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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

Eine Hilfe nicht nur für Anfänger!

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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Kurzberichte
belichick-bill12Die Patriots spielten am Montag, als ob sie mit halber Kraft gegen einen Gegner spielten, den sie nicht ernst nahmen. Tom Brady warf so viele ungenaue Pässe, wie selten zuvor. Ob da die Verpflichtung von Wide Receiver Kenny Britt helfen kann. Der war am Freitag von den Browns gefeuert worden.
New England gab ihm einen Zweijahresvertrag. Wie kann ein Mann, der selbst für ein 0-13 Team nicht gut genug ist, einem 10-3 Team helfen?
Head Coach Bill Belichick (Bild) stellte sich den Fragen der Reporter in seiner gewohnt arroganten, abfälligen, einsilbigen, nuschelnden Art.
So wurde er gefragt, ob die Patriots vielleicht schon eher das Spiel nächste Woche in Pittsburgh im Visier hatten, und die Dolphins nur als lästigen Zwischenstop ansahen? „Nein“, antwortete er. „Macht mal halblang. Eine Frage zum Spiel?“
Die kam dann in Form von: „Bei den dritten Versuchen habt ihr versagt. 0 von 11.“
Belichick: „Nicht gut genug.“
Und so ging es munter weiter.
Aber eine Niederlage in der Saison ist kein Weltuntergang. Was zählt, sind die anstehenden Playoffs.

 

Die nächste Gehaltsobergrenze wird wieder etwas höher sein, als die momentane. Von $178 Millionen pro Jahr und Team ist die Rede.
Das wäre dann ein ordentlicher Aufschwung zu den $167 Millionen, die es zur Zeit sind.
Seit 2012 geht es stetig Bergauf. Damals betrug die Obergrenze gerade mal $120,6 Millionen.

Die Anzeige der ehemaligen NFLN Mitarbeiterin zieht Kreise bis zu ESPN.
Donovan McNabb und Eric Davis, die damals beim NFLN arbeiteten und die Bekleidungsstylistin sexuell bedrängt haben sollen, arbeiten zur Zeit bei ESPN. Der Sender suspendierte die beiden nun für die Dauer der Untersuchungen.

Return Spezialist Devin Hester hat genug.
Nach 11 Jahren in der NFL gab er seinen Schritt in den Ruhestand bekannt.
Schon nach seinem letzten Spiel für die Seahawks im Januar 2017 sagte der 35-jährige, daß das wohl sein letztes Spiel war.
11 Monate später machte er seinen Rücktritt offiziell.

Das muß es jetzt aber dann doch gewesen sein. Seit Jahren straucheln die Bengals unter Head Coach Marvin Lewis mehr schlecht als recht dahin.
Doch die wehrlose 7:33 Niederlage gegen die zahnlosen Bears stellt den Tiefpunkt des Teams dar.
Lewis spürt das Feuer unter seinem Sitz jetzt bestimmt ganz deutlich.
Aber auch John Fox, Head Coach der Bears, hat einen sehr warmen Hintern. Im besten Fall können die Bears noch auf 7-9 Siege kommen, was unwahrscheinlich ist. Zu wenig.

Zwei Teams haben die Playoffs sicher, die Eagles und die Steelers.
In Woche 15 können weitere Teams die Endrundenteilnahme sichern, die Rams und die Jaguars. Ja, die zwei gehörten letztes Jahr noch zu den Lachschlagern der Liga.
Es ist kompliziert, aber nicht unmöglich.
Los Angeles
LAR Sieg + DET Niederlage oder Unentschieden + GB Niederlage oder Unentschieden + NO Niederlage + ATL Niederlage

Jacksonville
JAX Sieg, oder 2) JAX Unentschieden + BUF Niederlage oder Unentschieden, oder 3) JAX Unentschieden + BAL Niederlage oder Unentschieden, oder 4) BUF Niederlage + BAL Niederlage, oder 5) BAL Niederlage + KC-LAC Spiel endet nicht Unentschieden.

Der Lazarettreport
Die Steelers setzten Ryan Shazier mit seiner Wirbelsäulenverletzung auf die Verletztenliste.
Ob er zum Beginn der nächsten Saison einsatzbereit sein wird, das kann man noch nicht sagen.

Aaron Rodgers ist von seiner Schulterverletzung genesen.
Der Quarterback der Packers darf am Sonntag gegen die Panthers spielen.
Nach den Playoffchancen für Green Bay muß man zwar mit der Lupe suchen, aber mit 7-6 Siegen existieren sie noch.

Die Broncos setzten Guard Ron Leary mit einer Rückenverletzung auf die Verletztenliste.

Die Redskins setzten Tight end Jordan Reed (Oberschenkel), Linebacker Chris Carter (Bein), und Running Back Byron Marshall (Oberschenkel) auf die Verletztenliste.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 14 - Der Montag
cutler-jay-dolphins
Kann jemand das Geschehen aus letzter Nacht erklären?
Also, die Erklärung, die noch am Plausibelsten erscheint ist die, daß zwei Menschen die Körper getauscht haben, wie in einer schlechten Hollywood-Komödie.
Patriots Quarterback Tom Brady spielte im Körper von Dolphins Quarterback Jay Cutler (Bild) und umgekehrt.
Nicht möglich?
Mag sein, sah aber so aus.
Überhaupt schienen alle Rollen in dieser Nacht völlig vertauscht. Die Dolphins beherrschten die Patriots in allen Belangen. Man fragt sich, wo diese Leistung bisher versteckt war, und warum? Mit dieser Leistung wären die Dolphins auf glasklarem Playoffkurs. Auf Wild Card Kurs sind sie nach diesem überzeugenden Spiel gegen New England auf jedem Fall. Das Endergebnis von 27:20 für Miami hätte durchaus noch höher ausfallen können.
Werfen wir einen Blick auf die beiden Quarterbacks:
Jay Cutler: 25 von 38 für 263 Yards, 3 Touchdowns, 0 Int.
Tom Brady: 24 von 43 für 233 Yards 1 Touchdown, 2 Int. Sein erster Pass zu einem Wide Receiver kam, als noch 10 Minuten zu spielen waren... im dritten Viertel.
Während Brady überhaupt kein Laufspiel hatte, das ihn entlasten konnte, zeigte Running Back Kenyan Drake, wieso die Dolphins in der Lage waren, Jay Ajayi zu den Eagles abgeben zu können. Drake erzielte mit 25 Läufen 114 Yards und ließ die Verteidiger der Patriots dabei ganz furchtbar alt aussehen. Zusammen mit seinen fünf gefangenen Pässen brachte er es auf insgesamt 193 Yards.
Brady warf schon im ersten Drive seinen ersten Interception und wiederholte das im ersten Drive der zweiten Halbzeit. Damit war das Vorhaben, das zweite AFC Team mit 11-2 Siegen zu werden, erledigt, sie rutschten auf 10-3. Die Steelers sind und bleiben also zunächst die Nr. 1 der AFC. Nächste Woche kommt es dann zum direkten Vergleich der beiden Teams.
Mit dem, was die, zugegeben, Ersatzgeschwächten Patriots gegen Miami zeigten, können sie in Pittsburgh keinen Blumentopf gewinnen.
Miami kletterte auf 6-7 und kann damit noch im Kampf um einen Wild Card Platz mitmischen. Bei der Leistung, die sie gegen Denver und New England zeigten, ist das durchaus möglich.

Kurzberichte
Das NFL Network suspendierte drei Moderatoren, Hall of Fame Running Back Marshall Faulk, Ike Taylor und Heath Evans. Sie stehen unter dem Verdacht der sexuellen Belästigung.
Jami Cantor, eine ehemalige Mitarbeiterin des Senders, eine Bekleidungsstylistin, hat die drei angezeigt.
Auch einige ehemalige Mitarbeiter des Senders wurden angezeigt: Donovan McNabb, Warren Sapp und Eric Davis.

Das Spiel der Seahawks in Jacksonville hat ein Nachspiel. Einige Jaguars Fans überschütteten mehrere Spieler der Seahawks mit Bier und warfen Plastikflaschen und Popcorntüten auf sie.
Vier „Fans“ wurden ausfindig gemacht und sie wurden für weitere Veranstaltungen im Stadion verbannt. Ihre Saisontickets werden eingezogen.
Man stelle sich das mal hier in Europa vor, wo viele „Fußballfans“ jeden Spieltag die absolute Drecksau raushängen lassen.
Seattles Defensive Lineman Quinton Jefferson hatte versucht, in die Zuschauerränge zu klettern, war aber gescheitert, weil Mitarbeiter seines Teams ihn festhielten. Er war gerade vom Platz geflogen und auf dem Weg in die Kabine, als er eine Bierdusche abbekam.
Und auf einige Spieler der Seahawks werden noch Geldstrafen zukommen. Sie erwiesen sich als schlechte Verlierer und wurden gegenüber Jaguars Spielern handgreiflich. Die NFL untersucht die Vorfälle, die sich gegen Ende des Spiels abspielten und wird entsprechend reagieren.
Seahawks Head Coach Pete Carroll sagte, daß das Benehmen seiner Spieler absolut unentschuldbar war.

Die NFL bleibt eine Gelddruckmaschine.
Weitere $2,5 Milliarden bekommt sie von der Telefongesellschaft Verizon dafür, daß die Firma fünf Jahre lang die Spiele der Liga auf die mobilen Endgeräte ihrer Kunden streamen darf.

Der Lazarettreport
Für Jets Quarterback Josh McCown ist die Saison beendet. Er brach sich gegen die Broncos die linke Hand.
Die Jets stehen jetzt ohne brauchbaren Quarterback da.

Bleiben wir bei den Jets. Sie bekommen es am Sonntag sehr wahrscheinlich wieder mit Alvin Kamara zu tun. Der Running Back der Saints hat seine Gehirnerschütterung auskuriert und kann wohl wieder eingesetzt werden.

Es war zu befürchten und leider wurde es wahr. Superstar Quarterback Carson Wentz von den Eagles zog sich einen Kreuzbandriss im linken Knie zu. Ziel ist es, zur nächsten Saison wieder einsatzbereit zu sein.
Mit 33 Touchdownpässen führt er die NFL an und er war auf sicherem Kurs, der MVP der Saison zu werden.

