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 Nachrichten aus der NFL - Das Archiv

Montag, 30. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche  17 - Der Sonntag
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Eine Saison mit vielen Tiefpunkten endete mit einem Kracher und einem vierten Versuch.
Spannender und besser als in Seattle kann es kaum sein. Die 49ers sahen über weite Strecken wie der klare Sieger aus. Sie wollten die Nr. 1 der NFC werden.
Seattle wollte zumindest die NFC West gewinnen.
Erst in der zweiten Halbzeit legte Seattle so richtig los. Sie mußten auf einen Running Back zurückgreifen, der zum letzten Mal vor über 400 Tagen in einem NFL Spiel mitmachte, Marshawn Lynch (Bild). Und er hängte sich richtig rein, im Rahmen seiner begrenzten Möglichkeiten, denn er war erst ein paar Tage wieder mit dem Team zusammen.
Und Beastmode erzielte einen Touchdown. Der war nötig, denn San Francisco war mit einer 13:0 Führung in die Halbzeit gegangen und es sah so aus, als käme weiter keine Gegenwehr.
Im letzten Viertel hatte Seahawks Quarterback Russell Wilson die 49ers da, wo er sie haben wollte. 2:27 Minuten vor Spielende führten die Niners mit 26:21 und Wilson fühlt sich so richtig wohl, wenn er am Ende eines Spiels sein Team noch zu einem knappen Sieg führen kann.
Doch es sollte dieses Mal anders kommen.
Nachdem die Seahawks einen Vierten und 10 an der 12 der 49ers mit einem Pass zu Wide Receiver John Ursua zu einem neuen ersten Versuch Zentimeter vor der Goalline verwandeln konnten, verloren sie völlig die Übersicht. Sie wollten die schweren Jungs für einen Laufspielzug auf den Platz bringen, doch das ging zu langsam. Die Playclock lief runter und es gab eine fünf Yards Strafe wegen Zeitverzögerung.
Statt 1. und Zentimeter, 1. und fünf.
Drei Versuche brachten Seattle nicht in die Endzone, wieder 4. Versuch.
Dieses Mal ein Pass auf Jacob Hollister. Die Zeit lief ab, als Hollister vor der Goalline gestoppt wurde. Dieses Mal waren es nur Millimeter, aber die 49ers Defense hatte gehalten, das Spiel war aus.
Pech für Seattle, daß beim zweiten Versuch in dieser Serie eine klare Passbehinderung der 49ers gegen Tyler Lockett in der Endzone nicht bestraft wurde.
Der Chef der Schiedsrichter, Al Riveron, überprüfte den Spielzug in New York und sah nichts, was eine Strafe wert gewesen wäre.
Nun, Millionen TV Zuschauer hatten es gesehen, und die Fans im Stadion auch.
Aber so ist das mit dem Videoschiedsrichter, wenn er seine Kontaktlinsen nicht drin hat, sieht es so was nicht.
So ging die Saison mit einem wirklich guten Spiel Zuende, das die 49ers zur Nr. 1 der NFC machte. San Francisco wurde zum ersten Mal seit 2012 wieder Meister der NFC West.

Obwohl die Saints die Panthers mit 42:10 vom Platz fegten, nutzte es ihnen nichts. Die Packers gewannen denkbar knapp mit 23:20 in Detroit und landeten auf Platz zwei der NFC.

Im Fernduell der Eagles gegen die Cowboys behielt Philadelphia bei den Giants die Oberhand. Es ist ein Wunder, daß dieses verletzungsgeplagte Team so weit kommen konnte.
In diesem überzeugenden 34:17 Erfolg in den Meadowlands verloren sie auch noch Rookie Running Back Miles Sanders nach nur neun Läufen, in denen er auf 52 Yards kam.
Zwar schien das Spiel einige Male auf der Kippe zu stehen, da die Giants so gerne auch mal gewonnen hätten, aber die Eagles wollten es mehr.
Und dadurch war es dann auch egal, daß die Cowboys Zuhause mit 47:16 gegen die Redskins gewannen. Zu wenig, zu spät, kann man da nur sagen.
Mit 9-7 Siegen haben die Eagles wenigstens eine positive S/N Bilanz errungen, während Dallas auf miesen 8-8 hängen blieb.

In der AFC ließen die Titans keinen Zweifel aufkommen, wer als letztes Team in die Playoffs gelangt. Gegen ein Texans Team, das seine Starter größtenteils schonte, kamen sie zu einem 35:14 Sieg. Für sie hieß es , Gewinn und du bist drin. Und genau das taten sie.
Für ihren Quarterback Ryan Tannehill, der von 2012 bis 18 bei den Dolphins vor sich hinkrebste, ist es der erste Trip in die Playoffs. Der Wechsel zu den Titans hat ihm sichtbar gut getan.
Am Samstag muß Tennessee nach New England, und in der Verfassung, in der die Patriots sich zur Zeit präsentieren, ist ein Sieg  der Titans absolut möglich.

Für die Patriots ging es Zuhause gegen Miami noch um Platz zwei der AFC. Mit einem Sieg Zuhause gegen Miami hätte das klargemacht werden können.
Die Patriots haben in den letzten 15 Spielen Zuhause gegen Miami nicht verloren.
Doch dieses Mal verloren sie Zuhause gegen Miami.
Und wenn man das Spiel so Revue passieren läßt, und die letzten Spiele der Patriots zuvor, dann würde man sich wünschen, die Dolphins wären in den Playoffs und nicht die Patriots.
Zur Halbzeit stand es 10:10. Und die Magie der Halbzeitanpassung ist den Patriots in der zweiten Hälfte der Saison völlig abhanden gekommen.
Quarterback Tom Brady kam auf 16 von 29 für 221 Yards, 2 Touchdowns bei 1 Interception.
Ryan Fitzpatrick spielte, als hätte er Eiswasser in den Adern. Nichts was die Patriots Defense auf ihn losschickte, konnte ihn erschüttern. Und so kam er auf 28 von 41 für 320 Yards und 1 Touchdown ohne Interception. Gerade letzteres grenzt bei ihm an ein Wunder.
Und obwohl das Spiel nur 27:24 für die Dolphins endete, hatten sie optisch die völlige Überlegenheit.
So kommt es, daß die Patriots zum ersten Mal seit 2009 wieder in einem Wild Card Spiel antreten müssen, und nicht, wie gewohnt, eine Woche spielfrei haben.
So ist das, wenn man Zuhause gegen die 5-11 Dolphins verliert. Dann muß man Zuhause gegen die Titans ran, die momentan einen Lauf haben, namentlich Derrick Henry. Er kam gestern gegen Houston mit 32 Läufen auf 211 Yards und sicherte sich den Titel des besten Running Backs der Saison vor Nick Chubb von den Browns.
Wenn die Patriots Henry nicht gestoppt kriegen, dann gehen die Lichter für sie aus.

Da die Patriots Zuhause gegen Miami verloren, war der 31:21 Sieg der Chiefs über die Chargers ein netter Saisonabschluß und mehr nicht. Kansas City wurde dadurch zur Nr. 2 der AFC und hat eine Woche spielfrei.

Und so kommt es nächstes Wochenende zu folgenden Spielen
Wild Card Weekend
Samstag, Jan. 4:
Nr. 5 Buffalo Bills at Nr. 4 Houston Texans, 22:35 Uhr. (ESPN/ABC)
Nr. 6 Tennessee Titans at Nr. 3 New England Patriots, 2:15 Uhr. (CBS)

Sonntag, Jan. 5:
Nr. 6 Minnesota Vikings at Nr. 3 New Orleans Saints, 19:05 Uhr. (FOX)
Nr. 5 Seattle Seahawks at Nr. 4 Philadelphia Eagles, 22:40 Uhr. (NBC)

Danach geht es dann wie folgt weiter
Divisional Round
Samstag, Jan. 11:
TBD at Nr. 1 San Francisco 49ers, 22:35 Uhr. (NBC)
TBD at Nr. 1 Baltimore Ravens, 2:15 Uhr (CBS)

Sonntag, Jan. 12:
TBD at Nr. 2 Kansas City Chiefs, 21:05 Uhr. (CBS)
TBD at Nr. 2 Green Bay Packers, 00:40 Uhr. (FOX)

Championship Sonntag, Jan. 19
AFC Championship Game, 21:05 Uhr. (CBS)
NFC Championship Game, 00:40 Uhr. (FOX)

Das lustige Head Coaches feuern
Der erste Head Coach ist gefeuert. Es ist Freddie Kitchens von den Cleveland Browns.
Er war nur eine Saison im Amt.

Und ich stecke mitten in meinen Reisvorbereitungen und werde mich érst am Freitag zurückmelden.
Guten Rutsch!

Sonntag, 29. Dezember 2019

Kurzberichte
fangio-vicDer schwarze Montag in der NFL steht bevor. An diesem Tag steht das lustige Head Coaches feuern an.
Einer muß sich wohl keine Gedanken machen, Vic Fangio (Bild). Er führte die Broncos zu sechs Siegen und neun Niederlagen. Damit, so General Manager John Elway, wäre man sehr zufrieden.
Der Silberstreif am Horizont sind wohl die drei Siege aus den letzten vier Spielen. In diesen Spielen startete Rookie Quarterback Drew Lock.
Für den 61 Jahre alten Fangio war es der erste Job als Head Coach in der NFL. Und er wird ihn 2020 weiter ausüben dürfen.
Vielleicht gilt das sogar für Doug Marrone. Aus Jacksonville hört man, daß der Head Coach der Jaguars morgen nicht gefeuert werden soll.
Das wundert einen dann doch ziemlich.
Über die Zukunft von Jason Garrett rätselt man ja immer noch, weil Cowboys Besitzer Jerry Jones sich bisher nicht klar äußert.
Pat Shurmur von den Giants wäre auch ein Kandidat, genau wie Freddie Kitchens von den Browns.
Dann gibt es ja noch die Interimstrainer, die abgelöst werden, bei den Redskins Bill Callahan und bei den Panthers Perry Fewell.
Mal sehen, was der Montag bringt.

Die Ravens verlängerten den Vertrag mit Marcus Peters.
Der Cornerback kam in Woche 7 von den Rams nach Baltimore und schlug so gut ein, daß er jetzt einen Verlängerung über drei Jahre und $42 Millionen bekam. $32 Millionen davon sind garantiert.

„Es ist nicht realistisch, jeden bezahlen zu können,“ meinte Rams Head Coach Sean McVay. Es sieht so aus, als ob da einige Trennungen anstehen würden.
Eine Trennung ist ja klar, die vom Los Angeles Memorial Coliseum. Heute spielen die Rams zum letzten Mal in der Riesenschüssel. Nächstes Jahr ist ihr eigenes Stadion fertig, in dem sie die Chargers als Untermieter dulden, das SoFi Stadium.
Wie viele Spieler des aktuellen Kaders werden dann noch für die Rams dort spielen?
Es werden wohl so einige sein, auch wenn man nicht alle wird bezahlen können. Aber der Club soll noch $24 Millionen Platz unter der Gehaltsobergrenze haben. Damit sollte man den ein und den anderen zum Bleiben überreden können.

Die Bengals gaben Center Trey Hopkins eine Vertragsverlängerung über drei Jahre und $20,4 Millionen.

Einen Todesfall hat Marvin Jones zu verkraften.
Der sechs Monate alte Sohn des Wide Receivers der Lions verstarb plötzlich und unerwartet am Samstag.
Marvin und seine Frau Jazymn Jones haben noch drei Ältere Söhne und eine Tochter.

Samstag, 28. Dezember 2019

Kurzberichte
quinn-danFalcons Head Coach Dan Quinn (Bild) scheint der Endspurt des Teams den Job gerettet zu haben. Teambesitzer Arthur Blank gab am Freitag bekannt, daß Quinn und General Manager Thomas Dimitroff 2020 zurückkommen dürfen.
Bis zur Freiwoche hatte Atlanta nur einen Sieg und sieben Niederlagen vorzuweisen. Danach überlegte sich Quinn neue Aufstellungen, um die Defense zu stärken. Er wechselte einige Assistenztrainer aus und von da an ging es leicht aufwärts. Atlanta holte fünf Siege bei zwei Niederlagen, darunter Siege gegen zwei Teams, die sich jetzt um Platz eins der NFC streiten, die Saints und die 49ers, und das jeweils in deren Stadien.
Blank glaubt nun, daß die Head Coach/ General Manager Kombination in der Lage sein wird, den Falcons 2020 und darüber hinaus Erfolg bringen zu können.
Blank hat es imponiert, daß Quinn in der Freiwoche sehr selbstkritisch über die Situation nachgedacht hat, und positive Änderungen fand.
Die Spieler gaben trotz des miesen Tabellenstands nicht auf und spielten für ihren Coach. Wenn dieser Schwung in die nächste Saison mitgenommen werden kann, dann dürfte die NFC South spannender werden, als sie es dieses Jahr war, denn die Saints gewannen die Division bereits in Woche 13.

Ein halber Sack brachte Markus Golden eine ganze Million.
Die NFL korrigierte die Sack-Statistik für die laufende Saison und machte aus einem halben Sack des Giants Defensive Ends gegen Redskins Quarterback Dwayne Haskins einen vollen Sack. Dadurch kam Golden auf volle 10 Sacks und dafür erhält er einen Bonus über $1 Million, zusätzlich zu seinem Jahresgehalt von $3,75 Millionen.

Running Back LeVeon Bell möchte 2020 zu den Jets zurückkommen.
Ob die ihn nach einer eher unterdurchschnittlichen Saison zurückhaben wollen, steht auf einem anderen Blatt.
Bell unterschrieb vor der Saison einen Vierjahresvertrag über $52 Millionen von denen $27 Millionen garantiert sind.
Die Erwartungen, die in ihn gesetzt wurden, konnte er nicht ansatzweise erfüllen. Was natürlich auch an der hundsmiserablen O-Line lag, die ihm keine Laufwege freiblocken konnte. So kam er im Durchschnitt auf 3,3 Yards pro Lauf. In Pittsburgh kam er noch auf 4,3 Yards.
An Bell alleine liegt es ganz bestimmt nicht. Das ganze Team war heruntergewirtschaftet und Head Coach Adam Gase ist nicht der Mann, der das reparieren kann.
Bell jetzt direkt wieder zu feuern, wäre keine Lösung.

Die Wege von Tress Way und der Redskins werden sich nicht trennen.
Der Punter bekam einen Vertragsverlängerung über vier Jahre und satte $15 Millionen. Eine Menge Geld um sechs mal in einem Spiel den Ball wegzutreten.

Die Statistik zeigt, daß die Spiele der Cowboys jeweils zur Halbzeit hätten beendet werden können.
Sie waren 7-0 wenn sie zur Halbzeit führten und 0-8 wenn sie zurücklagen.
Mit solch einer Statistik kann man es eigentlich nicht in die Playoffs schaffen. Und doch hat Dallas die ganze Saison über die NFC East angeführt. Bis letzte Woche. Da verloren sie nach einer erbärmlichen Leistung gegen ein stark ersatzgeschwächtes Eagles Team und gaben die Tabellenführung gleich mit ab.

Die besten Spieler der Woche 16
AFC

OFFENSE: QB RYAN FITZPATRICK, MIAMI DOLPHINS

DEFENSE: DE DRE’MONT JONES, DENVER BRONCOS

SPECIAL TEAMS: PR NYHEIM HINES, INDIANAPOLIS COLTS

NFC
OFFENSE: RB SAQUON BARKLEY, NEW YORK GIANTS

DEFENSE: LB CHANDLER JONES, ARIZONA CARDINALS

SPECIAL TEAMS: K ROBBIE GOULD, SAN FRANCISCO 49ERS

Der Lazarettreport
Eagles Tight End Zach Ertz kann mit seiner gebrochenen Rippe doch nicht gegen die Giants spielen.

Und wer ist sonst noch OUT am Sonntag?
Eagles: WR Nelson Agholor (Knie), TE Zach Ertz (Rippen, Rücken)

Jets: G Tom Compton (Wade), G Alex Lewis (Knöchel)

Bills: DE Shaq Lawson (Oberschenkel), WR Andre Roberts (Fuß)

Saints: CB Eli Apple (Knöchel), S Vonn Bell (Knie), S Marcus Williams (Leiste)

Panthers: WR D.J. Moore (Gehirnerschütterung), LB Shaq Thompson (Fuß, Schulter)

Bengals: CB William Jackson (Schulter)

Lions: DT A'Shawn Robinson (Schulter)

Chargers: T Russell Okung (Leiste)

Chiefs: CB Morris Claiborne (nicht verletzungsbedingt )

Bears: WR Taylor Gabriel (Gehirnerschütterung), DT Eddie Goldman (Gehirnerschütterung), DT Akiem Hicks (Ellenbogen)

Vikings: RB Dalvin Cook (Schulter), LB Eric Kendricks (Quadrizeps)

Dolphins: CB Jomal Wiltz (Schulter)

Falcons: G Jamon Brown (Krankheit), DE Adrian Clayborn (Knie), WR Brandon Powell (Handgelenk)

Buccaneers: DT Beau Allen (Knöchel), WR Chris Godwin (Oberschenkel)

Steelers: RB James Conner (Quadrizeps), C Maurkice Pouncey (Knie)

Ravens: RB Mark Ingram (Wade)

Redskins: S Landon Collins (Schulter), QB Dwayne Haskins (Knöchel), WR Terry McLaurin (Gehirnerschütterung)

Cowboys: LB Joe Thomas (Knie)

Titans: WR Adam Humphries (Knöchel), CB Adoree' Jackson (Fuß), WR Kalif Raymond (Gehirnerschütterung)

Texans: WR Will Fuller (Leiste)

Colts: RB Jordan Wilkins (Knöchel), CB Quincy Wilson (Schulter)

Jaguars: WR Michael Walker (Oberschenkel)

Giants: TE Rhett Ellison (Gehirnerschütterung), T Mike Remmers (Gehirnerschütterung), TE Scott Simonson (Gehirnerschütterung)

Broncos: T Ja'Wuan James (Knie), G Ronald Leary (Gehirnerschütterung), T Elijah Wilkinson (Knöchel)

Cardinals: TE Darrell Daniels (Bizeps)

Rams: RB Darrell Henderson (Knöchel), CB Jalen Ramsey (Knie)

49ers: DE Dee Ford (Quadrizeps, Oberschenkel), DT Jullian Taylor (Ellenbogen, Knie)

Seahawks: T Duane Brown (Knie, Bizeps), WR Malik Turner (Gehirnerschütterung)

Freitag, 27. Dezember 2019

Kurzberichte + Der Lazarettreport
payton-sean2„Absolut nicht,“ antwortete Saints Head Coach Sean Payton (Bild) auf die Frage, ob er seine Starter schonen wird.
New Orleans kann 1., 2., oder 3. in der NFC werden. Selbst wenn sie Carolina besiegen, müssen sie noch hoffen, daß die Packers und die 49ers verlieren, um die Nr. 1 zu werden. Aber zweiter ist auch nicht schlecht, dann hätten sie zumindest eine Woche Pause und ein Heimspiel. Doch für dieses Ziel müssen die Saints gewinnen und die Packers oder die 49ers verlieren.
Daß die Packers gegen die Lions verlieren, ist ja wohl kaum möglich. Bleibt die Hoffnung, daß Seattle San Francisco schlägt.
Green Bay und New Orleans spielen beide in der 19 Uhr Schicht.

Jadeveon Clowney sagt, daß es keine Möglichkeit gibt, daß er am Sonntag nicht spielt.
Auf dem Papier ist Seahawks at 49ers das wichtigste Spiel in der letzten Woche. Seattles Defensive End will dieses Spiel auf keinen Fall verpassen. Zwei Partien verpaßte Clowney wegen einer Unterleibsverletzung. Doch wenn es um den Gewinn der NFC West geht, will der Pass Rusher dabei sein.

Für die Titans besteht noch eine kleine Chance auf die Playoffs. Und noch mal möchte Running Back Derrick Henry nicht nur dabei zusehen.
Letzte Woche konnte er wegen einer Oberschenkelverletzung nicht gegen die Saints mitmischen.
Am Sonntag geht es gegen die Texans, die bereits die AFC South gewonnen haben. Wenn Tennessee gewinnt, sind sie weiter. Alle anderen, die sich noch ein Fünckchen Hoffnung machen, können dieses dann ausblasen.

Raiders Running Back Josh Jacobs mußte am Weihnachtstag überraschend an einer Infektion am Bein operiert werden.
Auf Instagram teilte er mit, daß es ihm gut geht.
Jacobs hat 1.150 Yards in dieser Saison erzielt und könnte der Offensive Rookie of the Year werden.

