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Donnerstag, 15. Februar 2018

Auch die Zeiten von Legenden enden
janikowski01In Oakland geht eine Ära Zuende, die holprig begann, und sich zum Guten entwickelte.
18 Jahre war der in Walbrzych, Polen, geborene Sebastian Janikowski (Bild) Kicker der Raiders. 2000 wurde er als 17. Spieler in der Draft einberufen. In diesem Jahr kam auch ein gewisser Tom Brady in die NFL.
Janikowski kam auf Befehl von Teambesitzer Al Davis zu den Raiders. Der damalige (und heutige) Head Coach Jon Gruden hätte lieber Wide Receiver Sylvester Morris oder Running Back Shaun Alexander einberufen. Und zunächst sah es so aus, als hätte Gruden Recht gehabt. In seiner ersten Saison verwandelte Janikowski nur 68,8% seiner Field Goal Versuche.
Das wurde aber besser, sehr viel besser. 2011 stellte er mit einem Field Goal aus 63 Yards einen neuen NFL Rekord auf. Und auch seine reguläre Treffsicherheit ging ordentlich in die Höhe. Er wurde einer der zuverlässigsten Schützen der NFL.
Der 39 Jahre alte Kicker stand in der Saison 2017 mit einer Rückenverletzung auf der Verletztenliste. Sein Ersatzmann Giorgio Tavecchio haute 16 von 21 Field Goals und 33 von 34 Extrapunkten zwischen die Pfosten.
Nun informierten die Raiders Janikowski, daß sie ihn nicht mehr brauchen. Seine Zeit dort ist jetzt beendet, aber aufhören will Janikowski noch nicht. Er hofft, daß es noch ein Team gibt, das ihn verpflichten möchte.

Kurzberichte
Aller übertragender Sender sind drei.
Bei der kommenden Draft will auch FOX dabeisein. Seit Jahren übertragen ja schon das NFLN und ESPN die Einberufungsveranstaltung. Jetzt kommt noch ein dritter Sender in`s Boot.
FOX wird dabei das Sendesignal des NFL Networks übernehmen, wie es heißt. ESPN hat eigene Kameras im Saal und produziert eine eigenständige Übertragung.
FOX hat sich auch die Rechte an 11 Donnerstagsspielen gesichert. Bisher übertrugen CBS und NBC die Thursday Night Football Spiele im Wechsel.

Johnny Manziel hat tatsächlich ein Team gefunden, das seine Qualitäten zu schätzen weiß.
Der gescheiterte Quarterback Darsteller tritt in der Frühlingsliga in Texas an. Da gibt es vier Teams, die vier Spiele spielen. Diese Spiele werden am 7. und 14. April in Austin Texas ausgetragen. Die Teams werden zwei Spiele an einem Tag bestreiten.
Manziel ist durchaus ein Zuschauermagnet, denn als Freshman von Texas A&M hat er die Heisman Trophäe gewonnen.
Und einen Slogan für sein „Comeback“ hat Johnny Football auch: „Comebackszn“.

Die 49ers verlängerten den Vertrag mit Daniel Kilgore.
Der Center unterschrieb für weitere drei Jahre. Über das Finanzielle wurde noch nichts bekannt. Doch Kilgore wäre im März auf dem Markt der freien Spieler aufgetaucht, er wird also nicht billig gewesen sein.

Die Jets haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie beförderten ihren Quarterback Coach Jeremy Bates.
Um die Quarterbacks wird er sich aber auch weiterhin kümmern.

Mittwoch, 14. Februar 2018

Kurzberichte
shula-mikeDie Giants haben einen neuen Offensive Coordinator, und es ist ein guter Bekannter, Mike Shula (Bild).
Der Sohn der Trainerlegende Don Shula war bisher für die Offense der Panthers zuständig. Der 52-jährige Mike soll auch als Quarterbacks Coach arbeiten.
Giants Head Coach Pat Shurmur hätte lieber Kevin Stefanski angeheuert. Der war Quarterbacks Coach in Minnesota, als Shurmur dort Offensive Coordinator war. Die Vikings aber wollten Stefanski nicht gehen lassen.
So landete Mike Shula in New York, nachdem er sieben Jahre beiden Panthers war, fünf davon als Offensive Coordinator. Doch die letzte Saison verlief nicht nach dem Geschmack von Head Coach Rivera, und Shula wurde gefeuert. Ganz anders vor drei Jahren, als die Panthers in den Super Bowl kamen, und Shula zum Offensive Coordinator des Jahres gekürt wurde.
Bei den Giants trifft er auf einen alten Bekannten aus gemeinsamen Panthers Tagen, General Manager Dave Gettleman.
Und mit Eli Manning trifft Shula auf einen Quarterback, der weiß Gott nicht so gerne selber läuft, wie Cam Newton. Und das bei einer Offense in New York, die bisher keinen Running Back hat, der Manning entlasten könnte.
Viel Erfahrung als Spieler hat Mike Shula nicht gesammelt. Auf dem College gewann er als Quarterback den Aloha und den Sun Bowl. 1987 kam er in die NFL, als die Draft noch 12 Runden hatte. Shula ging als 313. Spieler in Runde 12 über die Theke. Er spielte eine Saison für die Buccaneers und wurde danach direkt Offensive Assistent in Tampa Bay.
Erfahrung als Head Coach kann er auch mitbringen. Das war er von 2003 bis 06 beim Collegeteam aus Alabama.

Luke Kuechly wurde an der rechten Schulter operiert.
Der 26 Jahre alte Linebacker der Panthers spielte einen Großteil der Saison mit einer kaputten Schulter. Auf den Verletzungsbögen des Teams tauchte er damit nicht auf. Einzige gemeldete Verletzung war eine Gehirnerschütterung, die er in Woche 7 erlitt.

Es gibt ein noch bedeutungsloseres Spiel als den Pro Bowl. Und doch ist dieses Spiel nicht unwichtig, denn es zeigt an, daß die reguläre Saison bald beginnt.
Dieses Spiel ist das Hall of Fame Game, und das findet 2018 am 2. August statt zwischen den Ravens und den Bears.
Für Bears Rookie Head Coach Matt Nagy ist es das erste Spiel seiner Karrire, für Ravens Head Coach John Harbaugh könnte es die Abschiedstour einläuten. Er muß Baltimore in die Playoffs bringen, sonst ist er weg vom Fenster.

Die Chiefs mußten schon Quarterback Alex Smith ziehen lassen, weil es für sie eng unter der Gehaltsobergrenze ist.
Gestern trennten sie sich von Pro Bowl Linebacker Derrick Johnson.
Ob Johnson mit seinen 35 Jahren noch ein Team findet, das bleibt abzuwarten. Da wird es auch nicht helfen, daß er die Chiefs in der Team-Bestenliste mit 1.262 Tackles anführt.

Payton Manning gibt Gas.
Der ehemalige NFL- Quarterback fährt den Honorary Pace Car beim Daytona 500 Rennen am Sonntag.

Dienstag, 13. Februar 2018

Kurzberichte
manziel-johnnyEs ist bereits Sauregurkenzeit.
Da berichte ich sogar über eine verschimmelte Gurke, die ich normalerweise links liegen lassen würde... Johnny Manziel.
Der hat 2015 zuletzt mal so getan, als wäre er Quarterback der Cleveland Browns. Jetzt möchte er zurück in die NFL.
In einer Frühstücks TV Sendung sprach Johnny „Football“ über seine Abwärtsspirale, über seinen Drogenkonsum, seine Alkoholsucht, seine Depressionen und seine Hoffnung, wieder Football spielen zu dürfen.
Letztes Jahr wäre er mit einer Bipolaren Verhaltensstörung diagnostiziert worden. Das Trinken hätte er aufgegeben. Auf seine Krankheit hin würde er medikamentös behandelt. Er würde alles versuchen, um nicht wieder in das Loch der Depression zu fallen.
In Sachen Football hat er ein Angebot der Hamilton Tiger-Cats aus der CFL vorliegen. Aber die Verhandlungen verlaufen recht zäh. Er weiß, daß er kaum eine Chance hat. Als er die Chance hatte, zu zeigen, was er kann, versagte er völlig.
So bald wird wohl kein NFL Team auf ihn zukommen, zumindest nicht für einen Starterposten.

Duce Staley steht kurz davor Offensive Coordinator zu werden, entweder bei den Giants, oder den Eagles, wo er zur Zeit noch Running Back Coach ist.
Staley war ein hervorragender Running Back in der NFL von 1997 bis 2003 bei den Eagles und von 04 bis 06 bei den Steelers.
Als Spieler gewann er Super Bowl XL mit den Steelers gegen die Seahawks.
Als Running Back Coach gewann er Super Bowl LII, weil er seine Läufer sehr gut zur Entlastung von Ersatz Quarterback Nick Foles eingestellt hatte. Im Super Bowl gegen die Patriots kam das Laufspiel der Eagles auf 164 Yards und einen Touchdown.
Jetzt, da Offensive Coordinator Frank Reich zu den Colts wechselte, könnte Staley befördert werden. Doch wie gesagt, sind auch die Giants an ihm interessiert.
Philadelphia wird ihn aber wohl nicht gerne zum Divisionsrivalen wechseln lassen. In New York träfe er mit deren neuem Head Coach Pat Shurmur zusammen. Der war Tight Ends Coach der Eagles, als Staley dort spielte.
Wie auch immer, eine Beförderung dürfte so oder so kommen.

Der neue Offensive Coordinator der Vikings John DeFilippo will jeden Stein umdrehen, auf der Suche nach einem guten Quarterback.
Zuletzt trainierte er als Quarterback Coach Carson Wentz und Nick Foles bei den Eagles. Da hatte er zwei phantastische Quarterbacks, wie man sah.
In Minnesota hat er keinen Quarterback. Jedenfalls zur Zeit nicht. Die Verträge von Case Keenum, Sam Bradford und Teddy Bridgewater sind ausgelaufen. Und DeFilippo konzentriert sich nicht nur darauf, einen dieser drei zu behalten. Er sucht in der Draft und auch auf dem freien Spielermarkt nach einem Anführer der Offense.
Teddy Bridgewater könnte dem Team vielleicht noch erhalten bleiben. Ein unabhängiger Gutachter soll untersuchen, ob sein Rookievertrag 2018 noch gilt, da er ja eine komplette Saison mit seiner bösen Knieverletzung ausgesetzt hat.
Sei es wie auch immer, DeFilippo hat sofort viel zu tun, in seinem neuen Job.

Frank Reich, der neue Head Coach der Colts, legt los. Er möchte Chargers Wide Receiver Coach Nick Sirianni als Offensive Coordinator verpflichten.
Fünf Jahre arbeitete Sirianni bisher in San Diego/Los Angeles.

Die Jaguars glauben, daß die Fans ihnen jetzt endlich mal die Bude einrennen werden.
Bisher wurden Teile des Oberrangs im Stadion mit Planen abgedeckt, auf denen Werbepartner ihre Logos zeigten.
Als die Nachfragen für das Playoffspiel gegen die Bills anstiegen, entschloß man sich dazu, die Planen zu entfernen. Dadurch konnten 3.501 weitere Plätze in der Niedrigpreiskategorie zur Verfügung gestellt werden. Und das soll jetzt auch in der regulären Saison so bleiben.
Ausgerechnet das wohl interessanteste „Heimspiel“ der nächsten Saison wird aber in London stattfinden, wo die Eagles zu Gast sind.
Und, um den Eintritt in die neue Zeit der Playoff-Jaguars darzustellen, sollen in diesem Jahr auch neue Uniformen und Helme vorgestellt werden. Der komische Zweifarbenhelm soll eingemottet werden.

Die Cardinals verlängerten den Vertrag mit Steve Keim. Der General Manager bleibt bis nach der Saison 2022 in Arizona.
Keims aktueller Vertrag läuft noch bis nach der Saison 2018.
Seine wichtigste Aufgabe wird es sein, einen neuen Quarterback zu finden. Carson Palmer ist in den Ruhestand getreten.

Montag, 12. Februar 2018

Kurzberichte
reich-frank-3Nach Quarterback Coach DeFilippo verloren die Eagles nun auch noch Offensive Coordinator Frank Reich (Bild).
Er wurde sich am Sonntag mit den Colts einig und wird Head Coach in Indianapolis.
Die Älteren unter meinen Lesern werden sich an Reichs Heldentat mit den Bills erinnern. Er war Ersatzmann des legendären Ruhmeshallenmitglieds Jim Kelly von 1986 bis 94. Und er vollbrachte ein Kunststück, das Kelly für die Bills so nie gelang. Im letzten Saisonspiel gegen die Houston Oilers verletzte sich Kelly am Knie und Reich kam rein. Buffalo verlor 3:27.
In der nächsten Woche kam es zum Wild Card Spiel der Bills in Houston. Es lief gar nicht gut. 3:35 lagen die Bills im dritten Viertel zurück. Doch Frank Reich führte Buffalo noch zum 41:38 Sieg in der Verlängerung.
In Philadelphia konnte er also auf eine reiche Erfahrung, zu was ein Ersatz- Quarterback fähig sein kann, zurückgreifen. Als er den MVP Kandidaten Carson Wentz mit einer Knieverletzung verlor, stellte er die Offense so um, daß sie Ersatzmann Nick Foles paßte. Und Foles wurde der zweite Ersatz- Quarterback nach Tom Brady, der einen Super Bowl gewinnen konnte.
Mit etwas Glück kann der 56 Jahre alte Reich bei den Colts auf Andrew Luck als Quarterback setzen, wenn der nicht doch noch ein weiteres Mal an seiner kaputten Schulter operiert werden muß.
Das war so nicht geplant, denn eigentlich hätten die Colts ja letzte Woche Josh McDaniels als ihren neuen Head Coach präsentieren wollen. Der aber sagte: „Bätschi.“
Für Reich ist es das zweite Mal, daß er bei den Colts arbeitet. Von 2008 bis 11 war er Assistenztrainer in Indianapolis.

„Die New England Patriots sind eine von Angst getriebene Organisation,“ meinte Eagles Linebacker Lane Johnson. Sie würden den Spielern nicht erlauben, Spaß zu haben beim Spiel.
Natürlich, so fuhr er fort, würden die Patriots gewinnen, klar. „Aber kann ich sagen, ob die Leute da ihren Spaß haben? Nein, kann ich nicht. Das ist die Wahrheit vor Gott,“ meinte Johnson noch. Für ihn agieren die Patriots wie Roboter, und das nicht nur im Umgang mit der Presse.
Er und die Eagles hätten viel Spaß während der Saison gehabt, und natürlich beim Super Bowl und danach. Diesen Spaß, so ist Johnson sicher, werden sie 2018 wiederholen können.

Jason Kelce for Mayor?
Wären jetzt Bürgermeisterwahlen in Philadelphia, der Center der Eagles hätte gute Chancen.
Bei der Siegesparade trug er das Outfit eines Kalifen. Er hielt eine Siegesrede, die die Einwohner der Stadt der brüderlichen Liebe mitriß. Er zeigte auf, was man als Außenseiter erreichen kann, wenn man sich nicht beirren läßt.
Selbst wenn der Hoffnungsträger ausfällt, darf man nicht aufgeben. Man müsse dann um so geschlossener auftreten.
Die Fans waren begeistert und riefen: „Kelce for Mayor.“
Ob der Kalif jetzt Bürgermeister an Stelle des Bürgermeisters werden will?

49ers Linebacker Reuben Foster wurde verhaftet.
Gegen ihn liegt eine Anzeige wegen häuslicher Gewalt vor.
Genaueres wurde noch nicht bekannt.

Die 49ers wollen 2018 DAS Team für Free Agents werden. General Manager John Lynch weiß, daß man es als 6-10 Team nicht leicht hat, gute Spieler anzulocken. Doch die Verpflichtung von Quarterback Jimmy Garoppolo und das tolle Wetter in Santa Clara, wo es meistens sonnig und so um die 23 Grad sind, wären doch zwei Punkte die FÜR die 49ers sprächen.
Das, und die Tatsache, daß San Francisco noch $77,4 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze hat, sind tatsächlich gute Gründe, die 49ers ernsthaft in Betracht zu ziehen, wenn man als freier Spieler einen neuen Arbeitgeber sucht. Es gibt da wirklich unattraktivere Teams.
Lynch will jedenfalls aggressiv auf dem freien Spielermarkt tätig werden.

Die Steelers verlängerten den Vertrag mit Roosevelt Nix.
Der Fullback unterschrieb für weitere vier Jahre in Pittsburgh.
Nix ist wichtig als Vorblocker für Running Back Le'Veon Bell.

Die Garretts haben eine lange Tradition mit den Cowboys.
Jim Garrett, der Vater von Head Coach Jason Garrett, war 16 Jahre als Scout für das Team tätig. Er war mitverantwortlich für vier Super Bowl Teams, und drei Super Bowl Siege. Er sorgte dafür, daß Dallas Quarterback Troy Aikman aufnahm.
Am Freitag schlief Jim Garrett im Alter von 87 Jahren friedlich im Kreis der Familie für immer ein. Er hinterläßt eine Ehefrau, acht Kinder, 28 Enkel und einen Ur-Enkel.

Samstag, 10. Februar 2018

Kurzberichte
cousins-kirk3Jimmy Garoppolo wurde der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeit. Das wird so lange Bestand haben, bis der nächste Quarterback seinen neuen Vertrag unterschreibt.
Wechseln dürfen so einige Quarterbacks, deren Verträge nach der Saison 2017 ausgelaufen sind:
-Kirk Cousins, Redskins (Bild). Er bekam Alex Smith vor die Nase gesetzt, und das zeigt, daß das Team Cousins nicht unbedingt halten will.
Allerdings könnten die Redskins Cousins zu einem eingeschränkten Free Agent mache, damit sie für ihn noch eine Kompensation bekommen, von seinem neuen Team.
Die Jets haben bereits ein großes Interesse an ihm bekundet. Die Broncos wollen ihn auch, und die Jaguars wären nicht abgeneigt.
-Drew Brees, Saints. Auch wenn er ohne Vertrag dasteht, kann sich niemand vorstellen, daß er das Team wechselt.
Der mittlerweile 39 Jahre alte Quarterback hat gerade erst eine tolle Unterstützung durch ein hervorragendes Laufspiel bekommen, das ihn entlastet.
Klare Situation: Brees möchte in New Orleans bleiben, doch die Summe auf dem neuen Vertrag muß stimmen.
-Minnesota Vikings, Case Keenum, Sam Bradford, Teddy Bridgewater. Alle drei sind Free Agents.
Keenum könnte der heißeste Kandidat auf einen neuen Vertrag sein, denn Bradford ist ein hervorragender Quarterback, aber ein Dauerverletzter, und Bridgewater kam nach einer schweren Knieverletzung zurück, und hat noch nicht gezeigt, ob er wieder voll da ist.
-Tyrod Taylor, Bills. Er wird wohl eher nicht der nächste bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten (aber das kann man heutzutage nicht wirklich wissen).

Die Lions halten an Bob Quinn fest.
Der General Manager hat eine Vertragsverlängerung unterschrieben, die bis zum Ende der Saison 2022 laufen soll. Mehr wurde noch nicht bekannt.

Richard Sherman ist optimistisch.
Der Star Cornerback der Seahawks wurde an einer gerissenen Achillessehne operiert und liegt beim Heilungsprozess vor dem Zeitplan.
Ob er aber wirklich wieder für Seattle spielt?
Immerhin gab es vor der letzten Saison schon Gerüchte, daß die Seahawks ihn abgeben wollten.
Noch hat der 30-jährige ein Jahr in seinem Vertrag stehen. Doch der Club könnte $11 Millionen sparen, wenn er Sherman ziehen läßt.

Freitag, 9. Februar 2018

Kurzberichte
garoppolo-jimmy-49ers-2Und wieder gibt es einen neuen teuersten NFL Spieler aller Zeiten. Für ein paar Wochen darf Jimmy Garoppolo (Bild) diesen kurzlebigen Titel tragen.
Der Ex- Ersatzmann von Tom Brady unterschrieb in San Francisco einen Fünfjahresvertrag über $137,5 Millionen. Das sind $27,5 Millionen pro Saison.
Die 49ers hatten den Quarterback mitten in der Saison 2017 erworben. Die Patriots bekamen für ihn San Franciscos Wahlmöglichkeit in der zweiten Runde der nächsten Draft.
Zunächst ließ Rookie Head Coach Mike Shanahan seine Neuerwerbung auf der Bank versauern. Erst als die Saison völlig den Bach heruntergegangen war, setzte Shanahan Garoppolo ein. Der gewann alle fünf Spiele in denen er startete und kam noch auf 1.560 Yards und 17 Touchdowns bei 5 Interceptions. Wenn Rookie CJ Beathart sich nicht verletzt hätte, wäre Garoppolo vielleicht nicht zum Einsatz gekommen. Beathard spielte recht gut, aber der große Wurf war er nicht.
Garoppolo kam, siegte und kassiert jetzt.
Kirk Cousins wird es freuen. Da die Redskins Alex Smith verpflichteten, steht Cousins Abgang wohl fest.
Und er weiß jetzt, daß er mit Minimum $28 Millionen pro Jahr rechnen kann.

Die Chiefs feuerten Darrelle Revis.
Der Cornerback hat seine beste Zeit schon eine Weile hinter sich. 2018 hätten die Chiefs dem 33-jährigen $13,5 MIllionen zahlen müssen. Das ist er nicht mehr wert.

Panthers Defensive End Julius Peppers wurde am Donnerstag an der Schulter operiert.
Mit 38 Jahren kommt es jetzt drauf an, wie gut sein Heilfleisch ist, und ob er seine 17. NFL wird spielen können.

Die Eagles sind dabei ihren Offensive Coordinator zu verlieren.
John DeFilippo steht kurz davor, bei den Minnesota Vikings zu unterschreiben.
DeFilippo war sogar als möglicher Head Coach der Bears und Cardinals im Gespräch, bevor die sich dann doch anders entschieden.

Keine Feier ohne Zwischenfälle.
Die Eagles hielten ihre Siegesparade in Philadelphia ab. Der Zug durch die Stadt begann am Donnerstag um 11 Uhr morgens. Erste Fans waren bereits um 9:30 Uhr am Zugweg, 9:30 Uhr Mittwoch Abend.
Um etwa 10:30 morgens wurde ein 25 Jahre alter Fan an der Strecke durch einen Messerstich in die rechte Brust schwer verletzt. Details über den Vorfall wurden nicht bekannt.
Philly aber feierte ungeachtet dessen. Die Schulen waren geschlossen, das Wetter spielte mit, und der Grund war ja auch außergewöhnlich. Schon oft gab es Siegesfeiern in Philadelphia, wenn das Basketballteam oder das Eishockeyteam Meister geworden sind. Aber die NFL ist natürlich dann doch eine ganz andere Hausnummer.
Super Bowl Champion, das ist mehr wert, als alle anderen Titel zusammen.
Quarterback Carson Wentz, der auf MVP Kurs war, bevor er sich einen Kreuzbandriss zuzog, versprach den Fans noch weitere Super Bowl Siege, dann aber mit ihm als Quarterback.
Head Coach Doug Pederson hofft auch auf weitere Super Bowl Siege. Zunächst aber hofft er, daß das Team nicht zu viele gute Spieler verliert, wenn das Wettbieten auf dem Spielermarkt beginnt. Und die Eagles liegen bereits knapp über der Gehaltsobergrenze. Viel mitbieten können sie deshalb nicht.
Nick Foles z.B. hat gerade als Ersatz- Quarterback den Super Bowl und den MVP Titel im Spiel gewonnen. Da werden viele Teams mal anfragen, ob er zu haben ist?

Donnerstag, 8. Februar 2018

Turbulenzen, die die Patriots auslösten
patricia-mattMatt Patricia (Bild) hat die Lions nicht verarscht. Der Ex-Defensive Coordinator der Patriots hat seinen neuen Job als Head Coach des notleidenden Teams angetreten. Gestern gab er seine erste Pressekonferenz.
Patricia und General Manager Bob Quinn kennen sich aus gemeinsamen Tagen in New England. Quinn kommt auch aus der Bill Belichick Schmiede.
Ob er denn jetzt Belichick 2.0 in Detroit werden würde wurde Patricia gefragt? „Nein,“ meinte er. „Ich bin ich selbst und werde meinen eigenen Stil einbringen. Ich werde nicht den Patriot Stil nach Detroit bringen, aber ich werde versuchen, diesen Erfolg herzubringen.“
Patricia hat seine gesamte zeit als Assistenztrainer bei den Patriots verbracht. Seit 2004 hat er dort gearbeitet. Und daß er (noch) nicht seinen alten Head Coach kopiert, konnte man in der Pressekonferenz hören. Patricia sprach klar, deutlich und so laut, daß man ihn ohne Probleme verstehen konnte. Er ging auf die Reporter ein, und versuchte auch gleich, sich ihre Namen einzuprägen.
Was für ein Unterschied zu dem arroganten Nuschler Belichick.
Es ist auch bestimmt nicht schlecht, sich mit der Presse in Detroit gutzustellen. Seit 1991 hat das Team kein Playoffspiel mehr gewonnen. Da den Umschwung hinzukriegen, ist schwer. Wenn man dann noch die Presse zum Feind hat, wird es richtig hart. Und daß man es als Head Coach nicht leicht hat, selbst wenn man aus der Belichick Schmiede kommt, das hat ja Josh McDaniels schon mal in Denver bewiesen.

