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Walter Payton

Walter Payton - Running Back
Geboren am 25.07.54 in Mississippi
Gedraftet: In der 1. Runde 1975 von den Chicago Bears
College: Jackson State

Walter Payton gehörte nicht nur zu den größten, er WAR der Größte.

Er verstarb am 1. 11. 1999.

Payton litt an einer schweren Leberkrankheit. Er hätte eine Plantation gebraucht, doch es war keine Spenderleber zur rechten Zeit zur Verfügung.

Hier ist sein Portrait.


Als Gott sagte: "Ich schaffe mir einen Running Back", schuf er O.J. Simpson. Als Gott sagte: "Ich schaffe mir einen Quarterback," schuf er Joe Montana. Als Gott sagte: "Ich schaffe mir den besten Footballspieler aller Zeiten," da erschuf er Walter Payton.

"Ich habe nie einen Läufer mit besseren Instinkten gesehen... Die NFL wird nicht viele wie ihn erleben," urteilte Jim Brown.
"Gratulation... Bevor deine Karriere beendet ist, werden meine Rekorde vergangen und vergessen sein," meinte O.J. Simpson.

Brown, der seine Karriere mit Abschluß der Saison 1965 beendete, gab sein Urteil ab, nachdem er 1975 eine Rookie-Vorstellung von Walter Payton gesehen hatte. Simpsons Telegramm erreichte Payton nach der Saison 1976. Beide, Brown und Simpson, gehörten zu den besten Running Backs, die jemals in der NFL gespielt haben. Soviel Lob aus ihrem Munde, das mußte schon etwas bedeuten. Und beide bewiesen Weitblick, denn Walter Payton jagte ihnen Rekord für Rekord ab, den sie aufgestellt hatten. Am Ende seiner Karriere nannte Payton 13 NFL Rekorde sein eigen.


Ob er wirklich der beste Footballspieler aller Zeiten war, wird noch lange ein Diskussionsthema sein. Wahr ist, daß er ein Ausnahmeathlet war.
   

Es ist schwer, die verschiedenen Stile, Zeitabschnitte und Umstände miteinander zu vergleichen, aber Payton war ein Allround-Spieler. Er konnte laufen, blocken und den Ball werfen. Er war ein Third Down Back, gut an der Goal Line und in Short Yardage Situationen. Er war ein exzellenter Passempfänger, und er konnte den Blitz blocken. Er konnte einfach alles.


Aber nicht nur auf dem Grillrost war Payton klasse, sondern auch als Mensch. Er hat auch heute noch immer einen Scherz auf den Lippen und den Schalk im Nacken. Damals 1976, nach seiner ersten 1.000 Yard Saison, schenkte er jedem seiner Offensive Linemen eine goldene Uhr, in die eingraviert war 'Danke für 1.000 Yards'. Kein Wunder, daß sein Spitzname Sweetness ist.


Manchmal, in besonders langweiligen Trainingssitzungen, sprang er einfach auf, schrie: "Hutt, hutt, hutt," und täuschte einen Spielzug an, bei dem er irgendjemanden tackelte. Oder er beschmiss den Coach an der Tafel mit Kirschkernen.


Seinen Collegefootball spielte Walter Payton an der Jackson State Universität, in seiner Heimatstadt Mississippi, da die großen Schulen nichts von ihm hielten und keine ihn ins Team aufnehmen wollte.


Er zeigte ihnen, wie falsch sie lagen, indem er der produktivste Punktelieferant in der Geschichte des Collegefootballs wurde. Er erzielte 66 Touchdowns, kickte 53 Extrapunkte nach Touchdowns und 5 Field Goals für insgesamt 464 Punkte. Er lief 3.563 Yards bei durchschnittlichen 6,1 Yards pro Lauf. Er fing 27 Pässe für 474 Yards, trug Punts zurück für 39 Yards und Kickoffs sogar für 43 Yards im Durchschnitt. Er vervollständigte 14 von 19 Pässen, vier davon für Touchdowns.


