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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

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Dienstag, 23. Januar 2018

Das Trainerkarussell
lebau-dick76564hat noch immer Fahrt.
Gestern stellten die Titans Mike Vrabel offiziell als ihren neuen Head Coach vor.
Seine erste Amtshandlung war es, den 80 Jahre alten Defensive Coordinator Dick LeBeau (Bild) zu entlassen.
Zählt man seine 14 Jahre als aktiver Defensive Back mit, dann ist LeBeau seit 59 Jahren ununterbrochen in der NFL tätig. Mit den Steelers gewann er als Defensive Coordinator zwei Super Bowls.
Ob er jetzt in den Ruhestand tritt, das weiß LeBeau noch gar nicht.

Steve Wilks ist der neue Cheftrainer der Cardinals. Er bringt 12 Jahre Erfahrung als Assistenztrainer in der NFL mit. Zuletzt arbeitete er als Defensive Coordinator bei den Carolina Panthers.
Die suchten in den eigenen Reihen nach einem Ersatz für Wilks und wurden fündig. Sie beförderten Defensive Line Coach Eric Washington zum neuen Defensive Coordinator.
Panthers Linebacker Coach Al Holcomb geht mit Wilks nach Arizona.

Die Giants machten es gestern offiziell. Sie ernannten Vikings Offensive Coordinator Pat Shurmur zu ihrem neuen Head Coach.
Er ist der 18. Head Coach des sich auf Talfahrt befindenden Teams.
Erfahrung als Head Coach bringt Shurmur auch mit. Von 2011 bis 12 holte er eine 9-23 S/N Bilanz mit den Browns.

Die Browns haben einen neuen Offensive Coordinator.
Sie werden dem frisch von den Steelers getrennten Todd Haley einen Vertrag geben. Sein Vertrag in Pittsburgh war ausgelaufen und nicht verlängert wurden.
Noch ist es nur ein Gerücht, aber eins, das bestimmt bald zur Wahrheit wird.
Für Haley ist das natürlich ein unglaublicher Abstieg zu diesem talentfreien Team aus Cleveland. Doch der 50-jährige soll ja über die Free Agents und in der Draft brauchbare offensive Spieler bekommen, mit denen er etwas anfangen kann. Und wenn er mit in den Auswahlprozess eingebunden wird, könnte da etwas gutes entstehen.

 

Kurzberichte
Die NFL hat eine Werbung vom Verband der Kriegsveteranen abgelehnt.
Die Veteranen wollten eine Anzeige im Super Bowl Programmheft schalten, in der sie die Spieler und Fans dazu auffordern, beim Abspielen der Nationalhymne aufzustehen.
Die Liga sieht das als politisches Statement, das keinen Platz im Heft hat. Das Magazin solle ausschließlich der Unterhaltung der Käufer dienen. Man finde die Werbung zwar gut und richtig, aber nicht in der vorgelegten Art im Super Bowl Magazin.
Die NFL bat den Veteranenverband, die Anzeige abzuändern, aber bis zum Zeitpunkt, an dem das Heft in Druck gehen mußte, kamen keine Änderungen.

Die Patriots sind 5,5 Punkte Favoriten im Super Bowl. Einen so deutlichen Favoriten hat es zuvor noch nie gegeben im Spiel der Spiele.
Mittlerweile sind die Eagles es ja gewöhnt, als Außenseiter zu gelten, selbst im eigenen Stadion. Aber dieser neuerliche unglaubliche Mißtrauensbeweis seitens der Buchmacher, die diese Quoten festlegen, schmeckt ihnen natürlich überhaupt nicht.
Doch sie sehen das als Ansporn. Sie haben ja nichts zu verlieren. Sie können nur gewinnen. Verloren haben sie in den Augen der Wettbüros ja schon.
Und so sagte Offensive Tackle Lane Johnson denn auch: „He Tom Brady, Pretty Boy Tom Brady. Er ist der beste Quarterback aller Zeiten, also, ich würde nichts lieber tun, als diesen Typen vom Thron zu stürzen.“
Und, gemessen an den bisherigen Playoffspielen, hat Eagles Quarterback Nick Foles eine bessere Passerwertung, als Brady. Foles hat 122,1 Punkte, Brady 105.
Und wenn eine Defense schon mit einem Quarterback wie Blake Bortles Probleme hatte, dann dürfte Foles noch schwerer zu stoppen sein.

Für Teddy Bridgewater ist die Sache klar. Der lange verletzte Quarterback der Vikings sieht sich definitiv als Starter. Wenn nicht in Minnesota, dann woanders.
Wie gestern gesagt, sind alle drei Quarterbacks der Vikings Free Agents, die sich ein neues Team suchen dürfen.
Sam Bradford wird es mit seiner Verletzungshistorie sehr schwer haben, ein neues Team zu finden. Doch er, sowie auch Case Keenum, könnte Pat Shurmur nach New York folgen. Dort wären sie brauchbare Ersatzleute für Eli Manning.
Daß Shurmur die Flitzfluse Geno Smith behält, ist kaum anzunehmen.
Und Bridgewater wird ja wohl nicht nach New York gehen, denn er sieht sich ja als Starter. Allerdings weiß man noch nicht wirklich, wie gut sein schlimm verletztes Knie geheilt ist. Einen echten Test hat es dafür ja noch nicht gegeben.
Jeder der drei könnte aber auch bei den Vikings bleiben. Und zumindest einer von ihnen sollte dableiben.
Das Ganze bleibt spannend.

„Dez Bryant kann ein Störfaktor sein,“ meinte Cowboys Personalchef Stephen Jones.
Das Gehabe des Star Wide Receiver an der Seitenauslinie wird oft als störend empfunden. „Jeder, der unsere Spiele ansieht, sieht das doch,“ fuhr der Sohn des Teambesitzers fort.
Bryant hat noch zwei Jahre seines $70 Millionen Fünfjahresvertrags vor sich. Seine Leistungskurve zeigt nach unten. Deshalb ist er nicht mehr unumstritten in Dallas. „Wir zahlen Dez natürlich eine Menge Geld, und er weiß das,“ sagte Jones weiter. „Er weiß, daß die Erwartungen in jemanden, der so viel Geld bekommt, sehr hoch sind. All das müssen wir in der nahen Zukunft bedenken, wenn wir das Team für die nächste Saison zusammenstellen.“
Das klingt nicht wirklich gut für Bryant.

Montag, 22. Januar 2018

Die NFL 2017 - Championship
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David gegen Goliath.
Niete gegen G.O.A.T.
Jacksonville gegen New England.
Bei den Buchmachern waren die Patriots in ihrem eigenen Stadion Neunpunktefavoriten, doch das Spiel war weitaus spannender, als man vermuten konnte.
Daß die Defense der Jaguars gut war, war klar. Daß aber die Offense und speziell Quarterback Blake Bortles einen guten Tag erwischen würden, das konnte man so nicht ahnen. Rein an der Statistik gemessen hatte Bortles das beste Spiel seiner NFL Karriere. Er vervollständigte 23 seiner 36 Pässe für 293 Yards und 1 Touchdown und blieb ohne Interception.
Tom Brady (Bild) hatte ganz ähnliche Zahlen: 26 von 38 für 290 Yards und 2 Touchdowns, ohne Interception.
Seine verletzte Hand bereitete ihm keine Probleme. Die gefürchtete Sack-Defense der Jags konnte ihn nur dreimal sacken, auch so, wie Bortles, der von den Patriots dreimal gesackt wurde.
Es war also ein Spiel auf Augenhöhe und die Jaguars führten lange Zeit. Doch es scheint so, als würden die Patriots diesen besonderen Ansporn brauchen. Lange zurückliegen, den Gegner fast schon in Sicherheit wiegen, und dann wie eine tödliche Kobra zuschlagen.
Mit einer 20:10 Führung für Jacksonville ging es ins letzte Viertel. Man kann sagen, die Patriots hatten die Jaguars da, wo sie sie haben wollten.
Ohne Tight End Rob Gronkowski, Bradys beliebteste Anspielstation, ging es daran, den Rückstand aufzuholen. Der Gronk zog sich im zweiten Viertel bei einem illegalen Angriff von Safety Barry Church mit dem Helm voran, eine Gehirnerschütterung zu.
Doch zunächst konnte die Jaguars Defense einen Fumble von Running Back Dion Lewis erobern. Aber im anschließenden Ballbesitz mußten sie punten. New England startete jetzt von der eigenen 15 und marschierte über das ganze Feld. Ein Pass über neun Yards von Tom Brady zu Wide Receiver Danny Amendola plus Extrapunkt verkürzte auf 20:17.
Die Patriots Defense hatte sich lange genug von Blake Bortles auf der Nase herumtanzen lassen und ließ nicht mehr viel zu. Und so kam es, daß noch nicht mal sechs Minuten später Danny Amendola zu seinem zweiten Touchdown kam. Brady paßte aus vier Yards links ans Ende der Endzone und so wie Amendola den Ball fing, und beide Füße noch ins Feld brachte, das machte „The Catch“ von Dwight Clark alle Ehre.
New England hatte die 20:24 Führung übernommen, und gab sie nicht mehr her.
New England mußte alles zeigen, was sie konnten. Sie mußten vierte Versuche ausspielen, einen dritten und 18 an der eigenen 25 erfolgreich abschließen, Trickspielzüge einsetzen, das volle Programm.
Und es war eine Großtat von Cornerback Stephon Gilmore, die den Sieg absolut sicherte. Er konnte kurz nach der Zweiminutenwarnung einen Paß von Bortles zu Wide Receiver Dede Westbrook verteidigen, der zu einem Touchdown für Jacksonville hätte führen können.
Es war also tatsächlich äußerst knapp.
Die Jaguars haben hervorragend mitgehalten, und in Zukunft wird man sie nicht mehr als Punktelieferanten auf der Rechnung haben, wenn man sie auf dem Spielplan hat.
Noch hat es nicht gereicht, um Tom Brady den achten Super Bowl zu verwehren.
Vielleicht nächstes Jahr, denn die Patriots verlieren Offensive Coordinator Josh McDaniels und Defensive Coordinator Matt Patricia. McDaniels wird wohl Head Coach bei den Colts, wie man hört, und Patricia geht als Head Coach zu den Lions.

Nicht ganz so knapp ging es in Philadelphia zu.
Die Eagles waren sauer, daß sie erneut als Außenseiter in einem Heim Playoffspiel galten.
Und das bekamen die Vikings schmerzhaft zu spüren.
Eagles Quarterback Nick Foles spielte, wie damals in seiner Pro Bowl Saison. Das ist noch gar nicht so lange her, 2014. Und da wurde er auch zum MVP des Pro Bowls gewählt. Er vervollständigte gestern 26 seiner 33 Pässe für 352 Yards und 3 Touchdowns, gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
Minnesotas Case Keenum mühte sich redlich, aber erfolglos. Seine Bilanz: 28 von 48 für 271 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions, 1 Fumble.
Daraus wurde ein 38:7 Erfolg für die Eagles.
Die gehen wieder als Außenseiter in ein Spiel, aber als Gast der Patriots in Minneapolis.
New England ist sechs Punkte Favorit im Super Bowl.
Und die Buchmacher legten auch gleich die Quoten zum Erreichen des Super Bowls in Atlanta fest. New England hat eine Quote von 9-2, gefolgt von Philadelphia mit 17-2.
Die Vikings verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Offensive Coordinator Pat Shurmur. Der wird Head Coach bei den Giants.
Und die Verträge von allen drei Quarterbacks, Bridgewater, Bradford und Keenum, sind mit Ende des Spiels in Philadelphia ausgelaufen.

Super Bowl LII heißt also Eagles at Patriots.
Einen wirklich klaren Favoriten sehe ich da nicht.
In Minneapolis werden viele Fans aus Minnesota im Stadion sein. Die wollten ihre Vikings dort sehen. Eagles Fans werden die jetzt nicht gerade sein.
Philadelphia und New England standen sich in Super Bowl 39 gegenüber und die Patriots gewannen 24:21.

Sonntag, 21. Januar 2018

Thumbgate
bradyshanschuh-afc-ccMittlerweile steht fest, daß der Einsatz von Tom Brady heute tatsächlich fraglich ist.
Im Training prallte der Quarterback der Patriots mit seiner rechten Hand auf den Helm von Running Back Rex Burkhead. Dabei zog Brady sich eine offene Wunde am Daumen zu, die mit mehreren Stichen genäht werden mußte. Seitdem trägt er auffällige rote Handschuhe, um die Wunde zu schützen.
Auf diese geschützte Hand kommt es also heute im AFC Championship Spiel an.

Kurzberichte
Die Titans haben einen neuen Head Coach. Sie entschieden sich für Mike Vrabel.
Als Linebacker der Patriots gewann Vrabel drei Super Bowls. Als Assistenztrainer ist er seit vier Jahren tätig. Zuletzt war er Defensive Coordinator der Houston Texans.

Als er noch General Manager der Redskins war, klebte Scot McCloughan Quarterback Kirk Cousins das Franchise Etikett an.
Das kostete die Redskins 2016 und 17 zusammen $44 Millionen. Ein drittes Mal würde sie für 2018 alleine sogar $35 Millionen kosten.
Und doch sagte eben dieser McCloughan in einem Radiointerview mit einem Sender aus Denver, daß Cousins das Geld nicht wert wäre. „Ist er etwas besonderes? Ich sehe nichts besonderes,“ meinte der Ex-Redskins General Manager. „Okay, er hat Talent und er arbeitet sich den Arsch ab, aber er braucht Talent um sich herum. Man muß einen Kader zusammenstellen, der auf ihn und das was er kann, zugeschnitten ist.
Auf die Frage, ob die Redskins alles tun sollten, um ihn zu behalten, antwortete McCloughan, daß das glücklicherweise nicht mehr seine Entscheidung wäre.
Die Zuhörer in Denver werden da sehr genau zugehört haben. Die Broncos gehören zu den Teams, bei denen Cousins landen könnte, wenn die Redskins ihn ziehen lassen sollten.

