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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Samstag, 18. Mai 2019

Kurzberichte
lock-drew2„Ich wäre dankbar, wenn Flacco mir helfen würde,“ sagte Broncos Rookie Quarterback Drew Lock (Bild) bei einer Pressekonferenz.
Joe Flacco hat letzte Woche viel Kritik auf sich gezogen, nachdem er bei seiner Pressekonferenz sagte, daß es nicht sein Job wäre, einen Frischling auszubilden.
Man sollte mit Flacco mal über Teambildende Maßnahmen sprechen, und daß das Wohl des Teams wichtiger ist, als das einzelner Egomanen. Flacco wird nach der Saison 2019 sehr wahrscheinlich nicht mehr für Denver spielen. Da wäre es sehr wichtig, wenn er seinen designierten Nachfolger anlernen würde.
Lock betonte, daß er natürlich gerne von einem so erfahrenen Quarterback lernen würde, aber es wäre auch OK, wenn es nicht so käme.
Flacco hatte gesagt, daß er sich auf seinen Job konzentrieren müßte, um mit Denver Spiele gewinnen zu können. Zeit, einen Rookie unter seine Fittiche zu nehmen, hätte er da nicht. Für diesen Spruch erntete er verdientermaßen Kritik.
Doch Lock meint, daß Flacco auch kritisiert worden wäre, wenn er es genau anders gesagt hätte. Dann wäre man über ihn hergefallen, weil er nicht gesagt hätte, daß er mit den Broncos Spiele gewinnen wolle.
Und es wäre ja auch nicht so, daß Flacco Lock die kalte Schulter zeigt. „Ich frage ihn etwas, und er antwortet,“ sagte Lock. „Ich bin dankbar für das, was er macht.“

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Bei den Browns würde es nicht nur um die Offense gehen, meinte Head Coach Freddie Kitchens, man hätte auch eine gute Defense.
Die Verpflichtung von Wide Receiver Odell Beckham jr. hat natürlich für viel Aufsehen gesorgt, aber die Browns hätten auch gute Verteidiger verpflichtet, wie z.B. Defensive Tackle Sheldon Richardson, defensive End Olivier Vernon, Safety Morgan Burnett.
Kitchens hofft, daß man auch über diese Spieler sprechen wird im Herbst.
Da die Browns erschreckend viele Primetimespiele in der nächsten Saison haben, werden wir sehen können, ob man über diese Spieler sprechen sollte.

Die Ravens verpflichteten gestern zwei Erstrunden Draftpicks, die es in ihren Teams nicht gebracht haben.
Die Broncos beriefen Linebacker Shane Ray 2015 ein. Doch er war eine große Enttäuschung und oft verletzt.
2012 holten sich die Cardinals Wide Receiver Michael Floyd. Er blieb bis 2016 in Arizona und die Ravens sind jetzt schon sein fünftes Team seitdem.
Auch ein abtrünniger Spieler kehrte ins Rabennest zurück, Linebacker Pernell McPhee.
Ihn holten die Ravens 2011 in der fünften Runde der Draft ins Team. 2015 folgte er dem Schotter nach Chicago. Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag über $39 Millionen, doch nach drei Jahren hatten die Bears schon genug von ihm. Verletzungsbedingt kam er in diesen drei Jahren nur auf 36 Einsätze.
Letztes Jahr war er bei den Redskins unter Vertrag und kam auf immerhin 13 Spiele.
Jetzt ist er wieder zurück in Baltimore.

Die Texans feuerten Tight End Ryan Griffin
Er wurde während der Draftveranstaltung in Nashville verhaftet, weil er betrunken randalierte.
Griffin war seit 2013 im Kader der Texans, die ihn der sechste Runde einberiefen.

Daniel Jones macht sich gut bei den Giants.
Der Quarterback wurde von Tight End Evan Engram gelobt: „Er begreift unsere Offense sehr schnell,“ sagte Engram. „Sie werfen ihm Spielzüge rein, und er kommt damit gut klar.“
Auch für seinen alten Quarterback Eli Manning hatte Engram noch Lob übrig. Der wäre verdammt gut drauf, meinte der Tight End.

Giants Offensive Tackle Nate Solder mußte am Fuß operiert werden.
Bis zum Beginn des Trainingscamps Ende Juli soll er wieder einsatzbereit sein.

Der Prozeß gegen Robert Kraft wird sich in die NFL Saison hinein ziehen.
Die Anklage hat Berufung gegen die Entscheidung des Richters eingelegt, die Videos als Beweise nicht zuzulassen.
Der Beschluß dazu wird eine Weile dauern.
Der Richter hatte außerdem entschieden, eine Fahrzeugkontrolle, bei der der Besitzer der Patriots identifiziert wurde, als nicht rechtmäßig zu deklarieren. Somit dürfte auch diese Kontrolle nicht im Prozeß verwendet werden.
Beide nicht zugelassenen Beweise sind von enormer Bedeutung für die Anklage. Ohne diese Beweise haben sie nichts in der Hand.
„Keine Beweise, kein Verfahren,“ sagte denn auch Krafts Anwalt William Burck und beantragte mittlerweile die Einstellung des Verfahrens.
Allerdings muß jetzt erst mal abgewartet werden, wie in der Berufung der Anklage entschieden wird.

Freitag, 17. Mai 2019

Kurzberichte
rudolph-kyle2„Für eine Gehaltskürzung, bin ich viel zu jung,“ betonte Kyle Rudolph (Bild).
Die Vikings haben nicht mehr genug Platz unter der Gehaltsobergrenze, um den Tight End adäquat zu bezahlen. Deshalb steht eine Trennung im Raum.
Und aus Rudolphs Sicht macht das durchaus Sinn, denn als einer der besten Tight Ends der Liga wird er schnell ein anderes Team finden, das ihn entsprechend bezahlt. 2019 stehen ihm $7,5 Millionen zu. Darunter würde er nicht spielen.
Irv Smith Jr. findet das schade. Der Rookie aus der zweiten Runde der Draft hätte gerne mit Rudolph zusammen gespielt. Seite an Seite hätten sie die Gegner vor große Probleme stellen können, ist Smith überzeugt. Er hofft, daß Rudolph doch noch in Minnesota bleibt.
Doch zur Zeit stehen die Zeichen darauf, daß Smith jr. sofort der Nr. 1 Tight End der Vikings wird, denn weniger Geld wird Rudolph nicht akzeptieren.
Die Vikings verhandelten in dieser Woche bereits den Vertrag von Linebacker Eric Kendricks zu ihren Gunsten nach, damit sie ihren Erstrunden Draftpick Garrett Bradbury verpflichten konnten.
Doch das wird ja leider bei Rudolph nicht klappen. Vielleicht klappt es, seine Bezüge so zu verteilen, daß er zwar zunächst etwas weniger Geld bekommt, mit Boni oder anderen Tricksereien letztlich aber doch mehr. Die Vikings arbeiten hart daran, so einen Plan zu erstellen.
Das hat in letzter Zeit bei anderen Teams auch schon geklappt.

Patrick Peterson wurde für die ersten sechs Saisonspiele suspendiert.
Der Cornerback der Cardinals wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.
In Woche sieben gegen die Giants darf er wieder mitmischen.

Falcons Assistenz General Manager Scott Pioli hat gekündigt.
2014 kam Pioli nach Atlanta, um mit General Manager Thomas Dimitroff zusammenzuarbeiten.
Doch jetzt hat Pioli vor einen anderen Job zu übernehmen, und die Falcons gaben ihm ihre besten Wünsche mit auf den Weg.
Pioli dankte Teambesitzer Arthur Blank für die Chance, die er ihm gab.
Wurde bei den Jets nicht gerade der Platz eines General Managers frei?
Nur mal so laut gedacht.
Von 1997 bis 2000 war er schon mal bei den Jets angestellt.

Wide Receiver Ricardo Louis wird seine zweite Saison in Folge verpassen.
Die Saison 2018 verpaßte er, als er noch in Cleveland unter Vertrag war, wegen einer Nackenverletzung.
Im April 2019 wechselte er zu den Dolphins, und auch für die wird er dieses Jahr nicht spielen können, weil er sich eine Knieverletzung zuzog.
Miami setzte ihn bereits jetzt auf die Verletztenliste der Spieler, deren Saison beendet ist.

Ezekiel „Ziggy“ Ansah weiß noch nicht, wann  er wieder einsatzbereit sein wird.
Der Pass Rusher der Seahawks kuriert noch eine Schulterverletzung aus. Erst letzte Woche wechselte er von den Lions nach Seattle. Doch wann er zum ersten Mal mit dem Team trainieren kann, das steht noch nicht fest.
Es ist sowieso eine interessante Frage, warum die Seahawks den verletzungsanfälligen 29-Jährigen verpflichteten?
Seit 2015 hat er nur in 16 Spielen gespielt.

Ben Roethlisberger wurde zuletzt kritisiert, weil er keine Beziehung zu seinen Mitspielern hätte.
Dem trat der Quarterback der Steelers jetzt entgegen. Er organisierte ein Treffen mit einigen seiner wichtigsten Mitspielern in seinem Haus am See in Georgia.
Videos von dem Treffen kursieren auf den sozialen Plattformen im Internet.
So sieht man Big Ben, JuJu Smith-Schuster und James Conner entspannt auf einem Boot liegen.
Normalerweise ist das keine Meldung wert. Quarterbacks laden oft ihre Mitspieler zu Teambildendem Treffen ein. Doch nachdem man von den Ex-Steelers LeVeon Bell und Antonio Brown erfahren hat, daß Roethlisberger sich so gar nicht für sie und die anderen Spieler interessiert hat, ändert das die Situation.
Jetzt lautet die Meldung: „Big Ben möchte auf seine „alten Tage“ noch an seinem angeknacksten Image arbeiten.“

Die Cowboys zogen ihre Option  für eine fünfte Saison auf Running Back Ezekiel Elliott. 2016 wurde er in der ersten Runde gedraftet, deshalb die Möglichkeit der Option für Dallas. 2020 wird er $9 Millionen verdienen. Danach wollen sie ihm einen $60 Millionen Vertrag geben, von denen $45 Millionen garantiert sind.
Und sie wollen ihr „Arbeitstier“ etwas entlasten, damit er im Endspurt der Saison, im Dezember, noch richtig fit ist. Und im Januar und Februar auch noch, wenn Dallas denn so weit kommen sollte.
Momentan läuft die Offense der Cowboys zu 35% über Elliott. Damit wird der oft überlastet wirkende Quarterback Dak Prescott ein wenig entlastet.
„Ich fühle mich nicht erschöpft,“ meinte der Running Back, als er darauf angesprochen wurde, ob er auf eine Entlastung hoffen würde?
Doch natürlich zehren diese vielen Läufe an Elliotts Substanz. Auch wenn er es in seinen jungen Jahren noch nicht wahrhaben will, und vielleicht auch nicht so spürt, es zehrt.
Und deshalb ist es im Sinne des Teams, wenn andere Läufer Elliott unterstützen. Der neue Offensive Coordinator Kellen Moore arbeitet hart an einem Spielplan, um auch andere Running Backs gut einsetzen zu können.

„Ich möchte für immer ein Cowboy sein,“ meinte Quarterback Dak Prescott.
Man mag es kaum glauben, aber selbst ein eher durchschnittlicher Quarterback wie Prescott wird als nächster bestbezahlter NFL Spieler aller Zeiten gehandelt.
Die Gerüchteküche brodelt, und es heißt, daß Prescott demnächst den Vertrag von Russell Wilson übertreffen könnte, der zur Zeit mit einem $140 Millionen Vertrag der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten ist.
2019 muß Prescott, der 2016 in der vierten Runde gedraftet wurde, noch für schlappe $2,025 Millionen spielen. Ob er 2020 wirklich an Wilson vorbeiziehen wird, und das dann in Dallas, das wird man sehen. Prescott hat das Glück, nicht in der ersten Runde von Dallas einberufen worden zu sein. Deshalb gibt es für das Team in dem Fall keine Option auf ein fünftes Jahr für ihn. Der Quarterback kann bereits nach vier Jahren groß abkassieren.
Prescott hat seinen Agenten angewiesen, so zu verhandeln, daß ein Vertrag mit den Cowboys zustande kommt.
Letztes Jahr erzielte Prescott 3.885 Passyards und wurde damit in den Pro Bowl gewählt. Noch so eine Saison, und es wird eng für Wilson auf dem Thron.

Donnerstag, 16. Mai 2019

J E T S, MESS, MESS, MESS
gase-adam2Der Sturzflieger aus New York steht heute im Fokus der Berichterstattung.
Adam Gase (Bild) ist der neue starke Mann bei den Jets. Der Head Coach, der als Head Coach der Dolphins mit 23-25 Siegen mehr Niederlagen als Siege einfuhr, soll dem flügellahmen Team aus dem Big Apple zu neuem Auftrieb verhelfen.
Man sieht es und reibt sich verwundert die Augen.
Letzte Woche noch bestritten Head Coach Gase und General Manager Mike Maccagnan heftig, daß es zwischen ihnen nicht stimmt. Doch das war Theater. Hinter den Kulissen krachte es. Es krachte so gewaltig, daß Teambesitzer Christopher Johnson die Reißleine zog, und der General Manager aus dem Team flog. Maccagnan hat noch zwei Jahre in seinem Vertrag stehen. Erst vor vier Monaten holte er Adam Gase als neuen Head Coach zu den Jets.
Maccagnan war seit 2015 General Manager der Jets. Er war ein Fan von Head Coach Todd Bowles, der das Team völlig zum Absturz brachte. In der gemeinsamen Ära der beiden kamen die Jets auf 24 Siege und 40 Niederlagen.
Maccagnan hatte ein Händchen dafür, unbrauchbare Spieler zu holen, und gute Spieler gehen zu lassen. Das kritisierte Gase. Und was Gase auch nicht schmeckte, waren die Unsummen, die Mike Maccagnan für Running Back LeVeon Bell und Linebacker C.J. Mosley ausgab. Zwar wären es gute Spieler, die er gut brauchen könnte, meinte Gase, aber nicht zu dem Preis. 52 Millionen Dollar für vier Jahre für Bell, das wäre zu viel. Noch mehr bekam Mosley für fünf Jahre, nämlich $85 Millionen. Dieses Geld hätte man besser für mehrere gute Spieler ausgeben sollen, die dem Team auch hätten helfen können, monierte der Head Coach.
Berühmtester Mißgriff des General Managers war die Einberufung von Quarterback Christian Hackenberg. Ihn holte Maccagnan in Runde zwei der Draft vor drei Jahren. Er spielte nicht einen einzigen Spielzug in einem regulären Saisonspiel, und selbst in der kurzlebigen AAF hat er es nicht geschafft.
Für den Moment ist Gase neben Head Coach auch General Manager. Das soll kein Dauerzustand werden, sagte Johnson. Die Suche nach einem neuen General Manager läuft. Und nach einem neuen Vizepräsidenten des Spielerpersonals, denn Brian Heimerdinger wurde gleich mit gefeuert.
Gase kritisiert Running Back Bell dafür, daß er bisher noch nicht mit seinem neuen Team trainiert hat. Bell twitterte zurück, daß er seinen Job machen würde, und zwar auf seine Weise. Egal ob man ihn dafür mögen würde oder nicht.
Klingt, als würde da zwischen Star Running Back und Unterdurchschnitts Head Coach eine echte Freundschaft... eher nicht entstehen.
Gase traf gestern auch sofort seine erste Entscheidung als General Manager. Er gab Linebacker Darron Lee an die Chiefs ab. Dafür bekam er deren Draftpick in Runde sechs 2020.
Lee wurde von Maccagnan 2016 in der ersten Runde der Draft einberufen. Dafür lieferte Lee drei miserable Saisons ab.

Kurzberichte
Der bei den Jets gescheiterte Quarterback Geno Smith, auch er war mal als Mann für die Zukunft einberufen worden, unterschrieb als möglicher Ersatzmann bei den Seahawks.
Zuletzt war er Ersatzmann bei den L.A. Chargers.

Cooper Kupp ist ein fangsicherer Wide Receiver der Rams.
Sein jüngerer Bruder Ketner steht auf der anderen Seite der Line of Scrimmage, er ist Linebacker.
In der Draft fand er kein Team, das ihn aufnehmen wollte. Doch gestern unterschrieb er bei den Rams. Ob er es in den Saisonkader schafft, bleibt abzuwarten.

Nachdem die Chiefs Kareem Hunt feuerten, weil der eine am Boden liegende Frau getreten hatte, glaubte man nicht, daß der Running Back so bald ein neues Team finden würde.
Doch die Browns gaben ihm eine Chance.
Bei seiner ersten Pressekonferenz in Cleveland sagte Hunt gestern, daß er eine Menge Vertrauen zurückgewinnen müsse.
Gut gesprochen!
Da würde es helfen, sich öffentlichkeitswirksam bei dem Opfer zu entschuldigen. Zwar hat sich Hunt eine allgemeine Entschuldigung abgerungen, aber Reue dem Opfer gegenüber hat er bisher keine gezeigt.
Seinen ersten Einsatz wird Hunt erst in der zweiten Saisonhälfte haben, denn für die ersten acht Spiele ist er suspendiert.

Patriots Kicker Stephen Gostkowski hat den freien Spielermarkt getestet.
Er hat darüber nachgedacht, tatsächlich einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Doch letztlich sagte sein Bauchgefühl ihm, daß er in New England bleiben sollte. „Meine Tochter war schon bei drei Super Bowls, und sie erst erst drei Jahre alt,“ meinte Gostkowski dazu.
Und so unterschrieb er einen neuen Zweijahresvertrag bei den Patriots.
Seit er 2006 in der vierten Runde der Draft von den Patriots einberufen wurde, ist er ein zuverlässiger Kicker. Und er wird es noch zwei weitere Jahre bleiben.

