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Dave Wannstedt

Dave Wannstedt -
Coach
Gedraftet: In der 15. Runde 1974 von den
Green Bay Packers. War als Spieler nie aktiv
College: Pittsburgh

Dave Wannstedt gehörte zu den Coaches, die die neuen Dallas Cowboys formten und zum Super Bowl Sieg führten. Dies blieb nicht unbemerkt. Die Bears holten sich den Defensive Coordinator aus Dallas, um ihn zu ihrem 11. Head Coach zu machen.


Nach nur drei Jahren auf diesem Posten, gehörte er schon zu den besseren Coaches der Liga. Dann aber folgte der Absturz.


Nicht immer gelingt die Transformation vom Assistenztrainer zum Head Coach reibungslos. Am Beispiel des ehemaligen Bears Defensive Coordinators kann man das Problem verdeutlichen. Buddy Rian führte die 46er Defense ein, und die Bears damit zum Super Bowl Sieg. Als Head Coach war er jedoch eine totale Katastrophe. Wannstedt war als Defensive Coordinator der Cowboys maßgeblich an deren Erfolg beteiligt. Neun Ballübergaben erzwangen sie von den Bills, als sie mit 52:17 über sie hinweg donnerten. Seine Defense war 1992 die jüngste der Liga und die beste. Trotz dieser Leistung spielte keiner seiner Verteidiger im Pro Bowl.


Als er und Jimmy Johnson 1989 ihre Arbeit in Dallas aufnahmen, gewannen die Cowboys ein Spiel. Als er den Club 1992 verließ hatten sie gerade 16 Spiele gewonnen inklusive Super Bowl und drei verloren.


Nachdem Mike Ditka die Bears auf 5-11 Punkte heruntergewirtschaftet hatte, übernahm Wannstedt seinen Job. Nach 7-9 Punkten in seinem ersten Jahr, 1993, führte er Chicago 1994 mit 9-7 Punkten in die Playoffs. Daß die Bears noch nicht so weit waren, beweist die Tatsache, daß sie sechs ihrer sieben Niederlagen in der Saison gegen Play-off Teams kassierten. In den Playoffs überlebte sein Team die erste Runde mit einem 35:18 gegen Minnesota, bevor San Francisco den Traum von höherem klar mit 44:15 zerstörte.


Seitdem Wannstedt das Zepter in Chicago schwang, hatte sich die Mannschaft radikal verändert. 1993 waren gegenüber dem Vorjahr 23 neue Spieler in der Aufstellung. Dieser Trend setzte sich auch 1994 fort, als die Free Agents Erik Kramer, Steve Walsh, Lewis Tillman, Andy Heck und Jeff Graham geholt wurden. Graham etablierte sich dann zum führenden Receiver der Bears. Auch das Draften hatte Wannstedt von seinem ehemaligen Chef, Dallas Cowboys Head Coach Jimmy Johnson, gelernt. Sechs seiner ersten Draftpicks erwiesen sich als Volltreffer, Curtis Conway, Carl Simpson, Chris Gedney, Todd Perry, Albert Fontenot und Raymont Harris.


Es war Pech, daß die anderen Clubs der NFC Central gerade alle einen Aufschwung erlebten, von den dödeligen Buccaneers einmal abgesehen. Gegen die hatte Wannstedt am 26. September 1993 auch sein erstes Spiel als Head Coach gewonnen. Die Konkurrenz in dieser Gruppe wurde immer härter und Wannstedts Job nicht gerade leichter.


Dabei war Wannstedts Spielanlage der richtige Weg. Er führte die Bears weg von einem reinen Run and Run Team zu einem Team, das auch mal den tiefen Paß warf. Detroit und Green Bay waren hier die Vorreiter, von Warren Moon und den Vikings ganz zu schweigen. Wenn die Bears zumindest Anschluß halten wollten, ging das nur mit dem System von Dave Wannstedt.


Oder auch nicht. Selten sah man einen so unmotivierten Haufen von Footballern durch eine Saison stolpern, wie die Bears im Jahre 1996.


 Brian Cox, von den Dolphins zu den Bears gewechselter Verteidiger, wollte sogar mitten in der Saison seinen Job an den Nagel hängen, weil er keine Lust mehr hatte, für seine faulen Mitspieler den Kopf hinzuhalten.