Falcons Cornerback Jordan Miller ist für vier Spiele suspendiert.
Der Rookie hat verbotene leistungssteigernde Mittel eingenommen.

Die Playoffs beginnen, und oh Wunder, die Browns sind nicht dabei. Dabei waren sie vor der Saison doch Team Nr. 1 das genannt wurde, wenn nach dem kommenden Super Bowl Sieger gefragt wurde.
Ich konnte mir dann ein herzhaftes Lachen nie verkneifen, wenn ich diese „Experten“ hörte oder von ihnen las.
Das Schlimme war nur, daß die Verantwortlichen und Spieler des Teams an diesen Quatsch glaubten.
Mit 6-9 Siegen haben sie eine für sie ordentliche Saison abgeliefert.
Zum 12. mal in Folge beenden sie eine Saison mit negativer Sieg/Niederlagen Bilanz.

Browns Wide Receiver Jarvis Landry sagte in einem Interview, daß er die ganze Saison mit einem gebrochenen Rückenwirbel gespielt hat. Nach der Saison muß er operiert werden.
Daß er im Pro Bowl spielt, in en er gewählt wurde, ist kaum möglich.

Cowboys Tight End Jason Witten denkt schon wieder ans Aufhören.
Als er vor zwei Jahren seine Karriere beendete, ging er als Analyst zu Monday Night Football. Doch es juckte ihn dermaßen, wenn er die Spiele sah und analysierte, daß er wieder zurück zu den Cowboys ging. Er dachte, daß das Potential an Spielern im Kader für das Erreichen der Playoffs ausreicht. Daß Dallas jetzt nur bei 7-8 Siegen hängt ist eine große Enttäuschung für ihn (und nicht nur für ihn).
Dieses Mal denkt er daran, Coach in der Liga zu werden.
Allerdings sagte Witten nicht, ob dies jetzt seine letzte Saison war, oder ob er noch für eine 17. zurückkommen wird?
Wenn Philadelphia am Sonntag gegen die Giants gewinnt, ist die Saison für Dallas beendet.

Die Vikings haben am Montag kläglich versagt und furchtbar enttäuscht.
Das bedeutungslose Spiel gegen die Bears wollen sie dazu nutzen, sich für die Playoffs in Form zu bringen.
Da die Vikings unverrückbar die Nr. 6 der NFC sind, haben sie auf jeden Fall ein Auswärtsspiel in Runde eins.
Nach heutigen Tabellenstand müsste Minnesota am Wild Card Wochenende nach New Orleans. Eine sehr schwere Aufgabe.
Die Teddys als Sparringspartner sind da genau richtig.

Die Patriots haben eine schlechte zweite Saisonhälfte hinter sich.
Daher ist das Spiel gegen die 4-11 Dolphins nicht ganz ohne Bedeutung. Wenn die Pats gewinnen, sind sie die Nr. 2 der AFC. Das bedeutet eine Woche Pause und Heimrecht in der Divisional Runde.
Dafür lohnt es sich noch zu kämpfen.
Mit einem Sieg gegen Miami haben sie zumindest dieses Ziel erreicht. Sollte New England verlieren, wären die Chiefs die Nr. 2, wenn sie gegen die Chargers gewinnen.
Die Ravens als Nr. 1 der AFC sind nicht mehr einzuholen.

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Gewinn und du bist drin heißt es für Philadelphia
prescott-dak7Die 8-7 Eagles und 7-8 Cowboys stehen im  Fernduell um den Divisionssieg. Die Sache ist klar, Dallas muß gegen die 3-12 Redskins gewinnen UND auf einen Sieg der 4-11 Giants gegen Philadelphia hoffen. Gewinnen die Eagles, dann wäre ein Sieg der Cowboys bedeutungslos.
Es ist kaum anzunehmen, daß die Giants gegen die Eagles gewinnen, aber ausgeschlossen ist es natürlich nicht. Man stellt einem Divisionsrivalen ja gerne mal ein Bein. Das gilt aber auch für die Redskins. Auch wenn die Saison noch so schlecht verläuft, ein Sieg gegen die Cowboys heilt viele Wunden.
Bei den Cowboys steht noch nicht fest, ob Quarterback Dak Prescott (Bild) spielen kann. Er hat eine Verletzung am Schultereckgelenk im Wurfarm. Er konnte am Mittwoch nicht voll trainieren.
Die Verletzung könnte natürlich ein Grund dafür sein, daß Prescott seine Receiver bei 44 Würfen gegen die Eagles nur 25 mal traf. Viel zu oft überwarf er die Receiver oder er warf die Bälle zu niedrig. Allerdings hat man Prescott in der Zuende gehenden Saison zu oft so schlecht spielen sehen, auch mit gesunder Schulter.
Während Philadelphia den Großteil der Saison verletzungsgeplagt hauptsächlich mit Ersatzleuten spielt, würde es sie doch sehr hart treffen, wenn Zach Ertz nicht spielen könnte. Der Tight End hat eine gebrochene Rippe, möchte aber auf jeden Fall spielen. Auch er hat in dieser Woche noch nicht voll trainiert. OK; die Eagles haben wegen der Weihnachtsfeiertage bisher kein Training abgehalten. Aber Ertz hätte sicher nicht teilgenommen.

„I´ll be back!“
Seit September konnte Ben Roethlisberger nicht spielen. Eine Ellenbogenverletzung am Wurfarm des Quarterbacks der Steelers mußte operiert werden und er brauchte eine lange Erholungszeit.
Auf Twitter zwitscherte er nun, daß er Gerüchte gehört hätte, daß er seine Karriere beenden würde. Alles Quatsch. „Ganz im Gegenteil,“ schrieb er. „Ich arbeite hart und bin fester entschlossen als jemals zuvor wieder zurückzukommen, stärker und besser, als vorher.“
Roethlisberger ist 38 Jahre alt, also im besten Alter für Quarterbacks in der heutigen Zeit, wo die Verteidiger schon dann eine Strafe bekommen, wenn ein Windhauch einen Quarterback umbläst.
Am Sonntag geht es für Pittsburgh zu den Ravens. Die schonen die meisten Starter, weil es für sie um überhaupt gar nichts mehr geht. Sie sind die Nr. 1 der AFC und das kann ihnen keiner mehr nehmen.
Pittsburgh hat mit 8-7 Siegen noch minimale Chancen auf die Playoffs und hofft, daß Quarterback Devlin „the Duck“ Hodges einen guten Tag erwischt. Er dürfte es aber selbst gegen eine Defense, die aus vielen Ersatzleuten besteht, nicht leicht haben.
Die Defense der Stählernen bekommt es allerdings nicht mit Quarterback Lamar Jackson zu tun, der definitiv gegen seinen Willen geschont wird. Ersatzmann Robert Griffin III ist einige Klassen schlechter und sehr viel leichter in den Griff zu bekommen
Um in die Playoffs zu kommen, reicht ein Sieg gegen Baltimore allein nicht aus, es müssen noch so einige andere Dinge passieren und positiv für das Team aus der Ketchup-Stadt verlaufen.

Und wie sieht das Power Ranking vor dem letzten Spieltag aus?
1. Ravens (vorher 1)
2. 49ers (4)
3. Saints (2)
4. Chiefs (5)
5. Packers (6)
6. Texans (8)
7. Patriots (9)
8. Seahawks (3)
9. Bills (10)
10. Vikings (7)
11. Titans (11)
12. Eagles (16)
13. Steelers (12)
14. Buccaneers (13)
15. Cowboys (14)
Und unten hat sich nichts verändert. Die Bengals bleiben die 32.

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Kurzberichte
lock-drew2Broncos Head Coach Vic Fangio glaubt, daß Quarterback Drew Lock (Bild) der Mann für die Zukunft sein kann. „Er hat genug getan, um uns zu zeigen, daß er der Mann sein kann,“ sagte Fangio.
Schon vor der Saison griff General Manager John Elway tief in die Klamottenkiste, als er Joe Flacco von den Ravens verpflichtete. Den Fans der Broncos rollten sich daraufhin die Fußnägel auf.
Nachdem Flacco sich nach miesen Spielen verletzte, kam Brandon Allen zum Einsatz. Lock, den Denver in der zweiten Runde 2019 einberief, stand seit Beginn der Saison mit einer Daumenverletzung auf der Verletztenliste.
Als er dann wieder gesund war, und die Saison so gut wie erledigt, wurde der Rookie eingesetzt. Und er erwies sich zumindest nicht als Flop. Er vervollständigte 64,8% seiner Pässe für 843 Yards und 6 Touchdowns bei 3 Interceptions. Von den vier Spielen mit Lock schlossen die Broncos drei mit einem Sieg ab.
Running Back Philip Lindsay sagte von Lock: „Er kann aus der Pocket heraus laufen und akkurat passen. Er macht einen höllisch guten Job und wird bestimmt noch besser werden.“
Das klingt doch nicht schlecht. Nach all den Mißgriffen, die General Manager Elway, selbst einst ein begnadeter Quarterback, auf dieser Position gemacht hat.

„Ich werde Cousins jetzt nicht zusammenstauchen,“ sagte Vikings Head Coach Mike Zimmer.
Der Quarterback lieferte gegen die Packers eine so grauenvolle Leistung ab, wie zum Beginn der Saison. Die Offense Minnesotas kam auf absolut unfaßbar miese 139 Yards.
Das Fehlen von Running Back Dalvin Cook machte sich sehr negativ bemerkbar. Zum Glück waren die Vikings bereits für die Endrunde qualifiziert.
Zimmer wird sich seinen Quarterback, der jetzt 0-9 Siege in Monday Night Spielen hat, nicht zur Brust nehmen. Aber jemand anderer machte sich ein Späßchen mit dem Monday Night Versager.
Packers Defensive Lineman Preston Smith war von 2015 bis 17 zusammen mit Kirk Cousins bei den Redskins. Nach einem Spiel, in dem der Quarterback mal etwas besser als gewohnt spielte, rannte Cousins wie ein aufgedrehter Duracell-Hase rum und rief laufend: „You like that? You like that?“
Und das bekam er am Montag von Smith zu hören. Auf dem Weg in die Kabinen nach dem Spiel rief Smith dieses „You like that?“ hinter Cousins her. Und der wird das bestimmt nicht gemocht haben.

Die Eagles feuerten Running Back Jay Ajay.

Die Texans werden Defensive End J.J. Watt vor ihrem ersten Playoffspiel von der Verletztenliste nehmen. Watt hatte einen gerissenen Brustmuskel. Er zog sich die Verletzung in Woche acht gegen die Raiders zu.
Nächsten Dienstag will Watt mit dem Team trainieren, sagte er selber.
Stand heute würden die Texans die Bills in der Wild Card Runde empfangen.

Playoffs? Ja Playoffs!
Die Ravens sind die Nr. 1 der AFC, Basta!
In der NFC sieht das noch etwas anders aus. Hier haben  noch Green Bay, San Francisco, New Orleans und Seattle Chancen die Nr. 1 zu werden.

GREEN BAY PACKERS (12-3) (at Detroit (3-11-1); 19:00 Uhr, FOX)

Green Bay erreicht Spielfrei in der ersten Runde mit:

1. GB Sieg ODER

2. NO Niederlage ODER

3. GB Unentschieden + SF Niederlage ODER

4. GB Unentschieden + NO Unentschieden

Green Bay erreicht das Heimrecht in den NFC Playoffs mit:

1. GB Sieg + SF Niederlage oder Unentschieden ODER

2. GB Unentschieden + SF Niederlage + NO Niederlage oder Unentschieden

 

NEW ORLEANS SAINTS (12-3) (at Carolina (5-10); 19:00 Uhr, FOX)

New Orleans erreicht Spielfrei in der ersten Runde mit:

1. NO Sieg + GB Niederlage oder Unentschieden ODER

2. NO Sieg + SF Niederlage oder Unentschieden ODER

3. NO Unentschieden + GB Niederlage ODER

4. NO Unentschieden + SF Niederlage ODER

5. SF Niederlage + GB Sieg oder Unentschieden

New Orleans erreicht das Heimrecht in den NFC Playoffs mit:

1. NO Sieg + GB Niederlage oder Unentschieden + SF Niederlage oder Unentschieden ODER

2. NO Unentschieden + GB Niederlage + SF Niederlage

 

SAN FRANCISCO 49ERS (12-3) (at Seattle (11-4); 2:20 Uhr, NBC)

San Francisco gewinnt die NFC West mit:

1. SF Sieg oder Unentschieden

San Francisco erreicht Spielfrei in der ersten Runde mit:

1. SF Sieg ODER

2. SF Unentschieden + GB Niederlage oder Unentschieden ODER

3. SF Unentschieden + NO Niederlage oder Unentschieden

San Francisco erreicht das Heimrecht in den NFC Playoffs mit:

1. SF Sieg ODER

2. SF Unentschieden + GB Niederlage oder Unentschieden + NO Niederlage oder Unentschieden

 

SEATTLE SEAHAWKS (11-4) (vs. San Francisco (12-3); 2:20 Uhr, NBC)

Seattle gewinnt die NFC West mit:

1. SEA Sieg

Seattle erreicht Spielfrei in der ersten Runde mit:

1. SEA Sieg + GB Niederlage

Seattle erreicht das Heimrecht in den NFC Playoffs mit:

1. SEA Sieg + GB Niederlage + NO Niederlage

Der Lazarettreport
Steelers Center Maurkice Pouncey kann mit seiner Knieverletzung nicht gegen die Ravens spielen. Damit fehlt Pittsburgh im Kampf um die Playoffs ein wichtiger Mann.

Die Redskins haben Cornerback Quinton Dunbar und Cornerback Danny Johnson auf die Verletztenliste gesetzt.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche 16 - Der Montag
cousins-kirk-vikingsBei dem Spiel in der letzten Nacht standen zwei Nullen bei den Quarterbacks.
Welche Null würde verschwinden, die von Aaron Rodgers oder die von Kirk Cousins (Bild)?
Rodgers war bisher 0-3 im U.S. Bank Stadium. Cousins war 0-8 in Monday Night Spielen.
Die Null blieb bei Cousins stehen, der auch spielte wie eine Null. Er spielte so schlecht, wie zum Beginn der Saison, als Wide Receiver Stefon Diggs schon verzweifelt darum bettelte, das Team verlassen zu dürfen.
Und das ganze Spiel hatte so in etwa das Niveau des $84 Millionen Quarterbacks. Er kam auf 16 von 31 für lächerliche 122 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Packers Quarterback Aaron Rodgers kam auf 26 von 40 für 216 Yards, 0 Touchdowns bei 1 Interception.
Minnesota ging mit einer 10:9 Führung in die Halbzeit. Alles schien in Ordnung, doch in der zweiten Halbzeit spielten nur noch die Packers. Sie sicherten sich mit einem 23:10 Sieg die NFC North und haben mit jetzt 12-3 Siegen noch Chancen darauf, die Nr. 1 der NFC zu werden.
Minnesota ist jetzt fest die Nr. 6 und müßte nach heutigem Stand der Dinge am Wild Card Wochenende zu den Saints. Verbessern können die Vikings sich nicht mehr. Das letzt Spiel gegen Chicago ist somit völlig bedeutungslos.
Green Bay hat gegen Detroit noch etwas, wofür es sich zu spielen lohnt.

Kurzberichte
Im zweiten WC Spiel der NFC müßten die 11-4 Seahawks zu den  8-7 Eagles.
Um nicht ganz ohne Running Back dort antreten zu müssen, holte Seattle sich einen alten Bekannten zurück in den Kader... Marshawn Lynch.
Er unterschrieb einen Einjahresvertrag, um eine der Lücken zu füllen, die die beiden verletzten Chris Carson und C.J. Prosise gerissen haben.
Mit 1.230 Yards und sieben Touchdowns hatte Carson seine bisher beste Saison in der NFL.
Mit Robert Turbin verpflichtete Seattle noch einen weiteren Running Back als Lückenfüller, der von 2012 bis 14 bei ihnen im Kader war. Zuletzt spielte er 2018 für die Colts.
Auch Lynch spielte zuletzt 2018, für die Raiders.

Bleiben wir bei den Wild Cards. Zur Zeit sieht es in der AFC folgendermaßen aus:
Titans at Chiefs und Bills at Texans.

Ravens Head Coach Harbaugh gab bekannt, daß er im für sie bedeutungslosen letzten Spiel gegen Pittsburgh eine Menge seiner Starter schonen wird. Unter den zu schonenden wird auch Quarterback Lamar Jackson sein. Der ist gar nicht erfreut darüber.
Somit werden die meisten Leistungsträger Baltimores zwei Wochen Spielfrei haben.

Chargers Quarterback Philip Rivers denkt noch nicht daran, aufzuhören. Er meint: „Ich kann es immer noch.“
Dann rufen wir ihm jetzt alle mal zu: „Dann zeig das doch!“
Zwar liegt Rivers mit 4.334 Passyards auf Platz drei der aktuellen Statistik, aber seine 18 Interceptions bedeuten Platz zwei zusammen mit Baker Mayfield hinter den 28 von Jameis Winston.
Nach 16 Saisons in der NFL sollte Rivers vielleicht doch ans Aufhören denken.

Panthers Tight End Greg Olsen kritisierte sein Team: „Die Fans haben besseres verdient.“
Nachdem sie von den Colts mit 6:38 aus dem Stadion geprügelt wurden, platzte Olsen der Kragen. Es war die siebte Niederlage in Folge.
Head Coach Ron Rivera wurde ja bereits vor Wochen gefeuert.
Und könnte ein neuer Head Coach bereits in den Startlöchern stehen? Wie man hört war Ex-Packers Head Coach Mike McCarthy zu einem Jobgespräch in Carolina.
Natürlich muß das Team sich an die Rooney Regel halten und zur Show noch einen Vertreter einer Minderheit zum Jobgespräch einladen, bevor sie McCarthy als ihren möglichen Wunschkandidaten verpflichten dürften.

„Was nutzen einem die ganzen Talente im Team, wenn sie nicht gut angeleitet werden?“ fragte Cowboys Defensive End DeMarcus Lawrence. Das war seine Antwort auf die Frage eines Reporters, warum die Cowboys gegen ein verletzungsgeplagtes Eagles Team nicht einen Touchdown erzielen konnten?
Und Lawrence suchte nach Antworten.
Dabei liegen die Antworten klar ersichtlich vor einem. Deshalb verwundert es einen, wenn Teambesitzer Jerry Jones auf die Frage, ob es das endlich mit Head Coach Jason Garrett war, antwortet: „ Es gibt da viel zu bedenken.“
Was soll es denn da zu bedenken geben? Da reicht ein Blick auf die zurückliegende Saison, und Garrett ist Geschichte.
Dallas ist nach den Statistiken ein Spitzenteam. Die Offense ist Nr. 1 bei den erzielten Yards und die Defense liegt auf Platz 11.
Das sind gute Werte. Doch Statistiken gewinnen keine Spiele. Die Cowboys kommen deshalb in der Offense auf den Spitzenwert, weil sie die schlechtesten Startpositionen aller Teams haben. Da kommen sie immer wieder mal zu Drives über 70, 80 Yards, ohne allerdings die Endzone zu erreichen. Das ist brotlose Kunst.
Nach 10 Saisons mit 84-67 Siegen in der regulären Saison und 2-3 in den Playoffs sollte die Ära Garrett zum Ende kommen.

Der Lazarettreport
Vikings: Linebacker Eric Kendricks, Quadrizeps

Packers: Safety Will Redmond, Oberschenkel
Running Back Jamaal Williams, Schulter.

Cowboys Linebacker Leighton Vander Esch muß am Nacken operiert werden und fällt für den Rest der Saison aus.
Auch für Guard  Xavier Su'a-Filo ist die Saison beendet. Er brach sich gegen Philadelphia ein Bein und mußte operiert werden.

Steelers Quarterback Mason Rudolph fällt mit einer Schulterverletzung mehrere Wochen aus.

Redskins Quarterback Dwayne Haskins fällt mit einer Knöchelverletzung für den Rest der Saison aus. (Lacht da jemand???).

Eagles Tight End Zach Ertz hat sich gegen Dallas eine Rippe gebrochen. Ob er gegen die Giants spielen kann, steht noch nicht fest.

Seahawks Left Tackle Duane Brown muß am Meniskus operiert werden, könnte aber noch in den Playoffs wieder einsatzbereit sein.

Texans Wide Receiver Will Fuller hat eine Leistenverletzung und kann gegen die Titans nicht spielen.

