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 Nachrichten aus der NFL - Das Archiv

Samstag, 29. Februar 2020

Kurzberichte
romo-tonyTony Romo (Bild) unterschrieb einen Megavertrag.
Der als Quarterback der Cowboys erfolglose Romo bekam einen langfristigen Vertrag von CBS, der ihm pro Jahr $17 Millionen einbringt. Damit ist er der bestbezahlte TV-Analyst aller Zeiten, und CBS schlug ESPN aus dem Rennen, die Romo abwerben wollten.
In seinen 14 Jahren als Quarterback in Dallas bekam er nur dreimal ein Jahresgehalt von $17 Millionen.

Buccaneers Quarterback Jameis Winston ist an einem gerissenen Meniskus operiert worden.
Das ist Winstons dritte Operation in dieser Offseason, nach einem gebrochenen Daumen und einer Laserkorrektur seiner Augen.
All das behinderte ihn auch schon streckenweise in der Saison und könnte seine 30 Interceptions erklären.
Der Quarterback ist ein Free Agent und kann Tampa Bay verlassen, wenn er ein gutes Angebot bekommt.

Die Gehaltsobergrenze für 2020 wird etwa $200 Millionen betragen.
2019 lag sie bei $188,2 Millionen.

Für das Spiel in Mexico City steht das Heimteam fest: die Arizona Cardinals.
Wann genau das Spiel ist, und wer der Gegner ist, das wird noch entschieden. Arizona hat 2020 Heimspiele gegen die  Buffalo Bills, Detroit Lions, Los Angeles Rams, Miami Dolphins, Philadelphia Eagles, San Francisco 49ers, Seattle Seahawks und Washington Redskins.
2005 schlugen die Cardinals die San Francisco 49ers 31:14 im Estadio Azteca. Damals vor der Rekordkulisse von 103.467 Zuschauern.

Ein Unglück ohne größere Schäden gab es beim Bau des SoFi Stadions in Los Angeles.
Ein beweglicher Kran, der abtransportiert wurde, kollidierte mit einem großen Kran außerhalb des neuen Heims der Rams und Chargers. Dabei stürzte der große Kran um und wurde völlig demoliert. Doch Gott sei Dank gab es keine Personenschäden, und das Stadion wurde auch knapp verfehlt und erlitt keine Schäden.
Bisher ist der Bau im Zeitplan und im Juli, mit einem Konzert von Taylor Swift, soll das Heimstadion der beiden Teams eröffnet werden.
Im Februar 2022 wird dort der Super Bowl ausgetragen und 2023 das College Endspiel. 2028 wird das Stadion Austragungsort für Wettbewerbe der Sommer Olympiade sein.
Und ein neugegründeter Wettbewerb, extra für diesen Footballtempel, wird der Los Angeles Bowl zwischen Teams der Pac-12 und Mountain West Conferences sein.

Quo vadis XFL?
Oliver Luck kennt sich aus mit kleinen Ligen. Lange Jahre war der ehemalige NFL Quarterback und Vater von Andrew Luck Chef der Frankfurt Galaxy und später Chef der NFL Europa.
Jetzt leitet er die XFL, die es tatsächlich an diesem Wochenende in ihre vierte Woche schafft.
Aber die TV-Einschaltquoten befinden sich im freien Fall. Doch das macht Luck keine Sorgen, wie er in einem Interview sagte. Sowohl die Zuschauerzahlen in den Stadien als auch die Einschaltquoten lägen höher, als die der Alliance of American Football letztes Jahr. Das wertet Luck als Positiv.
Und daß einige Märkte mehr Zuschauer generieren als andere, bewertet er als völlig normal.
St. Louis und Seattle zogen zu ihren ersten Heimspielen jeweils über 29.000 Fans in die Stadien, während die Fans in Los Angeles mit 13.595 eher spärlich erschienen.
Das letztere konnte man erwarten, bekamen doch auch die Chargers aus der NFL das selbe Stadion nicht viel besser gefüllt.
Und ob die Fans in Seattle und St. Louis weiter in dieser Masse auftauchen, muß man abwarten. Heute spielt Seattle in St. Louis.
Doch die Zuschauer in den Stadien sorgen nicht für das große Geld, das zahlen die TV Gesellschaften. Und hier gab es einen Rückgang von 3,1 Millionen Zuschauern im Schnitt in Woche eins, auf 2,1 Millionen in Woche zwei auf nur noch 1,6 Millionen in Woche drei.
Das liegt natürlich auch daran, daß es mehr einseitige Spiele gab, in denen die Punktedifferenz sehr groß war, als daß es knappe, spannende Spiele gab.
Jetzt also Woche vier mit einem ungeschlagenen Team, den 3-0 Houston Roughnecks und einem sieglosen Team, den 0-3 Tampa Bay Vipers.

Freitag, 28. Februar 2020

Kurzberichte
brady-tom-6Don Yee, der Agent von Tom Brady (Bild), ist beim Scouting Combine in Indianapolis. Er könnte die Gelegenheit nutzen, um mit den Vertretern der Teams über seinen Klienten zu reden.
Da stehen die Zeichen stark auf einen Abschied Bradys aus New England.
Die Los Angeles Chargers, Las Vegas Raiders und Indianapolis Colts sind tatsächlich an dem Methusalem interessiert. Offizielle Verhandlungen dürfen allerdings nicht geführt werden. Die Teams dürfen nur über ihre eigenen Spieler in diesen Gesprächen reden.
Don Yee und sein Mitarbeiter Carter Chow repräsentieren auch Spieler der oben genannten Teams und einige Anwärter, die vom College in die NFL wechseln wollen. Vielleicht wird das Thema Brady dann bei einer Unterhaltung mal ganz kurz angesprochen?
Von den Patriots hat man aber bereits gehört, daß sie nichts dagegen unternehmen werden, wenn andere Teams schon jetzt mit Brady verhandeln wollen.
Eine gute Sache für den 40 Jahre alten Quarterback, denn auf diese Weise erfährt er schon mal seinen Marktwert, und kann das einzige Team, für das er bisher gespielt hat fragen, ob er ihnen auch so viel wert wäre?
Auf der anderen Seite könnte Brady natürlich auch enttäuscht werden, wenn er seinen Marktwert erfährt.
Ein Insider sagte, daß die Patriots die Saison 2020 voll mit Brady planen und bisher noch keinen Alternativplan haben.
Hall of Fame Quarterback Kurt Warner hat einen Rat für Brady: „Geh nicht zu einem AFC West Team, geh zu den Titans. Es ist viel zu hart, jedes Jahr zweimal gegen Patrick Mahomes zu spielen, um die Division zu gewinnen.“
Bleibt die Frage, ob die Titans einen neuen Quarterback haben wollen?
Auf der anderen Seite ist es ja egal, wohin Brady geht, solange er laut Warner nicht zweimal im Jahr gegen die Chiefs spielen muß.

Drew Brees hat bereits angekündigt, daß er 2020 weiter für die Saints spielen will, wenn überhaupt. Ein Vertrag ist jedoch noch in der Mache.
Noch gilt der Quarterback als Free Agent und kann zu einem anderen Team wechseln. Doch Saints General Manager Mickey Loomis glaubt nicht, daß das passiert. Warum sonst hätte Brees auch seine Erklärung zur kommenden Saison abgeben sollen?
Während also noch kein Vertrag mit Brees sicher ist, steht auch der Verbleib von Taysom Hill in New Orleans noch nicht fest.
Das „Schweizer Messer“ könnte ein Franchise Etikett angehängt bekommen, das zwar nicht ausschließt, daß er mit anderen Teams verhandelt, die Saints aber dann mit dem Angebot des anderen Teams gleichziehen, und so Hill behalten können. Der Quarterback/ Wide Receiver/ Running Back/ Special Teamer könnte es so auf $4,7 Millionen bringen.
Loomis gab zu, daß er bei Hill noch nicht genau weiß, wie er vorgehen soll. Allerdings möchte die Allzweckwaffe gerne bei den Saints bleiben, wenn auch Brees bleibt.

Redskins Tackle Trent Williams hat so seine Probleme mit der Teamführung.
Besonders verärgert ist er darüber, daß die Teamärzte einen Gehirntumor bei ihm nicht erkannt hatten.
Williams ist mittlerweile operiert und geheilt, aber sein Verhältnis zum Club ist gestört. Letztes Jahr spielte er nicht einen Spielzug. Und auch 2020 könnte er komplett aussitzen. Williams will entweder zu einem anderen Team wechseln, oder einen sehr guten neuen Vertrag haben.
Sein aktueller Vertrag läuft noch bis nach der Saison 2020, doch unter dessen Bedingungen wird der Tackle nicht antreten.
Bei den Redskins sind General Manager Bruce Allen und Head Coach Jay Gruden nicht mehr im Amt. Vielleicht kommt Williams mit den neuen Verantwortlichen besser klar?
Auch wenn er schon 31 Jahre alt ist, könnte er noch ein neues Team finden, wenn es in Washington nicht klappt.

In Las Vegas ist man es leid, die ewigen Gerüchte um Quarterback Derek Carr zu hören.
Sowohl General Manager Mike Mayock als auch Head Coach Jon Gruden sind zufrieden mit dem, was Carr 2019 geleistet hat.
Und die Statistiken geben den beiden Recht. Carr hatte zum ersten Mal in seiner Karriere eine Passerwertung über 100 und auch seine 4.054 Passyards sind ein persönlicher Rekord. Daß die Raiders trotzdem nur sieben Siege holten, kann nicht an Carr festgemacht werden.
Bisher hat man aber auch noch nicht den Eindruck, daß die Raiders nach einem neuen Quarterback suchen.

Die Chiefs gaben bekannt, daß sie ihrem Defensive Lineman Chris Jones das Franchise Tag anheften werden.
Trotzdem werden sie aber weiter mit ihm verhandeln, um einen Langzeitvertrag auszuhandeln.

Unterschriftsreif? Vielleicht nicht!
Der neue Tarifvertrag ist noch lange nicht unterschrieben. Unter den Spielern herrscht große Uneinigkeit darüber, ob man ihn so akzeptieren sollte.
Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft DeMaurice Smith, wurde heftig dafür kritisiert, das 17. Saisonspiel akzeptiert zu haben.
49ers Cornerback Richard Sherman hat seine Abneigung gegen den Kontrakt bereits lautstark geäußert.
Auch Seahawks Quarterback Russell Wilson rät seinen Kollegen, nicht zu überstürzt zu unterschreiben.
Zur Zeit sieht es so aus, als würden die Veteranen und Vielverdiener unter den Spielern die Vorschläge ablehnen, während die jüngeren und nicht so reichen Spieler eben diesen Vorschlägen nicht abgeneigt sind.
Wenn dieser Riß zwischen Reich und Arm den Ausschlag geben sollte, dann könnten die Reichen Spieler verlieren, denn von ihnen gibt es nicht so viele, daß sie eine einfache Mehrheit gegen den Vertrag zusammenbekommen könnten.
Allerdings locken sie ihre ärmeren Kollegen. Anders als beim letzten Streit um einen neuen Tarifvertrag, könnte man jetzt sehr viel mehr Geld an die Spieler zahlen, wenn es zu einem Streik oder einer Aussperrung kommen sollte.
Jedes Team hat seine Spitzenverdiener. Doch auf z.B. einen Russell Wilson, mit seinen $35 Millionen pro Saison, kommen etwa 30 Spieler, die für das Grundgehalt oder etwas mehr spielen, und froh sein können, wenn sie pro Saison ein Milliönchen verdienen.
30:1 bei knapp 2.000 stimmberechtigten Gewerkschaftsmitgliedern könnte den Ausschlag geben.
Anders sah es am Verhandlungstisch aus. Jedes Team hatte einen Spielervertreter zu den Verhandlungsrunden geschickt, und die stimmten am Ende mit 17:14 knapp dafür, die ausgehandelten Vorschläge zu akzeptieren.
Es bleibt weiter sehr spannend.

Donnerstag, 27. Februar 2020

Kurzberichte
mayfield-baker2Was ist eigentlich in Cleveland gebacken?
Da will man daß Quarterback Baker Mayfield (Bild) abnimmt, um sich auf dem Platz besser bewegen zu können. Mayfield soll schmaler und beweglicher werden, nach einer furchtbar enttäuschenden Saison, vor der die Browns sich schon als Playoffteam sahen.
Nach Mayfield Rookie-Saison hatte man den Kopf voller Träume. In 13 Starts kam er auf 3.725 Passyards und 27 Touchdowns bei 14 Interceptions. Er wurde 27 mal gesackt.
In 16 Starts 2019 kam er auf 3.827 Passyards und nur 22 Touchdowns bei 21 Interceptions. Die Line vor ihm war löchriger als 2018 und Mayfield wurde satte 40 mal gesackt.
All das führte zu einer enttäuschenden Saison und wohl zur Suspendierung eines ESPN Radioanalysten. Tony Grossi hatte das Pech, daß sein Mikrofon noch offen war, als er sich in der Werbepause einer Sendung abfällig über Mayfield äußerte. In der Sendung ging es um die Quarterbacks, die die Browns sich hatten entgehen lassen. Zu denen gehörten Carson Wentz von den Eagles, Deshaun Watson von den Texans und sogar Patrick Mahomes von den Chiefs.
„All die haben wir uns entgehen lassen,“ hörte man Grossi sagen. „Und wen haben wir bekommen, diesen (Zensiert), (Zensiert), (Zensiert).“
Nachdem Aufnahmen dieser anscheinend starken Beleidigungen im Internet die Runde machten, suspendierte ESPN Grossi sofort.
Natürlich entschuldigte der Analyst sich nachher für seine Worte, doch ob Baker Mayfield ihm diese Entschuldigung abnimmt?

Der neue Head Coach der Cowboys, Mike McCarthy, hat immer gerne die Spielzüge der Offense angesagt. Doch in Dallas sagte er gleich zu Beginn, daß er an Offensive Coordinator Kellen Moore und dessen Playcalling festhalten möchte. Warum sollte er einen Playcaller ablösen, dessen Offense mit 431,5 Yards pro Spiel und 6,46 Yards pro Spielzug die NFL anführte, meinte McCarthy.
Aber wer wird die Offense auf dem Feld führen, und wer wird die Pässe fangen?
Das ist immer noch nicht geklärt. Seit September haben die Cowboys nicht mehr mit Quarterback Dak Prescott verhandelt, der ein Free Agent wird, ebenso wie die Receiver Randall Cobb und Amari Cooper.
McCarthy wäre froh, wenn er auf die drei zählen könnte. Er glaubt, daß Prescott das Zeug dazu hat, auf dem Championship Level spielen zu können.
Hilfreich wären da natürlich zwei hervorragende Receiver wie Cooper und Cobb. Letzteren kennt McCarthy noch aus Green Bay.
McCarthy würde auch gerne Tight End Jason Witten behalten, ein weiterer guter Receiver, der das Team vielleicht verläßt. Deshalb hat er persönlich mit ihm gesprochen, wie auch mit Linebacker Sean Lee, der auch kurz davor steht, Dallas zu verlassen.
Ab heute können die Teams damit anfangen, ihre Franchise Etiketten zu vergeben. Dazu haben sie bis zum 12. März Gelegenheit. Prescott gehört zu den Spielern, die ein solches Franchise Tag angeheftet bekommen könnten. Am 18. März beginnt die Free Agent Periode.
Cowboys Vize Präsident Steven Jones hofft, daß er bis zum 12. März einen neuen Vertrag mit Prescott ausgehandelt bekommt. Bis dahin will er warten, mit der Vergabe des Franchise Tags.

Die Indianapolis Colts haben ihr Interesse an Philip Rivers bekundet. Der Quarterback ist noch ein Charger, aber einer, der am 18. März Free Agent wird.
2018 spielte er eine gute Saison, 2019 eine grauenvolle. Sein Markenzeichen war schon immer der Fehlpass im entscheidenden Moment.
Rivers ist mittlerweile 38 Jahre alt. Ob die Colts mit ihm besser fahren würden, als mit Jacoby Brissett?

Die Giants trennten sich von Linebacker Alec Ogletree.
Dadurch sparen sie $10 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
Ogletree wurde 2013 von den Rams in der ersten Runde einberufen und wechselte 2018 zu den Giants.

Wide Receiver Randy Moss ist ein Hall of Fame Mitglied und wurde in das Jahrhundertteam der NFL gewählt.
Sein Sohn Thaddeus ist Tight End und wartet darauf, dieses Jahr von einem NFL Team einberufen zu werden. Doch der Sohn der Receiver-Legende hat einen anderen Stil, als sein Vater. Thaddeus liebt es, zu blocken. Auf die Frage, ob er lieber selber einen Pass fangen würde, oder den Weg freimachen würde für einen Mitspieler, antwortete er: „Blocken. Definitiv blocken. Ich liebe es. Ich bin stolz darauf. Ich liebe die körperlichen Aspekte des Footballs.“
Tight Ends die blocken können, und wollen, kann man immer brauchen.

Mittwoch, 26. Februar 2020

Kurzberichte
carroll-pete-erklärungsnotSeahawks Head Coach Pete Carroll (Bild) ist begeistert davon, daß sein Quarterback Russell Wilson bald Pässe zu einem der besten Tight Ends der Liga, Greg Olsen, wirft.
Der 34-jährige verbrachte den Hauptteil seiner Karriere bei den Panthers. Doch Olsen und der Club trennten sich vor Kurzem einvernehmlich.  Der Tight End sprach mit einigen Teams, und blieb schließlich bei den Seahawks hängen.
Und jetzt kann Carroll es gar nicht abwarten, daß Wilson und Olsen ein Traumduo bilden.

Matt Rhule, der neue Head Coach der Panthers, sagte klipp und klar, daß er Cam Newton behalten möchte.
Es schwirren ja schon lange die Gerüchte umher, daß gerade Teambesitzer David Tepper nicht mehr so viel von dem oft verletzten Quarterback hält.
Doch Rhule will ihn unbedingt im Team haben.
Momentan gibt es noch keinen absehbaren Termin, wann Newton nach seiner Lisfrancverletzung wieder voll trainieren darf.
Der 30-jährige hält sich derweil in Charlotte und seiner Heimatstadt Atlanta fit.
Newton geht in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags und wird die Panthers 2020 $21 Millionen kosten.

Die Jets arbeiten hart daran, Running Back LeVeon Bell und Safety Jamal Adams länger behalten zu können.
Das verwundert ein wenig, denn im Oktober kamen Gerüchte auf, daß die Jets Bell gerne abgegeben hätten. Er lieferte eine erbärmliche Saison ab. Doch was sollte er machen, bei den Luschen um ihn herum und vor allen Dingen vor ihm?
Wenn da bessere Spieler verpflichtet werden könnten, könnte auch Bell wieder mehr Yards erzielen als die 789 2019.

Texans Head Coach Bill O`Brien wird nicht weiter für die Ansage der offensiven Spielzüge zuständig sein.
Er gab das Playcalling an seinen Offensive Coordinator Tim Kelly ab.
O`Brien sagte seit 2016 die Spielzüge der Offense an.

Die Giants haben Draftpick Nr. 4 und sind offen für Angebote. Das sagte General Manager Dave Gettleman vor dem Beginn des NFL Scouting Combines, wo die Collegeabgänger ihr Können zeigen.
Letzte Woche erklärten sich ja bereits die Lions auf Platz drei Gesprächsbereit.

Jetzt sprach Joe Burrow selber, und der mögliche Nr. 1 Draftpick sagte, daß er für jedes Team spielen wird, das ihn einberuft.
„Das ist die Draft. Man weiß halt nicht, was passiert. Ihr von der Presse berichtet doch schon so lange darüber. Man weiß nie, was passiert. Vielleicht berufen die mich gar nicht ein?“
Das klingt immer noch nicht so, als würde er sich auf die Bengals freuen.

Nach einer vier Stunden dauernden weiteren Verhandlung zwischen der NFL und NFLPA hat die Gewerkschaft sich entschlossen, das Ausgehandelte zur Unterschrift an alle Gewerkschaftsmitglieder zu schicken.
Sollten die Spieler mehrheitlich zustimmen, wäre ein Vertragsabschluß nah und die Saison 2021 nicht gefährdet. Die einfache Mehrheit genügt, weil die Gewerkschaft den zu unterzeichnenden Vertrag ohne Empfehlung abgeschickt hat. Deshalb ist keine Zweidrittel Mehrheit nötig.
Auch wenn die Repräsentanten der Liga und NFLPA nach dem Treffen keine Kommentare abgaben, gehen Insider davon aus, daß der Vertrag angenommen wird.
Knackpunkt ist das 17. Spiel, das ein Herzenswunsch von Commissioner Goodell ist. Auch wenn dadurch die zu erwartenden Einnahmen für die Spieler beträchtlich steigen, könnten viele dagegen sein.

Dienstag, 25. Februar 2020

Kurzberichte
burfict-vontazeNach einer Suspendierung für 12 Spiele darf Vontaze Burfict (Bild) demnächst wieder absichtlich seine Gegenspieler verletzen.
Burfict war 12 Spiele gesperrt, nachdem der Linebacker der Raiders Colts Tight End Jack Doyle mit dem Helm voran angriff.
Das zog deshalb eine so lange Suspendierung nach sich, weil Burfict zu den schmutzigsten Spielern der Liga gehört und wieder und wieder Gegenspieler absichtlich verletzt hat.
Der Linebacker ist ein Free Agent. Er hält sich an seiner alten Universität fit, wo sein alter Head Coach bei den Bengals, Marvin Lewis, Co- Defensive Coordinator ist.
Außerdem wälzt Burfict laut Aussage seines Agenten die Regelbücher und spricht mit Vertretern der Liga darüber, wie man sich auf dem Platz regelkonform benimmt.
Ob das alles hilft, daß der 29-jährige noch mal ein Team findet?

Die Jaguars werden nicht die Option auf Defensive Tackle Marcell Dareus ziehen.
Hätten sie die Option gezogen, hätten sie dem 29-jährigen 2020 $19,5 Millionen zahlen müssen.

Die Buccaneers hören auf ihre Fans und verändern etwas. Allerdings tun sie nichts dafür, sich zu verbessern. Statt dessen kündigten sie an, daß sie bald mal wieder neue Uniformen vorstellen werden, die sie nach Wünschen der Fans gestaltet haben.
Im April sollen die neuen Kreationen präsentiert werden.

Die XFL hat einen neuen Zuschauerrekord.
Nachdem die Rams die Stadt St. Louis verlassen hatten, gab es das letzte Spiel einer professionellen Footballmanschaft 1.521 Tage bevor die BattleHawks die Durststrecke beendeten.
Und es kamen  29.554 Fans, um sich das anzusehen.
Und die Fans riefen nach dem Abdudeln der Nationalhymne: „ Kroenke sucks.“
Stan Kroenke ist der Besitzer der Rams, der für sein Team einen neuen Footballtempel außerhalb von Los Angeles gebaut hat.
Das täuscht allerdings nicht darüber hinweg, daß die Zuschauerzahlen bei den anderen Spielen wieder nach unten gingen. In Seattle zählte man 7.000 Zuschauer weniger, als beim ersten Heimspiel und zum ersten Heimspiel des Teams in Tampa Bay kamen nur 18.117.
Und zu den Wildcats, die im ersten Heimspiel eh nur 14.979 Zuschauer hatten, kamen jetzt nur noch 12.211.
Insgesamt kam die XFL in ihren ersten 12 Spielen auf einen Zuschauerschnitt von 19.004 Besuchern.

Montag, 24. Februar 2020

Kurzberichte
brees-drew-x20 Jahre in der NFL sind eine Ewigkeit. Früher sogar für Quarterbacks. Doch in der heutigen Zeit kann man diese Position bis ins hohe Alter spielen, so wie Drew Brees (Bild).
Der Quarterback der Saints wird 2020 der 20. Spieler werden, der seine 20. NFL Saison spielt.
Der 41 Jahre alte Brees führt die Liga mit 77.416 Passyards und mit 547 Touchdowns an. Diese Rekorde wird er also weiter ausbauen in fast uneinholbare Sphären.
20 Jahre in der NFL sind keine Garantie auf einen Platz in der Hall of Fame. Von den anderen 19 20ern sind nur sechs in der Ruhmeshalle gelandet.
Wenn Brees seine Karriere beenden wird, wird er das siebte Mitglied dieser Gruppe, der es in die Hall of Fame schafft, oder das achte, denn dicht auf den Fersen von Drew Brees ist Tom Brady. Der Quarterback der Patriots gehört auch in den Club derer, die 20 NFL Saisons auf dem Buckel haben. Er hat 74.571 Passyards, ist also dort recht weit von Brees entfernt.
Mit 541 Touchdownpässen ist er Brees allerdings sehr dicht auf den Fersen.
Die anderen Quarterbacks mit 20 Saisons sind Brett Favre, Earl Morrall, Vinny Testaverde und der mit 26 Jahren bestimmt uneinholbare George Blanda.

Colts Besitzer Jim Irsay sagte, daß man ganz offen wäre, was die Quarterback Position angeht.
Es werden nicht nur gute Collegeabgä#nger zu haben sein, sondern auch einige brauchbare Free Agents auf den Markt kommen, Und all diese Spieler würden man sich sehr genau ansehen, meinte Irsay.
Ein Vertrauensbeweis für Jacoby Brissett, der letztes Jahr für den plötzlich und unerwartet in den Ruhestand getretenen Andrew Luck zum Starter wurde, ist das nicht.
Doch man würde an Brissett festhalten, wenn denn kein besserer Quarterback in Indianapolis unterschreiben wolle. Immerhin wäre Brissett entwicklungsfähig und auf einem guten Weg, betonte Irsay.
Irsay und Head Coach Frank Reich hatten letztens Dinner mit Luck und wollten ihn dazu überreden, ein Comeback zu wagen. Doch der zeigte wenig Interesse. Er hätte sich ein seine Rolle als Hausmann sehr gut eingelebt, sagte der Teambesitzer.

Ben Roethlisberger darf wieder Bälle werfen.
Die Ärzte gaben ihr OK, nach der Operation am rechten Ellenbogen. Allerdings darf Big Ben zunächst nur Tennisbälle werfen.
Im Lauf der nächsten Monate werden die Ärzte dann entscheiden, wann Roethlisberger wieder Footbälle werfen darf. Das kann noch etwas dauern.

Die Packers halten an Mason Crosby fest.
Sie gaben dem Kicker einen neuen Dreijahresvertrag über $12,9 Millionen.

Dolphins Assistenz Head Coach Karl Dorrell nimmt einen Job als Head Coach an.
Er wechselt an die University of Colorado.
Dorrell war bereits von 2003 bis 07 Head Coach bei UCLA.

Die Lions gaben Danny Amendola einen neuen Einjahresvertrag.
Der 34 Jahre alte Wide Receiver fing letztes Jahr 62 Pässe für 678 Yards.

Die Lions haben den dritten Draftpick. General Manager Bob Quinn sagte, daß er sich jedes Tauschangebot anhören wird, das reinkommt.
Bis jetzt, so Quinn, wäre noch kein Angebot gekommen.

Die Bears trennten sich von Wide Receiver Taylor Gabriel und Cornerback Prince Amukamara.
Dadurch spart Chicago $19,5 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.

Es war nicht zu erwarten, daß die Spieler dem neuen Tarifvertrag genau so schnell zustimmen würden, wie die Teambesitzer.
Und sie taten es auch nicht.
Im Prinzip wäre der Vertrag unterschriftsreif, aber laut der Spielergewerkschaft gäbe es noch einige Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.
Am Dienstag will sich die NFLPA noch mal mit Vertretern der NFL treffen, um diese Stolpersteine zu besprechen. Es besteht die Hoffnung, daß dann auch die Spieler den Vertrag unterschreiben werden.

Ehemalige und auch aktuelle Spieler der Bengals haben die Nase voll davon, daß ihr Team schlecht gemacht wird. Sie wollen, daß Außenstehende aufhören dem möglichen Nr. 1 Draftpick Joe Burrow das Team madig zu machen.
Von den aktuellen Spielern sind besonders Wide Receiver Tyler Boyd und Running Back Joe Mixon auf Twitter aktiv und gehen gegen das „Bengals Bashing“ vor.
Von den ehemaligen regt sich besonders Wide Receiver Chad Johnson über die negativen Ratschläge auf. Er plant, sich am Tag vor der Draft mit Burrow zu treffen, und ihm zu sagen, was für eine großartige Stadt Cincinnati ist und daß jeder dort ihn lieben wird.

Freitag, 21. Februar 2020

Streik oder kein Streik, das ist die Frage
goodelldollarDie Teambesitzer gaben dem potentiellen neuen Tarifvertrag ihre Zustimmung.
Das entschieden sie bei ihrem gestrigen Treffen und gaben bekannt: „Nach mehr als 10 Monaten intensiver Verhandlungen haben die Teambesitzer und Spieler eine Basis gefunden, auf der man sich geeinigt hat. Es sind gute Konditionen für die Spieler ausgehandelt worden, für aktive und ehemalige. Es ist eine Grundlage geschaffen worden, die die NFL in ihrem zweiten Jahrhundert noch attraktiver für die Fans macht.“
Nun, über letzteres ließe sich streiten.
Dann hieß es weiter: „Im Prinzip stimmen wir dem neu ausgehandelten Tarifvertrag zu. Jetzt muß die Spielergewerkschaft NFLPA noch für die Spieler zustimmen.“
Sollten beide Seiten dem Vertrag zustimmen, würde das weitere 10 Jahre Ruhe und Frieden auf diesem Gebiet bedeuten.
Im Idealfall könnte der Vertrag vor dem 18. März unterschrieben werden, also bevor das neue Geschäftsjahr der NFL beginnt.
Das wäre auch wichtig für die Verhandlungen mit den TV Anstalten, die bestimmt noch mehr Geld zahlen, wenn sie wüßten, daß es 2021 weder einen Spielerstreik, noch Aussperrungen durch die Liga gäbe. Die NFL rechnet mit einer signifikanten Erhöhung der TV Einnahmen, besonders, wenn es einen Spieltag mehr gäbe.
Doch man weiß ja, daß die Spieler stark gegen ein 17. Saisonspiel sind und eine Erweiterung der Playoffs läßt sie auch nicht jubeln. Dafür ein Vorbereitungsspiel zu streichen, ist nichts, was die Meinung der Spieler ändert. Das Spiel in Woche vier, in dem nur Ersatzleute und Anwärter spielen, ist eh für die Tonne. Und 49ers Cornerback Richard Sherman sieht das 17. Spiel sowieso nur als Türöffner für ein 18. Spiel.
Die Erweiterung des Playofffeldes auf 14 Teams soll ja bereits zur kommenden Saison eingeführt werden. Das aktuelle Format mit 12 Teams besteht seit 1990.
Die Option, ein 17. Saisonspiel einzuführen, könnte frühestens 2022 von der NFL gezogen werden. Und an dieser Option, die die Teambesitzer akzeptierten, könnte eine Unterschrift der NFLPA scheitern.
Die Spieler werden mit einer Aufstockung ihres Anteils an den Gesamteinnahmen der Liga gelockt. Der soll von 47 auf 48,5% steigen, wenn 17 Partien pro Saison gespielt werden.
Bleiben die Spieler hart und wollen bei 16 Spielen bleiben, würde der Anteil nur auf 48% steigen. Mit anderen Worten, bei 16 Spielen pro Saison würden $2,5 bis 3 Milliarden pro Jahr an Gehältern zur Verfügung stehen, bei 17 Spielen wären es bereits $5 Milliarden.