Im Dezember konnte man noch davon ausgehen, daß die Bengals von Head Coach Marvin Lewis erlöst würden. Er hatte angekündigt, daß er das Team nach der Saison verlassen würde.
Der Schock kam dann nach dem letzten Saisonspiel, einem Sieg gegen die Ravens. Teambesitzer Mike Brown gab Lewis einen neuen Vertrag, nachdem der das Team zum zweiten Mal in Folge nicht in die Playoffs hatte führen können.
Seit 15 Jahren arbeitete Lewis bereits als Head Coach der Bengals und hat nicht einen einzigen Sieg in einem Playoffspiel vorzuweisen.
Brown verteidigte nun seine Entscheidung, den erfolglosen Head Coach bis nach der Saison 2019 erneut zu verpflichten: „Wir hatten nicht die nötigen Erfolge in den engen Spielen, die wir hätte gewinnen können, gewinnen sollen. Ich glaube, daß wir das korrigieren können. Ich glaube, daß wir die nötigen Änderungen machen können, um schnell wieder in die Erfolgsspur zu kommen, in der wir ja schon mal waren.“
Damit meint Brown wohl die Erfolgsspur von 2011 bis 15, als man Division Champion wurde, die Wild Cards erreichte und dann das erste Playoffspiel immer sofort verlor. Fünf Mal in Folge verloren die Bengals sofort ihr erstes Playoffspiel.
Und jetzt bekommt Lewis noch seine 16. und 17. Saison in Cincinnati, um doch vielleicht mal eine Runde weiter zu kommen.
Na, ob das klappt?
Die Fans sind skeptisch. Sie halten nicht viel von der weiteren Verpflichtung des Head Coaches. „Wir alle wollen den Super Bowl gewinnen,“ meinte Brown dazu. „Wenn die Fans sagen, daß wir unsere Ziele nicht hoch genug stecken, dann stimmt das nicht. Ich will den Super Bowl gewinnen, Marvin will den Super Bowl gewinnen. Ist ist Unfug zu behaupten, daß wir das nicht wollten.“

Samstag, 20. Januar 2018

Thumbgate
brady-tom-fertigKein Brady, kein Super Bowl?
Davon kann man ausgehen.
Ein verletzter Brady und trotzdem Super Bowl?
Hm!
Der Quarterback der Patriots hat eine Schnittwunde an seiner rechten Hand und wird auf dem Verletzungsbogen als „fraglich“ gelistet.
Fragen nach dem Zustand seiner Wurfhand wich Brady am Freitag aus, nachdem er zuvor bei zwei Pressekonferenzen nicht auftauchte.
„Wir werden sehen,“ antwortete er auf die Frage, ob er am Sonntag spielen könnte?
Jetzt fragt man sich natürlich, ob die Verletzung wirklich so schlimm ist, oder ob er und die Patriots bluffen?
Fest steht, daß die Patriots es mit Brady gegen die Defense „Sacksonvilles“ schwer haben werden. Mit einem verletzten Brady sehr schwer und ohne Brady...
Hoffen wir, daß es am Sonntag „Daumen hoch“ für Brady und die Patriots heißt.
Zumindest gibt es schon einen Namen für die Sache: „Thumbgate“.

Machen wir direkt mit Dem Lazarettreport weiter
Vikings: Wide Receiver Adam Thielen, Rücken. Er ist als fraglich gelistet.
Safety Andrew Sendejo ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll und wird auch als fraglich gelistet

Jacksonville Jaguars: Safety Tashaun Gipson, Fuß, Status: fraglich

Patriots: Tom Brady, Handverletzung, Offensive Lineman LaAdrian Waddle (Knie), defensive Lineman Alan Branch (Knie) und die Running Backs Rex Burkhead (Knie) und Mike Gillislee (Knie) werden alle als fraglich gelistet.

Philadelphia Eagles: Linebacker Dannell Ellerbe (Oberschenkel), Status: fraglich

Kurzberichte
Es twittert sehr, rund um die Championship Games.
Hier zwei nette Auswüchse: „Immerhin hat Jaguars Quarterback Blake Bortles in dieser Saison nicht gegen die Chiefs, Panthers und Dolphins verloren, Brady ja.“
Faktencheck: Das sind keine alternativen Fakten. Allerdings haben die Jaguars 2017 auch nicht gegen die Chiefs, Panthers und Dolphins gespielt.
Noch einer? OK!: „Zusammen haben Blake Bortles und Tom Brady fünf Super Bowl Siege und zwei NFL MVP Titel.“
Auch das sind keine Fake News, denn es stimmt. Auch wenn Brady alleine all diese Titel gesammelt hat, so haben doch beide zusammen fünf Super Bowl Siege und zwei NFL MVP Titel.
Also selbst wenn Fakten wahr sind, können sie einen Knick in der Realität darstellen.

Hundemasken sind DER Renner zur Zeit in Philadelphia. Das kommt daher, daß die Eagles zum zweiten Mal in Folge als an Nr. 1 gesetztes Team der NFC Außenseiter, also Underdogs, in einem Playoff Heimspiel sind.
Am Sonntag wird es also in Philadelphia so aussehen, als ob man in Cleveland bei den Browns, im Dawg Pound, wäre.

Kendricks gegen Kendricks heißt es im NFC Endspiel.
Bei den Vikings spielt Linebacker Eric Kendricks, bei den Eagles sein älterer Bruder Linebacker Mychal Kendricks.
Dreimal haben die zwei bisher gegeneinander gespielt. Zweimal als Mychal für Cal spielte und Eric für UCLA. In der NFL trafen sie letztes Jahr aufeinander und die Eagles gewannen.
Aber noch nie war ein Spiel so wichtig, wie das morgen.
Nur einer der beiden Brüder wird in den Super Bowl kommen. Für ihre Familie heißt es aber, daß auf jeden Fall ein Mitglied am ersten Sonntag im Februar in Minneapolis spielen wird.

Jets Wide Receiver Robby Anderson brachte es am Freitag auf gleich neun Anklagepunkte.
In einer 45 Meilen Zone war er mit 105 Meilen unterwegs. Zwei rote Ampeln mißachtete er. Als er von der Polizei angehalten wurde, bedrohte er die Familien der Beamten und gab damit an, wie viel Geld er hätte.
Es ist bereits die zweite Verhaftung von Anderson in den letzten acht Monaten. Im Mai wurde er beim Besuch eines Musicals festgenommen. Damals widersetzte er sich mit Gewalt der Verhaftung. Auf den Prozeß dazu wartet er zur Zeit noch.
Robby Anderson war mit 941 Passyards der beste Receiver der Jets in der abgelaufenen Saison.
Die NFL und die Jets gaben bekannt, daß sie den Fall sehr genau beobachten.
Bleibt zu hoffen, daß die Maßnahmen drastisch ausfallen werden.

Die NFL gab bekannt, daß die Raiders bei der Verpflichtung von Head Coach Jon Gruden die Rooney Regel eingehalten haben.
Bevor sie ihren weißen Wunschkandidaten verpflichteten, hatten sie mit zwei Farbigen Kandidaten, Raiders Tight End Coach Bobby Johnson und Southern California Offensive Coordinator Tee Martin, gesprochen.
Das reicht der NFL aus.

Die Dolphins machten Dowell Loggains zu ihrem Offensive Coordinator.
Er arbeitete zuletzt bei den Bears.

Freitag, 19. Januar 2018

Kurzberichte
khan-shahidWenn nicht dieses Jahr, dann aber nächstes, heißt es in Jacksonville. Die Jaguars haben ein Team mit jungen Talenten zusammengestellt, die einige erfahrene Recken an ihrer Seite haben. Ihnen könnte die Zukunft gehören.
Eine glorreiche Zukunft, wie der pakistanische Besitzer sie erlebt hat.
Shad Khan (Bild) kam als Student nach Amerika und war faktisch blank. Doch er hatte eine Idee, wie man einen Teil der Autozubehörindustrie revolutionieren konnte, und wurde damit zu einem der reichsten Männer der Welt.
Seit 2001, als er die Loser aus Jacksonville kaufte, versuchte er, ein Team zusammenzustellen, mit dem man auch mal gewinnen könnte.
Ale er den ehemaligen Head Coach der Jaguars und der Giants, Tom Coughlin, und den ehemaligen Head Coach der Bills Doug Marrone, zusammenführte, funkte es.
Coughlin ist zuständig für die Zusammenstellung des Teams, Marrone für die Arbeit auf dem Platz. Und das funktioniert, wie man sieht.
Coughlins Verpflichtung revolutionierte die Jaguars Defense.
Wenn demnächst noch eine Offense dazu kommt, dann aber Hallo Footballwelt. Und mit Rookie Running Back Leonard Fournette ist der Grundstein dazu bereits gelegt. Die Line nimmt auch schon Gestalt an. Was fehlt, ist ein NFL-tauglicher Quarterback.
Eigentlich wollte Coughlin im zarten Alter von gerade mal 71 Jahren weiter als Head Coach arbeiten, nachdem die Giants ihn gegangen hatten, wie man so schön sagt. Es soll eine einvernehmliche Trennung gewesen sein, was aber einfach nicht stimmt.
Doch kein Team traute Coughlin die harte Arbeit eines Head Coaches in seinem Alter noch zu. Und seine Gehaltsvorstellungen waren eine weitere Abschreckung.
Nun ist er zufrieden damit, was er bei den Jaguars geleistet hat, und das kann er auch sein. Seine aus jungen und erfahrenen Spielern zusammengestellte Defense ist eine Macht. Und Verteidigungen gewinnen Meisterschaften, oder?

Zu den erfahrenen Spielern der Jaguars gehört Defensive End Calais Campbell. Als er im Juli sah, in welches Team er da aus Arizona kommend gewechselt war, sagte er, daß man mit dieser Mannschaft einen Super Bowl gewinnen könnte.
So weit ist es NOCH nicht, aber dieser Sieg ist nur noch zwei Spiele entfernt.
Leute, die behaupten, daß die Jaguars glücklich sein könnten, überhaupt so weit gekommen zu sein, hält er für verrückt. Sein Team hätte es verdient, dort zu sein, wo es nun mal ist, im AFC Endspiel.
Wie dieses Spiel ausgehen wird, hat er noch nicht vorausgesagt. Mit seinem Tip vom Mittwoch vor den Divisional Playoffs lag er jedenfalls goldrichtig. Da sagte er ein 45:42 für Jacksonville gegen Pittsburgh voraus.

Jaguars Rookie Running Back Leonard Fournette hatte, wie berichtet, einen Autounfall. Jemand war seinem Maybach hinten draufgefahren. Fournette blieb unverletzt.
Wie sich herausstellte, war der Unfallgegner ein weiblicher Steelers Fan.
Allerdings stellte sich auch heraus, daß das tatsächlich nur ein unglaublicher Zufall war. Die Insassen des hinteren Wagens, die auch unverletzt blieben, waren unterwegs, um Verwandte nach hause zu bringen, die das Wochenende bei ihnen in Pittsburgh verbracht hatten. Sie haben hoffentlich eine gute Unfallversicherung, denn die kaputte Stoßstange des Maybachs kostet $50.000, wie Fournette sagte.

Patriots Quarterback Tom Brady kann mit seiner geprellten Hand immer noch nicht trainieren.
Und der MVP Kandidat erschien auch wieder nicht zur angesetzten Pressekonferenz.
Ersatzmann Bryan Hoyer trainierte mit der ersten Mannschaft.

Er war der erste, und dafür wurde er belohnt.
Nachdem Stefon Diggs den Saints den Todesstoß versetzt hatte, verschwanden die Spieler des Verliererteams in der Kabine.
Die Schiedsrichter hatten ihre liebe Mühe, das Team für den noch fälligen Extrapunkt wieder auf den Platz zu bekommen.
Punter Thomas Morstead kam als erster wieder zurück auf das Feld, obwohl er an der Brust verletzt war und ihm jeder Schritt weh tat.
Das fanden die Fans der Vikings wohl gut. Morsteads Stiftung für Kinder, die gegen den Krebs kämpfen, erhielt in den letzten Tagen Spenden von über $165.000 aus dem Raum um Minneapolis.
Morstead sagte, daß er völlig überwältigt wäre, von den Spenden. Er will persönlich nach Minneapolis kommen, um einen Scheck an das „Children's Minnesota Child Life Program“ zu übergeben.
Und so kommen die Spenden der Vikings Fans wieder zurück nach Minnesota.

Herrscht nach 25 Jahren Kampf endlich Klarheit?
Wenn beide Seiten gewonnen haben doch wohl ja, oder?
Das Berufungsgericht der USA hat entschieden, daß die Redskins ihren Namen Redskins weiter tragen dürfen. Die Redskins haben also gewonnen.
Doch die Gegner auch. Das Gericht hätte festgestellt, daß der Name Redskins verunglimpfend ist. Das Gericht hätte weiter festgestellt, daß die Redskins diesen herabsetzenden Namen weiter verwenden dürfen.
Also haben alle gewonnen.
Umfragen hätten ergeben, daß eine große Mehrheit der amerikanischen Ureinwohner den Namen Redskins nicht abfällig findet, teilten die Redskins mit. Man ist froh, daß jetzt alle gerichtlichen Schritte abgearbeitet sind, und die Sache zu einem endgültigen Abschluß kam.

Wie erwartet, blieben die Steelers in den eigenen Reihen bei der Todd Haley Nachfolge.
Der Vertrag des Offensive Coordinators war ausgelaufen und wurde nicht verlängert.
Randy Fichtner ist sein Nachfolger. Der ist seit 2007 im Team und war in den letzten acht Jahren der Quarterbacks Coach.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Kurzberichte
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Nur einem Head Coach gelang es bisher, die Patriots unter Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady im Super Bowl zu besiegen. Und das sogar zweimal.
Dieser Head Coach war Tom Coughlin (Bild), der lange Jahre die Giants anführte.
Mittlerweile ist Coughlin verantwortlich für die Zusammenstellung der Jacksonville Jaguars. Und er hat einen guten Job gemacht, zumindest in der Defense.
Sollte er demnächst noch eine gute Offense zusammenstellen, dann gehören die Jags zu den Teams, an denen man vorbei muß, auf dem Weg zum Titel.
Sein Head Coach hat übrigens keines der beiden Spiele gesehen. Doug Marrone sagte, daß er sich keine Super Bowls ansieht, wenn er nicht muß.
Marrone sagte weiter, daß er aber froh ist, über die Inspirationen, die Coughlin ihm gibt. Er habe sich vom ersten Tag an auf seinen Executive VP of Football Operations verlassen.
Vielleicht sieht Marrone sich ja den nächsten Super Bowl an?
Gezwungenermaßen.
Als Head Coach der Jaguars gegen die Vikings oder Eagles.
Alles ist möglich!

Bei manchen dauert es etwas länger.
Die Jets ließen sich lange Zeit, ihren Offensive Coordinator zu feuern. Nach nur einem Jahr mußte John Morton schon wieder gehen.
Er ist der sechste Offensive Coordinator, der in den letzten acht Jahren für die Jets arbeitete. Diese Unbeständigkeit wirkt sich natürlich negativ aus. Nur einmal, 2015, landete die Offense über Platz 20 in der Liga. Unter Morton belegte sie Platz 28.
Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. In Pittsburgh soll gerade einer freigeworden sein.
Es kann aber sein, daß man in den eigenen Reihen fündig wird und Quarterback Coach Jeremy Bates befördert.

Tom Brady konnte nicht trainieren und kam nicht zur Pressekonferenz.
Wie man hört verletzte sich der Quarterback der Patriots an der rechten Hand.
Brady tauchte ja seit Woche 12 öfter auf dem Verletzungsbogen des Teams auf. Er ist an der Achillessehne verletzt und hat Schmerzen in der linken Schulter.
Wie ernst die Verletzung an der Hand ist, das teilte das Team nicht mit. Röntgenaufnahmen zeigten nichts auffälliges.
Mit 4.577 Passyards und 35 Touchdowns in der abgelaufenen Saison ist Brady ein Favorit auf den Titel des Liga MVPs.