Montag, 11. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 14 - Der Sonntag
Die möglichen Playoffteams:
NFC

1. x-Philadelphia Eagles (11-2): NFC East
2. Minnesota Vikings (10-3): NFC North
3. Los Angeles Rams (9-4): NFC West
4. New Orleans Saints (9-4): NFC South
5. Carolina Panthers (9-4): Wild Card Nr. 1.
6. Atlanta Falcons (8-5): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Seattle Seahawks (8-5), Dallas Cowboys (7-6), Detroit Lions (7-6), Green Bay Packers (7-6), Arizona Cardinals (6-7)

AFC
1. x-Pittsburgh Steelers (11-2): AFC North
2. New England Patriots (10-2): AFC East
3. Jacksonville Jaguars (9-4): AFC South
4. Kansas City Chiefs (7-6): AFC West
5. Tennessee Titans (8-5): Wild Card Nr. 1.
6. Buffalo Bills (7-6): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Baltimore Ravens (7-6), Los Angeles Chargers (7-6), Oakland Raiders (6-7), Miami Dolphins (5-7)

wentz-carson2Es gibt Gewinner und Verlierer, und es gibt Gewinner, die Verlierer sind, Das sind die Philadelphia Eagles.
Sie traten bei den Rams an, und es trafen die beiden Nr. 1 und Nr. 2 Spieler der Draft 2016 aufeinander. Es trafen die beiden Teams mit den besten Offenses aufeinander, deren Verteidigungen aber keineswegs nur eine Sättigungsbeilage sind, die niemand bestellt hat.
Das Spiel war so wichtig, daß FOX seine Vorberichterstattung zum 14. Spieltag in`s L.A. Coliseum verlegt hat. War es denn ein Spiel, das dem Hype, der darum gemacht wurde, endlich mal gerecht wurde?
Ja!
Was wir hier geboten bekamen, das war hohe Quarterback Kunst in Perfektion. Carson Wentz (Bild) und Jared Goff zeigten ihr Können und boten das, was man sich erhofft hatte. Es war manchmal unglaublich, wie es beide schafften, ihre Pässe zwischen mehreren Verteidigern hindurch punktgenau bei ihren Receivern anzubringen. Der Wahnsinn!
Bis, ja, bis zur Verletzung von Eagles Quarterback Carson Wentz.
In einem Spiel mit ständig wechselnden Führungen, lief Wentz selber für einen Touchdown in die Endzone. Doch wegen einer Strafe zählten die Punkte nicht. Doch was zählt, ist die Verletzung am linken Knie, die Wentz sich dabei zuzog. Als er in die Endzone sprang, wurde er von zwei Verteidigern in die Zange genommen. Völlig legal und korrekt.
Noch blieb Wentz im Spiel und bei einem vierten Versuch und zwei an der Rams zwei passte er zu Wide Receiver Alshon Jeffery in die Endzone.
Spielstand da: Philadelphia 31:Rams 28.
Nun war es wieder an den Rams, in Führung zu gehen. Und das taten sie auch. Während des ganzen Spiels war es so, daß die Quarterbacks, wenn die Verteidigungen sie im Griff hatten, ihre Running Backs von der Leine ließen. Beide Teams zeigten eine perfekte Mischung aus Pass- und Laufspiel.
So war es Rams Running Back Todd Gurley, der die Punkte zur 35:31 Führung für Los Angeles erzielte.
Sehen wir uns die Statistiken der führenden Running Backs beider Teams mal an, denn seit Jay Ajayi von den Dolphins zu den Eagles gewechselt ist, und endlich in einem guten Team spielen kann, hat er wieder richtig Spaß an seinem Job.
Todd Gurley: 13 Läufe für 96 Yards, 2 Touchdowns
Jay Ajayi: 15 Läufe für 78 Yards.
Und die Quarterbacks:
Carson Wentz: 23 von 41 für 291 Yards, 4 Touchdowns, 1 Int.
Jared Goff 16 von 26 für 199 Yards, 2 Touchdowns.
Und Nick Foles, der Wentz im letzten Viertel ersetzte, machte zumindest keinen spielentscheidenden Fehler: 6 von 10 für 42 Yards.
Und er führte die Eagles noch zum Sieg mit 43:35.
Mit 11-2 Siegen hat Philadelphia die NFC East gewonnen. Doch was ist dieser Sieg wert, wenn Wentz tatsächlich einen Kreuzbandriss haben sollte, wovon auszugehen ist.
Mit 9-4 Siegen führen die Rams weiter die NFC West an, da die Seahawks in Jacksonville 24:30 verloren.
Seattle hat 8-5 Siege und nächste Woche heißt es Rams at Seahawks.
Bei den Seahawks flogen die Defensive Ends Michael Bennett und Sheldon Richardson von Platz, weil sie einen Kampf anfingen.

Minnesota hätte die NFC North gewinnen können, doch die Panthers, die ihrerseits noch die NFC South gewinnen wollen, hatten etwas dagegen.
Das ganze Spiel über ging es hin und her. Kein Team konnte sich so richtig durchsetzen.
Die Vikings hatten großen Erfolg mit ihrem Vorhaben, Panthers Quarterback Cam Newton daran zu hindern, selber zu laufen.
Bis, ja, bis 2 ½ Minuten vor Spielende. Bis dahin hatte Minnesota Newton nur acht magere Laufyards gestattet. Doch dann tat sich die Lücke auf, auf die Newton das ganze Spiel über gewartet hatte, und er lief über 62 Yards bis an die acht der Vikings.
Da stand es in einem hochklassigen Spiel 24:24.
Die Chance, jetzt zu punkten, ließen die Panthers sich nicht nehmen. Im dritten Versuch lief Running Back Jonathan Stewart aus einem Yard in die Endzone.
Da war das Spiel entschieden.
Vikings 24, Panthers 31.
Statistisch war Vikings Quarterback Case Keenum seinem Gegenüber haushoch überlegen. Doch was nutzt das am Ende?
Case Keenum: 27 von 44 für 280 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Cam Newton: 13 von 25 für 137 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception. Und der eine verdammt lange Lauf.
Damit kommt Carolina auf 9-4 und liegt gleichauf mit den Saints. Minnesota hat 10-3 Siege und einen komfortablen Vorsprung auf die 7-6 Lions und Packers.

Spiel des Tages war das Sunday Night Spiel. Selten trennen Sieger und Verlierer einer Schlacht zwischen den Steelers und den Ravens mehr als sieben Punkte.
In dieser Nacht war ein einziger magerer Punkt, der über Sieg und Niederlage entschied.
Zunächst sah es so aus, als wollten die Steelers die Ravens in der Luft zerpflücken. Baltimores Quarterback Joe Flacco, der immer für eine Interception gut ist, warf direkt im ersten Drive eine. Die Serie begann vielversprechend, doch sie endete mit einem abgefangenen Pass von Pittsburghs Safety Sean Davis an der 30 der Steelers.
Ben Roethlisberger nutzte die Chance und führte seine Offense zum 7:0.
Eins nur so zwischendurch... Big Ben warf im Verlauf des Spiels drei Wahnsinnspässe zu Wide Receiver Antonio Brown über weite Distanzen und so haarscharf noch im Spielfeld, daß kein Finger zwischen Browns Fuß und die Auslinie mehr gepaßt hätte.
Allein diese drei Pässe waren schon das ganze Spiel wert. Das nur mal so.
Pittsburgh ging schnell mit 14:0 in Führung, doch Flacco und seine Offense zeigten sich unbeeindruckt von dem frühen Fehlwurf.
Halbzeit 20:14 für die Steelers.
Der zweite Durchgang begann mit einer Dominanz der Ravens, die die Fans in Pittsburgh sprachlos machte.
Fünf Minuten vor Ende des dritten Viertels stand es sogar 24:20 für Baltimore. Damit nicht genug, schraubten die Ravens ihre Führung 2:43 Minuten vor Ende von Durchgang drei auf 31:20 hoch.
Pittsburgh kam zu einem Field Goal, und durch einen weiteren Touchdown auf 31:29 heran und versuchte einen Zweipunkteversuch. Der Lauf von Running Back Bell konnte aber gestoppt werden.
Baltimore erhöhte auf 38:29. Pittsburgh verkürzte auf 38:36.
62 Sekunden vor Spielende gingen die Steelers dann durch ein Field Goal von Boswell aus 46 Yards wieder in Führung... 39:38.
Doch die Ravens hatten noch Zeit genug. Sie kamen bis an die eigene 39. Flacco wurde gesackt und verlor den Ball. Der hoppelte aus dem Spielfeld.
Die Ravens gingen davon aus, daß die Uhr angehalten war, weil der Ball ja ins Aus ging. Doch die Schiedsrichter entschieden, daß der Quarterback schon fest im Griff des Verteidigers war, bevor er den Ball verlor und stoppten den Spielzug in diesem Moment bereits. Der Weg des Balles spielte keine Rolle mehr.
Und als die Ravens sich gemütlich zum Huddle aufstellten, hieß es plötzlich vom Hauptschiedsrichter: „Das Spiel ist aus.“
Wieder mal ein bizarres Ende eines Spiels.
Die Ravens verloren damit wieder ihren Wild Card Platz an die Bills, die im Blizzard 13:7 nach Verlängerung gegen die Colts gewannen.
Baltimore und Buffalo haben 7-6 Siege.
Die Steelers haben 11-2 Siege und die AFC North gewonnen. Nächste Woche empfangen sie die Patriots. Die werden dann wohl auch 11-2 Siege haben, denn sie müssen in der kommenden Nacht nur gegen die Dolphins antreten.
Und gegen die Steelers ist Patriots Quarterback Tom Brady, die Playoffs mitgerechnet, 10-2.
Bleiben noch die Stats der beiden Quarterbacks. Die Ravens haben in dieser Saison noch keinem Quarterback ein 300 Yards Spiel erlaubt. Konnte Big Ben diese Marke knacken?
Er konnte. Und wie er konnte: 44 von 66 für 506 Yards und 2 Touchdowns.
Joe Flacco: 20 von 35 für 269 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.

Zum „Spitzenspiel“ in der AFC West empfingen die 6-6 Chiefs die 6-6 Raiders.
Man kann jetzt nicht behaupten, daß die Chiefs bei ihrem 26:15 Sieg große Probleme gehabt hätten.
Genau so wenige Probleme hatten die 6-6 Chargers bei ihrem 30:13 Sieg über die Redskins.
Aus dem Dreikampf in der AFC West wurde ein Zweikampf zwischen den Chiefs und den Chargers. Den werden die beiden dann nächsten Samstag austragen.

Die Titans verloren 7:12 in Arizona, und damit auch den Spitzenplatz in der AFC South, da die Jaguars gegen die Seahawks gewannen.
Hier heißt es jetzt Jacksonville 9-4 (und damit sind sie ab jetzt echt ernst zu nehmen) und 8-5 Titans. Die bleiben aber auf einem Wild Card Platz.

Der Lazarettreport
Jets: Quarterback Josh McCown, linke Hand gebrochen.