Kurzberichte
Er galt lange als die Nr. 1 der kommenden Draft.
Über die Dolphins hieß es sogar, sie würden absichtlich die Saison herschenken, um ihn zu bekommen. Tanking for Tua lautete die Parole.
Und die Dolphins starteten dermaßen schlecht in die Saison, daß man es fast glauben konnte. Doch dann berappelte Miami sich und fand ein paar Siege und Alabama Quarterback Tua Tagovailoa verletzte sich schwer. Gebrochene Nase, gebrochene Hüfte und eine Gehirnerschütterung beendeten seine letzte Saison auf dem College.
Doch kurz vor dem Scouting Combine meldet sich Tagovailoa als wieder voll einsatzbereit zurück.
Ob und wie weit er in der Draft dadurch fallen wird, bleibt abzuwarten. Sein Wunschteam, das Team dem er seit seiner Kindheit die Daumen drückt, wird ihn jedenfalls nicht einberufen, egal wie weit nach unten er durchgereicht werden sollte. Der Quarterback ist Cowboys Fan, und die haben (noch) Dak Prescott. Der Hawaiianer würde trotzdem gerne zu den Cowboys gehen und den Ersatzmann hinter Prescott geben.

Die Redskins trennten sich von Jordan Reed.
Seit 2013 spielte der Tight End für das Team aus der Hauptstadt. Viele Gehirnerschütterungen hinderten ihn aber daran, mal eine Saison ohne Verletzungspause zu absolvieren.
14 Spiele 2015 sind seine Bestmarke. 2019 konnte er gar nicht spielen, weil er sich bereits in einem Vorbereitungsspiel eine schwere Gehirnerschütterung zuzog.
Reed war ein sehr guter Tight End, wenn er denn mal spielte. Ob der 29-jährige jetzt noch ein neues Team finden wird?

Donnerstag, 20. Februar 2020

Kurzberichte
witten-jason2Jason Witten (Bild) will 2020 spielen, und dafür würde er die Cowboys verlassen.
Der Tight End  hatte seine Footballschuhe bereits an den Nagel gehängt und wurde Analyst bei ESPNs Monday Night Football. Doch es juckte ihn zu sehr, nur zuzusehen, was da unten auf dem Platz passierte, und nicht selber daran teilnehmen zu können.
Also hing er die Footballschuhe wieder ab und zog sie an für seine 15. Saison.
Die Cowboys nahmen ihn nur zu gerne wieder auf.
Bei all den Veränderungen mit dem neuen Head Coach Mike McCarthy in der Mannschaft weiß Witten, daß für ihn kein Platz mehr im Kader sein könnte. Deshalb wird er sich Angebote anhören, so sie denn eintrudeln.

Mozart statt Metallica... Da liegen Universen zwischen.
Browns Offensive Coordinator Alex Van Pelt möchte die Fußarbeit von Quarterback Baker Mayfield ändern. Er macht die fehlende Koordination der Füße für die fehlende Präzision seiner Pässe verantwortlich.
Für Van Pelt sieht das bisher aus, wie Metallica, und er möchte Mozart daraus machen. Der Offensive Coordinator möchte für mehr Rhythmus sorgen. So würde Mayfield in der Shotgun seinen rechten Fuß nach vorne stellen. Van Pelt möchte, daß er den linken Fuß nach vorne stellt, Das würde dem Quarterback helfen, die drei Schritte nach hinten vor dem Wurf besser hinzubekommen. Momentan sähe es aus, als würde Mayfield sich in seinen eigenen Füßen verheddern. Die neue Aufstellung soll für mehr Rhythmus sorgen.
Mayfield geht in seine dritte Saison und so langsam müsse er Fortschritte machen, hört man aus dem Umfeld der Browns.
Und eine bessere Fußarbeit soll diese Fortschritte bringen.

Die Redskins halten an Adrian Peterson fest.
Sie zogen ihre Option auf den 35 Jahre alten Running Back für die Saison 2020.
Der neue Head Coach Ron Rivera dazu: „Adrian Peterson ist das Paradebeispiel dafür, was es bedeutet ein Profi in dieser Liga zu sein. Adrians Führungsqualitäten und Leidenschaft für das Footballspiel sind ein Beispiel dafür, was wir von unseren Spielern in unserem Programm in der Zukunft erwarten.“

Für Safety Tyrann Mathieu gibt es eine klaren Grund dafür, daß seine Chiefs es bis zum Super Bowl Sieg gebracht haben. Er macht die familiäre Atmosphäre in der Organisation dafür verantwortlich.
„Jeder hier fühlt, daß er nicht nur ein Angestellter ist, sondern Teil des Ganzen,“ sagte er. „Ich hatte dieses Gefühl schon gleich, als ich mit den Chiefs verhandelt habe. Von der Spitze bis ganz nach unten wird hier jeder wie ein Teil einer Familie behandelt. Ich glaube, daß das unterbewertet wird.
Jeder hängt sich mehr rein, wenn er sieht, daß er geachtet wird.“

Die Browns sagten Left Tackle Greg Robinson, daß sie ihn nicht weiterverpflichten wollen.
Der Vertrag des Spielers, der 2014 als zweiter Spieler insgesamt von den Rams einberufen wurde, ist ausgelaufen.
Letztes Jahr startete er in 14 Spielen für Cleveland, aber seine Leistungen waren eher durchwachsen.
Robinson sah sich nach einem neuen lukrativen Job um, und versuchte sich als Drogenhändler. Dabei wurde er erwischt, als er mit seinem Wagen in der Nähe von El Paso, Texas, von der Polizei angehalten wurde.
Ein Drogenspürhund hatte angeschlagen, als Robinson an ihm vorbeifuhr, und der Polizist funkte an seine Kollegen etwas die Straße herunter, daß sie einen Fang machen könnten.
Und so kam es auch. Im Wagen wurden 71,21 kg Marihuana gefunden.
Robinson, und zwei weitere Insassen des Wagens, wurden verhaftet.
Ob der Left Tackle jetzt noch ein Team findet, das ihn verpflichtet?

„Mach den Eli Manning,“ riet Steve Bartkowski, ein ehemaliger Nr. 1 Draftpick, Joe Burrow.
Was meint der ehemalige Quarterback der Falcons damit?
Ex- Broncos Quarterback John Elway war der erste, der schon vor der Draft sagte, daß er nicht zu dem Team gehen würde, das die erste Wahl hatte. In seinem Fall waren das die Baltimore Colts. Zu der Zeit ein grauenvolles Team.
Bartkowski hätte also auch sagen können: „Mach den John Elway.“
Eli Manning sagte, als er vom College abging, daß er auf keinen Fall für die Chargers spielen würde, das Team das bei ihm die erste Wahl hatte.
Wie man weiß, hatte Elway sehr erfolgreiche Zeiten bei den Broncos und Manning wurde eine Ikone bei den Giants.
Bartkowski spricht aus eigener leidvoller Erfahrung. Er wurde 1975 von den am Boden liegenden Atlanta Falcons einberufen. Zwar wurde er dann Rookie des Jahres und wurde auch zweimal in den Pro Bowl gewählt, aber Erfolge hatte er mit dem Team keine.
Er wäre froh, er hätte damals den Elway oder Manning gemacht. Seine Linespieler waren so schlecht, daß Bartkowski, wie er sagte, in den ersten drei Saisons gefühlt mehr Operationen gehabt hätte, als er Touchdowns warf.
Deshalb rät er Burrow heute, auf keinen Fall zu den Bengals zu gehen, die aus einer 1-15 Saison kommen.

Die Eagles trennten sich von einem wichtigen Spieler aus ihrer Super Bowl Saison.
Linebacker Nigel Bradham wird nicht mehr gebraucht, da das Team insgesamt verjüngt werden soll.
Und außerdem sparen die Eagles einige Dollars unter der Gehaltsobergrenze, indem sie den 30-jährigen entlassen.
In seinen vier Saisons in Philadelphia startet er in 58 Spielen, erzielte 348 Tackles, zwei Interceptions, eroberte vier Fumbles und kam auf fünf Sacks.

Heute wird wieder verhandelt. Die NFL und die NFLPA setzen sich wieder zusammen.
Wie man hört, könnte es eine Einigung bei der Erweiterung des Playoff Feldes geben. Bisher nehmen 12 Teams an der Endrunde teil, demnächst sollen es 14 sein.
In diesem Format hätte nur die beste Mannschaft einer Conference in der ersten Runde spielfrei. Wäre schon 2019 nach dieser Regel gespielt worden, wären die Pittsburgh Steelers mit 8-8 Siegen und die LA Rams mit 9-7 noch in die Playoffs gekommen. Die Steelers hätten bei den Chiefs gespielt, die Rams bei den Packers.
Das Lieblingsthema von Commissioner Roger Goodell, 17 Spiele in der regulären Saison, wird natürlich auch diskutiert werden.
Obwohl der laufende Tarifvertrag noch bis zum Ende der Saison 2020 gilt, könnte das neue Playoff Format bereits zur Saison 2020 eingeführt werden, sollte es da zu einer Einigung kommen.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Kurzberichte
brees-drew-400He`ll be back!
Drew Brees (Bild) hat sich entschieden. 2020 wird er wieder für die Saints spielen.
Der Quarterback ist ein Free Agent, der sich ab März ein neues Team hätte suchen können. Doch das ist jetzt erledigt.
Die Saints wird es freuen, denn durch diverse finanzielle Tricksereien an seinem Vertrag würde Brees` Gehalt 2020 noch mit $15,9 Millionen zur Gehaltsobergrenze angerechnet werden, auch wenn der Quarterback bei einem anderen Team spielen würde.
Allerdings wird Brees auch nicht für einen Freundschaftspreis für die kommende Saison in New Orleans unterschreiben, so daß ein dicker Batzen seines Gehalts zur Gehaltsobergrenze zählen wird. Mal sehen, was die Saints sich da an Finanztricksereien einfallen lassen, um sich nicht allzusehr einzuengen.
Bleiben die Ersatz- Quarterbacks Taysom Hill und Teddy Bridgewater. Beide sehen sich als Starter und würden gerne spielen. Beide sind Free Agents, und beide sind auch nicht billig, so daß ihre Zeit bei den Saints Zuende gehen könnte.
Hill signalisierte nach Brees Botschaft allerdings, daß er gerne noch mal als Ersatzmann hinter ihm mitmachen würde.
Hauptsache aber ist ja, daß das zukünftige Hall of Fame Mitglied Drew Brees erst mal bleibt. Zunächst für 2020, und wie lange darüber hinaus wird sich zeigen.

Quarterback Joe Burrows scheint nicht zu den Bengals gehen zu wollen.
Der vermutete Nr. 1 Draftpick meinte, daß die Bengals ihre Prozesse haben, um mögliche neue Spieler zu bewerten, und er hätte seine Prozesse, um mögliche Teams zu bewerten, die ihn einberufen wollen.
Für beide Seiten gäbe es noch viel zu tun in der Zeit bis zum Drafttag.
Das klingt nicht wie eine vorzeitige Liebesbezeugung zum möglichen NFL Team.
Vor einiger Zeit hatte ja Ex-Bengals Quarterback Carson Palmer Burrows geraten nicht zu den Bengals zu gehen, da diese Organisation keinen Siegeswillen hätte. Burrows bekam in der Folgezeit auch noch von einigen anderen Leuten diesen Rat.

Broncos Quarterback Joe Flacco konnte wegen einer Nackenoperation nach Woche acht der letzten Saison nicht mehr spielen.
Nicht, daß das die Fans in Denver besonders interessiert hätte, oder überhaupt jemanden.
Mit Flacco waren die Broncos 2-6. Daß er nicht mehr spielen konnte, wurde eher als Erlösung aufgefaßt. Und doch hängt er dem Club weiter wie ein Klotz am Bein, denn für die Saison 2019 kostete der 35-jährige die Broncos $20,25 Millionen, für 2020 stehen sogar $25,25 Millionen in seinem Vertrag.
Flaccos Genesung verläuft wie vorausgesagt, und zur nächsten Saison könnte er einsatzbereit sein.
Ob die Broncos Fans bereit sein werden, ihn freudig aufzunehmen?
Näh!

Der ehemalige Panthers Tight End Greg Olsen hat ein neues Team.
Am Dienstag unterschrieb er einen Einjahresvertrag über $7 Millionen bei den Seahawks. $5,5 Millionen davon sind garantiert.

Die Falcons halten an ihren Balltretern fest.
Kicker Youghoe Koo und Punter Ryan Allen bekamen beide neue Einjahresverträge.

Die Einschaltquoten für zwei Spiele der Woche 2 der XFL liegen vor, und sie sehen gar nicht gut aus.
Die Neugier auf die neue Liga ist verpufft, neue Zuschauer konnten nicht gewonnen werden.
Die grottenschlechte Angelegenheit am Samstag zwischen den DC Defenders und den New York Guardians zog in der Spitze schlappe 2.389.000 Zuschauer vor die TV Geräte, und das bei zwei so großen TV-Märkten.
Am Sonntag sahen durchschnittlich 2.397.000 Zuschauer das Spiel der Dallas Renegades gegen die Los Angeles Wildcats.
Damit krebst die Liga am Minimum des Erlaubten herum und hat ähnliche Einschaltquoten wie die AAF letztes Jahr, die nach acht Wochen, zwei Wochen vor dem eigentlichen Saisonende, die Segel strich.

Dienstag, 18. Februar 2020

Kurzberichte
roethlisberger-und-tomlinFür Steelers Head Coach Mike Tomlin (Rechts) gibt es überhaupt keine Zweifel. Sollte Quarterback Ben Roethlisberger (Links) zum Saisonbeginn einsatzbereit sein, ist er der Starter.
Tomlin ist der letzte der drei Hauptverantwortlichen in der Organisation, der Big Ben sein Vertrauen aussprach, nach Teambesitzer Art Rooney und General Manager Kevin Colbert.
Noch ist Roethlisberger in der Reha nach seiner Operation am rechten Ellenbogen, die er im September hatte.
Danach waren die zarten Chancen Pittsburghs auf die Playoffs praktisch vom Tisch. Seine Ersatzleute Mason Rudolph und Duck Hodges waren kein guter Ersatz.
Roethlisberger wird demnächst 38, in der heutigen, Quarterback-schonenden Ära, ist er damit ein junger Mann. Allerdings ist seine Spielweise riskant und gefährlich. Dadurch fällt Roethlisberger immer wieder mal verletzungsbedingt aus.

Browns Linebacker Myles Garrett besteht darauf, daß Steelers Quarterback Mason Rudolph ihn rassistisch beleidigt hat, bevor er ihm den Helm vom Kopf riß und ihm diesen dann auf den Schädel knallte.
Diese Version aus seiner Sicht der Dinge erzählt Garrett schon, seit er die brutalste Attacke, die man je auf einem Footballfeld gesehen hat, geführt hat.
„Das ist zu 1.000% falsch,“ erwidert Rudolph darauf. „Es ist eine Lüge. Ich hatte nicht, habe nicht und werde nicht eine rassistische Beleidigung gegen jemanden ausstoßen. Das ist ein widerwärtiger und unverantwortlicher Versuch meinen Charakter herabzuwürdigen.“
Rudolph soll Garrett mit dem „N-Wort“ bedacht haben, was den ganzen unfaßbaren Vorfall erst auslöste.
„Er sagte das „N-Wort“ zu mir,“ beharrt Garrett. „Er sagte das verdammte „N-Wort“ zu mir.“
Steelers Head Coach Mike Tomlin steht voll hinter seinem Quarterback. „Ich kenne Mason Rudolph. Ich stehe an seiner Seite, weil ich sofort nach dem Vorfall auf dem Platz war und weder da, noch in Gesprächen mit Vertretern der Browns direkt nach dem Spiel, kam das „N-Wort“ zur Sprache.“
Auch die NFL fand keine Beweise für Garretts Behauptung. Eine Tonaufnahme von dem, was auf dem Platz gesagt wurde, gibt es nicht. Doch Gespräche der Ligavertreter mit den Spielern und Schiedsrichtern, die bei dem Spielzug auf dem Feld waren, erbrachten auch keinen Beweis für Garretts Behauptung.
Er scheint dies als eine Schutzbehauptung für seinen gräßlichen Ausraster zu benutzen.

Ryan Shazier bleibt ein Mitglied der Steelers.
Der Linebacker verletzte sich in Woche 13 der Saison 2017 so schwer am Rücken, daß er eine Zeitlang gelähmt war und langsam erst wieder das Gehen lernt.
Doch die Steelers feuern ihn nicht, wie das eigentlich so üblich ist, bei Langzeitverletzten, deren Rückkehr nicht abzusehen ist. Sie führen ihn weiter auf der Liste der Spieler, die zur Zeit nicht in der Lage sind, zu spielen.
Jetzt bleibt abzuwarten, was im März geschieht, denn dann wird der Linebacker zum Free Agent.
Shazier, der eine sehr gute Karriere vor sich hatte, möchte unbedingt wieder spielen. Doch ob er dieses Ziel jemals erreicht, das steht in den Sternen.
Nach vier Saisons und zwei Pro Bowl Nominierungen wäre seine Karriere sehr früh beendet.

Texans Star Defensive End J.J. Watt hat geheiratet. Seine Frau Kealia Ohai ist eine professionelle Fußballspielerin.
Die beiden gaben sich auf den Bahamas das „Ja-Wort“.
Leider werden die beiden eine Zeitlang eine Fernbeziehung führen müssen, denn Ohai wurde gerade von Houston an ein Team in Chicago abgegeben.

Auch ein Jahr, nachdem Patriots Besitzer Robert Kraft verhaftet wurde, weil er Sex mit Sexsklavinnen in einem Spa hatte, steht noch kein Gerichtstermin fest.
Die Anklage hat es schwer, da der zuständige Richter die Aufnahmen von unerlaubt angebrachten Überwachungskameras der Polizei nicht zuläßt.
Damit steht die Beweisführung auf wackeligen Beinen.
Insgesamt liegen Anklagen gegen 112 Männer vor, die auf ihre Prozesse warten.
Sehr wahrscheinlich wird das Ganze im Sand verlaufen.

D.J. Humphries gehört zu den besten Left Tackles der Liga. Und deshalb wollten die Cardinals ihn behalten.
Damit er im März nicht auf den Free Agent Markt kommt, gaben sie ihm einen neuen Dreijahresvertrag über $45 Millionen. $29 Millionen davon sind garantiert.

Woche zwei der XFL.
Nachdem ich mich am Samstag durch die erste Halbzeit des öden frühen Spiels gequält hatte, wurde mir der Sonntag völlig verdorben, weil dann doch deutsche Kommentatoren eingesetzt wurden. Da war ich dann sofort wieder weg.
Auch in den USA nähert sich der Interessengrad bedenklichen Regionen.
Fangen wir mit der absolut positiven Meldung an, die Seattle Dragons konnten 29.172 Zuschauer in das CenturyLink Field locken, in dem auch das echte Team aus der NFL spielt.
Anders erging es dem anderen Team, das im selben Stadion spielt, wie ein NFL Team, den Los Angeles Wildcats. Schon die LA Chargers haben es kaum geschafft, das kleine, nur 27.000 Zuschauer fassende, Dignity Health Sports Park Stadion vollzukriegen. Die Wildcats kamen auf 14.979 Zuschauer. Das ist allerdings für Los Angeles eigentlich kein schlechter Wert.
Die DC Guardians spielten ihr zweites Heimspiel in Folge und hatten 2.100 Zuschauer weniger, als in Woche 1.
Die Zuschauerzahl bei den Houston Roughnecks, die auch ihr zweites Heimspiel in Folge hatten, fiel leicht um 700 Zuschauer.
Die Einschaltquoten lagen noch nicht vor. Ich vermute mal, daß auch die nicht gerade gestiegen sein dürften.

Samstag, 15. Februar 2020

Kurzberichte
norman-joshJosh Norman (Bild) gehörte mal zu den besten Cornerbacks der Liga.
Unter Head Coach Ron Rivera spielte er von 2012 bis 15 bei den Panthers und wurde einmal in den Pro Bowl gewählt.
2016 unterschrieb er einen Megavertrag bei den Redskins. Doch in dem Maße, wie sein Ego wuchs, verringerte sich seine Leistung. Das Alter forderte langsam seinen Tribut. Mit 32 Jahren wollen Normans Beine nicht mehr so, wie sie mal konnten.
Jetzt ist Ron Rivera Head Coach der Redskins, doch ein Wiedersehen zwischen ihm und dem Cornerback wird es nicht geben. Nachdem Norman in den letzten sechs Spielen nur bei 10 Spielzügen auf dem Platz stand, wurde er jetzt gefeuert. Der Club spart dadurch 2020 $12,5 Millionen.
Und wo die Redskins schon mal dabei waren, feuerten sie auch gleich noch Wide Receiver Paul Richardson. Er bekam 2018 einen Fünfjahresvertrag über $40 Millionen. Doch verletzungsbedingt spielte er in zwei Saisons nur in 17 Spielen.

49ers Linebacker Kwon Alexander unterzog sich einer Bizepsoperation.
Im Verlauf der Saison verpaßte Alexander bereits acht Spiele nach einer Brustmuskeloperation. Zu den Playoffs war er wieder einsatzbereit.
Doch sowohl die überstandene OP wie auch die Bizepsprobleme verhinderten, daß Alexander seine beste Leitung bieten konnte.

Als Wegweisend wird das anstehende Treffen der NFL und der NFLPA nächste Woche bezeichnet. Die Verhandlungen verlaufen auffällig unaufgeregt, doch das heißt nicht, daß es unter der Haube nicht brodelt.
Die Spielergewerkschaft hat einen Fragenkatalog zusammengestellt, der den Teambesitzern vorgelegt wird. Die werden sich das in aller Ruhe ansehen und in den kommenden Wochen ihre Antworten geben.
Noch besteht die Hoffnung, daß es weder einen Streik noch Aussperrungen geben könnte.

Heute um 19:55 Uhr gibt es übrigens wieder XFL Football bei ran.de

Super Bowl noch jemand?
Nach genau 50 Jahren des Wartens gewannen die Chiefs mal wieder einen Super Bowl.
Wer leidet denn sonst noch so lange?
Noch nie im Super Bowl standen die
Jacksonville Jaguars
Detroit Lions
Cleveland Browns
Houston Texans
Teilgenommen, aber nie gewonnen haben die
Carolina Panthers
Cincinnati Bengals
San Diego/LA Chargers
Arizona Cardinals
Tennessee Titans
Atlanta Falcons
Minnesota Vikings
Buffalo Bills
Und von denen, die schon mal gewonnen haben, warten am Längsten die
Dallas Cowboys (1996)
San Francisco 49ers (1995)
Washington Redskins (1992)
Chicago Bears (1986)
LA/Oakland/Las Vegas Raiders (1984)
Miami Dolphins (1974)
und die New York Jets (1969) warten noch länger als die Chiefs.

Freitag, 14. Februar 2020

Kurzberichte
winston-jamaisBuccaneers Quarterback Jameis Winston (Bild) warf 2019 mit 30 Interceptions so viele, wie kein anderer Quarterback. Philip Rivers von den Chargers kam mit 20 Interceptions erst weit dahinter auf Platz zwei.
Doch Winston glaubt, daß er das Übel erkannt hat und will es an der Wurzel packen. Deshalb unterzog er sich einer Laseroperation an den Augen, um seine Kurzsichtigkeit korrigieren zu lassen.
Winston warf 2019 auch 33 Touchdowns. Ob er 2020 mit einer 20/20 Sehkraft genau so viele Touchdowns, aber weit weniger Interceptions wirft?
Wir werden sehen.

Buccaneers Head Coach Bruce Arians sieht eine ganz klare Aufgabe vor der nächsten Saison und die heißt Defense, nicht Quarterback.
Arians: „Für mich ist es die ganze Defense. Sie muß von Grund auf erneuert werden. Mich interessiert es nicht, wer bei uns Quarterback ist. Wir brauchen eine Defense.“
Vielleicht sollte Bruce Arians mal seine Augen untersuchen lassen. Kann sein, daß er nicht ganz klar sieht.
Sicher war die Defense ein Schwachposten, aber die Quarterback Position nicht im Blick zu haben, könnte ins Auge gehen.

Die Bengals wollen Quarterback Andy Dalton gerne dabei helfen, ein neues Team zu finden.
Als miesestes Team der Saison 2019 haben die den ersten Draftpick. Und auch wenn man immer wieder anderes hört, sie werden einen Quarterback einberufen.
Daß der Club Dalton bei der Teamwahl helfen möchte, spricht Bände. Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der nächsten Saison. Die Bengals werden versuchen, noch einen guten Gegenwert für ihn zu bekommen.

Ob Cam Newton noch eine Zukunft in Carolina hat, das hängt von seiner Gesundheit ab. Der neue Teambesitzer der Panthers, David Tepper, will Newton nur dann behalten, wenn feststeht, daß dessen Lisfranc-Verletzung ihn nicht weiter von Einsätzen abhält.
Letzte Saison konnte Newton nur in zwei Spielen starten.
2018 quälte er sich schon mit Schulterproblemen herum.
Tepper machte klar, daß er den Quarterback, dem 2020 $18,6 Millionen zustehen, nur behält, wenn er voll einsatzbereit ist.

Chargers Head Coach Anthony Lynn sagte, daß Tyrod Taylor der Quarterback für die nächste Saison sein könnte.
Taylor hat die Bills 2017 in die Playoffs geführt. Doch Buffalo gab ihn 2018 an die Browns ab. Dort begann er als Starter, bis er sich in Woche drei verletzte, und Rookie Baker Mayfield übernahm, und den Starterposten nicht wieder abgab.
Die Chargers gaben Taylor letztes Jahr einen Zweijahresvertrag über $11 Millionen, obwohl er nur als Ersatzmann von Rivers gebraucht wurde.
Rivers Zeit bei den Chargers ist abgelaufen. Und Tyrod Taylor sein Nachfolger?
Ob das gutgeht?

„Absoluter Quatsch,“ so reagierte Lions General Manager Bob Quinn auf die Frage, ob man Quarterback Matthew Stafford an ein anderes Team abgeben möchte?
Das wäre 100% falsch, meinte Quinn.
Doch was hat Stafford vorzuweisen?
Zunächst viele Auszeiten wegen diverser Verletzungen. Dann gute Ansätze, die aber dadurch zunichte gemacht wurden, daß das Team nicht gut zusammengestellt war. Es lag nicht nur am Quarterback, daß in seinen 11 Saisons in Detroit nur ein Playoffsieg heraussprang.
In der Draft haben die Lions die dritte Wahl, ein guter Quarterback wäre also noch zu bekommen.

Die Suspendierung von Myles Garrett ist aufgehoben.
Der Defensive End war seit Woche 10 auf unbestimmte Zeit gesperrt, weil er Steelers Quarterback Mason Rudolph den Helm vom Kopf riß und ihm den dann auch noch auf den Schädel schlug.
Es war eine Szene von bisher nie gesehener Brutalität auf einem NFL Feld.
Daß Commissioner Goodell die Suspendierung so früh aufhob, darüber kann Garrett sich glücklich schätzen.
Glücklich sind die Browns. General Manager Andrew Berry schrieb: „Wir heißen Myles mit offen Armen wieder willkommen.“

Der Vertrag zwischen den Atlanta Falcons und Running Back Devonta Freeman schien im Himmel geschlossen, doch sie er erwies sich als Flop.
Zunächst bekamen die Falcons, was sie sich erhofft hatten, und wofür sie viel Geld bezahlten. In der Saison 2017 erhielt Freeman $12,75 Millionen, und er lieferte den Gegenwert. Er hatte großen Anteil daran, daß die Falcons Super Bowl LI erreichten.
Doch dann kam das Verletzungspech und Freemans Leistungen sackten ab.
2018 und 19 spielte er insgesamt nur in 16 Spielen, und das ist zu wenig. Deshalb kann es sein, daß der Running Back bald zu einem anderen Team gehen könnte.

Dienstag, 11. Februar 2020

Das Leben ist ein ständiger Fluß
Rivers_Philip5Schluß, aus, Sense, vorbei.
Die Los Angeles Chargers und Quarterback Philip Rivers (Bild) haben sich am gestrigen Montag einvernehmlich getrennt.
Nach 16 Saisons für die Chargers wird Rivers nächsten Monat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Free Agent.
Rivers dankte der Organisation, daß sie ihm so eine tolle Karriere ermöglicht hätte.
235 Spiele stand er für die Chargers auf dem Platz. „Wir hatten eine Menge großer Momente,“ sagte Rivers. „Ich wünsche meinen Mitspielern und Trainern nur das Allerbeste für die Zukunft. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber meine Familie (Frau und neun Kinder) und ich sind gespannt darauf, was Gott für uns geplant hat.“
Amen!
Oder wie Rivers selber oft sagt: „Nunc Coepi!“ Das heißt: „Jetzt fange ich an,“ und Rivers trägt sogar öfter eine Mütze mit diesem Spruch.
So gesehen könnte dieses Ende ein neuer Anfang für Philip Rivers sein. Doch mit 38 Jahren und mehr schlechten als guten Saisons im Gepäck, wer wird Rivers da aufnehmen wollen?
OK, er wurde Achtmal in den Pro Bowl berufen, zuletzt sogar nach der Saison 2018, aber die Saison 2019 war furchtbar. 23 Touchdowns standen 20 Interceptions gegenüber. Nur sieben mal brachte er die Chargers in die Playoffs.
Insgesamt kam der Quarterback in seiner Karriere auf 59.271 Passyards und 397 Touchdowns bei 198 Interceptions. Seine Passerwertung von 95,1 Punkten ist guter Durchschnitt. Aber die Leistungskurve zeigt nach unten.
Teambesitzer Dean Spanos sagte zu Rivers Abschied: „Es gibt nur einen Philip Rivers, und wir schätzen uns glücklich, daß wir ihn für fast zwei Jahrzehnte unseren QB1 nennen durften. Wir können Philip nicht genug danken, für das, was er uns bei jedem einzelnen Down gegeben hat und für die Erinnerungen, die er kreiert hat und die ein Leben lang halten werden.“
Man darf wirklich gespannt sein, wohin der Fluß des Lebens Rivers noch treibt.