Es ist etwas geschehen in Pittsburgh
Die Steelers lassen Todd Haley gehen.
Dabei dürfte es sich nicht um eine Entscheidung aus Leistungsgründen handeln, wie man hört. Pittsburghs Offense war 2017 die drittbeste der Liga.
Die Chemie zwischen dem Offensive Coordinator und Quarterback Ben Roethlisberger hat in den ganzen sechs Jahren, die Haley Pittsburghs Offense leitete, nicht gestimmt. Im ersten Jahr hat man die beiden sehr oft am Spielfeldrand diskutieren sehen.
Bei der Blamage gegen die Jaguars war es wieder soweit. Quarterback und Offensive Coordinator waren nicht auf einer Wellenlänge.
Haleys Vertrag bei den Steelers ist ausgelaufen. Er muß also nicht entlassen werde und kann sich ein neues Team suchen. Quarterback Coach Randy Fichtner soll ihn ersetzen. Fichtner handelte oft als Puffer zwischen Haley und Roethlisberger, wenn die beiden sich mal wieder anmaulten.
Am Dienstag druckste Head Coach Tomlin noch herum, als er nach der Zukunft Haleys und anderer Assistenten gefragt wurde. Am Mittwoch kam dann die Entscheidung, den Vertrag mit dem Offensive Coordinator nicht zu erneuern.
Werden noch weitere Entscheidungen dieser Art folgen?

Mittwoch, 17. Januar 2018

haley-todd2Es muß etwas geschehen in Pittsburgh
Auf die Frage, ob Todd Haley (Bild) auch 2018 Offensive Coordinator der Steelers sein wird, druckste Head Coach Mike Tomlin herum. Man müsse sehen, was sich entwickelt, meinte er.
Haleys Vertrag ist abgelaufen. Immer wieder kam es im Verlauf der Jahre zu Disputen zwischen ihm und Quarterback Ben Roethlisberger. Sechs Jahre ist Haley in Pittsburgh und er und Big Ben hatten einen rauhen Start. Das hat sich etwas gebessert, brach aber am Sonntag wieder auf. Eine Offense mit Roethlisberger, Brown, Bell, Smith-Schuster, Bryant hätte in der Lage sein müssen, das Bollwerk der Jaguars zu knacken. Bei zwei vierten Versuchen und 1 hatte man den Versuch ausgespielt, doch beide Male kläglich versagt. Einmal wurde Running Back Bell mit dem Ball vier Yards zurückgedrängt, und im vierten Viertel war ein Paß zu Smith-Schuster unvollständig.
Quarterback Roethlisberger sagte, daß es ihm verboten wäre, in solchen Situationen selber mit dem Ball zu laufen. Er solle alle unnötigen Kontakte meiden, hätte man ihm gesagt. Zu oft hatte er sich in der Vergangenheit verletzt.
Aber das waren die Playoffs. Da muß man alles riskieren, um die gegnerische Defense zu knacken.
Apropos Defense. Der von Defensive Coordinator Keith Butler geleitete Mannschaftsteil war nicht in der Lage, die rein auf Rookie Running Back Leonard Fournette zugeschnittene Offense der Jaguars zu stoppen. Es ist unfaßbar, daß der Steel Curtain einem Quarterback wie Bortles 214 Passyards erlaubte.
Über Butlers weitere Verpflichtung sollte Tomlin auch mal nachdenken.
Immerhin konnte die Steelers Offense über 500 Yards gegen Jacksonvilles Defense erzielen. Damit sollte man ein Spiel eigentlich gewinnen.
Doch Tomlin meinte, daß er noch nicht wisse, wohin die Wege führen werden. Einige Verträge wären beendet, einige nicht. Der Head Coach war nicht bereit, darüber zu diskutieren.
Sollte etwa die Führung der Steelers mal über Tomlin nachdenken?

Kurzberichte
So richtig kam Atlantas Offense nicht in Schwung, nachdem Offensive Coordinator Kyle Shanahan als Head Coach die 49ers übernahm.
Doch Falcons Head Coach Dan Quinn hat nicht vor Shanahans Nachfolger Steve Sarkisian nach nur einer Saison zu entlassen.
Die Fans in Atlanta wird das nicht freuen. Für sie war und ist Sarkisian der Inbegriff des nicht erfolgten Erfolgs der Falcons.
Zum Vergleich: Quarterback Matt Ryans Passerwertung 2016 unter Shanahan, 117,1 Punkte. 2017 unter Sarkisian nur noch 91,4 Punkte.
Atlantas Offense erzielte 2016 pro Spiel durchschnittlich 416 Yards, 2017 nur noch 365 Yards.

Ken Norton Jr. ist der neue Defensive Coordinator der Seahawks.
Norton war von 2010-15 Linebacker Coach in Seattle, bevor er 2015 Defensive Coordinator in Oakland wurde.
Am 8. Januar hatte Norton schon bei den 49ers unterschrieben, aber er hatte eine Klausel im Vertrag, die ihm erlaubte, bei den Seahawks zu unterschreiben, wenn die ihn haben wollten... und sie wollten.

In Philadelphia wurde ein Fan verhaftet, der ein Polizei-Pferd auf``s Maul gehauen hat. Der Reiter bekam einen Schlag auf ein Bein ab.
Ein anderer Polizist kam seinem Kollegen zu Hilfe und nahm den angetrunkenen Schläger fest. Der hatte versucht, ohne Eintrittskarte in`s Stadion zu kommen und war von den Sicherheitskräften abgewiesen worden.

Jaguars Rookie Running Back Leonard Fournette hatte einen leichten Autounfall.
Ein anderer Wagen war seinem hinten reingefahren. Fournette blieb dabei unverletzt, wie die Teamleitung bekanntgab.

Dienstag, 16. Januar 2018

Championship-Sunday
brady-tom-AFC-ChampTom Brady... und sonst?
Case Keenum, Nick Foles und Blake Bortles.
Drei unerfahrene, durchschnittliche, ja sogar ein mieser Quarterback stehen in den beiden Conference Endspielen.
Es steht also tatsächlich fest, daß Verteidigungen Meisterschaften gewinnen und Angriffsreihen nicht so wichtig sind.
Die Minnesota Vikings, Philadelphia Eagles, Jacksonville, genannt Sacksonville, Jaguars haben hervorragende, ja phantastische Verteidigungen. Und ganz ehrlich, die der Patriots darf man auch nicht unterschätzen, auch wenn die erst auf Platz 29 der Gesamtstatistik auftaucht.
Minnesota, Jacksonville und Philadelphia findet man auf den Plätzen 1, 2, und 4.
Bei den Quarterbacks findet man Tom Brady auf Platz 1, Bortles auf 11, Keenum auf 12, und Foles auf Platz 38, da er erst kurz vor Saisonende für den verletzten Carson Wentz spielte.
Offense oder Defense... wer wird herrschen?

Und wieder sind die Eagles sauer, denn wieder sind sie in einem Heim-Playoffspiel nicht die Favoriten. Die Buchmacher setzen auf die Vikings mit 3 ½ Punkten Vorsprung.
Hier treffen zwei Teams mit knüppelharten Verteidigungen aufeinander. Das läßt nichts Gutes erahnen.
Die Defense der Eagles konnte die Offense der Falcons letzte Woche nahezu komplett ausschalten. Mit Nick Foles als Quarterback ist es gut, eine Defense zu haben, die die gegnerische Offense nicht zu Punkten kommen läßt. Selber haben die Eagles nämlich in der Offense ziemlich versagt.
Die Vikings haben auf der offensiven Seite des Balles viel mehr Potential, als Philadelphia, und mit Case Keenum als Quarterback eine unerwartete, positive Überraschung. Und was die Receiver Adam Thielen und Stefon Diggs, Running Back Jerick McKinnon und Tight End Kyle Rudolph können, das hat man ja am Sonntag gesehen.
Beide Teams setzen viel auf das Laufspiel, und beide Teams wissen, wie man das des Gegners stoppt.
Dieses Spiel könnte durch einen Fehler, einen einzigen individuellen Fehler, entschieden werden.

Kaum Offense, eine meisterliche Defense, damit fahren die Jaguars nach New England.
Mit dieser Kombination haben sie das an Nr. 2 gesetzte Team der AFC vernichtet, und so werden sie auch die Patriots angehen.
Die Patriots Defense dürfte nicht so furchtbar versagen, wie die Pittsburghs.
Und Tom Brady ist ein besserer Quarterback als Ben Roethlisberger. Er hat mehr Ruhe, mehr Übersicht und mehr Spielverständnis, als Big Ben. Zudem haben die Patriots mit Josh McDaniels den besseren Offensive Coordinator, und sie sind Meister der Feinjustage während des Spiels.
Pittsburghs Offensive Coordinator Todd Haley fand keine Antwort auf die Jags Defense. Das wird am Sonntag anders werden. Die Patriots werden sich vor eigenem Publikum nicht so beherrschen und demütigen lassen.
New England muß den Quarterback beschützen. Brady wurde in der Saison 35 mal gesackt. Die Defense der Sacksonville Jaguars knüppelte gegnerische Quarterbacks 55 mal zu Boden.
Sollten die Jags Tight End Rob Gronkowski kaltstellen können, wird es eng für die Pats. Das wird der Knackpunkt des Spiels werden.
Die Patriots haben ihr siebtes AFC Endspiel in Folge erreicht. In der Belichick/Brady Ära sind sie 10-1 gegen AFC South Teams in den Playoffs, und 10-0 Zuhause.
In den Championship Spielen sind sie Zuhause 5-1. Diese eine Niederlage kam 2012 gegen die Ravens.
Jacksonville ist eines von vier NFL Teams, die noch niemals den Super Bowl erreichten. Und man kann davon ausgehen, daß das so bleibt.

Kurzberichte
Nach der erwarteten Niederlage gegen die Patriots hieß es aus Tennessee noch, daß man den Vertrag mit Head Coach Mike Mularkey verlängern wollte.
Man staunte und wunderte sich.
Doch die Welt ist wieder in Ordnung, denn am Montag wurde Mularkey gefeuert. Zunächst brauchte man den sprachlichen Kniff „man hat sich einvernehmlich getrennt“. Das wurde dann aber doch in „er wurde gefeuert“ geändert.
Bereits im Dezember stand fest, daß diese Saison Mularkeys letzte bei den Titans sein würde. Das Erreichen der Playoffs hat das Unvermeidliche nur etwas hinausgezögert.
Mularkeys S/N Bilanz in Tennessee lautet 21-22.

Seahawks Cornerback Jeremy Lane wurde betrunken am Steuer erwischt und verhaftet.
Die Seahawks gaben noch keinen Kommentar dazu ab.

Cliff Avril will wieder Football spielen. Das ist sein erklärtes Ziel.
Der Defensive End der Seahawks erlitt in Woche 4 eine karrierebedrohende Nackenverletzung. Damit verpaßte er den Großteil der Saison 2017.
Er wurde operiert und ist noch in der Genesungsphase. Ob Avril es wirklich schafft, wieder zu spielen, bleibt abzuwarten.

Montag, 15. Januar 2018

Die NFL 2017 - Divisional Playoffs
bortles-blakeZwei freie Tage müssen aufgeholt werden. Deshalb halten wir uns besser gar nicht erst lange mit dem Quatsch von Samstag auf.
Die Eagles schlugen die Falcons mit 15:10 und die Patriots hatten wie erwartet keine Probleme bei der 35:14 Abfertigung der Titans.
Ganz anders der Sonntag.
Die Jaguars kamen nach Pittsburgh. Auf dem Papier eine Kopie des Spiels der Titans in New England. Die Jaguars hatten ja bereits gegen die Bills bewiesen, wie mies sie sind.
Doch die Steelers waren mieser. Wer gegen die Jaguars Zuhause verliert, und das zweimal in einer Saison, der kann nicht zu den Top Teams gehören.
Wer die Niete Blake Bortles (Bild) aussehen läßt, als wäre das ein super Quarterback, der kann nicht zu den Top Defense-Teams gehören.
Daß die Offense der Steelers mit der Top-Defense der Jaguars ihre Probleme haben könnte, das war zu erwarten. Daß aber der Stahlvorhang gegen Bortles versagt, das war nicht zu erwarten. Der Quarterback der Jaguars hatte ein tolles Laufspiel durch Rookie Running Back Leonard Fournette zur Unterstützung. Das entlastete ihn sehr. Daß Bortles aber 14 seiner 26 Pässe für 214 Yards und 1 Touchdown vervollständigte, das ist indiskutabel.
Fournette brachte es auf 109 Yards und 3 Touchdowns, mit 25 Läufen. Damit darf man ihn als Matchwinner bezeichnen.
Die Steelers spielten vier vierte Versuche aus. Zwei über kurze 1-2 Yards konnten sie nicht verwandeln. Zwei über fünf bzw. 11 Yards führten zu Touchdowns. Vier der fünf Touchdownpässe der Steelers dürften in allen Highlightfilmen des Spieltags auftauchen. Ben Roethlisberger hatte einen sensationellen Tag mit 37 von 58 für 469 Yards, 5 Touchdowns, bei 1 Interception, aber es reichte nicht.
Die Jaguars nahmen nach Woche 5 einen weiteren Sieg aus dem Heinz Field mit nach Hause. In Woche fünf hieß es 30:9, gestern 45:42, und das Spiel war weniger knapp, als das Ergebnis vermuten läßt.

