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was heißt das Alles?
Was bedeuten diese Begriffe?
In der Rubrik “Football erklärt” erfahren Sie es.

Hier werden alle Mysterien entwirrt, hier wird alles erklärt, wirklich Alles!

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Freitag, 17. November 2017

Die NFL 2017 - Woche 11 - Der Donnerstag
roethlis200
Dilly, dilly!
Kann es sein, daß Steelers Quarterback Ben Roethlisberger (Bild) diesen neuen Trinkspruch wirklich verwendet hat, um eine Spielzugänderung anzukündigen?
Doch, ja, klang so. Fans, die oft die Originalwerbung in den Spielen sehen, wissen, worum es geht. Big Ben soll den Spruch im letzten Viertel gebracht haben und damit die Defense der Titans durcheinandergebracht haben. Als wäre die zu dem Zeitpunkt nicht eh schon schwindelig gespielt gewesen.
In der ersten Halbzeit spielte Pittsburgh wie die Steelers aus den Vorwochen, schlecht und unkonzentriert. Das änderte sich im zweiten Durchgang.
Beim Stand von 16:7 für Pittsburgh, hatten die Titans den ersten Spielzug in der zweiten Halbzeit. Marcus Mariota feuerte einen 75 Yards Touchdownpass zu Wide Receiver Rishard Matthews. Hoffnung keimte auf, daß der Zuschauer jetzt endlich ein richtiges Footballspiel geboten bekommt.
Aber dafür drehten die Steelers zu sehr auf. Sie ließen den Titans, nachdem die noch zu einem Field Goal kamen, nicht den Hauch einer Chance mehr.
Pittsburghs Offense spielte so, wie man es von Superstar Ben Roethlisberger, dem mutmaßlich besten Wide Receiver der Liga, Antonio Brown, und Running Back LeVeon Bell, der in der nächsten Saison nicht unter $12 Millionen spielen will, erwarten durfte.
Nun gut, Bell blieb weit unter seinen Möglichkeiten mit 46 Laufyards, aber Brown, der einen der besten Touchdownpässe der Saison fing, machte diesen Ausfall wett. Er kam auf 144 Passyards und 3 Touchdowns.
Quarterback Ben Roethlisberger hatte eine Bilanz von 30 aus 45 für 299 Yards und 4 Touchdowns.
Ganz anders Marcus Mariota von den Titans: 22 von 33 für 306 Yards, 1 Touchdown und ganze 4 Interceptions.
Pittsburgh gewann 40:17.
In der Form der zweiten Halbzeit sind die Steelers verdienter 8-2 Spitzenreiter der AFC North. Es müßte schon unglaubliches passieren, um ihnen den Platz wegzunehmen. Baltimore ist mit nur 4-5 Siegen zweitplazierter.
Völlig unverständlich ist, wie die Titans auf 6-4 Siege kommen konnten. Mit 222 erzielten und 253 kassierten Punkten haben sie ein sattes negatives Punkteverhältnis.
Mit 6-3 liegen die Jaguars jetzt auf Platz 1 der AFC South. Und da der nächste Gegner Cleveland ist, wird da wohl ein 7-3 draus.
Na dann: „Dilly, dilly!“

 

Kurzberichte
Der ehemalige Spieler, an dessen Gehirn bereits zu Lebzeiten CTE entdeckt wurde, ist identifiziert. Es war Vikings Linebacker Fred McNeill. Er spielte 12 Jahre für Minnesota.
2005 starb er im Alter von 63 Jahren. Auf seinen Röntgenbildern konnte der Verlauf der Hirnschädigung nachvollzogen werden.

Michael Vick hat seine Schulden bald abbezahlt. Der ehemalige NFL Quarterback mußte 2008 seinen Bankrott anmelden. Damals saß er im Gefängnis, wegen Tierquälerei.
Bis jetzt hat er 99% dessen, was er zahlen mußte, gezahlt. Das wäre ungewöhnlich sagte der Aufseher über das Verfahren. Von den $17,8 Millionen, die Vick zahlen mußte, hat er $17,46 Millionen gezahlt. Den kleinen Rest wird er auch noch schaffen.

Und damit schönes Wochenende. Bis Montag.

Donnerstag, 16. November 2017

Kurzberichte
taylor-tyrod2Gucken wir mal in die Statistik. Da muß man schon ganz schön weit nach unten scrollen, wenn man Tyrod Taylor (Bild) entdecken will. 163 von 254 für 1.684 Yards, nur 10 Touchdowns, aber auch nur 3 Interceptions. Ein völlig durchschnittlicher NFL Quarterback also.
Doch Durchschnitt reicht anscheinend nicht mehr, um die Bills zu führen. Deshalb setzte Head Coach Sean McDermott ihn auf die Bank und startet mit Rookie Nathan Peterman gegen die Chargers.
Buffalo verlor die letzten beiden Spiele und zwar deutlich.
Noch am Montag sprach der Head Coach seinem Quarterback das Vertrauen aus. Das verlor er aber wohl in der Folgezeit. Eine Entscheidung, die Taylor absolut geschockt hat, und mit der er nicht einverstanden ist. Das sagte er denn auch in einer Pressekonferenz.
Peterman kam in der fünften Runde der letzten Draft zu den Bills. Er ist also nicht gerade ein Top-Spieler. In der Müllzeit des letzten Spiels gegen die Saints führte er Buffalo noch zu einem Touchdown. Dabei harmonierte er mit Neuzugang, Wide Receiver Kelvin Benjamin. Ob das reicht?
Man wird sehen, wie dieses Experiment endet?

Bei der CTE Forschung scheint es einen echten Durchbruch gegeben zu haben.
Zum ersten Mal wurde diese Schädigung im Gehirn bei einem lebenden Ex-Spieler nachgewiesen. Dieser Spieler ist zwar mittlerweile tot, aber ein Gehirnscan der vier Jahre vor seinem Tod gemacht wurde, zeigte die Auffälligkeiten bereits, die nach seinem Tod bei einer Untersuchung bestätigt wurden.
Julian Bailes, der Ko-Direktor des NorthShore University HealthSystem in Evanston, Illinois, der mit Wissenschaftlern der UCLA zusammenarbeitet, ist sicher, daß das ein gewaltiger Fortschritt ist.
CTE verläuft nach nachweisbaren Mustern, die jetzt bereits am lebenden Gehirn nachgewiesen werden können. Es sind natürlich noch viele weitere Untersuchungen nötig, um dieses bisherige, einmalige, Ergebnis zu festigen, aber es besteht berechtigte Hoffnung.

Die Mitglieder des Komitees, das den nächsten Vertrag mit NFL Commissioner Roger Goodell verhandelt, finden das Benehmen von Cowboys Besitzer Jerry Jones abträglich. Er würde den besten Interessen der Liga entgegenhandeln.
Das teilten die Mitglieder des Komitees Jones in einem Brief mit.
Sie forderten ihn auf, mit den wie auch immer motivierten Aktionen gegen Goodell aufzuhören. Und tatsächlich haben einige Teambesitzer Jones nahegelegt, sein Team zu verkaufen.
Nun, der wie auch immer motivierte Grund hat seine Suspendierung mittlerweile akzeptiert.
Running Back Ezekiel Elliott teilte mit, daß er keinen weiteren Gerichtstermin anstrebt, um seine Suspendierung zu stoppen, oder zu kürzen. Damit hat er noch fünf Spiele Sperre vor sich. Erst am 24. Dezember gegen Seattle darf er wieder spielen.
Elliott will seine Kraft darauf konzentrieren, zu beweisen, daß er von der Justiz von den Vorwürfen häuslicher Gewalt zu Recht freigesprochen wurde, und daß seine Suspendierung ein Akt völliger Hysterie Goodells war. Auf keinen Fall wäre der Verzicht auf weitere Gerichtstermine irgendeine Art von Schuldeingeständnis.
Elliott wird sich fit halten und trainieren, um Dallas nach seiner Suspendierung wieder mit vollen Kräften helfen zu können. Ob die Cowboys allerdings in die Playoffs einziehen, darf bezweifelt werden. Mit zur Zeit nur 5-4 Siegen kann man in der harten NFC keinen Wild Card Platz belegen.

Die besten Spieler der Woche 10
AFC
OFFENSE: QB TOM BRADY, NEW ENGLAND PATRIOTS
25 von 34 Pässen für 266 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: CB AJ BOUYE, JACKSONVILLE JAGUARS
1 Interception, den er über 51 zurücktrug

SPECIAL TEAMS: KR/RB DION LEWIS, NEW ENGLAND PATRIOTS
Er trug 1 Kickoff über 103 Yards zum Touchdown zurück.

NFC
OFFENSE: QB CAM NEWTON, CAROLINA PANTHERS
21 von 35 Pässen für 254 Yards, 4 Touchdowns und 5 Läufe für 95 Yards

DEFENSE: DE ADRIAN CLAYBORN
6 Sacks

SPECIAL TEAMS: K GREG ZUERLEIN, LA RAMS
4 von 4 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte

Mittwoch, 15. November 2017

Kurzberichte
roethlisb9Kann man vom kommenden Donnerstagsspiel endlich mal was erwarten?
Immerhin treffen mal zwei Teams mit positiver S/N Bilanz aufeinander. Die Steelers mit 7-2 und die Titans mit 6-3 Siegen. Doch aufgepasst, die Steelers gewinnen zwar, aber sie zeigen keinen schönen Football. Und die Titans haben trotz ihrer 6-3 Bilanz 205 Punkte gemacht und 213 kassiert, liegen also mit acht Punkten im Minus.
Das deutet wieder nicht auf ein sehenswertes Spiel hin.
Doch die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Immerhin findet man Steelers Quarterback Ben Roethlisberger (Bild) mit 2.298 Passyards auf Platz fünf der aktuellen Statistik.
Um Marcus Mariota zu finden, muß man aber sehr viel weiter unten suchen. Er liegt mit 1.783 Passyards auf Platz 14. Beide Teams führen ihre Divisionen an. Doch was bedeutet das schon in der schwachen AFC?

Die Teams in der NFC haben es schwer. Keins der 5-4 Teams aus der NFC wäre zur Zeit in den Playoffs. Die Konkurrenz in der NFC ist zu stark. Vier Teams haben sieben Siege und eins acht.
In der AFC sieht das anders aus. Hier wären die Bills momentan mit 5-4 Siegen ein Wild Card Team nach zwei hohen Niederlagen in Folge. Nur zwei Teams haben sieben Siege, und keines acht.
Nur sechs Teams in der NFC haben eine negative Bilanz, in der AFC sind es 10.
Beim Punkteverhältnis ist es auch die AFC, die die Nase hinten hat. Die Giants haben 88 Punkte mehr kassiert, als sie erzielt haben. Die Colts haben ein Verhältnis von –101. Selbst die Tennessee Titans, die die gewohnt miese AFC South anführen, haben acht Punkte mehr kassiert, als sie erzielt haben. 
Doch grau ist alle Theorie. Wie sieht es in der Praxis aus? Wie sieht es beim direkten Kräftevergleich aus?
Hier haben die NFC Teams einen 24:14 Vorteil in dieser Saison. Allein in den letzten drei Wochen haben die NFC Teams 10 mal gegen AFC Teams gewonnen und nur einmal verloren, mit dem überzeugenden Punktestand von 371:206. Nur die Lions haben gegen die Steelers verloren, in einem Spiel, in dem sie nach dem Verlauf hoch hätten gewinnen müssen.
Dieser Kräftevorteil ist nicht neu. Jahrelang hat die NFC die AFC dominiert. In den letzten paar Jahren hat sich das Verhältnis etwas verschoben und die AFC konnte mithalten, aber jetzt dominiert wieder die NFC.
Ob sich das bis in den Super Bowl zieht, kann man bezweifeln. Die Patriots könnten durchaus in der Lage sein, die Eagles im Spiel der Spiele zu schlagen. Die letzten drei Super Bowls gingen an die Patriots, Broncos und Patriots.

Die Patriots kämpften sich nach oben.
Im Ranking der 32 Teams krebsten sie einige Zeit unter ferner liefen mit. Doch in der neuesten Ausgabe belegen sie Platz zwei, hinter den Philadelphia Eagles.
Auf Platz drei findet sich ein Team, das unschönen Football spielt, aber dennoch sieben Siege einfuhr, die Pittsburgh Steelers.
Platz vier gehört der explosiven Offensesensation aus LA, den Rams. Was für einen Fortschritt sie zu der letzten Saison unter Head Coach Jeff „7-9“ Fisher gemacht haben, das ist fast unglaublich.
Auf den nächsten Plätzen bis Nr. 10 folgen die: Saints, Panthers, Chiefs, Vikings, Jaguars und Titans.

Das neueste Gerücht: Die 31 anderen Teambesitzer sollen Jerry Jones nahegelegt haben, die Cowboys zu verkaufen.
„Lächerlich“, nannte Jones das in seiner regelmäßigen Radiosendung. Nicht ein einziger seiner Kollegen hätte ihm diesen Vorschlag gemacht.

Die Vikings finden es nicht gut, daß Greg Olsen als Co-Kommentator für das Spiel der Rams gegen Minnesota von FOX eingeladen wurde.
Die Vikings sind in Woche 14 Gegner der Panthers, und dann könnte der zur Zeit noch verletzte Tight End Carolinas wieder einsatzbereit sein. Seine Insiderkenntnisse, die er aus seiner Tätigkeit als Co-Kommentator erhalten könnte, könnten dann gegen Minnesota genutzt werden.
FOX lehnte das Ersuchen Minnesotas, Olsen das Spiel nicht kommentieren zu lassen, ab. Olsen selber sagte, daß er vor dem Spiel nicht zum Training der Vikings gehen würde, wie es eigentlich sonst üblich ist. Auch zu Produktionsvorbereitungen mit Spielern und Trainern würde er nicht gehen. Olsen will sich nur durch das Studium von Filmen auf das Spiel vorbereiten, gerade so, wie er es eh vor einem Spiel machen würde.
Etwas komisch ist das Ganze aber schon.

Die Saints verpflichteten einen neuen Running Back. Sie holten sich Jonathan Williams aus dem Trainingsteam der Broncos.

Flexibel muß man sein. Deshalb setzte die NFL das Spiel der Saints gegen die Rams in Woche 12 von 22:05 Uhr auf 22:25 Uhr, und es wechselt von FOX zu CBS.
Tennessee at Indianapolis bleibt auf 19 Uhr, wechselt aber von CBS zu FOX.
Das bedeutet aber auch, daß Packers at Steelers das Sunday Night Football Spiel bleibt.
Eigenartig!
In Woche 13 wird es in der NFC South spannend. Deshalb wechselt das Spiel der Panthers gegen die Saints von 19 Uhr auf 22:25 Uhr.
Denver at Miami bleibt auf 19 Uhr, wechselt aber von CBS zu FOX.
Der Luftkampf der Eagles bei den Seahawks bleibt das Sunday Night Football Spiel.

Der Lazarettreport
Panthers: Wide Receiver Curtis Samuel wurde mit einer Knöchelverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Colts: Dr. Allen Sills wehrt sich gegen Vorwürfe von Außen. Der Chefmediziner der NFL sagte der Presse, daß Colts Quarterback Jacoby Brissett das Gehirnerschütterungsprotokoll während des Spiels gegen Pittsburgh korrekt durchlaufen hat. Die Verantwortlichen des Teams und der unabhängige Traumaspezialist hätten Brissett untersucht, nachdem der hart am Kinn getroffen wurde. Der Quarterback zeigte keine Auffälligkeiten und kam zurück ins Spiel. Nach der Partie allerdings wurde er dann doch ins Gehirnerschütterungsprotokoll aufgenommen. Das läge daran, daß sich bei manchen Menschen erst einige Zeit nach einer Kopfverletzung die Symptome zeigen, sagte Sills.
Doch es wäre klar, daß man nach besseren Diagnosewerkzeugen forschen müßte.

Redskins: Running Back Rob Kelly wurde mit Knie und Knöchelverletzungen auf die Verletztenliste gesetzt.

Browns: Sie setzten Linebacker Jamie Collins mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Seahawks: Sie setzten Cornerback Richard Sherman und Running Back CJ Prosise auf die Verletztenliste.

Dienstag, 14. November 2017

Kurzberichte
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Jerry Jones (Bild) ist nicht mehr so mächtig, wie er früher einmal war.
Der Besitzer der Cowboys ist der Meinung, daß er gegen den Vorsitzenden der Liga, Roger Goodell, vorgehen kann. Doch die anderen Teambesitzer warnten Jones, daß sein privater Feldzug gegen den Commissioner langsam aber sicher enden sollte. Sie drohten Jones sogar Strafen an, wenn er nicht aufhören sollte. Den Cowboys könnten Draftpicks entzogen werden, Jones könnte suspendiert werden, und hohe Geldstrafen drohen, wenn Jones weiter gegen Goodell intrigieren sollte.
Zukunftsmusik, Theaterdonner?
Möglich, aber Jerry Jones sollte die Warnung ernst nehmen. Nur weil Goodell Elliott suspendiert hat, obwohl der strafrechtlich reingewaschen ist, sehen die andere 31 Teambesitzer nicht ein, warum sie Gegen Goodell sein sollten. Noch keine Sportliga auf diesem Planeten wurde so reich, wie die NFL unter Goodell. Und deshalb werden die anderen 31 nicht wirklich etwas gegen ihn unternehmen wollen.
Roger Goodell wird seinen neuen Vertrag bekommen. Und der nächste Tarifvertrag der NFL mit der NFLPA wird dann hart umkämpft, wenn es um die viel zu umfassenden Rechte Goodells geht.

Auch auf dem Platz ist die Dominanz der Cowboys (Offenseline) vorbei. Head Coach Jason Garrett hatte sich verrechnet, als er dachte, daß er ohne Running Back Ezekiel Elliott das Spiel einfach auf den Schultern von Quarterback Dak Prescott abladen kann. Das hätte unter Umständen klappen können, wenn nicht außer Elliott auch noch Left Tackle Tyrone Smith gefehlt hätte. Der Beschützer von Prescotts blinder Seite wurde durch Chaz Green ersetzt, was nicht gut ging.
Das nutzte Falcons Pass Rusher Adrian Clayborn hemmungslos aus. Er sackte Prescott sechs mal und verdiente sich damit einen Bonus von $750.000. Der stand ihm vertraglich zu, wenn er in der Saison 2017 acht Sacks erzielt. Was er schon jetzt erreicht hat. Noch zwei Sacks mehr, und die nächsten $500.000 kommen auf sein Konto.

Eine Zeitung namens „GQ“ ernannte Ex 49ers Quarterback Colin Kaepernick zum „Bürger des Jahres 2017“.

Der erste Spatenstich in Las Vegas ist erfolgt.
Prominente, ehemalige Spieler der Raiders, NFL Abgesandte und Politiker aus Nevada nahmen an der Zeremonie teil, mit der der Bau des Raiders Stadions begonnen wurde.
2020 soll die neue Hütte bezugsfertig sein.

Als Fan von Verschwörungstheorien habe ich wieder einen Verdacht: „Was weiß Giants Head Coach Ben McAdoo über seine Bosse?“
Auch nach der Niederlage gegen die bis dahin sieglosen 49ers wurde er noch nicht gefeuert. Die Giants Besitzer John Mara und Steve Tisch sagten einstimmig: „Er hat unsere Unterstützung. Wir werden erst nach der Saison darüber nachdenken, wie es weitergeht.“
Nun gut. Kann man machen. Die Saison ist eh in der Tonne. Und dabei dachte man vor der Saison, die Giants wären auf Super Bowl Kurs.

Der Lazarettreport

Cowboys: Linebacker Sean Lee fällt mit einer Oberschenkelverletzung wenigstens zwei Wochen aus.

Packers Rookie Running Back Aaron Jones wird mit einem verletzten hinteren Kreuzband etwa drei bis sechs Wochen ausfallen.
Wie lange Ty Montgomery mit seiner Rippenverletzung ausfällt, steht noch nicht fest.