Kurzberichte
Sean Lee will 2020 spielen.
Der Linebacker der Cowboys will seine Karriere noch nicht beenden und ist fest entschlossen den Free Agent Markt zu testen.
Dabei schloß er nicht aus, daß er in Dallas bleiben würde, wenn von da ein gutes Angebot käme.

Die Ravens verlängerten den Vertrag mit Chuck Clark.
Der Safety unterschrieb für weitere drei Jahre und $16 Millionen.

Taysom Hill, genannt das „Schweizer Messer“, will als Quarterback spielen.
Bei den Saints wird Hill nicht nur als Quarterback eingesetzt, sondern auch als Receiver, Running Back, in den Special Teams, und wer weiß wo sonst noch?
Als Platzanweiser im Dome könnte ich ihn mir auch vorstellen.
Doch Hill hat genug davon, die Allzweckwaffe zu sein. Er möchte der startende Quarterback in einem Team sein.
Bei den Saints?
Die haben eigentlich Drew Brees, wenn der als Free Agent nicht zu einem anderen Team wechselt. Auch Ersatz- Quarterback Teddy Bridgewater ist ein Free Agent. Die Saints könnten am Schluß ohne die drei da stehen. So weit werden sie es nicht kommen lassen. So weit dürfen sie es nicht kommen lassen.

Die Vikings polsterten den Trainerstab auf. Sie verpflichteten Ex- Packers Defensive Coordinator Dom Capers als Senior Defensive Assistent.
1995 war er der erste Head Coach der Carolina Panthers und führte sie bereits im zweiten Jahr in das NFC Championship Spiel.

XFL
„Warum nicht?“ war die vorwiegende Antwort von Zuschauern auf die Frage warum sie denn zum Spiel der New York Guardians aus der XFL gekommen wären.
Ein Besucher sagte: „Wir erleben Geschichte. Egal ob die Liga ein Erfolg wird, oder sofort wieder eingestampft wird, es ist Geschichte. Und wir alle hier sind Sportfans, also, warum nicht?“
Warum nicht, scheinen sich auch viele andere gedacht zu haben, die an diesem kalten, verhangenen Tag in New Jersey waren. In New Jersey, im Metlife Stadium, in dem auch die echten Footballteams aus der NFL spielen.  Immerhin sahen sie einen 22:3 Sieg gegen die Tampa Bay Vipers. Dieses Tampa Bay Team scheint also genau so mies zu sein, wie die Buccaneers.
Natürlich war nur der untere Rang mit Zuschauern besetzt. Der mittlere und obere blieben leer.
Es waren gezählte 17.634 Zuschauer, die das erste Spiel der New York Guardians sehen wollten.
Und als wäre es abgesprochen, meldeten auch die anderen Teams 17.000 Zuschauer: Houston (17.815) führt die Statistik an, gefolgt von New York (17.634), Dallas (17.206) und Washington, D.C. (17.163).
Der Fernsehsender ABC vermeldete für das Kick Off Spiel 3,3 Millionen Zuschauer.
All diese Zahlen vermeldete so ähnlich auch die AAF letztes Jahr. Und dennoch stellte sie kurz vor Ende der Saison den Spielbetrieb ein, weil ihr das Geld ausgegangen war.
Die Los Angeles Wildcats kommen als Loser zu ihrem ersten Heimspiel in eine Stadt, die so furchtbar viel nicht für professionellen Football übrig hat. Die Rams können zwar ansehnliche Zuschauerzahlen im Coliseum vorweisen, aber die Chargers bekamen noch nicht mal ein winziges Fußballstadion mit knapp 20.000 Zuschauern voll. In eben diesem Stadion werden auch die Wildcats spielen.
Gucken wir mal, was nächstes Wochenende so passiert, dann sehen wir schon.

Die Los Angeles Wildcats, die ihr Auftaktspiel 17:37 gegen die Houston Roughnecks verloren, feuerten sofort ihren Defensive Coordinator Pepper Johnson.

Montag, 10. Februar 2020

Stärke des Spielplans.
sb-lv-tampabaySofort nach Saisonende wurde ja bekanntgegeben, wer 2020 gegen wen spielt.
Und jetzt steht fest, wie schwer die Teams es, gemessen am Abschneiden der Gegner 2019, haben werden. 
Demnach könnten die Ravens, Steelers, Cowboys und Browns schon mal die Playoffs buchen, sie haben es am Leichtesten.
Die AFC East hat es durchweg am Schwersten. Auch die 49ers werden echt kämpfen müssen, um wieder in die Endrunde zu kommen.
Wie auch immer, alle 32 Teams setzen die Segel Richtung Tampa Bay. Nur zwei werden dort anlanden.
Zunächst die 10 Teams, die es am Schwersten haben, dann die 10, die es am Leichtesten haben:
Die Angaben in Klammern sagen aus, wie viel Prozent der Spiele die Gegner in der Vorsaison gewonnen haben. Im Fall der Patriots haben die Gegner 53,7% ihrer Spiele gewonnen.
1. New England Patriots: 137-118-1 (.537)
2. New York Jets: 136-119-1 (.533)
3. Miami Dolphins: 135-120-1 (.529)
4. San Francisco 49ers: 134-120-2 (.528)
T5. Buffalo Bills: 134-121-1 (.525)
T5. Detroit Lions: 134-121-1 (.525)
T5. Atlanta Falcons: 134-121-1 (.525)
T8. Arizona Cardinals: 132-123-1 (.518)
T8. Houston Texans: 132-123-1 (.518)
T10. Los Angeles Rams: 131-123-2 (.516)
T10. Minnesota Vikings: 131-123-2 (.516)
Die Glücksteams:
1. Baltimore Ravens: 112-144 (.437)
2. Dallas Cowboys und Pittsburgh Steelers: 117-139 (.457)
4. Cleveland Browns und Washington Redskins: 118-136-2 (.460)
6. Cincinnati Bengals: 122-134 (.476)
7. New York Giants: 123-132-1 (.480)
8. Philadelphia Eagles: 124-131-1 (.484)
9. New Orleans Saints: 125-130-1 (.488)
10. Jacksonville Jaguars und Los Angeles Chargers: 126-130 (.492)
Baltimore hat also den leichtesten Spielplan aller 32 Teams. Auch ohne diesen Vorteil wären sie ja ein felsenfester Favorit für die Playoffs. Die Playoffteilnahme der Ravens dürfte also schon feststehen.

Kurzberichte
Die Cowboys und Quarterback Dak Prescott kommen sich zwar näher, aber ein Vertragsabschluß ist nicht in Sicht. Deshalb wird Prescott sehr wahrscheinlich das Franchise Etikett angeheftet bekommen. Das würde ihm für 2020 etwa $32 Millionen garantieren.
Ob er kurzfristig der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten werden wird, das ist nach Mahomes Super Bowl Sieg eher unwahrscheinlich. Gegenüber Prescott ist Patrick Mahomes ein Quarterback, der ein Spiel an sich reißen und leiten kann. Er kann den eigenen Lauf ebenso gekonnt ansetzen, wie auch den perfekten Pass. Und er ist jetzt ein ausgewiesener Sieger, Super Bowl MVP und Liga MVP. Das alles fehlt Prescott. Besser gesagt, Prescott hat nichts davon.
Und doch wird er eine Summe im nächsten Vertrag stehen haben, die sein Talent bei weitem übertrifft.
Denn in der Liga ist eins klar: „Es geht um die Quarterbacks, Dummkopf,“ wie es so schön heißt.
Es bleibt abzuwarten, wie die neuen Verträge von Tom Brady, Drew Brees und Philip Rivers aussehen werden. Alle drei sind Free Agents, und zumindest Brady und Brees haben schon Super Bowl Siege vorzuweisen, Rivers nicht. Er hat überhaupt gar nichts vorzuweisen.
Und doch wird sein Name immer wieder genannt, wenn es um den nächsten Top-Verdiener geht. Dabei steht noch nicht mal fest, ob die Chargers ihn überhaupt behalten wollen. Die Chargers müssen 2020 ein riesiges Stadion füllen, und die Leute werden nicht in Scharen kommen, um die Leistungen Rivers und des Teams der letzten Saisons anzusehen.
Es war selten so viel Bewegung Auf dem Free Agent Markt, wie dieses Jahr, und noch nie so viel auf dem Markt der Quarterbacks.

Hat Sean Lee eine Zukunft in Dallas unter dem neuen Head Coach Mike McCarthy?
Das ist eine spannende Frage.
Der oft verletzte Linebacker ist mittlerweile 33 Jahre alt und denkt daran, vielleicht seine Karriere zu beenden.
Lee gehörte zu den besten Linebackern der Liga, spielte aber zu selten.
Das wird der neue Head Coach vielleicht nicht akzeptieren. 2019 spielte der zweimalige Pro Bowler zum ersten Mal in allen 16 Saisonspielen.
Lee ist ein Free Agent, der sich ein neues Team suchen darf. Ob er eins findet?

Die XFL scheint einen erfolgreichen Start hingelegt zu haben.
Sogar ein Streamingvertrag für Deutschland ist vorhanden. Ran.de übertrug am Startwochenende alle vier Spiele, und das ohne nervende Deutsche Kommentatoren, die einem den Spaß verderben.
Was man so auf dem Bildschirm sehen konnte, schienen die Stadien sogar ordentlich gefüllt gewesen zu sein. Ob das wirklich so war, ob die Einschaltquoten stimmten, ob in Woche 2 viele ihre Neugier befriedigt haben werden und sich anderen Hobbys zuwenden?
Es bleibt spannend.

Samstag, 8. Februar 2020

War die Halbzeitshow Pornographisch?
sb-54-programDa kann ich nicht mitreden, ich hab's nicht gesehen. Aber ein gläubiger Christ in den USA hat es gesehen und ihm wurde übel, wie er sagte.
Deshalb hat er die NFL und Halbzeitshowsponsor Pepsi auf die Zahlung von $867 Milliarden für seinen erlittenen seelischen Schaden verklagt.
Für viele Fans, die sich die Show angetan haben, war es die beste seit langer Zeit.
Doch für Dave Daubermire, einen religiösen Fanatiker, war es das Schlimmste was er je gesehen hätte, meinte er. Diese Show mit Jennifer Lopez und Shakira hätte pornographische Inhalte in sein Haus geleitet (so langsam werde ich neugierig).
Man solle sich jetzt nur mal vorstellen, die Millionen armer, unschuldiger Kinder, die dieses Machwerk des Teufels hätten ansehen müssen. Das hätte doch unauslöschliche Narben in den Selen der armen Würmchen hinterlassen, ereiferte Daubermire sich weiter. Die Jungen wären doch praktisch gezwungen gewesen, sich während der Vorstellung in den Schritt zu fassen (Jetzt hat er mich, ich werde mir die Show noch ansehen).
Und aus diesem Grund will der ehemalige Footballcoach einer High School in Ohio jetzt 867 Milliarden Dollar haben.
Den Fernseher einfach ausschalten, das war ihm wohl nicht in den Sinn  gekommen. Vielleicht hatte er die Hand im Schritt und konnte deshalb die Fernbedienung nicht bedienen?

Kurzberichte
Die ehemaligen Spieler Darren Sproles und Brent Celek haben neue Jobs bei den Eagles.
Der ehemalige Running Back und der Tight End, sind jetzt beide Berater im Club.
Sproles spielte 15 Jahre bei diversen Teams in der NFL, zuletzt in Philadelphia, Celek verbrachte alle 11 Jahre seiner Karriere bei den Eagles.

49ers Tight End Garrett Celek, der jüngere Bruder von Brent Celek, hat seine Karriere beendet.
Acht Jahre spielte der 31-jährige in der NFL, alle für San Francisco.

Das erste lebendige Maskottchen der Browns, Swagger, ist verstorben.
Der über 70 Kg schwere Bullmastiff, hatte Krebs und verstarb im Alter von nur sechs Jahren.
Seit 2014 war er Maskottchen der Browns und verpaßte in dieser Zeit nur ein Heimspiel, das in London gegen die Vikings.

Die NFL bleibt bis zum Ende der Saison 2022-23 bei Pro7. Bis dahin wurde der Vertrag verlängert.
Immerhin müssen sich die Spiele am Sonntagabend gegen den grausigen Tatort und die schnulzige Rosamunde Pilcher durchsetzen, die aus unerklärlichen Gründen Quotengiganten sind.
Auf der privaten Konkurrenz laufen zudem meist frische Spielfilme. Sich gegen all das durchzusetzen und gute sechsstellige Zuschauerzahlen zu sammeln, das ist hervorragend.
Und die durchschnittlich 1.8 Millionen Zuschauer beim Super Bowl sind eine echte Marke für eine mitternächtliche Übertragung.
Für die Zuschauer also, denen sich nicht die Fußnägel aufrollen, bei den deutschen Kommentatoren, ist das eine gute Nachricht.

Haben die Footballfans in den USA nur sechs Tage nach einem sehenswerten Super Bowl noch Bock auf weiteren Football?
Wir werden sehen.
An diesem Wochenende beginnen die acht Teams aus der XFL mit ihrer Saison.
In Deutschland wird man von diesen Spielen nichts sehen, außer man ist auf einer dieser „Tauschbörsen“ unterwegs. In den USA haben tatsächlich ABC, ESPN und FOX die Übertragungsrechte gekauft. Das verspricht Reichweite. Doch ob diese auch tatsächlich genutzt wird?

Freitag, 7. Februar 2020

Kurzberichte
nolan-mikeDer neue Defensive Coordinator der Cowboys, Mike Nolan (Bild), will den Mannschaftsteil weniger berechenbar machen.
Dallas` Verteidigung war ein Grund dafür, daß das Team 2019 so schlecht abschnitt. Die Spieler sind größtenteils Top, aber das System war mau. Die Offensive Coordinators der Gegenseite konnten zu leicht erkennen, was die Cowboys Defense vorhatte.
Daran will Nolan arbeiten, damit die Klasse der Spieler sich auch wirklich durchsetzt.

Die Titans wollen ohne Defensive Coordinator in die Saison gehen. Sie wollen den in den Ruhestand getretenen Dean Pees nicht ersetzen.
Sie verpflichteten Jim Haslett als Inside Linebacker Coach.
Haslett war bereits bei einigen Teams als Defensive Coordinator tätig und versuchte sich von 2000-05 als Head Coach der Saints.

Die Browns haben einen neuen Defensive Coordinator, Joe Woods.
Woods war bis letzten Sonntag Defensive Backs Coach und passing Game Coordinator bei den 49ers.
Mit Richard Sherman als Safety wurde die Passverteidigung der 49ers 2019 die beste der Liga.

Die Klage wegen häuslicher Gewalt gegen Dolphins Cornerback Xavien Howard wurde fallengelassen.
Der Staatsanwalt sprach letzte Woche mit dem angeblichen Opfer und ihrem Anwalt. Dabei gab die Klägerin bekannt, daß sie die Klage zurückzieht.
Howard und seine Verlobte hatten im Dezember eine verbale Auseinandersetzung. Später wurde Howard wohl handgreiflich. Die herbeigerufene Polizei stellte blaue Flecke und Prellungen am Arm der Verlobten fest.
Der 26-jährige Cornerback und seine Verlobte haben drei Kinder zusammen.

Nach 13 Jahren in der NFL beendete Eric Weddle seine Karriere.
Der Safety spielte neun Jahre für Chargers, drei für die Ravens und eins für die Rams.
Sechs mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Die Panthers gaben Kicker Joey Slye eine Vertragsverlängerung über ein Jahr.
Slye ersetzte vor der Saison den verletzten Graham Gano. Er machte das so gut, daß er jetzt die Vertragsverlängerung für geschätzte $3 Millionen bekam.
Gano auf der anderen Seite kann sich wohl nach einem neuen Team umsehen.

Donnerstag, 6. Februar 2020

Kurzberichte
chiefs-sb-paradeDie Kansas City Chiefs hielten ihre Siegesparade ab.
Vorher gab es einen Schreckmoment. Die Polizei jagte hinter einem Wagen her, der die Absperrungen des Paradeweges durchbrochen hatte. Mehrere Polizeiwagen verfolgten das Fahrzeug und konnten es stoppen bevor schlimmeres passierte. Zwei Personen, die in dem Auto saßen, wurden festgenommen.
Die Chiefs konnten danach ungehindert feiern, mit Hunderttausenden entlang des Pfades bei eisigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Über drei Kilometer säumten die Fans die Straßen.
Auf dem Bild sind Tight End Kelce und Quarterback Mahomes zu sehen, die ausgelassen feierten. Viele Spieler, darunter auch Kelce, stiegen teilweise vom Bus und gaben den Fans am Straßenrand „High-Fives“.
Genau 50 Jahre nach ihrem letzten Super Bowl Erfolg, gewannen die Chiefs erneut das große Spiel. Und das soll es nicht gewesen sein. Head Coach Andy Reid versprach den Fans, daß die Chiefs den Super Bowl auch nächstes Jahr wieder gewinnen werden.

Die 49ers waren auf der Siegerstraße. Sie führten mit 20:10 und dann begann das letzte Viertel. Dort ließen sie noch 21 Punkte der Chiefs zu und verloren schmählich.
Doch Niners Quarterback Jimmy Garoppolo gibt sich kämpferisch: „Diese Niederlage im Super Bowl wird uns antreiben,“ sagte er.
Wird sie das?
Und wenn ja, wird Jimmy G dann noch Quarterback in San Francisco sein?
Die Stimmen mehren sich, die einen anderen Quarterback sehen wollen. Garoppolo ist ein brauchbarer Quarterback, dem aber die Fähigkeit zum präzisen tiefen Pass fehlt. Als die 49ers im Endspurt vermehrt passen mußten, um den Rückstand aufzuholen, vervollständigte Garoppolo nur 3 von 11 Pässen.
Die Garoppolo-Zweifler werden kaum Gehör bei General Manager Lynch finden. In der Draft dürfte so spät kein guter Quarterback mehr zu finden sein. Auf dem Markt der Free Agents dürfte auch kaum jemand auftauchen, der besser wäre als Garoppolo.
Da wird es wohl bei ihm als Quarterback bleiben.

Die Reha von Ben Roethlisberger verläuft positiv. Der operierte Ellenbogen im Wurfarm des Steelers Quarterbacks heilt gut.
Das sind gute Nachrichten für die Verantwortlichen des Teams, die einige Löcher zu stopfen haben. Es wäre fatal, wenn sie auch noch die Quarterback Position neu besetzen müßten.
Big Bens Ersatzmänner, Mason Rudolph und Devlin Hodges, waren halt nur Ersatzmänner. Zusammen kamen sie auf 18 Touchdowns und 17 Interceptions.
Roethlisberger wird in seine 17. Saison gehen, wenn er zurückkommt. Mit 38 Jahren ist er heute im besten Alter für Quarterbacks.
Bis zum Beginn des neuen Geschäftsjahres der NFL am 18. März werden die Steelers noch viele Verträge zu verhandeln haben. Die Quarterback Position ist dieses Jahr noch nicht dabei.
Arbeiten am Kader wird weiterhin Kevin Colbert. Der General Manager erhielt eine Vertragsverlängerung über ein Jahr.

Die Raiders gaben verlängerten den Vertrag mit Jalen Richard.
Der Running Back erhält für weitere zwei Jahre $8 Millionen von denen $4,6 Millionen garantiert sind.

Das abschließende Power Ranking
1. Chiefs (vorher 4)
2. 49ers (2)
3. Titans (8)
4. Ravens (1)
5. Packers (5)
6. Vikings (10)
7. Saints (3)
8. Seahawks (6)
9. Eagles (12)
10. Texans (7)
11. Patriots (9)
12. Bills (11)
13. Steelers (18)
14. Cowboys (13)
15. Rams (14)
16. Falcons (15)
17. Buccaneers (19)
18. Bears (16)
19. Jets (17)
20. Broncos (20)
21. Cardinals (21)
22. Browns (24)
23. Raiders (22)
24. Colts (23)
25. Lions (31)
26. Giants (25)
27. Dolphins (27)
28. Chargers (26)
29. Jaguars (28)
30. Bengals (29)
31. Redskins (30)
32. Panthers (32)

Mittwoch, 5. Februar 2020

Die NFL quält ihre Fans in Europa seit 2013 mit den Jaguars
jaguars-logo-neuDie NFL hat Sinn für Humor. Sie schickt die Jaguars über den Teich, damit die zwei Spiele in Folge in London spielen sollen.
Die Jaguars!
Diese Lachnummer!
Und unter dem Artikel auf NFL.com steht: „"Fans eager for news on ticket details for the 2020 NFL London Games can register to receive ticket news here."
Wer also ungeduldig ist und es gar nicht mehr abwarten kann, Karten für diese Spiele zu kaufen, könne sich jetzt schon registrieren lassen. Ha ha, ha.
Die Jaguars sind 3-4 in London.
Und Teambesitzer Shad Khan beweist, daß auch er viel Humor hat. Er behauptet in einem Brief an die Fans, daß es keine andere Priorität für das Team gäbe, als zu gewinnen. Man wolle die Gemeinde stolz auf das Team machen. Und das nicht nur für ein paar Jahre sondern für die nächsten 10, 25 Jahre und darüber hinaus.
Immerhin baut Khan einen $700 Millionen teuren Sport und Vergnügungskomplex rund um das Stadion in Jacksonville, genannt  Lot J project. Das macht man nicht, wenn man das Team weiter ohne Zuschauer spielen lassen will, und wenn man umziehen wollte, etwa  nach London. Das Gerücht, daß die Jags nach London umziehen, hält sich ja wie Kaugummi an der Schuhsohle.
Wer könnten denn die Gegner der Jaguars bei ihren Spielen im endlich vom Joch der EU befreiten Groß Britannien sein?
Vielleicht sind ja wenigstens attraktive Gegner zu sehen?
Houston Texans, Indianapolis Colts, Tennessee Titans, Chicago Bears, Cleveland Browns, Detroit Lions, Miami Dolphins, Pittsburgh Steelers.
Allerdings sagte Shad Khan, daß die Spiele gegen Pittsburgh und Chicago auf jeden Fall in Jacksonville abgehalten würden. Und was bleibt dann noch?
Schweigen wir lieber.

Kurzberichte
Die Jacksonville Jaguars haben einen neuen General Manager. Sie verpflichteten Ex- 49ers General Manager Trent Baalke.
Von 2011 bis 16 war er in diesem Amt in San Francisco tätig und formte ein Super Bowl Team.
Zuletzt arbeitete der 55-jährige als Berater für Footballangelegenheiten für die NFL.

Für Ex- Bengals Head Coach Marvin Lewis reicht es nur noch zum Assistenten eines Assistenten eines Collegeteams.
Lewis ist jetzt Co- Defensive Coordinator an der Arizona State University.
Lewis hatte in Cincinnati eine Bilanz von 131-122-3 in 16 Jahren. Er führte die Bengals zwar sieben Mal in die Playoffs, konnte aber kein einziges Playoffspiel gewinnen.

Der nächste Spielerverlust bei den Panthers.
Defensive End Wes Horton hat nach sieben Saisons in Carolina seine Karriere beendet.

Die Cardinals verpflichteten einen Quarterback.
Chris Streveler von den Winnipeg Blue Bombers aus der CFL soll als Ersatzmann für den Rookie des Jahres Kyler Murray agieren.
Die Blue Bombers sind amtierender Grey Cup Champion.

Gewinnen?
Gewinnen ist nicht alles.
So scheinen die Verantwortlichen der Chargers zu denken. Wie sonst wäre es zu erklären, daß sie den Vertrag von Head Coach Anthony Lynn bis nach der Saison 2021 verlängerten?
Sein aktueller Kontrakt wäre nach der Saison 2020 ausgelaufen.
Nach einer desaströsen 5-11 Saison 2019 steht Lynns Bilanz in seiner Zeit in San Diego/Los Angeles bei 26-22 Siegen.
Die Chargers behielten auch Offensive Coordinator Shane Streichen. Er übernahm Mitten in der Saison 2019, nachdem Offensive Coordinator Ken Whisenhunt gefeuert wurde.

Dienstag, 4. Februar 2020

Super Bowl LIV - Die Nachlese
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Der lustig aussehende Spielzug, der zu einem neuen ersten Versuch der Chiefs beim vierten Versuch und eins an der fünf der 49ers führte, war für alte Collegehasen ein alter Bekannter.
Im 1948er Rose Bowl zwischen Michigan und USC stellten sich die Spieler auch so auf, wie die Chiefs am Sonntag. Dann drehten sich einige Spieler im Backfield 360 Grad nach rechts um die eigene Achse und veränderten ihre Position. Quarterback Mahomes stand danach nicht mehr hinter dem Center, sondern Running Back Damien Williams. Der bekam den direkten Snap und erzielte die nötigen Yards zum neuen ersten Versuch.
Head Coach Andy Reid (Bild), der 15 Jahre nach seinem ersten Besuch in seinem zweiten Super Bowl stand, hatte von diesem Spielzug ein Videoband. Der High School Coach von Reids Bruders spielte für USC in dieser Partie und hielt diese Videoaufnahme in Ehren.
Reid erwies diesem Spielzug nun die Ehre, Teil eines Super Bowls zu werden.
Reid ließ seine Offense diesen Trickspielzug seit Mai einstudieren, und fragte sich seitdem, wann er ihn denn mal nutzen könnte. Am Sonntag war es soweit.

Chiefs Quarterback Patrick Mahomes kann sich darauf vorbereiten, der nächste bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten zu werden.
Die Verantwortlichen werden alles tun, um den zweitjüngsten siegreichen Quarterback in einem Super Bowl behalten zu können. Mahomes ist sogar der jüngste Spieler aller Zeiten, der zum Super Bowl MVP gewählt wurde.
Mahomes möchte auf jeden Fall bei den Chiefs bleiben, wie er sagte. Er wäre sogar bereit, für weniger als die $40 Millionen zu spielen, die er wohl in seinem nächsten Vertrag stehen haben wird, aber wenn die Chiefs darauf bestehen, ihm so viel zu zahlen...
Um die Vertragsverhandlungen kümmert er sich nicht, betonte er. Dafür hätte er fähige Leute engagiert.

Die Siegesparade der Chiefs durch Kansas City ist für den Mittwoch angesetzt.

Die Buchmacher reagierten schnell. Für sie gehören die Chiefs zu den Favoriten auf den Sieg im nächsten Super Bowl.
Diese Rolle teilen sie sich allerdings mit den Baltimore Ravens. Beide Teams stehen mit 8:1 in den Wettlisten.
Super Bowl LV ist am 7. Februar 2021 in Tampa Bay.

Gegen wen werden die Chiefs das Saisoneröffnungsspiel 2020 bestreiten?
2020 wird ja vielleicht wieder der Super Bowl Champion am Donnerstag des ersten Spieltags antreten. Letztes Jahr durften die Patriots ja erst am Sonntag ran, weil die NFL die beiden ältesten Teams der Liga zum hundertjährigen Bestehen am Donnerstag angesetzt hatten, die Bears und die Packers.
Dieses Jahr überlegt Commissioner Goodell, ob eins der beiden neuen Stadien in Los Angeles und Las Vegas Austragungsort des ersten Saisonspiels werden könnte.
Meiner beschiedenen Meinung nach, wären das doch gute Orte für die zwei Monday Night Spiele am ersten Spieltag.
Zuhause spielen die Chiefs gegen die Denver Broncos, Las Vegas Raiders, Los Angeles Chargers, Atlanta Falcons, Carolina Panthers, Houston Texans, New England Patriots und New York Jets
Ob nun am Donnerstag oder im Sunday Night Spiel, da kann es doch wohl nur einen geben, oder?

Super Bowl LIV kam knapp in die Top 10 der meistgesehenen Super Bowls.
Einhundertundzwei Millionen Zuschauer sahen sich das Spiel in Amerika im Fernsehen an. Und sie hatten bestimmt ihren Spaß, denn anders als die öde Angelegenheit vor einem Jahr, hatte dieses Spiel alles, was ein Super Bowl braucht. Die nötige Härte der Verteidigungen, einige wenige gelungene Big Plays, viele gute Läufe und Spannung bis ins letzte Viertel.
Auch Pro 7 als deutscher TV Sender, der das Spitzenspiel übertrug, kann zufrieden sein. Selbst zu sehr später Stunde im dritten Viertel sahen noch sensationelle 1,59 Millionen der 2,17 Millionen Zuschauer zu, die seit Beginn an dabei waren. Im letzten Viertel, als es richtig spannend wurde, stieg die Zahl sogar noch auf 1,64 Millionen an. So viele sahen in Deutschland noch nie zu so später Stunde beim Super Bowl zu.

Kurzberichte
Tight End Greg Olsen und die Panthers haben sich einvernehmlich getrennt. Gestern hat das Team ihn offiziell freigegeben.
Doch es scheint so, als ob Olsen noch nicht in den Ruhestand treten wird. Er hat Verabredungen mit den Bills und den Redskins.
Am Sonntag war er Teil der FOX Crew bei der Vorberichterstattung zum Super Bowl. Ein weiterer möglicher Job, den er demnächst annehmen könnte.

Safety Willie Wood verstarb im Alter von 83 Jahren.
Packers Quarterback Bart Starr warf 250 Yards und zwei Touchdowns in Super Bowl I. Max McGee fing sieben Pässe für 138 Yards und zwei Touchdowns. Durch Willie Woods Interception und die Läufe von Elijah Pitts rissen die Packers ein bis dahin ausgeglichenes Spiel im dritten Quarter mit zwei Touchdowns an sich und gewannen gegen die Chiefs.
Woods hatte eine ununterbrochene Serie von 166 Spielen in Folge. Damit liegt er heute noch auf Platz vier hinter den 255 von Quarterback Brett Favre und den 167 von Offensive Lineman Forrest Gregg und Long Snapper Rob Davis.
Acht mal wurde Wood in den Pro Bowl gewählt.
Nachdem er nach der Saison 1971 seine aktive Karriere beendete, arbeitete er noch als Head Coach bei einigen Teams in niedrigeren Ligen.