Arizonas Rookie Quarterback Kyler Murray hat schon einen neuen NFL Rekord aufgestellt.
Sein erstes Autogramm auf einem Helm der Cardinals erzielte bei einer Versteigerung für einen guten Zweck $3.450.
Einen so hohen Erlös erzielte zuvor noch kein erstes Autogramm eines Rookies.

Mittwoch, 15. Mai 2019

Kurzberichte
garrett-jason2Die Cowboys gehen immer noch mit der lahmen Ente Jason Garrett (Bild) als Head Coach in die neue Saison. Doch mit Kellen Moore hat ein neuer Offensive Coordinator das Sagen und mit Jon Kitna ist ein neuer Quarterback Coach verantwortlich für Dak Prescotts Fortschritte.
Moore freut sich, daß ihm so viele offensive Waffen zur Verfügung stehen. Damit, so ist er sicher, kann man viele Spielzüge ins Playbook aufnehmen, die die Gegner verwirren. Kreativität war bisher nicht das, was die Cowboys Offense auszeichnete.
Zudem haben Prescott und Wide Receiver Amari Cooper die ganze Vorbereitungszeit Gelegenheit, an ihrer Abstimmung zu arbeiten. Cooper kam letzes Jahr ja erst mitten in der Saison aus Oakland nach Dallas.
Auch wenn Prescott tatsächlich Fortschritte machen sollte, das Arbeitspferd wird Running Back Ezekiel Elliott bleiben. Doch er soll zumindest etwas entlastet werden. In Dallas ist man überzeugt, daß die neuen Running Backs Tony Pollard und Mike Weber ihm einiges an Arbeit abnehmen können.
Wie das dann in echt aussieht, kann man im ersten Saisonspiel sehen, wenn, fast schon traditionell, die Giants nach Dallas kommen.

Odell Beckham jr. hat an den OTAs der Browns teilgenommen, die gestern begannen.
Bis dahin hatte OBJ nie an diesen immer noch freiwilligen organisierten Teamaktivitäten teilgenommen. Wie viele andere Spieler der Liga hatte er es vorgezogen in dieser Phase der Vorbereitungszeit, ein eigenes Trainingsprogramm zu absolvieren.
Doch gestern hat er seine Taktik geändert. So sah man ihm zum ersten Mal mit einem Helm der Browns, und er sah zum ersten Mal seinen neuen Head Coach. Außerdem gab es für Beckham ein erstes Kennenlernen seines neuen Quarterbacks, und ein Wiedersehen mit seinem alten College-Kumpel Jarvis Landry.
Die Trainingseinheit geht noch bis Donnerstag. Pads dürfen nicht getragen werden, und Kontakt ist auch noch nicht erlaubt.

Heute wird Andy Levitre 33 Jahre alt. Nach 10 Jahren in der NFL gab er bekannt, daß er seine Karriere beendet.
Der Guard der Falcons verpaßte letztes Jahr 14 Spiele mit einem gerissenen Trizeps.
Bereits 2017 hatte er sich diese Verletzung zugezogen.

Josh Rosen ist verbittert.
Bis heute hat der frisch von den Cardinals an die Dolphins abgegebene Quarterback noch nichts von Cardinals General Manager Steve Keim gehört.
Weder hatte Keim Rosen auf den bevorstehenden Wechsel hingewiesen, noch hätte er ihm auf Wiedersehen gesagt.
Es war der neue Head Coach Arizonas, Kliff Kingsbury, der Rosen mitgeteilt hat, daß das Team Kyler Murray an erster Stelle einberufen wird. Damit war für Rosen dann alles klar.
Dennoch hätte er gerne mal ein persönliches Wort von Keim gehört.

Die Bills hatten einen „Superfan“, Pancho Billa.
Er kam in bunten mexikanischen Gewändern und mit Strickmütze in Bills Farben zu den Spielen des Teams.
Am Dienstag verstarb Ezra Castro im Alter von erst 39 Jahren.
2017 wurde er mit Krebs diagnostiziert, doch er ließ sich seine Freude an den Heimspielen seiner Bills nicht nehmen. Die Bills Fans starteten einen Fonds und sammelten $47.000 für die Behandlungskosten. Doch es nutzte nichts. Nun hat er den Kampf gegen den Krebs verloren.
Bills Co-Besitzer Kim Pegula schrieb auf Twitter, daß man die positive Kraft und Energie Castros sehr vermissen wird. Er wäre eine Inspiration für das ganze Team gewesen.

Dienstag, 14. Mai 2019

Kurzberichte
flacco-joe-broncos2Viele Quarterbacks, die wissen, oder zumindest bemerken, daß sie sich ihrem Karriereende nähern, akzeptieren nicht nur, daß ihr Team schon mal einen möglichen Nachfolger verpflichtet, sondern bieten diesem dann sogar Unterstützung an.
Nicht so Joe Flacco (Bild). Der neue „Star“ Quarterback der Broncos meinte bei seiner Pressekonferenz gestern: „Ich sehe es nicht als meinen Job an, jemanden zu unterrichten. Mein Job ist es, Footballspiele für dieses Team zu gewinnen.“
Natürlich hofft Flacco dennoch, daß Rookie Drew Lock etwas von ihm lernt, aber aktiv daran arbeiten wird er nicht. Das hat er letztes Jahr auch bei den Ravens und Lamar Jackson so gehalten.
Flacco fuhr fort: „Ich muß mich auf so viele Dinge konzentrieren. Ich versuche da raus zu gehen und guten Football zu spielen. Ich kann mir keinen Kopf darüber machen, einen anderen Typen zu entwickeln. Ich bin nicht selbstsüchtig, glaube ich. Es gibt Zeiten, da muß man an sich selber denken. Und Offensive Coordinator Rich Scangarello ist ein guter Lehrer. Von ihm kann Drew eine Menge lernen.“
Flacco sieht es nicht als seinen Job an, Lock etwas beizubringen. Aber es wird Flaccos Job sein, seinen Starterposten zu behalten. Und das wird schwer genug für den 34-Jährigen.

2013 dachten die Bills, daß EJ Manuel ihr Quarterback für die Zukunft wäre. Sie beriefen ihn in Runde eins der Draft an 16. Stelle ein.
In seiner Rookie Saison startete er in 10 Spielen und wurde dann auf die Bank gesetzt.
Manuel konnte den Starterposten nie wieder zurückerobern.
2017 ging er als Ersatzmann zu den Raiders. Die feuerten ihn im September 2018. Im Februar 2019 ging er zu den Chiefs.
Nun hat er eingesehen, daß seine Karriere in der NFL, die keine war, Zuende ist.
Nach 30 Spielen und 18 Starts mit 343 vervollständigten Pässen für 3.767 Yards und 20 Yards bei 16 Interceptions und 6-12 Siegen erklärt er seinen Schritt in den Ruhestand.
Den Chiefs wird es nicht schaden. Mit Patrick Mahomes, Chad Henne, Chase Litton, und den Rookies Kyle Shurmur und T.J. Linta haben sie noch fünf Quarterbacks unter Vertrag.

Rookie Cornerback Corey Ballantine ist bei den Giants eingetroffen.
Das Minicamp der Rookies vom 3. bis 5. Mai hatte er verpaßt, weil er kurz vorher angeschossen wurde. Die Schußwunde im „verlängerten Rücken“ ist verheilt, und Ballantine kann mit dem Team trainieren.

Kyle Rudolph möchte nicht weg von den Vikings.
Auch seine neunte Saison in der NFL möchte der Tight End in Minnesota spielen. Er und seine Familie möchten in Minnesota bleiben. Doch die Vertragsverhandlungen zwischen seinem Agenten und den Vikings gerieten dermaßen ins Stocken, daß sie letzte Woche abgebrochen wurden.
Was auch immer Rudolphs Agent gefordert hat, egal, denn die Vikings haben nur noch magere $738.054 unter der Gehaltsobergrenze. Kein Team in der Liga hat weniger Platz. Da ist halt nicht mehr drin.

Im März hätten die Eagles Stefen Wiesniewski $3,7 Millionen zahlen müssen, wenn sie ihn hätten behalten wollen. Doch sie ließen ihn ziehen.
Der Guard fand kein neues Team, und landete jetzt wieder in Philadelphia. Er bekam einen Einjahresvertrag über $1,5 Millionen, weniger als die Hälfte dessen, was ihm noch im März zugestanden hätte.

Game of Throne Fans aufgepaßt. In der vorletzten Folge der Serie soll es einen Cameo Auftritt von Packers Quarterback Aaron Rodgers geben.
Die müßte bald laufen, oder ist sogar schon gesendet worden.

Patriots Besitzer Robert Kraft hat den ersten Sieg im Prozess gegen ihn errungen. Die Videobänder, die ihn beim verbotenen bezahlten Sex mit Sklavinnen zeigen, dürfen vor Gericht nicht verwendet werden.
Die Polizei hätte die Kameras unerlaubt angebracht, und deshalb wären die Aufnahmen illegal, entschied der Richter.
Ohne diese Aufnahmen wird es die Anklage schwer haben. Krafts Verteidiger wollen am Dienstag einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens einbringen.
Es bleibt aber immer noch das Risiko, daß diese Videos irgendwie an die Öffentlichkeit gelangen.

Darren Woodson verläßt ESPN nach 14 Jahren.
Der ehemalige Safety der Cowboys gewann drei Super Bowls und wurde fünfmal in den Pro Bowl gewählt. Seit 2005 arbeitete er für verschiedene Shows des Senders.
Der heutige Dienstag ist sein letzter Tag bei ESPN. Danach wird er Makler für geschäftliche Immobilien in Nord Texas.

Am Samstag heiratete LeRoy Butler im Lambeau Field
Der ehemalige Star Safety der Packers machte es stilgerecht. Nachdem er das Jawort gegeben hatte, machte er den „Lambeau Leap“.
Wie konnte es auch anders sein, denn Butler war der erste Spieler, der 1993 den Lambeau Leap machte, und der seitdem fest zu den Traditionen der Packers gehört.

Gunther Cunningham ist im Alter von 72 Jahren verstorben.
Gespielt hat er nie in der NFL, aber über 30 Jahre lang war er Trainer in der Liga. 1999 wurde er für zwei Saisons Head Coach der Chiefs und holte 16-16 Siege.
Zuletzt arbeitete Cunningham als Defensive Coordinator bei den Lions von 2009 bis 13. Von 2014 bis 17 arbeitete er als Berater für das Team.
Cunningham wurde am 19. Juni 1946 in München geboren. Als er 10 war, zogen seine Eltern in die USA.

Montag, 13. Mai 2019

Kurzberichte
flacco-joe-broncosDie Zeitungen in Denver sind voll mit Berichten, daß Quarterback Joe Flacco (Bild) als Starter in die Vorbereitungszeit geht.
Und? Fragt man sich da.
Immerhin soll der ehemalige Ravens Quarterback der neue Heilsbringer der Broncos sein. Das bleibt auch so, obwohl General Manager John Elway in der zweiten Runde der Draft Drew Lock einberief.
Bei seiner Pressekonferenz am Sonntag sagte Head Coach Vic Fangio, daß es einen Quarterback Wettbewerb geben wird, aber um den Posten des Ersatzmanns.
Joe Flacco wird mit der ersten Mannschaft trainieren. Dahinter wird es einen offenen Wettbewerb geben, meinte Fangio.
Die OTAs, die organisierten Teamaktivitäten, der Broncos beginnen am heutigen Montag. Flacco ist gesetzt und Lock, Kevin Hogan und der ungedraftete Rookie Brett Rypien kämpfen darum, wer Flacco ersetzt, wenn der sich im Lauf der Saison verletzt. Damit kann man rechnen, denn in den letzten Jahren wurde Flacco immer verletzungsanfälliger.

Dolphins Head Coach Brian Flores hat offiziell das Quarterback Rennen zwischen Josh Rosen und Ryan Fitzpatrick eröffnet.
Flores will aber nicht nur die Quarterbacks um den Starterposten kämpfen lassen, sondern jede Position im maroden Team auf den Prüfstand stellen.
„Ich suche nach Führungsspielern, auf allen Positionen“ sagte Flores dazu. „Ich suche vor Allem einen Quarterback, der das ganze Team führen kann. Und natürlich suchen wir einen Quarterback, der akkurat ist und erfolgreiche Drives führen kann.“
Und das hofft er in Rosen oder Fitzpatrick zu finden?
Na viel Glück.

Jay Gruden ist beeindruckt von Dwayne Haskins. Der Rookie Quarterback warf im Mini-Camp der Redskins Frischlinge ein paar Pässe, ohne Schulterpads und sonstige Ausrüstungsgegenstände. Viel Aussagekraft hat dieses Training deshalb nicht wirklich.
Aber Haskins kann dem Ball den richtigen Drall geben, meinte Gruden. Er kann hart werfen aber auch mit dem richtigen Touch bei den kurzen Pässen.
Der Kampf um den Starterposten ist im Gang, und Haskins scheint gut im Rennen zu liegen.

Sich gut einzupacken, bevor es auf den Platz geht, das kennt Tom Kennedy. Doch bisher spielte er mit einem an einem Besenstiel befestigten Fischnetz und einem Tennisball Lacrosse.
Bei der Draft zur Major Lacrosse League wurde er als dritter Spieler einberufen.
Doch die Detroit Lions geben ihm die Chance, es als Wide Receiver in die NFL zu schaffen. Kennedy war mit im Rookie Mini Camp der Lions und überzeugte Head Coach Matt Patricia.
Kennedy spielte zwei Jahre College Football, bevor er zu diesem Lacrosse wechselte. 2017 fing er 57 Pässe für 888 Yards und neun Touchdowns.

Die Saints reinigen das Playbook von Spielzügen für Jimmy Graham.
Graham war vor vier Jahren der Spitzen Tight End der Saints, bevor er nach Seattle wechselte. Seitdem hat New Orleans die Spielzüge, die für Graham maßgeschneidert waren, nicht geändert. Der Tight End brachte es in seinen letzten vier Saisons für die Saints auf beinahe 1.100 Yards pro Saison im Durchschnitt. So produktiv war nach ihm kein Tight End mehr in New Orleans.
2019 soll der 32 Jahre alte Jared Cook der Nr. 1 Tight End des Teams werden. Er kam von den Raiders, wo er 2018 die beste Saison seiner Karriere spielte.
Für ihn wird das Playbook jetzt geändert, um Spielzüge einzuarbeiten, die für ihn maßgeschneidert sind.
Cook soll für Drew Brees die zweitwichtigste Anspielstation werden, nach Wide Receiver Michael Thomas.

Samstag, 11. Mai 2019

rudolph-kyle2Kurzberichte
Kann man sich die Minnesota Vikings ohne Tight End Kyle Rudolph (Bild) vorstellen?
Also ich nicht.
Aber das Ende ist nah, wenn man die Zeichen zu deuten weiß.
Die Vikings beriefen in der zweiten Runde der Draft Irv Smith jr. ein. Seitdem stand Rudolphs Name auf der Abschußliste. Und jetzt tauchte er auf der Transferliste auf.
Die Vertragsverhandlungen zwischen Team und Tight End wurden am Freitag abgebrochen. Und Rudolph dürfte einige Teams interessieren.
Er hat noch ein Jahr in seinem Fünfjahresvertrag stehen, den er 2014 abschloß. 2019 stehen ihm $7,6 Millionen zu. Damit ist er in Minnesotas Offense der fünftteuerste Spieler hinter Quarterback Kirk Cousins, Wide Receiver Stefon Diggs, Offensive Tackle Riley Reiff und Wide Receiver Adam Thielen.
Rudolph wird bald 30, hat in seiner Produktivität aber kaum nachgelassen. Seit er 2011 in der zweiten Runde von den Vikings aufgenommen wurde, liegt er mit 41 Touchdowns an vierter Stelle der Tight Ends. Mit 386 gefangenen Pässen liegt er auf Platz 10 und seine 3.787 Passyards bringen ihm Platz 12 ein. 2017 wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Jason Pierre-Paul hat nicht vor, sich am Nacken operieren zu lassen.
Der Pass Rusher der Buccaneers erlitt letzte Woche bei einem Autounfall einen Bruch eines Nackenwirbels. Die Teamärzte rieten ihm zu einer Operation. Doch JPP holte sich noch andere Meinungen von verschiedenen Fachärzten ein. Da bekam der Defensive End dann die Meldung, daß diese Verletzung auch von selber heilen würde. JPP wird ohne OP fünf bis sechs Monate ausfallen. Mit OP wären es bis zu vier Monate gewesen. Und JPP möchte sich nicht operieren lassen.
Pierre-Paul geht in seine 10. Saison. Ob die Buccaneers es sich erlauben können, bis November auf ihn zu verzichten, kann man bezweifeln. Eher werden sie sich einen Ersatz für ihn besorgen müssen.

Adam Gase ist sauer auf die Presse in New York.
Das ist in der Stadt, die niemals schläft, natürlich nichts neues. Die Presse dort ist hart und gnadenlos. Jetzt macht sie jede Auseinandersetzung zwischen dem neuen Head Coach der Jets und General Manager Mike Maccagnan zu einem Drama.
Gase dazu: „Ich weiß nicht, wer entscheidet, daß dieses Zeug veröffentlicht wird?
Es pisst mich ein bißchen an. Wir diskutieren über alles. Das ist unser Job. Wir müssen uns um so viele Dinge kümmern. Das ist unsere Aufgabe. Das ist es, was wir machen, seit wir hier sind. Wie versuche in kürzester Zeit ein wettbewerbsfähiges Team zusammenzustellen.“
Auch Maccagnan ist etwas verwundert darüber, was er so liest und hört: „Ich glaube, daß Adam und ich bisher gut zusammengearbeitet haben. Natürlich gibt es, wie überall, verschieden Meinungen über einen Spieler. Von meinem Standpunkt aus gesehen habe ich ein sehr gutes Arbeitsverhältnis mit Adam.“
Gase fügte noch hinzu: „Wenn jeder allem zustimmen würde, wäre es doch langweilig. Ab und zu braucht man etwas Nervenkitzel.“

Jaguars Head Coach Doug Marrone scheint zu Telvin Smith zu halten: „Wir sind hier für ihn, wenn er uns braucht,“ sagte er.
Smith hatte am Donnerstag bekanntgegeben, daß er 2019 nicht spielen wird. Er führte persönliche Gründe dafür an.
„Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen,“ begann Marrone seine Pressekonferenz beim Rookie Camp. „Ihr habt die selben Informationen, die ich habe. Ich glaube, daß ich den Football jetzt mal zur Seite schiebe. Zunächst sorge ich mich um Telvin. In meinem Herzen glaube ich, daß Telvin weiß, daß wir ihn auf jede Art unterstützen werden. Alles was wir jetzt machen können, ist für ihn zu beten.“
Fortsetzung folgt...