Houston Texans: Quarterback Tom Savage, Gehirnerschütterung
Offensive Tackle Kendall Lamm, Gehirnerschütterung

Buffalo Bills: Quarterback Nathan Peterman, Gehirnerschütterung

Tennessee Titans: Quarterback Marcus Mariota, Knie, spielte aber weiter

Tampa Bay Buccaneers: defensive Tackle Gerald McCoy, Schulter und Bizeps

Seattle Seahawks: Die Linebacker Bobby Wagner (Oberschenkel) und K.J. Wright (Gehirnerschütterung)

Oakland Raiders: Wide Receiver Amari Cooper, Knöchel
Defensive End Mario Edwards Jr., Knöchel
Tight End Clive Walford, Gehirnerschütterung

Los Angeles Rams: Cornerback Kayvon Webster, gerissene Achillessehne
Rams Corner Trumaine Johnson, Gehirnerschütterung

Washington Redskins: Running Back Byron Marshall, Oberschenkel
Running Back Samaje Perine (Bauch) und offensive Tackle Trent Williams (Knie)

Steelers: Tight End Vance McDonald, Schulter

Green Bay Packers: Cornerback Davon House, Rücken

New York Giants: Safety Landon Collins (Knöchel)

Cincinnati Bengals: defensive End Carlos Dunlap, Brust

Tennessee Titans: Tackle Taylor Lewan, unterer Rücken

Denver Broncos: Safety Justin Simmons, Knöchel

Die New England Patriots gaben bekannt, daß Defensive Lineman Trey Flowers, Defensive Back Brandon King und Running Back Mike Gillislee heute gegen Miami nicht spielen können.

Samstag, 9. Dezember 2017

Kurzberichte
payton-sean2Auf Saints Head Coach Sean Payton (Bild) könnte eine Geldstrafe zukommen.
Die Liga untersucht das Verhalten Paytons gegen Ende des Spiels in Atlanta. Da lief der Head Coach auf den Platz und schrie einen Schiedsrichter an. Payton hatte versucht, eine Auszeit zu nehmen, doch niemand hatte auf seine Rufe reagiert.
„Ich hatte eine Auszeit verlangt,“ sagte Payton nach dem Spiel zur Presse. „Der Schiedsrichter fragte mich noch mal und ich sagte, daß ich doch schon ein Timeout verlangt hätte. Das habe ich ihm zugerufen. Vielleicht mit etwas mehr Lautstärke und Nachdruck, als ich es hätte tun sollen, aber ich hatte genug.“
Noch hat der Head Coach keine Zahlungsaufforderung von der Liga, aber die kann noch kommen.

Mit den Donnerstagsspiele werden die Spieler sich wohl nie anfreunden. Saints Quarterback Drew Brees macht die kurze Vorbereitungszeit auf das Spiel in Atlanta für die vielen Verletzten verantwortlich, die New Orleans zu erleiden hatte.
Brees bezeichnete diese Spiele als absolut unsicher. Diese Verletzungen wären zu 100% das Produkt des Donnerstagsspiels, meinte er. „Ist das klug, die Gesundheit und Sicherheit der Spieler zu betonen, und dann nach nur vier Tagen wieder spielen zu müssen? Nein, absolut nicht?“, wetterte er vor der Presse.
Brees reiht sich damit in die lange Liste der Spieler ein, die öffentlich gegen die Donnerstagsspiele Stimmung machen.

Die NFL hat die Verpflichtung von General Manager John Dorsey durch die Browns untersucht. Die Liga kam zu dem Ergebnis, daß der Club nicht gegen die Rooney Regel verstoßen hat.
Ein Team ist nicht verpflichtet, die Namen der Leute bekanntzugeben, mit denen sie verhandelt haben.

Browns Besitzer Jimmy Haslam hat eine klare Aufgabe für den neuen General Manager John Dorsey: „Finde einen Quarterback!“
Bis zur Draft hat der neue General Manager noch über vier Monate Zeit und bis der freie Spielermarkt öffnet noch drei Monate. Viel Zeit, um endlich einen tauglichen Quarterback zu finden, glaubt Haslam.
Zur Zeit haben die Browns DeShone Kizer, Kevin Hogan und Cody Kessler im Kader. Keinen von ihnen taugt etwas.
Dorsey hat das seltene Glück, eine Menge Platz unter der Gehaltsobergrenze vorzufinden. Die Browns sind sehr sparsam, was ihre Spielergehälter angeht. Das Ergebnis sieht man ja auf dem Platz.
OK, die sauteure Defense der Giants hat denen auch nichts genützt, Geld gewinnt wohl doch keine Spiele.
Aber es kann nicht schaden, eine Menge Dollar übrig zu haben, für die man einen Quarterback verpflichten kann, der auf dem freien Markt auftaucht.
Für einen Rookie muß man ja nicht mehr so viel hinblättern, wie früher. Und dieses Jahr sollen wieder einige gute Quarterbacks vom College abgehen.
Seit die Browns 1999 ihre Wiedergeburt erlebten, bis zum Ende der Saison 2016, haben sie 26 Starter auf der Position verschlissen. Etwas mehr Stabilität wäre da nicht schlecht.

Die Browns trennten sich von Kenny Britt. Sie setzten den Wide Receiver auf die Transferliste.
In neun Spielen für Cleveland dieses Jahr fing er 18 Pässe für 233 Yards.

Rashad Jennings hat genug.
Der zur Zeit arbeitslose Ex- Running Back der Jaguars, Raiders und Giants erklärte seine Karriere für beendet.
Der 32-jährige wird nächste Woche mit den Giants eine Pressekonferenz dazu geben, und als Mitglied dieses Teams in den Ruhestand treten.

Zur Kasse bitte
Chiefs: Cornerback Marcus Peters, $24.309 weil er die Flagge eines Schiedsrichters in die Zuschauerränge warf.
Safety Daniel Sorensen, $18.231 für einen Late Hit gegen Jets Quarterback Josh McCown.

Jaguars: Linebacker Myles Jack, $9.115 wegen Facemask.

Der Lazarettreport
Wer kann nicht spielen?
Arizona Cardinals: Running Back Adrian Peterson, Nacken
Wide Receiver John Brown (Zeh)

Cincinnati Bengals: Running Back Joe Mixon, Linebacker Vontaze Burfict und Cornerback Dre Kirkpatrick. Alle drei stecken im Gehirnerschütterungsprotokoll

Jets: Linebacker Bruce Carter (Leiste)

Carolina Panthers: Linebacker Shaq Thompson (Fuß)

Denver Broncos: Guard Ronald Leary (Back) und Quarterback Paxton Lynch (Knöchel)

Washington Redskins: Tight End Jordan Reed (Oberschenkel), Safety Montae Nicholson (Gehirnerschütterung) und Wide Receiver Maurice Harris (Gehirnerschütterung)

New York Giants: offensive Lineman Justin Pugh (Back)

Houston Texans: Wide Receiver Braxton Miller (Gehirnerschütterung), Running Back Alfred Blue (Gehirnerschütterung) und Linebacker Jelani Jenkins

Minnesota Vikings: Tackle Mike Remmers (Unterer Back)
Tight End David Morgan (Gehirnerschütterung),

Kansas City Chiefs: Center Mitch Morse (Fuß) und defensive Back Eric Murray (Knöchel)

Green Bay Packers: Cornerback Demetri Goodson (Oberschenkel)

Tennessee Titans: Linebacker Derrick Morgan (Knie)

Indianapolis Colts: Wide Receiver Donte Moncrief (Knöchel)
Center Ryan Kelly, Gehirnerschütterung

Tampa Bay Buccaneers: Cornerback Vernon Hargreaves (Oberschenkel) und die Safeties Josh Robinson (Oberschenkel) und T.J. Ward (Gehirnerschütterung)

Seattle Seahawks: Guard Oday Aboushi (Schulter)

Freitag, 8. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 14 - Der Donnerstag
ryan-matt-10New Orleans gegen Atlanta, der Kampf um die Macht in der NFC South. Drew Brees gegen Matt Ryan (Bild). Die Playoffs stehen auf dem Spiel. Kann es besser werden?
Wer hätte gedacht, daß dieses Spiel von den Verteidigungen bestimmt werden würde?
Für die Saints wurde es bereits im ersten Drive kritisch. Rookie-Sensation Running Back Alvin Kamara zog sich eine Gehirnerschütterung zu. Und wie wichtig er in seiner kurzen Zeit bereits für das Team wurde, sah man, nachdem er ausgefallen war. Es war, als ob die Hälfte der Saints Offense ausgefallen wäre.
Trotzdem kam New Orleans noch zu einem Field Goal.
Die Falcons antworteten ihrerseits mit einem Field Goal.
Dann tat sich mit Punkten einige Zeit nichts mehr, bis Atlanta Viereinhalb Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit durch einen Lauf über ein Yard von Running Back Devonta Freeman den ersten Touchdown des Spiels erzielte.
Und wieder wurde darauf sofort geantwortet, durch einen 26 Yards Touchdownpass von Drew Brees auf Wide Receiver Tommylee Lewis.
10:10 zur Halbzeit. Dabei hatte Matt Ryan Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts den ersten seiner drei Interceptions geworfen. Vier Sekunden waren für die Saints noch auf der Uhr. Sie standen an der 29 der Falcons. Kicker Will Lutz traf zwischen die Torstangen, doch Guard Josh LeRibeus hatte sich zu früh bewegt. Strafe gegen die Saints und die Schiedsrichter erklärten die erste Halbzeit für beendet.
Es blieb spannend, alleine schon durch die beiden weiteren Interceptions, die sich Ryan im weiteren Spielverlauf leistete. In drei aufeinanderfolgenden Angriffsserien warf er den Ball zum Gegner. Wobei, einmal war es sein Tight End Austin Hooper, der den Ball schon fast sicher in den Händen hatte und den er dann doch irgendwie Cornerback Chris Banjo „abgab“.
Doch der wichtigste Fehlpass kam erst knapp vor Ende.
New Orleans 17, Atlanta 20. 3:49 Minuten auf der Uhr.
Die Saints marschierten von der eigenen 20 bis an die 11 Atlantas. An der der Falcons 24 hatten sie einen vierten und eins ausgespielt. 90 Sekunden vor Schluß warf Brees in die Endzone in Richtung Tight End Josh Hill. Doch Linebacker Deion Jones fing den Ball ab.
Und wenn man glaubt, man hat schon alles gesehen, kommt mal wieder etwas neues.
Die Saints hatten noch genug Auszeiten übrig, um etwa 20 Sekunden vor Spielende noch mal an den Ball zu kommen, wenn sie Atlanta keinen neuen ersten Versuch erlaubt hätten.
Doch dieses Mal war es Saints Head Coach Sean Payton, der seinem Team schadete. Nachdem es ihm nicht gelungen war, einen Schiedsrichter auf ein Timeout aufmerksam zu machen, das er haben wollte, lief Payton auf den Platz und rief etwas in Richtung eines Offiziellen. Der warf eine Flagge. 15 Yards Strafe gegen die Bank wegen unsportlichen Verhaltens. First Down Falcons. Zweimal abknien. Spiel, Sieg und Jubel.
Die Bilanzen der Quarterbacks:
Drew Brees: 26 von 35 für 271 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Matt Ryan: 15 von 27 für 221 Yards, 1 Touchdown, 3 Interceptions.
Die Saints hatten die Verletzungsseuche. Die Defensive Ends Trey Hendrickson und David Onyemata, Linebacker A.J. Klein und Safety Kenny Vaccaro fielen nacheinander aus. Das nutzen die Falcons natürlich.
New Orleans hat zwar mit 9-4 Siegen immer noch Platz eins in der Division inne, aber die Panthers lauern mit 8-4 hinter ihnen. Atlanta kam auf 8-5 heran.
Noch können die Saints die Playoffs ganz vergeigen.