Montag, 3. Februar 2020

Die NFL 2019 - Super Bowl LIV
mahomes-patrick4Vor dem Spiel wurde viel drüber gesprochen, daß hier die beiden besten Tight Ends der Saison aufeinandertreffen, die auch zu den besten Tight Ends aller Zeiten gehören, Travis Kelce von den Chiefs und George Kittle von den 49ers.
Es war die Rede davon, daß der gute Quarterback, Patrick Mahomes (Bild) auf den schlechten Quarterback Jimmy Garoppolo trifft.
Die gute Defense der 49ers hätte eine klaren Vorteil gegenüber der nicht so guten der Chiefs.
Nun, jetzt wo das Spiel Geschichte ist, hat man gesehen, daß die Tight Ends Teamplayer sind, die beide hinter den Erwartungen zurückblieben. Der schlechte Quarterback war gar nicht so schlecht, und der gute Quarterback wurde zum MVP.
Beide Verteidigungen waren gleich gut.
Die „D“ der Chiefs, die schon Monster Running Back Derrick Henry von den Titans stoppen konnten, hielt auch die Running Backs der 49ers in Schach. Raheem Mostert, bester Läufer der Niners kam mit 12 Läufen auf schlappe 58 Yards und 1 Touchdown.
Es war eine Entscheidung von 49ers Head Coach Kyle Shanahan kurz vor der Halbzeit, die mögliche Punkte kostete. Es war noch eine Minute zu spielen, und San Francisco hatte noch alle Auszeiten. Doch Shanahan nahm keine. Sein General Manager John Lynch verzweifelte in seiner Luxussuite oben im Stadion und machte das Time Out Zeichen, aber unten auf dem Feld tat sich nichts.
Zeitmanagement ist nicht die Sache von Shanahan. Das weiß man ja spätestens seit Super Bowl  LI.
Überhaupt spielte Shanahan eher Konservativ, während Chiefs Head Coach Andy Reid es ein seinem zweiten Super Bowl krachen ließ. Zweimal ließ er in der ersten Halbzeit einen vierten Versuch ausspielen, einen an der fünf der Niners, einen an deren 19. Beide Male erfolgreich.
Bis ins letzte Viertel hatten die 49ers den Sieg in der Hand. Sie führten 20:10 und mußten jetzt erst zum ersten Mal punten. Das war der Moment, auf den die Chiefs gewartet hatten. Wo andere Teams Blut in den Adern haben, fließt bei den Chiefs Eiswasser, besonders bei Quarterback Mahomes. Wenn das andere Team kurz vor Schluß zweistellig führt, macht Mahomes ernst.
Wie Kommentator Joe Buck sagte: „Jetzt haben die Chiefs die 49ers, wo sie sie haben wollten.“ Troy Aikman war mit der Aussage nicht ganz einverstanden, aber am Ende hatte Joe Buck recht. Sein Vater Jack war übrigens Kommentator bei Super Bowl IV, als die Chiefs zuletzt das Spiel der Spiele gewannen.
Mahomes und seine Chiefs zeigten jetzt, was sie in Super Bowl LIV gebracht hatte, Ruhe, Übersicht, gute Entscheidungen, gute Ausführung.
Bei einem dritten und 15 an der eigenen 35 holte Mahomes aus, katapultierte den Ball gute 40 Yards durch die Luft und Wide Receiver Tyreek Hill fing ihn. Hill kam bis an die 21 der 49ers. Dort hielt die Defense. Erst beim dritten Versuch und 10 behinderte Tarvarius Moore Tight End Kelce in der Endzone am Passempfang. Eine glasklare Entscheidung. Erster und eins. Mahomes wieder zu Kelce, Touchdown.
Damit kamen die Chiefs auf 20:17 heran.
Jetzt hatte die Chiefs Defense das Heft in der Hand und San Franciscos Offense brachte nichts mehr zustande.
Von der eigenen 35 führte Mahomes sein Team erneut in die Endzone. Und gingen die MVP Titel nicht bevorzugt an Quarterbacks, dann hätte der Mann, der jetzt den Touchdown Pass fing, vielleicht den Titel erringen können, Running Back Damien Williams.
Er setzte noch einen drauf, als die 49ers einen Vierten und 10 an der 49 der Chiefs nicht verwandeln konnten. Zwei Spielzüge später rannte Williams über 38 Yards zum 31:20 Endstand erneut in die Endzone.
Er brachte es mit 17 Läufen auf 104 Yards und 1 Touchdown. Zusätzlich fing er vier Pässe für 29 Yards und 1 Touchdown.
Die beiden besten Tight Ends der Saison kamen auf sechs gefangene Pässe für 33 Yards und 1 Touchdown (Kelce) und vier für 36 (Kittle).
Jimmy Garoppolo hatte eine Bilanz von 20 von 31 für 219 Yards, 1 Touchdown und 2 Interception.
MVP Patrick Mahomes kam auf 26 von 42 für 286 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions. Mit neun Läufen erzielte er weitere 29 Yards und 1 Touchdown.
So gewann Chiefs Head Coach Andy Reid nach 21 Jahren als Head Coach diverser NFL Teams zum ersten Mal einen Super Bowl.

Sonntag, 2. Februar 2020

Und der Gewinner ist...
jackson-lamarLamar Jackson (Bild).
Der Quarterback der Baltimore Ravens wurde einstimmig zum MVP der Saison 2019 gewählt. Erst einmal zuvor wurde ein MVP Kandidat einstimmig gewählt, Tom Brady 2010.
Jackson warf 36 Touchdown Pässe und erzielte sieben Lauf- Touchdowns. Er kam auf 3.127 Passyards und 1.206 Laufyards. Mit letzterem wurde er sechstbester „Running Back“ der Saison.
Mit 22 Jahren und 358 Tagen ist Jackson der jüngste NFL MVP aller Zeiten. Zusätzlich ist er der erste Raven, der diesen Titel jemals errang.

Und die Ravens, die zwar die Nr. 1 in der AFC wurden aber im ersten Playoffspiel sofort ausschieden, räumten weiter ab.
John Harbaugh wurde der Head Coach des Jahres. Auch dieser Titel ist eine Premiere für die Ravens.
Ravens Offensive Coordinator Greg Roman wurde zum besten Assistenztrainer der Saison gewählt.

Rookie des Jahres wurde en Spieler, der nicht von vielen beachtet worden sein dürfte, da er bei einem Loserteam spielte, Cardinals Quarterback Kyler Murray.
Mit 26,5 Stimmen erhielt er doppelt so viele wie Raiders Running Back Josh Jacobs auf Platz zwei, auch ein Mitglied eines Loserteams.
Ob die beiden es schaffen, ihre Teams bald mal zu Siegern zu machen?
Murray kam auf 3.722 Passyards, 20 Touchdowns und 12 Interceptions.
Jacobs erzielte 1.150 Laufyards und 7 Touchdowns.

Bester Offensive Player of the Year wurde Saints Wide Receiver Michael Thomas.
Er fing 149 Pässe für 1.725 Yards.

Und auch die neuen Mitglieder der Hall of Fame stehen fest. Es sind Safety Steve Atwater, Wide Receiver Isaac Bruce, Guard Steve Hutchinson, Running Back Edgerrin James und Safety Troy Polamalu.
Zusätzlich wurden noch die Kandidaten zur Hundertjahrfeier bekanntgegeben. Das sind offensive Tackle Jimbo Covert, Coach Bill Cowher, offensive Tackle Winston Hill, Wide Receiver Harold Carmichael, offensive Tackle Duke Slater, Coach Jimmy Johnson, defensive End/Linebacker Ed Sprinkle, NFL Films Pionier Steve Sabol, defensive Tackle Alex Karras, Safety Bobby Dillon, Safety Donnie Shell, Executive George Young, Safety Cliff Harris, Receiver Mac Speedie und Commissioner Paul Tagliabue.

Hier noch die komplette Liste aller Preisträger:
- AP Most Valuable Player: Baltimore Ravens Quarterback Lamar Jackson

- AP Defensive Player of the Year: New England Patriots CB Stephon Gilmore

- AP Offensive Player of the Year: New Orleans Saints Wide Receiver Michael Thomas

- AP Offensive Rookie of the Year: Arizona Cardinals Quarterback Kyler Murray

- AP Defensive Rookie of the Year: San Francisco 49ers defensive End Nick Bosa

- AP Comeback Player of the Year:  Tennessee Titans Quarterback Ryan Tannehill

- Pepsi Rookie of the Year: San Francisco 49ers defensive End Nick Bosa

- AP Coach of the Year:   Baltimore Ravens Coach John Harbaugh

- AP Assistant Coach of the Year: Baltimore Ravens offensive Coordinator Greg Roman

- FedEx Air und Ground Players of the Year: Baltimore Ravens Quarterback Lamar Jackson (Air) und Tennessee Titans Running Back Derrick Henry (Ground)

- Salute To Service Award Presented by USAA: Former Chargers LB Donnie Edwards

- Anything But Ordinary Player of the Year presented by Microsoft Surface: Arizona Cardinals Wide Receiver Larry Fitzgerald

- Art Rooney Sportsmanship Award: Washington Redskins Running Back Adrian Peterson

- Bridgestone Clutch Performance Play of the Year:  Miami Dolphins' "Mountaineer Shot," as punter Matt Haack threw a trick play shovel pass touchdown to kicker Jason Sanders

- Deacon Jones Award: Tampa Bay Buccaneers DE Shaquil Barrett

- Bud Light Celly of the Year:  Seattle Seahawks Wide receiving corps for NSYNC "Bye Bye Bye" dance

- Don Shula NFL High School Coach of the Year Award: Matt Land, Dalton High School (Dalton, Ga.)

- Courtyard Unstoppable Performance of the Year:  Kansas City Chiefs Quarterback Patrick Mahomes in Week 2 vs. Raiders

- Daily Fantasy Player of the Year presented by Draft Kings: Carolina Panthers Running Back Christian McCaffrey

- Walter Payton NFL Man of the Year presented by Nationwide: Jacksonville Jaguars defensive Lineman Calais Campbell

- Pro Football Hall of Fame Class of 2020: Safety Steve Atwater, Wide Receiver Isaac Bruce, Guard Steve Hutchinson, Running Back Edgerrin James und Safety Troy Polamalu

Samstag, 1. Februar 2020

Bill Vinovich, der Blinde unter den Blinden.
vinovich-billKönnen wir uns im Super Bowl auf eine furchtbare Schiedsrichterleistung einstellen?
Immerhin ist der Hauptschiedsrichter Bill Vinovich (Bild) der Schiedsrichter, der für die schlimmste Fehlleistung aller Zeiten verantwortlich ist.
Vinovich und seine Crew waren es, die die Rams in den Super Bowl schickten, und nicht die Saints.
Was war passiert?
NFC Championship Game 20. Januar 2019
Es stand 109 Sekunden vor Spielende 20:20. Die Saints standen an der 13 der Rams. Quarterback Drew Brees paßte bei einem dritten Versuch in Richtung Tommylee Lewis an der Seitenauslinie. Rams Defensive Back Nickell Robey-Coleman sah gar nicht in Richtung Ball. Er lief auf Lewis zu und verpaßte ihm einen Hit. Lewis fiel zu Boden, der Ball auch.
Ganz klar, Passbehinderung.
Doch die einzige Behinderung bei diesem Foul hatten die Schiedsrichter. Sie hatten kollektive Sehbehinderung und sahen nicht, was alle anderen im Stadion sahen und Millionen Fernsehzuschauer.
Robey-Coleman sah nicht in Richtung Ball, er berührte Lewis bevor der eine Chance hatte an den Ball zu kommen. Und der Defensive Back knallte mit seinem Helm gegen den Helm von Lewis, was heutzutage ein Angriff auf einen wehrlosen Spieler ist, und mit einer Strafe geahndet wird. Genug Gründe für eine gelbe Flagge.
Doch nur, wenn die Blindfische mit den Zebrastreifen es auch sehen.
Hätte New Orleans hier eine Strafe zugesprochen bekommen, hätten sie die Zeit weit runterlaufen lassen können, bevor sie ein Field Goal versucht hätten, oder sie hätten sogar noch zu einem Touchdown kommen können.
So gab es keine Strafe, keinen neuen ersten Versuch, sondern sofort das Field Goal zum 23:20 für die Saints.
„Wir wurden beraubt,“ stand es kurz nach dem Spiel schon auf einer Werbetafel in der Nähe des Stadions.
Und: „Zur Hölle ja,“ sagte Robey-Coleman auf die Frage, ob er Lewis behindert hätte. „Ich habe meinen Job gemacht,“ fuhr er fort. „Die Schiedsrichter haben ihren gemacht. Wir respektieren das.“
Und bereits kurz nach Spielende rief Al Riveron, NFL Senior VP of Officiating, bei Saints Head Coach Sean Payton an und gab zu, daß die Schiedsrichter diese nicht verhängte Strafe versaut hätten.
Hauptschiedsrichter Bill Vinovich mußte nach dem Spiel aus dem Stadion geschmuggelt werden, und aus seinem Hotel, um ihn unerkannt in ein anderes Hotel zu bringen.
Die ganze Nacht stand er unter Polizeischutz.
Und am Sonntag darf eben dieser 58 Jahre alte Bill Vinovich seinen zweiten Super Bowl pfeifen.
Genau wie im NFC Championship Spiel letztes Jahr, hat er eine Crew der besten Schiedsrichter auf ihren Positionen um sich. Das ist aber auch nicht wirklich ein Vorteil gegenüber eingespielten Crews, wie man ja gesehen hat.
Vinovich scheint in der Saison 2019 nicht schlecht gewesen zu sein, wenn er trotz des größten Fehlers aller Zeiten im Spiel der Spiele arbeiten darf. UND Vinovich war bei der bewußten Szene zwar der Chef auf dem Platz, aber als solcher war er eben auch für andere Situationen zuständig. Als Hauptschiedsrichter beobachtet er den Quarterback, ob diese besonders geschützte Spezies nicht etwa zu grob behandelt wird.
Für die Passbehinderung war jemand aus seinem Team verantwortlich.
Und doch hat halt der Hauptverantwortliche Hohn, Spott, und die in den Sozialen Medien üblichen ach so beliebten Morddrohungen abbekommen.
Saints Wide Receiver Michael Thomas twitterte, als er von der Berufung Vinovichs erfuhr: „Oh nein. Er hat doch gar keine Flaggen, die er werfen könnte.“
Immerhin sorgte diese Fehlentscheidung dazu, daß auch Passbehinderungen per Videobeweis überprüft werden können. Das hat zwar 2019 nicht viel gebracht, aber man hat es zumindest versucht.

Beide Teams haben keine Verletzungen beim Training zu vermelden. Alle Spieler sind einsatzbereit.

Kurzberichte
Die NFL feiert ihr hundertstes Jahr. Commissioner Roger Goodell ist unzufrieden damit, wie die Rooney Regel angewandt wird. Doch ein dunkles Kapitel der NFL wird nicht behandelt. Und das stößt auf sehr viel Unverständnis.
Es geht um die Zeit von 1934 bis 1946, in der es verboten war, farbige Spieler im Kader zu haben.
Die Besitzer der Teams, darunter George „Papa Bear“ Halas, Art Rooney (Steelers) und Wellington Mara (Giants), hatten eine unausgesprochene Vereinbarung, schwarze Spieler zu verbieten.
Und wenn Goodell seine Kritik an der Rooney Regel wirklich so ernst nimmt, wie er sie nach außen vertritt, dann muß die NFL dieses dunkle Kapitel aufarbeiten.
In dieser dunklen Zeit spielten die schwarzen Spieler in Ligen wie der Pacific Coast League oder der All-American Football Conference.

Drew Brees will 2020 spielen. Doch nur bei den Saints und nur zu seinen Bedingungen.
„Ich möchte nicht so lange spielen, bis ich nicht mehr spielen kann,“ sagte der Quarterback der Saints. „Ich möchte aufhören, so lange ich spüre, daß ich es noch bringe. Und momentan spüre ich, daß ich es noch kann. Wann ich dann das Kapitel Ruhestand aufschlage, bleibt abzuwarten,“ fuhr der 41-jährige fort. „Ich verspüre mehr und mehr Lust, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Das wird wohl dann den Hautausschlag geben.“
Brees ist Free Agent und kann daher zu einem Team seiner Wahl wechseln.

Mit 37 Jahren ist lange noch nicht Schluß... jedenfalls für Quarterbacks.
Deshalb will Ryan Fitzpatrick 2020 auf jeden Fall spielen. Und da es ihm bei den Dolphins gut gefällt, möchte er in Miami bleiben.
Und die Dolphins, die wohl einen Quarterback einberufen werden, wollen ihn behalten.
Der Rookie soll dann langsam hinter Fitzpatrick an den Ernst der NFL herangeführt werden.
2019 kam Fitz auf 3.529 Passyards und 20 Touchdowns bei 13 Interceptions. Allerdings war er zu einer Zeit so schlecht, daß die Dolphins ihn auf die Bank setzten. Als sein Ersatzmann Josh Rosen noch schlechter war, ließen sie Fitzpatrick wieder starten, und das zahlte sich aus. Er spielte ab da eher wie Fitzmagic, denn wie Sixpatrick.
Fitzpatrick war nicht nur der unbewegliche Pocket Passer, sondern wurde mit 243 Laufyards bester Läufer der Dolphins 2019. Was natürlich viel über die Probleme des Teams auf der Running Back Position aussagt.

Freitag, 31. Januar 2020

Kurzberichte
reid-andy-chiefs3Andy Reid (Bild) hat einen alten Mitstreiter zum Super Bowl eingeladen, Donovan McNabb. Er und Reid waren 11 Jahre zusammen bei den Eagles und haben viele Spiele gewonnen. Fünfmal gewannen sie zusammen die NFC East, spielten fünfmal im NFC Championshipspiel und einmal im Super Bowl, den sie aber verloren.
Reid hofft nun, daß McNabb die richtigen Worte findet, um die aktuellen Spieler der Chiefs zu motivieren.
Und Reid fällt nicht auf das Gerede herein, daß 49ers Quarterback Jimmy Garoppolo eine Niete ist, die nur rein zufällig in den Super Bowl gekommen wäre: „ich habe einen Riesenrespekt vor Jimmy Garoppolo,“ sagte Reid. „Ich sehe, daß die 49ers ein zunächst Lauforientiertes Team sind. Aber ich sehe auch die Statistiken von Garoppolo. Und er kann den Ball verdammt gut werfen. Spielt man gegen die 49ers, muß man gut gegen das Lauf- und das Paßspiel sein. Sie haben eine komplette Offense. Die 49ers setzen nicht auf das Laufspiel, weil Kyle Shanahan seinem Quarterback nicht vertraut. Über die gesamte Saison gesehen, erkennt man, daß der Quarterback liefert, wenn es auf ihn ankommt. Allerdings werden wir uns davon nicht nervös machen lassen.“
Der Head Coach widersprach damit seinem Defensive Tackle Chris Jones. Der meinte, daß es reichen würde, die Verantwortung für die Niners Offense in die Hände von Jimmy G zu legen, dann hätte man den Sieg schon fast sicher.
Reid dagegen predigt seinen Verteidigern, den Quarterback nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Allerdings, so Reid, wäre es natürlich die Toppriorität, das explosive Laufspiel San Franciscos zu stoppen.

Vor einige Tage erklärte Chiefs Head Coach Andy Reid, daß alle seine Spieler einsatzbereit sind. Gestern vermeldete 49ers Head Coach Kyle Shanahan, daß auch die Niners Full Go sind.
Einige, darunter Running Back Tevin Coleman mit seiner Schulterverletzung, werden im Training zwar geschont, aber einem Einsatz am Sonntag soll nichts entgegenstehen.
Ohne die Freiwoche vor dem Super Bowl hätten nicht alle Spieler fit werden können.

Chiefs Wide Receiver Sammy Watkins war die Nr. 4 in der Draft 2014 und wurde von Buffalo einberufen. Nach zwei guten Saisons schlug der Verletzungsteufel zu.
Die Bills ließen ihn zu den Rams ziehen, wo er auch nicht wieder an alte Leistungen anknüpfen konnte.
Als die Chiefs ihm einen Dreijahresvertrag über $48 Millionen anboten, griff er zu. Und er fühlt sich wohl in der Offense von Andy Reid. Er fühlt sich so wohl, daß er einer Gehaltskürzung zustimmen würde, um in Kansas City bleiben zu können.
2020 würden ihm $21 Millionen zustehen. Das, so glaubt Watkins, wären die Chiefs nicht bereit ihm zu zahlen. Bisher fing er in 24 regulären Saisonspielen Pässe für 1.192 Yards und sechs Touchdowns.
Um einer Entlassung zu entgehen, würde der Wide Receiver einer moderaten Gehaltskürzung zustimmen. Sollte es dazu nicht kommen, denkt Watkins daran, ein Jahr lang zu chillen. Mit 26 Jahren denkt er noch nicht daran, seine Karriere zu beenden.

Falcons Besitzer Arthur Blank feuert Kyle Shanahan an.
Falcons Fans heften Shanahan die blamable Niederlage Atlantas in Super Bowl LI an, als die Falcons eine 28:3 Führung gegen New England praktisch wegwarfen. Shanahan war zu der Zeit Offensive Coordinator der Falcons und schaffte es nicht, Spielzüge anzusagen, die die Führung über die Zeit retteten.
So kam es zur blamabelsten Super Bowl Niederlage aller Zeiten.
Vergeben und vergessen, am Sonntag feuert Blank Shanahan an. Doch Blank hofft vor Allem auf ein gutes Spiel. Und wenn die Chiefs gewännen, wäre das für ihn auch ein Grund zur Freude. Arthur Blank war ein guter Freund von Lamar Hunt, dem Gründer der Chiefs und Namensgeber des Super Bowls.
„Für Amerika und beide Fanlager hoffe ich, daß wir ein spannendes Spiel sehen mit vielen Punkten, also etwas anderes als letztes Jahr.“
Nur mal so zur Erinnerung, Super Bowl LIII war der ödeste Bockmist aller Zeiten.

Nach Superstar Luke Kuechly haben die Panthers einen weiteren Superstar verloren. Tight End Greg Olsen verkündete, daß er und das Team sich nach 13 Saisons gütlich getrennt haben.
Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2020 und hätte ihm $11.6 Millionen eingebracht.
Olsen spielte von 2007 bis 10 zunächst für die Bears. Er fing in seiner Karriere 718 Pässe für 8.444 Yards und 59 Touchdowns. Er wurde dreimal in den Pro Bowl gewählt.
Was Olsen für seine Zukunft plant, das teilte er noch nicht mit. Doch er war bereits einige Male Co-Kommentator bei Footballübertragungen, und das wäre eine echte Möglichkeit für ihn.

Ex-Alabama Quarterback Tua Tagovailoa ist auf dem Weg der Besserung. Er mußte an der Hüfte operiert werden, und eine Zeitlang war davon die Rede, daß er 2020 gar nicht würde spielen können.
Tagovailoa galt vor seiner Hüftverletzung als klare Nr. 1 in der Draft. Doch diesen Platz hat jetzt Heisman Trophäen Sieger Joe Burrow inne.
Und das ist gut so, meinte Tagovailoas Agent Leigh Steinberg in einem Interview: „Als Agent möchte man natürlich sicherstellen, daß dein Klient zu einem guten Team geht. Deshalb hoffe ich, daß die Bengals sich in Joe Burrow vergucken.“
Als die Empörung über diesen Spruch zu große Wellen schlug, ruderte Steinberg zurück. Wäre ja nur satirisch gemeint gewesen.
Das kennt man ja von hiesigen Fernsehsendern. Erst hunderttausende nette Omas beleidigen und verunglimpfen, und dann sagen: „Ha, ha, ha, war doch alles nur Satire.“
Bei Steinberg dürfte dieser Trick nicht funktionieren. Er hat schon einige Male Pech gehabt mit Collegeabgängern, die er vertrat. So vertrat er die Quarterbacks David Klingler und Akili Smith, die jeweils in der ersten Runde zu den Bengals gingen, und deren Karrieren verpufften.
Nachdem die Bengals Klingler einberufen hatten, erwischten die Kameras Steinberg, als er stöhnte: „Oh Gott, Mike Brown.“ Mike Brown ist der Besitzer und General Manager der Bengals.

War da gerade die Rede von den Cincinnati Bengals?
Dann hätte ich da noch was.
Carson Palmer rät Joe Burrow davon ab, zu den Bengals zu gehen.
Quarterback Palmer war eine ehemalige Nr. 1 der NFL, der 2003 von den Bengals einberufen wurde. Nach turbulenten Jahren dort und einer sehr schlimmen Knieverletzung, wurde er 2011 an die Raiders abgegeben.
Die ehemalige Nr. 1 rät der erwarteten Nr. 1, nicht zu den Bengals zu gehen, weil Palmer glaubt, daß die nie wirklich vorgehabt hätten, den Super Bowl zu gewinnen.
Bei den Bengals hätte er nie das Gefühl gehabt, daß sich da jemand dafür interessierte, zu gewinnen. Das Gefühl, daß eine Organisation wirklich gewinnen wollte, hätte er erst gespürt, als er zu den Cardinals wechselte. Erst deren Besitzer Michael Bidwill hätte den eisernen Willen zum Sieg verbreitet.
Und weil Palmer auch heute noch nicht das Gefühl hat, daß die Bengals Siegeswillen verströmen, rät er Burrow davon ab, bei ihnen zu unterschreiben.

Donnerstag, 30. Januar 2020

Kurzberichte
sanders-emmanuel2Die 49ers sind es leid, ständig zu hören, daß ihr Quarterback Jimmy Garoppolo es nicht bringt. Wide Receiver Emmanuel Sanders (Bild) meinte, daß es, wenn Zeit würde „to Ball“ Jimmy G in der Lage wäre „to Ball“.
Chiefs Defensive Tackle Chris Jones erzählte Reportern, daß es nur nötig wäre, das Spiel von Garoppolo machen zu lassen, dann hätte man schon gewonnen. Die Niners würden nur von ihrem Laufspiel profitieren.
Sanders antwortete: „Wenn wir Receiver offen sind, dann wird Jimmy uns treffen. Wir alle werden und zerreißen. Es wird an uns liegen, nicht an Jimmy. Wenn es darauf ankommt, wird er die Pässe anbringen. Unsere Offense ist gut ausbalanciert. Wir sind flexibel. Wir können uns schnell umstellen.“

Chiefs Head Coach Andy Reid ist stolz auf seinen Wide Receiver Tyreek Hill, der sich auf und neben dem Platz positiv entwickelt hätte.
Hill stand unter dem Verdacht der häuslichen Gewalt. Doch das Team agierte nach der Devise, daß zunächst die Unschuldsvermutung gelte.
Und tatsächlich wurde die Sache nach einer gründlichen Untersuchung der Behörden eingestellt.
Reid betonte: „Tyreek ist ein guter Vater und ein guter Teamkollege geworden. Und er ist gut in seinem Job. Wir sind froh, ihn zu haben.“

Aus den bekanntlich gut unterrichteten Kreisen ist zu hören, daß US Präsident Donald Trump nach seiner Zeit als Chef des Staates wieder versuchen wird, ein NFL Team zu kaufen.
Doch zunächst versucht er mal, eine zweite Amtszeit zu kaufen. Das macht auch sein Gegenüber, der 77 Jahre alte demokratische Präsidentschafts-Bewerber Michael Bloomberg.
Bloomberg und der 73 Jahre alte Trump haben beide jeweils ein Minute Werbezeit während des Super Bowls gebucht, bei einem Preis von $5 Millionen für 30 Sekunden.
Auch Deutschland ist im Super Bowl mit Werbung vertreten.
Porsche drehte einen 150 Sekunden langen Werbespot in Heppenheim, von dem 60 Sekunden gezeigt werden.

Der Super Bowl findet in Miami statt, einer Stadt, die leidet.
Sie leidet unter der Erfolglosigkeit ihrer Sportteams. Die Dolphins sind Fußabtreter. Ihr letzter Sieg in einem Playoffspiel liegt zwei Jahrzehnte zurück. Nach Dan Marino starteten 21 Quarterbacks für das Team. Marino spielte zuletzt 1999.
Das Collegeteam Miami Hurricanes hat das Verlieren angefangen.
Die Baseball und Eishockeyteams wissen gar nicht, was das ist, Gewinnen.
Einzig das Basketballteam Miami Heat kann Siege holen.
Das Fußballteam Inter Miami, an dem David Beckham Anteile hält, findet kein festes Stadion. Es wird seine erste Saison im März in Fort Lauderdale beginnen. Ob die gewinnen können, muß man erst mal sehen.
Und jetzt kommt der Super Bowl in die Stadt und zeigt den Sportfans in Miami was sie so bald nicht haben werden... einen Nationalen Meister.
Das schmerzt.

Bei seiner üblichen Pressekonferenz vor dem Super Bowl, sprach Commissioner Roger Goodell natürlich auch darüber, daß die Rooney Regel nicht funktioniert und überarbeitet werden muß.
Die Tatsache, daß die Teams weiter ihre Head Coaches und General Manager nach Können aussuchen und nicht nach Hautfarbe, gefällt Goodell überhaupt nicht.
Und deshalb muß jetzt, nachdem nur die Redskins mit Ron Rivera den Vertreter einer Minderheit als Head Coach verpflichtet hatten, einiges passieren, damit das nicht mehr passiert.
Und sein anderes Lieblingsthema sind die 17 Saisonspiele, die Goodell gerne hätte. Sie sind fester Bestandteil der laufenden Tarifverhandlungen. Und er führte an, daß man in dieser Sache einen sehr produktiven Dialog führe.
Dazu hat 49ers Safety Richard Sherman eine klare Meinung: „Der Commish glaubt wohl, daß unsere Gesundheit ein Preisschild hat. Man kann nicht ständig predigen, daß die Gesundheit von uns Spielern das Wichtigste wäre, und uns dann ein weiteres Spiel aufzwingen.“
Dann erwähnte der Chef der NFL noch, daß auch in den nächsten zwei Jahren Spiele in Mexico City ausgetragen würden.
Dann brachte er das neue Stadion in Las Vegas als Austragungsort für den Super Bowl LIX, 2025 ins Gespräch.
Und am 17. September feiert die NFL ihre 100, Geburtstag. Dafür wären natürlich viele Festivitäten geplant.

Die Browns verpflichteten einen neuen Offensive Coordinator. Sie entschieden sich für Bengals Quarterback Coach Alex Van Pelt.
Der heute 49-jährige war 2005 Quarterback Coach der Frankfurt Galaxy. 2009 war er Offensive Coordinator bei den Buffalo Bills.

Bears Quarterback Mitchell  Trubisky wurde an einer angerissenen Pfannenlippe in seiner linken Schulter operiert.
Laut General Manager Ryan Pace zog Trubisky sich diese Verletzung in Woche vier zu.

