red-mark-1-cl
rahmen-f-bild

Wuerffel021932 gab es nur acht Mannschaften in der NFL, die niedrigste Zahl in ihrer Geschichte. Es gab aber frisches Blut in diesem Jahr, in Form der neu gegründeten Boston Braves. Sie gehörten einem Syndikat von vier Geschäftsleuten, angeführt von dem Wäscherei König George Preston Marshall.

Als die Braves in ihrem ersten Jahr 40.000 Dollar verloren, bekamen die drei anderen kalte Füße, und Marshall stand allein. Er zog mit dem Club um, in den Fenway Park, Heimat der Baseball Red Sox, heuerte einen Vollblutindianer, Will "Love Star" Dietz, als Head Coach an, und änderte den Teamnamen in Redskins um. Als Showeinlage ließ er eine Marschkapelle, in indianische Gewänder gekleidet, durch das Stadion marschieren. Sie spielte das Lied "Hail to the Redskins", das auch heute noch der Schlachtgesang des Clubs ist.

1933 schlug Marshall vor, die Liga, die jetzt auf zehn Clubs angewachsen war, in zwei Divisionen zu teilen.

Als die Fans die Redskins nach fünf Jahren immer noch nicht beachteten, zog er mit ihnen um nach Washington DC. Besser hätte er es gar nicht machen können. Hier wurden sie von den Fans enthusiastisch aufgenommen, was sich noch steigerte, als sie sofort die Meisterschaft gewannen. Quarterback Sammy Baugh und Running Back Cliff Battles führten beide die Liga an in diesem Jahr und waren somit die Garanten des Sieges. Baugh paßte für 1.127 Yards, und Battles holte 874 Yards auf dem Boden. "Slingin" Sammy vervollständigte 18 von 33 Pässen für 335 Yards und drei Touchdowns in einem knappen 28:21 Endspielsieg über die Bears.

1940 tat Marshall seinem Team keinen Gefallen, als er die Bears Heulsusen nannte, nachdem sie sich nach einer 3:7 Niederlage gegen Washington über die Schiedsrichterleistungen beschwerten. Als die beiden Mannschaften im Endspiel aufeinander trafen, bekamen die Redskins wirklich eine Antwort auf diesen Spruch. Chicago besorgte ihnen mit 73:0 die höchste zu Null Niederlage in der Geschichte der NFL.

Zwei Jahre später bekam Washington die Chance sich zu rächen, als man sich wieder im Endspiel gegenüber stand. Um sein Team zu motivieren nagelte Marshall ein Schild an die Kabinentüre, auf dem einfach "73:0" stand. Die Mannschaft verstand die Botschaft und gewann 14:6.

Baugh trat nach der Saison 1952 zurück, und 30 Jahre des Wartens auf einen neuen Erfolg begannen. Zwischenzeitlich verloren die Redskins auch noch Marshall, der 1969 im Alter von 71 Jahren verstarb.

Es dauerte bis zur Streiksaison 1982, daß Washington endlich wieder einen Erfolg verbuchen konnte. Head Coach Joe Gibbs profitierte hierbei von der guten Mannschaftspolitik seines Vorgängers George Allen. Hinter den Läufen von John Riggins und den Pässen von Joe Theismann kamen die Redskins in den Super Bowl. Hier besiegten sie, nach hartem Kampf, die Miami Dolphins mit 27:17.

1983 schienen sie noch besser in Form zu sein, als sie die Saison mit 14.2 Punkten abschlossen und wieder in den Super Bowl kamen. Diesmal jedoch ließen sie sich von den Raiders überrollen, und gestatten damit den einzigen Super Bowl Erfolg eines AFC Teams in den Achtzigern.

Die glorreichen Zeiten scheinen wieder vergangen zu sein, nachdem man Super Bowl XXII mit 42:10 gegen Denver gewinnen konnte. Doug Williams war in diesem Spiel der Quarterback der Redskins, und der erste schwarze, der auf dieser Position im Spiel der Spiele startete.

Joe Gibbs dachte an seine Gesundheit und gab den Trainerposten auf. Viele der mittlerweile total überalterten Leistungsträger taten es ihm gleich.