Kurzberichte
Die Vikings haben sich einen guten Plan für ihre Defense ausgedacht. Im Spiel in Carolina wollen sie Quarterback Cam Newton behandeln, wie einen Running Back.
Das heißt, daß sie kompromißlos auf ihn losgehen werden, wenn er auch nur den Anschein macht, als ob er mit dem Ball loslaufen will. Immerhin ist der Quarterback der beste „Running Back“ der Panthers.
Letztes Jahr hatte das schon ganz gut funktioniert. Da sackten die Vikings Newton acht mal und erlaubten ihm nur 26 Laufyards.

Bills Defensive Back Tre’Davious White ist nicht damit einverstanden, daß Patriots Tight End Rob Gronkowski nur für ein Spiel suspendiert wurde. Besonders gemessen daran, daß auch Steelers Wide Receiver JuJu Smith-Schuster für ein Spiel suspendiert wurde, wäre das nicht gerecht.
Daß der Gronk für seinen absichtlichen Angriff nur ein Spiel aussetzen muß, nannte White einen Witz. Und eine Entschuldigung hätte er von Gronkowski auch nicht erhalten, obwohl der Tight End dies behauptet.
Patriots Head Coach Bill Belichick hat sich nach dem Spiel persönlich bei Bills Head Coach Sean McDermott für seinen Spieler entschuldigt.

Bengals Safety George Iloka ist in Rage: „Was machen wir denn?“ fragte er. „Spielen wir Football oder Flag Football?“
Er ist gar nicht erfreut darüber, daß er eine Strafe über $36.464,50 dafür bekommen hat, daß er seinen Job gemacht hat.
OK meinte er, daß die Strafe von einem Spiel Sperre auf eine Geldzahlung reduziert wäre, wäre zwar ganz gut, aber dafür, daß er nur getan hat, was er als Safety zu tun hatte, als Steelers Wide Receiver Antonio Brown einen Ball in der Endzone fing, wäre auch das nicht angemessen.
„Denn wir spielen doch Football,oder“? Fragte er die Reporter, die ihn umstanden.
Auch zu dem Hit von JuJu Smith-Schuster hatte Iloka ein Meinung. Für ihn war der Angriff völlig in Ordnung. JuJu Smith-Schuster hätte seine Attacke gegen Vontaze Burfict mit der Schulter angefangen, und dann wären die Helme aufeinandergestoßen. Daß der Wide Receiver dann aber noch über Burfict stehen blieb, und ihm ein paar Worte entgegenschleuderte, das fand Iloka auch nicht gut.

Also jetzt doch. Zunächst hieß es, daß Steelers Linebacker Ryan Shazier nicht operiert werden müßte, und am Donnerstag wurde er dann doch operiert.
Shazier hatte mit dem Helm voran Bengals Wide Receiver Josh Malone im Rücken angegriffen. Der Hit war völlig legal und Malone ist auch nichts passiert. Doch Shazier zog sich dabei eine Wirbelsäulenverletzung zu.
Am Donnerstag wurde seine Wirbelsäule in einer Operation stabilisiert.

Die Browns misten aus, aber nur halbherzig.
Gestern wurde der Vizepräsident Sashi Brown gefeuert. Er war für die Kaderzusammenstellung zuständig und hat es geschafft, 2016 Carson Wentz und Jared Goff nicht zu verpflichten, und 2017 Deshaun Watson zu den Texans gehen zu lassen.
Sofort wurde ein Nachfolger Browns verpflichtet, Ex-Chiefs General Manager John Dorsey.
Man kann natürlich darüber spekulieren, wie es den Quarterbacks, die Brown in den Drafts zu anderen Teams hat gehen lassen, in Cleveland ergangen wäre, aber besser als das, was Brown verpflichtete, wären sie wohl gewesen.
Nach einem Sieg in zwei Saisons und 27 Niederlagen, wobei ja noch vier Siege in dieser Saison folgen können (kleiner Scherz), darf Head Coach Hue Jackson weitermachen. Er mußte halt mit dem Murks an Spielermaterial auskommen, das ihm zu Verfügung gestellt wurde. Deshalb will Teambesitzer Jimmy Haslam ihn noch behalten. Zumindest 2018.
Noch droht den Browns Ungemach. Sie sollen bei der Verpflichtung von Dorsey gegen die Rooney Regel verstoßen haben. Nach dieser Regel müssen sie, bevor sie einen neuen General Manager oder Head Coach verpflichten, der weißer Hautfarbe ist, zumindest als Alibi zuerst so tun, als würden sie einen Farbigen verpflichten wollen, und mit ihm ein Einstellungsgespräch führen. Das haben die Browns anscheinend nicht getan. Doch Haslam sagte, daß er sehr wohl zuerst mit einem farbigen Kandidaten gesprochen hätte. Mit wem, das wollte er nicht sagen.
Die NFL kann die Sache untersuchen. Sollte Haslam die Regel mißachtet haben, drohen dem Team Strafen, bis hin zur Streichung von Draftpicks.

Jets Offensive Coordinator John Morton möchte Josh McCown behalten.
Der Quarterback hat nur einen Vertrag für die Saison 2017, aber Morton hat gefallen, was er bisher geleistet hat.
Und tatsächlich liefert der 38-jährige seine wohl beste Saison ab. In den Quarterback Statistiken findet man ihn in der oberen Hälfte.
Und mit 18 Touchdowns, 261 vollständigen Pässen und 2.880 Yards hat er persönliche Bestmarken aufgestellt.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Die Hitparade der Hits
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Kaum gab es mal wieder wunderbare Hits in einem Spiel, die einen vor Begeisterung vom Sitz rissen, legt die Bedenkenträgerindustrie los.
Die wunderbaren Hits gab es von Steelers Wide Receiver JuJu Smith-Schuster (Bild) und Bengals Safety George Iloka. Einen ekelhaften Hit gab es von Patriots Tight End Rob Gronkowski.
Eine große Tageszeitung in den USA forderte die Schiedsrichter auf endlich durchzugreifen, um das Chaos auf dem Platz einzudämmen. Diese Akte der brutalen Gewalt, die das Spiel der NFL besudeln und ihre Mitwirkenden gefährdet, müßten von den Schiedsrichtern von vornherein verhindert werden.
Am Sonntag hätten sie z.B. nicht Patriots Tight End Rob Gronkowski vom Platz gestellt, der absichtlich versuchte, einen wehrlosen Gegenspieler zu verletzen. Und da liegt die Zeitung richtig. Eine solch abartige und widerliche Art, mit einem am Boden liegenden Gegner umzugehen, gehört auf der Stelle mit einem Platzverweis geahndet.
Etwas anders liegt es bei den beiden Szenen im Monday Night Football Spiel. Hier wurden Attacken aus dem Spielverlauf heraus geführt. Die gilt es, anders zu bewerten.
Troy Vincent, der Chef der Footballangelegenheiten der NFL und ehemaliger Pro Bowl Defensive Back, sagte, das man nicht im Geschäft der Spielerverbannung wäre. Man müsse schon mit Fingerspitzengefühl vorgehen. Zunächst würde gelten: „Lasst die Spieler spielen.“
Guter Vorsatz. Der gilt natürlich nicht, wenn ein Spielzug offensichtlich Zuende ist, wie im Fall von Gronkowski. Hier war der Platzverweis dringend geboten.
Der Gronk wurde zwar für ein Spiel suspendiert, aber ein Platzverweis wäre auch nötig gewesen. Sein Opfer, Bills Cornerback Tre’Davious White, wird mit einer bei der hinterhältigen Attacke erlittenen Gehirnerschütterung sehr wahrscheinlich mehr Spielzüge verpassen, als Gronkowski.
Der ehemalige Chef der Schiedsrichter, Mike Pereira, ist der Meinung, daß in diesem Fall der Platzverweis eigentlich ganz automatisch hätte erfolgen müssen.
Nach dem Monday Night Football Spiel suspendierte die Liga zwei Spieler. Allerdings hob die NFL die Sperre von Bengals Safety George Iloka am Mittwoch wieder auf. Er muß nur $36,464 Strafe zahlen für seinen sehenswerten Angriff auf Steelers Wide Receiver Antonio Brown.
Steelers Quarterback Ben Roethlisberger ist überhaupt nicht damit einverstanden, daß sein Teamkollege, Wide Receiver JuJu Smith-Schuster, dieselbe Strafe bekam, wie Rob Gronkowski. Big Ben sieht einen Unterschied, ob man einen Spieler nach einem Spielzug noch absichtlich verletzt, oder ob eine harte Attacke während eines Spielzugs erfolgt. Für ihn wurde sein Kollege ungerecht behandelt. Die Liga hat JJSS allerdings nicht nur für den Hit bestraft, sondern auch dafür, daß er noch über Burfict stehen blieb und ihn verhöhnte. Das kam gar nicht gut an.
Auch Steelers Safety Mike Mitchell hat so seine Meinung dazu: „Das ist doch kein verdammter Football“, legte er los. „Als ich sechs Jahre alt war, habe ich Charles Woodson, Rod Woodson, Sean Taylor, the Hitters, Jack Tatum zugesehen. Das war Football. Das heute ist kein Football. Du kennst die Risiken, wenn Du deinen Vertrag unterschreibst, Niemand möchte gelähmt werden, niemand möchte Kopfverletzungen, das alles ist natürlich negativ. Aber lasst uns nicht so tun, als wäre Football ein gefährliches, barbarisches Spiel.
Als ich meinen Vertrag unterschrieb, hatte ich $368 auf dem Bankkonto. Da liege ich heute weit drüber. Das verdanke ich nicht einem bösen, schmutzigen Spiel. Es ist Football. Das ist nicht anders als die Kämpfe in der UFC. Es ist ein Gefecht, ein Kontaktsport.“
Und da irrt Mitchell. Tanzen ist ein Kontaktsport. Football ist ein Kollisionssport, wie der legendäre Vince Lombardi einst sagte.
Und das soll halt immer weiter verwässert werden. Die NFL denkt jetzt ernsthaft darüber nach, die Targeting-Regeln der Collegespiele zu übernehmen. Wer da mit dem Helm voran auf einen Gegenspieler losgeht, der wird sofort automatisch vom Platz gestellt. Diese Strafe kann aber per Videobeweis angefochten werden.