Hall of Fame Defensive End Chris Doleman ist im Alter von 58 Jahren gestorben.
In der NFL spielte er für die Vikings, Falcons, 49ers und noch mal die Vikings.
Am Mittwoch verlor er den Kampf gegen den Hirntumor.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Kurzberichte
mahomes-patrick3
Die 49ers hatten 2017 die dritte Wahl in der Draft. Sie hätten die Chance gehabt, Patrick Mahomes (Bild) einzuberufen. Der Quarterback war noch zu haben, da die Browns an erster Stelle einen Defensive End einberiefen, und die Bears an zweiter Stelle Quarterback Mitchell Trubisky (Mann, werden die sich ärgern!).
Auch die 49ers entschieden sich dafür, einen Defensive End in der ersten Runde einzuberufen, zum dritten Mal in Folge. Sie nahmen Solomon Thomas auf.
Head Coach Kyle Shanahan hatte mit Mahomes beim Scouting Combine gearbeitet und war nicht überzeugt von dessen Fähigkeiten. Und Shanahan, wartete darauf, daß Quarterback Kirk Cousins, mit dem er bei den Redskins zusammen gearbeitet hatte, 2018 als Free Agent zu den 49ers kommen würde. Auf ihn setzte der Head Coach. Auf ihn wartete er.
Um die Wartezeit zu überbrücken, holten die Niners Jimmy Garoppolo von den Patriots. Doch Cousins hatte nicht auf die 49ers gewartet, sondern akzeptierte einen voll garantierten $84 Millionenvertrag der Vikings.
Patrick Mahomes ging als zweiter Quarterback in der Draft 2017 an 10. Stelle zu den Chiefs. Dort gewann er 2018 den Titel des wertvollsten Spielers der Saison und steht am Sonntag im Super Bowl (Mann, werden die Bears sich ärgern!).
Doch mit Solomon Thomas haben die 49ers keinen schlechten Griff getan, jedenfalls keinen so schlechten, wie die Bears mit Trubisky.
Und deshalb werden die 49ers sich nicht so sehr ärgern, wie die Bears. Immerhin führte der ehemalige Ersatzmann von Tom Brady, Jimmy G, San Francisco auch in den Super Bowl.

Andy Reid wird am Sonntag seinen zweiten Super Bowl als Head Coach bestreiten.
Von 1999 bis 2012 war er Head Coach der Philadelphia Eagles. Mit ihnen verlor er Super Bowl 39 knapp gegen die Patriots.
Bei der gestrigen Pressekonferenz strahlte er, als er bekanntgab, daß keiner seiner Spieler verletzt oder krank ist.
Also die Chiefs are Go.

Wide Receiver Emmanuel Sanders wird seinen dritten Super Bowl bestreiten. Einen verlor er mit den Steelers, einen gewann er mit den Broncos.
Sanders wirkt als Mentor für die jungen Leute im 49ers Team. Immerhin hat Sanders 10 Jahre NFL Erfahrung zu bieten.
Und er hat eine Botschaft an seine jungen Mitspieler, die sich freuen, in Miami Selfies zu machen und zu zeigen, daß sie Teilnehmer am größten Einzelsportereignis der Welt sind: „Wir sind hier um zu gewinnen!“
Manche seiner Mitspieler müssen etwas geerdet werden, und dafür sorgt Sanders.
Er wird nach der Saison Free Agent, und man kann davon ausgehen, daß er dann zu seinem vierten Team wechseln wird. Eine Vertragsverlängerung in San Fran ist momentan nicht in Sicht.
Und Sanders möchte gerne als Super Bowl Sieger auf den Markt der Free Agents treten.

Super Bowl LIV... 49ers oder Chiefs?
Vielen Fans ist das egal, Hauptsache nicht die Patriots.
Jerome Bettis, Spitzname „The Bus“, ehemaliger Running Back der Steelers, Hall of Fame Mitglied, ist erleichtert: „Ich glaube, daß das gut für das Spiel ist. Endlich mal frisches Blut in diesem Spiel. Endlich mal neue Gesichter. Ich glaube definitiv, daß das positiv für die NFL ist.“
Und so wie der Bus denken eine Meeeeeenge Leute.

Die Patriots haben einen weiteren langjährigen Trainer verloren.
Nach 36 Jahren in der NFL und 34 davon in New England, trat Offensive Line Coach Dante Scarnecchia in den Ruhestand.
Scarnecchia wird nächsten Monat 72 Jahre alt.

Bill O`Brien, Head Coach der Texans, sicherte sich einen gutbezahlten Zweitjob. Er wurde auch General Manager des Teams.
Das heißt, daß O`Brien jetzt die alleinige Kontrolle über die Zusammensetzung des Kaders hat.

Dienstag, 28. Januar 2020

Kurzberichte
garoppolo
Tom Brady hat eine Textbotschaft an seinen ehemaligen Ersatz- Quarterback Jimmy Garoppolo (Bild) geschickt: „Go win.“
Jimmy G war von 2014 bis 17 zweiter Quarterback hinter Brady in New England. Und wenn man das mit rechnet, dann hat Garoppolo bereits zwei Super Bowl Siege in seinem Lebenslauf stehen.
Doch als Starter ist es sein erstes Mal.
Und Brady wünscht sich jetzt, daß sein „Schützling“ seinen ersten Super Bowl als Quarterback seines eigenen Teams gewinnt.

Hacker scheinen vor dem Super Bowl die Kontrolle über das Twitter Konto der NFL übernommen zu haben.
Auch die Konten der Chiefs, Bears und der Packers wurden offensichtlich gehackt.
Auf diesen Seiten erschien der Eintrag eines nicht autorisierten Nutzers, der schrieb: „Alles kann man hacken.“
Die Einträge wurden zwar gelöscht, aber eine Gruppe schrieb später, daß man bereit wäre, die Sicherheit der Konten zu erhöhen.
Was wohl auch nötig scheint, denn diese Botschaft erschien auf dem Konto der Chiefs immer wieder, egal, wie oft sie gelöscht wurde.
Neben den Twitter Konten wurden wohl auch die Facebook Konten der NFL, der Houston Texans und Buffalo Bills gehackt, auf denen dieselbe Botschaft erschien.
Bereits 2016 wurde das Twitterkonto der NFL gehackt. Ein 18-jähriger verbreitete die Botschaft, daß Commissioner Roger Goodell gestorben wäre. Der Hacker wurde erwischt und zu 24 Monaten auf Bewährung verurteilt. Wobei eine Strafe auf Bewährung ja nun keine Strafe ist, auch wenn sie so genannt wird.

49ers Tight End George Kittle spielt seit 17 Monaten mit einer gerissenen Pfannenlippe in seiner rechten Schulter.
Das passierte, als er sich einmal die Schulter auskugelte. Dabei wäre die Lippe komplett gerissen. Doch mit der Hilfe eines besonderen Schulterschutzes könne er spielen, und es täte nicht ständig weh, meinte Kittle.
Auf die Frage, ob er sich denn operieren ließe, antwortete Kittle: „Auf keinen Fall.“
Daß der Tight End überhaupt mit dieser Verletzung spielen kann, ist erstaunlich. Daß er damit zu einem der besten Receiver der Liga wurde, ist erstaunlicher. Daß er auch noch als Blocker gute Arbeit macht, ist am Erstaunlichsten.

Joe Montana rät Tom Brady: „Verlaß die Patriots nicht!“
Zwar denkt der wahre G.O.A.T. nicht negativ an die letzten zwei Jahre seiner legendären Karriere in Kansas City zurück, aber als das Wahre sieht er die Zeit nicht an.
1993 gaben die 49ers Montana an die Chiefs ab. Und heute würde der beste Quarterback aller Zeiten wohl eher seine Karriere beenden, als sich auf den Wechsel einzulassen. Die Erfahrung, so spät in der Karriere noch mal das Team zu wechseln, würde er niemandem empfehlen.
Tom Brady überlegt ja noch, was er im März macht, wenn er offiziell zum ersten Mal in seiner NFL Zeit zum Free Agent wird. Und Montana rät ihm, bei dem Team zu bleiben, mit dem er seine bisherigen immensen Erfolge erzielte. Es wäre nicht leicht, in einem neuen Team akzeptiert zu werden, egal, wie erfolgreich man vorher anderswo war. Und so ein Wechsel ist besonders auf der Quarterback Position nicht leicht. Ein neues Team, ein neues Umfeld, ein neues Spielsystem, das Alles wäre problematisch.
Und deshalb rät der dreimalige Super Bowl MVP dem viermaligen Super Bowl MVP, daß er in New England bleiben sollte.
„Außerdem,“ so Montana, „kann ich mir nicht vorstellen, daß die Patriots ihn gehen lassen.“

Zeke über Dak: „Er wird sein Geld bekommen.“
Cowboys Running Back Ezekiel Elliott ist sich völlig sicher, daß sein Quarterback Dak Prescott der nächste bestbezahlte Spieler aller Zeiten werden wird. Ob es die $40 Millionen pro Saison werden, die Prescott anstrebt, das bleibt abzuwarten.
Stephen Jones, nach seinem Vater Jerry der wichtigste Mann bei den Cowboys, hat es als Top Priorität bezeichnet, „den Quarterback für die Zukunft der Cowboys“ zu sichern.
Dazu steht dem Team aber zunächst die Möglichkeit, Prescott zum Franchise Player zu machen, zur Verfügung.
Natürlich wäre es bestimmt beiden Seiten lieber, sich direkt auf einen langfristigen Vertrag zu einigen, aber wenn das nicht auf Anhieb klappt, dann halt anders.

Die Cleveland Browns haben mit Andrew Berry den jüngsten General Manager der NFL engagiert.
Die Browns blieben damit im eigenen Haus. Berry war von 2016 bis 18 war Berry Vizepräsident des Spielerpersonals in Cleveland.
Letztes Jahr hatte er ein Angebot der Eagles vorliegen, dort  Vizepräsident für Footballangelegenheiten zu werden, doch er lehnte ab.
Mit 32 Jahren ist er jetzt der jüngste General Manager aller Zeiten eines NFL Teams.

Browns Running Back Kareem Hunt, der Mann, der damals eine am Boden liegende Frau trat, geriet wieder in die Schlagzeilen.
Nachdem er am 21. Januar zu schnell mit dem Auto unterwegs war und von der Polizei angehalten wurde, nahm ein Polizist Marihuanageruch aus dem Wageninneren wahr.
Und Hunt sagte dem Beamten dann auch gleich, daß er einen Drogentest nicht bestehen würde. Das alles wurde von der Körperkamera des Polizisten aufgenommen und fand seinen Weg zur Skandalinternetseite TMZ.
Die Browns wollten sich noch nicht zu der Sache äußern.

Ex Browns Head Coach Freddie Kitchens ist jetzt nur noch Tight Endes Coach.
Er unterschrieb bei den New York Giants.

Montag, 27. Januar 2020

Kurzberichte
manning-eli2Tom Brady hat Eli Manning (Bild) zu seiner guten Karriere gratuliert.
Nachdem der Super Bowl Quarterback der Giants am Freitag eine Pressekonferenz zu seinem Karriereende abgehalten hatte, meinte Brady, daß ihm die beiden Niederlagen gegen Mannings Giants im Super Bowl schwer im Magen lägen. Brady twitterte: „Eli, ich werde nicht lügen, ich hätte mir gewünscht, daß du nie einen Super Bowl gewonnen hättest.“
Eli Manning gewann ihn zweimal, beide Male gegen die Patriots.
Doch weiter wird die Frage diskutiert, ob Eli Manning in die Hall of Fame gehört. Sein Bruder Peyton, der ein todsicherer Kandidat für die Ruhmeshalle ist, hat dazu eine glasklare Meinung: „Ja! Wenn jemand zwei Super Bowls gewonnen hat und zweimal MVP des Spiels wurde, dann gehört der in die Hall.“
Bei seiner PK sagte Eli Manning, daß es für ihn wichtig war, als Giant in den Ruhestand zu treten. Niemals hätte er für ein anderes Team spielen wollen.
Natürlich dankte Co-Teambesitzer John Mara Manning für die Dienste und den Einsatz, den er für das Team und die Organisation geleistet hat.
Eli will sich jetzt erst mal Zeit nehmen, und in Ruhe überlegen, was er als nächstes machen will.

Drew Brees weiß eines ganz genau, wenn er 2020 seine 20. Saison spielen wird, dann für die Saints.
Zwar wird der 41-jährige als Free Agent bestimmt noch Jobangebote bekommen, aber er möchte wenn überhaupt, für die Saints spielen.

Chargers Quarterback Philip Rivers spielt seit drei Saisons mit seinem Team in Los Angeles. Doch seinen Hauptwohnsitz hatte er weiterhin in San Diego, der alten Heimat des Clubs.
Sieht er seine Zeit bei den Chargers als beendet an? Er ist ein Free Agent.
Und Rivers zieht mit seiner Familie um, aber nicht nach L.A. sondern nach Florida.
Die Chargers spielten in den drei Jahren in Los Angeles in einem kleinen Fußballstadion in einem Vorort, dem Dignity Health Sports Park, vormals Home Depot Center und StubHub Center, auf dem Campus der California State University, Dominguez Hills in Carson, California. Und selbst die nur 27.000 Plätze in dieser Minischüssel, bekamen die Chargers nicht gefüllt. Wie soll das erst ab September werden, wenn sie im neuen Footballtempel, dem SoFi Stadium mit seinen über 70.000 Plätzen antreten werden?
Will Rivers sich die Schmach der zu erwartenden leeren Sitze nicht antun?
Erwartet er, daß die Chargers ihm keinen Vertrag mehr anbieten werden?
Wird er noch mal bei einem anderen Team unterschreiben?
Wir werden es erleben.
Das Mini Stadion wird auch noch eine Weile Footballstadion bleiben, für die Los Angeles Wildcats aus der bald startenden XFL.

Die AFC hat den Pro Bowl mit 38:33 gegen die NFC gewonnen.
Und tatsächlich kam die Onsidekick-Alternative zum Einsatz.
Nach einem Touchdown der NFC im vierten Viertel entschied sich Head Coach Pete Carroll dazu, den Ball an der eigenen 25 mit einem vierten Versuch und 15 anzuspielen.
Das klappte nicht, die NFC kam nur bis zur eigenen 35. An der Stelle kam dann die AFC in Ballbesitz.

kelce-travisDie Chiefs und die 49ers sind in Miami gelandet.
Vor ihnen liegt eine harte Woche mit unendlich vielen Interviews mit unendlich öden Fragen und viel Training.
Bei den Fragen zu den Angriffsreihen dürfte klar sein, daß der Vorteil auf der Quarterback Position bei Kansas City liegt, und das bessere Laufspiel San Francisco gehört. Doch es wird eng bei der Frage nach dem besseren Tight End. Travis Kelce (Bild) von den Chiefs und George Kittle sind zur Zeit die Creme auf dieser Position.
Travis Kelce liegt auf Platz drei aller Receiver, Wide Receiver also eingeschlossen, mit 1.229 Yards. Der 30-jährige spielt in seiner siebten Saison. Er kam 2013 in der dritten Rinde der Draft zu den Chiefs. Er wurde fünf Jahre in Folge in den Pro Bowl gewählt.
George Kittle, der 2018 noch vor Kelce landete, hatte 2019 mit nur 1.053 Yards das Nachsehen. Er wurde 2017 in der fünften Runde von den 49ers einberufen. Er wurde zweimal in Folge in den Pro Bowl gewählt.
Und auch wenn beide Teams gute bis sehr gute Wide Receiver haben, führen Kelce und Kittle ihre Teams an. So wie sie 2018 die Liga anführten. Kittle stellte mit 1.377 Yards einen neuen Rekord für Tight Ends auf. Erst in Woche 17 konnte er Kelce diesen Rekord wegschnappen, der die Saison mit 1.336 Yards beendete und selber auf Rekordjagd war.
Beide Tight Ends haben keine Angst davor, gehittet zu werden. Pässe in der Mitte des Feldes sind für sie kein Problem. Dabei teilen sie eher an die Verteidiger aus, als sie einstecken.
Beide haben eine sehr positive Lebenseinstellung und lieben ihren Sport. Und beide werden einen großen Einfluß auf den Ausgang des Spiels haben.

Jimmy Garoppolo ist nicht taub. Der Quarterback der 49ers hört die Kritiken, die über ihn im Umlauf sind.
In zwei Playoffspielen warf er insgesamt nur 27 Pässe. Er ist der dritte Quarterback, der in zwei Playoffspielen unter 30 Versuchen blieb.
Das gab es zuletzt in den 70ern. Earl Morrall 1972 und Ruhmeshallenmitglied Bob Griese 1973, beide Miami Dolphins, waren die anders beiden.
Die Statistiken von Garoppolo zeigen halt, wie gut das Laufspiel der 49ers ist. Und das ist wichtig gegen die gegen den Lauf anfällige Defense der Chiefs.
Garoppolo ist aber da, wenn er den genauen Pass werfen muß. Mit 27 Touchdowns und 13 Interceptions spielte er eine gute Saison 2019.
Patrick Mahomes war mit 26 Touchdowns etwas schlechter, aber mit nur 5 Interceptions um Längen besser.
Garoppolo war aber der einzige Quarterback in der Saison 2019, der bei der Vervollständigungsrate (69,1%), Passyards pro Versuch (8,4 Yards), und Touchdownpässen (27) immer unter den Top 5 in der Statistik landete.
Garoppolo bleibt etwas unter dem Radar, weil er nicht die spektakulären Spielzüge liefert. Er macht seinen Job, Basta!

49ers Running Back Tevin Coleman hat immer noch Schmerzen in der Schulter. Er wurde im Championshipspiel gegen die Packers vom Platz gefahren.
Ob er im Super Bowl spielen kann, das steht immer noch nicht fest. Zwar sagte Head Coach Kyle Shanahan, daß die Heilung Fortschritte macht, aber besonders positiv klang er nicht.

Bei den Chiefs kann Tight End Kelce momentan nicht trainieren. Er hat eine eine leichte Knieverletzung und eine nicht näher bezeichnete Krankheit.

Freitag, 24. Januar 2020

Wie stoppt man Patrick Mahomes?
bosa-nickDa holt sich Rookie Nick Bosa (Bild) Tips von seinem Bruder Joey. Letzterer spielte bisher dreimal mit seinen Chargers gegen die Chiefs. Nicht daß Defensive End Joey Bosa in seinen bisherigen drei Spielen viel Erfolg damit gehabt hätte, den Quarterback der Chiefs zu stoppen. Aber immerhin konnten die Chargers eins dieser Spiele gewinnen.
Nick Bosa, auch Defensive End, wird am 2.2.  versuchen, Mahomes zu stoppen. Ein paar Tips, auch von jemandem, der nicht sehr erfolgreich damit war den noch amtierenden Liga MVP zu stoppen, können da helfen.
Joey Bosa konnte bisher nicht einen Sack gegen Mahomes erzielen. Der Quarterback vervollständigte in diesen Spielen 64,8% seiner Pässe für 599 Yards und 4 Touchdowns bei 2 Interceptions. Der Quarterback kam 2019 auf 80 Laufyards gegen die Chargers.
„Wir spielen gegen einen mobilen Quarterback,“ sagte Nick. „Und gegen einen, der besser passen kann, als irgendein anderer Quarterback, gegen den wir in dieser Saison gespielt haben. Wir müssen unbedingt versuchen, ihn in der Pocket zu halten und ihn nicht entkommen zu lassen. Wir müssen dafür sorgen, daß er sich unwohl fühlt.“
Bosa sagte weiter, daß sie sich gegen Mahomes genau so vorbereiten, wie gegen Seahawks Quarterback Russell Wilson. Gegen den spielt San Francisco zweimal pro Jahr. 2019 gab es eine knappe Niederlage in der Verlängerung und einen knappen Sieg.
Als Blaupause für Mahomes kann Wilson tatsächlich dienen. Seine Spielweise ist sehr ähnlich.
Wie das dann letztlich klappt, das werden wird bei uns am Morgen des 3.2. erleben.

Kurzberichte
Die Las Vegas Raiders gaben Cornerback Nevin Lawson eine Vertragsverlängerung.
Für ein weiteres Jahr erhält er $3,29 Millionen.

Die Vikings haben einen neuen Offensive Coordinator. Es ist ein alter Bekannter, Gary Kubiak.
2019 war Kubiak Assistenz Head Coach in Minnesota und Berater für die Offense.
Der 58 Jahre alte Kubiak war von 2006-13 Head Coach der Texans und 2015-16 hatte er dieses Amt in Denver. Mit den Broncos gewann er den Super Bowl.
Gesundheitliche Probleme zwangen ihn dazu kürzer zu treten. Doch jetzt ist er wieder so weit hergestellt, daß er den Job des Offensive Coordinators bei den Vikings ausüben kann.

Der neue Head Coach der Panthers, Matt Rhule, möchte Luke Kuechly gerne im Trainerstab haben.
Der Star Linebacker hat seine aktive Karriere beendet, und tendiert dazu, einen Job im Fernsehen anzunehmen.
Mal abwarten, ob Rhule in dazu überreden kann, bei den Panthers zu bleiben.

„Wir werden nicht alle halten können,“ meinte Cowboys Vizepräsident Will McClay zur Free Agent Situation im Team.
Und es kommt wirklich Knüppeldick für Dallas. 25 Spieler sind Free Agents. Die wird man wirklich nicht alle halten können. Natürlich möchte man Quarterback Dak Prescott halten, der sehr, sehr teuer werden wird. Dann möchte man natürlich seine beste Anspielstation Wide Receiver Amari Cooper halten, der auch nicht für ein Apfel und ein Ei unterschreiben wird.
Tight End Jason Witten möchte spielen. Ihm wird es nicht so sehr auf die Summe im Vertrag ankommen. Bei Wide Receiver Randall Cobb, den man auch gut brauchen kann, wird die Summe schon ausschlaggebend sein.
Head Coach Mike McCarthy hat sich für Ex-Saints Linebacker Coach Mike Nolan als Defensive Coordinator entschieden. Wie viele Free Agents aus der Defense gehalten werden können, mit denen er dann arbeiten kann, ist genau so spannend.

Die gemeldeten Gehirnerschütterungen sind leicht angestiegen.
2018 wurden in der Saison plus Vorbereitungsspiele 214 Gehirnerschütterungen gemeldet, 2019 224.
Gegenüber den 281 von 2017 ist das aber immer noch positiv zu vermerken.

Wer sich mal ansehen möchte, welche Beleidigungen für die Augen die Uniformen der bald beginnenden XFL Liga darstellen, der kann sich das hier mal ansehen.
https://www.usatoday.com/story/sports/2019/12/04/xfl-2020-ranking-every-teams-uniforms/2614842001/

Patriots Rookie Cornerback Joejuan Williams wurde wegen Besitzes illegaler Drogen verhaftet.
Williams war zu schnell mit seinem Auto unterwegs. Dabei wurde er von einem Trooper der Highway Patrol erwischt und angehalten.
Im Wagen wurden dann einige verschreibungspflichtige Medikamente und eine nicht geringe Menge Marihuana gefunden.
Es ist anzunehmen, daß Williams erste Saison bei den Patriots auch schon seine letzte war.

Der Teamlose Wide Receiver Antonio Brown hat sich selber den Behörden gestellt.
Er soll, zusammen mit seinem Personal Trainer, den Fahrer eines Umzugswagens verprügelt haben.
Brown weigerte sich, die Summe für eine Überführung seines Besitzes von Kalifornien nach Florida zu zahlen. Das artete dann in einen handfesten Streit aus.
Da nicht damit zu rechnen ist, daß Brown noch mal einen Vertrag bei einem NFL Team bekommt, wird man hoffentlich bald nichts mehr von ihm hören.

Donnerstag, 23. Januar 2020

Das Buch des Eli ist beendet
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Eli Manning (Bild) hat seine Karriere nach 16 Saisons für beendet erklärt.
Damit fällt der zweimalige Super Bowl Sieger und MVP aus dem Pool der Free Agent Quarterbacks raus.
Am Freitag wird Manning seine Entscheidung auf einer Pressekonferenz öffentlich bekanntgeben, um 11 Uhr Ortszeit, also 17 Uhr bei uns, Live auf dem NFL Network.
2019 wurde Eli Manning auf das Abstellgleis verschoben. Er mußte Rookie Daniel Jones weichen, der die Zukunft der Giants werden soll. In Woche drei war die Zeit des 39-jährigen bei den Giants praktisch schon um. Manning sprang noch einmal ein, als Jones einen verknacksten Fuß hatte.
Man weiß jetzt nicht, wie es mit Manning weitergegangen wäre, wenn die Giants gute Head Coaches gehabt hätten, mit denen das Team in der Lage gewesen wäre, zu gewinnen. Doch der Niedergang des Teams begann schon, als Super Bowl Head Coach Tom Coughlin noch im Amt war. Und der Niedergang wurde an Eli Manning festgemacht. Nach zwei Super Bowl und MVP Titeln heftete ihm das Etikett des Losers an.
Es war irgendwie klar, daß Mannings Zeit bei den Giants um wäre. Aber es wurde hauptsächlich spekuliert, zu welchem Team er wohl wechseln würde. Ruhestand stand nicht ganz oben auf der Liste.
Eli Manning hört auf, mit dem perfekt ausgeglichenen S/N Verhältnis von 117-117 in der regulären Saison. In den Playoffs ist er 8-4. Beide Super Bowl Siege holte er, nachdem sein Team, bereits am Wild Card Wochenende spielen mußte. Beide Siege kamen gegen die hochfavorisierten Patriots.
Mannings Karriere in der NFL und bei den Giants begann mit einem Tausch. Die Chargers hatten nach einer 4-12 Saison den ersten Draftpick 2004. Doch Manning sagte klipp und klar, daß er nicht für die Chargers spielen würde, sollten sie ihn einberufen. So gaben die Chargers ihre erste Wahl an die Giants ab, die Manning einberiefen. Die Chargers bekamen Philip Rivers.
Als dritter Quarterback in dieser Draft ging übrigens Ben Roethlisberger zu den Steelers.
Während Rivers zwar in den Statistiken oft weit oben zu finden ist, aber nie einen Super Bowl gewann, gewann Manning zwei. Aber dennoch kamen die Giants in seinen 16 Saisons im Big Apple nur sechs mal in die Playoffs. Das ist mager, sehr mager.
Rivers schon gar nicht, aber auch Eli Manning ist nicht unbedingt ein Kandidat für die Hall of Fame.
Aber sei es wie auch immer Eli und sein älterer Bruder Peyton Manning gehörten zu den bemerkenswertesten Spielern der NFL.

Quarterback Karussell
Quarterback Legende Joe Namath kann sich Tom Brady nicht bei einem anderen Team als den Patriots vorstellen.
Doch Brady ist nicht der einzige Quarterback, dessen Vertrag ausgelaufen ist. Auch Drew Brees, Teddy Bridgewater, Case Keenum, Eli Manning, Marcus Mariota, Dak Prescott, Philip Rivers, Ryan Tannehill und Jameis Winston sind mit Beginn des neuen Geschäftsjahres Free Agent. Eli Manning hat sich ja mittlerweile dazu entschieden, seine Karriere zu beenden.
Und unter den noch übriggebliebenen Kandidaten sind Licht und Schatten zu finden.
Brees und Prescott werden wohl bei ihren Teams bleiben. Rivers Verbleib bei den Chargers ist unsicher. Sollte er wechseln wollen, würden die Chargers ihm keine Steine in den Weg legen, in Form des Franchise Etiketts. Die anderen Kandidaten können froh sein, wenn sie noch irgendwo mit guten Verträgen unterkommen.
Die wildeste Spekulation möchte ich aber hier nicht unterdrücken. Tom Brady lebt in Kalifornien. Die Chargers haben keinen Zuschauermagneten, wenn sie ab September das riesige Stadion voll bekommen sollen. Philip Rivers Vertrag ist ausgelaufen. Deshalb wird TB12 tatsächlich mit den Chargers in Verbindung gebracht.

Kurzberichte
Es ist offiziell, das Wanderteam Oakland, Los Angeles, Oakland Raiders heißt seit gestern Las Vegas Raiders.
Der Umzug ist in vollem Gang. Zeit zur Umgewöhnung ist genügend vorhanden. Umzugsprobleme dürfte Head Coach Jon Gruden nicht als Grund angeben, wenn das Team wieder unter den Erwartungen bleibt.

Und auch die Chargers und das Wanderteam Cleveland, Los Angeles, St. Louis, Los Angeles Rams werden pünktlich umziehen können. Ihr neues Stadion ist zu 85% fertig. Es beginnen die letzten Bauabschnitte.
Der Direktor des SoFi Stadiums sagte, daß es pünktlich im Sommer einsatzbereit sein wird.

Dolphins General Manager Chris Grier ist davon überzeugt, daß Ryan Fitzpatrick auch 2020 der Quarterback des Teams sein wird.
Miami hat die fünfte Wahl in der Draft, und es wird erwartet, daß sie einen Quarterback einberufen. Dennoch möchte Grier den 37 Jahre alten Fitzpatrick behalten.

Der Lazarettreport
Spieler, die mit Verletzungen in der abgelaufenen Saison gespielt haben.
Browns Wide Receiver Jarvis Landry spielte mit einer Hüftverletzung. Dennoch stellte er mit 1.174 Passyards einen neuen persönlichen Rekord auf.
Operiert werden muß er nicht, die Hüfte braucht nur eine Menge Ruhe.

Texans Safety Justin Reid spielte 2019 mit einer gerissenen Pfannenlippe.
Er muß demnächst operiert werden.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Kurzberichte
ortsschild-lasvegas-200Wird das „Black Hole“ mit den Raiders nach Las Vegas reisen?
65.000 Zuschauer wird das Allegiant Stadium fassen.
Raiders Präsident Marc Badain sagte in einem Interview, daß eine Menge Fans, die in Oakland im sogenannten schwarzen Loch saßen, Tickets für die südliche Endzone des neuen Stadions bestellt hätten. Wie das organisatorisch ablaufen würde, müsse man sehen.
Wie wild es dann in dieser Sektion zugehen wird, auch das bleibt abzuwarten.
Badain sagte weiter, daß 40% der verkauften Tickets an Fans außerhalb Nevadas verkauft wurden.
Und um die Reise von Oakland nach Las Vegas für die Heimspiele der Raiders, müssen die Fans sich wohl keine großen Sorgen machen. Das klingt für Klimahysteriker natürlich grauenvoll, aber der Namensgeber des Stadions ist eine Fluggesellschaft, die bestimmt günstige Flüge anbieten wird, um die Insassen des schwarzen Lochs die 660 Kilometer Luftlinie zu befördern. Die Fahrt mit dem Auto würde etwa neun Stunden dauern, da die Entfernung über Straßen 900 Klometer beträgt. Die Benzinkosten für eine einfache Fahrt würden etwa $80 betragen. Da wird die Fluggesellschaft todsicher günstigeres anbieten können. Und schnelleres, denn der Flug dauert nur 90 Minuten.