1994 wurde Offensive Coordinator Norv Turner vom Divisionsrivalen Dallas abgeworben. Als Head Coach sollte er die Rothäute jetzt wieder wettbewerbsfähig machen.

Nach einer durchwachsenen Saison 1995 starteten die Redskins fulminant in die Saison 1996. Doch das Team war nicht gut genug trainiert, um die ganze Saison durchzuhalten. Am Ende blieb nur noch eins, das was in Washington als geflügeltes Wort gilt: „Beat Dallas“ (Schlagt Dallas).

Am letzten Spieltag der Saison gab es folgende Konstellation: Egal ob Dallas gewann oder verlor, die Cowboys waren in den Playoffs. Egal ob Washington gewann oder verlor, sie waren draußen. Nur eines noch konnten sie schaffen, das letzte Spiel im alten RFK Stadium gegen den Erzrivalen gewinnen, bevor es in die neue Heimat, das Jack Kent Cooke Stadium ging. Die Cowboys stellten sich diesem Wunsch nicht in den Weg und trafen nur mit ihren Ersatzleuten an, gegen die die Redskins dann auch locker gewannen.

Jack Kent Cooke (1912-97) Mehrheitseigner der Washington Redskins starb am 6. April 1997 mit 84 Jahren an einem Herzanfall.

Cooke wurde 1974 Mehrheitseigner der Redskins und übernahm ab 1980 auch deren Führung. Seitdem haben die Redskins an vier Super Bowls teilgenommen und drei gewonnen. Er starb nur wenige Monate vor der Eröffnung des neuen Redskins Stadions in Prince George's County, Maryland. Die NFL verlor damit einen der wirklich großen, alten Profis des Footballs.

Seine Redskins jedoch tauchten mehr und mehr in die Niederungen der Liga ab. Man konnte sie mittlerweile zu den erfolglosesten Clubs der NFL zählen.

Die Saison 1998 dürfte die letzte von Head Coach Norv Turner sein, wenn nicht wenigstens der Einzug in die Playoffs geschafft wird.

Hier war man 1992 zum letzten Mal.

Im Juli 1999 kaufte Daniel M. Snyder die Redskins. Jetzt spürte Norv Turner, der erstaunlicherweise immer noch Head Coach war, einen ganz heißen Atem in seinem Nacken.

Auf dem Transfermarkt war zu der Zeit ein Sahnestückchen zu bekommen. Die Vikings ließen Quarterback Brad Johnson ziehen. Washington griff ohne zu zögern zu. Und Johnson belohnte das Team tatsächlich mit einem Trip in die Playoffs.

Überhaupt kaufte sich Snyder auf dem Transfermarkt ein Millionenteam zusammen, das den Namen nach geschloßen im Pro Bowl hätte antreten können. Alles andere als der Gewinn der Vince Lombardi Trophäe wäre für diese Truppe ein Mißerfolg gewesen.

Washington stand Kopf. In den Wild Cards wurden die Lions verprügelt, daß ihnen hören und sehen verging. Das 27:13 spiegelt nicht die totale Dominanz der Redskins wider.

Doch in der nächsten Runde war Schluß. Die knüppelharte Defense der Buccaneers sicherte sich einen knappen 14:13 Erfolg und die Redskins flogen raus.

Raus flog auch Norv Turner, das allerdings erst mitten in der Saison 2000, als die Redskins in der Tabelle erst weit unten zu finden waren.

Für die Saison 2001 wurde sich Dan Snyder mit Marty Schottenheimer einig. Der kam mit einem Vierjahresplan während Snyder mehr an „wirgewinnenschonindiesersaisondensuperbowl“ dachte.

Nach einer Saison mit acht Siegen und acht Niederlagen war Schottenheimers Zukunft schon in der Gegenwart wieder Vergangenheit.

Der Mann für die Saison 2002 hieß Steve Spurrier. Er kam mit einer „Fun and Gun“ Vorstellung. Übersetzt hieß das, wenn Snyder nicht genug Fun hätte, könnte Spurrier sich schnell die Gun geben.

Was Snyder letztendlich dazu bewog, an Spurrier auch nach der Saison 2002 noch festzuhalten? Keine Ahnung!

