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Samstag, 29. Dezember 2018

Kurzberichte
stafford-matthewIn Detroit kam das Gerücht auf, daß Quarterback Matthew Stafford (Bild) demnächst an ein anderes Team abgegeben werden soll.
Stafford hat erst 2017 einen neuen Vertrag für fünf Jahre und $135 Millionen unterschrieben. Und er würde gerne weiter für die Lions spielen, sagte er.
Seine Karriere in Detroit begann nicht vielversprechend. Er war öfter verletzt, als er spielte.
Das gab sich und Stafford wurde zu dem guten Quarterback, den man sich erhofft hatte, als man ihn einberief. Doch leider hatte er nie das Privileg in einer guten Mannschaft zu spielen.
Egal wie gut er spielte, die Lions fanden viel zu oft einen Weg, ein Spiel zu verlieren.
Seine Statistik seit 2009 bis zum vorletzten Spiel 2018: 3.352 Vervollständigungen von 5.373 Pässen für 38.260 Yards, 235 Touchdowns, 129 Interceptions.

 

Teddy Bridgewater soll doch starten.
Saints Head Coach Sean Payton sagte, daß der Ersatz Quarterback von Anfang an spielen wird.
Drew Brees wird seine Jagd auf den MVP Titel nicht fortsetzen können.

Die Jets gaben Wide Receiver Quincy Enunwa eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und $36 Millionen.

Bills Defensive Tackle Kyle Williams wird nach 13 Jahren seine NFL Karriere beenden.

Adrian Peterson möchte gerne in Washington bleiben.
Der Running Back hatte eine gute Saison für die Redskins. Das war nach seinen schlechten Leistungen 2017 zunächst für die Saints, dann für die Cardinals, nicht wirklich zu erwarten.
Peterson erzielte zum achten Mal mehr als 1.000 Laufyards in einer Saison. Er wurde der fünfte Spieler der NFL, der mit über 33 Jahren eine Tausendyardssaison schaffte.
Er steht aktuell auf Platz sechs der Running Backs in dieser Saison mit 1.042 Yards und sieben Touchdowns aus 247 Läufen.
Head Coach Jay Gruden ist nicht abgeneigt, Peterson eine weitere Saison zu verpflichten. Doch wird Gruden noch eine weitere Saison Head Coach der Redskins sein?

Das lustige Trainerfeuern steht an
Kann Ron Rivera von der Liste der Cheftrainer gestrichen werden, die am Montag gefeuert werden?
Der Head Coach der Panthers glaubt nicht, daß er gehen muß. Er hätte sehr gute Gespräche mit dem Teambesitzer geführt, sagte Rivera in seiner Pressekonferenz.
Die Saison sah Anfangs recht gut aus für Carolina. Doch nach 6-2 Siegen begann eine Niederlagenserie. Ron Rivera wurde von einem möglichen Head Coach des Jahres zu einem Entlassungskandidaten.
Man vermutet, daß sich Quarterback Cam Newton in einer Niederlage in einem Donnerstagsspiel gegen Pittsburgh, eine hartnäckige Schulterverletzung zuzog, die ihn von da an behinderte.
Rivera ist 70-56-1 mit den Panthers. Dieses Jahr werden sie mit bisher 6-9 Siegen zum zweiten Mal die Playoffs verpassen unter Rivera.
Listen wir mal auf, wer sonst noch so seinen Job am Montag verlieren könnte, sollte, müßte:
Brandheiß ist es unter den Stühlen von
Todd Bowles, Jets
Vance Joseph, Broncos
Steve Wilks, Cardinals

Etwas kühler, aber immer noch heiß ist es unter den Stühlen von
Marvin Lewis, Bengals, wobei er vor der Saison selber schon gesagt hat, daß dies seine letzte Saison bei den Bengals wäre.
Dirk Koetter, Buccaneers
Adam Gase, Dolphins

Es schwelt unter den Stühlen von
Jay Gruden, Redskins
Mike Tomlin, Steelers

Der Lazarettreport
Wer kann definitiv nicht spielen am Sonntag?
Rams: Running Back Todd Gurley, Knie

Steelers: Kicker Chris Boswell wurde mit einer nicht näher bezeichneten Verletzung auf die Verletztenliste gesetzt. Pittsburgh verpflichtete Rookie Kicker Matt McCrane als Ersatz.

Giants: Wide Receiver Odell Beckham, Quadrizeps
Defensive End Mario Edwards (Wade), Linebacker Alec Ogletree (Gehirnerschütterung), Tight End Rhett Ellison (Gehirnerschütterung) und Receiver Russell Shepard (Knöchel)

Jaguars: kicker Josh Lambo (Leiste), Cornerback A.J. Bouye (Zeh) und offensive Tackle Josh Wells (Gehirnerschütterung)

Jets: Cornerback Morris Claiborne (Schulter/Knöchel), Wide Receiver Quincy Enunwa (Knöchel) und Wide Receiver Jermaine Kearse (Achilles)

Bengals: Wide Receiver Tyler Boyd (Knie), Linebacker Jordan Evans (Knöchel) und Cornerback Dre Kirkpatrick (Schulter) wurden auf die Verletztenliste gesetzt
Linebacker Vontaze Burfict (Gehirnerschütterung) und Cornerback Tony McRae (Oberschenkel)

Browns: Cornerback Denzel Ward (Gehirnerschütterung)

Panthers: defensive Tackle Kawann Short (Wade) und Right Guard Trai Turner (Knöchel)

Vikings: Wide Receiver Chad Beebe (Oberschenkel), Full Back CJ Ham (Ellenbogen), Linebacker Eric Kendricks (Oberschenkel) und Cornerback Marcus Sherels (Fuß)

Eagles: Linebacker D.J. Alexander (Oberschenkel), Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel), Guard Isaac Seumalo (Brustmuskel), Wide Receiver Mike Wallace (Knöchel) und Quarterback Carson Wentz (Rücken)

Raiders: Defensive Back Montrel Meander (Quadrizeps)

Colts: Center Ryan Kelly (Nacken) und Wide Receiver Daurice Fountain (Knöchel)

49ers: Running Back Matt Breida (Knöchel) und Wide Receivers Marquise Goodwin (Wade) und Dante Pettis (Knie)

Chiefs: Receiver Sammy Watkins (Fuß)

Lions: defensive Tackle A'Shawn Robinson (Knie), Cornerback DeShawn Shead (Knie) und Tight End Luke Willson (Gehirnerschütterung)

Saints: offensive Tackle Terron Armstead (Brustmuskel) und Guard Larry Warford (Knie)

Cowboys: defensive End David Irving (Knöchel)

Win-Football: Der fleißige Schreiber Dave, nicht näher bezeichnete Krankheit. Er fällt bis nächstes Jahr aus.
Am Mittwoch, 2. Januar, wird er hoffentlich wieder aktiv werden können.

Freitag, 28. Dezember 2018

Kurzberichte
patricia-matt
Matt Patricia (Bild) hat seine Rookie Head Coach Saison in Detroit in den Sand gesetzt. Von den hochfliegenden Plänen vor der Saison ist nichts mehr übriggeblieben.
Jim Caldwell wurde nach zwei 9-7 Saisons in Folge gefeuert. Patricia steht vor Spiel 16 bei 5-10.
Ob er jetzt Angst hat, ein Eintags- Head Coach zu sein, wurde er von einer Detroiter Tageszeitung gefragt?
„Nein,“ meinte Patricia. Er hätte jede Woche mit der Teambesitzerin gesprochen und sie hätte nichts in der Richtung gesagt, daß sein Job nach seiner ersten Saison sofort wieder beendet wäre.
Die Lions gaben General Manager Bob Quinn und Head Coach Matt Patricia Fünfjahresverträge. Beide kommen von den Patriots und irgendwie hoffte man bei den Lions wohl, daß durch ihre Verpflichtungen die Patriots 1.2 entstehen könnten.
Doch die Spieler meuterten. Sie waren unter Caldwell nur eine lasche Führung und sanfte Trainingsmethoden gewohnt. Als Patricia die Methoden von Bill Belichick einführte, waren die Spieler geschockt. Anstrengen beim Training? Was soll das denn?
Und von Patricia heißt es, daß er selber seinen Job nicht ernst genug nimmt. Er soll ständig zu spät zum Training und zu Besprechungen kommen.
Jetzt wird es spannend zu sehen, ob Patricia eine weitere Saison in Detroit bleibt?
Immerhin ist es keine leichte Aufgabe, ein Team umzugestalten. Und genau deshalb haben Patricia und Quinn ja Fünfjahresverträge bekommen.

Antonio Brown hat ein „S“ an seinen Namen angehängt.
Die Steelers können nicht mehr aus eigener Kraft in die Playoffs kommen. Sie brauchen die Hilfe der Browns dazu. Deshalb heißt der Wide Receiver der Steelers im letzten Spiel der Saison Browns und nicht nur Brown.
Und selbst, als Cleveland unter Head Coach Hue Jackson noch der absolute Lachschlager der Liga war, haben sie den Ravens immer wieder das Leben schwer gemacht.
Unter Head Coach Gregg Williams ist es durchaus möglich, daß Cleveland Baltimore schlägt.
Pittsburgh muß zeitgleich die Bengals schlagen, was nun wirklich kein großes Problem sein dürfte.
Die AFC North ist noch nicht gewonnen. Wenn die Ravens allerdings gegen Cleveland gewinnen, ist für Pittsburgh alles gelaufen. Dann nutzt ihnen auch ein eigener Sieg gegen die Bengals nichts mehr.
Deshalb sind alle Steelers Fans am letzten Spieltag Fans des Divisionsrivalen aus Cleveland.

Eric Weddle wird sich gegen die Browns voll reinhängen.
Der Safety hat eine Million Gründe dafür. Wenn die Ravens die Playoffs erreichen, dann steht ihm ein Bonus über $1 Million zu.
Der wurde ihm in den Vertrag geschrieben, wenn er A) in den Pro Bowl gewählt wird und B) die Ravens die Playoffs erreichen.
A) ist schon mal OK, Weddle wurde in den Pro Bowl gewählt.
Auf zu B).
Doch, so meinte Weddle, er würde die Million sofort gegen eine Playoffteilnahme eintauschen.

Teddy Bridgewater bereitet sich auf ausgiebige Einsatzzeit gegen die Panthers vor.
Der Ersatz Quarterback der Saints, der in Minnesota einst Hoffnungsträger war, bevor er sich schwer am Knie verletzte, wird nicht starten, aber Drew Brees wird geschont werden.
Wie lange Bridgewater spielen wird, das steht noch nicht fest.
Brees ist dick im Rennen um den MVP der Saison. Da würden 2-3 weitere Touchdownpässe in diesem, für beide Teams völlig bedeutungslosen Spiel, bestimmt helfen.

Wann auch immer die Saints ihr letztes Spiel der Saison 2018/19 spielen, es wird das letzte Spiel für Benjamin Watson sein.
Der Tight End wird seine Karriere beenden.
Als Rookie hat er einen Super Bowl gewinnen können, wird er seine Karriere auch mit einem Super Bowl Sieg beenden?
Watson spielte zunächst sechs Jahre für die Patriots. Dann wechselte er zu den Browns und den Ravens, bevor er 2015 nach New Orleans ging.

Auch völlig bedeutungslos ist das Spiel der Cowboys bei den Giants. Doch Ezekiel Elliott will nicht geschont werden.
Der Running Back ist der Meinung, daß er im Rhythmus bleiben sollte. Deshalb möchte er spielen.
Und auch die anderen Starter sollten eingesetzt werden, damit man im Fluß bleibt für das Wild Card Heimspiel, meint Elliott.
Für Elliott geht es auch in der Statistik um nichts mehr. Mit 1.434 Laufyards ist er die Nr. 1 der Liga und die Nr. 2, Todd Gurley ist mit 1.251 Yards recht weit hinter ihm und wird vielleicht gar nicht spielen können.
Dieser Titel ist also in trockenen Tüchern.
Doch so ein Sieg in den Playoffs, der wäre mal ganz nett für die Cowboys und ihre Fans.

Ryan Tannehill möchte seine Karriere als Dolphin beenden.
Könnte die Karriere des Quarterbacks denn dann nach dem Spiel gegen die Bills Zuende sein?
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, daß Tannehill seine letzte Saison in Miami absolviert haben dürfte.
2012 wurde er in der Draft an achter Stelle eiberufen, und in Miami hatte man große Hoffnungen. Sie wurde grob enttäuscht. Tannehill ist bestenfalls Durchschnitt mit Tendenz nach unten.
Wenn die Dolphins Tannehill feuern, sparen sie $13,18 Millionen unter der Gehaltsobergrenze.
2019 müßten sie ihm sogar $26 Millionen zahlen, eine völlig utopische Summe für so eine unbeständige Flitzfluse.

Die Chiefs und Damien Williams wurden sich einig.
Der Running Back übernahm eine tragende Rolle, nachdem Kareem Hunt gefeuert wurde, und Spencer Ware sich verletzte. Und diese tragende Rolle trug ihm eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre und $8,1 Millionen zu.
In jedem seiner zwei Spiele erzielte er über 100 Yards von der Scrimmageline, also Pass und Laufspiel zusammengerechnet.
Nach der Saison wäre Williams ein Free Agent geworden.

Der Lazarettreport
Titans: Quarterback Marcus Mariota hat gestern leicht trainiert. Sein Einsatz im Alles oder Nichts Spiel ist aber immer noch fraglich.

Colts: Tight End Eric Ebron konnte nicht voll trainieren. Er wird mit einer Gehirnerschütterung und einer Knieverletzung gelistet.
Wide Receiver TY Hilton, Knie, konnte gar nicht trainieren.

Steelers: Wide Receiver Antonio Brown(s) hat zweimal in Folge wegen eines schmerzenden Knies nicht trainieren können. Sein Einsatz soll aber nicht gefährdet sein.

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Kurzberichte
pagano-chuck3Zwei ehemalige Head Coaches der Colts stehen auf dem Wunschzettel der Packers. Sie führen Gespräche mit Jim Caldwell und Chuck Pagano (Bild).
Während Pagano bisher nur in Indianapolis coachte (2012-17, 53-43 Siege in der Saison, 3-3 in den Playoffs), coachte Caldwell nach seiner Zeit dort (2009-11, 26-22 Siege in der Saison, 2-2 in den Playoffs) auch noch in Detroit (2014-17, 36-28 in der Saison, 0-2 in den Playoffs) als Head Coach.
Zwar brachte er die Lions zweimal in die Playoffs, aber überzeugen konnten sie nicht.

Tom Brady will 2019 „absolut“ spielen.
Erkennbar ist aber, daß seine Leistungskurve nach unten geht. Die 126 Passyards und 2 Interceptions letzten Sonntag gegen Buffalo waren eines der schlechtesten Spiele des 41-jährigen.
Die Playoffs haben die Patriots nur deshalb erreicht, weil die anderen Teams in der AFC East einfach schlechter als sie sind.
Nach Jahren, in denen sie in der Wild Card Runde spielfrei hatten, könnte sie dieses Schicksal dieses Jahr ereilen. Gut, sie müßten gegen die Jets verlieren, um in der WC Runde antreten zu müssen, und wer verliert schon gegen die Jets?
Bradys Niedergang ist nicht alleine ihm anzulasten. General Manager und Head Coach haben nichts getan, um ihm gute Receiver zur Seite zu stellen.
Edelman war lange suspendiert und Gronkowski hat noch selten eine verletzungsfreie Saison gespielt. So mußte Brady länger als gewohnt auf die Sicherung durch seine Linespieler hoffen, um freie Receiver zu finden. Das hat ihm nicht gefallen. So viel Druck, wie dieses Jahr auf ihn ausgeübt wurde, ist er nicht gewohnt, und man sieht ihm die „Furcht“ an.
Und doch möchte er 2019 spielen, weil er immer noch eine Menge Spaß hat. Erst wenn dieser Spaß weg ist, will der GOAT aufhören.

Case Keenum hat in dieser Saison nicht beweisen können, daß er zu den guten Quarterbacks gehört. Doch das letzte Saisonspiel möchten er und sein Team für Head Coach Vance Joseph gewinnen.
Der Head Coach der der Broncos sieht einem schwarzen Montag entgegen. Nach der Horrorvorstellung gegen die Raiders letzten Montag hätte er eigentlich sofort gefeuert werden müssen.
In zwei Jahren in Denver gewann Joseph 11 Spiele und verlor 20. Eine weitere Niederlage könnte am Sonntag gegen die Chargers noch dazukommen.
Die Spieler, so heißt es, würden an Joseph glauben. Sie würden gerne mit ihm weitermachen.
Das sagt eine Menge über die Mentalität dieser Mannschaft, die dieses Jahr die zweite negative Saison in Folge abschließen wird. Man muß lange zurückgehen, um zu sehen, wann die Broncos zuletzt in zwei Saisons in Folge zu den Losern gehörten. 1971 und 72 war das der Fall.
Dabei waren die Broncos nach einem 3-6 Start auf einem guten Weg. Sie gewannen drei Spiele in Folge und standen bei 6-6.
Als nächste Gegner warteten die 49ers, Browns und Raiders, die zusammengenommen kein ausgeglichenes S/N Konto aufweisen konnten. Doch alle drei Spiele gegen diese Kellerkinder wurden verloren.

Nach einem 1-5 Start in die Saison und einer Niederlage gegen die Lachschlager Jets waren die Spieler der Colts es leid.
Sie trafen sich zu einem „Players only Meeting“ und sagten sich die Wahrheit. Und es war so einiges, was sich da gegenseitig an den Kopf geworfen wurde.
Und diese Aversion gegen das Verlieren, die bei dem Treffen besprochen wurde, wurde in Siege umgesetzt.
Wo andere Teams sich in ihrem Mißerfolg wohl fühlen, wollten die Colts, die zu dieser Zeit schlechter als die Cardinals waren, raus aus dem Loch.
Mission erfolgreich abgeschlossen. 8-1 Siege erzielte Indianapolis nach dieser Besprechung. Und jetzt winken nach dem 1-5 Start sogar noch die Playoffs. Ein Sieg gegen die Titans, und man ist in der Endrunde.
Während also andere Teams sich mit ihren Niederlagen wohl fühlen, und ihre Head Coaches nicht verlieren wollen, wollten die Colts raus aus dem Losersumpf. Und sie schafften es, selbst wenn es am Sonntag nicht mit der Playoffteilnahme klappen sollte.

Gewinn und Du bist drin, heißt es für die Colts und die Titans am Sonntag.
Tennessees Quarterback Marcus Mariota wird alles versuchen, um nach seiner Nervenquetschung im Nackenbereich (Stinger), spielen zu können.
Ob er spielen kann, das weiß Mariota noch nicht. Wäre das Spiel heute, könnte er auf keinen Fall antreten.

Steelers Running Back James Conner konnte seinem Team in den letzten drei sehr wichtigen Spielen wegen einer Knöchelverletzung nicht helfen. Zwei dieser drei Spiele gingen verloren. Die Steelers blieben jeweils unter 70 Laufyards in diesen beiden Niederlagen.
Conner lief 2018 201 mal für 909 Yards und 12 Touchdowns. Zusätzlich fing er 52 Pässe für 467 Yards und 1 Touchdown.
Am Mittwoch nahm Conner ohne Einschränkungen am Training teil. Gegen die Bengals geht es um die allerletzte, hauchdünne, beinahe unmögliche Chance, doch noch die Playoffs zu erreichen. Dazu muß ein Sieg her, und eine Niederlage der Ravens gegen die Browns.
Daß Conner trainiert heißt noch nicht, daß er auch spielen kann.

Panthers Tight End Greg Olsen hofft, daß er seine Karriere nicht beenden muß.
Nach einem gebrochenen Fuß 2017 kam er zurück und brach sich den Fuß 2018 erneut. Wieder kam er zurück und schied dann mit einem Riß der Plantar Fascia im Fuß aus.
Olsen will sich operieren lassen, um nächstes Jahr wieder spielen zu können. Ob dieser Plan aufgeht, das, so Olsen, steht allerdings in den Sternen.
Die Panthers setzten vor dem letzten Saisonspiel Ersatz- Quarterback Taylor Heinicke mit einer Ellenbogenverletzung auf die Verletztenliste.

Broncos Rookie Running Back muß an seinem gebrochenen Handgelenk operiert werden.
Er wird drei bis vier Monate ausfallen.

Wie sieht die NFL das Kräfteverhältnis ihrer Teams kurz vor den Playoffs?
1. Saints, unverändert.
2. Bears, hoch von 3
3. Rams, hoch von 4
4. Chargers, runter von der 2
5. Chiefs, unverändert
6. Ravens, hoch von der 10
Die Steelers, die kurz davor stehen die ganze Saison in die Tonne zu kloppen, stürzten von der 8 auf die 15.
Ganz unten auf der 32 haben sich die Cardinals ihr Nest gebaut, das sie wütend verteidigen.

Es war lustig.
In dem Sieg der Browns gegen die Bengals am Sonntag, konnte Clevelands Quarterback Baker Mayfield sich seine Genugtuung nicht einfach verkneifen.
Nach ein Touchdownpass von ihm lief er an seinem alten Head Coach Hue Jackson vorbei, der ja mittlerweile was auch immer für einen Posten bei den Bengals hat. Mayfield lief also an seinem alten Head Coach vorbei, drehte sich um und lief, Jackson weiter anstarrend, rückwärts weiter.
Jackson versuchte verzweifelt so gut es ging in eine andere Richtung zu gucken.
Man sah Mayfield an, wie froh er war, daß sein Können nicht weiter durch die Unfähigkeit eines Head Coaches unter dem Deckel gehalten wurde.
Seit Jackson weg ist, haben die Browns das Gewinnen gefunden.
Auf dieses „Starren“ während der Pressekonferenz angesprochen, meinte Mayfield, daß er keine Ahnung hätte, wovon der Fragesteller spräche.
Doch ein paar Tage später, bekannte sich der Quarterback dazu.
Was Mayfield von Jackson hält, das sah man auch schon im ersten Spiel der beiden gegeneinander. Nach einem Touchdown in diesem Spiel drückte der Quarterback seinem Ex- Head Coach den Ball in die Hand.
Als Jackson nach dem Spiel Mayfield umarmen wollte, wehrte dieser ab und gab Jackson nur die Hand.
Was ohne Jackson für die Browns möglich gewesen wäre, das zeigt nicht zuletzt die Wahl Mayfields zum besten Angreifer der AFC in Woche 16.

Die besten Spieler der Woche - 16
AFC

OFFENSE: QB BAKER MAYFIELD, CLEVELAND
27 von 37 Pässe für 284 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: LB PATRICK ONWUASOR, BALTIMORE
9 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble

SPECIAL TEAMS: PR-KR DWAYNE HARRIS, OAKLAND
99 Yards Puntreturn- Touchdown, 3 Tackles

NFC
OFFENSE: QB NICK FOLES, PHILADELPHIA
35 von 49 Pässe für 471 Yards, 4 Touchdowns

DEFENSE: DT AARON DONALD, LOS ANGELES RAMS
7 Tackles, 3 Sacks

SPECIAL TEAMS: K BRETT MAHER, DALLAS
2 von 2 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkten

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Die Playoff-Szenarien
brees-drew-saintsDer letzte Spieltag der Saison steht an und es geht für viele um nichts mehr aber für manche noch um alles
Wer ist drin, wer kann noch rein?
In der NFC ist es noch am Einfachsten. Hier stehen alle vier Divisionssieger bereits fest. Es sind:
New Orleans Saints -- NFC South Division Titel und Heim- Vorteil
Los Angeles Rams -- NFC West Division Titel
Chicago Bears -- NFC North Division Titel
Dallas Cowboys -- NFC East Division Titel

Fest in den Playoffs:
Seattle Seahawks – Wild Card Team

Worum geht es noch?

LOS ANGELES RAMS (12-3) vs. San Francisco (4-11) -- Sonntag, 22:25 Uhr, FOX
Los Angeles sichert sich Erst-Runden Spielfrei mit:
1. LAR Sieg oder Unentschieden ODER
2. CHI Niederlage oder Unentschieden

CHICAGO BEARS (11-4) at Minnesota (8-6-1) -- Sonntag, 22:25 Uhr, FOX
Chicago sichert sich Erst-Runden Spielfrei mit:
1. CHI Sieg + LAR Niederlage

MINNESOTA VIKINGS (8-6-1) vs. Chicago (11-4) -- Sonntag, 22:25 Uhr, FOX
Minnesota sichert sich Play-off Teilnahme mit:
1. MIN Sieg oder Unentschieden ODER
2. PHI Niederlage oder Unentschieden

PHILADELPHIA EAGLES (8-7) at Washington (7-8) -- Sonntag, 22:25 Uhr, FOX
Philadelphia sichert sich Play-off Teilnahme mit:
1. PHI Sieg + MIN Niederlage

In der AFC ist noch etwas mehr offen. Erst ein Team hat seine Division gewonnen:
New England Patriots - 10. AFC East Division Titel, NFL Rekord

Fest in den Playoffs sind:
Kansas City Chiefs -- Playoff gesichert

Los Angeles Chargers -- Playoff gesichert

Houston Texans -- Playoff gesichert

Worum geht es noch?

KANSAS CITY CHIEFS (11-4) vs. Oakland (4-11) -- Sonntag, 22:25 Uhr, CBS
Kansas City sichert AFC West Division Titel und Heim- Vorteil während AFC Playoffs mit:
1. KC Sieg ODER
2. KC Unentschieden + LAC Niederlage oder Unentschieden ODER
3. LAC Niederlage + NE Niederlage oder Unentschieden + HOU Niederlage oder Unentschieden ODER
4. LAC Niederlage + NE Niederlage oder Unentschieden + KC gewinnt mit einem Unentschieden den Stärkevergleich der Gegner über HOU
Kansas City sichert AFC West Division Titel und Erst-Runden Spielfrei mit:
1. LAC Niederlage + NE Niederlage oder Unentschieden ODER
2. LAC Niederlage + HOU Niederlage oder Unentschieden
3. LAC Niederlage + KC gewinnt mit einem Unentschieden den Stärkevergleich der Gegner über HOU
Kansas City sichert AFC West Division Titel mit:
1. LAC Niederlage ODER
2. KC Unentschieden + LAC Unentschieden

NEW ENGLAND PATRIOTS (10-5) vs. New York Jets (4-11) -- Sonntag, 19:00 Uhr, CBS
New England sichert Heim- Vorteil während AFC Playoffs mit:
1. NE Sieg + KC Niederlage + LAC Niederlage
New England sichert sich Erst-Runden Spielfrei mit:
1. NE Sieg ODER
2. NE Unentschieden + HOU Niederlage oder Unentschieden ODER
3. BAL Niederlage oder Unentschieden + HOU Niederlage + TEN Niederlage oder Unentschieden

HOUSTON TEXANS (10-5) vs. Jacksonville (5-10) -- Sonntag, 19:00 Uhr, CBS
Houston sichert AFC South Division Titel und Heim- Vorteil während AFC Playoffs mit:
1. HOU Sieg + NE Niederlage oder Unentschieden + KC Niederlage + LAC Niederlage + HOU gewinnt mit einem Unentschieden den Stärkevergleich der Gegner über KC
Houston sichert AFC South Division Titel und Erst-Runden Spielfrei mit:
1. HOU Sieg + NE Niederlage oder Unentschieden ODER
2. HOU Sieg + KC Niederlage + LAC Niederlage + HOU gewinnt mit einem Unentschieden den Stärkevergleich der Gegner über KC ODER
3. HOU Unentschieden + NE Niederlage ODER
4. IND-TEN Unentschieden + NE Niederlage + BAL Sieg + HOU gewinnt mit einem Unentschieden den Stärkevergleich der Gegner über BAL
Houston sichert AFC South Division Titel mit:
1. HOU Sieg oder Unentschieden ODER
2. IND-TEN Unentschieden

BALTIMORE RAVENS (9-6) vs. Cleveland (7-7-1) -- Sonntag, 22:25 Uhr, CBS
Baltimore sichert AFC North Division Titel und Erst-Runden Spielfrei mit:
1. BAL Sieg + NE Niederlage + HOU Niederlage + IND-TEN endet nicht Unentschieden ODER
2. BAL Sieg + NE Niederlage + HOU Niederlage + BAL gewinnt mit einem Unentschieden den Stärkevergleich der Gegner über HOU
Baltimore sichert AFC North Division Titel mit:
1. BAL Sieg ODER
2. PIT Niederlage ODER
3. BAL Unentschieden + PIT Unentschieden
Baltimore sichert sich Play-off Teilnahme mit:
1. BAL Unentschieden + IND-TEN Unentschieden

LOS ANGELES CHARGERS (11-4) at Denver (6-9) -- Sonntag, 22:25 Uhr, CBS
Los Angeles sichert AFC West Division Titel und Heim- Vorteil während AFC Playoffs mit:
1. LAC Sieg + KC Niederlage oder Unentschieden ODER
2. LAC Unentschieden + KC Niederlage

INDIANAPOLIS COLTS (9-6) at Tennessee (9-6) -- Sunday Night, 2:20 Uhr, NBC
Indianapolis sichert AFC South Division Titel mit:
1. IND Sieg + HOU Niederlage
Indianapolis sichert sich Play-off Teilnahme mit:
1. IND Sieg ODER
2. IND Unentschieden + PIT Niederlage oder Unentschieden ODER
3. IND Unentschieden + BAL Niederlage

TENNESSEE TITANS (9-6) vs. Indianapolis (9-6) -- Sunday Night, 2:20 Uhr, NBC
Tennessee sichert AFC South Division Titel und Erst-Runden Spielfrei mit:
1. TEN Sieg + HOU Niederlage + NE Niederlage + BAL Niederlage oder Unentschieden
Tennessee sichert AFC South Division Titel mit:
1. TEN Sieg + HOU Niederlage
Tennessee sichert sich Play-off Teilnahme mit:
1. TEN Sieg

PITTSBURGH STEELERS (8-6-1) vs. Cincinnati (6-9) -- Sonntag, 22:25 Uhr, CBS
Sie stehen ganz kurz davor, die Playoffs noch komplett zu verpassen
Pittsburgh sichert AFC North Division Titel mit:
1. PIT Sieg + BAL Niederlage oder Unentschieden ODER
2. PIT Unentschieden + BAL Niederlage
Pittsburgh sichert sich Play-off Teilnahme mit:
1. PIT Sieg + IND-TEN Unentschieden

Wer wird der Rookie des Jahres?
Hier wird ja noch in Offense und Defense unterschieden.
Zur Zeit ist das Rennen recht offen. Nicht so, wenn es um den nicht per Draft einberufenen Rookie geht, also den „undraftet Rookie“.
Hier könnte es eigentlich nur Running Back Phillip Lindsay von den Broncos geben. Auch wenn er in einem Team spielt, das einen schlechten Football bietet, ist er der Stern am Firmament, der etwas Helligkeit in das Dunkel der Broncos bringt. In einer grauenvoll schlechten Offense, ist er der Spieler, der für ein Fünkchen Qualität sorgt.
Der Beweis?
Lindsay wurde als erster ungedrafteter Rookie überhaupt sofort in den Pro Bowl gewählt. Mehr Qualitätsbeweis geht nicht.
Und der Running Back mußte noch nicht mal umziehen, um für die Broncos zu spielen. Er kommt aus Denver und spielte vier College Saisons in Colorado.
Als die Broncos ihn in den Saisonkader aufnahmen, hatte er den Mut, Hall of Fame Running Back Terrell Davis zu fragen, ob er „seine“ Nr. 30 tragen darf? Er durfte!
Es dauerte bis zur 8. Woche, daß er zum Starter wurde.
In der Saison kam er auf 192 Läufe für 1.037 Yards und 9 Touchdowns. Zusätzlich fing er 35 Pässe für 241 Yards und 1 Touchdown.
Daran wird sich auch nichts ändern, obwohl ja noch ein Spiel gegen die Chargers ansteht. Doch Lindsay verletzte sich gegen die Raiders an einem Handgelenk und fällt nicht nur für dieses letzte Saisonspiel aus, sondern sehr wahrscheinlich auch für den Pro Bowl. Aber der ist ja erst in einem Monat und vielleicht ist die Verletzung bis dahin auskuriert?

Kurzberichte
In Miami verdichten sich die Anzeichen, daß das Team vor einem kompletten Umbau steht.
General Manager Tannebaum und Head Coach Gase werden wohl gehen müssen.
Auch Quarterback Ryan Tannehill wird wohl nicht weiter mit durchgefüttert werden. Er konnte nie die Erwartungen erfüllen, die man in ihn hatte.
Seine grauenvolle Vorstellung in der Niederlage gegen die Jaguars, ein Spiel, in dem es für die Dolphins noch um eine kleine Chance zum Erreichen der Playoffs ging, spiegelte seine Karriere wider.
Schlechte Entscheidungen, überhastete, ungenaue Pässe und was der Fehler mehr waren.
Damit dürfte, zumindest in Miami, für ihn bald Schluß sein.

DJ Swearinger war nicht lange Arbeitslos.
Der Safety, der von den Redskins gefeuert wurde, nachdem er seinen Defensive Coordinator kritisiert hatte, landete bei den Cardinals.
Die Cardinals kennt er. Von 2015 bis 16 spielte er 20 Spiele für sie, bevor er 2017 nach Washington wechselte.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Kurzberichte
carroll-pete-erklärungsnotWird sich das Trainerkarussell weniger schnell drehen, als gedacht?
Es gibt ja schon einige Head Coaches, die während der Saison gehen mußten, andere haben schon gesagt bekommen, daß sie 2019 weitermachen können.
So z.B. Pete Carroll (Bild). Der Head Coach der Seahawks hat eine Vertragsverlängerung bis nach der Saison 2021 bekommen.
Pro Jahr wird der 67-jährige $11 Millionen bekommen. Damit ist er einer der bestbezahlten Cheftrainer der Liga.
Seine Bilanz in Seattle bisher: 88-54-1 Siege in der Saison, 9-5 in den Playoffs, 2 Super Bowl Teilnahmen, 1 Super Bowl Sieg.