Chargers: Sie nahmen Quarterback Philip Rivers ins Gehirnerschütterungsprotokoll auf. Ob er seine Serie von 185 Starts in Folge am Sonntag wird fortsetzen können, ist fraglich.

Browns: Linebacker Jamie Collins zog sich einen Kreuzbandriss zu und seine Saison ist beendet.

49ers: Safety Adrian Colbert muß an einem gebrochenen Daumen operiert werden. Er könnte ein Spiel verpassen.

Seahawks: Da die Saison für Seahawks Cornerback Richard Sherman nach seinem Achillessehnenriss beendet ist, verpflichtete Seattle Byron Maxwell als Ersatz. Er spielte schon von 2013 bis 14 für die Seahawks.

Die NFL 2017 - Woche 10 - Der Montag
Die Panthers schlugen die Dolphins mit 45:21.
Carolina bleibt mit 7-3 den Saints auf den Fersen, die mit 7-2 nur eine Niederlage weniger haben.
Miami hat 4-5 Siege und ist in der schwachen AFC damit immer noch klar auf Wild Card Kurs.

Montag, 13. November 2017

Die NFL 2017 - Woche 10 - Der Sonntag
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Wenn heute die Playoffs begännen, wer hätte es dann da rein geschafft?
Spielfrei hätten in der AFC die Steelers und die Patriots. In der NFC wären das die Eagles und die Vikings.
Die Steelers wären an Nr. 1 gesetzt, die Patriots an Nr. 2 obwohl beide Teams 7-2 Siege haben. Pittsburgh hatte es gestern schwer, den siebten Sieg einzufahren. Die Colts waren ein unerwartet schwerer Gegner. Nur knapp mit 20:17 gingen die Steelers als Sieger vom Platz. Und ja, Wide Receiver Martavis Bryant (Bild) spielte, trotz der Unruhe, die er in das Team gebracht hat.
Er fing drei Pässe von Quarterback Ben Roethlisberger. Dessen Bilanz: 19 von 31 für 236 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
In Indianapolis kommt Jacoby Brissett immer besser in Fahrt. Während Nr. 1 Quarterback Andrew Luck nach Europa geflogen ist, um seine Schulter behandeln zu lassen, kam Brissett auf 14 von 24 für 222 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception.

Die Patriots hatten es dagegen gestern sehr viel leichter. Sie traten bei den am Boden liegenden Broncos an und hatten bei ihrem 41:16 Sieg nicht die geringste Mühe.

Philadelphia hatte Spielfrei, und Divisionsrivale Washington hatte Minnesota zu Gast. Mit 4-4 Siegen vor dem Spiel war für die Redskins ein Sieg Pflicht, um an den Eagles dranbleiben zu können. Doch die Vikings waren schlechte Gäste. Auch sie hatten nichts zu verschenken. Mit 6-2 Siegen lagen sie vor den Packers und den Lions, die beide ihre Spiele gewinnen konnten. Green Bay 23:16 gegen die harmlosen Bears, und Detroit gegen die aufmüpfigen Browns. Das 38:24 sieht souveräner aus, als es ist. Cleveland hatte durchaus die Chance, das erste Saisonspiel zu gewinnen.
Die Vikings und die Redskins boten einen guten Kampf. Vikings Quarterback Case Keenum hatte während des Spiels eine kurze Durststrecke, in der er zwei Interceptions warf.
Abgesehen davon spielte er nicht so, als ob er bald von Teddy Bridgewater abgelöst werden sollte. Keenums Bilanz: 21 von 29 für 304 Yards, 4 Touchdowns, 2 Interceptions, Jahresgehalt $1,9 Millionen.
Redskins Quarterback Kirk Cousins bemühte sich nach Kräften, sein Jahresgehalt zu verdienen: 26 von 45 für 327 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception, Jahresgehalt $23, 9 Millionen.
Minnesotas Chancen auf die Playoffs: 1A mit 7-2 Siegen, nach dem knappen 38:30 über die Redskins.
Washingtons Chancen auf die Playoffs: 4- mit 4-5 Siegen nach dieser Niederlage. Damit stehen sie immer noch ein Spiel schlechter da, als Dallas.

Die Cowboys haben eine Offensive Line, hinter der jeder Running Back laufen kann.
So hörte man es immer. Dieses Gerücht dürfte nach der verdienten 7:27 Niederlage in Atlanta verstummen. Kein Ezekiel Elliott, kein Laufspiel.
So war Quarterback Dak Prescott mit 42 Laufyards nur knapp zweiter hinter Running Back Alfred Morris, der 53 Yards erzielte.
Nachdem dann auch noch Sean Lee in der Verteidigung mit einer Oberschenkelverletzung ausfiel, war es das für die Cowboys.
Im wieder mal erschreckend leeren Footballtempel in Atlanta spielten die Falcons so, wie man es aus der Vorsaison von ihnen kannte.
Quarterback Matt Ryan passte Punktgenau und Wide Receiver Julio Jones zeigte, wie sicher er als Receiver ist.
Cowboys Quarterback Prescott wurde acht mal gesackt, alleine sechs mal von Defensive End Adrian Clayborn.
Ryans Bilanz: 22 von 29 für 215 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception, den man aber kaum ihm anlasten kann.
Dak Prescott: 20 von 30 für 176 Yards.
Dallas hat jetzt mit 5-4 Siegen bereits drei Spiele Rückstand auf Philadelphia.
Atlanta steht mit 5-4 immer noch hinter den 6-3 Panthers und den 7-2 Saints.

New Orleans hatte einen Stolperstart in die Saison.
Doch sie haben sich gefangen. Nach zwei Niederlagen aber gab es sieben Siege in Folge.
Die Art und Weise, wie sie gestern die einstmals hochgehandelten Bills zerlegten, war überzeugend.
Sie erzielten sechs Touchdowns. Das ist für die Saints nicht ungewöhnlich, die ja immer gerne die Anzeigetafel zum Glühen bringen. Aber sie erzielten alle sechs Touchdowns mit Läufen, keinen einzigen durch einen Pass von Quarterback Drew Brees. Das ist bemerkenswert.
Buffalo kann froh sein, daß es nur 10:47 unterging.
New Orleans ist auf klarem Playoffkurs. Buffalo aber auch noch. Zwar nicht auf klarem Kurs, aber mit 5-4 Siegen (4-0 Zuhause, äh, jetzt 4-1) würden sie zu den Wild Card Teams gehören, wenn die Playoffs jetzt begännen.

Wer würde denn noch zu den Wild Card Teams gehören?
In der AFC Buffalo, Kansas City, Jacksonville und Tennessee.
In der NFC wären es New Orleans, Carolina, Seattle und Los Angeles Rams.
Die Rams brannten gestern wieder ein Feuerwerk ab und schickten Houston mit 33:7 wieder nach Hause.

Bleibt noch zu erwähnen, daß auch ein blindes Team mal ein noch blinderes findet. Die Browns hätten es ja beinahe in Detroit geschafft, aber den 49ers ist es tatsächlich gelungen. Sie holten ihren ersten Sieg der Saison mit einem 31:21 Zuhause gegen die auf Zwergenformat geschrumpften Giants.
In diesem Spiel fing Niners Wide Receiver Marquise Goodwin seinen ersten Touchdownpass der Saison, nur Stunden nachdem sein Sohn nach einer Komplikation während der Schwangerschaft verstarb.

Kurzberichte
Chiefs Defensive Tackle Roy Miller wurde am Samstag wegen häuslicher Gewalt in Florida verhaftet.
Weiteres wurde noch nicht bekannt.
Die Chiefs wollen erst noch weitere Fakten sammeln, bevor sie sich dazu äußern.

Eiszeit in der NFL.
Zwischen Falcons Besitzer Arthur Blank und Cowboys Besitzer Jerry Jones waren es gefühlte Minus 22 Grad.
Blank ist Vorsitzender des Komitees, das das Gehalt und die Vertragsbedingungen für Commissioner Roger Goodell aushandelt. Der soll weiter die NFL anführen, nachdem sein Vertrag nächstes Jahr ausgelaufen ist.
Jerry Jones ist das nicht Recht. Er ist der Meinung, daß Goodell zu viel verdient und zu viel Macht hat.
Späte Einsicht, denn im Mai gab es eine einstimmige Übereinkunft der 32 Teambesitzer, Goodell einen neuen Vertrag zu geben.
Doch Jones mag es nicht, wie der Commissioner den Fall Ezekiel Elliott behandelt. Juristisch wurde der Running Back freigesprochen, doch Goodell meint schlauer zu sein, als die Strafverfolgungsbehörden, die Elliott von allen Anschuldigungen freigesprochen haben.
Es kommt sehr, sehr selten vor, daß Teambesitzer sich vor einem Spiel nicht begrüßen. Und gestern war es kalt, sehr kalt im warmen Atlanta, als Blank und Jones sich keines Blickes würdigten.
Elliott ist ins Ausland gereist, um in Ruhe zu trainieren und einen klaren Kopf zu bekommen. Mit dem Team darf er während seiner Suspendierung keinen Kontakt aufnehmen.

Bengals Linebacker Vontaze Burfict wurde mal wieder vom Platz gestellt.
Dieses Mal, weil er einen Schiedsrichter berührt hat.

Der Lazarettreport
Nicht nur die Seahawks hatten Verletzte im Donnerstagsspiel zu beklagen. Auch Arizona kam nicht ungeschoren davon. Quarterback Drew Stanton zog sich ein verstauchtes Knie zu.
Sein Einsatz in Woche 11 gegen die Texans ist gefährdet. Stanton ist ja schon nur der Ersatzmann. Er vertritt Carson Palmer. Wenn Stanton nicht spielen kann, dann muß Blaine Gabbert ran, der vor einiger Zeit noch bei den 49ers in Diensten stand.
Mit 4-5 Siegen sind die Playoffhoffnungen der Cardinals nur noch minimal. Da kommt ein weiterer Quarterback-Wechsel furchtbar ungelegen.

Ist das Gehirnerschütterungsprotokoll der NFL ein Betrug?
Der Meinung ist Chris Nowinski, Mitbegründer und Vorsitzender der Concussion Legacy Foundation in Massachusetts.
Nachdem Colts Quarterback Jacoby Brissett im dritten Viertel gegen Pittsburgh einen harten Hit an den Helm bekommen hatte, erkannte Nowinski Gehirnerschütterungs ähnliche Symptome an Brissett. Für Nowinski zeigte Brissett die klarsten Anzeichen einer Gehirnerschütterung in dieser Saison.
Trotzdem spielte der Quarterback weiter. Das hätte nicht sein dürfen.
Wenn die Überwachung von Kopfverletzungen so lasch gehandhabt würde, dann könnte man sich diese auch gleich ganz sparen, meinte der Experte.

Indianapolis Colts: Quarterback Jacoby Brissett wurde nach dem Spiel auf eine Gehirnerschütterung untersucht und ist im Gehirnerschütterungsprotokoll

Pittsburgh Steelers: Cornerback Joe Haden, Schienbeinbruch
Safety Mike Mitchell, Knöchel

Atlanta Falcons: Running Back Devonta Freeman, Gehirnerschütterung.

Dallas Cowboys: Linebacker Sean Lee, Oberschenkel
Safety Jeff Heath, Gehirnerschütterung

Green Bay Packers: Rookie Running Back Aaron Jones, Knie.
Running Back Ty Montgomery, Rippen.

Cleveland Browns: Linebacker Jamie Collins, Knie
Tight End Randall Telfer, Auge

Houston Texans: Wide Receiver Will Fuller, Rippen

Patriots: Special Teams As Matthew Slater, Oberschenkel

Denver Broncos: Linebacker Todd Davis, Knöchel

Jacksonville Jaguars: Wide Receiver Arrelious Benn, Knie
Long Snapper Matt Overton, Schulter

Washington Redskins: Wide Receiver Ryan Grant, Gehirnerschütterung
Running Back Rob Kelley, Knöchel
Safety DeAngelo Hall, Knie

New Orleans Saints: Special Teamer Daniel Lasco, wurde mit einer Wirbelsäulenverletzung ins Krankenhaus gebracht. Er kann alle Extremitäten bewegen.

Buffalo Bills: defensive Lineman Jerry Hughes, Kinn

New York Jets: Cornerback Morris Claiborne, Fuß

Cincinnati Bengals: Cornerback Adam Jones, Gehirnerschütterung

New York Giants: Guard Justin Pugh (Rücken), offensive Lineman DJ Flucker (Knie) und Linebacker Kelvin Sheppard (Leiste)

Samstag, 11. November 2017

Kurzberichte
wilson-russellDie NFL untersucht, ob die Seahawks das Gehirnerschütterungsprotokoll korrekt angewandt haben. Quarterback Russell Wilson (Bild) wurde am Donnerstag gegen Arizona hart am Kinn getroffen und verpaßte danach einen Spielzug.
Die Liga untersucht nun, ob Wilson genauer hätte untersucht werden müssen, bevor er wieder auf das Feld zurückgeschickt wurde.
Zwar ging Wilson in das Behandlungszelt, kam aber so früh wieder raus, daß man daran zweifeln kann, daß er ordentlich untersucht wurde.
Die NFL und die NFLPA arbeiten bei dieser Untersuchung zusammen. Wenn die Seahawks falsch gehandelt haben, dann müssen sie mit einer Strafe rechnen, die bis zu $150.000 betragen kann.

Bei den Giants werden die Probleme immer riesiger. Zwei anonyme Spieler sind in der Presse über Head Coach McAdoo hergezogen.
Bei den anderen Spielern kam das überhaupt nicht gut an. Der Captain der Defense, Jonathan Casillas, nannte das Verhalten der beiden Feige. Sie sollten sich wie Männer verhalten.
Am Sonntag sollte es eigentlich den zweiten Sieg der Saison geben. Es geht gegen die 49ers. Und im zu erwartenden Siegesrausch könnten die beiden sich ja vielleicht outen.

Martellus Bennett haut auf die Packers ein.
Der Tight End war in Green Bay entlassen worden, weil er angeblich eine Verletzung seiner Schulter verschwiegen hatte, bevor er seinen Vertrag unterschrieb.
Auf Instagram zeigte Bennett jetzt Beweise, die zeigen, daß er die Verletzung wohl doch vor seiner Unterschrift gemeldet hatte. Die Packers hätten die Schulter am 10. März untersucht, kurz bevor es zum Vertragsabschluß kam. Es hätte keine Bedenken gegeben.
Doch die Schmerzen wären in der Saison von Spiel zu Spiel schlimmer geworden. Teamarzt Dr. Patrick McKenzie hätte aber keinen Grund gesehen, warum Bennett nicht hätte spielen können.
Nach dem Spiel gegen Dallas wäre es nicht mehr auszuhalten gewesen. Da er dem Teamarzt nicht mehr vertraute, holte er drei andere Meinungen ein.
Fraglich ist aber jetzt, warum die Patriots ihn sofort verpflichteten, obwohl er doch offensichtlich nicht einsetzbar ist.
Gab es da eine wundersame Heilung? Am Freitag nahm er teilweise am Training teil, ist aber für das Spiel in Denver als fraglich gelistet.

Wenn bei den Kurzberichten eh wieder nur von Verletzungen die Rede ist, können wir ja auch schon direkt zum Lazarettreport kommen.
Auch bei der Entlassung von Greg Robinson geht es um eine Verletzung. Die Lions feuerten den Tackle, nachdem er die letzten beiden Spiele mit einer Knöchelverletzung verpaßte. Als Spieler hat er auf keinen Fall überzeugen können. Von 78 Spielern auf seiner Position listet Pro Football Focus ihn auf Platz 71.
Guard T.J. Lang (Gehirnerschütterung) und Linebacker Jalen Reeves-Maybin (Knöchel) können nicht gegen Cleveland spielen.

Cardinals: Safety Tyvon Branch hat einen Kreuzbandriss und fällt für den Rest der Saison aus.
offensive Tackle D.J. Humphries renkte sich eine Kniescheibe aus und wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Bills: Offensive Tackle Cordy Glenn (Fuß, Knöchel) und Wide Receiver Zay Jones (Knöchel) können nicht gegen die Saints antreten.

Dolphins: Tackle Ja'Wuan James, wird mit einer Oberschenkelverletzung längere Zeit ausfallen, vielleicht sogar für den Rest der Saison.

Giants: Die Linebacker B.J. Goodson (Knöchel), Devon Kennard (Quadrizeps) und Keenan Robinson (Quadrizeps) werden gegen San Francisco fehlen.

Bengals: Back Jeremy Hill (Knöchel) kann gegen Tennessee nicht spielen.

Jets: Running Back Matt Forte kann mit einer Knieverletzung nicht gegen Tampa Bay spielen.

Vikings: Right Tackle Mike Remmers (Gehirnerschütterung) muß pausieren.

Redskins: Die defensive Linemen Matt Ioannidis (Hand) und Arthur Jones (Schulter) können beide nicht spielen

Steelers: Linebacker James Harrison (Rücken) fehlt gegen die Colts

Patriots: Wide Receiver Chris Hogan (Schulter), Tackle Marcus Cannon (Knöchel) und defensive Tackle Malcom Brown (Knöchel) müssen gegen die Broncos aussetzen.

Zur Kasse bitte
Die NFL hat nach Bengals Wide Receiver Green noch andere Einnahmequellen erschlossen.
-Je zwei Spieler der 49ers und Cardinals, die am Sonntag aneinander gerieten, müssen Strafen zahlen. Mit je $9.115 sind dabei: Arizona Linebacker Hasson Reddick und defensive Lineman Frostee Rucker und San Francisco 49ers Running Back Carlos Hyde und Safety Antoine Bethea.
-Buccaneers Quarterback Jameis Winston muß $12.154 zahlen, weil er Saints Cornerback Marshon Lattimore an den Helm getippt hat.
-Zwei Verteidiger der Raiders wurden wegen unnötiger Härte bestraft. Safety Karl Joseph muß $18.231 zahlen und Defensive Lineman Mario Edwards $9.115.
-Cowboys Safety Byron Jones war mit $12.154 dabei, wegen unsportlichen Verhaltens.

Freitag, 10. November 2017

Die NFL 2017 - Woche 10 - Der Donnerstag
SHERMAN-RICHARDIn einem dieser unterirdischen Donnerstagsspiele schlugen die Seahawks die Cardinals 22:16.
Spiel gewonnen, Superstar verloren, denn Richard Sherman (Bild) fällt für den Rest der Saison aus. Der Cornerback zog sich einen Achillessehnenriss zu.
Doch nicht nur ihn erwischte es. Auch Left Tackle Duane Brown (Knöchel), Running Back C.J. Prosise (Knöchel), defensive Tackle Jarran Reed (Oberschenkel), defensive End Frank Clark (Oberschenkel), Safety Kam Chancellor (Nackenstauchung) und Linebacker Michael Wilhoite (Wade) schieden verletzt aus.
Mit 6-3 Siegen halten die Seahawks Schritt mit den 6-2 Rams. Arizona hat jetzt mit 4-5 Siegen bereits das Nachsehen.
Nach dem Spiel meinte Seahawks Wide Receiver Doug Baldwin mit Blick auf die vielen Verletzten, daß man diese Donnerstagsspiele für illegal erklären sollte.
Seattles Head Coach Pete Carroll sagte nur, daß er nichts sagt, weil er keine Lust hat, eine Strafe zu zahlen.

Kurzberichte
Neue Zuschauer braucht die Liga. Deshalb sieht man zur Zeit so oft die SkyCam.
Uns ältere Zuschauer mag das nerven, mich z.B., doch die NFL hofft, mit diesem Videospiel-Look neue, junge TV Zuschauer zu generieren. Wer Madden spielt, der guckt dann Live Football, glaubt man wohl.
In Woche 11 beim Spiel der Titans gegen Pittsburgh soll diese Kameraeinstellung für den größten Teil des Spiels eingesetzt werden.
Kann sein, daß den Machern diese Idee beim Spiel der Falcons in New England kam, als diese Kamera die einzige war, die im dichten Nebel noch den Durchblick hatte.
Gestern Nacht wurde ja auch schon viel aus dieser Perspektive gezeigt.
Soll keiner sagen, ich hätte nicht gewarnt.