Kurzberichte
Steelers Linebacker Ryan Shazier ist wieder in Pittsburgh.
Vom Krankenhaus in Cincinnati wurde er in das University of Pittsburgh Medical Center verlegt.
Wie es dem am Rücken verletzten Shazier geht, darüber herrscht Schweigen. Nur daß er keine Operation braucht, das gab Steelers General Manager Kevin Colbert bekannt.

Warren Moon, ehemaliger NFL Quarterback, wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt.
Moon, einer der wenigen schwarzen Quarterbacks, die in die Hall of Fame aufgenommen wurden, hat so seine Geschichte mit sexuellen Belästigungen. Der heute 61-jährige wurde bereits 1995 von einem Cheergirl der Minnesota Vikings deswegen angezeigt.
17 Jahre spielte Moon in der NFL, hauptsächlich für die Houston Oilers, bevor er für diese Liga nicht mehr gut genug war und sechs Jahre in der CFL sein Gnadenbrot verdiente.
Bis vor Kurzem arbeitete er als Analyst der Seattle Seahawks bei Radioübertragungen. Nachdem er nun erneut angezeigt wurde, bat er um seine Freistellung dort. Der Club kam seinem Wunsch nach.
In der NFL gehörte Warren Moon zu den Interception-Königen. Seinen 291 Touchdownpässen stehen satte 233 Interceptions entgegen.
Mir war nie klar, wieso er 2005 in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

Roger Goodell hat seine Vertragsverlängerung unterschrieben.
Fünf weitere Jahre bleibt er damit der Vorsitzende der NFL. In dieser Zeit kann er mit allen Sonderzuwendungen bis zu $200 Millionen verdienen.
Dafür muß ein armer Quarterback dann doch noch viel länger arbeiten.
Wieviel Geld der Commissioner momentan verdient, das weiß man nicht so genau. Zuletzt wurde sein Gehalt 2015 veröffentlicht, und da bekam er $31,7 Millionen. Weniger dürfte es heute auf keinen Fall sein.
Goodells aktueller Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2019. Danach beginnen dann die weiteren fünf Jahre.

Die Buschbrände rund um Los Angeles haben Einfluß auf die Rams und die Eagles.
Die Rams mußten ihr Training auf ihrem Gelände in Thousand Oaks am Mittwoch absagen.
Die Eagles halten sich momentan etwa 80 Meilen von den Feuern entfernt auf, beobachten die Situation aber natürlich mit Adleraugen.
Die Brände sind bis auf 20 Meilen an das Los Angeles Memorial Stadium herangekommen. Noch aber hat die NFL nicht entschieden, ob das Spiel der beiden Teams am Sonntag dort stattfinden kann.

Die Chiefs suspendierten Marcus Peters für das Spiel gegen die Raiders.
Der Cornerback hob im Spiel gegen die Jets eine Schiedsrichterflagge auf und feuerte sie in die Zuschauerränge.

Die besten Spieler der Woche 13
AFC

OFFENSE: QB JOSH MC COWN, NEW YORK JETS
26 von 36 Pässe für 331 Passyards, 1 Touchdown und 2 weitere Lauf Touchdowns.

DEFENSE: S ERIC WEDDLE, BALTIMORE RAVENS
1 Sack und 1 Interceptionreturn über 45 Yards

SPECIAL TEAMS: K CHRIS BOSWELL, PITTSBURGH STEELERS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: QB RUSSELL WILSON, SEATTLE SEAHAWKS
20 von 31 Pässe für 227 Yards, 3 Touchdowns.

DEFENSE: DE DEAN LOWRY, GREEN BAY PACKERS
Er trug einen eroberten Fumble über 62 Yards zum Touchdown zurück.

SPECIAL TEAMS: K ROBBIE GOULD, SAN FRANCISCO 49ERS
5 von 5 Field Goals

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Kurzberichte
tomlin-mikeDas war zu erwarten. Die Hits, die uns Fans vor Begeisterung aus den Sitzen gerissen haben, fand die NFL übertrieben.
Oh NFL, wie haste dir verändert!
Drei Szenen machten das Monday Night Football Spiel zwischen den Steelers und den Bengals zu einem Spiel, an das man sich erinnert. Ohne diese Szenen hätte man die ansonsten öde Angelegenheit heute schon wieder vergessen.
Steelers Head Coach Mike Tomlin (Bild) hatte nichts gegen den hohen körperlichen Einsatz von Rookie Wide Receiver JuJu Smith-Schuster gegen Bengals Linebacker Vontaze Burfict. Was Tomlin sauer aufstieß war, daß sein Receiver noch über dem verletzt am Boden liegenden Burfict stehen blieb und ihn verhöhnte.
Die zweite Szene, in der Bengals Linebacker George Iloka Wide Receiver Antonio Brown in der Endzone versuchte vom Ball zu trennen, gefiel auch nur uns Fans, nicht aber der NFL. Smith-Schuster und Iloka wurden beide für ein Spiel suspendiert.
Mann NFL, wie haste dir verändert!
Die Hits waren Klasse, die Strafen sind Schei..be!
Früher wären diese beiden Spieler in der engeren Wahl zum Spieler der Woche gelandet.
Die dritte Szene war die, in der Linebacker Jordan Evans und Cornerback William Jackson den Weg für Steelers Running Back Le'Veon Bell freimachten. Hier war es tatsächlich so, daß Jackson, der einen Schritt rückwärts machte, als Bell an ihm vorbeilief, dachte, daß der Running Back im Aus war. Um eine Strafe wegen eines Late Hits zu vermeiden, machte er Bell Platz, wie zu vermuten war, und wie Jackson nach dem Spiel im Interview sagte.

Abgelehnt!
So der Spruch der NFL, gegen den Einspruch von Rob Gronkowski. Und das war zu erwarten.
Der Tight End der Patriots hatte gegen seine Suspendierung für ein Spiel Einspruch eingelegt. Doch die NFL entschied gegen den Gronk, der einem am Boden liegenden Verteidiger der Bills brutal die Schulter in den Rücken gerammt und absichtlich versucht hatte, ihn zu verletzen.

Das Feuer unter dem Sitz von Giants Head Coach Ben McAdoo hat also endlich Betriebstemperatur erreicht, und zur Entlassung des Trainers geführt.
Wer ist der nächste?
Kann man auch Broncos Head Coach Vance Joseph zu den Kandidaten zählen?
Also zunächst ist wohl Clevelands Hue Jackson dran. Zwei Jahre führt er die Browns mittlerweile und in diesen zwei Jahren hat er bisher einen Sieg eingefahren. Seine Bilanz bis heute: 1-27 Siege. Das dürfte dann doch etwas wenig sein. Selbst wenn man bedenkt, daß die für die Zusammenstellung der Mannschaft verantwortlichen Mist gebaut haben, hat man vom Head Coach bestimmt ein klein wenig mehr erwartet.
In Denver hört man, daß die Spieler sich und die Saison aufgegeben haben.
Hier aber, wie auch in Cleveland, hat der Mann Mist gebaut, der die Mannschaft zusammengestellt hat. Und wenn der, also John Elway, seinem Head Coach keinen NFL-tauglichen Quarterback besorgt hat, dann trifft Joseph ganz bestimmt keine Alleinschuld.
Joseph bestreitet, daß seine Spieler aufgegeben haben.
Aber mal ganz ehrlich, ja... wenn eine Defense, die man zu den besten der Liga zählt, gegen die Dolphins 35 Punkte erlaubt... die DOLPHINS... dann sieht das doch nach aufgeben aus.
Also sitzt Joseph sehr wahrscheinlich auf einem Stuhl, unter dem zumindest das Holz schon mal gestapelt wird.

Ron Meyer, ehemaliger Head Coach der Indianapolis Colts von 1986-91, verstarb im Alter von 76 Jahren eines natürlichen Todes.
1987 führte er die Colts in die Playoffs.
Mitten in der Saison 1991 wurde er gefeuert, nach einem 0-5 Start. Insgesamt lautet seine Bilanz in Indianapolis 36-35.

Der Lazarettreport
Steelers: Linebacker Ryan Shazier muß mit seiner Rückenverletzung noch im Krankenhaus bleiben. Er muß noch einige Tests über sich ergehen lassen.

Bills: Defensive End Shaq Lawson (Knöchel) und Wide Receiver Jordan Matthews (Knie) wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Bears: Offensive Lineman Kyle Long wurde mit einer Schulterverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Falcons: Guard Andy Levitre wird mit einer Bizepsverletzung das Donnerstagsspiel gegen New Orleans verpassen.

Texans: Wide Receiver Bruce Ellington und Tight End CJ Fiedorowicz wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Broncos: Defensive End Derek Wolfe wurde mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Panthers: Linebacker Spencer Paysinger wurde als Ersatz für Linebacker Jarred Norris verpflichtet, der mit einer Wadenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt wurde.