Wannstedt hatte in der Zeit bis zur Saison 1997 viel an Motivationsarbeit zu leisten. Genutzt hatte es wenig. Die Bears verloren die ersten sieben Spiele der Saison. So schlecht waren sie in ihrer langen Geschichte noch nie in eine Saison gestartet.

Es war schon erstaunlich, daß Wannstedt noch nicht der Stuhl vor die Tür gestellt wurde. Für $20 Millionen holte er Quarterback Rick Mirer von den Seahawks, um ihn dann wegen fehlender Leistung auf die Ersatzbank zu setzen.

Wie lange wollten die Bosse in Chicago diesen Antitrainer noch gewähren lassen???

Diese Frage stellten sich ja sogar schon Footballlaien.

Am 28. Dezember 1998 war es soweit. Die Bosse der Bears hatten endlich verstanden. Nach nur einem Playoff Auftritt in sechs Jahren und zwei Saisons mit nur vier Siegen und 12 Niederlagen in Folge feuerten sie Dave Wannstedt.

Der 46-jährige hatte mit den Bears eine Bilanz von 41 - 57 erreicht, Playoffs eingeschlossen.

Doch lange arbeitslos blieb Wannstedt nicht. Sein Mentor Jimmy Johnson holte ihn nach Miami. Hier wurde er sein Defense Assistenztrainer. Es war Wannstedts zweiter Stopp in Miami. Bereits 1989 war er für sieben Spiele der Linebacker Coach der Dolphins.

Als Johnson nach der Saison 1999 seinen Job wegen anhaltender Erfolglosigkeit hinschmiß, machte er schnell noch Wannstedt zu seinem Nachfolger als Head Coach.

Am 16. Januar 2000 wurde Dave Wannstedt der vierte Head Coach der Miami Dolphins. Er unterschrieb für drei Jahre mit der Option danach zu verlängern.

Schlechter hätten die Bedingungen seiner ersten Saison in Miami nicht kommen können, denn im März hatte Dan Marino das Ende seiner Karriere verkündet.

Wannstedt coachte die Dolphins dennoch zur AFC East Meisterschaft. Für ihn war es die erste Divisionsmeisterschaft überhaupt, für die Dolphins die erste seit 1994. 11 Siege, so viele wie nie zuvor in einer Saison, standen für Wannstedt auf der Habenseite. Miami hatte zuletzt 1992 11 Saisonspiele gewonnen. Sieben Spieler wurden in den Pro Bowl berufen.

Wannstedt erzielte diesen Erfolg TROTZ der Offense der Dolphins. Er machte die Dolphins Defense zur drittbesten der NFL in der Saison 2000. Nur 226 Punkte gaben die Dolphins ab, sowenige wie noch nie zuvor seit ihrem Bestehen in einer 16 Spiele umfassenden Saison.

In den Playoffs besiegten die Dolphins die Colts mit 23:17 in der Verlängerung. Eine Runde weiter war gegen die Raiders mit einem 0:27 allerdings der Wannstedtzauber beendet.

Auch in der Saison 2001 hieß die erste Devise für Quarterback Jay Fiedler und die Offense: „Verliert nicht!“ Und dieser Mannschaftsteil hielt sich daran. Etwas verbessert gegenüber dem Vorjahr konnte die Offense zwar immer noch keine Akzente setzen, aber es mußte einem auch nicht gleich schwarz vor Augen werden, wenn sie auf dem Feld stand.

Den Hauptanteil am erneuten Erreichen der Playoffs hatte jedoch wieder Wannstedts Defense um Zach Thomas.

Damit der Angriff in der Saison 2002 endlich der Qualität der Defense angepasst wird, hatte Dave Wannstedt zugeschlagen. Mit Ricky Williams hatten die Dolphins endlich einen Running Back, der half den Ball zu kontrollieren, und mit der Anheuerung von Norv Turner als Offensive Coordinator lag jetzt auch das Playcalling in versierten Händen.

Norv Turner und Dave Wannstedt kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten bei den Dallas Cowboys und von der Universität von Southern California.

Genutzt hat es nichts, denn 2002 und auch 200e verpassten die Dolphins knapp die Playoffs.

Nach der Saison 2003 schrammte Wannstedt nur knapp an seiner Entlassung vorbei. Nach einer weiteren Saison ohne Playoffs hieß es “Hasta la vista, Wannstedt”

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