Natürlich wird Eagles Head Coach Doug Pederson immer wieder gefragt, wie es um den Gesundheitszustand von Quarterback Carson Wentz bestellt ist?
Immer wieder hält er sich dazu bedeckt.
Es steht also nicht zum Besten.

Also so hatte Odell Beckham jr. es ja nun nicht gemeint.
Viel Häme und Spott brach über den Wide Receiver der Browns herein, als er sagte, daß er aus den Cleveland Browns die neuen New England Patriots machen würde.
„Damit,“ so instgrammte er, „habe ich nur gemeint, daß ich immer im Kopf habe, großartig zu sein. Natürlich werden aus den Browns nicht nur wegen mir die neuen Patriots werden. Ich habe großen Respekt vor ihnen und dem, was sie erreicht haben. Ich wollte mit meinem Spruch nur sagen, daß wir auch so hart arbeiten werden wir sie, um eines Tages so gut werden zu können, wie sie. Es ist doch nichts falsch daran, sich hohe Ziele zu stecken.“
Na, dann ist ja jetzt alles klar.

Freitag, 10. Mai 2019

Kurzberichte
garoppolo-jimmy49ers Quarterback Jimmy Garoppolo (Bild) geht den beschwerlichen Gang nach einem Kreuzbandriss. dabei holt er sich Rat von vielen anderen Spielern, die diesen Gang gehen mußten. Einen davon kennt er sehr gut, Tom Brady.
Der Quarterback der Patriots zog sich diese Verletzung im ersten Saisonspiel 2008 gegen die Chiefs zu, damit war seine Saison beendet. 2009 kam er zum Saisoneröffnungsspiel zurück und führte New England in die Playoffs.
Garoppolo möchte genau erfahren, was andere Spieler gemacht haben, um diese früher mal karrierebeendende Verletzung zu meistern. Dabei hört er „Tu dies, tu das“, und er filtert heraus, was für ihn passen würde.
Garoppolo möchte natürlich, daß sein Knie bis zum Beginn des Trainingslagers wieder OK ist, aber selbst eine Teilnahme am ersten Saisonspiel ist zur Zeit noch fraglich.
Da haben die Ärzte das letzte Wort.

Doug Baldwin wurde gefeuert. Der Wide Receiver der Seahawks hat den Gesundheitscheck nicht bestanden.
Acht Jahre spielte er für Seattle und wurde zweimal in den Pro Bowl gewählt. Doch drei verschiedene Operationen nach der letzten Saison haben dem Körper der 30-Jährigen arg zugesetzt. Sehr wahrscheinlich beendet er seine Karriere in naher Zukunft. Wenn es so kommt, dann hört er mit 493 gefangenen Pässen (Platz 3 bei den Seahawks), 6.593 Yards (Platz 3) und 49 Touchdowns (Platz 2) auf.
Die Seahawks feuerten auch Safety Kam Chancellor. Er konnte seit einer Nackenverletzung 2017 nicht mehr spielen.

So langsam unterschreiben alle Rookies aus der ersten Runde der Draft ihre Verträge.
Die absolute Nr. 1, Quarterback Kyler Murray, ist jetzt offiziell ein Cardinal. Er bekam den üblichen Vierjahresvertrag mit der obligatorischen Option des Teams auf eine fünfte Saison.
Die Unterschrift kam pünktlich vor dem ersten dreitägigen Rookie Mini Camp des Teams an diesem Wochenende.
Genaues weiß man nicht, aber es wird gemunkelt, daß Murrays Vertrag insgesamt $36 Millionen wert ist.
Die Cards gaben bekannt, daß sie fünf weitere Rookies verpflichtet haben.

Auch die Redskins konnten ihren Quarterback aus Runde eins verpflichten.
Dwayne Haskins war der dritte Quarterback, der in der ersten Runde einberufen wurde.
Damit ist von den Quarterbacks aus Runde 1 nur noch der in New York nicht gerade mit offenen Armen aufgenommene Daniel Jones ohne Rookievertrag.

Jaguars Linebacker Telvin Smith hat bisher nicht an den freiwilligen Trainingseinheiten teilgenommen.
Gestern teilte er dem Team mit, daß er auch an der Saison nicht teilnehmen wird.
Er hätte Probleme außerhalb des Platzes, um die er sich kümmern müsse. Das hätte Vorrang vor dem Football.
„Zu diesem Zeitpunkt muß ich eine Auszeit von dem Spiel nehmen, und meine Welt in Ordnung bringen,“ gab Smith per Twitter bekannt. „Ich muß diese Zeit mir selber, meiner Familie, meiner Gesundheit zurückgeben. Ich begrüße jede Unterstützung, die bekomme, oder auch nicht. Ich möchte Euch nur alle bitten, meine Entscheidung, keinen Football zu spielen in dieser Saison, zu respektieren.“
Die Jaguars wollten gestern noch keinen Kommentar dazu abgeben. Sie hätten noch nicht mit Smith über diese Sache geredet.

Nach der Saison 2018 trat Saints Tight End Benjamin Watson in den Ruhestand.
Jetzt steht er kurz davor, seinen Ruhestand zu beenden. Er verhandelt mit den Patriots, und diese Verhandlungen sollen recht positiv verlaufen.
Nur noch ein paar Details wären zu klären, meinte der 38-Jährige.
In seiner bisherigen Karriere spielte Watson in 195 Spielen und fing 530 Pässe für 5.885 Yards und 44 Touchdowns.

Xavien Howard ist jetzt der bestbezahlte Cornerback aller Zeiten.
Die Dolphins gaben ihm eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und $76,5 Millionen. $46 Millionen davon sind garantiert.
Obwohl er 2018 nur in 12 Spielen antrat, erzielte er mit sieben Interceptions den NFL Bestwert der Saison. Das brachte ihn in den Pro Bowl. Doch wegen einer Meniskusverletzung, wegen der er auch die letzten vier Saisonspiele verpaßte, konnte er daran nicht teilnehmen.

Derek Anderson tritt nach 14 Jahren in der NFL in den Ruhestand.
Anderson spielte in diesen 14 Jahren nur in 49 Spielen und kam dabei auf eine Bilanz von 20-29 Siegen.
Zuletzt war er als Ersatzmann, seine Paraderolle, bei den Bills unter Vertrag.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Kurzberichte
beckham-odell-brownsAuf Twitter und Co. macht man sich ein bißchen lustig über die Browns.
Zuerst posaunt Rookie Greedy Williams heraus, daß die Browns in dieser Saison den Super Bowl gewinnen, und dann will Ex-Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. (Bild) sein neues Team noch zu den neuen Patriots machen.
Das löste viel Gelächter aus. Einige dieser Memes in den Kommentaren bei Twitter sind echte Brüller.
Gemach liebe Browns. Ein Beckham jr. macht noch keinen Super Bowl.
Nach 11 negativen Saisons in Folge sollte man es etwas langsamer angehen lassen. Der letzte Playoff-Auftritt liegt 16 Jahre zurück. 1994 gab es den letzten Playoff-Sieg. Head Coach Bill Belichick führte Cleveland zu einem Sieg in der ersten Runde über die... New England Patriots.
Natürlich haben die treuen Fans, die sich wirklich bei jedem Mistwetter ins Stadion setzen, es verdient mal einen Sieger zu bekommen. Doch wenn die Spieler jetzt hingehen, und solche Lächerlichkeiten in die Welt setzen, hilft das Niemandem.
Arbeit, Arbeit, Arbeit, das braucht das Team jetzt, um mal etwas Positives zu produzieren, keine blöden Sprüche.

Ted Thompson sagte in einem Interview, daß er an einer Störung seines vegetativen Nervensystems leidet. Das wäre der Grund, warum er als General Manager der Packers 2017 aufgehört hätte.
Thompson wurde am Samstag in die Packers Hall of Fame aufgenommen.
Zunächst dachte Thompson, daß er an CTE litt. Von 1975 bis 84 spielte er Linebacker für die Houston Oilers. Doch die Ärzte fanden heraus, daß es nicht CTE ist, woran er leidet.

„Ich habe es noch drauf,“ zeigte sich Emmanuel Sanders erfreut.
Der Wide Receiver der Broncos erholt sich von einem Achillessehnenriss, den er sich im Dezember 2018 im Training zuzog.
Sanders hat das Lauftraining aufgenommen, und ist voller Zuversicht, daß er kein Saisonspiel verpassen wird. Ob er da zu optimistisch ist, das wird man sehen. Er selbst sagte jedenfalls, daß er nichts überstürzen wolle. Der Meinung schließen sich die Broncos an.

Die Giants gaben Ex-Cowboys Running Back Rod Smith einen Einjahresvertrag.

Giants Offensive Coordinator Mike Shula ist sicher, daß Rookie Quarterback Daniel Jones sofort für das Team starten könnte, wenn es nötig wäre. Er hätte das Potential dazu.
Ein Warnschuß in Richtung Eli Manning?
Eher eine Beruhigungspille für die aufgebrachten Fans, die sich die Haare rauften, als General Manager Gettleman den Quarterback an sechster Stelle in der Draft einberief.

Die Seahawks verpflichteten Ziggy Ansah.
Die Bills, Ravens und Saints waren auch an dem ehemaligen Pass Rusher der Lions interessiert, doch Seattle machte das Rennen.
Ansah hatte eine Schulteroperation. 2018 konnte er nur in sieben Spielen antreten. Doch die Ärzte gaben Ansah jetzt grünes Licht. Die Schulter ist völlig geheilt.
Ansah bekam einen Einjahresvertrag.

Jaylon McKenzie spielte Wide Receiver auf der High School. Am Samstag wurde der 14-Jährige auf einer Party erschossen. Eine 15 Jahre alte Schülerin wurde lebensgefährlich verletzt.
Cowboys Running Back Ezekiel Elliott, der in McKenzies Nachbarstadt lebt, wird die Beerdigungskosten übernehmen.
Elliott hatte der Familie das Angebot im Stillen unterbreitet, doch Jaylons Mutter, Sukeena Gunner, erzählte dem örtlichen Nachrichtensender von NBC davon.
Jaylon McKenzie galt als Riesentalent, dem eine große Zukunft in der NFL bevorstand.

Gut gebrüllt, Löwe oder eher doch the Lion sleeps tonight?
Martha Ford, die Besitzerin der Lions, hat sehr viel weniger Geduld, die Mittelmäßigkeit des Teams weiter zu ertragen, als ihr 2014 im Alter von 88 Jahren verstorbener Mann William Clay Ford.
Ohne jetzt Gemein sein zu wollen, mit 93 Jahren ist sie auch nicht mehr die Jüngste und sehr viel Zeit, noch mal ein erfolgreiches Lions Team zu sehen, bleibt ihr nicht.
Ihr Mann, so bemängelt sie, hätte zu lange Leuten vertraut, die nicht die Resultate gebracht hätten, die sie sollten.
Rod Wood, der Präsident des Clubs, sagte  bei einer Fan-Veranstaltung, daß man von den obersten Positionen bis in die untersten darum wisse: „Ich denke, Mrs. Ford ist eine ganz andere Besitzerin, als ihr Ehemann es war. Sie hat sehr viel weniger Geduld und sehr viel weniger Toleranz für Mittelmäßigkeit, als Mr. Ford,“ sagte Wood. „Das war der Grund, warum wir einige der Änderungen gemacht haben, die wir machten.“
Die Lions mit dem Wort Erfolglosigkeit auf eine Stufe zu stellen, ist gar nicht mal so falsch. Seit Ford das Team vor 55 kaufte, haben die Lions E I N Playoffspiel gewonnen.
EINS!
Immer wieder setzte WC Ford auf die falschen General Manager. Und dann hielt er immer wieder zulange an ihnen fest. Das wird unter seiner Witwe nicht passieren, ist Wood sicher.
Die Patriots-Connection sollte Besserung bringen. 2016 wurde Ex-Patriots General Manager Bob Quinn, der vier Super Bowl Teams zusammenstellte, geholt.
Quinn verpflichtete 2018 Ex-Patriots Defensive Coordinator Matt Patricia, der dreimal den Super Bowl mit New England gewann. Zusammen holten die beiden letztes Jahr 6-10 Siege für Detroit.
Betrachtet man die Sache als Außenstehender, kommt man nicht auf den Gedanken, daß sich bald etwas bessern wird.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Kurzberichte
PIERRE-PAUL-JASON2Buccaneers Defensive End Jason Pierre-Paul (Bild) hatte letzte Woche einen Autounfall ohne Fremdbeteiligung. Dabei verletzte er sich am Nacken.
JPP kam ins Krankenhaus von Broward County, South Florida. Er wurde noch am selben Tag wieder entlassen.
Die Teamärzte waren allerdings sehr besorgt, als sie die Aufnahmen vom Nacken des Defensive Ends sahen. Sie entdeckten einen angebrochenen Wirbel, der sehr wahrscheinlich operiert werden muß.
JPP schickt jetzt die Aufnahmen zu mehreren Ärzten, um sich weitere Meinungen einzuholen.

Die Buccaneers werden Ronde Barber in ihren Ring der Ehre aufnehmen.
Der Cornerback ist der 13. Spieler, dem diese Ehre zuteil wird. Die Zeremonie wird am 22. September im Heimspiel gegen die Giants abgehalten.
Ronde, der Zwillingsbruder von Ex-Giants Running Back Tiki, verbrachte seine gesamten 16 Jahre in der NFL bei den Buccaneers. Von 1999 bis 2012 startete er in 215 Spielen in Folge. Er fing 47 Pässe ab, erzielte 14 defensive Touchdowns, und 28 Sacks, der absolute NFL Bestwert für Cornerbacks. Fünfmal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Travis Frederick hat am Kraft- und Konditionstraining der Cowboys teilgenommen.
Der Center verpaßte die letzte Saison mit einer Autoimmunkrankheit, die das Nervensystem angreift. Daß er jetzt am freiwilligen Workout teilgenommen hat, wertet Head Coach Jason Garrett als kleinen Hoffnungsschimmer.
Bevor Frederick krank wurde, hat er in seinen fünf Jahren in Dallas kein Spiel verpaßt. Er war einer der besten Center der Liga, und die Cowboys könnten froh sein, wenn er wieder spielen könnte.

Viel Einsatzzeit sieht er wegen seiner diversen Verletzungen nicht, aber mit dem Football aufhören möchte J.J. Watt noch lange nicht.
2018 war es das erste Mal seit 2015, daß er alle 16 Saisonspiele bestreiten konnte. 2016 und 17 brachte er es insgesamt nur auf acht Spiele.
Watt wird gesund in die Saison 2019, seine neunte, gehen. Zur Zeit ist er mal nicht in einer Reha, vor dem Beginn des Trainingscamps.
Das sind gute Nachrichten für Texans Fans.

Joe Namath hat ein neues Buch geschrieben. Darin erzählt der Super Bowl Quarterback der Jets davon, daß er sich fast zu Tode gesoffen hätte.
Nach seiner Karriere hätte er so oft zur Flasche gegriffen, daß er fast daran gestorben wäre.
Auslöser der Alkoholsucht war aber nicht sein Karriereende, wie er im Buch „All the Way: My Life in Four Quarters“ schrieb, sondern die Scheidung von seiner Frau Deborah.
Heute weiß er, daß er die Scheidung nur als Ausrede mißbrauchte für seinen Alkoholkonsum.
Der 75-Jährige bemerkte, daß er dem Alkohol abschwören mußte, als er 2003 bei einem Interview mit ESPN Reporterin Suzy Kolber versuchte, sie vor der Kamera zu küssen.
Das, so ist Namath heute sicher, rettete sein Leben.

Nachdem seine Frau erfolgreich an einem Hirntumor operiert wurde, wird Lions Quarterback Matthew Stafford am Vorbereitungsprogramm des Teams teilnehmen.
Letzte Woche war er schon mit dem Team zusammen für Phase 2 des Programms.
Am 20. Mai steht die nächste Trainingseinheit an.

Und zum Schluß mal wieder ein Brüller aus der Comedy Abteilung der NFL.
Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. meinte: „Ich werde aus den Browns die neuen Patriots machen.“

Dienstag, 7. Mai 2019

Kurzberichte
ware-demarcus5DeMarcus Ware (Bild) glaubt, daß die Cowboys das Spielerpotential haben, um den Super Bowl gewinnen zu können. Der ehemalige Defensive End des Teams würde gerne dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.
An zwei bis drei Tagen in der Woche könnte er sich vorstellen, seinen Nachfolgern die richtigen Techniken beizubringen, wie man den Lauf stoppt und den Quarterback bedrängt. Aber er möchte auch den Spielern der O-Line helfen, damit diese sich besser gegen die gegnerischen Verteidigungen durchsetzen können.
Cowboys Head Coach Jason Garrett findet die Idee gut.
12 Jahre spielte Ware in der NFL, die meiste Zeit in Dallas. Er erzielte 138,5 Sacks und wurde viermal in den Pro Bowl gewählt.
Ware besitzt einen Super Bowl Ring, den er in seinen drei Jahren bei den Denver Broncos gewann.