Jim Harbaugh ist bei zwei NFL Teams im Gespräch.
Der Head Coach der Michigan Wolverines war auch schon als Head Coach der 49ers erfolgreich und führte sie in den Super Bowl.
Miami und die Jets sollen an ihm dran sein.
Die Dolphins wollen noch nicht mit der Sprache heraus, ob sie Adam Gase feuern und Harbaugh verpflichten. Doch die Gerüchteküche brodelt, und es heißt, daß sowohl der Head Coach, als auch General Manager Mike Tannenbaum gehen müssen.
Der Geschäftsführer der Jets, Christopher Johnson, erklärte, daß Todd Bowles: „unser Head Coach ist“.
Die „Erfolgsbilanz“ dieses „Head Coaches“: 2015 10-6, 2016 5-11, 2017 5-11, 2018 bisher 4-11.
Zugegeben, die Aussage, daß Bowles der Head Coach der Jets IST, heißt ja nicht, daß er deren Head Coach BLEIBT.
Allerdings fühlt sich Harbaugh in Michigan sehr wohl. Er müßte ja erst mal da wegwollen.

Die Browns wissen noch nicht, ob sie Interim Head Coach Gregg Williams zu ihrem neuen ständigen Head Coach machen werden.
Der brachte das Team auf die Siegerstraße, nachdem Hue Jackson endlich gefeuert wurde. 5-2 Siege holten sie in der Zeit nach Jackson und haben momentan mit 7-7-1 eine ausgeglichene Bilanz.
Einige Spieler, darunter Quarterback Baker Mayfield, würden Williams sehr gerne als ihren Cheftrainer behalten.

In Tampa Bay heißt es, daß Dirk Koetter Head Coach der Buccaneers bleiben soll.

Saints Head Coach Sean Payton ist die Fragen danach leid, ob er im letzten, unbedeutenden Spiel, seine Starter schonen wird?
Payton meinte, er würde mal sehen, sagte dann aber, daß er dieses Spiel so angehen wird, wie jedes andere reguläre Saisonspiel.
Einzig Quarterback Drew Brees, der noch im Rennen um den MVP Titel der Saison ist, hat noch etwas, für das es sich zu spielen lohnt.
Das Team ist die Nr. 1 der NFC und das kann ihnen niemand mehr nehmen.

Im Spiel der Bears gegen die 49ers wurde es wild. Drei Spieler bekamen sich in die Haare und wurden des Feldes verwiesen: Cornerback Richard Sherman von den Niners und die Bears Receiver Anthony Miller und Josh Bellamy.
Alle drei könnten in der nächsten Zur Kasse bitte Meldung auftauchen.

In der Niederlage der Panthers gegen die Falcons stellte Carolinas Running Back Christian McCaffrey einen neuen NFL Rekord auf.
Er fing in der Saison 2018 106 Pässe. Bisheriger Rekordhalter war Matt Forte von den Bears, der 102 Pässe als Running Back fing.

Matt Millen hat eine erfolgreiche Herztransplantation hinter sich.
Der ehemalige All-Pro Linebacker der Raiders und wenig erfolgreiche General Manager der Lions litt an einer sehr seltenen Krankheit, die innere Organe befällt und schädigt. In Millens Fall war das Herz betroffen.
Die Ärzte glauben, daß Millen sich gut erholen wird.
Zu seiner aktiven Zeit konnte Matt Millen drei Super Bowls mit drei Teams gewinnen. Nach seiner Zeit bei den Raiders, mit denen er die Super Bowls XV und XVIII gewann, gewann er Super Bowl XXIV mit den 49ers und XXVI mit den Redskins.

Als DJ Swearinger sich lauthals über die in seinen Augen ängstliche Spielweise seines Defensive Coordinators beschwerte, hatte ich ja geschrieben, daß einer von beiden wohl bald würde gehen müssen.
Eigentlich war ja klar, wer. Die Redskins feuerten den Safety am Montag und behielten Defensive Coordinator Greg Manusky.

Die Patriots bedankten sich bei Eagles Quarterback Nick Foles.
Durch den Sieg Philadelphias über die Texans, der recht unerwartet war, sind die Patriots die Nr. 2 der AFC. Das bedeutet, eine Woche Spielfrei vor dem ersten Playoffspiel, wenn sie gegen die Jets gewinnen. Und wer hat in dieser Saison eigentlich nicht gegen die Jets gewonnen?

Die Raiders gewannen ihr letztes Heimspiel in Oakland mit 27:14 gegen Denver.

Der Lazarettreport
Broncos: Rookie Running Back Phillip Lindsay, Handgelenk

Titans: Quarterback Marcus Mariota, Nervenquetschung

Patriots: Quarterback Tom Brady, er soll eine Verletzung am linken Knie haben, bestreitet das aber.
Gegen Buffalo zeigte er eine der schlechtesten Leistungen seiner Karriere.

Rams: Running Back Todd Gurley, Knie.

Texans: Wide Receiver Demaryius Thomas, gerissene Achillessehne.
Cornerback Kayvon Webster (Wade), beide wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Panthers: Quarterback Taylor Heinicke, Ellenbogen

Eagles: Quarterback Nick Foles, Rippen, eine Pause soll nicht nötig sein
 Tackle Jason Peters, Quadrizeps

Steelers: Linebacker Vince Williams (Fuß)

49ers: Running Back Matt Breida (Knöchel) und Wide Receiver Dante Pettis (Knie) werden nicht gegen die Rams spielen können.
Tight End Garrett Celek, Gehirnerschütterung

Falcons: Running Back Tevin Coleman (Leiste)

Cowboys: defensive End Tyrone Crawford, Nacken. Er wurde ins Krankenhaus gefahren, konnte es mittlerweile aber schon wieder verlassen.

Raiders: Cornerback Daryl Worley (Schulter)

Giants: defensive End Mario Edwards (Wade)
 Tight End Rhett Ellison, Gehirnerschütterung

Vikings: Cornerback/Punt Returner Marcus Sherels, Fuß
Cornerback Xavier Rhodes, Leiste

Texans: Cornerback Kayvon Webster (Wade)
Cornerback/Safety Kareem Jackson (Knie)

Bills: Linebacker Julian Stanford , Knöchel

Packers: Cornerback Jaire Alexander, Leiste
Receiver Equanimeous St. Brown, Gehirnerschütterung
Defensive Lineman Fadol Brown, Zeh

Jaguars: Tackle Josh Wells, Gehirnerschütterung

Dolphins: defensive Tackle Ziggy Hood, Oberschenkel

Colts: Center Ryan Kelly (Nacken)
Tight End Eric Ebron, Gehirnerschütterung

Lions: Tight End Luke Willson, Gehirnerschütterung
Defensive Tackle A'Shawn Robinson, Knie

Bengals: Linebacker Vontaze Burfict (Gehirnerschütterung)
defensive Back Dre Kirkpatrick (Schulter)

Patriots: Wide Receiver Cordarrelle Patterson, Knie

Browns: Cornerback Denzel Ward, Gehirnerschütterung

Montag, 24. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 16 - Der Sonntag
prescott-dak2Es stand unglaublich viel auf dem Spiel.
3 Teams konnten ihre Division gewinnen
2 haben es geschafft
1 muß noch zittern
Los geht`s also.
Von den drei Teams, die ihre Divisionen gewinnen konnten, kamen zwei aus Texas und eins war erfolgreich, die Dallas Cowboys.
Dallas riß sich 2018 wahrlich kein Bein aus und hat diesen Divisionstitel einzig der Tatsache zu verdanken, daß die anderen Teams der NFC East so schlecht sind.
Dieses mühselige 27:20 Zuhause gegen Tampa Bay läßt für die Playoffs nicht Gutes erahnen. Zur Zeit sieht es so aus, als kämen die Seahawks nach Dallas, und die sind ein immens unbequemer Gegner. Die Cowboys haben keine Defense, die mobile Quarterbacks stoppen kann, und dann käme Russell Wilson?
Macht das Licht aus, die Partie ist vorbei, dürfte es dann in Jerry World heißen, wie der Volksmund das Stadion der Cowboys nennt.
Gestern zeigte Quarterback Dak Prescott (Bild) mal wieder, daß die Cowboys trotz seiner gewinnen müssen. Zwar hielt er den Ball nicht mehr so oft so lange, bis zwei, drei Verteidiger an ihm dran waren, aber seine Präzision und sein Timing sind arg verbesserungsbedürftig. Er kam auf 20 von 25 für 161 Yards und 1 Touchdown. Viermal lief er selber und erzielte damit zwei Yards und einen weiteren Touchdown.
Running Back Ezekiel Elliott sorgte wie immer für die harten Yards und kam mit 18 Läufen auf 85 Yards.
Der neue Publikumsliebling, Wide Receiver Amari Cooper, fing nur vier Pässe für 20 Yards und landete hinter Rookie Michael Gallup (53 Yards, 1 Touchdown), Cole Beasley (50 Yards) und Elliott (24 Yards).
Aber ein Sieg ist ein Sieg und eine Divisionsmeisterschaft ist eine Divisionsmeisterschaft. Und somit haben die Cowboys sich mit 9-6 Siegen den Titel geholt.

Das zweite Team aus Texas mußte beim amtierenden Super Bowl Champion antreten.
Die Texans haben ihren Rhythmus gefunden und standen bei 10-4 Siegen. Ein Sieg gegen die Eagles hätte sie die AFC South gewinnen lassen, egal, wie die Colts gespielt hätten. Die Titans hatten ja schon ihren nötigen Sieg am Samstag geholt.
Und hätte es nicht später noch die Partie Steelers at Saints gegeben, dann wäre Texans at Eagles zum heißesten Spiel des Tages geworden.
Eagles Quarterback Nick Foles, genannt Saint Nick, weil er zur Weihnachtszeit für Carson Wentz spielt und die Siegesgeschenke bringt, startete wackelig. Ein verlorener Fumble, ein häßlicher Interception, einige schlechte Pässe in der ersten Halbzeit konnten ihn aber nicht aus dem Konzept bringen.
Er berappelte sich und beendete das Spiel mit 35 von 49 für 471 Yards, VIER Touchdowns, und 1 Interception. Dafür also bezahlen die Eagles diesem Ersatzmann sein durchaus hohes Gehalt.
Er ist da, wenn man ihn braucht, und er ist gut.
471 Yards stellen einen neuen Eagles Rekord dar. Er ist jetzt auch der einzige Quarterback der Eagles, der mehrere Spiele mit über 400 Yards und vier Touchdowns ablieferte.
Philadelphia Head Coach Doug Pederson wußte, daß nur ein Sieg sein Team noch im Playoffrennen halten konnte. Und so spielte er aggressiv. Er spielte einen 4. und 2 aus, bei dem Running Back Darren Sproles punktete. Dann spielte er einen 4. und 3 aus, der zu einem 4. und 1 führte, der einen Touchdown brachte.
Als die Eagles 124 Sekunden vor Spielende 29:30 zurücklagen, hofften die Texans Fans natürlich, daß ihre starke Defense den Sieg sichern könnte.
Doch Foles brachte die Eagles von der eigenen 11 an die 17 Houstons. Es waren noch drei Sekunden auf der Uhr. Kicker Jake Elliott, der zuvor schon einen Extrapunkt verschossen hatte, traf aus 35 Yards, als die Uhr auf 0 sprang.
Dieser Sieg war wichtig, heißt aber nicht, daß die Eagles einen Playoffplatz bekommen.
Die Texans zeigten, daß ihre Offense immer noch aus dem letzten Loch pfeift. Quarterback Deshaun Watson tat sein Bestes. Er kam auf eine Bilanz von 29 aus 40 für 339 Yards und 2 Touchdowns.
Mit 49 Laufyards und 2 Touchdowns war er auch der beste Läufer des Teams, das auf den verletzten Running Back Lamar Miller verzichten mußte.
Nick-0-Laus Foles kam auf 35 von 49 usw. wie oben schon erwähnt.
Eagles Tight End Zach Ertz fing in diesem Spiel seinen 113. Pass in dieser Saison und stellte damit den alten Saisonrekord von Dallas` Jason Witten ein.
Philadelphia steht jetzt bei 8-7 Siegen und muß hoffen, daß die Vikings gegen die Bears verlieren, und sie selber gegen Washington gewinnen.
Die Texans sind bereits fest in den Playoffs, können aber noch nicht die Divisionssiegerbanner hissen, denn...

Die Colts gewannen in einem Herzschlagspiel gegen die Giants mit knappem und auch glücklichem 28:27.
Erst 59 Sekunden vor Spielende kamen sie durch einen Pass von Andrew Luck auf Chester Rogers über ein Yard zum 28:28 Ausgleich.
Der Extrapunkt saß, und die Colts kletterten auf 9-6 Siege.
Die Konstellation sieht aus, wie folgt:
Wenn die Texans gegen die Jaguars gewinnen, gehört die AFC South ihnen. Wenn sie verlieren, dann können entweder die 9-6 Colts oder die 9-6 Titans die Gruppe gewinnen.
Auf jeden Fall ist der Sieger des Spiels Colts at Titans in den Playoffs und der Verlierer ist draußen.
Deshalb hat die NFL dieses Spiel zum Sunday Night Football Spiel nächste Woche gemacht.
Überhaupt hat die NFL den Spielplan für nächsten Sonntag in wichtige und Müllspiele sortiert. Dazu weiter unten mehr.

Die Patriots spielen eine grottenschlechte Saison, die gestern in einem grauenvoll schlechten Spiel mündete.
Grottenschlecht, gemessen an den Ansprüchen der Patriots, nicht an den Ansprüchen der anderen NFL Teams.
Quarterback Tom Brady kam gestern auf unterirdische 13 von 24 für 126 Yards, 1 Touchdown und 2 Interceptions gegen den Lachschlager aus Buffalo.
Running Back S. Michel half seinem strauchelnden Quarterback mit 116 Yards und 1 Touchdown aus 18 Läufen tatkräftig aus.
Gamewinner aber war eine Situation von Julian Edelman. Der Wide Receiver fing einen Pass von Brady und wurde zu Boden gebracht. Das dachten die zwei Verteidiger, die Edelman getroffen hatten. Doch der Receiver landete auf einem Verteidiger und berührte den Boden nicht. Er stand auf, lief los, und erzielte einen Touchdown.
Am Ende stand ein 24:12 Sieg, der New England auf 10-5 Siege liftete und sie zum 10. Mal in Folge die AFC East gewinnen ließ. Das ist dann auch ein neuer NFL Rekord. Das letzte Mal, daß die Patriots weniger als 10 Spiele in einer Saison gewannen war 2001.
Die Patriots sind jetzt auch wieder das Nr. 2 Team der AFC, da die Texans ja gegen die Eagles verloren.

Die Steelers könnten ihre ganze Saison in die Tonne gekloppt haben.
Sie verloren in einem sehr sehenswerten Spiel, das genug offensive wie auch defensive Höhepunkte hatte, gegen die Saints.
Beide Quarterbacks bewiesen, daß sie zum Besten gehören, das die Liga momentan zu bieten hat.
Ben Roethlisberger kam auf 33 von 50 für 380 Yards und 3 Touchdowns.
Dem stand Drew Brees mit 27 von 39 für 326 Yards und 1 Touchdown nicht viel nach.
Erst in den Schlußsekunden fiel die endgültige Entscheidung.
88 Sekunden vor Schluß gingen die Saints durch einen 1 Yards Pass von Brees auf Michael Thomas 31:28 in Führung.
Da blieb noch viel zeit für Pittsburgh, auch wenn die Auszeiten aus waren.
Es gab in dieser Partie viele Szenen, die wichtig waren, aber keine so, wie die 32 Sekunden vor dem Ende des Spiels und dem möglichen Ende der Steelers Playoffhoffnungen.
Roethlisberger paßte zu Ju-Ju Smith-Schuster. Doch mit einem dampfenden Tschu-Tschu kam Sheldon Rankins wie eine Dampflok an und trennte JU-JU vom Ball. Demario Davis von den Saints eroberte das Ei. Die Steelers wären gerade in Field Goal Reichweite gekommen und hätten die Chance zum Ausgleich und der Verlängerung gehabt.
Doch es kam halt anders.
Pittsburgh fiel auf 8-6-1 zurück und aus den Playoffs. Die Ravens stehen jetzt mit 9-6 Siegen an der Spitze der AFC North.
Nur wenn Pittsburgh gegen die Bengals gewinnt, und Baltimore gegen Cleveland verliert, tauschen die beiden wieder die Plätze.
Und mal ehrlich, nach den Leistungen, die die Browns gezeigt haben, nachdem der Head Coach Darsteller Hue Jackson endlich weg war, ist das gar nicht mal so unmöglich, na, ja, also... irgendwie.
Die Saints haben sich das Heimrecht in den Playoffs gesichert und freuen sich darauf, denn Zuhause sind sie in den Playoffs mit 5-0 Siegen ungeschlagen.

Im Sunday Night Football Spiel gewannen die Seahawks Zuhause 38:31 gegen die Chiefs und sicherten sich damit fest einen Wild Card Platz.

Die Übertragungszeiten am nächsten Sonntag, 30.12.18
In der Frühschicht gibt es bis auf Jaguars at Texans nur Müllspiele.
19:00 Uhr

Atlanta Falcons at Tampa Bay Buccaneers -- FOX

Carolina Panthers at New Orleans Saints -- FOX

Dallas Cowboys at New York Giants -- FOX

Detroit Lions at Green Bay Packers -- FOX

Jacksonville Jaguars at Houston Texans -- CBS

Miami Dolphins at Buffalo Bills -- CBS

New York Jets at New England Patriots -- CBS

In der Spätschicht gibt es einige wichtige Spiele und die Heimspiele der Westküstenteams
22:25 Uhr

Arizona Cardinals at Seattle Seahawks -- FOX

Chicago Bears at Minnesota Vikings -- FOX

Cincinnati Bengals at Pittsburgh Steelers -- CBS

Cleveland Browns at Baltimore Ravens -- CBS

Los Angeles Chargers at Denver Broncos -- CBS

Philadelphia Eagles at Washington Redskins -- FOX

San Francisco 49ers at Los Angeles Rams -- FOX

Oakland Raiders at Kansas City Chiefs -- CBS

Und das das alles entscheidende Spiel, bei dem nur der Sieger in die Playoffs kommt.
02:20 Uhr

Indianapolis Colts at Tennessee Titans -- NBC

Sonntag, 23. Dezember 2018

18:35 Uhr
NFL Insider Jay Glazer sagte gerade auf FOX, daß die Raiders überlegen ihre Heimspiele 2019 in
LONDON
auszutragen.

Die NFL 2018 - Woche 16 - Der Samstag
harbaugh-john-2Erschreckend. Einfach erschreckend zu erleben, daß ein Team wie die Chargers schon fest in den Playoffs ist.
Was sie beim Heimspiel gegen die Ravens geboten haben erklärt, warum so viele Plätze im kleinsten Stadion der NFL leer bleiben.
Die Ravens Offense konnte auch nichts zum Vergnügen der Zuschauer beitragen, blieb es also an Baltimores Defense hängen, das Spiel zu entscheiden. Und das tat sie, wie schon so oft. Die Chargers Offense kam nur auf unfaßbar miese 198 Yards.
Ravens Quarterback Lamar Jackson kam auf 204 Passyards.
Head Coach John Harbaugh (Bild) hat ja schon seine Jobgarantie für 2019, und dann kann er eine gute Mannschaft zusammenstellen. Die Geldvernichtungsmaschine Joe Flacco wird dann nicht mehr im Kader sein. Lamar Jackson spielt für ein Rookie-Gehalt und kostet fast gar nix.
Da bleibt dann endlich mal wieder genug Platz unter der Gehaltsobergrenze, um gute Spieler zu verpflichten.
Nach ihrem 22:10 Sieg in Los Angeles steht Baltimore mit 9-6 Siegen kurz davor, die Spitze der AFC North zu übernehmen. Zur Zeit sind sie noch auf Platz sechs der AFC, doch wenn die Steelers heute gegen die Saints verlieren, und das ist absolut möglich, dann sind die Ravens die Nr. 1 der North.
Und die Defense dieses Teams möchte kein anderes Team in den Playoffs gegen sich haben.
Die Browns haben übrigens jetzt auch keine rechnerische Chance mehr auf die Playoffs.
Kein Scherz, die waren noch als Verfolger gelistet.

Vorher gab es ein Spiel, von dem man gar nicht dachte, daß es etwas werden könnte. Die Redskins haben 19 Starter auf der Verletztenliste. Der 4. Quarterback, Josh Johnson, mußte erst mal Madden Football spielen, als er vor einigen Wochen den Anruf bekam, daß er als Ersatzmann für den Ersatzmann Mark Sanchez doch bitte anreisen möge. Johnson warf die Spielkonsole an, um zu sehen, wer denn so seine Mitspieler wären und wie sie heißen.
Doch so einige weitere der Spieler in der Offense haben vor einigen Tagen und Wochen noch nicht die Namen ihrer Mitspieler gekannt.
Da war klar, daß die Titans es wohl nicht schwer haben würden, gegen so eine „Rumpfmannschaft“.
Nicht so schnell!
Die Redskins wehrten sich, sie kämpften, sie waren zu keiner Zeit das schlechtere Team, doch am Ende ließ die Konzentration und das Glück nach, obwohl auch die Titans eine Halbzeitlang mit einem Ersatz Quarterback spielen mußten. Marcus Mariota verletzte sich kurz vor der Pause am rechten Arm und Blaine Gabbert kam rein. Im Gegensatz zu Johnson kannte er seine Mitspieler und das Spielsystem aber. Er ist schon länger in Tennessee.
Johnson konnte sich auf den alten Haudegen Adrian Peterson verlassen. Der Running Back erzielte mit 26 Läufen 119 Yards.
Johnson vervollständigte 13 seiner 23 Pässe für 153 Yards und 1 Touchdown. Er warf erst nach der Zweiminutenwarnung zwei Interceptions, die das Spiel spät für Tennessee sicherten. Bis dahin blieb er Fehlerfrei.
Star Running Back Derrick Henry erzielte mit 21 Läufen 84 Yards und 1 Touchdown für die Titans.
Die Statistiken der beiden Titans Quarterbacks:
Mariota: 10 von 13 für 110 Yards und später dann
Gabbert: 7 von 11 für 101 Yards und 1 Touchdown.
Die Titans stehen nach diesem sehr glücklichen 25:16 Sieg bei 9-6 Siegen und kurz vor dem Erreichen der Playoffs.
Washington fiel auf 7-8 und somit ziemlich sicher aus dem Playoffrennen.
Und das kotzte DJ Swearinger tierisch an.
Der Safety der Redskins redete sich in seiner Frustration über seinen Defensive Coordinator Manusky in Rage. Der hätte nicht aggressiv genug agiert. Bei dritten Versuchen und sechs oder sieben wäre es dumm gewesen Manndeckung zu spielen. Die Defense hätte mehr auf den Quarterback gehen müssen. „Wir haben Talent in dieser Mannschaft,“ sagte Swearinger, „Wir hätten den Liga-Reisenden Gabbert unter Druck setzen müssen. Jeder Kindergarten Quarterback hätte unser Verteidigungsschema enträtseln können. Das ist zu leicht für einen Quarterback, viel zu leicht. Mann, ich bin ein smarter Footballspieler. Ich gucke mir viele Filme über die Gegner an. Ich sehe mir mehr an, als die Trainer, doch meine Vorschläge sind nicht erwünscht.“
Das klingt, als würde Swearinger (oder Manusky) sich bald ein neues Team suchen müssen.

Kurzberichte
Die Saints verpflichteten Ted Ginn und nahmen den Wide Receiver von der Verletztenliste.
Ginn soll Michael Thomas entlasten, der ständig von zwei Verteidigern bewacht wird.

Die Texans werden ohne Running Back Lamar Miller gegen die Eagles spielen.
Er ist an einem Knöchel verletzt.
Für beide Teams geht es noch um viel in diesem Spiel.

Zur Kasse bitte
Rams: Cornerback Marcus Peters, $10,026, unnötige Härte

Texans: Linebacker Jadeveon Clowney, $20,054, Roughing the Passer

Broncos: Cornerback Jamar Taylor, $10,026, später Angriff auf einen Gegenspieler

Samstag, 22. Dezember 2018

Kurzberichte
harbaugh-hc-ravensJohn Harbaugh (Bild) bleibt Head Coach in Baltimore. Er wird also nicht am schwarzen Montag gefeuert werden.
Sein Vertrag läuft noch bis zum Ende der Saison 2019, und zumindest so lange soll er bleiben, hört man aus der Chefetage.
Ob der Vertrag verlängert wird bleibt abzuwarten. Die Option ist auf jeden Fall auf dem Tisch. Mit dem neuen Quarterback Lamar Jackson sind die Ravens ja wieder auf die Siegesspur gekommen. Sogar die Playoffs sind noch in Reichweite, obwohl man, als Joe Flacco noch den Quarterback gab, zu den Losern gehörte. Seine Verletzung war ein Glücksfall für die Ravens, deren Fans und natürlich Harbaugh.

„So kann es doch nicht enden,“ sagte Dez Bryant.
Der Ex- Wide Receiver der Cowboys hatte nach seiner Entlassung sieben Monate gewartet, bis er ein neues Team fand, das ihn wollte, und das ihm genehm war.
Als er dann bei den Saints unterschrieben hatte, riß er sich im zweiten Training mit dem Team eine Achillessehne. Damit war sein Comeback beendet, bevor es begann.
Doch so möchte Bryant seine Karriere nicht Zuende gehen lassen. Der 30-jährige möchte gerne noch mal spielen.
Und aus New Orleans hört man, daß die Saints ihn 2019 zurückbringen würden... unter Umständen... vielleicht... mal sehen!

Bleiben wir in New Orleans. Head Coach Sean Payton sitzt im Regelkomitee und bringt eine Idee ein, die auch schon Falcons Head Coach Dan Quinn ansprach, eine Kadererhöhung an Spieltagen.
Der Saisonkader der NFL Teams darf aus 53 Spielern bestehen. Davon dürfen am Spieltag 46 aktiv in Montur auflaufen. Das soll sich ändern.
Die Saints gehören zu den vielen Teams, die zu viele Verletzte zu beklagen haben. Gerade in den O-Lines der Liga ist in dieser Saison der Teufel unterwegs. Wenn während eines Spiels ein O-Liner ausfällt müssen Ersatz-Spieler dann oft auf Positionen antreten, für die sie nicht ausgebildet wurden.
Deshalb soll der erlaubte Kader an Spieltagen kräftig erhöht werden. Das aber ist eine Entscheidung, die die Teambesitzer absegnen müssen. Wenn der 53 Mann Kader deswegen auch erhöht werden sollte, würde das natürlich eine finanzielle Entscheidung nach sich ziehen. Und ob die Teambesitzer da mitmachen?

Frank Gore will noch eine Saison spielen, seine dann 15., wenigstens.
Der Running Back der Dolphins wurde in dieser Woche mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste gesetzt. Doch so will er seine Karriere nicht enden lassen.
Gore hatte nur einen Einjahresvertrag in Miami. Und er war eine Erfolgsgeschichte. Er kam auf 722 Yards und wird dem Team im Endspurt auf einen Wild Card Platz fehlen.

Von der Couch auf den Platz, so ging es Matt Barkley.
Als den Bills die brauchbaren Quarterbacks ausgingen, falls sie überhaupt solche im Kader hatten, bekam Barkley einen Anruf des Teams, ob er nicht gerne noch mal wieder spielen würde?
Buffalo war dann mittlerweile das siebte Team des Quarterbacks, der 2013 von den Eagles einberufen wurde.
Und von all den Nieten, die für die Bills die Bälle warfen, war er der am Wenigsten schlechteste. Deshalb bekam er einen neuen Vertrag über zwei Jahre. Ob als Starter oder Ersatzmann, das wird das Trainingslager 2019 entscheiden.

Freitag, 21. Dezember 2018

Kurzberichte
gordon-josh-patsMan sollte den Suchtkranken nicht vor der nächsten Suspendierung loben.
Wide Receiver Josh Gordon (Bild) schien seine Abhängigkeit von Alkohol und Drogen tatsächlich in den Griff bekommen zu haben, doch dieser Eindruck täuschte. Sucht ist eine Klaue, die einen nicht so schnell losläßt.
Gordon lobte seine neuen Teamkollegen und die Vereinsführung in New England für ihren Beistand. Er hoffte, sie würden ihm helfen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Doch dann erfuhr er wohl von einer erneut drohenden Suspendierung, weil er die Wiedereinstellungs-Regeln der Liga verletzt hat. Bevor die erneut unbefristete Sperre ausgesprochen wurde, gab er bekannt, daß er sich eine Auszeit nimmt, um sich um seine mentalen Probleme zu kümmern.
Er dankte Teambesitzer Robert Kraft und Head Coach Bill Belichick noch mal ausdrücklich für ihre Hilfe.
In 11 Spielen für die Patriots fing er 40 Pässe für 720 Yards und 3 Touchdowns. Er wird als tiefe Anspielstation fehlen.
Ob der 27 Jahre alte Receiver, der ein absolutes Starpotential in sich hat, jetzt noch mal zurückkommen kann und ein Team findet?
Eher nein.

Das NFL Network hat mal Glück mit den Spielen, die es exklusiv übertragen darf.
Sowohl Ravens at Chargers als auch Redskins at Titans sind Spiele, die für alle vier Teams wichtig sind.
Die Ravens können mit ihren 8-6 Siegen die 8-5-1 Steelers noch von Platz eins der AFC North verdrängen und die Playoffs sichern.
Die Chargers sind zwar schon in den Playoffs mit ihren 11-3 Siegen, aber sie hätten gerne eine Woche spielfrei. Das erreichen sie, wenn sie die Chiefs, die auch 11-3 Siege haben, von Platz eins der AFC West verdrängen.
Die Redskins führten lange die NFC East an. Dann schlug das Verletzungspech in ungeahnter Härte zu, und mit 7-7 Siegen kämpfen sie um einen Wild Card Platz. Auch die East können sie noch gewinnen. Mit 8-6 Siegen sind die Cowboys noch in Reichweite.
Die Titans brauchen den Sieg unbedingt, um im Wild Card Rennen bleiben zu können. Sie haben 8-6 Siege, wie auch die Colts. Beide versuchen, die Texans mit ihren 10-4 Siegen noch einzuholen um die AFC South zu gewinnen.

Safety Eric Reid gehört zu den Spielern, die bei der Nationalhymne gerne knien.
Nachdem die 49ers sich von ihm trennten, gaben die Panthers ihm einen Vertrag.
Doch schikaniert die Liga ihn jetzt?
Reid wurde in den letzten 11 Wochen sechsmal zu einem zufälligen Drogentest geholt. Sechsmal in 11 Wochen? Zufällig? Das kommt Head Coach Ron Rivera komisch vor: „Wenn mein Name so oft gezogen würde, würde ich ein Lotterieticket kaufen,“ meinte er.
Reid hat die Spielergewerkschaft NFLPA eingeschaltet und wäre auch nicht abgeneigt, die Liga zu verklagen.

Der Lazarettreport
Panthers: Linebacker Shaq Thompson, Schulter, er wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Chargers: nach langer Verletzung (Knie) meldete sich Running Back Melvin Gordon zum Training zurück. Er soll morgen gegen die Ravens spielen.
Tight End Sean Culkin, Rücken, er kann nicht spielen.

Packers: Quarterback Aaron Rodgers, Leiste und Knie, will spielen.

Jets: Wide Receiver Quincy Enunwa, Knöchel, kann nicht spielen.
Linebacker Jeremiah Attaochu (Gehirnerschütterung) und offensive Lineman Brandon Shell (Knie) werden auch fehlen.

Steelers: Receiver JuJu Smith-Schuster (Leiste), fällt sehr wahrscheinlich aus.

Jaguars: Safety Ronnie Harrison (Knie), Verletztenliste

Donnerstag, 20. Dezember 2018

Kurzberichte
foles-nick2Nick Foles (Bild) muß mal wieder für Luft unter den Schwingen der Eagles sorgen. Wie schon letztes Jahr beendete eine Verletzung von Starter Carson Wentz dessen Saison vorzeitig.
Und was passierte letztes Jahr?
Die Eagles waren ab da in jedem Spiel Außenseiter bei den Buchmachern, und das bis einschließlich zum Super Bowl gegen New England. Doch Foles führte Philadelphia von Sieg zu Sieg, zum Super Bowl Titel und er wurde Super Bowl MVP.
Ob das noch mal gelingt?
Dazu dürfen die Eagles am Sonntag nicht gegen die Texans verlieren. Die müssen selber noch gewinnen um sich die AFC South sichern zu können. Das wird nicht leicht.

Panthers Quarterback Cam Newton hat am Mittwoch nicht trainiert und wird am Sonntag nicht spielen, bestätigte General Manager Marty Hurney.
Damit überstimmte er seinen Head Coach Ron Rivera, der Newton trotz seiner Schulterverletzung einsetzen wollte.
Diese Entmachtung kann man als Hinweis darauf sehen, daß Rivera 2019 nicht mehr Head Coach der Panthers sein könnte.