Montag, 23. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche 16 - Der Sonntag
thomas-michaelIm Spiel der Saints bei den Titans ging es noch um viel. Die Saints hoffen weiter darauf, die Nr. 1 der NFC zu werden, die Titans kämpften um einen Playoffplatz.
In einem streckenweise guten und spannenden Spiel holte sich Saints Wide Receiver Michael Thomas (Bild) einen neuen NFL Rekord ab. Er fing in dieser Saison bisher 145 Pässe und übertraf damit den 17 Jahre alten Rekord von Colts Wide Receiver Marvin Harrison, der 2002 143 Pässe fing.
Thomas ist ein körperlich präsenter Receiver, dem es kaum etwas ausmacht, wie viele Verteidiger an ihm dranhängen. Wenn Quarterback Brees einen Pass in seine Richtung wirft, ist der so gut wie gefangen.
So auch gestern gegen eine Titans Mannschaft, die gar nicht mal wirklich schlecht spielte. Als sie mit 14:0 in Führung gingen, lag sogar eine Sensation in der Luft. Doch Brees und die Seinen berappelten sich sowohl in der Offense als auch der Defense und zeigten den Titans dann doch die Qualitätsunterschiede auf.
Auch Running Back Alvin Kamara konnte seinen Touchdownfluch endlich beenden. Mit einem 40 Yards Lauf zum Beginn der zweiten Halbzeit erzielte er seinen ersten Touchdown seit Woche drei.
Bei den Titans spielte Quarterback Ryan Tannehill so, daß die Teamführung ernsthaft überlegen sollte, ihm einen langfristigen Vertrag anzubieten. Er zeigt all das, was er in Miami wohl zu verstecken wußte. Gestern kam er auf 17 von 27 für 272 Yards und 3 Touchdowns ohne Interception. Hätten seine Linespieler nicht fünf Sacks zugelassen, hätte er noch besser abschneiden können.
Natürlich machte sich das Fehlen von Star Running Back Derrick Henry bemerkbar. Bis Sonntagmorgen hieß es noch, er könnte mit seiner Oberschenkelverletzung spielen, doch im Laufe des Tages kam dann das Aus.
Drew Brees hatte nach seinem Rekordspiel am Montag einen durchschnittlichen Tag und kam auf 27 von 38 für 279 Yards und 3 Touchdowns ohne Interception.
Der 38:28 Sieg seiner Saints brachte sie auf 12-3 Siege und hält sie weiter im Rennen um Platz 1 der NFC. Wie wichtig dieser erste Platz mit Heimrecht ist, zeigt die Statistik: In Playoffspielen in New Orleans sind die Saints unter Head Coach Sean Payton 7-1. In Auswärtsspielen 1-5.
Die Titans sind noch nicht ganz aus dem Playoffrennen, da sie mit den Steelers im Fernduell stehen, und die bei den Jets 10:16 verloren. Beide Teams haben 8-7 Siege.
Zur Zeit sind die Titans die Nr. 6 der AFC, hätten also den letzten Platz. Die Steelers lauern auf Platz 7 müssen aber gegen Baltimore gewinnen und Tennessee gegen Houston verlieren.

Die Ravens besiegten die Browns 31:15 und haben damit zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Platz 1 der AFC sicher.

Platz 1 sicherten sich auch die Bengals. Nach ihrer 35:38 Niederlage nach Verlängerung in Miami haben sie den ersten Draftpick erobert.

Die Raiders haben nach ihrem 24:17 Sieg über die Chargers mit 7-8 Siegen immer noch eine rechnerische Chance auf die Playoffs. Dazu müßte nächste Woche folgendes passieren: Raiders schlagen die Broncos, Texans schlagen die Titans, Ravens schlagen die Steelers und Colts schlagen die Jaguars. Und das ist absolut nicht unmöglich.

In der NFC East kommt es auf den letzten Spieltag an.
Die Dallas Cowboys und die Philadelphia Eagles hatten beide nur 7 Siege auf dem Konto, als sie sich gestern in Philadelphia trafen. Während Dallas nur auf einige Verletzte verzichten mußte, haben die Eagles ganze 10 Spieler auf der Verletztenliste stehen. Zusätzlich fehlten noch einige kurzfristig verletzte Spieler, darunter auch die Top Receiver DeSean Jackson und Alshon Jeffery. Während des Spiel verletzte sich auch noch einer der besten Tight Ends der Liga, Zach Ertz, an den Rippen und fiel aus.
So kam es, daß Eagles Quarterback Carson Wentz im bisher wichtigsten Spiel seiner Karriere fast nur Receiver zur Verfügung hatte, mit denen er nicht gut abgestimmt war.
Macht nichts, wenn der Gegner die lächerlichen Cowards oder so sind.
Dallas blamierte sich mal wieder vorzüglich, während die Verletzungsgebeutelten Eagles kämpften und es einfach mehr wollten.
Zugegeben ist Cowboys Quarterback Dak Prescott an der Schulter des Wurfarms leicht verletzt, aber so mies wie gestern kann er auch spielen, wenn er nicht verletzt ist.
Wenn es eins der beiden Teams verdient hat, in die Playoffs zu kommen, dann Philadelphia, die wenigstens eine gute Ausrede für ihre miese Saison haben.
Carson Wentz kam auf 31 von 40 für 319 Yards und 1 Touchdown ohne Interception.
Bester Running Back war Miles Sanders mit 79 Yards und 1 Touchdown.
Bei den Cowboys kam Quarterback Dak Prescott auf 25 von 44 für 265 Yards und blieb ohne Touchdown und Interception.
Der bestbezahlte Running Back aller Zeiten, Ezekiel Elliott, machte sich mit lausigen 47 Yards mal wieder einen ruhigen Nachmittag.
Und so geht der knappe 17:9 Sieg der Eagles so was von in Ordnung.
Allerdings haben die jetzt 8-7 Eagles die Division gegen die 7-8 Cowboys noch nicht gewonnen. Verlieren die Eagles gegen die 4-11 Giants und die Cowboys gewinnen gegen die 3-12 Redskins, dann gewinnen die Cowboys die NFC East.
Würg!

Einen Schock erlebten die Seahawks.
Sie verloren als 11-3 Team Zuhause gegen die 4-9-1 Vögelchen aus Arizona mit 13:27.
Wie unmöglich schien das denn vor dem Spieltag zu sein?
Und nicht nur das, sie verloren auch noch zwei immens wichtige Spieler mit den Running Backs Chris Carson und C.J. Prosise. Carson erlitt eine Hüftverletzung und Prosise brach sich einen Arm.
Für beide ist die Saison wohl beendet.

Wie geht es weiter?
Die NFL machte das Spiel der 12-3 49ers bei den 11-4 Seahawks zum letzten Sunday Night Spiel der Saison.
Normalerweise sieht die Liga zu, daß die Sunday Night Spiele immer zwei Teams bieten, bei denen es noch um etwas geht, und man ein gutes Spiel erwarten kann. Deshalb ist es völlig unverständlich, warum in Woche 16 das Publikum mit den Chiefs bei den Teddybärchen gequält wurde. Es endete übrigens mit 26:3 für Kansas City.
In Woche 17 geht es also noch um etwas. Die Niners wollen die Nr. 1 der NFC werden, die Seahawks wollen das verhindern. Beide können ja noch die NFC West gewinnen. Fest gebucht für die Playoffs sind beide Teams schon.
Für etwas Spannung ist also gesorgt. Ob Seattle nach den Verletzungsausfällen große Chancen hat, bleibt abzuwarten.
Nächsten Sonntag sieht der Übertragungsplan wie folgt aus:
Spiele, die um 19 Uhr anfangen
Miami Dolphins at New England Patriots (CBS)
Green Bay Packers at Detroit Lions (FOX)
Los Angeles Chargers at Kansas City Chiefs (CBS)
Chicago Bears at Minnesota Vikings (FOX)
New York Jets at Buffalo Bills (CBS)
New Orleans Saints at Carolina Panthers (FOX)
Atlanta Falcons at Tampa Bay Buccaneers (FOX)
Cleveland Browns at Cincinnati Bengals (FOX)

Spiele, die um 22:25 Uhr anfangen
Tennessee Titans at Houston Texans (CBS)
Washington Redskins at Dallas Cowboys (FOX)
Pittsburgh Steelers at Baltimore Ravens (CBS)
Philadelphia Eagles at New York Giants (FOX)
Oakland Raiders at Denver Broncos (CBS)
Arizona Cardinals at Los Angeles Rams (FOX)
Indianapolis Colts at Jacksonville Jaguars (CBS)

Sunday Night Football
San Francisco 49ers at Seattle Seahawks (NBC)

Der Lazarettreport
Baltimore Ravens Running Back Mark Ingram, Wade

Washington Redskins Quarterback Dwayne Haskins, Knöchel
Cornerback Danny Johnson, Hand
offensive Tackle Morgan Moses, Knie

New York Giants Linebacker Alec Ogletree, Rücken.

Arizona Cardinals Quarterback Kyler Murray, Oberschenkel

Seattle Seahawks Running Backs Chris Carson (Hüfte) und C.J. Prosise (arm)
Left Tackle Duane Brown muß am Knie operiert werden, könnte aber in den Playoffs wieder dabei sein.

Pittsburgh Steelers Running Back James Conner, Oberschenkel
Center Maurkice Pouncey, Knie
Quarterback Mason Rudolph, linke Schulter

Philadelphia Eagles Tight End Zach Ertz, Rippen .
Cornerback Ronald Darby (Hüfte)
Wideout JJ Arcega-Whiteside (Fuß)

Carolina Panthers Wide Receiver D.J. Moore, Gehirnerschütterung

Indianapolis Colts Guard Quenton Nelson, Gehirnerschütterung

New Orleans Saints Cornerback Eli Apple, Knöchel
Safety Marcus Williams, Leiste.

Miami Dolphins Cornerback Jomal Wiltz, Schulter

Cincinnati Bengals Cornerback William Jackson, Rechte Schulter

Oakland Raiders defensive Back Lamarcus Joyner (Wade)

Chicago Bears defensive Tackle Eddie Goldman, Gehirnerschütterung

Kansas City Chiefs Running Back Spencer Ware und Cornerback Bashaud Breeland haben beide Schulter

Sonntag, 22. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche  16 - Der Samstag
winston-jameis3Drei Spiele und ja, drei spannende Spiele. Keines war hochklassig, aber alle bis in die Schlußmomente spannend.
In Tampa Bay stellte man sich die Frage, ob man einen Quarterback mit gebrochenem Daumen an der Wurfhand wirklich spielen lassen sollte? Aber sieht man sich an, was Buccaneers Quarterback Jameis Winston (Bild) auch ohne gebrochenen Daumen so abliefert, kann man sagen, kann man machen. Vier Interceptions wirft der Mann auch gerne schon mal mit heilen Knochen.
Für Tampa Bay ging es um nichts mehr, für die Gäste aus Houston um alles. Und doch präsentierten sie sich nicht als würdiger Playoffteilnehmer. Da müssen sie sich noch ordentlich steigern, wenn sie das erste Spiel überstehen wollen. Sie wirkten nicht wie ein Playoffteam.
Drin sind sie aber auf jeden Fall, und das als Sieger der AFC South.  Das sind sie nach dem 23:20 Sieg über die Buccaneers.
Zum vierten Mal in fünf Jahren konnten sie ihre schwache Division gewinnen. Dabei bekleckerte sich Texans Quarterback Deshaun Watson mal wieder nicht mit Ruhm, Er kam auf  19 von 32 für bescheidene 184 Yards, 0 Touchdowns und 1 Interception.
Winston brachte es auf 25 von 48 für 335 Yards, 1 Touchdown und satte 4 Interceptions. Damit hat er jetzt 28 Interceptions in der Saison geworfen und führt die Liga in dieser Kategorie an.
Es war ein Spiel, daß von den Verteidigungen geprägt wurde, wie auch Spiel Nr. 2.

Vor dem Spiel war klar, daß die Patriots dieses Mal nicht den Boden mit den Bills aufwischen werden. Dafür ist die Offense New Englands momentan zu schwach, und die Defense der Bills gehört zu den guten.
Sollte Buffalo es schaffen, nächstes Jahr eine Offense zusammenzustellen, die ihrer Defense ebenbürtig ist, dann muß man mit ihnen rechnen.
Beide Teams hatten ja schon ihre Playofftickets sicher, aber es ging für die Patriots noch darum die AFC East zu gewinnen und die Nr. 1 der AFC zu werden, während die Bills auch gerne mal die Division gewonnen hätten.
Vielleicht nächstes Jahr. Dieses Jahr waren sie sehr dicht dran, auch wenn es so aussah, als würden sie in der Endrunde nicht sehr weit kommen können.
New England vertraute verständlicherweise nicht so sehr auf das Paßspiel, wie üblich. Lauf- und Paßspielzüge hielten sich in etwa die Waage. Und es war dieses Laufspiel, das die Bills Defense immer wieder vor Probleme stellte, und Brady Gelegenheit zu Pässen gab.
Running Back Sony Michel kam auf 96 Yards, doch mit nur 20 Yards war Rex Burkhead mindestens genauso wichtig. Zwar verlor er in seinem ersten Lauf den Ball an die Bills, doch immer wieder erzielte er die harten Yards und als Wide Receiver war er die Nr. 1 mit 77 Yards vor den 72 von Wide Receiver Julian Edelman.
Quarterback Tom Brady kam auf 26 von 33 für 271 Yards und 1 Touchdown ohne Interception. Und in vier Läufen erzielte er vier Yards. Das muß einfach erwähnt werden.
Josh Allen von den Bills kam auf 13 von 26 für 208 Yards und 2 Touchdowns ohne Interception, doch ihm fehlt die Fähigkeit, dritte Versuche in neue erste Versuche verwandeln zu können. Mit 43 Laufyards war er zweitbester Läufer der Bills, knapp hinter den 46 Yards von Devin Singletary. Mehr Erfolg im Laufspiel hätte den Patriots mehr Probleme bereiten können. (Ich habe mal gewikipediad, Devin Singletary ist nicht mit Mike Singletary verwandt).
New England gewann diese spannende Defenseschlacht knapp mit 24:17 und sicherte sich zum 11. Mal in Folge die AFC East. Das ist ein Neuer NFL Rekord.

Nach dem Null Grad kalten New England ging es ins sonnige Kalifornien.
Hier hatten die Rams noch eine winzige Chance auf die Playoffs, während die 49ers zwar schon drin waren, aber noch die Nr. 1 der NFC werden wollten.
Auch wenn das Endergebnis von 34:31 für San Francisco eine Offenseschlacht vorgaukelt, war es eine ansehnliche Defenseschlacht.
Fünfmal konnten die Rams Niners Quarterback Jimmy Garoppolo sacken. Doch es war er, der zuletzt lachte.
Gerade als Garoppolo eine Minute vor Spielende sieben Yards zurückgedrängt und gesackt wurde, an der eigenen 31, beim Stand von 31:31, hofften die Rams auf eine mögliche Verlängerung. Doch nicht so schnell. Garoppolo warf im nächsten Spielzug eine 46 Yards Bombe zu Wide Receiver Emmanuel Sanders und schon war San Francisco in Field Goal Reichweite.
Und so kam es dann auch. Zwei Sekunden zeigte die Uhr noch, als Robbie Gould die Männer mit den goldenen Helmen zum 34:31 Sieger machte.
Garoppolo kam auf eine Statistik, die nicht nach Sieg aussieht, mit 16 von 27 für 248 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions. Auch die 53 Laufyards von Running Back Raheem Mostert sind eher Durchschnitt.
Rams Quarterback Jared Goff kam auf 27 aus 46 für 323 Yards und 2 Touchdowns bei 1 Interception. Doch die bessere Statistik bringt halt nicht zwangsläufig den Sieg.
Running Back Todd Gurley blieb mit 48 Laufyards und 2 Touchdowns mal wieder unter seinen Möglichkeiten.
Die Rams sind damit aus dem Playoffrennen eliminiert, und die Minnesota Vikings sind fest drin.

Kurzberichte
Eagles Running Back Darren Sproles hat angekündigt, daß er nach der Saison in den Ruhestand tritt.
15 Jahre war er aktiv, nach dem er 2005 von den Chargers in der ersten Runde einberufen wurde. Als Running Back brachte er es in seiner Karriere bisher auf 3.552 Laufyards und 23 Touchdowns. Wesentlich mehr Yards erzielte er als Returner, nämlich 11.313 Yards und 9 Touchdowns.

Die Vikings meldeten, daß Running Back Dalvin Cooks am Montag mit einer Brustverletzung nicht spielen wird.
Da Minnesota ja durch die Niederlage der Rams sicher weiter ist, ist ein Einsatz von Cooks nicht unbedingt nötig.

Samstag, 21. Dezember 2019

Kurzberichte
wentz-carson4Am Sonntag kommt es wie gewöhnlich zu einem Spiel in der NFC East, das über den Sieger der Division entscheidet. Dieses Jahr geht es mal wieder um die Cowboys und die Eagles. Allerdings hätte keines der beiden Teams in einer anderen Division der NFC Chancen auf die Playoffs. Beide Teams krebsen bei 7-7 Siegen herum und haben keinen Einzug in die Playoffs verdient.
In Philadelphia stellt sich die Frage, ob Carson Wentz (Bild) zu diesem Spiel mit Playoff-Bedeutung liefern kann? Der Quarterback hat noch nie im Endspurt seines Teams gespielt. Zweimal brachte er sein Team in die Nähe der Playoffs, um sich dann im kurz vor Ende der regulären Saison zu verletzen. Zweimal hatten die Eagles Nick Foles als Quarterback, der sie zweimal in die Playoffs führte, und einmal sogar zum Super Bowl Titel nebst MVP Trophäe.
Foles ist mittlerweile bei den Jaguars, wo er überhaupt nicht an seine Leistungen in Philadelphia anknüpfen kann. Wentz ist also dieses Jahr „Der Mann“. Kann er es? Kann er in einem Spiel, in dem es um Alles oder Nichts geht, bestehen?
Das werden wir dann am Sonntag erfahren.
Seit Doug Pederson Head Coach der Eagles ist, hat er sieben mal gegen Dallas gespielt und nur zweimal gewonnen. Die Zeichen stehen also nicht gut für Philly.
Würde Dallas gewinnen, hätten sie die NFC East gesichert. Ein Sieg für Philadelphia würde ihnen noch nicht den Titel sichern.
Das letzte Spiel der beiden am 20. Oktober endete 37:10 für Dallas.

Seahawks Defensive Tackle Al Woods ist für vier Spiele suspendiert, und das ausgerechnet in dieser Phase der Saison, in der jedes Spiel doppelt wichtig ist.
Woods hat unerlaubte, leistungssteigernde Mittel eingenommen.

Saints Wide Receiver Michael Thomas kann auch einen NFL Rekord aufstellen. Sein Quarterback Drew Brees hat das ja letzte Woche schon geschafft.
Thomas hat in 14 Spielen 133 Pässe gefangen Damit ist er Hall of Fame Wide Receiver Marvin Harrison auf den Fersen, der den Rekord 2002 mit 143 gefangenen Pässen aufstellte.
11 Pässe braucht Thomas also nur noch. Das könnte dann ja schon gegen die Titans klappen. Die haben in der Zuende gehenden Saison bereits Mike Evans von der Buccaneers und Tyreek Hill von den Chiefs 11 gefangene Pässe erlaubt.

Die 8-6 Titans haben eine titanische Aufgabe vor sich. Sie müssen im Kampf um die Krone der AFC South gegen die Saints antreten, die selber noch sehr viel haben, um das es sich zu spielen lohnt.
Tennessee kann mit Running Back Derrick Henry rechnen. Seit einigen Wochen spielt er mit einer Oberschenkelverletzung. Doch er will das Team in dieser wichtigen Phase der Saison nicht im Stich lassen.
In der vergangenen Woche wurde er geschont und trainierte teils nur eingeschränkt, teils gar nicht. Auf dem Verletzungsbogen für das Spiel am Sonntag taucht er allerdings gar nicht mehr auf. Das bedeutet, daß er voll einsatzfähig ist.
Seit die Titans den verletzungsanfälligen, unterdurchschnittlichen Quarterback Marcus Mariota gegen Ryan Tannehill austauschten, erlebt Henry eine Zeit der Höhenflüge. Er führt die NFL seitdem an mit 158 Läufen, 114,1 Laufyards pro Spiel, 5,8 Yards pro Lauf und 9 Lauf- Touchdowns.
Tennessee muß unbedingt gewinnen, um an den 9-5 Texans dran zu bleiben, die mit Tampa Bay keinen allzu schweren Gegner haben.

Der Lazarettreport
Derrick Henry ist also „IN“, doch wer ist denn „OUT“?