Fiel da der Name Josh McDaniels. Der Name des Mannes, der etliche Assistenztrainer um ihre Existenz gebracht hat?
McDaniels sollte auch gestern seine Pressekonferenz als Head Coach geben, und zwar in Indianapolis.
McDaniels hatte schon viele Assistenten unter Vertrag genommen, die unter ihm in Indianapolis arbeiten sollten. Von denen hatten schon einige ihre Verträge unterschrieben und werden 2018 von den Colts bezahlt werden. Einige hatten aber ihre Jobs bereits gekündigt, und noch keinen Vertrag bei den Colts unterschrieben. Die stehen jetzt belämmert da.
Werden die Colts einen besseren Head Coach, als McDaniels finden?
Bestimmt!
McDaniels startete seine Head Coach Karriere 2009 mit sechs Siegen in Serie, darunter ein Sieg gegen New England. Doch die erste Saison endete mit 8-8 Siegen.
Nach 3-9 Siegen 2010 wurde er am 5. Dezember im Endspurt der Saison gefeuert.
Natürlich kann man im zweiten Anlauf doch noch ein erfolgreicher Head Coach in der NFL werden. Pete Carroll war als Head Coach der Patriots eine Niete. Er ging zurück um wieder als College-Trainer zu arbeiten, um später dann bei den Seahawks sehr erfolgreich zu werden.
Viele Experten sehen McDaniels Reputation nun als zerstört an. Daß er viele Assistenten im Regen stehen ließ, daß er sein gegebenes Wort gegenüber den Colts gebrochen hat, all das würde sich negativ auf einen erneuten Versuch, als Head Coach Fuß zu fassen, auswirken, heißt es.
Auf sein Konto wird sich seine Entscheidung, positiv, auswirken. Wie man hört, werden die Patriots McDaniels zum bestbezahlten Offensive Coordinator der Liga machen. Sie, so wird weiter gemunkelt, wollten nach Defensive Coordinator Matt Patricia nicht noch einen weiteren Koordinator verlieren. Daß aber McDaniels schon mal gehalten wird, um demnächst Bill Belichick abzulösen, das wird heftig dementiert.
Vielleicht etwas zu heftig?
Wir werden sehen.
Einen Agenten braucht McDaniels in nächster Zeit wohl nicht, was auch gut ist. Bob LaMonte, der ihn bisher vertrat, hat seinen Job nach dieser Affäre hingeschmissen. „Mein Wort ist bindend,“ meinte LaMonte. Wenn man das bricht, dann ist nichts mehr da.“

Malcolm Butler hat sich zu seiner Suspendierung in Super Bowl LII geäußert.
Er wäre deshalb nicht zum Einsatz gekommen, weil er in den Tagen vor dem Spiel Konzerte besucht und die Sperrstunde überschritten haben sollte. Die Entscheidung, daß er nicht eingesetzt werden sollte, hätte er erst Minuten vor dem Spiel mitgeteilt bekommen.
Alles Quatsch meinte Butler via Twitter und Co. Er hätte keiner dieser lächerlichen Vorwürfe, die ihm angelastet wurden, begangen.
Viele Teamkollegen, darunter auch Quarterback Tom Brady, pflichteten Butler bei.
Auch sind sie überzeugt, daß die Defense mit dem Cornerback sehr viel besser ausgesehen hätte.
Head Coach Belichick bleibt weiter dabei, daß es eine reine spieltechnische Entscheidung war, einen der besten Cornerbacks der Liga nicht spielen zu lassen.

Und noch was, ohne Patriots Beteiligung
Die Broncos hatten Interesse an Alex Smith.
Doch Clark Hunt, der Vorstandsvorsitzende der Chiefs, wollte den Quarterback nicht nach Denver ziehen lassen. Einen Divisionsrivalen wollte man nicht verstärken.
Deshalb landete Smith, der den Chiefs zu teuer wurde, bei den Redskins.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Und unser neuer Head Coach ist... äh... leider nicht
McDaniels-Josh3Ätsch, verarscht.... so müssen sich die Indianapolis Colts vorkommen.
Gestern morgen um 11 Uhr Ortszeit vermeldete der Verein, daß nun Josh McDaniels (Bild) der neue Head Coach des Teams ist. Für den Mittwoch wurde eine Pressekonferenz angesetzt.
Doch der Offensive Coordinator der Patriots hatte sich umentschieden.
Acht Stunden später gab McDaniels eine Erklärung heraus, in der er mitteilte, daß er in New England bleibt.
Die Colts stehen jetzt als Gelackmeierte da. Sie waren felsenfest davon ausgegangen, daß nach vielen Verhandlungen nur noch die Unterschrift unter den Vertrag gesetzt werden müßte. Seit drei Wochen schien bereits alles klar zu sein.
Jetzt stehen sie wieder am Anfang und müssen einen Head Coach suchen.
Die Colts gaben bekannt, daß sie überrascht und tief enttäuscht wären.
Was McDaniels zu seinem Meinungswechsel bewegt hat, das sickerte noch nicht durch.
Bestes Gerücht dazu?
Belichick will auf hören, und McDaniels... na...?
Ein Gerücht!
Noch eins?
Die Patriots wollten es den Colts für Deflategate heimzahlen.
Und noch ein letztes: McDaniels hat von den nicht vorhandenen Fortschritten beim Heilungsprozess von Andrew Lucks Schulter gehört und deshalb den Stecker gezogen.
Weitere Gerüchte werden wohl folgen.
In Indianapolis hat McDaniels jetzt jedenfalls den Ruf des miesen kleinen Jerks, also Wichsers. Man kann Jerk auch mit anderen Worten übersetzen, aber das paßt wohl am Besten.

Kurzberichte
Beim Gronk wurde ausgeraubt.
Während Tight End Rob Gronkowski im Super Bowl für die Patriots neun Pässe für 116 Yards und 2 Touchdowns fing, wurde in sein Haus in Foxborough eingebrochen.
Die Polizei untersucht den Fall. Es wären mehrere Wertgegenstände und Waffen gestohlen worden, aber Verdächtige gäbe es noch nicht, sagte der Pressesprecher der Polizei.
Gronkowski sagte der Presse, daß es sehr hart wäre, zuerst das Spiel, und dann auch noch Besitztümer verloren zu haben.

Die Panthers beurlaubten ihren Interim- General Manager Marty Hurney.
Seine Ex-Frau hatte eine Schutzverfügung gegen ihn erwirkt. Hurney würde sie bedrängen und bedrohen.
Am 16. Februar sollte dazu eine Anhörung stattfinden. Doch mittlerweile hat Jeanne Hurney die Anschuldigungen zurückgezogen.
Bis zur Klärung der Sache ist der General Manager in bezahlter Beurlaubung.

Jubel bei den Penguins.
Beim Heimspiel des Eishockeyteams in Pittsburgh wurde Steelers Linebacker Ryan Shazier als Zuschauer gesichtet und auf der Videoleinwand gezeigt.
Der Jubel wurde sogar noch lauter, als Shazier aufstand.
Da ist wohl jemand auf dem Weg der Besserung.

Texans Quarterback Deshaun Watson ist wohl auf dem Weg der Besserung.
Einen Tag nach dem Super Bowl fing Watson mit dem Lauftraining an, noch nicht mal ein halbes Jahr nach seinem Kreuzbandriss.
Und noch ein Verletzter der Texans trainiert wieder, ein leider sehr oft verletzter, Defensive End JJ Watt.
Er hatte sich das linke Bein gebrochen und macht sich bereits seit Mitte Januar fit für die nächste Saison.
Ob beide wirklich wieder an die Form anknüpfen können, die sie vor ihren Verletzungen hatten?

Dienstag, 6. Februar 2018

Super Bowl LII, Super Bowl der Rekorde
brady-tom-enntaeuscht
Oh weih, das hatte NBC, die mit dem stolzen Pfau, sich ganz anders vorgestellt. Vor der Übertragung war der Sender sicher, daß er einen neuen Zuschauerrekord aufstellen würde. Doch während in einem der besten Super Bowls aller Zeiten Rekord um Rekord aufgestellt wurde, und es einen Überraschungssieger gab, muß man bis 2009 zurückgehen, um einen Super Bowl zu finden, der weniger Zuschauer hatte. Letztes Jahr schauten noch 113 Millionen Zuschauer das Spiel der Spiele bei FOX, dieses Jahr nur noch 103 Millionen.
Während man bei NBC also enttäuscht ist, waren wir Zuschauer es nicht, die wir die folgenden Rekorde miterleben durften. Wer`s nicht gesehen hat, kann sich ja selber in den Hintern beißen.
Die meisten Offenseyards, nicht nur in der Geschichte des Super Bowls, oder der Playoffs, sondern auch der regulären Saison. 1.151 Yards an Offense beider Mannschaften gab es zuvor noch nie in der NFL.
1950 gab es mal 1.133 Yards zwischen den Los Angeles Rams und den New York Yanks.
505 Passyards steuerte alleine Tom Brady (Bild) bei. Damit egalisierte er seinen eigenen Rekord von 466 Yards, den er erst in Super Bowl LI aufgestellt hatte. Brady wurde auch der erste Quarterback, der in den Playoffs über 10.000 Passyards erzielte.
Die 33 Punkte der Patriots waren die meisten eines Verliererteams im Super Bowl.
Beide Teams zusammen mußten nur einmal punten.

Viele Teamkollegen waren nicht einverstanden, daß Patriots Head Coach Bill Belichick mit Malcolm Butler, einen der besten Cornerbacks der Liga nicht hat spielen lassen.
Butler selber war wortkarg. Er sagte nur, daß er wohl gegen eine mindere Teamregel verstoßen hätte. Er hätte eine entscheidende Rolle im Spiel spielen können, doch Belichick hätte lieber den Sieg weggegeben, als ihn doch einzusetzen.
Der Head Coach murmelte etwas von einer Entscheidung gegen Butler, weil er nicht in das Verteidigungsschema gegen die Eagles gespaßt hätte. Man hätte die besten Spieler auf das Feld geschickt, die man gebraucht hätte, um die Eagles zu stoppen.
Und da war einer der besten Cornerbacks der Liga wohl nicht gut genug?
Eigenartig!
Ian Rapoport vom NFLN hat noch eine weitere Erklärung, die Dunkel in`s Licht bringt. Er hat erfahren, daß Butler krank war. Er hätte große Probleme bei den Trainingseinheiten gehabt, und er kam erst einen Tag nach seinen Teamkollegen in Minnesota an, weil er zu krank war, um mit dem Team zu fliegen.
Butler ist jetzt ein Free Agent. Es ist fast sicher, daß er 2018 nicht mehr zu den Patriots gehören wird.

Die Siegesfeier in Philadelphia begann recht friedlich, artete dann aber in einem Chaos aus Vandalismus, Verwüstungen und Plündereien aus, wie das heute leider wohl üblich geworden ist. Autos wurden umgestoßen, in Brand gesetzt, und auch anderes fremdes Eigentum beschädigt.
Die offizielle Siegesparade wird am Donnerstag ab 11:00 Uhr Ortszeit durch Philadelphia ziehen und wird live vom NFLN übertragen.
Die Mannschaft ist mittlerweile wieder in Philadelphia gelandet. Sie wurde von hunderten ekstatischen Fans empfangen.

Drei Spieler haben bereits angekündigt, daß sie nicht zur Siegesfeier im Weißen Haus fahren werden, Safety Malcolm Jenkins, Defensive End Chris Long und Wide Receiver Torrey Smith.
Weitere werden wohl folgen.

Das sind die möglichen Gegner der Eagles im Eröffnungsspiel: Dallas Cowboys, New York Giants, Washington Redskins, Atlanta Falcons, Carolina Panthers, Houston Texans, Indianapolis Colts, Minnesota Vikings
Beide Playoffgegner sind darunter, die Falcons und die Vikings. Natürlich auch alle drei Divisionsrivalen. Die Panthers wären noch interessant, die Colts und die Texans kann man vergessen.

Kurzberichte
Am Super Bowl Sonntag starb Edwin Jackson, Linebacker der Colts.
Er, und sein 54 Jahre alter Uber-Fahrer, standen auf der Interstate 70 neben ihrem Auto. Ein schwarzer Pick-Up Truck raste in das stehende Auto und die beiden Männer wurden dabei getötet.
Jackson wurde nur 26 Jahre alt.
Der 37 Jahre alte Fahrer des Unfallwagens, Manuel Orrego-Savala, versuchte vom Unfallort zu fliehen. Doch mit einem Blutalkoholgehalt, der dreimal über den erlaubten Werten lag, kam er nicht weit.
Wie sich herausstellte, war der Unfallfahrer ein illegaler Eindringling aus Guatemala, der bereits zweimal des Landes verwiesen wurde, 2007 und 2009.

Und jetzt ist es offiziell. Patriots Defensive Coordinator Matt Patricia, dessen Defense ohne Cornerback Malcolm Butler nicht in der Lage war, die Eagles Offense zu stoppen, ist der neue Head Coach der Detroit Lions.
14 Jahre arbeitete der 43-jährige im Stab von Bill Belichick.

Montag, 5. Februar 2018

Super Bowl LII, just fantastic
foles-nick-sb52-mvp2
Um es mit den Worten von NBC Analyst Cris Collinsworth zu sagen: „Einfach nur phantastisch.“
Und der Mann hatte Recht. Man sollte diesen Super Bowl zum Mindeststandard für alle NFL Spiele machen. Nur ein Punt, ein Sack, vierte Versuche, die ausgespielt wurden, Trickspielzüge, mutige Entscheidungen der Head Coaches auf beiden Seiten, es war irre. Aber der Sieger dieses Spiels brauchte auch alles, was im Football aufgeboten werden kann, um zu gewinnen.
Über diesen Super Bowl kann man ein ganzes Buch schreiben. Ich fasse mich kurz.
Schon in der ersten Halbzeit hatten beide Teams für über 600 Yards an Offense gesorgt. Und der „Außenseiter“ hielt nicht nur mit, sondern setzte Akzente. Und Ersatz Quarterback Nick Foles (Bild) schien auf dieses Spiel gewartet zu haben, um sein Können und Talent zu präsentieren. Schon in den beiden Playoffspielen erwies er sich als guter Ersatz für den verletzten Carson Wentz, der auf dem Weg war, der wertvollste Spieler der Saison zu werden. Doch Foles kam, spielte und siegte und wurde zum MVP in Super Bowl LII.
Seine Bilanz: 28 von 43 für 373 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception, 1 gefangener Touchdownpass.
Tom Brady: 28 von 48 für 505 Yards, 3 Touchdowns, 0 Interceptions, 1 Fumble.
Während der Trickspielzug mit einem Pass zum Quarterback zuvor bei den Patriots nicht geklappt hatte, und man sah, daß Brady kein guter Receiver ist, klappte er bei den Eagles hervorragend. Und es war eine sehr mutige Entscheidung. Es waren noch 38 Sekunden in der ersten Halbzeit. Philadelphia stand an der eins der Patriots und hatte einen vierten Versuch. Eigentlich eine Situation für Running Back LeGarrette Blount, der den letzten Super Bowl mit den Patriots gewann. Doch Head Coach Doug Pederson griff in die Trickkiste und holte den „Philly Special“ heraus.
Quarterback Foles tat so, als ob er seinen Linespielern auf der rechten Seite noch etwas zu sagen hatte. Center Jason Kelce warf den Ball zurück zu Running Back Clement Corey. Der gab den Ball ab an Tight End Trey Burton. Der paßte nach recht in die Endzone zu dem völlig freistehenden Nick Foles, der den ersten Pass in seiner NFL Karriere fing.
Und so ging es mit 22:12 für die Eagles in die Halbzeitpause.
Nach sechs Minuten im letzten Viertel ging New England zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Brady über vier Yards zu Gronkowski in die Endzone plus Extrapunkt führte zum 33:32 für die Patriots.
Doch Philadelphia spielte unbeeindruckt weiter. Da stand eine Truppe auf dem Platz, die wußte, was sie kann. Und das zeigte dann auch die Defense, 2:16 Minuten vor Spielende.
Mittlerweile lagen die Eagles wieder vorne, mit 38:33. 136 Sekunden Zeit für Tom Brady, um das zu machen, was die Patriots so oft machen... noch gewinnen.
Doch dieses Mal nicht. Ein weiterer Ex-Patriot, der letztes Jahr noch mit ihnen den Super Bowl gewann, war dabei, als die D-Line Druck auf Brady ausübte, Defensive End Chris Long. Zwar bekam er seine Hände nicht an Brady, aber Defensive End Brandon Graham. Brady mußte nicht nur den Sack einstecken, sondern verlor auch noch den Ball, der Defensive End Derek Barnett praktisch in die Hände sprang.
Die Defense der Patriots konnte danach einen kleinen Sieg verzeichnen, da Philadelphia nur zu einem Field Goal aus 46 Yards kam.
65 Sekunden Zeit, acht Punkte Rückstand, absolut machbar.
Doch nicht gestern. New England kam nur bis zur eigenen 49, von wo aus Brady einen Hail Mary Pass in Richtung Gronkowski in die Luft setzte.
Doch der Ball fiel in der Endzone zu Boden, die Uhr sprang auf 00:00, und Philadelphia brachte den 41:33 Sieg nach Hause.
Die NFC East ist Gift für die Patriots im Super Bowl. Zweimal gegen die Giants verloren, jetzt gegen die Eagles.
Und es war wieder spannend, auch wenn es den höchsten Punktabstand in einem Super Bowl gab, an dem Head Coach Belichick und Quarterback Brady beteiligt waren, acht Punkte. Bisher waren sieben Punkte Abstand das Höchste der Gefühle.
Hätte New Englands Defense besser gespielt, wenn Cornerback Malcolm Butler mitgespielt hätte?
lurie-sb-trophaeeDas kann man natürlich nicht wissen. Genauso wenig weiß man, warum der Held des Super Bowls gegen Seattle, gestern nicht gespielt hat. Die ganze Zeit über lief er in voller Montur und mit Helm auf dem kopf an der Seitenauslinie lang. Nach dem Spiel wollte er nicht sagen, warum er nicht eingesetzt wurde. Es wäre eine Entscheidung des Coaches gewesen, war alles, was man erfuhr.
Auch nicht gespielt hat Punter Ryan Allen. Das aber, weil er nicht gebraucht wurde. Die Patriots mußten nicht ein einziges Mal punten.
Patriots Wide Receiver Brandin Cooks mußte das Spiel im zweiten Viertel nach einem harten, legalen, Hit mit einer Gehirnerschütterung verlassen.
Patriots Tight End Rob Gronkowski dachte nach der Niederlage über seinen Rücktritt vom Football nach.
In Super Bowl LII fing er neun Pässe für 116 Yards und 2 Touchdowns.
Analyst Cris Collinsworth wies während des Spiels, bei einigen gefangenen, bzw. vielleicht auch nicht gefangenen, Pässen in der Endzone, darauf hin, daß er aufgibt. Er weiß nicht mehr, wann bestimmte Pässe als gefangen gelten, und wann nicht.
Im Bild: Eagles Besitzer Jeffrey Lurie mit der Vince Lombardi Trophäe

Sonntag, 4. Februar 2018

Die „Oscar“ Nacht der NFL
brady-nfl-mvpUnd der MVP Award geht an...
TOM BRADY, Quarterback der New England Patriots (Bild).
Vor 10 Jahren gewann er seine erste MVP Trophäe, gestern gewann er sie zum dritten Mal. Mit seinen 40 Jahren ist er der älteste Spieler, der jemals zum wertvollsten Spieler der Saison gewählt wurde. Damit schlug er Payton Manning, der 2013 37 Jahre alt war, als er MVP der Saison wurde.
Brady bekam 40 der möglichen 50 Stimmen der Jury. Acht Stimmen bekam Rams Running Back Todd Gurley, und zwei fielen auf Eagles Quarterback Carson Wentz.
Brady beendete die reguläre Saison mit 4.577 Passyards und 32 Touchdowns, bei 8 Interceptions.

Head Coach des Jahre wurde Sean McVay von den Rams.
Wie er es geschafft hat, als Rookie Head Coach das von Jeff Fisher völlig heruntergewirtschaftete Team zu einem Playoffteam zu machen, war aber auch tatsächlich aller Ehren wert. Er erhielt 35 Stimmen.

Die Saints haben mit zwei Rookies goldrichtig gelegen. Sowohl der beste Rookie der Defense, wie auch der Offense landete in New Orleans.
Cornerback Marshon Lattimore und Running Back Alvin Kamara bekamen ihre Trophäen völlig zu recht.
Lattimore wurde als 11. Spieler in Runde eins von den Saints aufgenommen. Er erhielt 45 der 50 möglichen Stimmen.
Kamara wurde in der dritten Runde einberufen. Mit 28 Stimmen landete er knapp vor Chiefs Rookie Running Back Kareem Hunt, der es auf 21 Stimmen brachte.
Daß ein Team beide Rookies des Jahres in seinen Reihen hatte, gab es zuvor erst einmal. 1967 hatten die Lions Running Back Mel Farr und Cornerback Lem Barney im Kader.

Der Walter Payton Man of the Year Award konnte an niemand anderen als JJ Watt gehen. Der Defensive End der Texans sammelte $37 Millionen Dollar für die Menschen in Houston, die von der fürchterlichen Überschwemmung schwer getroffen wurden. Zudem leistete er auch tatkräftige Hilfe, und niemand sonst hätte diesen Preis dieses Jahr bekommen können.

Die Hall of Fame interessiert nur, was Spieler auf dem Feld leisten. Ob sie nebenher selber zu mutmaßlichen Mördern wurden, Morde deckten und/oder Falschaussagen machten um Morde zu vertuschen, das interessiert nicht.
Deshalb hat es Ravens Linebacker Ray Lewis im ersten Anlauf geschafft, in die Ruhmeshalle der NFL aufgenommen zu werden. Zwar soll es eine Debatte darum gegeben haben, ob man so jemanden überhaupt in die Ruhmeshalle aufnehmen dürfte, doch die dauerte nur fünf Minuten. Seine überragenden Leistungen auf dem Platz überschatteten, die Mordvorwürfe.
Auch in die Pro Football Hall of Fame wurden gewählt:
Wide Receiver Terrell Owens
Wide Receiver Randy Moss
Linebacker Brian Urlacher
Safety Brian Dawkins
Packers Guard Jerry Kramer und Oilers Linebacker Robert Brazile wurden als Senioren aufgenommen, Bobby Beathard als General Manager.

Hier die komplette Liste der endlos langen Preisverleihung:
» AP Most Valuable Player: New England Patriots QB Tom Brady

» AP Offensive Player of the Year: Los Angeles Rams RB Todd Gurley

» AP Defensive Player of the Year: Los Angeles Rams DT Aaron Donald

» Pepsi Rookie of the Year: New Orleans Saints RB Alvin Kamara

» AP Offensive Rookie of the Year: New Orleans Saints RB Alvin Kamara

» AP Defensive Rookie of the Year: New Orleans Saints CB Marshon Lattimore

» FedEx Air and Ground Players of the Year: Philadelphia Eagles QB Carson Wentz; Los Angeles Rams RB Todd Gurley

» AP Coach of the Year: Los Angeles Rams Coach Sean McVay

» AP Assistant Coach of the Year: Minnesota Vikings OC Pat Shurmur

» Salute To Service Award Presented by USAA: Atlanta Falcons WR Andre Roberts

» Game Changer Award presented by Secret: Sam Gordon

» Pro Football Hall of Fame Class of 2018: Bobby Beathard, General Manager; Robert Brazile, LB; Brian Dawkins, S; Jerry Kramer, G; Ray Lewis, LB; Randy Moss, WR; Terrell Owens, WR; Brian Urlacher, LB

» Offensive Line of the Year: Philadelphia Eagles

» Art Rooney Sportsmanship Award: Carolina Panthers LB Luke Kuechly

» AP Comeback Player of the Year: Los Angeles Chargers WR Keenan Allen

» Castrol Edge Clutch Performer of the Year: New Orleans Saints QB Drew Brees

» Bridgestone Elite Peformance Play of the Year: The Minnesota Miracle

» Don Shula NFL High School Coach of the Year Award: Rob Garrett, Crenshaw High School

» Greatness on the Road Award: Houston Texans QB Deshaun Watson

» Walter Payton NFL Man of the Year presented by Nationwide: Houston Texans DE J.J. Watt

Super Bowl LII
NBC will heute Nacht gleich zwei Sky Kameras einsetzen.
Damit soll ein Gefühl vermittelt werden, daß dem Madden Videospiel nahe kommt.
Bleibt zu hoffen, daß der Sender es mit dem Unsinn nicht übertreibt. Während der Saison gab es ja schon zwei Donnerstagsspiele, in denen das Videospielgefühl vermittelt wurde, und es war Bullshit. Und bei diesen Spielen war jeweils nur eine SkyCam im Einsatz.

Bei den Eagles geht der Erkältungsvirus um.
Doch die moderne Medizin scheint das in den Griff zu bekommen.
Jüngstes Opfer des Virus war Wide Receiver Nelson Agholor. Er bekam intravenöse Infusionen und ist voll einsatzbereit.

Samstag, 3. Februar 2018

Kurzberichte
harbaugh-hc-ravensBewegung in Baltimore.
General Manager Ozzie Newsome verkündete von sich aus, daß nach der Saison 2018 für ihn Schluß ist bei den Ravens.
Und während der erste Afro-Amerikanische General Manager der NFL von sich aus gehen wird, ist John Harbaugh (Bild) bereits jetzt offiziell der erste Head Coach, der 2018 auf dem heißen Stuhl sitzt. Teambesitzer Steve Bisciotti sprach recht offen zur Presse darüber, daß er nach der letzten, erneut verkorksten, Saison überlegt hat, John Harbaugh zu feuern.
Der Vertrag des Cheftrainers läuft noch bis zum Ende der kommenden Saison. Es ist eine Bewährungssaison für ihn. Und das ist verständlich. Drei Jahre in Folge kamen die Ravens nicht in die Playoffs. Das hatte Bisciotti sich anders vorgestellt.
Einen neuen Vertrag wird Harbaugh vor der Saison nicht bekommen. Das ist eigentlich so üblich, bevor man ins letzte Jahr eines laufenden Vertrags geht. Wenn die Ravens wieder nicht in die Playoffs fliegen, dann war es das dort mit John Harbaugh. Da nutzen ihm auch die fünf Playoffteilnahmen in Folge mit einem Super Bowl Sieg nichts mehr.

Le'Veon Bell hatte beruhigende Worte für Steelers Fans.
Der Running Back sagte, daß man ihn im Trainingslager erwarten dürfe. Man wäre bei den Vertragsgesprächen bereits näher beieinander, als letztes Jahr um diese Zeit.
2017 streikte Bell und kam erst neun Tage vor dem Start der Saison zum Team. Dann mußte er unter dem Franchise-Etikett für nur $12,1 Millionen spielen.
Noch mal möchte er nicht zum Franchise Spieler gemacht werden. Er möchte einen GUTEN langfristigen Vertrag. Und dabei geht es um die Garantiesumme. Zwar könnte eine dreistellige Millionensumme im Vertrag stehen, doch die würde nicht viel nutzen. Es käme auf die Garantiesumme an. Und die müßte sehr hoch sein. Und da nähere man sich an, meinte Bell.