In Minnesota war es spannend.
Bringt es nach Hause, sagten die Banner im Stadion, denn der Super Bowl wird genau dort stattfinden, Zuhause in Minneapolis.
Nach einer grottenschlechten ersten Halbzeit stand es 17:0 für die Vikings.
Die Offense der Saints sah nicht so aus, als würde sie noch ein Mittel gegen die bärenstarke Defense der Vikings finden. Quarterback Drew Brees hatte bereits zwei Interceptions geworfen.
Doch die Feinabstimmung in der Halbzeit zeigte, daß die Saints mehr drauf hatten, als sie im ersten Durchgang zeigten. Ein abgefangener Paß von Vikings Quarterback Case Keenum und ein Erfolg durch einen geblockten Punt, drehten das Spiel. 25 Sekunden vor Spielende traf Saints Kicker Will Lutz aus 43 Yards zur 24:23 Führung.
Erst eine Minute zuvor hatte Minnesota eine 23:21 Führung durch ein 53 Yards Field Goal von Keith Forbath erzielt.
Es war wieder mal eins diese phantastischen Finishes. Und es war noch nicht Zuende.
25 Sekunden hatten die Vikings noch, und eine Auszeit.
14 Sekunden zeigte die Uhr, als die Vikings einen zweiten und 10 an der eigenen 39 hatten. Keenum paßte ins Nichts.
10 Sekunden, dritter und 10. Das Timeout war aufgebraucht. Die Saints standen in einer tief gestaffelten Prevent Defense, also in einer Defense, die tiefe Pässe verhindern sollte, und die Receiver sofort stoppen sollte, wenn sie einen Paß fangen. Auf gar keinen Fall dürfte ein Receiver ins Aus laufen, nach dem Fang, damit die Uhr nicht anhält.
Alles das hatten die Saints bedacht und richtig gemacht. Nur Safety Marcus Williams machte einen Fehler. Wide Receiver Stefon Diggs fing Keenums Paß an der 34 der Saints und war nur einen Schritt von der Auslinie entfernt. Williams sprang Diggs an, flog ab er an ihm vorbei. Der Wide Receiver wußte gar nicht, wie ihm geschah, daß kein Verteidiger ihn berührte und er freies Feld vor sich hatte, als er sich umdrehte. Diggs lief unbehelligt zum 29:24 Sieg in die Endzone.
Ausgerechnet Williams, der zuvor Case Keenum intercepten konnte, und einen Touchdown Drive der Saints initiierte.
Unglaublich.
Alle Spieler und Fans waren zunächst geschockt, doch dann brach unbeschreiblicher Jubel auf der einenSeite aus, Entsetzen auf der anderen Seite.
Es dauerte unendlich, bis die Schiedsrichter das Feld wieder geräumt hatten, denn der Extrapunkt mußte noch gespielt werden.
Keenum nahm den Snap und kniete sich hin. Spiel Zuende. Sieg gesichert. Nächste Woche ab nach Philadelphia, um in drei Wochen Zuhause im Super Bowl antreten zu können, sollte man die Eagles schlagen.
Diggs war überhaupt der MVP des Spiels. Er fing sechs Pässe für 137 Yards und 1 Touchdown.
Die Quarterbacks hatten nahezu identische Statistiken. Case Keenum: 25 von 40 für 318 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Drew Brees: 25 von 40 für 294 Yards, 3 Touchdowns, 2 Interceptions.
Hätte New Orleans nicht die erste Halbzeit verpennt...

Und so kommt es am
Sonntag 21:05 Uhr zu
Jaguars at Patriots
Montag 00:40 Uhr
Vikings at Eagles

Kurzberichte
Am Samstag hätte ich diesen Spruch noch als lustige Seite der NFL gebracht, aber, es hat sich was geändert.
Jaguars Cornerback Jalen Ramsey sagte: „Ich garantiere unseren Sieg im Super Bowl.“
Und plötzlich und unerwartet klingt das gar nicht mehr, wie ein blöder Witz.
Doch die Buchmacher sind noch nicht auf den Zug aufgesprungen. Für sie sind die Jaguars weiter Kanonenfutter und die Patriots neun Punkte Favoriten im AFC Endspiel.

Die Bills verpflichteten Brian Daboll als neuen Offensive Coordinator, nachdem sie zuvor Rick Dennison nach nur einem Jahr feuerten.
Daboll führte zuletzt die Offense der Alabama Crimson Tide zur Collegemeisterschaft.

Brian Schottenheimer ist der neue Offensive Coordinator der Seahawks.
Er war der Quarterback Coach der Colts.

Bill O`Brien bleibt in Houston. Der Head Coach bekam eine Vertragsverlängerung über vier Jahre.
Außerdem verpflichteten die Texans Brian Gaine als neuen General Manager.

Der Lazarettreport
Jacksonville Jaguars: defensive End Dante Fowler, Schulter.
Safety Tashaun Gipson, Fuß

Steelers: offensive Tackle Marcus Gilbert, Gehirnerschütterung

New England Patriots: Right Tackle LaAdrian Waddle, Knie

Tennessee Titans: offensive Tackle Jack Conklin, Kreuzbandriss

Minnesota Vikings: Safety Andrew Sendejo, Gehirnerschütterung
Defensive Tackle Shamar Stephen, Knie

Freitag, 12. Januar 2018

Kurzberichte
london2018Drei Termine der Saison 2018 stehen bereits so gut wie fest, es sind die London Spiele.
Jon Gruden, neuer Head Coach der Raiders, führt sein Team am 14. Oktober im neuen Tottenham Stadion gegen die Seahawks in die Schlacht.
Am 21. oder 28. Oktober spielen die Eagles im Wembley Stadion gegen die Jaguars.
Hier spielen auch die Titans gegen die Chargers. Welches der beiden Spiele am 21. oder 28 stattfindet, das wird noch entschieden.
Angefangen hat diese Internationale Serie 2007 mit einem Spiel der Dolphins gegen die Giants. Seit 2014 gibt es jedes Jahr drei Spiele in England.
Ausgeweitet wurde die internationale Serie auf Mexico City. Der Vertrag dort läuft bis zur Saison 2021.

Norv Turner wird der neue Offensive Coordinator der Panthers.
Zuletzt arbeitete er bei den Vikings. Mitten in der Saison 2016 warf er die Brocken hin und setzte sich ab.
Head Coach Ron Rivera und Turner kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Chargers. Da arbeitete Rivera von 2007-10 unter Norv Turner.

Die Bears haben einen neuen Offensive Coordinator.
Mark Helfrich war von 2013 bis 16 Head Coach bei den Oregon Ducks.

Steelers Running Back Le'Veon Bell hat keine Lust, nächste Saison wieder mit dem Franchise Tag zu spielen.
Wie er vor der Presse sagte würde er dann lieber eine Saison streiken oder gleich ganz in den Ruhestand treten.
„Ich hoffe, daß es nicht so weit kommt, aber ich würde das durchaus in Betracht ziehen,“ zeigte er sich überzeugt.
Schon die Saison 2017 spielte er mit dem Franchise Tag und verdiente $12,12 Millionen.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Kurzberichte
foles-nick2Eagles Quarterback Nick Foles (Bild) verbreitet Angst und Schrecken. Nicht bei gegnerischen Verteidigungen, sondern bei den eigenen Fans.
Das Vertrauen in den Ersatzmann von Carson Wentz ist in der Stadt der brüderlichen Liebe auf einen Tiefpunkt gesunken.
Und auch außerhalb Philadelphias hält man nichts von Foles. So machten die Buchmacher die an Nr. 6 der NFC gesetzten Gäste aus Atlanta zu den Favoriten bei den an Nr. 1 gesetzten Eagles, die Zuhause spielen.
Die Falcons sind Dreipunktefavorit im Divisional Playoffspiel in Philly.
Das hat es bisher noch nicht gegeben.
Seit die AFL und die NFL sich 1970 zusammenschlossen, war es fünfmal der Fall, daß das Heimteam in der Divisional Runde als Außenseiter ins Spiel ging. Aber diese Teams waren alle an Nr. 2 gesetzt. Die an Nr. 1 gesetzten Teams waren immer der Favorit... bis jetzt.
In 45% der offensiven Auftritte mit Foles hieß es für die Eagles 1, 2, 3, Punt. Mit Wentz war das nur bei 29% der Fall.
Vielleicht kann es die Defense ja richten?
Die Defensive Line der Eagles gilt als die beste der Liga. Und daß man die Falcons stoppen kann, das steht fest, auch wenn sie sich im Verlauf der Saison gesteigert haben.
Und sollte Philadelphia gewinnen, würde ihnen ein geschichtsträchtiger Überraschungserfolg gelingen.

Titans Running Back DeMarco Murray kann auch gegen die Patriots nicht spielen. Mit seinem verletzten rechten Knie verpaßt er das dritte Spiel in Folge.
Derrick Henry hat ihn mit 191 Gesamtyards gegen die Chiefs gut vertreten.

Steelers Cornerback Artie Burn hat sich am rechten Knie verletzt.
Das passierte am Mittwoch beim Training, ohne Fremdeinwirkung. Eine Untersuchung ergab, daß alle Bänder und Sehnen in Ordnung sind. Ob er spielen kann, steht noch nicht fest.

Die Chargers sicherten sich schon mal einen neuen Kicker.
Sie verpflichteten Roberto Aguayo, der bereits in Tampa Bay bewiesen hat, daß er eher das Problem ist, nicht die Lösung.

Das Trainer-Karussell dreht sich weiter
Und das der General Manager gleich mit. Nach 14 Jahren bei den Packers verläßt Eliot Wolf das Team.
Wolf war der Chef des Scoutingteams und geht als Assistent des General Managers nach Cleveland.

Texans, Bills, Texans, heißt es für Brian Gaine.
Er war Vizepräsident des Spielerpersonals in Houston und ging 2017 in der Eigenschaft nach Buffalo.
Die Texans holten ihn als General Manager zurück nach Houston.

Die Fritz Pollard Alliance gibt keine Ruhe. Sie wacht darüber, daß die Teams, die neue General Manager und Head Coaches verpflichten, auch ja zunächst einen Angehörigen einer Minderheit interviewen, bevor sie einen qualifizierteren weißen Wunschkandidaten anheuern. Sie überwacht also, ob die Teams die Rooney Rule befolgen.
Diese Quote vor Qualität Mentalität ist ja ganz groß in Mode. Nicht nur in der NFL, sondern auch in der Politik und in Firmen.
Zunächst sagten die Minderheitenwärter, daß die Raiders sogar zwei Angehörige einer Minderheit gefragt haben, ob sie den Job wollen. Plötzlich rudern sie zurück. Sie haben bei der NFL formal beantragt, daß die Verpflichtung Grudens auf das Genaueste untersucht wird. Und daß eine empfindliche Strafe verhängt wird, wenn die Raiders sich nicht an die Rooney Regel gehalten haben.
Weder die Raiders, noch die NFL gaben am Mittwoch einen Kommentar dazu ab.

Green Bay verpflichtete Joe Philbin als neuen Offensive Coordinator.
Philbin hatte sich von 2012 bis 2015 erfolglos als Head Coach der Dolphins versucht.

Die Seahawks feuerten Offensive Coordinator Darrell Bevell und Offensive Line Coach Tom Cable.
Es heißt, daß auch noch Defensive Coordinator Kris Richard gehen muß.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Es dreht sich schnell, das Trainer-Karussell
gruden-jon2-1Jon Gruden (Bild) und die Raiders gaben ihre gemeinsame Pressekonferenz. Jetzt ist er also Head Coach dieses Katastrophenteams. Ob er es wieder in die Erfolgsspur bringen kann?
Die Ruhmeshallenmitglieder Jerry Rice, Howie Long und Tim Brown waren anwesend, um ihre Grüße persönlich auszurichten.
Durch die Massen von Reportern war kaum ein Durchkommen.
Gruden betonte, daß er begeistert wäre, wieder zurück bei den Raiders zu sein. „Ich habe eine großartige Gelegenheit und ich plane, alles zu tun, um diese Chance zu nutzen,“ sagte der neue, alte Head Coach.
Mal abwarten, wie lange diese Begeisterung anhält. Und mal abwarten, was der 54-jährige nach 10 Jahren Abwesenheit aus dem Job noch bringt? Leicht wird es nicht, auch wenn er als Analyst des Senders ESPN immer Kontakt mit dem Geschehen hatte.
Gruden wird zusammen mit General Manager Reggie McKenzie das Team zusammenstellen. Über die Rangordnung der beiden, wurde nichts gesagt. Man kann aber annehmen, daß der $100 Millionen Coach das letzte Sagen haben wird.
Drei Assistenztrainer sind bereits unter Vertrag, Greg Olson als offensive Coordinator, Paul Guenther als defensive Coordinator und Rich Bisaccia als Special Teams Coach.
Sollte es schiefgehen, dann ändert sich ja nichts. Zuletzt waren die Raiders 2002 in den Playoffs, mit der Unterbrechung von 2016, als sie eine wundersame 12-4 Saison hinlegten. Ansonsten gehören sie zu den Loserteams, wie die Browns, Bills, Jaguars und andere.
Gruden kann also nur gewinnen. Alles über einer S/N Bilanz von 50% macht ihn zum Sieger.
Seit Gruden die Buccaneers trainierte, lebt er in Tampa Bay. Raiders Besitzer Mark Davis war oft bei Gruden Zuhause, um ihn zu einem Comeback zu überreden. „Das war härter, als die 24 Stimmen für den Umzug nach Las Vegas zusammenzubekommen,“ meinte Davis. Sechs Jahre lang hat er Gruden in Tampa Bay regelmäßig besucht, und versucht, ihn zu überreden. Dabei hätte Davis es bewundert, daß Gruden um drei Uhr morgens aufstand, um sich die Filme der nächsten Monday Night Teams anzusehen, und zu analysieren, um sich akribisch vorzubereiten.
Dick Vermeil hatte auch Anteil an Grudens Rückkehr. Der ehemalige Erfolgstrainer forderte Gruden auf, seinen Hintern hochzubringen und wieder in den Trainerjob zurück zu gehen. Vermeil hörte 1982 bei den Eagles auf. 1997 übernahm er die Rams und führte sie drei Jahre später zum Super Bowl. Diesen Erfolg sagt er auch für Gruden voraus.
Man sieht, es kann also alles gut werden in der Raider Nation.

Nicht nur bei den Cheftrainern geht es rund, auch bei den Assistenten hat das Karussell Fahrt aufgenommen.
Die Packers machten Mike Pettine zu ihrem neuen Defensive Coordinator.
Pettine war mal Head Coach der Browns, hat aber keine Erfolge mit ihnen erzielen können. 10-22 Siege lautet seine Bilanz dort.
2016 hatte er keinen Job in der NFL als Coach. Als Berater der Defense arbeitete bei den Seahawks.

Die Chiefs machten Eric Bieniemy zum Offensive Coordinator.
Er war zuvor als Running Back Coach beim Team tätig.

Die Ravens verpflichteten Don Martindale als Defensive Coordinator.
Er war zuvor als Linebacker Coach beim Team tätig.

Der neue Head Coach der Bears plant mit Quarterback Mitchell Trubisky.
Matt Nagy beantwortete bei seiner ersten Pressekonferenz in Chicago fast nur Fragen zu seinem Quarterback. Nagy lobte seinen Vorgänger, daß er Trubisky 2017 in der Draft einberufen hatte.

Die Panthers feuerten Offensive Coordinator Mike Shula.
Sie verhandeln mit Norv Turner, damit er dessen Nachfolger wird.
Shulas Offense rangierte 2017 auf Platz 19 der 32 Teams. Mit 192 Passyards pro Spiel landete sie nur auf Platz 28.
Mike Shula, Sohn des legendären Don Shula, war fünf Jahre bei den Panthers.
Zusammen mit ihm wurde auch Quarterback Coach Ken Dorsey entlassen.

Dienstag, 9. Januar 2018

Kurzberichte
belichick-bill31Etwa 40 Reporter drängelten sich am Montag um die Spieler der Patriots. Sie wollten wissen, was an dem Report dran wäre, daß es Ärger im Paradies gibt?
„Welcher Report?“ fragte Cornerback Stephon Gilmore zurück.
Man hätte die Vorbereitungen auf die Titans auf dem Plan, sonst nichts, meinte Gilmore.
Auch Head Coach Bill Belichick (Bild) mußte an der nachrichtenhungrigen Meute vorbei. In den verständlichen Passagen seines üblichen Gemurmels hörte man heraus, daß er absolut 2018 der Head Coach der Patriots sein wird. Er hätte diesen Report nicht gelesen. Deshalb könne er sich nur dazu äußern, was er wisse, und das wäre, daß er der Head Coach der Patriots ist und bleibt. „Mehr habe ich dazu nicht zu sagen,“ sagte er zum Schluß.

