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Division: AFC North
Gegründet: 1933
Größter Erfolg bisher: Super Bowl IX, X, XIII, XIV, XL und XLIII gewonnen

Pittsburgh
Steelers

Maddox02Die Steelers hatten einen astreinen Super Bowl Rekord: Vier Teilnahmen, vier Siege. Dann kam es Anfang 95 zur Neuauflage des legendären Klassikers gegen die Cowboys. Danach standen fünf Teilnahmen weiter nur vier Siege gegenüber.

Art Rooney gründete den Club 1933, und in 40 Jahren durfte er nur sieben positive Saisons erleben, bis Pittsburgh in den Siebzigern eine Dynastie wurde.

Als das Team unter dem Namen Pirates gegründet wurde, mußte es bis 1942 warten, bevor es seine erste positive Saison erlebte.

Das absolute Tief kam zwei Jahre später, als es sich, bedingt durch den 2. Weltkrieg, mit den Cardinals zusammenschloß für die 1944er Saison. Das Team wurde im Volksmund der Teppich genannt, weil jede Mannschaft, gegen die es spielte, über es lief.

Die Ankunft von Coach Bobby Parker, 1957, brachte ein kurzes Zwischenhoch mit vier positiven Saisons in sechs Jahren, aber erst 1969 begann das richtige Hoch. Der Mann, der dieses Wunder bewerkstelligte, war Coach Chuck Noll.

Noll hatte unter Don Shula das Defensive Backfield der Colts trainiert, und der 37jährige bildete die Steelers durch die College Draft. Sein erstes Jahr zeigte wohl kaum, was noch kommen sollte. Nach einem Eröffnungssieg gegen Detroit wurden alle weiteren Spiele verloren. Dadurch aber bekamen sie die erste Wahl in der nächsten Draft. Noll entschied sich für Quarterback Terry Bradshaw, der der Grundstein der Offense in den glorreichen Jahre wurde. Aber er war ja erst der Anfang. Nolls Fähigkeiten junge Talente zu entdecken trug reife Früchte.

1972 war die junge Truppe gut genug, die Central Division zu gewinnen, bevor sie in den Playoffs den Dolphins zum Opfer fiel. Die Verteidigung des Teams war zu einer furchtbaren Macht geworden, die man The Steel Curtain ( Stahl Vorhang ) nannte.

1974 kam Pittsburgh in den Super Bowl gegen Minnesota. 42 Jahre hatte man darauf gewartet ein Endspiel zu erreichen, und man wollte unbedingt gewinnen, um nicht weitere 42 Jahre auf einen Triumph warten zu müssen. Der Stahl Vorhang erlaubte den Vikings nur 17 Laufyards in einem 16:6 Sieg. Wann würde man je wieder einen Meisterschaftstitel erringen können?

Wie wäre es nur 12 Monate später mit einem 21:17 gegen Dallas ?

Nur drei Jahre später standen sich diese beiden Teams wieder im Super Bowl gegenüber und es wurde der beste Super Bowl aller Zeiten. Bradshaw überwarf Dallas Doomsday II Defense mit 328 Yards und vier Touchdowns, um sein Team zu einem 35:31 Sieg zu führen.

Ein Jahr später standen die Steelers zum vierten Mal im Super Bowl, und zum vierten Mal gewannen sie ihn. Diesmal mußten die Los Angeles Rams eine 31:19 Niederlage einstecken, um Pittsburgh den NFL Rekord in Sachen Super Bowl Siegen zu gestatten. Die achtziger Jahre kamen, und die alten Stars gingen. Klar, daß der Erfolg mitging.

Zudem schien Noll seine hellseherischen Fähigkeiten im entdecken junger Talente verloren zu haben. 1991 erklärte er, daß er genug habe. Dazu führten wohl auch die schlimmer werdenden Anfeindungen in der Presse. Die Ära Noll war zu Ende... Es begann die Ära des neuen Super Bowl Trainers der Steelers, die Ära Bill Cowher.