Super Bowl LII, der Tag davor...
Tom Brady hat seiner Frau Gisele Bündchen gesagt, wann er seine Karriere beendet. Vor der Saison 2017 sagte er zu ihr: „Noch zwei Super Bowls.“
Denkt man jetzt an seine frühere Aussage, daß er spielen möchte, bis er 45 ist, dann könnte er vielleicht schon früher in den Ruhestand treten.
Zwei weitere Super Bowls, Siege natürlich, nicht nur Teilnahmen, könnte Brady ja rein rechnerisch schon im Februar 2019 auf der Habenseite verbuchen.
Aber Bradys Aussagen über sein Karriereende sind mit Vorsicht zu genießen. 2006 versprach er seiner Frau, daß er nur noch 10 Jahre spielen würde.
Mal sehen, wann er wirklich in den Ruhestand tritt?

An das letzte Halloween wird sich Jay Ajayi noch lange erinnern.
Am Vormittag war er noch bei den Dolphins, und Nachmittags packte er seine Koffer, um nach Philadelphia zu fliegen.
2016 erzielte der Running Back 1.272 Yards in Miami und sah aus, wie der Mann, um den herum man die Offense zusammenstellt.
Und heute freut er sich darauf, in seinem ersten Super Bowl zu stehen.
So schnell kann es gehen.
Der Wechsel war eine heftige Überraschung. Doch das Warum wurde nachgereicht. Ajayi war ein schlechter Mannschaftskamerad. Er war ein selbstsüchtiger Spieler. Bekam er nicht genug Spielzüge, war er eingeschnappt. Auf dem Trainingsplatz ließ er es am nötigen Fleiß fehlen. Als dann auch noch Arian Foster von den Texans zu den Dolphins kam, ging Ajayis Motivationslevel steil in den Keller.
Es war ein Wagnis für die Eagles, diesen Spieler aufzunehmen. Doch sie mußten Miami nur eine Wahlmöglichkeit in der vierten Runde der Draft 2018 für ihn überlassen. Da konnten sie nicht widerstehen. Und er wurde zum Teamplayer. Er erzielte nur 408 Laufyards für die Eagles, doch er beschwerte sich nicht, er schmollte nicht. Er teilte sich die Einsatzzeit mit LeGarrette Blount ohne zu meckern.
Und zur Belohnung für Philadelphia und Ajayi geht es morgen gegen die Patriots im Super Bowl. Darauf hätte er in Miami noch sehr lange warten müssen.

Falcons Teambesitzer Arthur Blank gab zu, daß er angepisst ist. Grund sind die Super Bowl Ringe der Patriots. Deren Teambesitzer Robert Kraft hatte 283 Diamanten in die Ringe einsetzen lassen. 283, so wie in 28:3, der Führung der Falcons in Super Bowl LI, die die Patriots noch aufholten.
Blank fand das nicht sehr nett.
Ist es nicht schön, daß auch Milliardäre so ihre Sorgen haben?

Alle Spieler sind gesund, heißt es von beiden Teams, die morgen an den Start gehen.
Alle Spieler, außer natürlich Eagles Quarterback Carson Wentz. Aber von denen, die in den Playoffs spielten, sind keine Ausfälle zu beklagen.

Freitag, 2. Februar 2018

Super Bowl LII... Spannung garantiert?
pederson-dougEagles Head Coach Doug Pederson (Bild) hatte eine Idee. Er teilte das Training am Mittwoch in zwei Blöcke mit einer Pause von 30 Minuten dazwischen. Das sollte die Halbzeitpause im Super Bowl simulieren. Die wird natürlich, wie jedes Jahr überlang werden, weil immer ein sogenannter „Top Act“ irgendwelche Liedchen singt. Und wenn dieser Justin Timberlake wirklich als Top Act gilt, dann steht es um die Musikindustrie nicht gerade zum Besten.
Und um die Eagles stand es nach dieser „Halbzeitpause“ auch nicht gerade zum Besten. Das Training verlief im zweiten Durchgang schlampig, wie Pederson zugab. Aber es wäre seit einigen Tagen das erste Mal gewesen, daß die Mannschaft wieder auf dem Trainingsplatz stand, da wäre es normal, wenn es nicht alles so läuft, wie gewohnt.

Spannend waren sie immer, die Super Bowls in der Belichick, Brady Ära.
Nachdem es vorher zwei hohe Niederlagen gegeben hatte in Super Bowl 20 und 31, wurden danach alle Spiele mit sieben oder weniger Punkten entschieden, die Siege, wie auch die beiden Niederlagen gegen die Giants.
Und die Patriots gewannen den ersten Super Bowl überhaupt, der in die Verlängerung ging.
Also spannend haben sie es bisher immer gemacht, seit Super Bowl 36 im Jahr 2002.

Spannend ist es nicht mehr, was Rob Gronkowski angeht. Der Tight End wurde aus dem Gehirnerschütterungsprotokoll entlassen und darf am Sonntag spielen.
2017 war er die Hauptanspielstation von Tom Brady mit 69 gefangenen Pässen für 1.084 Yards und 8 Touchdowns.

Bei den Eagles konnten Defensive Tackle Timmy Jernigan und Cornerback Ronald Darby wegen Krankheit nicht trainieren.
Beide scheinen erkältet zu sein.
„Es ist halt diese Jahreszeit,“ meinte Linebacker Mychal Kendricks, den es auch am Wochenende erwischt hatte. „Niemand stirbt. Es ist alles gut.“

Kurzberichte
Ryan Shazier hat die Rehaklinik verlassen dürfen.
Der Linebacker der Steelers wurde an der Wirbelsäule operiert, nachdem er sich im Dezember im Spiel gegen Cincinnati bei einem Tackle schwer verletzte.
Mittlerweile geht es ihm wieder so gut, daß er in häusliche Pflege entlassen werden konnte.

„Wir bereiten uns auf einen Krieg vor,“ meinte NFLPA Chef DeMaurice Smith.
Noch läuft der Tarifvertrag zwischen der Liga und der Gewerkschaft drei Jahre, aber Smith bereitet uns Fans schon mal darauf vor, daß Schlimmes droht. Es ging ja selten, fast nie, ohne Spielerstreiks oder Aussperrungen ab, wenn Liga und Gewerkschaft um den letzten Cent gestritten haben.
Und die Allmacht von Commissioner Goodell wird zusätzlich ein überharter Brocken sein, den es zu sprengen gilt.
Da werden uns die vier Monate, die die Aussperrung 2011 dauerte, wie das Paradies vorkommen, wenn es in den nächsten Kampf um einen Tarifvertrag geht, den beide Seiten akzeptieren können.
Smith will versuchen, die Teambesitzer zu Verhandlungen an den Tisch zu bekommen, bevor der laufende Vertrag endet.
Und das... das wäre wirklich mal eine tolle Sache.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Super Bowl LII
kraft-bob-und-trofy200„Jeder hält doch gerne zum Außenseiter. Ich würde das nicht Hass nennen. Ich verstehe das. Ich hoffe, daß wir den Menschen noch viele Jahre, dieses Gefühl vermitteln können,“ meinte Patriots Besitzer Robert Kraft (Bild) über die anhaltende Dominanz seines Teams.
Viele Super Bowl Zuschauer werden zu den Eagles halten, alleine um die Patriots nicht gewinnen zu sehen.
Super Bowl LII... in 10 davon standen, bzw. stehen, die Patriots. Das ist ein Rekord.
Noch halten die Steelers mit sechs Siegen den Rekord, doch den versuchen die Patriots am Sonntag einzuholen.
Gleichheit ist das Ziel von Commissioner Roger Goodell. Jeder soll jeden jederzeit schlagen können. Die Patriots haben ihre eigene Vorstellung von Gleichheit, einfach immer gleich gut zu sein.
Doch es zeugt von Ausgeglichenheit, daß ein Team wie die Eagles, die 2016 als letzte der NFC East die Saison beendeten, 2017 die Nr. 1 der NFC sind.
Jeder kann jederzeit alles erreichen.
Und jeder kann die Patriots hassen. Außerhalb von New England gibt es nur einen Staat, in dem die NFL Fans mehrheitlich zu den Patriots halten, North Dakota.
NBC hofft auf einen neuen Einschaltrekord am Sonntag. Bisher steht dieser Rekord bei 114,1 Millionen und wurde 2015 beim Spiel der Patriots gegen Seattle aufgestellt.
Wie damals, hoffen die meisten Zuschauer auf einen Ausrutscher des bösen Imperiums, wie man die Patriots mittlerweile nennt. Und alle wollen das miterleben.
Kraft versteht das. Doch Niederlagen hat er genug erlebt. Als er das Team 1994 kaufte, legte er die damalige Rekordsumme von $175 Millionen für einen erwiesenen Verlierer hin. Schon 1997 stand das Team in seinem ersten Super Bowl, nach dem Besitzerwechsel. Es gab eine 21:35 Niederlage gegen die Packers. Seitdem ist viel positives geschehen in der Ära Kraft, Belichick, Brady.
Zählt man alles zusammen, haben seit 2001 248 verschiedene Spieler einen Super Bowl Ring mit New England gewonnen.

Langsam wird es für Rob Gronkowski eng. Der Tight End der Patriots ist noch immer im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Er trainiert zwar mit der Mannschaft, aber nur eingeschränkt.

Kurzberichte
Das Mexico Spiel steht fest. Die Rams sind das Heimteam und sie empfangen die Chiefs.
Wann das Spiel stattfindet, das steht aber noch nicht fest.

Bills Defensive Back Aaron Williams geht in den Ruhestand.
In den Jahren 2015 und 16 erlitt er mehrere Nacken und Kopfverletzungen.
Deshalb beendet der 2011 in die NFL gekommene Williams seine Karriere.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Kurzberichte
smith-alex-kcc3
Es ist Super Bowl Woche, das heißt aber nicht, daß sich neben dem Warten auf das große Spiel nicht etwas anderes, aufsehenerregendes tut.
So wie der Wechsel von Alex Smith (Bild). Rein Spitznamentechnisch verändert der Quarterback sich nicht sehr. Er wechselt von den Häuptlingen zu den Rothäuten. Aber der Wechsel kann als Sensation angesehen werden.
Die Redskins haben wohl die göttliche Eingebung bekommen, daß Kirk Cousins nun wirklich auch nicht annähernd die $34 Millionen wert ist, die sie ihm 2018 hätten zahlen müssen, wenn sie ihn noch ein drittes Mal zum Franchise Player gemacht hätten. Cousins gehört selbst an seinen guten Tagen im besten Fall zu den durchschnittlichen Quarterbacks.
Das trifft auch auf Alex Smith zu, aber der ist billiger. Zwar gaben die Redskins dem Ex-Chief einen Vierjahresvertrag über $94 Millionen, von denen $71 Millionen garantiert sind, aber das ist immer noch weit von dem entfernt, was Cousins bekommen hätte.
Der ist jetzt frei, sich ein neues Team zu suchen, das ihn seinen Vorstellungen entsprechend bezahlt. Mal sehen, wer so dämlich ist, und ihm über $30 Millionen zahlen will? Kandidaten, die Ballwerfer brauchen, die das Ei halbwegs geradeaus werfen können, gibt es genug. Denver z.B., die auch an Smith interessiert gewesen sein sollen.
Smith hatte mit seinen 33 Jahren eine für seine Fähigkeiten gute Saison. Er stellte mit 4.042 Passyards, 26 Touchdowns und einer Quarterback- Wertung von 104,7 Punkten jeweils persönliche Bestmarken auf.
Offiziell dürfen Spieler erst nach dem 14. März Teams wechseln. Doch in diesem Fall dürfte bereits alles fix sein.

NFL Commissioner Roger Goodell sieht nicht, daß die Redskins ihren Namen ändern werden.
Die Cleveland Indians, ein Team aus der Baseballliga, gaben dem Druck der politisch Korrekten nach und werden ihr Logo demnächst ändern. Später soll dann sogar der Spitzname geändert werden.
Goodell glaubt nicht, daß jetzt auch die Redskins dem Druck nachgeben werden. Von Seiten der Liga jedenfalls würde kein Druck auf die Redskins ausgeübt.

Jaguars Quarterback Blake Bortles wurde letzte Woche am Handgelenk seiner Wurfhand operiert.
Inwiefern das eine Auswirkung auf die Zukunft des Quarterbacks in Jacksonville haben wird, bleibt abzuwarten. So unbedingt muß man einen Mann mit seinen „Qualitäten“ nicht behalten. Aber die Jaguars haben nur noch $16,5 Millionen unter der Gehaltsobergrenze. Bortles kostet nur $19 Millionen. Es kann sein, daß man Bottles, äh Bortles, aus rein wirtschaftlichen Gründen weiter mit durchschleppen muß.

Die Titans haben einen neuen Offensive- und Defensive Coordinator. Matt LaFleur leitet die Offense, Dean Pees die Defense.
LaFleur leitete 2017 die überaus erfolgreiche Offense der Rams.
Pees leitete zuletzt die Defense der Ravens. Nach der Saison 2017 trat er in den Ruhestand. Der währte nur einen Monat.

FOX möchte auch am Donnerstag NFL Spiele zeigen.
Die Verträge mit CBS und NBC sind ausgelaufen. Beide haben wieder mitgeboten, aber wie man hört, soll FOX sie pro Spiel um $45 Millionen überboten haben.
Bisher hatten CBS und NBC zusammen für die zwei Jahre, in denen sie sich die Donnerstags Spiele geteilt haben, $900 Millionen gezahlt.
Heute könnte der Sieger im Bieterkrieg bekanntgegeben werden, und wir werden sehen, ob FOX das Rennen alleine machte.
Über die Internetrechte wurde noch nichts bekanntgegeben. Amazon durfte die Spiele 2017 für schlappe $50 Millionen streamen.

Ryan Kalil weiß, daß 2018 seine letzte Saison ist.
Der 32-jährige Center kam 2007 in die NFL und spielte durchweg für die Carolina Panthers.
Fünf mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Rob Gronkowski ist sicher, daß er im Super Bowl spielen wird.
Der Tight End der Patriots ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.
Er selbst fühlt sich wieder OK, aber das letzte Wort hätte nicht er, sondern die Ärzte, wie er Reportern sagte. Aber er glaubt, daß die Ärzte ihm bald ihren Segen geben werden.

Dienstag, 30. Januar 2018

Auch die Patriots sind in Minnesota gelandet
brady-tom44Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) brach letzte Woche ein Radiointerview mit dem Sender WEEI aus Boston ab, weil der Interviewer Alex Reimer es wagte Bradys fünfjährige Tochter als „annoying little Pissant“ zu bezeichnen. Das kann man nicht wirklich übersetzen, da Pissant die Bezeichnung für eine Ameise ist, die Piss Ant. Das wird auch als abwertende Bezeichnung genutzt, mit der man einen Menschen als Bedeutungslos brandmarkt. Nervendes Miststück wäre eine einfache Übersetzungsmöglichkeit (Ich bin für Vorschläge offen).
Brady stürmte aus dem Sendestudio. Reimer wurde mit sofortiger Wirkung suspendiert. Weitere Schritte wolle man sich beim Sender überlegen.
Brady sagte bei der ersten Pressekonferenz nach der Landung der Patriots in Minnesota, daß er hofft, daß Reimer nicht gefeuert wird. Das würde er gar nicht gut finden. Natürlich hätte er als Elternteil sein Kind beschützen müssen, das würden ja wohl alle Eltern machen. Kritik im Sport wäre alltäglich und Teil des Ganzen, aber seine Kinder, überhaupt alle Kinder, sollten da rausgehalten werden, meinte Brady
Der Sender gab ein Statement ab, in dem es unter anderem hieß: „Wir bedauern zutiefst was passiert ist und sprechen Tom Brady, seiner Familie seiner Tochter und der Patriots Organisation unsere aufrichtige Entschuldigung aus.“

Wann ist ein Fang ein Fang?
Das würde auch NFL Chef Roger Goodell gerne wissen. Der Commish ist es anscheinend auch leid, erst mal fünf bis 10 Minuten zu warten, ob die Schiedsrichter einen Paß als gefangen geben oder nicht.
Goodell fordert Klarheit bei der Catch Regel: „Die Fans wollen Catches,“ meinte er in einem Interview.
Recht hat der Mann. Und ob wir Catches wollen, und wie wir Catches wollen.
Seit meinem ersten Spiel im Jahr 1982 bis vor drei, vier Jahren, war es klar, ob ein Paß gefangen wurde oder nicht. Doch seitdem murkst man wie bekloppt an der Regel rum, und der Videobeweis tut das Seine, um die Sache noch komplizierter zu machen. In New York seziert man Bild für Bild, um nur ja zu sehen, ob sich ein Ball den millionsten Bruchteil eines Mikromillimeters bewegt haben könnte, als der Ballfänger zu Boden ging. Das ist Schwachsinn, der abgestellt werden muß.
Meint ja jetzt auch der Chef: „Die Regel hat für eine Menge Konfusion gesorgt,“ zeigte Goodell sich besorgt. „Gerade, wenn ein Spieler nach dem Fang zu Boden geht wird es kompliziert. Deshalb werden wir uns zusammensetzen, und die Regel überdenken. Ich hoffe, daß wir in der Lage sind, für mehr Klarheit zu sorgen.“.
Na, dann mach hin Mann!

Montag, 29. Januar 2018

Die Adler sind gelandet
flughafen-minnesota-eaglesAm gestrigen Sonntag kamen die Philadelphia Eagles im bitterkalten Minnesota an. Mittags landeten sie auf dem Minneapolis-St. Paul International Airport.
Super Bowl LII ist der erste in der Zwillingsstadt, seit die Redskins die Bills 1992 besiegten. Auch damals spielte das Wetter Gott sei Dank keine Rolle, denn auch damals schon fand das Spiel in einem überdachten Stadion statt, dem mittlerweile zerstörten Hubert H. Humphrey Metrodome.
Den Super Bowl Patriots gegen Eagles gab es bereits 2005 schon einmal. Damals gewannen die Patriots.

Patriots Quarterback Tom Brady wurde der Faden gezogen, der mit 12 Stichen die Wunde am Daumen seiner Wurfhand verschloß.
Jetzt kann Brady in der Woche vor dem Super Bowl ohne Behinderung trainieren.
Auch Tight End Rob Gronkowski darf nach seiner Gehirnerschütterung wieder trainieren, bleibt aber noch im Gehirnerschütterungsprotokoll.

Für eine Handvoll Ringe hat es schon gereicht. Am Sonntag soll der erste Ring für die zweite Hand folgen.
Wird es der letzte Super Bowl, den Patriots Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady zusammen erreichen?
Man hörte viele Gerüchte aus New England. Das Verhältnis zwischen Head Coach und Quarterback soll nicht mehr das Beste sein, seit Belichick Bradys persönlichen Trainer von der Seitenauslinie verbannte.
Und dann noch die böse Zeit. Brady ist 40, Belichick 65. Klar kann der Head Coach noch bis ins hohe Greisenalter ein Team leiten, aber der Quarterback erreicht doch langsam das Endstadium seiner sagenhaften Karriere.
New England ohne Belichick und (oder) Brady?
Die Liga, zumindest die AFC, würde wieder spannend. Es ist auf die Dauer ermüdend, immer nur dasselbe Team siegen zu sehen. Dann kann man sich ja direkt die deutsche Fußball Bundesliga antun.
Doch noch ist es nicht so weit. Es ist nicht abzusehen, daß einer der beiden, oder gar beide, die Patriots verlassen.
Es bleibt also eher langweilig.

Kurzberichte
Die kommende Draft soll voll sein mit guten Quarterbacks.
Da hoffen die Broncos, daß sie mit ihrem fünften Platz, den sie nach ihrer grottenschlechten 5-11 Saison belegen, noch an einen brauchbaren Spieler kommen.
Entweder das, oder einen erfahrenen Mann. Wie auch immer, die Broncos brauchen einen Quarterback, und General Manager John Elway wird einen holen. Denver hat noch genug Platz unter der Gehaltsobergrenze, um einen Quarterback aus dem Pool der Free Agents zu fischen. Und das wäre Elway eh lieber. Er hat nicht die Geduld, auf die positive Entwicklung eines Frischlings zu warten. Die Geduld haben auch die Fans der Broncos nicht. Deshalb ist das Gerücht, daß die Broncos an Chiefs Quarterback Alex Smith dran sein sollten, nicht so abstrus, wie es klingt.
Smith hat für 2018 noch einen Vertrag in Kansas City, der ihm $20,6 Millionen einbringt. Doch die Fans der Chiefs wollen Rookie Patrick Mahomes sehen, obwohl Smith 2017 recht gut, fast schon über seine Verhältnisse, gespielt hat.
Und die Chiefs sind nur noch knapp unter der erlaubten Gehaltsobergrenze. Sie wären froh, wenn ihnen jemand die 20 Millionen für Smith abnehmen würde.

In New York freut sich Quarterback Eli Manning auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Head Coach Pat Shurmur.
Shurmur gilt als Quarterback-Flüsterer.
Manning hofft, daß der offensiv ausgerichtete Head Coach es schafft, den Giants wieder das Laufspiel beizubringen. Die fehlende Unterstützung durch gute Running Backs sorgte dafür, daß die Giants das zweitschlechteste Team waren, bei der Punkteausbeute. Sie holten nur durchschnittlich 14,6 Punkte pro Spiel, und nur die Browns waren noch schlechter.
Da Manning auch noch die zuverlässigen Receiver durch Verletzungen ausgingen, hatte er ein miserables Jahr. Er vervollständigte 352 von 571 Pässen für 3.468 Yards und 19 Touchdowns bei 13 Interceptions.

Im Pro Bowl besiegte die AFC die NFC mit 24:23 im strömenden Regen von Orlando.
Titans Tight End Delanie Walker fing zwei Pässe und wurde MVP der Offense. Broncos Linebacker Von Miller wurde MVP der Defense.

Samstag, 27. Januar 2018

Schon oft gingen Teams mit Ersatz- Quarterbacks in den Super Bowl
wentz-carson4Carson Wentz (Bild) brachte Philadelphia in die Nähe der Playoffs. Am 10. Dezember 2017 zog er sich gegen die Rams einen Kreuzbandriss zu. Doch nun sagte Wentz, daß er sich nicht nur das vordere sondern auch das hintere Kreuzband riß. Ein Zeitpunkt, wann er wieder trainieren kann, steht noch nicht fest. Zwar habe er Woche eins der Saison 2018 als Ziel, aber das sei bisher noch Wunschdenken.
Allerdings bedeutet es nicht zwangsläufig, daß der Genesungsprozess dadurch länger dauert.
Wie auch immer, Wentz konnte nur zusehen, wie sein Ersatzmann Nick Foles die Eagles in die Playoffs und sogar in den Super Bowl führte.
Und da ist Foles nicht der erste Ersatzmann, dem das gelang.
2001 war es Tom Brady, der das schaffte. Er vertrat Drew Bledsoe, der sich in Woche zwei schwer an der Brust verletzte.
Brady, der in der SECHSTEN Runde der Draft von New England einberufen wurde, kam, sah, und der Rest ist Geschichte. Head Coach Bill Belichick hielt an Brady fest, selbst, als Bledsoe später in der Saison wieder hätte eingesetzt werden können. Das machte den Head Coach nicht sehr beliebt in New England, aber wie man heute weiß...
Im Super Bowl gewannen die Patriots gegen die Rams, die auch mit einem „Ersatzmann“ antraten.
- Die Anführungszeichen deshalb, weil Kurt Warner schon 1999 für den verletzten Trent Green spielte. Und schon da führte er die Rams zum Super Bowl Sieg gegen die Titans.
Als Warner gegen die Patriots spielte, war der ehemalige Supermarktregalauffüller, NFLE und Arena Liga Quarterback schon längst der Starter in St. Louis.
- 1987 setzten die Redskins auf Jay Schroeder, doch der brachte es nicht. Head Coach Joe Gibbs gab Doug Williams eine Chance. Und der wurde zum ersten schwarzen Quarterback, der den Super Bowl gewann. MVP des Spiels wurde er auch noch.
- Phil Simms bei den Giants ersetzen?
Unmöglich!
Nichts ist unmöglich. Jeff Hostetler führte die New Yorker 1990 zum Sieg über die Bills in Super Bowl 25, nachdem Simms sich in Woche 15 einen Fuß gebrochen hatte.
- Jim Plunkett galt lange als ein furchtbarer Fehlgriff. 1971 war er die Nr. 1 in der Draft. Doch in New England und San Francisco war er furchtbar.
1980 kam er bei den Raiders für Dan Pastorini rein, der sich in Woche 5 ein Bein gebrochen hatte. Plunkett machte den Durchmarsch mit dem Team und Oakland wurde der erste Super Bowl Sieger, der über die Wild Card Runde den ganzen Weg ging.
- Die Ravens gewannen den Super Bowl nach der Saison 2000 trotz Trent Dilfer. Die Defense war einfach zu gut.
- Johnny Unitas in Baltimore ersetzen?
Unmöglich!
Nichts ist unmöglich. Earl Morrall ersetzte Unitas, der sich in der Vorbereitungszeit eine Armverletzung zuzog.
Zum Super Bowl Sieg konnte er die Colts dann aber nicht führen. Den gewann ein gewisser Joe Namath mit den Jets. Und das, weil Morrall in diesem Spiel so mies war, daß Unitas von der Bank kommen mußte, um ihn abzulösen, was allerdings auch nichts mehr half.

Kurzberichte
Die gemeldeten Gehirnerschütterungen erreichten 2017 ein Sechsjahreshoch.
Das liegt natürlich daran, daß sehr viel mehr Aufmerksamkeit auf diese Verletzung gelegt wird. Inklusive Training, Vorbereitungsspielen und Saisonspielen wurden 281 Fälle registriert.
Die Playoffspiele sind in dieser Statistik noch nicht erfaßt, also ist der Gronk noch nicht dabei.

Fiel da gerade der Name Gronkowski?
Jaguars Safety Barry Church muß $24.309 Strafe zahlen. Er hatte den Tight End der Patriots regelwidrig mit dem Helm voran angegriffen.
Rob Gronkowski zog sich dabei eine Gehirnerschütterung zu, die ihm bisher nicht erlaubt, zu trainieren.
Sein Einsatz im Super Bowl soll aber nicht gefährdet sein.

