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bucsoffense02Ein großer Tag für Tampa Bay. Quarterback Doug Williams führte seine Buccaneers zum Super Bowl Sieg. Und noch einmal. Wieder gewann Tampa Bay den Super Bowl. Diesmal führte Quarterback Steve Young sie zum Sieg.

AUFWACHEN. Zwar waren beide Spieler bei den Bucs und gewannen einen Super Bowl, aber Williams führte die Redskins zum Sieg, Young die 49ers.

Das ist auch eigentlich schon die Geschichte der Buccaneers - sie besteht aus Pleiten, Pech und Pannen.

Die Buccaneers kamen 1976, zusammen mit den Seahawks, in die Liga. Sie spielten zahlreiche Vorbereitungsspiele, um Erfahrungen zu sammeln. Die Kapazität des Tampa Stadiums wurde von 47.000 auf 72.000 Sitzplätze erhöht. Die Lizenz für das Team kostete Hugh Culverhouse 16 Millionen Dollar.

Der Club erlebte in seiner kurzen Existenz schon alle Höhen und Tiefen.

Head Coach wurde der ehemalige USC Trainer John McKay. Seine Trojans waren sehr siegreich, und das erhoffte man sich jetzt auch für die Profis. Es wurde ein böses Erwachen.

Die erste Wahl in der Draft war Defensive Tackle Lee Roy Selmon. Sein Bruder Dewey wurde in der zweiten Runde genommen. Quarterback Steve Spurrier, der ehemalige Heisman Trophy Sieger, kam von den 49ers, und die erste Saison konnte beginnen.

Ein paar Niederlagen zu Beginn waren eingeplant, aber keine 0-14 Saison. Und so ging es im zweiten Jahr weiter. Erst nach 26 Niederlagen in Folge konnte im 27. Spiel, gegen New Orleans, der erste Sieg, ein 33:14, gefeiert werden. Die längste Niederlagenser ie in der Geschichte der NFL hatte ein Ende gefunden.

Die Defense, die schon diesen Sieg gesichert hatte, wurde die treibende Kraft des Teams in den folgenden Jahren. Die zweite Saison konnte mit 2-12, und die dritte mit 5-11 Punkten beendet werden.

Der Durchbruch gelang in der vierten Saison. Doug Williams, den man spätestens seit dem Super Bowl Sieg der Redskins gegen Denver kennt, war der erste schwarze Athlet, der es auf der Position des Quarterbacks zu etwas brachte. Auf seinem starken Arm lag das Schicksal der Offense.

In ihrem zweiten Jahr waren die Bucs in die NFC Central versetzt worden, und 1979 konnten sie diese gewinnen. Nicht nur das, sie kamen sogar ins NFC Endspiel, wo sie mit 0:9 gegen die Rams verloren. So schnell war noch kein neuer Club nach oben gekommen.

1980 schien die Defense sich freigenommen zu haben, doch 1981 war sie wieder zurück, und der zweite Divisionstitel wurde gewonnen. Diesmal allerdings zeigten die Cowboys Tampa Bay im Play-off-Opener ihre Schranken.

Auch im Streikjahr 1982 kam Tampa in die Playoffs, aber wieder war Dallas die Endstation, diesmal mit 30:17.

1983 ging Doug Williams in die USFL, und das Team gewann nur zwei Spiele. 6-10 Punkte im folgenden Jahr brachten die schlechte alte Zeit zurück, und Head Coach John McKay mußte gehen. Leeman Bennett wurde sein ebenso glückloser Nachfolger.

Eine Zeit lang war Ray Perkins der Anführer der Buccaneers, und man hatte das Gefühl, die Mannschaft wäre bereit zu größeren Taten. Aber weit gefehlt. Am 10. Januar 1992 unterschrieb Sam Wyche den Vertrag des Head Coachs. Perkins konnte der Mannschaft auch nicht nach oben helfen. Wyche hatte vor kurzem die Bengals in ihren zweiten Super Bowl geführt. Davon träumte nun auch Hugh Culverhouse.

5-11 Punkte war Wyches erste Bilanz im sonnigen Florida. 267 erzielten Punkten standen 365 auf der negativen Seite gegenüber. 1993 die selbe Bilanz und es waren keine Ansätze zu Besserung zu sehen. Mittlerweile hatte Wyche Quarterback Vinny Testaverde nach Cleveland abgegeben und Craig Erickson zum Starter gemacht.

Testaverde hatte als Miami Hurricane im College die Heisman Trophäe gewonnen und war noch von Ray Perkins gedraftet worden. Aber wie so oft konnte dieser Spieler den Ruhm vom College nicht in gutes Spiel in der NFL umsetzen.

Nach dieser Saison starb Culverhouse nach einer langen schweren Krankheit und so blieb ihm eine weitere lausige Saison seines Teams erspart. Das bedeutete auch das Ende von Sam Wyches Aufenthalt in Tampa Bay.