Texans: LB Jacob Martin (Knie), LB Benardrick McKinney (Gehirnerschütterung)

Buccaneers: DT Beau Allen (Knöchel), WR Chris Godwin (Oberschenkel), TE Tanner Hudson (Gehirnerschütterung)

Bills: T Ty Nsekhe (Knöchel)

Patriots: CB Jonathan Jones (Leiste)

49ers: DE Dee Ford (Quadrizeps, Oberschenkel), S Jaquiski Tartt (Rippen), DT Jullian Taylor (Ellenbogen)

Panthers:LB Marquis Haynes (Knie), T Garrett McGhin (Knöchel), LB Shaq Thompson (Knöchel)

Colts: DT/DE Denico Autry (Gehirnerschütterung), CB Kenny Moore II (Knöchel), CB Quincy Wilson (Schulter)

Bengals: WR A.J. Green (Knöchel), G John Miller (Gehirnerschütterung)

Falcons: G James Carpenter (Gehirnerschütterung)

Saints: LB Kiko Alonso (Quadrizeps), S Vonn Bell (Knie), G Larry Warford (Knie)

Titans: WR Adam Humphries (Knöchel), CB Adoree' Jackson (Fuß)

Giants: TE Rhett Ellison (Gehirnerschütterung)

Redskins: CB Quinton Dunbar (Oberschenkel)

Cowboys: LB Leighton Vander Esch (Nacken)

Eagles: T Lane Johnson (Knöchel)

Lions: LB Christian Jones (Schulter), DT A'Shawn Robinson (Schulter), T Rick Wagner (Knie)

Broncos: DE Adam Gotsis (Knie), T Ja'Wuan James (Knie), G Ron Leary (Gehirnerschütterung)

Raiders: G Richie Incognito (Knöchel), RB Josh Jacobs (Schulter), LB Marquel Lee (Zeh)

Chiefs: CB Morris Claiborne (Schulter), G Andrew Wylie (Krankheit/Knöchel/Schulter)

Bears: WR Taylor Gabriel (Gehirnerschütterung), OL Bobby Massie (Knöchel)

Freitag, 20. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche  16 - Kein Donnerstag
edelman-julian-sb-mvp2Das Ende ist nah. Es gibt keine Donnerstagsspiele mehr. Dafür bekommen wir an diesem Samstag drei Spiele, bei denen es sogar noch echt um etwas geht.
Houston (9-5) steht im Fernduell mit den 8-6 Titans und muß in Tampa Bay antreten. Das ist das erste Spiel um 19 Uhr. Nehmen wir es als Bonus einfach mal so mit und freuen uns auf das, was danach kommt.
Es geht weiter mit den 11-3 Patriots gegen die 10-4 Bills in New England. Ein Langeweiler erster Güte, bei dem der Ausgang von vornherein feststeht?
Früher ja, aber in der Verfassung, in der die Patriots sich zur Zeit präsentieren ist ein Sieg der Pats absolut nicht sicher.
Schon in Woche vier gab es nur einen knappen 16:10 Sieg New Englands. Tom Brady warf in diesem Spiel keinen Touchdownpass. Es war eins von drei Spielen in der laufenden Saison, in der Brady ohne Touchdownpass blieb.
Beide Quarterbacks gehören 2019 nicht zu den Topspielern der Liga. Beide Teams haben gute Verteidigungen, wobei die Kurve der Patriots Defense doch einen Knick nach unten bekommen hat.
Es könnte in diesem Spiel eine Defenseschlacht geben, die sehenswert sein könnte.
Danach geht es ab in den sonnigen Westen, wo die 8-6 Rams auf die 11-3 49ers treffen. Los Angeles hat nur noch geringe Chancen auf das erreichen der Playoffs, will diese aber bestimmt mit einem Sieg wahren.
San Francisco ist für die Playoffs qualifiziert, möchte aber noch die Nr. 1 der NFC werden, um durchgehend Heimrecht in der Endrunde zu haben.
Die Rams haben eine schlechte Saison gespielt. In den zwei Spielen vor der Schmach in Dallas zeigte ihre Formkurve nach oben. Wie werden die Rams in Santa Clara auftreten? So wie gegen Dallas dürfen sie nicht auftreten, dann heißt es bye, bye Playoffs.
Die 49ers ihrerseits haben einen furchtbaren Auftritt gegen die Falcons abgeliefert. In den letzten Sekunden des Spiels, nach der 23:22 Führung für Atlanta, nahmen sie den Kickoff auf und warfen den Ball hin und her, um so vielleicht noch ein Wunder zustande zu bringen, wie der als das Music City Miracle (englisch für Wunder der Musikstadt) bekanntgewordene siegbringende Spielzug des Wildcard Spiels der Saison 1999 zwischen den Tennessee Titans und den Buffalo Bills.
Aber das gelingt in den seltensten Fällen, wie auch die Redskins gegen die Eagles kurz vorher feststellen mußten.
Ohne diese unnötige Niederlage gegen die 5-9 Falcons wären die Niners einen Sieg vor den Packers und Seahawks, die auch 11-3 Siege haben.
Von diesem Spiel könnte man eigentlich das meiste erwarten, deshalb könnten wir davon auch am ehesten enttäuscht werden.

Kurzberichte
LeVeon Bell wird die Steelers Fans in den Meadowlands in New Jersey voller freundlicher Herzenswärme empfangen.
Der ehemalige Star Running Back der Steelers ist bei den Jets zu einem unterdurchschnittlichen Running Back geschrumpft. Sein Ego hat von der Herabstufung allerdings noch nicht so viel mitbekommen.
Bell hatte die Saison 2018 für die Steelers komplett bestreikt, um mehr Geld zu erpressen. Das hat anschließend zu seinem Wechsel zu den Jets geführt, und zu einem Abstieg in die Bedeutungslosigkeit.
Bell glaubt, daß die Steelers Fans im Stadion, und es werden eine Menge sein, ihn 50:50 empfangen werden. Die eine Hälfte wird sich freuen ihn wieder zu sehen, die andere Hälfte wird ihn eher ausbuhen, glaubt er. „Egal, ich werde nur Liebe zeigen,“ meinte er, „Jeder der mein Trikot trägt, wird von mir ein Autogram darauf bekommen.“
Pittsburgh muß gewinnen, um seine mageren Playoffhoffnungen am Leben zu halten. Die Jets sind nicht mehr im Playoffrennen.

Die Uhren auf dem Gelände der Jaguars ticken wieder richtig.
Der frisch gefeuerte Tom Coughlin hatte dermaßen einen Kontrollwahn, daß er alle Uhren auf dem Gelände fünf Minuten vorstellte. Und wer nach diesen Uhren nicht pünktlich war, bekam eine Geldstrafe.
Jetzt wurden die Uhren von der „Coughlin Time“ wieder auf die richtige Zeit zurückgestellt.

Wie sieht denn das Power Ranking vor dem vorletzten Spieltag aus?
Sehen wir uns die Top 10 an, in der sich lauter Playoffaspiranten tummeln
1. Ravens (Vorwoche 1)
2. Saints (3)
3. Seahawks (6)
4. 49ers (2)
5. Chiefs (5)
6. Packers (4)
7. Vikings (7)
8. Texans (8)
9. Patriots (9)
10. Bills (11)
Und im Rennen um die erste Draftposition sieht es folgendermaßen aus.
26. Chargers (23)
27. Giants (31)
28. Redskins (25)
29. Dolphins (27)
30. Panthers (26)
31. Lions (29)
32. Bengals (32)

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Kämpfe wie ein Jaguar
coughlin-tom-sb-trophyDie Jaguars feuerten Tom Coughlin (Bild).
Der ehemalige Super Bowl Coach der Giants suchte verzweifelt einen Job, nachdem er in New York gefeuert wurde. Die Jags machten ihn 2017 zu ihrem Vizepräsidenten für Footballangelegenheiten.
Am Mittwoch wurde ihm mit sofortiger Wirkung gekündigt.
Teambesitzer Shad Khan dankte Coughlin in einem Statement für seine Dienste, teilte aber auch mit, daß er vom Abschneiden seines Teams schwer enttäuscht wäre.
Head Coach Doug Marrone und General Manager Dave Caldwell will Khan zeitnah zum Rapport einbestellen.
Khan betonte, daß seine Erwartungen, und die der Fans, für die letzten zwei Spiele 2019 und die Saison 2020 sehr hoch wären.
Coughlin hatte vor, nach der Saison seinen Job zu beenden, doch der Khan kam ihm zuvor.
Coughlin ist mittlerweile 73 Jahre alt und sollte an den Ruhestand denken. 1995 war er der erste Head Coach des neugegründeten Teams in Jacksonville. Bereits 1996 führte er es ins AFC Championship Game. Als Head Coach der Giants gewann er zwei Super Bowls.

Jaguars Running Back Leonard Fournette und Defensive End Dante Fowler wurden vom Vizepräsidenten für Footballangelegenheiten, Tom Coughlin zu Geldstrafen verdonnert.
Coughlin hatte die Regel eingesetzt, daß Spieler, die zwischen den Saisons Verletzungen auskurierten, sich auf dem Teamgelände von Teamärzten behandeln lassen mußten.
Running Back Leonard Fournette und Defensive End Dante Fowler gehörten zu den Spielern, denen das nicht gefiel. Sie klagten dagegen. Fowler sagte, daß er zu 25 Geldstrafen in der Gesamthöhe von über $700.000 bestraft wurde, weil er sich nicht an die Regel hielt.
In dieser Woche wurde von einem Schiedsmann entschieden, daß die Maßnahme von Coughlin nicht Rechtens war.
Fournette gewann innerhalb von drei Tagen noch einen zweiten Streit gegen Coughlin. Im letzten Saisonspiel 2018 war Fournette aus organisatorischen Gründen inaktiv. Der Running Back verbrachte das Spiel auf der Auswechselbank des Teams, und Coughlin gefiel aus irgendeinem Grund das Benehmen seines Spielers nicht. Er belegte Fournette, der sich nicht genug für das Geschehen auf dem Platz interessierte, mit einer Geldstrafe über $99.000. Dagegen hatte der Running Back geklagt und in dieser Woche Recht bekommen.
Die Spielergewerkschaft gab im Zug des Verfahrens bekannt, daß über 25% der Beschwerden von Spielern gegen ein Team auf die Jacksonville Jaguars fielen. Ganz unschuldig fragte die Gewerkschaft: „Wollt ihr Euch nicht gut überlegen, ob ihr bei diesem Team anheuern wollt?“
Ob diese beiden Niederlagen Coughlins, und die Erklärung der NFLPA, Einfluß auf Khans Entscheidung hatten?
Anzunehmen ist es.

Kurzberichte
Lions Besitzerin Martha Firestone Ford weiß anscheinend, was sie den Fans des Teams zumutet. In einem Brief teilte sie den gebeutelten Fans mit, daß sie Head Coach Patricia und General Manager Quinn die Vorgabe machte, daß sie 2020 die Playoffs erreichen müßten, ansonsten würden sie gefeuert.
Weiter schrieb sie, daß die Saison 2019 eine große Enttäuschung war, wies aber auf das Verletzungspech hin, unter dem die Lions litten. Würde man das bedenken, dann hätte Matt Patricia doch einen guten Job gemacht, meinte die 94-jährige.
Ehrlich, ich bewundere Menschen, die sich auch noch die größte Scheisse schönreden können. Das hat was.

Sport1 zeigt im Jahr 2020 bis zu 16 Spiele aus der German Football League (GFL) Live im freiempfangbaren TV.
Die deutsche Footballliga wurde 1979 gegründet. Dieser TV-Vertrag ist ein Meilenstein, der hoffentlich eine positive Zuschauerzahl generiert.
Der Vertrag gilt bis 2024.

Der Lazarettreport
Giants Quarterback Daniel Jones hat seine Knöchelverletzung auskuriert. Er soll in Woche 16 wieder starten und Eli Manning soll wieder in die Rolle des Ersatzmannes schlüpfen.
Für die 3-11 Giants geht es im Loser Bowl gegen die 3-11 Redskins.
Wow, was für ein Spiel.

Im Spiel gegen die Cowboys verletzte sich Rams Quarterback Jared Goff an der Wurfhand. Er knallte damit auf den Helm eines Mitspielers.
Die Verletzung behinderte ihn in der zweiten Halbzeit sichtbar. Doch am Samstag gegen die 49ers, in einem Spiel in dem es um die allerletzte Playoffchance der Rams geht, soll er einsatzbereit sein.

Vor dem Spiel, in dem es um die Krone der NFC East geht, haben die Eagles dieselben großen Verletzungssorgen, wie in der gesamten Saison schon. Am Mittwoch setzten sie Linebacker Kamu Grugier-Hill mit einer Wirbelverletzung auf die Verletztenliste.
Doch auch die Cowboys haben Sorgen. Quarterback Dak Prescott hat Schmerzen in seiner rechten Schulter. Die Verletzung zog er sich im Spiel gegen die Rams zu. Er kann nicht voll am Training teilnehmen. Das Spiel soll er aber nicht verpassen.

Seit Woche 12 plagt Tom Brady eine hartnäckige Ellenbogenverletzung am Wurfarm.
Sie dürfte mit ein Grund sein, weshalb der Quarterback der Patriots nur knapp über 50% seiner Pässe vervollständigt. Seine Quote ist die niedrigste aller Quarterbacks, die in den Spielen seit Woche 12 starteten. Vor Woche 12 lag seine Quote bei 64,8%.
Am Samstag geht es für die 11-3 Patriots gegen die 10-4 Bills. Beide sind schon fest in den Playoffs, doch New England möchte noch die Nr. 1 der AFC werden, und die Bills würden gerne mal ausprobieren, wie das denn so wäre, wenn mal nicht die Patriots die AFC East gewännen.

Die Titans setzten Kicker Ryan Succop zum zweiten Mal in dieser Saison mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste, dieses Mal endgültig.

Die besten Spieler der Woche 15
AFC

OFFENSE: QB LAMAR JACKSON, BALTIMORE RAVENS

DEFENSE: CB TRE’DAVIOUS WHITE, BUFFALO BILLS

SPECIAL TEAMS: DE ANGELO BLACKSON, HOUSTON TEXANS

NFC
OFFENSE: QB DREW BREES, NEW ORLEANS SAINTS

DEFENSE: CB PATRICK PETERSON, ARIZONA CARDINALS

SPECIAL TEAMS: K DAN BAILEY, MINNESOTA VIKINGS

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Pro Bowl 2020
brady-tom-enntaeuschtStellt Euch vor, die Pro Bowl Teams werden bekanntgegeben und der Name Tom Brady (Bild) taucht nicht auf.
Unvorstellbar?
Stimmt, ist aber dieses Jahr so. Zum ersten Mal seit 2008 wurde der Quarterback der Patriots, der G.O.A.T., nicht in das Auswahlspiel der besten Spieler der Saison gewählt.
Seine Leistungen in den letzten Spielen waren aber auch wirklich nicht dazu angetan, Werbung für ihn zu machen. In den letzten fünf Spielen kamen die Patriots nur auf 17,6 Punkte pro Spiel. Brady liegt 2019 mit nur 86,5 Wertungspunkten auf Platz 20 der Statistik. Mit 6,5 Yards pro Pass liegt er nur auf Platz 28 und seine Vervollständigungsrate von 60,1 % bedeutet Platz 29.
Und so beginnt sein Stern zu sinken, und er bleibt bei 14 Pro Bowl Teilnahmen hängen. Damit hat er die meisten Teilnahmen zusammen mit Peyton Manning, Tony Gonzales, Bruce Matthews und Merlin Olsen.
Es ist natürlich eine Ehre in dieses beudeutungsloseste Spiel nach Spiel vier der Vorbereitungssaison gewählt zu werden, auch wenn man dann nicht daran teilnimmt. Zuletzt hat Brady 2005 im Pro Bowl gespielt.

Bestes Team der laufenden Saison sind die Ravens, jedenfalls wenn man die Spieler zählt, die in den Pro Bowl gewählt worden sind.
12 Ravens wurden ausgewählt. Da dürfte dann ein großes Loch mit Nachzüglern zu füllen sein, sollte Baltimore in den Super Bowl kommen.
Hier geht es zu den Teams...

Frohes Fest in Detroit?
Wohl kaum!
Die Teambesitzerin Martha Firestone Ford liebt es anscheinend, Niederlagen in Serie zu erleiden. Wie anders sollte man erklären, daß sie bekanntgab, daß Head Coach Matt Patricia und General Manager Bob Quinn weiter ihr Unwesen bei den Lions treiben dürfen?
Die beiden bekamen ihr OK für die Saison 2020.
Loyalität ist ja an und für sich eine nette Sache, aber man sollte doch abwägen, ob man loyal zu Versagern sein soll, oder ob man den Fans, die ihre Zeit und ihr Geld opfern, um sich den Mist der ihnen geboten wird anzutun, mal was positives bieten sollte.
Hier sollte dann vielleicht wirklich mal mit den Füßen abgestimmt werden. Die Fans sollten vielleicht wirklich mal überlegen, ob sie das Stadion nicht mal meiden, so lange da nur ärgerliches geboten wird. Drei Siege, 10 Niederlagen und ein Unentschieden haben die Lions vorzuweisen. Zugegeben haben sie Verletzungspech und gerade das Fehlen von Quarterback Matthew Stafford wiegt schwer. Aber wenn Head Coach Patricia, der in New England lange für die Defense verantwortlich war, es nicht schafft, eine stabile Defense in Detroit zu installieren, dann bedeutet das doch was.
Stafford wurde übrigens mit seiner Rückenverletzung jetzt auf die Verletztenliste gesetzt.
Die Hoffnung auf Besserung könnte ein Verkauf des Teams bringen. So soll Amazon Besitzer Jeff Bezos Interesse bekundet haben. Doch sofort kam von Martha Firestone Ford die Ansage, daß sie die Lions niemals verkaufen würde.
Jeder von uns wird mal alt, hoffentlich. Und jeder von uns merkt, daß das ein oder andere körperlich und gedanklich schwerer fällt als früher. Und vielleicht ist Martha Firestone Ford mit ihren 94 Jahren einfach zu alt, um über ein NFL Team bestimmen zu können?

Suspendierung
Broncos Cornerback Kareem Jackson wurde für zwei Spiele suspendiert.
Er hat verbotene Substanzen zu sich genommen.