Eric Wood beendete seine Karriere.
Der Center der Bills feierte mit seinem Team den ersten Einzug in die Playoffs in diesem Jahrtausend. Nach der Niederlage gegen die Jaguars war er eigentlich immer noch in Feierlaune, als die Spieler ihre Spinde ausräumten. Das änderte sich, nach der medizinischen Abschlußuntersuchung. Wood bekam die schlimme Nachricht, daß er eine Nackenverletzung hat, und damit keinen Football mehr spielen darf.
Deshalb mußte der 31-jährige seine Karriere beenden.

Freitag, 26. Januar 2018

Kurzberichte
blount-legarrette3Mit den Patriots gewann Running Back LeGarrette Blount (Bild) zwei Super Bowls. Übernächsten Sonntag möchte er seinen dritten gewinnen... mit den Eagles.
Blount ist voll im Rachemodus und möchte es New England heimzahlen.
So ein paar Kniffs und Tricks der Patriots Offense kann Blount seinem Defensive Coordinator verraten.
Blount war 2013 bei den Patriots und von Dezember 2014 bis zum Ende der Saison 2016. Im Frühjahr 2017 ging er als Free Agent zu den Eagles.
In seiner letzten Saison in New England hatte er mit 299 Läufen die meisten aller Running Backs der Liga und auch seine 18 Touchdowns waren in dieser Saison der Spitzenwert.
In Philadelphia teilte er sich die Läufe mit Jay Ajayi und Corey Clement und kam nur auf 766 Yards aus 173 Läufen.
Die Freundschaften, die er noch mit einigen Teamkollegen der Patriots pflegt, werden für diesen einen Tag zur Seite gelegt. An diesem Tag geht es nur um eins, den Super Bowl mit den Eagles zu gewinnen. An diesem Tag gibt es keine Freundschaft. Beide Teams hätten nur eines im Sinn, und das wäre der Sieg.
Sollte er Pats Head Coach Bill Belichick vor dem Spiel über den Weg laufen, würde er ihn natürlich begrüßen. Blount betonte, daß er Belichick viel zu verdanken hätte, und daß er mit ihm zwei Super Bowls gewinnen konnte. Da würde er seinen alten Head Coach nicht Mißachten. Er hätte viel Respekt vor Belichick, dem Team und der gesamten Patriots Organisation.

Ein paar Verletzungen plagen die Teilnehmer des Super Bowls.
Eagles Running Back Jay Ajayi hat Probleme mit einem Knöchel und konnte nicht am Training teilnehmen.
Bei den Patriots konnte Quarterback Tom Brady nur eingeschränkt trainieren. Er schonte seinen verletzten Daumen an der Wurfhand.
Tight End Rob Gronkowski darf wegen seiner Gehirnerschütterung noch nicht trainieren.

Einige Eagles Fans haben sich beim Spiel gegen Minnesota schlecht benommen.
Vor dem Spiel waren Fans der Vikings von Eagles Fans beschimpft und mit unflätigen Ausdrücken bedacht worden, als sie vom Parkplatz zum Stadion gingen. Gefüllte Bierbecher wurden nach ihnen geworfen.
Um sich für ihr mieses Benehmen zu entschuldigen, spendeten die Übeltäter über $10.000 an eine Stiftung von Vikings Head Coach Mike Zimmer.
Man stelle sich das hier in Deutschland vor, bei den Fußballfans. Die Spendenkonten würden überquellen.

EX-NFL Linebacker Chris Borland hat eine Idee. Er regt an, Kinder unter 12 Jahren nur Flag Football spielen zu lassen, statt Tackle Football. Der sollte erst ab der High School gespielt werden. Er hält es für unsinnig, wenn fünfjährige hundertemale mit den Helmen aneinander stoßen.
Vor drei Jahren beendete Borland seine Karriere nach nur einer Saison bei den 49ers. Er hatte Angst vor einem Gehirntrauma.
Sein Vorschlag stößt nicht auf taube Ohren. Die Gesetzgeber zweier Staaten haben die Idee bereits aufgegriffen und werden ihn diskutieren.

Bezahlen die Ravens ihm so wenig?
Cornerback Marlon Humphrey wurde verhaftet, weil er ein Ladegerät für ein Handy gestohlen hat. Wert des Geräts, $15.
Laut Humphrey war das alles nur ein Mißverständnis.
Der Cornerback wurde von Baltimore in der ersten Runde an Stelle 16 der letzten Draft einberufen. Er spielte in allen 16 Spielen und erzielte 34 Tackles und 2 Interceptions.

Die Redskins verlängerten den Vertrag mit Linebacker Mason Foster um zwei Jahre.
Foster kann in dieser zeit $7 Millionen verdienen.

Die Cardinals verpflichten Mike McCoy als Offensive Coordinator.
Er war von 2013 bis 16 Head Coach der Chargers. Die Saison 2017 begann er als Offensive Coordinator der Broncos. Im November wurde er gefeuert.

Donnerstag, 25. Januar 2018

Kurzberichte
philbin-hc-dolphinsDie Packers bringen Joe Philbin (Bild) als Offensive Coordinator zurück. Er war bereits von 2003 bis 12 im Trainerstab Green Bays.
Dann ging er als Head Coach zu den Dolphins, wo er ziemlich versagte.
Auch als Head Coach versagt, hatte Mike Pettine, allerdings in Cleveland, da hat bisher niemand irgendeinen Erfolg vorzuweisen. Er war in den letzten zwei Jahren nicht als Coach in der NFL tätig. 2017 war er Berater der Defense in Seattle. Pettine ist nun der neue Defensive Coordinator der Packers.
Die Packers haben den Trainerstab nach einer 7-9 Saison völlig umgekrempelt. Auslöser der ersten Saison ohne Playoffs, nach acht Saison, in denen Green Bay Dauergast in der Endrunde war, war die gebrochene Schulter von Quarterback Aaron Rodgers.

„Jetzt müssen wir ihn zweimal im Jahr sehen,“ meinte Ben Roethlisberger über Todd Haley.
Der ehemalige Offensive Coordinator der Steelers hat beim Divisionsrivalen aus Cleveland unterschrieben.
Was gestern noch wie ein Gerücht klang, ist jetzt Wirklichkeit geworden.
„Wir hatten einen tollen Lauf, waren sehr erfolgreich, als er hier war,“ sagte der Quarterback der Steelers weiter. „Ich bin nur dankbar für die Möglichkeit, mit ihm spielen zu können, ein Teil seiner Offense zu sein, und jetzt müssen wir zweimal im Jahr gegen ihn spielen. Mal sehen, wie das geht?“
2-22 lautete die Bilanz der Browns gegen Big Ben. Klingt nicht so, als müßte man sich in Pittsburgh Sorgen machen.

Die Giants verpflichteten James Bettcher als Defensive Coordinator.
Der war auf der Position bisher bei den Cardinals tätig.
Bettcher übernimmt eine Giants Defense, die sehr teuer, recht talentiert, aber irgendwie unwillig ist, und 2017 weit unter ihren Möglichkeiten blieb.

Die NFL und die NFLPA haben untersucht, ob die Panthers bei Quarterback Cam Newton das Gehirnerschütterungsprotokoll falsch angewendet haben?
Mitte des letzten Viertels im Spiel gegen die Saints am 7. Januar, wurde Newton bei einem Sack hart am Kopf getroffen. Als er vom Platz gehen wollte, brach er zusammen.
Dennoch kam er nach nur einem offensiven Spielzug der Panthers wieder zurück auf den Platz. Auch wenn zwischen seinen beiden Spielzügen in Echtzeit fünf Minuten lagen, hatten die Liga und die Gewerkschaft Zweifel, ob dort das Protokoll korrekt angewendet wurde. Doch nach genauerer Ansicht des Geschehens kamen die beiden zu der Überzeugung, daß die Panthers alles richtig gemacht hatten.
Newtons Zusammenbruch wäre keiner gewesen. Head Coach Ron Rivera hatte seinem Quarterback über den Helmfunk die Anweisung gegeben, sich auf den Boden zu setzen, und auf die Betreuer zu warten. Eine Gehirnerschütterung lag zum Zeitpunkt von Newtons Untersuchung an der Seitenauslinie nicht vor. Einzig die Tatsache, daß der Quarterback etwas ins rechte Auge bekommen hatte, kam bei der Untersuchung heraus.

Super Bowl LII: Eagles vs. Patriots.
Und es hätte Carson Wentz gegen Tom Brady geben können.
Doch der Gott des Footballs hatte anderes im Sinn.
Das aber stört die Käufer von Spielerjerseys nicht. Die Trikots von Tom Brady und Carson Wentz sind die meistgekauften der sich im Endstadium befindlichen Saison. Es wurde der Zeitraum vom 1.9.17 bis 18.1.18 berücksichtigt.
Brady führt mit 10 Staaten, in denen sein Trikot sich am besten verkauft, knapp vor Wentz mit neun Staaten. Doch insgesamt gesehen liegt Wentz vor Brady, wenn man alle Fanartikel, die einen Namen der beiden tragen, mitzählt.
Auf Platz drei nach Wentz und Brady folgt Cowboys Quarterback Dak Prescott.

Die Falcons haben ein Problem, mit dem viele Bauherren zu kämpfen haben: Pfusch am Bau.
Dieser Pfusch sorgte dafür, daß das Dach des neuen Milliarden teuren Stadions nicht geöffnet werden konnte. So fanden fast alle Spiele im geschlossenen Stadion statt.
Das einzigartige Konstrukt des Daches, das sich wie eine Kameralinse öffnen soll, ha eine viel zu lange „Belichtungszeit“. Es war nur einmal geöffnet, zum ersten Heimspiel am 17. September gegen Green Bay.
2019 wird der Super Bowl in Atlanta stattfinden, und bis dahin soll die Kameralinse sich dann problemlos öffnen und schließen lassen.
Die Ausbesserungsarbeiten haben schon begonnen.

Mittwoch, 24. Januar 2018

Kurzberichte
bradys-trikotDie Patriots sind die Heimmannschaft in Super Bowl LII. Deshalb durften sie sich aussuchen, ob sie mit einem farbigen oder weißen Trikot antreten.
Da 12 der letzten 13 Super Bowls von den weißen gewonnen wurden, fiel ihnen die Wahl wohl nicht schwer. Auch letztes Jahr trugen sie weiß, weil die Falcons, als Heimteam, sich für ihre roten Jerseys entschieden. Insgesamt sind die Patriots in weiß 3-0 in der Brady Ära.
Die Eagles werden somit ihre gewohnten grünen Trikots tragen.

Wenn er nach seiner Karriere in die Hall of Fame kommt, dann bestimmt als Pittsburgh Steeler. Doch zunächst geht er als New England Patriot in den nächsten Super Bowl.
Bis zum vorletzten Spiel der regulären Saison war James Harrison als Linebacker im Kader der Steelers. Doch der 39-jährige bekam kaum Einsatzzeit. Head Coach Tomlin hielt ihn nur noch für fähig, die Bank zu wärmen. Deshalb äußerte der Linebacker den Wunsch, von den Steelers freigegeben zu werden. Nach Weihnachten wurde ihm dieser Wunsch erfüllt, und Harrison wechselte zu den Patriots. Die hatten plötzlich also nicht nur einen Methusalem als Quarterback, sondern auch den ältesten Verteidiger der Liga im Kader.
Jetzt warteten alle auf das Championship Spiel der AFC, in dem Pittsburgh in New England antreten sollte.
Man wartete vergebens.
Oh, wie hätten die Steelers ihn gegen die Jaguars brauchen können. Nicht einmal wurde deren Quarterback Blake Bortles gesackt. Und das rächte sich, wie man weiß.
In der regulären Saison erzielte Harrison einen Sack für Pittsburgh. In seiner kurzen Zeit in New England erzielte er bisher zwei.
Und im AFC Championship Spiel gegen die Jaguars setzte er die Defense und Bortles beständig unter Druck. Er erzielte zwar keinen Sack, war aber ein ständiger Unruheherd.
Und jetzt kann er seinen dritten Super Bowl gewinnen.
Nicht schlecht für einen Spieler, den die Karriere 2003 sogar zum Abstieg in die NFLE, zu Rhein Fire, führte. Damals wollte er mit dem Football aufhören.

Al Riveron bleibt Chef der Schiedsrichter.
Riveron hat uns in der letzten Saison viele umstrittene Videobeweis-Entscheidungen beschert und ist deshalb nicht unumstritten. Gerade bei Entscheidungen, ob ein Pass gefangen wurde oder nicht, hatte er einige Male so seine eigene Sicht der Dinge, die nicht von vielen geteilt wurde. Bei strittigen Entscheidungen, die per Videobeweis überprüft werden, hat Riveron, der das Geschehen in New York verfolgt, das letzte Wort.
Ob auch 2018 die letzte Kontrolle zentral aus New York erfolgt, das wird noch überprüft. Viele Befürworter hat das System nach der abgelaufenen Saison nicht.

Dienstag, 23. Januar 2018

Das Trainerkarussell
lebau-dick76564hat noch immer Fahrt.
Gestern stellten die Titans Mike Vrabel offiziell als ihren neuen Head Coach vor.
Seine erste Amtshandlung war es, den 80 Jahre alten Defensive Coordinator Dick LeBeau (Bild) zu entlassen.
Zählt man seine 14 Jahre als aktiver Defensive Back mit, dann ist LeBeau seit 59 Jahren ununterbrochen in der NFL tätig. Mit den Steelers gewann er als Defensive Coordinator zwei Super Bowls.
Ob er jetzt in den Ruhestand tritt, das weiß LeBeau noch gar nicht.

Steve Wilks ist der neue Cheftrainer der Cardinals. Er bringt 12 Jahre Erfahrung als Assistenztrainer in der NFL mit. Zuletzt arbeitete er als Defensive Coordinator bei den Carolina Panthers.
Die suchten in den eigenen Reihen nach einem Ersatz für Wilks und wurden fündig. Sie beförderten Defensive Line Coach Eric Washington zum neuen Defensive Coordinator.
Panthers Linebacker Coach Al Holcomb geht mit Wilks nach Arizona.

Die Giants machten es gestern offiziell. Sie ernannten Vikings Offensive Coordinator Pat Shurmur zu ihrem neuen Head Coach.
Er ist der 18. Head Coach des sich auf Talfahrt befindenden Teams.
Erfahrung als Head Coach bringt Shurmur auch mit. Von 2011 bis 12 holte er eine 9-23 S/N Bilanz mit den Browns.

Die Browns haben einen neuen Offensive Coordinator.
Sie werden dem frisch von den Steelers getrennten Todd Haley einen Vertrag geben. Sein Vertrag in Pittsburgh war ausgelaufen und nicht verlängert wurden.
Noch ist es nur ein Gerücht, aber eins, das bestimmt bald zur Wahrheit wird.
Für Haley ist das natürlich ein unglaublicher Abstieg zu diesem talentfreien Team aus Cleveland. Doch der 50-jährige soll ja über die Free Agents und in der Draft brauchbare offensive Spieler bekommen, mit denen er etwas anfangen kann. Und wenn er mit in den Auswahlprozess eingebunden wird, könnte da etwas gutes entstehen.

Kurzberichte
Die NFL hat eine Werbung vom Verband der Kriegsveteranen abgelehnt.
Die Veteranen wollten eine Anzeige im Super Bowl Programmheft schalten, in der sie die Spieler und Fans dazu auffordern, beim Abspielen der Nationalhymne aufzustehen.
Die Liga sieht das als politisches Statement, das keinen Platz im Heft hat. Das Magazin solle ausschließlich der Unterhaltung der Käufer dienen. Man finde die Werbung zwar gut und richtig, aber nicht in der vorgelegten Art im Super Bowl Magazin.
Die NFL bat den Veteranenverband, die Anzeige abzuändern, aber bis zum Zeitpunkt, an dem das Heft in Druck gehen mußte, kamen keine Änderungen.

Die Patriots sind 5,5 Punkte Favoriten im Super Bowl. Einen so deutlichen Favoriten hat es zuvor noch nie gegeben im Spiel der Spiele.
Mittlerweile sind die Eagles es ja gewöhnt, als Außenseiter zu gelten, selbst im eigenen Stadion. Aber dieser neuerliche unglaubliche Mißtrauensbeweis seitens der Buchmacher, die diese Quoten festlegen, schmeckt ihnen natürlich überhaupt nicht.
Doch sie sehen das als Ansporn. Sie haben ja nichts zu verlieren. Sie können nur gewinnen. Verloren haben sie in den Augen der Wettbüros ja schon.
Und so sagte Offensive Tackle Lane Johnson denn auch: „He Tom Brady, Pretty Boy Tom Brady. Er ist der beste Quarterback aller Zeiten, also, ich würde nichts lieber tun, als diesen Typen vom Thron zu stürzen.“
Und, gemessen an den bisherigen Playoffspielen, hat Eagles Quarterback Nick Foles eine bessere Passerwertung, als Brady. Foles hat 122,1 Punkte, Brady 105.
Und wenn eine Defense schon mit einem Quarterback wie Blake Bortles Probleme hatte, dann dürfte Foles noch schwerer zu stoppen sein.

Für Teddy Bridgewater ist die Sache klar. Der lange verletzte Quarterback der Vikings sieht sich definitiv als Starter. Wenn nicht in Minnesota, dann woanders.
Wie gestern gesagt, sind alle drei Quarterbacks der Vikings Free Agents, die sich ein neues Team suchen dürfen.
Sam Bradford wird es mit seiner Verletzungshistorie sehr schwer haben, ein neues Team zu finden. Doch er, sowie auch Case Keenum, könnte Pat Shurmur nach New York folgen. Dort wären sie brauchbare Ersatzleute für Eli Manning.
Daß Shurmur die Flitzfluse Geno Smith behält, ist kaum anzunehmen.
Und Bridgewater wird ja wohl nicht nach New York gehen, denn er sieht sich ja als Starter. Allerdings weiß man noch nicht wirklich, wie gut sein schlimm verletztes Knie geheilt ist. Einen echten Test hat es dafür ja noch nicht gegeben.
Jeder der drei könnte aber auch bei den Vikings bleiben. Und zumindest einer von ihnen sollte dableiben.
Das Ganze bleibt spannend.

„Dez Bryant kann ein Störfaktor sein,“ meinte Cowboys Personalchef Stephen Jones.
Das Gehabe des Star Wide Receiver an der Seitenauslinie wird oft als störend empfunden. „Jeder, der unsere Spiele ansieht, sieht das doch,“ fuhr der Sohn des Teambesitzers fort.
Bryant hat noch zwei Jahre seines $70 Millionen Fünfjahresvertrags vor sich. Seine Leistungskurve zeigt nach unten. Deshalb ist er nicht mehr unumstritten in Dallas. „Wir zahlen Dez natürlich eine Menge Geld, und er weiß das,“ sagte Jones weiter. „Er weiß, daß die Erwartungen in jemanden, der so viel Geld bekommt, sehr hoch sind. All das müssen wir in der nahen Zukunft bedenken, wenn wir das Team für die nächste Saison zusammenstellen.“
Das klingt nicht wirklich gut für Bryant.

Montag, 22. Januar 2018

Die NFL 2017 - Championship
brady-tom02
David gegen Goliath.
Niete gegen G.O.A.T.
Jacksonville gegen New England.
Bei den Buchmachern waren die Patriots in ihrem eigenen Stadion Neunpunktefavoriten, doch das Spiel war weitaus spannender, als man vermuten konnte.
Daß die Defense der Jaguars gut war, war klar. Daß aber die Offense und speziell Quarterback Blake Bortles einen guten Tag erwischen würden, das konnte man so nicht ahnen. Rein an der Statistik gemessen hatte Bortles das beste Spiel seiner NFL Karriere. Er vervollständigte 23 seiner 36 Pässe für 293 Yards und 1 Touchdown und blieb ohne Interception.
Tom Brady (Bild) hatte ganz ähnliche Zahlen: 26 von 38 für 290 Yards und 2 Touchdowns, ohne Interception.
Seine verletzte Hand bereitete ihm keine Probleme. Die gefürchtete Sack-Defense der Jags konnte ihn nur dreimal sacken, auch so, wie Bortles, der von den Patriots dreimal gesackt wurde.
Es war also ein Spiel auf Augenhöhe und die Jaguars führten lange Zeit. Doch es scheint so, als würden die Patriots diesen besonderen Ansporn brauchen. Lange zurückliegen, den Gegner fast schon in Sicherheit wiegen, und dann wie eine tödliche Kobra zuschlagen.
Mit einer 20:10 Führung für Jacksonville ging es ins letzte Viertel. Man kann sagen, die Patriots hatten die Jaguars da, wo sie sie haben wollten.
Ohne Tight End Rob Gronkowski, Bradys beliebteste Anspielstation, ging es daran, den Rückstand aufzuholen. Der Gronk zog sich im zweiten Viertel bei einem illegalen Angriff von Safety Barry Church mit dem Helm voran, eine Gehirnerschütterung zu.
Doch zunächst konnte die Jaguars Defense einen Fumble von Running Back Dion Lewis erobern. Aber im anschließenden Ballbesitz mußten sie punten. New England startete jetzt von der eigenen 15 und marschierte über das ganze Feld. Ein Pass über neun Yards von Tom Brady zu Wide Receiver Danny Amendola plus Extrapunkt verkürzte auf 20:17.
Die Patriots Defense hatte sich lange genug von Blake Bortles auf der Nase herumtanzen lassen und ließ nicht mehr viel zu. Und so kam es, daß noch nicht mal sechs Minuten später Danny Amendola zu seinem zweiten Touchdown kam. Brady paßte aus vier Yards links ans Ende der Endzone und so wie Amendola den Ball fing, und beide Füße noch ins Feld brachte, das machte „The Catch“ von Dwight Clark alle Ehre.
New England hatte die 20:24 Führung übernommen, und gab sie nicht mehr her.
New England mußte alles zeigen, was sie konnten. Sie mußten vierte Versuche ausspielen, einen dritten und 18 an der eigenen 25 erfolgreich abschließen, Trickspielzüge einsetzen, das volle Programm.
Und es war eine Großtat von Cornerback Stephon Gilmore, die den Sieg absolut sicherte. Er konnte kurz nach der Zweiminutenwarnung einen Paß von Bortles zu Wide Receiver Dede Westbrook verteidigen, der zu einem Touchdown für Jacksonville hätte führen können.
Es war also tatsächlich äußerst knapp.
Die Jaguars haben hervorragend mitgehalten, und in Zukunft wird man sie nicht mehr als Punktelieferanten auf der Rechnung haben, wenn man sie auf dem Spielplan hat.
Noch hat es nicht gereicht, um Tom Brady den achten Super Bowl zu verwehren.
Vielleicht nächstes Jahr, denn die Patriots verlieren Offensive Coordinator Josh McDaniels und Defensive Coordinator Matt Patricia. McDaniels wird wohl Head Coach bei den Colts, wie man hört, und Patricia geht als Head Coach zu den Lions.

Nicht ganz so knapp ging es in Philadelphia zu.
Die Eagles waren sauer, daß sie erneut als Außenseiter in einem Heim Playoffspiel galten.
Und das bekamen die Vikings schmerzhaft zu spüren.
Eagles Quarterback Nick Foles spielte, wie damals in seiner Pro Bowl Saison. Das ist noch gar nicht so lange her, 2014. Und da wurde er auch zum MVP des Pro Bowls gewählt. Er vervollständigte gestern 26 seiner 33 Pässe für 352 Yards und 3 Touchdowns, gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.
Minnesotas Case Keenum mühte sich redlich, aber erfolglos. Seine Bilanz: 28 von 48 für 271 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions, 1 Fumble.
Daraus wurde ein 38:7 Erfolg für die Eagles.
Die gehen wieder als Außenseiter in ein Spiel, aber als Gast der Patriots in Minneapolis.
New England ist sechs Punkte Favorit im Super Bowl.
Und die Buchmacher legten auch gleich die Quoten zum Erreichen des Super Bowls in Atlanta fest. New England hat eine Quote von 9-2, gefolgt von Philadelphia mit 17-2.
Die Vikings verloren nicht nur das Spiel, sondern auch Offensive Coordinator Pat Shurmur. Der wird Head Coach bei den Giants.
Und die Verträge von allen drei Quarterbacks, Bridgewater, Bradford und Keenum, sind mit Ende des Spiels in Philadelphia ausgelaufen.

Super Bowl LII heißt also Eagles at Patriots.
Einen wirklich klaren Favoriten sehe ich da nicht.
In Minneapolis werden viele Fans aus Minnesota im Stadion sein. Die wollten ihre Vikings dort sehen. Eagles Fans werden die jetzt nicht gerade sein.
Philadelphia und New England standen sich in Super Bowl 39 gegenüber und die Patriots gewannen 24:21.

Sonntag, 21. Januar 2018

Thumbgate
bradyshanschuh-afc-ccMittlerweile steht fest, daß der Einsatz von Tom Brady heute tatsächlich fraglich ist.
Im Training prallte der Quarterback der Patriots mit seiner rechten Hand auf den Helm von Running Back Rex Burkhead. Dabei zog Brady sich eine offene Wunde am Daumen zu, die mit mehreren Stichen genäht werden mußte. Seitdem trägt er auffällige rote Handschuhe, um die Wunde zu schützen.
Auf diese geschützte Hand kommt es also heute im AFC Championship Spiel an.

Kurzberichte
Die Titans haben einen neuen Head Coach. Sie entschieden sich für Mike Vrabel.
Als Linebacker der Patriots gewann Vrabel drei Super Bowls. Als Assistenztrainer ist er seit vier Jahren tätig. Zuletzt war er Defensive Coordinator der Houston Texans.

Als er noch General Manager der Redskins war, klebte Scot McCloughan Quarterback Kirk Cousins das Franchise Etikett an.
Das kostete die Redskins 2016 und 17 zusammen $44 Millionen. Ein drittes Mal würde sie für 2018 alleine sogar $35 Millionen kosten.
Und doch sagte eben dieser McCloughan in einem Radiointerview mit einem Sender aus Denver, daß Cousins das Geld nicht wert wäre. „Ist er etwas besonderes? Ich sehe nichts besonderes,“ meinte der Ex-Redskins General Manager. „Okay, er hat Talent und er arbeitet sich den Arsch ab, aber er braucht Talent um sich herum. Man muß einen Kader zusammenstellen, der auf ihn und das was er kann, zugeschnitten ist.
Auf die Frage, ob die Redskins alles tun sollten, um ihn zu behalten, antwortete McCloughan, daß das glücklicherweise nicht mehr seine Entscheidung wäre.
Die Zuhörer in Denver werden da sehr genau zugehört haben. Die Broncos gehören zu den Teams, bei denen Cousins landen könnte, wenn die Redskins ihn ziehen lassen sollten.