Dienstag, 5. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 13 - Der Montag
bell-leveonEinen herzlichen Dank an zwei Teams, die, zumindest in ein paar Szenen, uns Fans den Glauben an diesen Sport zurückgaben.
Von Anfang...
Zunächst sahen die Steelers sich mal in aller Seelenruhe an, was die Bengals denn so drauf haben. Und Cincinnati nutzte den Freiraum, den Pittsburgh ihnen bot. Ohne viel Gegenwehr kamen sie zu einer 17:0 Führung.
Erst im letzten Ballbesitz, 31 Sekunden vor der Pause, kamen die Steelers wenigstens mal in Field Goal Reichweite. Und Kicker Chris Boswell traf aus 30 Yards. Nur noch 17:3 für die Bengals.
Im zweiten Durchgang spielte Pittsburgh dann auch mit. Nachdem die Bengals in deren ersten Ballbesitz gestoppt wurden, führte Quarterback Ben Roethlisberger seine Offense in die Endzone. Ein Touchdownpass über 35 Yards zu Le'Veon Bell (Bild) verkürzte Cincinnatis Führung auf 17:10. Ein kurioser Touchdown, denn zwei Verteidiger der Bengals freuten sich darüber, die besten Plätze im Stadion zu haben, um sich Bells Lauf in die Endzone anzusehen. Linebacker Jordan Evans und Cornerback William Jackson hätten eine Chance gehabt, Bell zu stoppen, der zwischen ihnen und der Auslinie vorbeilief. Während Evans Bell wenigstens noch ein kleines Schubserchen mitgab, machte Jackson sogar einen Schritt rückwärts, um Bell nicht im Weg zu stehen. Beide Verteidiger dachten wohl, daß der Running Back mit einem Fuß im Aus hätte gewesen sein können. War er aber nicht.
Danach kamen die Bengals durch ein Field Goal aus 41 Yards zum 20:10, doch es war noch viel Zeit auf der Uhr.
Nach fünf Minuten im letzten Viertel verkürzte Steelers Kicker Boswell aus 37 Yards auf 20:13. Und die Steelers hatten noch acht Minuten Zeit. Und die nutzten sie. Und jetzt gab es dann auch zwei Szenen, die einen vom Sitz rissen.
Zuerst bekam Vontaze Burfict zu spüren, wie es ist, wenn jemand absichtlich verletzt wird. Der Linebacker der Bengals gehört ja zu den schmutzigsten Spielern, die es jemals in der NFL gab. Er teilt gerne aus, doch dieses Mal erwischte es ihn. Der eher schmächtige Rookie Wide Receiver JuJu Smith-Schuster scheppte Burfict einen ein, daß es nur so krachte. Der Wide Receiver machte den Weg für Running Back Le'Veon Bell frei. Eine wunderbare Szene, die einem das Gefühl gab, mal wieder echten, ehrlichen, harten Football zu sehen. Natürlich redete Analyst John Gruden davon, das der Hit illegal war, daß der Wide Receiver vom Platz gestellt werden müßte, daß er auf jeden Fall von der Liga bestraft gehört, doch all dieses blöde Gerede konnte einem diesen tollen Hit nicht madig machen.
Burfict mußte verletzt vom Platz gefahren werden.
Die 15 Yards Strafe gegen Pittsburgh konnte das Team nicht stoppen. Sie kamen an Cincis sechs und Ben Roethlisberger paßte in die Endzone zu Wide Receiver Antonio Brown. Als er den Ball fing, bekam er von Safety George Ilonka einen verpaßt, daß es nur so schepperte. Auch dies eine wunderbare Szene, die früher ganz normal und Gang und Gäbe war, heute aber bestraft wird. Und wieder verlangte Gruden eine Strafe durch die Liga, die bestimmt auch kommen wird.
Zwei tolle Szenen, die Erinnerungen an früher weckten, an die Zeit, als solche harten Angriffe noch legal waren und dazu gehörten.
Anders als die Attacke von Rob Gronkowski am Sonntag, über die in den Kurzberichten noch die Rede sein wird.
Wie auch immer... 20:20.
Die Bengals mußten erneut punten, nachdem sie von der eigenen 12 bloß bis an die 17 gekommen waren.
Die Steelers hatten noch 2:42 Minuten Zeit, die sie nutzten.
Als die Uhr auf Null sprang schoß Kicker Boswell den Ball aus 38 Yards zum 23:20 Sieg der Steelers durch die Stangen.
Damit eroberte Pittsburgh den ersten Platz in der AFC zurück, vor den Patriots, die auch 10-2 Siege haben.
Cincinnati fiel auf 5-6, ist aber immer noch im Playoffrennen.
Leider gab es einige Verletzungen, darunter eine sehr schwere. Steelers Linebacker Ryan Shazier mußte mit einer Rückenverletzung ins Krankenhaus gefahren werden. Als er vom Platz gefahren wurde, konnte er die Arme bewegen, bewegte aber seine Beine nicht.
Er hatte Wide Receiver Josh Malone getackelt und verletzte sich dabei.
Bengals Linebacker Vontaze Burfict mußte nach dem Angriff von Smith-Schuster mit einer Kopfverletzung vom Platz gefahren werden. Doch er sprang kurz darauf vom Bahrenwagen und lief in die Kabine.

Kurzberichte
Für seinen späten illegalen, brutalen Angriff auf den bereits am Boden, außerhalb des Feldes, liegenden Bills Cornerback TreDivious White, wurde Patriots Tight End Rob Gronkowski für ein Spiel suspendiert.
Der Gronk kündigte an, gegen die Sperre vorgehen zu wollen.

Ravens Cornerback Jimmy Smith wurde für vier Spiele suspendiert.
Er hat verbotene Mittel eingenommen.

Bei den Winzlingen, ehemals Giants genannt, herrscht das pure Chaos.
John Mara, Mitbesitzer des Teams, ließ es zu, daß Head Coach Ben McAdoo, der das Team zu einer 2-10 Saison führte, Quarterback Eli Manning nach 210 Starts in Folge auf die Bank setzte. McAdoo erzählte der Presse nachher voller Arroganz, daß er mit seiner Entscheidung im Reinen wäre. Rückendeckung hatte der erfolglose Head Coach ja nicht nur von Mara, sondern auch von General Manager Jerry Reese. Der hatte ein Team zusammengestellt, das das Laufspiel völlig vernachlässigte.
Gestern, nach der Demütigung des zweimaligen Super Bowl MVP Quarterbacks, zog Mara endlich die Reißleine und feuerte McAdoo und Reese. Es wäre Blödsinn, diese Entscheidung noch länger hinauszuschieben, meinte er.
Zu spät... viel zu spät... Für Eli Manning genau ein Spiel zu spät, denn er soll nächsten Sonntag wieder starten.
Mara sagte, daß er fühle, daß die Giants komplett umgekrempelt werden müßten.
Mara beugt sich wohl dem Druck der Fans und Spieler. Werbetafeln im Raum New York zeigen Schriftzüge, wie: „Big Blue, Shame on You“
Flugzeuge mit Bannern fliegen über New York, die auf die Schande der Giants hinweisen.
Eine Gruppe ehemaliger Spieler hatte angekündigt, beim nächsten Heimspiel an den Spielfeldrand zu kommen und Eli Mannings Nr. 10 zu tragen. 
Mit all dem hatte Mara nicht gerechnet. Das war wohl zu viel für ihn.
Und zugegeben, McAdoo führte die Giants 2016 zu 11-5 Siegen und in die Playoffs. Dennoch hätte er früher gefeuert werden müssen.
Na ja, es war schon echt Blödsinn, was sich da getan hat.

Keenan Allen hat NFL Geschichte geschrieben.
Der Wide Receiver der Chargers wurde am Sonntag gegen die Browns der erste Spieler, der in drei Spielen in Folge wenigstens 10 Pässe für 100 Yards und 1 Touchdown fing.
Keenan Allen... nicht Jerry Rice, Randy Moss, oder andere Wide Receiver Größen... Keenan Allen.

Montag, 4. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 13 - Der Sonntag
Die Playoffkandidaten:
NFC

keenum-case-vikings1. Minnesota Vikings (10-2): NFC North

2. Philadelphia Eagles (10-2): NFC East

3. Los Angeles Rams (9-3): NFC West

4. New Orleans Saints (9-3): NFC South

5. Seattle Seahawks (8-4): Wild Card Nr. 1.

6. Carolina Panthers (8-4): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Atlanta Falcons (7-5), Detroit Lions (6-6), Dallas Cowboys (6-6), Green Bay Packers (6-6), Arizona Cardinals (5-7), Washington Redskins (5-7)

AFC
1. New England Patriots (10-2): AFC East

2. Pittsburgh Steelers (9-2): AFC North

3. Tennessee Titans (8-4): AFC South

4. Kansas City Chiefs (6-6): AFC West

5. Jacksonville Jaguars (8-4): Wild Card Nr. 1.

6. Baltimore Ravens (7-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Buffalo Bills (6-6), Los Angeles Chargers (6-6), Oakland Raiders (6-6), Cincinnati Bengals (5-6)

Fangen wir mit der NFC an, denn dort gab es eine Wachablösung. Die beiden Spitzenteams lieferten miese Spiele ab, aber Minnesota konnte Seins gegen die Falcons mit 14:9 gewinnen. Damit kamen die Vikings auf 10-2 Siege und zogen an Philadelphia vorbei.
Im Kampf der Raubvögel in Seattle zerrupften die Seahawks die Eagles mit 24:10 und Seattle verbesserte sich durch diesen Sieg auf 8-4 und überholte die Panthers im Rennen um die Wild Card Plätze.
Die Eagles fielen auf 10-2 und wurden als Nr. 1 Team der NFC von den Vikings abgelöst. Minnesota ist eine durch und durch ausgeglichene Mannschaft, die Kurs nimmt auf ein Heimspiel im Super Bowl.
Die Falcons stürzten auf 7-5 ab und fielen aus den Wild Card Rängen.

In New Orleans bewiesen die Saints, daß sie eine Ausgewogenheit gefunden haben, die man so bei ihnen nicht kannte. Die Offense gehört zum Besten, was die NFL zu bieten hat, muß aber nicht mehr den Punkten hinterherlaufen, die die Defense aufgibt. Die Verteidigung hat sich stark verbessert und spielt nicht mehr den Prügelknaben für die Gegner, sondern teilt selber kräftig aus.
Das bekamen die Panthers zu spüren.
Die Saints Offense läuft und läuft und läuft, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Rookie Running Back Sensation Alvin Kamara erzielte mit 9 Läufen 60 Yards und 2 Touchdowns. Er landete allerdings hinter Mark Ingram, der mit 14 Läufen auf 85 Yards und 1 Touchdown kam.
Damit nicht genug, kann dieses doppelköpfige Monster auch noch Pässe fangen. Ein Running Back, der Pässe fangen kann, in einem Team ist schon Gold wert, aber zwei... unbezahlbar.
Ingram fing 6 Pässe für 37 Yards und Kamara 5 für 66.
Damit hatte Quarterback Drew Brees wertvolle Helfer, die ihm das Leben erleichtern. Die Offense der Saints ist nicht mehr nur von ihm abhängig. Trotzdem brachte er es auf eine Bilanz von 25 aus 34 für 269 Yards und 1 Touchdown.
Panthers Quarterback Cam Newton hatte keine Unterstützung durch das Laufspiel. Er war mal wieder das Laufspiel. Sechs Läufe für 51 Yards machten ihn zum besten Running Back seines Teams.
Ohne die Unterstützung, die Drew Brees hatte, hätte Newton als Quarterback auftrumpfen müssen, was er aber nicht konnte, wie seine Bilanz zeigt: 17 von 27 für magere 183 Yards und 2 Touchdowns.
Dazu kamen zwei Ballverluste der Panthers in Puntsituationen, die die Saints zu ihrem Vorteil nutzten, und fertig war Carolinas 21:31 Niederlage.
New Orleans steht dadurch jetzt mit 9-3 alleine auf Platz 1 der NFC South. Die Panthers fielen auf 8-4, behaupteten aber ihren Wild Card Platz.

Die Rams gewannen wie erwartet in Arizona. Mit diesem 32:16 Erfolg gegen den Divisionsrivalen behaupteten sie mit 9-3 den Spitzenplatz in der NFC West gegen die Seahawks.