Und hier wieder die Szenarien, wer wie in die Playoffs kommen könnte.
AFC

GESICHERT:
Baltimore Ravens - AFC North Division

Kansas City Chiefs - AFC West Division

Buffalo Bills - Playoff erreicht

New England Patriots - Playoff erreicht

BALTIMORE RAVENS (12-2) (at Cleveland (6-8), Sonntag, 19:00 Uhr, CBS)

Baltimore erreicht spielfrei in der ersten Runde mit:

1) BAL Sieg oder Unentschieden ODER

2) KC Niederlage oder Unentschieden ODER

3) NE Niederlage

Baltimore erreicht Heimrecht während der AFC Playoffs mit:

1) BAL Sieg ODER

2) BAL Unentschieden + NE Niederlage oder Unentschieden ODER

3) KC Niederlage oder Unentschieden + NE Niederlage

NEW ENGLAND PATRIOTS (11-3) (vs. Buffalo (10-4), Samstag, 22:30 Uhr, NFL Network)

New England gewinnt die AFC East Division mit:

1) NE Sieg oder Unentschieden

New England erreicht spielfrei in der ersten Runde mit:

1) NE Sieg + KC Niederlage oder Unentschieden ODER

2) NE Unentschieden + KC Niederlage

HOUSTON TEXANS (9-5) (at Tampa Bay (7-7), Samstag, 19:00 Uhr, NFL Network)

Houston gewinnt die AFC South Division mit:

1) HOU Sieg ODER

2) HOU Unentschieden + TEN Unentschieden ODER

3) TEN Niederlage

Houston erreicht die Playoffs mit:

1) HOU Unentschieden + PIT Unentschieden ODER

2) PIT Niederlage

NFC

GESICHERT:
New Orleans Saints - NFC South Division

Green Bay Packers - Playoff erreicht

San Francisco 49ers - Playoff erreicht

Seattle Seahawks - Playoff erreicht

GREEN BAY PACKERS (11-3) (at Minnesota (10-4), Montag auf Dienstag, 2:15 Uhr, ESPN)

Green Bay gewinnt die NFC North Division mit:

1) GB Sieg oder Unentschieden

DALLAS COWBOYS (7-7) (at Philadelphia (7-7), Sonntag, 22:25 Uhr, FOX)

Dallas gewinnt die NFC East Division mit:

1) DAL Sieg

MINNESOTA VIKINGS (10-4) (vs. Green Bay (11-3), Montag auf Dienstag, 2:15 Uhr, ESPN)

Minnesota erreicht die Playoffs mit:

1) MIN Sieg oder Unentschieden ODER

2) LAR Niederlage oder Unentschieden

Der Lazarettreport
Einige Spieler wurden von ihren Teams auf die Verletztenlisten gesetzt:
New York Giants, Tight End Evan Engram (Fuß)

Falcons, defensive End Takk McKinley, Schulter

New York Jets, offensive Tackle Chuma Edoga (Knie)

Washington Redskins, Guard Brandon Scherff (Ellenbogen)

Dienstag, 17. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche 15 - Der Montag
brees-drew-xUnd Drew Brees (Bild) hat zwei weitere NFL Rekorde.
Gestern warf er seine Touchdownpässe Nr. 538, 539, 540 und 541. Die Nr. 540 brachte ihm den Rekord. Damit brach er die alte Marke von Peyton Mannings 539 Touchdownpässen.
Überhaupt war seine Vorstellung Fehlerfrei. Er vervollständigte 29 seiner 30 Pässe für 307 Yards und vier Touchdowns ohne Interception. Damit kam er auf eine Passquote von 96,7%, noch`n Rekord.
Die Klasse dieses Spielers ist nahezu unfaßbar.
Noch krasser fiel das auf, weil auf der anderen Seite ein Quarterback stand, der niemals in die Nähe auch nur eines einzigen NFL Rekords kommen dürfte, Jacoby Brissett. Wie wäre die Saison für die Colts wohl verlaufen, wenn Andrew Luck seine Karriere nicht kurz vor Saisonbeginn verletzungsbedingt beendet hätte?
Graue Theorie!
Es ist, wie es ist, und die Colts kamen halt mit Brissett, der auf eine Bilanz von 18 aus 34 für 165 Yards und 0 Touchdowns und Interceptions kam.
Und die Colts waren sehr nette Gäste. Sie störten die Feier der Saints in keinster Weise. Erst in der sogenannten Müllzeit konnten sie einen Touchdown erzielen.
Bis dahin hatte New Orleans bereits 34 Punkte auf dem Konto und den Sieg sicher.
Beinahe hätte Brees den Rekord bereits in der ersten Halbzeit aufgestellt. Er warf sieben Sekunden vor Ende einen Pass über fünf Yards zu  TreQuan Smith in die Endzone, doch der Receiver beging eine offensive Passbehinderung.
So mußten Brees und Co. die angebrochene Jubelfeier unterbrechen und ins dritte Viertel verschieben.
Aber aufgeschoben war halt nicht aufgehoben.
Wie lange wird Brees` Rekord halten?
Das kommt auf Tom Brady an. Der spielt zur Zeit unterirdisch schlecht und dürfte eine Weile brauchen, um seine Touchdownpassrate von 538 so weit hochzutreiben, daß er Brees noch in dieser Saison überholt. Denn Brees hört ja jetzt nicht auf, sondern wird den Rekord weiter hochschrauben.
„Ich wäre nicht hier, hätte ich nicht Sean Payton an meiner Seite gehabt,“ sagte Brees nach dem Spiel. Seit 14 Jahren sind der Quarterback und sein Head Coach zusammen bei den Saints. „Doch ich würde alle meine Rekorde sofort gegen einen weiteren Super Bowl Sieg eintauschen,“ fuhr Brees fort mit Blick auf viele seiner Mitspieler aus der Super Bowl Saison, die zu Gast im Stadion waren, um ihr Zehnjäriges zu feiern.
Und mein Gott, es war tatsächlich nach der Saison 2009, daß New Orleans den Super Bowl gewann, gegen Peyton Mannings Indianapolis Colts. Verdammt lang her!
Die Saints haben die Playoffteilnahme 2019 ja schon lange sicher. Für sie geht es noch darum, die Nr. 1 der NFC zu werden, und Heimrecht in allen Playoffspielen zu erhalten. Mit 11-3 Siegen sind sie mitten im Rennen, zusammen mit den 49ers, Seahawks und Packers, die auch alle 11-3 Siege haben.
Die Colts dagegen sind aus dem Playoffrennen der AFC ausgeschieden.

Folgende Teams sind fest in den Playoffs
AFC

Ravens

Patriots

Chiefs

Texans

Bills

Die Wild Card Runde würde heute wie folgt aussehen
Steelers at Chiefs, wobei Pittsburgh noch nicht fest in den Playoffs ist
Bills at Texans, wobei Houston noch nicht fest in den Playoffs ist

NFC
Seahawks

Packers

Saints

Cowboys

49ers

Die Wild Card Runde würde heute wie folgt aussehen
Vikings at Saints, wobei Minnesota noch nicht fest in den Playoffs ist
49ers at Cowboys, wobei Dallas noch nicht fest in den Playoffs ist

Kurzberichte
Die Saints verpflichteten Janoris Jenkins.
Der Cornerback war letzte Woche von den Giants gefeuert worden, weil er einen Fan auf Twitter beleidigt hatte und sich weigerte, sich zu entschuldigen.

Das dürfte es dann endgültig für Josh Gordon gewesen sein. Der Wide Receiver der Seahawks wurde erneut der Einnahme verbotener Substanzen überführt und zum fünften Mal suspendiert. Zwei Saisons verpaßte er komplett, weil er suspendiert war.
Wieder ist die Sperre zunächst zeitlich unbefristet.

Die Cardinals setzten Terrell Suggs nach 13 Spielen auf die Transferliste. Die Ravens hätten ihren alten Linebacker gerne wieder aufgenommen, aber sie stehen auf Platz eins des Power Rankings und waren daher auf  Platz 32 der Transferliste.
Suggs wurde von den Chiefs aufgenommen, die ihn in den Playoffs gut gebrauchen können.

Die Spielergewerkschaft gewann einen Rechtsstreit gegen die Jaguars. Der Club bestand seit 2017 darauf, daß seine Spieler auch in der Zeit zwischen den Saisons ihre Verletzungen von den Teamärzten auf dem Teamgelände behandeln lassen sollten.
Wer sich daran nicht hielt, bekam eine Geldstrafe.
Dagegen ging die NFLPA vor und bekam Recht.

Es gibt nichts mehr für die Panthers, wofür es sich zu spielen lohnt. Deshalb wollen sie in den letzten beiden Saisonspielen Rookie Quarterback Will Grier testen.
Die Quarterback Frage in Carolina ist spannend. Wird Cam Newton zurückkommen?
Wird Kyle Allen 2020 starten?
Oder wird es Will Grier?

Die Texans können es in die Playoffs schaffen. Werden sie spätestens dann wieder mit JJ Watt antreten können?
Der Defensive Lineman steht noch auf der Liste der verletzten Spieler, die innerhalb der Saison zurückkommen dürfen.
Head Coach O`Brien hofft, daß der gerissene Brustmuskel seines Star Verteidigers tatsächlich ausgeheilt ist.

Raiders Head Coach Jon Gruden hat sich bei den Fans für das schlechte, allerletzte Heimspiel in Oakland, entschuldigt.
Die Raiders schafften es, gegen die bedeutungslosen Jaguars eine 16:3 Halbzeitführung zu vergeigen und 16:20 zu verlieren.
Und dafür entschuldigte Gruden sich.
Die Fans waren so aufgebracht, daß sie Quarterback Derek Carr nicht nur mit Buhrufen überschütteten, sondern auch mit Bier und sonstigen Flüssigkeiten.

Dolphins Head Coach Brian Flores muß eine Strafe von $25.000 zahlen.
In der Niederlage gegen die Jets in Woche 14 hatte er sich mit Schiedsrichter Craig Wrolstad angelegt, nach einer Passbehinderung, die nicht geahndet wurde.

Von Miller tut es in der Seele weh, wieder nicht in die Playoffs gekommen zu sein.
Der Linebacker der Broncos, der schon bessere Saisons gespielt hat, sagte: „Als ich in die Liga kam, kamen wir fünf mal in Folge in die Playoffs. Wir sind zwischen 23 und 30 Jahren alt. Das sind unsere besten Jahre, und was machen wir damit?
Es ist so frustrierend.“
Nachdem Denver 3:23 im dichten Schneetreiben in Kansas City auseinandergenommen wurde, waren auch die rechnerischen Chancen auf das Erreichen der Endrunde zerstört. Die Broncos stehen bei 5-9 Siegen und durchleben ihre dritte negative Saison in Folge.
Kann es nächstes Jahr besser werden?
Zu viel Hoffnung sollten die Broncos Fans nicht haben. Allerdings sind mit den Raiders, und den Chargers noch zwei andere Punktelieferanten in der AFC West. Es sollte doch möglich sein, zumindest vor den beiden zu landen.
Kopf hoch, das kann sogar in diesem Jahr noch klappen.

Montag, 16. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche  15 - Der Sonntag
elliott-ezekiel2Gewinn und Du bist drin hieß es für einige Teams, darunter auch die 49ers.
Doch überraschenderweise verloren sie Zuhause mit 22:29 gegen die 4-9 Falcons. Doch sie hatten Glück. Für die L.A. Rams hieß es nämlich: „Verliert, und drei sind drin.“
Und wie sie verloren. Eigentlich war vor dem Spiel in Dallas alles klar. Die Rams waren in den letzten Wochen wieder erstarkt und die Cowboys spielten grottenschlecht.
Gestern sah das ganz anders aus. Dallas dominierte Los Angeles nach Strich und Faden. Mit gleich zwei Running Backs überrannten sie die eigentlich als stark gegen den Lauf bekannte Defense der Rams. Mit 117 Yards war Ezekiel Elliott (Bild) der zweitbeste Läufer hinter Rookie Tony Pollard mit 131 Yards. Das war zu viel für L.A.
Quarterback Dak Prescott kam auf 15 von 23 für 212 Yards und 2 Touchdowns.
Sein Gegenüber Jared Goff warf sich die Seele aus dem Leib, ohne Erfolg. Er kam auf 33 von 51 für 284 Yards und 2 Touchdowns, bei 1 Interception.
Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter 44:21 Erfolg der Cowboys. Die brauchten den Sieg bitter, um mit jetzt 7-7 Siegen mit den Eagles Schritt halten zu können, die in einem wilden, spannenden Spiel gegen die Redskins gewannen und auch 7-7 Siege haben.
Den Schlußpunkt setzten sie, als die Redskins versuchten, in den Schlußsekunden den Ball hin und her zu werfen, um beim Stand von 31:27 für Philadelphia noch den Sieg erzielen zu können.  Doch sie verloren den Ball. Nigel Bradham von den Eagles eroberte das Ei und trug es zu den letzten Punkten und zum 37:27 Sieg in Washingtons Endzone.
Am Sonntag tritt Dallas in Philadelphia an. Der Sieger dürfte dann auch die NFC East gewinnen.
Wie gesagt brachten die Rams durch ihre Niederlage drei Teams in die Playoffs, die 49ers, die Seahawks und die Packers.
Seattle hatte zuvor die Panthers 30:24 geschlagen, die Packers die Bears 21:13. Beides erwartete Siege.
Die Packers, Seahawks und 49ers haben jetzt alle 11-3 Siege und stehen im Fernduell um die Nr. 1 in der NFC.
Mit 8-6 Siegen sind die Rams noch im Wild Card Rennen. Dazu müssen sie allerdings die restlichen zwei Spiele gewinnen und Minnesota muß zweimal verlieren.

Die Vikings hielten ihre Playoffhoffnungen aufrecht, indem sie die Chargers in Los Angeles zerstörten. Sie eroberten sieben Ballverluste der Chargers, darunter drei Interceptions des erneut grauenvollen Philip Rivers, der auch noch einen Fumble verlor.
Durch ihren 39:10 Siege stiegen die Vikings auf 10-4 Siege und halten ihr Schicksal selber in der Hand.

In Tennessee ging es um die Krone der AFC South.
In einem spannenden, aber nicht so wahnsinnig guten Spiel, behielt der Gast aus Houston die Oberhand.
Die Texans gingen früh mit 14:0 in Führung und schauten nie zurück.
Das neue Traumduo der Titans, Quarterback Tannehill und Running Back Henry, wurde in Schach gehalten. Mit 86 Laufyards blieb Henry zum ersten Mal seit Anfang November wieder unter 100 Yards.
Tannehill kam auf 22 von 36 für 279 Yards und 2 Touchdowns, bei 1 Interception.
Texans Quarterback Deshaun Watson kam auf 19 von 27 für 243 Yards und 2 Touchdowns, bei 2 Interceptions.
Die Defense der Texans zeigte auch ohne den nach Seattle gewechselten Jadeveon Clowney und den wieder mal verletzten JJ Watt, daß sie eine Macht auf dem Platz sein können.
Wenn sie das in den letzten beiden Spielen erneut beweisen, dann sind sie in den Playoffs. Aber die Titans spielen noch in Houston am letzten Spieltag. Da kann es noch um alles gehen.
Die Partie gestern ging mit 24:21 denkbar knapp an die Texans. Sie kletterten auf 9-5, Tennessee fiel auf 8-6.
Houston hat selber alles in der Hand, während Tennessee auf einen Ausrutscher des Divisionsrivalen hoffen muß.

Für die Patriots hat sich die Video-Spionage der Bengals gelohnt. Sie schredderten die Miezekatze mit 34:13 und sicherten sich endgültig die Playoffteilnahme.
Die Division haben sie noch nicht gewonnen. Das können sie nächste Woche nachholen.
New England hat jetzt 11-3 Siege, doch die Bills, die im Sunday Night Spiel mit 17:10 in Pittsburgh gewannen, sind mit 10-4 nur ein Spiel im Hintertreffen. Auch Buffalo hat die Endrundenteilnahme dadurch gesichert.
Nächsten Samstag kommt es also zum „Spitzenspiel“ der Bills in New England. Und mit der starken Defense Buffalos, und dem stotternden Angriff der Patriots ist der Ausgang dieser Partie tatsächlich völlig offen. Doch auch die Patriots gewannen ihr Spiel mit der Defense. Quarterback Tom Brady kam nur auf hundsmiserable 128 Passyards.
New England hat zum 11. Mal in Folge die Playoffs erreicht.

Und am Rand sei bemerkt, daß die Raiders ihr allerletztes Spiel in Oakland verloren haben.
Jacksonville flog mit einem 20:16 Sieg quer über den Kontinent zurück nach Hause. Und die Raiders kommen als Loser in ihr neues Zuhause nach Las Vegas.

Der Lazarettreport
Tampa Bay Buccaneers Wide Receivers Chris Godwin, Safety Jordan Whitehead und Wide Receiver Scott Miller, alle Oberschenkel

Detroit Lions defensive Tackle Mike Daniels, Arm
Running Back J.D McKissic, Nervenquetschung

Seattle Seahawks Linebacker Bobby Wagner, ausgerenkter Knöchel
Cornerback Quandre Diggs, Knöchel

Kansas City Chiefs defensive End Alex Okafor, Brust

Buffalo Bills Cornerback Tre'Davious White, Schulter
Linebacker Devon Kennard (Oberschenkel)
Guard Kenny Wiggins (Arm)

Green Bay Packers Running Back Tyler Ervin, Hand

Cincinnati Bengals Guard John Miller, Gehirnerschütterung

New England Patriots Cornerback Jonathan Jones, Leiste
Center Shaq Mason, Knöchel

Washington Redskins Cornerback Jimmy Moreland, Fuß

Miami Dolphins Linebacker Raekwon McMillan, Oberschenkel

Atlanta Falcons Pass Rusher, Takk McKinley, Schulter

Los Angeles Chargers Left Tackle Russell Okung, Leiste

Minnesota Vikings Running Back Dalvin Cook, Schulter

Jacksonville Jaguars defensive End Josh Allen, Schulter

Samstag, 14. Dezember 2019

Kurzberichte
marrone-doug4Doug Marrone (Bild) sieht die Situation ganz klar. Der Head Coach der Jaguars weiß, daß er und all seine Spieler in den letzten Saisonspielen um ihre Jobs spielen.
Gestartet waren sie in die Saison als möglicher Playoffkandidat. Nicht zuletzt die teure Verpflichtung von Ex-Eagles Super Bowl MVP Quarterback Nick Foles nährte diese Hoffnung.
Doch ach, es kam anders. Foles verletzte sich im ersten Viertel des ersten Spiels an der Schulter des Wurfarms und fiel lange aus. Als er zurückkam spielte er so schlecht, daß die Jags wieder auf Gardner Minshew zurückgriffen, der Foles ersetzt hatte.
Jacksonville hat Null Offense und keine Defense, die aushelfen kann.
In den letzten fünf Spielen wurden sie mit 57:174 Punkten ausgekontert. Natürlich verloren sie all diese Partien.
Bei nur vier Siegen und nur noch drei ausstehenden Spielen wird der Club eine negative Saison abliefern.
Quarterback Foles und Head Coach Marrone sind Wackelkandidaten. Ob sie 2020 zurückkehren werden?
Marrone übernahm die Jaguars 2016 als Interimstrainer und holte bis heute 22 Siege bei 28 Niederlagen. Die meisten dieser Siege holte er 2017, als Jacksonville es Dank der Defense in die Playoffs schaffte.
Das ist Geschichte. Die Zukunft sieht düster aus für ihn... und für Foles... und für wer weiß wen noch alles.

DeVante Parker bleibt bei den Dolphins. Der Wide Receiver unterschrieb für weitere vier Jahre und $40 Millionen, von denen $21,5 Millionen garantiert sind.

Die Cardinals setzten Terrell Suggs nach 13 Spielen auf die Transferliste. Wenn sie keinen Abnehmer für ihn finden, werden sie ihn feuern.
Suggs war einmal ein sensationeller Linebacker, damals bei den Ravens. Sieben Pro Bowl Teilnahmen kann er vorweisen und eine Defensive Player of the Year Auszeichnung 2011.
Doch der 37-jährige hat stark nachgelassen. 17 Jahre in der NFL haben ihren Tribut gefordert.
Mit 3-9-1 Siegen liegen die Cardinals am Boden der NFC West, wo das nächst schlechte Team, die Rams, acht Siege vorzuweisen hat.

Die Giants trennten sich von Janoris Jenkins. Sie setzten ihn auf die Transferliste.
Der Cornerback beleidigte einen Fan auf Twitter und weigerte sich, sich dafür zu entschuldigen.
Die Giants reagierten mit der Entlassung Jenkins`.
Der twitterte daraufhin: „Beste Nachricht aller Zeiten.. Danke!“
Den Giants wird der Verlust eines guten Verteidigers nichts ausmachen. Mit 2-10 Siegen ist die Saison bereits am Ar..., am Ende.

Im Sieg der Ravens gegen die Jets erzielte Ravens Quarterback Lamar Jackson 86 Laufyards.
In der Saison erzielte er bereits jetzt 1.103 Laufyards. Damit pulverisierte er den alten Rekord für Quarterbacks von 1.039 Laufyards, den Falcons Quarterback Michael Vick 2006 aufstellte.
Und Jackson hat ja noch drei weitere Spiele vor sich.

Der Lazarettreport
Die Vikings hoffen darauf, daß Wide Receiver Adam Thielen wieder mitmischen kann. Er hat seine Oberschenkelverletzung so weit auskuriert, daß einem Einsatz nicht mehr viel im Weg steht.