Die Panthers nehmen Steve Smith in ihre Ruhmeshalle auf.
Bisher hatte diese Ruhmeshalle einen sehr überschaubaren Bereich. Man ging an der Büste von Linebacker Sam Mills vorbei und das war`s.
Nach 25 Jahren wäre das etwas wenig, meinte der neue Teambesitzer David Tepper. Deshalb möchte er weitere verdiente Spieler aufnehmen. Neben Wide Receiver Smith sind das zunächst Quarterback Jake Delhomme, Offensive Tackle Jordan Gross und Tight End Wesley Walls.
Smith, jetzt ein Analyst für das NFL Network, spielte 16 Saisons in der Liga, seine ersten 13 in Carolina. Als Panther fing er 836 Pässe für 12.197 Yards und 67 Touchdowns. Fünf mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Delhomme spielte 11 Saisons in der Liga, sieben mit den Panthers. Als Starter kam er auf eine S/N Bilanz von  53-37. Er führte das Team 2003 in den Super Bowl.
Walls spielte 14 Jahre in der NFL, sieben für Carolina. Er fing 324 Pässe für 3.902 Yards und wurde in fünf Pro Bowls gewählt.
Gross spielte alle 11 Jahre seiner Karriere für die Panthers von 2003 bis 2013. Dreimal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Ist auch er ein Kandidat für die Hall of Fame der Panthers?
Cam Newton fühlt sich großartig, während seine Schulter heilt. Der Quarterback möchte noch vor dem Trainingslager wieder damit beginnen, Pässe zu werfen.
Noch hat er dazu nicht die Erlaubnis der Ärzte. Erst im Januar wurde er operiert.
Die Teamleitung hat nicht vor, Newton zu schnell wieder zu belasten. Wenn er im Trainingslager Ende Juli wieder einsatzbereit ist, ist das für sie früh genug.

Rodney Harrison wurde in die Ruhmeshalle der Patriots aufgenommen.
Der knallharte Safety gewann drei Super Bowls mit dem Team.
Bevor er sechs Jahre für New England spielte, war er neun Jahre bei den San Diego Chargers.

Die Redskins suchen einen Quarterback für die Zukunft. Doch zunächst müssen sie mal durch die Saison 2019 kommen.
Ob sie da von Case Keenum geführt werden oder von Rookie Dwayne Haskins, das wird in der Vorbereitungszeit entschieden.
Alex Smith erholt sich immer noch von einer bösen Beinverletzung, die er sich letztes Jahr zuzog. Er wird voraussichtlich keine Rolle  im Kampf um den Starterposten spielen.

Lausige Kicker sind das Schicksal der Bears. Doch damit soll langsam mal Schluß sein.
Chicago holte sich Eddy Pineiro von den Raiders. Dafür gaben sie Oakland einen Draftpick in der siebten Runde 2021.
Was die Bears mit Pineiro wollen, erschließt sich einem nicht ganz. 2018 wurde er als Free Agent von den Raiders verpflichtet. Im September 2018 wurde er auf die Verletztenliste gesetzt.
Der 23-Jährige hat keinerlei NFL Erfahrung. In seinem letzten Jahr am College von Florida verwandelte er 94% seiner Field Goal Versuche.

Ob da schon die Alarmglocken bei den Jets klingeln?
Jedenfalls hat sich ihr neuer Running Back LeVeon Bell nicht bei den freiwilligen Trainingseinheiten blicken lassen. Kein gutes Zeichen, für einen Neuzugang, zumal es verdammt lange her ist, daß Bell mal mit einem Team trainiert hat.
Die Saison 2018 hat der Ex-Steeler ja komplett bestreikt, weil er für schlappe $14 Millionen als Franchise Player nicht spielen wollte.
Der neue Jets Head Coach Adam Gase hat damit kein Problem. „Es ist freiwillig,“ sagte er. „So steht es in den Regeln. Das ist nichts, woran wir lange Gedanken verschwenden. Wenn die Typen auftauchen, versuchen wir, ihnen dabei zu helfen besser zu werden.“
Bis zum ersten Pflichttraining am 4. Juni haben die Jets noch drei freiwillige Workouts. Ob Bell daran teilnimmt?

Montag, 6. Mai 2019

Kurzberichte
jones-danielDaniel Jones (Bild) weiß, daß er sich seinen Respekt in New York verdienen muß.
Daß Giants General Manager Gettleman den Quarterback an sechster Stelle der Draft einberief, löste fast schon Panik bei den Fans und Medien aus.
In den (A)sozialen Medien ging es hoch her. Die meisten Einträge waren negativer Natur. Jones sagte bei seiner ersten Pressekonferenz für die Giants, daß er die Kritik an seiner Wahl sehr genau mitbekommen hat. „Es ist heute ja fast unmöglich, nicht mitzubekommen, was andere über einen denken,“ sagte Jones. „Aber ich konzentriere mich nicht darauf.“
Der Quarterback kommt zu einem maroden Team, das in den letzten zwei Saisons 8-24 Siege holte. Ein alternder Super Bowl MVP Quarterback wartet darauf, abgelöst zu werden. Er hat noch ein Jahr in seinem Vertrag stehen. Manning wird Jones helfen. Er selber hat ja auch zunächst hinter Super Bowl MVP und Hall of Fame Quarterback Kurt Warner gelernt.
Die Presse im Big Apple ist gnadenlos, was zusätzlichen Druck auf den Rookie ausüben wird. Aber da er nicht sofort ins kalte Wasser geworfen wird, kann  er sich daran langsam gewöhnen. Auch dabei wird Manning ihm helfen.
„Ich weiß, daß ich das Vertrauen der Fans gewinnen muß. Das verstehe ich. Ich habe viel Arbeit vor mir, und ich freue mich darauf,“ meinte Jones.
Beobachter, die die ersten zwei Tage des Rookie-Mini-Camps der Giants verfolgt haben, sind gar nicht mal unzufrieden mit dem, was sie von Jones gesehen haben. Er soll ein Technik haben, die sehr an Eli Manning erinnert. Seine Pässe kamen recht genau. Nur  einige waren etwas zu weit geworfen, einer wurde abgefangen. Das kann man dem Einfluß des Adrenalins anlasten, das bestimmt durch Jones strömte.
Wo gerade die Rede vom Rookie-Mini-Camp der Giants ist... Safety Jacob Thieneman und Linebacker Nate Harvey erlitten Knieverletzungen, die operiert werden müssen.

Die Bears haben immer noch kein Glück mit ihren Kickern.
In der 15:16 Niederlage gegen die Eagles im NFC Wild Card Spiel, verschoß Cody Parkey ein Field Goal aus 43 Yards. Der Ball wurde leicht geblockt, hat die Sache für Parkey aber auch nicht besser gemacht, er wurde im März gefeuert.
Am ersten Tag des Rookie- Mini-Camps der Bears, versuchten sich John Baron II, Chris Blewitt, Elliott Fry und Redford Jones aus 43 Yards. Die Trefferquote lag bei katastrophalen zwei von acht Kicks.
Head Coach Matt Nagy war dann auch dementsprechend frustriert.

Nicht immer entscheidet die Position, an welcher ein Collegeabgänger einberufen wurde darüber, ob er Erfolg hat oder nicht in der NFL.
Quarterback Josh Rosen kam letztes Jahr in der ersten Runde zu den Cardinals und soll dieses Jahr versuchen, wenigstens Ersatzmann bei den Dolphins zu werden.
Zwei Spieler aus der sechsten Runde der Draft sind heute Superstars, Quarterback Tom Brady und Wide Receiver Antonio Brown.
In der dritten Runde fanden die 49ers damals ein Juwel, Quarterback Joe Montana.
Über ein Drittel der frisch angeworbenen Rookies wird es überhaupt nicht schaffen, in einen Saisonkader zu kommen.
Noch träumen alle Anwärter von ihren kommenden Karrieren, und schon bald werden etliche dieser Träume geplatzt sein. Egal in welcher Runde sie ihr Team fanden.

Ryan Shazier hat am Freitag geheiratet. Und er hat mit seiner Frau Michelle getanzt.
Das ist deshalb erwähnenswert, weil der Linebacker der Steelers vor 18 Monaten eine Rückenverletzung erlitt, die ihn zeitweise gelähmt hat.
Damals sagten ihm seine Ärzte, daß nur eine 20% Chance besteht, daß er jemals wieder würde gehen können.
Doch Shazier hat ein klares Ziel vor Augen, er will wieder spielen.
Shazier wurde 2007 an 15. Stelle von den Steelers aufgenommen. Er wurde zweimal in den Pro Bowl gewählt.

Die Eagles gaben Linebacker Zach Brown einen Einjahresvertrag, der ihm bis zu $3 Millionen einbringen kann.
In seinen acht Jahren in der NFL sind die Eagles sein viertes Team, nach den Bills, Titans und Redskins.
Bei seinem Abschnitt bei den Bills erzielte er 149 Tackles und wurde in den Pro Bowl gewählt.

Sport1 überträgt das Endspiel um die 41. Deutsche Meisterschaft im American Football am Samstag, 12. Oktober, live ab 18 Uhr.

Freitag, 3. Mai 2019

Kurzberichte
brady-tom-neuerhelmPatriots Quarterback Tom Brady (Bild) war am Donnerstag Gast bei der Show „Jimmy Kimmel Live“.
Er wurde unter anderem danach gefragt, wie er dazu steht, daß er so schlecht bezahlt wird? „Das ist eine gute Frage,“ antwortete Brady. „Das sage ich üblicherweise, wenn ich eine Frage nicht beantworten möchte. Dann sage ich immer, das ist eine gute Frage. Für mich spielt das Gewinnen eine größere Rolle. Gewinnen ist meine Priorität. Und meine Frau (Top Model Gisele Bündchen) verdient eine Menge Geld.
Außerdem bin ich bestimmt viel schlauer, als sie glauben. Da gibt es diese Gehaltsobergrenze. Du kannst nur eine bestimmte Menge Geld ausgeben. Und je mehr dieser eine Typ bekommt, desto weniger ist für andere gute Spieler da. Und vom Wettbewerbsstandpunkt aus gesehen, habe ich halt gerne viele gute Spieler um mich herum.“
Und das ist dann der Grund, warum Tom Brady mit $15 Millionen Jahresgehalt nur auf Platz 18 der Quarterbacks liegt, aber mittlerweile zwei Hände braucht, um all seine Super Bowl Ringe tragen zu können.

Steelers General Manager Kevin Colbert glaubt, daß Ben Roethlisberger noch weit nach 2021 Pässe für die Steelers werfen kann und wird: „Ich weiß, daß er kein Verfallsdatum hat,“ meinte Colbert über Big Ben.
Obwohl der Quarterback bereits mit seinem Ruhestand geliebäugelt hat, glaubt der General Manager, daß Roethlisberger noch lange für Pittsburgh spielen wird.
Warum sollten nur Tom Brady und Drew Brees bis in ihre 40er auf Pro Bowl Level spielen können?
In der heutigen Zeit, in der der Quarterback als besonders schützenswerte Gattung gilt, können die Passer länger aktiv sein als früher. Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, daß der Quarterback als normaler Footballspieler galt und von Verteidigern plattgemacht werden durfte. Doch da es nicht so furchtbar viele NFL taugliche Quarterbacks gibt, und diese auch noch unglaublich viel Geld bekommen, wurden sie immer besser und besser geschützt.
Natürlich kann man die Zeit nicht für immer aufhalten. Ben Roethlisberger schon gar nicht. Er gehört zu den Quarterbacks, die viel riskieren. Er hält den Ball sehr lange, läuft oft aus der Pocket, und wird dabei häufig unter Verteidigern begraben. Und Roethlisberger hat bereits alles erreicht, was man erreichen kann. Super Bowl, Pro Bowl, dicker Vertrag, ein Platz in der Hall of Fame ist bestimmt schon reserviert. Da muß man jetzt als Steelers Fan abwarten und sehen, für was Roethlisberger sich entscheidet.

Broncos General Manager John Elway ist überzeugt davon, daß er mit Drew Lock endlich die Tür zur Zukunft aufgesperrt hat.
Wieder und wieder und wieder hat Elway, der selbst als begnadeter Quarterback in die Hall of Fame einzog, daneben gegriffen, wenn es darum ging, einen brauchbaren Quarterback zu verpflichten.
OK, wie letztens schon geschrieben, mit dieser einen Ausnahme.
Wie schon so oft in der Vergangenheit, glaubt Elway auch bei Lock wieder, daß er der Mann für die Zukunft ist.
Und wieder können die Broncos Fans nur hoffen, daß Elway nicht schon wieder versagt hat.

Da pokert einer hoch.
Arizonas Rookie Head Coach Kliff Kingsbury machte kein Geheimnis daraus, daß er Kyler Murray als Quarterback haben wollte. Vorsichtshalber gab er Josh Rosen Botschaften des Vertrauens mit, aber die waren nicht wirklich ehrlich gemeint.
Hat Kingsbury jetzt Zweifel bekommen?
In einem Interview sagte er, daß Murray vielleicht noch nicht am ersten Spieltag bereit wäre, ein NFL Team anzuführen.
„Wir werden sehen,“ meinte der Head Coach. „Wir arbeiten an all diesen Sachen. Wir haben Brett Hundley hier, von dem wir viel halten. Aber wir werden sehen, wie sich alles entwickelt.“
Kingsbury setzt also auf, ja auf wen?
Brett Hundley?
Der kam 2015 in die Liga und ist bereits bei seinem dritten Team gelandet.
Auf den setzt Kingsbury?
Und was ist, wenn Hundley in der Vorbereitungszeit tatsächlich Murray aussticht?
Klingt so, als würden die Cardinals auch 2020 wieder ganz früh in der Draft drankommen.

Der erste Rookie aus der ersten Runde hat seinen Vertrag unterschrieben. Die Packers verpflichteten Safety Darnell Savage.
Die Konditionen sind klar. Rookies aus der ersten Runde bekommen einen Vierjahresvertrag und das Team die Option auf ein fünftes Jahr.
Green Bay tauschte sich vom 30. Platz auf Position 21, die die Seahawks inne hatten, um an Savage zu kommen. Er war der zweite Spieler, den die Packers in Runde eins aufnahmen. An 12. Stelle holten sie sich Defensive End Rashan Gary.

Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill hat einen Brief an die Liga geschrieben, in dem er alle Vorwürfe der Kindesmißhandlung abstreitet.
Vier Seiten lang ist das Schreiben, das Hills Anwalt an die NFL schickte.
Nachdem eine Tonaufnahme auftauchte, in der eine Frau einen Mann der Kindesmißhandlung bezichtigte, mußte zunächst untersucht werden, ob auf der Aufnahme wirklich Hill und seine Verlobte Crystal Espinal zu hören waren.
Die polizeilichen Untersuchungen, die sofort nach der Veröffentlichung der Aufnahme wieder aufgenommen wurden, bestätigten das.
In der Aufnahme ist auch zu hören, wie Hill Espinal bedroht.
In dem Schreiben an die NFL beteuert der Wide Receiver, daß er es nicht ist, der da zu hören ist. Er wäre völlig überrumpelt worden von der Aufnahme, und den darin geäußerten Anschuldigungen. Niemals hätte er seinen Sohn gestoßen, geschweige denn geschlagen oder gar seinen Arm gebrochen.
Ärztliche Untersuchung der Verletzung hätten ergeben, daß der Arm bei einem Unfall gebrochen wäre. Darüber gäbe es ein Attest.
Es bleibt immer spannend in der NFL.

Donnerstag, 2. Mai 2019

Kurzberichte
charles-jamaalJamaal Charles (Bild) hat am Mittwoch einen Eintagesvertrag bei den Chiefs unterschrieben, um  als Chief in den Ruhestand zu treten.
Nach 11 Jahren in der NFL beendete der Running Back seine Karriere.
Der mittlerweile 32-Jährige kam 2008 in der dritten Runde der Draft nach Kansas City und blieb bis 2016. Mit 7.260 Yards ist er der beste Running Back, den die Chiefs je hatten. Er wurde in vier Pro Bowls gewählt.
2017 spielte er eine Saison für die Broncos und 2018 zwei Spiele für die Jaguars. Seine Leistungskurve war nach der Zeit in Kansas City drastisch nach unten gegangen. Schuld daran war ein Kreuzbandriss, den er 2015 erlitt. Davon konnte er sich nie wieder ganz erholen.

Die Draft ist Geschichte, Zeit für die NFL die Kräfte neu zu vermessen.
Das aktuelle Power Ranking sieht die Patriots, Chargers und Saints weiter auf den Plätzen 1, 2 und 3.
Die Colts schoben sich von der sechs auf die vier, die Vikings von der sieben auf die fünf und die Eagles von der neun auf die sechs.
Das erste Team, das die NFL auf dem Weg nach unten sieht, sind die Rams. Sie fielen von der fünf auf die sieben.
Unten stehen die Lions (28), Cardinals (29), Giants (30) und Bengals auf 31.
Ganz unten bewertet die NFL als das schwächste Team der kommenden Saison: Tadaaa... die Miami Dolphins.

ESPN gab bekannt, welche Kommentatoren die Monday Night Spiele begleiten. Immerhin feiert Monday Night Football die 50. Saison.
Joe Tessitore wird den Zuschauern weiter die Spielzüge beschreiben, die sie eh grade sehen. Booger McFarland, der letztes Jahr mit dem Videomobil am Spielfeldrand auf und ab fuhr, sitzt jetzt neben Tessitore in der Kommentatorenbox und erklärt die Spielzüge anschließend.
An der Seitenlinie wird weiter Lisa Salters agieren. Das macht sie seit acht Jahren und hat gerade einen langfristigen Vertrag unterschrieben.