Die Redskins setzten Montae Nicholson auf die Liste der Spieler, die nicht verletzungsbedingt fehlen.
Der Safety wurde nach einer tätlichen Auseinandersetzung verhaftet und bleibt bis zur Klärung der Angelegenheit auf der Liste.
Eventuell wird er auch gefeuert. Das entscheiden die Redskins, wenn sie alle Fakten gesichtet haben.

Das Playoff Rennen
Drei ehemals dominante Teams stecken in einer Krise. Zwei davon haben zwar die Playoffs schon sicher, können dort aber mit den momentanen Leistungen nicht weit kommen.
Das dritte kämpft sogar noch um eine Playoffteilnahme und ist so anfällig, wie schon lange nicht mehr.
In der NFC wollen die Saints und die Rams die Nr. 1 der Conference werden. Das bedeutet, nicht an den Wild Cards teilnehmen zu müssen und Heimrecht für jedes Playoffspiel zu haben. Doch beide Teams stottern zur Zeit in der Offense, die zuvor nach Belieben Punkten konnte.
In der AFC haben die Patriots erst neun Siege nach 14 Spielen. Das ist ungewöhnlich. Theoretisch könnten sie sogar noch von den Dolphins abgefangen und am gewohnten Gewinn der AFC East gehindert werden.
Das wäre mal was Neues.
Die Dolphins haben es noch mit den Jaguars zu tun, ein Spiel das sie einfach nicht verlieren können, theoretisch. Am letzten Spieltag müssen sie nach Buffalo. Da gibt es auch schwierigere Aufgaben.
Buffalo spielt am Sonntag in New England. Ein klarer Sieg ist da Pflicht für die Patriots. Doch die Bills waren immer ein unangenehmer Gegner für die Pats, obwohl zwischen den beiden Teams krasse Klassenunterschiede herrschen.
In Woche 17 kommen die Jets nach Foxborough. Die gehören in dieser Saison, der hoffentlich letzten für Head Coach Todd Bowles, mal wieder zu den Lachschlagern der Liga.
Es sieht also nicht schlecht aus für die Dauer AFC East Gewinner.
Von den Saints war man es nicht gewohnt, daß sie weniger als 32 Punkte in einem Spiel erzielten. Gegen Dallas und Carolina gab es insgesamt nur 22 Punkte und gegen Tampa Bay, zwischen den beiden Spielen, nur 28.
Auch von den Rams ist man weniger als 30 Punkte pro Spiel nicht gewohnt. Und dann erzielen sie gegen die Bears nur erbärmliche sechs. Letzte Woche verloren sie sogar Zuhause gegen die Eagles, die mit Ersatz Quarterback Nick Foles nach Los Angeles kamen und zuvor eine bestenfalls mittelmäßige Saison spielten.
Die Rams haben am Sonntag das mieseste Team der Saison, die Cardinals, als Gegner. Dann kommt das zweitschlechteste Team nach LA, die 49ers. Ein überaus machbares Programm.
Da haben es die Saints immens schwerer. Die empfangen am Sonntag die Steelers, die sich absolut keine Niederlage leisten dürfen. Dann kommen die Panthers nach New Orleans, und das sehr wahrscheinlich ohne Quarterback Cam Newton, der verletzungsbedingt vielleicht doch geschont werden soll.

NFC

GESICHERT: Los Angeles Rams – NFC West, New Orleans Saints – NFC South, Chicago Bears – NFC North

NEW ORLEANS SAINTS (12-2) (vs. Pittsburgh [8-5-1], Sonntafg, 22:25 Uhr, CBS)

New Orleans sichern Heimrecht während der NFC Playoffs mit:

1) NO Sieg ODER

2) NO Unentschieden + LAR Niederlage oder Unentschieden ODER

3) CHI Niederlage oder Unentschieden + LAR Niederlage

New Orleans sichern Erst-Runden Spielfrei mit:

1) NO Unentschieden ODER

2) CHI Niederlage oder Unentschieden ODER

3) LAR Niederlage

LOS ANGELES RAMS (11-3) (at Arizona [3-11], Sonntag, 22:05 Uhr, FOX)

Los Angeles sichern Erst-Runden Spielfrei mit:

1) LAR Sieg + CHI Niederlage oder Unentschieden ODER

2) LAR Unentschieden + CHI Niederlage

DALLAS COWBOYS (8-6) (vs. Tampa Bay [5-9], Sonntag, 19:00 Uhr, FOX)

Dallas sichern NFC East Division Titel mit:

1) DAL Sieg ODER

2) DAL Unentschieden + PHI Niederlage oder Unentschieden + WAS Niederlage oder Unentschieden ODER

3) PHI Niederlage + WAS Niederlage

Dallas sichern Playoff Teilnahme mit:

1) DAL Unentschieden + MIN Niederlage

SEATTLE SEAHAWKS (8-6) (vs. Kansas City [11-3], Sonntagnacht 2:20 Uhr, NBC)

Seattle sichern Playoff Teilnahme mit:

1) SEA Sieg + WAS Niederlage oder Unentschieden ODER

2) SEA Sieg oder Unentschieden + MIN Niederlage ODER

3) SEA Sieg + SEA Stärkevergleich der Gegner mit WAS ODER

4) SEA Sieg + MIN Unentschieden + SEA Stärkevergleich der Gegner mit MIN ODER

5) SEA Unentschieden + WAS Niederlage + PHI Niederlage oder Unentschieden

MINNESOTA VIKINGS (7-6-1) (at Detroit [5-9], Sonntag, 19:00 Uhr, FOX)

Minnesota sichern a Playoff Teilnahme mit:

1) MIN Sieg+ PHI Niederlage oder Unentschieden + WAS Niederlage

AFC

GESICHERT: Kansas City Chiefs – Playoff Teilnahme, Los Angeles Chargers – Playoff Teilnahme

KANSAS CITY CHIEFS (11-3) (at Seattle [8-6], Sonntagnacht, 2:20 Uhr, NBC)

Kansas City sichern AFC West Division Titel und Erst-Runden Spielfrei mit:

1) KC Sieg + LAC Niederlage

Kansas City sichern Heimrecht während der AFC Playoffs mit:

1) KC Sieg + LAC Niederlage + HOU Niederlage oder Unentschieden ODER

2) KC Sieg + LAC Niederlage + KC Stärkevergleich der Gegner mit HOU

HOUSTON TEXANS (10-4) (at Philadelphia [7-7], Sonntag, 19:00 Uhr, CBS)

Houston sichern AFC South Division Titel mit:

1) HOU Sieg oder Unentschieden ODER

2) IND Niederlage oder Unentschieden + TEN Niederlage oder Unentschieden

Houston sichern Erst-Runden Spielfrei mit:

1) HOU Sieg + NE Niederlage oder Unentschieden ODER

2) HOU Unentschieden + NE Niederlage

Houston sichern Playoff Teilnahme mit:

1) BAL Niederlage oder Unentschieden ODER

2) PIT Niederlage ODER

3) TEN Niederlage oder Unentschieden + HOU Stärkevergleich der Gegner mit BAL

NEW ENGLAND PATRIOTS (9-5) (vs. Buffalo [5-9], Sonntag, 19:00 Uhr, CBS)

New England sichern AFC East Division Titel mit:

1) NE Sieg oder Unentschieden ODER

2) MIA Niederlage oder Unentschieden

PITTSBURGH STEELERS (8-5-1) (at New Orleans [12-2], Sonntag, 22:25 Uhr, CBS)

Pittsburgh sichern AFC North Division Titel mit:

1) PIT Sieg + BAL Niederlage oder Unentschieden ODER

2) PIT Unentschieden + BAL Niederlage

Pittsburgh sichern Playoff Teilnahme mit:

PIT Sieg + IND Niederlage + TEN Niederlage

Zur Kasse bitte
Cowboys Running Back Ezekiel Elliott, $36.765 für zwei Vergehen im Spiel gegen die Eagles. 1. weil er den Kopf absichtlich senkte, um einen Gegenspieler mit dem Helm voran anzugreifen, 2. weil er einen Gegenspieler zu tief blockte

Eagles: Linebacker Kamu Grugier-Hill, $20,054, absichtliches Bein stellen.

Seahawks: Linebacker Bobby Wagner, $10,026, Facemask

Jets: defensive Henry Anderson, $10,026, Blindside Hit

Falcons: Linebacker Deion Jones, $33,425, Faustkampf

Packers: offensive Lineman Corey Linsley, $10,026, unnötige Härte

Bears: Wide Receiver Josh Bellamy, $10,026, Chop Block

Der Lazarettreport
Die Lions setzten Rookie Running Back Kerryon Johnson mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Nachdem sie in dieser Saison so gar nichts von ihrem hochbezahlten Running Back Devonta Freeman hatten, setzten sie ihn zwei Spieltage vor ihrem Saisonende mit seiner Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Packers Quarterback Aaron Rodgers trainierte am Mittwoch nicht. Er ist an der Leiste verletzt und könnte dann doch in den letzten, bedeutungslosen, Spielen geschont werden.

Die Broncos setzten Cornerback Chris Harris mit einer Beinverletzung auf die Verletztenliste.

Die Dolphins setzten Running Back Frank Gore mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste.

Die besten Spieler der Woche - 15
AFC

OFFENSE: WR MIKE WILLIAMS, LOS ANGELES CHARGERS
7 gefangene Pässe für 76 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: CB JOE HADEN, PITTSBURGH STEELERS
12 Tackles, 1 Interception

SPECIAL TEAMS: K KA’IMI FAIRBAIRN, HOUSTON TEXANS
5 von 5 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten

NFC
OFFENSE: RB DALVIN COOK, MINNESOTA VIKINGS
19 Läufe für 136 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: DL GRADY JARRETT, ATLANTA FALCONS
7 Tackles, 2 Sacks, 1 erzwungener Fumble

SPECIAL TEAMS: K ROBBIE GOULD, SAN FRANCISCO 49ERS
4 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkten

Mittwoch, 19. Dezember 2018

quinn-danKurzberichte
Wie man hört soll Dan Quinn (Bild) Head Coach in Atlanta bleiben. Offensive Coordinator und Defensive Coordinator werden jedoch gehen müssen.
Die Falcons hätten so gerne den Super Bowl in ihrem eigenen Stadion gespielt, aber sie holten bisher nur miese fünf Siege.
Quinn hatte erst letztes Jahr eine Vertragsverlängerung bis nach der Saison 2022 unterschrieben. Teambesitzer Arthur Blank betonte immer wieder, daß er Quinn nicht als Wurzel des Übels ansieht.
Also werden wohl Offensive Coordinator Steve Sarkisian und Defensive Coordinator Marquand Manuel dran glauben müssen.

„Wir wollen nicht nur die Nebendarsteller sein,“ sagte Saints Defensive Tackle Sheldon Rankins.
Und tatsächlich sind sie das auch nicht... nicht mehr.
Vergessen sind die miesen Verteidigungen der Saints aus den letzten Jahren. Ohne die gute Defense hätte New Orleans am Montag gegen Carolina sehr schlecht ausgesehen.
Wenn die stotternde Offense nur 12 Punkte zustande bringt, dann liegt es an der Defense, das Spiel zu gewinnen. Und das war der Fall.
In den letzten sechs Wochen haben die Saints nur 74 Punkte zugelassen, der beste Wert in der Liga.
Gerade gegen den Lauf sind sie knüppelhart. Panthers Running Back Christian McCaffrey erzielte nur 53 Yards am Montag.
Es liegt jetzt an der Defense, die Saints auf Platz 1 der NFC zu halten. Die Offense scheint momentan dazu nicht in der Lage zu sein.

Panthers Head Coach Ron Rivera hat nicht vor, Cam Newton zu schonen.
Obwohl der Quarterback möglicherweise immer noch an seiner Schulterverletzung leidet, und die Saison aller Voraussicht nach nach der 17. Woche endet, soll er nicht auf die Bank gesetzt werden. Der letzte Funke Hoffnung, so klein er auch sein mag, soll genutzt werden.
Nachdem die Panthers sechs Spiele in Folge verloren haben, und jetzt bei 6-8 Siegen stehen, soll die Saison wenigstens mit Anstand Zuende gebracht werden. Dazu gehört laut Rivera, ein anständiges Spiel gegen Atlanta und ein Sieg.
Rechnerisch müßten die Panthers gegen Atlanta und New Orleans gewinnen, und die Redskins und Vikings ihre letzten beiden Spiele verlieren, um Carolina in die Playoffs zu bringen, doch das ist beinahe aussichtslos.
Doch versuchen will Rivera das. Allerdings will er zunächst noch Rücksprache mit der medizinischen Abteilung über Newtons Zustand halten. Es wird gemunkelt, daß der Quarterback sich nach der Saison operieren lassen muß.

Packers Übergangs Head Coach Joe Philbin ist der Meinung, daß Aaron Rodgers weiter arbeiten muß, um die Millionen auch zu verdienen, die er bekommt.
Philbin hat nicht vor, den Quarterback in den letzten, bedeutungslosen, Spielen zu schonen: „Wenn man für eine Saison unterschreibt, dann unterschreibt man für 16 Spiele und hofft, daß man dann in die Verlängerung kommt und um die Meisterschaft weiterspielt. Dieser Teil mit der Verlängerung ist nun vorüber, aber 16 Spiele sollte man absolvieren. Du bist Footballspieler, du bist Teil der Mannschaft, und als Mannschaft haben wir am Sonntag die Chance gegen die Jets zu gewinnen. Daran sollte jeder teilnehmen. Das ist größer, als Aaron, das ist ein Footballteam,“ meint Philbin.

Redskins Safety Montae Nicholson wurde wegen eines tätlichen Angriffs, Körperverletzung und Trunkenheit verhaftet.
Er und eine weibliche Begleiterin sollen die Insassen eines Fahrzeugs geschlagen haben, die vor ihnen wohl nicht so schnell fuhren, wie Nicholson es recht gewesen wäre.
Die Teamleitung gab bekannt, daß sie von dem Vorfall unterrichtet wurden. Jedoch wollten sie sich erst äußern, wenn ihnen mehr Informationen vorlägen.

Im Power Ranking gab es eine Wachablösung in Los Angeles.
Die Saints bleiben auf Platz eins, doch nicht mehr die Rams belegen Platz zwei, sondern die Chargers. Ausgerechnet ein Team, das nun wirklich niemanden interessiert. Jedenfalls bleiben im kleinsten Stadion der NFL immer noch viele Plätze leer, wenn die Chargers spielen. Und oft werden die Gegner von der spärlichen Kulisse mehr angefeuert, als das Heimteam.
Die Bears kletterten von Platz sechs auf die drei hoch.
Erst auf Platz vier findet man die Rams. Die haben aber wenigstens ihre Fans in der Stadt der Engel gefunden.
Unten gab es auch ein paar Wechsel. So findet man die Jaguars jetzt auf Platz 31, wo sie nach dieser grauenvollen Saison auch hingehören.
Letzter bleiben die Cardinals. Sie sind auch die heißesten Anwärter auf Platz eins in der Draft.

Die Pro Bowl Kader stehen.
Mit sieben Spielern stellen die Chargers die meisten Teilnehmer.
Natürlich ist Chiefs Quarterback Wunderkind Patrick Mahomes Starter der AFC. Er nimmt fünf Teamkollegen mit nach Orlando, Florida.
Hier sind die Teams zu finden...

Der Lazarettreport
Die Packers setzten Running Back Aaron Jones mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Die Buccaneers setzten Tight End Alan Cross (Schulter) und Safety Justin Evans (Zeh) auf die Verletztenliste.

Die Redskins setzten Cornerback Joshua Holsey mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste.

Die Raiders setzten Guard Gabe Jackson mit einer Knöchel und Ellenbogenverletzung auf die Verletztenliste.

Die Bills setzten Running Back Marcus Murphy mit einer Ellenbogenverletzung auf die Verletztenliste.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 15 - Der Montag
brees-drew-400Alles war klargemacht für ein gutes Monday Night Football Spiel. Die Saints mußten gewinnen, um die Nr. 1 der NFC zu bleiben, die Panthers mußten gewinnen, um im Wild Card Rennen zu bleiben.
Beide Teams bekämpften sich in der Vergangenheit bis aufs Blut und boten tolle Spiele.
Doch es kam ein Langeweiler heraus, der einen ins Koma versetzte. Am Ende gewannen die Saints 12:9 und bleiben die Nr. 1 der NFC, die Panthers können sich die Wild Cards so gut wie abschminken.
Heimspiele in den Playoffs sind enorm wichtig für New Orleans. Zuhause sind sie 5-0, Auswärts 1-5.
Der Zusammenbruch der Rams kommt für die Saints zum richtigen Zeitpunkt. Selber ist New Orleans nämlich auch auf dem Weg nach unten. Gegen Dallas gab es nur 10 Punkte und eine Niederlage, dieses Mal gab es nur 12 Punkte, und einen Sieg.
New Orleans und Los Angeles können froh sein, wenn sie eine spielfreie Woche vor ihren ersten Playoffeinsätzen bekommen.

Wer wäre denn heute in den Playoffs?
AFC

Hier gibt es noch kein Team, das seine Division gewinnen konnte und nur zwei Teams sind sicher in den Playoffs
x — 1. Kansas City Chiefs (11-3): AFC West Führer.

2. Houston Texans (10-4): AFC South Führer.

3. New England Patriots (9-5): AFC East Führer.

4. Pittsburgh Steelers (8-5-1): AFC North Führer.

x — 5. Los Angeles Chargers (11-3): Wild Card NR. 1.

6. Baltimore Ravens (8-6): Wild Card NR. 2.

Auf der Lauer
7. Indianapolis Colts (8-6), 8. Tennessee Titans (8-6), 9. Miami Dolphins (7-7), 10. Cleveland Browns (6-7-1)

NFC
Hier gibt es schon drei Teams, die ihre Division gewonnen haben. Nur die East ist noch offen
y — 1. New Orleans Saints (12-2): NFC South Champions.

y — 2. Los Angeles Rams (11-3): NFC West Champions.

y — 3. Chicago Bears (10-4): NFC North Champions.

4. Dallas Cowboys (8-6): NFC East Führer.

5. Seattle Seahawks (8-6): Wild Card NR. 1.

6. Minnesota Vikings (7-6-1): Wild Card NR. 2.

Auf der Lauer
7. Philadelphia Eagles (7-7), 8. Washington Redskins (7-7), 9. Carolina Panthers (6-8)

x — sicher in den Playoffs

y — Division gewonnen

Kurzberichte
Chris Boswell gehört zu den vielen Kickern der NFL, die ihre Millionen in dieser Saison dafür kassieren, daß sie die Bälle neben die Torstangen schießen.
So vergab der Steelers Kicker einen Versuch aus 32 Yards gegen die Patriots im dritten Viertel.
Zwar haben die Steelers trotz Boswell gewinnen können, aber als Team gewinnt man lieber wegen des Kickers.
Steelers Head Coach Mike Tomlin hat Boswell trotzdem nach dem Spiel sein Vertrauen ausgesprochen. Erstaunlich wenn man sieht, daß der Kicker nur 61% seiner Field Goal Versuche erfolgreich abgeschlossen hat, und damit der zweitschlechteste Kicker der Liga ist.
Gerade in den Playoffs, die die Steelers ja gerne erreichen würden, sind Kicker die treffen nicht unwichtig.
Vielleicht hofft Tomlin ja, daß sein Kicker jetzt zum Saisonende wieder die Form erreicht, die ihn letztes Jahr in den Pro Bowl brachte?

Letztes Jahr wollte Broncos General Manager John Elway Head Coach Vance Joseph ersetzen. Das berichtete die Colorado Springs Gazette.
Elway hatte mit Mike Shanahan gesprochen, ob der interessiert wäre, die Broncos erneut zu übernehmen?
Shanahan war von 1995 bis 2008 Head Coach in Denver.
Am Ende der Gespräche, die Elway zusammen mit dem Geschäftsführer der Broncos, Joe Ellis, mit Shanahan führte, kamen die beiden Verantwortlichen zu dem Ergebnis, Joseph zu behalten.
Nun ja, wir alle machen mal Fehler.
Joseph sagte bei seiner Pressekonferenz am Montag, daß er den Artikel gelesen hätte. Doch das ginge ihn nichts an. Was da geschrieben und gesprochen wurde, das ginge ihn nichts an.
Bald dürfte ihn das wirklich nichts mehr angehen, denn lange dürfte er nicht mehr zu den Broncos gehören. Die 16:17 Niederlage am Samstag gegen die BROWNS. DIE BROWNS, ZUHAUSE... gegen DIE BROWNS... hat ihre Playoffhoffnungen zerstört.
Joseph ist 11-19 als Head Coach in Denver. Dreimal in Folge haben sie die Playoffs jetzt verpaßt.
Es ist anzunehmen, daß der 17. Spieltag Josephs letzter in Denver sein könnte.

Der Lazarettreport
Titans: Logan Ryan (Schienbein), Saison beendet

Bengals: Wide Receiver Tyler Boyd, Bänderdehnung im Knie, er wird einige Zeit ausfallen

49ers: Cornerback Ahkello Witherspoon, verstauchtes Knie, er wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Chiefs: Cornerback Kendall Fuller wurde an einem Handgelenk operiert. Er soll kein Spiel verpassen.

Dolphins: Running Back Frank Gore, verstauchter Fuß, Saison sehr wahrscheinlich beendet.

Rams: Running Back Todd Gurley, Entzündung in einem Knie, er wird von Spiel zu Spiel gelistet.

Jaguars: Safety Ronnie Harris, Knie, er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Saints: Center Max Unger, Gehirnerschütterung

Montag, 17. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 15 - Der Sonntag
luck-andrew-123Während die Dallas Cowboys ihre Chancen auf einen vorzeitigen Gewinn der NFC East mit einer grauenvollen Vorstellung vermasselten, hielten die Eagles ihre Chancen auf eine Playoffteilnahme am Leben.
Dallas versagte in Indianapolis auf ganzer Linie und verlor zum ersten Mal seit 2003 ein Spiel zu Null.
Die Defense der Colts dominierte die eh nicht starke Offense der Cowboys nach belieben. Hatten die Cowboys gehofft, in Indianapolis auf den Fohlen in die sicheren Playoffs zu reiten, dann war das Nichts.
Und die in den letzten Wochen so sehr gelobte Defense der Cowboys hatte der Offense um Quarterback Andrew Luck (Bild) nichts entgegenzusetzen. Gegen mobile Quarterbacks, die aus der Pocket entwischen und passen können, haben die Cowboys in dieser Saison kein Rezept.
Indianapolis hatte ein Rezept: Ezekiel Elliott stoppen, dann muß der Möchtegern- Quarterback Dak Prescott das Spiel tragen. Und das kann er nicht!
Elliott hatte in der ersten Halbzeit 64 Laufyards, in der zweiten 23. So viele Yards, wie die Colts Punkte hatten.
Die Colts siegten mit 23:0 und bleiben mit 8-6 Siegen im Rennen um einen Wild Card Platz. 8-6 Siege haben auch die Titans, die 17:0 bei den Giants gewannen.
Dallas bleibt mit 8-6 Siegen Spitzenreiter der NFC East, hat aber die Eagles und die Redskins im Nacken.

Philadelphia reiste nach Los Angeles um ohne den am Rücken verletzten Quarterback Carson Wentz gegen eines der heißesten Teams der Liga anzutreten. Doch dieses Szenario kennt Ersatz Quarterback und Super Bowl MVP Nick Foles ja schon. Und wie auch letztes Jahr knickte er nicht ein, in einem Spiel, in dem die Eagles von den Buchmachern zu krassen Außenseitern gemacht wurden.
Er vervollständigte 24 seiner 31 Pässe für 270 Yards ohne Touchdown, bei 1 Interception.
Rams Quarterback Jared Goff kam auf 35 von 54 für 339 Yards, blieb auch ohne Touchdown und leistete sich zwei Interceptions.
Das Spiel blieb bis in die Schlußsekunde spannend, als Goff noch einen Ave Maria Pass versuchte. Beim Stand von 30:23 für Philadelphia standen die Rams an der 18 der Eagles. Vier Sekunden waren noch zu spielen. Goff paßte nach rechts in Richtung Josh Reynolds, doch der Pass war unvollständig.
Die Eagles haben jetzt 7-7 Siege, die Rams 11-3.
Rams Head Coach Sean McVay war nach dem Spiel völlig geschockt und will jetzt alles auf den Prüfstand stellen um schnell herauszufinden, warum sein Team so schwach aufgetreten ist?

Die Redskins traten mit dem vierten Quarterback in Jacksonville an.
Und selbst gegen die unglaublich ersatzgeschwächten Redskins konnten die Jaguars nicht gewinnen.
Josh Johnson, der 2011 seinen letzten Start hatte, kam auf 16 von 25 für 151 Yards und 1 Touchdown.
Der 16:13 Sieg durch ein Field Goal aus 36 Yards als die Zeit ablief, beförderte Washington auch wieder ins Wild Card Rennen, und ins Rennen um den Gewinn der NFC East, mit 7-7 Siegen.
Am letzten Spieltag müssen die Eagles nach Washington. Könnte sein, daß es dann noch um richtig was geht.

Die Bears haben ihre Chance genutzt und die Packers geputzt.
Sie gewannen 24:17 und sicherten sich die Krone der NFC North.
Die Bears Defense beendete den Rekord von Packers Quarterback Aaron Rodgers. Er hatte 402 Pässe geworfen, ohne einen abgefangenen Ball. So viele, wie noch kein Quarterback zuvor in der Geschichte der NFL.

In einem nicht für möglich gehaltenen schwachen Spiel schlugen die Steelers die Patriots mit 17:10.
Diesen Sieg brauchten sie dringend, um an der Spitze der AFC North zu bleiben. Sie haben jetzt 8-5-1 Siege und hielten ihren hauchdünnen Vorsprung vor den Ravens.
Die gewannen 20:12 gegen die Buccaneers und lauern mit 8-6 Siegen auf einen Ausrutscher Pittsburghs.
Die Patriots fielen durch die Niederlage auf 9-5 Siege und verloren ihren zweiten Platz in der AFC an die Texans.
Die gewannen am Samstag mit 29:22 gegen die Jets und haben 10-4 Siege.
Das letzte Mal, daß die Patriots nicht die Nr. 1 oder 2 der AFC waren, war 2009. Die Nr. 1 der AFC East sind und bleiben sie aber, da die Dolphins in Minnesota mit 17:41 ertränkt wurden.
Patriots Quarterback Tom Brady wurde der vierte Quarterback der NFL, der über 70.000 Passyards erzielte.
Mit jetzt 70.138 Yards steht er hinter Brett Favre (71,838), Peyton Manning (71,940) und Drew Brees (73,908).

Die Seahawks haben ihre Chance vorzeitig einen Wild Card Platz zu sichern vertan.
Sie verloren gegen die 3-10 49ers mit 23:26 nach Verlängerung. Aber mit jetzt 8-6 Siegen sind sie immer noch gut im Rennen in der NFC.
Die 49ers stehen jetzt bei 4-10 Siegen und nur noch auf Platz vier in der Draft-Reihenfolge. Vor ihnen stehen die 3-11 Cardinals und Raiders und die 4-10 Jets.

Der Lazarettreport
Dolphins: Running Back Frank Gore, Knöchel

Packers: Running Back Aaron Jones, Knie
Wide Receiver Randall Cobb,
Gehirnerschütterung

Bears: Safety Eddie Jackson, Knöchel
Aaron Lynch, Ellenbogen

Buccaneers: Tight End Alan Cross, Schulter

Ravens: Linebacker Matthew Judon, Knie
Tight End Nick Boyle, Gehirnerschütterung

Cardinals: Cornerback David Amerson, Gehirnerschütterung

Titans: Linebacker Sharif Finch, Schulter
Safety Kenny Vaccaro,
Gehirnerschütterung

Giants: Center Spencer Pulley, Wade
Cornerback Antonio Hamilton (Quadrizeps)

Cowboys: Guard Xavier Su'a-Filo, Schwellung an einem Auge

Colts: defensive Tackle Al Woods, Bein

Bills: Running Back Marcus Murphy, Ellenbogen

Redskins: Safety Montae Nicholson (Finger), offensive Tackle Ty Nsekhe (Knie), Cornerback Josh Holsey (Knie), Cornerback Danny Johnson (Finger), Tight End Vernon Davis Gehirnerschütterung

Jaguars: Safety Ronnie Harrison, Knie
Safety Jarrod Wilson, Knöchel

Bengals: Linebacker Jordan Evans (Knöchel) und Wide Receiver Tyler Boyd (Knie)

Raiders: Cornerback Gareon Conley (Gehirnerschütterung)

49ers: Cornerback Ahkello Witherspoon, Knie
Running Back Matt Breida, Knöchel

Seahawks: Guard Jordan Simmons, Knie

Eagles: Running Back Josh Adams, Rücken

Rams: Running Back Todd Gurley, linkes Knie

Redskins: Quarterback Alex Smith konnte nach seiner Operation am gebrochenen Bein und der anschließenden Infektion der Wunde das Krankenhaus verlassen.

Freitag, 14. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 15 - Der letzte Donnerstag
gonzales-tony-3Es war ein würdiger Abschluß der zumeist verkorksten Donnerstagsspiele.
Mit den 11-2 Chiefs und den 10-3 Chargers trafen die beiden besten Mannschaften der AFC aufeinander. Neunmal in Folge konnten die Chargers nicht mehr gegen Kansas City gewinnen.
Und es begann so, wie man es erwartet hatte. Die Chiefs wollten den Gästen zeigen, wo der Tomahawk hängt. Der erste Touchdown von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes zu Robinson über fünf Yards war alleine schon sehenswert. Mahomes stand unter starkem Druck, entwischte seinen Angreifern, lief aus der Pocket nach rechts, und als ein Verteidiger an ihm dranhing, warf er in aller Seelenruhe den Ball in die Endzone.
In der Folge entwickelte sich ein munteres Spiel. Die Chiefs gingen mit 14:0 in Führung. Doch schon früh im zweiten Viertel konnte Chargers Quarterback Philip Rivers durch einen Pass aus drei Yards zu Mike Williams auf 14:7 verkürzen. So ging es auch in die Pause.
In der Halbzeit wurde die Trikot Nummer 88 von Tony Gonzales (Bild) zur Ruhe gesetzt. Der Tight End spielte von 1997 bis 2008 für die Chiefs. Danach wechselte er zu den Falcons.
Gonzales hält etliche NFL Rekorde für Tight Ends.
Und nach der Zeremonie ging es auf dem Platz weiter hin und her.
Im letzten Viertel lag Los Angeles erneut mit zwei Touchdowns hinten. Das Spiel schien entschieden, zumal die Schiedsrichter den Eindruck erweckten, als würden sie die Heimmannschaft favorisieren.
Doch die Chargers gaben nicht auf. Die Defense wurde sicherer und hielt Mahomes gut unter Kontrolle.
Und so kamen sie in den letzten vier Minuten noch zu zwei Touchdowns. Der zweite kam vier Sekunden vor Spielende. Ohne den Extrapunkt, der das Spiel in die Verlängerung geschickt hätte, stand es nun 28:27 für die Chiefs.
Doch die Chargers wollten nicht das Risiko eingehen, Mahomes in der Overtime noch mal den Ball zu geben. Sie gingen auf zwei Punkte. Rivers nahm den Snap, ging etwas zurück, suchte, und fand einen völlig freistehenden Wide Receiver Mike Williams in der Endzone. Und völlig freistehend bedeutet, daß tatsächlich in einem Kreis von wenigstens fünf Yards kein Verteidiger zu entdecken war.
Williams fing den Ball und den 29:28 Sieg für die Los Angeles Chargers.
Obwohl Mahomes der bessere Quarterback war, gingen die Chiefs zum dritten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz, weil die Defense, die abgeschlagen auf Platz 30 der Statistik rangiert, zum dritten Mal doch mehr Punkte erlaubte, als die Offense holen konnte.
Die Stats der Quarterbacks:
Patrick Mahomes: 24 von 34 für 243 Yards, 2 Touchdowns
Philip Rivers: 26 von 38 für 313 Yards, 2 Touchdowns bei 2 Interceptions.
Beide Teams haben jetzt 11-3 Siege, doch die Chiefs bleiben die Nr. 1 der AFC West und der AFC insgesamt, weil sie die bessere Bilanz in der eigenen Division haben (4-1 Siege, die Chargers 3-2). Los Angeles hat aber auch einen Playoffplatz fest gebucht.
Beide Teams können noch ihre Division gewinnen, und in der Wild Card Runde freihaben, oder als an Nr. 5 gesetztes Team in die Wild Cards gehen.
Und mit diesem sehenswerten Thursday Night Football Spiel endet diese Serie für dieses Jahr.

Der Lazarettreport
Eagles: Quarterback Carson Wentz hat einen gebrochenen Rücken.
Wenn er weiterspielen würde, würde sich die Verletzung verschlimmern, und eventuell Wentz Karriere beenden.
Operiert werden muß er nicht, aber er darf sich nicht viel bewegen.
In dieser Saison wird er sehr wahrscheinlich nicht mehr antreten.

Chargers: Wide Receiver Keenan Allen verletzte sich gegen die Chiefs an der Hüfte. Er könnte länger ausfallen.

