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Rod Woodson

Rod Woodson - Cornerback
Geboren am 10.03.65 in Ford Wayne
Gedraftet: In der 1. Runde 1987 von den Pittsburgh Steelers
College: Purdue

Um über diesen Spieler zu schreiben müßte man alle verfügbaren Superlative benutzen. Rod Woodson gehört zu den nur fünf aktiven Spielern, die in das Team zur 75 Jahresfeier der NFL gewählt wurden. Hier hinein kamen nur die allerbesten Spieler der ersten 75 Jahre der NFL.


Seine Karriere in der NFL begann, wie die der meisten Rookies aus der ersten Runde der Draft, mit zähen Vertragsverhandlungen. Erst am 28. 10. 1987, nach 94 Tagen seit Verhandlungsbeginn, unterschrieb Woodson in Pittsburgh.


Seinen ersten Interception, am 22. 11. gegen Cincinnati, trug er auch zu seinem ersten Touchdown zurück. Früh erkannten seine Trainer die Fähigkeiten, die als Kick Returner in ihm steckten. Obwohl er ein Fels in der Brandung der Defense war, gab er diesen Nebenjob doch nie auf.


Blieb es 1987 bei diesem einen Interception, so waren es 1988 schon vier, wovon er allerdings keinen zum Touchdown zurücktrug. Dennoch wählten seine Mannschaftskollegen ihn zum wertvollsten Spieler des Teams. Dazu bewogen sie wohl die 88 Tackles, die Rod Woodson landete. Mit 23 Yards, die er im Durchschnitt bei Kick-Off Returns erzielte, belegte er Platz 6 in der NFL. Einen 92 Yarder konnte er zum Touchdown zurücktragen. Noch reichte es nur zum Mannschafts MVP. Doch ab 1989 fand kein Pro Bowl mehr ohne seine Mitwirkung statt.


Mit 27,3 Durchschnitts Yards bei Kick-Offs war er der beste der gesamten NFL. Seinen längsten Kick-Off trug er über 84 Yards zum Touchdown zurück. In der Defense zerstörte er mit 80 Tackles wieder so manchen Traum der gegnerischen Angriffe.


 Wegen eines Rückenproblems und einer ausgekugelten Schulter verpaßte er in diesem Jahr zwei Spiele, nicht aber, wie schon erwähnt, den Pro Bowl. Bei nur 14 Spielen muten seine 982 Yards, die er bei 36 Kick-Off Returns erzielte fast schon sensationell an.


Obwohl er mit nur 66 Tackles 1990 fast eine Auszeit nahm, wurde er doch wieder zum MVP der Steelers gewählt. Nur 4 Steelers vor ihm wurde diese Ehre zuteil: Terry Bradshaw, Jack Lambert, Louis Lipps und John Stallworth - allesamt Legenden des Grillrosts.


Mit 5 Interceptions führte er seine Kollegen im Team an. Seine 398 Punt Return Yards stellen seine bis heute beste Leistung dar. Sein längster, über 52 Yards, wurde ein Touchdown.


Eine leichte Oberschenkelzerrung ließ Woodson 1991 ein Spiel verpassen. In den restlichen holte er 71 Tackles, 3 Interceptions, 320 Yards bei Punt- und 880 Yards bei Kick-Off Returns.


Dann kam 1992 - die Saison der 100 Tackles. Ist diese Zahl schon gigantisch, so holte er 85 davon Solo, ohne Hilfestellung. Vier Interceptions und 6 Sacks runden das Bild ab. Seine Yards bei den Kick-Off Returns sackten auf 469 ab, erreichten aber erst 1993 mit 294 ihren Tiefststand.
Dennoch gewann er in diesem Jahr die herzen der Fans. Als nämlich die NFL Fans gefragt wurden, wer ihre Favoriten für den Pro Bowl wären, gewann Rod Woodson diese Wahl unter den AFC Verteidigern locker. Seine acht Interceptions werden sie bei dieser Wahl wohl ziemlich beeinflußt haben.


Mit 95 Tackles legte er wieder eine tolle Vorstellung und so manchen gegnerischen Verteidiger hin. Es gab aber auch nichts, was ihm in dieser Saison nicht gelang. Manchmal erschien es, als wären zwei Rod Woodsons gleichzeitig auf dem Platz gewesen. Er erzielte 2 Sacks, schlug 28 Pässe zu Boden, erzwang 2 Fumbles und blockte ein Field Goal. Gegen die Falcons stand er sogar zum ersten Mal in der Offense auf dem Platz. Bei einem Reverse konnte er allerdings keinen Raumgewinn erzielen.


Mit 41 Punt Returns war er so beschäftigt wie nie zuvor in seiner Karriere. Mit 338 Yards hieraus erzielte er allerdings nur das drittbeste Ergebnis überhaupt.