Zur Zeit ist Ezekiel Elliott mal wieder für sechs Spiele suspendiert.
Ein Gericht entschied am Donnerstag zugunsten der NFL, und damit ist der Running Back der Cowboys mal wieder gesperrt. Zumindest bis zum 1. Dezember, denn da steht der nächste Gerichtstermin an.

Cowboys Besitzer Jerry Jones hat Unstimmigkeiten im Vertrag von Commissioner Roger Goodell gefunden, die er so nicht stehen lassen will.
Unabhängige Berater nannten den Vertrag, den Goodell mit den 32 Teambesitzern geschlossen hat, den einseitigsten Vertrag, den sie jemals gesehen hätten. Noch nie wäre ein Vorsitzender eines Unternehmens mit solch umfänglichen Rechten ausgestattet worden, wie Goodell.
Bevor die Teambesitzer dem Liga Vorsitzenden einen neuen Vertrag geben, was 2019 der Fall wäre, hätte man noch eine Menge Gesprächsbedarf, meinte Jerry Jones.
Daß dieser Bericht direkt unter dem Bericht zu Elliotts Suspendierung steht, ist natürlich reiner Zufall. Das Eine hat selbstverständlich überhaupt nichts mit dem Anderen zu tun.

Die Eagles verlängerten den Vertrag mit Timmy Jernigan.
Für weitere vier Jahre erhält der Defensive Tackle $48 Millionen. $26 Millionen davon sind garantiert.

Der von den Packers gefeuerte Tight End Martellus Bennett hat schon ein neues (altes) Team gefunden. Die Patriots verpflichteten ihn am Donnerstag.
Bennett hatte maßgeblichen Anteil am Super Bowl Erfolg der Patriots 2016, als er zuletzt in Diensten New Englands stand. Er fing in dieser Saison Pässe für 701 Yards und 7 Touchdowns.

Oh hätte er doch in diesem Fall geschwiegen. Wenn ihm Fragen nicht passen, verläßt Panthers Quarterback Cam Newton gerne schon mal fluchtartig eine Pressekonferenz.
Jetzt hat er was gesagt, und seine Teamkollegen fallen über ihn her.
„Yeah, wir haben einen großartigen Spieler verloren, aber die Titanic muß weiterfahren“, sagte Newton, nach dem schockierenden Wechsel von Wide Receiver Kelvin Benjamin zu den Bills.
Auf die Frage, was er denn über die Titanic wisse, überraschte der Quarterback mit einem ziemlichen Unwissen. Doch mittlerweile hat er seine Lektion gelernt, denn in der Umkleide des Teams bekam er ein ohrvoll zum Thema zu hören. „Ja definitiv, das haben wir gemacht“, meinte Linebacker Thomas Davis. „Wir haben ihn hart rangenommen deswegen. Wir versuche nicht das Schiff zu sein, das sinkt.“

Die Colts feuerten Cornerback Vontae Davis.
Am Sonntag setzte Head Coach Pagano ihn auf die Bank. Das war keine krankheitsbedingte Entscheidung, wie es hieß.
Anfang der Woche hieß es, Davis hat eine Leistenverletzung, die seine Saison vorzeitig beendet. Am Mittwoch nannte Davis die Trainercrew respektlos.
Am Donnerstag wurde er entlassen.

Bengals Wide Receiver AJ Green muß $42.000 zahlen für einen Kampf mit Jalen Ramsey von den Jaguars.
Green wird die Strafe akzeptieren, denn er hatte mit einer Suspendierung gerechnet, die ihn einen Scheck über $605.000 gekostet hätte.

Donnerstag, 9. November 2017

Rein in`s Geschehen, und heute zuerst mit dem Lazarettreport
bradford-sam-vikingVikings: Hier herrschte viel Aktivität. Sie setzten Quarterback Sam Bradford (Bild) auf die Verletztenliste. Dieser gottbegnadete Quarterback hat leider einen Körper, der dem Football nicht gewachsen ist. Wieder ist es ein Knie, das ihm Probleme bereitet.
Quarterback Teddy Bridgewater hat nach seiner schweren Knieverletzung gestern zum ersten Mal wieder offiziell am Mannschaftstraining teilgenommen. Schon am Sonntag soll er als Ersatzmann hinter Case Keenum antreten.

Seahawks: Safety Earl Thomas könnte die heutige Partie gegen Arizona mit einer Oberschenkelverletzung verpassen.
Offensive Tackle Rees Odhiambo wurde mit einer Handverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Colts: Defensive Tackle Henry Anderson wurde im Spiel gegen Houston an der Kehle verletzt.
Das Team wird ihn noch in dieser Woche auf die Verletztenliste setzen.
Cornerback Vontae Davis, Leiste. Er wird gegen Pittsburgh fehlen.

Broncos: Offensive Tackle Menelik Watson wurde mit einer gerissenen Sehne im Fuß auf die Verletztenliste gesetzt.

Cowboys: Defensive Tackle Brian Price wurde nach einer Knieoperation auf die Verletztenliste gesetzt.

Rams: Running Back Malcolm Brown zog sich beim Spiel gegen die Giants eine Bänderverletzung an einem Knie zu. Er wird einige Wochen ausfallen.

Die Packers trennten sich von Martellus Bennett.
Erst im März hatte der Tight End einen Dreijahresvertrag in Green Bay unterschrieben.
Bennett hatte es versäumt, eine Verletzung anzugeben, die er bereits vor seiner Unterschrift hatte. Erst am 31. Oktober hatte Head Coach Mike McCarthy zufällig von dieser Verletzung erfahren.
Die Packers wollen dem Tight End jetzt natürlich nicht das volle Gehalt auszahlen, und auch den Unterschriftsbonus von $4,2 Millionen soll Bennett zurückzahlen.
Im Team hört man, daß Bennett die innere Kündigung ausgesprochen hatte, nachdem sich Quarterback Rodgers an der Schulter verletzte.

Die besten Spieler der Woche 9
AFC

OFFENSE: WR T.Y. HILTON, INDIANAPOLIS COLTS
5 gefangene Pässe für 175 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: LB JORDAN JENKINS, NEW YORK JETS
2 Sacks, 1 erzwungener Fumble

SPECIAL TEAMS: PR JAYDON MICKENS, JACKSONVILLE JAGUARS
Er trug einen Punt über 63 Yards zum Touchdown zurück.

NFC
OFFENSE: QB JARED GOFF, LOS ANGELES RAMS
14 von 22 für 311 Yards, 4 Touchdowns

DEFENSE: LB KARLOS DANSBY, ARIZONA CARDINALS
1 Interception

SPECIAL TEAMS: DB JUSTIN HARDEE, NEW ORLEANS SAINTS
Er trug einen Punt zum Touchdown zurück

Mittwoch, 8. November 2017

Kurzberichte
matthews-clay4Teams, die noch gegen die Packers spielen müssen, haken dieses Spiel geistig wohl schon mit einem „W“ für „Win“ ab. Nachdem, wie sie gegen die Lions aufgetreten sind, dürfte die Luft aus den Packers sein.
Früher, als die Defense mit Clay Matthews (Bild) und Julius Peppers noch Würze hatte, da hätte dieser Mannschaftsteil die Misere der Offense ohne Aaron Rodgers kompensieren können. Aber Peppers ist weg und Matthews längst keine Macht mehr.
Und daß ein Quarterback gute Leistungen bringt, nachdem er drei Jahre Ersatzmann hinter einem Superstar war, das klappt halt nicht immer. Rodgers hat drei Jahre von Brett Favre gelernt, und er gehört heute zum Besten, was es auf dieser Position gibt.
Bei Brett Hundley hat das nicht geklappt. Er hat drei Jahre von Rodgers abgeguckt, aber leider nichts gelernt. Er spielt auf dem Niveau eines unerfahrenen Rookies. Einem Touchdown stehen fünf Interceptions gegenüber. Acht mal wurde er gesackt.
Ein berühmter Vorname und eine lange Lehrzeit hinter einem zukünftigen Ruhmeshallenmitglied sind halt nicht alles.

Ganz anders Carson Wentz. Letztes Jahr ins kalte Wasser geworfen, hat der Quarterback der Eagles das Schwimmen gelernt, und das sogar hervorragend. Er ist Topkandidat auf den Titel des MVPs der Saison. In der ersten Hälfte der Saison war Chiefs Quarterback Alex Smith klarer Kandidat auf den Titel, doch er hat an Fahrt verloren. Letzten Sonntag gegen die Cowboys hatte Kansas Citys Offense nichts zu melden und war in der zweiten Halbzeit völlig abgemeldet.
Wentz`s Bilanz 2017: 176 von 291 für 2.262 Yards, 23 Touchdowns, und wie Hundley in seinen drei bisherigen Spielen, fünf Interceptions.
Wenn nichts dazwischen kommt, z.B. ein hervorragend aufspielender Tom Brady, dann könnte Wentz in seinem zweiten Jahr Liga MVP werden.
Das steigert die Vorfreude auf den 10. Dezember. Da treffen die Nr. 1 und 2 aus der Draft 2016 aufeinander. Quarterback Jared Goff mit seinen Rams als Punktbeste Offense der Liga erwarten Carson Wentz und die hochfliegenden Eagles.
Klingt nach einem tollen Spiel.

Zurück zu den Packers.
Die können nun wohl erst recht einpacken, denn Right Tackle Bryan Bulaga fällt mit einem Kreuzbandriss im linken Knie für den Rest der Saison aus.

Leonard Fournette hat sich entschuldigt und Besserung geschworen.
Der Rookie Running Back der Jaguars erschien letzte Woche nicht zu einer Trainingseinheit und verpaßte eine medizinische Untersuchung.
Head Coach Doug Marrone suspendierte Fournette daraufhin für das Spiel gegen die Bengals.
Der Running Back schwor, daß er zum nächsten Spiel gegen die Chargers pünktlich angelaufen kommt.
Fournette führt die Jaguars mit 596 Laufyards an.

Die Temperatur unter dem Sitz von Ben McAdoo ist von sehr warm auf glühendheiß aufgedreht worden. Eine Heimniederlage ist schon schlimm, aber ein 17:51, das ist dann doch viel zuviel zu viel, auch wenn es diese Niederlage gegen die beste Offense der Liga, die Rams, gab.
Er könnte noch in der laufenden Saison abgesetzt werden.
Auf Platz zwei Hue Jackson, Browns.
Platz drei Chuck Pagano, Colts.
Platz vier Marvin Lewis, Bengals.

Martavis Bryant erwartet, daß er gegen die Colts eingesetzt wird.
Der Wide Receiver der Steelers war aus vereinsinternen Gründen suspendiert. Er hatte auf Twitter gegen seinen Rookie-Kollegen JuJu Smith-Schuster gestänkert. Der hatte mehr Einsatzzeit als Bryant bekommen, was diesem nicht schmeckte.

Bei den Giants war Cornerback Janoris Jenkins vereinsintern für das Spiel gegen die Rams gesperrt. Er darf wieder mitspielen.

Die NFL suspendierte Buccaneers Wide Receiver Mike Evans für ein Spiel. Er hatte nach einem Spielzug Saints Cornerback Marshon Lattimore hart in den Rücken gestoßen.
Evans legte Einspruch gegen die Strafe ein, der wurde gestern abgewiesen.
Die Sperre besteht.

Josh Gordon tauchte am Dienstag auf dem Gelände der Browns auf. Der Wide Receiver, der eine tolle Karriere vor sich hatte, kam nach einer langen Suspendierung wieder zurück und darf ab dem 20. November eingesetzt werden.
2012 kam Gordon über die Draft zu den Browns. Er hatte das Zeug zu einem gang, ganz großen Receiver. Doch Alkohol und Drogen sorgten dafür, daß er 2014 sein letztes Spiel in der NFL bestritt.
Gordon gab in einem Interview zu, daß er in seiner Zeit vor der jahrelangen Sperre kein Spiel für Cleveland bestritten hat, vor dem er nicht Drogen und Alkohol zu sich genommen hat.
Bleibt die Frage, ob die Browns Gordon behalten?
2014 der letzte Einsatz. Ein Körper, der mit Drogen und Alkohol malträtiert wurde. Positive Tests auf Suchtmittel während der Suspendierung. Was kann Gordon da noch auf dem Platz bringen?
Und kann er die Finger von dem Teufelszeug lassen?

Dienstag, 7. November 2017

Die NFL 2017 - Woche 9 - Der Montag
rodgers-aaron-mvp-2014
Kein Aaron Rodgers (Bild), keine Chance. Die Defense der Packers ist löchrig wie ein Käse, und wenn dann kein Aaron Rodgers Quarterback spielt, der die Offense zu mehr Punkten führt, als die Defense hergibt, dann sieht es duster aus.
So hatten die Lions keine Probleme in dieser Nacht einen leichten 30:17 Sieg einzufahren.
Detroit und Green Bay haben jetzt beide 4-4 Siege. Die Vikings hatten Spielfrei und bleiben mit 6-2 Siegen alleiniger Spitzenreiter.

Kurzberichte
Und wieder war es ein überbezahlter Kicker, der seinen Kollegen, die hart arbeiten und ihre Gesundheit riskieren, das Spiel vergeigte.
In dieser Saison ist auf der Position wirklich fürchterlich der Wurm drin.
In Seattle verschoß Seahawks Kicker Blair Walsh drei Field Goals in einer 14:17 Niederlage gegen die Redskins.
Walsh vergab aus den absolut machbaren Distanzen von 44, 39 und 49 Yards. Damit war der mögliche Sieg futsch.
Seattle hatte Walsh als Ersatzmann für Stephen Hauschka geholt, der vornehmlich bei Extrapunkten versagte.
Walsh selber aber hat sich in der Vergangenheit einen berühmten Fehlschuß gegen Seattle geleistet. Für die Vikings kickend verschoß er einen Field Goal Versuch, der die Seahawks aus den Playoffs befördert hätte.
Head Coach Pete Carroll stärkte seinem Kicker am Montag den Rücken. Das Wetter wäre furchtbar gewesen, und der Wind unberechenbar.

Bei den Giants ist man jetzt doch so weit, daß man daran denkt, Eli Manning auf die Bank zu setzen.
Das hatte Head Coach Ben McAdoo noch vor Kurzem ausgeschlossen. Mittlerweile denkt er anders darüber.
Manning, zweimaliger Super Bowl Sieger und MVP des Spiels, ist nicht mehr unantastbar.
Ob ein anderer Quarterback ohne die Wide Receiver Odell Beckham jr. und Brandon Marshall und hinter der löchrigen O-Line bessere Leistungen zeigen könnte?
Kaum anzunehmen!
Auch der Head Coach steht zur Disposition. Die Giants könnten damit anfangen, die komplette Organisation umzukrempeln.
Die Saison ist gelaufen. Mit 1-7 Siegen steht diese New Yorker Mannschaft auf dem letzten Platz der NFC East und hat gute Chancen auf eine hohe Position in der Draft. Nur die Browns mit 0-8 und die 49ers mit 0-9 sind noch schlechter.
Und nächstes Jahr soll es viele gute Quarterbacks in der Draft geben.

Die Broncos gaben bekannt, daß sie am Sonntag mit Quarterback Brock Osweiler gegen die Patriots starten werden.
Osweiler hatte ja letzte Woche stolz verkündet, daß er sich mittlerweile weiterentwickelt hat und ein guter Quarterback geworden ist. Dieses neue Können hat er letzten Sonntag gegen die Eagles noch geschickt verborgen. Ob er es gegen New England zeigt, werden wir ja erleben. Sein letztes Spiel für Denver gegen die Patriots konnte er übrigens gewinnen. Im Schneegestöber am 29. November 2015 führte er die Broncos zu einem 30:24 nach Verlängerung.
Osweilers Bilanz gegen Philadelphia: 19 von 38 für 208 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.

Die Buccaneers gaben bekannt, daß sie Quarterback Jameis Winston mit seiner Schulterverletzung für wenigstens zwei Wochen schonen werden.
Mit 2-6 Siegen kann man die Saison für Tampa Bay eh schon abhaken.

Die NFL gab bekannt, daß sie Buccaneers Wide Receiver Mike Evans für ein Spiel suspendiert.
Evans gab Saints Cornerback Marshon Lattimore einen harten Stoß in den Rücken, als Lattimore in eine Auseinandersetzung mit Quarterback Winston verwickelt war.
Winston hatte dem Cornerback an die Rückseite seines Helmes geklopft, woraufhin Lattimore sich umdrehte und den Quarterback leicht schubste. Evans kam angerannt und gab dem Wide Receiver den harten Stoß.
Saints Head Coach Sean Payton regte sich furchtbar darüber auf und war entsetzt, daß der Cornerback nicht vom Platz gestellt wurde. Die Schiedsrichter verhängten nur eine 15 Yards Strafe.
Die NFL tat nun das Richtige und sperrte Evans für ein Spiel.
Dagegen aber hat der Wide Receiver Einspruch eingelegt.
Die Liga gab weiterhin bekannt, daß auch auf Lattimore und Winston noch Strafzahlungen zukommen könnten.

Die nächste Runde im Streit der NFL mit Cowboys Running Back Ezekiel Elliott steigt am Donnerstag. Da geht es erneut vor Gericht darum, ob die Suspendierung nun anfängt, oder nicht.

Die NFL suspendierte Jeremy Kerley für vier Spiele.
Der Wide Receiver der Jets hat die falschen Mittel eingeworfen.

Montag, 6. November 2017

Die NFL 2017 - Woche 9 - Der Sonntag
miller-von5
Wenn der Sinn des Lebens 42 ist, dann ist 51 der Unsinn des Lebens.
Die Rede ist hier von zwei Teams, für die man nur noch allertiefstes Mitleid empfinden kann. Die Broncos kassierten in Philadelphia 51 Punkte und kamen selber auf 23. Und nächste Woche geht es zu den Patriots... Tätääää. (Bild vom letzten Spiel der beiden Teams)
Noch schlimmer erwischte es die Giants. Sie kassierten Zuhause 51 Punkte von den Rams und erzielten nur magere 17.
Es gab aber auch Spiele, die etwas spannender waren. So der Kampf um die NFC South. Die Saints fertigten die hilflosen Buccaneers mit 30:10 ab. Zwar mußte Bucs Quarterback Jameis Winston mit einer Schulterverletzung früh vom Platz, aber auch mit ihm wäre das Spiel wohl nicht anders ausgegangen.
Die Saints feierten ihren sechsten Sieg in Folge und haben 6-2 Siege.
Die 6-3 Panthers hatten die 4-3 Falcons zu Gast, und das sind ja die letzten beiden NFC Champions. Atlanta wollte den Anschluß nicht verlieren und mußte gewinnen. Doch die eine Szene war spielentscheidend. Bei einem vierten Versuch und sieben Yards in der Mitte des letzten Viertels stand Atlanta an Carolinas 39. Matt Ryan paßte auf Julio Jones, einen der allerbesten Receiver der Liga. Und der Ball kam punktgenau in die Endzone und in die Arme des völlig freistehenden Jones. Er preßte den Ball an die Brust... und dabei verlor er ihn.
Julio Jones konnte völlig freistehend einen punktgenauen Paß in der Endzone nicht fangen. Das werden wir in diesem Leben wohl nicht ein zweites Mal erleben.
Folge: ein 20:17 Sieg für die Panthers, die mit 6-3 den Saints auf den Fersen bleiben. Atlanta steht bei 4-4 und sieht ziemlich Chancenlos aus.