Wer ist denn definitiv raus an diesem Wochenende?
Bears: Guard Kyle Long (Fuß)

Jets: Running Back Isaiah Crowell und Wide Receiver Quincy Enunwa

Broncos: Linebacker Shaq Barrett (Hüfte), Cornerback Chris Harris (Schienbein) und Cornerback Isaac Yiadom (Schulter)

Browns: Cornerback Denzel Ward (Gehirnerschütterung)

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Kurzberichte
rodgers-aaron14
„Wir haben ja immer noch ein Spiel in Chicago vor uns, ein Platz wo wir schon oft hingefahren sind, um sie zu schlagen,“ meinte Packers Quarterback Aaron Rodgers (Bild) auf die Frage, nach den dünnen Playoffchancen seines Teams.
Dieser Spruch gefiel Bears Defensive Lineman Akiem Hicks überhaupt nicht: „Niemand hat Aarons kleinen Kommentar vergessen, den er nach seinem wichtigen Spiel gegen die Vikings (am 25. November) gemacht hat,“ sagte Hicks.
Rogers meinte noch: „Alles was wir machen müssen, ist weiter gewinnen und nach Soldier Field gehen und dort gewinnen, wie wir es schon so oft getan haben in der Vergangenheit.“
Hicks meinte: „Ich freue mich riesig darauf, daß Aaron herkommt und dieses Spiel spielt.“
Leicht nehmen die Bears das Spiel nach dem Höhenflug der Packers in ihrem ersten Spiel seit der Entlassung von Head Coach Mike McCarthy nicht. Die Offense sah beim 34:20 gegen die Falcons wirklich nicht schlecht aus.
Und es ist für die Bears ein sehr wichtiges Spiel. Sie haben die Chance auf ihren ersten Gewinn der NFC North seit 2010. Bereits jetzt steht fest, daß sie zum ersten Mal nach 2013 nicht letzter in ihrer Division werden. Und nach der gewonnenen Defenseschlacht gegen die Rams weiß man, daß für sie in den Playoffs alles möglich ist.

Wer kann denn sonst noch seine Playoffteilnahme in Woche 15 sichern?
Die Rams sind schon drin, haben aber noch kein Spielfrei in der Wild Card Runde. Sie müssen gewinnen und die Bears verlieren, dann haben sie das erreicht.

Die Saints sind auch fest in den Playoffs. Auch sie kämpfen noch um eine spielfreie Woche. Auch sie brauchen dazu eine Niederlage der Bears und einen eigenen Sieg.

Wenn die Bears gegen die 5-7-1 Packers gewinnen, haben sie die NFC North gewonnen.

Die Cowboys haben die NFC East sicher, wenn sie gegen die 7-6 Colts gewinnen. Die Colts haben aber auch noch kleine Hoffnungen auf eine Playoffteilnahme.

Wenn die Seahawks gegen die 49ers gewinnen, haben sie einen sicheren Wild Card Platz.

In der AFC East könnten die Patriots alles klarmachen. Sie müßten dafür aber gegen die Steelers gewinnen. Sollten sie das nicht schaffen, dann können sie auf eine Niederlage der Dolphins hoffen, dann wären sie auch nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Die AFC South kann noch von den Texans, den Colts und den Titans gewonnen werden.

Die Chiefs haben einen Playoffplatz sicher. Aber sie müssen noch gegen die Chargers heute Nacht gewinnen, um eine Woche Pause zu erreichen.

Die Chargers können mit einem Sieg ihre Playoffteilnahme sichern.
Das Spiel heute Nacht ist also enorm wichtig.
Sowohl die 11-2 Chiefs, als auch die 10-3 Chargers brauchen den Sieg im Pfeilspitzen-Stadion. Beide Teams haben einige Verletzungssorgen, die Chiefs vermissen dazu noch ihren Frauentreter Kareem Hunt, der ja berechtigterweise gefeuert wurde.
In Woche 1 gewannen die Chiefs in Los Angeles mit 38:28. Ein ähnliches Ergebnis könnte es auch heute Nacht geben.
Auf dem Papier sieht diese Partie eher aus, wie ein Spiel, das man sich ansehen kann ohne Magenkrämpfe zu bekommen. Mit Patrick Mahomes und Philip Rivers treten zwei Quarterbacks aus den Top 7 der Liga gegeneinander an, die die Bälle nur so fliegen lassen.
Die Chiefs Defense liegt nur auf Platz 30, was wie ein Vorteil für die Chargers aussieht. Rivers legt die beste Saison seiner 15 Jahre dauernden Karriere hin. Doch was nutzt das Alles, wenn es da einen Patrick Mahomes gibt, der seine Offense immer zu ein paar Punkten mehr führt, als die Defense zuläßt.
Gehen wir einfach mal voll optimistisch in diese Nacht.

Die „Heimteams“ für die Mexico und London-Spiele 2019 stehen fest. Es sind die Super Rams, die na ja Chargers, die oh weiah Buccaneers, die um Gottes Willen Jaguars und die ach du Scheisse Raiders.
Wer davon wann wo gegen wen spielen wird, das wird später bekanntgegeben.

Las Vegas, die Stadt der Sünde, die Stadt, die die NFL meidet, wie den Teufel selber.
Quatsch, alles Vergangenheit.
Vegas Baby, Vegas, heißt es heute. Das Geld hat halt eine größere Zugkraft, als die Angst vor Spielern und Funktionären, die in illegale Wetten verwickelt werden könnten.
Und bevor die Raiders 2020 dorthin umziehen, geht die NFL schon mal nach Las Vegas. Im Frühjahr 2020 wird die Draft im Sündenbabel abgehalten.

Wo die Draft 2020 abgehalten wird, und wo die Raiders 2020 spielen werden, ist also bekannt. Doch wo werden die Raiders 2019 spielen?
Das, so hofft die NFL, wird spätestens im Februar feststehen. Der Mietvertrag mit dem Stadion in Oakland endet nach dem letzten Heimspiel der Raiders in dieser Saison.
Teambesitzer Mark Davis behauptet, daß das Team mehrere Möglichkeiten hat für 2019. Eine Verlängerung in Oakland ist möglich, doch nachdem die Stadt das Team und die Liga verklagt hat, vielleicht nicht so wirklich.
San Diego fiel Davis auch noch ein, genau wie Santa Clara. Letzteres wäre dann das Stadion, in dem auch die 49ers spielen. San Antonio wurde auch noch von ihm genannt. Dort soll der Belag allerdings nicht dem nötigen Standard entsprechen. Und auch ein verfrühter Umzug nach Las Vegas wäre möglich. Zwei Collegeteams, University of Nevada, Las Vegas (UNLV) und College of Southern Nevada (CSN) haben Stadien, die man für ein Jahr nutzen könnte, laut Davis.
Mal abwarten, wo die Raiders denn ihre sieben Heimspiele 2019 austragen werde. Für ein Heimspiel reisen sie ja nach Mexico oder London.

„Wir bezahlen nicht für Videobeweise,“ sagte NFL Commissioner Roger Goodell.
Er wurde auf einer Pressekonferenz gefragt, warum eine Internetfirma die Videobänder zu den Vorgängen um Chiefs Running Back Kareem Hunt bekam, die Liga aber nicht.
„Es gehört sich nicht für uns, als Organisation, für Beweismittel zu zahlen,“ betonte Goodell. „Wir benutzen das Material, an das wir offiziell herankommen. Um an diese Materialien zu kommen, werden wir niemanden bestechen. So machen wir das nicht.“

Die NFL will die Rooney-Regel verstärken.
Diese Regel besagt, daß ein Team zuerst einen Kandidaten einer Minderheit (in den USA also immer einen Farbigen), ernsthaft als Kandidaten für einen Posten als Head Coach oder General Manager in Betracht ziehen muß, vor allen anderen.
Die Teams sind also angehalten, erst mal so zu tun, als würden sie einen Kandidaten einer Minderheit in Betracht ziehen, bevor sie dann den Kandidaten ihrer Wahl verpflichteten, der aus der Mehrheit stammt.
Das soll aufhören. Die Teams werden verpflichtet minutiös Protokoll über die Gespräche mit möglichen Kandidaten zu führen. Danach müssen sie haargenau begründen, warum sie sich eventuell gegen einen Farbigen Kandidaten entschieden haben.
Es kann sogar ein „Entscheidungsfinder“ eingesetzt werden, der den Teams am Ende die Entscheidung erleichtert. Worauf das hinausläuft, dürfte klar sein.
Inoffiziell wird diese Verschärfung der Regel bereits die „Gruden-Regel“ genannt. Die Raiders haben die Vorgaben der Rooney-Regel bei der Verpflichtung von Jon Gruden dermaßen eklatant verletzt, und es verstanden diese Verletzung zu verschleiern, daß diese Regel jetzt verschärft wurde.

Carson Wentz hat Rücken.
Es kann sein, daß der Quarterback der 6-7 Eagles in dem enorm wichtigen Spiel gegen die Rams nicht antreten kann.
Nicht nur das, es kann sein, daß die Saison schon wieder vorzeitig für ihn endet.
Am Sonntag wird auf jeden Fall Super Bowl MVP Nick Foles starten.
Noch hat Philadelphia Chancen auf einen Wild Card Platz.

Die Ära Joe Flacco in Baltimore geht wohl ihrem Ende entgegen.
Obwohl er nach seiner überstandenen Hüftverletzung wieder einsatzbereit ist, wird Lamar Jackson starten. Flacco wird als Ersatzmann antreten.
Und das dürfte es dann für Flacco bei den Ravens gewesen sein, denn Jackson ist die Zukunft, und das Team schuldet Flacco nach dieser Saison keinen Cent mehr.
Nachdem Flacco ausgefallen war, holte Jackson 3-1 Siege und brachte Baltimore auf die Straße zu den Playoffs.
So mies, wie die 7-5-1 Steelers sich momentan präsentieren, ist sogar der Sieg der AFC North für die 7-6 Ravens absolut in greifbarer Nähe.

Nach nur einem Monat haben die Saints Brandon Marshall wieder gefeuert.
Der Wide Receiver hat nicht in einem einzigen Spiel auf dem Platz gestanden.

Die besten Spieler der Woche - 14
AFC

OFFENSE: RB DERRICK HENRY, TENNESSEE TITANS
17 Läufe, 238 Yards, 4 Touchdowns

DEFENSE: DL DENICO AUTRY, INDIANAPOLIS COLTS
4 Tackles, 2 Sacks, 2 Tackles

SPECIAL TEAMS: K MICHAEL BADGLEY, LOS ANGELES CHARGERS?
4 von 4 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: WR AMARI COOPER, DALLAS COWBOYS
10 gefangene Pässe, 217 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: CB DARIUS SLAY, DETROIT LIONS
3 Tackles, 1 Interception- Touchdown, 3 abgewehrte Pässe

SPECIAL TEAMS: QB-ST TAYSOM HILL, NEW ORLEANS SAINTS
1 geblockter Punt

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Kurzberichte
roethlisb9Es stehen wichtige Spiele an.
Die Steelers hoffen, daß sie gegen die Patriots mit Quarterback Ben Roethlisberger (Rippen) und Running Back James Conner (Knöchel) rechnen können.
Pittsburgh steht kurz davor die Playoffteilnahme komplett zu vergeigen.
Head Coach Mike Tomlin ist nicht in der Lage, den guten Kader dessen Fähigkeiten entsprechend einzusetzen.
Big Ben selber hält seine Rippenprellung nicht für so schlimm, daß sie ihn am Einsatz hindern könnte.
Sollte Conner nicht spielen können, sieht es um das Laufspiel düster aus. Jaylen Samuels als bester Läufer gegen Oakland erzielte in 11 Versuchen hoffnungslos magere 28 Yards. Das hat gegen die 2-10 Raiders nicht gereicht und wird gegen die 9-4 Patriots auch nicht reichen.
New England will kein Wild Card Spiel bestreiten müssen. Sie werden sich also voll einsetzen, um dieses Ziel zu erreichen.

Vor zwei Jahren schien Derek Newtons Karriere beendet. Der Offensive Tackle hatte sich im Spiel seiner Texans gegen die Broncos im Oktober 2016 mehrere schwere Knieverletzungen in einem Spielzug zugezogen.
Vor acht Monaten feuerten die Texans ihn, nachdem er 2017 auf der PUP Liste stand der „körperlich nicht in der Lage zu spielen“ Liste.
Am Dienstag unterschrieb Newton bei den Saints. Da weiß man, daß er vielleicht nicht wieder zum Starter werden kann, aber seine Führungsrolle in der Umkleide will man nutzen.

$191,1 Millionen, das ist die Summe, auf die die Gehaltsobergrenze nächstes Jahr klettern könnte.
Die Prognosen lauten von $187 Millionen bis eben $191,1 Millionen.
In den letzten Jahren kletterte die Grenze immer bis zur höchsten prognostizierten Summe. Bis jetzt können die Teams $177,2 Millionen pro Saison für ihre Spielergehälter ausgeben. 2014 betrug die Summe noch $133 Millionen.
Voraussichtlich werden die 32 Clubs 2019 inklusive Sonderzahlungen etwa $7,3 Milliarden an ihre Spieler auszahlen.

Wenn man das hilflose Gegurke der Vikings Offense im letzten Monday Night Football Spiel gesehen hat, und ich hoffe, daß das nicht viele waren, dann kann einen diese Meldung nicht überraschen: Die Vikings feuerten Offensive Coordinator John DeFilippo.
Quarterback Coach Kevin Stefanski wurde zum Interims Offensive Coordinator befördert. Er wird auch die offensiven Spielzüge ansagen.
DeFilippo galt letztes Jahr um diese Zeit noch als heißer Kandidat für einen Head Coach Posten, nachdem er als Quarterback Coach der Eagles wahre Wunderdinge vollbracht hatte. Doch wie man heute weiß, und am Niedergang der Eagles Offense und dem Aufstieg der Colts Offense erkennt, war es Frank Reich, der der Mastermind hinter dem Erfolg der Eagles war.
DeFilippo war es definitiv nicht, wie man gesehen hat.
Die Vikings stehen kurz davor, sämtliche Hoffnungen auf einen Wild Card Platz zu verspielen.

Oakland hält nichts davon, daß die Raiders nach Las Vegas umziehen werden.
Die Stadt verklagt das Team und die anderen 31 Clubs, wegen der zu erwartenden finanziellen Einbußen, die durch den Weggang entstehen werden.
Man wolle die maximal mögliche Kompensation erkämpfen, hieß es aus dem Rathaus.
2020 wird das neue Stadion in Las Vegas fertig. Der Mietvertrag für das Oakland-Alameda County Coliseum endet nach der laufenden Saison. Bisher haben die Raiders noch nicht bekanntgegeben, wo sie 2019 spielen werden.

Der Lazarettreport
Chargers: die Running Backs Melvin Gordon (Knie) und Austin Ekeler (Nacken, Gehirnerschütterung), werden am Donnerstag sehr wahrscheinlich nicht gegen die Chiefs spielen können.

Chiefs: Running Back Spencer Ware (Schulter), Receiver Sammy Watkins (Fuß) und Guard Cam Erving (Knie) könnten das Spiel gegen die Chargers verpassen.

Eagles: Running Back Corey Clement (Knie) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Bears: Cornerback Bryce Callahan, gebrochener Fuß, er wird einige Zeit ausfallen

Titans: offensive Tackle Jack Conklin (Knie) und Tight end Jonnu Smith (Knie) wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Lions: defensive end Ezekiel Ansah (Schulter) und Tight end Michael Roberts (Schulter) wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Buccaneers: Linebacker Kevin Minter (Wade) wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Cardinals: defensive Tackle Robert Nkemdiche wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Dienstag, 11. Dezember 2018

Kurzberichte
cooper-amari-cowboys„Weihnachten kam für mich dieses Jahr früher,“ ist Dak Prescott überzeugt. Der Quarterback der Cowboys ist dankbar für das Geschenk, das seine Bosse ihm mit Wide Receiver Amari Cooper (Bild) gemacht haben.
Cooper gibt dem strauchelnden Quarterback den nötigen Halt. Er fängt fast alles, was Prescott irgendwie in seine Richtung wirft.
„Er ist ein unglaublicher Spieler,“ lobt Prescott den neuen Publikumsliebling. „Ich wußte, daß er gut war. Ich wußte, daß er sich freilaufen und die großartigen Catches machen kann. Und wenn man dann noch sieht, wie er läuft, nachdem er die Pässe gefangen hat und Tackles bricht, dann sieht man, daß das ein guter Handel war.“
Und genauso ist es.
Nachdem die Defense auf Playoff-Niveau spielt, kann die Offense jetzt trotz eines eher nur mittelmäßigen Quarterbacks mithalten.
Dak Prescott und die Dallas Cowboys ohne Amari Cooper:
3-4 Siege, 62,1% vollständige Pässe, 202,4 Passyards/Spiel, 8 Touchdowns, 4 Interceptions, 87,4 Punkte Passerwertung
Dak Prescott und die Dallas Cowboys mit Amari Cooper:
5-1 Siege, 74,1% vollständige Pässe, 285,7 Passyards/Spiel, 9 Touchdowns, 3 Interceptions, 105,7 Punkte Passerwertung
Und dann noch Running Back Ezekiel Elliott dazu, und am Horizont sieht man den zarten Lichtschein eines eventuellen Sieges in einem Playoffspiel aufziehen.
Das wäre nach heutigem Stand ein Wild Card Spiel in Dallas gegen Seattle. Und nachdem, was die gerupften Suppenhühner in der letzten Nacht gezeigt haben, ja, da wäre so ein Sieg absolut nicht unmöglich.

Die Broncos haben einen neuen Teamrekordhalter.
Rookie Pass Rusher Bradley Chubb hat in seiner ersten Saison in der NFL mehr Sacks erzielt, als Superstar Von Miller.
Chubbs zwei Sacks gegen die 49ers schraubten seine Bilanz auf 12.
Von Miller (2011) und Rulon Jones (1980) teilten sich bisher den Spitzenplatz mit 11,5 Sacks.
Und die Saison ist ja noch nicht Zuende.

Das war mal wieder ein dieser Überraschungen. Bei den Raiders stand es fest, daß General Manager Reggie McKenzie nach der Saison seinen Posten aufgibt.
Doch am gestrigen Montag wurde McKenzie kurz vor Saisonende gefeuert.
McKenzie hatte es nie geschafft, eine gute Mannschaft zusammenzustellen. Einzig einige Perlen konnte er an Land ziehen, darunter Linebacker Khalil Mack und Wide Receiver Amari Cooper.
Mack ist zur Zeit mit den Bears auf klarem Playoffkurs und Cooper hilft den Cowboys im Playoffrennen zu bleiben.
Beide Spieler wurden vom neuen (alten) Head Coach Jon Gruden weggetauscht.
Gruden hofft, mit den Wahlmöglichkeiten in der Draft, die er für sie bekommen hat, gute Frischlinge rekrutieren zu können. Das wird Gruden dann selber machen. Ihm ist es zwar egal, wer unter ihm General Manager ist, aber ein paar mindere Arbeiten kann er dann doch an einen solchen delegieren.
McKenzie konnte in seinen sieben erfolglosen Jahren in Oakland nur ein Playoffteam zusammenstellen. In seiner Amtszeit holten die Raiders 39-70 Siege, darunter eine 0-1 Bilanz in den Playoffs. Ein Verlust ist er also beileibe nicht.
Jetzt liegt es an dem Einhundertmillionendollarheadcoach ein schlagkräftiges Team zu basteln. Ein General Manager an seiner Seite hat dabei nur Hilfestellung zu leisten, zu sagen hat er nichts.

Die NFL 2018 - Woche 14 - Der Montag des Grauens
Die USA today titelte heute „Seattle Seahawks dismiss listless Minnesota Vikings in ugly Monday night matchup“ (Seattle Seahawks weisen die lustlosen Minnesota Vikings in einem abstoßenden Monday Night Spiel ab)
Und dabei belasse ich es, denn sonst schreibe ich mich wieder in Rage.
Es ekelt mich schon an, nur das Ergebnis mitteilen zu müssen. Seattle gewann 21:7.
Erschreckend, daß diese zwei Teams zur Zeit die Wild Card Teams der NFC sind.

Das Playoffrennen
sieht diese Woche so aus:
AFC
x — 1. Kansas City Chiefs (11-2): AFC West Führer
2. New England Patriots (9-4): AFC East Führer
3. Houston Texans (9-4): AFC South Führer
4. Pittsburgh Steelers (7-5-1): AFC North Führer
5. Los Angeles Chargers (10-3): Wild Card Nr. 1.
6. Baltimore Ravens (7-6): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Indianapolis Colts (7-6), Miami Dolphins (7-6), Tennessee Titans (7-6), Denver Broncos (6-7), Cleveland Browns (5-7-1)

NFC
y — 1. New Orleans Saints (11-2): NFC South Champions
y — 2. Los Angeles Rams (11-2): NFC West Champions
3. Chicago Bears (9-4): NFC North Führer
4. Dallas Cowboys (8-5): NFC East Führer
5. Seattle Seahawks (8-5): Wild Card Nr. 1.
6. Minnesota Vikings (6-6-1): Wild Card Nr. 2.
Auf der Lauer: Carolina Panthers (6-7), Philadelphia Eagles (6-7), Washington Redskins (6-7), Green Bay Packers (5-7-1)
x — Playoff gesichert
y — Division gewonnen

Der Lazarettreport
Bills: RB LeSean McCoy (Oberschenkel)
Placekicker Stephen Hauschka, Hüfte
Beide sind als „von Tag zu Tag“ gelistet

Eagles: Running Back Corey Clement, Knie
Guard Isaac Seumalo (Brust)
defensive End Josh Sweat, Knöchel
Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel)

Dolphins: Quarterback Ryan Tannehill (Knöchel)

Browns: Cornerback Denzel Ward (Gehirnerschütterung)

Jets: Running Back Isaiah Crowell (Fuß)

Redskins: Tight End Jordan Reed, verstauchter Fuß

Cardinals: defensive Tackle Robert Nkemdiche, Knie, er muß operiert werden

Cowboys: offensive Guard Zack Martin, Knieprellung

49ers: Wideout Pierre Garcon, Knie, er wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Rams: Running Back Malcolm Brown (Schulter), wird sehr wahrscheinlich auf die Verletztenliste gesetzt

Texans: Wide Receiver DeAndre Carter , Gehirnerschütterung

Chiefs: offensive Guard Cameron Erving, Knie

Lions: defensive End Ezekiel Ansah, Schulter
Defensive Lineman Da'Shawn Hand, Knie
Offensive Tackle Rick Wagner, Gehirnerschütterung
Fullback Nick Bellore, Knöchel
Wide Receiver Bruce Ellington und Safety Charles Washington, beide haben Oberschenkel

Broncos: Wide Receiver Courtland Sutton, Oberschenkel

Montag, 10. Dezember 2018

mahomes-patrick2Die NFL 2018 - Woche 14 - Der Sonntag
Wau, was für ein Spieltag!
Womit soll man da anfangen?
Kracher wohin man sieht. So viele Spiele, die einem klarmachten, warum man doch Footballfan ist.
Fangen wir mit den Teams an, die einen Playoffplatz oder sogar ihre Division hätten gewinnen können.
Dazu gehörten die Chiefs. Ein Sieg konnte ihnen noch nicht die Divisionskrone aufsetzen, aber eine Playoffteilnahme sichern. Dazu mußten sie aber zunächst die knüppelharte Defense der Ravens überwinden. Die wollten unbedingt gewinnen, um mit ihren 7-5 Siegen an den 7-4-1 Steelers dranzubleiben.
Es entwickelte sich ein echtes, ehrliches Footballspiel mit vielen Highlights.
Zur Halbzeit führten die Chiefs mit 17:10. Im dritten Viertel ließen die Ravens Quarterback Patrick Mahomes (Bild) überhaupt nicht zur Entfaltung kommen.
Überhaupt waren beide Verteidigungen in Playoff-Form.
Doch Mahomes kann man nicht ewig im Zaum halten.
Bei einem vierten und neun im letzten Viertel lagen die Chiefs noch 1:29 Minuten vor Spielende mit sieben Punkten zurück.
Mahomes feuerte einen gefährlichen Pass quer über den Platz, den Wide Receiver Tyreek Hill fing, und erst 48 Yards später gestoppt wurde.
Damit nicht genug. Es kam zu einem vierten und drei an Baltimores fünf. Mahomes traf Damien Williams und der Extrapunkt schickte das Spiel mit 24:24 in die Verlängerung.
Hier reichte ein Field Goal den Chiefs zum Sieg, denn sie stoppten die Ravens bei deren anschließendem Ballbesitz bei einem vierten und 22. Zwar hatte Quarterback Robert Griffin III den Ball genau an die First Down Markierung geworfen, wo Willie Sneed ihn erwartete, doch er konnte ihn nicht fangen.
Griffin III kam erst kurz vor Spielende für den verletzten Lamar Jackson ins Spiel. Deshalb hier dessen Bilanz: 13 von 24 für 147 Yards, 2 Touchdowns.
Patrick Mahomes: 35 von 53 für 377 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Durch den 27:24 Sieg zogen die Chiefs sicher in die Playoffs ein. Die Ravens fielen auf 7-6 zurück und mußten hoffen, daß die Raiders die Steelers im späteren Spiel stoppen.

Um den Gewinn der NFC South ging es für die Saints in Tampa Bay. Das merkte man den Saints allerdings zunächst nicht an.
Zur Halbzeit führte Tampa Bay verdient mit 14:3.
In der Pause schien Saints Head Coach Payton seinen Leuten klargemacht zu haben, um was es ging, und daß man es so nicht erreichen konnte.
New Orleans drehte auf und ging als 28:14 Sieger vom Platz.
Damit konnten die Saints zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte zweimal in Folge ihre Division gewinnen.

Zweimal in Folge haben auch die Patriots die AFC East gewonnen. Das machen sie allerdings wieder und wieder. In Miami wollten sie ihre Division zum 10. Mal in Folge gewinnen.
Doch der „Fisch“ macht es New England Zuhause nie leicht. In den letzten fünf Spielen dort verloren die Patriots viermal.
Und im wildesten Spiel des Sonntags behielten die Dolphins erneut die Oberhand.
Was im letzten Spielzug der Partie geschah, kann man kaum in Worte fassen.
SIEBEN Sekunden waren nur noch zu spielen und Miami stand an der eigenen 31. Die Patriots führten 33:28. 10. Divisionstitel gesichert... oder?
Nicht so schnell.
Die Patriots schickten Tight End Rob Gronkowski als Safety auf den Platz, um den sicher kommenden Hail Mary Pass abzufangen.
Doch Dolphins Quarterback Ryan Tannehill warf nur einen Pass über 14 Yards zu Kenny Stills.
Game Over?
Nein!
Stills warf einen Parallelpass zu Parker, der einen Rückpass zu Kenyan Drake warf.
Normalerweise geht so ein hin und her Gewerfe nicht gut. So suchte denn auch Drake einen Mitspieler, zu dem er den Ball werfen konnte. Er fand keinen. Da lief er selber los und raste an einem stolpernden Gronk vorbei in die Patriots Endzone.
Was dann an Jubelszenen zu sehen waren, war unbeschreiblich.
Die Dolphins bleiben mit diesem 34:33 Sieg mit 7-6 Siegen im dichtgedrängten Rennen um einen Wild Card Platz.
Die Patriots müssen nächste Woche die Steelers schlagen, um vorzeitig die Division zu gewinnen.
Pats. Quarterback Tom Brady brach mal wieder einen Rekord. Reguläre Saison und Playoffs zusammengenommen hat er jetzt 580 Touchdownpässe geworfen und zog an Peyton Manning vorbei.
Seine Stats gestern: 27 von 43 für 358 Yards, 3 Touchdowns
Ryan Tannehill: 14 von 19 für 265 Yards, 3 Touchdowns.

Die Steelers konnten sich mit einem Sieg über die Raiders in der AFC North etwas von den Ravens absetzen. Nun ja hätten sie gekonnt, wenn sie gewonnen hätten.
Also Steelers, jetzt schreibt ihr 1000x „Wenn ich in die Playoffs will, darf ich nicht gegen ein 2-10 Team verlieren, auch dann nicht, wenn mein Quarterback in der zweiten Halbzeit verletzt kurzzeitig fehlt.“
Im dritten Spiel in Folge gegen ein AFC West Team, gab es die dritte Niederlage in Folge.
Es war ein munterer Schlagabtausch, der sehenswerte Szenen hatte.
Kurz vor der Halbzeit verletzte sich Steelers Quarterback Ben Roethlisberger an den Rippen und blieb im zweiten Durchgang zunächst draußen.
Da führte Pittsburgh noch 14:10 und dachte wohl, daß der Sieg irgendwie sicher schien. Joshua Dobbs kam für Big Ben auf den Platz.
Als aber Oakland im letzten Viertel 17:14 in Führung ging, kam Roethlisberger zurück.
Er führte sein Team zur 21:17 Führung.
Knapp drei Minuten blieben den Raiders noch. Sie starteten an der eigenen 25 und kamen 21 Sekunden vor Schluß zum 24:21.
Doch das war es immer noch nicht. Steelers Kicker Chris Boswell hatte noch mal die Chance, aus nur 40 Yards den Ausgleich zu erzielen. Doch Boswell hat in dieser Saison Probleme, ein Scheunentor aus fünf Metern zu treffen. Er verschoß auch seinen zweiten Field Goal Versuch in diesem Spiel und die Raiders feierten ihren Sieg, als hätten sie gerade die AFC West gewonnen.
Pittsburgh fiel auf 7-5-1 zurück und konnte von der Niederlage Baltimores nicht profitieren.

Die Bengals verloren knapp mit 21:26 gegen die Chargers und fielen auf 5-8 zurück, statt sich an die beiden anderen heranzupirschen.

Also haben alle AFC North Teams gestern verloren.
Alle?
Nein, die Browns konnten gewinnen, und das nicht gegen irgendwen, sondern gegen die als Playoffkandidaten gehandelten Panthers.
Mit einem wahrlich verdienten 26:20 kletterte Cleveland auf 5-7-1. Die Panthers fielen auf 6-7.
Was hätten die Browns erreichen können, wenn sie Head Coach Hue Jackson früher gefeuert hätten?

Also Broncos, aufgepaßt. Ihr schreibt jetzt 1000x „Wenn ich in die Playoffs will, darf ich nicht gegen ein 2-10 Team verlieren, auch dann nicht, wenn deren Tight End dabei ist einen neuen Rekord aufzustellen.“
49ers Tight End George Kittle fing in der ersten Halbzeit sieben Pässe für 210 Yards und 1 Touchdown.
Noch fünf Yards im zweiten Durchgang, und der alte Rekord von Shannon Sharpe wäre geknackt worden. Den stellte der Tight End 2002 auf, für die Broncos spielend.
Doch Kittle fing nicht einen einzigen Pass mehr!
Die Bilanz seines Quarterbacks Nick Mullens: 20 von 33 für 332 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception.
Broncos Case Keenum: 24 von 42 für 186 Yards, 1 Touchdown.
San Francisco gewann 20:14.
Denver fiel auf 6-7 zurück, bleibt aber im Wild Card Rennen.

Die Redskins sind nach zwei gebrochenen Beinen bei zwei Quarterbacks wohl aus dem Playoffrennen.
Mark Sanchez, der vor zwei Wochen zu den Redskins kam, kam auf 6 von 14 für 38 Yards und 2 Interceptions.
Er wurde auf die Bank gesetzt und der vor zwei Tagen verpflichtete Josh Johnson kam rein. Seine Stats: 11 von 16 für 195 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Er soll auch nächste Woche starten.
Die Giants verließen sich auf das Laufspiel von Rookie Running Back Saquon Barkley und fuhren gut damit. Er kam auf 14 Läufe für 170 Yards und 1 Touchdown.
New York gewann 40:16 und steht jetzt bei 5-8. Die Redskins, die mit den Eagles und Cowboys hätten gleichziehen können, wenn Philadelphia das spätere Spiel gewonnen hätte, fielen auf 6-7.

In Arlington, Texas ging es um nicht anderes, als die Führung in der NFC East.
Das merkte man dem Langeweiler in der ersten Halbzeit nicht an. Zwei Nietenteams versuchten etwas weniger schlecht zu sein, als der Gegner.
So ging es mit einem 6:0 für Dallas aus zwei Field Goals in die Halbzeit.
Streichen wir Durchgang eins, dann kann man auch bei diesem Spiel von einem Kracher sprechen.
In der zweiten Halbzeit wurde Football gespielt.
„Cooooooop“ ist der neue Ruf der Cowboysfans, wenn der neue Publikumsliebling Wide Receiver Amari Cooper seine Pässe fängt.
Man kann sagen, daß Dallas jetzt trotz Quarterback Dak Prescott in der Lage ist, mit der Offense nach vorne zu marschieren.
Oh, Prescott war sichtlich bemüht, leistete sich aber zwei Interceptions und einen Fumble.
Er kam auf 42 von 54 für 455 Yards, 3 Touchdowns, 2 Interceptions.
Davon fing Cooper 10 Pässe für 217 Yards und 3 Touchdowns.
Running Back Ezekiel Elliott steuerte 28 Läufe für 113 Yards und 12 gefangene Pässe für 79 Yards bei, und das war zuviel für die verletzungsbedingt sehr ausgedünnte Defense der Eagles.
Quarterback Carson Wentz kam auf 22 von 32 für 228 Yards und 3 Touchdowns. Doch ihm fehlte die Unterstützung durch das Laufspiel. Josh Adams kam gegen die wirklich starke Defense der Cowboys nur auf 36 Yards aus sieben Läufen.
Am Ende stand nach einer wilden zweiten Halbzeit ein sicherlich glücklicher 29:23 Sieg der Cowboys. Die sind jetzt mit 8-5 Siegen ein Stück weit von den 6-7 Eagles entfernt.