Da die Steelers mit Charles Johnson einen neuen Kick-Off Returner ins Team geholt hatten, wurde Woodson 1994 auf dieser Position etwas entlastet. Zu seinen 39 Punt Returns gesellten sich so nur 15 Kick-Off Returns, die aber immerhin 365 Yards einbrachten. Zwar halbierte er das Ergebnis seiner Interceptions zum Vorjahr auf nur vier aber davon trug er 2 zum Touchdown zurück. 83 Tackles waren auch wieder ein sehr ansehnliches Ergebnis. Im AFC Endspiel erzielte er gegen San Diego zwar 6 Tackles und einen Interception, aber zum Schlachtfest gegen die 49ers fuhren doch die Chargers.


Was ein so ein Spieler wie Rod Woodson wirklich für ein Team wert ist, bewies die Saison 1995 - nämlich NICHTS!


Das ist wirklich nicht gehässig gemeint, aber Woodson zerriß sich schon im ersten Spiel der Saison sämtliche Bänder, Sehnen und was es sonst noch so im Knie gibt. Damit stand er für die komplette Saison nicht zur Verfügung.

 

 Normalerweise dauert eine Wiederaufbauphase nach einer solchen Operation 7-8 Monate. Woodson aber stand schon im Super Bowl wieder auf dem Platz, den die Steelers ohne ihn erreicht hatten. Man kann nur spekulieren, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte ein voll Einsatzfähiger Rod Woodson die Offense der überheblichen Cowboys terrorisiert.

Woodson war damit der erste Spieler der NFL, der nach einer solchen Verletzung noch in derselben Saison wieder spielte.


Den Pro Bowl erreichte er nach dieser Saison natürlich leider nicht, aber das hätte er bestimmt, wenn nicht diese böse Verletzung gewesen wäre.


Mit dem gesunden Rod Woodson kamen die Steelers auch 1996 wieder in die Playoffs. Hier war aber dann gegen ein hervorragend spielendes Patriots Team Endstation.


Dennoch hatten die Steelers nach der Saison keine Verwendung mehr für Woodson. Zu weit klafften seine Gehaltsvorstellungen und die des Clubs auseinander.


Die Zukunft der Steelers fand ohne Rod Woodson statt. Der spielte aber 1997 in einem Team, das auch Ambitionen auf den Super Bowl hatte. Es dauerte lange, bis Woodson einen neuen Arbeitgeber fand. Er veranstaltete eigene Tryouts, zu denen er Scouts der NFL Teams einlud. Bei dieser Gelegenheit griffen dann die 49ers zu und verpflichteten ihn.

 Hier spielte er in 14 Saisonspielen und zwei Playoffspielen. Am 14. 9. erzielte er gegen die Saints drei Interceptions, seine Karrierebestleistung.

Den Super Bowl erreichte er mit San Francisco nicht.

Nach der Saison 1997 stand Rod Woodson wieder auf der Straße. Auch diesmal lag es nicht an seinen Leistungen, die waren auch in San Francisco hervorragend. Aber der Club mußte Platz schaffen unter der Gehaltsobergrenze und wieder erwischte es ihn.

Aber jetzt fand er schnell ein neues Team. Die Baltimore Ravens erinnerten sich daran, wieviel Spaß ihnen Woodson jedesmal bereitete, wenn sie gegen die Steelers spielten. Jetzt würde er diesen Spaß, so hoffte man, seinem alten Team bereiten.

Woodson blieb von 1998 bis nach der Saison 2001 bei den Ravens. Hier gewann er auch endlich einen Super Bowl. Baltimore spielte mangels Offense einen völlig auf Defense orientierten Football, was ihnen den Namen Multibore (frei übersetzt „Stinklangweilig) einbrachte. Woodson spielte eine große Rolle in dieser mörderischen Verteidigung, die von Ray Lewis dominiert und angeführt wurde.

Nach der Saison 2000 gewann Woodson in Super Bowl 35 seinen Ring.

Obwohl er in seinen vier Jahren mit den Ravens in allen 64 Saisonspielen startete, plus die Playoffspiele, mußte er nach der Saison 2001 wieder mal seine Koffer packen.

15 Jahre NFL, 10 Pro Bowls, 37 Jahre alt, das qualifiziert den einzigen Spieler, der auf den Positionen Cornerback, Safety und Kickreturner in den Pro Bowl berufen wurde für die Raiders. Und richtig, dieses Sammelbecken von Footballstars die dem Ende ihrer Karriere nahe sind griff zu.

Nach seiner Entlassung in Baltimore dauerte es nicht lange, bis Oakland sich die Dienste Rod Woodsons für die Saison 2002 sicherte.

Mit 70 Tackles und 8 Interceptions waren die Raiders auch sehr zufrieden mit Woodsons Produktivität.

In der Saisn 2003 verletzte sich Woodson schwer an der Schulter, so daß nach 10 Spielen für ihn Schluß war. Jedoch hatte er bis dahin auch wieder 40 Tackles und 2 Interceptions auf seinem Konto.

©Win-Football
 

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