Die Jaguars haben einen neuen Offensive Coordinator. Sie verpflichteten Ex-Redskins Head Coach Jay Gruden.
Knappe fünf Saisons war Gruden Head Coach der Redskins, bevor er letzten Oktober gefeuert wurde.
Gruden war von 2011 - 13 Offensive Coordinator der Bengals und machte Rookie Quarterback Andy Dalton zu einem Starter.
Wer für die Jags starten wird, das steht zur Zeit noch nicht fest. Die teure Neuverpflichtung Nick Foles, Super Bowl Sieger und MVP, war bisher ein Griff in die Tonne. Gardner Minshew, sein Ersatzmann, spielte etwas besser, ist aber auch nicht das Gelbe vom Ei.

Es darf gemutmaßt werden.
Werden die Bengals mit ihrem ersten Draftpick den Heisman Trophäen Gewinner, College Bowl Sieger und Rekordjäger Quarterback Joe Burrow einberufen, oder nicht?
General Manager Duke Tobin weiß noch nicht so recht. Er glaubt, daß Andy Dalton sein Pulver noch nicht ganz verschossen hat.
Im Verlauf der letzten Saison wurde der wegen absoluter Untauglichkeit allerdings auf die Bank gesetzt. Erst als klar wurde, daß Rookie Ryan Finley noch schlechter als Dalton war, durfte der wieder ran.
Sollten die Bengals Burrow einberufen, dann wäre Daltons Zeit in Cincinnati wohl abgelaufen. Ob der 32-jährige dann noch mal ein Team findet, das ihm $17,5 Millionen pro Saison zahlt, ist eher nicht anzunehmen.
Tobin tendiert momentan dazu, Dalton zu halten, aber das kann sich ja noch ändern.

Die NFL hat was gegen Kickoffs. Gerade dabei gäbe es viele Verletzungen.
Im Pro Bowl soll deshalb eine Alternative zum Onside Kick ausprobiert werden, falls ein Team einen solchen Kick brauchen sollte.
Wenn Team A punktet, kann es sich entscheiden, den Ball an der eigenen 25 zu bekommen, um dann mit einem vierten Versuch und 15 zu starten. Gelingt dieser Versuch, dann geht es normal mit einem ersten und 10 weiter. Klappt es nicht, würde Team B den Ball an der Stelle bekommen, an der der Ball zuletzt lag. Sollte also Team A nur fünf Yards schaffen, käme Team B an der 30 von Team A in Ballbesitz.

Priorität Nr. 1 in Dallas ist ein neuer Vertrag für Quarterback Dak Prescott. So jedenfalls sagt es Stephen Jones, Sohn von Teambesitzer Jerry und Vizepräsident der Cowboys.
Prescott wurde 2016 als 135. Spieler einberufen und startete seitdem in allen Spielen. Und auch wenn Dallas nicht in die Playoffs kam, war die Offense der Cowboys die beste der Liga mit Prescott, der die besten Statistiken seiner Karriere erzielte.
Doch werden Quarterbacks vielleicht überbewertet?
Von den 10 Quarterbacks, die in der letzten Saison die besten Statistiken ablieferten, kamen nur vier in die Playoffs. Aber das ändert nichts daran, daß die NFL eine Quarterback-Liga ist. Und die werden bezahlt. Und Prescott wird einen Monstervertrag bekommen. Vielleicht erst nachdem die Cowboys ihm das Franchise Etikett angeheftet haben, aber spätestens danach.
Head Coach Mike McCarthy will ein offensives Spielsystem installieren, das auf den Stärken Prescotts aufbaut. So hat er es schon mit Joe Montana, Brett Favre und Aaron Rodgers gemacht, drei durchaus erfolgreiche Quarterbacks.

Der Lazarettreport
Patriots Wide Receiver Julian Edelman wurde letzte Woche an einer Schulter operiert. Bis zum Beginn des Trainingslagers soll er wieder einsatzbereit sein.
Edelman plagte sich durch große Teile der Saison mit Schulter und Knieproblemen und tauchte regelmäßig auf dem Verletzungsreport auf.

Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. wurde am Bauchmuskel operiert. Diese Verletzung plagte ihn schon seit August, dennoch startete er in allen 16 Saisonspielen.
Er soll bis zum Trainingslager wieder voll einsatzbereit sein.

Dienstag, 21. Januar 2020

Kurzberichte
montana-joe„Ich garantiere Euch, daß mein Team gewinnen wird,“ sagte der wahre G.O.A.T. der wahre beste Quarterback aller Zeiten, Joe Montana (Bild).
Und das kann er tatsächlich garantieren, denn Joe Montana spielte für beide Teams. Natürlich wird er immer als Quarterback der 49ers im Gedächtnis bleiben, aber 1993 und 94 spielte er für die Chiefs, nachdem er über 13 Jahre in der Stadt an der Bucht spielte. 100-39 Siege holte er in der regulären Saison. Viermal spielte er im Super Bowl, vier mal ging er als Sieger vom Platz, dreimal wurde er MVP.
Auch in Kansas City war er nicht ganz erfolglos. Beide Saisons endeten in den Playoffs, eine davon sogar im AFC Championship Spiel.
Und jetzt garantiert der 63-jährige, daß sein Team gewinnen wird.
Und wir alle ahnen, welches Team Montana damit wohl wirklich meint.

Die Buchmacher haben die Chiefs zum Favoriten in Super Bowl LIV erklärt, allerdings nur knapp mit 1,5 Punkten.

Die Chiefs werden als „Heimmannschaft“ im Super Bowl ihre roten Jerseys tragen.
Die 49ers sind die „Gastmannschaft“ im Super Bowl und werden ihre Auswärtstrikots tragen.
San Francisco ist 2-0 im Super Bowl, wenn sie die weißen Trikots tragen.

49ers Running Back Tevin Coleman kugelte sich die rechte Schulter gegen die Packers aus.
Im Super Bowl wird er wohl spielen können.

Haben die Fans auf die Partie 49ers at Chiefs etwa gewartet?
Die Super Bowl Tickets werden jedenfalls zu Rekordpreisen gehandelt.
Man muß mindestens $6.002 hinblättern, wenn man noch live im Stadion dabeisein will. Die teuersten Tickets sind zum Freundschaftspreis von $16.000 zu haben.

In Miami spielte Quarterback Ryan Tannehill immer um Platz 1 in der Draft.
Bei den Titans lebte er auf und wird am Sonntag sogar im Pro Bowl spielen. Er ersetzt Chiefs Quarterback Patrick Mahomes, der für den Pro Bowl verhindert ist.

Titans Defensive Coordinator Dean Pees beendet nach 16 Jahren in der NFL seine Karriere.
In diesen 16 Jahren war er für die Patriots, Ravens und Titans tätig. Mit den Patriots und Ravens gewann er den Super Bowl.
Vor seiner Zeit in der NFL war der heute 70 Jahre alte Pees 25 Jahre an diversen Colleges tätig.

Texans Defensive Coordinator Romeo Crennel verläßt das Team.
Ob der gescheiterte ehemalige Head Coach der Browns und Chiefs mit seinen 72 Jahren aufhört, oder ob er zu einem anderen Team wechselt, steht noch nicht fest.
Sein Nachfolger soll aus den eigenen Reihen kommen, Defensive Line Coach Anthony Weaver.

Tom Brady ist völlig offen für gute Angebote.
Der Quarterback sagte, daß er sich in Ruhe alles anhört, und dann mit seiner Familie entscheiden wird, wo er 2020 spielt. Und das muß nicht unbedingt New England sein.

Montag, 20. Januar 2020

Die NFL 2019 - Championship Sunday
mostert-raheem
Der Mann des Tages war 49ers Running Back Raheem Mostert (Bild). Nicht ganz freiwillig lief das Spiel der Niners fast ausschließlich über ihn. Head Coach Kyle Shanahan hätte gerne auch auf Tevin Coleman gesetzt, aber der verletzte sich früh an der rechten Schulter und konnte nicht weiterspielen.
Mostert meisterte die ihm auferlegte Aufgabe zur vollen Zufriedenheit seiner Trainer und der Fans. Er kam mit 29 Läufen auf 220 Yards und 4 Touchdowns. Damit wurde er der erste Spieler in der Geschichte der NFL, der in einem Playoffspiel über 200 Yards und 4 Touchdowns erzielte. Vier Lauftouchdowns in einem Playoffspiel erzielten auch LeGarrette Blount und Ricky Waters, aber nicht in einem Championshipspiel.
Noch kein Spieler vor ihm erzielte in einer Halbzeit 150 Laufyards und drei Touchdowns. Damit trug Mostert hauptsächlich zur 27:0 Halbzeitführung der 49ers bei,
Hinter diesem Running Back, der ungedraftet blieb und bei sechs verschiedenen Teams anklopfte, um einen Job zu bekommen bevor die Niners ihn aufnahmen, konnte sich Quarterback Jimmy Garoppolo einen ruhigen Tag machen. Er warf ACHT Pässe von denen sechs ankamen für 77 Yards. Im gesamten dritten Viertel warf er nicht einen Pass.
Aaron Rodgers von den Packers mühte sich da mit 31 von 39 für 326 Yards und 2 Touchdowns mehr, aber seine 2 Interceptions waren zu viel.
Den letzten fing Cornerback Richard Sherman ab, 108 Sekunden vor Spielende, als es so aussah, als könnte Green Bay vielleicht doch noch ein Wunder schaffen. Aber daraus wurde nichts.
Zu schlecht waren die Packers in der ersten Halbzeit, als sie über den Platz geisterten, als würde man eine Folge The Walking Dead anschauen.
Als sie dann anfingen zu punkten, war es zu spät, zumal sie San Franciscos Offense, also Mostert, nicht stoppen konnten.
Mit 37:20 gewannen die 49ers deutlich und mehr als verdient.
Doch gegen Kansas City in zwei Wochen müssen sie besser spielen, als gestern. Die Chiefs haben den besseren Quarterback, die besseren Receiver und eine um Klassen bessere Defense.

Es war die Defense der Chiefs, die gegen die Titans den Sieg sicherte. In der ersten Halbzeit zeigte Tennessee, daß es verdient in diesem Endspiel stand. Doch die Läufe von Derrick Henry hatten nicht den Effekt, den sie in den Spielen zuvor hatten. Die Defense der Chiefs wurde nicht müde und hielt in der zweiten Halbzeit den Angriffsbemühungen der Titans stand. Und als die Titans dann zurückliegend anfangen mußten zu passen, war die Sache gegessen.
Quarterback Ryan Tannehill kam auf 21 von 31 für 209 Yards und 2 Touchdowns.
Und wenn Derrick Henry unter 100 Laufyards gehalten werden kann, dann verliert Tennessee. Gestern kam er auf magere 69 Yards und 1 Touchdown, 62 Yards davon bereits in der ersten Halbzeit.
Die Chiefs hatten ein Mittel gefunden, um ihn auszubremsen. Dieses Mittel werden sie auch gegen Raheem Mostert anwenden müssen.
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes kam auf 23 von 35 für 294 Yards und 3 Touchdowns. Das sind durchschnittliche Werte für ihn, aber Hauptsache gewonnen. Mit 53 Laufyards und 1 Touchdown war er der beste „Running Back“ der Chiefs.
Nachdem es zur Pause erst 21:17 für Kansas City stand, hieß es am Ende 35:24.
Es kommt also nicht zum „Rematch“ des ersten Super Bowls, sondern die Partie heißt 49ers at Chiefs.
Kansas City steht somit nach 50 Jahren zum ersten Mal wieder im Spiel der Spiele, während es für San Francisco die siebte Teilnahme ist, mit der Chance auf den sechsten Sieg.
Es ist das erste Mal seit Super Bowl 50, daß die AFC ein anderes Team als die Patriots in den Super Bowl schickt.

Kurzberichte
Der Haftbefehl gegen Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. wurde zurückgezogen.
Beckham hatte voller Überschwang über den Sieg seiner ehemaligen Collegemannschaft LSU um College Endspiel einem Sicherheitsmitarbeiter auf den Hintern gehauen.
Wer auch immer daraufhin den Wide Receiver angezeigt hatte, der betroffene Mitarbeiter war es nicht. Der gab bekannt, daß er keine Anzeige erstattet hat, und dies auch nicht will. Daraufhin wurde der Haftbefehl aufgehoben.

Zur Kasse bitte
Vikings Head Coach Mike Zimmer hatte Recht. Die Attacke von 49ers Defensive End Nick Bosa gegen Right Tackle Brian O`Neill von der „blind side“ war illegal.
Die NFL schickte eine Zahlungsaufforderung über $28.075 an Bosa.
O`Neill mußte das Spiel mit einer Gehirnerschütterung verlassen und Bosa wurde auf dem Platz für den Angriff bestraft.

Chiefs Left Tackle Eric Fisher leerte zwei Becher Bier auf sich selber als Teil einer Touchdownfeier.
Dafür muß er nun $14.037 Strafe zahlen.

Chiefs Running Back Damien Williams muß $10.527 zahlen. Er hatte nach einem Touchdown den Ball vor die Füße von Nose Tackle Brandon Dunn fallengelassen.

Der Lazarettreport
Packers: Safety Adrian Amos, Brust
Cornerback Jaire Alexander, gebrochener Daumen

49ers: Running Back Tevin Coleman, rechte Schulter

Samstag, 18. Januar 2020

Kurzberichte
garrett-jason3Jason Garrett (Bild) ist der neue Offensive Coordinator der New York Giants.
Der ehemalige Head Coach der Cowboys  bringt eine Menge Wissen über den Divisionsrivalen in den Big Apple. In den letzten 13 Jahren war er Trainer in Dallas, zunächst als Offensive Coordinator, dann als Head Coach.
Garrett wird eine junge Offense leiten, mit einem Quarterback, der in seine zweite Saison geht, Daniel Jones. Eli Manning wird das Team wohl verlassen.
Mit Saquon Barkley hat er einen Running Back zur Verfügung, der viel Potential hat.
Insgesamt lag die Offense der Giants in den letzten drei bis vier Saisons immer in den unteren Rängen der 32 Teams. Garrett wird viel Arbeit haben, sie wieder nach oben zu bringen.
Ex Dolphins Defensive Coordinator Patrick Graham wird neuer Defensive Coordinator bei den Giants, und neuer Assistent des Head Coaches. 2016 und 17 war er Defensive Line Coach der Giants.

Die Tarifverhandlungen zwischen der Liga und der Spielergewerkschaft laufen nicht schlecht. Einige kleine Stolpersteine konnten aus dem Weg geräumt werden, doch bei den dicken Brocken fängt es an zu stocken.
Eine volle Saison 2021 ist noch längst nicht gesichert. Immer noch drohen Streik oder Aussperrung.
Commissioner Goodell kämpft weiter für eine Saison mit 17 Spielen und erweiterten Playoffs. Dafür sollen die Vorbereitungsspiele gekürzt werden.
Zusätzlich sollen die Spielergehälter erhöht werden, vor allem das Grundgehalt. Bisher werden 47% dessen, was die NFL einnimmt als Gehälter an die Spieler weitergegeben. Das soll sich dann eher der 50% Marke nähern.
Was der NFLPA neben vielem Anderen nicht gefällt, sind die gedeckelten Rookiegehälter. Doch gerade die haben sich bisher sehr bewährt. Die Vierjahresklausel mit der Option auf ein fünftes Jahr für Rookies aus der ersten Runde der Draft sollte allerdings tatsächlich überdacht werden.
Marihuana, das in vielen US Staaten mittlerweile legalisiert wurde, wird eine Rolle spielen.
Und auf jeden Fall möchte die Gewerkschaft die Allmacht des Commissioners einschränken. Dagegen wird Goodell sich natürlich vehement wehren.  Das könnte zu dem Knackpunkt überhaupt werden.

Eine Sängerin namens Demi Lovato wird die Nationalhymne beim Super Bowl singen.

Großartige Wetterkapriolen sind nicht zu erwarten bei den beiden Championshipspielen.
In Kansas City soll es sonnig sein, bei Minus 10 Grad, in Santa Clara 16 Grad und auch sonnig.

Der Lazarettreport kann heute ausfallen. Kein Team hat Spieler als OUT gemeldet.

Die Wettbüros sehen beide Heimteams als Favoriten, beide mit 7 ½ Punkten.

Freitag, 17. Januar 2020

Kurzberichte
beckham-odell-brownsGegen Odell Beckham jr. (Bild) wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Es liegt ein Video vor, auf dem zu sehen ist, daß er einem Sicherheitsmitarbeiter auf den Hintern haut.
Der Wide Receiver der Browns war in New Orleans, um sich das College Endspiel anzusehen. Dabei soll es zu dem Vorfall gekommen sein.
Der Haftbefehl wurde noch nicht vollzogen.
Beckham, der für den Sieger LSU spielte und aus New Orleans kommt, lief nach dem Spiel auf dem Platz rum und verteilte Geldscheine an Spieler des Teams. Das soll allerdings Spielgeld gewesen sein, teilten Offizielle von LSU mit.
Daß diese Sprachregelung gilt, wußte Quarterback Joe Burrow wohl noch nicht, als er in der Pressekonferenz danach gefragt wurde. Er sagte, daß das Geld echt gewesen wäre.
Die NCAA wird die Sache untersuchen, denn es könnte sich um Sponsorengelder handeln, was den Regeln nach verboten ist.

Kellen Moore wird Offensive Coordinator bei den Cowboys bleiben.
Moore wollte ja erst mal sondieren, ob er mit dem neuen Head Coach Mike McCarthy auf einer Wellenlänge liegt. McCarthy war von vornherein der Überzeugung, Moore zu halten.
Kellen Moore hatte auch andere Jobangebote vorliegen, aber nun bleibt er doch in Dallas.
Die Offense der Cowboys war die Nr. 1 in der abgelaufenen Saison, was die erzielten Yards angeht. Sollte sie nächstes Jahr auch noch bis in die Endzone kommen, dann wäre das eine gute Sache.

Packers Quarterback Aaron Rodgers wird am Sonntag gegen das Team spielen, das er als Kind anfeuerte.
Nichts wäre ihm in jungen Jahren lieber gewesen, als für die 49ers zu spielen. Jetzt muß er gegen San Francisco spielen, um in seinen zweiten Super Bowl zu kommen.
Als die 49ers damals die Wahl in der Draft hatten, nahmen sie Alex Smith als ihren neuen Quarterback, Rodgers wurde von Green Bay einberufen.
Smith war nicht das Gelbe vom Ei und hatte keine gute Zeit bei den Niners. Rodgers mußte lange als Ersatzmann hinter Brett Favre ausharren, bevor er sein Können zeigen konnte. Und dieses Können machte ihn zu einem Super Bowl Sieger.

Der ultimative Bruderkampf war ja Super Bowl XLVII, Jim gegen John Harbaugh. Jim Head Coach der Ravens, John Head Coach der 49ers.
Am Sonntag kommt es zum Kampf der LaFleurs. Da geht es eine Nummer kleiner ab. Matt ist Head Coach der Packers, Mike Passing Game Coordinator der 49ers.
Die Eltern Denny und Kristi LaFleur werden im Stadion sein und den alten Spruch „zwei Herzen schlagen ach in meiner Brust“ anstimmen.
Aber sie werden so oder so in zwei Wochen einem Sohn im Super Bowl die Daumen drücken können.

Donnerstag, 16. Januar 2020

Kurzberichte
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Mike Vrabel (Bild): „Die Titans waren ein schlechtes Team, vor den Veränderungen.“
Der Head Coach führte in den ersten sechs Wochen der Saison eine Mannschaft zum Vergessen. Also, normal.
Unkonstant, uninspiriert, die Saison wieder mal zum Abhaken. Also, normal.
Und jetzt stehen sie im AFC Endspiel. Also total unnormal.
Sie sind das erste an Nr. 6 gesetzte Team seit 2010, das ein Conference Endspiel erreicht, egal ob AFC oder NFC.
„Am 15. Oktober waren wir 2-4. Ich war ein schlechter Trainer und das war ein schlechtes Team,“ analysiert Vrabel die Situation völlig korrekt. „Wir versuchten, an uns zu glauben, wir versuchten besser zu werden, uns gegenseitig zu vertrauen, wir wollten etwas erreichen. Das ist es, was uns hierher gebracht hat.“
Es war eine Maßnahme, die den Erfolg einleitete, Vrabel setzte Quarterback Marcus Mariota auf die Bank für Ryan Tannehill. Unfaßbar, was damit ausgelöst wurde. Plötzlich war da ein Quarterback, der Pässe anbringen konnte, um Running Back Derrick Henry zu entlasten.
Tannehill dazu: „Es war schwer auf einmal in die Führerrolle zu schlüpfen. Im Trainingslager und am Anfang der Saison war ich ja nur eine Fliege an der Wand.“
Nachdem er in dieses System kam, das wie für ihn wie geschaffen war, hieß es Leinen los für das Schnellboot der Titans.
Und der nächste Halt ist Kansas City... und dann...

Die Chiefs haben einen Plan, wie sie den Titans Rammbock Derrick Henry stoppen können... tief angreifen.
Henry überrannte bisher die Verteidigungen der Patriots und Ravens in den Playoffs. Ihn zu stoppen ist enorm schwer.
Chiefs Linebacker Anthony Hitchens will deshalb die Beine des Running Backs aus dem Spiel nehmen, um die Maschine zu stoppen.
Henry über dem Körperschwerpunkt zu tacklen dürfte keinen Erfolg haben. Deshalb wollen die Chiefs ihn so tief wie möglich angreifen, wie es die Regeln gerade noch erlauben.
Guter Plan. Ob es klappt?

Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill: „Es gibt niemanden in der NFL, der die Chiefs Wide Receiver decken kann.“
Die Defense der Titans hat es geschafft, nacheinander den G.O.A.T. und Lamar Jackson zu stoppen. Aber, so Hill, die hätten auch nicht die Receiver zur Verfügung gehabt, die Patrick Mahomes hat.
Hill glaubt, daß Tennessee verstärkt auf Manndeckung setzen wird. Doch das würde keinen Erfolg haben, ist er sicher. Mahomes Pässe kämen zu präzise und gerade er, Hill, wäre zu schnell für jeden Verteidiger.
„Ich will nicht Respektlos sein. Aber niemand in der NFL kann uns decken. Wir haben ganz einfach zu  viel Selbstvertrauen.“

Die NFL hat den Hauptschiedsrichter für Super Bowl LIV bekanntgegeben, Bill Vinovich.
Er war schon in Super Bowl XLIX der Chef auf dem Platz.
Seine Crew besteht aus: Umpire Barry Anderson, Down Judge Kent Payne, Line Judge Carl Johnson, Field Judge Michael Banks, Side Judge Boris Cheek, Back Judge Greg Steed und Replay Official Mike Chase.

Die Trainerstäbe der Ravens und Seahawks machen jetzt das, was Trainerstäbe hassen, zu tun, sie trainieren die Pro Bowl Teams.
Dieses unbedeutendste aller Footballspiele findet am 26. Januar in Orlando statt.
Für Ravens Head Coach Harbaugh wird es nicht schwer, seine Spieler zu identifizieren. 12 von seinen eigenen Leuten stehen im AFC Kader.

Cardinals Wide Receiver Larry Fitzgerald hört noch nicht auf.
Er unterschrieb noch mal für eine Saison. Für seine dann 17. Saison wird er $11 Millionen bekommen.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Kurzberichte
KUECHLY-LUKEZwei neue Ruheständler gilt es zu begrüßen, zwei echte Stars.
Der eine ist Panthers Linebacker Luke Kuechly (Bild), der andere ist Chargers Tight End Antonio Gates
Kuechlys Rücktritt vom Football kommt nach acht Jahren in der NFL überraschend. Der 28-jährige war der „Quarterback“ der Defense. Er spielte in sieben Pro Bowls, und war 2013 Defensive Player of the Year.
In der Saison 2019 startete er in allen 16 Spielen für Carolina.
Er beendet seine Karriere mit 118 Spielen, in den er in allen startete, 18 Interceptions, 7 erzwungenen Fumbles, 12,5 Sacks und 1.092 Tackles.
Er wird bestimmt sofort in die Hall of Fame aufgenommen werden, wenn die Zeit dafür gekommen ist, als einer der besten Linebacker aller Zeiten.
Antonio Gates war einer der besten Tight Ends aller Zeiten. 2019 spielte er nicht mehr, deshalb kann er bereits 2023 in die Hall of Fame aufgenommen werden, was bestimmt auch so kommt.
In seinen 16 Jahren in der NFL wurde der heute 39-jährige acht mal in den Pro Bowl gewählt. Er fing 955 Pässe für 11.841 Yards und 116 Touchdowns. Diese 116 Touchdowns sind ein NFL Rekord für Tight Ends.

Die Atlanta Falcons werden 2020 mit leicht veränderten Uniformen antreten.
Zuletzt hatten sie 2003 ihren Look geändert. Im April werden die neuen Uniformen vorgestellt. Sie sollen dann eine neue Dekade des Erfolgs einläuten.

LSU Quarterback Joe Burrow war der beste Quarterback der letzten Collegesaison.
Der Erfolgsgarant war sein Passing Game Coordinator Joe Brady (nicht verwandt oder verschwägert). Der soll demnächst als Offensive Coordinator den Panthers zu Erfolg verhelfen.
Brady arbeitete zwei Jahre als Assistent von Head Coach Sean Payton bei den Saints, bevor er zu LSU ging.

37:8, so lautete das Endergebnis zugunsten der 49ers in Woche 12 gegen die Packers.
Niners Head Coach Kyle Shanahan warnte davor, Green Bay deswegen auf die leichte Schulter zu nehmen. Dieser überragende Sieg hätte überhaupt nichts zu bedeuten.
„Das Spiel zuvor hat noch nie etwas bedeutet,“ warnte Shanahan. „Es sind noch vier Teams übrig und es sind vier sehr, sehr gute Teams. Es wird hart für uns werden.“
Als zusätzliche Warnung sei darauf hingewiesen, daß das das letzte Spiel war, das die Packers in der laufenden Saison verloren.

Rooney Regel
Das konnte ja nicht ohne Resonanz bleiben.
Von den fünf neuen Head Coaches in der NFL ist nur einer Angehöriger einer Minderheit, und dann auch noch nicht mal von der der Richtigen, Ron Rivera von den Washington Redskins.
Im zweiten Jahr in Folge wurde somit nur ein freigewordener Job als Head Coach von einem Mitglied einer Minderheit ausgefüllt, letztes Jahr war es Brian Flores von den Miami Dolphins.
Das gefällt Steelers Besitzer Art Rooney II überhaupt nicht. Das wäre ein Makel für die NFL, ließ er sich hinreißen zu sagen.
In einer Interview sagte er: „Ich glaube, daß wir im Moment nicht da sind, wo wir sein wollten oder sein sollten. Wir müssen einen Schritt zurückgehen und uns ansehen, was bei unseren Einstellungsprozessen passiert. Als Vorsitzender des Mulikultikomitees werde ich mir genau ansehen, was da vor sich geht. Ich werde mit allen Leuten, die an den Findungsprozessen beteiligt waren, reden. Mit denen, auf der Seite der Teams, wie auch mit den Leuten, die interviewt wurden.
In der Zeit seit 2003, als die Regel eingeführt wurde, hatten wir einen Abschnitt, in dem tatsächlich mehr Coaches von Minderheiten eingestellt wurden. Seit einigen Jahren ist der Trend rückläufig. Wir müssen jetzt herausfinden, woran das liegt, und wie wir das ändern können.“
Die Frage ist doch nicht schwer zu beantworten. Die Teambesitzer setzen Qualität vor Quote, so wie es immer und überall sein sollte, denn Quote ist Quatsch!

Der Lazarettreport
Seahawks Linebacker Bobby Wagner sagte nach der Niederlage gegen Green Bay, daß er mit einigen Verletzungen in der Saison gespielt hätte.
Unwissentlich, denn Verletzungen an Knie und Fußgelenk wurden erst beim Medizincheck am Montag festgestellt.
Das ist nicht ohne Bedeutung, denn die Liga hat es nicht gerne, wenn Verletzungen nicht ordnungsgemäß gemeldet werden.
Wagner muß allerdings nicht operiert werden.

Cowboys Linebacker Leighton Vander Esch wurde am Nacken operiert.
Sieben Spiele hatte er mit Nervenproblemen im Nacken verpaßt.

Dienstag, 14. Januar 2020

Kurzberichte
mahomes-patrick-MVPPatrick Mahomes (Bild), amtierender NFL MVP, kann sehr, sehr viel, und er kann es sehr, sehr gut. Er wird noch sehr, sehr oft sehr, sehr viel gutes machen auf dem Footballfeld, doch das Spiel gegen die Texans wird für immer DAS Spiel in seiner Sammlung bleiben.
0:24 lagen die Chiefs Mitte des zweiten Viertels zurück. Dann startete Kansas City unter Patrick Mahomes eine Serie, die mit 51:7 endete.
Natürlich hatte daran auch die Defense ihren Anteil, die es allerdings in der zweiten Halbzeit nicht mehr allzu schwer mit der mittelmäßigen Texans Offense hatte.
Doch Houstons Stolz und Arbeitstier war ja eigentlich schon immer die Defense. Doch die hatte dem wirbelnden Mahomes und Tight End Travis Kelce nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts entgegenzusetzen.
Noch in der ersten Halbzeit warf Mahomes vier Touchdownpässe. Insgesamt erzielten die Chiefs in sieben aufeinanderfolgenden Drives Touchdowns. Versucht das mal mit Madden Football, es wird schwer werden.
Vor Mahomes hatte erst ein Quarterback vier Touchdownpässe in einem Viertel in einem Playoffspiel geworfen, Redskins Quarterback Doug Williams in Super Bowl XXIII.
Drei von Mahomes Touchdownpässen fing Tight End Kelce. Er wurde damit der erste Spieler in der Geschichte der NFL, der drei Touchdownpässe in einem Viertel fing.
Für Mahomes wird sich seine Glanzleistung demnächst auszahlen. Die Chiefs planen, ihn zum nächsten bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten zu machen.

Laufen wie Forrest Gump, laufen, laufen, laufen, und nicht aufhören. So läuft Derrick Henry.
Der Running Back der Titans ist der Garant der Siege seines Teams in den Playoffs, und auch in vielen Saisonspielen.
Zählt man das letzte Saisonspiel gegen die Texans mit, dann kam Henry in drei Spielen in Folge auf jeweils über 180 Laufyards. Das hat noch kein Spieler vor ihm jemals erreicht.
Henry ist im letzten Jahr seines Vertrags in Tennessee. Und das wird sich für ihn auszahlen. Mit 26 Jahren ist er noch in einem guten Alter für Running Backs. Er könnte der nächste bestbezahlte Running Back aller Zeiten werden.