In der Draft von 1975 brauchten drei Mannschaften Verstärkung auf anderen Positionen. Atlanta nahm Quarterback Steve Bartkowski, Dallas nahm Defensive Tackle Randy White und Baltimore wählte Guard Ken Huff. Die vierte Wahl gehörte den Chicago Bears, und sie zögerten nicht lange bei Walter Payton.


1977 - sein bestes Jahr


Paytons Start bei den Profis war nicht gerade eine Sensation. In seinem ersten Spiel gegen Baltimore trug er den Ball achtmal, für 0 Yards. Und das, nach all den Schwierigkeiten, die die Bears hatten, seine Unterschrift zu bekommen. Die Chicago Winds aus der World Footballs League (einer Liga, die bloß eine Saison spielte), boten Payton einen derart hohen Vertrag, daß die Bears ihm einen Dreijahresvertrag über 150.000 $ pro Jahr bieten mußten. Das war der zweithöchste Vertrag, den Halas jemals einem seiner Spieler geboten hatte. Nun, wie auch immer, am Saisonende rechtfertigten seine 1.336 Gesamt- Yards diese Investition.


Sieben 100 Yards Laufspiele, inklusive einem 183 Yards Spiel gegen Seattle, waren 1976 genug, um sich den Titel des NFC Spielers des Jahres zu sichern. Payton verlor das Duell um den NFL Spieler des Jahres am letzten Spieltag gegen O.J. Simpson.


Seine größte Saison hatte er 1977. In 339 Läufen trug er den Ball für 1.852 Yards, und das brachte ihm den NFL Spieler des Jahres Titel. Mit 23 Jahren war Payton der jüngste Spieler, dem diese Ehre zuteil wurde. Dem Club nutzte das wenig, denn für lange Jahre bestand die Offense der Bears nur aus Walter Payton. Auch in der Verteidigung waren sie schon lange nicht mehr als die Monster des Mittelwestens gefürchtet. Bester Beweis hierfür war das Spiel gegen Minnesota in diesem Jahr. Hier stellte Payton mit 275 Laufyards einen neuen NFL Rekord auf, und die Bears gewannen diese Partie nur mit 10:7.


Payton erzielte zwei Hattricks 1978 - den dritten NFC Läufertitel des Jahres in Folge und den dritten Auftritt hintereinander im Pro Bowl.


1979 litt Payton an einer seiner schlimmsten Verletzungen, einem eingeklemmten Nerv in seiner rechten Schulter. Diese Verletzung behinderte ihn für sechs Spieltage, und dennoch erreichte er 1.610 Yards in der Saison.
Eine Standard-Payton-Saison sicherte ihm 1980 einen weiteren Auftritt im Pro Bowl.


1981 erlief er zum sechsten Mal in Folge eine vierstellige Zahl, doch diese 1.222 Yards, nach 679 Laufyards in seiner Rookiesaison die bisher niedrigste Zahl, brachten ihm keine Ehrungen ein.


Die Streiksaison 1982 war eine von dreien, in denen Payton weniger als 1.000 Yards lief.


Sein bestes Jahr als Receiver und Quarterback hatte er 1983. Er fing 53 Pässe für 607 Yards, und er warf 6 Pässe, 3 davon für Touchdowns, bei 2 Interceptions.


1985 - endlich Weltmeister


7.10. 1984 Soldier Field, Chicago.
Vor heimischer Kulisse passierte es, mit seinem 17. Lauf im Spiel. Es ist der 2. Spielzug im 3. Quarter. Quarterback Jim McMahon gibt Walter Payton den Ball. Der läuft sechs Yards in einem Sweep über die linke Seite gegen die Saints, und damit bricht er Jim Browns Rekord von 12.312 Karriere-Laufyards. Am Ende des Spiels ist Payton 154 Yards gelaufen, in seinem 59. 100 Yards Spiel. Damit stellte er einen weiteren NFL Rekord auf, den bis dahin Jim Brown sein eigen nannte. Walter Payton hatte nun in seiner Karriere 12.4000 Yards erlaufen.