Cowher führte die Steelers sofort wieder in die Playoffs. 1992 und 93 verloren sie jeweils sofort das erste Spiel, aber 1994 kamen sie ins AFC Endspiel. In einem mittelmäßigen Spiel zweier Teams, die wußten, daß sie nur das Schlachtopfer für die 49ers sein würden, verloren sie knapp mit 13:17 gegen San Diego. Doch 1995 war ihre Zeit gekommen. Dieses mal gewannen sie praktisch in letzter Sekunde gegen die Indianapolis Colts. Der Super Bowl war wieder erreicht. Hier warteten die Dallas Cowboys auf sie. Dallas war ein 17 Punkte Favorit auf den Sieg. Dann jedoch kam es fast ganz anders. Die unglaubliche Arroganz der Cowboys brachte sie beinahe um den traditionellen Sieg der NFC über die AFC. Pittsburgh hatte seine Chancen. Diese jedoch wurden nicht genutzt und es kam, wie es kommen mußte... Dallas gewann.

1996 zogen die Steelers die Colts genauso überzeugend ab, wie sie eine Woche später von den Patriots abgezogen wurden. Im AFC Wild Card Spiel gewannen sie mit 42:14 gegen Indianapolis. Im Divisional Playoff Spiel behielt New England mit 28:3 die Oberhand und zog ins AFC Endspiel ein.

1997 wieder eine erfolgreiche Saison mit unversöhnlichem Abschluß. In den letzten vier Jahren fanden drei AFC Endspiele im Three Rivers Stadium statt. Alle gingen verloren.

Vor der Saison 1998 gingen den Steelers durch die Free Agent Regelung viele Top Spieler, besonders in der Defense, verloren. Viel Arbeit lag vor Head Coach Bill Cowher. Arbeit, die nicht zu bewältigen war. Auch das sture Festhalten an Quarterback Kordell Stewart zeugte nicht von unbedingtem Fachverstand. So gewann Pittsburgh denn auch nur 7 Spiele.

Der Aderlass der Steelers setzte sich 1999 fort. Wollten die Spieler das sinkende Schiff verlassen? Im Pro Bowl nach der Saison 1999 standen fünf ehemalige Spieler der Steelers. Spieler, die der Mannschaft in der Saison fehlten.

Trotz einer Saison mit nur noch sechs Siegen hielt der Vorstand weiterhin an Head Coach Bill Cowher fest. Das war, wie die Saison 2001 zeigte, die richtige Entscheidung. Obwohl man fast die gesamte Saison ohne den Dauerverletzten Running Back Jerome Bettis spielen mußte, erreichte das Team die Playoffs.

Hier schlugen die Steelers in den Divisional Playoffs den amtierenden Weltmeister, die Baltimore Ravens, bevor erst im AFC Endspiel gegen den späteren Super Bowl Sieger aus New England die Endstation kam.

In der Saison 2002 mußte sich Pittsburgh gegen die erstarkten Brown kräftig wehren. Dazu kam eine Quarterback Kontroverse, die allerdings schnell zugunsten von Tommy Maddox geregelt wurde und somit kein großer Faktor wurde.

Mit 10 Siegen fünf Niederlagen und einem Unentschieden wurden die Steelers knapp vor Cleveland mit 9 Siegen und 7 Niederlagen Gruppenerster. Dennoch mußten die Steelers, als schlechtester Gruppensieger, in den Wild Cards antreten gegen... Cleveland.

Die Browns hatten sich im dritten Viertel einen komfortablen 33:16 Vorsprung erspielt und es sah so aus, als wäre das Spiel gelaufen. Das aber sahen die Steelers anders, die mächtig aufdrehten und die Partie in einem gigantischen Comeback noch mit 36:33 gewannen.