Eine Szene, die man auch nicht wiedersehen wird, jedenfalls nicht so bald, gab es in Dallas.
Die Cowboys führten 14:3 und es waren nur noch 13 Sekunden auf der Uhr, als die Chiefs an der eigenen 37 noch mal an den Ball kamen. Auszeiten hatten sie keine mehr. Und sie begannen den Drive mit einer Spielverzögerung und somit einer 5 Yards Strafe.
Neun Sekunden, Quarterback Smith paßt zu West für 12 Yards.
Zwei Sekunden, 1. Versuch an der 44 der Chiefs. Zeit für einen Ave Maria Paß. Doch Smith paßt kurz auf Hill, der 56 Yards und alle Verteidiger der Cowboys vor sich hat. Hill zick-zackt sich durch die Verteidigung und wird nicht ein einziges Mal berührt. Touchdown Kansas City.
Die Chiefs bekam den Ball zuerst im zweiten Viertel und marschierten erneut zu einem Touchdown. 17:14 Chiefs.
Doch das war es dann. Ab jetzt punkteten nur noch die Cowboys und siegten 28:17.
Ein Blick auf die beiden Rookie Running Back Sensationen lohnt sich. Cowboys Ezekiel Elliott, die Rookie-Sensation des Vorjahres: 27 Läufe für 93 Yards, 1 Touchdown.
Chiefs Kareem Hunt: 9 Läufe für nur 37 Yards.
Die beiden Quarterbacks hatten recht ähnliche Statistiken. Dak Prescott: 21 von 33 für 249 Yards, 2 Touchdowns.
Alex Smith: 25 von 34 für 263 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Die Chiefs bleiben aber ungefährdeter Spitzenreiter der AFC West mit 6-3 Siegen. Die Raiders gewannen zwar 27:24 in Miami, kommen aber nur auf 4-5 Siege.
Dallas konnte verhindern, daß der Abstand zu den hochfliegenden Eagles noch größer wird. Die führen die NFC East mit 8-1 Siegen an. Dallas kommt auf 5-3. Die Redskins gewannen als Team aus der Stadt Washington knapp mit 17:14 gegen Seattle aus dem Staat Washington, und kommen auf 4-4 Siege.

Es gab so viele Platzverweise, wie selten, oder vielleicht sogar nie, zuvor.
Im 20:10 Sieg der Cardinals in San Francisco wurden Cardinals defensive Tackle Frostee Rucker und Linebacker Haason Reddick und 49ers Running Back Carlos Hyde vom Platz gestellt, weil sie handgreiflich gegeneinander wurden.
Beim 23:7 der Jaguars gegen die Bengals wurden Bengals Receiver A.J. Green und Jaguars Cornerback Jalen Ramsey vorzeitig zum Duschen geschickt. Die beiden hatten es aber auch echt aufeinander abgesehen.

Der Lazarettreport
Cowboys: Wide Receiver Dez Bryant, rechter Knöchel
Left Tackle Tyron Smith, Leiste.

Chiefs: defensive End Allen Bailey, Bänderdehnung im Knie

Buccaneers: Defensive End William Gholston, Nacken.
Offensive Tackle Donovan Smith, Knie

Seahawks: Running Back Eddie Lacy, Leiste.
Defensive End Marcus Smith, Gehirnerschütterung.
Linebacker D.J. Alexander (Knöchel) und Fullback Tre Madden (Wade)

Redskins: Cornerback Fabian Moreau (Knöchel), defensive Lineman Arthur Jones (Schulter) und Linebacker Josh Harvey-Clemons (Back)

Jaguars: defensive End Dante Fowler, Ellenbogen.
Left Tackle Cam Robinson, Knöchel

Bengals: offensive Lineman Jake Fisher, beendete das Spiel mit einer Krankheit vorzeitig und wurde ins Krankenhaus gebracht.

49ers: Tight End Cole Hikutini (Knie), Wide Receiver Trent Taylor (Rippen), Linebacker Elijah Lee (Knie) und Fullback Kyle Juszczyk (Nacken)
Safety Jaquiski Tartt, gebrochener Arm. Er wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Dolphins: Right Tackle Ja'Wuan James, Oberschenkel

Giants: Linebacker Keenan Robinson, Quadrizeps

Panthers: Tight End Chris Manhertz, Gehirnerschütterung
Safety Mike Adams, Schulter

Texans: Tight End Ryan Griffin III, Gehirnerschütterung
Cornerback Johnathan Joseph, Bein

Samstag, 4. November 2017

Kurzberichte
watson-deshaunNachdem die Texans mit Deshaun Watson (Bild) ihren Quarterback für die Zukunft für den Rest der Saison verloren haben, verpflichteten sie gleich zwei Ersatzleute, TJ Yates und Matt McGloin.
Als zweiter Mann hinter Starter Tom Savage wird am Sonntag Yates antreten.
Watson stellte ein paar Rekorde auf, die die Texans auf eine tolle Zukunft hoffen lassen: Die meisten Pass Touchdowns eines Rookies über fünf Spiele (18).
Die meisten Pass Touchdowns über die ersten sieben Spiele einer Karriere seit 1970 (19).
Die längste Serie von Spielen mit wenigstens drei Pass Touchdowns eines Rookies (4).
Der erste Spieler in der Geschichte der NFL mit über 400 Passyards, mehr als vier Pass Touchdowns und über 50 Laufyards in einem Spiel (Woche 8 in Seattle).
Savage findet, daß Watson nicht ersetzt werden kann: „Er kann Dinge, die ich nicht kann, das ist offensichtlich.“
Savage kann nur versuchen, die Offense nicht komplett gegen die Wand zu fahren.

Einer Suspendierung konnte er entgehen, einer Geldstrafe nicht. Für seinen brutalen Angriff auf Ravens Quarterback Joe Flacco muß Dolphins Linebacker Kiko Alonso $9.115 Zahlen. Und auch damit kommt er überaus glimpflich davon.
Ganz ohne Strafe kommt Ndamukong Suh davon. Der Defensive Tackle der Dolphins muß dafür, daß er Ravens Ersatz- Quarterback Ryan Mallett an der Kehle packte und würgte, überhaupt nichts zahlen.
Lions Defensive Back Quandre Diggs griff Steelers Tight End Jesse James mit dem Helm voran an und ist mit $24.309 dabei.
Ganze $48.620 muß Panthers Linebacker Thomas Davis zahlen, der Buccaneers Receiver Adam Humphries mit dem Helm voran angriff. Da es seine zweite Strafe für so ein Foul ist, verdoppelte sich die Geldstrafe für ihn.

Im Gerichts Ping-Pong zwischen Cowboys Running Back Ezekiel Elliott und der NFL hat Elliott mal wieder gepunktet.
In einem Eilverfahren vor einem Berufungsgericht wurde entschieden, daß der Running Back gegen die Chiefs spielen darf.
Am Montag hatte Richterin Katherine Polk entschieden, daß die Suspendierung Elliotts in vollem Umfang abzuleisten sei.
Nächste Woche kann dann die NFL wieder punkten.
Für den Running Back geht es in diesem Kampf nicht nur darum, kein Spiel für sein Team zu verpassen. Elliott kämpft verzweifelt darum, nicht als Vergewaltiger zu gelten. Die Justiz hat den Fall nach gründlicher Untersuchung zu den Akten gelegt. Die NFL will das nicht hinnehmen und versucht verzweifelt, den Running Back als Täter hinzustellen.

Freitag, 3. November 2017

Die NFL 2017 - Woche 9 - Der Donnerstag
mcdermott-sean3Das sollten sie also gewesen sein, die Bills, die 2017 große Chancen auf die Playoffs haben sollen. Wenn sie das waren, dann haben sie ihr Können aber sehr gut versteckt.
Mit 5-2 Siegen kamen sie nach New York und trafen auf die 3-5 Jets. Das Kräfteverhältnis auf dem Platz war allerdings völlig andersherum. Die Fans der Jets hatten allen Grund zur Freude und für ihre J-E-T-S, Jets, Jets, Jets Rufe.
Trotz des knapp klingenden Sieges von 34:21 dominierte New York das Spiel völlig.
Ob es etwas geändert hätte, wenn Bills Head Coach Sean McDermott (Bild) seine Neuerwerbung Wide Receiver Kelvin Benjamin schon eingesetzt hätte?
Kaum. Quarterback Tyrod Taylor stand sehr oft unter Druck und sieben mal wurde er gesackt. Da wären eher bessere Spieler in der O-Line von Nöten gewesen.
Taylors Bilanz: 29 von 40 für 285 Yards und 2 Touchdowns.
Jets Quarterback Josh McCown reichten 14 von 20 für 140 Yards und 1 Touchdown, da er, anders als Taylor, ein entlastendes Laufspiel zur Hilfe hatte.
Matt Forte erzielte 77 Laufyards und 2 Touchdowns, Bilal Powell kam auf 74 Yards.
Die Jets konnten verhindern, daß sie völlig den Anschluß in der AFC East verlieren, und haben jetzt 4-5 Siege.
Buffalo fiel auf 5-3.
New England hat Spielfrei und bleibt mit 6-2 Spitzenreiter.

Kurzberichte
Wieviel Pech kann ein Team haben?
Eine Menge!
Da haben die Houston Texans ihren Quarterback für die Zukunft gefunden, wurden von ihm auf Playoffkurs gebracht, und dann passiert ein schlimmer Trainingsunfall.
Rookie Deshaun Watson, ein Rekordbrecher, zog sich ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss zu. Damit ist die Saison für ihn, und wohl auch die Texans, beendet.
Mit Watson waren die Texans das Punkthungrigste Team der Liga, mit 34,7 Punkten pro Spiel.
Sie müssen wieder auf Tom Savage zurückgreifen, der immerhin als Starter in die Saison ging, bis man schmerzlich aufgezeigt bekam, daß er das nicht ist.
Houston hat nur 3-4 Siege. Da aber die AFC South wieder traditionell mies ist, haben Tennessee und Jacksonville vor ihnen nur je 4-3 Siege.

Die Cowboys bereiten sich auf ihr Leben ohne Ezekiel Elliott vor.
Head Coach Jason Garrett sagte, daß man den Spielplan nicht ändern wird. Alfred Morris soll nahtlos in die Rolle des Nr. 1 Running Backs des Teams schlüpfen.
Mit 4-3 Siegen hat Dallas bereits jetzt so viele Niederlagen, wie letztes Jahr. Mit den hochfliegenden Eagles vor der Nase ist der Playoffzug fast schon abgefahren.

Inkompetent?
Kann sein.
Die Presse in Indianapolis wirft das den Colts vor. Es wäre absehbar gewesen, daß Andrew Luck nach seiner Schulteroperation lange Zeit fehlen würde. Da hätte der Vorstand ganz anders und entschiedener handeln müssen.
Jetzt gab das Team sogar bekannt, daß der Quarterback für den Rest der Saison auf die Verletztenliste gesetzt wurde.
Somit verpaßt nach Peyton Manning damals mit seiner Nackenverletzung, ein weiterer Quarterback Star der Colts eine komplette Saison.

Die 49ers setzten Wide Receiver Pierre Garcon mit einer Nackenverletzung auf die Verletztenliste.
Auch Safety Jimmie Ward landete auf dieser Liste. Er mit einem gebrochenen Arm.

Donnerstag, 2. November 2017

Kurzberichte
rivera-ron2Panthers Head Coach Ron Rivera (Bild) sagte über den schockierenden Tauschhandel mit Wide Receiver Kelvin Benjamin, daß man ihn abgegeben hätte, um mehr Geschwindigkeit auf den Platz zu bringen. Er und Devin Funchess hätten in etwa gleiche Stärken. Funchess aber wäre schneller, und deshalb könnte er das Feld besser ausweiten, und für mehr Pässe in die Tiefe sorgen.
Benjamin, der für Buffalos Draftpicks in Runde drei und sieben 2018 zu den Bills wechselte, hatte eine besondere Beziehung zu Quarterback Cam Newton. Der ist dann auch zutiefst geknickt, daß man ihm seinen Sicherheitsanker weggenommen hat. Er sagte, daß es eine emotionale Verbindung zwischen ihm und dem Receiver gab. Aber das dürfe keine Ablenkung sein. Die NFL wäre ein Geschäft, und so etwas würde passieren.
Und auf den Wide Receiver mußte Newton ja schon mal eine ganze Saison verzichten. Im Trainingscamp 2015 zog Benjamin sich einen Kreuzbandriss zu. In dem Jahr warf der Quarterback Pässe für 3.509 Yards und einen Karrierehöchstwert von 35 Touchdowns... und er führte die Panthers in den Super Bowl.

Es kam nicht unerwartet, daß die Patriots Brian Hoyer verpflichteten.
Die 49ers feuerten den Quarterback, nachdem sie Jimmy Garoppolo von den Patriots geholt hatten.
Hoyer unterschrieb für drei Jahre als Ersatzmann von Tom Brady. Außer Brady war plötzlich kein anderer Quarterback mehr im Kader.
In San Francisco will es Head Coach Shanahan nicht überstürzen. In einer Pressekonferenz sagte er, daß es möglich wäre, daß Garoppolo 2017 noch in keinem Spiel antritt.

Brock Osweiler startet für die Broncos gegen Philadelphia.
Der Quarterback will beweisen, daß er seine lange spielfreie Zeit gut genutzt hat, um an sich zu arbeiten und ein besserer Passer zu werden.
Osweiler hat klare Aufgaben von Head Coach Joseph bekommen: Manage die Offense, limitiere die negativen Spielzüge und laß das Laufspiel und die Defense die Last tragen.
Dann schauen wir mal, was das wird. Viel schlechter als Siemian kann ja auch Osweiler eigentlich nicht sein. 2005 holte er 5-2 Siege, als er den verletzten Peyton Manning ersetzen mußte.
Daß er in Houston als Starter so kläglich versagte ist dem Umstand geschuldet, daß er dort versuchte zu viel zu machen, sagte Osweiler.

Die Browns versagen nicht nur auf dem Feld sondern auch in der Chefetage.
Sie wollten Cincinnatis Ersatz Quarterback AJ McCarron verpflichten. Das scheiterte, weil Cleveland es nicht rechtzeitig schaffte, die nötigen Unterlagen an das Ligabüro der NFL zu senden.
Bengals Head Coach Marvin Lewis war hocherfreut darüber, daß der Handel nicht zustande kam, wie er der Presse sagte.
Die Bengals hätten für ihren Ersatz- Quarterback Clevelands Draftpicks in Runde zwei und drei 2018 bekommen.

Die NFL hat die Suspendierung von Josh Gordon beendet. Der Wide Receiver ist noch bei den Browns unter Vertrag. Ab dem 20. 11. darf er wieder mit dem Team trainieren.
Eine Woche später darf er in den aktiven Kader aufgenommen werde, vorausgesetzt, die Browns wollen ihn überhaupt noch.
Gordon wurde im Februar 2015 suspendiert, weil er positiv auf Alkohol getestet wurde.

Joey Bosa stellte einen neuen NFL Rekord auf.
Der Defensive End der Chargers sackte letzten Sonntag Patriots Quarterback Tom Brady in der zweiten Halbzeit. Damit erzielte Bosa seinen 19 Sack. So viele Sacks in den ersten 20 Spielen der Karriere konnte zuvor noch kein NFL Spieler erzielen, und das beinhaltet immerhin Aldon Smith, Clay Matthews und Von Miller.

Die Untersuchung der Kopfverletzungen hat ergeben, daß bestimmte Positionen anfälliger für Gehirnerschütterungen sind, als andere.
Running Backs werden zwar mit höheren Geschwindigkeiten getroffen, aber an vielen verschiedenen Stellen. Lineman, Offense, wie Defense, werden fast immer an der Vorderseite der Helme getroffen. Das erhöht das Risiko.
Deshalb sollen nun Helme hergestellt werden, die an bestimmten Stellen besser gedämpft werden.

Papa John ist sauer.
Der Pizzalieferant verkauft weniger Pizza und macht die NFL dafür verantwortlich, speziell den Boykott der Nationalhymne. Die Führung der Liga würde in dieser Sache Schwäche zeigen, und sich von den Spielern auf der Nase herumtanzen lassen.
Papa John hofft, daß die Liga das bald in den Griff bekommt, damit der Appetit auf Pizza wieder zunimmt.

Die besten Spieler der Woche 8
AFC

OFFENSE: WR JU JU SMITH-SCHUSTER, PITTSBURGH STEELERS
7 gefangene Pässe für 193 Yards, 1 Touchdown

DEFENSE: DE CARLOS DUNLAP, CINCINNATI BENGALS
Er fing einen Paß ab und trug ihn über 16 Yards zum Touchdown zurück

SPECIAL TEAMS: K HARRISON BUTKER, KANSAS CITY CHIEFS
5 von 5 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten.

NFC
OFFENSE: QB RUSSELL WILSON, SEATTLE SEAHAWKS
26 von 41 Pässen für die Karrierebestleistung von 452 Yards und 4 Touchdowns bei 1 Interception

DEFENSE: CB JALEN MILLS, PHILADELPHIA EAGLES
Er fing einen Paß ab und trug ihn zum Touchdown zurück

SPECIAL TEAMS: DL TYRONE CRAWFORD, DALLAS COWBOYS
Er blockte einen 36 Yards Field Goal Versuch. Orlando Scandrick trug den Ball dann über 90 Yards zurück.

Mittwoch, 1. November 2017

Kurzberichte
Jackson-HueAlle 32 Head Coaches, die in die Saison gestartet sind, haben ihren Job noch. Das ist erstaunlich, sieht man sich die anhaltende Erfolglosigkeit einzelner Kandidaten an.
So lodern die Feuer unter den Sitzen von Hue Jackson (Browns- Bild), Chuck Pagano (Colts), Ben McAdoo (Giants), Marvin Lewis, (Bengals) und John Fox, (Bears), immer noch heiß. Neu im Club der wohl bald arbeitslosen Head Coaches ist Dirk Koetter von den Buccaneers. Das Team hatte sich für dieses Jahr viel mehr vorgenommen, als es schaffen konnte. Statt auf Playoffkurs ist das Team zur Zeit bei 2-5 Siegen. Die Offense leistete sich in den letzten drei Wochen acht Ballverluste. Zu viel! Viel zu viel!

Die Giants kommen nicht zur Ruhe. Auf dem Platz sind sie Nieten, und außerhalb haben sie ihre Spieler nicht im Griff.
Cornerback Janoris Jenkins wurde suspendiert, weil er dem Team unerlaubt ferngeblieben ist.
Das Spiel gegen sein altes Team, die Rams, wird er damit verpassen.

Wau, hat der Herr Hirn in Denver vom Himmel regnen lassen?
Den Broncos schwant es so langsam, daß das mit Quarterback Trevor Siemian nichts mehr wird.
Paxton Lynch ist immer noch an der Schulter verletzt und kann so bald nicht eingesetzt werden. Bleibt Brock Osweiler, der ja vor Kurzem als Heilsbringer der Texans scheiterte, es sogar in Cleveland, der Lachnummer der Liga, nicht schaffte, und den Weg zurück nach Denver fand.
Also auch nicht das Gelbe vom Ei.
Aber nach drei Niederlagen in Folge und fünf Ballverlusten gegen die Chiefs, besteht Handlungsbedarf. Als nächster Gegner steht Philadelphia auf dem Plan, das zur Zeit beste Team der NFL.
Head Coach Vance Joseph meinte, daß alles untersucht wurde und wird. Und er kam zu dem Ergebnis, daß Siemian horrende Entscheidungen getroffen hat. In den letzten drei Spielen war er für sieben Ballverluste (sechs Interceptions und ein Fumble) verantwortlich.
So kann es nicht weitergehen.

Haben die 49ers jetzt ihren Quarterback für die Zukunft?
Das dachten auch schon die Chiefs, als sie 2009 Matt Cassel verpflichteten. Auch er war Ersatzmann in New England und konnte das Team fast in die Playoffs führen, nachdem sich Tom Brady am Knie verletzt hatte.
Doch Cassel war den Hype nicht wert, der um ihn gemacht wurde.
Man darf gespannt sein, wie die Sache mit Jimmy Garoppolo und den 49ers jetzt ausgeht.
Head Coach Kyle Shanahan hält viel von Garoppolo, will ihn aber nicht schon im kommenden Spiel in die Schlacht schicken.
Der Rest der Saison wird dann wohl zeigen, ob die Niners nächstes Jahr doch hinter Redskins Quarterback Kirk Cousins her sein werden, oder ob Garoppolo sich als Starter etablieren konnte.

