, wie lange er in der NFL durchhält.

Bei seiner Montagsvideokonferenz wurde Patriots Head Coach Bill Belichick natürlich gefragt, wie es denn jetzt ohne Quarterback Tom Brady weitergeht?
Der Head Coach blieb gewohnt ruhig, als er murmelte: „Wir haben auch in der Vergangenheit schon oft ohne Tom gewonnen. Natürlich hat er viel zu unserem Erfolg beigetragen, aber wir haben auch schon Wege gefunden, wie wir ohne ihn gewinnen. Wir haben immer so geplant, daß wir das Beste für Tom machen können. Jetzt planen wir, wie wir das Beste ohne ihn erreichen können. Wer auch immer unser Quarterback sein wird, wir werden einen Plan ausarbeiten, der für ihn der Beste ist. Wir werden auf sein Können und sein Talent eingehen.“
Auf die Frage, wie es denn für die Patriots auf der Quarterback Position aussieht, antwortete Belichick: „Interessant.“

Chargers Tight End Hunter Henry hat seinen Franchisevertrag unterschrieben.
Das wird ihm 2020 etwa $10 Millionen einbringen.

Die Colts haben sich ein neues Logo zugelegt.
Damit ehren sie den Staat in dem sie spielen.
In diesem sekundären Logo sieht man die Umrisse von Indiana in einem dicken C.
Das Hufeisen bleibt das Primäre Logo der Fohlen.

Die Cowboys Stars Ezekiel Elliott und Dak Prescott gehören zu den Schwachmaten, die meinten mitten in der Coronakrise eine Party feiern zu müssen.
Texas, wo beide wohnen, gehört zu den 45 Staaten der USA, in denen es heißt „bleibt Zuhause“. Dort soll man eine gewisse Distanz zwischen Personen einhalten und Versammlungen von mehr als 10 Personen sind verboten.
Das war den beiden egal. Am letzten Freitag feierten sie eine große Party im Haus von Quarterback Prescott.
Auf Videos, die bei dieser Feier aufgenommen wurden, die Prescott für einen Freund veranstaltete, zählte man wenigstens 30 Personen. Die Abstandsregeln wurden auf keinen Fall eingehalten.
Und das in einem Land, in dem man von über 2.000 Toten täglich hört, die der Pandemie zum Opfer fallen.
Dak Prescott hat nach dem Bekanntwerden der Party einen ziemlichen  Proteststurm in den sozialen Netzwerken über sich ergehen lassen müssen.
Einer meinte: „Dak, du bist eine Schande. Andere Quarterbacks starten Hilfsaktionen und verbreiten „Bleibt Zuhause“ und „Bleibt gesund“ Botschaften, und du schmeißt Partys? Bezahl ihn nicht Jerry.....“
Am Lustigsten fand ich: „Die Cowboys sollten so tun, als wären es die Playoffs, und Zuhause bleiben, wie sie das in den Playoffs so machen.“

Die NFL und die NFLPA haben sich auf einen virtuellen Trainingsplan geeinigt.
Die freiwilligen Trainingseinheiten sollen am 20. April beginnen. Die Teilnehmer sollen unter den geltenden Sicherheitsbestimmungen trainieren und per Video überwacht werden.
Erst wenn alle Staaten, in denen die Clubs ihre Team Einrichtungen haben, die Ausgangsbeschränkungen lockern, dürfen alle 32 Teams ihre Einrichtungen wieder nutzen. Eine gestaffelte Nutzung wird nicht erlaubt. Erst wenn auch das letzte Team in seinem Staat wieder die Clubeinrichtungen nutzen darf, wird die NFL allen Teams das OK geben.
Der 15. Mai ist dafür zunächst als Termin gesetzt.
Bis dahin dürfen die Spieler nur individuell trainieren. Dafür darf jedes Team jedem Spieler Equipment stellen, dessen Gesamtwert $1.500 nicht überschreiten darf.

Die Draft 2020 wird ja auf jeden Fall virtuell abgehalten.
Commissioner Roger Goodell wird von seinem Haus in New York aus in der ersten Runde die Spieler bekanntgeben, die die Teams einberufen.
Dabei werden er und sein Team peinlichst darauf achten, die nötigen Sicherheitsabstände einzuhalten. Gerade die Region um New York und Long Island ist besonders hart von Corona betroffen.

Natürlich wird das ganze Einberufungsgedöns auch live auf dem NFLN übertragen, sowie in den USA zusätzlich auf ESPN und ABC.
Im Studio von ESPN werden mehrere Kommentatoren sitzen, die den gebotenen Abstand voneinander einhalten.
Das NFL Network wird mit ESPN zusammenarbeiten. Im Studio werden Kommentatoren von beiden Sendern zusammenarbeiten.
Während den Übertragungen können die Zuschauer Geld spenden das den Mitarbeitern im Gesundheitswesen zugute kommen soll, die ihre eigene Gesundheit im Kampf gegen COVID-19 riskieren.

Man kann die XFL jetzt als Coronaopfer bezeichnen.
Die neue Liga, die nach dem fünften Spieltag ihren Betrieb wegen des Virus einstellen mußte, hat Insolvenz angemeldet.
Damit ist die zweite Frühlingsliga im zweiten Jahr in Folge Pleite gegangen.

Der ehemalige NFL Quarterback Tarvaris Jackson verstarb am Sonntag Abend. Er hatte einen Autounfall an dem kein anderer Verkehrsteilnehmer beteiligt war. Jacksons Wagen kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.
Der 36-jährige spielte in seine Zeit in der NFL für die Vikings, Seahawks, Bills und noch mal die Seahawks.
Mit ihnen gewann er als Ersatzmann von Russell Wilson einen Super Bowl.
Zuletzt arbeitete Jackson als Quarterback Coach an der Tennessee State University.

Samstag, 11. April 2020

Kurzberichte
foutsBewegung bei den TV Anstalten.
Nachdem CBS dem bei den Cowboys eher erfolglosen Quarterback Tony Romo einen Zehnjahresvertrag über $180 Millionen gab, feuerte der Sender Dan Fouts (Bild).
Der war im Nr. 2 Team des Sender Analyst neben Ian Eagle.
Fouts spielte 15 Saisons in der NFL, alle bei den Chargers. Der 69-jährige ist Mitglied der Hall of Fame.
Nachdem er 1987 in den Ruhestand trat, ging er als Analyst zu CBS. 2000 wechselte er zu ABCs Monday Night Football. 2008 ging er zurück zu CBS.
Wer Fouts ersetzen wird, das steht noch nicht fest. Mögliche Kandidaten sind Charles Davis, der zur Zeit im Nr. 2 Team bei FOX ist, und Ex-Chiefs Quarterback Trent Green.
Und NBC scheint einen dicken Fisch für die Zukunft an Land gezogen zu haben.
Saints Quarterback Drew Brees soll nach dem Ende seiner aktiven Karriere zu diesem Sender wechseln. Auch sein Einsatzgebiet ist bereits abgesteckt. Zunächst soll er Spiele von Notre Dame analysieren und im Studio der Football Night in America mitwirken. Später dann soll er wohl zu Sunday Night Football wechseln.
Das Duo Al Michaels und Cris Collinsworth arbeitet seit 2009 zusammen, doch Michaels ist bereits 75 Jahre alt. Ewig kann er nicht weitermachen.

Promis halten am heutigen Samstag ein Benefiz-Pokertournier ab. Dabei soll Geld gesammelt werden zur Unterstützung von COVID-19 Opfern.
Und diese Promis müssen noch nicht mal ihre Häuser verlassen, um zu pokern. Quarterback Tom Brady, die Schauspieler Adam Sandler, Matt Damon, Ben Affleck, Jason Bateman, Tobey Maguire, Bryan Cranston, Sarah Silverman und Jon Hamm, und andere werden Online Texas Hold`em spielen. Das Turnier beginnt um 14 Uhr Ostküstenzeit und wird Live auf Twitch gestreamt. Es können 75 Spieler teilnehmen und bereits an Anmeldegebühren kamen $1,2 Millionen in die Kasse.
Das Geld kommt der Organisation Feeding America zugute.

Buccaneers Quarterback Tom Brady scheffelt weiteres Geld. Er meldete zwei neue Slogans zum Markenschutz an.
Über seine Firma TEB Capital Management meldete er „Tompa Bay“ und „Tampa Brady“ zum Schutz an.
Auf der Internetseite der Dan Patrick Show werden Shirts und weitere Artikel mit dem Slogan „Tompa Bay“ bereits angeboten. Und daran möchte Brady mitverdienen.

Die Rams geben ihr Tafelsilber ab.
Sie gaben bereits einige Leistungsträger ab. Zuletzt feuerten sie Running Back Todd Gurley. Der wurde sich mit den Falcons einig und glaubt, daß er es immer noch in sich hat.
Er hat keine Bedenken, daß sein Knie nicht halten könnte. Er glaubt, daß er in Atlanta wieder das „Arbeitstier“ werden kann, das er 2017 war, als er zum wertvollsten offensiven Spieler der Liga wurde.
Wegen Knieproblemen hat er 2018 zwei Spiele verpaßt und 2019 wurde er von Head Coach McVay ganz besonders geschont.
Gurley, der gesund ganz bestimmt zu den allerbesten Running Backs der Liga gehört, ist also weg. Und der nächste sehr gute Spieler folgte sogleich.
Die Rams gaben Wide Receiver Brandin Cooks an die Texans ab. Zusätzlich gaben sie Houston ihren Draftpick in Runde vier. Dafür bekamen die Rams den Draftpick der Texans in Runde zwei.
Cooks kann ein Abo bei einem Umzugsunternehmen abschließen. Obwohl er in den letzten sechs Jahren viermal die 1.000 Yards Marke übertraf, wurde er jetzt bereits zum dritten Mal weggetauscht. Jedes Mal bekam sein altes Team dann gute Draftpicks.
In der kommenden Draft sollen einige gute Wide Receiver zu haben sein. Darauf baut General Manager Les Snead wohl.
Er muß ein gutes Team zusammenstellen, um A das neue milliardenteure Stadion voll zu bekommen, und B wieder in die Playoffs zu kommen. Die wurden letztes Jahr knapp verpaßt. So knapp, daß die Rams es noch in die Endrunde geschafft hätten, wenn die  schon auf 14 Playoffteams erweitert gewesen wäre.
Houston hat sich mit Cooks einen guten Ersatz für DeAndre Hopkins geholt, den sie ja aus finanziellen Gründen an die Cardinals abgegeben haben.

Die XFL hat alle Angestellten gefeuert und alle Tätigkeiten eingestellt.
Die Auftaktsaison mußte ja bereits nach fünf Spieltagen wegen des Coronavirus eingestellt werden.
Liga Besitzer Vince McMahon gab bekannt, daß er nun genau überlegen müsse, wie es weitergeht.
Es kann vermutet werden, daß die XFL 2021 nicht zurückkommt.

Die Cowboys verpflichteten Ex-XFL Cornerback Saivion Smith.
Smith spielte für die Houston Roughnecks, das einzige ungeschlagene Team der XFL.

Als Ron Rivera seinen ersten Job als Head Coach annahm, 2011, hatte die NFL ihre Spieler wegen des Streits um den Tarifvertrag ausgesperrt.
Heute wartet er wegen der Coronakrise darauf, daß er endlich seine Spieler kennenlernen darf.
Damals übernahm er die Carolina Panthers und heute ist er der neue Head Coach der Washington Redskins.
So viel Pech hat man selten im Leben.
Rivera möchte aus den Redskins wieder ein selbstbewußtes Team machen, das an sich glaubt. Das ist nicht leicht nach drei negativen Saisons in Folge.
Dazu rinnt ihm immer mehr Zeit durch die Finger.
2011 lernte er seine Spieler erst Ende Juli zum Beginn der Trainingslagers kennen. Dieses Jahr könnte es ihm genau so ergehen.
Rivera ist sich sicher, daß er aus den Redskins nicht über Nacht ein wettbewerbsfähiges Team machen kann. Dafür fehlt das Spielerpotential. Aber die Leute, die er zur Verfügung hat, sollen an sich glauben und sich beweisen.
Und Rivera lockt neue Spieler an. Einige Neuverpflichtungen hätten die Redskins nie in Erwägung gezogen, wenn Jay Gruden noch dort Head Coach wäre. Doch der Name Rivera wirkt positiv.
In Offense und Defense werden völlig neue Spielsysteme installiert mit Defensive Coordinator Jack Del Rio und Offensive Coordinator Scott Turner.
In der schwachen NFC East kann man Riveras Redskins aber bereits in seiner ersten Saison etwas zutrauen.

Eagles Legende Pete Retzlaff starb im Alter von 88 Jahren eines natürlichen Todes
Retzlaff war ein Teamcaptain und Mitglied des 1960er Meisterschaftsteams.
Der Tight End hielt mit 452 gefangenen Pässen für 7.412 Yards in beiden Kategorien den Teamrekord, als er 1966 in den Ruhestand trat. Er wurde in fünf Pro Bowls berufen.
Retzlaffs Trikotnummer 44 ist eine von nur neun Nummern, die die Eagles zur Ruhe gesetzt haben.

Freitag, 10. April 2020

Kurzberichte
winston-jamais„Quarterback Jameis Winston (Bild) war keine Draftpleite,“ sagte Buccaneers General Manager Jason Licht. „Wir haben eine Menge Respekt für Winston. Er spielte eine große Rolle in unseren Planungen für die Zukunft, und er wäre noch in unserem Kader, wenn die Entwicklung eine andere Richtung genommen hätte.“
So etwas muß Licht ja sagen, denn er war es, der Winston 2015 an Nr. 1 in der Draft einberief.
„Ich glaube, Winston hat viel großes für uns geleistet,“ fuhr Licht fort. „Jeder hier im Gebäude würde das selbe über ihn sagen. Ich bin sicher daß er bald ein neues Team finden wird.“
Und tatsächlich führte der 26 Jahre alte Winston die Paßstatistik 2019 mit 5.109 Yards an. Doch mit 30 Interceptions führte er leider auch diese Statistik an.
In seiner Zeit in Tampa Bay leistete er sich 88 Fehlwürfe, und das ist einfach zu viel.
Und auch wenn Licht jetzt nicht so viel Schatten bei Winston erkennt, wäre der Quarterback vielleicht auch dann nicht mehr im Team, wenn er nicht durch den G.O.A.T. verdrängt worden wäre. Head Coach Bruce Arians hat sich niemals für Winston ausgesprochen, nach der letzten Saison. Ganz im Gegenteil meinte Arians: „ Unsere Mannschaft könnte definitiv mit einem anderen Quarterback gewinnen.“
Und was meinte Winston selber dazu? „Na ja, von Tom Brady ersetzt zu werden, ist eine Ehre für mich.“

58 Anwärter werden virtuell an der Draft teilnehmen.
Unter den Collegeabgängern, die in die NFL wollen, und die per Videoschaltung teilnehmen, sind natürlich die mögliche Nr. 1 LSUs Joe Burrow, wie auch die ehemalige mögliche Nr. 1 Alabamas Tua Tagovailoa. Oregons Justin Herbert, Utah St.'s Jordan Love, Ohio State Pass Rusher Chase Young, OSU Cornerback Jeff Okudah, Oklahoma Wide Receiver CeeDee Lamb, Clemson Linebacker Isaiah Simmons und Iowa Offensive Tackle Tristan Wirfs und viele andere werden auch zugeschaltet.
Details darüber, wie genau die Anwärter an der Draft teilnehmen, werden später bekanntgegeben.

Alabama Quarterback Tua Tagovailoa hat ein Probetraining abgehalten und ein Video davon an alle 32 Teams geschickt.
In dem einstündigen Video wirft Tagovailoa vorbereitete Pässe und weitere 20 in einer dynamischen Übung.
Natürlich hielt der Quarterback mit seiner Aufnahmecrew die Sicherheitsbestimmungen ein, die zur Zeit gelten. Tagovailoa hielt sein Show-Training in einer leeren Sporthalle ab, zusammen mit lediglich 10 Helfern, darunter zwei Wide Receiver von Alabama, zu denen der Quarterback die Pässe warf.
Die Gesundheit des Quarterbacks ist ein heikler Punkt. Er kommt von einer schweren Hüftoperation zurück, und kein Team darf untersuchen, wie gut die Hüfte verheilt ist. Deshalb zeigte Tagovailoa, wie beweglich er mittlerweile wieder ist, und wie wenig die Verletzung ihn noch behindert.

Die Lions haben bereits mit einigen Teams verhandelt, die gerne Platz drei in der Draft haben möchten, den Detroit hält.
Wie man hört, würden die Lions gerne Ohio States Defensive End Chase Young einberufen. Wenn der noch zu haben sein sollte, dann würden die Lions wohl nicht an einem Tausch interessiert sein.
Doch Detroit bereitet sich auf den Fall vor, der für sie zu befürchten ist, daß nämlich die Redskins an zweiter Stelle Young einberufen.
Dann wären die Lions bereit, zu tauschen.

Einige Head Coaches kennen sich mit der momentanen Situation aus.
Ähnlich war es 2011, als die Spieler wegen der stockenden Tarifverhandlungen von der NFL ausgesperrt waren.
So lernten in dem Jahr die Head Coaches ihre neuen Spieler erst kurz vor Beginn der Trainingscamps Ende Juli kennen. Neun Wochen wertvoller Vorbereitungszeit waren da einfach weg.
So in etwa ist es ja auch heute. Keiner kann genau sagen, wann der reguläre Betrieb aufgenommen werden kann.
In der Saison 2011 sah man dann deutlich, wie schlecht die Teams vorbereitet waren. Es war eine „Learning by Doing“ Situation in den ersten Wochen der Saison.
Und das könnte auch 2020 so werden, wenn die Saison überhaupt stattfinden wird. Daß sie es nicht wird, ist ja immer noch möglich.

Rund um den Globus gab es die #LightItBlue Bewegung. Berühmte Monumente, Brücken, Stadien wurden blau beleuchtet, um den Männern und Frauen, die an vorderster Front gegen das Coronavirus kämpfen, also Ärzte, Krankenpfleger und Schwestern usw., zu zeigen, wie wichtig sie sind.
Ohne diese Menschen, die sich tagtäglich den Gefahren des Virus aussetzen und ihre eigene Gesundheit riskieren, wären wir alle aufgeschmissen.
Natürlich beteiligte sich auch die NFL an dieser Aktion und beleuchtete ihre Stadien und Anzeigetafeln in Blau.

Bengals Wide Receiver A.J. Green konnte 2019 nicht spielen, weil er eine Sprunggelenksverletzung hatte.
Head Coach Zac Taylor sagte der Presse am Mittwoch, daß diese Verletzung völlig ausgeheilt ist, und Green einsatzbereit wäre.
Das wäre nicht schlecht für die Bengals, denn sie machten den Wide Receiver zu ihrem Franchise Player, obwohl er eine komplette Saison verpaßte.

Die Chiefs konnten einen weiteren wichtigen Spieler halten. Sie wurden sich mit Corner Bashaud Breeland einig, der letztes Jahr zwei Pässe abfing, acht Pässe verteidigte und 48 Tackles erzielte.
Im Super Bowl fing er in der ersten Halbzeit einen Pass von 49ers Quarterback Jimmy Garoppolo zu einem kritischen Zeitpunkt ab.
Er unterschrieb einen Einjahresvertrag über $4,5 Millionen.

Donnerstag, 9. April 2020

Kurzberichte
brees-drew-xDrew Brees (Bild): „Der Kampf um die NFC South ist etwas härter geworden.“
Wir Zuschauer können uns auf zwei Methusalem Bowls freuen, wenn der 41 Jahre alte Quarterback der Saints gegen den dann 43 Jahre alten Tom Brady antritt.
Mit Quarterback Matt Ryan und den Falcons ist ein Team in der Division, das eigentlich auch ein Wörtchen mitreden können sollte.
Die Carolina Panthers setzen auf einen total unerfahrenen Head Coach, Matt Rhule, und auf einen unbewiesenen neuen Quarterback, Teddy Bridgewater. Vielleicht ist diese Kombination für eine Überraschung gut?
Dürfte die Alleinherrschaft der 13-3 Saints damit vorbei sein?
Die Falcons als zweiter in der Gruppe hatten 2019 gerade mal sieben Siege. Dabei sahen sie sich als sicherer Playoffteilnehmer, bevor sie einen Fehlstart in die Saison hinlegten, der durch eine gute Aufholjagd nicht mehr wettgemacht werden konnte.
Vom Spielerpersonal her sollte Atlanta, das gestern neue Uniformen vorstellte (https://www.atlantafalcons.com/new-uniforms-2020) eigentlich um den Titel mitspielen können.
Ob alleine ein doch bereits recht alter Quarterback Tom Brady die Buccaneers von einem 7-9 Team zu einem Playoffteam machen kann?
OK, wenn es überhaupt jemand kann, dann er. Brady verlangt von seinen Mitspielern die Disziplin, die er selber vorlebt. Und er kann die Spieler um sich herum besser machen. Doch reicht das?
Die Panthers hätten mit einem gesunden Quarterback Cam Newton bestimmt mehr Spiele gewonnen, als die fünf 2019. Doch, wie gesagt, ein neuer Head Coach, der nur einmal kurz als Assistent für die Offensive Line bei den Giants gearbeitet hat (2012), und sonst keinerlei NFL Erfahrung vorweisen kann, was kann der erreichen. Dazu mit einem Quarterback, der vor einer schlimmen Knieverletzung als die Zukunft bei den Vikings galt, und zuletzt nur noch als Ersatz- Quarterback gearbeitet hat?
Die Panthers dürften den letzten Platz in der South sicher haben.
Was darüber passiert, das könnte spannend werden.

Die Buccaneers boomen.
Am Tag, nachdem sie ihre neuen Uniformen vorstellten, griffen die Fans zu. Die Verkaufszahlen für Trikots der Bucs sprangen um 3.000% in die Höhe. Damit landeten sie auf Platz eins in der Verkaufshitparade.
Natürlich ging das Jersey mit der Nr. 12 am besten weg.

Tom Brady, momentan 42 Jahre alt, hatte sich eigentlich alles ganz anders vorgestellt. Er wollte sich zunächst völlig auf den Football konzentrieren. Familie war nicht unbedingt angesagt in seinen 20ern.
Irgendwann, so in seinen späten 30ern, da würde er langsam anfangen, eine Familie zu gründen. Also dann, wenn seine Karriere dem Ende entgegenginge.
Doch dann kam das Leben dazwischen. Frau und Kinder kamen sehr viel früher als erwartet, und Rente mit Ende 30 war auch nicht.
Statt dessen wechselte er nach 20 Jahren bei den Patriots noch zu einem anderen Team.
Aber Brady meisterte all diese Änderungen so souverän, wie er angesagte Spielzüge an der Line of Scrimmage änderte.
Ob er denn seine Kinder Football spielen lassen würde, wurde Brady in einem Radiointerview gefragt?
„Absolut,“ antwortete er. „Bei diesem Vollkontaktsport werden dir Respekt und Disziplin beigebracht, Sachen, die man in einem kontaktlosen Sport nicht lernt.“
Auf die Frage, ob beim Abschied von den Patriots Tränen geflossen wären, antwortete Brady: „Yeah, ich habe geheult. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch. Als ich mich von Teambesitzer Bob Kraft verabschiedete, ging es los.