Die Bears haben einen neuen Head Coach. Sie entschieden sich für Matt Nagy. Der war bisher Offensive Coordinator der Kansas City Chiefs.
Der 39-jährige übernahm die Ansage der offensiven Spielzüge mitten in der Saison von Head Coach Andy Reid. Und die Chiefs wurden dann das erst zweite Team in der Geschichte der NFL, das einen 4.000 Yards Quarterback hatte (Alex Smith), einen 1.000 Yards Running Back (Kareem Hunt), einen 1.000 Yards Wide Receiver (Tyreek Hill), und einen 1.000 Yards Tight End (Travis Kelce).
Die Offense der Chiefs landete auf Platz fünf der 32 Teams.
Nach seiner Karriere als Quarterback der Arena Football League war Nagy in seiner gesamten Zeit als Assistenztrainer im Stab von Reid.

Die Bengals verpflichteten Teryl Austin als neuen Defensive Coordinator. Der war bisher für die Lions tätig.
Paul Guenther, der bisherige Defensive Coordinator der Bengals, geht in den Trainerstab, den Jon Gruden für die Raiders zusammenstellt.

Jaguars Head Coach Doug Marrone macht sich Sorgen um seine Offense.
Er wäre zwar sehr elektrisiert, daß sie gegen die Bills gewonnen hätten, aber die Offense wäre nie in einen Rhythmus gekommen. „Bei dritten Versuchen haben wir überhaupt nichts zustande gebracht. Ich müßte verrückt sein, wenn ich mir keine Sorgen machen würde. Aber ich muß nach vorne schauen, und wir müssen einen besseren Job machen,“ ist er überzeugt.
Das Problem hat einen Namen, Blake Bortles. Der Quarterback hatte mehr Laufyards (88), als Passyards (87). Doch war er nicht der erste Quarterback, mit so einer Statistik in den Playoffs. Michael Vick (119 Laufyards, 82 Passyards; 2004 Divisional Round) und Bob Griese (39 Laufyards, 34 Passyards; 1973 AFC Championship) haben das auch schon geschafft.
Und Hauptsache gewonnen, oder?
So denken jedenfalls die Teamkollegen von Bortles. Sie loben ihren Quarterback dafür, daß er einen Weg gefunden hat, das Spiel zu gewinnen.

Bills Guard Richie Incognito soll Jaguars Defensive End Yannick Ngakoue während des Spiels mit rassistischen Ausdrücken beleidigt haben.
Die NFL untersucht den Fall.

Jemand namens P!NK (das schreibt sich wirklich so) wird die Nationalhymne vor dem Super Bowl singen. Das ist wohl eine recht berühmte Sängerin.
In der Halbzeit wird Justin Timberlake auftreten.

Die Panthers haben einen neuen Besitzer... die New Orleans Saints.
So lautete die spaßige Titelseite einer Tageszeitung in New Orleans.
Die Saints haben die Panthers in allen drei Spielen in dieser Saison geschlagen, und ja, damit besitzen die Saints die Panthers rein spielerisch.
In Wirklichkeit suchen die Panthers aber noch einen neuen Besitzer. Jerry Richardson wird vorgeworfen, weibliche Angestellte sexuell belästigt zu haben, und gegen Farbige beleidigend gewesen zu sein.
Als diese Beschuldigungen aufkamen, entschloß Richardson sich dazu, das Team abzugeben.

„Das schüttet Öl in`s Feuer,“ meinte Eagles Defensive Tackle Fletcher Cox, als er erfuhr, daß die Falcons als Favoriten in das Spiel gehen.
Immerhin trifft hier das an Nr. 6 gesetzte Team, also das schlechteste Team, das die Playoffs der NFC erreichte, auf die Nr. 1. Da wäre es schon respektlos den Eagles gegenüber, Atlanta zum Favoriten zu machen.
Aber die Buchmacher glauben halt nicht, daß die Eagles mit Ersatz- Quarterback Nick Foles eine Chance haben. Mit Carson Wentz sähe das bestimmt anders aus, aber es ist nun mal, wie es ist, und es ist Mist.
„Das treibt uns nur noch mehr an,“ sagte Cox weiter. „Die Leute haben jede Woche an uns gezweifelt. Und wir sind rausgegangen und haben die Zweifler zum Schweigen gebracht. Dann sind wir halt die Einzigen, die an uns glauben.“
Stimmt nicht so ganz. Bis zur Verletzung von Wentz waren die Eagles die Lieblinge der Nation und der Buchmacher. Erst danach drehte sich das dann.
Mal abwarten, wer der Herr der Lüfte wird, die Eagles oder die Falcons?

Montag, 8. Januar 2018

Die NFL 2017 - Wild Cards - Der Sonntag
brees-drew-saintsUff, es gibt sie noch, die echten, guten, harten NFL Spiele mit reichlich Offense.
Als ich gestern geschrieben habe, daß es nur besser werden kann, war ja wohl klar, daß ich das Spiel der Bills gegen die Jaguars nicht gemeint haben konnte.
Ich hatte das ganz verdrängt und mich schon auf Panthers at Saints gefreut. Mit Drew Brees (Bild) von den Saints durften wir einen Quarterback erleben, der erneut einen NFL Rekord aufgestellt hatte. In der Saison 2017 vervollständigte er 72% seiner Pässe, so viele, wie noch kein anderer Quarterback zuvor in einer Saison.
Mit Michael Thomas durften wir einen Wide Receiver erleben, der in seinen ersten beiden NFL Saisons so viele Pässe gefangen hatte, wie noch kein anderer vor ihm. Mit Alvin Kamara durften wir einen Rookie Running Back erleben, der 88 Pässe in der Saison gefangen hatte, so viele wie noch kein Rookie Running Back vor ihm.
In der ersten Halbzeit hatten die Saints das Spiel fest in der Hand. Beide Teams hatten jeweils drei Punkte-Drives, aber die Panthers kamen dabei immer nur zu Field Goals, während die Saints Touchdowns erzielten. Halbzeitstand also 21:9 für New Orleans.
In der zweiten Halbzeit kamen Offense und Defense der Panthers besser in Fahrt, und die Dominanz der Saints ließ nach.
Und dann das Ende. Eines jener „phantastic Finishes“ das die NFL ausmacht.
Carolina konnte zu keiner Zeit des Spiels führen. Doch ein toller Lauf von Running Back Christian McCaffrey nach einem kurzen Pass von Cam Newton über 56 Yards in die Endzone brachte die Panthers auf 26:31 heran.
Zwei Minuten Warnung.
Vierter und zwei für die Saints an der 47 Carolinas. Brees wirft zu Kamara. Der Ball wird an der 30 der Panthers von Safety Mike Adams abgefangen. Der verliert den Ball, der ins Aus rollt.
Glück im Unglück.
Hätte Adams den Ball nicht gefangen, sondern nur zu Boden geschlagen, wäre Carolina an der 47 in Ballbesitz gekommen. So aber kamen sie an der 31 zur nächsten Angriffsserie.
Newton führte seine Offense bis an die 21 der Saints. Ein Field Goal hätte jetzt den Sieg bringen können, hätte Kicker Graham Gano nicht im ersten Viertel einen Versuch aus 25 Yards vergeben.
So mußte also dringend der Touchdown her.
Doch die Defense der Saints, die dieses Jahr nicht wiederzuerkennen war, hielt. Sie drängten Newton zurück, der im Rückwärtsfallen aus der Pocket heraus einen Pass ins Nichts warf. Intentional Grounding. 10 Sekunden Zeitverlust, Verlust des Versuchs und zurück zur 34 der Saints.
Beim vierten und 23 wurde Newton wieder gesackt und das Spiel war aus.
Ein Nachspiel wird es aber noch geben.
Im letzten Viertel wurde Newton bei einem Sack hart am Kopf getroffen und brach zusammen, als er zur Seitenauslinie ging.
Die NFL und die NFLPA werden untersuchen, ob die Panthers das Gehirnerschütterungsprotokoll korrekt angewendet haben, denn Newton kam recht früh wieder auf den Platz zurück. Die Panthers gaben an, alles notwendige getan zu haben. Newton sagte, daß er etwas im rechten Auge hatte, sonst wäre nichts gewesen.
Den Saints kann es egal sein. Sie gucken sich nächsten Sonntag in Minneapolis schon mal das Stadion des Super Bowls an, wenn sie gegen die Vikings spielen.
Und zum Schluß noch die Stats der Quarterbacks:
Drew Brees, der nächste Woche 39 wird: 23 von 33 für 376 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Cam Newton: 24 von 40 für 349 Yards, 2 Touchdowns

Im frühen Spiel spielten zwei Teams, die Jahrzehnte nicht mehr in den Playoffs waren.
A) Konnte man sehen, warum sie Jahrzehnte nicht in den Playoffs waren, und
B) Kann man nur hoffen, daß sie jahrzehntelang nicht mehr in die Playoffs kommen.
Die Jaguars gewannen mit 10:3.
Gab es in New Orleans sieben Punts auf beide Teams verteilt, waren es hier 17.
Jaguars Quarterback Blake Bortles hatte 87 Passyards und 88 Laufyards.
Und das soll es dann auch zu dieser Horrorvorstellung gewesen sein.

So geht es weiter:
Samstag, Januar 13
Atlanta Falcons at Philadelphia Eagles, 22:35 Uhr. (NBC)
Sonntag, Januar 14
Tennessee Titans at New England Patriots, 2:15 Uhr. (CBS)
Jacksonville Jaguars at Pittsburgh Steelers, 19:05 Uhr. (CBS)
New Orleans Saints at Minnesota Vikings, 22:40 Uhr. (FOX)

Kurzberichte
In Buffalo weiß man jetzt, daß man für die nächste Saison einen Quarterback braucht, also, einen brauchbaren.
Tyrod Taylor hat mit mageren 134 Passyards gegen Jacksonville erneut bewiesen, daß er es nicht kann.
2017 hätte ihm ein Batzen Geld zugestanden. Das wollten die Bills nicht bezahlen und verlangten eine Gehaltskürzung. Taylor stimmte dieser zu, in der Absicht, seinen neuen Head Coach Sean McDermott zu überzeugen, daß er der Quarterback für die Zukunft der Bills ist.
Hat nicht geklappt.
Sein letzter Spielzug für die Bills dürfte also der gewesen sein, bei dem er mit dem Kopf auf den Boden schlug und sich eine Gehirnerschütterung zuzog.

In Jacksonville weiß man jetzt, daß man für die nächste Saison einen Quarterback braucht, also, einen brauchbaren.
Eigentlich weiß man das bei den Jaguars schon lange, aber der Markt hat bisher nichts hergegeben.
In dieser Saison kam man wegen der Defense in die Playoffs und trotz Blake Bortles. Nächstes Jahr klappt das vielleicht nicht mehr. Die Broncos haben es auch versucht, hat nicht geklappt.
Bortles hat noch ein Spiel für die Jaguars vor sich, das gegen die Steelers. Er sollte es genießen. Noch mal werden die Steelers sich nicht überraschen lassen, so wie in Woche fünf als sie Zuhause gegen Jacksonville verloren.

Ob der neue General Manager der Packers eine gute Kunst abliefern wird?
Das wird man sehen. Brian Gutekunst hat auf jeden Fall eine Menge Arbeit vor sich. Außer Quarterback Aaron Rodgers und ein paar anderen Spielern, müssen die Packers komplett runderneuert werden.
Bei den vielen Verletzten in der abgelaufenen Saison wird wohl auf die Gesundheits- und Fitnesabteilung unter die Lupe genommen werden.

Der Lazarettreport
Bills: Quarterback Tyrod Taylor, Gehirnerschütterung
Safety Micah Hyde, Gehirnerschütterung.
Safety Colt Anderson, Schulter

Jaguars: Linebacker Paul Poluszny, Hüfte
Wide Receiver Jaydon Mickens, Oberschenkel

Saints: Left Guard Andrus Peat, gebrochenes Wadenbein

Sonntag, 7. Januar 2018

Die NFL 2017 - Wild Cards - Der Samstag.
mariota-marcus3Es kann nur besser werden. Das, was gestern da gespielt wurde, kann einfach nicht der Standard dessen sein, was die besten Teams der NFL abliefern.
Ganz schlimm war es im ersten Spiel. Zunächst sah es so aus, als würden die Chiefs die Titans aus dem Stadion fegen. Kansas City hatte ganz klar die Oberhand. Die Offense marschierte und die Defense stoppte.
Bis zu dem Moment, als Tight End Travis Kelce ausfiel. Da fiel die Offense in sich zusammen. Dabei hatte man mit Alex Smith einen Quarterback, der seine beste Saison gespielt hat, man hatte Star Receiver Tyreek Hill und den besten Running Back der abgelaufenen Saison, Rookie Kareem Hunt.
Trotzdem kamen zu den 21 Punkten, die die Chiefs in der ersten Halbzeit erzielten, keine weiteren hinzu.
Tennessee konnte seinen drei Punkten noch 19 weitere hinzufügen. Es begann im ersten Drive der Titans in der zweiten Halbzeit mit einem Pass von Quarterback Marcus Mariota (Bild) zu Marcus Mariota über sechs Yards.
Das steht dazu im offiziellen Spielbericht der NFL: (6:44) (Shotgun) 8-M.Mariota pass short left to 8-M.Mariota for 6 yards, TOUCHDOWN. Pass deflected by D.Revis back to M.Mariota.
Mariota wurde gejagt und versuchte wohl Corey Davis in der Endzone zu treffen. Dabei hatte er schon fast die Line of Scrimmage überschritten. Defensive Back Darrelle Revis blockte den Ball, der zurück in Richtung Mariota flog. Der Quarterback fing den Ball und hechtete in die Endzone.
Es war das erste Mal, daß ein Quarterback in den Playoffs seinen eigenen Pass zum Touchdown fing. In der regulären Saison hat es das schon mal gegeben. 1997 fing Vikings Quarterback Brad Johnson seinen eigenen Touchdownpass.
Die Chiefs, die die erste Halbzeit so sehr beherrscht hatten, brachten danach überhaupt nichts mehr Zustande.
So gewann Tennessee mit 22:21 und Kansas City verlor das sechste Heimspiel in den Playoffs in Folge.