Die Bears gewannen eine Defenseschlacht gegen die Kälteallergiker aus Los Angeles mit 15:6.
Mit 9-4 Siegen führen sie die NFC North vor den 6-5-1 Vikings an. Die spielen in dieser Nacht in Seattle.

Fazit: mit den Saints und den Rams stehen zwei Divisionssieger fest.
Die Chiefs sind sicher in den Playoffs.

Kurzberichte
Redskins Quarterback Alex Smith steht vor dem Ende seiner Karriere.
Nachdem sein gebrochenes Bein mit Schrauben und Platten stabilisiert wurde, entzündete sich die Wunde.
Smith mußte erneut operiert werden, und die Infektion bekämpfen.
Das wird dauern. Wenn er noch nicht seine Karriere beenden muß, so ist aber doch fraglich, ob er zum Saisonstart 2019 einsatzbereit sein könnte?
Seinem Gehaltskonto würde ein frühes Karriereende nicht schaden. Die Redskins müssen ihm 2019 garantierte $15 Millionen zahlen und 2020 $16 Millionen.

So, genug geschrieben. Der Lazarettreport folgt morgen.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Kurzberichte
mack-khalil-bearsSind die Bears schon so weit, in der Etage der großen Teams mitzuspielen?
Das wird sich heute Nacht zeigen.
Für die in diesem Jahr ungewohnt schwache NFC North wird es reichen. Deshalb sehen sie mit 8-4 Siegen auf die 6-5-1 Minnesota Vikings als nächste Verfolger herab.
Von den 4-7-1 Packers droht keine Gefahr mehr, und von den Lions droht eh nie Gefahr.
Die Defense der Bears steht an dritter Stelle der Statistik, nicht zuletzt dank Khalil Mack (Bild).
Nervös machen sollte die Fans aber die Tatsache, daß sie letzte Woche gegen die winzigen Giants 27:30 nach Verlängerung verloren haben. Die New Yorker sind nun wirklich kein Team, gegen das man als Playoffkandidat verlieren sollte.
Und gegen ein Team, das in der Statistik der besten Offenses unter den Top 15 rangiert, haben sie seit Woche 7 nicht mehr gespielt. Vorher waren sie 1-2 gegen diese Teams.
Mit den Rams kommt nun eine absolute Top Offense nach Chicago. Den Bears wird es zugute kommen, daß das Spiel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stattfindet. Nicht, daß die sonnenverwöhnten Kalifornier damit nicht umgehen könnten, aber ein kleiner Vorteil liegt hier beim Heimteam.
Zudem wird Quarterback Mitchell Trubisky nach einer Schulterverletzung wieder starten können. Allerdings sieht er sich Defensive End Aaron Donald gegenüber, der mit 16,5 Sacks ganz alleine an der Spitze dieser Statistik steht. Und Trubisky wurde in seinen bisherigen Spielen 19 mal gesackt.
Nicht besser geht es da Rams Quarterback Jared Goff. Er wurde sogar 26 mal gesackt, hat aber auch die volle Anzahl von 12 Spielen absolviert.
Ob Running Back Todd Gurley wieder ganz fit ist um Goff zu entlasten?
Das wird der Spielverlauf zeigen. Die Bears wissen, daß der Top Running Back angeschlagen ist, und werden deshalb den Quarterback mehr ins Visier nehmen.
Vielleicht wird es eine Defenseschlacht?
Dann aber hoffentlich eine spannende mit knappem Ausgang.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. möchte ja, daß sein abgeschlagenes Team den noch kommenden Gegnern die mögliche Playoffteilnahme verhagelt.
Doch er selber wird zumindest gegen die Redskins nicht dabeisein können.
Wegen einer Quadrizepsverletzung fällt der Junior heute aus.
Die Giants können höchstens acht Spiele in dieser Saison gewinnen, wenn sie jetzt keines mehr verlieren. Die Redskins stehen bei 6-6 und haben noch eine kleine Chance auf die Endrunde.

Zur Kasse bitte...
hieß es nicht nur für für Cowboys Linebacker Jaylon Smith. Auch andere müssen Strafen zahlen.
49Ers: Head Coach Kyle Shanahan, Auseinandersetzung mit einem Schiedsrichter, $25.000.

Bills: DE Jerry Hughes, Auseinandersetzung mit einem Schiedsrichter, $53.482

Bengals: Linebacker Vontaze Burfict, unnötige Härte, $53.482

Rams: Defensive Tackle Ndamukong Suh, Horse Collar Griff, 20.054.

Falcons: Linebacker Vic Beasley, verbotene Feier nach einem Touchdown, 13.369.

Lions: Defensive End Ziggy Ansah, Angriff auf das Knie von Quarterback Jared Goff, $20.054.

Panthers: Safety Eric Reid, verbotener Angriff auf einen schutzlosen Gegner, $26.739.

Samstag, 8. Dezember 2018

Kurzberichte
marrone-doug3
„Ich bin zutiefst enttäuscht nach diesem Thursday Night Spiel,“ sagte Jaguars Head Coach Doug Marrone (Bild).
Da, Mr. Marone, können Millionen Footballfans, die sich das Spiel angetan haben, ihnen ganz klar beipflichten.
Fünf Tage, nachdem sie die Colts ohne Punkte halten und ihre sieben Spiele dauernde Niederlagenserie beenden konnten, durchlebten die Jags den Tiefpunkt der laufenden Saison. Was sie zeigten hatte nichts mit NFL Football zu tun.
„Zutiefst enttäuscht,“ ja, das trifft es.
Die Defense, letztes Jahr die beste der Liga, war ein Lachschlager. Die Offense war, wie man die Offense der Jaguars kennt. Auch mit Cody Kessler anstelle von Blake Bortles spielten sie „wie eine Flasche leer“.
Es wird immer rätselhafter, wie diese Stümper letztes Jahr in das AFC Championship Spiel haben kommen können.
Und es ist rätselhaft, wie die Verantwortlichen der NFL ein Spiel zweier AFC South Teams zu einem landesweiten Primetime Spiel machen konnten?
Die Jaguars sind nach ihrem unerwarteten Höhenflug 2017 wieder auf ihrem normalen Weg angekommen. Sie haben jetzt 4-9 Siege und werden ihre neunte negative Saison in 11 Jahren abliefern.

Jets Linebacker Darron Lee wurde für vier Spiele suspendiert.
Er hat die falschen Mittel eingeworfen und sich dabei erwischen lassen.
Nach dem letzten Saisonspiel gegen die Patriots am 30. Dezember darf er wieder mit dem Team trainieren. Also pünktlich zum Beginn der Playoffs.
Nicht, daß die Jets Chancen hätten, die Endrunde zu erreichen.

Wide Receiver Josh Gordon scheint seine mittlerweile dritte oder gar vierte Chance zu nutzen.
Er kam als Supertalent in die Liga und hatte eine phänomenale erste Saison bei den Browns.
Dann versank er im Alkohol und Drogensumpf.
Die Browns gaben ihn nie auf und setzten ihn letzes Jahr sogar mal wieder ein, nachdem Gordon eine jahrelange Suspendierung abgesessen hatte.
Doch in Cleveland war niemand, der sein Talent wieder wecken konnte. Der unfähige Head Coach Hue Jackson schon gar nicht.
Anders sieht es in Gordons neuem Team aus, den Patriots.
Bei Head Coach Bill Belichick ist klar, daß Gordon entweder sauber bleibt und Leistung bringt, oder er ganz schnell wieder weg vom Fenster ist. Belichick hat keine Probleme damit, Spieler kurzfristig zu feuern, wenn sie nicht funktionieren.
Doch Gordon funktioniert. Und der Wide Receiver schreibt das dem Umgang der Spieler untereinander in der Kabine zu und ganz speziell Quarterback Tom Brady.
„Es ist gut, von ihm lernen zu könne,“ sagte Gordon. „Ich sehe zu diesem Typen auf. Er hat alles richtig gemacht, also genieße ich die Zeit, die ich mit ihm zusammen bin.“
Seit er am 17. September zu den Patriots kam, hatte er neun Starts und fing 34 Pässe für 605 Yards und drei Touchdowns.
Da die Patriots den Browns nur ihre Wahlmöglichkeit in der fünften Runde der nächsten Draft überlassen mußten, kann man die Sache als Diebstahl bezeichnen.
Und Gordon hat es bisher geschafft, keine negativen Schlagzeilen mehr zu produzieren. Das verdankt er dem Umgang der Patriots Spieler untereinander.

Der ehemalige Pro Bowl Linebacker der Rams, Isiah Robertson, wurde bei einem Autounfall getötet.
Er wurde 69 Jahre alt.
Von 1971 bis 78 spielte er 111 mal für die Rams, bevor er seine Karriere in Buffalo beendete.
Laut Polizeibericht war Robertson mit seinem Wagen im Regen zu schnell unterwegs. In einer Kurve stellte das Auto sich quer und wurde von einem Truck erfaßt. Zusammen rutschten die beiden Fahrzeuge in den Gegenverkehr, wo Robertsons Limousine von einem weiteren Truck erwischt wurde.
Die Polizei gab nicht bekannt, ob es noch weitere Verletzte bei dem Unfall gab.

Zur Kasse bitte...
hieß es für Cowboys Linebacker Jaylon Smith.
Jeder im Stadion und vor dem Fernseher hatte gesehen, daß er Saints Running Back Alvin Kamara absichtlich mit dem Helm voran angegriffen hatte. Jeder, außer den vielen Schiedsrichtern, die so ein Spiel verpfeifen. Auf dem Platz wurde er deshalb auch deswegen nicht bestraft. Doch die Liga schickte ihm jetzt eine Zahlungsaufforderung über $26.739.

Der Lazarettreport
Chiefs: Wide Receiver Sammy Watkins ist mit einer Fußverletzung für den Rest der regulären Saison außer Gefecht.
Da ist es ja von Vorteil, daß Kelvin Benjamin gerade verpflichtet wurde.

Wer ist denn am Wochenende definitiv nicht einsatzbereit?
Panthers: kicker Graham Gano (linkes Knie). Als Ersatz für ihn wurde Chandler Catanzaro verpflichtet

Colts: Center Ryan Kelly (Knie) is out.

Browns: Cornerback Denzel Ward (Gehirnerschütterung)

Titans: offensive Tackle Jack Conklin hat sich gegen die Jaguars am Knie verletzt. Er fällt einige Wochen aus.

Redskins: Linebacker Ryan Anderson (Oberschenkel) und offensive Lineman Tony Bergstrom (Knie/Knöchel)

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon (Brust)

Chargers: Running Back Melvin Gordon (Knie) und Cornerback Trevor Williams (Knie)

Eagles: Linebacker Jordan Hicks (Wade), Cornerback Jalen Mills (Fuß)

Saints: linkes Tackle Terron Armstead (Brust)

Bengals: Linebacker Vontaze Burfict (Gehirnerschütterung), offensive Tackle Cordy Glenn (Rücken), Cornerback Dre Kirkpatrick (Knöchel) und Cornerback Tony McRae (Gehirnerschütterung)

Buccaneers: Wide Receiver DeSean Jackson (Daumen)
Safety Justin Evans (Zeh)

49ers: Running Back Matt Breida (Knöchel), Wide Receiver Pierre Garcon (Knie) und Safety Jaquiski Tartt (Schulter)

Dolphins: Cornerback Xavien Howard (Knie)

Cowboys: Wide Receiver Tavon Austin (Leiste), defensive End David Irving (Knöchel), Linebacker Sean Lee (Oberschenkel) und Tight End Geoff Swaim (Handgelenk)

Freitag, 7. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 14 - Der triste Donnerstag
dorsett-tony2
Manchmal, wenn zwei Müllteams aufeinandertreffen, kommt ja ein halbwegs nettes Spielchen dabei heraus, aber in dieser Nacht gab es nur ein Müllspiel.
Dennoch gibt es wieder etwas berichtenswertes. Tony Dorsett (Bild) ist nicht mehr der einzige Spieler der NFL, der einen Touchdownlauf über 99 Yards hingelegt hat.
Seit gestern gibt es zwei Running Backs, die das erreicht haben. Derrick Henry von den Titans nahm den Ball, schüttelte drei Verteidiger ab, die ihn angriffen, als wären sie Musterschülerinnen eines Mädchenpensionats, und stürmte in die Endzone der Titans.
Ein 99 Yards Touchdownlauf kann ja nicht übertroffen werden, sondern er kann nur eingestellt werden, da der Ball immer wenigstens an die Eins gelegt wird, wenn die Offense anfängt.
Es gibt jetzt also zwei Rekordhalter.
Hall of Fame Mitglied Tony Dorsett gehörte dieser Rekord seit dem letzten Spieltag der Saison 1982 (am 3. Januar 1983), als er gegen Minnesota über 99 Yards zum Touchdown lief. Allerdings könnte man sagen, daß Dorsetts Rekord doch einzigartig bleibt. Fullback Ron Springs hatte ein Signal falsch verstanden und lief vom Feld. Dorsett erzielte seine 99 Yards also mit nur 10 Cowboys Angreifern auf dem Platz.
Derrick Henry war letzte Nacht zu viel für die Jaguars Defense. Er kam auf 238 Yards und vier Touchdowns aus 17 Läufen.
Doch nicht nur, daß er Dorsetts Rekord (sozusagen) einstellte, er stellte auch einen eigenen auf. Er ist der ersten Spieler in der Super Bowl Ära, der mehr als 200 Yards und vier Touchdowns in weniger als 20 Läufen erzielte.
Durch ihren 30:9 Sieg kletterten die Titans auf 7-6 Siege. Dadurch können die 9-3 Texans am Sonntag nicht vorzeitig die AFC South gewinnen.

Kurzberichte
Nach seiner Operation am gebrochenen Bein hat Redskins Quarterback Alex Smith sich eine Infektion eingefangen.
Smith ist nicht der erste NFL Spieler, dem das nach einer Operation passiert ist.
Die Ärzte gaben an, daß sie die Infektion in den Griff bekommen haben. Details wollten sie aber nicht bekanntgeben.
Welchen Einfluß die OP und die Infektion auf die weitere Karriere des mittlerweile 34 Jahre alten Quarterbacks haben werden, muß man abwarten.

Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. möchte zumindest noch den Störenfried spielen.
Selber haben die Giants kaum noch eine Chance auf die Playoffs, aber den kommenden Gegnern möchte Beckham die Suppe versalzen. Und in dieser Woche soll das Versalzen gegen die Redskins losgehen.
Das dürfte nicht schwer werden, gegen ein Team, das eine durch Verletzungspech ausgedünnte O-Line hat, hinter der Mark Sanchez als Quarterback Darsteller antritt.

Kelvin Benjamin war nicht lange ohne Job.
Der frisch von den Bills gefeuerte Wide Receiver hat bei den Chiefs unterschrieben.
Da hat er einen phantastischen Quarterback, von dem er immer schon geträumt hat.
Mal sehen, was das wird.

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Kurzberichte
mahomes-patrick2Das Ende ist nah. Welche Teams haben an diesem Spieltag die Chance, die Playoffs zu sichern?
Die einzigen Teams, die auch rein rechnerisch keine Chance mehr auf die Endrunde haben, sind die Raiders und die 49ers. Natürlich gibt es viele andere Teams, die zwar theoretische Chancen haben, aber keine realistischen.
Die Rams haben ja schon die NFC West gewonnen. Mit einem Sieg gegen Chicago haben sie auch Spielfrei in der ersten Playoffrunde.
Auch die Saints haben ihr Schicksal in der eigenen Hand. Mit einem Sieg in Tampa haben sie die NFC South gewonnen.
Noch nicht um den Gewinn der AFC West geht es für die Chiefs (im Bild QB Mahomes). Doch mit einem Sieg gegen die Ravens können sie die Playoffteilnahme sichern.
Ein Sieg der Patriots gegen die Dolphins läßt sie mal wieder die AFC East gewinnen.
Die AFC gehört den Texans wenn sie gegen die Colts gewinnen und die Titans gegen die Jaguars verlieren. Dieses Spiel der Ödnis lauert als heutiges Thursday Night Football Spiel auf uns.
Schauder!

Die Redskins verpflichteten Josh Johnson als Ersatz Quarterback für ihren startenden Ersatz Quarterback Mark Sanchez.
Johnson ist noch länger aus dem Geschäft, als es Sanchez war. Johnson warf seinen letzten Pass in einem Spiel mit Bedeutung 2011 für die Buccaneers.
Die Redskins sind Johnsons 12. Team.

Bears Quarterback Mitch Trubisky ist sicher, daß seine Schulter wieder voll einsatzbereit ist. Er will gegen die Rams starten.
Rams at Bears... Sunday Night Football... die bestbezahlten Verteidiger der Liga Khalil Mack (Bears) und Aaron Donald (Rams) gegeneinander.
Das wird ein hartes Spiel für beide Angriffsreihen.
Und ein Härtetest für Trubiskys Schulter.

Der Lazarettreport
Da haben die Broncos im Endspurt der Saison noch den Lauf auf eine Wild Card Teilnahme gestartet, da erwischt sie das Verletzungspech.
Wide Receiver Emmanuel Sanders hat sich im Training die Achillessehne am linken Bein gerissen. Für ihn ist die Saison damit beendet.
In den letzten 31 Tagen verloren die Broncos Center Matt Paradis (gebrochenes Schienbein), Left Guard Max Garcia (Kreuzbandriss ), Tight End Jeff Heuerman (gebrochene Rippen und gequetschte Lunge)

Bei den Saints konnte Wide Receiver Michael Thomas wegen einer Knöchelverletzung nicht trainieren. Ob er spielen kann steht noch nicht fest.

Bei den Panthers hat Quarterback Cam Newton Schmerzen in der Schulter des Wurfarms. Er nimmt nur eingeschränkt am Training teil.

Giants: Safety Landon Collins, Schulter. Er muß sehr wahrscheinlich operiert werden.

Ravens: Quarterback Joe Flacco soll nach seiner Hüftverletzung wieder trainieren. Ein Einsatz gegen die Chiefs ist aber eher unwahrscheinlich.

Bills: Cornerback Taron Johnson wurde an einer Schulter operiert, Saison beendet.

Redskins: Cornerback Quinton Dunbar (Bein), Wide Receiver Trey Quinn (Knöchel) und Guard Jonathan Cooper (Bizeps) wurden alle auf die Verletztenliste gesetzt.

Raiders: Wide Receiver Martavis Bryant (Knie), Safety Reggie Nelson (Schulter) und defensive End Shilique Calhoun wurden auf die Verletztenliste gesetzt.

Jaguars: Wide Receiver DJ Chark Jr. (Quad) und defensive Tackle Abry Jones können heute nicht gegen die Titans spielen.

Packers: Cornerback Kevin King (Oberschenkel) wurde auf die Verletztenliste gesetzt.

Die besten Spieler der Woche - 13
AFC
OFFENSE: RB PHILLIP LINDSAY, DENVER BRONCOS
20 Ballberührungen, 159 Gesamtyards, 2 Touchdowns

DEFENSE: CB XAVIEN HOWARD, MIAMI DOLPHINS
4 Tackles, 2 Interceptions, 2 abgewehrte Pässe

SPECIAL TEAMS: CB-PR DESMOND KING, LOS ANGELES CHARGERS
73 Yards Puntreturntouchdown, 10 Tackles.

NFC
OFFENSE: RB TODD GURLEY, LOS ANGELES RAMS
26 Ballberührungen, 165 Gesamtyards, 2 Touchdowns

DEFENSE: LB BOBBY WAGNER, SEATTLE SEAHAWKS
12 Tackles, 1 Sack, 1 Interception- Touchdown, 1 erzwungener und eroberter Fumble

SPECIAL TEAMS: K ALDRICK ROSAS, NEW YORK GIANTS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Kurzberichte
mcvayIm Power Ranking hat sich wieder etwas getan.
Die unvorhersehbare Niederlage gegen die Cowboys ließ die Saints wieder hinter die Rams zurückfallen. Die Rams mit Head Coach McVay (Bild) sind also wieder auf Platz eins.
Die Patriots stiegen von der vier auf die drei und die Chiefs fielen von der drei auf die vier.
Der unvorhersehbare Sieg gegen die Saints katapultierte die Cowboys von der 14 auf die sieben.
Auch unten gab es einige Wechsel.
Der unvorhersehbare Sieg über die Packers ließ die Cardinals vom letzten Platz auf die 31 steigen.
Neue rote Laterne sind nun die San Francisco 49ers.

„Jeder hat Null Toleranz für häusliche Gewalt,“ sagte wer?
Jerry Jones, Besitzer der Dallas Cowboys.
Der Jerry Jones, der damals Defensive End Greg Hardy verpflichtete, der seine Freundin beinahe zu Tode geprügelt hatte.
Der Jerry Jones, der gegen die Liga klagen wollte, weil sie den unter Verdacht stehenden Cowboys Running Back Ezekiel Elliott für sechs Spiele suspendierte. Jones nannte das „eine Überreaktion“. Wobei, in diesem Fall gab es so viele Ungereimtheiten, daß es zu keiner Anklage kam. Insofern könnte man Jones da Recht geben.
Die Frage zur häuslichen Gewalt wurde Jerry Jones bei einem Radiointerview gestellt. Es ging dabei konkret um die Redskins, die Reuben Foster verpflichteten, und Kareem Hunt, der von den Chiefs gefeuert wurde.
Keiner der beiden Spieler dürfe je wieder in der NFL spielen, meinte Jones. Und auf keinen Fall würde man einen von ihnen verpflichten. Das läge nicht nur daran, daß man auf den Positionen dieser beiden Spieler gut aufgestellt wäre.
Und wo Jones schon mal dabei war über Positionen zu reden, kam er auch auf Sean Lee zu sprechen. Der Linebacker würde sofort wieder seinen Starterjob bekommen, sobald er auskuriert wäre.
Diese Entscheidung ist eine Überraschung. Und ob sie mit den Trainern abgesprochen ist, ist nicht klar.
Rookie Leighton Vander Esch hat Lee nicht nur ersetzt, er spielt auch besser als Lee, der immerhin zu den besten Spielern überhaupt auf der Position gehört... wenn er denn mal spielt. Das macht er allerdings verletzungsbedingt nicht allzu oft.
Leider!
Momentan kuriert Lee eine Oberschenkelverletzung aus, wie schon so oft in seiner Karriere.

Die Packers haben einen Langzeitplan. Der neue Head Coach, wer auch immer das wird, soll Zeit bis 2020 haben, ein wettbewerbsfähiges Team zu bilden. Er muß es nicht unbedingt schon 2019 schaffen.
Geschäftsführer Mark Murphy wies darauf hin, daß Quarterback Aaron Rodgers nicht in die Suche nach einem neuen Head Coach eingebunden wird.
Nachdem, wie Rodgers sich in letzter Zeit über den Ex- Head Coach Mike McCarthy beschwert hat, meinte Murphy wohl klarstellen zu müssen, wer das Sagen hat, der Geschäftsführer Murphy und General Manager Brian Gutekunst nämlich und nicht der Spieler.
Rodgers ist der teuerste Spieler, den es jemals in der NFL gab, aber er ist eben nur ein Spieler.
Wo wir gerade bei den Packers sind, und bei Trainerwechseln, gestern wurde auch noch Assistent Head Coach/ Linebacker Coach Winston Moss gefeuert. Auch er war 13 Saisons in Green Bay, wie McCarthy.
Winston hatte am Dienstag per Twitter kritisiert, daß McCarthy gefeuert wurde. Viel eher hätte man die schlechten Leistungen von Quarterback Rodgers verantwortlich machen sollen.

Ein ehemaliger NFL Spieler und zweifacher Super Bowl Sieger wurde am Dienstag zu acht Jahren Gefängnis verurteilt.
Cornerback Brandon Browner hat versucht, seine Ex-Freunden zu ermorden, nachdem er in ihr Haus in Southern California eingebrochen war.
Nach seiner Haftentlassung muß Browner sich 10 Jahre von der Frau und ihren zwei Kindern fernhalten.
Der Cornerback, der Super Bowls mit den Seahawks und den Patriots gewann, wurde im Juli verhaftet.

Bei einem Unfall mit Fahrerflucht wurde der Bruder von Eagles Defensive End Derek Barnett, David, getötet.
Der Unfallfahrer, Felipe Castelblanco, wurde ermittelt und verhaftet. Er war stark alkoholisiert.

Die Raiders verpflichteten vor dem Spiel gegen die Steelers CJ Anderson.
Der Running Back spielte bereits für Oaklands Divisionsrivalen Denver und danach für die Panthers. Die entließen ihn im November nachdem er den Ball in neun Spielen nur 24 mal trug für 104 Yards.

Die Steelers brauchen einen Running Back. James Conner zog sich gegen die Chargers eine Knöchelverletzung zu und kann gegen die Raiders nicht spielen.
Ob Pittsburgh noch einen Ersatzmann verpflichtet, oder auf das eigene Personal setzt, steht noch nicht fest.
Rookie Jaylen Samuels soll an erster Stelle der Linie stehen, vor Stevan Ridley und Trey Edmunds.

90 Yards mit einem einzigen Touchdownlauf im Spiel, und dann nicht auf 100 Laufyards insgesamt gekommen?
Gibt`s nicht?
Gibt`s doch!
Redskins Running Back Adrian Peterson ist das am Montag gegen die Eagles passiert.
Und er war nicht der erste, der nach einem Touchdown über 90 Yards nicht über die 100 Marke kam.
Und auch damals waren die Eagles daran beteiligt. Herschel Walker kam 1994 nach einem 91 Yards Touchdownlauf für Philadelphia gegen die Falcons nicht über 100 Yards.
Zwei Running Backs, die ein Statistik teilen, die ihnen nicht gefallen wird.

Redskins Head Coach Jay Gruden betonte, daß man nicht Colin Kaepernick verpflichten wird.
Immer wenn irgendwo ein Quarterback Posten frei wird, wird der Name Kaepernick in die Runde geworfen.
Doch Gruden meinte, daß der ehemalige Quarterback der 49ers nicht in das Spielsystem des Teams passen würde.
Man hätte zwar über seine Verpflichtung nachgedacht, aber man wäre zu einem negativen Ergebnis gekommen.
Die Zeit drängt.
Nachdem Alex Smith und Colt McCoy beide mit gebrochenen Beinen ausgefallen sind, ist nur noch Mark Sanchez im aktiven Kader.
Bevor die Redskins Sanchez vor zwei Wochen verpflichteten, nachdem Smith ausgefallen war, hatten sie auch EJ Manuel, Kellen Clemens, T.J. Yates und Josh Johnson zum Probetraining eingeladen. Einer von ihnen könnte jetzt der Ersatzmann des Ersatzmannes vom Ersatzmann werden... oder so.

Wide Receiver Kelvin Benjamin war froh, von den Panthers weggehandelt worden zu sein. Er war nicht von der Qualität seines damaligen Quarterbacks Cam Newton überzeugt. Benjamin glaubte, daß er viel mehr Pässe hätte fangen können, wenn Newton ein besserer Passer gewesen wäre.
Benjamin sagte, daß er froh wäre, für die Bills spielen zu dürfen, Hauptsache weg von den Panthers.
Schon damals klang diese Aussage, angesichts der „Qualität“ der Bills Quarterbacks, wie das Pfeifen im Walde.
Die Begriffe Bills und Quarterback haben eigentlich nichts zusammen in einem Satz zu suchen.
Und Benjamin war nicht der dominante Receiver, den die Bills sich erhofft hatten. 2017 fing er nur 16 Pässe für 217 Yards, und keinen mehr, denn am Dienstag wurde er gefeuert.
Mit ihm mußte auch Wide Receiver Andre Holmes gehen.

Bills Defensive End Jerry Hughes und Umpire Roy Ellison hatten sich am Sonntag nicht lieb.
Die beiden tauschten Worte aus, und einer von ihnen wurde für die herabwürdigende Art seiner Worte suspendiert.
Und nein, es war nicht der Spieler, sondern der Schiedsrichter, der für ein Spiel ohne Bezahlung gesperrt wurde.
Bereits 2013 beleidigte Ellison Redskins Offensive Lineman Trent Williams, er war also ein Wiederholungstäter.
Und Ellison ist bereits der zweite Schiedsrichter, der in der laufenden Saison bestraft wurde. Im Oktober wurde Hugo Cruz wegen anhaltend schlechter Leistungen gleich ganz gefeuert.

Dienstag, 4. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 13 - Der Montag
sanchez-mark-redskinsDas ist mit dem kleinen Wörtchen Pech nicht mehr zu beschreiben. Zuerst verloren die Redskins Quarterback Alex Smith für den Rest der Saison mit einem gebrochenen Bein, und gestern erwischte es seinen Ersatzmann Colt McCoy. Er brach sich das rechte Bein und der erst vor zwei Wochen verpflichtete Mark Sanchez (Bild) mußte für ihn rein.
In dem Moment war klar, daß das Spiel für die Redskins gelaufen war, und daß die Saison für sie gelaufen sein dürfte.
Sanchez hatte seinen letzten Pass in einem NFL Spiel auch in Philadelphia, im Januar 2017 für die Cowboys.
Sein erster Spielzug war aber kein Pass, sonder Head Coach Jay Gruden hatte einen Laufspielzug angesagt. Die Redskins standen an der eigenen 10 und Adrian Peterson bekam den Ball. Und nach all den langen Jahren, die der 33-jährige mittlerweile in der NFL spielt, kam er gestern zu seinem längsten Touchdownlauf. Peterson nahm den Ball und lief unberührt von Eagles Verteidigern über 90 Yards in die Endzone.
Das war der einzige Höhepunkt für die Redskins in einem Tiefpunkt der Saison. Sie müssen jetzt noch einen Ersatzmann für Sanchez suchen. Sanchez war der letzte Quarterback im aktiven Kader.
Die Eagles gewannen 28:13 und sind mit 6-6 Siegen Punktgleich mit den Redskins, ein Spiel hinter den 7-5 Cowboys.
Durch den Sieg wirbelte Philadelphia die Wild Card Plätze etwas durcheinander. Die Redskins flogen von ihrem Platz als zweites Wild Card Team und wurden von den Vikings ersetzt.
Das Rennen um die Wild Card Plätze ist in der AFC und der NFC enorm spannend.

Kurzberichte
Nachdem das Video im Internet auftauchte, auf dem zu sehen ist, daß Kareem Hunt eine am Boden liegende Frau tritt, setzten die Chiefs den Running Back auf die Transferliste.
Gestern um 16 Uhr Ostküstenzeit lief die Zeit ab, in der ein Team ihn von der Liste aus hätte verpflichten könne. Doch dieses Team hätte den Chiefs dann noch eine Kompensation überlassen müssen.
Die Zeit verstrich, und Hunt wurde nicht verpflichtet. Jetzt ist er ein Freier Spieler, der sich ein Team aussuchen darf.
Bisher scheuen sich die anderen Clubs allerdings, Hunt aufzunehmen. Zunächst steht er ja eh noch auf der Ausnahmeliste des Commissíoners. Solange er auf dieser Liste steht, darf er nicht für ein Team spielen, mit einem Team trainieren, ja noch nicht mal ein Spiel persönlich im Stadion ansehen.
Wenn Roger Goodell ihn von dieser Liste nimmt, dann beginnt eine wenigstens sechs Wochen dauernde Suspendierung. In der laufenden Saison könnte also kein Team mehr etwas mit Hunt anfangen.

Die Chiefs verpflichteten Charcandrick West als Ersatz für Kareem Hunt.
Von 2014 an war der Running Back bereits vier Jahre bei den Chiefs unter Vertrag. Er kennt die Spielzüge der Offense also recht gut.

In Green Bay wurde es immer offensichtlicher, daß ein Führungswechsel nötig war. Am Sonntag gab es den besten Beweis. Wer gegen die Cardinals Zuhause verliert, bei dem stimmt was nicht.
Team Präsident und Geschäftsführer Mark Murphy nannte die Niederlage gegen ein 2-9 Team inakzeptabel. Er hätte zwar gerne bis nach der Saison damit gewartet, Head Coach Mike McCarthy zu entlassen, aber nach diesem Spiel war das nicht mehr möglich. Nach diesem Spiel mußte sofort etwas geschehen.
Murphy hält McCarthy immer noch für einen guten Coach, aber nicht mehr für die Packers. So wie einst auch Andy Reid nicht mehr der Richtige für die Eagles war, und jetzt gute Arbeit in Kansas City leistet, wäre es auch mit McCarthy.
Einem anderen Team könne McCarthy neue Impulse geben, den Packers nicht mehr, glaubt Murphy.
Bis zum Saisonende soll Offensive Coordinator Joe Philbin die Packers führen. Auch darüber hinaus könnte sich Murphy Philbin als Head Coach vorstellen.
Denkt man jetzt an Philbins erfolglose Zeit bei den Dolphins, dann sollte der Geschäftsführer sich das doch noch mal überlegen.