Im Dezember konnte man noch davon ausgehen, daß die Bengals von Head Coach Marvin Lewis erlöst würden. Er hatte angekündigt, daß er das Team nach der Saison verlassen würde.
Der Schock kam dann nach dem letzten Saisonspiel, einem Sieg gegen die Ravens. Teambesitzer Mike Brown gab Lewis einen neuen Vertrag, nachdem der das Team zum zweiten Mal in Folge nicht in die Playoffs hatte führen können.
Seit 15 Jahren arbeitete Lewis bereits als Head Coach der Bengals und hat nicht einen einzigen Sieg in einem Playoffspiel vorzuweisen.
Brown verteidigte nun seine Entscheidung, den erfolglosen Head Coach bis nach der Saison 2019 erneut zu verpflichten: „Wir hatten nicht die nötigen Erfolge in den engen Spielen, die wir hätte gewinnen können, gewinnen sollen. Ich glaube, daß wir das korrigieren können. Ich glaube, daß wir die nötigen Änderungen machen können, um schnell wieder in die Erfolgsspur zu kommen, in der wir ja schon mal waren.“
Damit meint Brown wohl die Erfolgsspur von 2011 bis 15, als man Division Champion wurde, die Wild Cards erreichte und dann das erste Playoffspiel immer sofort verlor. Fünf Mal in Folge verloren die Bengals sofort ihr erstes Playoffspiel.
Und jetzt bekommt Lewis noch seine 16. und 17. Saison in Cincinnati, um doch vielleicht mal eine Runde weiter zu kommen.
Na, ob das klappt?
Die Fans sind skeptisch. Sie halten nicht viel von der weiteren Verpflichtung des Head Coaches. „Wir alle wollen den Super Bowl gewinnen,“ meinte Brown dazu. „Wenn die Fans sagen, daß wir unsere Ziele nicht hoch genug stecken, dann stimmt das nicht. Ich will den Super Bowl gewinnen, Marvin will den Super Bowl gewinnen. Ist ist Unfug zu behaupten, daß wir das nicht wollten.“

Samstag, 20. Januar 2018

Thumbgate
brady-tom-fertigKein Brady, kein Super Bowl?
Davon kann man ausgehen.
Ein verletzter Brady und trotzdem Super Bowl?
Hm!
Der Quarterback der Patriots hat eine Schnittwunde an seiner rechten Hand und wird auf dem Verletzungsbogen als „fraglich“ gelistet.
Fragen nach dem Zustand seiner Wurfhand wich Brady am Freitag aus, nachdem er zuvor bei zwei Pressekonferenzen nicht auftauchte.
„Wir werden sehen,“ antwortete er auf die Frage, ob er am Sonntag spielen könnte?
Jetzt fragt man sich natürlich, ob die Verletzung wirklich so schlimm ist, oder ob er und die Patriots bluffen?
Fest steht, daß die Patriots es mit Brady gegen die Defense „Sacksonvilles“ schwer haben werden. Mit einem verletzten Brady sehr schwer und ohne Brady...
Hoffen wir, daß es am Sonntag „Daumen hoch“ für Brady und die Patriots heißt.
Zumindest gibt es schon einen Namen für die Sache: „Thumbgate“.

Machen wir direkt mit Dem Lazarettreport weiter
Vikings: Wide Receiver Adam Thielen, Rücken. Er ist als fraglich gelistet.
Safety Andrew Sendejo ist noch im Gehirnerschütterungsprotokoll und wird auch als fraglich gelistet

Jacksonville Jaguars: Safety Tashaun Gipson, Fuß, Status: fraglich

Patriots: Tom Brady, Handverletzung, Offensive Lineman LaAdrian Waddle (Knie), defensive Lineman Alan Branch (Knie) und die Running Backs Rex Burkhead (Knie) und Mike Gillislee (Knie) werden alle als fraglich gelistet.

Philadelphia Eagles: Linebacker Dannell Ellerbe (Oberschenkel), Status: fraglich

Kurzberichte
Es twittert sehr, rund um die Championship Games.
Hier zwei nette Auswüchse: „Immerhin hat Jaguars Quarterback Blake Bortles in dieser Saison nicht gegen die Chiefs, Panthers und Dolphins verloren, Brady ja.“
Faktencheck: Das sind keine alternativen Fakten. Allerdings haben die Jaguars 2017 auch nicht gegen die Chiefs, Panthers und Dolphins gespielt.
Noch einer? OK!: „Zusammen haben Blake Bortles und Tom Brady fünf Super Bowl Siege und zwei NFL MVP Titel.“
Auch das sind keine Fake News, denn es stimmt. Auch wenn Brady alleine all diese Titel gesammelt hat, so haben doch beide zusammen fünf Super Bowl Siege und zwei NFL MVP Titel.
Also selbst wenn Fakten wahr sind, können sie einen Knick in der Realität darstellen.

Hundemasken sind DER Renner zur Zeit in Philadelphia. Das kommt daher, daß die Eagles zum zweiten Mal in Folge als an Nr. 1 gesetztes Team der NFC Außenseiter, also Underdogs, in einem Playoff Heimspiel sind.
Am Sonntag wird es also in Philadelphia so aussehen, als ob man in Cleveland bei den Browns, im Dawg Pound, wäre.

Kendricks gegen Kendricks heißt es im NFC Endspiel.
Bei den Vikings spielt Linebacker Eric Kendricks, bei den Eagles sein älterer Bruder Linebacker Mychal Kendricks.
Dreimal haben die zwei bisher gegeneinander gespielt. Zweimal als Mychal für Cal spielte und Eric für UCLA. In der NFL trafen sie letztes Jahr aufeinander und die Eagles gewannen.
Aber noch nie war ein Spiel so wichtig, wie das morgen.
Nur einer der beiden Brüder wird in den Super Bowl kommen. Für ihre Familie heißt es aber, daß auf jeden Fall ein Mitglied am ersten Sonntag im Februar in Minneapolis spielen wird.

Jets Wide Receiver Robby Anderson brachte es am Freitag auf gleich neun Anklagepunkte.
In einer 45 Meilen Zone war er mit 105 Meilen unterwegs. Zwei rote Ampeln mißachtete er. Als er von der Polizei angehalten wurde, bedrohte er die Familien der Beamten und gab damit an, wie viel Geld er hätte.
Es ist bereits die zweite Verhaftung von Anderson in den letzten acht Monaten. Im Mai wurde er beim Besuch eines Musicals festgenommen. Damals widersetzte er sich mit Gewalt der Verhaftung. Auf den Prozeß dazu wartet er zur Zeit noch.
Robby Anderson war mit 941 Passyards der beste Receiver der Jets in der abgelaufenen Saison.
Die NFL und die Jets gaben bekannt, daß sie den Fall sehr genau beobachten.
Bleibt zu hoffen, daß die Maßnahmen drastisch ausfallen werden.

Die NFL gab bekannt, daß die Raiders bei der Verpflichtung von Head Coach Jon Gruden die Rooney Regel eingehalten haben.
Bevor sie ihren weißen Wunschkandidaten verpflichteten, hatten sie mit zwei Farbigen Kandidaten, Raiders Tight End Coach Bobby Johnson und Southern California Offensive Coordinator Tee Martin, gesprochen.
Das reicht der NFL aus.

Die Dolphins machten Dowell Loggains zu ihrem Offensive Coordinator.
Er arbeitete zuletzt bei den Bears.

Freitag, 19. Januar 2018

Kurzberichte
khan-shahidWenn nicht dieses Jahr, dann aber nächstes, heißt es in Jacksonville. Die Jaguars haben ein Team mit jungen Talenten zusammengestellt, die einige erfahrene Recken an ihrer Seite haben. Ihnen könnte die Zukunft gehören.
Eine glorreiche Zukunft, wie der pakistanische Besitzer sie erlebt hat.
Shad Khan (Bild) kam als Student nach Amerika und war faktisch blank. Doch er hatte eine Idee, wie man einen Teil der Autozubehörindustrie revolutionieren konnte, und wurde damit zu einem der reichsten Männer der Welt.
Seit 2001, als er die Loser aus Jacksonville kaufte, versuchte er, ein Team zusammenzustellen, mit dem man auch mal gewinnen könnte.
Ale er den ehemaligen Head Coach der Jaguars und der Giants, Tom Coughlin, und den ehemaligen Head Coach der Bills Doug Marrone, zusammenführte, funkte es.
Coughlin ist zuständig für die Zusammenstellung des Teams, Marrone für die Arbeit auf dem Platz. Und das funktioniert, wie man sieht.
Coughlins Verpflichtung revolutionierte die Jaguars Defense.
Wenn demnächst noch eine Offense dazu kommt, dann aber Hallo Footballwelt. Und mit Rookie Running Back Leonard Fournette ist der Grundstein dazu bereits gelegt. Die Line nimmt auch schon Gestalt an. Was fehlt, ist ein NFL-tauglicher Quarterback.
Eigentlich wollte Coughlin im zarten Alter von gerade mal 71 Jahren weiter als Head Coach arbeiten, nachdem die Giants ihn gegangen hatten, wie man so schön sagt. Es soll eine einvernehmliche Trennung gewesen sein, was aber einfach nicht stimmt.
Doch kein Team traute Coughlin die harte Arbeit eines Head Coaches in seinem Alter noch zu. Und seine Gehaltsvorstellungen waren eine weitere Abschreckung.
Nun ist er zufrieden damit, was er bei den Jaguars geleistet hat, und das kann er auch sein. Seine aus jungen und erfahrenen Spielern zusammengestellte Defense ist eine Macht. Und Verteidigungen gewinnen Meisterschaften, oder?

Zu den erfahrenen Spielern der Jaguars gehört Defensive End Calais Campbell. Als er im Juli sah, in welches Team er da aus Arizona kommend gewechselt war, sagte er, daß man mit dieser Mannschaft einen Super Bowl gewinnen könnte.
So weit ist es NOCH nicht, aber dieser Sieg ist nur noch zwei Spiele entfernt.
Leute, die behaupten, daß die Jaguars glücklich sein könnten, überhaupt so weit gekommen zu sein, hält er für verrückt. Sein Team hätte es verdient, dort zu sein, wo es nun mal ist, im AFC Endspiel.
Wie dieses Spiel ausgehen wird, hat er noch nicht vorausgesagt. Mit seinem Tip vom Mittwoch vor den Divisional Playoffs lag er jedenfalls goldrichtig. Da sagte er ein 45:42 für Jacksonville gegen Pittsburgh voraus.

Jaguars Rookie Running Back Leonard Fournette hatte, wie berichtet, einen Autounfall. Jemand war seinem Maybach hinten draufgefahren. Fournette blieb unverletzt.
Wie sich herausstellte, war der Unfallgegner ein weiblicher Steelers Fan.
Allerdings stellte sich auch heraus, daß das tatsächlich nur ein unglaublicher Zufall war. Die Insassen des hinteren Wagens, die auch unverletzt blieben, waren unterwegs, um Verwandte nach hause zu bringen, die das Wochenende bei ihnen in Pittsburgh verbracht hatten. Sie haben hoffentlich eine gute Unfallversicherung, denn die kaputte Stoßstange des Maybachs kostet $50.000, wie Fournette sagte.

Patriots Quarterback Tom Brady kann mit seiner geprellten Hand immer noch nicht trainieren.
Und der MVP Kandidat erschien auch wieder nicht zur angesetzten Pressekonferenz.
Ersatzmann Bryan Hoyer trainierte mit der ersten Mannschaft.

Er war der erste, und dafür wurde er belohnt.
Nachdem Stefon Diggs den Saints den Todesstoß versetzt hatte, verschwanden die Spieler des Verliererteams in der Kabine.
Die Schiedsrichter hatten ihre liebe Mühe, das Team für den noch fälligen Extrapunkt wieder auf den Platz zu bekommen.
Punter Thomas Morstead kam als erster wieder zurück auf das Feld, obwohl er an der Brust verletzt war und ihm jeder Schritt weh tat.
Das fanden die Fans der Vikings wohl gut. Morsteads Stiftung für Kinder, die gegen den Krebs kämpfen, erhielt in den letzten Tagen Spenden von über $165.000 aus dem Raum um Minneapolis.
Morstead sagte, daß er völlig überwältigt wäre, von den Spenden. Er will persönlich nach Minneapolis kommen, um einen Scheck an das „Children's Minnesota Child Life Program“ zu übergeben.
Und so kommen die Spenden der Vikings Fans wieder zurück nach Minnesota.

Herrscht nach 25 Jahren Kampf endlich Klarheit?
Wenn beide Seiten gewonnen haben doch wohl ja, oder?
Das Berufungsgericht der USA hat entschieden, daß die Redskins ihren Namen Redskins weiter tragen dürfen. Die Redskins haben also gewonnen.
Doch die Gegner auch. Das Gericht hätte festgestellt, daß der Name Redskins verunglimpfend ist. Das Gericht hätte weiter festgestellt, daß die Redskins diesen herabsetzenden Namen weiter verwenden dürfen.
Also haben alle gewonnen.
Umfragen hätten ergeben, daß eine große Mehrheit der amerikanischen Ureinwohner den Namen Redskins nicht abfällig findet, teilten die Redskins mit. Man ist froh, daß jetzt alle gerichtlichen Schritte abgearbeitet sind, und die Sache zu einem endgültigen Abschluß kam.

Wie erwartet, blieben die Steelers in den eigenen Reihen bei der Todd Haley Nachfolge.
Der Vertrag des Offensive Coordinators war ausgelaufen und wurde nicht verlängert.
Randy Fichtner ist sein Nachfolger. Der ist seit 2007 im Team und war in den letzten acht Jahren der Quarterbacks Coach.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Kurzberichte
coughlin-tom-sb-trophy
Nur einem Head Coach gelang es bisher, die Patriots unter Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady im Super Bowl zu besiegen. Und das sogar zweimal.
Dieser Head Coach war Tom Coughlin (Bild), der lange Jahre die Giants anführte.
Mittlerweile ist Coughlin verantwortlich für die Zusammenstellung der Jacksonville Jaguars. Und er hat einen guten Job gemacht, zumindest in der Defense.
Sollte er demnächst noch eine gute Offense zusammenstellen, dann gehören die Jags zu den Teams, an denen man vorbei muß, auf dem Weg zum Titel.
Sein Head Coach hat übrigens keines der beiden Spiele gesehen. Doug Marrone sagte, daß er sich keine Super Bowls ansieht, wenn er nicht muß.
Marrone sagte weiter, daß er aber froh ist, über die Inspirationen, die Coughlin ihm gibt. Er habe sich vom ersten Tag an auf seinen Executive VP of Football Operations verlassen.
Vielleicht sieht Marrone sich ja den nächsten Super Bowl an?
Gezwungenermaßen.
Als Head Coach der Jaguars gegen die Vikings oder Eagles.
Alles ist möglich!

Bei manchen dauert es etwas länger.
Die Jets ließen sich lange Zeit, ihren Offensive Coordinator zu feuern. Nach nur einem Jahr mußte John Morton schon wieder gehen.
Er ist der sechste Offensive Coordinator, der in den letzten acht Jahren für die Jets arbeitete. Diese Unbeständigkeit wirkt sich natürlich negativ aus. Nur einmal, 2015, landete die Offense über Platz 20 in der Liga. Unter Morton belegte sie Platz 28.
Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. In Pittsburgh soll gerade einer freigeworden sein.
Es kann aber sein, daß man in den eigenen Reihen fündig wird und Quarterback Coach Jeremy Bates befördert.

Tom Brady konnte nicht trainieren und kam nicht zur Pressekonferenz.
Wie man hört verletzte sich der Quarterback der Patriots an der rechten Hand.
Brady tauchte ja seit Woche 12 öfter auf dem Verletzungsbogen des Teams auf. Er ist an der Achillessehne verletzt und hat Schmerzen in der linken Schulter.
Wie ernst die Verletzung an der Hand ist, das teilte das Team nicht mit. Röntgenaufnahmen zeigten nichts auffälliges.
Mit 4.577 Passyards und 35 Touchdowns in der abgelaufenen Saison ist Brady ein Favorit auf den Titel des Liga MVPs.

Es ist etwas geschehen in Pittsburgh
Die Steelers lassen Todd Haley gehen.
Dabei dürfte es sich nicht um eine Entscheidung aus Leistungsgründen handeln, wie man hört. Pittsburghs Offense war 2017 die drittbeste der Liga.
Die Chemie zwischen dem Offensive Coordinator und Quarterback Ben Roethlisberger hat in den ganzen sechs Jahren, die Haley Pittsburghs Offense leitete, nicht gestimmt. Im ersten Jahr hat man die beiden sehr oft am Spielfeldrand diskutieren sehen.
Bei der Blamage gegen die Jaguars war es wieder soweit. Quarterback und Offensive Coordinator waren nicht auf einer Wellenlänge.
Haleys Vertrag bei den Steelers ist ausgelaufen. Er muß also nicht entlassen werde und kann sich ein neues Team suchen. Quarterback Coach Randy Fichtner soll ihn ersetzen. Fichtner handelte oft als Puffer zwischen Haley und Roethlisberger, wenn die beiden sich mal wieder anmaulten.
Am Dienstag druckste Head Coach Tomlin noch herum, als er nach der Zukunft Haleys und anderer Assistenten gefragt wurde. Am Mittwoch kam dann die Entscheidung, den Vertrag mit dem Offensive Coordinator nicht zu erneuern.
Werden noch weitere Entscheidungen dieser Art folgen?

Mittwoch, 17. Januar 2018

haley-todd2Es muß etwas geschehen in Pittsburgh
Auf die Frage, ob Todd Haley (Bild) auch 2018 Offensive Coordinator der Steelers sein wird, druckste Head Coach Mike Tomlin herum. Man müsse sehen, was sich entwickelt, meinte er.
Haleys Vertrag ist abgelaufen. Immer wieder kam es im Verlauf der Jahre zu Disputen zwischen ihm und Quarterback Ben Roethlisberger. Sechs Jahre ist Haley in Pittsburgh und er und Big Ben hatten einen rauhen Start. Das hat sich etwas gebessert, brach aber am Sonntag wieder auf. Eine Offense mit Roethlisberger, Brown, Bell, Smith-Schuster, Bryant hätte in der Lage sein müssen, das Bollwerk der Jaguars zu knacken. Bei zwei vierten Versuchen und 1 hatte man den Versuch ausgespielt, doch beide Male kläglich versagt. Einmal wurde Running Back Bell mit dem Ball vier Yards zurückgedrängt, und im vierten Viertel war ein Paß zu Smith-Schuster unvollständig.
Quarterback Roethlisberger sagte, daß es ihm verboten wäre, in solchen Situationen selber mit dem Ball zu laufen. Er solle alle unnötigen Kontakte meiden, hätte man ihm gesagt. Zu oft hatte er sich in der Vergangenheit verletzt.
Aber das waren die Playoffs. Da muß man alles riskieren, um die gegnerische Defense zu knacken.
Apropos Defense. Der von Defensive Coordinator Keith Butler geleitete Mannschaftsteil war nicht in der Lage, die rein auf Rookie Running Back Leonard Fournette zugeschnittene Offense der Jaguars zu stoppen. Es ist unfaßbar, daß der Steel Curtain einem Quarterback wie Bortles 214 Passyards erlaubte.
Über Butlers weitere Verpflichtung sollte Tomlin auch mal nachdenken.
Immerhin konnte die Steelers Offense über 500 Yards gegen Jacksonvilles Defense erzielen. Damit sollte man ein Spiel eigentlich gewinnen.
Doch Tomlin meinte, daß er noch nicht wisse, wohin die Wege führen werden. Einige Verträge wären beendet, einige nicht. Der Head Coach war nicht bereit, darüber zu diskutieren.
Sollte etwa die Führung der Steelers mal über Tomlin nachdenken?

Kurzberichte
So richtig kam Atlantas Offense nicht in Schwung, nachdem Offensive Coordinator Kyle Shanahan als Head Coach die 49ers übernahm.
Doch Falcons Head Coach Dan Quinn hat nicht vor Shanahans Nachfolger Steve Sarkisian nach nur einer Saison zu entlassen.
Die Fans in Atlanta wird das nicht freuen. Für sie war und ist Sarkisian der Inbegriff des nicht erfolgten Erfolgs der Falcons.
Zum Vergleich: Quarterback Matt Ryans Passerwertung 2016 unter Shanahan, 117,1 Punkte. 2017 unter Sarkisian nur noch 91,4 Punkte.
Atlantas Offense erzielte 2016 pro Spiel durchschnittlich 416 Yards, 2017 nur noch 365 Yards.

Ken Norton Jr. ist der neue Defensive Coordinator der Seahawks.
Norton war von 2010-15 Linebacker Coach in Seattle, bevor er 2015 Defensive Coordinator in Oakland wurde.
Am 8. Januar hatte Norton schon bei den 49ers unterschrieben, aber er hatte eine Klausel im Vertrag, die ihm erlaubte, bei den Seahawks zu unterschreiben, wenn die ihn haben wollten... und sie wollten.

In Philadelphia wurde ein Fan verhaftet, der ein Polizei-Pferd auf``s Maul gehauen hat. Der Reiter bekam einen Schlag auf ein Bein ab.
Ein anderer Polizist kam seinem Kollegen zu Hilfe und nahm den angetrunkenen Schläger fest. Der hatte versucht, ohne Eintrittskarte in`s Stadion zu kommen und war von den Sicherheitskräften abgewiesen worden.

Jaguars Rookie Running Back Leonard Fournette hatte einen leichten Autounfall.
Ein anderer Wagen war seinem hinten reingefahren. Fournette blieb dabei unverletzt, wie die Teamleitung bekanntgab.

Dienstag, 16. Januar 2018

Championship-Sunday
brady-tom-AFC-ChampTom Brady... und sonst?
Case Keenum, Nick Foles und Blake Bortles.
Drei unerfahrene, durchschnittliche, ja sogar ein mieser Quarterback stehen in den beiden Conference Endspielen.
Es steht also tatsächlich fest, daß Verteidigungen Meisterschaften gewinnen und Angriffsreihen nicht so wichtig sind.
Die Minnesota Vikings, Philadelphia Eagles, Jacksonville, genannt Sacksonville, Jaguars haben hervorragende, ja phantastische Verteidigungen. Und ganz ehrlich, die der Patriots darf man auch nicht unterschätzen, auch wenn die erst auf Platz 29 der Gesamtstatistik auftaucht.
Minnesota, Jacksonville und Philadelphia findet man auf den Plätzen 1, 2, und 4.
Bei den Quarterbacks findet man Tom Brady auf Platz 1, Bortles auf 11, Keenum auf 12, und Foles auf Platz 38, da er erst kurz vor Saisonende für den verletzten Carson Wentz spielte.
Offense oder Defense... wer wird herrschen?

Und wieder sind die Eagles sauer, denn wieder sind sie in einem Heim-Playoffspiel nicht die Favoriten. Die Buchmacher setzen auf die Vikings mit 3 ½ Punkten Vorsprung.
Hier treffen zwei Teams mit knüppelharten Verteidigungen aufeinander. Das läßt nichts Gutes erahnen.
Die Defense der Eagles konnte die Offense der Falcons letzte Woche nahezu komplett ausschalten. Mit Nick Foles als Quarterback ist es gut, eine Defense zu haben, die die gegnerische Offense nicht zu Punkten kommen läßt. Selber haben die Eagles nämlich in der Offense ziemlich versagt.
Die Vikings haben auf der offensiven Seite des Balles viel mehr Potential, als Philadelphia, und mit Case Keenum als Quarterback eine unerwartete, positive Überraschung. Und was die Receiver Adam Thielen und Stefon Diggs, Running Back Jerick McKinnon und Tight End Kyle Rudolph können, das hat man ja am Sonntag gesehen.
Beide Teams setzen viel auf das Laufspiel, und beide Teams wissen, wie man das des Gegners stoppt.
Dieses Spiel könnte durch einen Fehler, einen einzigen individuellen Fehler, entschieden werden.

Kaum Offense, eine meisterliche Defense, damit fahren die Jaguars nach New England.
Mit dieser Kombination haben sie das an Nr. 2 gesetzte Team der AFC vernichtet, und so werden sie auch die Patriots angehen.
Die Patriots Defense dürfte nicht so furchtbar versagen, wie die Pittsburghs.
Und Tom Brady ist ein besserer Quarterback als Ben Roethlisberger. Er hat mehr Ruhe, mehr Übersicht und mehr Spielverständnis, als Big Ben. Zudem haben die Patriots mit Josh McDaniels den besseren Offensive Coordinator, und sie sind Meister der Feinjustage während des Spiels.
Pittsburghs Offensive Coordinator Todd Haley fand keine Antwort auf die Jags Defense. Das wird am Sonntag anders werden. Die Patriots werden sich vor eigenem Publikum nicht so beherrschen und demütigen lassen.
New England muß den Quarterback beschützen. Brady wurde in der Saison 35 mal gesackt. Die Defense der Sacksonville Jaguars knüppelte gegnerische Quarterbacks 55 mal zu Boden.
Sollten die Jags Tight End Rob Gronkowski kaltstellen können, wird es eng für die Pats. Das wird der Knackpunkt des Spiels werden.
Die Patriots haben ihr siebtes AFC Endspiel in Folge erreicht. In der Belichick/Brady Ära sind sie 10-1 gegen AFC South Teams in den Playoffs, und 10-0 Zuhause.
In den Championship Spielen sind sie Zuhause 5-1. Diese eine Niederlage kam 2012 gegen die Ravens.
Jacksonville ist eines von vier NFL Teams, die noch niemals den Super Bowl erreichten. Und man kann davon ausgehen, daß das so bleibt.

Kurzberichte
Nach der erwarteten Niederlage gegen die Patriots hieß es aus Tennessee noch, daß man den Vertrag mit Head Coach Mike Mularkey verlängern wollte.
Man staunte und wunderte sich.
Doch die Welt ist wieder in Ordnung, denn am Montag wurde Mularkey gefeuert. Zunächst brauchte man den sprachlichen Kniff „man hat sich einvernehmlich getrennt“. Das wurde dann aber doch in „er wurde gefeuert“ geändert.
Bereits im Dezember stand fest, daß diese Saison Mularkeys letzte bei den Titans sein würde. Das Erreichen der Playoffs hat das Unvermeidliche nur etwas hinausgezögert.
Mularkeys S/N Bilanz in Tennessee lautet 21-22.

