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brees0502Wie alle AFL Clubs, so haben auch die Chargers am Anfang eine Menge Geld verloren. Heute jedoch gehören sie zu den reichsten Clubs der NFL.

Die Chargers wurden 1960 von dem Hotel Baron, Barron Hilton, gegründet. Gleich in ihrer ersten Saison erreichten sie das erste AFL Endspiel, das sie mit 24:16 gegen Houston verloren. Dieselbe Prozedur wiederholte sich im nächsten Jahr mit einer 10:3 Nieder lage gegen die Oilers. Da allerdings waren die Chargers schon von Los Angeles, wo sie zuerst spielten, nach San Diego umgezogen. Die Zuschauerzahlen in Los Angeles waren auf unter 10.000 pro Spiel gesunken, und San Diego war ein footballhungriges Pflaster. Und die Fans bekamen auch direkt etwas zum Jubeln, denn Coach Sid Gillmans fröhliche Passer brachten Spaß und Spannung in eine Liga, die Aufsehenerregendes brauchte, im Kampf mit der NFL.

1963 gewannen die Chargers dann endlich die AFL Meisterschaft mit einem 51:10 Sieg gegen die Boston Patriots.

1964 und 1965 kamen sie wieder als Verlierer aus den Endspielen, beide Male verloren sie gegen Buffalo.

Das Team konnte auch weiter oben mitmischen, aber es folgten keine weiteren Meisterschaften mehr.

1966 wurde der Club für 10 Millionen $ verkauft, und drei Jahre später mußte Gillman aus gesundheitlichen Gründen kündigen.

Der größte Teil der Siebziger verlief miserabel.

Die Chargers wurden von 1972 bis 1975 regelmäßig letzte in der AFC West. Erst 1978 fand San Diego einen Coach, der Sid Gillman ersetzen konnte. Das war Don Coryell, der auch nur einen Weg zum Sieg kannte, den Paß. In nur einem Jahr waren die guten Zeiten w ieder zurück. Die Chargers waren wieder auf Titeljagd.

1980 und 1981 erreichten sie jeweils das AFC Endspiel, aber beide male verloren sie. 1980 mit 34:27 gegen Oakland und 1981 mit 27:7 gegen Cincinnati. Bei diesem Spiel war es so kalt, daß der NFL Vorsitzende Pete Rozelle ernsthaft daran dachte, es zu verleg en. 59 Grad unter Null legten die von Quarterback Dan Fouts angeführte Luftwaffe lahm, und das war's.

Dennoch kamen acht Chargers in den 81er Pro Bowl, diesen Tribut zollte die Liga ihrem Spiel.

Und es waren wirklich die besten Offense Spieler der Liga, die in diese Auswahl berufen wurden: WR Kellen Winslow, WR John Jefferson, QB Dan Fouts, WR Charlie Joiner, G Doug Wilkerson. Und sogar drei Verteidiger waren darunter: DE Fred Dean, DT Louie Kelch er und DT Gary Johnson. Dabei war es wirklich die Defense, die verhinderte, daß die Chargers den Super Bowl erreichten. Egal, wieviel Punkte die Offense auf die Anzeigentafel zauberte, die Defense erlaubte meist noch mehr.

Deshalb konnte San Diego nie ganz nach oben gelangen und mitten in der Saison 1986 kündigte Don "Air" Coryell. Sein Nachfolger wurde der Engländer Al Saunders.

Am Ende der Saison 1986 gab auch Dan Fouts seinen Rücktritt bekannt. Er war einer der größten Quarterbacks aller Zeiten. In 14 Jahren passte er für 43.043 Yards, das machte ihn zum zweitbesten in der ewigen Bestenliste hinter Fran Tarkenton.

Saunders wurde nach drei erfolglosen Saisons abgelöst von Dan Henning. Der brachte das Kunststück fertig, noch schlechter zu sein als Saunders, so daß seit 1992 Bobby Ross der Head Coach in San Diego war.

Nachdem Henning in seinem letzten Jahr nur vier Spiele gewinnen konnte, führte Ross das Team in seiner ersten Saison zu 11 Siegen. Dem folgte eine 8-8 Saison, bevor es 1994 ab in den Super Bowl ging. Was dort geschah war das übliche Schlachtfest in der Dose. Die 49ers waren auf dem Weg zu ihrem fünften Super Bowl Titel und dabei standen die Chargers ihnen nicht im Weg. Das Endergebnis von 26:49 für die Niners schmeichelte den Chargers noch sehr.

Ross blieb noch bis 1996 bei einem Chargers Team, das wieder seine wahre Qualität ausspielte die da hieß: „Nur nicht auffallen.

Seit 1997 führte Kevin Gilbride das Team. Er machte das 22 Spiele lang, dann wurde er in der laufenden Saison 1998 gegen June Jones ausgetauscht. Gilbride holte eine Bilanz von 6 Siegen und 16 Niederlagen. Jones durfte 10 Spiele lang den Head Coach der Chargers markieren, dann war nach drei Siegen und sieben Niederlagen auch für ihn Schluß.

1998 war dann das ganz große Jahr. In der Draft waren zwei Quarterbacks, die die NFL von unten aufrollen sollten. Der eine war Peyton Manning, den sicherten sich die Colts, und der andere war Ryan Leaf. Während der eine solide Leistungen brachte und schnell die Härte der NFL lernte, war der andere nicht so toll.