Von den 15 Spielern, die von ihren Teams zu Franchise Playern gemacht wurden, haben vier ihren Vertrag unterschrieben. Gestern gesellte sich Redskins Guard Brandon Scherff zu Patriots Guard Joe Thuney, Cardinals Running Back Kenyan Drake und Titans Running Back Derrick Henry.
Scherff wird 2020 etwas über $15 Millionen bekommen. Für ihn, wie auch alle anderen Franchise Spieler gilt, daß sie noch bis zum 15. Juli Zeit haben, einen langfristigen Vertrag auszuhandeln.

Mittwoch, 8. April 2020

Kurzberichte
miller-von6Von Von Miller (Bild) war letztes Jahr nicht so sehr viel zu sehen.
Der 31-jährige Linebacker der Broncos erzielte 2019 schlappe acht Sacks. Das ist weit von den 18,5 entfernt, die er 2012 erzielte, seiner besten Saison.
Für 2020 hat Miller sich das Ziel gesteckt 22 Sacks zu erzielen... plus den ein oder anderen.
Und das soll ihm helfen noch mal zum Defensive Player of the Year gewählt zu werden.
Von Miller äußerte sich begeistert über die Neuzugänge des Teams in den letzten Wochen: „Wir haben ein sehr wettbewerbsfähiges Team dieses Jahr,“ meinte Miller.
Das braucht Denver auch, um in der AFC West mit den Chiefs mithalten zu wollen.

Damit alles gut funktioniert, wenn es ernst wird, möchte die NFL zur Probe eine Schein-Draft (Mock Draft) abhalten. Dabei soll das ganze Equipment, das zur virtuellen Draft benötigt wird, getestet werden. Auch für die Beteiligten ist es natürlich wichtig, zu probieren, wie denn eine Einberufungsveranstaltung funktioniert, wenn der General Manager ganz woanders ist, als der Head Coach.
Und wenn es funktioniert, dann dürfte es immer noch Sachen geben, die das Ganze torpedieren. Ravens Head Coach Jim Harbaugh hat Angst, daß die digitale Draft gehackt werden könnte.
Unbegründet ist diese Angst nicht, denn die Ravens benutzen die Software ZOOM. Und von der hat es sich sogar bis zu mir rumgesprochen, daß das eine virenschleudernde Datenkrake ist, die fast über keinen Schutzmechanismus verfügt. Und deshalb ist Harbaughs Sorge nicht unbegründet. Aber es gibt ja auch andere Programme, auf die die Ravens ausweichen könnten. Der Head Coach hat dann auch die IT Abteilung des Teams gebeten, sich nach Alternativen umzusehen.
Zoom Entwickler und CEO Eric Yuan hat sich letzten Mittwoch für die Sicherheitslücken seiner Software entschuldigt und Besserung geschworen. Trotzdem traut Harbaugh Zoom nicht mehr. Immer noch würde er in der New York Times oder im Wallstreet Journal negative Berichte darüber lesen.
NFL Commissioner Roger Goodell hat allen Teams Unterstützung der Technikabteilung der Liga zugesagt.
Es reicht ja auch, daß sich zur Zeit alle mit dem Coronavirus rumplagen, da braucht man nicht auch noch einen digitalen Virus.
Als Knotenpunkt für die Vernetzung der einzelnen Teams werden die Häuser der jeweiligen General Manager genutzt.

In Zeiten des Coronavirus sind auch Hochzeiten eine Veranstaltung mit überschaubarer Teilnehmerzahl.
Das hat viele Hochzeitswillige dazu veranlaßt, ihre Termine zu verschieben.
Nicht so Jameis Winston. Der momentan arbeitslose Ex-Buccaneers Quarterback hat seine Freundin Breion Allen geheiratet. Und das bereits am 27. März in einer privaten Zeremonie in Odessa, Florida.
Auf Fotos, die Winston auf Instagram veröffentlichte, sieht man, daß der Mann, der die Trauung vollzog, wenigstens zwei Meter von dem Paar entfernt stand.
Am Montag half Winston dabei, eine kostenlose Corona Hotline ins Leben zu rufen.

Es ist das Jahr der neuen Uniformen.
Gestern stellten die Buccaneers ihre vor, die Browns, Falcons und Rams werden noch folgen.
Die Buccaneers stellten Uniformen vor, die an die erinnern, die sie in ihrer Super Bowl Saison 2002 trugen. Die überdimensionierten Flaggen auf beiden Seiten der Helme sind geblieben.

Timmy Brown ist im Alter von 82 Jahren verstorben.
Der Running Back wurde 1959 von den Packers einberufen. Er spielte nur in einem Spiel, bevor Head Coach Vince Lombardi ihn feuerte.
Die Eagles nahmen Brown auf, und bei ihnen wurde er in drei Pro Bowls gewählt und gewann die Meisterschaft 1960... gegen die Packers.
Obwohl es über 50 Jahre her ist, daß Brown zuletzt in der NFL spielte, hält er noch folgende Teamrekorde der Eagles: Yards pro Lauf (6,52), die meisten Kickoff Returns (169), die meisten Kickoff Return Yards (4.483), und die meisten Kickoff Returns für Touchdowns (5).
Nach seiner NFL Karriere ging Brown nach Hollywood und wurde Schauspieler. Er trat in verschiedenen Filmen und TV Serien auf.

Dienstag, 7. April 2020

Kurzberichte
draftcoronaDie Draft 2020 wird digital.
Klimagreta wird jubeln, daß unzählige Flüge ausfallen und niemand von A nach B und wieder zurück reist.
Die NFL hat beschlossen, die Draft komplett virtuell abzuhalten. Alle Beteiligten müssen von Zuhause aus per digitaler Medien an der Einberufungsveranstaltung teilnehmen.
Noch sind über zwei Wochen Zeit, alles nötige zu installieren.
Die Saints dürfen ihr Drafttreffen nicht in der Brauerei abhalten.
Da in den US Staaten keine einheitlichen Regelungen herrschen, was die Ausgangssperren betrifft, könnten einige Teams ihre Draftteams an zentralen Orten sammeln, andere nicht. Um Gleichstand herzustellen, ordnete Roger Goodell an, daß alle Teilnehmer von Zuhause aus agieren müssen, per Telefon, Internet und Videochat.
Und noch etwas hat die Führungsriege der NFL beschlossen. Phase 1 der Saisonvorbereitungen wurde um wenigstens eine Woche nach hinten verschoben.
Wenn es COVID-19 nicht gäbe, dann dürften die Teams, die neue Head Coaches haben, am Ostermontag mit den Saisonvorbereitungen beginnen. Treffen dürften sich diese Head Coaches mit ihren Spielern bereits am heutigen Dienstag. Das wären Mike McCarthy in Dallas, Joe Judge in New York, Ron Rivera in Washington, Matt Rhule in Carolina, und Kevin Stefanski in Cleveland.
Ob die Verschiebung um eine Woche etwas bringt?
Bei der Todesrate, die in den USA durch Corona herrscht, eher nicht!

„Niemals hätte ich mir vorstellen könne, daß Todd Gurley gefeuert wird,“ sagte Rams Head Coach Sean McVay bei seinem ersten Pressegespräch nach der Entlassung des Running Backs.
Noch vor einigen Monaten hätte sich das niemand vorstellen können.
Nachdem Gurley 2018 die Liga in Laufyards und Punkten anführte, war die Welt noch in Ordnung. Doch dann kam die hartnäckige Knieverletzung.
Vor der Saison 2019 war nur interessant, wie es um Gurleys Knie stand. Head Coach McVay tüftelte Spielpläne aus, in denen es darum ging, den Running Back so oft wie möglich einzusetzen und ihn so gut wie möglich zu schonen.
McVay schonte seinen Star so sehr, daß die Rams die Playoffs verpaßten.
Einen Tag nachdem Gurley gefeuert wurde, akzeptierte er einen Einjahresvertrag bei den Falcons.
Gestern unterschrieb Gurley den Vertrag über voll garantierte $3,5 Millionen. Zuzüglich bekam er $2 Millionen für die Unterschrift und er kann noch weitere $500.000 an Boni einstreichen.
Und von den Rams bekommt er noch $5,05 Millionen, die ihm noch aus seiner Garantiesumme zustehen.
Gurleys Unterschrift unter den Vertrag ist allerdings nichts wert, wenn der Gesundheitscheck negativ ausfällt.
Wegen der Coronakrise können ja keine Gesundheitschecks bei Spielern durchgeführt werden.

Ben Roethlisberger wäre bereit für die organisierten Teamaktivitäten, die OTAs.
Eigentlich sollten diese am 20. April beginnen, aber... Corona... klar.
Sein rechter Ellenbogen, den er sich in Woche zwei verletzte und operiert werden mußte, ist ausgeheilt.
Und so muß der 38-jährige wie die anderen über 1.500 Spieler warten, warte, warten...

Es scheint, als ob der Videobeweis bei strittigen Entscheidungen bei der Passbehinderung eine Einjahresfliege war.
Unter den 32 Teambesitzern soll es eine Mehrheit geben, die gegen eine Fortsetzung des Experiments sind.
Was verständlich ist, denn viel Klarheit hat der Videobeweis nicht gebracht. Einiges blieb strittig.

Montag, 6. April 2020

Kurzberichte
trubisky-mitchell
Die Bears haben einen offenen Wettbewerb um den Starterposten auf der Quarterback Position.
Bears General Manager Ryan Pace sagte, daß Mitchell Trubisky (Bild) und Nick Foles gleichberechtigt um die Position kämpfen können.
Die Bears hoffen darauf, daß sie von einem Punktelieferanten wieder zu einem wettbewerbsfähigen Team werden können. Deshalb schon mal der Wettbewerb um die Nr. 1 bei den Quarterbacks.
Der General Manager hat viel wieder gut zu machen. Er tauschte die Bears in der Draft 2017 um eine Position nach oben, um Trubisky einberufen zu können. Doch erstens waren zu diesem Zeitpunkt noch ein gewisser Patrick Mahomes zu bekommen und auch Deshaun Watson war noch zu haben.
Zweitens stellte sich heraus, daß die 49ers, mit denen die Bears ihren Platz tauschten, gar nicht daran interessiert waren einen Quarterback zu verpflichten.
Diesen Megafehler wird der General Manager gar nicht ausbügeln können, das dürfte klar sein.
Head Coach Nagy sagte, daß Trubisky der erste Quarterback sein wird, der mit den Startern trainiert. Im Verlauf des Trainingslagers könnten sich die Positionen dann verschieben.

Die Bears und die Falcons wollten Free Agent Pass Rusher Robert Quinn haben. Letztes Jahr erzielte er 11,5 Sacks für die Cowboys.
Quinn konnte sich selber nicht so richtig entscheiden, zu wem er gehen sollte.
Da warf er eine Münze und die landete auf der Seite der Bears. Die gaben ihm einen Fünfjahresvertrag über $70 Millionen.

Bill O`Brien, Head Coach und General Manager der Houston Texans in Personalunion, erklärte den aufsehenerregenden Tausch von Star Wide Receiver DeAndre Hopkins.
„Es war im besten Interesse für unser Team,“ erklärte er Saisonkarteninhaber in einer virtuellen Konferenz. „DeAndre Hopkins ist ein großartiger Footballspieler. Wir haben  DeAndre Hopkins geliebt. Er hatte noch drei Jahre in seinem Vertrag stehen, und doch wollte er eine Gehaltserhöhung.“
Dieses Verlangen nach einer Gehaltserhöhung hielt O`Brien wohl für nicht angebracht.
Und so landete der Star Receiver in Arizona.

Der Super Bowl im Februar 24 könnte in Terminnöte geraten.
Wenn die NFL auf 17 Spiele in der regulären Saison erweitert wird, dann würde ein um eine Woche nach hinten verlegter Super Bowl mit dem Mardi Gras Festival in New Orleans zusammenfallen.
Eine unhaltbare Situation, die die Verantwortlichen der Stadt vor kaum lösbare Probleme stellen würde.
Jetzt wird hart daran gearbeitet, wie man solch einen Terminkonflikt vermeiden könnte.
Die Super Bowls von 21 bis 23 sind in Tampa Bay, Los Angeles, und Arizona.

Die Bengals sicherten sich Ex Texans Defensive Tackle D.J. Reader.
Er bekam einen Vierjahresvertrag über $53 Millionen.
Der Vertrag wird gültig, sobald Reader von den Teamärzten untersucht werden kann, und beim Gesundheitscheck positiv abschneidet.

Eli Apple bleibt ein Free Agent.
Die Raiders und der Ex Giants und Saints Cornerback konnten sich nicht einig werden.
Es ist unklar, warum kein Vertrag zustande kommen konnte.

Schon bevor die Chiefs den Super Bowl gewannen, sagte Sammy Watkins, daß er sogar eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen würde, um in Kansas City bleiben zu können.
Und am Freitag unterschrieb der Wide Receiver einen neuen Einjahresvertrag über $7 Millionen Grundgehalt. Mit allen eingetragenen Boni kann er es auf satte $16 Millionen bringen. Letztes Jahr hatte er ein Grundgehalt von $13,75 Millionen.
Der Vertrag ist so konstruiert, daß die Chiefs dringend benötigte $5 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze freischaufeln konnten, Watkins aber am Ende mehr verdienen könnte, als 2019.

Im Alter von 84 Jahren verstarb der ehemalige Browns und Redskins Star Bobby Mitchell.
Er spielte auf verschiedenen Positionen in der Offense.
Nachdem er seine aktive Karriere bei den Redskins beendete, arbeitete er noch 34 Jahre für den Club im Personalbüro.

COVID-19
Tom Dempsey, der 43 Jahre den Rekord für das längste Field Goal der NFL Geschichte hielt, ist verstorben.
Letzte Woche wurde veröffentlicht, daß der Kicker, der 11 Jahre in der NFL spielte, im Alter von 73 Jahren an den Folgen der Coronaerkrankung, über die ich  am 31. März berichtete, gestorben ist.

Während Dempsey den Kampf gegen den bösartigen Virus verlor, konnte ein anderer ehemaliger NFL Spieler den Kampf gegen Corona gewinnen.
Der ehemalige Tackle der Jaguars, Tony Boselli, konnte nach fünf Tagen im Krankenhaus geheilt entlassen werden.

Colts Besitzer Jim Irsay wird dem Indiana Department of Health 10.000 Mundschutzmasken spendieren.

Power Ranking
Die NFL hat ein Power Ranking der Teams auf Grundlage der aktuellen Spieler Zu- und Abgänge veröffentlicht.
1. Chiefs (vorher 1)
2. 49ers (2)
3. Ravens (4)
4. Saints (7)
5. Titans (3)
6. Packers (5)
7. Colts (24)
8. Buccaneers (17)
9. Vikings (6)
10. Steelers (13)
Und unten stehen
28. Bears (18)
29. Redskins (31)
30. Giants (26)
31. Panthers (32)
32. Jaguars (29)

Freitag, 3. April 2020

Kurzberichte
darnold-sam-draft2Die Jets glauben an Quarterback Sam Darnold (r.). Um das Beste aus ihm herauszuholen wollen sie die Line vor ihm verstärken. General Manager Joe Douglas glaubt, daß sein Quarterback mit dem nötigen Schutz bessere Leistung bringen kann. „Ich verspreche, daß ich alles in meiner Kraft stehende tun werde, um Sam zu schützen,“ sagte Douglas. „Ich glaube, daß ich da viel zu tun haben werde.“
In seinen 13 Starts letztes Jahr wurde Darnold 33 mal gesackt. Immer wieder mußte Darnold sich mehr darauf konzentrieren, nicht unter anstürmenden Verteidigern begraben zu werden, als den freistehenden Receiver zu finden.
Und deshalb rüsten die Jets auf. Sie verpflichteten Center Connor McGovern, Guard Greg Van Roten, Tackle George Fant und Alex Lewis. Und auch in der Draft werden die Jets ihr Hauptaugenmerk auf  Darnolds Schutz legen. Es sei denn, an 11. Stelle wäre ein phantastischer Receiver zu bekommen, dann würde man den einberufen, meinte Douglas.
Für die Jets, wie auch die anderen Teams in der AFC East heißt es nach Tom Bradys Abgang von den Patriots: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Derrick Henry hat seinen Franchisevertrag unterschrieben.
Der Running Back der Titans führte letztes Jahr die Liga mit 1.540 Laufyards an und war nach der Saison ein Free Agent.
Für die Titans war es keine zweite Überlegung wert, ihn zum Franchise Player zu machen.

Bills General Manager Brandon Beane springt nicht auf den Hypezug auf. Er ist der Meinung, daß die Patriots immer noch das Team sind, das man in der AFC East schlagen muß.
Für ihn ist das Team von Head Coach Bill Belichick immer noch der Favorit in der Division.
„So lange Belichick da ist, und bis wir sie besiegt haben, haben wir gar nichts erreicht,“ sagte Beane. „Ich verstehe einfach nicht, wie man die Patriots abschreiben kann?“

Saints Head Coach Sean Payton glaubt, daß Tom Brady die NFC South zu einer der interessantesten und am stärksten umkämpften Divisionen der NFL macht.
New Orleans hat in den letzten drei Saisons jeweils diese Division gewonnen. Tampa Bay war in dieser Gruppe der Saints, Panthers und Falcons immer so was wie eine Sättigungsbeilage, die niemand bestellt hat.
Das ändert sich jetzt, ist Payton sicher. Bradys Ankunft wäre eine große Veränderung. Brady wäre in der Lage, alle Spieler um sich herum auf ein besseres Level zu heben. „Ich bin sicher, daß wir ein völlig anderes Buccaneers Team erleben werden, alleine durch seine Präsenz,“ fuhr Payton fort

Während seiner Zeit in Tampa Bay wird Brady mit seiner Familie im Haus eines Hall of Fame Mitglieds wohnen, allerdings von einer anderen Sportart.
Derek Jeter spielte Baseball für die New York Yankees und hat momentan keine Verwendung für das Haus mit sieben Schlafzimmern.
Brady schloß einen Mietvertrag über 24 Monate ab.

Die Buccaneers verpflichteten einen ehemaligen Draftpick aus Runde eins, um Tom Bradys Ersatzmann zu spielen.
Sie gaben Blaine Gabbert einen Einjahresvertrag.
Gabbert wurde 2011 an 10. Stelle von den Jaguars einberufen. Dort bewies er eindrucksvoll, daß er absolut nicht NFL-tauglich war.
Letztes Jahr war er bereits bei den Buccaneers, verbrachte aber die Saison auf der Verletztenliste. Er verletzte sich im dritten Vorbereitungsspiel an der linken Schulter.
In seiner „Karriere“ startete er in 48 Spielen und warf 48 Touchdowns, bei 47 Interceptions.
Da können die Bucs nur hoffen, daß Brady gesund bleibt.

Tom Brady tut sich mit Seahawks Quarterback Russell Wilson und der Firma Wheels Up zur „Meals Up Initiative“ zusammen.
Zusammen wollen sie Mahlzeiten für Bedürftige während der Coronakrise bezahlen.
Brady wird 10 Millionen Mahlzeiten zahlen.
Panthers Star Running Back Christian McCaffrey hat die Initiative „22 and You“ gegründet.
Er möchte die Hilfskräfte in Carolina unterstützen.

Die Patriots holten 1,2 Millionen Atemschutzmasken mit dem Clubflieger aus China ab.
Chinas Botschafter in den USA und Patriots Besitzer Robert Kraft haben zusammengearbeitet, um eine Landegenehmigung für den Flieger zu bekommen.
Der Gouverneur von Massachusetts, Charlie Baker, hatte bereits letzten Monat die Masken beim Hersteller in China geordert, hatte aber keinen Möglichkeit sie zu transportieren.
Da kam dann der Patriots-Flieger ins Spiel.
Die Kraft Familie zahlte die Hälfte des Kaufpreises von $4 Millionen.

Die NFL hat sich zwei Szenarien für die kommende Draft ausgedacht.
Nr. 1 sieht vor, daß die Teams sich im Räumen auf dem Teamgelände treffen, wenn strenge Sicherheitsstandards eingehalten werden.
Eine streng limitierte Teilnehmerzahl und gründliche Desinfektion der Räume vor und nach den Treffen.
Nr. 2 sieht vor, daß alle am Einberufungsprozess beteiligten sich nur virtuell aus ihren Wohnungen heraus zuschalten. Dabei dürften dann mehrere Personen in einem Zimmer sein, aber auch deren Anzahl soll stark reglementiert sein.
Welche Version genutzt wird, das soll Liga-Arzt Dr. Sills entscheiden in Zusammenarbeit mit dem CDC (Center of Desease Controll), der Seuchenschutzbehörde.
Wenn die zweite Version in Kraft tritt, dann dürften die Saints die Räume in der Brauerei, in der sie ihre Einsatzzentrale einrichten wollen, nicht nutzen.

Donnerstag, 2. April 2020

Kurzberichte
newton-cam-supermanDie Chargers wollen sich alle Optionen ansehen, auch Cam Newton (Bild), sagte Head Coach Anthony Lynn.
Lynn kann man nicht zu den wirklich erfolgreichen NFL Trainern zählen. Mit 26 Siegen und 23 Niederlagen schlittert er gerade mal so an einer Blamage vorbei.
Da brauchen die Chargers jede Hilfe, die sie bekommen können, gerade auf der Quarterback Position. Ein gesunder Newton dürfte da noch besser sein, als Tyrod Taylor.
Und Newton würde auch mehr Zuschauer ins Stadion locken, als Taylor.
Leider aber kann der Gesundheitszustand von Newton nicht von den Teamärzten untersucht werden. Dieses Schicksal teilt der Quarterback ja mit vielen anderen Spielern. Und so bleiben einige gute Spieler bis auf Weiteres ohne neuen Vertrag.

Die Dallas Cowboys haben jemanden verpflichtet, der seit 2015 nicht mehr in der NFL gespielt hat.
Zuletzt war Defensive End Aldon Smith bei den Raiders, als er von der Liga wegen wiederholter Vergehen auf unbestimmte Zeit suspendiert wurde.
Nun hat Smith bereits einen Einjahresvertrag über $2 Millionen unterschrieben, obwohl die Sperre noch nicht aufgehoben wurde. Das soll aber bald der Fall sein.
Wenn Smith gut spielt, kann er für eine gewisse Anzahl an Sacks noch weitere $2 Millionen als Bonus erhalten.
Inwieweit die Nr. 7 in der Draft von 2011 den Cowboys nach der langen Auszeit helfen kann, bleibt abzuwarten.

Die Saints werden ihre Einsatzzentrale für die Draft, im englischen so schön martialisch War Room genannt, in einer örtlichen Brauerei in New Orleans einrichten, die der Benson Familie gehört, also der Familie der Besitzerin des Teams.
In der Einsatzzentrale soll dafür gesorgt werden, daß genug Abstand zwischen den Beteiligten eingehalten werden kann. Platz genug ist dafür vorhanden.
Bevor jemand in den Raum kommt, wird seine Temperatur gemessen, zur Zeit noch das sicherste Mittel, um schnell zu testen, ob jemand den Coronavirus hat.
Auch die 31 anderen Teams werden sich genügend große Räume suchen müssen, um ihre Einsatzzentralen dort einzurichten.

