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Mason-titans02Als der texanische Ölmann Bud Adams, einer der Mitbegründer der AFL, ein Team in Houston gründete, wollte er einen Sieger. Genau das bekam er in den ersten drei Jahren. In der ersten AFL Saison gewannen die Oilers das Endspiel gegen die Los Angeles Chargers mit 24:16. Running Back Billy Cannon war der Star der Saison und ihr MVP.

Im zweiten Jahr startete Houston mit 1-5 Punkten, was zur Entlassung von Head Coach Lou Rymkus führte. Defensive Coordinator Wally Lemm wurde sein Nachfolger, und die Oilers gewannen acht Spiele in Folge, und das Endspiel gegen die, jetzt, San Diego Chargers, mit 10:3. Das Trainerkarussell drehte sich dennoch weiter. Lemm ging zu den Cardinals, und Frank "Pop" Ivy kam. Wie auch immer, die Oilers gewannen weiter. Zum dritten Mal erreichten sie das Endspiel der AFL, das sie diesmal jedoch mit 17:20 gegen die Dallas Texans verloren.

Von diesem Tag an, bis heute, waren die Zeiten nie mehr so rosig, wie damals.

1963 hatten die Oilers mit 6-8 Punkten ihre erste negative Saison. Das war der Anfang einer 15jährigen Periode, in der so gut wie nichts mehr gelang.

Mitte der sechziger Jahre verließ Cannon den Club, zusammen mit dem Star-Quarterback George Blanda. Beide Spieler hatten mit ihrem neuen Verein, den Los Angeles Raiders, viel Erfolg.

Der Trainerstuhl blieb unter Feuer, auf dem es niemand lange aushielt.

Bud Adams sah seinen Club schnell sinken, und er tauschte die Vorstände genauso schnell aus, wie die Trainer. Die Oilers hatten keine Perspektive, und sie landeten regelmäßig am Schluß der Tabelle.

1986 zogen die Oilers in ihr neues Heim, den Astrodome, das erste vollständig überdachte Stadion der Welt, das achte Weltwunder.

Ein Jahr zuvor war die Hoffnung zurückgekehrt, durch den Gewinn des Divisionstitels, aber sie währte nicht lange. 1972 und 73 konnte Houston jeweils nur ein Spiel gewinnen. Adams heuerte und feuerte wie wild. Der Wendepunkt kam, als "Bum" Phillips 1974 Defense Coach wurde. 1975 wurde er schon Head Coach, und er führte Houston zurück, zu den guten alten Zeiten und einer 10-4 Saison. Die Playoffs verpaßte er nur knapp.

Der endgültige Erfolg kam mit Running Back Earl Campbell. Diese Kombination aus Phillips und Campbell bescherte den Fans der Oilers drei Play-Off Teilnahmen zwischen 1978 bis 80. Dreimal verlor Houston allerdings gegen den späteren Super Bowl Gewinner - zweimal Pittsburgh und einmal Oakland.

Silvester 1980 wurde Phillips gefeuert. Viele hielten diese Entscheidung für grausam, aber nur beinahe im Super Bowl ist halt nicht genug.

1984 kam Quarterback Warren Moon für einen Sechsmillionendollarvertrag nach Houston, und mit ihm kam Jerry Glanville als Line Coach. Beide waren vorher bei Edmonton, in der Canadian Football League, tätig gewesen, und das mit großem Erfolg. Die Fans in Texas verlangten nun auch sofort diesen Erfolg, doch der kam nicht. Glanville, der 1985 Hugh Campbell als Head Coach ablöste, verließ den Club Ende 1989 in Richtung Atlanta, und die Fans warten immer noch. Wie lange sie noch warten müssen ? Gar nicht, denn die Oilers sind aus Texas geflohen. Man hat sie nicht geteert und gefedert, aber man weinte ihnen auch nicht eine Träne nach.

Das allerdings erst, nachdem sie mit Jack Pardee und Jeff Fisher als Head Coaches weitere negative Saisons haben durchleben müssen.

Die Zuschauerzahlen in Tennessee waren nicht anders als in Houston. Niemand kam, um den Oilers bei ihrer Arbeit zu zusehen.