Titans Head Coach Bill O`Brien, Architekt der vernichtenden Niederlage seiner mit 24 Punkten gegen die Chiefs in Führung liegenden Texans, will auch 2020 ohne General Manager auskommen.
O`Brien wird weiter als Head Coach und Vizepräsident des Teams agieren und das letzte Wort bei Spielerverpflichtungen haben.

Die Bears verpflichteten Ex- Bengals Offensive Coordinator Bill Lazor als ihren neuen Offensive Coordinator.
Nach ihrer enttäuschenden 8-8 Saison, die eigentlich erst in den Playoffs enden sollte, hatten die Bears Offensive Coordinator Mark Helfrich und einige andere Assistenten gefeuert.

Nach nur einer Saison feuerten die Jaguars Offensive Coordinator John DeFilippo.
Die Jaguars verpflichteten ihn, nachdem er 2018 nach 13 Spielen für Minnesota von den Vikings gefeuert wurde.

Vikings Head Coach  Mike Zimmer läßt sich Zeit, einen neuen Offensive Coordinator und Defensive Coordinator zu verpflichten.
Offensive Coordinator Kevin Stefanski ist neuer Head Coach der Cleveland Browns, und Defensive Coordinator George Edwards Vertrag ist ausgelaufen und wird nicht verlängert.

Die Lions verpflichteten Ex- Bills Defensive Back Coach Cory Undlin als neuen Defensive Coordinator.

Jadeveon Clowney, ein Spieler, der in seinen fünf Saisons bei den Texans sehr oft verletzt war, wurde zu den Seahawks abgegeben. Seattle ist eigentlich ein Team, das man in jeder Saison zu den Super Bowl Aspiranten zählen kann.
Doch glaubt der Defensive End nicht an die Seahawks?
Jedenfalls sagte er, daß er als Free Agent, der er jetzt ist, zu einem Team wechseln möchte, daß ein Super Bowl Titelanwärter ist.
Seine Teamkollegen in Seattle würden ihn aber gerne weiter an ihrer Seite wissen.
Die Seahawks haben noch $63 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze. Da könnte man Clowney doch überreden zu bleiben. Ein Playoffanwärter sind die Seahawks doch allemal.

Montag, 13. Januar 2020

Die NFL 2019 - Der Divisional Playoff Sonntag
kelce-travisDie Texaner kamen aus allen Rohren feuernd in das Pfeilspitzenstadion geritten, als die Häuptlinge noch ihr Kriegsbeil suchten.
Und als sie es fanden, lagen die Texans bereits mit 24:0 in Führung.
Dann aber kam es nicht zu einer weiteren Sensation in den Playoffs. Von da an verlief das Spiel genau so, wie man es erwartet hatte. Bereits zur Halbzeit lagen die Chiefs mit 28:24 in Führung. Damit wurden sie das erste Team in der Geschichte der NFL, das in der ersten Halbzeit bereits mit 0:24 zurücklag und mit einer Führung in die Pause ging. Das gilt für die reguläre Saison und die Playoffs.
Auf dem Weg zum 51:31 Sieg erzielten die Chiefs in sieben Angriffsserien in Folge Touchdowns. Das ist ein neuen NFL Playoffrekord.
Dabei hatte es zunächst wirklich wie ein grausamer Tag für Kansas City angefangen.
Vier frühe Pässe von Patrick Mahomes, die gut gezielt waren, wurden von Receivern nicht gefangen. Unter denen, die die Bälle fallen ließen, waren auch die sehr fangsicheren Tight End Kelce (Bild) und Wide Receiver Hill.
Kelce fing eine Pass bei einem dritten Versuch nicht, der ein neues First Down gebracht hätte. Der anschließende Punt von der eigenen 25 wurde geblockt und zum Touchdown zurückgetragen.
Doch Mitte des zweiten Viertels implodierten die Texans und die Chiefs explodierten. Auslöser war ein versuchter Trickspielzug bei einem Punt der Texans an der eigenen 31. Bei einem Vierten und vier wurde der Ball direkt an Safety Justin Reid abgegeben, der aber nur zwei Yards erzielte, bevor er gestoppt wurde.
Jetzt nahm das Spiel seinen regulären Verlauf.
Am Ende hatte Chiefs Quarterback Patrick Mahomes eine Bilanz von 23 aus 35 für 321 Yards und 5 Touchdowns ohne Interception.
Tight End Travis Kelce machte seinen Fehler im ersten Viertel mehr als gut. In der zweiten Halbzeit spielte er mit einer Oberschenkelzerrung und kam dennoch auf 134 Yards und drei Touchdowns. Dabei war es ihm ganz egal, von wem er gedeckt wurde, oder von wie vielen. Er fing die Bälle und rannte um, wer sich ihm in den Weg zu stellen versuchte.
Auch Texans Quarterback Deshaun Watson kam auf eine ansehnliche Bilanz mit 31 aus 52 für 388 Yards und 2 Touchdowns, aber es reichte halt nicht gegen eine entfesselt aufspielende Chiefs Mannschaft, als diese endlich begriffen hatte, daß das Spiel schon angefangen hatte.
Es wäre aber auch eine zu große Blamage, nicht nur für Kansas City sondern die ganze NFL geworden, wenn zwei Mannschaften aus der traditionell schwachen AFC South ins AFC Endspiel gekommen wären.
Die Chiefs müssen jetzt Titans Running Back Derrick Henry stoppen, der sich auch in die Rekordbücher einschrieb.
Er wurde der erste Running Back, der in zwei Spielen in denselben Playoffs jeweils über 175 Laufyards erzielen konnte.
Stoppen die Chiefs Henry, stoppen sie die Titans.

Nostalgiker stehen kurz davor Tränen in die Augen zu bekommen.
Durch den knappen 28:23 Sieg der Packers gegen die Seahawks könnte es zu einem „Rematch“ von Super Bowl I kommen, der damals ja noch AFC-NFC Championship Spiel genannt wurde.
Beide Verteidigungen bestimmten das Spiel, das in Eiseskälte gespielt wurde. Von dem angekündigten Schnee war allerdings nichts zu sehen.
Zu sehen war aber ein First Down von Packers Tight End Jimmy Graham, der in den Augen von Seahawks Head Coach Pete Carroll keiner war.
Wie erwähnt, dominierten die Defenses. Doch bei einem dritten und Neun an der Seahawks 45 stoppte Seattles Defense den Tight End nicht. Oder doch?
Es war die Zweiminutenwarnung und Green Bay führte mit 28:23. Quarterback Rodgers wurde bedrängt und paßte zu Graham. Er fing den Ball und wurde so knapp an der 36 Seattles zu Boden gebracht, daß die Schiedsrichter einen neuen ersten Versuch gaben. Der Videobeweis ließ beide Ergebnisse zu, den, daß Graham den First Down erzielt hatte und den, daß er es halt nicht geschafft hatte. Und wenn der Videobeweis dieses Patt nicht auflöst, bleibt die Entscheidung auf dem Platz stehen.
Die Packers konnten anschließend die Zeit herunterlaufen lassen.
Verdient hatten sie den Sieg nicht unbedingt. Sie gingen mit einer 21:3 Führung in die Halbzeitpause und ließen sich diese Führung fast noch wegnehmen.
Beide Quarterbacks kamen auf moderate Werte:
Aaron Rodgers: 16 von 27 für 243 Yards und 2 Touchdowns
Russell Wilson: 21 von 31 für 277 Yards und 1 Touchdown.
Beide Quarterbacks hatten Receiver, auf die sie sich verlassen konnten. Davante Adams von den Packers fing acht Pässe für 160 Yards und 2 Touchdowns.
Tyler Lockett von den Seahawks fing neun Pässe für 136 Yards und 1 Touchdown.
Hätten die Seahawks den ersten Durchgang nicht verpennt, hätten sie Green Bay packen können.
So aber fliegen jetzt die Packers nach Kalifornien zu den 49ers.
Und Nostalgiker holen schon mal die Taschentücher raus.

Kurzberichte
Patriots Wide Receiver Julian Edelman wurde verhaftet.
Er sprang auf die Kühlerhaube eines Mercedes und verbeulte diese. Wieso, warum, weshalb, das wurde noch nicht erklärt.

Die Browns verpflichteten Kevin Stefanski als neuen Head Coach.
Der 37-jährige war bisher Offensive Coordinator der Minnesota Vikings.
Damit haben alle Teams wieder einen Head Coach.

Tom Coughlin, der gerade von den Jaguars als Chef der Footballangelegenheiten gefeuert wurde, hat einen neuen Job. Er wird Berater des neuen Panthers Head Coaches Matt Rhule.
Rhule war ein  Jahr lang ein Assistenztrainer der Giants unter Coughlin.

Die Jets verpflichteten Ex Dolphins Defensive Coordinator Patrick Graham als ihren neuen Defensive Coordinator.

Die Broncos ersetzten Offensive Coordinator Rich Scangarello mit Pat Shurmur.
Shurmur war  die letzten zwei Saisons Head Coach der Giants.

Ex Dallas Cowboys Head Coach Jimmy Johnson wird in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen.
In Johnsons erstem Jahr holten die Cowboys nur einen Sieg. Doch er führte sie später noch zu zwei Super Bowl Siegen.

Sonntag, 12. Januar 2020

Die NFL 2019 - Der Divisional Playoff Samstag
garoppolo-jimmyGestern spielten zwei Teams, die die Saison in ihren Conferences als Nr. 6 abgeschlossen hat, bei Nr. 1 Teams.
6 gegen 1 eigentlich ein klare Sache.
In San Francisco war das auch so. Zwar wehrten sich die Nr. 6 Vikings, die letzte Woche noch die Nr. 3 Saints geschlagen hatten, in der ersten Halbzeit tapfer, aber in der zweiten Halbzeit brachen sie ein.
Beide Seiten des Balles hatten den 49ers nichts mehr entgegenzusetzen.
Minnesota wollte sich von Running Back Dalvin Cook in die nächste Runde tragen lassen, doch der bekam nichts gekocht. Gerade mal 18 Yards konnte er in neun Läufen erzielen.
Quarterback Kirk Cousins konnte da mit 21 von 29 für 172 Yards und 1 Touchdown bei 1 Interception nicht viel helfen.
Nachdem Niners Quarterback Jimmy Garoppolo (Bild) einen Interception geworfen hatte, stellte Head Coach Kyle Shanahan sein Schema um. Mit einer 17:10 Führung und in guter Feldposition liegend, startete Shanahan einen 44 Yards Drive mit acht Spielzügen, der in der Endzone Minnesotas endete. Alle Spielzüge waren Laufspielzüge.
So kamen die 49ers durch Läufe auf 186 Yards und damit mehr, als die gesamte Offense der Vikings. 105 Yards erzielte alleine Tevin Coleman. Da reichten SF Garoppolos 11 von 19 für 131 Yards, 1 Touchdown und 1 Interception.
Vikings Head Coach Mike Zimmer war mit einer Szene absolut nicht einverstanden. Nachdem Cornerback Richard Sherman einen Pass von Cousins abgefangen hatte, erwischte Defensive End Nick Bosa Minnesotas Right Tackle Brian O`Neill mit einem Blind Side Hit, als Sherman den Ball zurücktrug. Dabei zog sich O`Neill eine Gehirnerschütterung zu, aber es wurde keine Flagge geworfen.
Natürlich wird die NFL sich diese Szene genau ansehen.
San Francisco gewann mit 27:10 und wartet jetzt auf die Seahawks oder Packers.

Die Titans!
Letzte Woche schlug dieses Nr. 6 Team das Nr. 3 Team aus New England.
Das war eine nur kleine Überraschung, bedenkt man, wie sehr die Patriots von der Rolle waren.
Doch gegen die Nr. 1 Ravens mit dem laufenden Quarterback Lamar Jackson?
Keine Chance!
Doch es gibt ein Titans Team vor Quarterback Ryan Tannehill und es gibt ein Titans Team mit Ryan Tannehill. In Tennessee lebt der Quarterback auf, und mit ihm das Team.
Natürlich darf man den Einfluß von Running Back Derrick Henry nicht vergessen.
Für gestern stellte sich ja die Frage, wer würde mehr Laufyards erzielen, Running Back Henry, oder Quarterback Jackson?
Und es war knapp. Henry kam auf 195 Yards, Jackson auf 143. Mit 22 Yards lag der nächst beste Läufer, Ravens Running Back Mark Ingram, weit abgeschlagen zurück.
Trotz der 143 Laufyards von Jackson kann man sagen, daß die Titans Defense ihn gut im Griff hatte. Davon zeugen die vier Sacks, die sie erzielten.
Zusätzlich warf Jackson 59 Pässe von denen 31 ankamen für 365 Yards und 1 Touchdown, aber 2 Interceptions, und 1 Fumble des Quarterbacks verhinderten einen positiven Ausgang für die Ravens.
Und wenn Quarterback Jackson so viel läuft, warum soll Henry dann nicht mal einen Pass werfen?
Genau. Er warf einen Touchdownpass über drei Yards.
Sein Quarterback Tannehill brauchte nur einen Bilanz von 7 aus 14 für 88 Yards und 2 Touchdowns, um mit Tennessee in die nächste Runde einzuziehen. In der zweiten Playoffwoche in Folge blieb er unter 100 Passyards.
Die Titans gewannen nahezu ungefährdet und völlig überlegen mit 28:12
Sie müssen entweder zu den Chiefs oder zu den Texans. Beide haben nichts zu lachen nächste Woche.
Das letzte Mal, daß ein Nr. 6 Team ein Nr. 1 Team in den Playoffs schlug war 2010. Da gewannen die Jets gegen die Patriots.

Zur Kasse bitte
Bills Right Tackle Cody Ford, $28.075 für einen Blind Side Hit im Spiel gegen Houston.
Durch diesen illegalen Hit wurden die Bills aus der Field Goal Reichweite gedrängt und mußten punten. Dadurch erreichten die Texans die nächste Playoffrunde.

Saints Safety J.T. Gray, $28.075 für einen illegalen Blind Side Hit in einem Puntspielzug.

Samstag, 11. Januar 2020

Kurzberichte
wentz-carson2Carson Wentz (Bild) wurde vom Chefarzt der NFL, Allan Sills, gelobt. Daß der Quarterback der Eagles seine Gehirnerschütterung selber gemeldet hätte, wäre heldenhaft gewesen.
Nicht ganz so heldenhaft hat sich die NFL benommen. Sie sah sich die schmutzige Attacke von Seahawks Defensive End Jadeveon Clowney genauer an und kam zu dem Entschluß, keine Strafe dafür zu verhängen.
Für die Liga steht fest, daß der Treffer von Clowneys Helm gegen den Helm von Wentz, der die Gehirnerschütterung auslöste, unabsichtlich war.
Wie man zu dieser Überzeugung kommen kann, wenn man sich die Videoaufnahme ansieht, erschließt sich mir nicht.
Absolut heldenhaft, wenn wir schon dabei sind, hat sich Wentz` Ersatzmann verhalten. Der 40 Jahre alte Josh McCown spielte das Spiel mit einer sehr schmerzhaften Verletzung Zuende. Bereits im zweiten Spielzug, nachdem er für Wentz auf den Platz kam, riss sich McCown einen Hinterbackenmuskel vom Knochen ab. Er muß operiert werden und hat eine sechsmonatige Reha vor sich.
Der alte Recke hatte kaum eine Chance, mit der Verletzung nicht zu spielen. Der dritte Quarterback, Nate Sudfeld, war inaktiv. Not- Quarterback wäre Wide Receiver Greg Ward gewesen, der auf dem College Quarterback gespielt hat.

Die Rams verpflichteten zwei neue Assistenztrainer. Ex- Redskins Offensive Coordinator Kevin O`Connell übernimmt diesen Posten jetzt in L.A.
Ex Broncos Outside Linebackers Coach Brandon Staley wird neuer Defensive Coordinator.
Mit 37 Jahren (O`Connell) und 34 Jahren (Staley), sind beide etwas älter als Head Coach McVay (33 Jahre).

Bevor Packers Quarterback Aaron Rodgers einen möglichen Shovel Pass gegen die Seahawks werfen könnte, werden Freiwillige gesucht, die den Schnee aus dem Stadion schaufeln.
25 Zentimeter Schnee werden am Sonntag in Green Bay erwartet. Deshalb braucht man 700 Freiwillige, die am Sonntag ab sechs Uhr morgens gegen die Massen ankämpfen. $12 pro Stunde wollen die Packers dafür zahlen.
Die Temperatur soll den ganzen Tag nicht in positive Gefilde kommen.

Wer wird mehr Laufyards erzielen, Titans Running Back Derrick Henry oder Ravens Quarterback Lamar Jackson?
Henry führt die NFL mit 1.540 Yards an. Jackson liegt mit 1.206 Yards auf Platz sechs.
Beide werden einen großen Einfluß auf den Spielverlauf im zweiten Divisional Spiel heute Abend haben.
Henry weiß, wer mitverantwortlich für seinen Erfolg ist. Er schenkte jedem seiner sieben Linespieler, die ihm die Wege freiblocken, eine Rolex Uhr.

Der Lazarettreport
Und wer kann an diesem Wochenende nicht mitspielen?
Bisher sind nur drei Spieler als OUT gemeldet.
Vikings: S Jayron Kearse (Zeh, Knie)

Titans: LB Jayon Brown (Schulter), WR Adam Humphries (Knöchel)

Chiefs: CB Morris Claiborne (Schulter)

Freitag, 10. Januar 2020

Kurzberichte
burrow-joeDie Kristallkugel der USAtoday sagt folgendes voraus: Die Cincinnati Bengals werden als erste einen neuen Spieler einberufen. Das wird der beste Quarterback der letzten Collegesaison sein, Joe Burrow von LSU (Bild).
Die Redskins werden keinen Quarterback nehmen, sonder Defensive End Chase Young von Ohio State.
Als dritte sind die Lions dran. Werden sie den zweitbesten Quarterback nehmen, Tua Tagovailoa von Alabama?
Doch A haben die Lions Matthew Stafford, B wurde TT an der Hüfte operiert, und es ist fraglich ob er 2020 überhaupt wird spielen können.
Also könnten die Lions sich Tauschangebote für den Quarterback anhören. Doch die werden wegen seiner Verletzung natürlich nicht so gut ausfallen, wie gewöhnlich.
Es bleibt also auch zwischen den Saisons spannend... wie gewöhnlich.

Die Redskins krempeln alles um.
Head Coach und General Manage mußten schon gehen, jetzt ist die nächste Ebene dran.
Nach 17 Jahren in der Organisation mußte auch der Vizepräsident der Footballangelegenheiten, Eric Schaffer, gehen.
Sein Nachfolger wird der bisherige Chef des Spielerpersonals, Doug Williams. Er gewann als Quarterback einen Super Bowl mit den Redskins. Williams ist seit 2015 in der Führungsebene des Teams und wird direkt Head Coach Ron Rivera unterstellt sein.

Mike Mularkey tritt in den Ruhestand. Zuletzt war er Tight Ends Coach der Falcons.
Von 2008 bis 11 war er Offensive Coordinator in Atlanta.

Die Eagles trennten sich von Offensive Coordinator Mike Groh und Wide Receiver Coach Carson Walch.
Defensive Coordinator Jim Schwartz, von dem man hörte, daß er gehen sollte, bleibt im Trainerstab. Allerdings hat er ein Jobangebot der Browns als Head Coach vorliegen. Von 2009 bis 13 hat er sich in dieser Position bereits recht erfolglos bei den Lions versucht.

Die NFL untersucht, ob die Bills gegen die Regeln des Verletztenreports verstoßen haben.
Defensive End Jerry Hughes schrieb am Dienstag auf seiner Twitterseite, daß er lange mit gerissenen Sehnen in einem Handgelenk gespielt hätte. Aber da das Team so gut im Playoffrennen lag, wollte er weiterspielen.
Das rief die NFL auf den Plan. Jetzt wird untersucht, ob das Team von der Verletzung wußte, die auf den Verletzungsbögen vor den Spielen hätte erwähnt werden müssen. Hughes Name tauchte zwar einige Male auf, mit dem Vermerk, daß er beim Training geschont wurde, aber mehr nicht.
Die Liga nimmt das mit den Angaben auf den Verletzungsbögen sehr ernst. Immerhin können die Gegner sich dadurch auf mögliche Schwächen des anderen Teams einstellen.

Der Lazarettreport
49ers: Linebacker Kwon Alexander soll am heutigen Freitag von der Verletztenliste genommen werden. Am Sonntag soll er eingesetzt werden.

Titans: Wide Receiver Adam Humphries (Knöchel) und Linebacker Jayon Brown (Schulter) sind definitiv OUT.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Kurzberichte
newton-cam-supermanMatt Rhule, der neue Head Coach der Panthers für die nächsten 30-40 Jahre, hält sich bedeckt über den Status von Cam Newton (Bild).
Rhule sagte in seiner Pressekonferenz, daß er sich zunächst ein klares Bild über die Situation machen müsse. Jetzt schon ins Detail zu gehen, wäre voreilig. Er hätte bereits mit dem Quarterback gesprochen, und er hätte den größtmöglichen Respekt vor seinen bisherigen Leistungen. Aber er müsse den ganzen Kader hinterfragen, meinte Rhule.
Doch Newton ist ein teures Problem. Er geht in das letzte Jahr seines Vertrags und seine Verletzungsanfälligkeit hat zugenommen. Superman, wie er sich ja selber sieht, ist er schon lange nicht mehr.
Doch es ist verständlich, daß ein frischer Head Coach nicht einen Tag nach seiner Verpflichtung verpflichtendes über seine Spieler sagen kann.
Rhule denkt zunächst daran, seinen Trainerstab zusammenzustellen mit dem zusammen er dann die Spieler analysiert.

Der neue Head Coach der Giants sagte in seiner Pressekonferenz, daß er eine klare Mission hätte, nämlich zu gewinnen.
Joe Judge hat eine Mammutaufgabe vor sich. Er muß mit einem nicht ganz so talentierten General Manager Dave Gettleman ein total marodes Team umbauen. Das ist keine Aufgabe, die in einer Saison bewältigt werden kann.
Und man muß sich natürlich fragen, was ein Head Coach kann, der bisher nur Special Teams und Wide Receiver Coach war, wenn auch acht Jahre unter Patriots Head Coach Bill Belichick.
Die Giants hatten in den letzten sieben Jahre sechs negative Saisons. Da wird es sehr schwer die Mission „Gewinnen“ erfolgreich zu absolvieren.
Und das in New York, der Medienhauptstadt der Welt, in der die Journalisten bissiger sind als anderswo.

Bei den Cowboys gab der neue Head Coach Mike McCarthy seine erste Pressekonferenz, zusammen mit Teambesitzer Jerry Jones und dessen Sohn Stephen, der der Vizepräsident des Clubs ist.
Und so, wie sie gemeinsam die Pressekonferenz abhielten, wollen sie auch in Fragen die den Kader angehen, gemeinsam entscheiden.
„Mehr kann ein Head Coach nicht verlangen,“ meinte McCarthy dazu.
Jones dankte seinem Ex- Head Coach Jason Garrett noch mal ausdrücklich. Seit 30 Jahren hätte er sehr erfolgreich und angenehm mit Mitgliedern der Garrett Familie zusammengearbeitet, betonte Jones. Zunächst mit Jasons Vater Jim Garrett als Scout der Cowboys, dann Jasons Brüdern, die für den Club arbeiteten, mit Jason, dem Quarterback und dann Assistenztrainer. Fast 30 Jahre hätte er Schecks an die Garretts ausgestellt, sagte Jones. Deshalb hätte er auch so lange an dem Head Coach festgehalten. Und dafür würde er sich auch kritisieren lassen, meinte Jones, doch er würde es wieder so machen.
Und jetzt hofft Jones, daß Jason Garrett schnell einen neuen Job in gehobener Position in der NFL findet.

Packers Quarterback Aaron Rodgers freut sich für seinen Ex- Head Coach Mike McCarthy.
Die beiden hatten ihre Differenzen, was die Offense angeht. Das sah man auch öfter mal während eines Spiels.
Dennoch war Rodgers nicht einverstanden damit, wie unrühmlich der Vorstand den Head Coach gefeuert hatte.
Daß McCarthy jetzt einen neuen Job bei so einem legendären Team hat, freut Rodgers sehr.

Bei den Eagles läuft das Gerücht rum, daß Defensive Coordinator Jim Schwartz gehen kann.

Die Ravens rüsten für die Playoffs auf. Sie verpflichteten Offensive Tackle Andre Smith.
Smith absolvierte bisher 104 Spiele für die Bengals, bevor er im November gefeuert wurde.

Der Lazarettreport
In seinem verflixten 13. Jahr in der NFL mußte Eric Weddle zum ersten Mal operiert werden.
Der 35 Jahre alte Safety der Rams wurde am Meniskus operiert.

Die Vikings würden gerne gegen die 49ers gewinnen. Doch ohne Stefon Diggs und Adam Thielen dürfte das schwierig werden.
Beide Wide Receiver konnten in dieser Woche noch nicht voll am Training teilnehmen.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Kurzberichte
brady-tom44Und Zack, da sind sie die Gerüchte um Tom Brady (Bild).
Mit fünf Teams wird er zur Zeit für seine Zeit nach den Patriots in Verbindung gebracht.
Die Colts sind unter den Kandidaten für den 42-jährigen, wie auch die Dolphins. Die beiden Teams würden, wenn überhaupt, den meisten Sinn machen. Beide krebsten mit sehr unterdurchschnittlichen Quarterbacks durch die Saison.
Auf der Liste tauchen allerdings auch die Chargers, Browns und Titans auf. Diese drei Teams sind eher nicht wirklich im Rennen. Die Chargers haben selber einen alten Quarterback, der gerne weiterspielen möchte, die Browns glauben immer noch, daß Baker Mayfield ein guter NFL Quarterback ist und die Titans haben mit Ryan Tannehill, der es in Miami überhaupt nicht brachte, vielleicht einen Mann für die nähere Zukunft gefunden.
Die USAtoday setzte auch noch die Saints auf die Liste, aber... ne!
Drew Brees und Tom Brady sind in derselben Altersklasse, und daß Brees nach dieser neuerlichen Enttäuschung aufhört ist wohl nicht zu erwarten.
Brady und Brees stehen momentan beide ohne Vertrag da. Doch ob wirklich beide aufhören oder wechseln?

Jay Ajay hat seine NFL Karriere wohl beendet.
Der Running Back spielte 2019 nur in drei Spielen für die Philadelphia Eagles. Jetzt wechselte er komplett das Terrain.
Ajay unterschrieb bei einem Team aus der Major Soccer League und dort in der e-Sport Abteilung.
Er wird am kommenden Wochenende für sein Team in der 2020 eMSL Cup Kampagne starten, die in Philadelphia stattfindet.

Nur noch ein Team steht ohne neuen Head Coach da, die Cleveland Browns. Besitzer Haslam will sich Zeit lassen, um auch wirklich den richtigen Nachfolger für den Vollflop Freddie Kitchens zu finden.
Und von allen Kandidaten, die so heiß gehandelt wurden, ist Patriots Offensive Coordinator Josh Mc Daniels noch ohne Head Coach Posten.
Mals sehen was da noch kommt.
Die Giants haben jemanden namens Joe Judge verpflichtet
Joe wer?
Judge!
Ob er der richtige ist, darüber wird die Zeit richten.
Judge ist erst 38 Jahre alt und war bisher nur Special Teams und Wide Receiver Coach bei den Patriots.
Wie verzweifelt die Giants waren zeigt die Tatsache, daß sie sogar daran gedacht haben, Ex-Cowboys Head Coach Jason Garrett zu verpflichten.

Die Panthers gaben Matt Rhule einen Siebenjahresvertrag über $62 Millionen und machten ihn zu ihrem neuen Head Coach.
Matt wer?
Rhule!
Das widerspricht eigentlich allen Regeln, jemandem, der keine Erfahrung in der NFL hat, solch einen Monstervertrag zu geben.
Rhule war in den letzten drei Jahre Head Coach bei einem Collegeteam, den Baylor Bears. Dort holte er 19 Siege bei 20 Niederlagen.
Wenn das reicht, um einen Siebenjahresvertrag über $62 Millionen zu bekommen, dann sieht es arg düster aus auf dem Markt für NFL Head Coaches.
Teambesitzer Tepper jedenfalls sieht in dem 19-20 Coach jemanden, der die Panthers die nächsten 30-40 Jahre führen kann.

Bei den Cowboys könnte Offensive Coordinator Matt Moore seinen Job behalten.
Zwar ist der neue Head Coach McCarthy dafür bekannt, daß er selber gerne die offensiven Spielzüge ansagt, aber Moore ist bei ihm in der engeren Wahl für den Posten. Mal sehen, ob Moore bleiben will. Ihm soll ein Angebot vorliegen, Offensive Coordinator bei den Washington Huskies aus einer der Collegeligen zu werden.
Washington ist sein Heimatstaat. Die Wahl wird also schwer für ihn werden.
Jetzt wird es darauf ankommen, ob zwischen Moore und McCarthy die Chemie stimmt.

Die Redskins verpflichteten Scott Turner als Offensive Coordinator.
Turner war zuletzt Interims Head Coach der Panthers, nachdem die Ron Rivera gefeuert hatten.
Rivera ist ja der neue Cheftrainer der Redskins.

Zur Kasse bitte
hieß es nach Woche 17 für Jimmy Garoppolo.
Der Quarterback der 49ers warf vor Freude nach dem dramatischen Sieg gegen die Seahawks einen Ball in die Ränge. Dafür muß er $7.017 Strafe zahlen.

Sehr wahrscheinlich wird auch Seahawks Verteidiger Jadeveon Clowney  zur Kasse gebeten werden für seinen unfairen Angriff gegen Eagles Quarterback Carson Wentz.
Die NFL gab bekannt, daß sie die Szene ganz genau unter die Lupe nehmen wird.
Es wird vermutet, daß Clowney für die Attacke, die auf dem Platz erstaunlicherweise nicht bestraft wurde, nicht suspendiert wird, sondern daß er mit einer Geldstrafe davon kommt.

Dienstag, 7. Januar 2020

Kurzberichte
mccarthy-mike2Die Cowboys haben einen neuen Head Coach... Mike McCarthy (Bild).
Er war 13 Saisons lang Head Coach der Packers. 2019 hatte er sich eine Auszeit vom Football genommen, nachdem er im Endspurt der Saison 2018 gefeuert wurde.
Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag in Dallas.
Auch wenn sein Abschied aus Green Bay sehr unrühmlich war, gehört McCarthy zu den erfolgreicheren Trainern der Liga. Neunmal führte er die Packers in die Playoffs und gewann Super Bowl XLV.
Seine Bilanz in Green Bay steht bei 125-77-2.
Auch die Panthers, Browns und Giants hatten Jobgespräche mit McCarthy geführt.
Und auch ein neuer Defensive Coordinator scheint gefunden, Mike Nolan. Er war in den letzten drei Jahren Linebacker  Coach bei den Saints. Er hat auch schon Erfahrung als Head Coach. 2005-08 versuchte er sich ohne viel Erfolg bei den 49ers.