Die Patriots haben einen weiteren Quarterback verloren. Gestern trennten sie sich von Cody Kessler.
Kessler war 2019 im Kader, hatte aber keinen Einsatz.
New England hat jetzt noch Brian Hoyer und Jarrett Stidham im Kader. Das verleitet zu der Vermutung, daß man sich in der Draft  nach einem weiteren Quarterback umsehen wird. Und auch auf dem Free Agent Markt könnte ja noch brauchbares Material sein. Allerdings haben die Patriots nur noch $1.568.575 Platz unter der Gehaltsobergrenze. Das ist hinderlich bei der Verpflichtung von entweder Andy Dalton, Cam Newton oder Jameis Winston.

New Englands Center David Andrews verpaßte die gesamte Saison 2019. Er hatte Blutklumpen in seiner Lunge.
Jetzt bereitet er sich auf seine Rückkehr ins Team vor.
Bereits letztes Jahr besuchte er einige Teammeetings, um auf dem Laufenden zu bleiben.
Sein Ersatzmann aus der letzten Saison, Ted Karras, ist mittlerweile bei den Dolphins gelandet. Andrews Platz wäre also frei.

Die Jaguars erwarten einen „großen Sprung“ von Gardner Minshew in seiner zweiten Saison.
Letztes Jahr mußte der Quarterback aus der sechsten Runde der Draft 2019 bereits im ersten Spiel für den 88 Millionen Dollar Mann Nick Foles reinkommen, nachdem der sich an der Schulter verletzte.
Minshew spielte mit viel Enthusiasmus und gar nicht mal schlecht. Als Foles zurückkam, zeigte sich, daß er sich besser noch weiter auskurieren sollte. Minshew startete wieder.
Bei allem Potential das er gezeigt hat, war er doch recht unbeständig. Das soll sich 2020 ändern. Er geht als Starter in die Saison und die Vorbereitungszeit wird auf ihn zugeschnitten.
Mit einer Saison Erfahrung könnte er in der Lage sein, die Verteidigungen besser lesen zu können. An seiner Wurftechnik hat er in der ganzen Zeit nach der letzten Saison gearbeitet.
Aber ob er wirklich ein Quarterback ist, der den Jaguars so richtig helfen kann?

Mittwoch, 1. April 2020

Kurzberichte
wildcardsKeine Überraschung, die Playoffs werden um zwei Spiele erweitert. Das haben die Teambesitzer gestern beschlossen.
Schon 2020, wenn die Saison stattfindet, wird nur noch die Nr. 1 einer Conference eine Woche Ruhepause haben, bevor sie in die Playoffs eintritt. Das Nr. 2 Team muß bereits am Wild Card Wochenende ran.
Letztes Jahr hätten also die Green Bay Packers und die Kansas City Chiefs in der Wild Card Runde spielen müssen, Green Bay gegen die Rams und Kansas City gegen die Steelers.
Die Chancen in die Playoffs zu kommen sind für die schlechteren Teams damit gestiegen. Bereits 2019 flogen die Eagles mit nur 9-7 Siegen als Gewinner der NFC East in die Playoffs und sofort raus.
Daß jetzt mehr 9-7 oder gar 8-8 Teams in die Playoffs kommen können, dürfte feststehen. An 7-9 Teams wollen wir lieber gar nicht erst denken. Das wäre z.B. 1990 der Fall gewesen. Da wären die Dallas Cowboys mit einem negativen S/N Verhältnis in die Playoffs gekommen. In den 30 Jahren danach hätte es den Fall nicht mehr gegeben.
Für uns Fans heißt das, mehr Cola, mehr Chips, mehr Football. Drei Spiele am Samstag und drei am Sonntag.
Die zusätzlichen Spiele wurden an NBC und CBS vergeben. Das zusätzliche Sonntagsspiel für CBS wird auch auf dem Kindersender Nickelodeon gezeigt, in einer auf das junge Publikum zugeschneiderten Version.
Mit den jetzt 14 Teams, die in die Playoffs kommen, kommen 43,7% aller Teams in die Endrunde. Das sind mehr als die 33,3% der Baseballliga, aber weniger als die 51,6% der NHL und die 53,3% der NBA.

Die NFL bleibt Optimistisch, was den Starttermin der Saison angeht.
Die staatliche Gesundheitsbehörde, die Federal Drug Administration (FDA), hat der Liga gestattet, Schnelltests zu benutzen. Diese Tests sollen innerhalb von zwei Minuten zeigen, ob die getestete Person an COVID-19 erkrankt ist oder nicht. Die Trefferquote soll bei 91% liegen.
Wichtig wären diese Tests ja bereits jetzt, damit die Vorbereitungen für die Saison beginnen könnten.
Auf ein Heilmittel gegen Corona für die Allgemeinheit wird man noch 12 bis 18 Monate warten müssen, glaubt die FDA.
NFL Commissioner Roger Goodell betonte, daß die Schnelltests nur dann von der Liga genutzt würden, wenn genügend davon für jeden bereitstehen würden. Man wolle keine Vorteile haben, nur um eine Footballsaison zu spielen.
Doch wenn man alle Informationen zusammenfaßt, die man jetzt hat, dann könnte die Saison normal beginnen, sagte NFL Vizepräsident Jeffrey Pash.
Die NFL hat ja die Gnade des späten Saisonbeginns. Während weltweit die Sportligen ruhen, hat die NFL noch Zeit.
Am 9. Mai soll der komplette Spielplan veröffentlicht werden. Ob der dann gespielt wird, wird man sehen.

Phillip Lindsay ist bereit, mit Melvin Gordon um den Starterposten zu kämpfen.
Die Broncos verpflichteten Running Back Gordon, der letztes Jahr noch für die Chargers spielte.
Alles was man von den Broncos hört deutet darauf hin, daß Gordon als Starter gelistet wird. Doch wenn das Trainingscamp beginnt, dann ist der Kampf eröffnet, sagte Lindsay. „Ich werden nicht stillsitzen und jemandem den Job geben,“ meinte er. „Melvin ist aber nicht mein Feind. Er ist ein Teamkollege. Er muß halt seinen Job machen, ich mache meinen.“

Tua Tagovailoa ist völlig genesen und bereit zum Wettbewerb.
Der Alabama Quarterback hatte sich eine Hüfte gebrochen und wurde operiert. Bis zu dieser Verletzung galt er als mögliche Nr. 1 in der kommenden Draft.
Chris Cabott, der Präsident von Steinberg Sports & Entertainment, die Tagovailoa vertreten, teilte mit, daß kein Team das seinen Schützling einberufen wolle, Angst um dessen Gesundheit haben müsse.
Tagovailoa hat bisher vier Gesundheitschecks an der Hüfte positiv absolviert. Doch inwieweit die Teams ohne eigene Möglichkeiten der Überprüfung auf den Tagovailoa-Zug aufspringen, das bleibt abzuwarten.
Am 9. April wollte der Quarterback ein Sichtungstraining abhalten, um die Scouts der Liga von seiner uneingeschränkten Beweglichkeit zu überzeugen, doch dieses Treffen fiel Corona zum Opfer.

Tom Brady wird auch bei den Buccaneers die Nr. 12 tragen.
Wide Receiver Chris Godwin gab die Nummer an Brady ab und wird 2020 die 14 tragen.

„Jetzt wird es Zeit, daß wir die Führung übernehmen,“ sagte Bills Wide Receiver Isaiah McKenzie.
„Ohne Tom Brady ist die Zeit für eine Wachablösung gekommen. Unser Team ist voller Talente. In den letzten Jahren haben wir den Patriots schon das Leben schwer gemacht. Jetzt ist es Zeit, daß die Bills übernehmen. Wenn wir auf dem aufbauen, was wir letztes Jahr geleistet haben, dann ist unsere Zeit gekommen.“
McKenzie startete letztes Jahr in acht von 15 Spielen und fing 27 Pässe für 254 Yards. Ob er überhaupt noch im Kader ist, wenn die Saison beginnt, steht noch gar nicht fest.

Die Bengals entließen Cornerback Dre Kirkpatrick.
2012 wurde er in der ersten Runde einberufen. Er wehrte in seinen acht Saisons in Cincinnati 65 Pässe ab und fing 10 Interceptions.

Frank Reich freut sich auf die Zusammenarbeit mit Philip Rivers.
Der Head Coach der Colts sagte in einer Videokonferenz, daß er und sein Trainerstab sich die Videos des Ex-Chargers Quarterbacks der letzten zwei Jahre angesehen hätten, und sie hätten kein physisches Nachlassen in seiner Leistung erkannt.
Vielleicht hätten sie genauer hinsehen sollen. Zwischen einer „Hall of Fame Leistung“ 2018 und einer „oh Gott, was ist das denn Leistung „ 2019 lagen nun doch Welten.
2018 warf er 32 Touchdowns und 12 Interceptions. 2019 war das Verhältnis 23-20. Die Chargers wurden von einem AFC Wild Card Sieger zu einem 5-11 Team.
Reich glaubt, daß der 38 Jahre alte Rivers wieder seinen Fluß von 2018 bekommen kann. Die beiden kennen sich bereits. 2014 und 15 war Reich Offensive Coordinator bei den San Diego Chargers. Und mit der besseren O-Line der Colts traut Reich Rivers wieder zu, eine Saison wie 2018 abzuliefern.
Reich hat eine Position offen, die er gerne schließen würde. Kicker Adam Vinatieri ist Rekordhalter in mehreren Kategorien.
Der 47-jährige weiß noch nicht, ob er noch eine weitere Saison gegen das Ei  treten möchte.
Begonnen hatte Vinatieri seine bemerkenswerte Karriere, die ihn in die Hall of Fame führen könnte, 1995 als Kicker und Punter bei den Amsterdam Admirals in der WLAF.

Dienstag, 31. März 2020

Kurzberichte
taylor-tyrod2„Ich werde für einiges Aufsehen sorgen als Starter,“ ist sich Tyrod Taylor (Bild) sicher.
Die Chargers werden mit dem ehemaligen Quarterback der Bills, Ravens und Browns in die kommende Saison gehen.
„Mit mir als Starter werden wir einigen Lärm in der AFC West veranstalten,“ sagte Taylor weiter. „Wir haben eine Menge Talente im Team.“
Taylor ist seit neun Jahren in der NFL. Viel Lärm hat er da noch nicht veranstaltet. Nachdem er von 2015-17 in 43 Spielen für die Bills startete, war er danach nur noch Ersatzmann.
Nachdem er 2019 Ersatzmann von Philip Rivers war, soll er die Chargers 2020 tragen.
Könnte es dann viel Lärm um Nichts geben?
Viele Zuschauer wird Tyrod Taylor nicht generieren. Die Chargers haben es nicht geschafft, ein Stadion mit lediglich 20.000 Sitzen voll zu bekommen, wie soll das erst im 70.000 Zuschauer fassenden SoFi Stadium werden?
Um Tyrod Taylor zu sehen, werden nicht viele kommen!

Die Teambesitzer werden heute darüber beraten, ob es 2020 schon die neuen erweiterten Playoffs geben wird. Die Spieler haben dem Tarifvertrag zugestimmt, der erst ab 2021 gilt, aber die erweiterte Wild Card Runde dürfte schon 2020 gespielt werden.
Daß die Teambesitzer zustimmen werden, dürfte klar sein. Es muß dann geregelt werden, welche TV Gesellschaft welches Spiel übertragen darf, und was dafür an zusätzlichen Geldern verlangt werden können. Es sind ja immerhin zwei weitere Playoffspiele, die Millionen Zuschauer generieren werden.
Dann wird auch noch darüber beraten, ob man Amazon weiter die Donnerstagsspiele streamen läßt.
Für alle anstehenden Änderungen wird eine 3/4tel Mehrheit der Teambesitzer benötigt.
Natürlich wird auch darüber beraten, wie man genau mit der umgestalteten Draft umgehen soll.

Etwa 50 Anwärter werden bei der Draft virtuell zugeschaltet. Die Übertragungen sollen technisch so perfekt wie möglich sein, und nicht nur auf Smartphone-Niveau. Deshalb werden bei den Top Anwärtern gute Kameras installiert und Tonleitungen gelegt, während viele andere dann doch nur über Handy zugeschaltet werden.
Auch die Analysten werden vorwiegend per Videokonferenz zugeschaltet.
Wie geplant wird die Draft vom 23. bis 25. April abgehalten, doch ohne Publikum und ohne unnötige Kontakte zwischen allen Beteiligten.
Währenddessen haben die Teams auch damit begonnen, virtuellen Kontakt zu Collegeabgängern aufzunehmen, die sie einberufen möchten.
Oregon Quarterback Justin Herbert hat per Videotelefonie bereits mit den Chargers gesprochen und als nächstes wird er mit den Raiders reden.
Keines dieser Gespräche darf nach den Ligaregeln länger als eine Stunde dauern. Es dürfen pro Woche nur drei Anwärter von den Teams kontaktiert werden. Alle Daten über die Gespräche müssen minutiös an die Liga gemeldet werden. Medizinische Tests, ein großes Kriterium zur möglichen Verpflichtung, können natürlich immer noch nicht gemacht werden.
Herbert gehört zu den Spielern, die sehr früh einberufen werden könnten. Warum die Raiders mit ihm Kontakt aufnehmen, wo sie doch Derek Carr als Starter haben und den mit einem voller Boni im Vertrag verpflichteten  Marcus Mariota, erklärte General Manager Mike Mayock damit, daß man alle Positionen hochkarätig ausstatten wolle.

Tom Dempsey wurde positiv auf Corona getestet.
Der 73 Jahre alte Rekord-Kicker wurde ohne Zehen an seinem rechten Fuß geboren. Auch fehlten ihm Teile an seiner rechten Hand.
In der NFL war er dennoch einer der besten Kicker aller Zeiten. Vier Jahrzehnte lang hielt er alleine den Rekord mit einem 63 Yards Field Goal. Mit diesem Field Goal schlugen Dempseys Saints die Lions am 8. November 1970 mit 19:17.
Heute leidet Dempsey an Alzheimer und lebt in einem Altenheim in New Orleans. In diesem Heim brach das Coronavirus aus und infizierte über 50 Bewohner.
Dempsey ist die dritte Person, die mit den Saints in Verbindung steht, die an dem Virus erkrankt ist.
Head Coach Sean Payton hat sich mittlerweile davon erholt, der Vater von Ex-Saints Quarterback Bobby Hebert verstarb an den Folgen der Infektion.

Montag, 30. März 2020

Saisonauftakt 2020
lasvegasGehen wir einfach mal davon aus, daß die NFL Saison 2020 stattfindet. Wir sind ja schließlich Optimisten, oder?
Doch es bleiben Unwägbarkeiten.
In Las Vegas und Los Angeles, bzw. Inglewood, wird weitergebaut, obwohl auf beiden Baustellen Arbeiter positiv auf Corona getestet wurden und in Kalifornien eigentlich striktes Ausgehverbot herrscht. Dieses Ausgehverbot sorgt ja dafür, daß das NFLN keine Live-Sendungen mehr im Studio produzieren kann.
Es kann durchaus sein, daß zumindest das Stadion in Inglewood nicht ganz pünktlich fertig wird. Besitzer Stan Kroenke, dem auch die Rams gehören, sagte im Januar, daß der Bau zu 85% fertig wäre. Da begann man bereits mit dem Einbau der Sitze.
Doch auch wenn beide neuen Stadien rechtzeitig fertig werden, sollte keines der beiden Ausrichter des Saisoneröffnungsspiels werden. Das sollte dieses Jahr wieder dem amtierenden Super Bowl Sieger gehören, auch wenn Commissioner Roger Goodell ernsthaft daran denkt, daß die Rams oder Raiders die Saison eröffnen könnten.
Gehen wir davon aus, daß Goodell wieder zu Sinnen kommt, denn wir sind ja Optimisten, dann spielen die Kansas City Chiefs am 10.9.
Und gegen wen?
Als Tom Brady noch bei den Patriots war, dann wäre die Wahl wohl nicht allzu schwer gefallen. Nun ist Brady aber bei den Buccaneers und deshalb scheidet diese Paarung aus. Die Chiefs spielen zwar gegen die Buccaneers, aber in Tampa Bay. Das dürfte dann ein Sunday Night oder Monday Night Spiel werden.
Mit Brady werden die Buccaneers vielleicht mehrere Spiele zur Primetime bekommen. Zuletzt hatten sie 2016 mal ein Sunday Night Spiel. Sunday Night und Monday Night Spiele in einer Saison hatten sie zuletzt 2008. Doch mit den Quarterbacks Drew Brees, Patrick Mahomes und Aaron Rodgers hat Tampa Bay es mit Publikumslieblingen als Gegnern zu tun, weshalb der Spielplanplaner Tom Brady gegen diese Kaliber bestimmt öfter zur Hauptsendezeit ansetzt.
Und die Patriots?
Wie interessant sind die noch?
Nun, man möchte ja bestimmt verfolgen, wie die sich ohne Tom Brady so machen. Ob man sie deshalb den Chiefs und Patrick Mahomes in Woche 1 zum Fraß vorwirft?
Abwarten!
In der AFC East wird es ja 2020 interessanter. Die Bills haben in den letzten drei Jahren zweimal die Playoffs erreicht, Und mit dem neuen Modus, daß jetzt 14 Teams nach der Saison weiterkommen, stehen ihre Chancen auch 2020 nicht schlecht. Momentan forsten die Dolphins kräftig auf und könnten auch endlich mal wieder ein richtiges Team ins Rennen schicken.
Die Jets sind die Jets, aber warum sollten nicht auch die eine Chance haben?
Na ja, weil sie halt die Jets sind.
Die Patriots haben noch immer Bill Belichick als Head Coach, sind also nicht völlig aus dem Rennen. Aber sie haben immer noch keine wirklich gute Receiver, und momentan auch keinen Quarterback. Das heißt nicht, daß man sie ignorieren sollte. Und mit den Bills, Dolphins und Jets in einer Division ist Platz eins für New England immer noch drin.
Letztes Jahr hat man ja in der NFC East gesehen, wie man in die Playoffs schlüpfen kann, obwohl man nicht gut ist. Die Eagles profitierten davon, daß die Giants, Cowboys und Redskins einfach noch schlechter waren, als sie.
Doch genau jetzt sollten wir einfach die Daumen drücken, daß die Saison 2020 überhaupt stattfinden kann.

Kurzberichte
Der Vater des ehemaligen NFL Quarterbacks Bobby Hebert jr. verstarb im Alter von 81 Jahren am Coronavirus.
Bobby Hebert sr. war immer an der Seite seines Sohnes, als der seine Footballkarriere begann.
Zunächst spielte Hebert jr. in der USFL. In der NFL war er 11 Jahre aktiv, zunächst bei den Saints und danach bei den Falcons.
Hebert jr. ist Analyst bei WWL, einer TV und Radiostation in Louisiana. Dort gab er den Tod seiner Vaters bekannt.

Die Redskins verpflichteten Ex-Eagles Cornerback Ronald Darby.
Er unterschrieb für ein Jahr und $3 Millionen.

Derek Wolfe spielte einige Jahre für die Broncos.
Jetzt unterschrieb der Defensive Lineman einen Einjahresvertrag über $3 Millionen bei den Ravens.

Chiefs Wide Receiver Demarcus Robinson testete den Free Agent Markt... und bleibt in Kansas City.
Er unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag über $2,3 Millionen.

Samstag, 28. März 2020

Kurzberichte
arians-bruce3„Wir haben nicht die Absicht, Antonio Brown zu verpflichten,“ sagte Buccaneers Head Coach Bruce Arians (Bild) in einer Videopressekonferenz.
Tom Brady wollte bereits in New England, daß der problematische Wide Receiver im Kader bleibt, nachdem er plötzlich und unerwartet am 7. September verpflichtet wurde. Doch Brown wurde am 20. September bereits wieder gefeuert.
Angeblich soll Brady auch bei den Buccaneers darauf gedrängt haben Brown zu verpflichten, doch das wird wohl nicht passieren.
„Yeah, das wird nicht passieren,“ so Arians. „Wir haben keinen Platz. Und möglicherweise nicht genug Geld. Das wird nicht passieren. Er paßt hier nicht rein.“
Antonio Brown wird es sehr schwer haben, überhaupt noch mal ein NFL Team zu finden, bei seiner dunklen Vergangenheit und seinem Divahaften Verhalten.

Die Cowboys verpflichteten Ex Rams Kicker Greg Zuerlein.
Er bekam einen Dreijahresvertrag über $7,5 Millionen.
Zuerlein kam 2012 zu den Rams und konnte bisher 82% seiner Field Goal versuche erfolgreich verwandeln. Er verwandelte zwei Versuche über 60 Yards und 61 Yards sind seine Bestmarke.

Colts Besitzer Jim Irsay sitzt Zuhause in selbstauferlegter Quarantäne, wie viele vernünftige Menschen heutzutage. Trotzdem möchte er soziale Kontakte pflegen, und nutzt dazu die moderne Technik.
Über seine Sozialen Medienkontakte fordert er die Menschen auf, den Regeln zu folgen, um sich selbst und andere zu schützen. Je weniger die Menschen sich treffen, desto weniger Chancen hat der Virus, sich zu verbreiten, meint Irsay.
Die Colts als Team spendeten $300.000 um Bedürftigen zu helfen. Irsay stockte das von seinem eigenen Konto auf $1,3 Millionen auf.
Insgesamt hat die „NFL Familie“, also Clubs, Trainer und Spieler, bisher über $35 Millionen zur Bekämpfung der COVID-19 Folgen gespendet.
Empfänger der Spenden sind folgende Organisationen: American Red Cross, Bob Woodruff Foundation, Boys & Girls Clubs of America, CDC Foundation, GENYOUth Foundation, Meals on Wheels America, Salvation Army, Team Rubicon, United Way und Wounded Warrior Project.
Commissioner Roger Goodell kündigte an, daß man sich anstrengen würde, noch mehr Geld zu spenden. Auch unterstützt die NFL die amerikanische Version der „bleibt Zuhause“ Bewegung.

Nicht Zuhause geblieben ist Aaron Rodgers.
Der Quarterback der Packers war mit drei anderen Personen auf einer Reise durch Peru.
Und dann schaffte er es gerade noch so raus aus dem Land, bevor die Grenzen geschlossen wurden.
Es wäre Filmreif gewesen, wie er und seine Begleiter zum  Flughafen rannten, um noch in die letzte Maschine raus aus Peru zu kommen. Auf dem Flughafen herrschte Chaos. Eine Wand von Leuten hätte dort gestanden, und auf die Flüge gewartet. Die meisten hätten Schutzmasken getragen. Es lag Panik in der Luft.
Rodgers und seine Begleiter schafften es noch in ein abgehendes Flugzeug und hoben ab, 15 Minuten bevor der Flughafen geschlossen wurde.
Jetzt bleibt Rodgers Zuhause, so wie es in Malibu, California, zwingend Pflicht ist. Nur zum Einkaufen geht er ab und zu in den Supermarkt. Am Donnerstag, so berichtete er, hätte er es seit langem mal wieder geschafft, Klopapier zu bekommen.
Andere Länder, gleiche Probleme.
Rodgers gehört übrigens zu den NFL Spielern, die nicht glauben, daß es 2020 eine NFL Saison geben wird. Das sagte er in einem Radiointerview.