Die Packers waren mutig. Sie feuerten einen einst erfolgreichen Head Coach in der laufenden Saison.
In Pittsburgh fehlt dazu der Mut. Auch Mike Tomlin kann als erfolgreich angesehen werden, doch mit dem Spielerpotential, das die Steelers haben, wäre mehr drin.
Früher hätten die Steelers nicht Zuhause eine 16 Punkte Führung abgegeben, wie am Sonntag gegen die Chargers. In solchen Spielen sind sie seit ihrer Gründung 1933 174-0-1.
Zur Halbzeit führten sie sogar noch mit 14 Punkten und sind in solchen Spielen 220-0-2!!!
Noch eine Niederlage von Pittsburgh und ein Sieg von Baltimore und die Steelers müssen sich hinten anstellen für einen Wild Card Platz.
Seit Jahren schon halten die Steelers sich für ein Team, das in jedem Spiel wenigstens 30 Punkte erzielen kann. Seit diesem Jahr gibt es mit den Saints, den Chiefs und den Rams gleich drei solcher Teams. Pittsburg kann man 2018 auch dazuzählen, aber es springen nicht genug Siege dabei heraus.
Tomlin scheint immer noch fest im Sattel zu sitzen. Das könnte sich ändern, wenn die Steelers am Sonntag zum dritten Mal in Folge gegen ein AFC West Team verlieren sollten. Gegen Denver, OK, das war schon grenzwertig. Die Chargers stehen immerhin vor den Steelers, aber die 2-10 Raiders? Gegen ein Team verlieren, das erst zwei Spiele gewonnen hat, das hat doch diese Woche schon mal zu einer Trainerentlassung geführt.
Zu den Leistungen der Schiedsrichtern des Spiels gegen die Chargers wollte Tomlin lieber nichts sagen. Erst im Oktober mußte er $25.000 Strafe zahlen, weil er etwas zu den Leistungen der Crew nach dem Sieg gegen die Falcons gesagt hat.

Panthers Head Coach Ron Rivera weiß nicht, was die Zukunft ihm bringt.
Nach vier Niederlagen in Serie wurden am Montag zunächst Defensive Line Coach Brady Hoke und Cornerback Coach Jeff Imamura gefeuert. Das ist noch recht weit vom Head Coach entfernt, aber die Einschläge kommen näher.
Die Offense funktioniert ganz gut unter dem neuen Offensive Coordinator Norv Turner, doch die Defense schwächelt. Dennoch erwischte es nur zwei mindere Trainer und noch nicht Defensive Coordinator Eric Washington oder eben Rivera, der die defensiven Spielzüge ansagt.
In Carolina pfeifen es die Spatzen von den Dächern, daß der neue Teambesitzer David Tepper überhaupt nicht zufrieden ist mit dem, was die Panthers spielen. Ballverluste und Strafen haben in den letzten vier Spielen zugenommen. Das akzeptiert Tepper nicht. Auch die Auswärtsschwäche (1-5) gefällt dem Teambesitzer nicht. Mit 6-6 Siegen steht man mitten im vollgepackten Feld der Wild Card Kandidaten. Rechnerisch könnten sie zwar noch an die 10-2 Saints herankommen und die NFC South gewinnen, zumal sie noch zweimal gegen sie spielen, aber das ist wohl trotzdem nur noch rechnerisch möglich.
Und ohne die Playoffs könnte der schwarze Montag des lustigen Trainerfeuerns Ron Rivera betreffen.

Falcons Besitzer Arthur Blank sagte: „Ich habe mein Vertrauen in Head Coach Quinn und General Manager Dimitroff nicht verloren.“
Oh jetzt heißt es vorsichtig sein. Mit solchen Worten des Vertrauens fangen Entlassungen an.
Die Falcons wollten in den Heim Super Bowl und stehen statt dessen auf dem letzten Platz der NFC South mit 4-8 Siegen.
Blank führte noch an, daß er den Umbau des Teams der beiden unterstützt. Die Verletzungen in der Mannschaft wären nur sehr schwer zu kompensieren, deshalb können man den beiden dafür keine Schuld geben.
Mal sehen, was dabei am Ende herauskommt?

Der Lazarettreport
Bengals: Wide Receiver AJ Green wurde mit einer Zehenverletzung auf die Verletztenliste gesetzt, Saison beendet.

Cardinals: Rookie Wide Receiver Christian Kirk, gebrochener Fuß, Saison beendet.

Eagles: offensive Tackle Jason Peters, Fuß
Defensive Tackle Timmy Jernigan, Rücken

Redskins: Quarterback Colt McCoy, gebrochenes rechtes Bein, Saison beendet
Guard Jonathan Cooper, gerissener Bizeps, Saison beendet
Linebacker Ryan Anderson, Oberschenkel
offensive Lineman Tony Bergstrom, Knöchel
Cornerback Fabian Moreau, Knie

Montag, 3. Dezember 2018

Die NFL 2018 - Woche 13 - Der Sonntag
mccarthy-mike2Die 4-6-1 Packers hatten noch geringe Playoffhoffnungen, als sie die 2-9 Cardinals empfingen.
Auswärts konnte Green Bay in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen, aber Zuhause gegen das schlechteste Team der Liga?
Da sollte doch ein Sieg drin sein.
Schon seit Wochen kritisierte Quarterback Aaron Rodgers die Spielzüge, die Head Coach Mike McCarthy (Bild) ansagte. Das braucht Rodgers jetzt nicht mehr. Direkt nach der Niederlage gegen Arizona wurde der Head Coach gefeuert, nach 13 Jahren in Green Bay, 125-77-2 Siegen und einem Super Bowl Titel.
Interimstrainer wurde Joe Philbin
Rodgers Körpersprache während des Spiels war weit von der Überzeugung entfernt, die ihn auszeichnete. Und zu Recht. Was er mit seiner Offense bot, war absolut nix, trotz der 50 Pässe, die er warf.
Alles umsonst. Seine Statistik: 31 von 50 für 233 Yards, 1 Touchdown.
Cardinals Josh Rosen: 11 von 26 für 149 Yards, 0 Touchdowns, aber ein 20:17 Sieg.
Nachdem die Packers jetzt auf 4-7-1 gefallen sind, brauchen sie ein Fernglas, um die Playoffplätze noch sehen zu können.

Die Packers feuerten ihre Head Coach, die Rams feierten ihren.
Sean McVay sei Dank, daß die Rams bereits jetzt als Gewinner ihrer Division feststehen. Ihr 30:16 Sieg in Detroit machte sie zum Sieger der NFC West, und das zum zweiten Mal in Folge.
Mit 11-1 Siegen sind sie von den Seahawks nicht mehr einzuholen.
Seattle hatte wie erwartet keine Mühe mit den 49ers und ging als 43:16 Sieger vom Platz. Ihre 7-5 Siege machten sie zu einem Wild Card Team.
Die Vikings verloren 10:24 gegen die Patriots und fielen auf 6-5-1 zurück. Patriots Quarterback Tom Brady kam mit einem Lauf über sechs Yards auf genau 1.000 Laufyards in seiner Karriere.
Die Panthers vergeigten ihre Chancen durch eine unnötige 17:24 Niederlage in Tampa Bay und fielen auf 6-6 zurück.

Unnötig war auch die Niederlage der Steelers gegen die Chargers. In der ersten Halbzeit hatte Pittsburgh das Heft fest in der Hand. Das änderte sich im zweiten Durchgang.
Plötzlich ließen die Chargers durchblicken, warum sie mit 8-3 Siegen vor den 7-3-1 Steelers stehen.
16 Punkte Rückstand hatte LA II gegen ein Team, das für seine stahlharte Defense bekannt... war. Zuletzt vergaben die Steelers 1981 eine Führung mit 16 Punkten im eigenen Stadion.
Am Ende stand es 33:30 für Los Angeles. Und das nach einem dieser wilden, unglaublichen Finishes. 30:30 stand es und es waren noch vier Minuten zu spielen, als die Chargers von der eigenen 25 starteten. Quarterback Philip Rivers führte die Offense an die 21 Pittsburghs. Drei Sekunden zeigte die Uhr. Kicker Michael Badgley setzte den Kick aus 39 Yards daneben.
Doch es gab ein Abseits gegen die Steelers.
Nächster Versuch aus 34 Yards. Der Kick wurde geblockt. Doch gleich drei Steelers hatten sich zu früh aufgemacht, um den Schuß zu blocken, also eine Strafe.
Jetzt waren es nur noch 29 Yards. Aller guten Schüsse sind drei und dieses Mal klappte es. Der Ball segelte durch die Torstangen zum 33:30 Sieg.
Erwähnt werden sollte noch, daß der erste Touchdown der Chargers im ersten Viertel irregulär war. Bevor Rivers seinen 46 Yards Touchdownpass zu Travis Benjamin warf, hatte sich ein Spieler der O-Line deutlich sichtbar viel zu früh bewegt. Deutlich sichtbar für Zehntausende im Stadion, Millionen an den Bildschirmen, aber leider nicht für die unzähligen Schiedsrichter auf dem Platz.
Pittsburgh steht trotzdem weiter auf Platz 1 der AFC North, die Chargers stehen weiter hinter den Chiefs auf Platz 2 der AFC West.
Während die Chargers mit 9-3 Siegen weiterhin sehr gut im Wild Card Rennen sind, muß Pittsburgh aufpassen. Durch einen 26:16 Arbeitssieg der Ravens in Atlanta ist Baltimore mit 7-5 Siegen den Steelers auf den Fersen. Mehr Ausrutscher darf Pittsburgh sich nicht mehr erlauben.
Denver gewann mit 24:10 in Cincinnati und ist mit 6-6 Siegen ganz dick im Wild Card Rennen.

Mit ihrem 6:0 Sieg beendeten die Jaguars die fünf Spiele dauernde Siegesserie der Colts.
Die hätten den Sieg bitter nötig gehabt, um an den Texans dranzubleiben und an den Wild Card Plätzen. Jetzt fiel Indianapolis auf 6-6 zurück. 6-6 haben auch die Titans nach ihrem 26:22 Sieg gegen die Jets.
Die Texans hatten beim 29:13 keine großen Probleme mit den Browns und zogen auf 9-3 davon.
Der Sieg der Division dürfte ihnen nur noch schwer zu nehmen sein.

Endlich mal wieder Überstunden in einem Spiel.
Die Giants trafen mit ihren 3-8 Siegen auf die 8-3 Bears. Die Vorzeichen waren also klar. Doch es gibt einen Grund warum man selbst solche Spiele spielt, die eigentlich von Vornherein klar sein sollten.
In den letzten 65 Sekunden der regulären Spielzeit holten die Bears einen 10 Punkte Rückstand auf.
Zunächst erzielten sie ein Field Goal, dann eroberten sie den Onsidekick, weil Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. halbherzig versuchte den Ball aus dem Feld zu schubsen. Chicago eroberte ihn und kam anschließend noch zum Ausgleich. Ein Trickspielzug an dem Quarterback Chase Daniel, Running Back Cohen und Wide Receiver Miller beteiligt waren, führte zum 27:27.
Im ersten Drive der Verlängerung kamen die Giants zu einem Field Goal. Chicago mußte also auch unbedingt mindestens eins erzielen. Zunächst konnten sie einen Vierten und sieben umwandeln, doch einen Vierten und acht konnten sie nicht mehr zu ihren Gunsten entscheiden.
Mit 30:27 gewannen die Giants.
Die Bears bleiben aber mit 8-4 in der NFC North weiter auf Platz eins vor den 6-5-1 Vikings.

Das Playoff Szenario
AFC

1. Kansas City Chiefs (10-2): AFC West Leader.

2. New England Patriots (9-3): AFC East Leader.

3. Houston Texans (9-3): AFC South Leader.

4. Pittsburgh Steelers (7-4-1): AFC North Leader.

5. Los Angeles Chargers (9-3): Wild Card Nr. 1.

6. Baltimore Ravens (7-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Denver Broncos (6-6), Indianapolis Colts (6-6), Miami Dolphins (6-6), Tennessee Titans (6-6), Cincinnati Bengals (5-7)

NFC

1. Los Angeles Rams (11-1): NFC West Champions.

2. New Orleans Saints (10-2): NFC South Leader.

3. Chicago Bears (8-4): NFC North Leader.

4. Dallas Cowboys (7-5): NFC East Leader.

5. Seattle Seahawks (7-5): Wild Card Nr. 1.

6. Washington Redskins (6-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Minnesota Vikings (6-5-1), Carolina Panthers (6-6), Philadelphia Eagles (5-6), Tampa Bay Buccaneers (5-7)

Der Lazarettreport
Steelers: Running Back James Conner, Prellung an einem Bein, heute findet eine genauere Untersuchung statt.
Wide Receiver Justin Hunter (Schulter)

Panthers: Tight End Greg Olsen, Sehnenriß in einem Fuß, Saison beendet.

Broncos: Cornerback Chris Harris, Schienbeinbruch, die (reguläre) Saison dürfte für ihn beendet sein.
defensive Lineman Derek Wolfe, Rippen

Bengals: Wide Receiver A.J. Green, Fuß
Linebacker Vontaze Burfict, Gehirnerschütterung

Ravens: Tight End Maxx Williams, Gehirnerschütterung
Guard Alex Lewis, Schulter

Bills: Center Russell Bodine, Bein

Packers: offensive Tackle Bryan Bulaga, Knie
Guard Byron Bell, Knie

Falcons: Linebacker Foye Oluokun, Knie

Texans: Cornerback Johnathan Joseph, Nacken
Offensive Tackle Kendall Lamm, Gehirnerschütterung

Browns: Cornerback Denzel Ward, Gehirnerschütterung
Defensive Lineman Larry Ogunjobi, Bizeps

Rams: Running Back Malcolm Brown, Schulter

Buccaneers: Safety Justin Evans, Zeh

Dolphins: Cornerback Cornell Armstrong, Knie

Cardinals: Guard Mike Iupati, Knie

Giants: Safety Landon Collins, Schulter

Vikings: Cornerback Trae Waynes, Gehirnerschütterung

Seahawks: Guard D.J. Fluker, Oberschenkel

Sonntag, 2. Dezember 2018

Kareem Hunt gefeuert - Fortsetzung
hunt-kareemIn den USA fragt man sich jetzt, wer als nächstes „den Redskin macht“?
Dieses geflügelte Wort schwirrt neuerdings herum, nachdem die Redskins mit Reuben Foster einen mutmaßlichen Frauenschläger verpflichtet hatten.
Jetzt fragt man sich, welches Team die „wir geben Frauenschlägern keine Chance Politik“ in den Ar.. llerwertesten tritt und Kareem Hunt (Bild) verpflichtet.
Anders als bei Foster, bei dem keine Bildbeweise seines Vergehens vorliegen, gibt es bei Hunt den Videobeweis, daß er eine am Boden liegende Frau getreten hat.
After further Review ist die Sache also klar und die Strafe hat auf dem Fuß zu folgen.
Doch Hunt ist ein phantastischer Running Back. So einer wird gebraucht. Da schmeißt man seine schönen Worte schon mal über Bord und läßt Frauentreter Frauentreter sein.
Wer also wird Hunt verpflichten?
Mittlerweile wurde auch bekannt, daß die Polizei bei der Ermittlung geschlampt hat. Auf der Aufnahme einer Körperkamera eines Polizisten vor Ort ist zu hören, daß das Opfer sagt: „Sehen sie die Videoaufnahmen an.“ Das aber hat Niemand gemacht. Auch hat das Opfer gesagt, daß Hunt verhaftet werden sollte. Auch das wurde unterlassen.
Hatte Hunt bereits da seinen NFL Superstarbonus erhalten?
Ein ehemaliger Staatsanwalt sagte gegenüber der USA today, daß die Polizei Hunt auch ohne den Videobeweis hätte verhaften können, ja müssen. Zudem hätten die Polizisten einen Bericht verfassen müssen, warum sie die Verhaftung nicht ausführten. Auch das wurde nicht gemacht.
Es bleiben viele Fragen offen. Darunter auch die, ob Hunt noch mal einen Job in der NFL bekommt.

Kurzberichte
„Big Ben ist mein Mann,“ sagte Antonio Brown.
Der Wide Receiver war von seinem Quarterback nach der nicht eingeplanten Niederlage gegen die Broncos heftig kritisiert worden.
Doch zwischen den beiden gibt es deswegen kein böses Blut.
Heute haben die Steelers die Chance sich gegen die Chargers zu rehabilitieren.
Doch anders als die 5-6 Broncos, die keine so gute Saison gespielt haben, stehen die Chargers mit 8-3 Siegen vor den 7-3-1 Steelers.
Wenn heute Nacht Antonio Brown seine Routen wieder so läuft, wie Ben Roethlisberger es von ihm erwartet, dann kann die Passanfällige Defense der Chargers geknackt werden.

Die Ravens setzten Running Back Alex Collins mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste.

Zur Kasse bitte
Patriots: Wide Receiver/Kickreturner Cordarelle Patterson, $13.369, unsportliches Verhalten.

Bills: defensive End Shaq Lawson, $33,425 für einen Faustkampf mit Jaguars Running Back Fournette.

Cowboys: Running Back Ezekiel Elliott, $13,369 weil er $21 in den großen Kessel der Heilsarmee geworfen hat nach einem Touchdown.
Safety Xavier Woods, $26,739 für einen Helm gegen Helm Angriff gegen Redskins Tight End Jordan Reed. Auf dem Platz wurde der Angriff nicht bestraft

Packers: defensive Back Kentrell Brice, $26,739 für einen Angriff mit dem Helm voran gegen Vikings Running Back Dalvin Cook.

Samstag, 1. Dezember 2018

Kareem Hunt gefeuert
hunt-kareem-jagtDa steht man nichts ahnend auf, macht den Computer an, sieht nach, welche Meldungen bei Twitter gesammelt wurden und stößt auf die Entlassung von Kareem Hunt.
Schock!
Was war denn da passiert?
Ein Video ist aufgetaucht, das zeigt, wie der Running Back, bzw. Ex- Running Back, der Chiefs eine am Boden liegende Frau tritt (Bild).
Solch ein im Internet aufgetauchtes Gewaltvideo hat bereits schon einem Running Back die Karriere gekoste, Ray Rice von den Ravens.
So wie bereits Rice, wird wohl auch hoffentlich Hunt nie wieder einen Job in der NFL bekommen.
Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar. Die Polizei wurde zu einem Luxushotel in Cleveland gerufen. Eine Frau gab bei der Notrufzentrale an, daß sie von einem Mann geschlagen und getreten wurde.
Nicht lange danach erfuhren die Chiefs und die NFL, daß besagter Mann Chiefs Running Back Kareem Hunt war.
Ein kommender Superstar, der in seiner Rookiesaison die Liga aufgemischt hatte.
War es deshalb, daß der Fall nicht mit aller Konsequenz untersucht wurde? Noch im Trainingscamp der Chiefs im Juli sagte der Vorsitzende der Chiefs, Clark Hunt (nicht verwandt oder verschwägert): „Kareem ist ein junger Mann, sein zweites Jahr in der Liga. Er hatte offensichtlich ein sehr gutes Jahr auf dem Platz letztes Jahr. Ich bin sicher, daß er aus dem Vorfall im Februar seine Lehren gezogen hat, und es ist zu hoffen, daß er in Zukunft nicht mehr in solche Situationen gerät.“
Nicht mehr in solche Situationen gerät, eine am Boden liegende Frau zu treten?
Meine Begeisterung für diese bescheuerte Aussage des CEO kennt keine Grenzen.
Man hätte Kareem Hunt zu der Sache befragt, gab CEO Hunt bekannt, doch hätte der Running Back anscheinend nicht Wahrheitsgetreu geantwortet. Und Hunt, der Running Back, hätte sich für das, was er zugeben konnte und zugegeben hatte, entschuldigt. Doch er hätte bei der Befragung wohl offensichtlich nicht alles so erzählt, wie es nun auf den Videos zu sehen wäre, meinte Hunt, der CEO.
Und was hat die NFL gemacht?
Die NFL, die hoch und heilig versprochen hat, bei Frauenschlägern keine Gnade walten zu lassen?
Nun, die Liga gab an, die Sache untersucht zu haben. Da aber keine Anzeige erstattet wurde, nachdem die Polizei die Schlägerei aufgenommen hatte, ermittelte sie nicht wirklich ernsthaft.
Man hätte sich bemüht, an die Videos der Überwachungskameras in dem Gebäude zu kommen, doch die Verwaltung hätte die Herausgabe abgelehnt. Nur an offizielle Ermittlungsbehörden würde man solche Aufnahmen weitergeben, hieß es.
Nun ist TMZ keine offizielle Ermittlungsbehörde, doch die Skandal-Internetseite, die davon lebt, im Schmutz von Prominenten zu wühlen, kam an die Videos. TMZ ist bekannt dafür, nette Summen für solche Videos zu zahlen. Und natürlich veröffentlichte TMZ dieses. Am gestrigen Freitag.
Nun gab es für die NFL und die Chiefs kein Möglichkeit mehr, Kareem Hunt, diesen erstklassigen Running Back, zu decken.
Commissioner Roger Goodell setzte ihn sofort auf seine Freistellungsliste, und die Chiefs feuerten Hunt.
Alles Versteckspiel und unter den Teppich kehren war vorbei. TMZ sei Dank. Hier ist das Video zu finden: http://www.tmz.com/videos/0_exjrtvg5/
Auch wenn es stimmt, daß Hunt und einer aus seiner Gruppe, von der Frau mit dem „N“ Wort bedacht wurde, war seine Reaktion eventuell doch übertrieben.
Wie im Fall Ray Rice, wo es auch Monate gedauert hat, bis die NFL und die Ravens reagierten, brauchte es auch jetzt ein Video, das TMZ veröffentlichte, um die Liga und ein Team zur Reaktion zu zwingen.
Das ist einfach nur großer Mist!
Kareem Hunt: Seine NFL Karriere ging von 2017 bis Woche 13 2018.
2017 1.327 Laufyards und Platz eins der Running Backs. 2018 bisher 824 Laufyards und unter den Top-5 Running Backs.
Doch irgendwann ist der Superstar-Bonus aufgebraucht.

Kurzberichte
Wann ist ein Helmangriff ein erlaubter oder unerlaubter Angriff?
Diese Frage möchten einige Head Coaches demnächst per Videobeweis überprüfen lassen.
Cowboys Linebacker Jaylon Smith erwischte Saints Running Back Alvin Kamara am Donnerstag für jeden klar sichtbar in einer Szene mit dem Helm voran.
Klare Sache für Kommentator, Analyst und Regelexperten von FOX... ein strafbarer Angriff.
Doch die Schiedsrichter auf dem Platz sahen das nicht. Man muß ihnen zugute halten, daß sie eh echt mies waren. Sie übersahen Griffe in die Gesichtsgitter und pfiffen Sachen, die gar nicht passiert waren. Allerdings verteilten sie ihr Unvermögen gleichmäßig auf beide Teams.
In dieser Szene im vierten Viertel allerdings hätten die Saints einen neuen ersten Versuch bekommen, und die Chance den Drive in der Cowboys Endzone zu beenden.
Doch wann ein illegaler Helmangriff ein illegaler Helmangriff ist, das ist die neue, wann ist ein Catch denn ein Catch Regel.
Deshalb soll die Helmregel zum Videobeweis zugelassen werden. Das wird wohl nächstes Jahr eingeführt werden.

Bengals Running Back Joe Mixon hat vor dem Spiel gegen die Broncos eine Bitte an seine Teamkollegen: „Gebt 100% oder bleibt Zuhause.“
Nach drei Niederlagen in Folge und dem Verlust von Quarterback Andy Dalton wegen eines gebrochenen Daumens, möchte Mixon seine Kollegen motivieren.
In den letzten Spielen hätte er nicht gemerkt, daß die Bengals es wirklich gewollt hätten. Er selbst zeigte vorbildlichen Einsatz, doch seine Mitspieler spielten nicht mit.
Leicht hatte es das Team aber auch nicht in dieser Saison. Dalton war Spieler Nr. 13, der dieses Jahr auf die Verletztenliste gesetzt wurde.
Jeff Driskel heißt Daltons Ersatzmann.
Oh weh.

Der Lazarettreport
Wer ist RAUS?
Buccaneers: Wide Receiver DeSean Jackson (Daumen)

Jaguars: Wide Receiver D.J. Chark (Quad)

Jets: Safety Marcus Maye (Schulter/Daumen)

Colts: Center Ryan Kelly (Knie) und Tight End Mo Alie-Cox (Wade)

Chargers: Running Back Melvin Gordon (Knie)
Tackle Joe Barksdale, nicht verletzungsbedingte Freistellung

Chiefs: Wide Receiver Sammy Watkins (Fuß)

Packers: Defensive Tackle Mike Daniels (Fuß) und Wide Receiver Trevor Davis (Oberschenkel)

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon (Brust)

Patriots: Tight End Dwayne Allen (Knie)

Giants: Tight End Evan Engram (Oberschenkel)
Linebacker B.J. Goodson (Nacken)

Seahawks: Linebacker K.J. Wright (Knie)

49ers: Wide Receivers Marquise Goodwin (Nicht verletzungsbedingt) und Pierre Garcon (Knie)

Steelers: Tackle Marcus Gilbert (Knie)

Raiders: Cornerback Leon Hall (Rücken) wurde auf die Verletztenliste gesetzt

Freitag, 30. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 13 - der Donnerstag
vandereschIrgend so eine Trällertusse sang mal: „Wunder gibt es immer wieder, wenn sie dir begegnen, mußt du sie auch sehen.“
Und in dieser Nacht gab es so ein Wunder zu sehen. Dabei ist noch nicht mal die Zeit der Wunder. Die beginnt ja bekanntlich erst in der Adventszeit.
Trotzdem muß man den 13:10 Sieg der Cowboys über die Saints als Wunder werten.
Defensive Lineman Demarcus Lawrence prophezeite vor dem Spiel, daß die als unaufhaltbar geltende Offense der Saints es noch nie mit einer so guten Defense wie die der Cowboys zu tun gehabt hätte. Und Leighton Van der Esch (Bild) gehörte zu den Verteidigern, die Lawrences Spruch unterstrichen. Er ist als Rookie DIE Bereicherung für die Cowboys Defense. Er vertritt Sean Lee nicht nur, er ist sogar besser als Lee. Und Lee würde zu den Superstars der Liga gehören, wenn er weniger verletzt wäre und mehr spielen würde.
Doch Van der Esch, Lawrence und der Rest der Gang schafften etwas, was bisher keinem Team 2018 gelang, nämlich die Saints unter 20 Punkten zu halten. Einmal stoppten sie die Saints bei einem vierten und Goal an der Eins.
Quarterback Drew Brees erlebte etwas, das er bisher in seiner Karriere überhaupt noch nie erlebt hat, er vervollständigte keinen seiner ersten vier Pässe des Spiels. Und ja, die Saints haben einen Punter. Der mußte in dieser Nacht sogar gleich vier mal auf den Platz. Einmal in einer wichtigen Sequenz.
Die Cowboys hatten New Orleans mal wieder aufgehalten. Morstead mußte von Dallas 48 punten. Dallas Defensive End Randy Gregory erwischte den Punter am linken Knie, 15 Yards Strafe, neuer erster Versuch New Orleans.
Drei Spielzüge später warf Brees einen 30 Yards Touchdownpass zu Keith Kirkwood.
Nur noch 13:10 für die Cowboys und es war noch eine Menge Zeit auf der Uhr. Und die Offense der Cowboys hatte ihren Schwung im zweiten Durchgang verloren.
Und Gregory leistete sich noch eine Strafe, die sich furchtbar negativ hätte auswirken können. Lawrence konnte Drew Brees an der 42 der Saints sacken. Der verlor den Ball, den Lawrence eroberte. Doch Gregory hatte sich in der neutralen Zone aufgestellt, und die ganze Szene war für die Katz`.
Doch dieses Mal konnten die Saints kein Kapital daraus schlagen.
Dallas kam aber auch zu keinen weiteren Punkten, so daß es spannend blieb.
Als die Saints den Ball noch mal an der eigenen 15 bekamen und noch 2:35 Minuten zu spielen waren, ahnte man, daß die Saints jetzt zum spielentscheidenden Drive aufbrechen würden.
Doch es kam anders. Brees stand mal wieder unter enormen Druck und warf den Ball in einer furchtbaren Bewegung Richtung Running Back Kamara. Cornerback Jourdan Lewis sprang dazwischen und fing den Pass kurz über den Kunstrasenhalmen ab. Der erst dritte Interception von Brees in dieser Saison, und der Kostspieligste.
Dallas konnte die Zeit herunterlaufen lassen und diesen Wunder-Sieg eintüten.
Saints Quarterback Drew Brees hatte einen seiner schlechtesten Tage erwischt, oder er hatte es halt mit einer der besten Verteidigungen der Liga zu tun, wie auch immer. Die Defense der Cowboys muß man jetzt auf der Rechnung haben.
Brees kam auf seinem möglichen Weg zum Liga MVP nur auf 18 von 28 für 127 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception.
Dak Prescott von den Cowboys kam auf 24 von 28 für 248 Yards und 1 Touchdown.
Völlig im Griff hatte die Dallas D die Running Backs. Kamara kam nur auf 36 Yards und Ingram gar nur auf 27.
Auch Ezekiel Elliott von den Cowboys kam mit 76 Yards dieses Mal nicht über 100 Yards. Das war zu erwarten, haben die Saints doch die beste Lauf-Defense der Liga.
Mit 7-5 Siegen führen die Cowboys nun die NFC East an.
New Orleans fiel auf 10-2 zurück.

In der Halbzeitpause des Spiels wurde Gil Brandt in den Ring der Ehre der Cowboys aufgenommen.
Während seiner Karriere als Vizepräsident des Spielerpersonals der Cowboys von 1960-89 verpflichtete er 15 Spieler, die später in die Hall of Fame aufgenommen wurden.
Brandt ist das 22. Mitglied im Ring der Ehre der Cowboys und erst das dritte, das nicht als Spieler aufgenommen wurde. Die anderen beiden waren General Manager Tex Schramm und Head Coach Tom Landry. Dieses Trio führte die Cowboys zu 20 siegreichen Saisons in Folge, 13 Divisionstiteln, fünf NFC Titeln und zwei Super Bowl Siege.
Als Brandt anfing, spielten die Cowboys vor 10.000 Zuschauern in der Cotton Bowl. Gestern waren fast 100.000 im AT&T Stadion.
Ein Erfolg der auf der guten Arbeit von Brandt, Schramm und Landry beruht.

Donnerstag, 29. November 2018

Kurzberichte
roethlisb5„Ich habe mir das Recht verdient, meine Teamkollegen kritisieren zu dürfen,“ ist Ben Roethlisberger (Bild) überzeugt.
Der Quarterback der Steelers zog in einem Radiointerview über Wide Receiver Antonio Brown her und über die Auswahl der Spielzüge seines Offensive Coordinators.
Brown wäre in der Niederlage gegen Denver bei der Interception in der Endzone die falsche Route gelaufen. Überhaupt wäre er zu oft nicht da gewesen, wo er hätte sein sollen.
Und Offensive Coordinator Randy Fichtner hätte viel zu wenige Spielzüge mit Wide Receiver JuJu Smith-Schuster angesagt im letzten Drive.
„Ich bin lange genug bei den Steelers und habe das Recht, das zu sagen, was ich gesagt habe. Ich bin ja auch kritisch genug zu mir selber,“ meinte Big Ben. „Als Führer und Captain des Teams ist es meine Aufgabe zu kritisieren und zu motivieren. Und manche Spieler werden motiviert, indem man sie kritisiert.“
In Pittsburgh glaubt man jetzt, daß es in den nächsten Tagen in der Kabine der Steelers recht lebhaft zugehen könnte.

Heute Nacht spielen die Saints in Dallas. Cowboys Defensive Lineman Demarcus Lawrence ist sehr optimistisch: „Mit uns haben sie es bisher noch nicht zu tun bekommen.“
Lawrence glaubt, daß seine Defense in der Lage sein wird, die Offense der Saints zu stoppen. Dallas soll also das gelingen, was bisher noch keinem gelungen ist, nämlich die Running Backs Mark Ingram und Alvin Kamara zu stoppen, plus Quarterback Drew Brees und seinen bevorzugten Receiver Michael Thomas.
Ob das wirklich klappen kann?
Wir werden es erleben.
Und selbst wenn es der Defense von Dallas gelingen sollte, die Offense der Saints zu stoppen, müßte die Offense ja genug Punkte erzielen, was sehr schwer werden sollte. Die Defense der Saints ist nicht mehr der Fußabtreter vergangener Jahre.
Und bei Dallas könnte Left Tackle Tyron Smith wieder fehlen, was die O-Line stark schwächen würde. Smith hat eine Nackenverletzung und konnte nicht mit dem Team trainieren.
Bei den Saints geht es auch um den Left Tackle, der aber wird definitiv nicht spielen können. Terron Armstead hat eine Schulterverletzung.
New Orleans kann den Grundstein zum Gewinn der Division legen, und wird sich das nicht nehmen lassen. Mit einem Sieg gegen die Cowboys und einer Niederlage oder einem Unentschieden der Panthers in Tampa Bay hätten sie es geschafft.
Na ja... ein Sieg der Saints gegen die Cowboys ist absolut drin, eine Niederlage der Panthers gegen die Buccaneers eher nicht.

Leichter haben es da die Rams.
Sie müssen in Detroit gewinnen und haben die NFC West gewonnen.
Bei der Qualität der Lions kann man also die Rams schon mal als Gruppensieger ansehen.
Doch selbst wenn die Rams gegen die Lions verlieren sollten... ach Quatsch!