Leaf war nicht DIE Entdeckung, wie Manning sie bei den Colts war. Pech war, daß er sich bei einer freiwilligen Trainingseinheit im Juni 1999 schwer verletzte. Er riß sich eine Sehne im Wurfarm, so daß der neue Head Coach, er hörte auf den Namen Mike Riley, ohne ihn planen mußte. Als Leaf dann von der Verletzung zurückkam, fiel er vor allem durch mangelnden Trainingsfleiß auf. Hierfür wurde er für vier Wochen vom Team suspendiert.

Nichts wesentliche anderes gab es 2000 und 2001 zu vermelden.

Im Januar 2002 wurde der altgediente Marty Schottenheimer der nächste Head Coach der Chargers. Er führte das Team zu 8-8 Punkten aber dennoch reichte es nur zum letzten Platz in der AFC West.

Im Jahr 2003 gab es nur zwei erwähnenswerte Vorkommnisse.
Am 27. Oktober mussten die Chargers ihr Heimspiel gegen die Dolphins ins Sun Devil Stadium in Arizona verlegen.
Wegen verheerender Waldbrände um San Diego herum wurde das Qualcomm Stadium als Zufluchtsort für die vom Feuer vertriebenen gebraucht.

Running Back LaDainian Tomlinson wurde der erste Spieler der NFL, der in einer Saison über 1.000 Laufyards erzielte und über 100 Pässe fing.

In der Draft 2004 dürfen die Chargers als erste wählen und sie entschieden sich für Quarterback Eli Manning. Der maulte aber schon rum, daß er für San Diego nicht spielen wollte. Die Chargers tauschten ihn zu den Giants und bekamen dafür Quarterback Philip Rivers, den die Giants an fünfter Stelle einberiefen, dazu die Wahlmöglichkeiten der Giants in der dritten Runde 2004 und in der ersten und fünften Runde der Draft 2005.

Mit ihrem ersten zu Null Sieg seit 1993 sichern sich die Chargers den ersten Gewinn der AFC West seit 1994. Im eiskalten, verschneiten Cleveland schlugen sie die Browns am 19. Dezember mit 21:0.
In den Playoffs war allerdings schon in den Wild Cards Schluß, die Jets gewannen mit 20:17 nach Verlängerung.

Am 14. Januar 2005 unterschrieb Head Coach Marty Schottenheimer eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre.
Am 18. September läuft LaDainian Tomlinson im 14. Spiel in Folge einen Touchdown, NFL Rekord.

Mit der zur Ruhe Setzung von Trikotnummern sind die Chargers äußerst sparsam. Erst eine Nummer, die 14 von Quarterback Dan Fouts, wurde zur Ruhe gesetzt. Am 20. November wurde die Nr. 19 als zweite Trikotnummer zu Ehren von Hall of Fame Wide Receiver Lance Alworth zur Ruhe gesetzt.

Am 12. November 2006 erlebten die Zuschauer in Cincinnati ihr blaues Wunder. Die Bengals führten zur Halbzeit mit 28:7. Da musste der Sieg nur noch gesichert werden.
Die Chargers aber gewannen die zweite Halbzeit mit 42:13 und das Spiel mit 49:41, eine unglaubliche Aufholjagd.

LaDainian Tomlinson stellte weiter Rekorde auf. Er wurde der erste Spieler der NFL, der in drei Spielen in einer Saison jeweils vier Touchdowns erzielte.
Am 17. Dezember erzielte er seinen 99. und 100 Lauf-Touchdown, so früh wie kein Spieler zuvor. Er bricht auch Paul Hornungs Saisonrekord für Lauftouchdowns, den der 1960 aufstellte. 28 Touchdowns lief Tomlinson in der Saison 2006.

Die Saison beendete San Diego als bestes Team der AFC. Der Heimvorteil erwies sich aber als nutzlos, denn die Patriots gewannen das Divisional Playoff Spiel mit 24:21.

Da Marty Schottenheimer zwar Siege in den Saisonspielen vorweisen kann, aber nicht in den Playoffs, wurde er am 12. Februar 2007 gefeuert. Sein Nachfolger wurde am 19. Februar Norv Turner.
Turner hatte schon bei den Redskins und den Raiders als Head Coach völlig versagt, deshalb war diese Entscheidung eine große Überraschung.
Das Team ließ sich von seinem Führungsstil nicht irritieren und zettelte während der Saison eine kleine Revolution an. Turner verstand, und passte seine Spielzüge auf die Talente des Teams an und versuchte nicht mehr, Spielzüge durchzusetzen, für die das Personal gar nicht vorhanden war.
So konnten am Ende der Saison doch die Playoffs erreicht werden. Das Wild Card Spiel gewannen die Chargers mit 17:6 gegen Tennessee.
Im Divisional Playoffspiel schockte San Diego die Footballwelt. Sie gewannen in Indianapolis mit 28:24 gegen die Colts, den Titelverteidiger.

Im AFC Endspiel war dann aber Endstation, die Patriots gewannen mit 21:12.

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Division: AFC West
Gegründet: 1960
Größter Erfolg bisher: Teilnahme an Super
Bowl XXIX

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