Seit letzter Woche gibt es auf dem NFL Network keine Live Sendungen mehr. Normal sind sechs Stunden Liveprogramm am Tag.
Die meisten Sendungen des Networks werden in Los Angeles produziert, und dort herrscht striktes Ausgehverbot.
Langsam soll wieder Leben in den Sender kommen. Einige Moderatoren, Kommentatoren und Analysten haben in ihren Häusern Kameras und Tonleitungen installiert bekommen. Das hatte ja vor zwei Wochen beim Free Agency Frenzy auch schon hervorragend funktioniert.
Noch werden diese neuen Sendungen aufgezeichnet und in der Nachbearbeitung „bereinigt“. Bald sollen sie Live ausgestrahlt werden.
Andrew Siciliano, der Chefmoderator: „Wir werden jeden Tag besser. Es ist sehr schwer von Zuhause aus zu arbeiten, aber wir lernen ständig dazu.“
Wann es zurück geht in die Studios, das steht noch in den Sternen. Nach den Sendungen der vergangenen Wochen, als man noch im Studio produzierte, wurde jeder Sitz, jeder Tisch jedes Mikrofon gründlichst desinfiziert. Die Maskenbildner arbeiteten mit Mundschutz und Handschuhen und waren bemüht, den zu Verschönernden nicht zu nahe zu kommen. All das müssen die Heimarbeiter jetzt selber erledigen.

Freitag, 27. März 2020

Kurzberichte
ramslogo-n1-2Eric Dickerson ist und bleibt eine Ikone der Rams.
Der Hall of Fame Running Back spielte nach seiner Zeit bei den Rams noch für die Colts, Raiders und Falcons, aber sein Herz blieb bei den Rams.
Und für sie schlägt es auch heute noch. Dickerson bot seine Hilfe an, im gerade ausgebrochenen Streit um das neue Logo. Das fand mehr Gegner als Befürworter.
Dickerson twitterte: „Rams Fans, ich habe mir eure Kommentare bezüglich des neuen Logos durchgelesen und teile eure Enttäuschung. Ich werde mit den Verantwortlichen in eurem Sinne reden. Bitte klickt auf LIKE wenn ihr das Logo links besser findet und auf RETWEET wenn ihr für das rechte stimmt.
Wenn jemand hier auch abstimmen möchte, dann kann er das bei @EricDickerson auf Twitter.

$82 Millionen für einen Cornerback der nur zwei Interceptions erzielt hat?
Für die Dolphins war es kein Problem Byron Jones mit einem Fünfjahresvertrag zum reichsten Cornerback aller Zeiten zu machen.
Bisher spielte Jones für die Cowboys. Dort kam er seit 2015 auf 349 Tackles, 44 abgewehrte Pässe, 3 erzwungene Fumbles und besagte armselige 2 Interceptions und 1 Touchdown.
Miami ist gerade dabei, eine wettbewerbsfähige Mannschaft zusammenzustellen. Und dabei möchte Jones helfen. Er sieht es als Herausforderung an, den Dolphins zu helfen, wieder mal die Divisionskrone zu erkämpfen. Mit dem Abgang von Tom Brady zu den Buccaneers ist die AFC East ja seit Jahrzehnten mal wieder offen.
Man wird sehen, ob Byron Jones die Rekordsumme auch wert ist?
Etwas mehr als zwei Interceptions in fünf Saisons sollte er schon liefern.

In der NFL spielen drei Watts. Zwei davon vielleicht demnächst zusammen in einem Team?
Fullback Derek Watt wechselte von den Chargers zu den Steelers, bei denen ja bereits der Star Pass Rusher T.J. Watt für eine starke Defense sorgt.
Natürlich muß Derek Watt es noch in den Saisonkader schaffen, etwas das T.J. In Pittsburgh und J.J. Watt in Houston locker schaffen werden.

Die Colts verpflichteten Ex- Vikings Cornerback Xavier Rhodes.
Er bekam einen Einjahresvertrag über $5 Millionen.
Die Vikings feuerten den ehemals sehr guten Cornerback nach einer enttäuschenden Saison 2019.

Wenn man heutzutage so liest, daß NFL Teams $1 oder 1,5 Millionen spenden, um den Coronavirus zu bekämpfen, dann wirken die $5 Millionen, die alleine Saints Quarterback Drew Brees spendet als gigantisch.
Er spendet dieses Geld, um für die Essensversorgung für Bedürftige in der Region um New Orleans zu sorgen. Jeden Tag können so 10.000 Mahlzeiten pro Tag gekocht und ausgegeben werden.
Der Staat Louisiana gehört zu den Regionen in den USA, die am schlimmsten von COVID-19 betroffen sind.
Gerade erst ist Saints Head Coach Sean Payton von dem Virus geheilt.
Hoffentlich können sich jetzt mehr und mehr stinkreiche Teams dazu durchringen, etwas mehr zu spenden, als z.B. die $500.000, die die Denver Broncos ach so stolz verkündeten.
Ach ja, General Manager John Elway hat persönlich auch etwas gespendet, ganze $50.000.

Die Dallas Cowboys und Quarterback Dak Prescott haben ihre Vertragsverhandlungen wieder aufgenommen.
Prescott wurde ja zum Franchise Player des Teams gemacht. Das heißt, daß er mit keinem anderen Team verhandeln darf.
Prescott weiß jetzt, daß die Cowboys sicher an ihm festhalten wollen. Und wie durchsickerte geht es nicht vornehmlich um das Gehalt, sondern die Länge des Vertrags. Die Cowboys denken an einen Fünfjahresvertrag, Prescott an vier Jahre. Damit würde er noch mal zu einem Free Agent während er noch auf der Höhe seiner Schaffenskraft wäre. Und das ist dem Quarterback und seinen Beratern wichtiger als die Summe im Vertrag.
$33 Millionen wird er 2020 erhalten, wenn er den Franchisekontrakt unterschreibt. Und es ist ja bekannt, daß er mehr so an $40 Millionen denkt... Für`s Erste.

Tom Brady ging zu den Buccaneers und hat sofort wieder seine Lizenz zum Gelddrucken hervorgeholt. Er sicherte sich die Markenrechte für TB x TB.
Sofort am 20. März, als er seinen Vertrag bei den Bucs unterschrieb, sicherte er sich die Rechte dafür.
Alles an Kleidung, Tassen, und was auch immer, das mit diesen drei Buchstaben bedruckt wird, bringt Brady weiteres Geld zu seinem Millionenvertrag.
Dabei waren es die Buccaneers, die mit diesem Slogan an die Öffentlichkeit traten, als sie verkündeten, daß sie den 42 Jahre alten Quarterback verpflichteten.
Tja, Brady war einsam aber schneller.

Redskins Head Coach Ron Rivera gab bekannt, daß Quarterback Dwayne Haskins der Starter ist... vorerst.
Der Neuzugang Kyle Allen, Ex-Panther, kann sich den Posten aber erkämpfen. Vielleicht kommt ja sogar noch ein weiterer Quarterback aus der Draft dazu und macht das Ganze zu einem Dreikampf?
Zunächst also ist Haskins die Nr. 1 wenn es im Sommer ins Trainingslager geht (gehen sollte, so es Corona zuläßt). Wer als Nr. 1 in die Saison geht, das ist allerdings völlig offen.
Haskins startete letztes Jahr als Rookie in sieben Spielen und warf sieben Touchdowns und sieben Interceptions.
Kyle Allen spielte bereits in Carolina unter Head Coach Rivera.
Was ist denn mit dem anderen Quarterback, der jahrelang für Rivera spielte? Was ist mit Cam Newton?
„Der Club hat zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor, einen erfahrenen Quarterback wie Cam Newton zu verpflichte,“ sagte Rivera auf die Frage nach dem Liga MVP von 2015. „Wir sind ein junges Footballteam mit jungen Quarterbacks,“ fuhr der Head Coach fort. „Wir haben die Chance jetzt etwas aufzubauen. Wie es weitergeht, das wird man sehen. Doch genau jetzt machen wir eine Zusage an einen jungen Typen und wollen herausfinden, wer wir als Footballteam sind.“

Die Bengals hätten nichts dagegen, wenn Andy Dalton bliebe.
Eigentlich wollten sie ihn ja loswerden und gaben ihm die Erlaubnis sich trotz gültigen Vertrags ein neues Team zu suchen. Doch mittlerweile haben sich die Teams größtenteils auf dem Free Agent Markt mit Quarterback Ware ausgestattet, und es liegen sogar noch Restposten auf dem Wühltisch.
Da wird es schwer, für Dalton noch einen Abnehmer zu finden, der den Bengals gute Kompensationen für ihn anbietet.
Da könnte es darauf hinauslaufen, daß Dalton in Cincinnati bleibt, auch wenn sie als ersten Spieler einen Quarterback einberufen.

Donnerstag, 26. März 2020

Die NFL in Zeiten von Corona
payton-sean2Gute Nachrichten gab es aus New Orleans. Saints Head Coach Sean Payton (Bild) gab bekannt, daß er „Coronafrei“ ist.
Erst letzte Woche wurde bekannt, daß Payton an dem Virus erkrankt war und sich in selbstauferlegte Quarantäne begeben hatte.
Gestern meldete er auf ESPN, daß es ihm gut geht und er wieder gesund ist.
Das Schlimme, so meinte er, wäre es gewesen, daß er seinen Appetit nicht verloren hätte. Das, zusammen mit sehr wenig Bewegung hätte zu einer Gewichtszunahme geführt.
„Es kann jeden treffen,“ sagte er in dem Interview. „Wir sind nicht unverwundbar und jeder von uns kann dieses Ding fangen. Es hat Politiker getroffen, Sportler, nennen sie etwas, sie haben es. Prinz Charles hat es, richtig? Es macht also keinen Unterschied, ob du in einem Schloß wohnst oder in einer Wohnung.“
Auch als er krank war, hatte Payton an Telefonkonferenzen mit seinen Co-Trainern teilgenommen.
Dabei ist dann wohl der Gedanke entsprungen, Taysom Hill zur Nr. 2 hinter Drew Brees zu machen.
Damit könnte die Zeit des „Schweizer Messers“ als Allzweckwaffe vorbei sein. Hill wird sich jetzt vielleicht voll auf die Rolle als Ersatz- Quarterback einrichten können. Seine Einsätze als Running Back, Wide Receiver, und in den Special Teams dürften damit erledigt sein, oder zumindest drastisch reduziert werden.

Die NFL arbeitet daran, die Anwärter unter den Collegeabgängern, die Aussicht darauf haben in Runde eins der Draft einberufen zu werden, virtuell einzuspielen.
Bei den Top-Anwärtern sollen TV-Kameras aufgestellt und Tonleitungen gelegt werden, damit die Übertragungen nicht so grausig ausfallen, als wenn sie per Handykamera und Skype oder was es da so gibt, zugeschaltet werden.

Kurzberichte
Die Bengals gaben Safety Vonn Bell einen Dreijahresvertrag.
Der ehemalige Saint wird dafür $18 Millionen erhalten.

Ndamukong Suh bleibt in Tampa Bay.
Der Free Agent fand kein neues Team, und mit der Ankunft von Tom Brady wurden die Buccaneers ja plötzlich und doch recht unerwartet zu einem Playoffkandidaten.
Da wird es dem Defensive Tackle nicht schwer gefallen sein, wieder in Tampa zu unterschreiben.
Für ein Jahr erhält er $8 Millionen.
Das dürfte weit weniger sein, als er erhofft hatte, aber mit 33 Jahren ist er ja doch nicht mehr der Jüngste und Frischeste.

„Wenn ihr das neue Logo mögt, dann twittert das und spendet ein paar Dollar an den Corona Hilfsfonds. Wenn ihr das neue Logo nicht mögt, dann twittert das und spendet ein paar Dollar an den Corona Hilfsfonds,“ schrieb Rams Geschäftsführer Kevin Demoff.
Das neue Logo hat weit weniger positive Resonanz erhalten, als die Führung des Clubs es sich erhofft hat.
Demoff schrieb weiter: „Wenn über $2 Millionen an den Fonds gespendet wurden, werde ich mir die 10 besten Kritiken durchlesen, als Quelle der Inspiration.“

Die Cowboys sicherten sich einen weiteren ehemaligen Draftpick aus Runde eins aus dem Free Agent Markt.
Sie verpflichteten Defensive Tackle Dontari Poe für drei Jahre und $18,3 Millionen.
Poe spielte bisher für die Chiefs, die ihn 2012 an 11. Stelle einberiefen, die Falcons und die Panthers.
Dallas leidet Not in der Defense, da vier Starter zu anderen Teams wechselten.

Mike Stratton verstarb im Alter von 78 Jahren.
Der Linebacker wurde bei den Bills in die Wall of Fame aufgenommen und in die Teams  zum 25. und 50 Clubjubiläum.

Mittwoch, 25. März 2020

Die NFL in Zeiten von Corona
nfl-coronaAb Mittwochmorgen sechs Uhr Ostküstenzeit bleiben die Teamgelände und Gebäude geschlossen. Nur dringend benötigte Angestellte dürfen diese dann noch betreten, darunter Wachen und Mediziner.
Diese Anordnung gilt zunächst bis zum 8. April. An diesem Tag sollen dann unabhängige Ärzte entscheiden, ob die Teamgelände wieder geöffnet werden dürfen.
Bisher hatten die Teams schon freiwillig ihre Aktivitäten runtergefahren. Doch das ging Commissioner Roger Goodell nicht weit genug, zu gefährlich ist diese Virusbiest.
Goodell sagte dazu: „Die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen, sind einzigartig. Viele Unternehmen und Individuen im ganzen Land erleben ähnliches. Bitte sind Sie versichert, daß die NFL gut aufgestellt ist um diese Herausforderungen zu meistern, während wir uns darauf vorbereiten unseren Fans und dem Land eine herausragende Saison 2020 zu bieten.“

Die Draft soll weiter vom 23. bis 25. April abgehalten werden, obwohl mehrere Teambesitzer sich dagegen ausgesprochen haben. Die Erkenntnisgewinnung über die Anwärter unter den Collegeabgängern ist ihnen zu unvollständig. Es können keine Gesundheitsuntersuchungen durchgeführt werden, und persönliche Gespräche von Angesicht zu Angesicht können auch keine geführt werden.
Die Mehrheit der Teambesitzer möchte allerdings trotz dieser Widrigkeiten am Termin Ende April festhalten.
Daß es keine Parties für die Fans rund um die Einberufungsveranstaltung geben wird, das steht ja schon länger fest.

Kurzberichte
Der ewig verletzte Tyler Eifert ist bei den Jaguars gelandet.
Der ehemalige Tight End der Bengals würde zu den allerbesten auf seiner Position gehören, wenn er denn mal kontinuierlich spielen würde. Aber genau das hat er bisher nur einmal gekonnt, 2019. In der letzten Saison spielte er in allen 16 Spielen, allerdings nur in vier davon lief er als Starter auf. Er kam auf 43 gefangene Pässe für 436 Yards und drei Touchdowns.
Nach 2015 hatte er immer wieder Rückenprobleme und dann kam auch noch eine Ellenbogenverletzung dazu und ein gebrochener Fuß.
Trotzdem gaben die Jaguars ihm einen Zweijahresvertrag.

Die Carolina Panthers gaben gestern offiziell bekannt, daß sie Quarterback Cam Newton gefeuert haben.
Neun Jahre spielte Newton für die Panthers. 2015 war er Liga MVP und er wurde in drei Pro Bowls gewählt.
Letzte Woche gab die Clubführung bekannt, daß sich der Quarterback ein neues Team suchen dürfte. Vergeblich warteten sie darauf, daß Angebote reinkämen, um noch eine Kompensation für ihn zu bekommen.
Nachdem sie eine Woche gewartet hatten, entließen sie Newton.
Am gleichen Tag verpflichteten sie Wide Receiver Robby Anderson von den Jets.
Sie gaben ihm einen Zweijahresvertrag über $20 Millionen. Davon sind $12 Millionen für seine erste Saison garantiert.

Der eine ging, der andere kam... gestern bei den Jets.
Sie verloren Wide Receiver Robby Anderson an die Panthers und holten sich Breshad Perriman von den Buccaneers.
Er bekam einen Einjahresvertrag über $8 Millionen, von denen sechs Millionen garantiert sind.

chargers-neues-logoDie Rams stellten gestern ihr neues Logo vor.
Auch die Chargers werden mit aufpoliertem Outfit in ihre neue Heimat, das SoFi Stadium, ziehen.
Auch sie haben ihr Logo geändert. Allerdings muß man ganz genau hinsehen, um diese Veränderungen zu erkennen.
Farblich setzen sie weiter auf dieses niedliche Schlumpfblau, das sie Powder Blue nennen.

Die Patriots wollen in einigen Wochen Änderungen an ihren Uniformen vorstellen.
Die „Nach-Brady-Ära“ beginnt also mit einem neuen Look.

Zwei weitere Spieler aus der kurzlebigen XFL haben es in die NFL geschafft.
Die New York Giants nahmen Ex- New York Guardians Defensive Back Dravon Askew-Henry auf.
Die New Orleans Saints nahmen Ex- Houston Roughnecks Cornerback Deatrick Nichols auf.

Die Broncos holten sich einen neuen Punter.
Sie gaben Sam Martin von den Lions einen Dreijahresvertrag über $7,05 Millionen.

Dienstag, 24. März 2020

Kurzberichte
la-rams-logo-neu2Alles neu macht der Mai. So gesehen haben die Rams einen Frühstart hingelegt. Sie veröffentlichten ihr neues, auf L.A. gemünztes Logo bereits im März.
Das Team möchte mit einem völlig aufpolierten Outfit in sein neues Zuhause einziehen, das SoFi Stadium.
Und so wurde der Schriftzug LA mit dem geschwungenen Horn des Widders zum neuen Markenzeichen der Rams.
Hier, so ein Teamsprecher, würde sich die Tradition mit der Moderne vereinen.
Das Horn auf den Helmen der Rams ist ja das erste Logo überhaupt, das ein NFL Team jemals auf seinen Helm malte.
Und zur Freude vieler Rams Fans ist man wieder zurück zu dem Blau und Gold Design gewechselt. Die weißen Hörner kamen nicht bei jedem positiv an.
Später im Frühling werden dann noch die passenden neuen Uniformen vorgestellt.

Marcus Mariota kann bei den Raiders richtig viel Geld verdienen.
Der ehemalige Quarterback der Titans unterschrieb für zwei Jahre und $17,6 Millionen, von denen $7,5 Millionen garantiert sind.
Sollte Mariota von seiner Rolle als Ersatzmann für Derek Carr in die Rolle des Starters wechseln und gut spielen, könnte er mit Extrazahlungen bis zu $37,5 Millionen bekommen.
Die Führung der Raiders möchte übrigens nicht, daß dieser Vertrag als Mißtrauensbeweis für Carr angesehen wird.

Cowboys Center Travis Frederick hat nach sieben Jahren in der NFL seine Karriere beendet.
Er wurde in fünf Pro Bowls gewählt. Doch er erkrankte an einer Autoimmunkrankheit, die seine Nerven angreift. Deshalb verpaßte er die komplette Saison 2018.
Sein Abschied ist ein herber Verlust für die Offense des Cowboys.

Die Redskins gaben Cornerback Quinton Dunbar an die Seahawks ab. Im Gegenzug bekommen sie einen Draftpick in Runde fünf.
Head Coach Ron Rivera holte sich seinen Quarterback des letzten Jahres von den Panthers, Kyle Allen. Dafür bekommen die Panthers einen Draftpick der Redskins in Runde fünf.
Allen wurde entbehrlich, weil die Panthers P.J. Walker verpflichteten.
Walker war der wohl einzige brauchbare Quarterback der kurzlebigen XFL. Er spielte bei den ungeschlagenen Houston Roughnecks. In Carolina wird er zunächst als Ersatzmann für Teddy Bridgewater gelistet. Er wird aber um den Posten des Starters kämpfen können.
Walker unterschrieb für zwei Jahre.

Die Patriots feuerten Kicker Stephen Gostkowski.
Seit 2006 kickte Gostkowski für die Pats. Er verwandelte 87,38% seiner Field Goal Versuche.
Letztes Jahr spielte er in nur vier Spielen weil er sich eine Hüftverletzung zuzog, die operiert werden mußte.
Ob er sich komplett von der OP erholt, und ob er noch bei einem anderen Team landen kann, ist eher fraglich.

Das NFL Network streicht eine Menge Live Sendungen aus dem Programm.
Bereits letzte Woche, bei den Sendungen zum Free Agency Wahnsinn saßen die Reporter, die sonst gemeinsam im Studio um einen Tisch herum saßen, alle für sich Zuhause vor installierten Kameras und wurden zugeschaltet.
Da das Studio des NFLN in Culver City, California, ist, und Gouverneur Gavin Newsom am Donnerstag angeordnet hat, daß die Bewohner wegen der Coronakrise Zuhause bleiben müssen, können die Beschäftigten nicht mehr ins Sendezentrum.
Nur noch Mitarbeiter, deren Jobs für die Aufrechterhaltung der Ordnung nötig sind, dürfen zu ihren Arbeitsplätzen. Und das NFLN fällt nicht darunter.
Der Sender wird seine Heimarbeit weiter ausbauen, damit nicht allzuviele Sendungen ausfallen. Total Access ist z.B. schon komplett gestrichen für die nächste Zeit.
Ob Good Morning Football weiter senden kann, bleibt abzuwarten. Die Sendung wird in New York produziert.
Die Draft soll wie geplant vom 23. bis 25. April abgehalten werden, jedoch nicht mehr in Las Vegas, wie es heißt.

Mehrere NFL Teams machten Spenden in Millionenhöhe an Organisationen, die im täglichen Kampf gegen das Coronavirus sind.
Die Spenden gehen an Krankenhäuser, Pflegeheime, Essensausgaben für Bedürftige und sonstige Einrichtungen, die sich um das Wohlbefinden von Menschen bemühen.

Robert „Woody“ Widenhofer erlag im Alter von 77 Jahren einem Schlaganfall.
Widenhofer war von 1997-2001 Head Coach von Vanderbilt. Seine Bilanz da 15-40 Siege.
In der NFL arbeitete er unter Head Coach Bill Belichick bei den Browns und von 1973-83 als Linebacker Coach und Offensive Coordinator bei den Steelers.
In seiner Zeit dort gewannen die Steelers dank ihrer „Steel Curtain“ genannten Defense vier Super Bowls in sechs Jahren.

Montag, 23. März 2020

Kurzberichte
suh-ndamukong-miami200Viele echte Kaliber an Free Agents sind vom Markt, doch es sind noch weitere echte Kaliber zu haben.
Unter denen, die wohl nicht zuletzt wegen ihrer Gehaltsforderungen auf der Resterampe sind, sind z.B.: Defensive Lineman Ndamukong Suh (Bild): Mit 33 Jahren hat er die beste Zeit seiner Karriere hinter sich, aber jetzt, wo Tom Brady die Offense führt, könnte er vielleicht in Tampa Bay bleiben, um die Defense zu stabilisieren.
DE/OLB Jadeveon Clowney: Seattle Seahawks. Ein phantastischer Verteidiger, doch leider sehr verletzungsanfällig. Mit $21 Millionen hat er sein Wunschgehalt etwas hoch angesetzt.
Quarterback Jameis Winston: Der Quarterback mußte Tom Brady weichen. Zur Zeit wird er beständig mit den Steelers in Verbindung gebracht, die einen guten Ersatzmann für Ben Roethlisberger suchen.
Running Back Carlos Hyde: Sollte er kein neues Team finden, könnte er vielleicht zurück zu den Texans gehen.
Cornerback Logan Ryan: Er spielte zuletzt für die Titans. Daß er noch kein neues Team gefunden hat, ist eigenartig.