Die Denver Broncos sind auf Wild Card Kurs.
In den letzten beiden Spielen haben sie mögliche Playoffkandidaten geschlagen. Nach den Chargers und den Steelers sind am Sonntag die Bengals dran. Sie gehören zu den Teams, die man auf jeden Fall schlagen kann.
Für den Rest der Saison steht dann auch nur noch eine Begegnung mit einem Playoffkandidaten an, am letzten Spieltag gegen die Chargers.
Bis dahin haben die Broncos ein unglaublich leichtes Programm mit den erwähnten Bengals, den 49ers, Browns und Raiders.
Doch Head Coach Vance Joseph wiegelt ab: „Wir haben noch nichts erreicht. Wir stehen bei 5-6, so sieht es aus. Bis jetzt haben wir noch nichts erreicht. Wenn wir am Sonntag in Cincinnati verlieren, stehen wir bei 5-7, das ist häßlich.“
Doch eine Niederlage gegen die Bengals?
Kaum!
Gehen wir also von 6-6 aus, und sehen uns die Konkurrenten Denvers in der AFC an. Miami, Indianapolis, Baltimore, und noch ein paar andere. Die werden alle ihre liebe Mühe haben, noch genug Spiele zu gewinnen.
Also sind die Broncos nach einem grauenvollen bisherigen Saisonverlauf dick im Geschäft.

Redskins Head Coach Jay Gruden versucht die erhitzten Gemüter zu besänftigen.
Nach der Verpflichtung des (mutmaßlichen) Frauenschlägers Reuben Foster zog ein Sturm über der Organisation auf.
Ein Sturm, der zu erwarten war, denn das mit der Unschuldsvermutung ist heute nicht mehr so in Mode.
Gruden sagte nun, daß es überhaupt keine Garantie gäbe, daß Foster jemals für die Redskins spielt. Man hätte schon damit gerechnet, daß es Kritik geben würde, doch mit solch einem Sturm der Entrüstung hätte man nicht gerechnet.
Aber noch steht Foster ja auf der Ausnahmeliste des Commissioners. Das heißt, daß er erst dann spielen darf, wenn Roger Goodell es ihm erlaubt. Und das kann dauern. Die NFL wird den Fall ganz genau unter die Lupe nehmen.

„Ich habe nicht gut genug gespielt,“ sagt Blake Bortles über sich selber.
Der Quarterback der Jaguars sieht ein, daß er nach seinen bisherigen Leistungen in der Saison auf die Bank gehört.
Nach sieben Niederlagen in Folge hatte Head Coach Doug Marrone Offensive Coordinator Nathaniel Hackett gefeuert und Cody Kessler zum Starter ernannt.
„Ich habe mich selbst in diese Position gebracht,“ meinte Bortles dazu.

Die besten Spieler der Woche - 12
AFC
OFFENSE: QB PHILIP RIVERS, LOS ANGELES CHARGERS
28 von 29 Pässe für 259 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: DE J.J. WATT, HOUSTON TEXANS
9 Tackles, 1,5 Sacks, 1 erzwungener Fumble

SPECIAL TEAMS: PR CYRUS JONES, BALTIMORE RAVENS
Ein 70 Yards Punt Return Touchdown, 19,8 Yards pro Puntreturn

NFC
OFFENSE: WR AMARI COOPER, DALLAS COWBOYS
8 gefangene Pässe für 180 Yards, 2 Touchdowns

DEFENSE: S EDDIE JACKSON, CHICAGO BEARS
3 Tackles, 2 abgewehrte Pässe, 1 Interception zum Touchdown zurückgetragen

SPECIAL TEAMS: K SEBASTIAN JANIKOWSKI, SEATTLE SEAHAWKS
3 von 3 Field Goals, 3 von 3 Extrapunkte

Mittwoch, 28. November 2018

Kurzberichte
coughlin-tom-sb-trophyTom Coughlin (Bild), Ex Head Coach der Giants und Super Bowl Sieger, ist verantwortlich für die Footballangelegenheiten der Jaguars. Und in dieser Position gab er Quarterback Blake Bortles vor der laufenden Saison einen Dreijahresvertrag über $54 Millionen.
Nun könnte man sagen, daß Coughlin 72 Jahre alt ist und nicht mehr so genau weiß, was er tut. Selbst wenn es so wäre, so langsam dämmert es selbst ihm, daß Bortles nicht das Gelbe vom Ei ist, ja noch nicht mal das Weiße.
Doch, so Coughlin, „Es werden viele Sachen angesprochen werden in der nächsten Zukunft,“ sagte der VP of Football Operations in einem Radiointerview.
Das kann nur heißen, daß er den Trainerstab genauso hinterfragt, wie einzelne Spieler. Die Defense, letztes Jahr der Mannschaftsteil, der das Team trotz Blake Bortles in die Playoffs gebracht hat, ist zusammengebrochen. Die Zahl der erzielten Sacks ist in den Keller gegangen. In den sieben Niederlagen in Folge haben die Jags nur 15,6 Punkte pro Spiel erzielt und 26,7 kassiert.
Der Niedergang der Defense war so nicht zu erwarten, meinte Coughlin.
Der Niedergang der Offense liegt am fehlenden Laufspiel. Running Back Leonard Fournette, den die Jags 2017 in der ersten Runde der Draft einberiefen, fehlte 2018 verletzungsbedingt längere Zeit und konnte nicht adäquat ersetzt werden.
Die aktuelle Saison ist für die Jaguars gelaufen. Jetzt können nur gute Entscheidungen nach der Saison helfen, 2019 wieder in die Playoffs zu kommen.

Im Power Ranking sucht man lange nach den Jaguars. Man findet sie erst auf Platz 28. Den letzten Platz verteidigen seit zwei Wochen die Cardinals tapfer gegen die Raiders.
Weiter oben sind die Steelers jetzt aus den Top 5 rausgefallen. Sie fielen von der vier auf die sechs.
Die Chargers stiegen von Platz sechs auf Platz fünf. Vor ihnen stehen die Patriots (4), Chiefs (3), Rams (2) und Saints (1).

Wie würde sich das auf die kommende Draft auswirken?
Die oberen Teams werden wohl alle in die Playoffs kommen, deshalb wird sich deren Rangfolge erst dann entscheiden. Doch unter dürfte es keine großen Verschiebungen geben.
Platz 1 hätten momentan die 49ers. Auf Platz zwei liegen die Raiders und erst auf Platz drei dürften die Cardinals wählen. Die beiden New Yorker Teams teilen sich einträchtig Platz vier. Beide haben nur 3 Siege bei 8 Niederlagen.
Die Jaguars wären als sechstes Team an der Reihe. Da sollte noch ein brauchbarer Quarterback zu haben sein.

Der Fall Reuben Foster
Die Redskins haben anscheinend keine Berührungsängste vor (mutmaßlichen) Frauenschlägern. Sie verpflichteten Linebacker Reuben Foster.
Foster wurde am Samstag verhaftet, nachdem er im Teamhotel der 49ers seine Freundin geschlagen haben soll, wie sie angibt. Das Opfer hatte einen Kratzwunde am linken Schlüsselbein.
Foster und seine Freundin lebten in einem mal zusammen, mal auseinander Verhältnis miteinander. Bereits im Februar hatte seine Freundin ihn angezeigt, weil er sie geschlagen haben soll.
Redskins Vizepräsident für Spielerangelegenheiten Doug Williams sagte der Presse, daß man um die Problematik wisse. Doch bevor die Anschuldigungen nicht bewiesen wären, würde die Unschuldsvermutung gelten. Sollten sich die Anschuldigungen als Wahr erweisen, würde man sich sofort wieder von Foster trennen.
Es kommt nicht von ungefähr, daß ein sehr beliebtes Mitglied der Redskins Führungsriege diese Botschaft verbreitete, und nicht Teampräsident Bruce Allen, oder Teambesitzer Daniel Snyder. Williams gewann Super Bowl XXII mit den Redskins und wurde zum MVP des Spiels gewählt.
Trainieren darf der Linebacker noch nicht mit dem Team. Er wurde auf die Freistellungsliste des Commissioners gesetzt, so lange, wie die Liga die Sache untersucht.
Foster hatte schon einige Probleme mit dem Gesetz. Seit die 49ers ihn 2017 einberiefen hatte er schon diverse Gerichtsprozesse. Dabei ging es um Drogenbesitz, häusliche Gewalt und unerlaubten Waffenbesitz. Er bekam zwei Jahre auf Bewährung, 232 Stunden gemeinnützige Arbeit und die unglaubliche Summe von $235 als Strafe.
Die Redskins stehen jetzt unter Feuer, weil sie Foster verpflichteten. Das ist verständlich.
Die Redskins aber glauben an die Unschuldsvermutung. Das ist auch verständlich.
Und solange Commissioner Goodell Foster auf seiner Freistellungsliste stehen läßt, können sie mit ihm ja eh nichts anfangen.

Dienstag, 27. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 12 - Der Montag
miller-lamarMan muß den Spielplangestaltern da einen Vorwurf machen. Wenn man auf dem Plan sieht Houston Oilers gegen Houston Texans, oder wie es heute heißt, Tennessee Titans gegen Houston Texans, dann überlegt man nicht, ob man das Spiel zum Monday Night Football Spiel macht, sondern man überlegt, wo man es am Besten verstecken kann, damit niemand es sehen muß.
OK, wir haben einen neun NFL Rekord gesehen, aber war es das wert?
Running Back Lamar Miller (Bild) hatte einen 97 Yards Touchdownlauf. Es war das erste Mal, daß ein NFL Spieler einen so langen Touchdownlauf hatte seit... Lamar Miller. 2014 erzielte er ihn für die Dolphins gegen die Jets.
Miller ist jetzt der einzige Spieler der NFL, der mehr als einen Touchdownlauf über 93 Yards erzielen konnte.
Touchdownpässe über diese Distanz gab es bereits mehrere.
Den längsten Lauf hat aber immer noch Ruhmeshallenmitglied Tony Dorsett von den Cowboys erzielt, lang, lang ist's her, als er über 99 Yards losstürmte, 1982 gegen die Minnesota Vikings.
Ach so, ein Ergebnis gab es in dieser Nacht natürlich. Houston gewann mit 34:17. Mit 8-3 Siegen setzten sie sich von den 6-5 Colts ab, die Titans fielen auf 5-6.

Kurzberichte
Die Jaguars gehören seit Jahren zu den Lachschlagern der Liga. Jetzt wird aufgeräumt.
Quarterback Blake Bortles, der meistens spielt „wie eine Flasche leer“, wird auf die Bank gesetzt. Cody Kessler wird an seiner Stelle starten.
Ob Jaguars Fans jetzt aufatmen könne, weil es das für Bortles endlich war in Jacksonville, wird man abwarten müssen.
Um seinen eigenen Job zu retten feuerte Head Coach Doug Marrone seinen Offensive Coordinator Nathaniel Hackett. Der zeigte sich von der Entscheidung total überrascht und sagte, daß es ein Schock für ihn gewesen wäre. Als er am Montag ins Büro von Marrone bestellt wurde, dachte er, es ginge nur um einen Quarterback Wechsel.
So kann man sich vertun.
Running Back Leonard Fournette, der öfter wegen Verletzungen fehlt, wird jetzt wegen einer Suspendierung fehlen.
Er leistete sich mit Bills Linebacker Shaq Lawson einen Faustkampf. Beide wurden vom Platz gestellt. Fournette wurde zusätzlich für ein Spiel gesperrt. Er wird gegen die Colts fehlen.
Jacksonville war mit 3-1 Siegen in die Saison gestartet und hat seitdem sieben Spiele in Folge verloren.

Auch bei den noch schlechteren Cardinals wird ausgemistet.
Sie feuerten gestern Right Tackle Andre Smith und Cornerback Bene Benwikere, weil sie definitiv keinen positiven Einfluß auf das Spielgeschehen haben.

Der Lazarettreport
Jaguars Guard Andrew Norwell wird wegen einer Knöchelverletzung länger ausfallen.

Titans Cornerback Malcolm Butler zog sich gegen die Texans eine Gehirnerschütterung zu und mußte das Spiel vorzeitig verlassen.
Auch vorzeitig vom Platz mußte Texans Wide Receiver Keke Coutee mit einer Oberschenkelverletzung.

Ravens Quarterback Joe Flacco wird wegen seiner nagenden Hüftprobleme einen Experten aufsuchen.

Chargers Running Back Melvin Gordon wird wegen seiner Knieverletzung nur einige Spiele verpassen. Er hat keine schlimmen Schäden davongetragen.

Gestern wurden viele Spieler auf die Verletztenliste gesetzt.
Bengals: Quarterback Andy Dalton, Daumen. Cincinnati verpflichtete Tom Savage als Notnagel.

Colts: Pro Bowl Tight End Jack Doyle, angerissene Niere.

Lions: Wide Receiver Marvin Jones, Knie.

Broncos: Tight End Jeff Heuerman, drei gebrochene Rippen und eine gequetschte Lunge.

Cardinals: Kicker Phil Dawson, Hüfte und Linebacker Josh Bynes, Daumen.

Montag, 26. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 12 - Der Sonntag
cousins-kirk-vikingsMit fünf Siegen ist man noch im Rennen um einen Wild Card Platz, oder in der NFC East sogar im Rennen um Platz 1.
Mit weniger als fünf Siegen ist man auch noch nicht ganz raus, aber es wird dann doch schwer, sehr schwer. So wie für die Packers.
Green Bay hätte den Sieg gegen die Vikings nötiger gehabt, konnte aber nichts gegen die Auswärtsschwäche in dieser Saison machen.
Minnesota riß sich kein Bein aus, aber Hauptsache 24:17 gewonnen.
Die Defense konnte Quarterback Aaron Rodgers immer wieder unter starken Druck setzen und viermal wurde er gesackt.
Das spiegelt sich dann auch in seiner Statistik wider, die überhaupt nicht Rodgers-mäßig aussieht: 17 von 28 für 198 Yards, 1 Touchdown.
Kirk Cousins (Bild) Statistik sieht dann schon eher aus, wie man es von Rodgers erwartet hätte. Der Quarterback der Vikings kam auf 29 von 38 für 342 Yards und 3 Touchdowns. Er wurde nur zweimal von der Packers Defense zu Boden gebracht.
Der nicht gedraftete Star Receiver Minnesotas, Adam Thielen, fing acht Pässe für 125 Yards und einen Touchdown.
Die Vikings haben jetzt 6-4-1 Siege und stehen damit auf einem Wild Card Platz.
Die Packers fielen auf 4-6-1 zurück und haben mit ihrer eklatanten Auswärtsschwäche kaum noch Chancen, die Playoffs zu erreichen.

Wieder zurück im Rennen um einen Playoffplatz sind die Eagles. Sie konnten mit 25:22 knapp die Oberhand über die Giants behalten.
Für die New Yorker wird es mit 3-8 Siegen schwer, die Eagles haben mit jetzt 5-6 Siegen noch alle Möglichkeiten. Die Teams Nr. 1 und 2 der NFC East, Dallas und die Redskins, haben nur 6-5 Siege. Da ist noch nichts entschieden.

Die Steelers haben die dünne Höhenluft in Denver nicht vertragen. Sie erzielten mit ihrer Offense 527 Yards gegen die Broncos, doch sie punkteten zu wenig und verloren den Ball zu oft.
Symptomatisch war ein Aussetzer von Quarterback Ben Roethlisberger, als Pittsburgh in den letzten Sekunden des Spiels noch den Ausgleich hätte erzielen können. Er warf den Ball bei einem dritten und Goal von der zwei zum völlig freistehenden Defensive Tackle Shelby Harris in die Endzone. Selbst hinter Harris stand noch ein Verteidiger vor Wide Receiver Antonio Brown, für den der Ball gedacht war.
Die zu nichts führende Überlegenheit der Steelers drückt sich auch in den Quarterback Statistiken aus.
Ben Roethlisberger: 41 von 56 für 462 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions.
Wesentlich kräftesparender agierte Case Keenum: 15 von 28 für 197 Yards, 2 Touchdowns.
Denver gewann 24:17.
Pittsburgh bleibt mit 7-3-1 Siegen an der Spitze der AFC North, doch die Ravens, die natürlich gegen die Raiders gewannen, sind mit 6-5 auf Tuchfühlung gekommen.

Die Bengals verloren ZUHAUSE gegen die BROWNS.
Viel tiefer kann man nicht sinken.
Normalerweise wäre dieses Spiel völlig unter meiner Wahrnehmungsschwelle verschwunden, hätte ich nicht mit entsetzen gehört, was FOX NFL Insider Jay Glazer in der Vorschausendung gesagt hat. Glazer, der zu den gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen gehört meinte, daß die Bengals schon vor drei Jahre vorhatten, Head Coach Marvin Lewis durch Hue Jackson zu ersetzen. Der war zu der Zeit Offensive Coordinator in Cincinnati.
Doch Jackson ging nach Cleveland, um da Head Coach zu werden. Dort versagte er auf ganzer Linie. Nachdem die Browns ihn endlich gefeuert hatten, ging er zurück zu den Bengals. Und jetzt heißt es, daß er dort wieder als Nachfolger von Marvin Lewis im Gespräch ist, der wohl endlich seine letzte Saison in Cincinnati vergeigt.
Wie bekloppt kann man als Teambesitzer sein, wenn man Lewis durch Jackson ersetzen will?
Daß der Mann nichts taugt, hat er ja auch gestern wieder bewiesen. Obwohl er 2 ½ Jahre die Browns führte, wußte er gestern nicht, wie man sie stoppen konnte.
Das von Übergangs Head Coach Gregg Williams hervorragend geführte Team zerlegte die Bengals in der ersten Halbzeit. Am Ende sprang ein überzeugender 35:20 Sieg heraus. Der erste Auswärtssieg in 25 Spielen.
Mit 5-6 Siegen sind die Bengals noch im Wild Card Rennen. Cleveland hat zwar jetzt 4-6-1 Siege, aber von den Playoffs sollten die Fans nicht träumen.

Mit den Colts und den Dolphins standen sich zwei 5-5 Teams gegenüber. Beide Quarterbacks hatten Schulterverletzungen hinter sich. Andrew Luck verpaßte damit die Saison 2017, Ryan Tannehill 2018 einige Spiele.
Gestern merkte man beiden nicht an, daß sie verletzt waren.
Tannehill kam auf 17 von 25 für 204 Yards und 2 Touchdowns.
Andrew Luck kam auf 30 von 37 für 343 Yards, 3 Touchdowns, aber auch 2 Interceptions.
Dennoch gelang es ihm sein Team in den letzten Sekunden des Spiels in Field Goal Reichweite zu führen. Als die Uhr auf Null sprang segelte Adam Vinatieris Kick aus 32 Yards zum glücklichen 27:24 Sieg über die Querstange.
Mit 6-5 Siegen stehen die Colts hinter den 7-3 Texans. Sie müssen jetzt hoffen, daß die Titans in dieser Nacht gewinnen, damit Houston in Reichweite bleibt.

Russell Wilson weiß, wie er seine Seahawks in den letzten Minuten noch zu einem Sieg führen kann. Das hat er wieder und wieder bewiesen, so auch gestern in Carolina.
Alleine bei einem vierten und Drei im letzten Viertel, zeigte er mit einem 35 Yards Pass seine Qualitäten. David Moore fing den Ball akrobatisch und erzielte den Ausgleich zum 27:27.
Panthers Quarterback Cam Newton führte sein Team danach in Field Goal Reichweite, doch Kicker Graham Gano verschoß aus weiten 52 Yards.
Seattle bekam den Ball an der eignen 42 und kam noch bis an Carolinas 13. Als die Uhr auf Null sprang, segelte Janikowskis Kick aus 31 Yards über die Stange zum 30:27 Sieg.
Eigentlich lohnt sich bei diesen beiden laufstarken Quarterbacks ein Blick auf ihre Laufyards, aber Wilson war gestern mehr als Quarterback unterwegs, denn als Läufer: 22 von 31 für 339 Yards, 2 Touchdowns, und nur vier Laufyards aus drei Versuchen.
Cam Newton: 25 von 30 für 256 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception, und satte 63 Laufyards aus 8 Versuchen.
Dumm ist, daß beide Teams mit ihren jetzt 6-5 Siegen jeweils hinter 10-1 Teams auf Platz zwei ihrer Divisionen stehen. Die Panthers haben die Saints vor sich, die Seahawks die Rams.
Aber die Wild Cards sind für beide noch drin.

Patriots Quarterback Tom Brady stellte einen neuen NFL Rekord auf.
Mit 79.280 Passyards aus der regulären Saison und den Playoffs, zog er an Peyton Mannings 79.279 Yards vorbei.
Daß die Patriots gegen die Jets 27:13 gewannen, ist eigentlich keine Erwähnung wert.

Und noch ein Rekord.
Gegen die absolut gegen ihren Rookie Head Coach Steve Wilkes eingestellten Arbeitsverweigerer der Cardinals vervollständigte Chargers Quarterback Philip Rivers seine ersten 25 Pässe in diesem Spiel. Das hat vor ihm noch keiner geschafft.
Ryan Tannehill von den Dolphins vervollständigte 2015 25 Pässe in Folge, allerdings über zwei Spiele verteilt.
Los Angeles II gewann 45:10.
Mit 8-3 Siegen haben die Chargers jetzt die 9-2 Chiefs zum Greifen nah vor sich.

Wenn heute die Playoffs begännen...
AFC
1. Kansas City Chiefs (9-2)

2. New England Patriots (8-3)

3. Houston Texans (7-3)

4. Pittsburgh Steelers (7-3-1)

5. Los Angeles Chargers (8-3): Wild Card Nr. 1.

6. Baltimore Ravens (6-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Indianapolis Colts (6-5), Tennessee Titans (5-5), Cincinnati Bengals (5-6), Denver Broncos (5-6), Miami Dolphins (5-6), Cleveland Browns (4-6-1), Buffalo Bills (4-7)

NFC
1. New Orleans Saints (10-1)

2. Los Angeles Rams (10-1)

3. Chicago Bears (8-3)

4. Dallas Cowboys (6-5)

5. Minnesota Vikings (6-4-1): Wild Card Nr. 1.

6. Washington Redskins (6-5): Wild Card Nr. 2.

Auf der Lauer: Carolina Panthers (6-5), Seattle Seahawks (6-5), Philadelphia Eagles (5-6), Green Bay Packers (4-6-1), Atlanta Falcons (4-7), Detroit Lions (4-7), Tampa Bay Buccaneers (4-7)

Bevor wir zum Lazarettreport kommen noch eine Kurzmeldung.
Die 49ers feuerten Linebacker Reuben Foster am Sonntag.
Er wurde wegen häuslicher Gewalt verhaftet.
Foster hatte auch in der Vergangenheit schon so seine Probleme, nicht mit dem Gesetz zu kollidieren.
Noch lägen dem Team nicht alle Beweise vor, doch der erste Polizeibericht würde ausreichend belegen, daß man Foster nicht mehr in der Organisation der 49ers dulden könnte, hieß es von General Manager John Lynch.
Die NFL untersucht den Fall auch und behält sich zusätzliche Schritte vor.

Der Lazarettreport
Dolphins: Running Back Kenyan Drake, Schulter
Center Travis Swanson , Knie

Colts: Running Back Marlon Mack, Gehirnerschütterung

Bengals: Quarterback Andy Dalton, Daumen
Cornerback Tony McRae, Gehirnerschütterung

Chargers: Running Back Melvin Gordon, Knie

Cardinals: Linebacker Josh Bynes, Daumen

Giants: Tight End Evan Engram, Oberschenkel
Wide Receiver/kick Returner Quadree Henderson, Nacken

Panthers: Cornerback Donte Jackson, Quad
Kick Returner Damiere Byrd, Arm

49ers: Safety Jimmie Ward, gebrochener Unterarm

Buccaneers: Cornerback Carlton Davis, Knie
Offensive Tackle Demar Dotson, Knie und Oberschenkel

Jaguars: Guard Andrew Norwell, Knöchel
Long Snapper Matt Overton, Schulter

Bills: Cornerback Lafayette Pitts, Kopf
Guard John Miller, Unterleib

Raiders: defensive End Jacquies Smith, Achillessehne

Ravens: Safety Tony Jefferson, Knöchel

Packers: Wide Receiver Trevor Davis, Oberschenkel
Safety Kentrell Brice, Gehirnerschütterung

Vikings: Cornerback Xavier Rhodes, Bein

Titans: Wide Receiver Taywan Taylor (Fuß) kann heute Nacht nicht gegen Houston spielen.

Sonntag, 25. November 2018

Kurzberichte
ditka-mikeMike Ditka (Bild) erholt sich von einem leichten Herzinfarkt. Dem 79-jährigen wurde ein Herzschrittmacher eingesetzt, und er ist auf dem weg der Besserung.
Als Spieler war Ditka Tight End bei den Bears, Eagles und den Cowboys.
Von 1982 bis 92 war er Head Coach der Bears und gewann mit ihnen einen Super Bowl.
Von 1997 bis 99 war er Head Coach der Saints, das allerdings recht erfolglos.
1988 wurde er der erste Tight End, der in die Hall of Fame aufgenommen wurde.

Zwei Teams aus dem Mittelfeld der Liga bestreiten das Sunday Night Spiel.
Für die 5-4-1 Vikings und die 4-5-1 Packers geht es um einen Wild Card Platz. Daß eines der beiden Teams die 8-3 Bears noch einholen kann, darf man bezweifeln.
Das Hinspiel in Woche 2 in Green Bay endete 29:29.
Größtes Manko der Packers ist es, daß sie Auswärts in dieser Saison nicht gewinnen können, da haben sie eine glatte 0-5 Bilanz.
Positiv für Green Bay ist, daß die Vikings keine Macht im eigenen Stadion sind, da haben sie nur eine 3-2 Bilanz. Wie überhaupt die 5-4-1 Bilanz nicht das ist, was die Vikings sich für 2018 vorgestellt hatten. Der Wechsel von Quarterback Case Keenum zum 84 Millionen Dollar Mann Kirk Cousins hat auf dieser Position keinen positiven Schub gebracht.
Die O-Line vor Cousins ist nicht die Beste, und er ist nicht in der Lage anstürmenden Verteidigern so zu entkommen, wie andere hochbezahlte Quarterbacks das können. Aaron Rodgers ist ein Beispiel dafür, wie man das macht. Trotz seiner Knieverletzung ist er der Spieler, der die miese Saison der Packers noch retten kann. Seinen 19 Touchdownpässen steht nur EIN Interception gegenüber.
19 Touchdowns hat auch Cousins geworfen, aber sieben Interceptions.
Ob der Job von Vikings Head Coach Mike Zimmer in Gefahr ist, das hat man bisher noch nicht gehört. Anders sieht es bei den Packers aus, hier wird der Unmut über Mike McCarthy immer größer. Und daß sich Quarterback Rodgers öffentlich negativ über seinen Trainer äußert, ist ein verdammt schlechtes Zeichen. Wenn die Teamleitung zwischen Rodgers und McCarthy entscheiden muß, wird bestimmt Rodgers gewinnen.
Der würde aber zunächst gerne mal ein Auswärtsspiel gewinnen. Heute Nacht wäre ein guter Zeitpunkt dafür.

Samstag, 24. November 2018

Kurzberichte
brees-drew-sb-trophaeKann es 2018 einen anderen MVP geben als Drew Brees (Bild)?
Eigentlich nicht. Auch wenn die Konkurrenz mit Patrick Mahomes, Jared Goff, Todd Gurley sehr groß ist, muß es dieses Jahr doch endlich mal Brees sein.
Der Quarterback der Saints hält etliche NFL Rekorde. Er spielt in dieser Saison nahezu fehlerfrei. Seinen 29 Touchdowns stehen ZWEI Interceptions gegenüber.
ZWEI!
Von den Startern ist nur Aaron Rodgers mit nur einer Interception besser, doch er spielt bei dieser Wahl wohl eher keine Rolle.
Doch Drew Brees ist dieses Jahr ganz klar der beste Quarterback in der Liga und er führt das beste Team der Liga an.
Im Thanksgivingspiel merkte man Brees eine gewisse Unlust an. Daran muß er arbeiten. Die überzeugenden, hohen Siege lassen eine Routine eintreten, gegen die man ankämpfen muß. Es darf sich kein Schlendrian einschleichen, nur weil man die anderen Teams nach Belieben beherrscht. Aus dem Sturm darf keine Brise werden.
Auf dem Niveau, auf dem Brees und die Saints spielen, kann es nur einen MVP geben, Brees eben. Und das wäre das erste Mal, obwohl der 39-jährige schon seit 2001 in der NFL spielt, und seit einigen Jahren auf einem konstant hohem Niveau.

Während also einige Quarterbacks darum kämpfen, der beste der Saison zu werden, kämpfen andere darum 2019 noch einen Job zu haben. Zu ihnen kann man Ryan Tannehill von den Dolphins zählen. Und wenn wir in Florida bleiben, dann natürlich auch Blake Bortles von den Jaguars und Jameis Winston von den Buccaneers.
Florida mag der Sonnenscheinstaat sein, doch der Qualität der Quarterbacks im Staat scheint die Sonne nicht zuträglich zu sein.
Alle drei sind große Enttäuschungen, doch die größte Enttäuschung von ihnen ist Jameis Winston. Ihn holten die Buccaneers an erster Stelle der Draft 2015. In ihn setzten sie alle Hoffnungen auf eine bessere Zukunft. Sie wurden brutal enttäuscht. In seinen ersten Jahren warf er 75 Touchdowns und 54 Interceptions. Er kommt nur auf eine Passerwertung von mageren 86,1 Punkten. In seinen Starts hat er eine 19-29 S/N Bilanz. Und auch außerhalb des Platzes hat Mr. Winston so seine Probleme.
Während die Jaguars Organisation so dämlich war, und Blake Bortles im Februar einen Dreijahresvertrag über $54 Millionen gab, sollten die Dolphins und Buccaneers vorsichtiger sein.
Für Tannehill wären nächstes Jahr $26 Millionen fällig, für Winston immer noch $20 Millionen.
Das sind sie aber auch nicht annähernd wert.
Doch in diesen Zeiten weiß man ja nie. Denn wenn man selbst einem gerade mal durchschnittlichem Quarterback wie Kirk Cousins $84 Millionen in Minnesota garantiert, dann können andere Durchschnitts- Quarterbacks auch groß abkassieren... siehe Blake Bortles.
Tannehill und Winston spielen den Rest der Saison darum, 2019 noch einen Job zu haben, einen sehr gut dotierten Job.

„Ich bin es leid, zu spielen um nicht zu verlieren,“ zeigt sich Bengals Running Back Joe Mixon tief enttäuscht.
Die Bengals verloren vier ihrer letzten fünf Spiele. Die Playoffchance wurden von mal zu Mal kleiner, und das nach einem recht guten Start in die Saison.
Mixon nannte keine Namen und auch keine spezielle Position, aber im Verlauf des Interviews wurde klar, daß er indirekt Head Coach Marvin Lewis kritisierte.
Unter Lewis haben es die Bengals zu oft verstanden, eigentlich sichere Siege noch zu verdaddeln. Und so kommt es, daß das Team nur bei 5-5 Siegen steht.
Am Sonntag geht es gegen die Browns, und das sind nicht mehr wirklich die Clowns der Liga, aber natürlich ist eine Niederlage gegen sie immer noch eine Blamage. Das Spiel ist in Cincinnati, da wäre eine Niederlage eine doppelte Blamage, aber diese ist den Bengals durchaus zuzutrauen.

Zur Kasse bitte
hieß es für Harrison Smith. Der Safety der Bears griff Bears Quarterback Mitchell Trubisky mit übertriebener Härte an und kassierte eine 15 Yards Strafe.
Trubisky kostete eine Schulterverletzung, die er sich bei dem Angriff zuzog, das Spiel gegen die Lions. Smith kostete der Hit $10.026.

Die Houston Texans trauern um ihren Besitzer. Am Freitag verstarb Bob McNair im Alter von 81 Jahren.
Er besaß das Team seit seiner Gründung im Jahr 2002.
Seit einigen Jahren hatte er Hautkrebs, der ihm zu schaffen machte.

Der Lazarettreport
Redskins Linebacker Cassanova McKinzy zog sich gegen Dallas einen gerissenen Brustmuskel zu.