In der AFC geht es drunter und drüber.
Die Ravens fertigten die Lions mit 44:20 ab und behaupteten ihren Wild Card Platz.
Lions Quarterback Matthew Stafford verletzte sich in der zweiten Halbzeit an der Wurfhand und könnte ein paar Spiele verpassen. Mit 6-6 Siegen liefert sich Detroit ein Kopf an Kopf Rennen mit den Cowboys und Packers, die auch 6-6 Siege haben. Doch alle drei Teams haben harte Konkurrenten vor sich, die schwer zu knacken sein werden.
Baltimore hat 7-5 Siege und einen knappen Vorsprung vor den 6-6 Chargers, Raiders und Bills.
Wo wir gerade bei 6-6 sind, die ganze AFC West hat 6-6 bis auf die 3-9 Broncos. Damit ist die AFC West die schlechteste Division der NFL.
Los Angeles und Oakland hatten „Freispiele“. Allerdings taten beide Teams sich gegen die Lachschlager schwer, mit denen sie es zu tun hatten. Die Chargers kamen nur zu einem knappen 19:10 gegen die Browns und die Raiders nur zu einem 24:17 gegen die Giants. Das zeigt, wie schwach die Teams dieser Gruppe sind.
Und die Chiefs?
Tja, die lieferten sich gegen die Jets in New Jersey das Spiel des Tages. Das hätte im Vorfeld wohl kaum einer so erwartet.
Es war ein wildes, ja fast ein wahnsinniges Spiel. Schon nach dem ersten Viertel stand es 14:14, nachdem die Chiefs schon 14:0 geführt hatten.
Chiefs Head Coach Andy Reid hatte die Verantwortung für die offensiven Spielzüge an Offensive Coordinator Matt Nagy ab.
Mit 21:17 für die Jets ging es in die Halbzeit. Nach dem dritten Viertel führten die Jets 27:24.
Das letzte Viertel und die letzten Minuten waren nichts für schwache Nerven. Neun Minuten vor Spielende gingen die Chiefs mit 31:30 in Führung.
Kurz darauf trafen die Jets einen Field Goal Versuch aus 21 Yards. Doch eine Strafe gegen die Chiefs brachte die Jets näher an die Endzone und sie akzeptierten die Strafe.
Bei einem 3. und 4 an Kansas Citys vier warf Jets Quarterback Josh McCown einen Pass ins leere, aber wieder lag eine Strafe gegen die Chiefs vor.
Nach einem 3. und 1 kamen die Jets dann durch einen Lauf von McCown in die Endzone. Die 36:31 Führung.
Ein Zweipunkteversuch mußte her.
McCown wird bis an die 25 zurückgejagt. Er wirft den Ball über die Endzone hinaus.
Na... erraten?
Genau... Strafe gegen die Chiefs!
Chiefs Cornerback Marcus Peters hob die Flagge auf, die die Strafe anzeigte und feuerte sie in die Zuschauerränge. Platzverweis... dachte Peters wohl und ging in die Kabine. Doch die Schiedsrichter hatten nichts in der Art entschieden.
Der Versuch wird wiederholt und dieses Mal klappt es, 38:31.
Doch Chiefs Quarterback Alex Smith, der einen seiner besseren Tage hatte, führte sein Team noch bis an die 19 der Jets. Da allerdings kommt es zu einem 4. und 6, bei dem Smith einen Pass ins absolute Nichts abfeuert.
Die Jets retten den Sieg über die Zeit, und machen die Chiefs zu einem 6-6 Team, das nach seinem 5-0 Start in die Saison nur noch ein einziges Spiel gewinnen konnten.
Allerdings bleiben die Chiefs die Nr. 1 der AFC West, auch wenn es drei Teams mit 6-6 Siegen gibt. Doch ein weiterer Ausrutscher von Kansas City und die Chargers oder Raiders, oder beide, ziehen an ihnen vorbei.
Dabei gab Alex Smith alles: 19 von 33 für 366 Yards, 4 Touchdowns, und mal 0 Interceptions.
Ohne Unterstützung durch das Laufspiel wurde er auch der beste Running Back seines Teams mit einem Lauf über 70 Yards. Der so sensationell in die Saison gestartete Rookie Running Back Kareem Hunt bringt es nicht mehr und er kam nur auf 40 Yards mit seinen neun Läufen.
Auch Josh McCown hatte kaum Unterstützung durch das Laufspiel. Seine Bilanz: 26 von 36 für 331 Yards und 1 Touchdown.
Mit 5-7 Siegen haben die Jets noch eine Hauchdünne Chance auf die Playoffs.

Die Nr. 2 der AFC fertigte die Bills mit 23:3 ab, allerdings nicht ohne Kontroversen. Patriots Quarterback Tom Brady lieferte sich ein Wortgefecht mit seinem Offensive Coordinator Josh McDaniels. Der hatte wohl nicht die richtigen Spielzüge angesagt, als ein Drive über 14 Spielzüge nicht mit dem erwarteten Touchdown endete, sondern nur mit einem Field Goal Versuch.
Bills Quarterback Tyrod Taylor mußte mit einer Knieverletzung vom Platz.
Patriots Tight End Rob Gronkowski machte einen auf Arschloch. Bills Cornerback TreDavious White lag am Boden, halb außerhalb des Feldes, nachdem er einen für Gronkowski gedachten Ball abgefangen hatte. Der Gronk nahm Anlauf und rammte seine Schulter in den Rücken Whites.
Der fällige Platzverweis blieb aus, aber Gronkowski wird in den nächsten Tagen eine Zahlungsaufforderung der Liga erhalten.
Nach dem Spiel entschuldigte der Gronk sich bei White.
Für einen Tag sind die Patriots mit 10-2 die Nr. 1 der AFC. Doch die 9-2 Steelers können diesen Platz in dieser Nacht mit einem Sieg gegen die Bengals zurückerobern.

Die Titans bleiben nach einem 24:13 Sieg über die Texans die Nr. 1 der AFC South.
Die Jaguars haben auch 8-4 Siege nach ihrem 30:10 über die Colts, bleiben aber auf Platz zwei der Gruppe und auf einem Wild Card Platz.

Der Lazarettreport
Baltimore Ravens: Cornerback Jimmy Smith, gerissene Achillessehne, Saison beendet

Chicago Bears: Linebacker Pernell McPhee und Guard Kyle Long zogen sich beide Schulterverletzungen zu.

Lions: Quarterback Matthew Stafford, Hand
Offensive Tackle Rick Wagner, Knöchel
Guard T.J. Lang, Fuß

Houston Texans: Linebacker Jelani Jenkins, Wide Receiver Braxton Miller, Tight End C.J. Fiedorowicz, alle Gehirnerschütterung
Wide Receiver Bruce Ellington, Oberschenkel

Atlanta Falcons: Guard Andy Levitre, Trizeps

Minnesota Vikings: Tight End David Morgan, Gehirnerschütterung

Miami Dolphins: Cornerback Cordrea Tankersley, Knöchel

Kansas City Chiefs: defensive Lineman Allen Bailey , Knie
Center Mitch Morse, Fuß

Buffalo Bills: defensive End Shaq Lawson, Knöchel.
Quarterback Tyrod Taylor, Knie

New England Patriots: Linebacker Kyle Van Noy, Bein

Green Bay Packers: Cornerback Damarious Randall, Gehirnerschütterung

Los Angeles Rams: Linebacker Alec Ogletree , Ellenbogen

Cleveland Browns: Safety Jabrill Peppers, Knie

Giants: offensive Lineman Chad Wheeler, Gehirnerschütterung

Eagles: Tight End Zach Ertz, Kopf

Sonntag, 3. Dezember 2017

Kurzberichte
rodgers-aaron-xx3Am Samstag hat Aaron Rodgers (Bild) zum ersten Mal seit seiner Schulterverletzung wieder trainiert.
An seinem 34. Geburtstag ließ er es sich nicht nehmen, zum Training zu kommen. Der Quarterback der Packers liegt im Zeitplan mit seiner Genesung, hat aber noch ein paar Hürden vor sich, bevor er wieder voll einsatzbereit ist.
Die Packers nutzten für ihn ihre zweite von den zwei Möglichkeiten, verletzte Spieler wieder von der Verletztenliste zu nehmen. Normalerweise ist für Spieler, die auf diese Liste gesetzt werden, die Saison beendet. Doch zwei Spieler pro Saison dürfen wieder von der Liste genommen werden. Ihre erste Möglichkeit nutzte Green Bay für Right Tackle Jason Spriggs.
Nach den Regeln darf Rodgers frühestens am 17. Dezember gegen die Panthers wieder spielen. Doch vorher wird noch untersucht, ob seine gebrochene Schulter vollständig ausgeheilt ist.
Gegen die Buccaneers heute und die sieglosen Browns nächste Woche müssen die 5-6 Packers auf jeden Fall noch ohne Rodgers auskommen. Um noch in die Playoffs zu kommen, dürfen sie sich keine Niederlage mehr leisten.

Alshon Jeffery bleibt vier weitere Jahre in Philadelphia.
Der Wide Receiver unterschrieb eine Vertragsverlängerung über $52 Millionen, von denen $27 Millionen garantiert sind.

Die Chargers verpflichteten Kicker Travis Coons.
Nick Novak wurde mit einer Rückenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.
Coons spielte zuletzt 2015 für die Browns. Er vergab vier von 32 Field Goal Versuchen und zwei Extrapunkte.

Samstag, 2. Dezember 2017

Kurzberichte
kuechly-luke2Die Zeit wird knapp. Viele Spiele sind es nicht mehr, um verlorenes Terrain noch aufzuholen. Da heißt es jetzt für viele Teams: Gewinn oder geh unter.
Die Panthers treten in New Orleans an. Zwei 8-3 Teams treffen aufeinander. Mit 8-3 Siegen sind beide klar auf Playoffkurs, aber Siegen ist trotzdem Pflicht.
Panthers Linebacker Luke Kuechly (Bild) weiß, wen er zu stoppen hat... Rookie Running Back Alvin Kamara, New Orleans` besten Läufer.
Kamara erzielte seinen ersten NFL Touchdown in Woche drei, als er Kuechly entwischte.
Die Saints wissen ihrerseits, wen sie zu stoppen haben... Quarterback Cam Newton, Carolinas besten Läufer.
Und mit der neuen, stark verbesserten Defense haben die Saints vielleicht sogar die Chance, das zu schaffen.
Es erwartet uns also sehr vielleicht kein offensives Feuerwerk, sonder eine dieser unerträglichen Abwehrschlachten.
Die NFL erwartet viel von dem Spiel. Sie verlegte es von 13 Uhr auf 16:25 Uhr US Westküstenzeit, wo mehr Zuschauer vor der Glotze sitzen.
Mal sehen, ob das Spiel das wert ist?