Die Patriots verpflichteten den gerade von den Colts gefeuerten Quarterback Brian Hoyer... zum dritten Mal.
Zuletzt war Hoyer 2018 in New England unter Vertrag, vorher von 2009-11. Der 34-jährige unterschrieb einen Einjahresvertrag über $1 Million. Eine weitere Million müssen die Colts ihm noch zahlen.
Der Spielervermittler Hoyers sagte, daß sein Klient auch dann zu den Patriots gegangen wäre, wenn ein anderes Team ihm $5 oder 6 Millionen hätte zahlen wollen. Die Patriots sagten Hoyer, daß er um den Starterposten kämpfen könnte, und das hätte den Ausschlag gegeben.
2019 entließen die Patriots den Quarterback, weil er seinen Posten als Ersatz- Quarterback an Jarrett Stidham verlor, den das Team in der vierten Runde einberief.

Patriots Besitzer Robert Kraft kaufte eine ganze Anzeigenseite in der Tampa Bay Times, der größten Tageszeitung in Tom Bradys neuer Stadt.
Kraft dankte seinem zukünftigen Hall of Fame Quarterback in dieser Anzeige: „Für 20 erstaunliche Jahre gabst du uns alles, was du hast. Als du zu uns kamst, als Pick in der sechsten Runde - und der besten Wahl, die dieses Team je gemacht hat - konnte sich niemand vorstellen, was du erreichen würdest, oder was du bald für eine komplette Region bedeuten würdest.“
usw.
Am Schluß hieß es noch: „An die Buccaneers Fans und die Gemeinde Tampa Bay - Paßt gut auf ihn auf. Ihr habt eine ganz Großen bekommen.“

tbtimes

Sonntag, 22. März 2020

Die Nachwirkungen des Wechselwahns
Rivers_Philip5Am Dienstag wurde berichtet, daß Philip Rivers (Bild) zu den Colts geht. Am Samstag gab das Team offiziell die Verpflichtung des Quarterbacks bekannt.
Rivers ist ganz bestimmt nicht die Lösung für die Zukunft des Teams, aber er kann kurzfristig helfen. General Manager Chris Ballard lobte Rivers in den höchsten Tönen. Er wies auf die guten Zeiten hin, die der Quarterback hatte. Er nannte ihn einen leidenschaftlichen Wettkämpfer, einen erfahrenen Anführer, der wesentlich zur Entwicklung der jungen Spieler im Kader beitragen wird.
Und das wird der 38 Jahre alte Rivers tatsächlich können. Ob er es auf dem Platz noch bringt, das bleibt abzuwarten. In Indianapolis soll er eine besser O-Line haben, als bei den Chargers. Das könnte ihm helfen.
Die Colts gaben bekannt, daß sie Ersatz- Quarterback Brian Hoyer entlassen. Damit dürfte klar sein, daß Jacoby Brissett bleibt.

Jameis Winston hat klar erkannt, daß seine Zeit bei den Buccaneers vorbei ist.
Er gab bei Twitter bekannt, daß er eine tolle Zeit in Tampa Bay hatte und gerne dort gespielt hat.
Seit 2015 war der Quarterback bei den Buccaneers. Er kam als Nr. 1 der Draft ins Team. Doch er war genau so erfolglos, wie die Nr. 2 dieser Draft, Marcus Mariota von den Titans.
Beide wurden genau so im Gleichschritt bei ihren Teams überflüssig, wie sie 2015 als Heilsbringer einberufen wurden.
Winston gewann nur 28 Spiele und verlor 42. 121 Touchdowns stehen 88 Interceptions gegenüber. 30 davon alleine aus der letzten Saison, als er mit 33 Touchdownpässen und 30 Interceptions der erste Quarterback der NFL wurde, der in beiden Kategorien auf 30 plus kam.
Der neue Quarterback der Buccaneers, Tom Brady, warf in den letzten vier Saisons zusammen 29 Interceptions.
Doch Winston, der jetzt auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber ist, hat seinen Humor nicht verloren. Er twitterte: „@Jaboowins
It's been a great 5 seasons as a Buccaneer. All love and respect, I love Tampa and I look forward to seeing y'all again in February. #SBLV #2020Vision #Dreamforever“
Er meinte also zum Schluß seines Gezwitschers, daß er sich darauf freut, alle Fans im Februar  in Tampa Bay wiederzusehen. Damit scherzte er, daß er dann im Super Bowl stehen wird, der in Tampa Bay ausgetragen wird.
Obwohl, als Ersatz- Quarterback eines Teams, das es in den Super Bowl schafft, könnte er tatsächlich im Februar noch mal in Tampa Bay auflaufen.

Ex-Chargers Running Back Melvin Gordon wechselte, wie berichtet, zu den Broncos. Dort spielt er für $8 Millionen pro Jahr, also weniger als die $10 Millionen, die die Chargers ihm geboten hatten für einen langfristigen Vertrag.
Gordon testete seinen Marktwert, und der fiel eigentlich nicht schlecht aus, wie man hört. Gordon soll ein besseres Angebot gehabt haben, als das der Broncos. Doch er ging für etwas weniger Geld nach Denver, weil er dann zweimal im Jahr gegen die Chargers spielen kann.

Samstag, 21. März 2020

TB12? Ja das geht noch!
tb12-SB51Tom Brady (Bild) hat seinen Vertrag bei den Buccaneers unterschrieben. Schön Zuhause, ohne Fremdkontakt, so wie es sich in Zeiten der Coronakrise gehört.
Der Kontrakt läuft über zwei Jahre und ist mit $50 Millionen komplett garantiert. Weitere $9 Millionen können noch zusätzlich dazukommen, je nach Leistung und Playoffauftritten.
Brady hat sich vertraglich zusichern lassen, daß er nach Ablauf der zwei Saisons nicht zum Free Agent gemacht werden kann. Mit dieser Klausel hat er ja in New England gute Erfahrung gemacht.
Brady freut sich darauf, in Tampa Bay wieder vernünftige Receiver um sich herum zu haben, und nicht nur Julian Edelman. Einer dieser Receiver auf die er sich freut ist Chris Godwin, Nr. 12.
Tja, Bradys Nr. 12.
Doch es wird keinen Konflikt zwischen den beiden um die Nummer geben, denn Godwin hat bereits gesagt, daß er Brady die 12 überläßt, wenn der sie möchte. Es wäre ja auch zu viel, wenn man Brady nicht nur in einer anderen Uniform sehen würde, und dann auch noch in einer anderen Nummer.
Die 12 ist aber auch sehr wichtig für Godwin. Auf Twitter heißt der Wide Receiver CGtwelve und seine Frau heißt auf Instagram misstwelve. Vielleicht verzichtet ja Brady für Godwin?
Godwin und sein Teamkollege Wide Receiver Mike Evans waren 2019 beide Pro Bowler, und das mit einem Quarterback namens Jameis Winston.

Und in New England?
Da scheint in der Ruhe die Kraft zu liegen.
Die Patriots verloren vier Starter in der Defense, zwei in der Offense, zwei Teamcaptains und einen ehemaligen All-Pro Special-Teamer, namentlich: Tom Brady (Tampa Bay), Kyle Van Noy (Miami), Jamie Collins (Detroit), Danny Shelton (Detroit), Ted Karras (Miami), Elandon Roberts (Miami) und Nate Ebner (New York Giants).
Und bis jetzt haben die Verantwortlichen kaum namhafte Neuzugänge geholt. Am Freitag verpflichteten sie Pro Bowl Safety Adrian Phillips
Quarterbacks, die Tom Brady ersetzen könnten, sind keine auf dem Markt. Weder Newton, noch Winston oder gar Flacco wären geeignete Kandidaten und sie sind schon das Beste, was auf dem Markt ist.
Im Kader haben die Pats noch Jarrett Stidham und Cody Kessler.
Jarrett wer?
Cody was?
In der Draft sind die Patriots an 23. Stelle dran, etwas weit unten. Doch was solls, Tom Brady kam an 199. Stelle zu den Patriots. Also keine Panik.

Und sonst so?
Ex Patriots Tight End Rob Gronkowski hat sein Catcher-Debüt in der WWE gegeben... vor leeren Rängen.
Auch in den USA gibt es aus dem bekannten Grund Geisterveranstaltungen.
Ob der große Auftritt von ihm bei Wrestlemania am 4. und 5. April vor Zuschauern stattfinden wird, das steht noch in den Sternen, ich tippe aber mal auf nein.
Die Veranstaltung wäre übrigens im Raymond James Stadium in Tampa Bay, der neuen Heimat eines anderen ehemaligen Patriots-Stars namens Tom Brady.
Aber ob der 2020 dort spielen wird, das steht ja noch genau so in den Sternen. Beim derzeitigen Verlauf des Virus könnte es 2020 gar keine Sportveranstaltungen mehr geben.
Leider ist das reale Leben langsamer, als Hollywood. Da werden Gegenmittel immer innerhalb von 90 Minuten gefunden.

Todd Gurley war nicht lange ohne Team.
Am Donnerstag von den Rams gefeuert, holten sich die Falcons den Running Back am Freitag in den Kader.
Atlanta hatte ja kurz zuvor Devonta Freeman gefeuert, war also auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz.
Oft verletzt waren sowohl Freeman als auch Gurley in letzter Zeit. Die Falcons können also nur hoffen, daß sie sich keinen Flop verpflichtet haben.
Gurley könnte einen Einjahresvertrag über $5 Millionen bekommen, wenn er den Gesundheitscheck besteht. Wegen der Coronakrise dürfen ja weder Spieler noch Trainer noch Ärzte reisen, um nötige Untersuchungen vorzunehmen. Offiziell ist diese Verpflichtung deshalb noch nicht.

Die 49ers haben einen phantastischen Wide Receiver verloren.
Emmanuel Sanders wechselte zu den Saints.
In New Orleans wird er für zwei Jahre $16 Millionen bekommen.

Die Saints konnten Offensive Lineman Andrus Peat halten.
Für weitere fünf Jahre bekommt er $57,5 Millionen. $33 Millionen davon sind garantiert.

Die Steelers gaben Ex-Colts Tight End Eric Ebron einen Zweijahresvertrag über $12 Millionen.
Und aus Pittsburgh kam die Nachricht, daß Quarterback Ben Roethlisberger zum ersten Mal nach seiner Ellenbogenoperation schmerzfrei Bälle geworfen hat.

Ex-Chargers Running Back Melvin Gordon bleibt in der AFC West.
Er unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $16 Millionen, von denen $13,5 Millionen garantiert sind, bei den Denver Broncos.
Da hat er sich verpokert. Die Chargers hatten ihm letztes Jahr einen Mehrjährigen Vertrag über $10 Millionen pro Saison angeboten, doch Gordon hatte geglaubt, mehr rausholen zu können.
Doch auf einmal herrschte Gedränge auf dem Markt der Free Agent Running Backs, und Gordons Wert fiel dadurch etwas.
Man kann sagen, daß Denver da ein Schnäppchen gelungen ist.

Freitag, 20. März 2020

Der Free Agency Wahnsinn geht weiter
gurley-todd
Der nächste Schock kam am Donnerstag. Die Los Angeles Rams feuerten Todd Gurley (Bild).
Es war ganz klar eine Handlung aus Kostengründen. Der Running Back hätte einen Bonus über $10,5 Millionen ausgezahlt bekommen müssen, wenn die Rams ihn an diesem Tag um 16 Uhr noch im Kader gehabt hätten.
Gurley erzielte 2017 und 18 die meisten Touchdowns in der NFL mit 19 und 21. Danach begannen seine Knieprobleme und seine Leistungen ließen nach.
Erst 2018 hatte der Running Back eine Vertragsverlängerung über weitere vier Jahre und $57,5 Millionen unterschrieben. Zusätzlich zu den $10,5 Millionen, die sie am Bonus einsparen, sparen die Rams 2020 $17,25 Millionen unter der Gehaltsobergrenze ein.
Jetzt ist Gurley auf dem Markt der Free Agent Running Backs, der mit Melvin Gordon, Devonta Freeman, Carlos Hyde und anderen bereits gut gefüllt ist.
Und die Teams nehmen gerade auf der Running Back Position lieber jüngere Spieler auf.
Die Rams feuerten auch noch Linebacker Clay Matthews III nach nur einer Saison. Seine Pro Bowl Form von 2014, als er noch für die Packers spielte, konnte er nie wieder erreichen. Auch bei ihm sparten die Rams $2 Millionen ein.

Da haben die Cowboys gut lachen. Ha Ha Clinton-Dix unterschrieb bei ihnen.
Der Safety spielte bereits von 2014-18 in Green Bay unter Head Coach Mike McCarthy. 2016 hatte er eine Pro Bowl Saison. Letztes Jahr war er bei den Bears.
Clinton-Dix  bekam einen Einjahresvertrag über $4 Millionen von denen $2,5 Millionen garantiert sind.

Cornerback Darius Slay wollte unbedingt weg aus Detroit, weil er seinen Respekt vor Head Coach Matt Patricia verloren hat.
Patricia sagte dem Cornerback, daß er nicht „Spitze“ wäre, sondern nur Durchschnitt.
Und das gefiel Slay gar nicht, denn er hatte gerade eine Saison gespielt, die ihn zu einem All-Pro machte.
Jetzt ist Slay nach sieben Jahren bei den Lions bei den Eagles gelandet.
Dort unterschrieb er für drei Jahre und $50 Millionen, von denen $30 Millionen garantiert sind.

Die Giants holten sich Quarterback Colt McCoy als Ersatzmann für Daniel Jones.
Und als ehemaliger Redskin bringt er noch etwas Insiderwissen über den Divisionsrivalen mit.

Nach nur einer Saison feuerten die Broncos Quarterback Joe Flacco wieder.
Nach einigen miesen Spielen für Denver und einer Nackenverletzung derentwegen er nach acht Spielen nicht mehr eingesetzt werden konnte, fiel Flacco in dieser Woche durch den Gesundheitscheck.

Pats Offensive Lineman Joe Thuney unterschrieb seinen Franchise-Vertrag.
Damit sichert er sich für 2020 $14,78 Millionen.
15 Spielern wurden bisher von ihren Teams Franchise-Tags angeheftet und Thuney ist der erste davon, der seinen Vertrag unterschrieb.

Der Markt der Quarterbacks ist mit Cam Newton, Jameis Winston und jetzt offiziell Joe Flacco gut gefüllt. Doch von denen ist niemand gut genug, um die Chargers zu überzeugen.
Die haben Philip Rivers verloren und setzen auf Tyrod Taylor. Oder sie holen sich einen Quarterback mit ihrem sechsten Platz in der Draft.
An den erwähnten Quarterbacks sind sie jedenfalls nicht interessiert.

Corona Virus
Saints Head Coach Sean Payton ist positiv auf dieses heimtückische Virus getestet worden.
Er apelliert an alle, die Regeln, die die Regierung aufgestellt hat, zu befolgen. Dazu gehört, daß es nicht nur reicht Abstand zu anderen Menschen zu halten, sondern daß man so wenig wie möglich überhaupt seine vier Wände verläßt. Jede Begegnung mit anderen Menschen ist ein Risiko.
Payton wird sich jetzt eine Weile selber unter Quarantäne stellen. Er ist optimistisch, daß er sich völlig erholt.
Payton war letzten Samstag bei einem Pferderennen im Oaklawn Park in Hot Springs, Arkansas, nachdem die NFL ein Memo an alle Mitglieder herausgegeben hatte, daß es keine Reisen geben darf, um Free Agents und Draft-Anwärter zu treffen.
Und obwohl das Pferderennen für das Publikum geschlossen war, hat der 56 Jahre alte Head Coach der Saints sich infiziert.
„Junge Menschen glauben, daß sie mit der Krankheit fertig werden können. Aber sie können Überträger der Krankheit an andere sein, die nicht damit fertig werden.“ sagte Payton. „Wir alle müssen unseren Teil beitragen. Es ist wichtig für jeden von uns, daß er seinen Teil beiträgt.“
Und ich persönlich hoffe, daß unter meinen Lesern keine Schwachmaten sind, die sich an irgendwelchen Mutproben und Corona Challenges beteiligen, nur um zu beweisen, wie wenig intelligent sie sind.
Sie selber mögen mit dem Virus fertig werden, aber andere, anfällige Menschen, mit denen sie in Kontakt kommen, können das vielleicht nicht. Und das ist dann möglicherweise schon Körperverletzung.

Donnerstag, 19. März 2020

TB12 und anderes
brady-tom-enntaeuschtTom Brady (Bild), 42 Jahre alt, 20 Jahre bei den Patriots, sechs Super Bowl Siege (Rekord), vier Super Bowl MVP Titel, 14 Pro Bowl Teilnahmen, drei NFL MVP Titel.
In der Vergangenheit waren es die Brady-Manning Bowls, die die Fans elektrisierten, in der näheren Zukunft werden es die Brady-Brees Bowls sein. Zwei todsichere Hall of Fame Kandidaten, beide über 40, beide mit zahlreichen Rekorden. Zweimal werden sich die Saints und die Buccaneers gegenüberstehen, und damit Brees und Brady.
In der NFL wird bestimmt schon daran gebastelt, wenigstens eins dieser Spiele zur Hauptsendezeit zu zeigen.
Und auch das Spiel der Chiefs in Tampa Bay dürfte ein Prime Time Game werden.
Bei den drei anderen Teams in der AFC East dürfte Euphorie ausgebrochen sein, denn ohne Tom Brady haben die Patriots ihren dauerhaften Anspruch auf Platz eins der Division verloren. Allerdings bleibt abzuwarten, ob Brady wrklich ein sehr guter Quarterback ist und deshalb das System perfekt umsetzte, oder ob das System so gut ist, daß auch ein anderer Quarterback es gut umsetzen kann.
In Tampa Bay wird Brady das Ruder übernehmen. Head Coach und Offensive Coordinator werden sich nach Bradys Wünschen richten müssen. Der Quarterback wird mit den beiden zusammen austüfteln, was die Offense der Buccaneers spielen wird.
Und Brady wird den tiefen Pass werfen wollen. Das ist nämlich einer der Gründe, warum der Quarterback aus New England weg wollte. Er hatte es satt, daß er keine guten Receiver zur Verfügung gestellt bekam. Immer wieder liefen seine Anspielstationen falsche Routen, und wirklich tief gehen konnte keiner von ihnen.
Das ist in Tampa Bay anders, und das soll der Hauptgrund sein, warum Brady dorthin wechselte. Die Buccaneers haben mit Mike Evans und Chris Godwin zwei fangsichere Wide Receiver, die korrekte tiefe Routen laufen können. Das ist genau nach Bradys Geschmack. 2019 war eine schlechte Saison für Brady, weil er keine guten Receiver und natürlich auch keinen guten Tight End hatte. Er warf nur 24 Touchdownpässe, die wenigsten seit 2006. Das hat den Quarterback frustriert. Diesen Frust wollte er sich nicht noch mal antun.
Ein Frustlöser könnte auch die Line vor ihm sein. Sie soll besser sein, als die der Patriots.
Buccaneers Head Coach Bruce Arians hat seine Erfahrungen mit Star Quarterbacks. Er coachte bereits Peyton Manning, Ben Roethlisberger, Andrew Luck und Carson Palmer. Alles echte Kaliber.
Doch werden die Buccaneers mit dem G.O.A.T. sofort ein Super Bowl Kandidat?
Brady hat sechs Super Bowl Siege, Tampa Bay sechs Playoffsiege. Und um in die Playoffs zu kommen, müssen die Buccaneers an den Saints vorbei. Keine leichte Aufgabe.
New England wird noch eine Weile etwas von Tom Brady haben, nämlich $13 Millionen unter der Gehaltsobergrenze. Die bleiben wegen einiger finanzieller Tricksereien in der Vergangenheit 2020 bestehen.

Auch Joe Flacco ist ein Super Bowl MVP, und doch hat Niemand verstanden, was John Elway geritten hat, als er den abgehalfterten Quarterback verpflichtete.
Doch jetzt wiehern es die Pferde von der Koppel, daß Flaccos Zeit in Denver bereits beendet ist.
Auch wenn die Broncos trotz Flaccos Entlassung auf $13 Millionen für sein Gehalt unter der Gehaltsobergrenze sitzen bleiben, wird Elway seinen Fehler korrigieren.
Würden die Broncos Flacco behalten, müßten sie ihm 2020 $20,25 Millionen zahlen.
Wofür?
Flacco kommt also auf den Quarterback Markt, der mit Jameis Winston und Cam Newton bereits gut gefüllt ist. Aber ein Posten als Ersatzmann dürfte noch drin sein.
Alle drei könnten aber auch Ladenhüter werden. Warten wir es ab.

Und noch ne Überraschung.
Die Zukunft der Jaguars hieß Nick Foles. Das ist gegenwärtig bereits Vergangenheit.
Die Jaguars gaben Foles an die Bears ab. Wie weit der Wert des $88 Millionen Manns gesunken ist, zeigt die Kompensation, die Chicago an Jacksonville abgab. Er ist nur noch einen Draftpick in Runde vier wert.
In seiner einen verletzungsgeplagten Saison bei den Jaguars verdiente er $30,5 Millionen. Und auch wenn er jetzt bei den Bears unter Vertrag ist, bleiben 2020 $18,75 Millionen in Jacksonville unter der Gehaltsobergrenze für ihn hängen.
Foles ist zunächst als Motivation für Mitchell Trubisky eingeplant. Der wird noch als Starter gelistet und soll endlich in die Gänge kommen. Foles kann ihm diesen Posten natürlich abluchsen.
Ob das Alles allerdings die Lösung für die grottige Offense der Bears ist..?

Die Saints sicherten sich den frisch von den Eagles entlassenen Malcolm Jenkins.
Der 32 Jahre alte Safety unterschrieb für vier Jahre und $32 Millionen. $16,25 Millionen davon sind garantiert.
Vor seiner Zeit in Philadelphia spielte Jenkins bereits fünf Saisons in New Orleans.

Jadeveon Clowney hat den Markt getestet und der Test fiel negativ aus.
Der Pass Rusher der Seahawks denkt an ein Gehalt von $21 Millionen pro Saison. Doch bisher war kein Team bereit, ihm das zu zahlen.
Ernsthaftes Interesse haben die Giants und die Colts gezeigt, schreckten aber vor Clowneys Gehaltsvorstellung und seiner Verletzungsgeschichte zurück.

Die Panthers feuerten Safety Eric Reid nach zwei Saisons wieder.
Er hat noch eine Saison im laufenden $22 Millionenvertrag stehen.

Die Cowboys verloren Wide Receiver Randall Cobb an die Texans.
Houston brauchte einen guten Wide Receiver, nachdem sie DeAndre Hopkins an die Cardinals abgegeben hatten.
Cobb unterschrieb für drei Jahre und $27 Millionen, von denen $18,75 Millionen garantiert sind.

Die Lions sicherten sich den frisch von den Falcons entlassenen Desmond Trufant.
Der Cornerback bekam einen Dreijahresvertrag über $21 Millionen.