Der zuständige Richter Leonard Hanser ordnete an, daß Robert Kraft vor Gericht zu erscheinen hat.
Der Besitzer der Patriots steht unter dem Verdacht Sex gegen Geld mit Sexsklaven gehabt zu haben.
Am 21. Mai muß Kraft vor Gericht im Palm Beach County antreten.
Ob die Videoaufnahmen als Beweis zugelassen werden, ist noch nicht endgültig entschieden.

Ex Redskins Quarterback Joe Theisman hat mit Dwayne Haskins gesprochen. Der junge Quarterback würde gerne Theismans Nr. 7 tragen, die vom Team zur Ruhe gesetzt wurde.
OK, sagte Theisman dazu.
Ob das Team auch OK sagt, das ist noch nicht klar.

Raiders Running Back Isaiah Crowell hat sich beim Krafttraining mit dem Team einen Achillessehnenriss zugezogen. Für ihn dürfte die Saison 2019 beendet sein.
Oakland gab Doug Martin einen neuen Vertrag, nachdem er vor Kurzem erst entlassen wurde.

Die Optionen auf fünfte Saisons werden gezogen oder auch nicht. Am Freitag ist die letzte Chance dazu.
Die Saints verzichten darauf, ihre Option auf die fünfte Saison von Cornerback Eli Apple zu ziehen.
Ihre Option auf Defensive Tackle Sheldon Rankins zogen die Saints.
- Die Bills lehnten ihre Option auf Defensive End Shaq Lawson ab.
- Die Titans zogen ihre Option auf Offensive Tackle Jack Conklin nicht.
- Die Bears zogen ihre Option auf Linebacker Leonard Floyd.

Mittwoch, 1. Mai 2019

Kurzberichte
theismann-joe2Joe Theisman (Bild) spielte 12 Saisons für die Redskins. Dabei trug er die Nr. 7. Mit Theisman gewann Washington Super Bowl XVII. Niemand trug seine Nummer nachdem er 1985 seine Karriere beendete.
Jetzt haben die Redskins einen Spieler einberufen, der auf dem College von Ohio State die Nr. 7 trug, Quarterback Dwayne Haskins.
Und wird er diese Nummer in der NFL tragen dürfen?
Joe Theisman möchte mit Haskins darüber reden: „Ich bin nicht dagegen,“ sagte Theisman. „Ich sage aber auch nicht schon ja. Ich möchte mich mit dem jungen Mann zusammensetzen und darüber reden. Ich weiß, daß er schon versucht hat, Kontakt mit mir diesbezüglich aufzunehmen. Sobald es die Zeit erlaubt, werde ich nach Washington reisen und mit ihm darüber reden.“
Doch die Teamleitung hat auch etwas dazu zu sagen. Als Safety Landon Collins zu den Redskins kam und die Nr. 21 von Sean Taylor tragen wollte, die vom Team zur Ruhe gesetzt war, kam ein klares Nein.
Nur... Taylor ist ein Sonderfall. Er spielte von 2004 an für die Redskins. 2007 wurde er von Einbrechern in seinem Haus erschossen.

Broncos General Manager John Elway hat einen Plan.
Wer lacht da?
Elway plant, Quarterback Drew Lock langsam an die NFL zu gewöhnen. Der Zweitrundenpick soll hinter Joe Flacco lernen und nicht schon 2019 in die Schlacht geworfen werden.
„Drew kommt ins Team und wird um den Posten des Ersatzmanns kämpfen,“ sagte Elway. „Drew ist offensichtlich sehr talentiert. Er hat einen guten Arm. Aber er muß noch an vielen Dingen arbeiten. Auf dem College stand er nicht oft unter dem Center. So wie wir in der Offense spielen, muß er einiges ändern.“
Elway, der ein Händchen dafür hat, die falschen Quarterbacks ins Team zu holen, mit dieser einen Ausnahme Peyton Manning, hat dieses mal hoffentlich nicht wieder danebengegriffen. Es reicht, daß mit Flacco bereits ein Mißgriff im Kader ist.
Einmal muß er doch mal den richtigen erwischen.

Die Colts verpflichteten Spencer Ware.
Der Running Back unterschrieb einen Einjahresvertrag über $1,305 Millionen, Mit Boni könnte er es auf $2,05 Millionen bringen.
Der 27-Jährige spielte in den letzten vier Jahren für die Chiefs. Die Saison 2017 verpaßte er mit einer Knieverletzung komplett. 2018 lief er bloß 51 mal und kam auf 246 Yards und zwei Touchdowns.

Die Chargers wollen Quarterback Philip Rivers nicht gehen lassen. Doch besondere Eile für einen neuen Vertrag legen sie nicht an den Tag.
Rivers geht in das letzte Jahr seines aktuellen Vertrags. Das ist die Zeit, in der um eine Verlängerung verhandelt werden sollte. Doch laut General Manager Tom Telesco haben die Verhandlungen noch nicht einmal begonnen.
Mit einem Gehalt von $11 Millionen für 2019 ist der 37 Jahre alte Quarterback ein echtes Schnäppchen.
2018 führte er die umgesiedelten Los Angeles Chargers zu 12-4 Siegen. Er kam auf 4.308 Passyards und 32 Touchdowns bei nur 12 Interceptions.
Da werden die Chargers eine Menge mehr für ihn ausgeben müssen, wenn sie ihn über 2019 hinaus behalten wollen.

Gino Marchetti verstarb im Alter von 93 Jahren. Wie die Baltimore Ravens am Dienstag mitteilten, wäre er friedlich eingeschlafen.
Der Defensive End spielte in einer Zeit, in der Sacks noch nicht statistisch erfaßt wurden, ansonsten würde er da einen der vorderen Plätze einnehmen.
1952 kam er zu den Dallas Texans. 1954 ging er zu den Baltimore Colts für die er 13 sehr produktive Saisons spielte. 11 mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Die Liga wählte ihn das Bestenteam zum 50-Jährigen Liga-Jubiläum.
1972 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen.

Dienstag, 30. April 2019

Kurzberichte
rosen-josh-dolphins„Ich habe keine Angst, Fehler zu machen,“ sagte Cardinals General Manager Steve Keim.
Stimmt, denn aus unerfindlichen Gründen hat Keim den Job noch, trotz etlicher Fehler. Er wurde Mitte 2018 wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet und fünf Wochen suspendiert, er baute 2018 ein löchriges Team mit einem völlig überforderten neuen Head Coach, das mit nur drei Siegen auf Platz eins der Draftteams landete, und trotzdem darf er weiter sein Unwesen in Arizona treiben.
Und 2019 holte er als ersten Spieler Quarterback Kyler Murray ins Team, der von einem neuen Head Coach trainiert wird. Also das selbe Szenario, wie 2018.
Der Quarterback, den die Cardinals letztes Jahr als ersten einberiefen, Josh Rosen (Bild), wurde an die Miami Dolphins abgegeben. Dort wurde er nicht gerade als neuer Heilsbringer empfangen. Er wird mit Ryan Fitzpatrick um den Posten des Starters kämpfen müssen. Und um das fehlende Vertrauen gegen ihn noch deutlicher zu machen, sagte Dolphins General Manager Chris Grier, daß man 2020 ganz bestimmt nach einem Quarterback in der Draft Ausschau halten wird. „Jedes Team in der Liga sucht nach dem Typ, der einen zur Meisterschaft führt,“ meinte Grier. „Auch wir werden weiter nach diesem Typen Ausschau halten.“
Es kann sein, daß der General Manager darauf spekuliert, nächstes Jahr sehr früh einen Collegeabgänger aufnehmen zu können.
Unrealistisch ist das nicht.

Obwohl er eine „Playoff-Allergie“ hat, zogen die Eagles ihre Option auf die fünfte Saison von Quarterback Carson Wentz.
Die Teamleitung gibt die Hoffnung nicht auf, daß Wentz mal eine Saison Zuende spielen kann.
2019 wird der Quarterback noch für magere $8,5 Millionen spielen müssen, 2020 stehen ihm dann $20 Millionen zu.
Wentz ist ein brauchbarer Quarterback. Seit er 2016 nach Philadelphia kam, erzielte er 10.152 Passyards und 70 Touchdowns bei 28 Interceptions. 2017 stand er kurz davor, zum Liga MVP gewählt zu werden, hätte er sich nicht kurz vor Saisonende böse am Knie verletzt. Aber es war dann sein Ersatzmann Nick Foles, der Philadelphia zum Super Bowl Sieg führte und zum Super Bowl MVP gewählt wurde.
Diese Arbeitsteilung wird es nicht mehr geben, denn Foles ist als Starter nach Jacksonville gegangen.
Jetzt kann man in Philadelphia nur die Daumen drücken, daß Wentz verletzungsfrei durch die Saisons kommt.

Die Giants nahmen in Runde sechs der letzten Draft Washburn University Cornerback Corey Ballantine auf.
Am Samstag wurde Ballantine angeschossen und einer seiner College-Mitspieler erschossen.
Die Umstände des Anschlags werden noch untersucht. Ballantines Verletzung ist glücklicherweise nicht lebensgefährlich, und seine NFL Karriere soll nicht gefährdet sein.
Ballantine und sein toter Freund Dwane Simmons sind nicht die ersten Opfer von Schußwaffen in diesem Jahr. Am Samstag wurde John Scott III, ein Defensive Lineman von Texas Tech, angeschossen. Im Februar starb Larry Aaron III, ein Marshall Defensive Lineman, an Schußverletzungen, die er Wochen zuvor während einer Silvesterparty erlitt. Letzten Monat wurde ein William & Mary Spieler in Virginia erschossen. Zwei Texas A&M-Commerce Spieler wurden angeschossen und verletzt als sie auf einer Reise durch Florida waren.

Montag, 29. April 2019

Kurzberichte
janikowski01Sebastian Janikowski hat seine Karriere beendet.
Nach 19 Jahren in der NFL erklärte der 41 Jahre alte in Walbrzych, Polen, geborene Kicker seinen Schritt in den Ruhestand.
2000 wurde er an Stelle 17 von den Raiders einberufen. Nur drei Kicker wurden in der Geschichte der NFL in der ersten Runde der Draft einberufen, Russell Erxleben in 1979 und Charlie Gogolak in 1966 sind die anderen.
18 Jahre blieb Janikowski bei den Raiders. Erst letztes Jahr wechselte er zu den Seahawks.
Mit 58 erfolgreichen Field Goals aus über 50 Yards hält er den NFL Rekord. Den Rekord mit zwei Field Goals aus über 60 Yards teilt er sich mit Greg Zuerlein von den Rams.
Insgesamt erzielte Janikowski 1.913 Punkte in seiner Karriere. Damit liegt er auf Platz 10 der ewigen Bestenliste.
Obwohl er zu den erfolgreichsten Kickern gehört, wurde er nur einmal in den Pro Bowl gewählt.
Eine Sportagentur hat ausgerechnet, daß er es in seiner Zeit in der NFL $53 Millionen verdient hat, so viel wie kein anderer Kicker in der Liga.

Nach der Draft ist vor der Free Agent Verpflichtung.
Quarterback Tyree Jackson aus Buffalo wurde von keinem Team einberufen. Doch sofort nach der Draft fand sich ein Team, das ihn verpflichtete. Und Jackson muß noch nicht mal umziehen, denn es waren die Bills, die ihn aufnahmen.
Jackson soll einen starken Arm haben und sehr athletisch sein.
Ob er es in den Saisonkader schafft, das wird man sehen. Vorerst ist er für $75.000 im Trainingsteam.

Auf dem rechten Auge blind ist University of Charleston Defensive End Kahzin Daniels.
Das hielt ihn nicht davon ab, in seinen vier Jahren auf dem College sagenhafte 34,5 Sacks zu erzielen. Damit machte er natürlich auf sich aufmerksam.
Die Tampa Bay Buccaneers nahmen ihn als Free Agent, also nicht über die Draft, auf.
Wäre es nicht so gemein, würde ich sagen, „bei den Buccaneers ist Daniels der Einäugige unter den Blinden.“
Daniels ist nicht von Geburt an auf einem Auge blind. Es passierte im Alter von fünf Jahren, als er bei einer Fahrt mit dem Roller an ein Stange prallte.
Daß man es auch dann in der NFL schaffen kann, wenn man auf einem Auge blind ist, das hat Wesley Walker bewiesen.
Er spielte sogar auf der Position des Wide Receivers. Er kam zweimal in den Pro Bowl und war mit 8.306 Passyards der zweitbeste Receiver der Jets aller Zeiten, als er 1989 seine Karriere beendete.

Sonntag, 28. April 2019

Die Draft 2019 - Runde 4 - 7
Draft-endeIn diesen späten Runden findet man nicht mehr sehr viele relevante Spieler, außer Mr. Irrelevant.
Einige Teams versuchen noch Collegeabgänger zu finden, die sich als Ersatzspieler einsetzen lassen. So wie die Bengals. Die sahen in der vierten Runde noch einen Quarterback, den sie gerne gehabt hätten. Um an ihn heranzukommen, mußten sie den Platz mit den 49ers tauschen. Sie opferten ihre Draftpicks 110, 183 und 196 um an 104. Stelle North Carolina State Quarterback Ryan Finley einzuberufen.
Er warf in seiner Collegezeit Pässe für 11.151 Yards und 63 Touchdowns bei 30 Interceptions.

Auch die Eagles griffen sich spät einen Quarterback, Clayton Thorson von Northwestern.
Seine Bilanz: 10.731 Passyards, 61 Touchdowns, 45 Interceptions.
Klar bleibt Carson Wentz die Nr. 1. Nate Sudfeld ist die Nr. 2 und dahinter dann Thorson oder Luis Perez. Der ist bereits bei den Eagles unter Vertrag, muß sich aber Platz drei gegen Thorson erkämpfen. Bedenkt man, daß Wentz Probleme hat, eine Saison gesund durchzuhalten, ist es nicht schlecht, mit drei Quarterbacks in die Saison zu gehen.

Und zuletzt halt noch Draftpick 254, Mr. Irrelevant. Der letzte Collegeabgänger, der ein Team fand war UCLA Tight End Caleb Wilson. Er wurde von den Cardinals einberufen.
Wilson fing 60 Pässe für 965 Yards. Das sind sehr gute 16,1 Yards pro Catch.
Und damit schloß sich der Kreis, denn Arizona hatte nicht nur die letzte Wahl, sondern am Donnerstag auch die erste.

Experten und Analysten vergaben den 32 Teams Noten für ihr Wirken in der Draft.
Viele Teams bekamen die Note A. Nur wenige Teams bekamen ein B oder C, so wie die Texans, die ein dickes C bekamen. Auch die Buccaneers bekamen diese schlechte Note.
Die Chiefs, Chargers, Redskins, Lions, Falcons, Saints, Rams, wurden mit B bewertet
Auch die Raiders, die mit den Draft-Frischlingen Mike Mayock und Jon Gruden in die Schlacht zogen, haben sich nicht wirklich gut angestellt. Ihre Aktivitäten wurden mit B+ bewertet.
Alle anderen scheinen also gut gearbeitet zu haben.

Alle Spieler, alle Runden gibt es HIER...

Samstag, 27. April 2019

Die Draft 2019 - Runde 2 und 3
hill-tyreek2Die Chiefs holten sich in Runde zwei einen Wide Receiver, Mecole Hardman aus Georgia. Sie tauschten sich nach oben und gaben ihre Draftpicks Nr. 61 und 167 an die Rams ab, um an Hardman zu kommen.
Ein Zug, aus der Not geboren. Nachdem eine Tonaufnahme auftauchte, auf der vermutlich Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill (Bild) der Kindesmißhandlung bezichtigt wird, nahm Staatsanwalt Stephen Howe den Fall wieder auf. Erst zwei Tage zuvor hatte Howe den Fall zunächst geschlossen, da nicht genügend Beweise gegen Hill vorlagen. Das hat sich jetzt geändert.
Sollte Hill, der der viertbeste Wide Receiver in der Saison 2018 war, angeklagt und verurteilt werden, dann wird er lange Zeit nicht spielen dürfen.
Die Chiefs sagten, daß sie sehr verstört und zutiefst beunruhigt waren, als sie die Aufnahme hörten. Sie schlossen den Wide Receiver vorläufig von allen Teamaktivitäten aus.
Wenn es sich als Wahr herausstellt, daß er seinem dreijährigen Sohn tatsächlich einen Arm brach, wird es selbst für diesen Ausnahme-Receiver schwer, wieder in der NFL Fuß zu fassen.
Mit gewalttätigen Spielern kennen die Chiefs sich aus. Erst im November feuerten sie Pro Bowl Running Back Kareem Hunt, nachdem der eine am Boden liegende Frau getreten hatte.

Missouri Quarterback Drew Lock wollte lieber als 32. Spieler zu einem guten Team, als als Nr. 1 zu einem schlechten.
Hat beides nicht geklappt. Obwohl er sich als Quarterback sah, der in Runde eins ein Team findet, fiel er in die zweite Runde zurück. Und da landete er an Stelle 42 bei einem schlechten Team, den Denver Broncos.
Obwohl die Broncos nichts dringender brauchen, als einen brauchbaren Quarterback, warteten sie bis zur zweiten Runde, um einen einzuberufen. In Runde eins entschieden sie sich für einen Tight End.
Lock spielte vier Jahre für Missouri. Er kam auf 12.193 Yards und 99 Touchdowns bei 39 Interceptions.
Bei der „Qualität“ von Joe Flacco, und dessen Verletzungsanfälligkeit, könnte Lock recht bald in die Schlacht geworfen werden.

Als die Cardinals Kyler Murray an Nr. 1 einberiefen, war klar, daß sie Josh Rosen abgegeben würde. Und die Dolphins griffen zu. Sie gaben Arizona ihren Draftpick an 62. Stelle für den Quarterback, sowie ihren Draftpick in Runde fünf 2020.
Rosen spielte letztes Jahr in 13 Spielen für die Cardinals und kam auf 2.278 Yards und 11 Touchdowns bei 14 Interceptions.