Halbzeit:
Folgende Teams wären damit als Divisionssieger in den Playoffs, wenn diese heute begännen: New England Patriots, Pittsburgh Steelers, Tennessee Titans, Kansas City Chiefs, aus der AFC.
In der NFC wären es: Philadelphia Eagles, Minnesota Vikings, New Orleans Saints, Seattle Seahawks.
Da aber einige Teams schon ihren freien Spieltag hatten, ist das Bild natürlich etwas schief. So haben die Rams, die Panthers und die Jaguars allerbeste Chancen, noch an die Spitze ihrer Divisionen zu kommen.
Festgelegt ist das neue Power Ranking. Hier führen die Eagles die 32 Teams an.
Platz 2: Steelers, 3. Chiefs, 4. Patriots, 5. Seahawks, 6. Rams, 7. Vikings, 8. Saints, 9. Jaguars, 10. Bills.
Da sind einige unerwartete Kandidaten in den Top 10, die man vor der Saison nicht vorhersehen konnte, so wie die Bills auf Platz 10.

Können die Bills ihre 17 Jahre anhaltende Playoffabwesenheit beenden?
Wenn es die Patriots nicht gäbe, dann wohl ja. So aber wird es schwer. Um es doch endlich mal wieder zu schaffen, landeten sie am letzten Tag der Transferperiode einen guten Fang. Sie holten sich Wide Receiver Kelvin Benjamin von den Panthers.
In den bisherigen acht Saisonspielen fing er 32 Pässe für 475 Yards und 2 Touchdowns.
Benjamin war eine der sichersten Anspielstationen für Quarterback Cam Newton. Der wird jetzt etwas vermissen.

Ein weiterer Hammer in der Transferperiode war Jay Ajayi. Die Dolphins gaben den Running Back an die Eagles ab.
Die Eagles gaben Miami ihre Wahlmöglichkeit in Runde vier der nächsten Draft für ihn.

Cowboys Running Back Ezekiel Elliott hat wie erwartet erneut Einspruch gegen den Richterspruch vom Montag eingelegt. Der aber wird nicht mehr vor dem kommenden Wochenende verhandelt. Elliott verpaßt also das Spiel gegen die Chiefs auf jeden Fall.
Teambesitzer Jerry Jones ist der Meinung, daß die Liga sich bei der Suspendierung zu sehr um ihr Ansehen in der Öffentlichkeit bemüht und im Fall Elliott deshalb überreagiert hat. Die NFL steht in der Kritik, früher gegen Frauenschläger zu lasch gehandelt zu haben. Deshalb hätte sie Elliott, obwohl der von der Justiz in allen Punkten freigesprochen wurde, so hart bestraft, ist Jones überzeugt.
Man munkelt, daß Jones anfängt, gegen Goodell zu opponieren. Der Commissioner steht kurz davor, seinen $40 Millionen pro Jahr Vertrag zu verlängern. Jones soll sich dagegen ausgesprochen haben. Und Jones, als der Besitzer des wertvollsten Sportvereins auf diesem Planeten, hat ein gewichtiges Wort mitzureden. Allerdings steht die Mehrheit der Teambesitzer hinter Goodell, der die NFL so reich gemacht hat, wie noch nie zuvor.

Die NFL gab bekannt, daß sie Dolphins Linebacker Kiko Alonso nicht für den brutalen Angriff auf Ravens Quarterback Joe Flacco bestraft.
Flacco wurde bei dem Angriff der Helm vom Kopf gerissen. Er zog sich einen Gehirnerschütterung zu und einen Riß am Ohr, der genäht werden mußte.
Ravens Head Coach Harbaugh sagte am Dienstag, daß Flacco am Sonntag wird spielen können. Die Symptome der Gehirnerschütterung wären vollständig abgeklungen.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 8 - Der Montag
charles-jamaal-denverDenvers Offense ist erschreckend schwach. Noch erschreckender ist aber, daß die Defense sich so langsam aber sicher diesem miesen Niveau von oben annähert.
Jamaal Charles (Bild) kam zurück an seine alte Wirkungsstätte. Der Running Back wird irgendwann mal in den Ring der Ehre der Chiefs aufgenommen werden. Doch gestern spielte er für die Broncos und er war verantwortlich für die ersten Punkte seines alten Teams. Nach seinen ersten beiden Läufen, die 22 Yards einbrachten, ließ er sich im dritten Lauf den Ball aus der Hand schlagen. Cornerback Marcus Peters nahm den freien Ball auf und trug ihn über 45 Yards zum Touchdown zurück.
Zur Halbzeit hatte Kansas City gegen die auf beiden Seiten des Balles hilflosen Broncos einen 17:3 Vorsprung.
Doch der ausgelutschte Spruch: „Dieses Spiel hatte zwei Halbzeiten,“ konnte hier mal wieder angewendet werden.
Im dritten Viertel konnte die Offense der Chiefs lediglich 27 Yards erzielen.
Denvers Defense hielt. Wenn sie doch nur einen Quarterback hätten.
Die Bilanz von Trevor Siemian: 19 von 36 für 198 Yards, 1 Touchdown und 3 Interceptions. Damit hatte er maßgeblich Anteil an den fünf Ballverlusten, die Denver sich leistete.
Alex Smith: 14 von 31 für 202 Yards, 1 Touchdown.
Beide Teams konnten das Laufspiel nicht so recht etablieren. Zwar erzielte Broncos Running Back CJ Anderson 78 Yards, aber das reichte nicht, um die Unfähigkeit Siemians zu kaschieren.
Chiefs Running Back Kareem Hunt kam auf lediglich 46 Yards, und Quarterback Smith erzielte 33 Laufyards.
Ohne Offense geht es nicht, das müssen die Broncos von Spiel zu Spiel erfahren. Ansonsten hätten sie die Partie gestern vielleicht für sich entscheiden können.
So aber kamen die Chiefs zu einem glücklichen 29:19 Sieg. Sie stehen jetzt mit 6-2 Siegen ungefährdet an der Spitze der AFC West. Nächster Verfolger sind die Broncos mit 3-4 Siegen. Wer die Division gewinnt, dürfte jetzt wohl klar sein. Immerhin ist die Hälfte der Saison gelaufen.

Kurzberichte
Ezekiel Elliott erlitt eine Niederlage vor Gericht. Richterin Katherine Polk Failla erklärte die Suspendierung des Running Backs der Cowboys für wirksam.
Gegen dieses Urteil kann Elliott in Berufung gehen.
Macht er das nicht, dann darf er erst am 17.12. gegen die Raiders wieder spielen. Noch ist das Spiel als Sunday Night Football Spiel gelistet.
Allerdings spielen die Raiders nach ihrer überraschenden 12-4 Saison letztes Jahr, dieses Jahr wieder wie die schlechten alten Raiders und haben 3-5 Siege.
Die Spiele gegen Kansas City Chiefs, Atlanta Falcons, Philadelphia Eagles, Los Angeles Chargers, Washington Redskins und New York Giants würde Elliott verpassen.

Die 49ers haben ein Quarterback Problem, und 0-8 Siege.
Das veranlaßte sie dazu, bei den Patriots anzufragen, ob sie Ersatz-Quarterback Jimmy Garoppolo verpflichten dürfen?
Sie dürfen.
Die Patriots bekommen für ihn San Franciscos Draftpick in der zweiten Runde 2018.
Jetzt müssen die Patriots sich nach einem neuen Ersatzmann umsehen, denn außer Tom Brady haben sie keinen Quarterback mehr im Kader. Jacoby Brissett haben sie an die Colts abgegeben.
Brian Hoyer wäre frei. Den feuerten die 49ers, nachdem sie Garoppolo bekommen hatten.

Die Seahawks fanden Duane Brown am Sonntag wohl recht gut. Es war sein erstes Spiel für Houston nach einem langen Streik.
Seattle verpflichtete den Offensive Tackle der Texans am Montag.
Houston bekommt als Ausgleich Cornerback Jeremy Lane, und die Draftpicks der Seahawks in Runde fünf 2018 und zwei 2019.

Der Lazarettreport
Bears Tight End Zach Miller bleibt noch in einem Krankenhaus in New Orleans. Er erlitt eine böse Knieverletzung und es wurde eine Gefäßoperation vorgenommen. Eine Arterie in der linken Kniekehle war gerissen.
Die Bears stellten einige Mitglieder ihres medizinischen Stabs ab, die bei Miller bleiben.

Texans Defensive End Christian Covington hat einen gerissenen Bizeps. Für ihn könnte die Saison beendet sein.

Redskins Left Tackle Trent Williams wird mit einer Knieverletzung einige Wochen ausfallen.

Montag, 30. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 8 - Der Sonntag
elliot-ezekielHalbzeit in der Saison.
Gegen die Redskins bewies Ezekiel Elliott (Bild) mal wieder, wie wertvoll er für die Cowboys ist. Der Running Back lief 33 mal, so oft wie noch nie in seiner NFL Karriere, und erzielte 150 Yards und 2 Touchdowns.
Heute entscheidet sich sein weiteres Schicksal. In New York kommt es erneut zu einer Gerichtsverhandlung über seine Suspendierung. Wenn die vom Gericht angeordnet wird, wird er Dallas bis Mitte Dezember fehlen.
Dank Elliotts Vorstellung lastete die Verantwortung nicht auf den Schultern von Quarterback Dak Prescott. Der warf den Ball 22 mal und traf 14 mal seine Receiver für 143 Yards.
Die Redskins hatten in der O-Line viele verletzungsbedingte Wechsel vornehmen müssen. Dadurch hatte die gar nicht mal so gute Defense der Cowboys es nicht allzu schwer. Sie setzte Quarterback Kirk Cousins wieder und wieder unter Druck und sackte ihn viermal. Seine Bilanz: 26 von 39 für 263 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Cousins konnte nicht auf ein entlastendes Laufspiel setzen. Als bester Läufer kam Running Back Running Back Kelly mit 8 Läufen auf 19 Yards und 1 Touchdown.
Um mit den davonfliegenden Eagles Schritt halten zu können, war dieses Spiel schon so was wie ein Playoffspiel. Dallas und die Redskins hatten beide 3-3 Siege. Nach dem 33:19 Sieg der Cowboys hieß es Dallas 4-3, Redskins 3-4.

Die Eagles hatten keine Probleme, die 49ers weiter sieglos zu halten. Philadelphia gewann 33:10 und hat 7-1 Siege.
In der Saison stehen noch beide Spiele gegen Dallas an, während die zwei Spiele gegen die Redskins schon gewonnen wurden.

Die Jungs in der Spieltagsvorschau auf FOX waren sich einig: Wenn Deshaun Watson gegen die Legion of Boom besteht, dann ist er ernstzunehmen.
Und ja, auch wenn es nicht ganz gereicht hat, ist der Quarterback der Texans in der NFL angekommen.
In einem Spiel, das bereits den Stempel „Klassiker“ aufgedrückt bekam, zeigte Watson, was er drauf hat. Das kann man auch gelten lassen, obwohl die Legion of Boom der Seahawks in dieser Saison höchsten noch eine Legion of Boing ist.
Seahawks Cornerback Richard Sherman fing zwei Pässe von Watson ab, und trug so maßgeblich zum knappen, überaus glücklichen Sieg bei.
Watsons Bilanz: 19 von 30 für 402 Yards, 4 Touchdowns, 3 Interceptions.
Russell Wilson: 26 von 41 für 452 Yards, 4 Touchdowns, 1 Interception.
Watson war mit 67 Yards aus acht Läufen auch der beste Running Back der Texans und bewies damit seine Vielseitigkeit.
Natürlich gehört auch Seahawks Quarterback Russell Wilson zu den besten Läufern seines Teams, was er mit 30 Yards aus vier Läufen bewies. Der nächstbeste Seahawks Running Back kam auf sechs Yards.
Nach pausenlosen Führungswechseln stand am Ende ein 41:38 für Seattle. Die stehen jetzt Punktgleich mit den Rams mit 5-2 Siegen an der Spitze der NFC West.
Houston steht mit 3-4 Siegen in der AFC South hinter den Titans uns Jaguars mit jeweils 4-3 Siegen.
Nach dem Spiel bleibt zu sagen, daß die Spieler der Texans ihren Job gemacht haben, auch wenn sie ihren Besitzer Bob McNair nicht mehr leiden können.
Sein Kommentar, in dem er die Spieler der NFL als Häftlinge bezeichnete, führte zwar dazu, daß fast alle Texans Spieler vor dem Spiel die Hymne boykottierten, aber auf dem Platz waren sie voll und ganz dabei.

Die Liga nennt es Ausgeglichenheit, was sich zur Zeit abspielt. Diese Ausgeglichenheit hätte jetzt sogar auch die Patriots erreicht, heißt es.
Ich nenne diese Ausgeglichenheit Mittelmäßigkeit, denn es gibt immer seltener Spiele, die auch nur in die Nähe eines Klassikers kommen.
So nutzte New England die Fehler der Chargers, um zu einem 21:13 Sieg zu kommen. Einer dieser genutzten Fehler war ein Paß von Chargers Quarterback Rivers in den Schlußsekunden, den Cornerback Jones an der Goalline abfing.
Immerhin konnte die Patriots Defense mit Philip Rivers den zweiten Quarterback in dieser Saison unter 300 Yards halten.
Philip Rivers: 17 von 30 für 212 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Tom Brady: 32 von 47 für 333 Yards, 1 Touchdown.
Los Angeles schlampt mit 3-5 Siegen am Boden der AFC West rum, zusammen mit den Raiders.
Die Patriots stehen mit 6-2 an der Spitze der AFC East und haben die Bills im Nacken.

Buffalo überzeugte im Heimspiel gegen Oakland und gewann hochverdient mit 34:14.
Mit 5-2 Siegen bleiben sie New England hartnäckig auf den Fersen.

Die Saints brauchten die Defense und die Running Backs Mark Ingram und Alvin Kamara, um die Teddys aus Chicago zu zähmen.
Zum ersten Mal seit dem 4. Oktober 2009 konnte New Orleans ein Spiel ohne einen Touchdownpass von Quarterback Drew Brees gewinnen.
Seine Bilanz: 23 von 28 für 299 Yards.
Mitchell Trubisky: 14 von 32 für 164 Yards, 0 Touchdowns, 1 Interception.
Saints Running Back Ingram erzielte mit 18 Läufen 75 Yards und einen der zwei Saints Touchdowns. Den anderen erzielte Running Back Alvin Kamara.
Endergebnis 20:12 für die Saints.
Mit 5-2 Siegen steht New Orleans an der Spitze der NFC South. Es folgen die Panthers mit 5-3, die gegen Tampa Bay 17:3 gewannen.

Der Lazarettreport
Bears: Tight End Zach Miller, Knie
Guard Kyle Long, Hand,
Offensive Lineman Cody Whitehair, Ellenbogen

49ers: Safety Jimmie Ward, gebrochener Unterarm
Offensive Lineman Garry Gilliam, Knie
Defensive Lineman D.J. Jones, Knie
Rookie defensive Lineman Solomon Thomas, Knie
Receiver Pierre Garcon,Nacken
Offensive Tackle Joe Staley, gebrochner Augenhölenknochen.

Patriots: offensive Tackle Marcus Cannon, Knöchel
Receiver Chris Hogan, Schulter

Vikings: offensive Tackle Mike Remmers, Gehirnerschütterung

Redskins: Tight End Niles Paul, Gehirnerschütterung 
Tight End Jordan Reed, Oberschenkel.
Offensive Lineman Shawn Lauvao, Nackenstauchung
Safety Stefan McClure, Oberschenkel

Browns: Running Back Duke Johnson, Gehirnerschütterung
Defensive Back Briean Boddy-Calhoun, Oberschenkel

Raiders: Fullback Jamize Olawale; Oberschenkel

Eagles: Cornerback Patrick Robinson, Kopf

Bengals: defensive End Michael Johnson, Rücken

Jets: defensive Lineman Ed Stinson, Schulter

Panthers: Guard Trai Turner, Knie

Texans: defensive End Christian Covington, Ellenbogen
Guard Jeff Allen, Knie

Cowboys: Receiver Cole Beasley, Gehirnerschütterung

Steelers: Safety Mike Mitchell, rechter Knöchel

Seahawks: Safety Earl Thomas, Oberschenkel

Lions: Guard Tim Lelito, Wade
Running Back Dwayne Washington, Gehirnerschütterung

Samstag, 28. Oktober 2017

Kurzberichte
mcnair-bobTexans Teambesitzer Bob McNair (Bild) meinte, daß es nicht OK wäre, wenn die Häftlinge das Gefängnis führen. Er bezog sich beim Treffen der Teambesitzer auf die Spieler, die die Hymne boykottieren.
Damit löste er einen Proteststurm (Shitstorm für die jüngeren Leser) aus. Die Spieler der Texans hatten deshalb vor, am Freitag zu streiken. Doch einzig Wide Receiver DeAndre Hopkins nahm sich einen freien Tag „aus persönlichen Gründen“. Head Coach Bill O`Brien hatte nichts dagegen.
McNair entschuldigte sich bereits, aber der Schaden ist angerichtet. Die Beteuerung, daß er seine Spieler natürlich nicht als Gefangene ansieht, wurde vernommen, abgehakt und als nicht glaubhaft bewertet.
Texans Left Tackle Duane Brown, der bis letzte Woche im Streik war, war nicht darüber überrascht, was der Teambesitzer über seine Spieler denkt. Auch vom nächsten Gegner kam eine negative Erwiderung: „Entschuldige dich nicht“, meinte Seattles Cornerback Richard Sherman. „Du meinst, was du sagst. Daß du Flagge gezeigt hast erlaubt den Leuten, dich so zu sehen, wie du wirklich bist.“
Head Coach O`Brien geht davon aus, daß Hopkins am Sonntag in Seattle dabei sein wird.

Die Bills schicken Defensive Tackle Marcell Dareus nach Jacksonville.
Die Jaguars gaben den Bills ihren Draftpick in Runde sechs 2018 für ihn.

Zur Kasse bitte
Jets Linebacker Daron Lee, zwei Strafen für Vorfälle gegen die Dolphins. $36.464 wegen Roughing the Passer und $9.115 für einen Griff in das Gesichtsgitter.

Chiefs Cornerback Marcus Peters, $9.115 für einen illegalen Hit gegen Raiders Quarterback Derek Carr.

Wie erwartet: Bengals Linebacker Vontaze Burfict $12.154 für einen Tritt gegen einen Steelers Spieler.
Für Burfict ist es ein Jubiläum, es ist seine 10. Geldstrafe.

Je $18.231 müssen Falcons Adrian Clayborn und Giants Keenan Robinson für Roughing the Passer zahlen.

Je 12.154 Dollar müssen Jets Wide Receiver Robby Anderson und Saints Defensive Tackle David Onyemata wegen unsportlichen Verhaltens zahlen.

Um übertriebene Härte geht es in drei Fällen. Buccaneers Defensive Back Robert McClain kostet das $24.309. Mit je $9.115 sind Chargers Tackle Russell Okung und Seahawks Guard Mark Glonkowski dabei.

Der Lazarettreport
Dolphins Head Coach Adam Gase ist froh, wenn er Elend wieder gegen Not austauschen kann.
Nächsten Sonntag soll Jay Cutler wieder als Quarterback die Offense der Dolphins führen, trotz seiner angeknacksten Rippen.

Die Cowboys gaben bekannt, daß sie wohl vier Wochen auf Kicker Dan Bailey mit seiner Leistenverletzung verzichten müssen.

Josh Norman soll am Sonntag gegen die Cowboys spielen.
Der Cornerback der Redskins hatte eine Rippenverletzung, die jetzt ausgeheilt ist. Aber das OK der Ärzte muß noch erteilt werden.
Linebacker Mason Foster wurde mit einer gerissenen Pfannenlippe auf die Verletztenliste gesetzt.
Tackle Ty Nsekhe (Bauchmuskel ) und Center Spencer Long (Quadrizeps) können nicht spielen.