Und wer ist definitiv OUT?
Eagles: OT Lane Johnson (Knöchel)

Redskins: WR Trey Quinn (Gehirnerschütterung), WR Paul Richardson (Oberschenkel)

Titans: LB Daren Bates (Schulter), WR Adam Humphries (Knöchel), CB Adoree' Jackson (Fuß)

Dolphins: DT Gerald Willis (Hüfte)

Giants: TE Rhett Ellison (Gehirnerschütterung), TE Evan Engram (Fuß), QB Daniel Jones (Knöchel), G Kevin Zeitler (Knöchel, Handgelenk)

Broncos: DE Adam Gotsis (Knie), OT Ja'Wuan James (Knie), G Ronald Leary (Gehirnerschütterung), DE DeMarcus Walker (Knöchel), WR Juwann Winfree (Oberschenkel)

Chiefs: CB Morris Claiborne (Schulter), CB Rashad Fenton (Oberschenkel)

Bears: TE Ben Braunecker (Gehirnerschütterung), WR Taylor Gabriel (Gehirnerschütterung), OT Bobby Massie (Knöchel), LB Danny Trevathan (Ellenbogen)

Buccaneers: S Deshazor Everett (Schulter), WR Trey Quinn (Gehirnerschütterung), WR Paul Richardson (Oberschenkel)

Lions: G Joe Dahl (Rücken, Knie), LB Jarrad Davis (Knöchel, Knie), DT A'Shawn Robinson (Schulter), QB Matthew Stafford (Hüfte, Rücken), OT Rick Wagner (Knie)

Bengals: WR A.J. Green (Knöchel), DT Renell Wren (Hüfte)

Seahawks: DE Jadeveon Clowney (Krankheit, Bauchmuskel), LB Mychal Kendricks (Oberschenkel), RB Rashaad Penny (Knie)

Panthers: LB Marquis Haynes (Knie), OT Greg Little (Knöchel), TE Greg Olsen (Gehirnerschütterung)

Vikings: S Jayron Kearse (Zeh), RB Alexander Mattison (Knöchel)

Jaguars: WR D.J. Chark (Knöchel)

Raiders: WR Hunter Renfrow (Rippen)

Browns: S Eric Murray (Knie), DE Olivier Vernon (Knie)

Falcons: DE Allen Bailey (nicht verletzungsbedingt), G James Carpenter (Gehirnerschütterung), OT Ty Sambrailo (Oberschenkel)

49ers: DE Dee Ford (Quadrizeps, Oberschenkel), DT D.J. Jones (Knöchel), CB Richard Sherman (Oberschenkel), S Jaquiski Tartt (Rippen), DT Jullian Taylor (Ellenbogen), CB K'Waun Williams (Gehirnerschütterung)

Rams: TE Gerald Everett (Knie)

Cowboys: LB Leighton Vander Esch (Nacken)

Bills: OT Ty Nsekhe (Knöchel)

Steelers: TE Vance McDonald (Gehirnerschütterung), WR JuJu Smith-Schuster (Knie)

Freitag, 13. Dezember 2019

Statistiken sind nicht alles
prescott-dak2Das erkennt man, wenn man sich die fünf Quarterbacks mit den meisten Passyards ansieht. Da stehen vier Spieler aus Loserteams ganz oben.
Dak Prescott (Bild), Cowboys (6-7), 4.122 Yards
Jameis Winston, Buccaneers (6-7), 4.115 Yards
Philip Rivers, Chargers (5-8), 3.748 Yards
Jared Goff, Rams (8-5), 3.712 Yards
Matt Ryan, Falcons (4-9), 3.559 Yards.
Erst an sechster Stelle kommt mit Tom Brady von den Patriots mit 3.437 Yards ein Quarterback, dessen Team tatsächlich eine Playoffchance hat, neben den Cowboys, die mit lediglich sechs Siegen bei sieben Niederlagen die grottenschlechte NFC East anführen. Die 8-5 Rams haben dagegen zur Zeit das Nachsehen, und werden das auch wohl kaum ändern können. Sie haben in ihrer Division die 10-3 Seahawks und 11-2 49ers vor sich.
Dallas hätte in dieser Gruppe absolut gar nichts zu melden.
Und Dak Prescott sagte, daß seine Statistik bedeutungslos wäre, wenn das Team es nicht in die Playoffs schafft.
Die Dallas Offense kommt pro Spiel auf 430,8 Yards und damit auf 20 Yards mehr als die Ravens auf Platz zwei. Doch was nutzt das, wenn die Cowboys es nicht in die gegnerische Endzone schaffen.
Trotz ihrer tollen Statistiken haben sie sieben der letzten 10 Spiele verloren. Jetzt geht es gegen die Rams, die kaum noch Chancen auf die Playoffs haben, obwohl sie zwei Spiele mehr in der Saison gewonnen haben als Dallas.
Prescott muß seine Offense in die Endzone führen. Immer nur Field Goals zu erzielen, reicht eben nicht.
Running Back Ezekiel Elliott dürfte in Schach gehalten werden. Die Rams haben eine sehr gute Laufverteidigung.

Kurzberichte
Broncos Head Coach Vic Fangio hat einen Tagtraum, der nicht in Erfüllung gehen wird.
Er findet es ätzend, daß die Divisionssieger in die Playoffs kommen, selbst wenn sie eine negative S/N Bilanz haben. Fangio sähe gerne, daß die AFC und die NFC in der Saison unter sich bleiben und jeder gegen jeden spielen sollte. Die Divisionen sollen aufgelöst werden. Das wären 15 Spiele pro Saison und das 16. Spiel sollte dann gegen Gegner gespielt werden, die natürliche Rivalen sind, wie z.B. Jets gegen Giants, Texans gegen Cowboys, oder so.
So könnten wirklich die besten sechs Teams der Saison in die Playoffs kommen.
Um es gleich zu sagen, Fangio hat Recht damit, daß Teams mit negativer Bilanz nichts in den Playoffs zu suchen haben, aber sein Plan wird ein Tagtraum bleiben.
Allerdings sollte die NFL sich wirklich etwas einfallen lassen, um Loser aus der Endrunde heraushalten zu können.

Die Gerüchteküche kocht um Odell Beckham. Man hört, daß der Wide Receiver die Browns schnellstens wieder verlassen will.
Doch sein Teamkollege Jarvis Landry glaubt das nicht. Er ist der Meinung, daß Beckham in Cleveland bleiben möchte.
Die beiden kennen sich schon seit gemeinsamen Collegezeiten an der LSU.
Wir werden erleben, was da wirklich im Busch ist.

10 ehemalige NFL Spieler stehen vor Gericht, weil sie zu Unrecht Geld aus der Krankenversicherung abgefordert haben sollen.
Sie sollen vorgetäuscht haben, medizinische Geräte zu kaufen, die sie dann aber doch nicht gekauft haben.
Insgesamt geht es um über $4 Millionen, die sie sich erschlichen haben.
Bei den Angeklagten handelt es sich um vier Mitglieder der Washington Redskins: Clinton Portis, Carlos Rogers, Robert McCune und John Eubanks, Die anderen sind Tamarick Vanover, Kansas City Chiefs; Ceandris Brown und Fredrick Bennett, Houston Texans; James Butler,  New York Giants; Correll Buckhalter, Philadelphia Eagles; und Etric Pruitt, Seattle Seahawks.

Die Eagles setzten Wide Receiver Alshon Jeffery mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste. Das schmälert die Chancen des eh schon verletzungsbedingt gebeutelten Teams auf die Playoffs weiter.

Die NFL 2019 - Woche  14 - Der Donnerstag
Die Ravens schlugen die Jets erwartungsgemäß mit 42:21 und haben die AFC North gewonnen.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Kurzberichte
goodell-draft-17NFL Chef Roger Goodell (Bild) sagte, daß er keine Eile hat, um im neuen Videoskandal der Patriots zu entscheiden.
„Ich habe es unter Beobachtung. Ich werde gründlich sein. Ich werde mir die nötige Zeit nehmen um sicher sein zu können, daß ich alle Beweise vorliegen habe und dann eine Entscheidung treffen.“
Goodell weiß nicht, ob er noch vor Ende der Saison einen Beschluß treffen wird.
Auch zu der möglichen Aussicht, daß ein Team mit negativer Sieg/Niederlagen Bilanz in die Playoffs kommen könnte, wie es momentan die Eagles und Cowboys könnten, äußerte sich der Commissioner: „Diese Diskussion kommt immer wieder auf. Die Teams gehen mit dem obersten Ziel in die Saison, ihre Division zu gewinnen.  Daran arbeiten sie, die Division zu gewinnen und in die Playoffs zu kommen. Das wurde bereits in der Vergangenheit besprochen und kommt immer wieder auf. Ich halte das für keinen Streitpunkt.“
Also bleibt es dabei: Dallas oder Philadelphia können in die Playoffs kommen und ein Team mit 10 oder mehr Siegen könnte draußen bleiben.
Fair ist anders!

Da der Videobeweis die Passbehinderung betreffend in dieser Saison so gut wie gar nicht funktioniert hat, wird die Sache nach der Saison ganz genau unter die Lupe genommen werden. Es gab nicht die Spur einer einheitlichen Linie.
Immer wieder kam es vor, daß ehemalige Schiedsrichter im TV dem Publikum genau erklärten, warum nur Entscheidung A die Richtige sein könnte, und kurz darauf gab der Feldschiedsrichter bekannt, daß B beschlossen wurde.
Nahezu niemand ist zufrieden damit.
Es kann sein, daß dieser Videobeweis eine Einsaisonfliege bleibt.

Patriots Linebacker Kyle Van Noy ist gar nicht zufrieden mit den Fans. Er fand es Respektlos, daß sie die Offense bei deren hilflosen Bemühungen gegen die Chiefs Yards zu erzielen, ausbuhten.
Vielleicht fanden die Fans im Stadion es Respektlos, was ihnen, die sie Zeit und Geld opfern, da geboten wurde?
„Das waren zu viele Buhs für mich,“ meinte Van Noy. Ich bin der Meinung, das war Respektlos. Aber es ist, wie es ist. Es war ja noch kein Playoffspiel. Vielleicht würden unsere Fans in den Playoffs nicht buhen.
Wir haben doch versucht zu gewinnen. Wie stecken eine Menge Arbeit in das was wir tun. Wir versuchen auf dem Platz das Beste zu bieten. Wir versuchen nicht, jemanden zu enttäuschen.“
In den letzten fünf Spielen erzielte die Offense der Patriots im Schnitt nur 17,6 Punkte pro Spiel. Damit kommt man in der NFL nicht weit.
Noch ist New England auf Playoffkurs, doch die Bills (nicht lachen) könnten sie tatsächlich rausboxen.
OK, das ist rein theoretisch. New England spielt am Sonntag gegen die 1-12 Bengals und ein Sieg sichert die Playoffteilnahme. Ein Unentschieden täte es auch.
Es ist nicht anzunehmen, daß Cincinnati nach dem Spiel 2-12 Siege haben wird.

Das aktuelle Power Ranking
Die Patriots rutschten bis auf Platz neun ab und müssen aufpassen, daß sie nicht noch aus den Top 10 fliegen.
1. Ravens (Vorwoche 1)

2. 49ers (4)

3. Saints (2)

4. Packers (7)

5. Chiefs (8)

6. Seahawks (3)

7. Vikings (10)

8. Texans (5)

9. Patriots (6)

und die schlechtesten fünf sind
28. Cardinals (29)

29. Lions (28)

30. Jaguars (30)

31. Giants (32)

32. Bengals (31)

Die besten Spieler der Woche 14
AFC
OFFENSE: QB RYAN TANNEHILL, TENNESSEE TITANS

DEFENSE: S KAREEM JACKSON, DENVER BRONCOS

SPECIAL TEAMS: PR DIONATE JOHNSON, PITTSBURGH STEELERS

NFC
OFFENSE: QB JIMMY GAROPPOLO, SAN FRANCISCO 49ERS

DEFENSE: DE DANIELLE HUNTER, MINNESOTA VIKINGS

SPECIAL TEAMS: K YOUNGHOE KOO, ATLANTA FALCONS

Der Lazarettreport
Buccaneers: Wide Receiver Mike Evans, Oberschenkel, Saison beendet.

Saints: Defensive Tackle Sheldon Rankins, Sprunggelenk, Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Kurzberichte
gruden-jonNachdem die Raiders zweimal hintereinander 40 Punkte kassiert haben, gegen die Chiefs und die Titans, hat Head Coach Jon Gruden (Bild) drei Spieler der Verteidigung gefeuert.
„Ich kann solche lahmen Leistungen einfach nicht tolerieren,“ meinte er dazu.
Linebacker Preston Brown, defensive Tackle Terrell McClain und Safety D.J. Swearinger können sich beim Arbeitsamt melden.
„Wir müssen besser spielen, wir werden besser spielen. Es wird Veränderungen geben, So etwas wie gestern (die Niederlege gegen die Titans) wird nicht wieder passieren,“ fuhr Gruden fort.
Die Raiders haben nur noch ein Spiel in Oakland vor sich, bevor es ab nach Las Vegas geht. Die Playoffs sind weit weg. Noch erreichbar, aber doch weit weg.
Mit 6-7 Siegen ist Oakland noch im negativen Bereich. Und so möchte man natürlich nicht in die neue Heimat umziehen und von vornherein potentielle Zuschauer abschrecken.

Die Gehaltsobergrenze wird 2020 wohl nur moderat steigen.
Von $8 Millionen ist die Rede. Dann käme man auf $196,8 Millionen. Doch es kann auch sein, daß die neue Gehaltsobergrenze über $200 Millionen liegen wird.
$8 Millionen mehr pro Team und Jahr sind ein Tropfen auf den heißen Stein bei den immer mehr werdenden „teuersten Spielern aller Zeiten“.
Über $200 Millionen sollten es also doch besser werden.

Die Jets mußten am Sonntag auf „Star“ Running Back LeVeon Bell verzichten. Der Ärmste durfte auch die ganze Woche über nicht mit seinen Teamkollegen in Kontakt kommen, weil er die Grippe hatte und ansteckend war.
Aber, Jets Fans, aufatmen, Bell geht es wieder besser. Am Samstag, also dem Tag vor dem Spiel gegen Miami, konnte der arme Bell putzmunter zum Bowlen gehen.
Head Coach Adam Gase will aber keine Strafe gegen Bell verhängen, und tat die Sache mit einem Wisch ab.
Und Bell twitterte stolz, daß er eine 251 gebowlt hatte, einen persönlichen Rekord.
Na, das ist doch super, oder?
Auf dem Footballfeld ist er zur Zeit nicht so gut. Er durchlebt die mieseste Saison seiner Karriere. Pro Lauf kommt er nur auf 3,2 Yards im Durchschnitt. Er hat erst vier Touchdowns erzielt.
Ist aber nicht nur seine Schuld, denn die O-Line der Jets gehört eher zu den schlechteren der Liga, wie übrigens fast alles in dem Team.

Broncos Head Coach Vic Fangio ist sehr zufrieden mit seinem neuen Quarterback Drew Lock.
Nachdem Denver die auf Playoffkurs befindlichen Texans verprügelt hatte, war Lock der erste Quarterback der Broncos, der seine ersten beiden Starts in seiner Karriere gewinnen konnte, seit John Elway 1983.
Das Spiel war in Houston, und so wurde Lock auch noch der erste Quarterback seit 1950, der in seinem ersten Auswärtsspiel über 300 Passyards und drei Touchdowns erzielte. Lock hatte keine Angst, Pässe zu eng gedeckten Receivern zu werfen. Und die kamen dann auch noch auf den Punkt an. Er hatte keine Probleme damit, die Verteidigungen zu entschlüsseln und entsprechend zu reagieren.
Nach zwei Starts und zwei Siegen ist es noch etwas früh, für ein Fazit, aber vielleicht können sich Broncos Fans leichte Hoffnungen auf eine bessere Zukunft machen?

Gewinn und du bist drin...
heißt es wieder für einige Teams. Wer kann es schon am kommenden Spieltag schaffen?
AFC

GESICHERT:

Baltimore Ravens - Playoff Teilnahme

Kansas City Chiefs - AFC West Division

BALTIMORE RAVENS (11-2) (vs. N.Y. Jets (5-8), Donnerstag auf Freitag, 2:20 Uhr, FOX/NFLN/Amazon)
Baltimore gewinnt AFC North Division Titel mit:
1) BAL Sieg oder Unentschieden ODER
2) PIT Niederlage oder Unentschieden
Baltimore gewinnt Erstrunden- Frei mit:
1) BAL Sieg + NE Niederlage ODER
2) BAL Sieg + KC Niederlage oder Unentschieden ODER
3) BAL Unentschieden + KC Niederlage
Baltimore gewinnt Heim Vorteil während AFC Playoffs mit:
1) BAL Sieg + NE Niederlage + KC Niederlage oder Unentschieden

BUFFALO BILLS (9-4) (at Pittsburgh (8-5), Sonntag auf Montag, 2:20 Uhr, NBC)
Buffalo gewinnt Playoff Teilnahme mit:
1) BUF Sieg

NEW ENGLAND PATRIOTS (10-3) (at Cincinnati (1-12), Sonntag, 19:00 Uhr, CBS)
New England gewinnt Playoff Teilnahme mit:
NE Sieg oder Unentschieden

NFC

GESICHERT:

New Orleans Saints - NFC South Division

GREEN BAY PACKERS (10-3) (vs. Chicago (7-6), Sonntag, 19:00 Uhr, FOX)
Green Bay sichert Playoff Teilnahme mit:
1) GB Sieg + LAR Niederlage oder Unentschieden ODER
2) GB Unentschieden + LAR Niederlage

SAN FRANCISCO 49ERS (11-2) (vs. Atlanta (4-9), Sunday, 22:25 Uhr, FOX)
San Francisco sichert Playoff Teilnahme mit:
1) SF Sieg oder Unentschieden ODER
2) LAR Niederlage oder Unentschieden ODER
3) MIN Niederlage + GB Niederlage

SEATTLE SEAHAWKS (10-3) (at Carolina (5-8), Sunday, 19:00 Uhr, FOX)
Seattle sichert Playoff Teilnahme mit:
1) SEA Sieg + LAR Niederlage oder Unentschieden ODER
2) SEA Sieg + MIN Niederlage ODER
3) SEA Sieg + GB Niederlage + MIN Unentschieden ODER
4) SEA Unentschieden + LAR Niederlage

Der Lazarettreport
Saints: Defensive End Marcus Davenport, Fuß, Saison beendet.

Dienstag, 10. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche - Der Montag
manning-eli2Ja, Eli Manning (Bild) hat gespielt. Er warf sogar zwei Touchdownpässe.
Nein, genutzt hat es nichts.
Nach den 17 Punkten in der ersten Halbzeit hörten die Giants auf zu spielen. Sie leisteten noch etwas Gegenwehr, aber die Eagles gingen nach der Verlängerung als 23:17 Sieger vom Platz.
Sie haben jetzt stolze sechs Spiele gewonnen und nur sieben verloren. Damit sind sie Punktgleich mit den Cowboys an der Spitze der NFC East.

Das Playoffszenario
Erst drei Teams sind bereits sicher weiter. So sähe es aus, wenn es jetzt losginge.
AFC
1. Baltimore Ravens (11-2): AFC North Leader. Sie sind fest in den Playoffs

2. New England Patriots (10-3): AFC East Leader.

3. Kansas City Chiefs (9-4): AFC West Champions. Sie sind fest in den Playoffs

4. Houston Texans (8-5): AFC South Leader.

5. Buffalo Bills (9-4): Wild Card Nr. 1.

6. Pittsburgh Steelers (8-5): Wild Card Nr. 2.
Die Bills spielen am Sonntag in Pittsburgh

NFC
1. San Francisco 49ers (11-2): NFC West Leader.

2. Green Bay Packers (10-3): NFC North Leader.

3. New Orleans Saints (10-3): NFC South Champions. Sie sind fest in den Playoffs

4. Dallas Cowboys (6-7): NFC East Leader.

5. Seattle Seahawks (10-3): Wild Card Nr. 1.

6. Minnesota Vikings (9-4): Wild Card Nr. 2.

Kurzberichte
Die Patriots wurden mal wieder beim verbotenen Filmen eines Gegners erwischt.
Am Sonntag filmte eine Crew aus der Pressebox im Stadion der Browns die Seitenlinie der Bengals, nächster Gegner New Englands. Zwar dürfte Cincinnati als absolut schlagbar angesehen werden, doch da die Patriots zur Zeit einen grauenvollen Football spielen, brauchen sie wohl alle Tricks, um auch mal wieder zu gewinnen.
Allerdings haben die Patriots eine Ausrede parat. Die unabhängige Filmcrew hätte zwar Aufnahmen im Stadion der Browns machen sollen, für ein Video der Pats, aber daß sie dabei permanent die Seitenlinie der Bengals filmten, davon hätte man absolut nichts gewußt. Das wäre auch nicht der Auftrag gewesen. Nachdem man von den verbotenen Aufnahmen erfahren hätte, hätte man sofort alles Material an die NFL abgegeben. Die Liga will die Sache gründlich untersuchen.

Die Cowboys feuerten Kicker Brett Maher.
An seiner Stelle soll ab jetzt Kai Forbath die Field Goals verschießen.

Die Giants gaben ihrem Punter Riley Dixon eine Vertragsverlängerung über drei Jahre und $8,7 Millionen.

Seit die Titans entdeckt haben, daß Ryan Tannehill ein guter Quarterback ist, wenn man weiß, wie man ihn richtig einsetzen soll, sind sie auf Playoffkurs.
Tannehill bekommt bei seiner Arbeit aber auch hervorragende Entlastung von Running Back Derrick Henry. Er kam in den letzten vier Spielen immer über die 100 Yards Marke. Sieben Touchdowns konnte er dabei erzielen.
Alle vier dieser Spiele wurden gewonnen:
Am Sonntag gegen die Raiders verletzte er sich früh am Oberschenkel. Zwischen den Spielzügen hatte er immer ein Wärmepad auf dem Schenkel. Doch er spielte weiter.
„Wir sind im Playoffrennen,“ sagte Henry dazu. „Da kann ich doch nicht aufgeben. Mein Bein müßte mir schon halb abfallen, bevor ich gestoppt werden könnte. Ich muß meinen Teamkollegen helfen, Spiele zu gewinnen.“
Und so lief er weiter und erzielte den Touchdown, der Tennessee die 28:21 Führung brachte.
Tannehill und Henry sind eine unerwartet gute Kombination. Die Titans und Texans haben jetzt beide 8-5 Siege an der Spitze der AFC South. Die Colts als nächste Verfolger haben nur sechs Siege. Es wird sich also zwischen Houston und Tennessee entscheiden, die noch zweimal gegeneinander spielen werden.