In den Divisional Playoffs ging es gegen die Titans gar in die Verlängerung. Da war dann allerdings Endstation für Pittsburgh. Tennessee gewann mit 34:31.

Mit einem 34:15 Sieg über die Ravens begann die Saison 2003 äußerst erfolgreich.

Sie endete aber erfolglos, denn mit nur sechs Siegen bei 10 Niederlagen blieben die Playoffs zum ersten Mal nach drei Auftritten dort, in unerreichbarer Ferne.

Angespornt durch die schlechte Saison 2003 schmolzen die Stahlarbeiter ihre Gegner in der Saison 2004 zusammen. Sie gewannen als erstes Team der AFC 15 Saisonspiele und verloren nur ein Spiel.

In den Playoffs kamen sie bis ins AFC Endspiel, wo aber die Patriots mal wieder als Sieger vom Platz gingen. Pittsburgh verlor mit 27:41.

Mit 11-5 Siegen in der Saison 2005 kamen die Steelers gerade so in die Playoffs. Hier mussten sie dreimal auswärts antreten.

Das Wild Card Spiel in Cincinnati gewannen sie mit 31:17. Dann mussten sie nach Indianapolis, wo sie mit einem denkbar knappen 21:18 den Platz verliessen.

Zum letzten Spiel mussten sie eine Meile hoch reisen, nach Denver. Aber auch in der dünnen Luft der Berge blieben sie mit einem überzeugenden 34:17 Sieger.

Endstation Super Bowl. Hier warteten die Seattle Seahawks als Überraschungsgast. Die Regularien der NFL hatten Pittsburgh zum Heimteam gemacht, und es war ein Heimspiel. Mehr schreckliche Handtücher wären auch in Pittsburgh nicht geschwungen worden.

21:10 endete das Spiel für die Steelers, die ihren fünften Super Bowl Sieg einfuhren.

Head Coach Bill Cowher äußerte schon seit einiger Zeit seine Gedanken darüber, in den Ruhestand zu treten. Nach einer durchwachsenen Saison 2006, die mit 8-8 endete, war es soweit.

Er beendete seine Zeit in Pittsburgh mit 161 Siegen, 99 Niederlagen und einem Unentschieden.

Mike Tomlin, aus dem eigenen Trainerstab, wurde am 22. Januar 2007 der Nachfolger Cowhers. Der 34-jährige Farbige war der jüngste Head Coach der je ein NFL Team leitete.

Und er leitete die Steelers direkt in die Playoffs.

Hier war allerdings direkt im Wild Card Spiel gegen die Jaguars Endstation. Jacksonville gewann mit 31:29 IN Pittsburgh.

In der Saison 2008 hatte Pittsburgh den schwersten Spielplan aller 32 NFL Teams. Sie scheiterten nicht daran, sondern wuchsen mit ihrer Aufgabe.

Mit 12-4 Siegen gewannen sie die AFC North mit einem Spiel Vorsprung vor den Ravens.

In den Divisional Playoffs hatten sie bei einem 35:24 Sieg über San Diego weniger Probleme, als das Ergebnis aussagt.

Im AFC Endspiel ging es wieder gegen die Ravens, den Divisionsrivalen. 23:14 stand es am Schluß für Pittsburgh.

Und wieder wartete im Super Bowl ein Überraschungsgegner, die Arizona Cardinals, die nun wirklich niemand auf der Rechnung hatte.

Und die Cards machten es den Steelers wirklich schwer. In einem der besten Super Bowls überhaupt holten sie die Steelers mit einem 27:23 ihren sechsten Ring.

In der Saison 2009 ging es Pittsburgh, wie vielen Super Bowl Teilnehmern und Siegern des Vorjahres, sie spielen unter ihren Möglichkeiten und erreichen die Playoffs nicht.