Die Rams haben noch viel zu lernen. Alleine das Erreichen der Playoffs unter Rookie Head Coach Sean McVay ist schon als Erfolg zu werten.
Doch die erfahreneren Falcons waren abgebrühter und sie wollten zeigen, daß sie die Super Bowl Schmach überwunden haben.
Und die Rams haben keine wirkliche Heimspiel-Unterstützung, wie ihr Besitzer Stan Kroenke monierte. Viele Fans hätten sich in der Abwesenheit von NFL Teams in Los Angeles anderen Teams zugewandt, und deshalb wären auch viele der nur 74.300 Fans, die gestern im Los Angeles Memorial Coliseum waren, nicht für das Heimteam gewesen. Ein Playoffspiel in einem 93.000 Mann Stadion vor nur 74.000 Zuschauern zu spielen, ist eh schon schlimm.
Die fehlende Unterstützung bei den Heimspielen führte auch zu einer 4-4 S/N Bilanz Zuhause, während die Rams Auswärts 7-1 sind.
Gestern wäre mehr Unterstützung nötig gewesen. Die Falcons hatten den Ball fast doppelt so lange, wie die Rams. 37:35 Minuten zu 22:25 hieß es hier.
Und das Ergebnis von 26:13 ist genau das Doppelte und spiegelt den Spielverlauf exakt wider.
Obwohl der zweitbeste Running Back der Saison, Todd Gurley, 101 Laufyards erzielte, verpaßte er auch einige Chancen, besonders als Receiver, um dem Team noch mehr zu helfen.
So blieb es also bei diesem einen Playoffspiel der Rams für dieses Jahr, aber da sollten in Zukunft noch einige folgen.
In der nächsten Runde spielen die Falcons bei den Eagles.

Kurzberichte
Es ist offiziell!
Nach dem Spiel der Titans gegen die Chiefs gaben die Raiders bekannt, daß ESPN Analyst Jon Gruden ihr neuer Head Coach ist.
Damit war dieses Wild Card Spiel das letzte, in dem Gruden das Geschehen auf dem Platz analysierte.
Die Raiders sind das erste der sechs Head Coach losen Teams, die einen neuen Chef gefunden haben.

Unter den Fans der Giants kursiert das Gerücht, daß Bill Belichick als Head Coach das Team übernimmt.
Doch Patriots Besitzer Robert Kraft sagte ihnen, daß sie aufhören sollten zu träumen. Kraft bekräftigte, daß er nicht die Absicht hat, seinen Head Coach an ein anderes Team abzugeben, egal, was dieses an Kompensation anbieten würde. „Wenn man das Glück hat, jemand außergewöhnlichen zu haben, dann läßt man ihn seinen Job machen und geht ihm aus dem Weg,“ meinte Kraft.
Die Chefetage der Giants war, als das Gerücht anfing die Runde zu machen, auf dem Weg nach Minnesota, um Vikings Offensive Coordinator Pat Shurmur zu interviewen. Zuvor hatten sie ihren eigenen Defensive Coordinator Steve Spagnuolo interviewt und, ja, zwei Patriots, nämlich Offensive Coordinator Josh McDaniels und Defensive Coordinator Matt Patricia.

Die Panthers gaben ihrem Head Coach eine Vertragsverlängerung.
Ron Rivera bleibt für zwei weitere Jahre und $15,5 Millionen in Carolina.

Der Lazarettreport
Chiefs: Tight End Travis Kelce, Gehirnerschütterung.
Defensive End Chris Jones, Knie

Rams: Defensive Tackle Michael Brockers, Knie.

Samstag, 6. Januar 2018

Der Einhundertmillionendollar-Coach
gruden-jonDie Oakland Raiders wollten Jon Gruden (Bild). Und wie sie ihn wollten. Sie unterbreiteten ihm einen Vertrag über 10 Jahre und $100 Millionen.
Die Gehälter der Trainer werden nicht auf die Gehaltsobergrenze angerechnet.
Gruden soll am Montag den Vertrag unterschreiben und am Dienstag offiziell als neuer Head Coach des Teams vorgestellt werden.
Bereits von 1998 bis 2001 war er Head Coach der Raiders. 1998 und 99 holte er jeweils 8-8 Siege. 2000 kam er auf 12-4 Siege und Oakland gewann die Division. 2001 ging es mit 10-6 Siegen wieder in die Playoffs.
Seinen Spitznamen „Chucky“ bekam Gruden von Raiders Defensive Lineman Grady Jackson. Der war der Meinung, daß sein Head Coach aussah, wie die Puppe Chucky aus den Horrorfilmen. Und die Ähnlichkeit ist wirklich sehr auffällig.
2002 ging Gruden zu den Buccaneers und führte sie sofort in den Super Bowl. 2006 erlebte er mit einer 4-12 Saison den Tiefpunkt seiner Trainerkarriere. Doch Gruden blieb noch bis zum 16. Januar 2009 Head Coach der Buccaneers. Dann wurde er entlassen.
Insgesamt holte er in seiner Zeit als NFL Head Coach 95-81 Siege.
ESPN verpflichtete ihn als Analysten für die Monday Night Football Serie. So blieb Gruden immer am Puls des Spiels, was ihm in der nahen Zukunft sicherlich helfen wird.
Nichts anderes als seinen sofortigen Erfolg in Tampa Bay erwartet, oder zumindest erhofft, man sich in Oakland. Die Raiders würden gerne als erfolgreiches Team nach Las Vegas umziehen. Zumindest hat Gruden einen großen Namen, der allein dürfte schon ein paar Zuschauer in das noch zu bauende Stadion in der Stadt der Sünde locken.
Eine Teilhaberschaft am Team, von der die Rede war, bekommt Gruden nicht.

Ärger im Paradies?
Es gab ein Gespräch hinter geschlossenen Türen zwischen Patriots Besitzer Robert Kraft, Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady. Das Verhältnis zwischen den Dreien war zerrüttet und die erfolgreiche Zusammenarbeit, die in 17 Jahren zu fünf Super Bowl Siegen führte, stand auf der Kippe.
Grund für die Mißstimmung war der persönliche Trainer und Geschäftspartner von Tom Brady, Alex Guerrero.
Das Buch „The TB12 Method“, das die beiden geschrieben haben, beinhaltet einige kontroverse Philosophien über die Heilung von Verletzungen. Es ist so überladen mit eigenartigen Regeln, daß ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des Trainerstabs es als Bedienungsanleitung einer Sekte bezeichnete.
Guerrero, der als Berater des Trainerstabs der Patriots mitwirken durfte, machte die Trainer für verschiedene Verletzungen verantwortlich.
Belichick konfrontierte Brady im September damit, daß die Spieler sich unter Druck gesetzt fühlten eher mit Guerrero nach TB12 Regeln zu trainieren, als mit dem Team.
Belichick untersagte Guerrero, das Geländer der Patriots zu betreten.
In dem danach ausbrechenden Machtkampf verlangte Brady, daß Ersatz- Quarterback Jimmy Garoppolo das Team verläßt. Der wurde dann auch an die 49ers abgegeben.
Dieser Handel hinterließ einen verärgerten und demoralisierten Bill Belichick. Bradys Körpersprache hingegen drückte aus: „Ich habe gewonnen,“ sagte ein Patriots Mitarbeiter.
Kraft gab intern zu, daß er in der unsäglichen Deflategate Sache zu weit gegangen wäre, mit seiner Kritik an der Liga. Er hätte das aber machen müssen, um Brady vor den Fans zu unterstützen.
Die Patriots gaben eine Erklärung heraus nachdem sie die Sache geklärt hatten. Darin heißt es, daß es viele spekulative Berichte gegeben hätte, und unbewiesene Theorien, die alle substanzlos wären und in höchstem Maße inakkurat.
Mit anderen Worten: „Alles Quatsch. Bei den Patriots herrscht Friede, Freude, Eiersalat.“

Kurzberichte
Dannon, hier bekannt als Danone, hat einen neuen Werbeträger.
Die Firma hatte sich von Panthers Quarterback Cam Newton getrennt, nachdem der sich abfällig über die Fähigkeiten eines weiblichen Reporters geäußert hatte. Frauen hätten ja wohl keine Ahnung von Football, konnte man heraushören.
Und jetzt gibt es ein neues Gesicht für die griechischen Joghurts der Firma, Cowboys Quarterback Dak Prescott.
Der Firma macht es auch nichts, daß Newton in den Playoffs ist, und Prescott schon Urlaub hat. Newtons Kommentare hätten es nicht erlaubt, weiter mit ihm zu werben. Das hätte dagegen verstoßen, wofür die Firma Dannon steht.

Der Verdacht gegen Tramaine Brock wurde ausgeräumt.
Im April wurde der Defensive Back wegen häuslicher Gewalt verhaftet und angezeigt. Damals stand er noch in Diensten der 49ers, die ihn sofort feuerten.
Eine Untersuchung der NFL kam nun zu dem Ergebnis, daß es keine belastbaren Beweise gäbe, die die Anzeige rechtfertigten.
Die Anzeige war später auch zurückgezogen worden.
Brock unterschrieb zwischen den Saisons bei den Seahawks und wurde vor Saisonbeginn an die Vikings abgegeben. Bei ihnen spielte er in 11 Spielen.

Freitag, 5. Januar 2018

Kurzberichte
belichick-bill12An der Ostküste der USA hat der Winter die Macht übernommen.
Die Regierung von Massachusetts baten die Leute Zuhause zu bleiben. Viele Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen.
Eine klare Botschaft, in diesen harten Zeiten.
Ein klare Botschaft hatte auch Patriots Head Coach Bill Belichick (Bild) für seine Spieler: „Kommt nicht zu spät.“
Der Captain der Special Teams, Matthew Slater, meinte dazu: „Ich würde morgen nicht gern zu spät kommen. Aber, heh, ich glaube nicht, daß das eine große Sache ist. Wir leben in New England. Da gibt es Wetter. Man muß halt früh genug aufbrechen, das ist alles.“
Belichick macht keinen Spaß, und keine Unterschiede zwischen den Spielern. Ob Starter oder Ersatzspieler, er behandelt alle gleich, so wie Randy Moss, Adalius Thomas, Derek Burgess und Gary Guyton, die im Dezember 2009 während eines Schneesturms zu spät kamen. Belichick schickte sie alle sofort wieder nach Hause.
Die Patriots haben an diesem Wochenende spielfrei, aber trotzdem steht natürlich Training an. Das aber findet wenigstens innen statt.

Die Dolphins machten Dowell Loggains zu ihrem neuen Offensive Coordinator.
Sein Vorgänger Clyde Christensen wird eine andere Rolle im Team übernehmen.
Head Coach Adam Gase und Loggains kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Bears.

Sie haben die Saison nicht abgeschenkt, wie man vor der Saison befürchtete.
Doch mehr als fünf Siege waren für die Jets nicht drin.
Damit eroberten sie Platz sechs in der Draft. Doch General Manager Mike Maccagnan möchte noch höher. Um an einen guten Quarterback zu kommen, möchte er mit einem Team vor den Jets die Plätze tauschen.
Ob das dann die Browns sein werden, die zwar Meister im Tauschen sind, dafür aber zu oft auf gute Quarterbacks verzichtet haben?
Eher nicht, denn Cleveland möchte dieses Jahr nicht wieder auf einen Spieler wie Carson Wentz verzichte, den sie hätten haben können.
Und in New York mehren sich die Zweifel an den Qualitäten des General Managers. Bisher hat er das Team nicht wirklich verstärkt, und ob es das in Zukunft schafft, ist fraglich.

„Jon Gruden ist unser Mann. Wir wollen Jon Gruden. Unser neuer Head Coach wird Jon Gruden,“ so klingt es seit Wochen aus Oakland.
Doch darf man nicht einfach so seinen Wunschkandidaten verpflichten, wenn der weißer Hautfarbe ist. Zunächst muß man so tun, als ob man einen Vertreter einer Minderheit verpflichten wollte.
Das sagt die „Rooney Regel“. Haben die Raiders gegen diese Regel verstoßen, weil sie sofort einen weißen Kandidaten ins Visier nahmen?
Nein, heißt es von der Fritz Pollard Alliance. Die arbeitet für die NFL und wacht über die Einhaltung der Rooney Regel.
Die Raiders hätten sogar zwei Kandidaten einer Minderheit interviewt, sagte der Sprecher der Alliance. Aus den eigenen Reihen sprachen sie mit Tight End Coach Bobby Johnson, und der zweite Kandidat wurde namentlich nicht genannt.
Gruden war bis 2002 bereits als Head Coach der Raiders tätig, und ist zur Zeit Analyst bei Monday Night Football. Wie man hört, telefoniert der 54-jährige seit Wochen, um seinen Trainerstab zusammenzustellen, auch wenn er offiziell noch gar nicht der neue Head Coach der Raiders ist.

Der Lazarettreport
Die Titans müssen als Außenseiter ohne Running Back DeMarco Murray in das Spiel in Kansas City gehen.
Murray verletzte sich im Spiel gegen die Rams am 24.12. am rechten Knie. Seitdem hat er nicht trainiert.

Bei den Bills besteht Hoffnung, daß der am Knöchel verletzte Running Back LeSean McCoy in Jacksonville spielen kann.
Er liegt auf Platz vier der Running Back Statistik mit 1.138 Yards und ist enorm wichtig für Buffalo.

Jaguars Wide Receiver Marqise Lee könnte gegen die Bills wieder spielen.
Er verpaßte die letzten beiden Spiele mit einer Knöchelverletzung.

Steelers Linebacker Ryan Shazier hat wieder Gefühl in den Beinen, das sagte sein Vater der Presse.
Vor einem Monat verletzte der Linebacker sich im Spiel gegen die Bengals schwer am Rücken. Seitdem konnte er seine Beine nicht mehr spüren.
Shazier hat sich nicht unterkriegen lassen und besuchte seine Teamkollegen beim Training und sah im Stadion aus einer privaten Loge zu.

Die Hüftverletzung von Steelers Offensive Coordinator Todd Haley hat keine Auswirkungen auf das Training.
Haley wurde an Silvester bei einer „Schubserei“ vor einer Bar verletzt. Er verbrachte zwei Tage im Krankenhaus.
Es gab keine Anzeige und Untersuchungen des Teams haben ergeben, daß es keinen Grund gibt disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Kurzberichte
tvgeraet2Und wieder gingen die Einschaltquoten der NFL in den USA nach unten. 10% verloren die TV Partner der NFL, CBS, Fox, NBC, ESPN und NFL Network gegenüber 2016, und da waren die Quoten auch schon um 8% gesunken.
Das sind Verluste auf hohem Niveau, denn immer noch liegen die gemessenen Minuten-Quoten bei 14,9 Millionen. So hat zwar auch NBC mit seiner Sunday Night Football Serie Zuschauer verloren, aber es ist immer noch das meistgesehene Programm in der Hauptsendezeit und das im siebten Jahr in Folge.
Und die Nachmittagssendungen von CBS und Fox gewinnen ihre Zeitschienen immer noch mit Leichtigkeit.

Das Trainerfeuern geht weiter und wieder waren die Packers aktiv.
Nach Defensive Coordinator Dom Capers mußte nun auch Offensive Coordinator Edgar Bennett gehen. Bennett könnte aber als Coach auf einer anderen Position in Green Bay bleiben.
Der Vertrag von Quarterback Coach Alex Van Pelt ist ausgelaufen, und er will sich einen Posten als Offensive Coordinator bei einem anderen Team suchen.