Die Rams verlängerten den Vertrag mit Andrew Whitworth.
Der Left Tackle bleibt für weitere drei Jahre und $37,5 Millionen von denen $12,5 Millionen garantiert sind.

20 Jahre war Bill McPherson Assistenztrainer der Defense bei den 49ers. Er gewann mit ihnen fünf Super Bowls.
Am Dienstag verstarb er im Alter von 88 Jahren.

Mittwoch, 18. März 2020

Schockierendes auch am Dienstag
brady-tom-sb49-mvpQuarterbacks sind die Hauptdarsteller der zur Zeit laufenden Daily Soap des Free Agency Wahnsinns. Die Scheinwerfer sind heute gerichtet auf Tom Brady (Bild), Drew Brees, Cam Newton, Teddy Bridgewater und Jameis Winston.
Tom Brady hat bei den Patriots sozusagen gekündigt. In einer längeren Erklärung in den Sozialen Medien bedankte er sich bei den Fans, Head Coach Bill Belichick und Teambesitzer Robert Kraft für die wundervolle Zeit in New England.
Belichick wurde in seiner Erklärung zu Bradys Entschluß, das Team zu verlassen, fast Emotional. Auch er bedankte sich bei seinem Quarterback für die gute Zeit, die sie miteinander erleben durften. Es wäre ein Privileg gewesen.
Robert Kraft betonte in seiner Erklärung, daß er alles versucht hat, Brady zu halten. Es wäre keine Frage des Geldes gewesen, denn Brady wollte ganz einfach noch einmal etwas neues wagen. Er wolle sich bei einem neuen Team beweisen.
Und das muß Tom Brady auch, denn der größte aller Zeiten hat bei den Buccaneers unterschrieben, einem der miesesten Teams in der Liga.
Und die Qualität von Head Coach Bruce Arians ist von der Qualität eines Bill Belichick so weit entfernt, wie Pluto von der Sonne.
Hier liegt wirklich alle Verantwortung auf den Schultern Bradys. TB12 heißt dann jetzt wohl Tampa Bay 12. Für diese Mammutaufgabe bekommt Brady $30 Millionen pro Saison.
Daß die Buccaneers Jameis Winston jetzt nicht mehr brauchen, dürfte klar sein.
Die Fans in Tampa stürmten die Ticket-Hotlines und orderten Saisonkarten in ungeahnten Mengen, schon als das Gerücht durchsickerte, daß die Buccaneers Brady verpflichtet hätten.
Und die Tageszeitung USAtoday schrieb wörtlich: „Tom Brady's departure means the New England Patriots' dynasty is kaput“.
Der nächste Super Bowl findet übrigens in Tampa Bay statt. Auch mit Tom Brady dürfte es kein Heimspiel werden für die Bucs.
Wer wird den G.O.A.T. in New England ersetzen?
Keine Ahnung, aber Niemand, absolut Niemand ist in der Lage Bradys Fußstapfen zu füllen. Auch nicht Andy Dalton oder Cam Newton.

War die Entscheidung Bradys, die Patriots zu verlassen ein Schock, so kam aus Carolina direkt der nächste. Die Panthers stellten es Quarterback Cam Newton frei, sich ein neues Team zu suchen.
Der Quarterback war völlig geschockt von diesem Schritt und ließ seinem Frust auf Twitter freien Lauf. Allerdings kann er nicht behaupten, daß er nichts davon geahnt hat, denn daß der neue Teambesitzer David Tepper nichts von ihm hält, das war sonnenklar.
Newton kann sich ein neues Team suchen, und die Panthers gehen wohl davon aus, daß er eins findet, denn sie sicherten sich direkt Teddy Bridgewater.
Während Brady also weg von den Patriots wollte, wollen die Panthers Newton loswerden. Sein Vertrag läuft noch ein Jahr. Nach seiner MVP Saison 2015 schlug das Verletzungspech bei Newton zu, und er konnte nicht mehr an seine Leistungen aus dieser Saison anknüpfen.

Teddy Bridgewater wurde in New Orleans entbehrlich, da die Sache mit Drew Brees endlich geklärt wurde.
Bridgewater unterschrieb einen Dreijahresvertrag über $63 Millionen bei den Panthers von denen $33 Millionen garantiert sind.
In seinen zwei Saisons bei den Saints spielte Bridgewater 2019 in fünf Spielen, alles Siege. Damit war der Beweis erbracht, daß er seine Knieverletzung, die 2016 beinahe seine Karriere beendet hätte, völlig auskuriert hat.
Brees wollte ja nicht weg aus New Orleans, wollte aber einen guten Vertrag. Den bekam er am Montag und unterschrieb für weitere zwei Jahre und $50 Millionen.

Und die Indianapolis Colts sicherten sich Philip Rivers.
Der ehemalige Quarterback der Chargers unterschrieb für ein Jahr und $25 Millionen.
Der 38 Jahre alte Rivers hatte 2019 eine schlechte Saison, und muß sich stark verbessern, wenn er den Colts helfen will.
Jacoby Brissett bleibt unter Vertrag, wechselt aber wieder in die Rolle des Ersatzmanns.

Die Raiders verpflichteten Cory Littleton. Der ehemalige Linebacker der Rams unterschrieb für drei Jahre und $36 Millionen.
Und jetzt ein Schock für alle Cowboys Fans, Tight End Jason Witten wechselte zu den Raiders. Er unterschrieb für ein Jahr.
Mit Witten und Head Coach Jon Gruden treffen sich zwei ehemalige Analysten der Monday Night Football Serie.
Mit Safety Jeff Heath holten sich die Raiders einen weiteren Cowboy. Er bekommt für zwei Jahre $8 Millionen.

Die Bears holten sich Ex Cowboys Defensive End Robert Quinn.
Sie gaben ihm einen Fünfjahresvertrag über $70 Millionen.

Die Eagles trennten sich nach sechs Jahren von Malcolm Jenkins.
Sie hatten eine Option auf die Saison 2020 des Safeties, die sie nicht zogen. Philadelphia spart dadurch $4,77 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Tackle Bryan Bulaga wechselt von den Packers zu den Chargers.
Er unterschrieb für drei Jahre und $30 Millionen.

Dienstag, 17. März 2020

Eilmeldung
brady-tom-5Es ist offiziell, Tom Brady (links) ist kein Patriot mehr.
Per Twitter gab er bekannt, daß er New England verläßt.
Wohin er gehen wird, steht noch nicht fest. Und auch wenn er seine Karriere bei den Patriots beendet hat, wird er seine NFL Karriere weiterführen.
Und bei den Patriots wird er auch noch mal unterschreiben, und zwar den berühmten Eintagesvertrag, um als New England Patriot irgendwann einmal in den Ruhestand zu treten.

Normales und Schockierendes
prescott-dak7Der gestrige „Handelstag“ in der NFL hatte ganz normale Deals, aber es gab auch einige schockierende Überraschungen.
Normal war z.B., daß die Dallas Cowboys Quarterback Dak Prescott (Bild) zu ihrem Franchise Player gemacht haben. Nichts anderes konnte man erwarten, nachdem alle Verhandlungen Ergebnislos verliefen. Wenn Prescott mit dem Franchise Etikett spielen sollte, würde ihm das 2020 etwa $33 Millionen einbringen.
Wenn Prescott 2021 genug Geduld hat, und wartet bis Patrick Mahomes seinen Vertrag verlängert hat, dann könnte er kurz nach Mahomes der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten werden.
Einer Überraschung war, daß Dallas auch noch Wide Receiver Amari Cooper halten konnten. Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag über $100 Millionen. $60 Millionen davon sind garantiert.
Auch Tight End Blake Jarwin bleibt in Dallas. Er unterschrieb für weitere drei Jahre und $24,25 Millionen.

Schocks gab es in Houston und Minnesota.
Die Texans gaben Wide Receiver DeAndre Hopkins und einen Draftpick in Runde vier an die Arizona Cardinals ab. Die Texans bekamen im Gegenzug für den Star Receiver einen Draftpick in Runde zwei 2020, Running Back David Johnson und eine Wahlmöglichkeit in Runde vier 2021.

Die Vikings schockierten auch. Sie gaben Wide Receiver Stefon Diggs und einen Draftpick in Runde sieben 2020 an die Bills ab. Dafür bekommen sie Platz 22 der Bills in der kommen Draft, sowie Draftpicks in Runde fünf und sechs, zusätzlich zu einer Wahlmöglichkeit in Runde vier 2021.

Hier noch einige weitere Spielerbewegungen in aller Kürze.
Die Vikings halten an Quarterback Kirk Cousins fest. Sie gaben ihm noch mal $66 Millionen für weitere zwei Jahre. Damit bleibt er bis nach der Saison 2022 in Minnesota.
Ihr Franchise Etikett hefteten die Vikings Safety Anthony Harris an.

Free Agent Tackle Rick Wagner von den Lions wechselte zu den Packers. Für zwei Jahre bekommt er $11 Millionen.

Cornerback Kendall Fuller ging von den Redskins zu den Chiefs. Jetzt geht er wieder zurück zu den Redskins, die ihm für vier Jahre $40 Millionen zahlen.

Die Giants machten Defensive Lineman Leonard Williams zu ihrem Franchise Player.
Sie holten sich James Bradberry vom Free Agent Markt und gaben ihm einen Dreijahresvertrag über $45 Millionen.

Die Ravens gaben Defensive Lineman Michael Brockers einen Dreijahresvertrag über $30 Millionen.

Die 49ers gaben Defensive End Arik Armstead einen neuen Fünfjahresvertrag über $85 Millionen.
Die 49ers gaben Defensive Lineman DeForest Buckner an die Colts ab. Dafür bekamen sie Draftpick Nr. 13 in der ersten Runde von Indianapolis.

Die Falcons feuerten Running Back Devonta Freeman und Cornerback Desmond Trufant.

Die Buccaneers machten Shaq Barrett zum bestbezahlten Linebacker aller Zeiten. Er hatte 2019 die meisten Sacks in der Liga erzielt.
Defensive End Jason Pierre-Paul unterschrieb einen Vertrag über weitere zwei Jahre in Tampa Bay.

Zwar verpaßte Wide Receiver A.J. Green verletzungsbedingt die komplette Saison 2019, und doch machten die Bengals ihn zu ihrem Franchise Player.

Wie erwartet machten die Titans Running Back Derrick Henry zu ihrem Franchise Player.
Quarterback Marcus Mariota wird nicht mehr gebraucht, und wurde an die Raiders abgegeben. Dort wird er Ersatzmann von Derek Carr.

Die genaue Summe ist nicht bekannt, nur daß die Browns den Ex Falcon Austin Hooper zum bestbezahlten Tight End aller Zeiten gemacht haben.
Cleveland gab dem Wandersmann Quarterback Case Keenum einen Vertrag über drei Jahre und $18 Millionen.
Ein Beweis, daß sie Mayfield nicht mehr sehr vertrauen?

Die Steelers machten Linebacker Bud Dupree zu ihrem Franchise Player.
Die Verträge mit Linebacker Mark Barron und Anthony Chickillo und Receiver Johnny Holton wurden aufgelöst.

Die Patriots machten Guard Joe Thuney zu ihrem Franchise Player.

Jimmy Graham bleibt in der NFC North. Der frisch von den Packers entlassene Tight End unterschrieb einen Zweijahresvertrag über $8 Millionen bei den Bears.

Die Dolphins machten den Ex- Cowboy Byron Jones zum bestbezahlten Cornerback aller Zeiten.
Er wird pro Saison $17 Millionen verdienen.
Insgesamt sind die Dolphins dabei, ihr Team wesentlich zu verstärken.

Tight End Ben Watson spielte zuletzt für die Patriots.
Nun gab er bekannt, daß er seine Karriere beendet.

Nach 11 Saisons beendet Steelers Guard Ramon Foster seine Karriere.

COVID-19
Corona wirbelt alles durcheinander. Die NFL schränkt all ihre Aktivitäten ein.
Teamvertreter dürfen nicht zu Free Agents reisen, und Free Agents und Anwärter unter den Collegeabgängern dürfen nicht zu den Teams reisen.
Alle Teamaktivitäten, wie Treffen, Training, Minicamps, sind bis auf weiteres gestrichen. Nur Spieler, die medizinische Betreuung brauchen, dürfen auf die Teamgelände, um sich behandeln zu lassen.
Gayle Benson, Besitzerin der Saints, eröffnete einen Fonds über $1 Million zur COVID-19 Forschung. In den Fonds darf jeder seinen Beitrag einzahlen, der möchte.
Was gestern noch wie eine Vermutung klang, ist heute Wirklichkeit geworden. Die Draft in Las Vegas wird vom 23. bis 35. April stattfinden, aber ohne Publikum.
Ob die möglichen Anwärter, die in der ersten Runde einberufen werden könnten, nach Las Vegas reisen, ist zur Zeit eher ausgeschlossen.
Das erinnert an alte Zeiten, als sich die Vertreter der Teams in Konferenzräumen von Hotels trafen, und die Einberufungsveranstaltung unter sich abhielten.
Die übertragenden TV-Sender dürfen auf sehr gute Einschaltquoten hoffen.

Montag, 16. März 2020

Uneinigkeit bei den Gewerkschaftsmitgliedern
goodelldollarDer neue Tarifvertrag ist unterschrieben. Die in der NFLPA organisierten Spieler stimmten mit wirklich knapper Mehrheit für die Annahme des ausgehandelten Kontrakts. Etwa 500 Spieler gaben ihre Stimme nicht ab, und der Rest stimmte mit einem Vorsprung von nur 60 Stimmen (1019 zu 959) für die Annahme.
Das bedeutet, daß die 60 - 65% der Spieler, die auf Grund ihrer niedrigen Gehälter eigentlich komplett für den Vertrag hätten stimmen müssen, mehrheitlich dagegen gestimmt haben. Dabei profitieren gerade die Spieler, die mit einer Million pro Saison abgespeist werden, und nicht $1,5 Millionen pro Spiel bekommen, von den höheren Gehältern, die jetzt in den unteren Regionen ausgezahlt werden.
Der tiefe Graben, der jetzt unter den Spielern herrscht, muß überwunden werden.
Egal, 11 Jahre Ruhe sind jetzt garantiert.
Einige Änderungen, die in dem neuen Vertrag stehen, werden bereits 2020 eingeführt. Die Playoffs werden um ein weiteres Wild Card Spiel ergänzt. Es wird nur noch ein Team pro Conference geben, das eine Woche Spielfrei hat, bevor es antreten muß, und zwar nur noch das beste Team. Bisher hatte auch das zweitbeste Team die eine zusätzliche Woche Ruhe. Das heißt, daß nach dieser Regelung die Green Bay Packers gegen die LA Rams und die Kansas City Chiefs gegen die Pittsburgh Steelers letztes Jahr in einem Wild Card Spiel hätten antreten müssen.
Ich kann hier natürlich alles aus dem über 400 seiten starken Vertragskonstrukt aufzählen, aber das 17. Saisonspiel muß natürlich erwähnt werden.
Das würde frühestens 2021 eingeführt und müßte bis 2023 eingeführt sein, wenn die NFL es wirklich fest installieren wollte.
Dann werden die Spielergehälter, wegen dieses 17. Spiels, noch mal ordentlich steigen.
2020 wird die Gehaltsobergrenze bei genau $198,2 Millionen pro Team liegen. Mit Sonderzahlungen und Boni werden die Teams $242,9 Millionen an ihre angestellten Spieler auszahlen dürfen, was die Trainingsteams einschließt.
Die Kader der Teams werden von 53 auf 55 Spieler erweitert. Bei den Spielen werden statt 46 nun 48 Spieler mitwirken können. Einer der  zusätzlichen Spieler muß ein Offensive Linemen sein.
Ob die Klage von Russell Okung gegen die NFLPA und ihren Vorsitzenden DeMaurice Smith den Vertrag noch gefährden kann, müssen wir abwarten.

Spielerwanderungen (oder nicht)
Die Tennessee Titans haben sich entschieden, Quarterback Ryan Tannehill zu behalten. Sie überzeugten ihn mit $118 Millionen weitere vier Jahre zu bleiben. $62 Millionen davon sind garantiert.
Das bedeutet zwingend, daß Running Back Derrick Henry zum Franchise Player gemacht wird. Und es bedeutet, daß die Titans wohl nie ernsthaftes Interesse an Tom Brady hatten, was ihnen ja angedichtet wurde.
Die Titans feuerten Tight End Delanie Walker nach sieben Saisons. Vorher war er sieben Jahre bei den 49ers. Ob er mit 35 Jahren noch mal ein neues Team findet, ist fraglich.

Die Jaguars gaben Defensive End Calais Campbell an die Ravens ab. Dafür bekommen die Jags einen Draftpick in Runde fünf von Baltimore.
Campbell bekommt für zwei Jahre $27 Millionen von denen $20 Millionen garantiert sind.
Jacksonville hat Pass Rusher Yannick Ngakoue zum Franchise Player gemacht.
Die Ravens machten Linebacker Matthew Judon zum ihrem Franchise Player.

Die Colts konnten Anthony Castonzo halten. Der Tackle bekam einen neuen Zweijahresvertrag über $33 Millionen.

Die Patriots gaben Safety Devin McCourty einen neuen Zweijahresvertrag über $23 Millionen.
Special Teamer Matthew Slater unterschrieb für weitere zwei Jahre und $5,3 Millionen. Er ist seit 12 Jahren bei den Patriots.

Die Texans verpflichteten Cornerback Bradley Roby für drei Jahre und $36 Millionen.

Die Falcons gaben Defensive Tackle Tyeler Davison einen neuen Vertrag über drei Jahre und $12 Millionen. $4,5 Millionen sind garantiert.

Die Redskins hefteten Pro Bowl Guard Brandon Scherff das „Nicht-exklusive“ Franchise Etikett an.

Die Bengals feuerten Tackle Cordy Glenn nach zwei Saisons.

Die Vikings feuerten Cornerback Xavier Rhodes nach einer enttäuschenden Saison.
Da sie schon mal dabei waren, feuerten sie Defensive Tackle Linval Joseph und Tight End David Morgan gleich mit.

Die Chargers machten Tight End Hunter Henry zum Franchise Player.

Die Lions trennten sich von Linebacker Rick Wagner.

COVID-19
Die NFL hat verboten, daß zur Einberufung stehende Collegeabgänger von den Teams auf ihre Clubgelände eingeladen werden dürfen.
Teams, die dagegen verstoßen, haben mit Strafen zu rechnen.
Kontaktaufnahmen sind nur noch per Telefon oder Videokonferenz erlaubt.
Viele Teams haben ja bereits von sich aus Flugreisen ihrer Scouts und Trainer verboten.

Einige Teams, wie die Broncos und die Falcons, gaben bekannt, daß sie ihre Angestellten weiter bezahlen, auch wenn sie wegen des Virus nicht zur Arbeit erscheinen dürfen.

Die Hall of Fame bleibt bis zum 27. März geschlossen.

Kurzberichte
Ex-Patriots Tight End Rob Gronkowski wird am 5. April seinen ersten Einsatz als Catcher haben, wenn Wrestlemania 33 nicht wegen des Coronavirus abgesagt wird.

Der ehemalige Giants und Rams Wide Receiver Del Shofner verstarb im Alter von 85 Jahren eines natürlichen Todes.
Er war eine beliebte Anspielstation für Hall of Fame Quarterback Y.A. Tittle.
Shofner Kam 1957 als 11. Spieler in der Draft zu den Rams. Seine Rookie Saison spielte er in der Defense, bevor er 1958 zum Wide Receiver wurde und mit 1.097 Passyards die Liga anführte.
1961 wechselte er nach New York.

Freitag, 13. März 2020

Kurzberichte
graham-jimmy3Das traf Jimmy Graham (Bild) nicht unvorbereitet. Der Tight End der Packers hatte so das Gefühl, daß er gefeuert wird.
Jetzt hat er die Gewißheit.
Nach zwei Jahren seines Dreijahresvertrag über $30 Millionen entließen die Packers ihn. Dadurch sparen sie $8 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Letztes Jahr fing der fünfmalige Pro Bowl Teilnehmer 38 Pässe für 447 Yards und 3 Touchdowns.

Danny Trevathan bleibt bei den Bears.
Der Linebacker unterschrieb einen neuen Dreijahresvertrag. Zu welchen Bedingungen, das wurde noch nicht bekanntgegeben.

Quinton Spain bleibt bei den Bills.
Der Offensive Lineman unterschrieb für weitere drei Jahre und $15 Millionen.

COVID-19
Das Corona Virus bestimmt unser aller Leben.
Die XFL stellt ab sofort den Spielbetrieb ein. Die Liga soll aber 2021 zurückkommen. Ob der Virus nun nur eine vorgeschobene Entschuldigung für die komplette Schließung der Liga ist, oder ob sie tatsächlich zurückkommt, bleibt abzuwarten.
Die Spieler sollen ihre vollen Gehälter für die noch ausstehenden Spiele bekommen, und die Ticketkäufer sollen ihr Geld erstattet bekommen.
Die Spieler haben die Erlaubnis, sofort mit NFL Teams, oder anderen Ligen, verhandeln zu dürfen.
Bisher haben neben der XFL bereits einige andere Sportligen ihren Spielbetrieb eingestellt, darunter die NBA, NHL, NCAA, MLB, MLS.

Auch die NFL schränkt ihre Aktivitäten ein.
Die Coaches sollen nicht mehr durch die Gegend fliegen, zum Beispiel um sich mit Anwärtern, die zur Einberufung vorgesehen sind, zu treffen.
Das jährliche Frühlingstreffen, das vom 29. März bis 1. April stattfinden sollte, wurde angesagt. Bei dem Treffen im Mai sollen dann  die Entscheidungen nachgeholt werden, die durch den Ausfall des März-Treffens nicht getroffen wurden. In Zeiten der voll funktionstüchtigen Videokonferenzen wundert es einen schon, daß in der NFL so ein Gedöns um ein nicht stattfindendes Treffen gemacht wird.
Die Absage der öffentlichen Einberufungsshow, der Draft, steht natürlich auch im Raum. Die wird dann ohne Fans im intimen Rahmen abgehalten. Geplant ist sie vom 23. - 25. April in Paradise, Nevada, einem Vorort von Las Vegas.

Donnerstag, 12. März 2020

Kurzberichte
gronkowski-rob-6Ob diese Meldung stimmt?
Dafür lege ich nicht die Hand ins Feuer, aber denkbar wäre es.
Ex- Patriots Tight End Rob Gronkowski (Bild) soll kurz vor einem Vertragsabschluß mit dem World Wrestling Entertainment (WWE) stehen.
Das meldete FOX Sports.
Bereits 2017 nahm er im Rahmen von WrestleMania 33 an einem dieser einstudierten Schaukämpfe teil.
Man kann davon ausgehen, daß die Kämpfe für den Gronk alle auf Sieg gescripted werden, nach einigen anfänglichen Niederlagen. Das heizt die Massen an.
Sein erster „Kampf“ würde dann vielleicht schon am 20. März anstehen.