1985 wurde das Jahr des Ringes für Payton und seine Bears.


Payton wurde mit 1.551 Laufyards dritter hinter Marcus Allen und Gerald Riggs. Seine Bears wurden mit 15-1 Punkten, und Siegen in den Playoffs gegen die Giants, Rams und Patriots, Weltmeister.


Im Super Bowl lief Payton 22 mal für 61 Yards. Im zweiten Spielzug, seinem ersten Lauf, fumblete er den Ball, und die Patriots kamen zu einem Field Goal. Payton konnte diesen Fehler nie gutmachen, da die Patriots so spielten, als hätten sie es nur auf ihn abgesehen. So blieb Walter Payton in seinem einzigen Super Bowl ohne einen Touchdown, was ihn natürlich etwas traurig stimmte.


Die Saison 1986 konnte ihn dann wieder etwas fröhlicher stimmen. 16.000 Laufyards und 20.000 Gesamtyards, dazu sein neunter und letzter Trip zum Pro Bowl, waren weitere Meilensteine in seiner phantastischen Karriere.


Ein trauriges Jahr wurde 1987 für uns Footballfans und Walter Payton. Seine 13. und letzte Saison wurde zu einer Enttäuschung. Payton war nur zweiter Mann, hinter Neal Anderson, der als sein Nachfolger Spielpraxis sammeln sollte, und er lief nicht in einem Spiel 100 Yards. Einen Rekord konnte er dennoch brechen, nämlich Jim Browns Rekord in Lauftouchdowns, den er auf 110 erhöhte.


Am Sonntag dem 20. Dezember 1987 spielte Walter Payton sein letztes reguläres Saisonheimspiel im Soldier Field. Vor dem Spiel wurde Payton geehrt, indem der Club seine Trikotnummer zur Ruhe setzte. Damit endete die Ära Walter Payton in Chicago, aber Walter wollte als Clubbesitzer wiederkommen. Wenn die NFL endlich ihre Liga auf 30 Clubs aufstockt, wollte der rekord Rekordhalter der NFL sich einen der beiden kaufen.


Daraus wurde nichts, da er nicht genügend Finanziers für sein Vorhaben zusammen bekam.


Aber als Rennfahrer und Rennstallbesitzer begann Walter Payton eine zweite Karriere, wie so viele berühmte NFL Spieler und Coaches.


Walter Payton spielte 13 Jahre in der NFL, als Running Back, der gerne blockte. 13 Jahre, in denen er nur ein Spiel wegen Verletzung verpaßte. Dies hatte seine Ursache in seinem unglaublichen Trainingsfleiß in den Saisonpausen. Er hat auch heute noch den besttrainierten Körper aller NFL Spieler. 13 Jahre ohne ernsthafte Verletzung, mit nur einer verletzungsbedingten Pause, da wird einem klar, daß ein Platzverweis für einen so disziplinierten Spieler, wie Payton unbestritten einer war, besonders weh tut. Diesen Platzverweis hat er Head Linesman Ed Marion zu verdanken. Aber was war geschehen ?


Es war der 23. November 1980. Chicago spielte in Atlanta. Tief im dritten Viertel führten die Bears 17:14, und sie waren mit dem Ball weit in der Hälfte der Falcons. Payton lief ein Counter Play über links, nahe der Goal Line. Er wurde von Falcons Safety Tom Pridemore getackelt. Bears Receiver Brian Baschnagel signalisierte schon zur Bank, daß der Ball sechs Inches vor der Endzone läge, als das Geschehen plötzlich außer Kontrolle geriet.


Ed Marion sagte, daß Payton den Ball verloren hätte, und Rolland Lawrence hätte ihn zurückerobert. Zwei andere Schiedsrichter unterstützten diese Aussage, aber damit standen die Gestreiften ziemlich allein. "Ich konnte sehen, wie der Schiedsrichter herangelaufen kam und mit seinem Fuß die Position des Balles markierte," sagte Payton. "Der Ball war noch unter mir. Ich schob mich hoch, wie man eine Liegestütze macht. Rolland Lawrence lag auf dem Boden, und als ich aufstand, griff er einfach unter mich und schnappte sich den Ball."