Wer sonst noch am Sonntag definitiv nicht spielt:

Buffalo Bills: Cornerback E.J. Gaines (Oberschenkel), Tight End Charles Clay (Knie) und Linebacker Ramon Humber (Daumen)

New York Jets: Cornerback Buster Skrine (Gehirnerschütterung) und Starting Right Tackle Brandon Shell (Nacken)

Carolina Panthers: Center Ryan Kalil (Nacken) und Running Back Fozzy Whitaker (Knöchel)

Indianapolis Colts: Linebacker John Simon (Nacken) und Cornerback Rashaan Melvin (Gehirnerschütterung)

Pittsburgh Steelers: defensive Lineman Stephon Tuitt (Back), Tight End Vance McDonald (Knie) und offensive Tackle Marcus Gilbert (Oberschenkel)

Tampa Bay Buccaneers: Brent Grimes (Schulter), Robert McClain (Gehirnerschütterung) und Josh Robinson (Gehirnerschütterung)

Detroit Lions: Wide Receiver Kenny Golladay (Oberschenkel) und Starting Left Tackle Greg Robinson (Knöchel)

Seattle Seahawks: Guard Luke Joeckel (Knie)

New England Patriots: Malcom Brown (Knöchel) und Eric Rowe (Leiste)

San Francisco 49ers: defensive End Aaron Lynch (Wade) und Cornerback K'Waun Williams (Quadrizeps)

Freitag, 27. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 8 - Der Donnerstag
alonso-kikoMiami Dolphins 00 : 40 Baltimore Ravens.
Ravens Quarterback Joe Flacco erlitt bei einem unerlaubten Angriff eines Verteidigers der Dolphins eine Gehirnerschütterung. Nein, es war nicht Ndamukong Suh, der den Quarterback angriff. Flacco lief im zweiten Viertel selber mit dem Ball und fing an zu rutschen, als Linebacker Kiko Alonso (Bild) auf ihn zuflog. Dabei achtete der darauf, daß er Flacco mit seinem Unterarm noch einen mitgab. Flaccos Helm wurde ihm vom Kopf gerissen und flog durch die Gegend. Eine Risswunde am Ohr des Quarterbacks mußte genäht werden.
Für Flacco war das Spiel Zuende.
Doch gemach... auch Suh hatte noch seine Szene. Wäre ja noch schöner, wenn einer der schmutzigsten Spieler der Liga ohne entsprechenden Auftritt geblieben wäre. Er schnappte sich Ravens Ersatz- Quarterback Ryan Mallett im letzten Viertel an der Kehle und schubste ihn.
Beide Attentäter dürfen sich jetzt auf eine Zahlungsaufforderung der Liga vorbereiten. Alonso vielleicht sogar auf eine gerechtfertigte Suspendierung.

Kurzberichte
Die NFL hat mit sinkenden Einschaltquoten ihrer Spiele zu kämpfen. Verluste auf hohem Niveau, zugegeben, aber Verluste.
Schuld sollen die anhaltenden Proteste der Spieler gegen die Flagge sein.
Aber könnte es nicht eher der Protest der Zuschauer gegen solche Horrorspiele wie das aus dieser Nacht sein?
Das wäre doch eine Überlegung wert, oder?

Am 7. August gaben die Bills Wide Receiver Anquan Boldin einen Einjahresvertrag. Zwei Wochen später verkündete Boldin seinen Schritt in den Ruhestand.
Am Donnerstag bat Boldin die Bills um die Erlaubnis, zu einem anderen Team wechseln zu dürfen, da Buffalo die Rechte an ihm hält.
Ob Boldin ein Team in Aussicht hat, das in verpflichten möchte, sagte der Wide Receiver nicht.
Die Bills müßten einem Wechsel eh ihren Segen geben und von dem anderen Team eine Kompensation erhalten.

Die Cowboys machten Cooper Rush zum Ersatz- Quarterback hinter Dak Prescott.
Kellen Moore, bisher die Nr. 2, wurde gefeuert.

Der Lazarettreport
Die Patriots müssen für den Rest der Saison auf Donta Hightower verzichten.
Der Linebacker hat einen gerissenen Brustmuskel.

Aaron Rodgers dürfte jetzt Probleme mit Metalldetektoren haben. Dem Quarterback der Packers wurden 13 Schrauben in das gebrochene Schulterblatt eingesetzt.
Noch wurde er vom Team nicht auf die saisonbeendende Verletztenliste gesetzt.

Die Cardinals setzten Quarterback Carson Palmer mit seinem gebrochenen linken Arm auf die Verletztenliste.

Myles Garrett muß die strapaziöse Reise zur Niederlage gegen die Vikings in London nicht mitmachen.
Der Rookie Defensive End der Browns hat eine Gehirnerschütterung und bleibt Zuhause.

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Kurzberichte
flacco-joe-sb„Joe Flacco (Bild) spielt großartig, bedenkt man die Menge seiner Verletzungen“, sagte Ravens Head Coach John Harbaugh.
Was soll er auch sagen, ohne das Selbstvertrauen seines Spielmachers in den Keller zu schicken?
Fakt ist, daß Flacco wegen seines Rückens das ganze Trainingslager verpaßt hat. Natürlich wirkt das noch nach. Aber fest steht auch, daß Flacco, gemessen an seinen Fähigkeiten, völlig überbezahlt ist. Er braucht gute Receiver, die seine Pässe fangen können. Die hat er zur Zeit aber nicht. Vor dem Spiel heute Nacht gegen Miami sind Mike Wallace und Breshad Perriman im Gehirnerschütterungsprotokoll und zwei weitere Receiver stehen auf der Verletztenliste.
Auch Running Back Terrance West und Tight End Maxx Williams sind verletzt und können gegen Miami nicht spielen. Was bleibt da noch?
Joe Flacco!
„Es liegen noch gute Zeiten vor Joe Flacco,“ meinte Harbaugh. „Ich setze weiter auf ihn. Es wird Spaß machen, ihm zuzusehen.“
Echt?
Flacco liegt bei der Passerwertung mit 70 Punkten auf Platz 31 der 32 in dieser Kategorie qualifizierten Quarterbacks. Mit 5,31 Yards pro Paß ist er sogar letzter und mit seinen acht Interceptions liegt er auf Platz drei.
Da soll Spaß aufkommen?

Die Cowboys feuerten Defensive End Damontre Moore. Er hatte am Sonntag gegen die Nationalhymne protestiert, indem er die Faust während des Liedes in die Luft streckte und anschließend salutierte.
Doch das soll nicht der Grund für die Entlassung gewesen sein.
Auch ein Zwischenfall in einem Nachtclub letzte Woche soll nicht der Grund gewesen sein, wie Head Coach Jason Garrett berichtete.
Moore wurde gefeuert weil die Cowboys Platz im Kader für Kicker Mike Nugent schaffen mußten, der den verletzten Dan Bailey ersetzt.

Die Bears holten sich Dontrelle Inman von den Chargers.
Viel erwarten sie wohl nicht von dem Wide Receiver, denn Los Angeles bekommt nur den Draftpick in Runde sieben von Chicago für ihn.
Doch die Bears brauchen irgendwen, der halbwegs in der Lage ist, Pässe zu fangen. Cameron Meredith und Kevin White stehen auf der Verletztenliste.

Die Jaguars gaben Telvin Smith eine Vertragsverlängerung. Der Linebacker unterschrieb für weitere vier Jahre und $44 Millionen.

Nur so nebenbei. Panthers Quarterback Cam Newton hat mal wieder eine Pressekonferenz abgebrochen, weil ihm eine Frage nicht paßte.

Steelers Wide Receiver Martavis Bryant fühlt sich unterbeschäftigt. Deshalb möchte er das Team verlassen.
Am kommenden Sonntag hat er keine Chance, viele Pässe zu fangen. Noch nicht mal einen wird er fangen, denn er ist vereinsintern suspendiert.
Bryant hatte per Twitter angemerkt, daß Rookie Wide Receiver JuJu Smith-Schuster auf keinen Fall besser als er wäre.
Bryant schmeckt nicht, daß der Frischling mehr Einsatzzeit bekommt, als er.
Das wird wohl kein gutes Ende nehmen. Bryant sagte zwar, daß er sich den Hintern aufreißen würde für die Steelers, wenn er nicht wechseln dürfte, aber ob er das wirklich meint?

Der Prater kickt weiter die Field Goals in Detroit.
Die Lions verlängerten Matt Praters Vertrag um drei Jahre, die ihm $11,4 Millionen einbringen.

Die Patriots müssen gegen die Chargers auf einen ihrer besten Verteidiger verzichten.
Linebacker Donta Hightower kann wegen einer Schulterverletzung nicht spielen.

Carson Wentz rockt die NFL. Nicht nur, daß der Quarterback der Eagles zum besten NFC Angreifer der Woche gewählt wurde, nein, er spielte sich auch an die Spitze um den Titel „MVP der Saison“.
Er verwies Quarterback Alex Smith auf Platz zwei. Doch das Rennen ist noch lang. Smith kann sich seinen Platz an der Spitze wieder zurückerobern.
Auf Platz drei lauert Tom Brady, der auf dem Weg zu einer 5.000 Yards Saison ist, wenn er weiter die Pässe so raushaut, wie bisher.

Die besten Spieler der Woche 7
AFC
OFFENSE: WR AMARI COOPER, OAKLAND RAIDERS
11 gefangene Pässe für 210 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: S KEVIN BYARD, TENNESSEE TITANS
3 Interceptions

SPECIAL TEAMS: PR TRAVIS BENJAMIN, LOS ANGELES CHARGERS
Er trug einen Punt über 64 Yards zum Touchdown zurück und fing einen 42 Yards Touchdownpass.

NFC
OFFENSE: QB CARSON WENTZ, PHILADELPHIA EAGLES
17 von 25 für 268 Yards, 4 Touchdowns, 1 Interception.
8 Läufe für 63 Yards

DEFENSE: S EDDIE JACKSON, CHICAGO BEARS?
Er trug einen eroberten Fumble über 75 Yards zum Touchdown zurück und einen Interception über 76 Yards zum Touchdown.

SPECIAL TEAMS: K KAI FORBATH, MINNESOTA VIKINGS
6 von 6 Field Goals, 0 von 1 Extrapunkt

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Kurzberichte
kizer-deshone2Es gibt Dinge im Leben, die stehen unabänderlich fest: Wir wurden geboren um zu sterben, müssen Steuern zahlen, und die Cleveland Browns sind Punktelieferanten.
Und als wäre das Team nicht schon mies genug, und die Fans genug gebeutelt (man sehe sich nur die leeren Oberränge beim letzten Heimspiel an), läßt Rookie Quarterback DeShone Kizer (Bild) den Manziel raushängen.
Im Internet tauchte ein Video auf, das Kizer zeigt, wie er am Freitag vor dem Spiel gegen Tennessee in einer Bar kräftig mit einigen Teamkollegen feiert.
Und wie Johnny Manziel, die mieseste Socke, die es je in die NFL geschafft hat, ließ Kizer nachher Sprüche ab, die er von Manziel übernommen haben könnte. „Football wäre mehr als die Spielzüge zu kennen und Pässe werfen zu können. Als Quarterback einer Organisation hätte man Verantwortung und müsse Führungsstärke zeigen. Ja, das hat man auch von Möchtegern- Quarterback Johnny Football gehört.
Und wie das bei dem ausgegangen ist, das weiß man ja nun.

Auch wenn Martavis Bryant für Unruhe bei den Steelers sorgt, und so einen Teamwechsel forcieren will, wird er nicht auf die Transferliste gesetzt.
Head Coach Mike Tomlin betonte, daß der Wide Receiver keine Freigabe bekommt.
Bryant fing gegen die Bengals nur einen Paß für drei Yards und fühlt sich unterbeschäftigt. Er möchte mehr involviert oder abgegeben werden.

Die NFL verhandelte den Einspruch von Raiders Running Back Marshawn Lynch gegen seine Suspendierung.
Lynch verlor.
Die Suspendierung bleibt.

Der Sender ABC15 in Phoenix berichtete, daß Cardinals Head Coach Bruce Arians in den Ruhestand treten will.
Stimmt nicht, twitterte Arians. Dieser Bericht wäre neu für ihn, meinte der Head Coach. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.
Das letzte Spiel, ein 0:33 in London gegen die Rams, war ein nie für möglich gehaltener Tiefpunkt.
Bei der anhaltenden Mißerfolgsserie der Cardinals hat wohl ein Reporter seinem Wunschdenken Ausdruck gegeben.
Doch bei 3-4 Siegen ist in Arizona noch nicht alles verloren. Nach der Freiwoche kommen die noch viel mieseren 49ers. Danach könnten es 4-4 heißen. Da muß man den Head Coach noch nicht in die Wüste schicken, in der Phoenix ja eh liegt.

Michael Irvin hält das Hickhack um Ezekiel Elliott für ein Scheingefecht.
Der Ruhmeshallen Wide Receiver der Cowboys meinte treffsicher: „Seine Unschuld wurde von der Polizei bereits bewiesen.“
Deshalb versteht Irvin nicht, warum die Liga so verbissen darum kämpft einen offiziell von allen Vorwürfen freigesprochenen zu suspendieren.
Elliott kämpft in Irvins Augen nicht darum, seine Unschuld zu beweisen. Die wäre bereits bewiesen. Der Running Back kämpft darum, daß die Liga keinen vor dem Gesetz als Unschuldig geltenden suspendiert.
Und der Kampf wird am Montag vor Gericht fortgesetzt.

Die Cowboys verpflichteten Mike Nugent.
Der Kicker soll den verletzten Dan Bailey ersetzen. Das wird nicht ganz gelingen, denn Bailey ist der beste Kicker der Liga. Doch eine Leistenverletzung wird ihn einige Wochen vom Einsatz abhalten.
Nugent hat bisher bereits für die Bengals, Cardinals, Buccaneers und Jets gekickt. Dabei verwandelte er 80,8% seiner Field Goal Versuche.

Mit 37 Jahren ist Dwight Freeney schon recht alt für einen Defensive End.
Zuletzt spielte er für die Falcons. Seit März ist er ohne Team.
Doch die Not bei den Seahawks auf der Position ist so groß, daß sie Freeney einen Einjahresvertrag gaben.

Für Eagles Left Tackle Jason Peters ist die Saison mit einem vorderen und hinteren Kreuzbandriss beendet.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 7 - Der Montag
wentz-carson2
Nicht nur der Weg zur Divisionsmeisterschaft in der NFC East dürfte über Philadelphia führen, sondern auch der Weg zur NFC Meisterschaft.
Der Gedanke könnte einem nach dem Monday Night Spiel tatsächlich kommen. Die Eagles waren nicht nur gut gegen die Redskins, sie waren dominant. Quarterback Carson Wentz tauchte heute morgen sogar schon in den Erwähnungen zum MVP der Saison auf. Das könnte allerdings etwas voreilig sein, auch wenn er in dieser Nacht hervorragend spielte und den Einhundertmillionendollar- Quarterback Kirk Cousins an die Wand spielte. Der gab sich zwar alle Mühe, konnte aber nicht die Akzente setzen, die Wentz setzen konnte. Die Entschuldigung, daß er den Tod seiner Großmutter zu verkraften hatte, die am Sonntag verstarb, wollte er nicht gelten lassen.
Cousins Bilanz: 30 von 40 für 303 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception.
Carson Wentz: 17 von 25 für 268 Yards, 4 Touchdowns, 1 Interception.
Wentz war auch der beste Läufer seines Teams mit 63 Yards aus acht Läufen. Nebenbei zeigte Wentz auch einige Male, daß er irgendwo in seiner Ahnenreihe Houdini als Urgroßvater oder so hätte haben können. Mit seiner Größe und Kraft schüttelte er lästige Verteidiger ein ums andere Mal ab und entkam ihnen.
Auch die Redskins bekamen ihr Laufspiel nicht in die Gänge. Running Back Chris Thompson lief sieben mal für 38 Yards.
Aus dem 17:10 für Philadelphia zur Halbzeit wurde am Ende ein verdientes 34:24.
Mit 6-1 Siegen stehen die Eagles fast schon uneinholbar an der Spitze der Division. Danach folgen Dallas und die Redskins mit 3-3. Völlig am Ar... Ende stehen die Giants mit 1-6 Siegen.

Kurzberichte
„Eli Manning bleibt unser Quarterback“, sagte Giants Head Coach Ben McAdoo bei einer Pressekonferenz, auf die Frage, ob es nicht Zeit wäre, den bisher strauchelnden Quarterback abzulösen,.
Für manchen ist jetzt die Zeit gekommen, die Zukunft beginnen zu lassen. Die Saison ist verloren. In der zweiten Hälfte wird man mit 1-6 Siegen nicht mehr in die Nähe der Playoffs kommen. Also hört man in New York die Rufe nach Rookie Davis Webb. Leise zwar noch, aber man hört sie. Allerdings ist nicht Webb der nächste in der Reihe, sondern Geno Smith ist die Nr. 2, ein Ex-Jet, und den will wohl nicht wirklich jemand sehen.
Dabei tut Manning, was er kann. Ihm fehlen halt die passenden Anspielstationen und ein entlastendes Laufspiel. Und eine Niederlage gegen die Seahawks, wie das 7:24 am Sonntag, das ist nicht ungewöhnlich.
Mal abwarten, was sich da noch ergibt.

Die NFL hat mal wieder das Nachsehen.
Die nächste Verhandlung im Fall Ezekiel Elliott ist für den 30.10. angesetzt. Die Liga wollte das Ganze auf den 27.10. vorziehen, damit der Running Back der Cowboys im Fall der Fälle schon gegen die Redskins gesperrt wäre.
Hat nicht geklappt. Das Gericht läßt es beim 30.10. und somit kann Elliott in Woche 8 spielen.

Die NFL hat Andrew Sendejo für ein Spiel suspendiert.
Der Safety der Vikings knockte Ravens Wide Receiver Mike Wallace mit einem harten Hit aus dem Spiel. Zu hart, wie die NFL meinte.
Die Schiedsrichter meinten das auch schon, als sie eine Strafe gegen Sendejo wegen übertriebener Härte verhängten.
Der Safety legte Einspruch gegen die Strafe ein. Sollte die Sperre bestehen bleiben, muß er die unsinnige Reise nach London für den Lachschlager gegen die Browns nicht mitmachen.

Da war noch jemand im Streik.
Texans Left Tackle Duane Brown erschien am Montag zum Training. Er verpaßte das gesamte Trainingslager und die ersten sechs Spiele.
Der 32-jährige kann jetzt für Houston spielen, oder abgegeben oder gefeuert werden.

Dicke Luft in Indianapolis. Zwar hat Head Coach Chuck Pagano seinen Job noch, nach der ersten zu Null Niederlage der Colts seit 1993, doch der Baum brennt.
Wide Receiver TY Hilton sagte: „Wir Receiver haben unsere Kämpfe gewonnen. Die O-Line muß besser spielen.“
Auch wenn er nicht unrecht hat, die O-Line der Colts ist ja schon seit Jahren mies, so hat er sich doch bei seinen Mitspielern entschuldigt.

Von Von Miller kamen eigenartige Aussagen. Der Linebacker der Broncos meinte, daß man in Denver keinesfalls in Panik geraten wäre, nur weil man 0:21 gegen die Chargers verloren hätte. Die erste zu Null Niederlage übrigens seit 1992.
Man hätte sich nach dem Spiel getroffen und darüber gesprochen, was gut gelaufen wäre, und was schlecht. Nach einem 0:21 hätte es so einige Themen ergeben.
Auf keinen Fall hätte man auf Quarterback Trevor Siemian rumgehackt. Die Niederlage wäre nicht nur dem Quarterback anzulasten, meinte auch Head Coach Vance Joseph.
„Jetzt müssen wir gewinnen“, meinte Von Miller.
Na dann, viel Glück. Der Gegner nächsten Montag heißt Kansas City Chiefs.