Nun versuchte man es im sonnigen Florida mit Tony Dungy als Head Coach und einem neuen Outfit. Pewter Power ist angesagt. So heißt die neue Teamfarbe, die extra für die Bucs erfunden wurde. Sie würden viel Pewter brauchen, um Power zu bekommen.

Aber das neue Outfit wirkte. Die Buccaneers konnten vor allem auf die Running Backs Mike Alstott und Warrick Dunn setzen, die beide in den Pro Bowl kamen.

In der Defense verprügelte Warren Sapp seine Gegner, daß ihnen hören und sehen verging.

So schafften es die Buccaneers trotz Trent Dilfer als Quarterback in die Playoffs. Wenn jetzt noch ein vernünftiger QB zum Team käme, wäre alles möglich.

Das neue Stadion der Tampa Bay Buccaneers wurde 1998 fertig und heißt Raymond James Stadion. Der 168 Millionen Dollar Bau trägt somit den Namen einer Finanzierungsgesellschaft, die in St. Petersburg beheimatet ist.

Und in ihm spielten sich die Buccaneers in die Playoffs. Defense hieß das Stichwort der Saison 1999, denn die Offense lag in der Wertung aller NFL Teams nur auf Platz 28.

Glück war, daß sich Trent Dilfer in der Saison `99 verletzte. Dadurch kam Rookie Shaun King zum Einsatz, der eine hervorragende Leistung bot.

Erst im NFC Endspiel mußten sich die Bucs dem späteren Super Bowl Sieger aus St. Louis geschlagen geben.

King war jedoch nicht in der Lage, diese Leistung auch in der Saison 2000 zu bringen. Zwar mogelten sich die Buccaneers durch die Leistung der Defense in die Playoffs, aber hier war gegen die übermächtige Defense der Eagles schon im Wild Card Spiel Schluß.

2001 setzte Tony Dungy auf Brad Johnson als Quarterback, der von Washington entlassen wurde. Anderer Quarterback, selbes Ergebnis: Zwar mogelten sich die Buccaneers durch die Leistung der Defense in die Playoffs, aber hier war gegen die übermächtige Defense der Eagles schon im Wild Card Spiel Schluß.

Dungy zahlte den Preis für seine eigenen Leistungsansprüche, die er geweckt hatte, er mußte gehen. Sein Nachfolger wurde Jon Gruden, der an den Leistungsansprüchen, die er selber in Oakland geweckt hatte, gescheitert war.

Doch für Gruden war die Zeit des Scheitern Geschichte. Während Dungy in Indianapolis stümperhaft vor sich hin wurstelte, führte Gruden Tampa Bay auf den ersten Platz in der neugegründeten NFC South. Gruden führte Tampa Bay zum Sieg über die 49ers in den Divisional Playoffs. Gruden führte Tampa Bay zum Sieg im NFC Endspiel über die Philadelphia Eagles IN Philadelphia. Und Gruden führte Tampa Bay zum Sieg in Super Bowl XXXVII gegen sein altes Team, die Oakland Raiders.

Bei diesem 45:20 Erfolg über sein altes Team, der eher einem Trainingsspiel für die Buccaneers glich, kam Gruden zugute, daß sein Nachfolger in Oakland nichts, aber auch gar nichts am Spielplan, den Gruden noch entwickelte, geändert hatte.

Gruden wußte ALLES, was die Raiders vorhatten schon im Voraus und es wäre schwieriger für ihn gewesen, einem Kind den Lutscher zu klauen, als dieses Spiel zu verlieren.

So führte er die Tampa Bay Buccaneers bereits in seinem ersten Jahr als Head Coach in die höchsten Gefilden des professionellen Footballs.

Nach diesem Super Bowl Sieg im Jahr 2003 hatte Jon Gruden sein Pulver aber schon verschossen und sein Zauber war verflogen.
Einzig seine immer größer werdende Ähnlichkeit zur Mörderpuppe Chucky war noch erwähnenswert.

Nach der Saison 2005 erreichten die Bucs noch mal die Playoffs und mussten in den Wild Cards gegen die Redskins antreten.
Das Spiel ging mit 17:10 an Washington, das zum ersten Mal seit 1999 wieder in die Playoffs kam.

Nach der Saison 2007 ging es wieder gegen ein NFC East Team in den Wild Cards. Dieses Mal sorgten die Giants mit einem 24:14 für das Aus der Bucs.

Nach der Saison 2008 merkten endlich auch die Besitzer der Bucs, daß es mit dem Erfolglosen Jon Gruden keinen Zweck mehr hatte.

Er wurde gefeuert und nahm diese Botschaft sehr negativ auf. Von Einsicht über sein Unvermögen keine Spur.

Raheem Morris wurde am 17. Januar 2009 der achte Head Coach der Buccaneers. Von 2002 an war er im Trainerstab der Defense Tampa Bays tätig. In der Saison 2006 ging er für ein Jahr zu den Chiefs, um nach der Saison wieder nach Florida zurückzukehren.

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Division: NFC South
Gegründet: 1976
Größter Erfolg bisher: Super Bowl XXXVII gewonnen

Tampa Bay Buccaneers

 

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