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Barry Sanders

Barry Sanders - Running Back
Geboren: 02.01.68
Gedraftet: In der 4. Runde 1990 von den Miami Dolphins
College: Utah

Ausgestattet mit einem neuen Vertrag, der ihn zu einem der reichsten Spieler der NFL machte, ging Barry Sanders in die Saison 1997.

Würde er mit all diesen Dollar Millionen, die in seinen Taschen stecken, immer noch wie ein Wiesel durch die Gegnerischen Verteidigungen schlüpfen, oder würde ihn der neue Reichtum eher noch mehr beflügeln. So oder so war Barry Sanders einer der Running Backs, die es immer lohnte anzusehen. Wie oft hatte er aus keiner Lücke noch einen Touchdown gemacht? Wie oft dachte man schon, daß er im Backfield zu Boden gebracht würde, und dann wurde doch ein 60 Yards Touchdownlauf daraus?

Sanders war ein Running Back, der in jeder Lage Herr der Situation war. Wie sonst wäre er wohl 1996 der erste Spieler der NFL geworden, der in drei aufeinanderfolgenden Saisons über 1.500 Yards lief? Wie sonst wäre er wohl der erste Spieler der NFL geworden, der in ACHT aufeinanderfolgenden Jahren über 1.000 Yards lief. Dabei handelte es sich übrigens um die acht Jahre, die er überhaupt in der NFL spielte.

Schon in seiner Rookiesaison, 1989, verpaßte Sanders die 1.500 Yards nur um 30 Yards. Damit egalisierte er den Rekord von Billy Sims. Seine 14 Touchdowns in dieser Saison bedeuteten allerdings einen neuen Vereinsrekord.

Als Rookie des Jahres wurde er zudem auch noch sofort nach Hawaii in den Pro Bowl geschickt.

Das erste 100 Yards Spiel seiner Karriere gelang ihm am 24. 9. gegen Chicago. Schon in der ersten Halbzeit hatte er 108 Yards in 14 Läufen erreicht. 126 Yards und ein Touchdown standen am Ende des Tages auf seinem Konto.

Am 8. 10. Spielte Sanders die Vikings in Minnesota schwindelig. Deren Head Coach, Jerry Burns, bat die Schiedsrichter allen Ernstes das Trikot von Sanders zu überprüfen, ob es nicht mit Vaseline eingerieben worden sei.

Auch in seiner zweiten Saison, 1990, ging es wieder in den Pro Bowl. Mit 1.304 Yards aus 255 Läufen holte sich Sanders den Titel des besten Running Backs der Liga. 13 Touchdowns standen auf seinem Konto. Damit wurde er der erste Lion seit 1940, der diesen Titel gewinnen konnte. Damals war es Byron „Whizzer“ White, mit 514 Yards, der das schaffte.

Mit 96 Punkten war er außerdem der erste „Nicht“ Kicker, der seit 1968 in einer Saison für die meisten Punkte der Lions sorgte. Damals waren es Mel Farr und Bill Gambrell mit jeweils 42 Punkten, die das bewerkstelligten.

In dieser Saison bewies Barry Sanders auch, daß er zu mehr zu gebrauchen war, als den Ball nur zu tragen. Mit seinem ersten Paßtouchdown gegen Minnesota stellte er seine Gefährlichkeit auch auf diesem Gebiet unter Beweis.

Drittes Jahr, dritter Pro Bowl. Auch nach der Saison 1991 reiste Barry Sanders wieder nach Honolulu, Hawaii. Im Gepäck hatte er eine Saison mit der NFL Bestmarke von 17 Touchdowns und der ersten Play-off- Saison der Lions mit ihm. Den Titel des besten Running Backs verpaßte er mit 1.558 Yards nur knapp. Mit 102 Punkten wurde er der erste „Nicht“ Kicker der Lions, der mehr als 100 Punkte in einer Saison erzielte.

Den längsten Touchdownlauf seiner Karriere erzielte er am 29. September gegen die Bucs. Diese hetzten ihm 69 Yards lang erfolglos hinterher.

1992 konnte Sanders nur den vierten Platz der NFL Running Backs belegen und das mit nicht so schlechten 1.352 Yards. In den Pro Bowl schaffte er es damit dennoch. Und sogar die wichtigste Ehre, die ein Footballspieler heutzutage erreichen kann wurde ihm zuteil, Barry Sanders wurde ins All-Madden Team berufen.

1993 führte Sanders die NFL mit 1.052 Yards an. Bis zum Thanksgiving Day Spiel gegen Chicago. Hier verletzte er sich am Knie und mußte die letzten fünf Saisonspiele aussetzen. Zuvor hatte er in seiner Karriere erst zwei Spiele wegen Verletzung pausieren müssen.

In den Play-offs war Sanders nach seiner Rehabilitation wieder da. Allerdings konnte auch er trotz seiner 169 Yards nichts an der 24:28 Niederlage seiner Lions gegen die Packers ändern.

Zum Pro Bowl war er zwar wieder eingeladen, aber wegen seiner vorhergegangenen Verletzung reiste er nicht nach Hawaii.

Das Jahr 1994 bezeichnet der Media Guide der Detroit Lions als das beste in der Karriere des Barry Sanders. Mit 1.883 Yards stellte er einen neuen persönlichen und Clubrekord auf. In der Geschichte der NFL bedeuten diese 1.883 Yards Platz vier der Bestenliste.