Steelers Wide Receiver Martavis Bryant will seinen Abgang aus Pittsburgh wohl forcieren.
Er erschien nicht zu einer Teambesprechung, sondern ging statt dessen zum Arzt.
Es rumpelt ja schon länger, zwischen Bryant und den Steelers.

Der Lazarettreport
Browns Offensive Lineman Joe Thomas hat einen gerissenen Trizeps und für ihn ist die Saison beendet.

Dolphins Quarterback Jay Cutler hat mehrere gebrochene Rippen.
Er kann am Donnerstag wohl nicht in Baltimore spielen.

Eagles Left Tackle Jason Peters verletzte sich gegen die Redskins am rechten Knie.
Wie es heißt, könnte die Verletzung recht schlimm sein.

Montag, 23. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 7 - Der Sonntag
ryan-matt-10Öde und die Langeweile beherrschten den Sonntag.
Das „Rückspiel“ des Super Bowls war sogar so mies, daß sich in der 2. Halbzeit gnädigerweise der Nebel des Grauens über das Spiel legte.
Die Patriots lieferten einen nie gefährdeten 23:7 Sieg über Atlanta ab.
Die Defense New Englands scheint sich gefangen zu haben. Matt Ryan (Bild), letztes Jahr beinahe unaufhaltsamer Quarterback der Falcons und Liga MVP, war der erste Quarterback, der in dieser Saison keine 300 Yards gegen die Patriots paßte.
Seine Bilanz: 23 von 33 für 233 Yards, 1 Touchdown.
Tom Brady: 21 von 29 für 249 Yards, 2 Touchdowns.

Es bleibt dabei, die Rams haben die explosivste Offense der Liga. Und auch die Defense ist recht gut. So kam es zu einem nie auch nur ansatzweise gefährdeten 33:0 Sieg der Rams in London gegen die furchtbar hilflosen Cardinals.
Arizonas Quarterback Carson Palmer brach sich den linken Arm und braucht acht Wochen Pause. Da ist die Saison für die Cards eh beendet. Da Palmer schon vor der Saison über seinen Ruhestand nachdachte, dürfte es das wohl für ihn gewesen sein.
Seine Bilanz bis zum Ausscheiden: 10 von 18 für 122 Yards, 1 Int.
Jared Goff von den Rams beweist weiter, daß er ein große Zukunft vor sich haben dürfte: 22 von 37 für 235 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Cardinals Running Back Adrian Peterson, der letzte Woche so gut einschlug, landete auf dem harten Boden der Tatsachen mit 21 Yards aus 11 Läufen. Immerhin ist er durch den Wechsel von den Saints zu den Cardinals der erste NFL Spieler, der zweimal in einer Saison in London spielte.
Wie man es richtig macht, zeigte Running Back Todd Gurley von den Rams mit 106 Yards und 1 Touchdown aus 22 Läufen.

Die Steelers haben den Schock gegen Jacksonville vor zwei Wochen gut weggesteckt.
Die Bengals wurden mit 29:14 abgefertigt, und der Sieg Pittsburghs war eigentlich nie gefährdet.
Gefährdet war auch Vontaze Burficts Ruf als schmutziger Spieler nicht. Der Linebacker der Bengals trat Fullback Roosevelt Nix nach noch nicht mal einer Minute gegen den Helm. Eine Strafe auf dem Platz blieb aus, aber die NFL wird eine verhängen, das steht fest.

Die Cowboys konnten einen nie gefährdeten 40:10 Sieg in San Francisco verbuchen.
Nachdem er zwei von zwei Extrapunkten erzielte, verletzte sich Cowboys Kicker Dan Bailey an der Leiste. Als Ersatz für ihn mußte Safety Jeff Heath ran. Bei der Überlegenheit der Cowboys mußte er nicht zu einem Field Goal antreten. Er verwandelte zwei von drei Extrapunktversuchen.
In der Halbzeit ehrten die 49ers Tight End Dwight Clark, der damals, als die 49ers noch ein stolzes, hervorragendes Team waren, berühmt für „The Catch“ wurde.
Heute leidet Clark an einer Muskelkrankheit, genannt Lou Gehrig`s Disease.
Und die 49ers leiden an der 0-7 Krankheit.

Die Defense der Vikings gehört zu den besten der Liga. Manche nennen sie eine Super Bowl Defense.
Ob es so weit kommt, bleibt abzuwarten.
Die bodenlos schlechte Offense der Ravens jedenfalls war kein Prüfstein.
Erst in der Müllzeit ließen die Vikings ein paar Punkte zu und holten einen nie gefährdeten 24:16 Sieg.

Sehr viel enger ging es in Miami zu.
Die Jets und die Dolphins spielten darum, nicht den Anschluß an die Bills und die Patriots zu verlieren.
Erst 26 Sekunden vor Schluß gelang Kicker Cody Parkey das Field Goal zum 31:28 Sieg Miamis.
Sie haben jetzt 4-2 Siege und New York fiel auf 3-4.
Dolphins Quarterback Jay Cutler verletzte sich an den Rippen und kann vielleicht nicht am Donnerstag gegen Baltimore spielen.
Bis zu seinem Ausscheiden vervollständigte er 12 von 16 Pässen für 138 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Matt Mores Bilanz nach seiner Einwechslung: 13 von 21 für 188 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.

Die Bills hatten es schwer gegen die Buccaneers. Auch sie gewannen erst 18 Sekunden vor Spielende durch ein Field Goal von Steven Hauschka mit 30:27.
Auch sie haben 4-2 Siege und stehen mit Miami Punktgleich hinter den 5-2 Patriots.

Bevor sich Packers Quarterback Aaron Rodgers so schwer verletzte, war die Partie Saints at Green Bay eigentlich das Spiel des Tages.
Doch mit Ersatzmann Brett Hundley sah das natürlich ganz anders aus.
Seine Bilanz: 12 von 25 für 87 Yards, 0 Touchdown, 1 Int.
Drew Brees von den Saints: 27 von 38 für 331 Yards, 1 Touchdown, 2 Int.
Doch trotz der beiden Interceptions war Brees der Chef auf dem Platz.
Mit 4-2 Siegen stehen die Saints jetzt auf Platz 1 der NFC South, da die Panthers sich von den Bears mit 3:17 nach Hause schicken ließen.
Carolina hat jetzt 4-3 und steht noch vor den erschreckend schwachen Falcons, die 3-3 haben.

Kurzberichte
Mit nur einem Spiel Sperre kommt Marshawn Lynch davon.
Der Running Back der Raiders hatte im Spiel gegen die Chiefs einen Schiedsrichter geschubst.
Lynch hat Einspruch gegen die Strafe eingelegt.

Der Lazarettreport
Browns: Natürlich verloren sie das Spiel gegen die Titans, aber auch Offensive Tackle Joe Thomas mit einer Trizepsverletzung.
Damit riß seine Serie von 10.363 Spielzügen in Serie, in denen er auf dem Platz stand.

Ravens: Wide Receiver Mike Wallace, Gehirnerschütterung.

Vikings: offensive Tackle Riley Reiff, Knie

Colts: Rookie Safety Malik Hooker, vorderes und hinteres Kreuzband.
Cornerback Rashaan Melvin (Gehirnerschütterung) und Center Ryan Kelly (Oberschenkel)

Panthers: offensive Linemen Ryan Kalil (Nacken) und Trai Turner (Knie)

Rams: Wide Receiver Josh Reynolds, Gehirnerschütterung

Seahawks: Running Back C.J. Prosise, Knöchel

Giants: Linebacker B.J. Goodson, Knöchel
offensive Lineman Justin Pugh, Knöchel

49ers: Rookie Linebacker Reuben Foster , Rippen
Cornerback Rashard Robinson (Abdomen), Offensive Lineman Trent Brown, Gehirnerschütterung

Bengals: Linebacker Kevin Minter, rechter Ellenbogen.
Wide Receiver Cody Core, Hüfte.

Steelers: Tight End Vance McDonald, Knie

Chargers: Guard Matt Slauson, Bizeps

Falcons: Linebacker Duke Riley (Knie)

Patriots: defensive Tackle Malcom Brown (Knöchel) und Linebacker Dont'a Hightower (Schulter)

Freitag, 20. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 7 - Der Donnerstag
carr-derek2Endlich ein Donnerstagsspiel, das sich wirklich gelohnt hat. Es war ein ehrlicher, harter Schlagabtausch zweier Divisionsrivalen.
Die Raiders durften auf keinen Fall verlieren, wollten sie den Anschluß an den Tabellenführer Kansas City nicht verlieren.
Und so ging es denn auch munter zur Sache. Zu munter war Raiders Running Back Marshawn Lynch. Nachdem sein Quarterback David Carr (Bild) zu spät angegriffen wurde, und sich eine wilde Schubserei entwickelte, kam er von der Bank auf den Platz gelaufen und schubste einen Schiedsrichter und hielt ihn dann sogar noch am Hemd fest. Klarer Fall, Disqualifikation.
Nicht daß Lynch groß vermißt wurde, aber wegen so einer blödsinnigen Aktion vom Platz gestellt zu werden, das ist schon ein Gespräch mit dem Head Coach wert.
Mit 20:14 für die Chiefs ging es in die Pause. Kansas City wollte nicht das zweite Spiel in dieser Saison verlieren, und das zeigten sie.
Doch Oakland hielt mit, und es waren nur zwei verschossene Field Goals des ansonsten guten Ersatzmanns von Sebastian Janikowski, die die Chiefs in Führung hielten.
Mit 30:24 für die Chiefs ging es in den letzten Abschnitt. Und dann kam ein phantastisches Finish, das man selten erlebt.
2:25 Minuten waren noch zu spielen, als die Raiders an der eigenen 15 ihren letzten Drive starteten.
Sie überwanden einen 2. und 20, einen 4. und 11, einen 3. und 10 und marschierten unaufhaltsam über den Platz. Von Kansas Citys 29 warf Quarterback Derek Carr einen Paß zu Tight End Jared Cook, der mit dem Ball in die Endzone fiel. Doch der Videobeweis zeigte, daß er Zentimeter vor der Linie den Boden berührte, und der Touchdown wurde zurückgenommen.
Sieben Sekunden auf der Uhr. Carr paßt von der eins in die Endzone zu Michael Crabtree, der den Ball fängt. Doch er hatte seinen Gegenspieler leicht weggestoßen, Strafe gegen Oakland.
Drei Sekunden auf der Uhr. Carr paßt in die Endzone zu Jared Cook, doch der kann nicht beide Füße im Feld zu Boden bringen. Das Spiel ist aus.
Doch eine Gelbe Flagge liegt auf dem Platz. Defensive Holding. Ein Spiel kann nicht enden, wenn eine Strafe gegen die Defense vorliegt.
Oakland bekommt einen weiteren Versuch. Carr paßt zu Patterson, doch der fängt den Ball nicht. Wieder eine Flagge. Wieder eine Strafe gegen die Chiefs. Noch ein Versuch für die Raiders.
Dieses Mal trifft Carr Crabtree, der den Ball fängt und es steht 30:30.
Jetzt lag es an Giorgio Tavecchio, nicht auch noch diesen extrem wichtigen Extrapunkt zu vergeigen. Tat er nicht. 31:30 Oakland, und ein Finish, wie ich es noch nie erlebt habe, seit ich 1982 meine Liebe zum Football entdeckte.
Bleiben noch die Stats der beiden Quarterbacks: Alex Smith: 25 von 36 für 342 Yards, 3 Touchdowns.
David Carr: 29 von 52 für 417 Yards, 3 Touchdowns.
Die Chiefs führen mit 5-2 Siegen weiter die AFC West an. Die Raiders kletterten auf 3-4.

Kurzberichte
Vikings Quarterback Teddy Bridgewater hat 14 Monate nach seiner schlimmen Knieverletzung zum ersten Mal wieder mit dem Team trainiert.
Das lief so gut, daß der Teddy voller Optimismus ist und fest daran glaubt, daß er in dieser Saison noch zum Einsatz kommen wird.

Will Philbrick ist Eagles Fan. Er hat eine Petition gestartet und will erreichen, daß Schiedsrichter Pete Morelli kein Spiel der Eagles mehr leitet. Um eine erfolgreiche Petition zu erzielen, braucht er 75.000 Unterschriften. Und er ist auf einem guten Weg diese zu bekommen.
Die Schiedsrichtervereinigung hat darauf reagiert und einen offenen Brief geschrieben. Darin wehrt sie sich gegen den Vorwurf, daß ihre Schiedsrichter parteiisch wären.
Doch Philbrick hat Buch geführt. In den letzten vier Spielen seines Teams, die von Morelli geleitet wurden, gab es 40 Strafen für 396 Yards gegen Philadelphia. Die Gegner kassierten dagegen nur acht Strafen für 74 Yards.
Da braucht man kein Rechengenie zu sein, um das Ungleichgewicht zu erkennen.
Und obwohl die Eagles mit 28:23 gegen die Panthers gewannen, war es dieses Spiel, das Philbrick dazu brachte seine Petition zu starten. Strafen gegen die Eagles: 10 für 126 Yards. Strafen gegen die Panthers: 1 für 1 Yard.
Und ganz ehrlich... ich fand die Sache auch sehr komisch und habe mich geärgert. Es sah wirklich einigen Male sehr sonderbar aus, was NICHT gegen Carolina gepfiffen wurde.
Ob die Petition Erfolg hat oder nicht, dürfte nicht von Belang sein. Die Ansetzung der Crews wird das nicht beeinflussen.
Aber gut, daß mal jemand darauf hingewiesen hat.

Cam Newton spricht nicht gerne mit den Medien. Besonders dann nicht, wenn es schlecht für ihn läuft.
So schwänzte der Quarterback der Panthers den Medientag des Teams am Dienstag. Ob er nicht auf seine sexistischen Kommentare gegen eine Reporterin angesprochen werden wollte?
Wie auch immer, die NFL untersucht die Sache und wird entsprechend reagieren.

Reagiert hat die NFL auf einen gefährlichen Angriff von Mike Mitchell gegen Alex Smith.
Der Safety der Steelers erwischte den Quarterback der Chiefs eine volle Sekunde, nachdem der den Ball geworfen hatte. Das war dann doch zu spät und kostete $48.620.

Rams Quarterback Jared Goff sammelt Geld für die Opfer der Buschfeuer in Nord Kalifornien.
Goffs Haus ist nicht weit von der Gegend entfernt, die vom Feuer vernichtet wurde. Sein erstes Ziel, $50.000 hat er schon fast erreicht.
Das gesammelte Geld soll ohne Abzüge an die überlebenden Opfer des Feuers gehen.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Kurzberichte
smith-alex-kcc2Das MVP Rennen hat einen Kandidaten verloren. Packers Quarterback Aaron Rodgers ist mit seiner Schulterverletzung ausgeschieden.
An der Spitzenposition hat Chiefs Quarterback Alex Smith (Bild) einen leichten Vorsprung vor Tom Brady. Der Quarterback der Patriots hat mit 1.959 Passyards die Spitzenposition in der Statistik vor Carson Palmer von den Cardinals und Smith. Mit Brady ist zu rechnen.
Auf Platz drei lauert immer noch Rookie Running Back Kareem Hunt von den Chiefs. Obwohl er von den Steelers am Sonntag auf 21 Yards gehalten wurde, führt er mit 630 Laufyards immer noch die Running Backs der Liga an.

Eagles Defensive End Chris Long spendet seine 10 nächsten Gehaltsschecks an seine Chris Long Stiftung. Dieses Geld, etwa $1 Million, soll in den drei Städten, in denen er bisher gespielt hat, in Projekte fließen die für Chancengleichheit in der Bildung sorgen.
Diese drei Städte sind Philadelphia, Boston und St. Louis.
Seine Kampagne „10 Versprechen für morgen“, soll auch Fans und Geschäftsleute dazu animieren, Geld für die Bildung und Ausbildung Jugendlicher zu spenden.

Die Draft 2018 wird in einem Stadion abgehalten, dem Stadion der Dallas Cowboys.
Die Veranstaltung findet vom 26. bis 28. April 2018 statt.
Letztes Mal kamen insgesamt 250.000 Besucher nach Philadelphia, um dem Ereignis beizuwohnen.
Jetzt steht ein ganzes Stadion zur Verfügung, um die Zuschauermassen aufzunehmen.

NFL Commissioner Roger Goodell möchte, daß alle Spieler während der Hymne stehen. Doch es wird keine Strafen gegen die Spieler geben, die das nicht tun.
Goodell meinte, daß die Liga sich aus der Politik heraushalten sollte, und daß es das Ziel wäre, die Zahl der Protestierer auf Null zu bekommen.
Es liegt allerdings an den Teams, wie sie mit Boykottieren umgehen. Wenn also Jerry Jones ernst machen wollte, mit seiner Ankündigung, Protestierer nicht spielen zu lassen, dann wäre das seine Sache. Die NFL würde in dem Fall nichts unternehmen.
Die NFLPA würde natürlich sofort einschreiten, um das Grundrecht der Spieler auf freie Meinungsäußerung zu verteidigen.

Der aus Pakistan stammende Besitzer der Jaguars hat seine Meinung zum Präsidenten der USA geäußert.
Shad Khan sagte, daß Donald Trump eifersüchtig auf die NFL wäre.
Und wer meine News aufmerksam liest, der weiß, daß das wohl stimmt.
Trump versuchte damals, die NFL zu zwingen, die USFL aufzunehmen, als Trump Besitzer der New Jersey Generals und Mitglied des USFL Vorstands war.
Das scheiterte grandios.
2014 versuchte Trump, die Bills zu kaufen, und auch das gelang ihm nicht.
Jetzt wettert Trump in seinen Reden und auf Twitter, daß die Liga jeden Spieler feuern sollte, der die Flagge und die Hymne nicht gebührend ehrt.
Bisher stößt der Führer der freien Welt damit auf taube Ohren.
Khan vermutet, daß Trump der NFL mit seinen Äußerungen Schaden zufügen möchte. Er möchte die Fans gegen die Liga aufhetzen, aus Rache, weil er nicht zum Zuge gekommen ist.
Ob Khan jetzt die $1 Million, die er der Präsidentschaftskampagne Trumps spendete, jetzt bereut?

„Trevor Siemian war nicht perfekt“, zu dieser, nicht überraschenden, Erkenntnis kam Denvers Head Coach Vance Joseph.
In den letzten drei Spielen kamen die Broncos zu höchstens 16 Punkten mit der Offense. Gegen die bis dahin sieglosen Giants sah es ganz bescheiden aus.
Als ausgerechnet gegen dieses 0-5 Team auch noch die Defense versagte, wurde es ganz bitter.
Siemian wurde gezwungen, das Spiel zu machen. Dafür ist er nicht geeignet. Die Giants schalteten Denvers Laufspiel aus, und damit die ganze Offense.
Joseph sagte dazu: „Er muß besser spielen, bessere Entscheidungen treffen. Als Team müssen wir ihn besser beschützen und wir müssen besser mit dem Ball laufen. Und wir müssen die Ballverluste minimieren. Das ist offensichtlich.“
Jetzt geht es für drei Spiele in die Fremde. Die Chargers, Chiefs und Eagles stehen auf dem Programm. Das wird nicht leicht.

Die besten Spieler der Woche 6
AFC
OFFENSE: RB LE’VEON BELL, PITTSBURGH STEELERS
179 Laufyards und 1 Touchdown

DEFENSE: CB JOHNATHAN JOSEPH, HOUSTON TEXANS
2 Interceptions, davon trug er einen über 82 Yards zum Touchdown zurück

SPECIAL TEAMS: K RYAN SUCCOP, TENNESSEE TITANS
5 von 5 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten

NFC
OFFENSE: RB ADRIAN PETERSON, ARIZONA CARDINALS
134 Laufyards und 2 Touchdowns in seinem ersten Spiel für Arizona

DEFENSE: DE CAMERON JORDAN, NEW ORLEANS SAINTS
2 Sacks, 4 Tackles, 1 Interception
Der Beweis, daß die marode Saints Defense auf dem Weg der Besserung ist.
Zuletzt wurde ein Saint 2005 zum besten NFC Verteidiger der Woche gewählt.