Nach einer katastrophalen Vorstellung des Head Coaches in seiner ersten Saison, landeten die Redskins in der neuformierten NFC West mit 7-9 Punkten auf dem dritten Platz nur noch vor Dallas.

Spurrier agierte wie jemand, der überhaupt keine Ahnung von Offense hatte. Die Quarterbacks wurden munter ausgetauscht, das Laufspiel zu sehr vernachlässigt, Punkte zu wenige erzielt.

Die Playoffs rückten in weite Ferne, aber Spurrier behielt das Vertrauen des Besitzers.

Nach einer erneuten Saison ohne Playoffs in 2003, gab Dan Snyder Vollgas und raste einem alten Bekannten hinterher. Er verpflichtete Joe Gibbs, der 11 Jahre lang nicht mehr als Head Coach eines NFL Teams gearbeitet hatte.

Um es gleich zu sagen: „Das merkte man und Gibbs bewies, daß er vom modernen Football keinen Schimmer hatte.“

Am 7. Januar unterschrieb Gibbs seinen Vertrag, und am 12. September gewann er das Auftaktspiel gegen die Buccaneers mit 16:10. Das war gleichzeitig auch der 500. Sieg der Redskins und der 125. für Gibbs mit den Redskins.

Erst in der Saison 2006 erreichten die Redskins, zum ersten Mal seit 1999, wieder die Playoffs. Im Wild Card Spiel gewann Washington mit 17:10 gegen Tampa Bay.

In der Divisional Playoff Runde, gegen das Team aus dem Staate Washington, die Seahawks, gab es eine 10:20 Niederlage.

In der Saison 2007 brauchte das Team am letzten Spieltag einen Sieg gegen den Erzrivalen aus Dallas. Die wollten ihren Feinden nicht im Weg stehen und ließen sich mit 27:6 vom Platz fegen.

Im Wild Card Spiel ging es für Washington wieder gegen das Team aus Washington. Die Redskins verloren überraschend klar mit 14:35 gegen die Seahawks.

Nach diesen paar Jahren mit durchwachsenem Erfolg sah Joe Gibbs seine Zeit gekommen und nahm zum zweiten Mal Abschied von den Redskins.

Am 10. Februar 2008 versuchte Dan Snyder etwas ganz anderes und verpflichtete einen Head Coach ohne jede Erfahrung. Jim Zorn war lange Jahre Quarterback bei den Seahawks. Nach seiner aktiven Zeit war er dort auch Assistenztrainer.

Alles war er am Ende seiner ersten Saison vorzuweisen hatte, waren 8-8 Siege und der letzte Platz in der NFC East.

© win-football, alle rechte vorbehalten

Vorherige Seite

Nächste Seite

 

 

rahmen-links

Division: NFC East
Gegründet: 1932
Größter Erfolg bisher: Super Bowl XVII, XXII
und XXVI gewonnen

Washington

Redskins

 

feldhintergrund04
feldhintergrund03

 

 

 

[Home] [Ergebnisse] [NFL News] [Statistiken] [Tabellen] [Football erklärt] [Forum] [History] [Teil 1] [Teil 2] [Teil 3] [Teil 4] [Die Teams] [NFL] [Impressum]

 


WIN-FOOTBALL Magazin © voss-multimediagruppe. Alle Rechte vorbehalten. Wiedergabe, auch Auszugsweise, nur mit ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung. Alle Logos und Namen sind eingetragene Markenzeichen der jeweiligen Namensinhaber und urheberrechtlich geschützt. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 "Haftung für Links" - hat das Landgericht Hamburg entschieden, das man durch die Ausbringung eines Links die Inhalte der gelinkten Seite gegebenenfalls mit zu verantworten hat. Dies kann - so das LG - nur dadurch verhindert werden, daß man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. In WIN-FOOTALL sind Links zu anderen Seiten im Internet gelegt. Für all diese Links gilt: Da ich keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte der gelinkten Seiten habe, distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten auf www.win-football.de. Dies gilt für alle auf www.win-football.de ausgebrachten Links und für alle Inhalte der Seiten, zu denen die Links führen.

 

 

winfootball2009logo

 

sb-kachel60
draftkachel60
facebook-button60
ballaustv60