Seahawks Cornerback Jeremy Lane wurde betrunken am Steuer erwischt und verhaftet.
Die Seahawks gaben noch keinen Kommentar dazu ab.

Cliff Avril will wieder Football spielen. Das ist sein erklärtes Ziel.
Der Defensive End der Seahawks erlitt in Woche 4 eine karrierebedrohende Nackenverletzung. Damit verpaßte er den Großteil der Saison 2017.
Er wurde operiert und ist noch in der Genesungsphase. Ob Avril es wirklich schafft, wieder zu spielen, bleibt abzuwarten.

Montag, 15. Januar 2018

Die NFL 2017 - Divisional Playoffs
bortles-blakeZwei freie Tage müssen aufgeholt werden. Deshalb halten wir uns besser gar nicht erst lange mit dem Quatsch von Samstag auf.
Die Eagles schlugen die Falcons mit 15:10 und die Patriots hatten wie erwartet keine Probleme bei der 35:14 Abfertigung der Titans.
Ganz anders der Sonntag.
Die Jaguars kamen nach Pittsburgh. Auf dem Papier eine Kopie des Spiels der Titans in New England. Die Jaguars hatten ja bereits gegen die Bills bewiesen, wie mies sie sind.
Doch die Steelers waren mieser. Wer gegen die Jaguars Zuhause verliert, und das zweimal in einer Saison, der kann nicht zu den Top Teams gehören.
Wer die Niete Blake Bortles (Bild) aussehen läßt, als wäre das ein super Quarterback, der kann nicht zu den Top Defense-Teams gehören.
Daß die Offense der Steelers mit der Top-Defense der Jaguars ihre Probleme haben könnte, das war zu erwarten. Daß aber der Stahlvorhang gegen Bortles versagt, das war nicht zu erwarten. Der Quarterback der Jaguars hatte ein tolles Laufspiel durch Rookie Running Back Leonard Fournette zur Unterstützung. Das entlastete ihn sehr. Daß Bortles aber 14 seiner 26 Pässe für 214 Yards und 1 Touchdown vervollständigte, das ist indiskutabel.
Fournette brachte es auf 109 Yards und 3 Touchdowns, mit 25 Läufen. Damit darf man ihn als Matchwinner bezeichnen.
Die Steelers spielten vier vierte Versuche aus. Zwei über kurze 1-2 Yards konnten sie nicht verwandeln. Zwei über fünf bzw. 11 Yards führten zu Touchdowns. Vier der fünf Touchdownpässe der Steelers dürften in allen Highlightfilmen des Spieltags auftauchen. Ben Roethlisberger hatte einen sensationellen Tag mit 37 von 58 für 469 Yards, 5 Touchdowns, bei 1 Interception, aber es reichte nicht.
Die Jaguars nahmen nach Woche 5 einen weiteren Sieg aus dem Heinz Field mit nach Hause. In Woche fünf hieß es 30:9, gestern 45:42, und das Spiel war weniger knapp, als das Ergebnis vermuten läßt.

In Minnesota war es spannend.
Bringt es nach Hause, sagten die Banner im Stadion, denn der Super Bowl wird genau dort stattfinden, Zuhause in Minneapolis.
Nach einer grottenschlechten ersten Halbzeit stand es 17:0 für die Vikings.
Die Offense der Saints sah nicht so aus, als würde sie noch ein Mittel gegen die bärenstarke Defense der Vikings finden. Quarterback Drew Brees hatte bereits zwei Interceptions geworfen.
Doch die Feinabstimmung in der Halbzeit zeigte, daß die Saints mehr drauf hatten, als sie im ersten Durchgang zeigten. Ein abgefangener Paß von Vikings Quarterback Case Keenum und ein Erfolg durch einen geblockten Punt, drehten das Spiel. 25 Sekunden vor Spielende traf Saints Kicker Will Lutz aus 43 Yards zur 24:23 Führung.
Erst eine Minute zuvor hatte Minnesota eine 23:21 Führung durch ein 53 Yards Field Goal von Keith Forbath erzielt.
Es war wieder mal eins diese phantastischen Finishes. Und es war noch nicht Zuende.
25 Sekunden hatten die Vikings noch, und eine Auszeit.
14 Sekunden zeigte die Uhr, als die Vikings einen zweiten und 10 an der eigenen 39 hatten. Keenum paßte ins Nichts.
10 Sekunden, dritter und 10. Das Timeout war aufgebraucht. Die Saints standen in einer tief gestaffelten Prevent Defense, also in einer Defense, die tiefe Pässe verhindern sollte, und die Receiver sofort stoppen sollte, wenn sie einen Paß fangen. Auf gar keinen Fall dürfte ein Receiver ins Aus laufen, nach dem Fang, damit die Uhr nicht anhält.
Alles das hatten die Saints bedacht und richtig gemacht. Nur Safety Marcus Williams machte einen Fehler. Wide Receiver Stefon Diggs fing Keenums Paß an der 34 der Saints und war nur einen Schritt von der Auslinie entfernt. Williams sprang Diggs an, flog ab er an ihm vorbei. Der Wide Receiver wußte gar nicht, wie ihm geschah, daß kein Verteidiger ihn berührte und er freies Feld vor sich hatte, als er sich umdrehte. Diggs lief unbehelligt zum 29:24 Sieg in die Endzone.
Ausgerechnet Williams, der zuvor Case Keenum intercepten konnte, und einen Touchdown Drive der Saints initiierte.
Unglaublich.
Alle Spieler und Fans waren zunächst geschockt, doch dann brach unbeschreiblicher Jubel auf der einenSeite aus, Entsetzen auf der anderen Seite.
Es dauerte unendlich, bis die Schiedsrichter das Feld wieder geräumt hatten, denn der Extrapunkt mußte noch gespielt werden.
Keenum nahm den Snap und kniete sich hin. Spiel Zuende. Sieg gesichert. Nächste Woche ab nach Philadelphia, um in drei Wochen Zuhause im Super Bowl antreten zu können, sollte man die Eagles schlagen.
Diggs war überhaupt der MVP des Spiels. Er fing sechs Pässe für 137 Yards und 1 Touchdown.
Die Quarterbacks hatten nahezu identische Statistiken. Case Keenum: 25 von 40 für 318 Yards, 1 Touchdown, 1 Int.
Drew Brees: 25 von 40 für 294 Yards, 3 Touchdowns, 2 Interceptions.
Hätte New Orleans nicht die erste Halbzeit verpennt...

Und so kommt es am
Sonntag 21:05 Uhr zu
Jaguars at Patriots
Montag 00:40 Uhr
Vikings at Eagles

Kurzberichte
Am Samstag hätte ich diesen Spruch noch als lustige Seite der NFL gebracht, aber, es hat sich was geändert.
Jaguars Cornerback Jalen Ramsey sagte: „Ich garantiere unseren Sieg im Super Bowl.“
Und plötzlich und unerwartet klingt das gar nicht mehr, wie ein blöder Witz.
Doch die Buchmacher sind noch nicht auf den Zug aufgesprungen. Für sie sind die Jaguars weiter Kanonenfutter und die Patriots neun Punkte Favoriten im AFC Endspiel.

Die Bills verpflichteten Brian Daboll als neuen Offensive Coordinator, nachdem sie zuvor Rick Dennison nach nur einem Jahr feuerten.
Daboll führte zuletzt die Offense der Alabama Crimson Tide zur Collegemeisterschaft.

Brian Schottenheimer ist der neue Offensive Coordinator der Seahawks.
Er war der Quarterback Coach der Colts.

Bill O`Brien bleibt in Houston. Der Head Coach bekam eine Vertragsverlängerung über vier Jahre.
Außerdem verpflichteten die Texans Brian Gaine als neuen General Manager.

Der Lazarettreport
Jacksonville Jaguars: defensive End Dante Fowler, Schulter.
Safety Tashaun Gipson, Fuß

Steelers: offensive Tackle Marcus Gilbert, Gehirnerschütterung

New England Patriots: Right Tackle LaAdrian Waddle, Knie

Tennessee Titans: offensive Tackle Jack Conklin, Kreuzbandriss

Minnesota Vikings: Safety Andrew Sendejo, Gehirnerschütterung
Defensive Tackle Shamar Stephen, Knie

Freitag, 12. Januar 2018

Kurzberichte
london2018Drei Termine der Saison 2018 stehen bereits so gut wie fest, es sind die London Spiele.
Jon Gruden, neuer Head Coach der Raiders, führt sein Team am 14. Oktober im neuen Tottenham Stadion gegen die Seahawks in die Schlacht.
Am 21. oder 28. Oktober spielen die Eagles im Wembley Stadion gegen die Jaguars.
Hier spielen auch die Titans gegen die Chargers. Welches der beiden Spiele am 21. oder 28 stattfindet, das wird noch entschieden.
Angefangen hat diese Internationale Serie 2007 mit einem Spiel der Dolphins gegen die Giants. Seit 2014 gibt es jedes Jahr drei Spiele in England.
Ausgeweitet wurde die internationale Serie auf Mexico City. Der Vertrag dort läuft bis zur Saison 2021.

Norv Turner wird der neue Offensive Coordinator der Panthers.
Zuletzt arbeitete er bei den Vikings. Mitten in der Saison 2016 warf er die Brocken hin und setzte sich ab.
Head Coach Ron Rivera und Turner kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Chargers. Da arbeitete Rivera von 2007-10 unter Norv Turner.

Die Bears haben einen neuen Offensive Coordinator.
Mark Helfrich war von 2013 bis 16 Head Coach bei den Oregon Ducks.

Steelers Running Back Le'Veon Bell hat keine Lust, nächste Saison wieder mit dem Franchise Tag zu spielen.
Wie er vor der Presse sagte würde er dann lieber eine Saison streiken oder gleich ganz in den Ruhestand treten.
„Ich hoffe, daß es nicht so weit kommt, aber ich würde das durchaus in Betracht ziehen,“ zeigte er sich überzeugt.
Schon die Saison 2017 spielte er mit dem Franchise Tag und verdiente $12,12 Millionen.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Kurzberichte
foles-nick2Eagles Quarterback Nick Foles (Bild) verbreitet Angst und Schrecken. Nicht bei gegnerischen Verteidigungen, sondern bei den eigenen Fans.
Das Vertrauen in den Ersatzmann von Carson Wentz ist in der Stadt der brüderlichen Liebe auf einen Tiefpunkt gesunken.
Und auch außerhalb Philadelphias hält man nichts von Foles. So machten die Buchmacher die an Nr. 6 der NFC gesetzten Gäste aus Atlanta zu den Favoriten bei den an Nr. 1 gesetzten Eagles, die Zuhause spielen.
Die Falcons sind Dreipunktefavorit im Divisional Playoffspiel in Philly.
Das hat es bisher noch nicht gegeben.
Seit die AFL und die NFL sich 1970 zusammenschlossen, war es fünfmal der Fall, daß das Heimteam in der Divisional Runde als Außenseiter ins Spiel ging. Aber diese Teams waren alle an Nr. 2 gesetzt. Die an Nr. 1 gesetzten Teams waren immer der Favorit... bis jetzt.
In 45% der offensiven Auftritte mit Foles hieß es für die Eagles 1, 2, 3, Punt. Mit Wentz war das nur bei 29% der Fall.
Vielleicht kann es die Defense ja richten?
Die Defensive Line der Eagles gilt als die beste der Liga. Und daß man die Falcons stoppen kann, das steht fest, auch wenn sie sich im Verlauf der Saison gesteigert haben.
Und sollte Philadelphia gewinnen, würde ihnen ein geschichtsträchtiger Überraschungserfolg gelingen.

Titans Running Back DeMarco Murray kann auch gegen die Patriots nicht spielen. Mit seinem verletzten rechten Knie verpaßt er das dritte Spiel in Folge.
Derrick Henry hat ihn mit 191 Gesamtyards gegen die Chiefs gut vertreten.

Steelers Cornerback Artie Burn hat sich am rechten Knie verletzt.
Das passierte am Mittwoch beim Training, ohne Fremdeinwirkung. Eine Untersuchung ergab, daß alle Bänder und Sehnen in Ordnung sind. Ob er spielen kann, steht noch nicht fest.

Die Chargers sicherten sich schon mal einen neuen Kicker.
Sie verpflichteten Roberto Aguayo, der bereits in Tampa Bay bewiesen hat, daß er eher das Problem ist, nicht die Lösung.

Das Trainer-Karussell dreht sich weiter
Und das der General Manager gleich mit. Nach 14 Jahren bei den Packers verläßt Eliot Wolf das Team.
Wolf war der Chef des Scoutingteams und geht als Assistent des General Managers nach Cleveland.

Texans, Bills, Texans, heißt es für Brian Gaine.
Er war Vizepräsident des Spielerpersonals in Houston und ging 2017 in der Eigenschaft nach Buffalo.
Die Texans holten ihn als General Manager zurück nach Houston.

Die Fritz Pollard Alliance gibt keine Ruhe. Sie wacht darüber, daß die Teams, die neue General Manager und Head Coaches verpflichten, auch ja zunächst einen Angehörigen einer Minderheit interviewen, bevor sie einen qualifizierteren weißen Wunschkandidaten anheuern. Sie überwacht also, ob die Teams die Rooney Rule befolgen.
Diese Quote vor Qualität Mentalität ist ja ganz groß in Mode. Nicht nur in der NFL, sondern auch in der Politik und in Firmen.
Zunächst sagten die Minderheitenwärter, daß die Raiders sogar zwei Angehörige einer Minderheit gefragt haben, ob sie den Job wollen. Plötzlich rudern sie zurück. Sie haben bei der NFL formal beantragt, daß die Verpflichtung Grudens auf das Genaueste untersucht wird. Und daß eine empfindliche Strafe verhängt wird, wenn die Raiders sich nicht an die Rooney Regel gehalten haben.
Weder die Raiders, noch die NFL gaben am Mittwoch einen Kommentar dazu ab.

Green Bay verpflichtete Joe Philbin als neuen Offensive Coordinator.
Philbin hatte sich von 2012 bis 2015 erfolglos als Head Coach der Dolphins versucht.

Die Seahawks feuerten Offensive Coordinator Darrell Bevell und Offensive Line Coach Tom Cable.
Es heißt, daß auch noch Defensive Coordinator Kris Richard gehen muß.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Es dreht sich schnell, das Trainer-Karussell
gruden-jon2-1Jon Gruden (Bild) und die Raiders gaben ihre gemeinsame Pressekonferenz. Jetzt ist er also Head Coach dieses Katastrophenteams. Ob er es wieder in die Erfolgsspur bringen kann?
Die Ruhmeshallenmitglieder Jerry Rice, Howie Long und Tim Brown waren anwesend, um ihre Grüße persönlich auszurichten.
Durch die Massen von Reportern war kaum ein Durchkommen.
Gruden betonte, daß er begeistert wäre, wieder zurück bei den Raiders zu sein. „Ich habe eine großartige Gelegenheit und ich plane, alles zu tun, um diese Chance zu nutzen,“ sagte der neue, alte Head Coach.
Mal abwarten, wie lange diese Begeisterung anhält. Und mal abwarten, was der 54-jährige nach 10 Jahren Abwesenheit aus dem Job noch bringt? Leicht wird es nicht, auch wenn er als Analyst des Senders ESPN immer Kontakt mit dem Geschehen hatte.
Gruden wird zusammen mit General Manager Reggie McKenzie das Team zusammenstellen. Über die Rangordnung der beiden, wurde nichts gesagt. Man kann aber annehmen, daß der $100 Millionen Coach das letzte Sagen haben wird.
Drei Assistenztrainer sind bereits unter Vertrag, Greg Olson als offensive Coordinator, Paul Guenther als defensive Coordinator und Rich Bisaccia als Special Teams Coach.
Sollte es schiefgehen, dann ändert sich ja nichts. Zuletzt waren die Raiders 2002 in den Playoffs, mit der Unterbrechung von 2016, als sie eine wundersame 12-4 Saison hinlegten. Ansonsten gehören sie zu den Loserteams, wie die Browns, Bills, Jaguars und andere.
Gruden kann also nur gewinnen. Alles über einer S/N Bilanz von 50% macht ihn zum Sieger.
Seit Gruden die Buccaneers trainierte, lebt er in Tampa Bay. Raiders Besitzer Mark Davis war oft bei Gruden Zuhause, um ihn zu einem Comeback zu überreden. „Das war härter, als die 24 Stimmen für den Umzug nach Las Vegas zusammenzubekommen,“ meinte Davis. Sechs Jahre lang hat er Gruden in Tampa Bay regelmäßig besucht, und versucht, ihn zu überreden. Dabei hätte Davis es bewundert, daß Gruden um drei Uhr morgens aufstand, um sich die Filme der nächsten Monday Night Teams anzusehen, und zu analysieren, um sich akribisch vorzubereiten.
Dick Vermeil hatte auch Anteil an Grudens Rückkehr. Der ehemalige Erfolgstrainer forderte Gruden auf, seinen Hintern hochzubringen und wieder in den Trainerjob zurück zu gehen. Vermeil hörte 1982 bei den Eagles auf. 1997 übernahm er die Rams und führte sie drei Jahre später zum Super Bowl. Diesen Erfolg sagt er auch für Gruden voraus.
Man sieht, es kann also alles gut werden in der Raider Nation.

Nicht nur bei den Cheftrainern geht es rund, auch bei den Assistenten hat das Karussell Fahrt aufgenommen.
Die Packers machten Mike Pettine zu ihrem neuen Defensive Coordinator.
Pettine war mal Head Coach der Browns, hat aber keine Erfolge mit ihnen erzielen können. 10-22 Siege lautet seine Bilanz dort.
2016 hatte er keinen Job in der NFL als Coach. Als Berater der Defense arbeitete bei den Seahawks.

Die Chiefs machten Eric Bieniemy zum Offensive Coordinator.
Er war zuvor als Running Back Coach beim Team tätig.

Die Ravens verpflichteten Don Martindale als Defensive Coordinator.
Er war zuvor als Linebacker Coach beim Team tätig.

Der neue Head Coach der Bears plant mit Quarterback Mitchell Trubisky.
Matt Nagy beantwortete bei seiner ersten Pressekonferenz in Chicago fast nur Fragen zu seinem Quarterback. Nagy lobte seinen Vorgänger, daß er Trubisky 2017 in der Draft einberufen hatte.

Die Panthers feuerten Offensive Coordinator Mike Shula.
Sie verhandeln mit Norv Turner, damit er dessen Nachfolger wird.
Shulas Offense rangierte 2017 auf Platz 19 der 32 Teams. Mit 192 Passyards pro Spiel landete sie nur auf Platz 28.
Mike Shula, Sohn des legendären Don Shula, war fünf Jahre bei den Panthers.
Zusammen mit ihm wurde auch Quarterback Coach Ken Dorsey entlassen.

Dienstag, 9. Januar 2018

Kurzberichte
belichick-bill31Etwa 40 Reporter drängelten sich am Montag um die Spieler der Patriots. Sie wollten wissen, was an dem Report dran wäre, daß es Ärger im Paradies gibt?
„Welcher Report?“ fragte Cornerback Stephon Gilmore zurück.
Man hätte die Vorbereitungen auf die Titans auf dem Plan, sonst nichts, meinte Gilmore.
Auch Head Coach Bill Belichick (Bild) mußte an der nachrichtenhungrigen Meute vorbei. In den verständlichen Passagen seines üblichen Gemurmels hörte man heraus, daß er absolut 2018 der Head Coach der Patriots sein wird. Er hätte diesen Report nicht gelesen. Deshalb könne er sich nur dazu äußern, was er wisse, und das wäre, daß er der Head Coach der Patriots ist und bleibt. „Mehr habe ich dazu nicht zu sagen,“ sagte er zum Schluß.

Die Bears haben einen neuen Head Coach. Sie entschieden sich für Matt Nagy. Der war bisher Offensive Coordinator der Kansas City Chiefs.
Der 39-jährige übernahm die Ansage der offensiven Spielzüge mitten in der Saison von Head Coach Andy Reid. Und die Chiefs wurden dann das erst zweite Team in der Geschichte der NFL, das einen 4.000 Yards Quarterback hatte (Alex Smith), einen 1.000 Yards Running Back (Kareem Hunt), einen 1.000 Yards Wide Receiver (Tyreek Hill), und einen 1.000 Yards Tight End (Travis Kelce).
Die Offense der Chiefs landete auf Platz fünf der 32 Teams.
Nach seiner Karriere als Quarterback der Arena Football League war Nagy in seiner gesamten Zeit als Assistenztrainer im Stab von Reid.

Die Bengals verpflichteten Teryl Austin als neuen Defensive Coordinator. Der war bisher für die Lions tätig.
Paul Guenther, der bisherige Defensive Coordinator der Bengals, geht in den Trainerstab, den Jon Gruden für die Raiders zusammenstellt.

Jaguars Head Coach Doug Marrone macht sich Sorgen um seine Offense.
Er wäre zwar sehr elektrisiert, daß sie gegen die Bills gewonnen hätten, aber die Offense wäre nie in einen Rhythmus gekommen. „Bei dritten Versuchen haben wir überhaupt nichts zustande gebracht. Ich müßte verrückt sein, wenn ich mir keine Sorgen machen würde. Aber ich muß nach vorne schauen, und wir müssen einen besseren Job machen,“ ist er überzeugt.
Das Problem hat einen Namen, Blake Bortles. Der Quarterback hatte mehr Laufyards (88), als Passyards (87). Doch war er nicht der erste Quarterback, mit so einer Statistik in den Playoffs. Michael Vick (119 Laufyards, 82 Passyards; 2004 Divisional Round) und Bob Griese (39 Laufyards, 34 Passyards; 1973 AFC Championship) haben das auch schon geschafft.
Und Hauptsache gewonnen, oder?
So denken jedenfalls die Teamkollegen von Bortles. Sie loben ihren Quarterback dafür, daß er einen Weg gefunden hat, das Spiel zu gewinnen.

Bills Guard Richie Incognito soll Jaguars Defensive End Yannick Ngakoue während des Spiels mit rassistischen Ausdrücken beleidigt haben.
Die NFL untersucht den Fall.

Jemand namens P!NK (das schreibt sich wirklich so) wird die Nationalhymne vor dem Super Bowl singen. Das ist wohl eine recht berühmte Sängerin.
In der Halbzeit wird Justin Timberlake auftreten.

Die Panthers haben einen neuen Besitzer... die New Orleans Saints.
So lautete die spaßige Titelseite einer Tageszeitung in New Orleans.
Die Saints haben die Panthers in allen drei Spielen in dieser Saison geschlagen, und ja, damit besitzen die Saints die Panthers rein spielerisch.
In Wirklichkeit suchen die Panthers aber noch einen neuen Besitzer. Jerry Richardson wird vorgeworfen, weibliche Angestellte sexuell belästigt zu haben, und gegen Farbige beleidigend gewesen zu sein.
Als diese Beschuldigungen aufkamen, entschloß Richardson sich dazu, das Team abzugeben.

„Das schüttet Öl in`s Feuer,“ meinte Eagles Defensive Tackle Fletcher Cox, als er erfuhr, daß die Falcons als Favoriten in das Spiel gehen.
Immerhin trifft hier das an Nr. 6 gesetzte Team, also das schlechteste Team, das die Playoffs der NFC erreichte, auf die Nr. 1. Da wäre es schon respektlos den Eagles gegenüber, Atlanta zum Favoriten zu machen.
Aber die Buchmacher glauben halt nicht, daß die Eagles mit Ersatz- Quarterback Nick Foles eine Chance haben. Mit Carson Wentz sähe das bestimmt anders aus, aber es ist nun mal, wie es ist, und es ist Mist.
„Das treibt uns nur noch mehr an,“ sagte Cox weiter. „Die Leute haben jede Woche an uns gezweifelt. Und wir sind rausgegangen und haben die Zweifler zum Schweigen gebracht. Dann sind wir halt die Einzigen, die an uns glauben.“
Stimmt nicht so ganz. Bis zur Verletzung von Wentz waren die Eagles die Lieblinge der Nation und der Buchmacher. Erst danach drehte sich das dann.
Mal abwarten, wer der Herr der Lüfte wird, die Eagles oder die Falcons?