Die Bengals gaben Interims Offensive Coordinator Bill Lazor einen neuen Zweijahresvertrag.
Im September übernahm Lazor den Posten für den gefeuerten Ken Zampese.

Buccaneers Safety TJ Ward wurde am Mittwoch verhaftet.
Er wurde bereits am 25. Oktober mit Marihuana erwischt. Die Untersuchungen des Falls gipfelten nun in seiner Verhaftung.
Seine Zeit in Tampa Bay dürfte beendet sein. Nachdem er von den Broncos zu den Bucs wechselte, war er nie der Spieler, den man sich erhofft hatte. Er startete nur in fünf Spielen. Im März wird er ein Free Agent.

„Mein Quarterback für 2018 ist Ryan Tannehill,“ sagte Dolphins Head Coach Adam Gase.
Tannehill hat seine zweite Knieverletzung innerhalb eines Jahres überstanden. Er kann an den freiwilligen Trainingseinheiten teilnehmen, sobald diese beginnen.
Jay Cutler, der als Notnagel geholt wurde, kann dann endlich als Analyst für das Fernsehen arbeiten.

Jets Besitzer Christopher Johnson gab seinem General Manager und Head Coach die Lizenz zum Verlieren.
Johnson sagte, daß das Erreichen der Playoffs 2018 nicht unbedingt das Hauptziel wäre.
Playoffs, die kennen die Jets eh nicht mehr. 2010 hatten sie sie zuletzt erreicht. Seitdem haben sie pro Saison nur sechs oder weniger Spiele gewonnen.
Doch langsam sollte mal geliefert werden. Die Jets haben Platz sechs in der nächsten Draft und $80 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Da sollte man doch ein paar gute Spieler bekommen können.

Und schon ist die erste negative Reaktion auf Hard Knocks da.
49ers General Manager John Lynch sagte, daß er sein Team auf keinen Fall als Hauptdarsteller der HBO Serie sehen will.

„Ziel Nr. 1 ist ein guter Quarterback,“ sagte John Elway.
Nachdem die Broncos vorgeführt bekamen, daß es mit Trevor Siemian, Paxton Lynch und Brock Osweiler überhaupt nicht funktioniert, hatte der General Manager endlich ein Einsehen und meinte: „Wir müssen auf dieser Position besser werden. Nur wenn wir dort besser werden, können wir auch insgesamt besser werden.
In der abgelaufenen Saison hatten nur die Cleveland Brown ein schlechteres Paßspiel, als Denver.
Elway will auch die Line verstärken. Zu oft gerieten die eh nicht so guten Quarterbacks unter zu großen Druck.
 

Die besten Spieler der Woche 17
NFC
OFFENSE: WR CHRIS GODWIN, TAMPA BAY BUCCANEERS
7 gefangene Pässe für 111 Yards, 1 Touchdown.

DEFENSE: DE EZEKIEL ANSAH, DETROIT LIONS
3 Sacks

SPECIAL TEAMS: K HARRISON BUTKER, KANSAS CITY CHIEFS
5 von 5 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkte

AFC
OFFENSE: QB PHILIP RIVERS, LOS ANGELES CHARGERS
28 von 37 für 387 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: S KEVIN BYARD, TENNESSEE TITANS
2 Interceptions

SPECIAL TEAMS: WR/KR JUJU SMITH-SCHUSTER, PITTSBURGH STEELERS
1 Kickoffreturn über 96 Yards, 9 gefangene Pässe für 143 Yards

Mittwoch, 3. Januar 2018

Kurzberichte
palmer-carson-cardinalsNach 15 Jahren hat Carson Palmer (Bild) seinen Abschied aus der NFL verkündet.
Der Quarterback begann seine Karriere bei den Bengals. 2003 war er der erste Spieler, der in der Draft einberufen wurde.
Zunächst sah es so aus, als ob er eine steile Karriere vor sich hätte. Doch ein Kreuzbandriss, den er in seinem ersten Playoffspiel, bei seiner ersten Ballberührung, gegen die Steelers erlitt, bremste ihn aus. Fortan war Palmer nach seiner Genesung nur noch ein durchschnittlicher Quarterback.
Sieben Jahre blieb er in Cincinnati, bevor er für zwei Jahre zu den Raiders ging. 2013 ging er zu den Cardinals.
Dreimal wurde er in den Pro Bowl gewählt. 2015 führte er Arizona ins NFC Championship Spiel.
Arizonas Reise in die Playoffs 2014 verpaßte er mit einem Kreuzbandriss. 2017 verpaßte er die letzten neun Spiele mit einem gebrochenen Arm.
Palmer beendete seine Karriere mit einer Bilanz von 92-88-1 Siegen, 46.247 Yards, 294 Touchdowns, 187 Interceptions und einer Passerwertung von 87,9 Punkten.
Nach Head Coach Bruce Arians ging einen Tag später also auch der Quarterback in den Ruhestand.

Es gibt eine neue Steigerungsform für blöd: Blöd, Blöder, Bengals.
Sie gaben Head Coach Marvin Lewis erneut eine Vertragsverlängerung, dieses Mal über zwei Jahre. Damit bleibt er bis zum Ende der Saison 2019 in Cincinnati. Dabei hatte Lewis noch vor ein paar Wochen verkündet, daß er nach dieser Saison in den Ruhestand treten wollte.
Marvin Lewis wurde 2003 Head Coach der Bengals. Er ist nach Bill Belichick der zur Zeit dienstälteste Head Coach der Liga. Dabei ist er allerdings um Galaxien erfolgloser als der Head Coach der Patriots.
Lewis holte, die Überraschung letzten Sonntag gegen Baltimore eingerechnet, 125 Siege. Damit hat er genau so viele Siege, wie ein anderer erfolgloser Head Coach, der auch 125 reguläre Saisonspiele gewann, und in den Playoffs genauso jämmerlich versagte, wie Lewis: Jim Mora. Der hatte eine Playoffbilanz von 0-6 und wußte, wann es Zeit war, aufzuhören.
Lewis ist 0-7 in den Playoffs. Seine Bilanz, reguläre Saison und Playoffs mitgerechnet, weist 125-119-3 Siege aus.
Nur zum Vergleich, Bill Belichicks Bilanz: 237-115 in der regulären Saison und 26-10 in den Playoffs.

Bengals Quarterback Andy Dalton leitet eine Stiftung, die Geld für Kinder sammelt, die krank sind und spezielle Pflege brauchen.
Und diese Stiftung hat bis Dienstag über $100.000 von Spendern aus dem Raum Buffalo erhalten.
Damit bedanken sich die Fans der Bills für die unerwartete Schützenhilfe der Bengals. Nur ein Sieg Cincinnatis über die Ravens konnte Buffalo zum ersten Mal in diesem Jahrtausend in die Playoffs bringen.
Und Dalton warf in einem vierten Versuch zum Ende des Spiels hin, den entscheidenden Touchdownpass. Und so trudelten viele Spenden über genau $17 auf dem Konto von Daltons Stiftung ein. $17 für die 17 Jahre, die Buffalo nicht mehr in den Playoffs war.
Dalton sagte, daß der Strom der Spenden nicht nachläßt. „Wir können nicht genug dafür danken,“ meinte er. „Das ist unglaublich. Macht weiter.“

Blake Bortles kann sich weiterhin keinen Respekt bei gegnerischen Verteidigern verdienen.
Der Quarterback der Jaguars hatte Anfang bis Mitte Dezember einen unerklärlichen Höhenflug. Plötzlich sank seine Interceptionrate und die Zahl seiner vervollständigten Pässe nahm zu. Das ging so weit, daß er in diesen paar Wochen der beste Quarterback der Liga war.
Am letzten Sonntag wurde er wieder auf sein normales Maß zurückgestutzt.
Titans Defensive Tackle Jurrell Casey sagte nach dem Spiel über Bortles: „So lange Blake Bortles da als Quarterback steht, wenn er den Ball in der Hand hat, bekommt er Atemnot.“
Obwohl die Jaguars das ganze Spiel mit den Startern bestritt, konnte die Offense keinen Touchdown erzielen. Der einzige Touchdown der Jaguars kam von der Defense.
Die Jaguars haben zwar die Playoffs erreicht, und sie haben ein Heimspiel, aber das haben sie noch nicht gewonnen, auch wenn es nur Buffalo ist, das als Gast anreist.

Bei den Spielern, die in die Hall of Fame aufgenommen werden, geht es nur darum, was sie in der NFL getan und erreicht haben.
So kann auch jemand, der mutmaßlich als Mörder gilt, aufgenommen werden. So wie Ray Lewis.
Der Linebacker der Ravens wurde in einem Mordprozess nur zu minderen Strafen verurteilt, weil er sich der Irreführung der Justiz als schuldig bekannte. Gegen zwei Freunde, die auch an der Tötung zweier Männer, mit denen sie in Streit gerieten beteiligt waren, hat er nicht ausgesagt.
Zwei drohenden Zivilprozessen, bei denen es um $10 und $13 Millionen für die Hinterbliebenen der Opfer ging, konnte er entgehen, weil er sich mit den Hinterbliebenen außergerichtlich einigte.
Aber das alles zählt nicht, wenn es darum geht, in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen zu werden.
Und so gehört der mörderische Linebacker der Ravens zu den 15 Finalisten, aus denen demnächst die neuen Mitglieder der Ruhmeshalle ausgewählt werden.
Und Lewis wird unter ihnen sein. Es zählen nur sein Taten auf dem Platz, und die sind Hall of Fame würdig.

Es war ein knappes Rennen. So knapp, daß Kareem Hunt seinen Head Coach Andy Reid bat, ihn im letzten bedeutungslosen Spiel gegen die Broncos nicht zu schonen.
Der Rookie Running Back der Chiefs durfte spielen, und er wurde der zweite Rookie Running Back in aufeinanderfolgenden Jahren, der zum besten Running Back der Liga wurde. Letztes Jahr war es Ezekiel Elliott von den Cowboys.
Hunt erzielte 1.327 Yards und landete knapp vor Todd Gurley von den Rams, der auf 1.305 Yards kam. Der aber wurde von seinem Head Coach Sean McVay geschont und durfte nicht um die Krone der Running Backs kämpfen.

Sechs Teams droht das Schicksal, Hauptdarsteller der nächsten Hard Knocks Staffel zu werden.
Nicht alle Teams mögen diese Ablenkung der ewig um sie herumschwirrenden Kameraleute während der Vorbereitungszeit.
Die sechs möglichen Teams sind: 49ers, Broncos, Browns, Chargers, Ravens und Redskins.

Von Tom Bradys Ersatzmann zum bestbezahlten Spieler der NFL?
Das könnte Jimmy Garoppolo passieren.
Der Quarterback kam, spielte und siegte. Zunächst hatte 49ers Head Coach Kyle Shanahan nicht die Absicht, den Quarterback, der während der laufenden Saison nach San Francisco kam, einzusetzen. Er hatte die Befürchtung, daß der Quarterback das zu komplexe Spielsystem nicht verstehen und erfolgreich umsetzen könnte.
Doch da lag der Head Coach völlig falsch. Garoppolo führte die am Boden liegenden 49ers zu fünf Siegen in Folge. Darunter waren auch drei Playoffteams.
In diesen fünf Spielen und Siegen erzielte Garoppolo 1.560 Passyards und 7 Touchdowns.
Und das ist schlecht für San Francisco. Um ihn zu halten, werden sie tief, sehr tief, in die Tasche greifen müssen. Garoppolo hatte nur einen Vertrag bis Saisonende und ist ein Free Agent.
General Manager John Lynch weiß, daß der Quarterback jetzt teuer wird, will ihn aber auf jeden Fall behalten. Hier stehen harte Verhandlungen an, zum Vorteil von Jimmy Garoppolo, wie man annehmen kann.

Die Packers haben ein neues Betätigungsfeld für Ted Thompson gefunden.
Als General Manager wurde er abgesetzt, aber als Berater der Packers Football Operationen bleibt er dem Team erhalten.
Bereits im Verlauf der Saison hatte Head Coach Mike McCarthy eine Vertragsverlängerung über ein Jahr unterschrieben, wie erst jetzt bekannt wurde.

Bei einer „Schubserei“ vor einer Bar an Silvester, fiel Steelers Offensive Coordinator Todd Haley zu Boden und wurde an der Hüfte verletzt.
Haley soll aber keine Trainingseinheit verpassen, wie es heißt.

„Mein Mann ist Nick Foles, Ende der Geschichte,“ antwortete Eagles Head Coach Doug Pederson auf die Frage, ob Nate Sudfeld nicht vielleicht der bessere Quarterback für die Playoffs wäre?
In einem Spiel gegen Dallas, das als eins der grauenvollsten Spiele aller Zeiten in die Geschichte der NFL eingehen dürfte, versagte Foles völlig. Er bekam den Job des Starters, weil er Spielpraxis brauchte. Die Eagles hätten ihn schonen können, weil das Spiel völlig bedeutungslos war, aber er sollte an seiner Abstimmung mit den Receivern arbeiten.
Doch nachdem er nur vier seiner 11 Pässe für 39 Yards vervollständigen konnte und eine Interception geworfen hatte, kam Sudfeld für ihn ins Spiel.
Seine Statistik: 19 von 23 für 134 Yards.

Der Lazarettreport
Die Vikings haben drei brauchbare Quarterbacks. Case Keenum bleibt der Starter, davon kann man ausgehen.
Teddy Bridgewater hat sich schon vor ein paar Wochen als geheilt zurückgemeldet.
Am Dienstag nahm Sam Bradford wieder am Training teil. Er wurde im November am Knie operiert.

Die Falcons setzten Guard Andy Levitre mit einer Achillessehnenverletzung auf die Verletztenliste.
Ein herber Verlust für die Playoffs.

Dienstag, 2. Januar 2018

Das lustige Trainerfeuern.
lewis-marvin3Bitte einsteigen und gut festhalten, es geht rund auf dem Trainerkarussell, unentschlossene Wendehälse eingeschlossen.
Chuck Pagano und Jack Del Rio wurden ja sofort nach ihren letzten Spielen gefeuert.
Marvin Lewis (Bild) scheint von seinem Vorhaben, die Bengals freiwillig von ihm zu erlösen, anscheinend nichts mehr wissen zu wollen.
Der unerwartete Sieg gegen die Ravens, der Baltimore die Playoffteilnahme kostete, hat da wohl mitgewirkt.
Teambesitzer Mike Brown sagte, daß Lewis kein Zeitlimit hat, um zu einer Entscheidung zu kommen.