Man möchte heute nicht Dave Gettleman sein und New Yorker Zeitungen aufschlagen.
Der General Manager der Giants wird von der Presse zerrissen. Niemand, aber auch wirklich niemand im Big Apple scheint zufrieden zu sein, daß Gettleman Duke Quarterback Daniel Jones an sechster Stelle einberief.
Auch die Beteuerung des General Managers, daß Jones ja einige Zeit, vielleicht sogar einige Jahre, hinter Eli Manning lernen und reifen soll, konnte die Wogen nicht glätten.
Die Zeitungen fielen über Gettleman her, und die Fans lagen zerstört am Boden.
„Was soll`s?,“ fragte Gettleman zurück. „“Wir haben einen Quarterback einberufen, von dem wir glauben, daß er der Mann für die Zukunft ist. Das ist sowohl die lange, wie auch die kurze Version der Geschichte.“

Doug Baldwin denkt daran aufzuhören.
Der Wide Receiver der Seahawks hat eine Leistenoperation hinter sich, und fällt vermutlich zwei Monate aus.
Vorsichtshalber nahmen die Seahawks in Runde zwei einen Wide Receiver auf, D.K. Metcalf.
Eigentlich ging man davon aus, daß Metcalf schon in Runde eins ein Team finden würde. Doch er fiel bis auf den letzten Platz in der zweiten Runde zurück.

Freitag, 26. April 2019

Die Draft 2019 - Runde 1
murray-kyler-nr1„Ich gehe lieber an 32. Stelle zu einem guten Team, als an Erster zu einem schlechten Team,“ meinte Missouri Quarterback Drew Lock.
Lock hätte nichts dagegen, als Ersatzmann hinter einem guten Quarterback zu lernen. Nun, das kann er, denn Lock wurde in Runde eins von keinem Team einberufen.
Ob Kyler Murray (Bild) auch so gedacht haben mag?
Jedenfalls gab es keine Überraschung, als NFL Commissioner Roger Goodell den Quarterback als erste Wahl der Arizona Cardinals aufrief.
Der in das zarteste Rosa gekleidete Murray trug eine Hose, deren Schritt so tief unten hing, daß man befürchten mußte, Murray könnte darüber stolpern.
Doch er schaffte es auf die Bühne und nahm das Trikot mit der Nr. 1 von Goodell entgegen.
Bei den Cardinals muß Murray, der die Heisman Trophäe gewann, an seinen Pocket-Fähigkeiten arbeiten. Auf dem College spielte er in einem völlig anderen System, als es in der NFL gespielt wird. Doch er kann akkurate Pässe werfen und ist ein guter Läufer.
Die Cardinals hoffen wohl, daß sie einen zweiten Russell Wilson einberufen haben.
Murray schrieb amerikanische Sportgeschichte. Er ist der erste Sportler, der in der ersten Runde sowohl in der Baseballliga einberufen wurde, als auch in der NFL.

An 2. Stelle nahmen die 49ers Nick Bosa auf. Der Defensive End von Ohio State hatte ja letzte Woche noch schnell versucht, alle negativen Einträge, die er über Ex-49ers Quarterback Colin Kaepernick getwittert hatte zu löschen. Er hatte es schon im Gefühl, daß er in San Francisco landen würde.
Bosa wird wohl sofort einen Posten als Starter bekommen. Seine Fähigkeiten sollen kein bißchen hinter denen seines älteren Bruders Joey zurückstehen, der für die Chargers spielt.

Die Jets entschieden sich auf Platz drei für Quinnen Williams.
Der Defensive Tackle landete bei den New Yorkern, die allerdings gar nicht vorhatten, selber an dritter Stelle einen Spieler einzuberufen. Sie hatten gehofft, einen guten Tauschhandel machen zu können.
Aber Williams ist eine gute Verstärkung für die D-Line der Jets, und auch er wird als sofortiger Starter gehandelt.

Der zweite Quarterback in der ersten Runde ging an Stelle sechs zu den Giants. Sie entschieden sich für Duke Quarterback Daniel Jones. Er soll dann wohl in nicht allzuferner Zukunft Eli Manning ersetzen.
Die Giants setzen da vielleicht auf die Verbindung von Jones zu den Mannings.
Jones spielt für Coach David Cutcliffe. Der arbeitete schon mit Eli Manning bei Ole Miss und Peyton Manning in Tennessee zusammen.

Erst an 15. Stelle wurde der dritte Quarterback einberufen.
Die Redskins entschieden sich für Ohio State Quarterback Dwayne Haskins.
Ob Alex Smith jemals wieder spielen kann, ist fraglich. Case Keenum und Colt McCoy sind gute Ersatzleute, aber auch nicht mehr. Trotzdem wird Haskins wohl nicht sofort als Starter in die Saison gehen.

Ein Wagnis gingen die Tennessee Titans ein. Sie entschieden sich auf Platz 19 für Jeffery Simmons.
Der Defensive Tackle kuriert noch einen Kreuzbandriss aus. Zudem existiert ein Video aus dem Jahr 2016 von ihm, auf dem zu sehen ist, daß er eine Frau schlägt.
Das könnte noch eine Rolle spielen.

Kurzberichte
Die Chiefs sind sehr vorsichtig mit ihren Aussagen, wenn es um Tyreek Hill geht.
Der Wide Receiver wurde nur deshalb nicht wegen Kindesmißhandlung angeklagt, weil dem Staatsanwalt die Beweislage zu dürftig war.
Am Donnerstag strahlte der örtliche Sender in Kansas City, KCTV5, eine Tonaufnahme aus, auf der eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einer Frau zu hören ist.
In einem Streit zwischen den beiden in einem Auto, wird der Mann von der Frau damit konfrontiert, daß er seinem drei Jahre alten Sohn einen Arm gebrochen hat.
Des Weiteren ist zu hören, daß die Frau sagt, daß sie vor der Polizei für den Mann gelogen hat.
Der Sender behauptet, daß auf der Tonaufnahme Hill und seine Verlobte Crystal Espinal zu hören sind. Ob es wirklich diese beiden sind, das wird noch untersucht.
KCTV5 hat die Aufnahme an den Staatsanwalt Stephen Howe geschickt, der den Fall bearbeitet.
Chiefs General Manager Brett Veach sagte, daß das Team noch weitere Informationen sammelt, bevor man sich dazu äußert.
Hill landete 2018 auf Platz vier der Wide Receiver. Er fing 87 Pässe für 1.479 Yards und 12 Touchdowns.

Das Cover für Madden 20 steht fest. Es zeigt Chiefs Quarterback Patrick Mahomes.
Er ist der erste Spieler der Chiefs, der auf dem Cover des beliebten Videospiels abgebildet wird.

Die Jaguars zogen ihre Option auf die fünfte Saison von Jalen Ramsey.
Der Cornerback wurde letzte Woche noch von Teamleiter Tom Coughlin kritisiert, weil er nicht zum freiwilligen Training erschien.
Ramsey startete seit 2016 in 48 Spielen. Er erzielte 193 Tackles, neun Interceptions und wehrte 44 Pässe ab.
Er wurde zweimal in Folge in den Pro Bowl gewählt.

Donnerstag, 25. April 2019

Kurzberichte
johnson-chrisChris Johnson (Bild) kam 2008 zu den Titans. In seinem zweiten Jahr kam der Running Back auf 2.006 Laufyards. Das brachte ihm den Spitznamen CJ2K ein. Nur sieben NFL Running Backs haben jemals die Zweitausenderbarriere durchbrochen.
Danach wollte Johnson einen Megavertrag. Den bekam er auch. Und als hätte das viele Geld an seinen Füßen ihn behindert, ging seine Leistung schlagartig in den Keller.
2014 wechselte er zu den Jets und kam nur noch auf 663 Yards.
2015 versuchte er es in Arizona, doch ein Schienbeinbruch in Woche 12 beendete seine Saison vorzeitig. Bis dahin hatte er es aber immerhin auf 814 Yards gebracht.
Er blieb noch zwei Jahre in Arizona, brachte es aber verletzungsbedingt nur auf acht Spiele. 2018 war er bei keinem Team unter Vertrag.
Gestern unterschrieb er einen Eintagesvertrag bei den Titans, um als Titan in den Ruhestand zu treten. Er glaubt zwar, daß er immer noch spielen könnte, doch die Teams sehen das anders, denn Anfragen hat er keine bekommen.

Big Ben bleibt weiter in Pittsburgh.
Quarterback Ben Roethlisberger hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der ihm $68 Millionen einbringt.
Damit bleibt Roethlisberger bis nach der Saison 2021 bei den Steelers.
Mit dem neuen Vertrag liegt Big Ben auf Platz 13 der NFL Quarterbacks Gehaltsliste.

Die NFL hat einen neuen bestbezahlten Kicker aller Zeiten.
Die Ravens konnten Justin Tucker mit einem neuen Vierjahresvertrag an sich binden, der ihm $23,05 Millionen einbringt. $12 Millionen davon sind garantiert.
Tucker bleibt bis nach der Saison 2023 in Baltimore.
In seinen sieben Jahren in der NFL, die er alle für die Ravens kickte, verwandelte er 90,1% seiner Field Goal Versuche. Das ist die höchste Rate in der Geschichte der NFL.
Bei den Extrapunkten sieht es noch besser aus. Da verwandelte er 242 von 243 Versuchen.

Tom Coughlin hat zwei seiner Spieler öffentlich kritisiert, weil sie nicht zum freiwilligen Training erschienen.
Die NFLPA hat daraufhin den Präsidenten des Spielerpersonals der Jacksonville Jaguars darauf hingewiesen, was das Wörtchen „freiwillig“ bedeutet.
Gestern hat auch die Liga Coughlin für seine Kritik kritisiert. Sie verwarnte Coughlin schriftlich und wies ihn auch auf die Bedeutung des Wortes „freiwillig“ hin.
Zur Zeit laufen ja bereits zarte Vorgespräche über den anstehenden neuen Tarifvertrag. Sollten die Teambesitzer und die anderen Verantwortlichen der Teams das Wort „Freiwillig“ streichen wollen, dann haben sie dazu ja jetzt die Gelegenheit.

Kelly Stafford, die Frau des Lions Quarterbacks Matthew Stafford, mußte wieder ins Krankenhaus.
Letzte Woche wurde sie an einem Hirntumor operiert. Am Sonntag wurde sie bereits aus dem Krankenhaus entlassen.
Doch sie litt an unerträglichen Schmerzen und ging am Mittwoch wieder in die Klinik. Sie hoffte, daß sie nur eine Nacht zur Schmerzbehandlung dort bleiben muß.

Tyreek Hill ist vom Haken.
Gegen den Wide Receiver der Chiefs wurde wegen Kindesmißhandlung ermittelt. Der Staatsanwalt Stephen Howe hat bekanntgegeben, daß er keine Klage gegen Hill erheben wird. Diese Entscheidung würde ihm Bauchschmerzen bereiten sagte Howe, aber die Beweislage wäre zu dünn. Das Kind wäre mißhandelt worden, räumte Howe ein, und er mache sich Sorgen um das weitere Wohlbefinden des Kindes, aber für ein Anklage gegen Hill würden die Beweise nicht ausreichen. Wer das Kind mißhandelt hätte, das könnte nicht endgültig belegt werden.
Auf die Frage, ob er frustriert wäre, daß er keine Klage erheben könne, antwortete Howe: „Oh, absolut!“ Er fügte noch hinzu, daß es sehr Unwahrscheinlich wäre, daß sein Büro jemals Details der Ermittlungen an die Chiefs oder die NFL weitergeben würde.
Hill und seiner Verlobten Crystal Espinal, der Mutter des dreijährigen Sohnes, wurde das Sorgerecht für das Kind entzogen.

Draft 2019
Heute haben Nachtschwärmer wieder etwas zum Ansehen. Die Draft ist von der Hinterzimmerveranstaltung zur Primetime TV Show gewachsen.
1936 wurde die erste dieser „Einberufungsveranstaltungen“ abgehalten. Es gab keine Konzerte, kein Feuerwerk, keine Scouts, die die Collegeabgänger für die Teams beobachteten, keine Fans, die in der Halle ihre Beifalls- oder Mißfallensäußerungen lauthals hörbar machten. Es gab ja auch keine Halle, in der man die Draft abhielt.
Die erste Draft ging über neun Runden.
Und die Anzahl der Runden wuchs. 1945 gab es 32 Runden. 1960 waren es noch 20. Lange Zeit waren es 17 Runden, die absolviert werden mußten. Dann ging es runter auf 12 Runden.
Seit 1994 wurde die Anzahl der Einberufungsrunden auf sieben festgelegt. Nach und nach wuchs das Interesse an der Draft, in der immerhin sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden, die über die Zukunft eines Teams entscheiden.
1980 fragte Chet Simmons, der Chef des Senders ESPN, den damaligen Chef der NFL, Pete Rozelle, ob der Sender die Draft im Fernsehen übertragen dürfte. Rozelle konnte sich nicht vorstellen, warum Simmons das wollte, aber er gab sein OK.
Bis 1988 wurde die Draft mitten in der Woche abgehalten. Als die NFL 88 die Draft auf das Wochenende verlegte, schossen die Einschaltquoten für ESPN in die Höhe. Es war der Startschuß für den Draft-Hype, den es heute gibt.
2010 wurde die heutige Vorgehensweise festgelegt, bei der Runde eins am Donnerstag, die Runden zwei und drei am Freitag und der Rest dann Samstags abgehalten werden. Alles Live und in Farbe im TV.
Von 1936 bis 64 wurde die Draft in abwechselnden Städten abgehalten, in denen es NFL Teams gab.
Von 1965 an fand die Draft in New York statt. Seit 2015 findet sie wieder in abwechselnden Städten statt, dieses Jahr in Nashville, Tennessee.
Mittlerweile sind es drei Sender, die die Veranstaltung in den USA Live übertragen, ESPN, NFLN und FOX.
Und wer Lust hat, der kann heute Nacht auch hier live dabei sein.

Mittwoch, 24. April 2019

Kurzberichte
goff-jared2Das ist jetzt nun wirklich keine Überraschung.
Die Rams zogen ihre Option auf eine fünfte Saison von Quarterback Jared Goff (Bild).
Goff kam als Nr. 1 der Draft 2016 nach Los Angeles. Wie alle Rookies aus der ersten Runde bekam er einen Vierjahresvertrag, und das Team die Option auf eine fünfte Saison.
Anders als Spieler, die in späteren Runden ihr Team finden, und bereits nach vier Saisons einen neuen Megavertrag abschließen dürfen, müssen Spieler aus der ersten Runde ein Jahr länger warten.
Goff ist also gezwungenermaßen bis nach der Saison 2020 an die Rams gebunden, ohne Chance, bereit in seinem fünften Jahr der neue bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten werden zu können.
In seiner Zeit bisher bei den Rams erzielte der Quarterback 9.581 Passyards. Seine Touchdown/Interception Bilanz steht bei 65-26.
LAR hat 2020 noch Geld unter der Gehaltsobergrenze, um mit einigen nennenswerten Spielern zu verhandeln, deren Verträge auslaufen, bevor Goff dann 2021 einen Großteil des Geldes unter der Gehaltsobergrenze auf das Konto geschaufelt bekommt, und andere gute Spieler nicht mehr gehalten werden können.

Nach 11 Jahren hat Jonathan Stewart genug. Der Running Back der Panthers beendet seine Karriere.
Stewart war bereits ohne Vertrag bei einem Team. Am Dienstag unterschrieb er einen Eintagesvertrag, um als Panther in den Ruhestand zu treten. Für sie spielte er 10 Jahre.
2018 spielte er eine vergessenswerte Saison für die Giants. Er lief sechsmal mit dem Ball und kam auf 17 Yards bevor er auf der Verletztenliste gesetzt wurde.
In Carolina ist er der führende Läufer mit 7.318 Yards und 51 Touchdowns.

General Manager müssen lernen, lernen, lernen. Und genau das macht Mike Mayock.
Der neue General Manager der Raiders hat als Draft-Analyst 15 Jahre lang den vollen Durchblick beim NFL eigenen Sender NFLN bewiesen. Doch grau ist alle Theorie.
Zur Zeit hält Mayock Draft-Übungen ab, damit er am Donnerstag nicht vollends von der Praxis überrascht wird. Er trainiert, schnelle Entscheidungen unter Druck zu treffen, gerade so, wie er es am Donnerstag machen muß. Head Coach Jon Gruden übt fleißig mit.
Die beiden hatten ja alle Scouts gefeuert, und viel Hilfe haben sie an den Drafttagen nicht mehr. So saßen also Mayock und Gruden in  einem Raum, und in einem anderen Zimmer saßen einige der Assistenztrainer und agierten so, als wären sie General Manager konkurrierender Teams.

Robbie Gould will weg von dem Team mit den Goldhelmen.
Der Kicker teilte der Teamleitung der 49ers mit, daß er keine Absicht hat über einen Vertrag zu verhandeln.
Gould kam mit seiner Entscheidung heraus, einen Tag nachdem General Manager John Lynch seine Hoffnung geäußert hat, ihn halten zu können.
Gould kam 2017 zu den 49ers und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Der lief nach der Saison 2018 aus, und Gould bekam das Franchise-Etikett angeheftet.  Doch der 36 Jahre alte Kicker will unter keinen Umständen mehr für San Francisco spielen, weder als Franchisespieler, noch mit einem neuen langfristigen Vertrag. Der könnte ja bis zum 15. Juli noch ausgehandelt werden.
Die Niners sollten sich unter diesen Umständen nach einem anderen Kicker umsehen.
Gould ist seit 2005 in der NFL. Er war zunächst für die Patriots und Ravens im Trainingsteam. Bei den Bears war er dann von 2005 bis 2015 aktiv. Es folgten die Giants und 49ers.
Bei der Draft wartet auf jeden Fall ein guter Spieler auf General Manager Lynch. Die Cardinals wissen zwar (offiziell) immer noch nicht, wen sie einberufen sollen, aber für die 49ers werden auf jeden Fall Pass Rusher Nick Bosa oder Defensive Tackle Quinnen Williams zum haben sein. Es könnte auch noch Quarterback Kyler Murray im Wartezimmer hinter der Bühne sitzen und auf seinen Aufruf warten.
Wie auch immer, die Niners werden einen hervorragenden Spieler an Nummer zwei aufnehmen können. Ein Kicker wird das aber eher nicht sein.