Montag, 8. Januar 2018

Die NFL 2017 - Wild Cards - Der Sonntag
brees-drew-saintsUff, es gibt sie noch, die echten, guten, harten NFL Spiele mit reichlich Offense.
Als ich gestern geschrieben habe, daß es nur besser werden kann, war ja wohl klar, daß ich das Spiel der Bills gegen die Jaguars nicht gemeint haben konnte.
Ich hatte das ganz verdrängt und mich schon auf Panthers at Saints gefreut. Mit Drew Brees (Bild) von den Saints durften wir einen Quarterback erleben, der erneut einen NFL Rekord aufgestellt hatte. In der Saison 2017 vervollständigte er 72% seiner Pässe, so viele, wie noch kein anderer Quarterback zuvor in einer Saison.
Mit Michael Thomas durften wir einen Wide Receiver erleben, der in seinen ersten beiden NFL Saisons so viele Pässe gefangen hatte, wie noch kein anderer vor ihm. Mit Alvin Kamara durften wir einen Rookie Running Back erleben, der 88 Pässe in der Saison gefangen hatte, so viele wie noch kein Rookie Running Back vor ihm.
In der ersten Halbzeit hatten die Saints das Spiel fest in der Hand. Beide Teams hatten jeweils drei Punkte-Drives, aber die Panthers kamen dabei immer nur zu Field Goals, während die Saints Touchdowns erzielten. Halbzeitstand also 21:9 für New Orleans.
In der zweiten Halbzeit kamen Offense und Defense der Panthers besser in Fahrt, und die Dominanz der Saints ließ nach.
Und dann das Ende. Eines jener „phantastic Finishes“ das die NFL ausmacht.
Carolina konnte zu keiner Zeit des Spiels führen. Doch ein toller Lauf von Running Back Christian McCaffrey nach einem kurzen Pass von Cam Newton über 56 Yards in die Endzone brachte die Panthers auf 26:31 heran.
Zwei Minuten Warnung.
Vierter und zwei für die Saints an der 47 Carolinas. Brees wirft zu Kamara. Der Ball wird an der 30 der Panthers von Safety Mike Adams abgefangen. Der verliert den Ball, der ins Aus rollt.
Glück im Unglück.
Hätte Adams den Ball nicht gefangen, sondern nur zu Boden geschlagen, wäre Carolina an der 47 in Ballbesitz gekommen. So aber kamen sie an der 31 zur nächsten Angriffsserie.
Newton führte seine Offense bis an die 21 der Saints. Ein Field Goal hätte jetzt den Sieg bringen können, hätte Kicker Graham Gano nicht im ersten Viertel einen Versuch aus 25 Yards vergeben.
So mußte also dringend der Touchdown her.
Doch die Defense der Saints, die dieses Jahr nicht wiederzuerkennen war, hielt. Sie drängten Newton zurück, der im Rückwärtsfallen aus der Pocket heraus einen Pass ins Nichts warf. Intentional Grounding. 10 Sekunden Zeitverlust, Verlust des Versuchs und zurück zur 34 der Saints.
Beim vierten und 23 wurde Newton wieder gesackt und das Spiel war aus.
Ein Nachspiel wird es aber noch geben.
Im letzten Viertel wurde Newton bei einem Sack hart am Kopf getroffen und brach zusammen, als er zur Seitenauslinie ging.
Die NFL und die NFLPA werden untersuchen, ob die Panthers das Gehirnerschütterungsprotokoll korrekt angewendet haben, denn Newton kam recht früh wieder auf den Platz zurück. Die Panthers gaben an, alles notwendige getan zu haben. Newton sagte, daß er etwas im rechten Auge hatte, sonst wäre nichts gewesen.
Den Saints kann es egal sein. Sie gucken sich nächsten Sonntag in Minneapolis schon mal das Stadion des Super Bowls an, wenn sie gegen die Vikings spielen.
Und zum Schluß noch die Stats der Quarterbacks:
Drew Brees, der nächste Woche 39 wird: 23 von 33 für 376 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Cam Newton: 24 von 40 für 349 Yards, 2 Touchdowns

Im frühen Spiel spielten zwei Teams, die Jahrzehnte nicht mehr in den Playoffs waren.
A) Konnte man sehen, warum sie Jahrzehnte nicht in den Playoffs waren, und
B) Kann man nur hoffen, daß sie jahrzehntelang nicht mehr in die Playoffs kommen.
Die Jaguars gewannen mit 10:3.
Gab es in New Orleans sieben Punts auf beide Teams verteilt, waren es hier 17.
Jaguars Quarterback Blake Bortles hatte 87 Passyards und 88 Laufyards.
Und das soll es dann auch zu dieser Horrorvorstellung gewesen sein.

So geht es weiter:
Samstag, Januar 13
Atlanta Falcons at Philadelphia Eagles, 22:35 Uhr. (NBC)
Sonntag, Januar 14
Tennessee Titans at New England Patriots, 2:15 Uhr. (CBS)
Jacksonville Jaguars at Pittsburgh Steelers, 19:05 Uhr. (CBS)
New Orleans Saints at Minnesota Vikings, 22:40 Uhr. (FOX)

Kurzberichte
In Buffalo weiß man jetzt, daß man für die nächste Saison einen Quarterback braucht, also, einen brauchbaren.
Tyrod Taylor hat mit mageren 134 Passyards gegen Jacksonville erneut bewiesen, daß er es nicht kann.
2017 hätte ihm ein Batzen Geld zugestanden. Das wollten die Bills nicht bezahlen und verlangten eine Gehaltskürzung. Taylor stimmte dieser zu, in der Absicht, seinen neuen Head Coach Sean McDermott zu überzeugen, daß er der Quarterback für die Zukunft der Bills ist.
Hat nicht geklappt.
Sein letzter Spielzug für die Bills dürfte also der gewesen sein, bei dem er mit dem Kopf auf den Boden schlug und sich eine Gehirnerschütterung zuzog.

In Jacksonville weiß man jetzt, daß man für die nächste Saison einen Quarterback braucht, also, einen brauchbaren.
Eigentlich weiß man das bei den Jaguars schon lange, aber der Markt hat bisher nichts hergegeben.
In dieser Saison kam man wegen der Defense in die Playoffs und trotz Blake Bortles. Nächstes Jahr klappt das vielleicht nicht mehr. Die Broncos haben es auch versucht, hat nicht geklappt.
Bortles hat noch ein Spiel für die Jaguars vor sich, das gegen die Steelers. Er sollte es genießen. Noch mal werden die Steelers sich nicht überraschen lassen, so wie in Woche fünf als sie Zuhause gegen Jacksonville verloren.

Ob der neue General Manager der Packers eine gute Kunst abliefern wird?
Das wird man sehen. Brian Gutekunst hat auf jeden Fall eine Menge Arbeit vor sich. Außer Quarterback Aaron Rodgers und ein paar anderen Spielern, müssen die Packers komplett runderneuert werden.
Bei den vielen Verletzten in der abgelaufenen Saison wird wohl auf die Gesundheits- und Fitnesabteilung unter die Lupe genommen werden.

Der Lazarettreport
Bills: Quarterback Tyrod Taylor, Gehirnerschütterung
Safety Micah Hyde, Gehirnerschütterung.
Safety Colt Anderson, Schulter

Jaguars: Linebacker Paul Poluszny, Hüfte
Wide Receiver Jaydon Mickens, Oberschenkel

Saints: Left Guard Andrus Peat, gebrochenes Wadenbein

Sonntag, 7. Januar 2018

Die NFL 2017 - Wild Cards - Der Samstag.
mariota-marcus3Es kann nur besser werden. Das, was gestern da gespielt wurde, kann einfach nicht der Standard dessen sein, was die besten Teams der NFL abliefern.
Ganz schlimm war es im ersten Spiel. Zunächst sah es so aus, als würden die Chiefs die Titans aus dem Stadion fegen. Kansas City hatte ganz klar die Oberhand. Die Offense marschierte und die Defense stoppte.
Bis zu dem Moment, als Tight End Travis Kelce ausfiel. Da fiel die Offense in sich zusammen. Dabei hatte man mit Alex Smith einen Quarterback, der seine beste Saison gespielt hat, man hatte Star Receiver Tyreek Hill und den besten Running Back der abgelaufenen Saison, Rookie Kareem Hunt.
Trotzdem kamen zu den 21 Punkten, die die Chiefs in der ersten Halbzeit erzielten, keine weiteren hinzu.
Tennessee konnte seinen drei Punkten noch 19 weitere hinzufügen. Es begann im ersten Drive der Titans in der zweiten Halbzeit mit einem Pass von Quarterback Marcus Mariota (Bild) zu Marcus Mariota über sechs Yards.
Das steht dazu im offiziellen Spielbericht der NFL: (6:44) (Shotgun) 8-M.Mariota pass short left to 8-M.Mariota for 6 yards, TOUCHDOWN. Pass deflected by D.Revis back to M.Mariota.
Mariota wurde gejagt und versuchte wohl Corey Davis in der Endzone zu treffen. Dabei hatte er schon fast die Line of Scrimmage überschritten. Defensive Back Darrelle Revis blockte den Ball, der zurück in Richtung Mariota flog. Der Quarterback fing den Ball und hechtete in die Endzone.
Es war das erste Mal, daß ein Quarterback in den Playoffs seinen eigenen Pass zum Touchdown fing. In der regulären Saison hat es das schon mal gegeben. 1997 fing Vikings Quarterback Brad Johnson seinen eigenen Touchdownpass.
Die Chiefs, die die erste Halbzeit so sehr beherrscht hatten, brachten danach überhaupt nichts mehr Zustande.
So gewann Tennessee mit 22:21 und Kansas City verlor das sechste Heimspiel in den Playoffs in Folge.

Die Rams haben noch viel zu lernen. Alleine das Erreichen der Playoffs unter Rookie Head Coach Sean McVay ist schon als Erfolg zu werten.
Doch die erfahreneren Falcons waren abgebrühter und sie wollten zeigen, daß sie die Super Bowl Schmach überwunden haben.
Und die Rams haben keine wirkliche Heimspiel-Unterstützung, wie ihr Besitzer Stan Kroenke monierte. Viele Fans hätten sich in der Abwesenheit von NFL Teams in Los Angeles anderen Teams zugewandt, und deshalb wären auch viele der nur 74.300 Fans, die gestern im Los Angeles Memorial Coliseum waren, nicht für das Heimteam gewesen. Ein Playoffspiel in einem 93.000 Mann Stadion vor nur 74.000 Zuschauern zu spielen, ist eh schon schlimm.
Die fehlende Unterstützung bei den Heimspielen führte auch zu einer 4-4 S/N Bilanz Zuhause, während die Rams Auswärts 7-1 sind.
Gestern wäre mehr Unterstützung nötig gewesen. Die Falcons hatten den Ball fast doppelt so lange, wie die Rams. 37:35 Minuten zu 22:25 hieß es hier.
Und das Ergebnis von 26:13 ist genau das Doppelte und spiegelt den Spielverlauf exakt wider.
Obwohl der zweitbeste Running Back der Saison, Todd Gurley, 101 Laufyards erzielte, verpaßte er auch einige Chancen, besonders als Receiver, um dem Team noch mehr zu helfen.
So blieb es also bei diesem einen Playoffspiel der Rams für dieses Jahr, aber da sollten in Zukunft noch einige folgen.
In der nächsten Runde spielen die Falcons bei den Eagles.

Kurzberichte
Es ist offiziell!
Nach dem Spiel der Titans gegen die Chiefs gaben die Raiders bekannt, daß ESPN Analyst Jon Gruden ihr neuer Head Coach ist.
Damit war dieses Wild Card Spiel das letzte, in dem Gruden das Geschehen auf dem Platz analysierte.
Die Raiders sind das erste der sechs Head Coach losen Teams, die einen neuen Chef gefunden haben.

Unter den Fans der Giants kursiert das Gerücht, daß Bill Belichick als Head Coach das Team übernimmt.
Doch Patriots Besitzer Robert Kraft sagte ihnen, daß sie aufhören sollten zu träumen. Kraft bekräftigte, daß er nicht die Absicht hat, seinen Head Coach an ein anderes Team abzugeben, egal, was dieses an Kompensation anbieten würde. „Wenn man das Glück hat, jemand außergewöhnlichen zu haben, dann läßt man ihn seinen Job machen und geht ihm aus dem Weg,“ meinte Kraft.
Die Chefetage der Giants war, als das Gerücht anfing die Runde zu machen, auf dem Weg nach Minnesota, um Vikings Offensive Coordinator Pat Shurmur zu interviewen. Zuvor hatten sie ihren eigenen Defensive Coordinator Steve Spagnuolo interviewt und, ja, zwei Patriots, nämlich Offensive Coordinator Josh McDaniels und Defensive Coordinator Matt Patricia.

Die Panthers gaben ihrem Head Coach eine Vertragsverlängerung.
Ron Rivera bleibt für zwei weitere Jahre und $15,5 Millionen in Carolina.

Der Lazarettreport
Chiefs: Tight End Travis Kelce, Gehirnerschütterung.
Defensive End Chris Jones, Knie

Rams: Defensive Tackle Michael Brockers, Knie.

Samstag, 6. Januar 2018

Der Einhundertmillionendollar-Coach
gruden-jonDie Oakland Raiders wollten Jon Gruden (Bild). Und wie sie ihn wollten. Sie unterbreiteten ihm einen Vertrag über 10 Jahre und $100 Millionen.
Die Gehälter der Trainer werden nicht auf die Gehaltsobergrenze angerechnet.
Gruden soll am Montag den Vertrag unterschreiben und am Dienstag offiziell als neuer Head Coach des Teams vorgestellt werden.
Bereits von 1998 bis 2001 war er Head Coach der Raiders. 1998 und 99 holte er jeweils 8-8 Siege. 2000 kam er auf 12-4 Siege und Oakland gewann die Division. 2001 ging es mit 10-6 Siegen wieder in die Playoffs.
Seinen Spitznamen „Chucky“ bekam Gruden von Raiders Defensive Lineman Grady Jackson. Der war der Meinung, daß sein Head Coach aussah, wie die Puppe Chucky aus den Horrorfilmen. Und die Ähnlichkeit ist wirklich sehr auffällig.
2002 ging Gruden zu den Buccaneers und führte sie sofort in den Super Bowl. 2006 erlebte er mit einer 4-12 Saison den Tiefpunkt seiner Trainerkarriere. Doch Gruden blieb noch bis zum 16. Januar 2009 Head Coach der Buccaneers. Dann wurde er entlassen.
Insgesamt holte er in seiner Zeit als NFL Head Coach 95-81 Siege.
ESPN verpflichtete ihn als Analysten für die Monday Night Football Serie. So blieb Gruden immer am Puls des Spiels, was ihm in der nahen Zukunft sicherlich helfen wird.
Nichts anderes als seinen sofortigen Erfolg in Tampa Bay erwartet, oder zumindest erhofft, man sich in Oakland. Die Raiders würden gerne als erfolgreiches Team nach Las Vegas umziehen. Zumindest hat Gruden einen großen Namen, der allein dürfte schon ein paar Zuschauer in das noch zu bauende Stadion in der Stadt der Sünde locken.
Eine Teilhaberschaft am Team, von der die Rede war, bekommt Gruden nicht.

Ärger im Paradies?
Es gab ein Gespräch hinter geschlossenen Türen zwischen Patriots Besitzer Robert Kraft, Head Coach Bill Belichick und Quarterback Tom Brady. Das Verhältnis zwischen den Dreien war zerrüttet und die erfolgreiche Zusammenarbeit, die in 17 Jahren zu fünf Super Bowl Siegen führte, stand auf der Kippe.
Grund für die Mißstimmung war der persönliche Trainer und Geschäftspartner von Tom Brady, Alex Guerrero.
Das Buch „The TB12 Method“, das die beiden geschrieben haben, beinhaltet einige kontroverse Philosophien über die Heilung von Verletzungen. Es ist so überladen mit eigenartigen Regeln, daß ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter des Trainerstabs es als Bedienungsanleitung einer Sekte bezeichnete.
Guerrero, der als Berater des Trainerstabs der Patriots mitwirken durfte, machte die Trainer für verschiedene Verletzungen verantwortlich.
Belichick konfrontierte Brady im September damit, daß die Spieler sich unter Druck gesetzt fühlten eher mit Guerrero nach TB12 Regeln zu trainieren, als mit dem Team.
Belichick untersagte Guerrero, das Geländer der Patriots zu betreten.
In dem danach ausbrechenden Machtkampf verlangte Brady, daß Ersatz- Quarterback Jimmy Garoppolo das Team verläßt. Der wurde dann auch an die 49ers abgegeben.
Dieser Handel hinterließ einen verärgerten und demoralisierten Bill Belichick. Bradys Körpersprache hingegen drückte aus: „Ich habe gewonnen,“ sagte ein Patriots Mitarbeiter.
Kraft gab intern zu, daß er in der unsäglichen Deflategate Sache zu weit gegangen wäre, mit seiner Kritik an der Liga. Er hätte das aber machen müssen, um Brady vor den Fans zu unterstützen.
Die Patriots gaben eine Erklärung heraus nachdem sie die Sache geklärt hatten. Darin heißt es, daß es viele spekulative Berichte gegeben hätte, und unbewiesene Theorien, die alle substanzlos wären und in höchstem Maße inakkurat.
Mit anderen Worten: „Alles Quatsch. Bei den Patriots herrscht Friede, Freude, Eiersalat.“

Kurzberichte
Dannon, hier bekannt als Danone, hat einen neuen Werbeträger.
Die Firma hatte sich von Panthers Quarterback Cam Newton getrennt, nachdem der sich abfällig über die Fähigkeiten eines weiblichen Reporters geäußert hatte. Frauen hätten ja wohl keine Ahnung von Football, konnte man heraushören.
Und jetzt gibt es ein neues Gesicht für die griechischen Joghurts der Firma, Cowboys Quarterback Dak Prescott.
Der Firma macht es auch nichts, daß Newton in den Playoffs ist, und Prescott schon Urlaub hat. Newtons Kommentare hätten es nicht erlaubt, weiter mit ihm zu werben. Das hätte dagegen verstoßen, wofür die Firma Dannon steht.

Der Verdacht gegen Tramaine Brock wurde ausgeräumt.
Im April wurde der Defensive Back wegen häuslicher Gewalt verhaftet und angezeigt. Damals stand er noch in Diensten der 49ers, die ihn sofort feuerten.
Eine Untersuchung der NFL kam nun zu dem Ergebnis, daß es keine belastbaren Beweise gäbe, die die Anzeige rechtfertigten.
Die Anzeige war später auch zurückgezogen worden.
Brock unterschrieb zwischen den Saisons bei den Seahawks und wurde vor Saisonbeginn an die Vikings abgegeben. Bei ihnen spielte er in 11 Spielen.

Freitag, 5. Januar 2018

Kurzberichte
belichick-bill12An der Ostküste der USA hat der Winter die Macht übernommen.
Die Regierung von Massachusetts baten die Leute Zuhause zu bleiben. Viele Schulen und Geschäfte bleiben geschlossen.
Eine klare Botschaft, in diesen harten Zeiten.
Ein klare Botschaft hatte auch Patriots Head Coach Bill Belichick (Bild) für seine Spieler: „Kommt nicht zu spät.“
Der Captain der Special Teams, Matthew Slater, meinte dazu: „Ich würde morgen nicht gern zu spät kommen. Aber, heh, ich glaube nicht, daß das eine große Sache ist. Wir leben in New England. Da gibt es Wetter. Man muß halt früh genug aufbrechen, das ist alles.“
Belichick macht keinen Spaß, und keine Unterschiede zwischen den Spielern. Ob Starter oder Ersatzspieler, er behandelt alle gleich, so wie Randy Moss, Adalius Thomas, Derek Burgess und Gary Guyton, die im Dezember 2009 während eines Schneesturms zu spät kamen. Belichick schickte sie alle sofort wieder nach Hause.
Die Patriots haben an diesem Wochenende spielfrei, aber trotzdem steht natürlich Training an. Das aber findet wenigstens innen statt.

Die Dolphins machten Dowell Loggains zu ihrem neuen Offensive Coordinator.
Sein Vorgänger Clyde Christensen wird eine andere Rolle im Team übernehmen.
Head Coach Adam Gase und Loggains kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei den Bears.

Sie haben die Saison nicht abgeschenkt, wie man vor der Saison befürchtete.
Doch mehr als fünf Siege waren für die Jets nicht drin.
Damit eroberten sie Platz sechs in der Draft. Doch General Manager Mike Maccagnan möchte noch höher. Um an einen guten Quarterback zu kommen, möchte er mit einem Team vor den Jets die Plätze tauschen.
Ob das dann die Browns sein werden, die zwar Meister im Tauschen sind, dafür aber zu oft auf gute Quarterbacks verzichtet haben?
Eher nicht, denn Cleveland möchte dieses Jahr nicht wieder auf einen Spieler wie Carson Wentz verzichte, den sie hätten haben können.
Und in New York mehren sich die Zweifel an den Qualitäten des General Managers. Bisher hat er das Team nicht wirklich verstärkt, und ob es das in Zukunft schafft, ist fraglich.

„Jon Gruden ist unser Mann. Wir wollen Jon Gruden. Unser neuer Head Coach wird Jon Gruden,“ so klingt es seit Wochen aus Oakland.
Doch darf man nicht einfach so seinen Wunschkandidaten verpflichten, wenn der weißer Hautfarbe ist. Zunächst muß man so tun, als ob man einen Vertreter einer Minderheit verpflichten wollte.
Das sagt die „Rooney Regel“. Haben die Raiders gegen diese Regel verstoßen, weil sie sofort einen weißen Kandidaten ins Visier nahmen?
Nein, heißt es von der Fritz Pollard Alliance. Die arbeitet für die NFL und wacht über die Einhaltung der Rooney Regel.
Die Raiders hätten sogar zwei Kandidaten einer Minderheit interviewt, sagte der Sprecher der Alliance. Aus den eigenen Reihen sprachen sie mit Tight End Coach Bobby Johnson, und der zweite Kandidat wurde namentlich nicht genannt.
Gruden war bis 2002 bereits als Head Coach der Raiders tätig, und ist zur Zeit Analyst bei Monday Night Football. Wie man hört, telefoniert der 54-jährige seit Wochen, um seinen Trainerstab zusammenzustellen, auch wenn er offiziell noch gar nicht der neue Head Coach der Raiders ist.

Der Lazarettreport
Die Titans müssen als Außenseiter ohne Running Back DeMarco Murray in das Spiel in Kansas City gehen.
Murray verletzte sich im Spiel gegen die Rams am 24.12. am rechten Knie. Seitdem hat er nicht trainiert.

Bei den Bills besteht Hoffnung, daß der am Knöchel verletzte Running Back LeSean McCoy in Jacksonville spielen kann.
Er liegt auf Platz vier der Running Back Statistik mit 1.138 Yards und ist enorm wichtig für Buffalo.

Jaguars Wide Receiver Marqise Lee könnte gegen die Bills wieder spielen.
Er verpaßte die letzten beiden Spiele mit einer Knöchelverletzung.

Steelers Linebacker Ryan Shazier hat wieder Gefühl in den Beinen, das sagte sein Vater der Presse.
Vor einem Monat verletzte der Linebacker sich im Spiel gegen die Bengals schwer am Rücken. Seitdem konnte er seine Beine nicht mehr spüren.
Shazier hat sich nicht unterkriegen lassen und besuchte seine Teamkollegen beim Training und sah im Stadion aus einer privaten Loge zu.

Die Hüftverletzung von Steelers Offensive Coordinator Todd Haley hat keine Auswirkungen auf das Training.
Haley wurde an Silvester bei einer „Schubserei“ vor einer Bar verletzt. Er verbrachte zwei Tage im Krankenhaus.
Es gab keine Anzeige und Untersuchungen des Teams haben ergeben, daß es keinen Grund gibt disziplinarische Maßnahmen zu ergreifen.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Kurzberichte
tvgeraet2Und wieder gingen die Einschaltquoten der NFL in den USA nach unten. 10% verloren die TV Partner der NFL, CBS, Fox, NBC, ESPN und NFL Network gegenüber 2016, und da waren die Quoten auch schon um 8% gesunken.
Das sind Verluste auf hohem Niveau, denn immer noch liegen die gemessenen Minuten-Quoten bei 14,9 Millionen. So hat zwar auch NBC mit seiner Sunday Night Football Serie Zuschauer verloren, aber es ist immer noch das meistgesehene Programm in der Hauptsendezeit und das im siebten Jahr in Folge.
Und die Nachmittagssendungen von CBS und Fox gewinnen ihre Zeitschienen immer noch mit Leichtigkeit.

Das Trainerfeuern geht weiter und wieder waren die Packers aktiv.
Nach Defensive Coordinator Dom Capers mußte nun auch Offensive Coordinator Edgar Bennett gehen. Bennett könnte aber als Coach auf einer anderen Position in Green Bay bleiben.
Der Vertrag von Quarterback Coach Alex Van Pelt ist ausgelaufen, und er will sich einen Posten als Offensive Coordinator bei einem anderen Team suchen.

Die Bengals gaben Interims Offensive Coordinator Bill Lazor einen neuen Zweijahresvertrag.
Im September übernahm Lazor den Posten für den gefeuerten Ken Zampese.

Buccaneers Safety TJ Ward wurde am Mittwoch verhaftet.
Er wurde bereits am 25. Oktober mit Marihuana erwischt. Die Untersuchungen des Falls gipfelten nun in seiner Verhaftung.
Seine Zeit in Tampa Bay dürfte beendet sein. Nachdem er von den Broncos zu den Bucs wechselte, war er nie der Spieler, den man sich erhofft hatte. Er startete nur in fünf Spielen. Im März wird er ein Free Agent.

„Mein Quarterback für 2018 ist Ryan Tannehill,“ sagte Dolphins Head Coach Adam Gase.
Tannehill hat seine zweite Knieverletzung innerhalb eines Jahres überstanden. Er kann an den freiwilligen Trainingseinheiten teilnehmen, sobald diese beginnen.
Jay Cutler, der als Notnagel geholt wurde, kann dann endlich als Analyst für das Fernsehen arbeiten.

Jets Besitzer Christopher Johnson gab seinem General Manager und Head Coach die Lizenz zum Verlieren.
Johnson sagte, daß das Erreichen der Playoffs 2018 nicht unbedingt das Hauptziel wäre.
Playoffs, die kennen die Jets eh nicht mehr. 2010 hatten sie sie zuletzt erreicht. Seitdem haben sie pro Saison nur sechs oder weniger Spiele gewonnen.
Doch langsam sollte mal geliefert werden. Die Jets haben Platz sechs in der nächsten Draft und $80 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Da sollte man doch ein paar gute Spieler bekommen können.

Und schon ist die erste negative Reaktion auf Hard Knocks da.
49ers General Manager John Lynch sagte, daß er sein Team auf keinen Fall als Hauptdarsteller der HBO Serie sehen will.

„Ziel Nr. 1 ist ein guter Quarterback,“ sagte John Elway.
Nachdem die Broncos vorgeführt bekamen, daß es mit Trevor Siemian, Paxton Lynch und Brock Osweiler überhaupt nicht funktioniert, hatte der General Manager endlich ein Einsehen und meinte: „Wir müssen auf dieser Position besser werden. Nur wenn wir dort besser werden, können wir auch insgesamt besser werden.
In der abgelaufenen Saison hatten nur die Cleveland Brown ein schlechteres Paßspiel, als Denver.
Elway will auch die Line verstärken. Zu oft gerieten die eh nicht so guten Quarterbacks unter zu großen Druck.
 

Die besten Spieler der Woche 17
NFC
OFFENSE: WR CHRIS GODWIN, TAMPA BAY BUCCANEERS
7 gefangene Pässe für 111 Yards, 1 Touchdown.