Spielerisch war 1997 allerdings ein leichter Aufwärtstrend zu erkennen. Den verdankte das Team seinem neuen Running Back Eddie George, der 1.399 Yards zur Offense beisteuerte.

George und der seit 1995 zum Team gehörende Quarterback Steve McNair, das waren die Stützpfeiler einer brandgefährlichen Offense. In seinem ersten Jahr als Starter warf McNair nur 13 Interceptions, ein neuer Rekord der Oilers.

Momentan hieß das Team Nashville Oilers. Doch die Fans, die man sich vom Umzug erhofft hatte, die kamen immer noch nicht. Man benannte den Club in Tennessee Oilers um, doch niemanden interessierte es.

1998 dann der komplette Bruch mit der ungeliebten Vergangenheit. Die Tennessee Oilers benannten sich um in Tennessee Titans. Die Fans in der neuen Heimat liebten anscheinend den Namen und jetzt auch ihr Team, ein Gefühl, das die Oilers nie kennengelernt hatten.

Beflügelt von einem vollen Haus bei jedem Heimspiel trumpften die Oilers 1999 auf. George, McNair, der von Pittsburgh zu den Titans gewechselte Yancie Thigpen, sie boten Offensives Feuerwerk. Auf der anderen Seite des Balls eine grundsolide Defense, die nicht nur tacklete, sondern auch hittete. Left Defensive End Jevon „The Freak“ Kearse wurde zum Defensive Rookie des Jahres gewählt und auch in den Pro Bowl.

Es kam, was kaum einer erwartet hätte, die Titans spielten sich in den Super Bowl. Und in diesem Super Bowl, der so schlecht war, daß er keinen Sieger verdient hatte, verloren die Titans in einem Herzschlagfinale.

6 Sekunden waren noch zu spielen. Die Endzone in Reichweite. Der Paß von McNair auf Dyson. Doch der wird von der Rams Defense zu Boden gebracht, bevor er die ausgestreckte Hand mit dem Ball über die Goalline bringt. Aus! 23:16 für die Rams.

Dieser Schock zog sich wie ein Geist durch die folgenden Saisons. Dazu kamen viele Verletzungen gerade bei Quarterback McNair und Running Back George.

Zwar erreichten die Titans auch 2000 die Playoffs, aber in der Saison 2001 reichte es nur zu sieben Siegen bei neun Niederlagen.

In der Saison 2002 beherrschten die Titans die neugegründete AFC South. Mit 11 Siegen ging es ab in die Playoffs.

Hier wurde der alte Rivale aus Pittsburgh in der Verlängerung mit 34:31 aus dem Wettbewerb gekegelt.

Die Reise nach Oakland in das Finale der AFC endete dann allerdings mit eine bitteren 24:41 Klatsche.

Auch nach der Saison 2003 ging es ab in die Playoffs, nachdem Quarterback Steve McNair, zusammen mit Colts Quarterback Peyton Manning, zum MVP der Liga gekürt wurde.
Im Wild Card Spiel schlugen die Titans Baltimore mit 20:17.

Im Divisional Playoffspiel gegen die Patriots war dann aber Endstation. New England gewann mit 17:14.

Die Saison 2004 hatte kein Happy End für die Titans. Die Playoffs wurden nicht erreicht.

Auch nach der Saison 2005 konnten die Spieler der Titans ihre Ferien früher, als die Playoffteams antreten.

Das galt auch für 2006 und erst nach der Saison 2007 kam Tennessee wieder in die Playoffs.
Hier war dann allerdings sofort in den Wild Cards Schluss. Die Chargers schlugen Tennessee mit 17:6.

In der Saison 2008 waren die Titans das beste Team der AFC. Sie gewannen ihre Division mit 13-3 Spielen und ließen die Colts, die nur 12 Spiele gewinnen konnten, hinter sich.

In der ersten Playoffrunde hatten sie natürlich spielfrei und so konnten sie sich auf die Divisional Playoff Runde vorbereiten.
Leider umsonst, denn die Ravens gewannen mit 13:10.

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Division: AFC South
Gegründet: 1960
Größter Erfolg bisher: Teilnahme an Super
Bowl XXXIV 

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