SPECIAL TEAMS: KR PHAROH COOPER, LOS ANGELES RAMS
Er trug einen Kickoff über 103 Yards zum Touchdown zurück

Der Lazarettreport
Colts Quarterback Andrew Luck hat wieder Schmerzen in seiner operierten Schulter. Seit einigen Tagen trainiert er wieder, und das dürfte die Schmerzen ausgelöst haben.
Daß er dieses Jahr tatsächlich noch spielt, ist wohl ausgeschlossen.
Die Colts haben eine Bilanz von 2-4 Siegen und sind nur deshalb noch im Playoffrennen, weil die AFC South mal wieder die schlechteste Division der Liga ist, und alle anderen Teams nur 3-3 Siege haben.

Cliff Avril denkt daran, seine Karriere zu beenden.
Die Seahawks setzten den Defensive Lineman mit einer hartnäckigen Nackenverletzung auf die Verletztenliste.
Mit seinen 31 Jahren überlegt Avril, ob er der NFL Good Bye sagen sollte?

Redskins Defensive Lineman Jonathan Allen muß an einem Fuß operiert werden.
Er wird etwa drei Monate ausfallen, also zumindest für den Rest der regulären Saison. 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kurzberichte
harbaugh-hc-ravensRavens Head Coach John Harbaugh (Bild) hat seinen Offensive Coordinator verteidigt. Marty Mornhinweg steht in der Kritik, weil der Angriff stottert.
Platz 29 bei den erzielten Yards, 31. bei den Passyards und 29. bei den Pass- Touchdowns.
Das klingt, als ob es wirklich nicht nur am Offensive Coordinator liegt, sondern wohl auch am Quarterback. Auf den Gedanken könnte man schon deshalb kommen, weil Baltimores Offense auch letztes Jahr schon stotterte und deshalb Offensive Coordinator Marc Trestman gehen mußte.
„Die Spieler hängen da mit drin, die Trainer hängen da mit drin, wir kämpfen gemeinsam, um da raus zu kommen,“ sagte Harbaugh. „Das jetzt nur an einer Person festzumachen wäre ein Fehler.“
Fans und Team in Baltimore sind unglaublich frustriert.
Ein Sieg in Minnesota am Sonntag könnte etwas Erleichterung bringen.

Wie kann es zu so einer Kicker-Misere in der NFL kommen?
Es muß doch 32 Balltreter geben, die das Ei unfallfrei durch die Torstangen kicken können. So schwer kann das doch nicht sein.
Die Jaguars feuerten Jason Myers, nachdem er gegen die Rams zweimal nicht getroffen hat. Zwar beide aus 54 Yards, aber für die siebenstellige Summe, die so ein Kicker bekommt, kann man wohl erwarten, daß er das schafft. In 38 Saisonspielen hat er 15 Field Goals und satte 12 Extrapunkte verschossen. Aus der Distanz über 50 Yards war er in dieser Saison 0 von 3.
Josh Lambo wird ihn ersetzen.
Myers ist nicht der erste Kicker, der diese Jahr gefeuert wurde.

Die Redskins verpflichteten Kicker Nick Rose, weil Dustin Hopkins verletzt ist. Er hat einen angerissenen Hüftmuskel und braucht sechs Wochen Pause.

Seine Suspendierung währte nur kurz.
Die Giants erlaubten Cornerback Dominique Rodgers-Cromartie wieder am Training teilzunehmen. Gegen Seattle wird er wieder eingesetzt.
Dominique Rodgers-Cromartie hatte eine Auseinandersetzung mit Head Coach McAdoo im Spiel gegen Tampa Bay.
Gegen Denver war der Cornerback Vereinsintern gesperrt, und prompt kamen die Giants zu ihrem ersten Sieg in der Saison.

Und Ezekiel Elliott wartet weiter darauf, daß seine Suspendierung beginnt.
Der Running Back der Cowboys hatte gegen seine Sperre Einspruch eingelegt, der wurde ihm gewährt, dann wurde der Einspruch aufgehoben, und jetzt geht die Sache vor ein Gericht in New York, und bis das entschieden hat, ist Elliott weiter spielberechtigt. Es ist das dritte Gericht, das sich mit dem Fall befassen muß. Jetzt kommt es darauf an, wie schnell dieses Gericht in der Sache entscheidet.
Zumindest gegen die 49ers aber kann Elliott auflaufen.

Es gab ein wichtiges Treffen in New York, zu dem 11 Teambesitzer kamen. Eingeladen waren auch Verantwortliche der NFLPA und 13 Spieler.
Es ging um die Boykotts der Nationalhymne. Ausgerechnet der Spieler, der den Blödsinn letztes Jahr angeleiert hat, Ex 49ers Quarterback Colin Kaepernick, war nicht eingeladen.
Das Treffen, an dem auch Commissioner Goodell teilnahm, war auf zwei Stunden angesetzt. Es wurden vier Stunden.
Nach dem Treffen gab es die üblichen Floskeln, wie „positive Gespräche“, „wir sind auf dem richtigen Weg“, „wir erhielten wichtige Erkenntnisse“.
Fest steht, daß es weitere Treffen dazu geben wird, und die ganze Sache sich leider nicht so bald in Luft auflösen wird.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 6 - Der Montag
Indianapolis 22:36 Tennessee

Kurzberichte
rodgers-aaron-xx3Aaron Rodgers (Bild) muß operiert werden.
Damit ist die Saison für den Quarterback der Packers und MVP Anwärter dann wohl beendet, auch wenn er noch nicht auf die Verletztenliste gesetzt wurde.
Sollte es jetzt keine Trotzreaktion vor Allem der Defense geben, dann können die Packers ihre Playoffhoffnungen wohl begraben, denn der zur Zeit beste Quarterback der Liga war der einzige, der das Team über Wasser halten konnte.
Head Coach Mike McCarthy bezeichnete den Angriff auf Rodgers, der zur Verletzung führte, als illegalen Akt.
Vikings Linebacker Anthony Barr hätte bei seiner Aktion eine Linie überschritten. Rodgers hatte den Ball schon geworfen und Barrs Aktion kam somit zu spät. Zwar hätte Barr Rodgers noch berühren können, meinte Packers Linebacker Ahmad Brooks, aber Rodgers noch zu Boden zu rammen, das wäre nicht nötig gewesen.
McCarthy hofft, daß die Liga sich die Szene genau ansieht, und die richtigen Schritte unternimmt.
Als Starter listet Green Bay jetzt Brett Hundley, der seit drei Jahren im Team ist. Als Ersatzmann für ihn wurde Joe Callahan aus dem Trainingsteam in den aktiven Kader befördert.

Im Februar standen sie sich noch im Super Bowl gegenüber. Beide leiden an einem kleinen Super Bowl Kater.
Die Patriots konnten erst vier Spiele gewonnen. Zuletzt nur durch eine krasse Fehlentscheidung des Videoschiedsrichters.
Eigentlich ist der Videobeweis ja dazu da, Fehlentscheidungen zu korrigieren, und nicht um korrekte Entscheidungen in Fehlentscheidungen umzumünzen.
Genau so schlimm steht es um die Falcons. Sie verloren Zuhause gegen die Dolphins, die nun wirklich nicht zu den unschlagbaren Teams gehören.
Im nächsten Sunday Night Football Spiel heißt es also nun 3-2 Falcons at 4-2 Patriots.
Zwei strauchelnde Super Bowl Teilnehmer treffen aufeinander. Brady wird gesackt wie lange nicht mehr, Ryan wirft den Ball zu oft zu Verteidigern.
Die Verteidiger beider Teams zeichnen sich durch schlechtes Tackling aus.
Könnte interessant werden.

Die Jets, die auf der schlechten Seite einer Fehlentscheidung standen, versuchen, nach vorne zu blicken.
Videoschiedsrichter Al Riveron nahm Tight End Austin Serafin-Jenkins einen Touchdown weg, der die Jets auf drei Punkte an die Patriots herangebracht hätte.
Wie nicht anders zu erwarten machte Riveron in einer ellenlangen Erklärung klar, warum seine Entscheidung unumstößlich die einzig wahre war. „Kein Zweifel,“ meinte Riveron in einer Konferenzschaltung mit Journalisten. „Es war glasklar und offensichtlich kein Touchdown. Wir wissen, es war ein Fumble.“
Man darf seine Worte dennoch anzweifeln, denn auch nach dem 30. Ansehen der Szene bleibt das ein Touchdown.
Und die Jets wissen, daß sie in einer Diskussion nicht Recht bekämen, und selbst ein Sieg in einer solchen Diskussion ja am Ergebnis nichts ändern würde.
Deshalb heißt es jetzt, abhaken und nach vorne schauen. Mit dem Wissen, daß der Videobeweis nicht immer dazu dient, falsche Entscheidungen zu korrigieren, sondern auch ins Gegenteil verkehrt werden kann.

Umziehen muß NaVorro Bowman nicht.
Der frisch von den 49ers gefeuerte Linebacker muß nur über die Brücke. Gestern unterschrieb er einen Einjahresvertrag über $3 Millionen bei den Raiders.

Der Lazarettreport
Zwei gerissene Schulterbänder gibt es zu berichten.
Zum einen erwischte es Lions Wide Receiver Golden Tate mit dieser Verletzung, und er wird einige Wochen ausfallen.
Zum zweiten erwischte es Buccaneers Quarterback Jameis Winston in seiner rechten Schulter..
Er aber glaubt, daß er kein Spiel verpassen wird.

Von langer Verletzung zurück kommt Teddy Bridgewater.
Der Quarterback der Vikings hatte eine schlimme Knieverletzung. Nun bekam er das OK der Ärzte, wieder am Training teilnehmen zu dürfen.
Und auch wenn er seit Ende 2015 bis jetzt nicht mehr gespielt und trainiert hat, so ist sein Heilungsprozess weit vor dem Zeitplan.
Doch von der PUP Liste wird er noch nicht genommen, sagte Head Coach Mike Zimmer. Jetzt hätte man so lange auf ihn verzichten müssen, da käme es auf ein paar Wochen mehr auch nicht mehr an. Doch Zimmer glaubt schon, daß Bridgewater 2017 noch spielen wird. Zumal es bei Sam Bradford so aussieht, als müßte der wegen seiner Knieprobleme sogar an sein Karriereende denken.

Montag, 16. Oktober 2017

Die NFL 2017 - Woche 6 - Der Sonntag
brady-tom-5Rekord verfehlt, Rekord gebrochen, wieder ein Superstar verletzt, eine Erwähnung von Herta BSC, blinde Videoschiedsrichter, es ist viel passiert.
Tom Brady (Bild) konnte seinen 187. Sieg in einem regulären Saisonspiel einfahren, neuer NFL Rekord. Er zog an Peyton Manning und Brett Favre vorbei, die beide 186 Siege haben. Nimmt man die Playoffs dazu, hat Brady sogar 212 Spiele gewonnen. Dazu aber brauchte er gestern aber die Hilfe eines blinden Videoschiedsrichters.
Zunächst gingen die Jets 14:0 in Führung, bevor die Patriots ins Spiel fanden. Mit 14:14 ging es in die Halbzeit. Danach waren die Kräfteverhältnisse so verteilt, wie man das erwarten konnte. New England übernahm das Zepter. Mit einer 24:14 Führung für die Patriots ging es ins letzte Viertel. Da waren knapp sechs Minuten gespielt, als Jets Tight End Austin Serafin-Jenkins einen vier Yards Pass von Quarterback Josh McCown fing und knapp die Endzone erreichte. Während er in die Endzone fiel, ließ er den Ball für einen Sekundenbruchteil aus der Hand. In dem Moment, in dem er den Pylon berührte, hatte er den Ball wieder sicher und ließ ihn auch danach nicht mehr los. Klarer Fall, Touchdown. Das entschieden die Schiedsrichter auf dem Platz auch korrekterweise so.
Aber der Videoschiedsrichter Al Riveron hatte es anders gesehen. Für ihn hatte der Tight End den Ball nicht sicher, als er auf dem Boden landete, und deshalb kein Touchdown, kein Anschlußtreffer, schlimmer sogar noch, der Videoschiedsrichter in New York nahm den Jets nicht nur den Touchdown weg, sondern entschied auf Touchback, weil Serafin-Jenkins den Ball über die Endzone hinaus aus dem Feld verloren haben sollte. Ballbesitz Patriots.
Doch sie kamen nicht weit und mußten punten. Danach kamen die Jets noch durch ein 28 Yards Field Goal auf 17:24 heran, aber zu wenig, zu spät. Der Videoschiedsrichter hatte Tom Brady seinen Rekord geschenkt.
Die Patriots stehen jetzt alleine an der Spitze der AFC East mit 4-2 Siegen. Danach folgen die Spielfreien Bills und die überraschenden Sieger gegen die Falcons, Miami, mit 3-2. Die Jets fielen auf 3-3.

Die Saints hätten einen neuen NFL Rekord aufstellen können, wenn sie im sechsten Spiel in Folge ohne Ballverlust geblieben wären. Doch zwei Interceptions von Quarterback Drew Brees machten den Rekord zunichte.
Wird den Saints aber egal sein, denn sie konnten gegen die Lions mit 52:38 gewinnen.
Wieder waren die Lions es selber schuld, die wieder viel zu spät aufwachten und eine Aufholjagd versuchten, die scheiterte.
Die Falcons fielen durch die unnötige Heimniederlage gegen Miami auf 3-2 zurück. Die Saints kamen durch ihren Sieg auf 3-2 und beide jagen die 4-2 Panthers.

Die Rentnergang, auch bekannt als Arizona Cardinals, gewann gegen die Buccaneers.
Quarterback Carson Palmer, 37 Jahre alt: 18 von 22 für 283 Yards, 3 Touchdowns, 1 Int.
Wide Receiver Larry Fitzgerald, 34: 10 gefangene Pässe für 138 Yards, 1 Touchdown.
Der frisch erworbene Running Back Adrian Peterson, 32: 26 Läufe für 134 Yards, 2 Touchdowns.
Da ziehe ich den Hut vor der Kukident-Fraktion.
Bei den Buccaneers zog sich Quarterback Jameis Winston früh eine Schulterverletzung zu und konnte nicht weiterspielen.
Aber es wurde dennoch knapp, denn Ersatzmann Ryan Fitzpatrick spielte ganz gut. Er kam auf 22 von 32 für 290 Yards und 3 Touchdowns, bei 2 Int.
Nach drei Minuten im letzten Viertel führte die Cardinals mit 31:12 und konnten froh sein, daß am Ende noch ein knapper 38:33 Sieg raussprang.

War da gerade von einer Schulterverletzung die Rede?
Die gab es auch beim Spiel der Packers in Minnesota. Vor dem Spiel gab es keinen Zweifel, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Doch ein Schlüsselbeinbruch in Aaron Rodgers rechter Schulter in der ersten Halbzeit ließ das Spiel kippen.
Und es wurde deutlich, daß Green Bay ohne den Star- Quarterback nicht annähernd so viel wert ist, wie mit ihm.
So kam Minnesota zu einem kaum erwarteten 23:10 Erfolg.
Green Bay und Minnesota haben jetzt beide 4-2 Siege. Wer von beiden mehr Chancen auf das Erreichen der Playoffs hat, dürfte jetzt klar sein.

Noch nie kam ein Team mit einem Rookie- Quarterback nach Baltimore und konnte dort gewinnen.
Aber es gibt ja bekanntlich für alles ein erstes Mal. Die Ravens sind dieses Jahr so schlecht, daß dieses Kunststück den Chicago Bears mit Mitchell Trubisky gelang.
Trubisky reichte eine Bilanz von 8 aus 16 für 113 Yards und 1 Touchdown.
Ravens Quarterback Joe Flacco mühte sich da mehr ab: 24 von 41 für 180 Yards, 0 Touchdowns, und 2 Interceptions.
Mit 24:24 ging es in die Verlängerung. Hier hatte Chicago zuerst den Ball und mußte punten.
Baltimore startete von der eigenen 40 und kam bloß bis zur 48.
Den nächsten Ballbesitz beendeten die Bears mit einem 40 Yards Field Goal zum 27:24 Sieg.

Die Steelers fuhren den Stahlvorhang hoch und sorgten dafür, daß es kein ungeschlagenes Team in dieser Saison mehr gibt.
Sie erlaubten dem besten Running Back der Liga, Kareem Hunt, nur 21 Laufyards.
Pittsburghs LeVeon Bell brachte es auf 179 Yards.
Mit 89 Passyards war Hunt auch der beste Receiver der Chiefs.
Brown von den Steelers brachte es auf 155 Yards.
Und trotz der überwältigenden Überlegenheit der Steelers reichte es nur zu einem knappen 19:13 Sieg.
Pittsburgh steht mit 4-2 alleine an der Spitze der AFC North.
Die Chiefs führen mit 5-1 souverän die AFC West vor den 3-2 Broncos an.

Die Giants konnten aus dem Club der sieglosen Teams ausscheiden.
Sie gewannen in Denver 23:10.
Giants Head Coach Ben McAdoo hatte die Ansage der offensiven Spielzüge an seinen Offensive Coordinator Mike Sullivan abgegeben. Das hat wohl was genutzt.

Kurzberichte
In der Spieltagsvorschau auf FOX wurden Bilder von Herta BSC gezeigt, dem Fußballclub aus Berlin. Da knieten sich die Spieler vor dem Anstoß hin, und meinten, daß das eine Solidaritätsbezeugung für die Spieler der NFL wäre, die die Hymne boykottieren um für Toleranz und gegen Rassismus zu protestieren.
Gratuliere, ein deutscher Fußballclub hat es ins amerikanische Fernsehen geschafft.

Colin Kaepernick und die NFLPA verklagen die Teambesitzer.
Laut Anklageschrift sollen die sich verbotenerweise verschworen haben, Kaepernick keinen Job mehr zu geben.
Der ehemalige Quarterback der 49ers hat diese Hymnenboykottiererei letztes Jahr angefangen.

Wie man hört, soll Steelers Wide Receiver Martavis Bryant darum gebeten haben, zu einem anderen Team wechseln zu dürfen.
2016 war er suspendiert, und dieses Jahr fällt ihm der Anschluß ans Team schwer.

Der Lazarettreport
Broncos: Wide Receiver Emmanuel Sanders, Knöchel.

Giants: Linebacker Calvin Munson Quadrizeps

Packers: Guard Lane Taylor (Knie/Knöchel) und Cornerback Quinten Rollins (Knöchel)
Tackle Bryan Bulaga Gehirnerschütterung. Tackle David Bakhtiari Oberschenkel

Vikings: Linebacker Anthony Barr Gehirnerschütterung

Bears: Cornerback Sherrick McManis Oberschenkel, Running Back Benny Cunningham (Oberschenkel)

Redskins: Safety Stefan McClure Knie, Cornerback Bashaud Breeland (Oberschenkel). Defensive Lineman Jonathan Allen Fuß.

49ers: defensive Lineman Arik Armstead Hand

Texans: Linebacker Dylan Cole Oberschenkel Tackle Chris Clark Wade.

Dolphins: Center Mike Pouncey (Gehirnerschütterung)

Lions: Safety Glover Quin Kopf
Wide Receiver Golden Tate (Schulter)
Tackle Greg Robinson Knöchel

Steelers: Tackle Marcus Gilbert (Oberschenkel) und Linebacker Vince Williams (Hüfte)

Chiefs: Running Back Charcandrick West und Wide Receiver Tyreek Hill, beide Gehirnerschütterung.

Cardinals: Cornerback Patrick Peterson Quadrizeps
Nose Tackle Xavier Williams (Knie)

Chargers: defensive Tackle Corey Liuget (Rücken)

 

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