DEFENSE: DE EZEKIEL ANSAH, DETROIT LIONS
3 Sacks

SPECIAL TEAMS: K HARRISON BUTKER, KANSAS CITY CHIEFS
5 von 5 Field Goals, 1 von 1 Extrapunkte

AFC
OFFENSE: QB PHILIP RIVERS, LOS ANGELES CHARGERS
28 von 37 für 387 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: S KEVIN BYARD, TENNESSEE TITANS
2 Interceptions

SPECIAL TEAMS: WR/KR JUJU SMITH-SCHUSTER, PITTSBURGH STEELERS
1 Kickoffreturn über 96 Yards, 9 gefangene Pässe für 143 Yards

Mittwoch, 3. Januar 2018

Kurzberichte
palmer-carson-cardinalsNach 15 Jahren hat Carson Palmer (Bild) seinen Abschied aus der NFL verkündet.
Der Quarterback begann seine Karriere bei den Bengals. 2003 war er der erste Spieler, der in der Draft einberufen wurde.
Zunächst sah es so aus, als ob er eine steile Karriere vor sich hätte. Doch ein Kreuzbandriss, den er in seinem ersten Playoffspiel, bei seiner ersten Ballberührung, gegen die Steelers erlitt, bremste ihn aus. Fortan war Palmer nach seiner Genesung nur noch ein durchschnittlicher Quarterback.
Sieben Jahre blieb er in Cincinnati, bevor er für zwei Jahre zu den Raiders ging. 2013 ging er zu den Cardinals.
Dreimal wurde er in den Pro Bowl gewählt. 2015 führte er Arizona ins NFC Championship Spiel.
Arizonas Reise in die Playoffs 2014 verpaßte er mit einem Kreuzbandriss. 2017 verpaßte er die letzten neun Spiele mit einem gebrochenen Arm.
Palmer beendete seine Karriere mit einer Bilanz von 92-88-1 Siegen, 46.247 Yards, 294 Touchdowns, 187 Interceptions und einer Passerwertung von 87,9 Punkten.
Nach Head Coach Bruce Arians ging einen Tag später also auch der Quarterback in den Ruhestand.

Es gibt eine neue Steigerungsform für blöd: Blöd, Blöder, Bengals.
Sie gaben Head Coach Marvin Lewis erneut eine Vertragsverlängerung, dieses Mal über zwei Jahre. Damit bleibt er bis zum Ende der Saison 2019 in Cincinnati. Dabei hatte Lewis noch vor ein paar Wochen verkündet, daß er nach dieser Saison in den Ruhestand treten wollte.
Marvin Lewis wurde 2003 Head Coach der Bengals. Er ist nach Bill Belichick der zur Zeit dienstälteste Head Coach der Liga. Dabei ist er allerdings um Galaxien erfolgloser als der Head Coach der Patriots.
Lewis holte, die Überraschung letzten Sonntag gegen Baltimore eingerechnet, 125 Siege. Damit hat er genau so viele Siege, wie ein anderer erfolgloser Head Coach, der auch 125 reguläre Saisonspiele gewann, und in den Playoffs genauso jämmerlich versagte, wie Lewis: Jim Mora. Der hatte eine Playoffbilanz von 0-6 und wußte, wann es Zeit war, aufzuhören.
Lewis ist 0-7 in den Playoffs. Seine Bilanz, reguläre Saison und Playoffs mitgerechnet, weist 125-119-3 Siege aus.
Nur zum Vergleich, Bill Belichicks Bilanz: 237-115 in der regulären Saison und 26-10 in den Playoffs.

Bengals Quarterback Andy Dalton leitet eine Stiftung, die Geld für Kinder sammelt, die krank sind und spezielle Pflege brauchen.
Und diese Stiftung hat bis Dienstag über $100.000 von Spendern aus dem Raum Buffalo erhalten.
Damit bedanken sich die Fans der Bills für die unerwartete Schützenhilfe der Bengals. Nur ein Sieg Cincinnatis über die Ravens konnte Buffalo zum ersten Mal in diesem Jahrtausend in die Playoffs bringen.
Und Dalton warf in einem vierten Versuch zum Ende des Spiels hin, den entscheidenden Touchdownpass. Und so trudelten viele Spenden über genau $17 auf dem Konto von Daltons Stiftung ein. $17 für die 17 Jahre, die Buffalo nicht mehr in den Playoffs war.
Dalton sagte, daß der Strom der Spenden nicht nachläßt. „Wir können nicht genug dafür danken,“ meinte er. „Das ist unglaublich. Macht weiter.“

Blake Bortles kann sich weiterhin keinen Respekt bei gegnerischen Verteidigern verdienen.
Der Quarterback der Jaguars hatte Anfang bis Mitte Dezember einen unerklärlichen Höhenflug. Plötzlich sank seine Interceptionrate und die Zahl seiner vervollständigten Pässe nahm zu. Das ging so weit, daß er in diesen paar Wochen der beste Quarterback der Liga war.
Am letzten Sonntag wurde er wieder auf sein normales Maß zurückgestutzt.
Titans Defensive Tackle Jurrell Casey sagte nach dem Spiel über Bortles: „So lange Blake Bortles da als Quarterback steht, wenn er den Ball in der Hand hat, bekommt er Atemnot.“
Obwohl die Jaguars das ganze Spiel mit den Startern bestritt, konnte die Offense keinen Touchdown erzielen. Der einzige Touchdown der Jaguars kam von der Defense.
Die Jaguars haben zwar die Playoffs erreicht, und sie haben ein Heimspiel, aber das haben sie noch nicht gewonnen, auch wenn es nur Buffalo ist, das als Gast anreist.

Bei den Spielern, die in die Hall of Fame aufgenommen werden, geht es nur darum, was sie in der NFL getan und erreicht haben.
So kann auch jemand, der mutmaßlich als Mörder gilt, aufgenommen werden. So wie Ray Lewis.
Der Linebacker der Ravens wurde in einem Mordprozess nur zu minderen Strafen verurteilt, weil er sich der Irreführung der Justiz als schuldig bekannte. Gegen zwei Freunde, die auch an der Tötung zweier Männer, mit denen sie in Streit gerieten beteiligt waren, hat er nicht ausgesagt.
Zwei drohenden Zivilprozessen, bei denen es um $10 und $13 Millionen für die Hinterbliebenen der Opfer ging, konnte er entgehen, weil er sich mit den Hinterbliebenen außergerichtlich einigte.
Aber das alles zählt nicht, wenn es darum geht, in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen zu werden.
Und so gehört der mörderische Linebacker der Ravens zu den 15 Finalisten, aus denen demnächst die neuen Mitglieder der Ruhmeshalle ausgewählt werden.
Und Lewis wird unter ihnen sein. Es zählen nur sein Taten auf dem Platz, und die sind Hall of Fame würdig.

Es war ein knappes Rennen. So knapp, daß Kareem Hunt seinen Head Coach Andy Reid bat, ihn im letzten bedeutungslosen Spiel gegen die Broncos nicht zu schonen.
Der Rookie Running Back der Chiefs durfte spielen, und er wurde der zweite Rookie Running Back in aufeinanderfolgenden Jahren, der zum besten Running Back der Liga wurde. Letztes Jahr war es Ezekiel Elliott von den Cowboys.
Hunt erzielte 1.327 Yards und landete knapp vor Todd Gurley von den Rams, der auf 1.305 Yards kam. Der aber wurde von seinem Head Coach Sean McVay geschont und durfte nicht um die Krone der Running Backs kämpfen.

Sechs Teams droht das Schicksal, Hauptdarsteller der nächsten Hard Knocks Staffel zu werden.
Nicht alle Teams mögen diese Ablenkung der ewig um sie herumschwirrenden Kameraleute während der Vorbereitungszeit.
Die sechs möglichen Teams sind: 49ers, Broncos, Browns, Chargers, Ravens und Redskins.

Von Tom Bradys Ersatzmann zum bestbezahlten Spieler der NFL?
Das könnte Jimmy Garoppolo passieren.
Der Quarterback kam, spielte und siegte. Zunächst hatte 49ers Head Coach Kyle Shanahan nicht die Absicht, den Quarterback, der während der laufenden Saison nach San Francisco kam, einzusetzen. Er hatte die Befürchtung, daß der Quarterback das zu komplexe Spielsystem nicht verstehen und erfolgreich umsetzen könnte.
Doch da lag der Head Coach völlig falsch. Garoppolo führte die am Boden liegenden 49ers zu fünf Siegen in Folge. Darunter waren auch drei Playoffteams.
In diesen fünf Spielen und Siegen erzielte Garoppolo 1.560 Passyards und 7 Touchdowns.
Und das ist schlecht für San Francisco. Um ihn zu halten, werden sie tief, sehr tief, in die Tasche greifen müssen. Garoppolo hatte nur einen Vertrag bis Saisonende und ist ein Free Agent.
General Manager John Lynch weiß, daß der Quarterback jetzt teuer wird, will ihn aber auf jeden Fall behalten. Hier stehen harte Verhandlungen an, zum Vorteil von Jimmy Garoppolo, wie man annehmen kann.

Die Packers haben ein neues Betätigungsfeld für Ted Thompson gefunden.
Als General Manager wurde er abgesetzt, aber als Berater der Packers Football Operationen bleibt er dem Team erhalten.
Bereits im Verlauf der Saison hatte Head Coach Mike McCarthy eine Vertragsverlängerung über ein Jahr unterschrieben, wie erst jetzt bekannt wurde.

Bei einer „Schubserei“ vor einer Bar an Silvester, fiel Steelers Offensive Coordinator Todd Haley zu Boden und wurde an der Hüfte verletzt.
Haley soll aber keine Trainingseinheit verpassen, wie es heißt.

„Mein Mann ist Nick Foles, Ende der Geschichte,“ antwortete Eagles Head Coach Doug Pederson auf die Frage, ob Nate Sudfeld nicht vielleicht der bessere Quarterback für die Playoffs wäre?
In einem Spiel gegen Dallas, das als eins der grauenvollsten Spiele aller Zeiten in die Geschichte der NFL eingehen dürfte, versagte Foles völlig. Er bekam den Job des Starters, weil er Spielpraxis brauchte. Die Eagles hätten ihn schonen können, weil das Spiel völlig bedeutungslos war, aber er sollte an seiner Abstimmung mit den Receivern arbeiten.
Doch nachdem er nur vier seiner 11 Pässe für 39 Yards vervollständigen konnte und eine Interception geworfen hatte, kam Sudfeld für ihn ins Spiel.
Seine Statistik: 19 von 23 für 134 Yards.

Der Lazarettreport
Die Vikings haben drei brauchbare Quarterbacks. Case Keenum bleibt der Starter, davon kann man ausgehen.
Teddy Bridgewater hat sich schon vor ein paar Wochen als geheilt zurückgemeldet.
Am Dienstag nahm Sam Bradford wieder am Training teil. Er wurde im November am Knie operiert.

Die Falcons setzten Guard Andy Levitre mit einer Achillessehnenverletzung auf die Verletztenliste.
Ein herber Verlust für die Playoffs.

Dienstag, 2. Januar 2018

Das lustige Trainerfeuern.
lewis-marvin3Bitte einsteigen und gut festhalten, es geht rund auf dem Trainerkarussell, unentschlossene Wendehälse eingeschlossen.
Chuck Pagano und Jack Del Rio wurden ja sofort nach ihren letzten Spielen gefeuert.
Marvin Lewis (Bild) scheint von seinem Vorhaben, die Bengals freiwillig von ihm zu erlösen, anscheinend nichts mehr wissen zu wollen.
Der unerwartete Sieg gegen die Ravens, der Baltimore die Playoffteilnahme kostete, hat da wohl mitgewirkt.
Teambesitzer Mike Brown sagte, daß Lewis kein Zeitlimit hat, um zu einer Entscheidung zu kommen.

Sicher ist sich dagegen Bruce Arians.
Der Head Coach der Cardinals geht in den Ruhestand. Fünf Jahre führte er das Team, zunächst mit Erfolg und Playoffauftritten. Er ist sogar der amtierende, siegreichste Head Coach in der Geschichte des Teams. Mit 50 Siegen hat er einen mehr als Ken Whisenhunt geholt. Doch der wurde in Arizona gefeuert, weil er anhaltend erfolglos war.
Auch Arians, wäre wohl entlassen worden, wäre er nicht von sich aus gegangen. Damit wurde er der erste Head Coach der Cardinals, der auf eigenen Wunsch ging und nicht gefeuert wurde.
Arians holte 50-32-1 Siege inklusive 1-2 Siegen in den Playoffs.

Die Bears feuerten John Fox nach drei Saisons.
In keiner der drei Jahre kamen die Bears auf über 50% Siege.
General Manager Ryan Pace kann bleiben. Er erhielt sogar eine Vertragsverlängerung bis zum Ende der Saison 2021.

Die Lions feuerten Jim Caldwell nach vier Saisons.

Die Broncos werden Vance Joseph nicht nach seiner Rookiesaison feuern. Vielleicht hat General Manager John Elway eingesehen, daß er dem ärmsten keine NFL-taugliche Offense so ganz ohne brauchbaren Quarterback zusammengestellt hat?
Jedenfalls sagte Elway der Presse, daß er und Joseph ein langes, konstruktives Gespräch geführt hätten. Zusammen würden sie jetzt daran gehen, ein gutes Team, das auf allen Positionen verbessert wird, zusammenzustellen.

Auch Assistenztrainer und General Manager mußten gehen.
Die Packers gaben General Manager Ted Thompson einen neuen Job in der Organisation. Er hatte den Job des General Managers seit 2005.
Doch er stand in der Kritik, weil er kaum auf dem Markt der Free Agents tätig wurde. Er suchte neue Spieler fast nur über die Draft.
Über seine neuen Aufgaben wurde noch nichts mitgeteilt.
Die Packers feuerten Defensive Coordinator Dom Capers, defensive Line Coach Mike Trgovac und Inside Linebackers Coach Scott McCurley.

Ravens Defensive Coordinator Dean Pees ist in den Ruhestand getreten.

Kurzberichte
„Das war die niederschmetterndste Niederlage meiner Karriere,“ meinte Ravens Pass Rusher Terrell Suggs zu der Klatsche gegen die Bengals. „Es ist wie ein böser Traum.“
Ja `gewinn und Du bist drin` hieß es für Baltimore.
Und man war nah dran.
Doch am Ende stand der Sturz ins Nichts.
„15 Jahre als Raven, und das war die erschütterndste Niederlage. An die werde ich mich ewig erinnern.“
Und die Bills feiern. Durch diesen doch etwas unerwarteten Ausrutscher Baltimores kamen sie zum ersten Mal in diesem Jahrtausend in die Playoffs.

James Harrison ist mit seinem Einstand bei den Patriots zufrieden.
Kann der Linebacker, der bis letzte Woche noch im Kader der Steelers war, auch sein.
Der 39-jährige spielte in 34 Spielzügen. In Pittsburgh stand er 2017 in 38 Spielzügen überhaupt auf dem Platz.
Harrison erzielte gegen die Jets zwei Sacks und fünf Tackles.

„I´ll be Back,“ meinte Jason Witten.
Und das ist in diesem Fall keine Drohung. Der Tight End hat seine 15. Saison als Cowboy beendet und liebt das Spiel zu sehr, um aufzuhören.
Und Dallas kann diesen zuverlässigen Ballfänger immer noch gut brauchen.
Witten möchte erst aufhören, wenn er sich einen Super Bowl Ring überstreifen kann.
Ups... das kann dauern.

Die Redskins gaben Quinton Dunbar eine Vertragsverlängerung.
Der zum Receiver umfunktionierte Cornerback unterschrieb für weitere drei Jahre und $10,5 Millionen von denen $5,25 Millionen garantiert sind.

Und schon steht fest, wer nächstes Jahr gegen wen spielen wird.
Die Übersicht dazu gibt es HIER...

Der Lazarettreport
Bills: Running Back LeSean McCoy könnte mit seinem verletzten Knöchel gegen die Jaguars spielen, heißt es aus Buffalo.

Panthers: gegen die Falcons konnte Running Back Jonathan Stewart wegen Rückenschmerzen nicht spielen. Gegen die Saints soll er wieder einsatzbereit sein.

Montag, 1. Januar 2018

Die NFL 2017 - Woche 17 - Das Ende
Die Würfel sind gefallen, die letzten Entscheidungen getroffen.
So sieht das Wild Card Wochenende aus:
Samstag, Jan. 6
Nr. 5 Tennessee Titans at Nr. 4 Kansas City Chiefs, 22:35 Uhr (ESPN/ABC)
Sonntag, Jan. 7
Nr. 6 Atlanta Falcons at Nr. 3 Los Angeles Rams, 2:15 Uhr (NBC)
Nr. 6 Buffalo Bills at Nr. 3 Jacksonville Jaguars, 19:05 Uhr (CBS)
Nr. 5 Carolina Panthers at Nr. 4 New Orleans Saints, 22:40 Uhr (FOX)

Und wie kam es dazu?
brady-tom02Die Patriots hatten im bitterkalten New England keine Mühe mit den Jets. Es war so kalt, daß Pats Quarterback Tom Brady (Bild) einen kälteschützenden Taucheranzug unter seiner Uniform trug. Und das ist kein Scherz.
Vielleicht hat der ihn etwas behindert, denn berauschend fällt seine Statistik nicht aus: 18 von 37 für 190 Yards, 2 Touchdowns.
Das reichte zu einem 26:6 Sieg. Damit erspielten die Patriots sich zum achten Mal in Folge ein freies Wochenende in den Playoffs, und sie haben Heimrecht.
New England schonte keine Starter. Tight End Rob Gronkowski wurde aber nur spärlich eingesetzt und fing nicht einen Paß. Tom Brady wurde im letzten Viertel geschont.

Moral, Disziplin und Siegeswille, das brachten die Browns mit nach Pittsburgh. Die Steelers schonten viele Starter, und so kam Cleveland tatsächlich in die Nähe eines Sieges. Aber auch nicht weiter, denn auch gegen die zweite Garnitur der Steelers reichte es nicht zum ersten und einzigen Sieg in dieser Saison.
Pittsburgh gewann denkbar knapp mit 28:24. Damit sicherten sie sich ein freies Wochenende.
Und die Lions Fans „trauerten“. Ihr Team von 2008 ist nun nicht mehr das Einzige, das eine ganze Saison von Woche 1 bis 16 ohne einen einzigen Sieg blieb.
Trotz des 0-16 und der Bilanz von 1-31 in zwei Saisons, wollen die Browns Head Coach Hue Jackson behalten.
Auch wenn die Browns sich den 0-16 Rekord mit den Lions teilen müssen, stellten sie doch einen eigenen Rekord auf. Noch nie zuvor in der Geschichte der NFL hatte ein Team über zwei Saisons eine 1-31 Bilanz.

Mensch, da waren sie doch wieder, die miesen Jaguars, die man kannte.
Quarterback Blake Bortles, von wem auch immer er im Dezember dargestellt wurde, spielte wieder wie der Blake Bortles, den man so sehr liebt... als Gegner der Jaguars.
Er vervollständigte nur 15 seiner 34 Pässe für 158 Yards, 0 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Ja, das kennt man.
Die Defense war noch nicht mal gut genug, um die unterdurchschnittliche Offense der Titans zu stoppen. Quarterback Marcus Mariota vervollständigte 12 seiner 21 Pässe für 134 Yards und 1 Touchdown.
Das reichte zu einem knappen 15:10 Sieg und dem Einzug in die Playoffs.
Der 30:10 Sieg der Chargers gegen Oakland wurde damit nutzlos.
Einzig Buffalo oder die Ravens konnten sich noch den letzten offenen Wild Card Platz sichern.

Die Bills waren zuletzt 1999 in den Playoffs. Seitdem war jedes Team der anderen großen Sportligen der USA, NBA, NHL, MLB, wenigstens einmal in den Playoffs.
Nur die Bills aus der NFL nicht.
Das wollte man ändern.
Die Dolphins begannen mit Quarterback Jay Cutler, setzten ihn aber nach nur einer Angriffsserie auf die Bank. Seine Bilanz: 1 von 2 für 6 Yards.
David Fales kam für ihn ins Spiel und kam auf 29 von 42 für 265 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception.
Tyrod Taylor von den Bills kam auf 19 von 27 für 204 Yards und 1 Touchdown.
Viel Mühe hatten die Bills zunächst nicht mit den Dolphins und die erste Halbzeit ging mit 10:0 an Buffalo.
Einen Schreck erlebten die Bills, als Running Back LeSean McCoy mit einer Knöchelverletzung ausfiel.
Der zweite Durchgang ging mit 16:12 an die Dolphins, die beinahe noch zu einem Sieg hätten kommen können.
Doch Buffalo ging als glücklicher 22:16 Sieger vom Platz, nachdem sie zwischenzeitlich schon mit 22:9 geführt hatten.
Vorzeitig vom Platz gingen zwei Spieler der Dolphins im letzten Viertel, weil sie handgreiflich wurden, Running Back Kenyan Drake und Wide Receiver Jarvis Landry.
Als die Bills nach dem Spiel in die Kabine gingen, schalteten sie sofort den Fernseher ein, denn auch wenn sie ihren Teil geschafft hatten zum Erreichen der Playoffs, hing es für sie vom Ausgang des Spiels Bengals at Ravens ab, ob der Sieg etwas nutzte?
Cincinnati mußte gegen die Ravens gewinnen. Bei einem Sieg Baltimores wäre Buffalos Sieg unwichtig geworden.

Trotz des Tumults bei den Bengals um Head Coach Marvin Lewis, der wohl zum letzten Mal das Team betreute, zeigten die Bengals Moral, Disziplin und Siegeswillen. Mit einer mehr als verdienten 17:10 Führung gingen sie in die Halbzeitpause.
Quarterback Andy Dalton hatte einen hervorragenden Tag erwischt und kam auf eine Bilanz von: 23 aus 44 für 22 Yards und 3 Touchdowns.
Joe Flacco, der vor der Halbzeit mehr als mies spielte, berappelte sich und kam auf 25 von 47 für 203 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception.
Nach hartem Kampf ging Baltimore knapp neun Minuten vor Spielende mit 27:24 in Führung.
Die Bengals schienen die Lust am Spiel verloren zu haben.
Nachdem die Mannschaften Punts ausgetauscht hatten, waren noch 2:43 auf der Uhr. Cincinnati startete von der eigenen 10.
Die Bengals marschierten unter der Führung von Quarterback Dalton bis an die 49 der Ravens. Es waren noch 53 Sekunden zu spielen, und es hieß vierter und 12 für die Bengals. 4. und 12 gegen eine der besten Verteidigungen der Liga, in deren Stadion und gegen ein Team, das bis in die Haarspitzen motiviert war, denn die Playoffs waren zum Greifen nah.
Dalton paßte über die Mitte. Wide Receiver Tyler Boyd fing den Ball und rannte durch die wie geschockt wirkenden Verteidiger in die Endzone. Der Extrapunkt saß und es stand 44 Sekunden vor Spielende 31:27 für Cincinnati.
Baltimore kam noch bis an die eigene 23, wo es vierter und 14 hieß.
Hatten die Bengals nicht gerade so einen Versuch erfolgreich abgeschlossen?
In Buffalo und Baltimore hielt man die Luft an. Flacco paßt zu Watson, der 13 Yards erzielt.
Die Umkleide der Bills in Miami explodiert förmlich.
Einige Fans in Buffalo machen sich in Eiseskälte auf zum Flughafen, um ihr Team zu begrüßen. Etwa 40 Autos wurden auf dem Besucherparkplatz gezählt.
Baltimore hat es vergeigt, Buffalo hat es geschafft.

In der NFC schafften die Saints es, sich gegen die Buccaneers zu blamieren. Sie verloren mit 24:31.
Die NFC South konnten sie trotzdem gewinnen, denn die Panthers verloren mit 10:22 in Atlanta. Die Falcons hatten die Playoffs aus eigener Kraft gesichert.
Damit wurde auch das Schicksal der Seahawks besiegelt. Atlanta hätte verlieren müssen, damit Seattle mit einem Sieg über Arizona noch in die Playoffs hätte kommen können.
Aber die Seahawks verloren Zuhause gegen die Cardinals 24:26 und beendeten eine verkorkste Saison voller Verletzungspech.

Die Vikings besiegten die Bears mit 23:10.
In Runde 1 haben sie spielfrei und mit etwas Glück sogar zwei Heimspiele bis zum Super Bowl im eigenen Stadion.
Mit dem, was die Eagles bei der 0:6 Niederlage gegen die Cowboys zeigten, können sie in zwei Wochen keinen Blumentopf gewinnen, gegen wen auch immer.
Sie gehen zwar als Nr. 1 der NFC in die Playoffs und haben Heimrecht in allen Spielen, doch wenn sie in der Divisional Runde verlieren, und Minnesota gewinnt, dann haben die Vikings im NFC Endspiel Heimrecht.

Nach den Wild Cards geht es wie folgt weiter:
Divisional Round
Samstag, Jan. 13
New Orleans/Carolina/Atlanta at Philadelphia Eagles, 22:35 Uhr. (NBC)
Kansas City/Tennessee/Buffalo at New England, 2:15 Uhr. (CBS)
Sonntag, Jan. 14
Jacksonville/Kansas City/Tennessee at Pittsburgh Steelers, 19:05 Uhr. (CBS)
Los Angeles Rams/New Orleans/Carolina at Minnesota Vikings, 22:40 Uhr. (FOX)

Championship Sunday
Sonntag, Jan. 21
AFC Championship Game, 21 Uhr. (CBS)
NFC Championship Game, 00:30 Uhr. (FOX)

Kurzberichte
Nicht lange gewartet haben die Colts. Nur Minuten nach ihrem letzten Spiel, einem 22:13 Sieg gegen die Texans, feuerten sie Head Coach Chuck Pagano. Er war sechs Jahre Head Coach in Indianapolis.
Etwas länger dauerte es in Oakland, etwa ein Stunde. Da wurde Head Coach Jack Del Rio gefeuert. Er war drei Jahre in Oakland und kam auf 25-23 Siege.
Ob wirklich Jon Gruden das Team übernimmt, wird man sehen.
Haben will man in wohl bei den Raiders. Sie boten ihm eine Teilhaberschaft am Team an, und ein Gehalt von über $10 Millionen im Jahr.
Das erste Wild Card Spiel wird am Samstag von ESPN übertragen. Ob Gruden dann noch als Analyst tätig ist?

Texans General Manager Rick Smith gönnte sich eine ausgedehnte Auszeit. Das gab er nach dem letzten Spiel gegen die Colts bekannt.
Er möchte seiner Frau beistehen, die an Brustkrebs operiert wurde.
Smith ist seit 2006 General Manager in Houston.

Die Dolphins wollen Head Coach Adam Gase und andere Verantwortliche des Teams behalten.
Das sagte Teambesitzer Stephen Ross nach der Niederlage gegen Buffalo.

 

 

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