Die Rams trennen sich von Wade Phillips.
Der Defensive Coordinator war seit 2017 im Trainerstab. Nach dem letzten Saisonspiel lief der Vertrag des 72-jährigen aus, und die Rams verlängerten ihn nicht.

Tom Brady hat so früh Urlaub, wie lange nicht mehr.
Das Team erklärte sein unerwartet frühes Aus mit zwei Verletzungen des Quarterbacks. Von den Schmerzen im Ellenbogen des Wurfarm wußte man ja schon länger. Jetzt gaben die Patriots auch noch bekannt, daß Brady zusätzlich eine Fußverletzung hat, die er sich Mitte Dezember zuzog.
Brady ist jetzt zum ersten Mal in seiner Karriere ein Free Agent, der sich ein neues Team zu seinen Konditionen aussuchen darf. Teambesitzer Robert Kraft sagte dazu: „Ich hoffe daß Tom für uns spielt wenn er nicht in den Ruhestand tritt.“
In seinen 20 Saisons seit 2000 gewann Tom Brady sechs Super Bowls mit den Patriots. Das schüttelt man nicht so einfach ab und geht noch zu einem anderen Team. Brady wird 43 sein, wenn die Saison 2020 beginnt. In dem Alter noch ein neues Team zu finden, dürfte nicht leicht sein.
Diese Gründe sprechen also eher dafür, daß der G.O.A.T in New England bleibt, wenn er nicht mit dem Football aufhört.

Zwei Playoffteams teilten mit, daß sie altgediente Recken verstärkt einsetzen wollen.
Seahawks Head Coach Pete Carroll will Running Back Marshawn Lynch öfter laufen lassen. Er wurde ja am Heiligen Abend verpflichtet, nachdem drei Running Backs der Hawks ausgefallen waren.
Dir Nr. 1 Seattles ist zur Zeit Travis Homer. Er lief gegen die Eagles 11 mal und erzielte 12 Yards. Lynch lief sechs mal und kam auf sieben Yards.
Beide sollten gegen die Packers dann doch etwas bessere Resultate erzielen.
Bei den Texans will Head Coach O`Brien J.J. Watt stärker einsetzen.
Der Defensive End kommt von einer Brustverletzung zurück und wurde kurz vor dem Wild Card Spiel von der Verletztenliste genommen.
Er spielte in 50 von 80 Spielzügen der Texans Defense und soll gegen Chiefs öfter mitmischen.

In den heutige (A)Sozialen Medien ist es ja Mode, Morddrohungen zu verbreiten. Und Jadeveon Clowney ist Empfänger solcher Drohungen.
Nach seiner hinterhältigen Attacke gegen Eagles Quarterback Carson Wentz, meldete sich der Defensive End der Seahawks, weil er erneut Mordrohungen erhalten hätte.
Schon letztes Jahr, als er noch für die Texans spielte, erhielt er Morddrohungen auf Twitter und Co. und zwar auch nach einem Spiel gegen die Eagles.
Und auch dieses Mal quillt sein Twitterkonto wieder mit Morddrohungen über.
Clowney attackierte Wentz absichtlich von hinten mit einem Helm gegen Helm Angriff, als der Quarterback schon schutzlos am Boden war. Erstaunlicherweise wurde er dafür auf dem Platz nicht bestraft, obwohl die Schiedsrichter ja bei Helmkollisionen eigentlich sehr genau hinschauen, nicht nur, wenn ein Quarterback erwischt wird. Hauptschiedsrichter Shawn Smith erklärte nach dem Spiel, daß die Berührung in seinen Augen unabsichtlich passiert wäre.
Im Fernsehen sah das anders aus. Und natürlich redete auch Clowney sich nach dem Spiel heraus. Es wäre halt alles so schnell gegangen, und er hätte sich nicht mehr stoppen können, sagte er in der Pressekonferenz.
Eagles Pro Bowl Left Tackle Jason Peters ging nach dem Angriff zu Clowney und sagte ihm, daß das ein schmutziger Angriff war. „Du solltest ab jetzt meinem Quarterback besser fernbleiben,“ drohte Smith dem Defensive End. Und Clowney tat, wie ihm geheißen, er sackte Josh McCown nur ein einziges Mal.
„Das sind die grauenvollsten Fans der Welt,“ meinte Clowney in Richtung der Fans aus der Stadt der brüderlichen Liebe.
Seine Konten in den Sozialen Medien sollte Clowney in nächster Zeit lieber nicht checken.

Die Fans in New Orleans waren sehr sauer über die nicht gepfiffene Passbehinderung von Vikings Tight End Kyle Rudolph. Er hatte vor dem Sieges- Touchdown in der Verlängerung Cornerback P.J. Williams leicht weggeschubst. Dafür hat man in der Vergangenheit schon öfter mal eine Flagge fliegen sehen, wegen offensive pass interference.
Einige Zuschauer waren deshalb erbost und warfen Getränkebecher auf die Schiedsrichter, als die in den Tunnel gingen. Einige Becher trafen die Zebras, und die NFL sichtet die Videoaufnahmen, um die Werfer ausfindig zu machen.

Saints Linebacker Kiko Alonso zog sich gegen die Vikings einen Kreuzbandriss zu.

Montag, 6. Januar 2020

Die NFL 2019 - Wild Cards - Der NFC Sonntag
brees-drew4In New Orleans gab es ein Spiel, wie es spannender kaum sein kann. Gute Defense, aber auch eine gehörige Portion „Big Plays“ und ein schwerer Fehler, der nie hätte passieren dürfen.
Saints Quarterback Drew Brees (Bild) verlor im letzten Viertel den Ball, weil einer seiner Receiver seine Route nicht korrekt gelaufen war. Also hielt Brees den Ball etwas zu lange und wollte ihn noch wegwerfen, um einen Sack mit viel Raumverlust zu vermeiden. Da schlug ihm Danielle Hunter gegen den Oberarm und Brees verlor den Ball an Minnesotas 20.
Zu diesem Zeitpunkt waren noch 4:26 Minuten zu spielen und die Saints lagen mit drei Punkten zurück. Den Ball an dieser aussichtsreichen Position zu verlieren, war furchtbar negativ.
Zwar konnten die Vikings daraus kein Kapital schlagen, aber sie verbrannten Zweieinhalb Minuten kostbarer Zeit.
Nach dem Punt kam New Orleans an der eigenen 30 an den Ball und marschierte bis an die 31 der Vikings. Von dort verwandelte Kicker Wil Lutz einen Field Goal Versuch aus 49 Yards zum 20:20 Ausgleich.
Hätte eben dieser Lutz nicht Sekunden vor dem Halbzeitpfiff einen Versuch aus 43 Yards verschossen, hätte das der Sieg gewesen sein können.
Aber wie das so ist in dieser Saison, Die Kicker versagten ja am laufenden Band.
Dabei hatten die Saints mit dem Schweizer Messer Taysom Hill die Wunderwaffe zum Sieg im Kader. Der Quarterback, der einfach alles spielen kann, warf einen genauen 50 Yards Pass, lief Touchdowns, erzielte 50 Lauf- und 25 Passyards und spielte in den Special Teams.
Doch was nutzt das, wenn der millionenschwere Kicker versagt?
Das Spiel ging in die Verlängerung. Da kommt der Sieg zwar nicht mehr ganz so plötzlich wie früher, doch wenn ein Team einen Touchdown erzielt, ist es vorbei.
Minnesota kam zuerst an den Ball, an der eigenen 25. Mühsam kämpften sie sich in sechs Spielzügen bis an die eigene 45.
Da hatte Quarterback Kirk Cousins einen großen Moment, einen Moment, für den die Vikings ihm die garantierten $84 Millionen zahlen. Cousins, der in Spielen vor nationalem TV Publikum nicht gut spielt, warf einen grandiosen, punktgenauen Pass, den Wide Receiver Adam Thielen genauso grandios über seine rechte Schulter an der Zwei der Saints fing.
Zwei Laufspielzüge gingen eher Rückwärts. Im dritten Versuch paßte Cousins in die linke Ecke der Endzone. Tight End Kyle Rudolph schubste seinen Bewacher leicht von sich und verschaffte sich damit den nötigen Platz, um den Ball aus der Luft zu fischen. Man hat in solchen Situationen auch schon Flaggen fliegen sehen. Doch nicht hier in New Orleans, wo man eine leidvolle Geschichte mit nicht gegebenen Passbehinderungen  hat.
Und so gewann Minnesota einen Thriller mit 26:20.
Da sollten wir noch einen Blick auf die Statistiken werfen.
Drew Brees: 26 von 33 für 208 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Kirk Cousins: 19 von 31 für 242 Yards, 1 Touchdown, 0 Interceptions.
Vikings Running Back Dalvin Cook kam auf 94 Yards und 2 Touchdowns.
Bester „Running Back“ der Saints war Taysom Hill mit 50 Yards.
Minnesota muß jetzt nach Santa Clara zu den San Francisco 49ers.

Im zweiten Spiel spielten die 11-5 Seahawks beim schlechtesten Playoffteam der NFC, den 9-7 Eagles.
Hoffnung keimte in Philadelphia auf, weil Quarterback Carson Wentz in seinen drei Jahren in Philadelphia, in denen die Eagles zwei mal in die Playoffs kamen, zum ersten Mal in einem Playoffspiel starten konnte.
Zumindest spielte er fast ein Viertel lang, bevor er sich eine Gehirnerschütterung zuzog. Jadeveon Clowney hatte ihn sehr unfair von hinten attackiert, als Wentz bereits über den Boden rutschte. Dabei traf Clowney den Quarterback mit dem Helm voran, und es flog erstaunlicherweise keine Flagge.
Nachdem Josh McCown als Ersatzmann für Wentz reinkam, war das Spiel praktisch beendet. Nach 17 Jahren in  der NFL war es das erste Playoffspiel für den 40-jährigen.
Seattle gewann mit dem exakt selben Ergebnis, wie in Woche 12, nämlich 17:9.
Die Seahawks müssen jetzt nach Green Bay zu den Packers.

Kurzberichte
Bears Guard Kyle Long gab seinen Abschied vom Football bekannt.
Nachdem er 2013 in der ersten Runde der Draft einberufen wurde, spielte er in seinen ersten drei Saisons jeweils im Pro Bowl. Die nächsten vier Saisons beendete er jeweils auf der Verletztenliste.

Die Dallas Cowboys feuerten Jason Garrett. Damit ist der Weg frei für einen neuen Head Coach.
Teambesitzer Jerry Jones dankte Garrett für mehr als 20 Jahre, die er dem Team diente, als Spieler, Assistenztrainer und Head Coach.

Sonntag, 5. Januar 2020

Die NFL 2019 - Wild Cards - Der AFC Samstag
brady-tom-fertigNein, mit diesem Tiefpunkt möchte Tom Brady (Bild) nicht aufhören. Der Quarterback der Patriots warf seinen letzten Pass in New England in die Arme von Titans Cornerback Logan Ryan, der ihn über neun Yards zum Touchdown zurücktrug. Damit besiegelte er das Schicksal der Patriots. Die blieben zwar vom angedrohten Wintersturm Henry verschont, doch Derrick Henry stürmte durch ihre Reihen und richtete enorme Verwüstungen an. Der Running Back der Titans kam mit 34 Läufen auf 182 Yards und 1 Touchdown.
Zusätzlich fing er an seinem 26. Geburtstag auch noch einen 22 Yards Pass und kam auf 204 Yards insgesamt.
Das war zu erwarten, auch wenn Henry damit der erste Spieler in der Geschichte der NFL wurde, der gegen ein von Bill Belichick trainiertes Patriots Team in den Playoffs über 200 Yards erzielte.
Zu erwarten war auch, daß die Offense der Patriots in der momentanen Verfassung dem nicht viel entgegenzusetzen hatte. Als Team kamen sie auf 98 Laufyards.
Vor diesem Spiel hatte Brady in 92 Passversuchen keinen Touchdownpass mehr in den Playoffs geworfen. Und er blieb dieser Serie treu. Seine Bilanz: 20 von 37 für 209 Yards, 0 Touchdowns, 1 Interception.
Ryan Tannehill, sein Gegenüber, stand nach 101 NFL Spielen zum ersten Mal in einem Playoffspiel. Das merkte man ihm nicht an. Er spielte souverän, mit dem Wissen, daß Henry gute Arbeit leisten würde. Und so kam Tannehill auf absolut lächerliche 8 von 15 für 72 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Was sollte Tom Brady machen, in einem Spiel, in dem ein so erfahrener wie guter Wide Receiver wie Julian Edelman in einer wichtigen Situation einen perfekt Plazierten Pass nicht fängt?
Mit einer 13:20 Niederlage aufhören?
Nein!
Bradys Vertrag ist jetzt abgelaufen. In diesem Vertrag hat er sich zusichern lassen, daß die Patriots ihn nicht zu ihrem Franchise Player machen dürfen. Damit ist er frei, zu einem anderen Team zu wechseln.
Vor der Saison hätte sich niemand vorstellen können, daß Brady mal in einem anderen Trikot als dem der Patriots spielen würde, aber nach den schlechten Leistungen in der zweiten Hälfte der Saison, ist das nicht mehr so ausgeschlossen.
Und Titans Head Coach Mike Vrabel gehört jetzt zu den Schülern, die ihre Lehrer überflügelt haben. Er war von 2001-08 Linebacker in New England und hat sich viel von seinem Head Coach Bill Belichick abgeguckt.
Zuletzt standen die Patriots nach der Saison 2009 in einem Wild Card Spiel und verloren gegen Baltimore. 10 Jahre später verloren sie gegen die Titans.
Die spielen nächsten Samstag in Baltimore.

Die Texans müssen am Sonntag zu den Chiefs.
Sie schlugen die Bills nach Verlängerung mit 22:19. Und dabei haben die Bills sich einen durchaus möglichen Sieg wegnehmen lassen.
Sie gingen mit 16:0 in Führung. 13:0 war der Halbzeitstand.
Im ersten Drive, der sehr ansehnlich war, kamen sie zu einem Touchdown durch Quarterback Josh Allen. Er FING einen Pass über 16 Yards von Wide Receiver John Brown.
Hätte die Offense der Bills in der zweiten Halbzeit genau so konzentriert weitergespielt, wie in Durchgang eins, hätte die Defense der Texans mehr Probleme gehabt. Doch Buffalo spielte immer konservativer und ideenloser, und spielte Houston damit in die Hände.
Bills Head Coach McDermott bemängelte nach dem Spiel, daß sein Quarterback Allen zu viel wollte. Er kam auf 24 von 46 für 264 Yards, ohne Touchdown und Interception.
Mit 92 Laufyards war er auch bester „Running Back“ Buffalos, und er fing den einzigen Touchdownpass der Bills in diesem Spiel.
Auf der anderen Seite stand Quarterback Deshaun Watson, der sieben mal nach Sacks mit der Nase im Dreck lag. Doch es war diese eine Szene, in der er nicht zu Boden gebracht wurde, die das Spiel entschied.
Beide Teams hatten beim Stand von 19:19 je einmal den Ball in der Verlängerung, ohne Erfolg.
Und dann kam die entscheidende Szene. Watson und seine Texans standen an der 44 der Bills. Watson lief zurück, wurde von einem Verteidiger sehr hart im Rücken getroffen und strauchelte. Auch von vorne bekam er von einem zweiten Verteidiger hart einen verpaßt, und es schien, als würde ihn das wieder ins Gleichgewicht bringen. Ergebnis, die Verteidiger lagen am Boden, Watson warf einen 34 Yards Pass an die 10. Jetzt gab es keine Experimente mehr, sondern Head Coach O`Brien schickte Kicker Kaimi Fairbairn auf den Platz, und der Traf zum 22:19 Sieg.
Watson kam insgesamt auf 20 von 25 für 247 Yards und 1 Touchdown. Auch er war der beste Läufer seines Teams, mit 55 Yards.
Und so kamen die Texans, die 2 ½ Viertel wie die Untoten über den Platz schlurften, zu einem sehr, sehr glücklichen Sieg.

Der Lazarettreport
Patriots Safety Patrick Chung, Knöchel

Titans: Linebacker Jayon Brown, Schulter

Eagles: Tight End Zach Ertz wird trotz seiner gebrochenen Rippe heute gegen Seattle spielen.

Panik bei den Cowboys Fans
Teambesitzer Jerry Jones kündigte an, mit Ex-Packers Head Coach Mike McCarthy über einen Job zu reden.
So weit so gut, aber dann kam der Hammer. Jones will auch mit Ex-Bengals Head Coach Marvin Lewis reden. Dann könnte Dallas auch gleich Garrett behalten. So erfolglos wie der eine, ist der andere auch.

Samstag, 4. Januar 2020

Kurzberichte
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Die Vikings haben vor, Head Coach Mike Zimmer (Bild) und General Manager Rick Spielman zu behalten.
Eine Saison, die grauenvoll begann, endete in den Playoffs. Zur Belohnung sollen Zimmer und Spielman über das Jahr 2020 hinaus, für das ihre Verträge noch laufen, in Minnesota bleiben.
Der Name Zimmer wurde neuerdings mit den Dallas Cowboys in Verbindung gebracht. Daß Jason Garretts Vertrag, der am 14. Januar ausläuft, nicht verlängert wird, ist ja die letzte Hoffnung, die uns Cowboys Fans bleibt. Allerdings müßten die Cowboys den Vikings eine gute Kompensation bieten, um an Zimmer zu kommen.
Zimmer führte die Vikings zu einer 57-38-1 Bilanz in seinen sechs Saisons dort.
Spielman ist seit 2006 bei den Vikings und seit 2012 deren General Manager.
Und ob Minnesota am Sonntag gegen die Saints gewinnt oder verliert, soll keinen Einfluß auf die Verträge der beiden haben.

Die Bears machten Eddie Jackson zum bestbezahlten Safety aller Zeiten.
Der Pro Bowler bekommt einen Vierjahresvertrag über 58,4 Millionen, von denen $33 Millionen garantiert sind.

Ist Jacoby Brissett der Quarterback für die Zukunft der Colts?
In der Teamleitung hat man da so seine Zweifel.
Daß man einen so hervorragenden Quarterback wie Andrew Luck nicht wirklich nahtlos ersetzen könnte, war klar.
Doch bereits 2018 hatte Jacoby Luck mit einigem Erfolg ersetzt. Aber es zeigte sich, daß Jacoby die Colts nicht eine ganze Saison lang tragen kann.
General Manager Chris Ballard will auf jeden Fall die Augen offen halten, was diese Position angeht.
In den Saisonstatistiken muß man bis auf Platz 24 runterscrollen, um Brissett zu finden. Er hat eine Bilanz von 246 aus 395 für 2.661 Yards und 18 Touchdowns bei 21 Interceptions.
Da sollte Ballard die Augen tatsächlich offen halten, um einen Ersatz für Brissett zu finden, auch wenn man bedenkt, daß ihm gute Receiver fehlten.

Es wird wild an diesem Wochenende
Zwei Stürme namens Henry kommen auf die New England Patriots zu. Einer mit dem Vornamen Derrick, der andere ein Wintersturm, der während des Spiels gegen die Titans über dem Rasierklingen Stadion toben könnte.
Derrick Henry kam in der Saison mit 1.540 Laufyards auf Platz 1 in dieser Kategorie. Ihn zu stoppen wird für die Patriots nicht leicht werden. Sollte der Wintersturm Henry tatsächlich während des Spiels über dem Stadion toben, dann wird es für beide Teams vermehrt auf das Laufspiel ankommen. Und da liegen die Vorteile bei den Titans.
Henry, der von den Titans, wurde in dieser Woche nicht auf dem Verletzungsbogen aufgeführt. In den letzten Wochen hatte er eine hartnäckige Oberschenkelzerrung, die ihn sogar das wichtige Spiel in Woche 16 gegen die Saints verpassen ließ.
Doch jetzt scheint er voll einsatzbereit sein. Und er wird losstürmen, wie sein Namensvetter.

Hall of Fame
Die NFL gab die Namen der 15 Finalisten für den Einzug in die Ruhmeshalle bekannt.
Colts Wide Receiver Reggie Wayne; Steelers Safety Troy Polamalu; Packers Safety LeRoy Butler; Rams Receiver Torry Holt; Panthers Linebacker Sam Mills; Dolphins Linebacker Zach Thomas; 49ers defensive Tackle Bryant Young; Broncos/Jets Safety Steve Atwater; Jaguars Tackle Tony Boselli; Rams/49ers Receiver Isaac Bruce; Steelers/Jets/Cardinals Guard Alan Faneca; Seahawks/Vikings/Titans Guard Steve Hutchinson; Colts/Cardinals/Seahawks Running Back Edgerrin James; Buccaneers/Broncos Safety John Lynch und Patriots/Raiders defensive Lineman Richard Seymour.
Am 1. Februar wird bekanntgegeben, wer es wirklich geschafft hat.

Die besten Spieler der Woche 17
AFC
OFFENSE: RB DERRICK HENRY, TENNESSEE TITANS

DEFENSE: DE CARLOS DUNLAP, CINCINNATI BENGALS

SPECIAL TEAMS: KR MECOLE HARDMAN, KANSAS CITY CHIEFS

NFC
OFFENSE: RB BOSTON SCOTT, PHILADELPHIA EAGLES

DEFENSE: LB DEION JONES, ATLANTA FALCONS

SPECIAL TEAMS: P JOHNNY HEKKER, LOS ANGELES RAMS

Und dann noch das Power Ranking nach Woche 17
1. Ravens (vorher 1)
2. 49ers (2)
3. Saints (3)
4. Chiefs (4)
5. Packers (5)
6. Seahawks (8)
7. Texans (6)
8. Titans (11)
9. Patriots (7)
10. Vikings (10)
11. Bills (9)
12. Eagles (12)
Die 12 Teams an der Spitze sind alle in den Playoffs.
Am Boden der NFL Teams gibt es dann in der letzten Woche noch eine echte Überraschung. Die NFL bewertet die Carolina Panthers als das schlechteste Team der abgelaufenen Saison.
29. Bengals (32)
30. Redskins (28)
31. Lions (31)
32. Panthers (30)

Der Lazarettreport
Hier die Spieler, die definitiv nicht an diesem Wochenende spielen können.
Titans: WR Adam Humphries (Knöchel), WR Kalif Raymond (Gehirnerschütterung)

Vikings: CB Mackensie Alexander (Knie), CB Mike Hughes (Nacken)

Saints: CB Eli Apple (Knöchel), RB Zach Line (Knie)

Seahawks: T Duane Brown (Knie, Bizeps), LB Mychal Kendricks (Knie), WR Malik Turner (Gehirnerschütterung)

Eagles: WR Nelson Agholor (Knie)

Freitag, 3. Januar 2020

Das Trainerkarussell
rivera-ron2Es ist so viel passiert, daß ich mir spare, die einzelnen Assistenztrainer zu nennen, die gefeuert wurden. Nur so ein paar eher doch prominente sollten erwähnt werden.
Konzentrieren wir uns aber hauptsächlich auf die Cheftrainer.

Neuer Head Coach der Redskins ist Ron Rivera (Bild). Er wurde im Dezember in Carolina nach 8 ½ Jahren gefeuert und löst nun Redskins Interimscoach Bill Callahan ab.
Rivera heuerte Jack Del Rio als seinen Defensive Coordinator an. Del Rio hatte sich schon mal als Head Coach der Jaguars und Raiders versucht. Nach seinem Job als Head Coach der Raiders nahm er sich eine zweijährige Auszeit, bevor er jetzt den Job bei den Redskins annahm.
Doch die wichtigsten Entlassungen bei den Redskins waren nicht Head Coach Jay Gruden und jetzt sein kurzzeitiger Nachfolger, sondern die des Präsidenten Bruce Allen.
Er war das größte Sandkorn im Getriebe des Teams, und das ein Jahrzehnt lang. Teambesitzer Dan Snyder gab bekannt, daß Allen mit sofortiger Wirkung von seinen Pflichten beim Team befreit wäre, und der Organisation nicht länger angehört.
Seit Allen die Geschicke des Teams führte, erlitten sie eine negative Saison nach der anderen. Mittlerweile sind die Redskins so schlecht, daß ihnen die Fanbasis wegbröckelt. Früher konnte man Saisonkarten nur erben, kaufen konnte man sie so gut wie gar nicht. Das hat sich mittlerweile geändert. In Allens Zeit holte Washington eine 62-97-1 Bilanz.

Die Giants feuerten Pat Shurmur nach zwei sehr erfolglosen Saisons. Seine Bilanz von neun Siegen und 23 Niederlagen ist erbärmlich.
Erstaunlich ist, daß Giants General Manager Dave Gettleman weitermachen darf.

Die Browns feuerten nicht nur Head Coach Freddie Kitchens, sondern auch General Manager John Dorsey. Bei der Suche nach Nachfolgern wollen sie zuerst einen Head Coach finden, und dann erst einen General Manager.
Beim Head Coach will Teambesitzer Haslam auf jeden Fall jemanden finden, der bereits Erfahrung in der NFL gesammelt hat. Dieser neue Head Coach soll dann in die Suche nach einem General Manager involviert werden.
Stärkster Kandidat für den Head Coach Job ist Patriots Offensive Coordinator Josh McDaniels. Er wird am 10. Januar Vorstellungsgespräche nicht nur mit den Browns sondern auch den Panthers und Giants abhalten.
Bedenkt man, daß am 11. Januar die Divisional Runde beginnt, ist das eine eigenartige zeitliche Konstellation.
Die Browns setzen aber nicht nur auf McDaniels, sondern reden auch mit Ex Packers Head Coach Mike McCarthy und 49ers Defensive Coordinator Robert Saleh.

Doug Marrone bleibt tatsächlich Head Coach bei den Jaguars.
Seine Bilanz in Jacksonville 22-28.
Auch General Manager Dave Caldwell darf weitermachen.
Wunder gibt es immer wieder.

Prominenter Neuzugang ist Chan Gailey.
Er war zuletzt 2016 Head Coach der New York Jets und ging danach in den Ruhestand. Daraus kam der mittlerweile 67 Jahre alte Coach nun zurück. Er wird neuer Offensive Coordinator der Dolphins. Die feuerten Chad O`Shea nach nur einer Saison.
Gailey war schon mal Offensive Coordinator in Miami, von 2000 bis 2001.

Die Lions feuerten einige Assistenztrainer.

Die Bengals feuerten einige  Assistenztrainer.

Die Bears feuerten Offensive Coordinator Mark Helfrich und einige  Assistenztrainer.

Playoffs
Bei den Wild Card Spielen trauen die Buchmacher nur einem Gastteam einen Sieg zu. Die Seahawks sind Favoriten bei ihrem Auftritt in Philadelphia. Zwar nur mit einem Punkt, aber immerhin.
Beide Teams haben arge Verletzungssorgen. Neuestes Opfer in Seattle ist Linebacker Mychal Kendricks, der gegen die 49ers einen Kreuzbandriss erlitt. Für ihn ist die Saison beendet.
Bei den Eagles wird Quarterback Carson Wentz, der ja bereits einen Super Bowl Ring hat, zum ersten Mal in einem Playoffspiel mitmischen.
In seiner Zeit als Quarterback der Eagles kam das Team zwar zweimal in die Playoffs, aber beide Male verletzte sich Wentz kurz vor der Endrunde. Jetzt ist er gesund, während viele seiner Mitspieler verletzt sind.

Chiefs Safety Juan Thornhill zog sich gegen die Chargers einen Kreuzbandriss zu und seine Saison ist beendet.

Die Texans aktivierten JJ Watt.
Der Pass Rusher wurde von der Verletztenliste genommen und wird gegen die Bills spielen.
Watt hatte einen gerissenen Brustmuskel und mußte zwei Monate pausieren.

Tom Brady denkt nicht daran, daß das Wild Card Spiel gegen die Titans sein letztes Spiel für die Patriots werden könnte.
Der Quarterback der Patriots wird ein Free Agent, sobald die Saison für die Pats beendet ist. Das könnte bereits in der Nacht zu Sonntagmorgen der Fall sein.
Es ist das erste Mal in Bradys Karriere, daß er eine Saison beendet, ohne einen Folgevertrag zu haben.
Ob er wirklich das Team wechselt?
Kaum zu glauben!
New England muß zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt wieder in der ersten Runde der Playoffs ran. Bisher hatten sie immer spielfrei am Wild Card Wochenende.

Teams, die in der Wild Card Runde ran müssen, haben es schwer, in den Super Bowl zu kommen.
Seit 1990, als das Format mit den 12 Playoffteams eingeführt wurde, haben nur 12 Teams, die am ersten Wochenende spielen mußten, den Super Bowl erreicht. Zuletzt gelang das den Ravens 2012.
Teams, die erst ab der zweiten Runde antraten, haben 46 mal den Super Bowl erreicht.

Und obwohl die Saison 2019 ja noch nicht ganz Zuende ist, gab die NFL schon mal bekannt, wer 2020 gegen wen spielen wird.
Und hier steht es...

Kurzberichte
Dolphins Cornerback Xavien Howard wurde am Sonntag verhaftet.
Gegen ihn wurde Anzeige wegen häuslicher Gewalt erstattet, nachdem er seine Verlobte geschlagen hatte.
Die Dolphins wollten sich dazu noch nicht äußern.
Howard steht seit Oktober mit einer Knieverletzung auf der Verletztenliste. Im Mai erst hatte er einen Fünfjahresvertrag über $76,5 Millionen unterschrieben.

Eli Manning möchte gerne weiter als Quarterback in der NFL arbeiten, aber nicht als Ersatzmann.
Der zweimalige Super Bowl MVP der Giants sitzt in aller Ruhe Zuhause und warte mal ab, was für Angebote reinkommen.

Auf die Frage, ob denn Jameis Winston bei den Buccaneers bleibt, antwortete Head Coach Bruce Arians: „Wir können auch mit einem anderen Quarterback gewinnen.“
Damit dürfte klar sein, daß er nicht unbedingt in die Zukunftsplanung des Teams gehört.

Der ehemalige Head Coach der Bengals und Buccaneers, Sam Wyche, verstarb im Alter von 74 Jahren.
1988 brachte er Cincinnati in den Super Bowl, wo sie gegen die 49ers verloren.

 

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