Josh Gordon bleibt bei den Patriots.
Der Wide Receiver ist zur Zeit mal wieder suspendiert, aber wenn er wieder spielen darf, dann möchten die Patriots, daß er das für sie macht.

Mehr Geld oder Wechsel, heißt es für Chris Harris.
Der Cornerback der Broncos möchte einen Vertrag über mindestens $15 Millionen. Wenn er den nicht bekommt, möchte er weg.
Harris orientiert sich bei seinem Wunschgehalt an Redskins Cornerback Josh Norman, der auf der Position der Spitzenverdiener ist.
General Manager John Elway möchte noch mit Harris reden, aber erst nach der Draft.

Ein Reporter fragte Giants General Manager Dave Gettleman, ob es immer noch eine negative Stimmung in der Kabine gäbe. „Nicht mehr,“ antwortete Gettleman.
Ex- Giants und Neu-Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. bezog diese Antwort auf sich. Und also legte er auf Twitter los: „Ich bin ein Siegertyp. Ich akzeptiere Niederlagen nicht und Entschuldigungen für diese zu finden. Also bin ich, der das anspricht, um etwas zum Besseren zu wenden, schlecht für die Stimmung?“
Und dann ging er dazu über, seine neuen Heimat Cleveland zu loben: „Ich war noch nirgendwo so glücklich in meinem Leben. Meine Seele, mein Geist befinden sich in einem Allzeithoch.“

Die Seahawks gaben Frank Clark an die Chiefs ab.
Für den Pro Bowl Defensive End bekamen sie den Draftpick der Chiefs an 29. Stelle 2019, einen Tausch der Draftpicks in Runde drei und eine Wahlmöglichkeit in Runde zwei 2020.
In Kansas City unterschrieb Clark einen Fünfjahresvertrag über $105,5 Millionen. Diese Summe bekam auch Cowboys Defensive End DeMarcus Lawrence letzte Woche. Doch mit der Garantiesumme von $63,5 Millionen bekam der $1,5 Millionen mehr als Clark.
Seattle mußte sich notgedrungen von Clark trennen, denn nachdem sie Quarterback Russell Wilson zum bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten gemacht hatten, war nicht mehr genug Geld unter der Gehaltsobergrenze übrig um den Defensive End zu halten.

Dienstag, 23. April 2019

Kurzberichte
Draft_rgbDie Uhr tickt. In der Nacht zu Freitag heißt es: „Die Arizona Cardinals nehmen mit der ersten Wahl in der Draft...“ na, ja... wen auch immer auf. Wenn sie ihren ersten Platz nicht wegtauschen.
Eigentlich glaubt man ja zu wissen, daß sie Quarterback Kyler Murray einberufen. Sollte es nicht so kommen, würde das fast schon als Sensation gelten.
Planen auch die Raiders eine Sensation?
Sie sind an vierter Stelle dran. Haben sie all ihre Scouts gefeuert, weil sie eine Überraschungsbombe platzen lassen wollen, und nicht wollen, daß im Vorfeld schon etwas davon durchsickert?
Dreimal dürfen die Raiders in der ersten Runde einen Spieler einberufen. Das verdanken sie der Tatsache, daß sie Khalil Mack an die Bears und Amari Cooper an die Cowboys abgegeben haben. Im Tausch bekamen sie einige Draftpicks dieser beiden Teams. Chicago und Dallas haben dadurch keine Wahlmöglichkeit in Runde eins. Die Bears dürfen auch in Runde zwei keinen Spieler einberufen.
Jetzt wird gerätselt, was die Raiders bewogen hat, alle Mitwisser zu entfernen?
An vierter Stelle werden noch viele gute Spieler zu haben sein, egal ob Offense oder Defense.

Die Experten sehen zwei Teams, die unbedingt einen neuen Quarterback benötigen, die Redskins und die Dolphins.
Schlecht ist, daß Miami erst an 13 Stelle eine Spieler einberufen kann, Washington an 15.
Auch wenn sonst kein Team so dringend einen guten, neuen Passer braucht, wie die beiden, ist es fraglich, ob Teamretter so tief unten noch zu haben sein werden?
Auf Platz sechs sind die Giants dran, und sie liebäugeln mit einem Nachfolger für Eli Manning.
Die Broncos auf Platz 10 gehen mit Joe Flacco in die Saison. Daß das schiefgehen wird, kann man voraussagen. Also werden auch sie nach einem Ballwerfer Ausschau halten.
Es ist also wieder mal spannend um die wichtigste Position im Sport.

Grady Jarrett hat seinen Franchise-Vertrag unterschrieben.
Der Defensive Tackle der Falcons und Atlanta können sich noch bis zum 15. Juli auf einen langfristigen Vertrag einigen. Werden sie sich nicht einig, spielt Jarrett 2019 für $15,209 Millionen.

Die Bills gaben Running Back T.J. Yeldon einen Zweijahresvertrag. Über die Finanzen liegt noch nichts vor.
Yeldon ist ein guter Receiver. In seinen vier Jahren in Jacksonville fing er 171 Pässe für 1.302 Yards.

Montag, 22. April 2019

Kurzberichte
goff-jared12Die Vertragsverlängerung wäre „überhaupt nicht in seinen Gedanken“, sagte Rams Quarterback Jared Goff (Bild).
Er geht in das letzte Jahr seines Rookievertrags. Doch würde er keinen Gedanken daran verschwenden, der nächste bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten zu werden. Daß er einen Megavertrag bekommen wird, das steht fest.
„Ich denke überhaupt nicht daran,“ sagte Goff. „Dafür habe ich einen Agenten. Wenn ich weiter gut spiele, wird sich das wie von selbst lösen.“
In den nächsten Jahren wird es nur kurze Perioden für den bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten geben. Dak Prescott (Cowboys), Carson Wentz (Eagles) und vor Allem Patrick Mahomes (Chiefs), stehen kurz davor für kurze Zeit der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten zu werden.
Die Rams haben 23 Monate Zeit, um einen Vertrag mit Goff auszuhandeln. Er ist im letzten Jahr seines Rookievertrag. Da er in der ersten Runde der Draft einberufen wurde, hat das Team die Möglichkeit, die Option auf ein fünftes Jahr zu ziehen. Das würde ihm 2020 automatisch $20 Millionen einbringen. Eine nette Erhöhung zu den $4,3 Millionen, die er 2019 bekommt.
Für die Erstrundenspieler, deren Option für das fünfte Jahr gezogen werden kann, ist der 3. Mai der Stichtag.
Die Rams können nur hoffen, daß die Gehaltsobergrenze in den nächsten Jahren kräftig nach oben geht. Mit Defensive End Aaron Donald (sechs Jahre, $135 Millionen), Wide Receiver Brandin Cooks (fünf Jahre, $81 Millionen) und Running Back Todd Gurley (vier Jahre, $60 Millionen) müssen sie schon einiges an Gehältern zahlen.

Donovan McNabb war mal Quarterback bei den Eagles. Und er hat einen Rat für sein altes Team: „Holt Euch einen guten Quarterback“.
Zwar haben sie mit Carson Wentz einen Quarterback, der recht gut spielt, der aber zu selten spielt. Zwei Jahre hintereinander schied er kurz vor den Playoffs mit Verletzungen aus. Nick Foles ersetzte ihn sehr gut und wurde sogar zum Super Bowl Sieger und MVP.
So einen Ersatz- Quarterback sollten die Eagles sich jetzt einberufen, da Foles als Starter zu den Jaguars gewechselt ist.
„Wentz hat mich nicht überzeugt,“ kritisierte McNabb. „Daß Nick Foles als Ersatzmann auf den Platz kam und sehr gut spielte, zeigt, daß fast jeder Quarterback in dieser Offense hätte erfolgreich sein können.
Wentz war verletzt, OK. Doch er muß zurück zu der Form, die er in seinem ersten Jahr zeigte. Da stand er kurz davor zum Liga MVP gewählt zu werden. Dahin muß er zurück“
Nach der Saison 2017 kurierte Wentz eine böse Knieverletzung aus. Nach der Saison 2018 kuriert er immer noch eine Rückenverletzung aus. 2018 konnte er erst in Woche drei wieder eingesetzt werden. Wann er 2019 wieder voll einsatzbereit sein wird, das steht noch nicht fest. Vielleicht müssen die Eagles wieder ohne ihren designierten Starter in die Saison starten. Und genau deshalb sollten sie einen guten Ersatzmann für Wentz beschaffen, meint McNabb. Die nächsten Quarterbacks hinter Wentz sind Nate Sudfeld und Luis Perez. Keiner von ihnen kommt nur annähernd an Nick Foles` Qualitäten heran.

49ers Left Tackle Joe Staley spielte sechs mal im Pro Bowl. Er geht in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags, und bisher hat das Team mit ihm nicht über ein Verlängerung gesprochen.
Mit $8,75 Millionen ist er zur Zeit der 16. bestbezahlte Left Tackle der Liga. Einige jüngere Spieler sind mit ihren Gehältern mittlerweile an dem 34-Jährigen vorbeigezogen, so wie Nate Solder, Trent Brown und Donovan Smith, die es zusammen auf Null Pro Bowls bringen.
Doch Staley ist zuversichtlich, daß er sich mit den Niners einigen könnte, wenn es denn zu Vertragsverhandlungen kommen würde. Zum freiwilligen Training jedenfalls ist er erschienen.

Kelly Stafford, die Frau von Lions Quarterback Matthew Stafford, wurde letzte Woche erfolgreich an ihrem Gehirntumor operiert.
Angesetzt waren sechs Stunden für die OP, gedauert hat sie knapp 12 Stunden.
Jetzt, so Kelly Stafford, müsse sie das „neue Normale“ lernen. Am Sonntag wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen.
Die Lions geben ihrem Quarterback alle Zeit, die er braucht, um sich um seine Frau zu kümmern.

Samstag, 20. April 2019

Kurzberichte
miller-von620 Sacks sind das Ziel von Von Miller in der kommenden Saison.
Der Linebacker der Broncos möchte den Allzeitrekord von Bruce Smith knacken. Der kam in seiner Karriere auf 200 Sacks.
Miller hat es in seinen bisherigen acht Saisons auf 98 Sacks gebracht.
Acht Jahre, da könnte es sein, daß langsam das Alter seinen Tribut fordert. Da muß Miller loslegen, wenn er die fehlenden 103 noch zusammenbekommen will. 12,5 Sacks erzielt er im Schnitt pro Saison.
Smith spielte 20 Jahre. Das wären noch 12 für Von Miller. Wenn er seinen Schnitt beibehalten könnte, dürfte er den Rekord jedoch schon in seiner 17. Saison brechen.

Dalvin Cook ist ein sehr guter Running Back, der auch als Receiver seine Qualitäten hat. ABER... er spielt zu selten.
Die Vikings beriefen Cook 2017 ein und er zog sich in seiner Rookiesaison eine schlimme Knieverletzung zu. 2018 war es eine Oberschenkelverletzung, die ihn am Einsatz hinderte. Er kam aber in 11 Spielen noch auf 615 Laufyards und 305 Passyards.
2019 hoffen die Vikings, daß Cook mal 16 Spiele absolvieren kann. Schon alleine um den ziemlich überforderten Quarterback Kirk Cousins zu entlasten, wäre ein gutes Laufspiel wichtig für Minnesota, besonders, da Latavius Murray zu den Saints gewechselt ist.
Cook sagte, daß sein Selbstvertrauen durch die Decke geht. Er glaubt fest daran, daß er eine gute Saison 2019 spielen wird.
Brauchen würden die Vikings es.

Jalen Ramsey ist einer der Spieler, die nicht zum freiwilligen Training der Jaguars erschien. Deshalb wurde er von General Manager Tom Coughlin harsch kritisiert.
Daraufhin wurde Tom Coughlin von der Spielergewerkschaft harsch kritisiert.
Auch Cornerback Ramsey war nicht erfreut über die Kritik an ihm und seinem Teamkollegen Linebacker Telvin Smith.
„Ich werde dann voll einsatzbereit sein, wenn es darauf ankommt,“ meinte Ramsey dazu. „Ich verbringe Zeit mit meiner Familie und trainiere in meiner Heimatstadt Nashville. Es heißt ja nicht umsonst `freiwillige` Trainingseinheit.“

Raiders General Manager Mike Mayock und Head Coach Jon Gruden schickten ihre Scouts nach Hause. Sie haben kein Vertrauen in die Leute, die die Collegeanwärter beobachten und bewerten.
Mayock und Gruden befürchten, daß die Scouts Entscheidungen, die die Draft betreffen, vorzeitig herausposaunen könnten.
Bedenkt man, daß die beiden keine Erfahrung bei der Einberufung haben, ist das ein mutiger Schritt. Selbst die erfahrensten General Manager und Head Coaches brauchen die Unterstützung ihrer Scouts, wenn es in der Einsatzzentrale am Drafttag darum geht, die richtigen Spieler aufzunehmen.
Und bei den Raiders, die sehr viele Draftpicks haben, geht es darum, aus dem Lachschlager endlich mal wieder eine schlagkräftige Truppe zu basteln.
Mayock hat sehr viel theoretische Erfahrung. Er war der Draftexperte des NFL Networks für 15 Jahre. Doch er stand nicht unter dem zeitlichen und mentalem Druck, unter dem er am Drafttag stehen wird. Die Praxis wird ihm sehr viel abverlangen.
Einige Vertraute wollen Mayock und Gruden noch mit in die Einsatzzentrale nehmen, denn wenn es darum geht, zusätzlich die Finanzen unter der Gehaltsobergrenze im Auge zu behalten, und was so an rechtlichen Sachen zu beachten ist, brauchen die zwei Unterstützung.
„Ich weiß, daß die Leute denken, daß man nicht einfach so aus dem Medien kommen und General Manager eines Teams werden kann,“ sagte Mayock. „Aber am Ende des Tages – wenn wir gewinnen ist alles in Ordnung. Und wenn wir verlieren, werde ich gefeuert. Das ist völlig OK für mich.“

Die Texans haben ein bestimmtes Ziel fest im Auge, einen langfristigen Vertrag mit Jadeveon Clowney. Der Linebacker spielt 2019 mit dem Franchise Etikett. Das könnte verhindert werden, wenn die beiden Parteien sich bis zum 15. Juli auf einen Vertrag einigen können.
Hoffnung dafür besteht kaum. Die beiden Verhandlungsgegner liegen meilenweit auseinander.
Unter dem Franchise Tag kann Clowney 2019 $15,97 Millionen verdienen. Offen ist, ob er die Saison nutzen will, um seinen Wert zu steigern, oder ob er doch bis zum 15. Juli ein Angebot der Texans annimmt.
Das ist nicht ohne Risiko. Clowney gehört zu den Spielern, die absolut dominant sind, wenn sie mal spielen, die aber leider viel zu oft verletzt sind.

Nochmal zum Spielplan
Zu den Teams, die ganz besonders schlecht im neuen Spielplan weggekommen sind, gehören auch die Tampa Bay Buccaneers. Nach genauerer Betrachtung erkennt man, daß sie auch eine genau so lange Heim-Durststrecke haben, wie die Raiders.
Die Raiders spielen vom 15. September bis zum 3. November nicht mehr in Oakland. In dieser Zeit haben sie Auswärtsspiele, ein „Heimspiel“ in London und ihre Freiwoche.
So hat es auch die Bucs getroffen. Letztes Heimspiel in Tampa Bay am 22. September, dann Auswärtsspiele, „Heimspiel“ in London und Freiwoche. Nächstes Spiel in Tampa Bay am 10. November.
Die Fans beider Teams bekommen ihre Mannschaften den ganzen Oktober über nicht zusehen.
Den Verantwortlichen der NFL ist, nachdem der Plan veröffentlicht war, aufgefallen, was für einen Bockmist sie da verzapft haben.
Der NFL Vice President of Broadcasting Michael North sagte dazu: „Das ist etwas, das wir gerne zurücknehmen würden. Es ist eher ungewöhnlich, daß ein NFL Team sechs Wochen kein Spiel im heimischen Stadion hat. Zwar haben die beiden Teams ein Heimspiel, das aber eben nicht Zuhause. Das möchte die NFL in Zukunft vermeiden.“
Auch die Browns, Packers und Seahawks haben in einem sechs Wochen Zeitraum nur ein Heimspiel, das aber dann auch wirklich im eigenen Stadion.

Freitag, 19. April 2019

Kurzberichte
fisher-jeff7-9Jeff „7-9“ Fisher (Bild)... klingelt da noch was?
Fisher war mal Head Coach in der NFL. Er brachte sogar mal die Titans in den Super Bowl. Aber wirklich erfolgreich war er nie. Deshalb hat er auch, nachdem er von den Rams gefeuert wurde, keinen Job in der NFL mehr bekommen.
Jetzt soll er als einer der Head Coaches der neuzugründenden XFL im Gespräch sein.
„Alles Quatsch,“ sagte Fisher. Zwar wäre er von den Gründern der Liga kontaktiert worden, aber er hätte niemals zugesagt, sagte er einer Sport Illustrierten.
Zuletzt arbeitete Fisher als Berater der AAF. Und wo das endete...