Sicher ist sich dagegen Bruce Arians.
Der Head Coach der Cardinals geht in den Ruhestand. Fünf Jahre führte er das Team, zunächst mit Erfolg und Playoffauftritten. Er ist sogar der amtierende, siegreichste Head Coach in der Geschichte des Teams. Mit 50 Siegen hat er einen mehr als Ken Whisenhunt geholt. Doch der wurde in Arizona gefeuert, weil er anhaltend erfolglos war.
Auch Arians, wäre wohl entlassen worden, wäre er nicht von sich aus gegangen. Damit wurde er der erste Head Coach der Cardinals, der auf eigenen Wunsch ging und nicht gefeuert wurde.
Arians holte 50-32-1 Siege inklusive 1-2 Siegen in den Playoffs.

Die Bears feuerten John Fox nach drei Saisons.
In keiner der drei Jahre kamen die Bears auf über 50% Siege.
General Manager Ryan Pace kann bleiben. Er erhielt sogar eine Vertragsverlängerung bis zum Ende der Saison 2021.

Die Lions feuerten Jim Caldwell nach vier Saisons.

Die Broncos werden Vance Joseph nicht nach seiner Rookiesaison feuern. Vielleicht hat General Manager John Elway eingesehen, daß er dem ärmsten keine NFL-taugliche Offense so ganz ohne brauchbaren Quarterback zusammengestellt hat?
Jedenfalls sagte Elway der Presse, daß er und Joseph ein langes, konstruktives Gespräch geführt hätten. Zusammen würden sie jetzt daran gehen, ein gutes Team, das auf allen Positionen verbessert wird, zusammenzustellen.

Auch Assistenztrainer und General Manager mußten gehen.
Die Packers gaben General Manager Ted Thompson einen neuen Job in der Organisation. Er hatte den Job des General Managers seit 2005.
Doch er stand in der Kritik, weil er kaum auf dem Markt der Free Agents tätig wurde. Er suchte neue Spieler fast nur über die Draft.
Über seine neuen Aufgaben wurde noch nichts mitgeteilt.
Die Packers feuerten Defensive Coordinator Dom Capers, defensive Line Coach Mike Trgovac und Inside Linebackers Coach Scott McCurley.

Ravens Defensive Coordinator Dean Pees ist in den Ruhestand getreten.

Kurzberichte
„Das war die niederschmetterndste Niederlage meiner Karriere,“ meinte Ravens Pass Rusher Terrell Suggs zu der Klatsche gegen die Bengals. „Es ist wie ein böser Traum.“
Ja `gewinn und Du bist drin` hieß es für Baltimore.
Und man war nah dran.
Doch am Ende stand der Sturz ins Nichts.
„15 Jahre als Raven, und das war die erschütterndste Niederlage. An die werde ich mich ewig erinnern.“
Und die Bills feiern. Durch diesen doch etwas unerwarteten Ausrutscher Baltimores kamen sie zum ersten Mal in diesem Jahrtausend in die Playoffs.

James Harrison ist mit seinem Einstand bei den Patriots zufrieden.
Kann der Linebacker, der bis letzte Woche noch im Kader der Steelers war, auch sein.
Der 39-jährige spielte in 34 Spielzügen. In Pittsburgh stand er 2017 in 38 Spielzügen überhaupt auf dem Platz.
Harrison erzielte gegen die Jets zwei Sacks und fünf Tackles.

„I´ll be Back,“ meinte Jason Witten.
Und das ist in diesem Fall keine Drohung. Der Tight End hat seine 15. Saison als Cowboy beendet und liebt das Spiel zu sehr, um aufzuhören.
Und Dallas kann diesen zuverlässigen Ballfänger immer noch gut brauchen.
Witten möchte erst aufhören, wenn er sich einen Super Bowl Ring überstreifen kann.
Ups... das kann dauern.

Die Redskins gaben Quinton Dunbar eine Vertragsverlängerung.
Der zum Receiver umfunktionierte Cornerback unterschrieb für weitere drei Jahre und $10,5 Millionen von denen $5,25 Millionen garantiert sind.

Und schon steht fest, wer nächstes Jahr gegen wen spielen wird.
Die Übersicht dazu gibt es HIER...

Der Lazarettreport
Bills: Running Back LeSean McCoy könnte mit seinem verletzten Knöchel gegen die Jaguars spielen, heißt es aus Buffalo.

Panthers: gegen die Falcons konnte Running Back Jonathan Stewart wegen Rückenschmerzen nicht spielen. Gegen die Saints soll er wieder einsatzbereit sein.

Montag, 1. Januar 2018

Die NFL 2017 - Woche 17 - Das Ende
Die Würfel sind gefallen, die letzten Entscheidungen getroffen.
So sieht das Wild Card Wochenende aus:
Samstag, Jan. 6
Nr. 5 Tennessee Titans at Nr. 4 Kansas City Chiefs, 22:35 Uhr (ESPN/ABC)
Sonntag, Jan. 7
Nr. 6 Atlanta Falcons at Nr. 3 Los Angeles Rams, 2:15 Uhr (NBC)
Nr. 6 Buffalo Bills at Nr. 3 Jacksonville Jaguars, 19:05 Uhr (CBS)
Nr. 5 Carolina Panthers at Nr. 4 New Orleans Saints, 22:40 Uhr (FOX)

Und wie kam es dazu?
brady-tom02Die Patriots hatten im bitterkalten New England keine Mühe mit den Jets. Es war so kalt, daß Pats Quarterback Tom Brady (Bild) einen kälteschützenden Taucheranzug unter seiner Uniform trug. Und das ist kein Scherz.
Vielleicht hat der ihn etwas behindert, denn berauschend fällt seine Statistik nicht aus: 18 von 37 für 190 Yards, 2 Touchdowns.
Das reichte zu einem 26:6 Sieg. Damit erspielten die Patriots sich zum achten Mal in Folge ein freies Wochenende in den Playoffs, und sie haben Heimrecht.
New England schonte keine Starter. Tight End Rob Gronkowski wurde aber nur spärlich eingesetzt und fing nicht einen Paß. Tom Brady wurde im letzten Viertel geschont.

Moral, Disziplin und Siegeswille, das brachten die Browns mit nach Pittsburgh. Die Steelers schonten viele Starter, und so kam Cleveland tatsächlich in die Nähe eines Sieges. Aber auch nicht weiter, denn auch gegen die zweite Garnitur der Steelers reichte es nicht zum ersten und einzigen Sieg in dieser Saison.
Pittsburgh gewann denkbar knapp mit 28:24. Damit sicherten sie sich ein freies Wochenende.
Und die Lions Fans „trauerten“. Ihr Team von 2008 ist nun nicht mehr das Einzige, das eine ganze Saison von Woche 1 bis 16 ohne einen einzigen Sieg blieb.
Trotz des 0-16 und der Bilanz von 1-31 in zwei Saisons, wollen die Browns Head Coach Hue Jackson behalten.
Auch wenn die Browns sich den 0-16 Rekord mit den Lions teilen müssen, stellten sie doch einen eigenen Rekord auf. Noch nie zuvor in der Geschichte der NFL hatte ein Team über zwei Saisons eine 1-31 Bilanz.

Mensch, da waren sie doch wieder, die miesen Jaguars, die man kannte.
Quarterback Blake Bortles, von wem auch immer er im Dezember dargestellt wurde, spielte wieder wie der Blake Bortles, den man so sehr liebt... als Gegner der Jaguars.
Er vervollständigte nur 15 seiner 34 Pässe für 158 Yards, 0 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Ja, das kennt man.
Die Defense war noch nicht mal gut genug, um die unterdurchschnittliche Offense der Titans zu stoppen. Quarterback Marcus Mariota vervollständigte 12 seiner 21 Pässe für 134 Yards und 1 Touchdown.
Das reichte zu einem knappen 15:10 Sieg und dem Einzug in die Playoffs.
Der 30:10 Sieg der Chargers gegen Oakland wurde damit nutzlos.
Einzig Buffalo oder die Ravens konnten sich noch den letzten offenen Wild Card Platz sichern.

Die Bills waren zuletzt 1999 in den Playoffs. Seitdem war jedes Team der anderen großen Sportligen der USA, NBA, NHL, MLB, wenigstens einmal in den Playoffs.
Nur die Bills aus der NFL nicht.
Das wollte man ändern.
Die Dolphins begannen mit Quarterback Jay Cutler, setzten ihn aber nach nur einer Angriffsserie auf die Bank. Seine Bilanz: 1 von 2 für 6 Yards.
David Fales kam für ihn ins Spiel und kam auf 29 von 42 für 265 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception.
Tyrod Taylor von den Bills kam auf 19 von 27 für 204 Yards und 1 Touchdown.
Viel Mühe hatten die Bills zunächst nicht mit den Dolphins und die erste Halbzeit ging mit 10:0 an Buffalo.
Einen Schreck erlebten die Bills, als Running Back LeSean McCoy mit einer Knöchelverletzung ausfiel.
Der zweite Durchgang ging mit 16:12 an die Dolphins, die beinahe noch zu einem Sieg hätten kommen können.
Doch Buffalo ging als glücklicher 22:16 Sieger vom Platz, nachdem sie zwischenzeitlich schon mit 22:9 geführt hatten.
Vorzeitig vom Platz gingen zwei Spieler der Dolphins im letzten Viertel, weil sie handgreiflich wurden, Running Back Kenyan Drake und Wide Receiver Jarvis Landry.
Als die Bills nach dem Spiel in die Kabine gingen, schalteten sie sofort den Fernseher ein, denn auch wenn sie ihren Teil geschafft hatten zum Erreichen der Playoffs, hing es für sie vom Ausgang des Spiels Bengals at Ravens ab, ob der Sieg etwas nutzte?
Cincinnati mußte gegen die Ravens gewinnen. Bei einem Sieg Baltimores wäre Buffalos Sieg unwichtig geworden.

Trotz des Tumults bei den Bengals um Head Coach Marvin Lewis, der wohl zum letzten Mal das Team betreute, zeigten die Bengals Moral, Disziplin und Siegeswillen. Mit einer mehr als verdienten 17:10 Führung gingen sie in die Halbzeitpause.
Quarterback Andy Dalton hatte einen hervorragenden Tag erwischt und kam auf eine Bilanz von: 23 aus 44 für 22 Yards und 3 Touchdowns.
Joe Flacco, der vor der Halbzeit mehr als mies spielte, berappelte sich und kam auf 25 von 47 für 203 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception.
Nach hartem Kampf ging Baltimore knapp neun Minuten vor Spielende mit 27:24 in Führung.
Die Bengals schienen die Lust am Spiel verloren zu haben.
Nachdem die Mannschaften Punts ausgetauscht hatten, waren noch 2:43 auf der Uhr. Cincinnati startete von der eigenen 10.
Die Bengals marschierten unter der Führung von Quarterback Dalton bis an die 49 der Ravens. Es waren noch 53 Sekunden zu spielen, und es hieß vierter und 12 für die Bengals. 4. und 12 gegen eine der besten Verteidigungen der Liga, in deren Stadion und gegen ein Team, das bis in die Haarspitzen motiviert war, denn die Playoffs waren zum Greifen nah.
Dalton paßte über die Mitte. Wide Receiver Tyler Boyd fing den Ball und rannte durch die wie geschockt wirkenden Verteidiger in die Endzone. Der Extrapunkt saß und es stand 44 Sekunden vor Spielende 31:27 für Cincinnati.
Baltimore kam noch bis an die eigene 23, wo es vierter und 14 hieß.
Hatten die Bengals nicht gerade so einen Versuch erfolgreich abgeschlossen?
In Buffalo und Baltimore hielt man die Luft an. Flacco paßt zu Watson, der 13 Yards erzielt.
Die Umkleide der Bills in Miami explodiert förmlich.
Einige Fans in Buffalo machen sich in Eiseskälte auf zum Flughafen, um ihr Team zu begrüßen. Etwa 40 Autos wurden auf dem Besucherparkplatz gezählt.
Baltimore hat es vergeigt, Buffalo hat es geschafft.

In der NFC schafften die Saints es, sich gegen die Buccaneers zu blamieren. Sie verloren mit 24:31.
Die NFC South konnten sie trotzdem gewinnen, denn die Panthers verloren mit 10:22 in Atlanta. Die Falcons hatten die Playoffs aus eigener Kraft gesichert.
Damit wurde auch das Schicksal der Seahawks besiegelt. Atlanta hätte verlieren müssen, damit Seattle mit einem Sieg über Arizona noch in die Playoffs hätte kommen können.
Aber die Seahawks verloren Zuhause gegen die Cardinals 24:26 und beendeten eine verkorkste Saison voller Verletzungspech.

Die Vikings besiegten die Bears mit 23:10.
In Runde 1 haben sie spielfrei und mit etwas Glück sogar zwei Heimspiele bis zum Super Bowl im eigenen Stadion.
Mit dem, was die Eagles bei der 0:6 Niederlage gegen die Cowboys zeigten, können sie in zwei Wochen keinen Blumentopf gewinnen, gegen wen auch immer.
Sie gehen zwar als Nr. 1 der NFC in die Playoffs und haben Heimrecht in allen Spielen, doch wenn sie in der Divisional Runde verlieren, und Minnesota gewinnt, dann haben die Vikings im NFC Endspiel Heimrecht.

Nach den Wild Cards geht es wie folgt weiter:
Divisional Round
Samstag, Jan. 13
New Orleans/Carolina/Atlanta at Philadelphia Eagles, 22:35 Uhr. (NBC)
Kansas City/Tennessee/Buffalo at New England, 2:15 Uhr. (CBS)
Sonntag, Jan. 14
Jacksonville/Kansas City/Tennessee at Pittsburgh Steelers, 19:05 Uhr. (CBS)
Los Angeles Rams/New Orleans/Carolina at Minnesota Vikings, 22:40 Uhr. (FOX)

Championship Sunday
Sonntag, Jan. 21
AFC Championship Game, 21 Uhr. (CBS)
NFC Championship Game, 00:30 Uhr. (FOX)

Kurzberichte
Nicht lange gewartet haben die Colts. Nur Minuten nach ihrem letzten Spiel, einem 22:13 Sieg gegen die Texans, feuerten sie Head Coach Chuck Pagano. Er war sechs Jahre Head Coach in Indianapolis.
Etwas länger dauerte es in Oakland, etwa ein Stunde. Da wurde Head Coach Jack Del Rio gefeuert. Er war drei Jahre in Oakland und kam auf 25-23 Siege.
Ob wirklich Jon Gruden das Team übernimmt, wird man sehen.
Haben will man in wohl bei den Raiders. Sie boten ihm eine Teilhaberschaft am Team an, und ein Gehalt von über $10 Millionen im Jahr.
Das erste Wild Card Spiel wird am Samstag von ESPN übertragen. Ob Gruden dann noch als Analyst tätig ist?

Texans General Manager Rick Smith gönnte sich eine ausgedehnte Auszeit. Das gab er nach dem letzten Spiel gegen die Colts bekannt.
Er möchte seiner Frau beistehen, die an Brustkrebs operiert wurde.
Smith ist seit 2006 General Manager in Houston.

Die Dolphins wollen Head Coach Adam Gase und andere Verantwortliche des Teams behalten.
Das sagte Teambesitzer Stephen Ross nach der Niederlage gegen Buffalo.

 

 

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