Mit 237 Yards gegen Tampa Bay stellte er am 13. 11. einen neuen Clubrekord für gelaufene Yards in einem Spiel auf.

Ebenfalls gegen die Buccaneers erzielte er am 2. 10. mit 85 Yards den längsten Lauf seiner Karriere. Dabei verlor er sogar einen Schuh, als er gerade die Line of Scrimmage überquerte.

Auch in dieser Saison zeigte er wieder, daß er für die Offense unersetzbar ist, denn 44 gefangene Pässe gehen zusätzlich auf sein Konto. Dabei sprang jedoch nur ein Touchdown raus, gegen die Jets.

In den Play-offs hatten die Verteidiger der Packers Sanders dann aber besonders im Auge. Sie hielten ihn in 13 Läufen auf MINUS 1 Yard.

An seinem jährlichen Urlaubstrip nach Honolulu änderte das natürlich nichts mehr.

So auch nach der Saison 1995. Seit Barry Sanders in die NFL kam, fand kein Pro Bowl mehr ohne ihn statt. Zum siebten Mal in Folge bekam Sanders seine Einladung ins Spiel der besten der Besten. In der Saison legte er genau 1.500 Yards mit dem Ball zurück. Aber auch 48 Pässe fing er, für 398 Yards und einen Touchdown.

Am 17. September 1995 fand eine Serie ihr Ende, die ihresgleichen sucht. Nach 803 Ballberührungen (703 Läufe und 100 gefangene Pässe) verlor Sanders den Ball. Zuletzt hatte er am 6. Dezember 1992 gegen Chicago gefumbelt.

Dafür lief Sanders am 15. 10. mit 75 Yards gegen Cleveland den längsten Touchdown seiner Karriere.

Gegen Houston, am 10. Dezember, lief Sanders für 54 Yards. Damit wurde er erst der 10. Spieler der NFL, der die 10.000 Yards Barriere übertraf.

Aber wenn die Play-offs kommen, haben die Gegner sich offensichtlich auf ihn eingeschossen. In Philadelphia erzielte Sanders nur 40 Yards in 10 Läufen.

In der Saison 1996 erreichten die Lions die Play-offs erst gar nicht. Dennoch war die Saison für Barry Sanders wieder recht erfolgreich. An ihm lag es also ganz bestimmt nicht. Allerdings mußte er im letzten Spiel der Saison einen ganz schönen Endspurt hinlegen, um der beste Läufer der Saison zu werden. Terrell Davis von den Denver Broncos hatte 1.538 Yards vorgelegt, als die Lions im letzten Monday Night Spiel des Jahres nach San Francisco mußten. Barry Sanders brauchte noch 161 Yards, um ihn zu überholen. Am Ende des Spiels hatte er 175 Yards erlaufen, und den Titel des besten Running Backs in der Tasche. Die 1.553 Yards aus 1996 bedeuteten auch sein zweitbestes Ergebnis überhaupt. Natürlich fehlte auch jetzt wieder nicht die Einladung in den Pro Bowl, die achte in den acht Jahren seiner NFL Karriere.

Zusätzlich wurde Sanders der erste Spieler der NFL, der in drei aufeinanderfolgenden Jahren über 1.500 Yards lief. Und er wurde der erste, der in acht Jahren in Folge mehr als 1.000 Yards erzielte. Damit übertraf er Eric Dickerson von den Rams, der es auf sieben brachte.

Die neue Offense der Lions sah 1997 für Barry Sanders einen Full Back als Vorblocker vor. Die Frage war jetzt, ob Sanders noch mehr Yards dadurch erzielen würde, oder ob er nicht öfter in seinen Vorblocker läuft?

Die Antwort war überwältigend. Barry Sanders holte 1997 2.053 Yards und das vornehmlich doch ohne den zunächst vorgesehenen Vorblocker..

Die Fans mußten bis zum letzten Spieltag warten, ob Barry Sanders die 2.000 Yardsgrenze würde durchbrechen können. Die Jets hatten Sanders in der 1. Halbzeit gut im Griff. Nur 20 Yards hatten sie ihm bis dahin erlaubt. Nachdem er ihnen in der 2. Hälfte aber zunächst in einem Lauf über 47 Yards entwischt war, war die Barriere gebrochen. Ein weiterer sehr guter Lauf über 53 Yards und viele gute kleinere Läufe brachten Sanders dann doch noch ins Geschichtsbuch der NFL.

Barry Sanders hatte für seine Gehaltserhöhung viel geliefert. Von wievielen NFL Stars kann man das noch behaupten???

Sanders wurde nicht nur in den Pro Bowl berufen, sondern auch zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt. Diesen Titel mußte er sich allerdings mit Quarterback Brett Favre von den Packers teilen.

Die anhaltende Bedeutungslosigkeit jedoch machte Sanders schwer zu schaffen.

Nach der Saison 1998 erklärte er seinen Rücktritt. Nicht ohne einen Skandal, der auf seine schwere Situation in einem armseligen Team aufmerksam machte, denn erst als das Trainingscamp 1999 schon begonnen hatte, ließ Sanders durch seinen Agenten mitteilen, daß er nicht mehr für die Lions spielen würde.

Persönlich ließ er nichts mehr von sich sehen oder hören. So kam es zum eher unrühmlichen Ende eines Helden des Grillrosts, der noch viel mehr hätte erreichen können.

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