Der Lazarettreport
Eagles: Wide Receiver Alshon Jeffery, Fuß
Right Tackle Lane Johnson, Knöchel

49ers: Cornerback Richard Sherman fällt mit einer Oberschenkelzerrung einige Wochen aus.
Für Center Weston Richburg ist die Saison mit einem Riß der Patellasehne beendet.

Seahawks: Running Back Rashaad Penny, Kreuzbandriss, Saison beendet.

Chiefs: Quarterback Patrick Mahomes hat eine Prellung an der Wurfhand. Es ist nichts gebrochen.

Colts: Kicker Adam Vinatieri muß am linken Knie operiert werden. Für ihn ist die Saison beendet.

Ravens: Quarterback Lamar Jackson hat eine Quadrizepsverletzung. Da das nächste Spiel gegen die Jets bereits am Donnerstag ist, ist sein Einsatz fraglich.

Patriots: Quarterback Tom Brady hat eine Ellenbogenverletzung. Wie schwer sie ist, wurde nicht mitgeteilt.

Montag, 9. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche - Der Sonntag
brady-tom-enntaeuschtWillkommen in den Playoffs hieß es gestern für die Chiefs und die Ravens,
Die Chiefs traten bei den Patriots an. Die spielen zur Zeit genau so bescheiden, wie die anderen Teams mit silbernen Helmen, also die Lions und die Cowboys.
Und es gibt noch weitere Parallelen zwischen den Cowboys und den Patriots. Beide starten gekonnt in ein Spiel und haben nach dem ersten Drive ihr Pulver mit der Offense verschossen.
Patriots Quarterback Tom Brady (Bild) spielt wie ein 42-jähriger, der langsam an den Ruhestand denken sollte. Allerdings kann man ihm zugute halten, daß sein Head Coach Bill Belichick ihm keine guten Receiver zur Seite stellt.
So kam Brady gestern auf absolut miese 19 von 36 für 169 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Bei den Chiefs hatte Patrick Mahomes Startschwierigkeiten. Als er die überwunden hatte, stellte er New Englands Defense immer wieder vor Probleme. Am Ende hatte er 26 von 40 für 283 Yards, 1 Touchdown bei 1 Interception.
Die Patriots hatten zwar noch die Chance, die Heimniederlage abzuwenden, doch die Schiedsrichter hatten etwas dagegen. Zunächst verlor Chiefs Tight End Travis Kelce den Ball, den Stephon Gilmore in die Endzone trug. Doch ein Schiedsrichter hatte es mal wieder furchtbar eilig damit, in seine Pfeife zu blasen. Zwar bekamen die Pats den Ball an der eigenen 43, doch sie kamen nur zu einem Field Goal von Nick Folk. Der war vor zwei Wochen gefeuert worden, als er nach einer Blinddarmnotoperation im Krankenhaus lag, wurde aber Ende letzter Woche wieder verpflichtet.
Im nächsten Drive lief Patriots Wide Receiver Nkeal Harry mit dem Ball in die Endzone, doch ein Schiedsrichter wollte gesehen haben, daß Harry an der Drei der Chiefs aus dem Feld lief. Die Zeitlupe zeigte, daß Harrys Fuß noch im Feld war, aber New England hatte keine Möglichkeit mehr, einen Videobeweis anzufordern. So blieb die Fehlentscheidung stehen.
Und so blieb auch das Ergebnis von 23:16 für Kansas City stehen, das letztlich doch sehr glücklich war.
Da die Raiders von den Titans mit 42:21 aus dem eigenen Stadion gefegt wurden, haben die 9-4 Chiefs die Playoffteilnahme fest. Die 6-7 Raiders haben noch eine kleine Chance auf einen Wild Card Platz.

Die Titans haben 8-5 Siege, genau wie die Texans.
Houston ließ sich gestern von den 4-8 Broncos aus dem eigenen Stadion prügeln. Es scheint so, als hätte Denver mit Drew Lock vielleicht doch endlich den Quarterback für die Zukunft gefunden. Er kam auf 22 von 27 für 309 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Am Ende hatte er für einen so zu nicht erwarteten 38:24 Sieg beigetragen.
Houston und Tennessee spielen an den letzten drei Spieltagen noch zweimal gegeneinander.

Auch fest in den Playoffs sind die Ravens. Sie gewannen mit 24:17 knapper als erwartet in Buffalo, aber ein Sieg ist ein Sieg.
Baltimore steht jetzt bei 11-2 Siegen und ist Nr. 1 der AFC vor den 10-3 Patriots.
Buffalo hat 9-4 Siege und könnte New England noch den Divisionstitel streitig machen. Am 21. 12. um 22:30 Uhr spielen die Bills bei den Patriots.

Die Rams der Vorsaison sind zurück. Spät!
Vielleicht zu spät!
Nachdem Head Coach Sean McVay endlich kapiert hatte, daß es so ganz ohne Running Back Todd Gurley nicht klappt, setzte er endlich wieder verstärkt auf ihn. McVay wollte die angeschlagenen Knie Gurleys für die Playoffs schonen. Doch die Playoffs verschwanden in immer weiterer Ferne. Da war es Zeit, die Schonzeit zu beenden.
Gegen die Seahawks kam der Running Back gestern auf 79 Lauf und 34 Passyards. Damit wurde Quarterback Jared Goff endlich entlastet. Er kam auf 22 von 31 für 293 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Auch die Rams Defense hat endlich langsam die Qualität der Vorsaison erreicht. Sie hielt Quarterback Russell Wilson auf 22 von 36 für 245 Yard und 0 Touchdowns bei 1 Interception. Auch seine gefürchteten Läufe ließen die Rams nicht zu. Er erzielte nur 28 Yards auf dem Boden.
Seattle fiel auf 10-3 zurück und ist noch nicht fest in der Endrunde.
Die Rams stiegen durch den 28:12 Sieg auf 8-5, haben es aber schwer im Wild Card Rennen mitzuhalten. Sie spielen in der Nacht vom 21. auf den 22. 12. in San Francisco. Da muß man erst mal gewinnen.

Erst mal gewinnen muß man auch bei den Heimstarken Saints. Und das Spiel der 49ers in New Orleans gab einem den Glauben an die NFL zurück. Nach all den beschissenen Spielen in der Zuende gehenden Saison war dieses Highlight aber auch echt nötig.
Beide Teams hatten 10-2 Siege. Und wie zwei 10-2 Teams gingen sie auch aufeinander los. Beide Teams möchten gerne Heimrecht in den Playoffs haben. Und beide Teams bewiesen, daß sie ein Recht darauf haben.
Bei den Saints führte der alte Recke Drew Brees seine Truppe in die Schlacht, bei den 49ers war es der noch nicht so erfahrene Jimmy Garoppolo. Von ihm weiß man noch nicht, ob er wirklich schon zur Elite der Quarterbacks gezählt werden kann?
Doch dieses Spitzenspiel zeigte, daß man ihn langsam zu den Top Quarterbacks zählen sollte.
An einem Punkt des Spiels zählte man sechs Touchdownpässe der beiden Quarterbacks, und nur vier unvollständige Pässe. Das unterstreicht die Qualität dessen, was da auf dem Platz geboten wurde. Es gab 12 Touchdowns, von denen 10 Touchdownpässe waren.
Brees kam auf 29 von 40 für 349 Yards und 5 Touchdowns ohne Interception.
Garoppolo ließ sich mit 26 von 35 für ebenfalls 349 Yards und 4 Touchdowns bei 1 Interception auch nicht lumpen.
Ach wären doch mehr Spiele wie dieses, das bis in die letzte Sekunde spannend war.
53 Sekunden vor Schluß gingen die Saints durch einen 18 Yards Touchdownpass mit 46:45 in Führung.
Jetzt lag es an Jimmy Garoppolo, seine Qualitäten zu zeigen. San Francisco startete an der eigenen 25 und hatte noch drei Auszeiten zur Verfügung.
An der eigenen 33 mußte Garoppolo einen vierten Versuch und zwei verwandeln. Er passte auf seinen Ausnahme Tight End George Kittle, der 39 Yards erzielte und bis an die 28 der Saints kam.
Zwei Sekunden vor Spielende standen die 49ers an der 12 der Saints. Zeit das Wagnis einzugehen, einen der wackeligen Kicker das Field Goal zum Sieg treten lassen.
Das Wagnis zahlte sich aus. Robbie Gould traf aus 30 Yards und für die 49ers war alles Gould, was glänzt.
San Francisco kämpfte sich mit 11-3 Siegen an die Spitzenposition der NFC zurück, hat aber immer noch keinen Playoffplatz sicher. New Orleans fiel auf 10-3 Siege zurück, ist aber schon in der Endrunde, weil sie ihre Division bereits gewonnen haben. Die 49ers können immer noch von den 10-3 Seahawks überholt werden und müßte dann auf einen Wild Card Platz hoffen.
Da ist es dreifach bitter, wenn man zusehen muß, wie Flitzflusen wie die Cowboys oder die Eagles mit der Hälfte der Siege in die Playoffs kommen könnten, während man selber vielleicht ausscheidet.

Kurzberichte
Die Loser aus Miami und New York kamen gestern auf einen neuen NFL Rekord.
Während die Saints und die 49ers sich die Touchdowns um die Ohren hauten, reichte es bei den Jets und den Dolphins nur zu Field Goals.
Beim 22:21 Sieg der Jets hagelte es 10 verwandelte Field Goals, ein NFL Rekord.

Ravens Quarterback Lamar Jackson hat jetzt 1.017 Laufyards in dieser Saison erzielt.
Damit ist er erst der zweite Quarterback nach Michael Vick, der diese Marke erzielte. Vick kam 2006 auf 1.039 Yards.
Jackson wird diesen Wert in seinen letzten drei Spielen noch übertrumpfen.

Die Panthers gaben Shaq Thompson eine Vertragsverlängerung.
Der Linebacker unterschrieb für weitere vier Jahre und $54,2 Millionen. $28 Millionen davon sind garantiert.

Zur Kasse bitte
Die NFL bestrafte die Lions dafür, daß sie den Status von Quarterback Matthew Stafford vor dem Spiel gegen die Bears am 10. November nicht korrekt angegeben haben.
Der Club muß $75.000 zahlen. Head Coach Matt Patricia muß $25.000 zahlen und General Manager Bob Quinn noch $10.000.

Lions Safety Tavon Wilson muß $21.056 zahlen für einen unerlaubten Angriff auf Bears Quarterback Trubisky. Auf dem Platz wurde Wilson dafür nicht bestraft.

Carolina Panthers Special Teamer DeAndrew White, $28,075, unnötige Härte.

Redskins Linebacker Ryan Anderson, $28,075, unnötige Härte

Der Lazarettreport
Washington Redskins Running Back Derrius Guice, Bänderdehnung im Knie
Linebacker Ryan Kerrigan, Wade
Cornerback Quinton Dunbar, Oberschenkel .

Green Bay Packers defensive Lineman Montravius Adams (Übelkeit)

Tampa Bay Buccaneers Wideout Mike Evans, Oberschenkel
Quarterback Jameis Winston, kleiner Bruch in der Wurfhand

New Orleans Saints Tight End Jared Cook, Kopf
Defensive Tackle Sheldon Rankins, Knöchel .

San Francisco 49ers Pass Rusher Dee Ford, Oberschenkel
Center Weston Richburg (Knie/Knöchel).

New England Patriots Quarterback Tom Brady, rechter Ellenbogen.

Kansas City Chiefs Quarterback Patrick Mahomes, rechte Hand
Guard Andrew Wylie, Schulter

Miami Dolphins Wide Receiver DeVante Parker und Receiver Albert Wilson, Gehirnerschütterung

New York Jets Tight End Ryan Griffin III, Knöchel .
Running Back Bilal Powell (Knöchel)
defensive Lineman Quinnen Williams (Nacken)

Atlanta Falcons Cornerback Desmond Trufant, gebrochener Unterarm, Saison beendet
Wideout Calvin Ridley, Unterleibsschmerzen

Seattle Seahawks Running Back Rashaad Penny, Knie

Denver Broncos defensive End Dre'Mont Jones (Knöchel)
Tight End Noah Fant (Fuß)

Baltimore Ravens Wideout Chris Moore (Nervenquetschung)
Tight End Mark Andrews (Knie)
Cornerback Anthony Levine Sr. (Knöchel)

Detroit Lions defensive Tackle A'Shawn Robinson (Schulter)
Tackle Rick Wagner (Knie)

Jacksonville Jaguars Linebacker Jake Ryan, Oberschenkel
Wide Receiver D.J. Chark, Knöchel

Tennessee Titans Safety Kenny Vaccaro, Gehirnerschütterung

Arizona Cardinals defensive Tackle Rodney Gunter, Knöchel

Freitag, 6. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche 14  - Der Donnerstag
trubisky-mitch-xEins steht fest, die NFL blamiert sich, da sie es tatsächlich zuläßt, daß ein Team wie die Dallas Cowboys in die Playoffs einziehen kann (und vielleicht auch wird).
Es war eine Wiederholung des letzten Donnerstags. Dallas legte im ersten Drive los wie die Feuerwehr, und das war es dann. Danach erzielten die Bears 24 unbeantwortete Punkte. Es würde vielleicht helfen, wenn die Defense ab und zu mal einen Gegner stoppen könnte, wenn die Offense schon überhaupt nichts zustande bringt, aber sie kann es nicht.
Bears Quarterback Mitchell Trubisky (Bild) kam auf 23 von 31 für 244 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception.
Dak Prescott, der der felsenfesten Überzeugung ist, $40 Millionen im Jahr wert zu sein, kam auf 27 von 49 für 334 Yards und 1 Touchdown, blieb aber mal ohne Interception.
Running Back Ezekiel Elliott, der bestbezahlte Running Back aller Zeiten, blieb mal wieder unter 100 Yards (81 Yards).
David Montgomery von den Bears, der einiges weniger verdient, kam auf 86 Yards, dicht gefolgt von Quarterback Trubisky, der 63 Laufyards erzielte und von der Dallas Verteidigung nicht zu stoppen war. Sein längster Lauf war ein 23 Yards Touchdown.
Das Endergebnis von 31:24 für Chicago schmeichelt den Cowboys noch. Viel zu unterlegen waren sie den Bears.
Chicago hat jetzt 7-6 Siege und bleibt den Vikings und den Packers noch auf den Fersen. Doch die haben mit den Lions, bzw., den Redskins, leichte Aufgaben vor sich.
Dallas fiel auf 6-7 und kann nur hoffen, daß die von Eli Manning im Monday Night Spiel angeführten 2-10 Giants bei den 5-7 Eagles gewinnen.

Kurzberichte
Cowboys Defensive Tackle Antwaun Woods wurde am Dienstag verhaftet. Bei einer Verkehrskontrolle fanden Polizisten eine unerlaubte Menge Marihuana in seinem Wagen.

Nachdem nun wohl klar sein dürfte, daß die Browns durch die Verpflichtung von Wide Receiver Odell Beckham nicht automatisch zum Super Bowl Sieger werden können, sieht der sein Zukunft vielleicht nicht mehr in Cleveland.
Alle sind ja so enttäuscht in Cleveland, die Fans, die den Hype geglaubt haben, die Spieler, die den Hype zu spüren meinten, die Trainer, die hofften, daß es nicht nur ein Hype wäre, alle.
Und am Enttäuschsten scheint Beckham zu sein. Er hat wohl auch geglaubt, daß er alleine einen Fußabtreter zum Super Bowl Pelzmantel machen könnte.
Doch er er fing nur 4,75 Pässe pro Spiel für nur 67,1 Yards und hat lediglich zwei Touchdowns gefangen.
Und so krebst die Vorbereitungssaisonüberraschung mit nur 5-7 Siegen wie gewohnt erfolglos durch die Saison.
Und Beckham glaubt nicht, daß er sich das 2020 noch mal antun will.

Donnerstag, 5. Dezember 2019

Kurzberichte
garrett-jason2Heute Nacht spielen zwei 6-6 Teams gegeneinander. Doch die Ausgangssituationen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Dallas damit die schwache NFC East anführt und auf Playoffkurs ist, hat Chicago die 8-4 Vikings und die 9-3 Packers vor sich.
Die Bears sind damit meilenweit von den Playoffs entfernt. Rechnerisch sind sie natürlich noch im Wild Card Rennen, aber es müßte noch eine Menge positives für Chicago passieren, damit diese Rechnung aufgeht.
Ein Heimsieg heute wäre schon mal ein Anfang. Da kommen die Cowboys als Gegner gerade recht. Sie stehen zwar an der Spitze ihrer Division, sind aber meilenweit davon entfernt ein Spitzenteam zu sein.
Auf dem Papier wäre Dallas zwar der Favorit, aber Papier ist geduldig. Sie kommen mit der „lahmen Ente“ Head Coach Jason Garrett (Bild) ins Soldier Field Stadium, von dem man weiß, daß er die letzten Spiele als Chef der Cowboys vor sich hat.
Beide Teams sind mit sogenannten Stars gespickt. Beide Teams wissen diese Kräfte nicht gekonnt einzusetzen. Beide Teams sind in der Lage absolut unansehnlichen Football zu spielen. Das sollten sich dann eher doch nur Fans der Teams antun.

Zwar hat man in dieser Saison Probleme zu erkennen, wieso Adam Vinatieri nach seiner Karriere in die Hall of Fame aufgenommen werden sollte, und doch würden die Colts ihren Kicker vermissen, wenn er am Sonntag nicht spielen könnte.
Noch hat Indianapolis Chancen auf eine Playoffteilnahme, doch Niederlagen dürfen sie sich nicht mehr leisten.
Vinatieri hat Schmerzen in einem Knie und sein Einsatz ist fraglich.
Allerdings könnten die Colts Running Back Marlon Mack zurückbekommen. Er hat seine gebrochene Hand auskuriert. Gegen die schwache Defense der Buccaneers wäre er sehr hilfreich.

Auf die Frage, was Jameis Winston nach dieser Saison für eine Zukunft in Tampa Bay hat, bleibt Head Coach Bruce Arians einsilbig.
Zwar findet man den Quarterback mit 3.659 Passyards auf Platz zwei dieser Kategorie, doch das täuscht. Mit 20 Interceptions steht er ziemlich alleine in dieser Kategorie an der Spitze.
Auf Platz zwei steht Philip Rivers von den Chargers mit „nur“ 15 Interceptions.
Arians sagte dem Sender ESPN, daß er bis Ende Dezember warten würde, mit einer Entscheidung zu Winston.
Doch man kann davon ausgehen, daß die Nr. 1 der Draft 2015 nächstes Jahr woanders Fehlpässe in Serie werfen wird.

Monday Night Football... Giants at Eagles.
Es hätte schlimmer kommen können mit Giants at Redskins z.B.
Aber schlimm genug.
Für die Giants geht es um nichts mehr, für die Eagles noch um Alles.
Allerdings werden wir vielleicht Eli Manning noch einmal als Starter erleben können.
Rookie Quarterback Daniel Jones hat Knöchel und läuft mit einem Stützstiefel herum. Er kam in Woche drei für Manning auf den Platz und spielte seitdem als Starter, aber ohne großen Erfolg.

Die besten Spieler der Woche 13
AFC

OFFENSE: QB DESHAUN WATSON, HOUSTON TEXANS

DEFENSE: DE CARLOS DUNLAP, CINCINNATI BENGALS

SPECIAL TEAMS: K JASON SANDERS, MIAMI DOLPHINS

NFC
OFFENSE: QB JARED GOFF, LOS ANGELES RAMS

DEFENSE: DE CAMERON JORDAN, NEW ORLEANS SAINTS

SPECIAL TEAMS: P TRESS WAY, WASHINGTON REDSKINS

Mittwoch, 4. Dezember 2019

Kurzberichte
rivera-ronKurzen Prozeß machte Panthers Besitzer David Tepper mit seinem Head Coach. Nur ein paar Wochen, nachdem Tepper seiner Unzufriedenheit mit dem Tabellenstand seines Teams Ausdruck verliehen hatte, feuerte er Ron Rivera (Bild).
Und es war höchste Zeit. Nach einer überdurchschnittlichen Saison, die Carolina einen Super Bowl Auftritt brachte, war das Abschneiden der Panthers nur durchschnittlich. Zur Zeit krebsen sie bei 5-7 Siegen vor sich hin. Zu wenig für ein Spielzeug, daß Tepper sich vor nunmehr 19 Monaten schlappe 2,2 Milliarden Dollar hat kosten lassen. Schon letztes Jahr landete Carolina mit 7-9 Siegen auf der negativen Seite der Macht.
Die Niederlage gegen die Loser aus Washington letzte Woche, war dann wohl der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen brachte.
Secondary Coach Perry Fewell übernimmt den Head Coach Posten bis zum Saisonende.
Tepper will allerdings nicht die ganze Chefetage ausmisten. General Manager Marty Hurney soll bleiben. Ihm soll aber ein Assistenz General Manager zur Hand gehen.
Ron Rivera verläßt die Panthers mit drei NFC South Titeln, vier Playoffteilnahmen und zwei Trainer des Jahres Titeln. Seine S/NU Bilanz in seinen neun Jahren steht bei 76-63-1. In den Playoffs sind es 3-4 Siege. Doch seit das Team Tepper gehört holte Rivera nur 12 Siege bei 16 Niederlagen.