Panthers Defensive End Charles Johnson wurde für vier Spiele suspendiert.
Er hat verbotene leistungssteigernde Mittel eingenommen.

Die Cardinals verlängerten den Vertrag mit Corey Peters.
Der Defensive Tackle unterschrieb für weitere drei Jahre und $12 Millionen, von denen $7,25 garantiert sind.

Voll aufgeladen
Nach einem 0-4 Start in die Saison noch in die Playoffs kommen? Das gelingt nur ganz, ganz selten.
Doch die Liga ist dieses Jahr ganz besonders mies, und deshalb kann es sein, daß die Chargers, obwohl sie eher zu den Loserteams zu zählen sind, dieses Ziel noch erreichen können.
Die Chiefs, mit 5-0 wie der kommende Super Bowl Sieger in die Saison gestartet, haben ihren Höhenflug beendet. Denver konnte man in dieser Saison eh nichts zutrauen, da man halt nur mit der Defense eben nicht dauernd als Sieger vom Platz gehen kann. Und die Raiders spielten letztes Jahr über ihren bescheidenen Möglichkeiten, wie man dieses Jahr sieht.
Und so kommt es, daß die Chargers tatsächlich noch Chancen auf die Playoffs haben. Neu wäre das für sie nicht. Als sie noch in San Diego waren haben sie mit 8-8 Siegen mal die Division gewonnen und auch nach einem 1-3 Start erreichten sie mal das AFC Endspiel.
Doch nun sind die Los Angeles Chargers und die Kansas City Chiefs dabei, eine Kreuzblende zu vollziehen. Die Chiefs gewannen nach ihrem Superstart nur noch ein Spiel und stehen mit 6-5 da. Die Chargers verloren nur noch zwei Spiele und holten auf 5-6 auf.
Quarterback Philip Rivers führt eine ausgewogene Offense und hat bisher erst sieben Interceptions geworfen. Das ist einungewöhnlich niedriger Wert für ihn.
In der Defense terrorisieren Joey Bosa und Mark Ingram die gegnerischen Quarterbacks. 19 Sacks haben die beiden bisher erzielt.
Natürlich ist es auch der Tatsache geschuldet, daß die Chargers als letztplaziertes Team der AFC West 2016 einen leichten Spielplan haben. Und auf dem Rest des Weges wartet 2017 nur noch ein einziges Team mit einer positiven Bilanz auf sie, Kansas City in Woche 15. Das wird so eine Art Endspiel für beide Teams. Und beim Tipspiel werde ich da wohl auf die Chargers tippen.
Die Los Angeles Chargers würden erst das zweite Team, das nach dem Zusammenschluß von AFL und NFL 1970 nach einem 0-4 Start noch in die Playoffs käme.
Das andere Team?
Die San Diego Chargers, 1992.

Zur Kasse bitte
Zwei weitere Spieler der Broncos und Raiders erhielten Strafen für die wüste Schlägerei beim Spiel letzten Sonntag.
Raiders Offensive Lineman Gabe Jackson, der am Sonntag vom Platz gestellt wurde, weil er während des Tumults einen Schiedsrichter berührte, muß $30.387 zahlen. Broncos Linebacker Shane Ray muß $12.154 wegen unsportlichen Verhaltens zahlen.
Broncos: Safety Darian Stewart, $24.309 für einen unerlaubten Angriff auf Raiders Wide Receiver Amari Cooper, der das Spiel verletzt verlassen mußte.

Browns: Rookie Safety Jabrill Peppers, $24.309 für einen unerlaubten Angriff auf Bengals Wide Receiver Josh Malone.

Rams: Cornerback Blake Countess $24.309 für einen unerlaubten Angriff auf Saints Tight End Coby Fleener, der sich eine Gehirnerschütterung zuzog.

Dolphins: Cornerback Bobby McCrain, $9.115 wegen unnötiger Härte. Er wurde deshalb auch vom Platz gestellt.

Cardinals: Chandler Jones, $18.231 wegen Roughing the Passer.

Chiefs: Safety Daniel Sorensen, $18.231 wegen Roughing the Passer.

Der Lazarettreport
Packers: Ty Montgomery wurde nach einer Operation an einem Handgelenk auf die Verletztenliste gesetzt.

Dallas Cowboys: defensive Back Orlando Scandrick brach sich einige Wirbelfortsätze im Spiel gegen die Redskins. Er wird einige Wochen ausfallen.

Wer kann denn an diesem Spieltag nicht mitspielen?
Bills: Kelvin Benjamin, Knie.

Packers: Cornerback Kevin King, Schulter

Jets: Cornerback Juston Burris, Gehirnerschütterung

Atlanta Falcons: Cornerback Desmond Trufant, Gehirnerschütterung

Miami Dolphins: Running Back Damien Williams, Schulter

Chicago Bears: Linebacker Isaiah Irving, Knie

Houston Texans: Wide Receiver Will Fuller, Rippen.

Kansas City Chiefs: Linebacker Dee Ford (Rücken), defensive Back Eric Murray (Knöchel) und Running Back Charcandrick West (keine genauen Angaben)

Minnesota Vikings: Tackle Mike Remmers (Rücken)

Baltimore Ravens: Guard Jermaine Eluemunor (Schulter)

Detroit Lions: Cornerback Jamal Agnew (Knie) und Center Travis Swanson (Knie)

Los Angeles Chargers Wide Receiver Mike Williams (Knie)

Oakland Raiders: Wide Receiver Amari Cooper (Knöchel)

New York Giants: Linebacker Jonathan Casillas (Nacken/Handgelenk)

Saints: Tight End Coby Fleener (Gehirnerschütterung) und Safety Marcus Williams (Leiste)

New England Patriots: Wide Receiver Chris Hogan (Schulter) und offensive Tackle Marcus Cannon (Knöchel)

Indianapolis Colts: Center Ryan Kelly (Gehirnerschütterung)

Denver Broncos: Guard Ronald Leary (Rücken), Quarterback Paxton Lynch (Knöchel), defensive Tackle Domata Peko (Knie) und defensive End Derek Wolfe (Nacken)

Freitag, 1. Dezember 2017

Die NFL 2017 - Woche 13 - Der Donnerstag
prescott-dak2Fangen wir mit den Bilanzen der Quarterbacks an. Der eine: 26 von 37 für 251 Yards, 2 Touchdowns, aber auch 2 Interceptions.
Der andere: 11 von 22 für magere 102 Yards, 2 Touchdowns und 0 Interception.
Klar, wer da das Siegerteam anführte.
Oder?
Nein, dieses Mal nicht. Der eine, das war Kirk Cousins von den Redskins und der andere Dak Prescott (Bild) von Dallas.
Und der eine hat verloren und der andere gewonnen.
Dermaßen irreführend sind Statistiken nicht oft.
Beide Teams sind verzweifelt und beide Teams brauchten dringend einen Sieg. Beide standen vor dem Spiel bei 5-6 Siegen und mußten gewinnen, um den Anschluß an die anderen möglichen Wild Card Kandidaten nicht zu groß werden zu lassen.
Die Redskins erwischten einen hundsmiserablen Start und verschliefen fast die gesamte erste Halbzeit. Selbst ein guter Drive von der Dallas 49 bis an die 16 führte nicht zu Punkten. Cousins warf in Richtung Wide Receiver Jamison Crowder, der den Ball nicht fangen konnte. Safety Jeff Heath fischte das Ei aus der Luft. Doch der anschließende Drive der Cowboys endete mit einem Punt. Crowder fing den Ball und ließ ihn nach einem harten Hit fallen.
Wieder konnten die Cowboys keine Punkte aus diesem Mißgeschick produzieren.
Irgendwie kam aber doch eine 17:7 Halbzeitführung für sie zustande.
In der zweiten Halbzeit ließ Dallas nichts mehr anbrennen. Die Redskins konnten wieder nur sieben Punkte erzielen, Dallas kam auf 21.
Darunter war der 72. gefangene Touchdownpass von Wide Receiver Dez Bryant, der damit einen neuen Teamrekord aufstellte.
Mann des Spiels war ein Ex-Redskin, Running Back Alfred Morris. Er erzielte mit 27 Läufen 127 Yards und 1 Touchdown. Zunächste hatten die Redskins ihren Ex-Mitspieler sehr gut im Griff, doch nach und nach dominierte die O-Lind der Cowboys so, wie man es von ihr erwartet, und Morris profitierte davon. Es war das vierte Spiel ohne den suspendierten Ezekiel Elliott, und das erste, in dem das Laufspiel auch ohne ihn funktionierte.
Das Endergebnis fiel mit 38:14 dennoch etwas zu deutlich aus.
Mit 6-6 Siegen wahrten die Cowboys die winzigen Playoff-Chancen, die Redskins haben es mit 5-7 jetzt verdammt schwer.
Während des Spiels gab es einige Verletzte.
Redskins: offensive Tackle Morgan Moses, Knöchel
Wide Receiver Maurice Harris, Gehirnerschütterung.
Linebacker Josh Harvey-Clemmons, Knöchel
Cowboys: Quarterback Dak Prescott, Prellung an der Wurfhand. Er konnte aber weiterspielen.
Cornerback Orlando Scandrick, Rücken.

Kurzberichte
Die Liga und die Spieler bewegen sich aufeinander zu und machen Fortschritte in der leidigen Hymnenboykott Sache.
Bisher liegt nur ein Entwurf eines Übereinkommens vor, doch ESPN will erfahren haben, daß die NFL über die nächsten sieben Jahre $89 Millionen in Lokale und Nationale Projekte stecken will, damit soziale Ungerechtigkeiten bekämpft werden können.
Der erste Entwurf konnte Eagles Safety Malcolm Jenkins schon überzeugen. Er kündigte an, daß er vor dem nächsten Spiel nicht die Faust in die Luft strecken will, wenn die Hymne gespielt wird.
Na, wenn das kein Erfolg ist...

Ein Gnadenbrot hat Eli Manning abgelehnt.
So hat Giants Head Coach Ben McAdoo dem Super Bowl MVP Quarterback im Namen des Vorstands angeboten, im nächsten Spiel zu starten, damit seine Serie von 210 Starts in Folge nicht unterbrochen wird. Danach dann sollte erst Geno Smith die Offense übernehmen.
Doch Eli Manning hat auf diese Beleidigung entsprechend reagiert und das Angebot dankend abgelehnt. Für ihn würde es nicht um Serien und Rekorde gehen, sagte Manning, sondern um Siege.
Gut gesprochen!

Nach Jahren der Suspendierung wird Wide Receiver Josh Gordon am Sonntag zum ersten Mal wieder spielen.
Die Browns stellten ihn in der Startformation auf.

 

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