Jaguars General Manager Tom Coughlin ist sauer auf Cornerback Jalen Ramsey und Linebacker Telvin Smith. Die beiden tauchten nicht zum freiwilligen Training auf.
Er sagte dazu: „Championship Teams werden dominiert von selbstlosen Individuen, die erkennen, daß das Wohl des Teams immer himmelhoch über jeder anderen Überlegung zu stehen hat. Erfolg in der NFL verlangt, sich ständig zu quälen.“
Und Coughlin schimpfte noch weiter.
Halt, rief daraufhin die NFLPA.
Die Spielergewerkschaft belehrte Coughlin: „Unsere Definition im Tarifvertrag die Freiwilligkeit betreffend, ist dieselbe Definition, die allgemein für die Freiwilligkeit gilt. Und somit ist es jedem verboten Spielern zu drohen, die nicht zu freiwilligen Trainingseinheiten erscheinen.“

Gronk, der Zerstörer.
Die Patriots waren als Super Bowl Sieger zu Gast bei den World Series Siegern Boston Red Sox, einem Baseballteam.
Ex-Patriots Tight End Rob Gronkowski durfte auch mit und hatte die Vince Lombardi Trophäe dabei.
Als Wide Receiver Julian Edelman ihm den Ball zuwarf, holte der Gronk aus, schlug zu, und haute eine Delle in die Super Bowl Trophäe.
Ob die Patriots die Trophäe reparieren lassen, oder als besonders einzigartiges Ausstellungsstück in die Vitrine stellen, das bleibt abzuwarten.

Die Redskins gaben Matt Ioannidis einen neuen Dreijahresvertrag.
$14 Millionen des $21,75 Millionenvertrags des Defensive Ends sind garantiert.

Texans Wide Receiver Will Fuller kuriert noch seinen Kreuzbandriss aus.
Doch Fuller will auf jeden Fall in Woche eins im Monday Night Spiel in New Orleans einsatzbereit sein.
Die Reha verläuft gut und Fuller ist voll im Zeitplan.

Die Frau von Lions Quarterback Matthew Stafford hat einen Hirntumor. Verständlich, daß er zu den freiwilligen Trainingseinheiten nicht antritt.
General Manager Bob Quinn sagte, daß die Lions keine besonderen Vorkehrungen getroffen haben, was die Draft angeht. Man würde jetzt nicht hingehen, und einen Quarterback einberufen.
Stafford selber sagte, daß er so oft wie möglich an den Pflicht-Trainingseinheiten teilnehmen will.
Wie es allerdings nach der Operation von Kelly Stafford aussieht, die in diesem Monat noch stattfinden soll, bleibt abzuwarten.

Der Spielplan 2019
Er ist veröffentlicht, und er ist streckenweise Eigenartig. Der Spielplan der NFL kennt kein Heim- Auswärtsspiel in geordneter Reihenfolge, so wie unsere Fußball-Bundesliga.
Die Chargers haben zwischen ihren Heimspielen in Woche neun und 15 nur Auswärtsspiele. Am 3.11. gegen Green Bay und dann erst wieder kurz vor Weihnachten spielen die Chargers in L.A.
Die Eagles spielen dreimal in Folge Auswärts.
Die Raiders werden im Oktober nicht einmal in Oakland spielen. Zwar haben sie am 6. Oktober ein Heimspiel, aber das tragen sie gegen die Bears in London aus. 42 Tage werden die Raiders nicht Zuhause spielen.
Die letzten beiden Heimspiele aller Zeiten in Oakland werden die Raiders in Woche 14 gegen die Titans und in Woche 15 gegen die Jaguars austragen. Dann heißt es Koffer packen und ab nach Vegas, Baby. E sei denn, sie hätten noch ein Heimspiel in den Playoffs.
Die Patriots müssen nur einmal die östliche Zeitzone verlassen, um zu Auswärtsspielen zu reisen. Noch besser haben es die Jets, die fliegen nicht ein einziges Mal aus der östlichen Zeitzone heraus. Sie werden es, nur die Hinflüge gerechnet, nur auf 3.917 Flugmeilen 2019 bringen.
Anders die 49ers. Die müssen direkt zu zwei weit entfernten Auswärtsspielen in Folge zum Saisonauftakt. Erst nach Tampa Bay und dann nach Cincinnati. Hin und zurück übertreffen sie da die Jets schon.

Donnerstag, 18. April 2019

Kurzberichte
spielplan2019Der Spielplan zur Saison 2019 ist da. Und natürlich könnt Ihr ihn auch wieder als PDF Datei für Handy und Tablet runterladen.
Und die NFL glaubt, daß die Fans der Liga sich für die Browns interessieren. Jedenfalls werden wir viermal in der Primetime mit ihnen „beglückt“.
Schon in Woche 2 spielen sie im Monday Night Game in New Jersey gegen die Jets. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, müssen wir sie auch in Woche 3 im Sunday Night Spiel ertragen, wenn die Rams nach Cleveland kommen. Klingt als ob das ein Schlachtfest in der Dose würde. Weiter geht es schon in Woche 5, wenn sie in San Francisco spielen. Bei der Qualität der 49ers klingt das nach einem Spiel auf Augenhöhe, wenn man eine Wühlmaus ist und sich das Leben auf Höhe der Grasnabe abspielt.
Zuletzt spielte Cleveland am 30. November 2015 in einem Monday Night Spiel.
Aber mal nicht so hart, denn Cleveland hat letztes Jahr ein paar ganz nette Spiele abgeliefert. Und das Interesse an Wide Receiver Odell Beckham jr. ist nun mal groß.
Das Saisoneröffnungsspiel wird ja dieses Jahr nicht vom Super Bowl Sieger gespielt. Die NFL wollte im hundertsten Jahr ihres Bestehens die älteste Rivalität zum Start zeigen. Deshalb heißt es in der Nacht zu Freitag, 6. September, Green Bay at Chicago.
Die Patriots werden dann im Sunday Night Spiel gegen Pittsburgh auflaufen.
Wie immer in der ersten Woche gibt es zwei Monday Night Spiele: Houston at New Orleans und danach Denver at Oakland.

„Offensichtlich“ wollen die Cowboys ihre Option auf die fünfte Saison ihres Star Running Backs Ezekiel Elliott ziehen.
Es wäre auch dämlich, das nicht zu tun. Würden sie die Option ziehen, dann wäre Elliott auch 2020 noch Running Back in Dallas.
Die NFL Teams haben das Recht für alle Spieler, die sie in der ersten Runde der Draft einberufen haben, einen Vierjahresvertrag auszuhandeln, mit der Option auf eine fünfte Saison.
Nächstes Jahr werden dann harte Verhandlungen nötig, um Elliott weiter behalten zu können.
Verhandelt wird in Dallas auch mit Quarterback Dak Prescott und Wide Receiver Amari Cooper. Beide gehen in das letzte Jahr ihrer Rookieverträge.
Prescott hat das Glück, nicht in der ersten Runde von den Cowboys einberufen worden zu sein. Deshalb kann er bereits nach dem vierten Jahr im Team einen guten Vertrag aushandeln.
Wie man hört, sollen die Verhandlungen mit Prescott und Cooper gut verlaufen.

Der Richter, der den Fall Robert Kraft verhandelt, hat die Videos als Beweise, vorerst, nicht zugelassen. Die Videos werden unter Verschluß gehalten.
Am 29. April ist eine Anhörung im Fall Kraft. Wenn die Videos da nicht als Beweis gezeigt werden dürfen, dann sieht es schlecht für die Anklagevertretung aus.
Mit etwas Verhandlungsgeschick könnten die Anwälte des Besitzers der Patriots dann schon die Einstellung des Verfahrens erwirken.

Die kürzlich gestartete und plötzlich eingestellte Alliance of American Football hat Insolvenz angemeldet.
Damit ist es ausgeschlossen, daß die AAF noch mal zum Leben erweckt wird.

Mittwoch, 17. April 2019

Kurzberichte
wilson-russellUnd wir begrüßen den neuen bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten... Russell Wilson (Bild).
Der Quarterback der Seahawks unterschrieb gestern einen Vierjahresvertrag über $140 Millionen. $107 Millionen davon sind garantiert, und ein Unterschriftsbonus von $65 Millionen war auch noch drin.
Mit $35 Millionen pro Jahr zieht Wilson somit an Packers Quarterback Aaron Rodgers vorbei.
Wilson hat stets betont, daß er in Seattle bleiben wollte. Er wollte auch, daß sein neuer Vertrag bis zum 15.4. 18 unterschriftsreif sein sollte. Und daß er der neue bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten werden sollte, stand ja fest.
Drei von drei, ein Superergebnis. Der eine Tag Verzögerung fällt nicht ins Gewicht.
Der 30-jährige hat einen Super Bowl Sieg auf seinem Konto. In seinen sieben Saisons für die Seahawks kam das Team sechsmal in die Playoffs. Fünfmal wurde Wilson in den Pro Bowl gewählt. Seine S/N Bilanz in der regulären Saison steht bei 75-36-1. Seine Passerwertung pro Saison liegt bei 100,3 Punkten im Durchschnitt.
Seahawks Head Coach Pete Carroll zeigte sich überglücklich, daß der Quarterback in Seattle bleibt.

Marcus Mariota ist als Quarterback der Titans absolut nicht das, was man sich von der Nr. 2 der Draft 2015 erhofft hatte.
Schlechte Passgenauigkeit... oft verletzt... das hatte man sich anders vorgestellt.
Um nicht mehr ganz so Verletzungsanfällig zu sein, legte Mariota an Gewicht zu. Ob er mit etwas mehr Gewicht die Ellenbogenverletzung hätte verhindern können, die er sich gegen Ende der Saison 2018 zuzog?
Blaine Gabbert startete an seiner Stelle, und das „Der Sieger ist drin“ Spiel am letzten Spieltag gegen Indianapolis ging verloren.
Eine überwachte Diät und kontrollierte Gewichtszunahme sollen Mariotas Körper kräftiger machen. Deshalb legt er „gutes Gewicht zu, kein schlechtes“, wie er betonte. Seine Fähigkeiten als äußerst mobiler Quarterback sollen durch die Gewichtszunahme nicht behindert werden.
Mariota geht in die letzte Saison seines Rookievertrags. Einen neuen Vertrag für 2020 hat er noch nicht.
2019 bekommt er $20,9 Millionen. Sollte er es mal schaffen, alle 16 Saisonspiel zu bestreiten, könnte es nach der Saison einen guten Zahltag für ihn geben.

Letzte Woche wurde Leonard Fournette verklagt. Er war im November ohne gültigen Führerschein mit seinem Auto unterwegs und wurde erwischt.
Die Strafe dafür hat er nie bezahlt. Deshalb die Klage gegen ihn.
Jaguars Head Coach Doug Marrone sagte, daß er seinen Running Back dafür nicht disziplinieren wird.
Marrone sagte, daß er selber schon mal vergessen hätte, einen Strafzettel zu bezahlen. Er wäre deshalb sogar im Gefängnis gelandet. Daraus sollte man keine große Sache machen.

Steelers Quarterback Ben Roethlisberger ist hocherfreut darüber, wie viele Leistungsträger neben ihm zum freiwilligen Training erschienen.
„Ich habe nichts anderes erwartet,“ sagte Big Ben. „Wir wollen unsere Präsenz zeigen, daß wir uns für unser Team engagieren, daß wir eine großartige Saison spielen wollen. Wir sind alle füreinander da.“
Das wäre den Steelers zu wünschen, nach den Turbulenzen in letzter Zeit.

Bears Tight End Zach Miller hat genug.
2009 wurde er von den Jaguars einberufen. Nach einer schlimmen Knieverletzung 2017 verpaßte er die Saison 2018.
Nun hat er eingesehen, daß er nie mehr Football spielen kann und beendete seine Karriere.
In der kam Miller auf 146 gefangene Pässe für 1.631 Yards und 15 Touchdowns.

Demaryius Thomas hat ein neues Team gefunden.
Der ehemalige Wide Receiver der Broncos und Texans unterschrieb einen Einjahresvertrag über $6 Millionen bei den Patriots.

Die Chargers haben sich entschieden, die Saison 2019 mit ihren Baby-blauen Trikots zu spielen, oder wie sie sie nennen, den Puder-blauen Trikots.
„Die süüüüüüüüüüssesten Uniformen in der NFL,“ schrieb Wide Receiver Keenan Allen dazu auf der Teamwebsite.
Ich wußte gar nicht, daß diese Uniform nicht als Schlumpf-blau bezeichnet wird. Dieses Blau, dazu die weißen Helme, fertig ist der Schlumpf.

Schlaflos in Deutschland?
Dann können Nachtschwärmer in dieser Nacht Live dabei sein, wenn der Spielplan für die Saison 2019 veröffentlicht wird.
Ab 2:00 Uhr in der Nacht zum Donnerstag werden wir erfahren, wer wann gegen wen antritt.
Und morgen im Lauf des Vormittags wird es dann auch hier stehen.

Dienstag, 16. April 2019

Kurzberichte
hill-tyreek2Langsam wir es ernst, zunächst jedoch freiwillig.
23 Teams haben gestern ihre freiwilligen Trainingseinheiten begonnen. Acht Teams, die einen neuen Head Coach haben, durften bereits letzte Woche damit anfangen. Als letztes Team werden die New Orleans Saints erst nächste Woche ihre Spieler zum Training bitten.
Bei den echten Stars der Teams guckt man ja immer etwas genauer hin. So erschien Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill (Bild), obwohl gegen ihn ermittelt wird.
Hill soll seinem dreijährigen Sohn im Zorn einen Arm gebrochen haben. Anklage gegen den Wide Receiver wurde aber bisher nicht erhoben.
Die Polizei in Overland Park, Kansas, ermittelt auf Betreiben des örtlichen Kinderschutzbundes. Bis diese Ermittlungen abgeschlossen sind, will die NFL keine Maßnahmen einleiten.
In Denver wird Chris Harris auf keinen Fall erscheinen. Der Cornerback möchte einen besseren Vertrag und wird wohl auch die Pflicht-Trainingseinheiten der Broncos meiden.
Harris wurde viermal in den Pro Bowl gewählt. Sein Gehalt von $8,5 Millionen liegt klar unter dem Marktwert eines Spielers seines Kalibers.

Reges Treiben in Seattle. Russell Wilsons Agent Mark Rodgers verhandelt bereits seit drei Tagen für einen neuen Vertrag des Quarterbacks.
Am nächsten Montag ist der von Wilson selber festgelegte Stichtag. Spätestens an diesem Tag möchte er seinen neuen Vertrag unterschreiben.
Was passiert, wenn bis dahin kein Vertragsentwurf vorliegt, der Wilson zusagt, wird man sehen. Wird er das Team verlassen? Würde er auch dann spielen, wenn er nicht der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten wird?
Zum freiwilligen Konditionstraining erschien Wilson am gestrigen Montag.
Es bleibt spannend.

Die Dolphins haben sich zwar die Dienste von Ryan Fitzpatrick gesichert, das heißt aber nicht, daß sie sich nicht nach einem weiteren, brauchbareren, Quarterback umsehen.
Nächste Woche fliegen die Verantwortlichen nach Duke, um sich Daniel Jones genauer anzusehen. Der gehört zu den Collegeabgängern, die einberufen werden können.
Jones hat sich bereits mit den Vertretern anderer Teams getroffen, darunter sogar den Patriots.
Miami ist an 13. Stelle der Draft an der Reihe. Ob dann noch ein Quarterback für die Zukunft zu haben ist?

Eli Manning glaubt, daß die Giants hart daran arbeiten, seinen Nachfolger zu beschaffen.
Der Quarterback weiß, daß das Team in die Zukunft blicken muß.
Die New Yorker luden Ohio State Quarterback Dwayne Haskins zu einem Schautraining ein. Sie können an sechster Stelle einen neuen Spieler einberufen.
Manning ist nicht beunruhigt von der Vorstellung. Er würde seinen möglichen Nachfolger so gut einarbeiten, wie es ihm möglich wäre, meinte er.

Bei den Packers ging es zuletzt Turbulent zu.
Darüber macht sich der neue Head Coach Matt LaFleur keine Gedanken. Er blickt nur in die Zukunft.
Der Zwist zwischen Quarterback Rodgers und Head Coach McCarthy soll sich nicht zwischen Rodgers und LaFleur wiederholen. Die Beziehung zwischen Quarterback und Head Coach ist wichtig, stellte LaFleur fest. Doch LaFleur machte klar, daß er die Spielzüge ansagt. Deshalb wolle er von Tag 1 an eine gute Beziehung zu Rodgers aufbauen.
„Ich habe schon eine Woche mit ihm verbracht,“ sagte LaFleur. „Ich habe jede Sekunde davon genossen.“
Dann können die Packers Fans nur hoffen, daß der Genuß nicht von kurzer Dauer war.

Der Rücken von Carson Wentz ist immer noch nicht ausgeheilt.
Es würde aber von Woche zu Woche besser, sagte der Quarterback der Eagles. Er hofft, bis zum Beginn der Pflicht-Trainingseinheiten am 21. Mai einsatzbereit zu sein.

Ein Besucher des Spas, in dem Patriots Besitzer Robert Kraft verbotenen Sex gegen Geld mit Sex-Sklaven hatte, oder gehabt haben soll, verklagt die Ermittlungsbehörden wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte.
Der Besucher, der die Ermittlungsbehörden verklagt, wird als „John Doe“ geführt, also als „Max Mustermann“. Dessen Anwalt führte an: „Mr. Doe hatte berechtigte Erwartungen, daß seine Privatsphäre gewahrt würde, als er das private Zimmer, eines privaten Besitzes betrat, um sich privat massieren zu lassen, von einem ausgebildeten, lizensierten Masseur.“
Besagter John Doe gehört nicht zu den Angeklagten, da die Videos zeigen, daß er tatsächlich nur medizinisch massiert wurde.
Der Anwalt des Teambesitzers der Patriots geht ja davon aus, daß die Überwachungskameras, die die Polizei in den Kabinen des Spas angebracht hatte, illegal installiert wurden.
Man sieht, die Schlinge um den Hals der Ermittlungsbehörden wird enger und enger.

 

 

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