Die Free Agent Phase steht an. Werden die Teams aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben, oder werden sie weiter viel Geld ausgeben, und Wunschspieler völlig überbezahlen?
Aktuellstes Beispiel dürfte Nick Foles sein. Der Super Bowl Sieger und MVP bekam letztes Jahr von den Jaguars einen Vierjahresvertrag über $88 Millionen. Abgesehen, davon daß der Quarterback früh verletzt wurde, zeigte er vor und nach seiner Verletzung keine Anzeichen, daß er diese Summe wirklich verdient hätte.
Auch heute stehen wieder Free Agents an, die für zu viel Geld ein neues Team finden könnten. Es steht ja nicht nur Tom Brady auf dem Markt, sondern auch Titans Running Back Derrick Henry. Und auch dessen Teamkollege, Quarterback Ryan Tannehill, könnte seinen Preis durch eine recht gelungene Saison in die Höhe getrieben haben.
Egal was auch immer in der Vergangenheit passiert ist, auch dieses Jahr werden wieder einige Spieler für zu viel Geld ein neues Team finden.

Die Texans und Jonathan Joseph einigten sich darauf, daß der Cornerback ein Free Agent wird.
In den letzten neun Jahren war er ein Fels in der Defense Houstons. Die Teamleitung wünschte ihm für seinen weiteren Weg viel Glück.
Returnspezialist DeAndre Carter bekam einen weiteren Einjahresvertrag für die kommende Saison, kurz vor der Free Agent Periode.

Die Dolphins trennten sich von Pro Bowl Safety Reshad Jones.
Das spart ihnen $5,4 Millionen unter der Gehaltsobergrenze. Dabei hat Miami da eigentlich keine Not, denn sie liegen mit $88,1 Millionen weit unter der Grenze.
Der 32-jährige hat noch zwei Jahre in seinem Vertrag, der ihn vor drei Jahren zu einem der bestbezahlten Safeties aller Zeiten machte.

Die Ravens werden den kürzlich in den Ruhestand getretenen Marshal Yanda in ihren Ring der Ehre aufnehmen.
Der 35 Jahre alte Pro Bowl Guard verbrachte seine gesamte 13 Jahre dauernde Karriere in Baltimore.
Yanda wird das 21. Mitglied im Ring of Honor der Ravens, in den auch Haloti Ngata dieses Jahr noch aufgenommen wird.

Hall of Fame Guard Joe DeLamielleure sagte, daß die im Ruhestand befindlichen Spieler das zusätzliche Geld aus dem zur Unterschrift vorliegenden Vertrag dringend brauchen, aber, so betonte er, der neue Deal wäre trotzdem enttäuschend.
Enttäuschend?
Das Ruhestandsgeld für  DeLamielleure würde sich noch in diesem Jahr auf $60.000 fast verdoppeln. Insgesamt ständen $300 Millionen zusätzliches Geld für die Ruheständler noch im Jahr 2020 auf dem Spiel. Würde der neue Vertrag nicht angenommen, wäre das Geld futsch.
„Es ist nett, daß wir überhaupt etwas bekommen,“ meinte  DeLamielleure, aber es ist trotzdem nicht richtig, es ist enttäuschend.“
Spieler, die im Ruhestand sind, dürfen nicht für den neuen Vertrag abstimmen. Da hatte ich letztens wohl etwas anderes geschrieben.
Die Rentner sind also auf die aktiven Spieler angewiesen, die in der Gewerkschaft organisiert sind, und auf deren Entscheidung.  Und die wird sehnlichst erwartet.

Cowboys Wide Receiver Ventell Bryant wurde verhaftet. Er fuhr unter Alkoholeinfluß Auto und wurde erwischt.
Ob der Wide Receiver es jetzt noch aus dem Trainingsteam in den Saisonkader schafft?

Mittwoch, 11. März 2020

Kurzberichte
tretter-jcDie National Football League Players Association hat einen neuen Präsidenten. Es ist JC Tretter (Bild), Center der Browns.
Tackle Russell Okung schied freiwillig aus dem Rennen um den Posten aus. Das macht Sinn, denn er hat die Gewerkschaft verklagt, nicht im Besten Sinne der Spieler mit der NFL verhandelt zu haben.
Das macht sich dann nicht so gut, wenn man Präsident der Organisation wird, gegen die man klagt.
Tretter wurde 2013 in der vierten Runde von den Packers einberufen. In den letzten drei Jahren spielte er für Cleveland. Er hat einen Studienabschluß in Arbeitgeber-Arbeitnehmerbeziehungen.
Als erstes gab er ein Statement heraus, in dem er die Gewerkschaftsmitglieder aufforderte, sich den zu unterschreibenden Vertrag genau durchzulesen, bevor sie dafür oder dagegen stimmen. Das war unparteiisch, so wie es sich gehört. Tretter wies darauf hin, daß die meisten aktuellen Spieler ihre Karriere bereits beendet haben werden, bevor der neue Tarifvertrag ausläuft. Deshalb sollten sie ganz genau überlegen, wie sie sich entscheiden.
Wie Tretter bei der Abstimmung der Spielervertreter gestimmt hat, als sie mit 17:14 Stimmen für die Annahme des Vertrags votierten, ist nicht bekannt.

Da die NFLPA die Abstimmung über den neuen Tarifvertrag bis Samstagnacht verlängert hat, legte die NFL den Stichtag zur Vergabe der Franchise Tags auf den folgenden Montag.

Die Panthers halten an Kyle Allen fest. Der Quarterback ersetzte letzte Saison den verletzten Cam Newton in 12 Spielen und spielte zunächst nicht schlecht. Die ersten vier Spiele mit ihm gewannen die Panthers. Danach ging es Bergab.
Allen ist ein Free Agent, wenn der Markt geöffnet wird, doch Carolina gab ihm rechtzeitig einen Einjahresvertrag für die lächerliche Summe von $585.000.
Allen warf Pässe für 3.322 Yards und 17 Touchdowns bei 16 Interceptions. Das ist bemerkenswert, da er sehr oft um sein Leben lief und 46 mal gesackt wurde.

Die Opfer für das fünfte Vorbereitungsspiel sind gefunden.
Die Cowboys und die Steelers müssen das Hall of Fame Game am 6. August bestreiten.
Beide Teams mußten bereit sechsmal in diesem unbedeutendsten aller NFL Spiele antreten, doch noch nie gegeneinander.

Die Texans verlängerten die Verträge mit zwei Spielern.
Kicker Kaími Fairbairn bleibt für weitere vier Jahre und $17,65 Millionen.
Tight End Darren Fells, der nächsten Monat 34 wird, bleibt weitere zwei Jahre für $7 Millionen.

Ravens achtmaliger Pro Bowl Guard Marshal Yanda hört auf.
Nach 13 Saisons bei den Ravens beendet er seine Karriere.
Nicht wenige glauben, daß Yanda ein zukünftiges Hall of Fame Mitglied ist.
Das Team spart durch seinen Schritt $7 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Die Raiders trennten sich von Linebacker Tahir Whitehead.
Bei 234 Tackles, 6 abgewehrten Pässen, 1 Interception und einem erzwungenen Fumble in 32 Spielen wird klar, daß es mehr eine finanzielle Entscheidung war, als eine leistungsgemäße.
Las Vegas spart durch die Entlassung des 29-jährigen $6,25 Millionen und dürfte jetzt etwa $55 Millionen unter der Gehaltsobergrenze Platz haben.
Whitehead sollte schnell ein neues Team finden.

Die NFL vergab die Kompensationspicks in der nächsten Draft an die Teams, die mehr gute Spieler verloren, als verpflichtet haben. Die Formel dafür: Gehalt, Einsatzzeit und Ehrungen nach der Saison.
Nach dieser Formel erhalten die Patriots die erlaubte Höchstzahl von vier Kompensationen.
Danach folgen die Denver Broncos, Houston Texans, Minnesota Vikings, New York Giants, Philadelphia Eagles und Seattle Seahawks mit drei Zusatzpicks.
Insgesamt dürfen 15 der 32 Teams zusätzliche Spieler einberufen. Die zusätzlichen Wahlmöglichkeiten beginnen in der dritten Runde.

Dienstag, 10. März 2020

Kurzberichte
mayfield-baker3Baker Mayfield (Bild) steht in Cleveland unter Beschuß, aber in Oklahoma verehrt man ihn.
Die University of Oklahoma wird am 18. April, während des Frühlingsspiels, eine Statue des Quarterbacks enthüllen.
Mayfield gewann 2017 die Heisman Trophäe, nachdem er Pässe für 4.627 Yards warf und auf ein Touchdown/Interception Verhältnis von 43/6 kam.
Die Browns machten ihn 2018 zu ihrem Nr. 1 Draftpick und fangen langsam an, diese Entscheidung zu bereuen. Nach einer gelungenen Rookiesaison, ließ er in seiner zweiten Saison nach.

Die Texans, Colts und Jaguars, alles Mitglieder der AFC South, wie auch die Titans, haben sich den Spenden der Titans für die Opfer des verheerenden Tornados angeschlossen.
Auf dem Platz Gegner, außerhalb gute Freunde. Die gespendete Summe von $100.000 halte ich persönlich angesichts des Reichtums der Teams allerdings für einen Witz, und zwar einen schlechten.

Tom Brady geht nach Hollywood.
(Noch) nicht als Schauspieler, sondern als Produzent. Er gründete die Produktionsfirma 199 Productions.
199 ist die Stelle, an der Brady 2000 von den Patriots einberufen wurde.
Die Firma soll Dokumentationen, Spitzenfilme und TV-Serien herstellen. Das erste Projekt ist eine Doku, genannt „Unseen Football“. Das wird eine 3D Dokumentation, die die Zuschauer hinter die Kulissen des Footballs führen soll.

Die Bills verpflichteten Josh Norman.
Sie gaben dem frisch von den Redskins gefeuerten Cornerback einen Einjahresvertrag über $6 Millionen. Mit Extras könnte Norman auf $8 Millionen kommen.

Die Jets trennen sich von einem ihrer größten Fehleinkäufe in der Geschichte des Teams.
Als die Jets Cornerback Trumaine Johnson vor zwei Jahren einen Fünfjahresvertrag über $72,5 Millionen gaben, sah das wie ein guter Handel aus. Zu der Zeit galt er als einer der besten Cornerbacks der Liga. Doch bei den Jets konnte er diese Vorschußlorbeeren nicht rechtfertigen. Er wurde zu oft übertölpelt und war für viele brutale Fouls verantwortlich. Zudem konnte er nicht gesund bleiben. In seiner ersten Saison wurde er verletzungsbedingt auf die Bank gesetzt, in seiner zweiten weil er schlecht spielte.
Jetzt zogen die Jets den Rettungsfallschirm und werden ihn entlassen, sobald eine Entscheidung über den neuen Tarifvertrag gefallen ist.

Stichtag verschoben
Der Abgabetermin für die Abstimmung über den neuen Tarifvertrag ist verschoben worden. Eigentlich war der Donnerstag vorgesehen, doch die Mitglieder der NFLPA haben nun bis Samstagnacht 23:59 Uhr New Yorker Zeit Zeit, ihre Stimme abzugeben.
Derweil tut sich auch an der Spitze der Gewerkschaft etwas. NFLPA Präsident Eric Winston wird turnusmäßig aus dem Amt scheiden. Es muß also ein neuer Präsident gewählt werden. Unter diesen vier Kandidaten wird die Entscheidung fallen: Chargers Tackle Russell Okung (wird demnächst zu den Panthers wechseln), Giants Safety (Free Agent) Michael Thomas, Buccaneers Linebacker (Free Agent) Sam Acho und Browns Center JC Tretter.
Okung stimmte bereits gegen den neuen Tarifvertrag und hat eine Klage gegen die NFLPA angestrengt. Er ist der Meinung, daß die Gewerkschaft gegen die Interessen der Mitglieder verhandelt hat. Namentlich verklagte Okung den Vorsitzenden der NFLPA, DeMaurice Smith.
Die Meinungen der drei anderen Kandidaten über den Vertrag variieren. So hat Acho den Gewerkschaftsmitgliedern geraten, den Vertrag anzunehmen.
David Baker, Präsident der Hall of Fame, rät den im Ruhestand befindlichen Gewerkschaftsmitgliedern, den Vertrag anzunehmen. Gerade die ehemaligen Spieler würden davon ordentlich profitieren.
Und um zu einer Entscheidung zu kommen, haben die stimmberechtigten Mitglieder jetzt zwei Tage mehr Zeit.

Montag, 9. März 2020

Kurzberichte
brady-tom-sb52Wäre eine Saison ohne Quarterback Tom Brady (Bild) bei den Patriots die beste seit langem?
Eine große US amerikanische Tageszeitung ist dieser Meinung. Doch das bliebe abzuwarten.
Wer, wenn nicht die Patriots mit Brady, sollte denn den Chiefs mit Mahomes Kontra geben?
Brady bleibt auch so kurz vor Beginn der offiziellen Free Agent Periode am 18. März dabei, daß er für alle Angebote offen wäre. Ein Verbleib bei den Patriots wäre nicht in Stein gemeißelt.
Zur Zeit sollen die Chargers, Raiders, Titans, Colts, Rams, und neuerdings sogar die 49ers am G.O.A.T interessiert sein.
Gegen vier dieser Teams spielen die Patriots 2020, die Raiders und 49ers in Foxborough, und die Chargers und die Rams in L.A. Das würde einen ausufernden Medienhype vor dem betreffenden Spiel geben.

Ob Brady die Patriots verläßt, und die Saison dadurch besser würde, sollte uns weniger interessieren, als das Abstimmungsverhalten der in der Gewerkschaft NFLPA organisierten Spieler.
Da liegt die wahre Spannung. Sollten die Spieler den vorgelegten Vertrag mehrheitlich ablehnen, dann steht uns 2021 tatsächlich eine Saison bevor, in der wegen eines fehlenden Tarifvertrags Spiele ausfallen. Entweder könnten die Spieler streiken, oder die NFL könnte sie aussperren. Beides gab es bereits in der Vergangenheit.
Sollte also der Vertrag abgelehnt werden, dann müßte wieder verhandelt werden, und dann könnte es um das von Commissioner Roger Goodell so angestrebte 17. Saisonspiel schlecht bestellt sein. Goodell könnte dann hingehen, und ein weiteres Anliegen, das ihm am Herzen liegt in die Verhandlungen einbringen, die Gehaltsobergrenze für Quarterbacks.
Gewerkschaftsboss DeMaurice Smith hofft, daß seine Mitglieder den vorgelegten Vertrag annehmen. Es geht immerhin um etliche Milliarden Dollar in der reichsten Einzelsportliga der Welt.
Weitere Verhandlungen könnten die Saison 2021, oder zumindest einen großen Teil davon, gefährden. Und das würde Einkommenseinbußen in immenser Höhe bedeuten.
Mit einem existierenden Tarifvertrag könnte die NFL auch sicherer in die anstehenden Verhandlungen mit den TV Gesellschaften gehen. Goodell glaubt, daß die Fünf Milliarden Dollar pro Jahr noch um 50% erhöht werden könnten. Mit einem 17. Saisonspiel könnte dieses Ziel besser erreicht werden, als ohne. Und die Spieler, an die etwa 48% der Einnahmen als Gehalt ausgezahlt werden, würden von diesen Mehreinnahmen ordentlich profitieren,
Am Freitag werden wir wissen, wie die Gewerkschaftsmitglieder abgestimmt haben.

Es scheint so, als würde dieses Jahr vor und während der Draft so oft gehandelt und getauscht, wie selten zuvor.
In die Reihe der Teams, die einem Tausch nicht abgeneigt sind, gesellten sich jetzt auch die Falcons.
Atlantas General Manager Thomas Dimitroff ist an 16. Stelle dran, und er sagte, daß er für Alles offen wäre, sowohl um sich nach oben zu tauschen, als auch Platz 16 an tiefer stehende Teams abzugeben. Letzteres würde bedeuten, daß Atlanta einige weitere Draftpicks bekommen könnte. Für ersteres müßten sie einige Wahlmöglichkeiten abtreten.
„Ich glaube, daß es gerade zwischen den Plätzen 10-20 sehr interessant sein wird,“ erzählte Dimitroff in einem Radiointerview. „Und uns sollte man nicht übersehen. Wir sind ein Team, das auch in vergangenen Drafts schon aktiv war. Und wir haben selten nach unten getauscht. Doch dieses Jahr könnte das der Fall sein. Es wäre nicht verkehrt, ein paar weitere Wahlmöglichkeiten zu bekommen, wenn auch in tieferen Runden.“
Die Falcons müssen sowohl die Offensive Line, wie auch die Defensive Line verstärken. Da braucht es mehrere Draftpicks. Es ist also nicht falsch, wenn Atlanta eine Wahlmöglichkeit für 3-4 Picks abgibt.

XFL Woche 5 - Halbzeit
Seattle Dragons (1-4) at Houston Roughnecks (5-0), 23:32
Zuschauer: 19.773
New York Guardians (3-2) at Dallas Renegades (2-3), 30:12
Z.: 15.950
St. Louis BattleHawks (3-2) at D.C. Defenders (3-2), 6:15
Z.: 16.342
Tampa Bay Vipers (1-4) at L.A. Wildcats (2-3), 34:41
Z.: 12.181
Der Zuschauerschnitt der vier Spiele ging auf 16.062 zurück und war der niedrigste in dieser Saison.
Wen wundert es?
Die D C Defenders gewannen ihr Spiel gegen St. Louis, in dem Quarterback T. Jackson 14 Pässe warf, von denen neun für 39 Yards ankamen.
39 Yards, in einem kompletten Spiel minus ein paar Minuten, in denen C. Jones spielte und zwei Pässe warf, von denen einer abgefangen wurde.
Nichts gegen ein effektives Laufspiel, 229 Yards, aber 39 Passyards?

Samstag, 7. März 2020

Stichtag 12. März
rodgers-aaron14Aaron Rodgers (Bild) hat keine Sorge, falls die Packers früh einen Quarterback einberufen sollten. Den würde er einfach ausstechen, meinte er.
Mehr Sorgen bereiten dem Quarterback seine Spielerkollegen in der NFL. Rodgers glaubt, daß der vorgeschlagene Tarifvertrag nicht kritisch genug hinterfragt wird.
Rodgers, Spielerrepräsentant der Packers bei den Tarifverhandlungen, rät dringend davon ab, positiv über den Vertrag abzustimmen. Er war einer der 14 Repräsentanten, die gegen den Vertrag gestimmt haben.
Genau das twitterte auch Texans Star-Verteidiger JJ Watt. Auch er rät dringend davon ab, dem vorgelegten Vertrag zuzustimmen.
Für beide ist natürlich das 17. Saisonspiel der Knackpunkt. Sie sind der Meinung, daß die Spieler zu wenig zusätzliches Geld dafür bekommen, daß sie ihre Gesundheit in einem weiteren Saisonspiel riskieren.
Daß dafür ein Vorbereitungsspiel gestrichen werden soll, kann die Meinung der beiden, und der vielen andern, die so denken, nicht umstimmen. Die Starter spielen in diesen bisher vier Vorbereitungsspielen höchstens ein Spiel über die Dauer ihrer Einsätze gezählt.
Manche Starter spielen überhaupt nicht in der Preseason.
Rodgers fragt sich, wie dieses 17. Spiel überhaupt in die Verhandlungen kam, denn niemand wollte es. Und daß die NFLPA dann diesem Spiel zustimmte, wohl wissend, daß die meisten Spieler es nicht wollen, wäre ein echter Schlag gewesen.
Doch 17 Spielerrepräsentanten stimmten dem Vertrag ja zu. Und ob die meisten Spieler es nicht wollen, das wird die Abstimmung zeigen.
Für Rodgers wäre ein 18. Spieltag bei weiter 16 Spielen akzeptabel, mit zwei spielfreien Wochenenden. Aber ob dieser Vorschlag mehr Geld der TV Gesellschaften generieren würde, wie es Commissioner Roger Goodell vorschwebt, ist fraglich.
Zu den Spielern, die den Vertrag gut finden und unterschreiben wollen, gehört Ryan Fitzpatrick. Der Quarterback, der durch viele Teams der NFL gewandert ist, sagt auf seiner Twitterseite absolut ja zum Vertrag.
Und der Vertrag hat natürlich weitere Befürworter, wie Lions Linebacker Devon Kennard und Giants offensive Lineman Nate Solder. Sie denken daran, daß ein Großteil der Spieler, die nicht zu den Spitzenverdienern gehören, von den versprochenen Mehreinnahmen profitieren werden. Für die Multimillionäre wäre es leicht, mit $20 Millionen und mehr im Jahr auf eine Million zu verzichten. Für die vielen Spieler dagegen, die froh sind, wenn sie überhaupt eine Million pro Saison bekommen, wären einige hunderttausend Dollar mehr pro Jahr viel Geld.

Kurzberichte
Die Chargers wurden sich mit Austin Ekeler einig.
Für weitere vier Jahre erhält der Running Back $24,5 Millionen.
Letzte Saison kam er als Ersatzmann für den lange streikenden Melvin Gordon auf 132 Läufe für 557 Yards und drei Touchdowns. Zusätzlich fing er Pässe für 993 Yards und acht Touchdowns.

Titans Head Coach Mike Vrabel und Free Agent Quarterback Tom Brady haben sich zu einem Gespräch getroffen, als sie ein Basketballspiel besuchten.
Vrabel wiegelte Fragen, ob Brady jetzt ein Titan würde, sofort ab: „Es war nur ein Gespräch unter alten Freunden,“ meinte er.
Vrabel und Brady waren lange Jahre Teamkollegen bei den Patriots.

So wie Quarterback Drew Brees sagte, daß er sein Leben lang ein Saint bleiben will, gab auch Amari Cooper ein Bekenntnis ab.
Der Wide Receiver sagte, daß er sein Leben lang ein Cowboy bleiben möchte.
Er ist ein Free Agent, und er wird einige gutdotierte Verträge angeboten bekommen, davon kann man ausgehen.
Und Dallas hat eine Menge Free Agents, die auf hohe Verträge warten. Da kann nicht jeder bezahlt und behalten werden.
Cooper könnte der bestbezahlte Wide Receiver aller Zeiten werden. Da wird es ihn, trotz seines Bekenntnisses, nicht bei den Cowboys halten. Die können nur einen Spieler zum Franchise Spieler machen, und das wird, Stand jetzt, wohl Quarterback Dak Prescott sein.

Chiefs Quarterback Patrick Mahomes lernt noch.
So gab er jetzt zu, daß er bis letztes Jahr nicht verstanden hat, Verteidigungen zu lesen.
Also hat er seinen Liga MVP Titel 2018 erreicht, ohne diese Fähigkeit. Mahomes gab zu, daß er erst in der Mitte der Saison 2019 in der Lage war, die gegnerischen Verteidigungen zu enträtseln.
Um so weit zu kommen, wie Tom Brady oder Peyton Manning, hätte er noch einen langen Weg zu gehen, meinte der Super Bowl MVP.
Immerhin hat er, ohne die Fähigkeit, die Verteidigungen lesen zu können, bisher 76 Touchdownpässe geworfen und nur 18 Interceptions.