Guard Noah Jackson sagte: "Der Spielzug war abgepfiffen, und jeder entspannte sich und war auf dem Weg zum Huddle."


Auch die Falcons wurden von dieser Entscheidung überrascht. "Ich denke, das war eine schlechte Entscheidung," sagte Lawrence. "Als ich den Ball wegnahm, dachte ich, der Spielzug sei vorüber. Als sie sagten, es sei unser Ball, war ich überrascht."


Was dann geschah, löste eine heftige Debatte aus. Payton verlor seine sprichwörtliche Ruhe und lief zu Marion, um eine Erklärung zu verlangen. "Ich griff seinen Arm und sagte, 'Was meinen sie mit Fumble?'" bemerkte Payton später. "Er warf mich aus dem Spiel, das wars."


"Payton lief auf mich zu, lief in mich rein," erwiderte Marion. "Das ist ein automatischer Platzverweis."


"Ich habe vorher auch schon Schiedsrichter berührt," antwortete Payton. "Man sieht das alle Tage. Darin lag keine böse Absicht. Es war nicht genug, ihm weh zu tun. Ich hatte es nicht auf seine Kopf abgesehen." Aber der Platzverweis war endgültig, und er nahm den Bears den Wind aus den Segeln. Die Falcons gewannen mit 28:17.


Später sah sich Art McNally, der Chef der NFL Schiedsrichter, einige Videoaufnahmen des Spielzuges an und kam zu der Überzeugung, daß Payton den Ball nicht verloren hätte.


"Rozelle schickte mir einen Brief, in dem stand, daß ich den Ball nicht verloren hätte," sagte Payton. "Er sprach mich frei. Auch die 500 $ Strafe, die Du bezahlen mußt, bei einem Platzverweis, bekam ich zurückerstattet." Damit war Payton rehabilitiert, aber die Bears hatte verloren.


Walter Payton: Superstar und netter Kerl


Das war ein trauriges Kapitel in Walters Karriere, aber nicht das traurigste. Das war für ihn die Niederlage im NFC Championship Game 1985 gegen die San Francisco 49ers. So nahe am Super Bowl und dann verlieren.


Damals dachte Payton, daß er es nie mehr in das Spiel der Spiele schaffen würde. Daß es ein Jahr später dann doch glückte, konnte er ja nicht wissen.


Als Walter Payton dreißig wurde, sagte sein Coach Mike Ditka: "Eine Menge Typen sind große Running Backs, für vier, fünf Jahre oder so, dann geht's bergab. Das ewige hämmern fordert seinen Tribut. Aber Walter ist anders. Wenn er heute aus der Draft käme wäre er die erste Wahl. Von wievielen dreißigjährigen kann man das sonst sagen ?"
 

 Wenn meine Karriere vorüber ist, ist alles was geschieht der Wille Gottes," sagte Payton. "Ich habe keine Kontrolle darüber. Sollte jemand daher kommen und meinen Rekord brechen, dann ist es mir egal wer das ist... solange es mein Sohn ist."

Walter Paytons Rekorde, die er besaß, als er die NFL verließ:

Die meisten Laufyards, Karriere:   16.726

Die meisten Laufyards, Spiel:      275

Die meisten Touchdowns:         110

Die meisten Läufe, Karriere:      3.838

Die meisten Saisons in Folge führend in Läufen:         4 (76-79)

Die meisten Saisons mit 1.000 und mehr Yards:           10

Die meisten Sais. in Fol. mit 1.000 o. Mehr Yds:       6 (76-81)

Die meisten Spiele mit 100 o mehr Yds., Karriere:        77

Die meisten Sp. in Fol. mit 100 o. mehr Yds. Sais.:        9 (85)

Die meisten Gesammtyards, Karriere:  21.803

Die meisten Gesammtversuche, Karriere: 4.330

Die meisten Spiele in Folge:       186

Die meisten Starts als RB in Folge:   180

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