Pittsburgh gewann neun Spiele, kam aber nicht in die Endrunde. Ganz schlimm waren die Wochen 13 und 14. Hier verlor Pittsburgh erst mit 24:27 gegen Oakland und dann mit 6:13 gegen Cleveland, also zwei eigentlich todsichere Punktelieferanten. Das machte die Saison kaputt.

2011 begann ohne Ben Roethlisberger. Der Quarterback war von der Liga für die ersten vier Spiele suspendiert. Angeblich hatte er in einem Nachtclub seinen Superstar raushängen lassen und sich einer Frau unsittlich genähert.
Die Anzeige verlief zwar im Sand, aber Big Ben wurde dennoch bestraft. Es war nicht die erste Anzeige dieser Art gegen Roethlisberger, der sich weitere Eskapaden dieser und anderer Art leistete. Auch zum Team verlor er durch seine überhebliche Art immer mehr den Kontakt und den Rückhalt.

Pittsburgh startete aber trotzdem mit 3-1 Siegen in die Saison, bevor Roethlisberger wieder das Kommando übernahm.

Es war ein, angeblich, geläuterter Big Ben, der reumütig wieder in den Kader kam. Er beachtete und achtete seine Mitspieler auf einmal wieder und gab sich Kumpelhaft.

Den Steelers tat das gut, sie marschierten von Sieg zu Sieg.

Am Ende gewannen sie die NFC North mit 12-4 Siegen vor Baltimore, die auch 12-4 Spiele gewannen.

In der ersten Runde der Playoffs hatte Pittsburgh spielfrei und erwartete in den Divisional Runde die Ravens. Beide Saisonspiele waren schon äußerst knapp und das Heimteam gewann jeweils mit drei Punkten Vorsprung. Hier war es nicht viel anders, Pittsburgh gewann eine harte Schlacht mit 31:24, einem knappen, aber unerwartet hohen Ergebnis.

Im NFC Endspiel kamen die Jets nach Pittsburgh hereingeflogen, ein Team, das auf dem Höhenflug war und den Steelers alles abverlangte.

Die Steelers hatten die Jets in der ersten Halbzeit vollkommen im Griff und gingen mit 24:3 in die Pause.

Nach der Pause bestimmten die Jets das Spiel und Pittsburgh entkam nur knapp einer Niederlage.

Nachdem Pittsburgh 24 Punkte ohne Gegenpunkt vorlegte, erzielte New York 19 Punkte ohne Gegenpunkt.

Ben Roethlisberger blieb ohne Touchdownpass, warf aber zwei Interceptions.

Mark Sanchez warf 2 Touchdownpässe und blieb ohne Interception.

Doch es half nichts. Die Überlegenheit der Steelers in der ersten Halbzeit, rettete sie über die Ziellinie.

Nachdem die Jets 3:36 Minuten vor Spielende auf 19:24 herangekommen waren, kamen sie nicht wieder in Ballbesitz.

Damit kam es zu einem Super Bowl mit zwei Urgesteinen der NFL. Die Pittsburgh Steelers, gegründet 1933, 7 Super Bowl Teilnahmen mit 6 Siegen, trafen auf die Green Bay Packers, gegründet 1919, 4 Super Bowl Teilnahmen, 3 Siege.

Drei Playoffspiele hatte Green Bay auswärts gewonnen, damit hatten sie den vollen Respekt der Steelers, dachte man.

Doch die Offense der Steelers ging am Dienstag vor dem Super Bowl lieber auf eine Sauftour, als zur Ruhe und man hatte im gesamten Super Bowl den Eindruck, daß das den Ausschlag gab.

HIER ist das Video dazu.

 

Doch auch die Starverteidiger der Steelers, Troy Polamalu und James Harrison hielten sich auffällig zurück und konnten keine Akzente setzen.

Die setzte die Verteidigung der Packers und Aaron Rodgers.

Am Ende war es ein knapper, aber verdienter, 31:25 Sieg für Green Bay, der die Saison der Steelers beendete.

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