XFL Woche 5 - Halbzeit
An diesem Wochenende kommt es folgenden vier Begegnungen
Seattle Dragons (1-3) at Houston Roughnecks (4-0), 20 Uhr, Samstag
New York Guardians (2-2) at Dallas Renegades (2-2), 23 Uhr, Samstag
St. Louis BattleHawks (3-1) at D.C. Defenders (2-2), 21 Uhr, Sonntag
Tampa Bay Vipers (1-3) at L.A. Wildcats (1-3), 3 Uhr, Montagmorgen

Freitag, 6. März 2020

Kurzberichte
kc-royalsDie Royals planen um.
Das Baseballteam aus Kansas City hätte am 10. September ein Heimspiel. An dem Tag sollten aber auch die Chiefs ihr Saisoneröffnungsspiel haben, wenn Commissioner Roger Goodell von seinem blödsinnigen Plan abweicht, eines der Teams an diesem Donnerstag spielen zu lassen, das sein neues Stadion eröffnet.
Gehen wir also davon aus, daß die Chiefs als Super Bowl Sieger die Saison eröffnen und nicht die Raiders, Rams oder Chargers, dann würde es eng in Kansas City, denn die Royals und die Chiefs teilen sich einen Parkplatz.
Aus diesem Grund hat das Baseballteam dieses eine seiner unzähligen Heimspiele verlegt. Sie wollen dem Super Bowl Sieger nicht im Weg stehen.
Anders war es 2013 in Baltimore. Da standen die Ravens als Super Bowl Sieger vor dem gleichen Problem, denn die Oriols aus der Baseballliga hatten auch an diesem Donnerstag der NFL Saisoneröffnung ein Heimspiel. Doch sie weigerten sich hartnäckig dieses eine von etlichen Spielen zu verlegen, und die Ravens mußten ihr erstes Saisonspiel als amtierender Super Bowl Champion auswärts austragen. Sie verloren in Denver 27:49.

Die Saints und Drew Brees müssen noch einen Vertrag aushandeln. Das heißt aber nicht, daß der Quarterback das Team wechseln wird, wenn es nicht klappt.
In einer Radiosendung sagte Brees: „ Ich bin `Who dat Nation` fürs ganze Leben. Egal welche Angebote kommen und wie hoch sie sind, ich bleibe mein Leben lang `Who dat Nation`.“
Anders als Tom Brady in New England, gibt Drew Brees weiter ein klares Bekenntnis zu New Orleans ab.

Die 49ers ziehen ihre Optionen auf Fullback Kyle Juszczyk und Cornerback K`Waun Williams.
Niners Head Coach Kyle Shanahan setzt  Juszczyk so ein, wie man es von Fullbacks eigentlich nicht mehr gewohnt ist. Er soll nicht nur blocken für den Running Back, sondern er läuft auch selber mit dem Ball und fängt Pässe, 2019 20 für 239 Yards und 1 Touchdown.
Nachdem er sich verletzte und einige Spiele ausfiel, stotterte die Offense der 49ers gehörig.
Cornerback Williams erzielte in 15 Spielen 51 Tackles, 2 Interceptions und 4 erzwungene Fumbles und er wehrte zwei Pässe ab.

Die Redskins gaben Left Tackle Trent Williams die Erlaubnis, sich nach einem neuen Team umzusehen.
Zwischen 2012 und 2018 wurde er sieben Mal in den Pro Bowl gewählt. 2019 nahm er an keinem Spiel teil, weil er mit der Teamführung im Clinch lag und streikte.
Der neue Head Coach Ron Rivera würde Williams zwar gerne behalten, aber die Chancen dafür sind gering.

Hat das Vertrauen in Eagles Head Coach Doug Pederson bei seinen Vorgesetzten nachgelassen?
Sie verpflichteten Marty Mornhinweg als Senior Offensiv-Berater für Head Coach Doug Pederson.
Der ehemalige Head Coach der Lions war unter Andy Reid bereits 10 Jahre für die Eagles tätig. Von 2009-12 waren Mornhinweg und Pederson gemeinsam in Philadelphia angestellt, kennen sich also schon.

Die Eagles lassen Left Tackle Jason Peters den Marktwert testen.
Nach 11 Jahren in Philadelphia könnte er zu einem anderen Team wechseln. Sollte er keinen Abnehmer finden, so kann er bei den Eagles bleiben.
Allerdings ist eher damit zu rechnen, daß der neunmalige Pro Bowler ein Team findet, das bereit ist, den Gehaltsvorstellungen des mittlerweile 38-jährigen zu entsprechen.

Jets Defensive Lineman Quinnen Williams wurde am Donnerstag verhaftet. Er hatte versuchte am LaGuardia Flughafen mit einer Handfeuerwaffe in ein Flugzeug zu kommen.
Gegen ihn wurde Anzeige erstattet. Zwar hatte Williams einen Waffenschein, aber der galt nur in Alabama, wo er aufs College ging.

Ein Teilzeitangestellter des CenturyLink Fields, in dem die Seattle Dragons aus der XFL spielen, wurde positiv auf das Coronavirus getestet.
In dem Stadion spielen auch die Seattle Sounders aus der Fußballliga. Inwieweit jetzt Geisterspiele stattfinden werden, das muß noch erörtert werden.
Für die XFL wäre es besonders schlimm, denn nach St. Louis haben sie in Seattle die zweitgrößte Zuschauerzahl zu bieten.
Die Dragons haben am 15. März das nächste Heimspiel gegen die L.A. Wildcats.

Stichtag 12. März eine Minute vor Mitternacht Ostküstenzeit.
Bis dahin müssen die Stimmzettel der zahlenden Mitglieder der Spielergewerkschaft vorliegen. Dann entscheidet es sich, ob es weitere 11 Jahre Tariffrieden gibt, oder ob die Verhandlungsgegner wieder an den Verhandlungstisch müssen.
Es reicht eine einfache Mehrheit für das Für oder Wider.
Sollten also von 1.000 pünktlich abgegebenen Stimmen 501 für die Annahme des neuen Tarifvertrags sein, dann wird der ausgehandelte Vertrag von der NFL und der NFLPA unterschrieben.
Spieler, die nicht in der NFLPA sind, oder ihre Beiträge nicht bezahlt haben, sind nicht stimmberechtigt.

Donnerstag, 5. März 2020

Kurzberichte
brady-stayPatriots Quarterback Tom Brady und sein Head Coach Bill Belichick haben ein langes Telefongespräch geführt, kurz vor dem Beginn der Free Agent Periode.
Während natürlich außer den beiden, und vielleicht beim Telefonat anwesenden Personen wissen kann, was gesprochen wurde, will NBC Boston erfahren haben, daß das Gespräch nicht wirklich produktiv gewesen sein soll. Auch der Boston Herald berichtete davon, daß es nicht gut gelaufen wäre.
Nur noch 13 Tage bis der Markt der Free Agent eröffnet wird. Brady ist der diesjährige Star auf dem Markt.
Pats Wide Receiver Julian Edelman tut mittlerweile eine Menge, um seinen Quarterback zum Bleiben zu animieren. Er kreierte die Kampagne „Stay! Tom 2020“, also „Bleib! Tom 2020“:
Dafür ließ er Aufkleber, T-Shirt, Kaffeebecher und Buttons herstellen.
Ob es etwas nutzt, das werden wir dann in spätestens zwei Wochen erfahren.

Patriots Head Coach Bill Belichick bekommt den Schlüssel der Stadt Annapolis überreicht.
Belichick führt eine Stiftung in der die United States Naval Academy, die Stadt Annapolis und der Sport Lacrosse gefördert werden.
Der beste NFL Head Coach aller Zeiten bekommt den Schlüssel am 14. März, in der Halbzeit des Lacrossespiels Navy vs. Johns Hopkins überreicht.
Belichick wuchs in Annapolis auf. Sein Vater war dort 34 Jahre lang Assistenztrainer an der Naval Academy.
Bill hatte es nicht so mit dem Football. Er liebte Lacrosse und spielte in einer Lacrosse Mannschaft. Nebenbei spielte er auch etwas Football, das aber nicht mit Begeisterung.
Lacrosse liegt den Belichicks im Blut. Auch Bills Sohn Steve, Assistenztrainer in der Defense der Patriots, spielte diesen Sport von 2008-11 für Rutgers.
Seine Liebe zum Lacrosse hätte Bill Belichick niemals diese Aufmerksamkeit eingebracht, die der Football ihm brachte. Er war neunmal Head Coach im Super Bowl und ging sechsmal als Sieger daraus hervor.

Die mögliche Nr. 1 in der Draft, Joe Burrow, hat eine Bitte, er möchte nicht mit Tom Brady verglichen werden.
Sein Bewegungsablauf und die Wurfbewegung sollen der von Brady sehr ähnlich sein. Aber auch wenn das stimmen sollte, so möchte der Collegeabgänger nicht, daß man ihn mit dem besten Spieler aller Zeiten vergleicht.
Burrow sieht zwar ein, daß man ihm damit ein Kompliment machen will, aber noch hätte er in der NFL nichts geleistet, und deshalb solle man ihm nicht zu voreilig solch ein Bürde aufhalsen.
Eins ist aber klar, Burrow wird sehr, sehr, sehr viel früher einberufen werden, als Brady im Jahr 2000. Da ging der G.O.A.T erst an 199. Stelle zu den Patriots.

Patriots Wide Receiver Mohamed Sanu spielte mit einer hartnäckigen Knöchelverletzung in der Saison 2019, die er sich in Woche 11 bei einem Puntreturn zuzog.
Am Dienstag daran wurde er operiert, und bald soll er wieder voll einsatzbereit sein.

Die Defense der Bills gehörte in den letzten drei Jahren immer zu den Top 3 der Liga.
In der Zeit wurde sie von Defensive Coordinator Leslie Frazier geführt. Der wurde deshalb nun zum Assistent Head Coach befördert.

Free Agent Muhammad Wilkerson wurde verhaftet, weil er unter Drogeneinfluß Auto fuhr.
Der ehemalige Defensive Lineman der Jets und Packers ist zur Zeit ohne Team. Und daß er nun zum zweiten Mal verhaftet wurde wegen einer Drogensache, wird ihm nicht helfen.
Schon 2019 war der 30-jährige bei keinem Team unter Vertrag.

Ryan Tannehill würde gerne bei den Titans bleiben. Der in Miami erfolglose Quarterback hat in Tennessee aufgetrumpft, wie man es ihm gar nicht zugetraut hatte.
Das weckte Begehrlichkeiten bei anderen Teams. Und da Tannehill nur als Ersatzmann für den oft verletzten Marcus Mariota verpflichtet war, und nur einen Vertrag für eine Saison hatte, ist er jetzt Free Agent.
Die Titans haben auch nichts dagegen Tannehill zu halten, aber sie müssen zunächst sehen, daß sie Running Back Derrick Henry halten können. Nichts gegen die unerwartet gute Leistung von Tannehill, aber der Motor der Offense war Henry.
Marcus Mariota dürfte in den Planspielen des Teams keine allzu große Rolle spielen. Daß er leicht zu ersetzen ist, hat man gesehen.

Trevor Siemian wurde 2015 von den Broncos einberufen.
Doch er zeigte, als es darauf ankam, warum er erst in Runde sieben aufgenommen wurde. Er wechselte zunächst zu den Vikings und dann zu den Jets.
2019 spielte er in Woche zwei für den verletzten Sam Darnold für die Jets, doch nach sechs geworfenen Pässen zog er sich einen Bänderriß in einem Sprunggelenk zu und mußte operiert werden.
Die Verletzung ist verheilt, und Siemian wieder voll einsatzbereit. Und da die Jets ihn nicht mehr brauchen, wird er den eh schon reichlich bestückten Topf der Free Agent Quarterbacks weiter füllen.
In seinen fünf Saisons in der Liga vervollständigte Siemian 59,2% seiner 841 Pässe für 5.689 Yards und 30 Touchdowns bei 24 Interceptions.

Die Chargers und Panthers tauschten Spieler aus.
Tackle Russell Okung ging zu den Panthers, Guard Trai Turner ging zu den Chargers.
Für die Chargers zahlt sich der Tausch besser aus, da Turner etwas billiger ist als Okung.

Tight End Jimmy Graham glaubt, daß seine Zeit bei den Packers abgelaufen ist.
Der 33-jährige geht in das letzte Jahr seiner Vertrags, der ihm 2020 $8 Millionen bringen würde.
Die Packers haben nur noch $20 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze, da würden die eingesparten $8 Millionen helfen, wenn sie Graham feuern würden.
Es würde den Tight End nicht unvorbereitet treffen.

Nach 16 Saisons beendete Safety Mike Adams seine Karriere.
In seiner Zeit in der NFL spielte er in San Francisco, Cleveland, Denver, Indianapolis, Carolina und Houston.

Mittwoch, 4. März 2020

Kurzberichte
manning-tropy-sb50-3Wie berichtet bekommt Tony Romo $17 Millionen pro Saison für die nächsten 10 Jahre, um für CBS als Analyst zu arbeiten.
Viel Geld für jemanden, der Berichten nach nur 2. oder gar 3. Wahl war.
CBS hatte nämlich versucht, Peyton Manning (Bild) zu verpflichten. Ihm wollten sie etwa $12 Millionen pro Saison für die nächsten sechs Jahre zahlen. Doch Manning bat sich Bedenkzeit aus, zu viel Bedenkzeit.
Auch an Saints Quarterback Drew Brees war CBS dran, doch der verkündete ja, daß er noch weiter spielen will.
Da der nächste Super Bowl von CBS übertragen wird, wollte der Sender eine schnelle Entscheidung. Und da ESPN auch noch mit einem Angebot an Romo herangetreten war, herrschte dringender Handlungsbedarf.
ESPN versucht jetzt, Peyton Manning als Analyst für die Monday Night Football Serie zu bekommen.

Die Jaguars geben Cornerback A.J. Bouye an die Broncos ab.
Da die Jaguars nur $21,4 Millionen unter der Gehaltsobergrenze haben, und sie Defensive End Yannick Ngakoue behalten wollen, der sehr teuer wird, ist es gut, wenn sie die $15,4 Millionen, die Bouye 2020 kosten würde, einsparen können.
Denver tritt dafür einen Draftpick in Runde vier an Jacksonville ab.
Könnte dieser Handel bedeuten, daß die Zeit für Chris Harris jr. bei den Broncos abgelaufen ist?
Denver hat noch $70 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze.

Die Broncos wollen einen guten Running Back verpflichten, um Phillip Lindsay etwas zu entlasten.
Lindsay kam ungedraftet zu den Broncos und schlug bereits in seiner Rookiesaison sehr gut ein. Er kam in seinen beiden ersten Saisons jeweils über 1.000 Laufyards.
Der Running Back, der Lindsay zur Seite gestellt werden soll, soll von kräftiger Statur sein und die harten Yards durch die Mitte erzielen. Dafür hat Denver sogar ein Auge auf Titans Running Back Derrick Henry geworfen. Mit den eben bereits erwähnten $70 Millionen, die die Broncos noch zur Verfügung haben, könnte man Henry locker zahlen, was auch immer der verlangt. Oder eben einen anderen kräftigen Running Back.

Die Bengals sind ein mieses Team. Und das sind sie aus freien Stücken. Doch es sieht so aus, als ob sie das vielleicht doch endlich ändern wollen.
Sie haben noch $44 Millionen unter der Gehaltsobergrenze, die sie in der anstehenden Free Agent Periode ausgeben wollen.
Jedenfalls hörte man es so beim Scouting Combine in Indianapolis.
Zu den $44 Millionen könnten noch zusätzliche $17,5 Millionen kommen, wenn Quarterback Andy Dalton tatsächlich zu einem anderen Team wechselt.
Die Ansage, in Free Agents zu investieren um das Team zu verbessern, könnte ein Signal an Quarterback Joe Burrow sein, sich von Cincinnati einberufen zu lassen.

Am frühen Dienstagmorgen wüteten Tornados durch Nashville. Sie richteten große Verwüstungen an und forderten wenigstens 22 Menschenleben.
Amy Adams Strunk, die Besitzerin der Tennessee Titans versprach, den Notleidenden finanziell zu helfen. Alle Angestellten und Spieler sollten tatkräftige Hilfe leisten.

Clevelands Running Back Kareem Hunt wird nicht wegen Drogenbesitzes angeklagt.
Bei einer Polizeikontrolle am 21. Januar in Rocky River, Ohio, wurde in seinem Wagen Marihuana gefunden.
Der zuständige Polizeichef von Rocky River, Lt. George Lichman, gab am Dienstag bekannt, daß er keine Klage gegen Hunt einreichen wird.
Da die Drogenklage nun vom Tisch ist, werden die Browns Hunt wohl behalten. Das stand bisher noch nicht fest.

Dienstag, 3. März 2020

Kurzberichte
mahomes-patrick-MVPPatrick Mahomes (Bild) verbringt seine Freizeit bis zur nächsten Saison im Verletzungsschutz Modus.
Obwohl der junge Quarterback der Chiefs erst in 36 NFL Spielen startete, kann er bereits einen Liga MVP und Super Bowl MVP Titel vorweisen.
In seine dritte Saison möchte er völlig gesund gehen, und deshalb will er nichts riskieren. Statt dessen arbeitet er an seiner Beinarbeit und daran, besser aus der Pocket heraus zu passen. Der momentan eh schon beste Quarterback der Liga möchte noch besser werden.
Seine Chefs hören das gerne, seine Gegner eher weniger.
Um seinen Vertrag muß er sich noch keine Sorgen machen. Bis er aus seinem Rookievertrag heraus ist, hat die NFL einen neuen Tarifvertrag und eine um einiges höhere Gehaltsobergrenze. Das macht Mahomes das Warten bestimmt sehr leicht.

Jeremiah Sirles hat seine Karriere beendet.
Der 28 Jahre alte Offensive Lineman war in seinen nur sechs Jahren in der NFL bei den Chargers, Vikings und zuletzt den Bills.
Zwei schwere Knöcheloperationen letztes Jahr haben ihn dazu bewogen, diesen Schritt zu gehen.

Yannick Ngakoue möchte weg aus Jacksonville.
Doch die Jaguars möchten den Pass Rusher gerne behalten und planen, ihm das Franchise Etikett anzuheften.
Ngakoue möchte einen gutdotierten langfristigen Vertrag, der seine Zukunft absichert. Welches Team ihn den bietet, ist ihm egal.

Zu den Einschaltquoten in Woche vier der XFL liegen noch keine genauen Zahlen vor, aber sie sollen noch mal gesunken sein.
Langsam wird es ernst.
Nächste Woche hat die Liga Halbzeit ihrer 10 Spiele umfassenden regulären Saison. Da wird Bilanz gezogen, und die scheint nicht positiv auszufallen.
Vielleicht war es keine so gute Idee, sofort nach dem Super Bowl mit der neuen Liga zu starten. Der Hunger auf Football war durch die lange NFL Saison gestillt, und in einigen Städten ist das Wetter nicht gerade dazu angetan, Zuschauer ins Stadion zu locken.
Am letzten Wochenende habe ich beim Zappen einen neuen Österreichischen Nachrichtensender gefunden, Puls 24 HD. Da wurden alle Spiele der XFL gezeigt. Wenn ich das richtig mitbekommen habe wurde das frühe Spiel mit österreichischen Kommentatoren gebracht, und das späte Spiel mit Originalton. Man braucht übrigens keine Freischaltkarte für den Sender. Ich habe ihn ganz normal empfangen können auf: ASTRA Digital 19,2° Ost, Modulation: DVB-S2 / 8 PSK, Transponder: 31, Empfangsfrequenz: 11.671 Mhz, Symbolrate: 22.000, FEC: 2/3, Polarisation: Horizontal (H).
Ob es eine Fehlschaltung ist, daß man diesen Sender in Deutschland unverschlüsselt empfangen kann, weiß ich nicht. Vielleicht wird er noch verschlüsselt?

Montag, 2. März 2020

Kurzberichte
dalton-andy3Die Patriots denken um. Bisher waren sie stur darauf fixiert, daß Tom Brady nur seinen Marktwert testen möchte, aber weiter für New England spielen wird. Doch so langsam sickert die Erkenntnis durch, daß Brady ernst machen könnte, und tatsächlich das Team wechselt.
Deshalb bekundeten die Patriots ihr Interesse an Bengals Quarterback Andy Dalton (Bild).
Auch die Chicago Bears klopften bei Daltons Agenten an. Sie sind mit Mitchell Trubisky nicht wirklich zufrieden. Zwar haben sie bereits bekanntgegeben, daß Trubisky 2020 ihr Starter wäre, aber das war wohl nur für die Psyche des Quarterbacks gedacht. Wenn man sich auf der Position verbessern kann, dann werden die Bears das machen.
Vielleicht werden auch die Colts noch bei Dalton anfragen. Sie sind zwar an Philip Rivers dran, aber der könnte sich ja gegen sie entscheiden. Und der unbeständige Jacoby Brissett soll auf jeden Fall ersetzt werden.
Dalton hat noch einen Vertrag in Cincinnati. Die Teamleitung sagte, daß sie den Quarterback nicht an ein Team abgeben werden, zu dem er nicht wechseln möchte.

„Wir gehen nirgendwohin,“ sagte Kelly Stafford. Die Frau des Lions Quarterbacks Matthew Stafford erstickte damit die Wechselgerüchte um ihren Ehemann.
Auch die Teamleitung bestreitet, daß sie Stafford abgeben wollen. Der Quarterback hat noch drei Jahre in seinem laufenden Vertrag stehen und spielte letztes Jahr eine seiner besten Saisons, wenn er spielte. Acht Partien verpaßte er mit einer Rückenverletzung.
In seinen 11 Jahren in Detroit konnten die Lions nicht ein einziges Playoffspiel gewinnen. Aber diese Erfolglosigkeit kann man nicht alleine am Quarterback festmachen.

In der XFL gibt es weiter ein ungeschlagenes Team, aber kein siegloses mehr. Zuschauer in den Stadien erkannte man auch in Woche vier oft nur, wenn man mit Argusaugen hinsah.
MetLife Stadium: lediglich 12.116 Zuschauer sahen in diesem riesigen Stadion, das im ersten Spiel mit über 17.000 Zuschauern gefüllt war, einen knappen 17:14 Sieg der heimischen Guardians gegen die LA Wildcats.
The Dome: 27.527 sahen den 23:16 Sieg der heimischen St. Louis BattleHawks gegen die Seattle Dragons. Auch hier waren es 2.000 Fans weniger als beim vorherigen Spiel im Dome.
Globe Life Park: 18.322 sahen eine 20:27 Niederlage der heimischen Dallas Renegades gegen die ungeschlagenen Houston Roughnecks. Immerhin würden 30.000 Zuschauer mehr in das Stadion in Arlington passen.
Raymond James Stadium: 12.249 sahen den ersten Sieg der Tampa Bay Vipers. Sie schlugen die absolut hilflosen D C Defenders mit 25:0.

 

feldhintergrund04
feldhintergrund03

 

 

 

[Home] [Ergebnisse] [NFL News] [News Archiv] [Statistiken] [Tabellen] [Football erklärt] [History] [NFL] [Impressum]

 


WIN-FOOTBALL Magazin © voss-multimediagruppe. Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe, auch Auszugsweise, nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung. Alle Logos und Namen sind eingetragene Markenzeichen der jeweiligen Namensinhaber und urheberrechtlich geschützt. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 "Haftung für Links" - hat das Landgericht Hamburg entschieden, das man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In WIN-FOOTALL sind Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Da ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe, distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf www.win-football.de. Dies gilt für alle auf www.win-football.de ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen.

 

 

winfootball2009logo

 

WF-Handy1