Tepper trennte sich also von dem Bremsklotz der Panthers, Jerry Jones hält an seinem weiter fest.
Doch ein Spruch des Cowboys Besitzers gestern in einem Interview machte Hoffnung, daß Head Coach Jason Garrett nächstes Jahr nicht mehr in Dallas seine Unfähigkeit unter Beweis stellen wird.
Jones sagte: „Ich bin sicher, daß Jason nächstes Jahr in der NFL ein Team coachen wird.“
Daraus könnte man als absoluter Optimist heraushören, bzw. lesen, daß Garrett nächstes Jahr irgendwo in der NFL coachen wird, aber nicht mehr in Dallas.

Bei den Giants meinte Co-Teambesitzer Steve Tisch, daß die Saison doch sehr frustrierend verlaufen wäre.
Mit 2-10 Siegen ist das tatsächlich so.
„Nach der Saison werden John Mara (der andere Mitbesitzer des Teams) und ich uns zusammensetzen, und die Zukunft diskutieren.“
Das klingt so, als könnte Head Coach Pat Shurmur sich schon mal einen neuen Job suchen. Vor dieser bisher 2-12 Saison lieferte er 2018 eine ebenso unterirdische 5-11 Saison ab. Erfolg sieht anders aus.

Des Einen Abfall kann des Anderen Glücksfall werden.
Die Cardinals setzten Cornerback Tramaine Brock auf die Transferliste und die Titans griffen zu.
Um Platz im Kader zu schaffen feuerte Tennessee Center Hroniss Grasu.

Und wieder können einige Teams ihre Playoffteilnahme bereits sichern. Um das im Einzelnen aufzudröseln, gibt es zu viele Szenarien, aber die Teams, die bereits in Woche 14 die Endrunde klarmachen können sind:
BALTIMORE RAVENS (10-2) (in Buffalo (9-3), Sonntag, 19:00 Uhr, CBS)

BUFFALO BILLS (9-3) (vs. Baltimore (10-2), Sonntag, 19:00 Uhr, CBS)

KANSAS CITY CHIEFS (8-4) (in New England (10-2), Sonntag, 22:25 Uhr, CBS)

NEW ENGLAND PATRIOTS (10-2) (vs. Kansas City (8-4), Sonntag, 22:25 Uhr, CBS)

SAN FRANCISCO 49ERS (10-2) (in New Orleans (10-2), Sonntag, 19:00 Uhr, FOX)

SEATTLE SEAHAWKS (10-2) (in L.A. Rams (7-5), Sonntag auf Montag, 02:20 Uhr, NBC)

Und da sind ja noch die Teams, die sich berechtigte Hoffnungen auf die Playoffs machen. Zu denen gehören die Steelers, die sich eine Wild Card holen können. Und im Endspurt der Saison setzen sie auf Quarterback Devlin Hodges, der beim Sieg gegen die Browns eine recht gute Leistung ablieferte, jedenfalls eine bessere, als Mason Rudolph.

Ist die Ansetzung der Playoffspiele gerecht?
Diese Frage stellt sich jedes Jahr, denn jedes Jahr müssen Teams, die eine besser S/N Bilanz haben bei einem Team mit einer schlechteren Bilanz antreten.
Dieses Jahr wird es wohl auch wieder so kommen. Die Cowboys und die Eagles weigern sich beharrlich zu siegen, um die NFC East zu gewinnen. Dallas führt die Division mit 6-6 Siegen an, wäre aber Gastgeber eines Teams mit wenigstens acht Siegen. Es könnte momentan sogar San Francisco mit bisher 10 Siegen sein. Zwar hat Dallas ein leichtes Restprogramm mit Spielen gegen Chicago, L.A. Rams, Philadelphia und Washington, und wird noch auf einige Siege kommen, aber wir gehen ja vom jetzigen Stand aus.
Das ist in der NFL nun mal so. Ein Divisionssieger ist Gastgeber in einem Wild Card Spiel, auch wenn die Gastmannschaft in der Saison mehr Siege erzielt hat. Die NFL setzt den Gewinn einer Division höher an, als den Gesamtpunktestand.
Und obwohl diese Regelung auch dieses Jahr wieder für wilde Diskussionen sorgen wird, wird es so bleiben, auch wenn es nicht richtig ist.

Und das Power Ranking sieht nach Woche 13 so aus:
1. Ravens ( Vorwoche 1)

2. Saints (4)

3. Seahawks (5)

4. 49ers (3)

5. Texans (7)

6. Patriots (2)

7. Packers (6)

8. Chiefs (8)

9. Bills (12)

10, Vikings (9)

Unten sieht es wie folgt aus:
29. Cardinals (24)

30. Jaguars (25)

31. Bengals (32)

32. Giants (31)
 

Der Lazarettreport
Die Cowboys werden auch im Thursday Night Spiel in Chicago auf Leighton Vander Esch verzichten müssen. Der Linebacker hat weiterhin Nackenschmerzen.

Die Jets setzten Linebacker C.J. Mosley mit einer Leistenverletzung auf die Verletztenliste.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche 13 - Der Montag
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Es ging um sehr viel im Monday Night Spiel, und beide Teams zeigten, was sie drauf haben. Es war ein echtes Spitzenspiel zwischen den 8-3 Vikings und den 9-2 Seahawks.
Und es gab mal wieder eine Szene, die man so noch nicht sehr oft gesehen hat, wenn überhaupt.
Seahawks Quarterback Russell Wilson (Bild) warf bei einem 2. und neun an der eigenen 22 einen Pass, der abgeklatscht wurde und wieder in seine Richtung zurückflog. Wilson tat, was man als Quarterback in so einer Situation machen soll, er versuchte den Ball zu Boden zu schlagen. Doch er schlug ihn genau in die Arme von Safety Anthony Harris, der damit in die Endzone lief.
Zur Pause stand es 17:10 für Minnesota. Doch im dritten Viertel sah es so aus, als würden die Vikings die Kräfte verlassen.
Nachdem Running Back Dalvin Cook bei einem Lauf durch die Mitte den Ball verlor, und die Vikings Cook mit einer Schulterverletzung verloren, schienen sie zunächst in Schockstarre zu verfallen.
Das gab sich wieder, aber da war es schon zu spät. Seattle ging mit einer 27:17 Führung ins letzte Viertel. Diese Führung gaben sie nicht mehr her, auch wenn es am Ende noch eng wurde.
Die Partie, in der es um so viel ging, ging mit 37:34 an Seattle. Sie hatten den Ball für 39:45 Minuten, Minnesota nur für 20:15.
Vikings Quarterback Kirk Cousins kam auf 22 von 38 für 276 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception. Er versucht immer noch, sein erstes Monday Night Spiel zu gewinnen. Auch im achten Versuch hatte er keinen Erfolg.
Russell Wilson kam auf 21 von 31 für 240 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
So ähnlich wie die Statistiken der Quarterbacks aussehen, verlief auch das Spiel, das in jeder Phase gut und spannend war.
Durch Seattles Sieg stiegen sie auf 10-2 Siege und schwupp machten sie die 10-2 49ers zu einem Wild Card Team. Die 49ers spielen in Woche 17 in Seattle.
Minnesota fiel auf 8-4 und verlor Boden auf die 9-3 Packers.

Das Playoff-Szenario
NFC

1. New Orleans Saints (10-2): NFC South Champions. Sie sind als bisher einziges Team fest für die Playoffs gebucht.

2. Seattle Seahawks (10-2): NFC West Leader.

3. Green Bay Packers (9-3): NFC North Leader.

4. Dallas Cowboys (6-6): NFC East Leader.

5. San Francisco (10-2): Wild Card Nr. 1.

6. Minnesota Vikings (8-4): Wild Card Nr. 2.

AFC
1. Baltimore Ravens (10-2): AFC North Leader.

2. New England Patriots (10-2): AFC East Leader.

3. Houston Texans (8-4): AFC South Leader.

4. Kansas City Chiefs (8-4): AFC West Leader.

5. Buffalo Bills (9-3): Wild Card Nr. 1.

6. Pittsburgh Steelers (7-5): Wild Card Nr. 2.

Kurzberichte
Neues von der AKK
Die akute Kickerkrise geht weiter und weiter.
Nachdem sie den im Krankenhaus liegenden, am Blinddarm notoperierten Kicker Nick Folk, die Kündigung ans Krankenbett schickten, verpflichteten die Patriots Kai Forbath.
Der verschoß gegen die Texans einen Extrapunkt, und ist jetzt auch wieder arbeitslos.
Die Patriots stehen zur Zeit ohne Kicker da und suchen.
Gesucht haben auch die Cowboys. Sie wollten Brett Maher ersetzen und luden einige Kicker zum Probetraining ein, Nick Rose, Tristan Vizcaino, und Austin MacGinnis, von den Dallas Renegades aus der demnächst startenden und kurz lebenden XFL.
Am Ende blieben die Cowboys dann doch bei Maher.

Die Dolphins verlängerten den Vertrag von Eric Rowe bis zum Ende der Saison 22.
Der Defensive Back erhält dafür $18 Millionen von denen $7 Millionen garantiert sind.

Nach drei grauenvollen Spielen nach seiner überstandenen Schulteroperation, muß der $88 Millionen Quarterback Nick Foles wieder auf der Bank Platz nehmen.
Die Jaguars setzen wieder auf Gardner Minshew, der Foles gar nicht mal so schlecht ersetzt hatte.

Montag, 2. Dezember 2019

Die NFL 2019 - Woche  13 - Der Sonntag
brady-tom-sb52Gestern wurde so einiges klargestellt.
Die Texans stellten klar, daß die Patriots es nur mit der Defense nicht weit bringen werden. Quarterback Tom Brady (Bild) kritisiert ja seit einigen Spielen, daß bei New England nur die Defense und die Special Teams funktionieren. Doch wenn die Offense Teil des Problems ist, und Tom Brady Teil der Offense ist, dann liegt es wohl auch an ihm, daß es bei den Patriots zur Zeit hakt.
Gestern kam er auf 24 von 47 für 326 Yards, 3 Touchdowns 1 Interception.
Wide Receiver Julian Edelman fing 106 dieser Yards. Und obwohl diese Statistiken gar nicht mal schlecht aussehen, sah das, was da auf dem Platz passierte furchtbar aus.
Da reichte es, daß Deshaun Watson von den Texans auf 18 von 25 für 234 Yards und 3 Touchdowns kam, um die Patriots von Platz 1 der AFC zu vertreiben.
Houston konnte  mit 28:22 Sieg den Platz 1 der AFC South verteidigen. Sie bleiben mit 8-4 Siegen oben. Verfolgt werden sie jetzt primär von den Titans, die das Verfolgerduell gegen die Colts überzeugend mit 31:17 gewannen und 7-5 Siege haben.
Das Ergebnis von 28:22 sieht übrigens knapper aus, als der Spielverlauf tatsächlich war. Die Patriots sahen über weite Strecken nur wie eine Sättigungsbeilage aus, die niemand bestellt hatte.
Obwohl sie 10-2 Siege haben, zogen die Ravens an ihnen vorbei auf Platz 1 der AFC.

Im vorweggenommenen Super Bowl, wie das Spiel der 49ers gegen die Ravens betitelt wurde, ging es spannend zu, aber leider im strömenden Dauerregen, nicht hochklassig.
31 der 37 Punkte des Spiels fielen in der ersten Halbzeit. Danach zeigte sich, daß beide Teams recht gute Verteidigungen haben, wobei natürlich auch das Wetter verhinderte, daß mehr Punkte erzielt werden konnten.
Hätte Baltimore nicht einen Quarterback, der mehr Laufyards erzielt als so mancher Running Back, dann wäre das Team nicht da oben an der Spitze der AFC.
Mit einer Passbilanz von 14 aus 23 für magere 105 Yards und 1 Touchdown lief es in dieser Kategorie sehr schlecht. Doch seine 101 Laufyards und ein weiterer Touchdown waren der Garant für den Sieg.
Jimmy Garoppolo von den 49ers kam auf 15 von 21 für 165 Yards und 1 Touchdown, steuerte allerdings nur lausige 5 Laufyards bei.
Den Niners half es leider nicht, daß Running Back Raheem Mostert mit 146 Laufyards die beste Leistung seiner jungen Karriere erzielte.
Leider war es wieder ein Fehlschuß, der maßgeblich zum Ergebnis beitrug. Doch bedenkt man das furchtbare Wetter, kann man 49ers Kicker Robbie Gould nicht allzu böse sein, daß sein Kick aus 51 Yards geblockt wurde.
Baltimore gewann 20:17.
Die 49ers fielen auf 10-2 Siege zurück, die Ravens stiegen auf 10-2 und zogen an New England vorbei.
Baltimore machte den Eindruck, als wären sie das Team, das man schlagen muß, wenn man den Super Bowl gewinnen möchte.
Die Patriots dagegen mutierten zu einem Team, das man sich in den nächsten Spielen wünscht, wenn man dringend noch einen Sieg braucht.

Noch etwas wurde klargestellt. Keiner will die miese NFC East gewinnen.
Nachdem die Cowboys schon am Donnerstag Opfer der AFC East Bills wurden, erwischte es am Sonntag die 5-6 Eagles. Sie traten bei den gar nicht mal so guten 2-9 Miami Dolphins aus der AFC East an und wurden böse verhauen.
Die 6-6 Cowboys hätten durch einen Sieg Philadelphias, der ja eigentlich nur Formsache war, von Platz eins verdrängt werden können. Doch es kam ganz anders.
Miami hatte einen famosen Tag erwischt und Quarterback Ryan Fitzpatrick einen noch famoseren. Er kam auf 27 von 39 für 365 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception. Und diesen Interception warf er direkt im ersten Spielzug. Fitzpatrick wurde der erste Quarterback der NFL, der mit sieben verschiedenen Teams Touchdownpässe gegen ein einziges Team, die Eagles, geworfen hat. Ist viel rumgekommen, der Mann.
Und als ein Team, das nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren hat, wagte Miami auch einiges. Zwei Touchdowns erzielten sie in vierten Versuchen.
Eagles Quarterback Carson Wentz hatte wahrhaftig auch keinen schlechten Tag mit 28 von 46 für 310 Yards und 3 Touchdowns bei 1 Interception. Und während Fitzpatrick keine Unterstützung durch ein Laufspiel hatte, 31 Yards von Albert Wilson, hatte Wentz diese Hilfe. Miles Sanders kam auf 83 Yards.
Doch am Ende reichte es Miami zu einem knappen 37:31 Sieg. Und die Eagles bleiben mit 5-7 Siegen weiter hinter Dallas.

Und die Chiefs stellten dann mal glasklar klar, wer die AFC West beherrscht.
Nachdem die Raiders sich in den letzten Woche heimlich, still und leise mit 6-5 an die 7-4 Chiefs herangeschlichen hatten, wurde gestern für Klarheit gesorgt.
Kansas City gewann locker mit 40:9 und zeigte den Emporkömmlingen, wer die Chefs sind.

Nur so nebenbei... Es gibt kein Team mehr ohne Sieg.
Die Bengals hauten die Jets mit 22:6 weg.

Flex
Die NFL machte das Spiel der Bills in Pittsburgh in Woche 15 zum Sunday Night Spiel.
Vikings gegen Chargers, das ursprünglich dort angesetzt war, wurde auf 22:05 Uhr verlegt.

Der Lazarettreport
Leider können die Vikings auch in der kommenden Nacht nicht auf Adam Thielen zählen. Der Wide Receiver ist immer noch am Oberschenkel verletzt.

Und was passierte gestern?
Cleveland Browns Quarterback Baker Mayfield, Prellung an der Wurfhand

Carolina Panthers Tight End Greg Olsen, Gehirnerschütterung.

Washington Redskins Wide Receiver Trey Quinn, Gehirnerschütterung
Tackle Morgan Moses, Rücken
Linebacker Montez Sweat, Quadrizeps

Miami Dolphins Running Back Kalen Ballage, Bein
Linebacker Jerome Baker, Brust

Indianapolis Colts Wide Receiver Chester Rogers, Knie
Cornerback Kenny Moore, Knöchel

Tennessee Titans Cornerback Adoree Jackson, Knie
Linebacker Daren Bates, Schulter

Tampa Bay Buccaneers Cornerback Jamel Dean, Schulter

Jacksonville Jaguars Cornerback D.J. Hayden, Nacken

New York Jets Cornerback Arthur Maulet, Knöchel

San Francisco 49ers Safety Jaquiski Tartt, Rippen
Defensive Tackle D.J. Jones, Knöchel

New York Giants Cornerback Cory Ballantine, Gehirnerschütterung

Green Bay Packers defensive Lineman Tyler Lancaster, Nacken

Denver Broncos Linebacker Jeremiah Attaochu, Bein
Guard Ron Leary, Gehirnerschütterung

Kansas City Chiefs Running Back Darrel Williams, Oberschenkel
defensive End Frank Clark, Schulter
Cornerback Rashad Fenton, Oberschenkel

Houston Texans Running Back Taiwan Jones, Oberschenkel

New England Patriots Center Ted Karras, Knie

Sonntag, 1. Dezember 2019

Kurzberichte
garoppolo-jimmy-49ers-2Es wird grauenvoll. Zumindest das Wetter beim Spiel der 49ers bei den Ravens.
Daß das Spiel auch das Potential hat grausam zu werden, ist nicht von der Hand zu weisen.
Der Wetterbericht sagt eine 100% Chance auf Regen voraus mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 Stundenkilometern. Bei diesem Spiel werden beide Teams nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen das Wetter antreten müssen.
Das spricht gegen ein ansehnliches Paßspiel. Niners Quarterback Jimmy Garoppolo (Bild) wird es schwer haben, so aufzutrumpfen, wie bisher.
Das kommt natürlich den läuferischen Qualitäten von Ravens Quarterback Lamar Jackson voll zu gute. Er wird auftrumpfen können.
Aber auch San Francisco kann Laufspiel, wenn es sein muß. Und heute Abend wird es wohl sein müssen. Daß die 49ers in Dreckswetter gewinnen können, haben sie in dieser Saison bereits bewiesen. Beim Spiel gegen die Redskins in Landover, Maryland, gewannen sie im strömenden Regen 9:0. Aber das waren die Redskins. Qualitätsmäßig besteht zwischen den Redskins und den Ravens ein Abgrund, der tiefer ist als der Marianengraben.
Auch wenn das Spiel heute Abend das Etikett „Super Bowl Vorschau“ angeheftet bekam, würde ich davon abraten, zu viel von dem Match zu erwarten.

Das war doch mal ein nettes Geburtstagsgeschenk.
Am Freitag hatte Browns Head Coach Freddie Kitchens Geburtstag, und seine Tochter schenkte ihm ein Shirt mit dem Aufdruck: „Pittsburgh hat angefangen“.
Kitchens zog das Geschenk natürlich an, und in der heutigen Zeit der sozialen Netzwerke, machte ein Foto davon im Netz natürlich schnell die Runde.
In Pittsburgh war man nicht erfreut.
Aber was hätte Kitchens machen sollen? Ein von der Tochter geschenktes Shirt muß man eben auch anziehen. Auch wenn die Browns heute Abend wieder gegen die Steelers spielen.
Hitziger, als die Situation eh schon ist, kann es ja nicht werden.

Wide Receiver Terrelle Pryor ist momentan ohne Team.
Am Samstag geriet er mit seiner Freundin Shalaya Briston in einen handfesten Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung stach Briston Pryor mit einem Messer und verletzte ihn schwer.
Der Wide Receiver wurde ins Krankenhaus gefahren, seine Freundin verhaftet. Doch auch gegen Pryor wurde anzeige wegen einfacher Körperverletzung erstattet.

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