Die Patriots listen Quarterback Tom Brady mit einer Knieverletzung und einer Krankheit als fraglich auf dem Verletzungsbogen.
Doch natürlich wird der GOAT starten. Nicht spielen kann Tight End Dwayne Allen (Knie)
Wer ist denn sonst definitiv nicht in der Lage, zu spielen?
Jets, der Gegner der Patriots: Quarterback Sam Darnold, Fuß

Bills: Quarterback Derek Anderson (Gehirnerschütterung)

Giants: defensive End Kerry Wynn (Gehirnerschütterung)

Colts: Tight Ends Ryan Hewitt (Knöchel) und Erik Swoope (Knie) und Center Ryan Kelly (Knie)

Ravens: Quarterback Joe Flacco (Hüfte)
Offensive Tackle James Hurst (Rücken)

Vikings: Wide Receiver Chad Beebe (Oberschenkel) und Safety Andrew Sendejo (Leiste) 

Jaguars: Wide Receiver Rookie Wide Receiver DJ Chark (Quadrizeps)

Eagles: Linebacker Jordan Hicks (Wade), Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel), Cornerback Avonte Maddox (Knie/Knöchel), Cornerback Jalen Mills (Fuß) und Running Back Darren Sproles (Oberschenkel)

Raiders: Wide Receiver Martavis Bryant (Knie)

49ers: Wide Receiver Pierre Garcon (Knie) und Guard Joshua Garnett (Daumen)

Buccaneers: Linebacker Lavonte David (Knie), Safety Justin Evans (Zeh) und Cornerback M.J. Stewart (Fuß)

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon (Brust)

Broncos: Linebacker Brandon Marshall (Knie)

Steelers: offensive Tackle Marcus Gilbert (Knie) und defensive End Stephon Tuitt (Ellenbogen)

Freitag, 23. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 12 - Der dreifache Donnerstag
daniel-chase2Noch nie hatte ein Team der NFL zwischen zwei Spielen so wenig Zeit zur Vorbereitung, wie die Chicago Bears. Sie hatten am Sonntag das Abendspiel und mußten gestern bereits um 12:30 Uhr Detroiter Zeit antreten. Nur 85 Stunden lagen zwischen diesen beiden Spielen.
Da blieb keine Chance, Ersatz- Quarterback Chase Daniel (Bild) vernünftig auf die Partie vorzubereiten. Er startete für den verletzten Mitchell Trubisky.
Daniel wurde mit auf den Weg gegeben, das Spiel wenigstens nicht zu verhauen. Und er hielt sich daran.
Das Spiel wenigstens nicht zu verhauen hätten die Lions ihrem Quarterback Matthew Stafford mit auf den Weg geben sollen. Daniel startete in seinem dritten NFL Spiel, Stafford in seinem 123., und doch war er es, der die Partie vergeigte. Zwei Interceptions von ihm in nur fünf Minuten gegen Ende des Spiels besiegelten Detroits Niederlage. Dabei muß man aber sagen, daß vor seiner letzten Interception in der Endzone, sein designierter Passempfänger an der Goalline geschubst wurde. Leicht zwar, aber dafür hat man schon Flaggen fliegen sehen.
Hier die Statistiken der beiden Quarterbacks:
Chase Daniel: 27 von 37 für 230 Yards, 2 Touchdowns, 0 Interception.
Matthew Stafford: 28 von 38 für 236 Yards. So weit, so ähnlich aber dann kommen 0 Touchdowns und 2 Interceptions.
Die Bears gewannen glücklich aber verdient mit 23:16. Mit 8-3 Siegen haben sie einen komfortablen Vorsprung vor den 5-4-1 Vikings und den 4-5-1 Packers. Die stehen sich im nächsten Sunday Night Football Spiel gegenüber.
Die Lions sind auf 4-7 zurückgefallen.

In Dallas war klar, es ging um Platz 1 der zur Zeit wohl schlechtesten Division der NFL.
Die Redskins kamen mit 6-4 Siegen zu den 5-5 Cowboys.
Würden nach der Partie beide Teams 6-5 Siege haben?
Zunächst sah es wirklich nicht danach aus. Auch die Redskins kamen mit einem Ersatz Quarterback angereist, und auch er hatte nicht viel Zeit, sich auf die Cowboys vorzubereiten. Doch Anfangs spielte Colt McCoy so, als würde er Alex Smith vollwertig ersetzen.
Nach einer schleppenden ersten Halbzeit stand es nur 10:7 für Dallas.
Wer oder was auch immer sie in der Halbzeitpause geweckt hat, sie stürmten über die Redskins hinweg.
Quarterback Dak Prescott warf endlich mal keinen Interception, und das half sehr. Wenn seine O-Line ihn jetzt noch besser schützen könnte, er wurde vier mal gesackt, dann müßte er nicht so oft um sein Leben laufen. Wenn er Zeit zum Passen hat, dann trifft er auch, vor Allem Amari Cooper. Daß Dallas ihn den Raiders abgeluchst hat, war ein Glücksgriff. Er fing acht Pässe für 180 Yards und 2 Touchdowns.
Dazu addieren wir die 121 Laufyards und den 1 Touchdown von Running Back Ezekiel Elliott, und man sieht, daß die Redskins Defense kein Land sah.
Nach dem Spiel sagte Redskins Safety DJ Swearinger: „Zur Hölle, wir haben die letzten beiden Spiele wegen der Defense verloren. Wir bekommen keinen Respekt, aber wir verdienen uns auch keinen. Wenn man eine Championship Defense haben will, muß man ganz anders auftreten. Wir haben noch keine Championship-Mentalität.“
Und so kam Dak Prescott zu 22 von 31 für 289 Yards und 2 Touchdowns.
Colt McCoy: 24 von 38 für 268 Yards, 2 Touchdowns bei 3 Interceptions.
Beiden Teams stehen jetzt mit 6-5 Siegen oben in der NFC East. Doch der Schwäche der Gruppe ist es geschuldet, daß sich die 4-6 Eagles und die 3-7 Giants noch kleine Hoffnungen machen können.
Am Sonntag spielen die beiden gegeneinander.
Redskins Left Tackle Trent Williams mußte nach dem Spiel mit Brustschmerzen ins Krankenhaus.
Ob er mit dem Team zurückflog, ist noch nicht bekannt.

In New Orleans war alles klar. Das Spiel mußte halt nur noch gespielt werden, weil es auf dem Plan stand.
Obwohl die Saints 31 Punkte erzielten wirkten sie recht schwach gegen die Falcons.
Der 31:17 Sieg machte die Saints zu einem 10-1 Team, und es steht fest, daß man auf dem Weg in den Super Bowl erst mal an ihnen vorbei muß. Sie sind jetzt das Nr. 1 Team der NFC, da sie gegen die 10-1 Rams den direkten Vergleich gewonnen haben.
Mit 4-7 Siegen sind die Falcons sehr weit vom Super Bowl im eigenen Stadion entfernt.

Donnerstag, 22. November 2018

Kurzberichte
trubisky-mitchellAller guten Dinge sind drei. Ob auch aller guten Spiele drei sind, das können wir nur hoffen.
Traditionell geht es heute Abend um 18:30 Uhr in Detroit los. Die Lions empfangen die Bears.
Chicago wird allerdings auf Quarterback Mitchell Trubisky (Bild) verzichten müssen. Er hat eine Schulterverletzung und Chase Daniel wird versuchen, die Löwen zu jagen. Der ist in seinem 10. Jahr in der NFL, hat aber erst zwei Starts und 78 Passversuche auf seinem Konto.
Es kommt also auf die Defense an. Khalil Mack hat acht Sacks erzielt, doch da die Gegner sich verstärkt auf ihn konzentrieren müssen, kommt die Defense der Bears auf satte 32 Sacks insgesamt. Einer kommt immer mal durch zum Quarterback.
Die Lions haben dieses Jahr 30 Sacks erlaubt. Quarterback Matthew Stafford wird also unter enormem Druck stehen. Das ist etwas, was ihm gar nicht schmeckt.
Dieses Spiel könnte gar nicht mal so gut werden.

Traditionell findet das zweite Spiel in Dallas statt. Hier gibt es den Klassiker der Divisionsrivalen Redskins at Cowboys.
Auch die Redskins kommen mit einem Ersatz Quarterback. Colt McCoy ist seit fünf Jahren in Washington und kennt das System. Von ihm wird erhofft, daß er das Spiel managt, also wenigstens nicht verliert. Seinen letzten Pass in einem Spiel mit Bedeutung warf er in Woche 15 der Saison 2014.
Die Redskins werden den alten Mann Adrian Peterson verstärkt einsetzen. Der ist aber immer noch gut in Form und kann immer noch eine Menge Yards mit seinen Läufen erzielen.
Das Spiel wenigstens nicht zu verlieren kann man auch Dak Prescott mit auf den Weg geben. Der Quarterback der Cowboys kann sich auf seinen Running Back Ezekiel Elliott verlassen.
Wir könnten also ab 22:30 Uhr viel Laufspiel zu sehen bekommen.

Keine Tradition hat das dritte Spiel, was den Gastgeber angeht. Der wechselt ständig.
Dieses Jahr spielen die Falcons bei den Saints. Das ist auch ein Spiel unter Divisionsrivalen, wie die beiden zuvor.
Wenn es so läuft, wie man es erwarten kann, dann werden die Heiligen den Falken jede Feder einzeln ausrupfen.
New Orleans erzielt im Schnitt 37,8 Punkte pro Spiel. Man muß als Gegner also versuchen, mehr zu erzielen, weil die Offense der Saints einfach nicht gestoppt werden kann.
Dazu dürften die Falcons nicht in der Lage sein.
Allerdings ist ein Spiel zwischen diesen beiden Mannschaften immer sehenswert, vielleicht auch dieses hier um 2:20 Uhr am Freitagmorgen.

Fiel da gerade irgendwo der Name Adrian Peterson?
Der 33 Jahre alte Running Back ist auf dem Weg in dieser Saison über 1.150 Yards und 11 Touchdowns zu erzielen.
Und das alles, nach den Hindernissen, die er auf seinem Weg durch die Saisons überwinden mußte. Da war der Kreuzbandriss, der ihn nach seiner Genesung dazu getrieben hat, die beste Saison seiner Karriere abzuliefern.
Und da war der Prozeß, weil er seinen Sohn mit einer Rute geschlagen hatte. Das gab er vor Gericht zu und wurde von der Liga für die Saison 2014 suspendiert. Das hat seine Meinung über Kindererziehung allerdings nicht geändert. Peterson gab in einem Interview zu, seine Kinder immer noch zu schlagen, zwar nicht mehr mit einer Rute, sondern mit einem Gürtel.
Kinder müßten für wiederholte Verstöße bestraft werden, ist Petersons Meinung. Zu diesen Strafmaßnahmen würde auch eine Tracht Prügel hier und da gehören.
Und an sein Versprechen, das er nach dem Prozeß gab, nie wieder eine Rute zu benutzen, hält er sich ja.

Die Leiche eines vermißten Fans der 49ers, der während eines Monday Night Football Spiels am 12. November verschwunden war, wurde in einem Salzwassersee einige Meilen vom Levis Stadion entfernt gefunden.
Eine Gruppe von Entenjägern fand den Toten.
Der Gerichtsmediziner stellte fest, daß der 32 Jahre alte Ian Powers in dem See ertrank und wertete seinen Tod als Unfall.

Auch gegen die Raiders wird Ravens Quarterback Joe Flacco vielleicht wieder nur zusehen können. Er hat eine schmerzhafte Hüftverletzung. Eventuell wird Lamar Jackson wieder starten, der eh als die Zukunft des Teams angesehen wird.
Gegen die Bengals fiel Jackson mehr durch seine Läufe auf, als durch seine Pässe. 117 Yards erzielte er durch Läufe 150 durch Pässe.
Doch Jackson versprach den Fans, daß er gegen Oakland mehr auf das Paßspiel setzen wird.
Und das dürfte gegen die Raiders auch gar nicht schwer werden.

Raiders Quarterback Derek Carr will nicht um den ersten Pick in der Draft spielen.
Er findet das Gerede, daß Head Coach Gruden das Team aufgegeben hat, um eine hohe Draftposition zu erreichen, völlig daneben.
Er, Carr, würde dabei sowieso nicht mitspielen, sagte der Quarterback. Er würde spielen, um zu siegen.
Noch sind die Raiders gut im Rennen um Platz eins. Allerdings hat ihr Sieg gegen die Cardinals ihre Chancen etwas geschmälert. Die Raiders, Cardinals und 49ers haben alle 2-8 Siege. Das wird noch eine harter Kampf die alleinige Spitzenposition wieder zu erreichen.
Und Carr hat keine Lust, seinen Teil dazu beizutragen.

Packers Quarterback Aaron Rodgers stiftet eine Million Dollar als Aufbauhilfe für die Opfer der Waldbrände in Kalifornien.

Vikings Head Coach Mike Zimmer ist sauer über das, was sein Team auf dem Platz zeigt.
Unter dem neuen Offensive Coordinator John DeFilippo hat die Offense ordentlich an Fahrt verloren, und das obwohl Running Back Dalvin Cook wieder voll einsatzbereit ist.
Aber auch der Mannschaftsteil der Zimmer persönlich unterstellt ist, die Defense, strauchelt.
Vom Personal her sollte Minnesota besser dastehen als mit 5-4-1. Die Playoffs, die vor der Saison als klares Saisonziel galten, sind nur noch schwer zu erreichen.

Die Eagles kommen nicht in Fahrt. Die Offense ist nur noch ein Schatten der Saison 2017. Die O-Line scheint das Blocken verlernt zu haben.
Die Colts Offense kommt immer besser in Fahrt und die in den Vorjahren so anfällige O-Line kann Quarterback Andrew Luck endlich wirklich beschützen.
Letztes Jahr war Frank Reich Offensive Coordinator der Eagles. Dieses Jahr ist Frank Reich Head Coach der Colts.
Ob es da einen Zusammenhang gibt?

Der Lazarettreport
Wer kann denn heute Abend definitiv nicht spielen?
Falcons: Pro Bowl Linebacker Deion Jones, gebrochener Fuß

Saints: Offensive Tackle Terron Armstead (Brustmuskel)

Redskins: Running Back Chris Thompson (Rippen)

Cowboys: Wide Receiver Tavon Austin (Leiste), Tight End Geoff Swaim (Handgelenk), Ersatz Center Adam Redmond (Gehirnerschütterung), defensive Lineman David Irving (Knöchel) und Linebacker Sean Lee (Oberschenkel)

Lions: Wide Receiver Marvin Jones (Knie) und Running Back Kerryon Johnson (Knie)

Bears: Linebacker Aaron Lynch (Gehirnerschütterung) und Tight End Adam Shaheen (Gehirnerschütterung)

Die besten Spieler der Woche - 11
AFC

OFFENSE: QB ANDREW LUCK, INDIANAPOLIS COLTS
23 von 29 für 297 Yards, 3 Touchdowns

DEFENSE: LB VON MILLER, DENVER BRONCOS
1 Sack (der 100. seiner karriere), 1 Interception

SPECIAL TEAMS: K DANIEL CARLSON, OAKLAND RAIDERS
3 von 3 Field Goals, 2 von 2 Extrapunkte

OFFENSE: RB SAQUON BARKLEY, NEW YORK GIANTS
Insgesamt 152 Yards, 2 Touchdownläufe, 1 Touchdownpass

DEFENSE: LB SAMSON EBUKAM, LOS ANGELES RAMS
3 Tackles, 1 Sack, 1 Interception zum Touchdown zurückgetragen, 1 eroberten Fumble zum Touchdown zurückgetragen.

SPECIAL TEAMS: K CODY PARKEY, CHICAGO BEARS
3 von 3 Field Goals

Mittwoch, 21. November 2018

Kurzberichte
bowles-todd3Es fällt schwer, nach diesem epischen Monday Night Spiel zur normalen Tagesordnung in der NFL zurückzukehren.
Aber es kann natürlich nicht jedes Spiel so ein Kracher sein, das würde dann ja auch langweilig auf die Dauer.
Am anderen Ende der Skala dieser phantastischen Teams sind die Jets zu finden. Sie haben vier Spiele in Folge verloren und können sich mit 3-7 Siegen die Playoffs praktisch abschminken, auch wenn sie sie theoretisch noch erreichen könnten.
(Noch) Head Coach Todd Bowles (Bild) sagte der Presse, daß die Moral in der Truppe hoch wäre. Und die Spieler versprechen den Fans in den letzten Spielen noch alles zu geben. Sie wollen nicht einfach so sang- und kampflos untergehen. Dieses Vorhaben können sie am Sonntag gegen die Patriots beginnen. Die haben ihr letztes Spiel gegen die Titans verloren, sind also durchaus schlagbar. Doch New England wird sich natürlich den Frust über diese bodenlose Blamage von der Seele spielen wollen.
Und wenn Bowles mit „Moral“ die Vorstellung meint, die die Jets gezeigt haben, als sie von den Bills aus dem eigenen Stadion geprügelt wurden, dann gute Nacht.
Mit 7-3 Siegen haben die Patriots zwei Siege Vorsprung vor den Dolphins. Die können am Sonntag in Indianapolis wieder mit Ryan Tannehill antreten. Head Coach Adam Gase gab bekannt, daß der Quarterback seine Schulterverletzung auskuriert hat.

Colt McCoy könnte bei manch anderem Team als Starter gelten. Bei den Redskins ist er nur Ersatzmann und das seit fünf Jahren hinter diversen Quarterbacks.
Am Donnerstag wird er mal wieder starten, in Dallas. Die Cowboys sind eines von zwei Teams, die traditionell immer Gastgeber an Thanksgiving sind.
Die Redskins reisen mit 6-4 Siegen nach Dallas. Die Cowboys stehen bei 5-5, können also mit einem Sieg gleichziehen.
McCoy ist in den verbleibenden sechs Wochen der regulären Saison Washingtons Starter. Seine Bilanz bisher in der NFL (Browns 2010-12, 49ers 2013 und Redskins 2014 bis heute) 514 von 854 für 5.640 Yards, 27 Touchdowns, 23 Interceptions. Sein Gehalt bisher in Washington über die fünf Saisons verteilt, $14 Millionen. Recht viel für einen Ersatzmann.
Ob er das Team in die Playoffs führen kann bleibt abzuwarten. Unmöglich ist das nicht, sieht man sich den Rest der traurigen NFC East an. Dallas, Philadelphia (4-6) und die Giants (3-7) gehören in dieser Saison eher zu den schlechteren Teams der Liga. Die NFC East ist auf das Niveau der AFC South abgerutscht. Da wie dort kann der Einäugige tatsächlich der König unter den Blinden werden.

Malcolm Jenkins zerreißt seine Teamkollegen in der Luft.
Der Safety der Eagles bezeichnet das Verhalten seiner Teamkollegen im Debakel gegen die Saints als zutiefst beschämend.
„Es war einfach nur beschämend,“ sagte Jenkins der Presse. „Ich fühlte mich nicht, wie in einem Team, das bereit wäre zu kämpfen. Ich wäre eher aus dem Spiel gegangen, als mich so zu benehmen.“
Jenkins nannte keine Namen, wen er speziell meinte. Aber viele hätte er nicht ausschließen können.
Defensive Coordinator Jim Schwartz fand es fürchterlich, daß seine Defense 173 Laufyards zugelassen hatte. Ingram und Kamara überrannten seinen Mannschaftsteil, der bis dahin nur 93,4 Yards pro Spiel zugelassen hatte.
Am Sonntag geht es für die Eagles gegen die Giants. Wenn die dann Rookie Running Back Saquon Barkley von der Leine lassen und gewinnen, würden beide Teams mit 4-7 Siegen dastehen.
Nicht gut, für einen amtierenden Super Bowl Sieger.

Die Broncos feuerten Cornerback Adam „Pacman“ Jones, der in seiner 14. NFL Saison ist.
Erst im August gaben sie ihm einen Vertrag, doch er startete nur in zwei Spielen im September. In sieben Spielen wurde er nur sporadisch eingesetzt.

Das Rätsel, warum Todd Gurley im Spiel aller Spiele nur insgesamt 94 Yards erzielte, ist gelöst.
Der Running Back der Rams spielte lange mit einem verletzten Knöchel. Im ersten Viertel zog er sich die Verletzung zu und die behinderte ihn ziemlich.
Allerdings wurde er als Ablenkung weiter eingesetzt, damit sich die Defense der Chiefs weiter auf ihn konzentrieren mußte.

Gehen wir über das Power Ranking zu den Playoffkandidaten.
An der Spitze des Kräftemessens hat sich durch den Wahnsinn, den die Chiefs und die Rams geboten haben, nichts geändert.
Die 9-1 Saints bleiben auf Platz 1.
Die Rams und die Chiefs tauschten die Plätze. Die 10-1 Rams stehen jetzt auf Platz 2, die 9-2 Chiefs auf der Drei.
Von Platz 12 in die Einstelligkeit kamen die Texans. Sie sprangen auf Platz acht.
Unten haben die Raiders ihren tapfer verteidigten letzten Platz an die Cardinals verloren.

Und so sieht die Playoff-Jagd zur Zeit aus.
NFC
1. LA Rams
2. New Orleans Saints
3. Chicago Bears
4. Washington Redskins
5. und Wild Card Team 1, Carolina Panthers.
6. und WC 2 Minnesota Vikings
Dahinter lauern die Dallas Cowboys (5-5), Seattle Seahawks (5-5), Green Bay Packers (4-5-1), Atlanta Falcons (4-6), Detroit Lions (4-6), Philadelphia Eagles (4-6)

AFC
1. Kansas City Chiefs
2. Pittsburgh Steelers
3. New England Patriots
4. Houston Texans
5. und WC 1 Los Angeles Chargers
6. und WC 2 Baltimore Ravens
Dahinter lauern die Cincinnati Bengals (5-5), Indianapolis Colts (5-5), Miami Dolphins (5-5), Tennessee Titans (5-5), Denver Broncos (4-6)
Aber es ist noch viel Football zu spielen, und das kann sich alles noch ändern.

Der Lazarettreport
Buccaneers: Tight End OJ Howard wurde mit einer Fußverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Bears: Quarterback Mitch Trubisky, Schulter, sein Einsatz am Donnerstag gegen die Lions ist fraglich.

Bengals: Linebacker Preston Brown wurde mit einer Knieverletzung auf die Verletztenliste gesetzt.

Dienstag, 20. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 11 - Der Montag
goff-jared12Der Versuch über dieses Spiel entsprechend zu schreiben, hieße, ein Buch mit 600 Seiten zu füllen.
Deshalb versuche ich es erst gar nicht. Wer es nicht geguckt hat, hat es nicht gesehen, das 773. Monday Night Football Spiel mit den meisten Punkten, die es jemals in einem Monday Night Spiel gegeben hat.
Und auch ein NFL Rekord ist gefallen, denn noch niemals in der Geschichte der NFL gab es ein Spiel, in dem beide Teams über 50 Punkte erzielten.
Es gab zwei Unentschieden und sechs Führungswechsel, davon alleine vier im vierten Viertel.
Dabei kann man nicht sagen, daß beide Teams ihre Verteidigungen Zuhause gelassen hatten, denn die punkteten fleißig mit. Noch nie gab es direkte Punkte für den Gegner aus Fehlern von Chiefs Quarterback Patrick Mahomes. In diesem Spiel gab es gleich zwei Gelegenheiten, in denen die Defense der Rams direkt punkten konnte.
Man stelle sich vor, dieser Kracher wäre wirklich den heimischen Fans entzogen worden, und hätte in Mexico City stattgefunden. Das wäre schrecklich gewesen.
Eine große amerikanische Tageszeitung drückte es so aus: Arena Football trifft auf ein Madden Videospiel.
14 Touchdowns, 1.001 Yards, 105 Punkte, die drittmeisten in einem regulären Saisonspiel in der Geschichte der Liga.
Sehen wir uns die Statistiken im Einzelnen an.
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes: 33 von 46 für 478 Yards, 6 Touchdowns, aber auch 3 Interceptions von denen einer direkt zum Touchdown zurückgetragen wurde, und zwei Fumbles.
Rams Quarterback Jared Goff (Bild): 31 von 49 für 413 Yards, 4 Touchdowns, 0 Interceptions und auch zwei Fumbles.
Rams Running Back Todd Gurley hatte zwar seine Szenen, blieb aber weit unter dem, was er sonst zustande bringt: 12 Läufe für 55 Yards, 3 gefangene Pässe für 39 Yards.
Kareem Hunt von den Chiefs war etwas produktiver mit 14 Läufen für 70 Yards und 3 gefangenen Pässen für 41 Yards und 1 Touchdown.
Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill war eine Macht. Er fing 10 Pässe für 215 Yards und 2 Touchdowns.
Bester Receiver der Rams war Brandin Cooks, der 8 Pässe für 107 Yards fing.
1:49 Minuten waren noch zu spielen, als ein Touchdownpass über 40 Yards von Goff auf Gerald Everett die 53:51 Führung brachte. Der Extrapunkt gelang auch, so daß ein Field Goal von den Chiefs nicht ausgereicht hätte, das Spiel zu gewinnen.
Doch 1:28 Minuten vor Spielende konnte Rams Cornerback Marcus Peters einen Pass von Mahomes abfangen und den Sieg sichern.
Ausgerechnet Peters, der von den Chiefs an die Rams abgegeben wurde, obwohl er ein sehr sicherer Spieler ist, aber zu viele Probleme bereitete.
Und ich könnte noch viel darüber schreiben, aber wie gesagt, diesen Klassiker könnte man nur würdigen, wenn man ein Buch darüber schreiben würde. Aaron Donald, Travis Kelce, Samson Ebukam, die miesen Schiedsrichter, die Spaß mit Flaggen hatten, und noch viel mehr Kapitel wären zu schreiben.
Warten wir auf die Verfilmung. Hollywood, das ja eh das Drehbuch zu diesem Spiel geschrieben haben könnte, ist vielleicht interessiert.
Ich weiß nicht, ob es legale Tauschbörsen gibt, aber sollte es sie geben, dann sollten die, die das Spiel nicht gesehen haben, es bei einer legalen Tauschbörse runterladen und genießen.
Und wenn man jetzt bedenkt, daß das nächste Monday Night Football Spiel Titans at Texas heißt, dann beschleicht einen das kalte Grauen.

Kurzberichte
Die NFL hat angekündigt, daß sie Mexico City nächstes Jahr erneut ein Spiel spendieren wird.
Wer wann gegen wen spielt, das wird noch bekanntgegeben.

Als schlechter Verlierer outete sich Keenan Allen.
Dem Wide Receiver der Chargers stinkt es, daß die Broncos gepriesen werden, weil sie die Chargers 23:22 geschlagen haben.
Ein Field Goal in letzter Sekunde besiegelte die Niederlage der Chargers, die den Sieg bitter benötigt hätten, um an den Chiefs dranzubleiben.
Allen meinte dazu: „Nein, ich glaube nicht, daß sie gut gespielt haben. Wir haben das Spiel dominiert. Ballverluste, wir haben ihnen die Punkte geschenkt, das ist, was passiert ist. Sie stinken.“
Bitter, wenn man eine 19:7 Führung vergeigt, aber man hätte halt selber besser spielen müssen.

Jetzt ist auf dem Tisch, was LeVeon Bell als Jahresgehalt verlangt hat. Der (noch) Running Back der Steelers wollte $17 Millionen pro Jahr und garantierte $45 Millionen von Pittsburgh haben.
Es wird erwartet, daß die Steelers Bell ein „Transition Tag“ anheften, ein „Wechsel-Etikett“. Damit könnten sie sich in Ruhe zurücklehnen, sehen was andere Teams für ihn bieten, und diesen Angeboten dann entsprechen, wenn ihnen danach wäre.
Interessenten soll es geben, aber ob sie Bells Gehaltsvorstellungen nachgeben werden?

Nachdem Quarterback Alex Smith mit einem bösen Beinbruch die Saison beenden mußte, holten die Redskins sich einen Ersatzmann für Colt McCoy, der jetzt starten wird.
Sie entschieden sich für Mark Sanchez. Einst ein Starter bei den Jets, sank sein Stern nach der Saison 2012.
Letztes Jahr war er bei den Bears unter Vertrag, spielte aber nicht.
Head Coach Jay Gruden gab bekannt, daß Smith für die Saison raus ist, aber die Karriere muß er noch nicht beenden.

Cowboys Rookie Wide Receiver Michael Gallup hat die Erlaubnis, dem Team fernzubleiben.
Sein Bruder hat am Sonntag Selbstmord begangen.
Ob Gallup am Donnerstag gegen die Redskins spielt, ist fraglich.

Der Lazarettreport
Dolphins: Wide Receiver Jakeem Grant, Bein, er wurde auf die Verletztenliste gesetzt. Der Verdacht auf den Riß einer Achillessehne wurde aber nicht bestätigt.

Raiders: Wide Receiver Brandon LaFell wurde mit einem Achillessehnenriss auf die Verletztenliste gesetzt.

Packers: Tight End Jimmy Graham will trotz seines gebrochenen Daumens gegen die Vikings spielen.

Cowboys: Tight End Geoff Swain, gebrochenes Handgelenk, einige Wochen Pause.

Montag, 19. November 2018

Die NFL 2018 - Woche 11 - Der Sonntag
cousins-kirk-vikingsEindrucksvoll, das ist das Wort, das mir spontan einfällt, wenn ich an die Vorstellung der Saints denke. Wie dieses Team den amtierenden Titelträger abgefertigt hat, das war eindrucksvoll.
Sieht man sich dagegen an, was die Bears und die Vikings gezeigt haben, und was die unter Football verstehen, dann liegen da Universen dazwischen.
Fangen wir mit dem „Spitzenspiel“ der Vikings in Chicago an. Immerhin ging es dabei um den ersten Platz der NFC North.
Vor keinem dieser beiden Teams muß es einem eventuellen Gegner in den Playoffs Angst und Bange werden. Mehr schlecht als recht schleppten sich beide Mannschaften über den Platz.
Vikings Quarterback Kirk Cousins (Bild) ist weiterhin auf Achterbahnfahrt. Mal spielt er, als wäre er die $80 Millionen tatsächlich wert, die man ihm bezahlt, mal, so wie gestern, spielt er, als müßte er den Fans Schmerzensgeld zahlen, für das was er ihnen zumutet.
Auch Bears Quarterback Mitchell Trubisky sah gestern nicht wirklich wie die Zukunft für die Bears aus.
Cousins: 30 von 46 für 262 Yards, 2 Touchdowns, 2 Interceptions.
Trubisky: 20 von 31 für 165 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions. Aber er kann selber laufen. 43 Yards erzielte er mit 10 Läufen und stellte die Defense der Vikings damit immer wieder vor Probleme.
Nachdem die Bears schon mit einer 14:0 Führung in die Halbzeit gingen, kam Minnesota in der zweiten Halbzeit etwas besser in Schwung. Doch am Ende konnte Chicago knapp mit 25:20 gewinnen und die Tabellenspitze verteidigen und ausbauen. Mit 7-3 Siegen haben sie jetzt einen komfortablen Vorsprung vor den 5-4-1 Vikings.

Die Lions konnten unerwartet gegen die Panthers das Duell der Raubkatzen gewinnen und stehen bei 4-6.
Carolina hätte in Detroit eine Verlängerung erzwingen können, aber als sie eine Minute vor Spielende auf 19:20 herangekommen waren, entschied sich Head Coach Ron Rivera dazu mit einem Zweipunkteversuch auf Sieg zu gehen. Doch Quarterback Newtons Pass zu J. Wright war unvollständig.
Die Panthers hätten den Sieg auch bitter nötig gehabt, um an den unfaßbaren Saints dran zu bleiben. Doch sie fielen auf 6-4 zurück.
Die Lions empfangen am Donnerstag die Bears.

Was war denn nun in New Orleans?
Ein Schlachtest in der Dose.
Klar gab es immer wieder mal Super Bowl Sieger, die in der Saison danach nicht wieder so auftrumpfen konnten, wie im Jahr zuvor. Was allerdings die Eagles angeht, dann reibt man sich schon die Augen. Einen so schlechten Titelverteidiger hat es selten gegeben.
Dazu ein Saints Team, dem in der Offense alles gelingt, und man bekommt besagtes Schlachtfest.
Gegen absolut Chancenlose Eagles gewann ein überragendes Saints Team auch in dieser Höhe verdient mit 48:7. Noch nie verlor ein Super Bowl Sieger in der Saison danach ein Spiel mit 41 Punkten Unterschied.
Eagles Quarterback Carson Wentz hatte keine Chance zu beweisen, was er kann. Dabei ist die Passdefense von New Orleans anfällig. Nicht so gestern.
Wentz kam auf eine Bilanz von 19 von 33 für magere 156 Yards, NULL Touchdowns und satte DREI Interceptions.
Ganz anders Drew Brees. Er vervollständigte 22 seiner 30 Pässe für 363 Yards und VIER Touchdowns.

Da fragt man sich, ob vielleicht nicht mehr die AFC South die schlechteste Division der Liga ist, sondern die NFC East.
Der Vertreter der South, die Texans, schlug die Redskins aus der East mit 23:21.
Washington verlor nicht nur das Spiel, sondern auch Quarterback Alex Smith. Er brach sich so böse das rechte Bein, daß er sofort operiert werden mußte, als er ins Krankenhaus kam. Und das auf den Tag genau 33 Jahre nachdem Quarterback Joe Theisman sich ein Bein brach, und seine Karriere beenden mußte. Der war übrigens im Stadion und erlebte die schreckliche Szene hautnah mit. Für Smith ist die Saison beendet, hoffentlich nicht die Karriere.
Die Redskins fielen auf 6-4 zurück.
Dadurch daß die Cowboys unerwartet und knapp mit 22:19 in Atlanta gewannen, stehen sie jetzt bei 5-5 Siegen.
Damit wird das Spiel Redskins at Cowboys am Donnerstag der Kampf um die Spitze der NFC East.
Und so schlecht, wie diese Division ist, haben selbst die Giants nach ihrem Sieg gegen Tampa Bay, der sie auf 3-7 hievte, noch Chancen.

In der AFC South sind die Colts gerade dabei wieder die normale Hackordnung herzustellen.
Sie fertigten die Titans mit 38:10 ab. Tennessee glaubte ja nach dem Sieg gegen die Patriots, daß sie ein gutes Team wären. Nun, das war ein Irrglaube.
Titans Quarterback Marcus Mariota verletzte sich am Ellenbogen und mußte ersetzt werden, doch auch mit ihm wäre das Ergebnis nicht anders ausgefallen.
Titans Defensive Coordinator Dean Pees mußte mit einer nicht näher bezeichneten Krankheit während des Spiels ins Krankenhaus gebracht werden.
Colts Quarterback Andrew Luck hat es geschafft, nach Tom Brady und Peyton Manning der erst dritte Quarterback der NFL zu werden, der in sieben Spielen in Folge in einer Saison drei Touchdowns und mehr warf. Seine Bilanz gestern: 23 von 29 für 297 Yards und 3 Touchdowns.
Mit 5-5 Siegen sind sie gleich mit den Titans, und werden es schwer haben, die 7-3 Texans noch einzuholen.

Pittsburgh blamierte sich so gut es ging in Jacksonville. Wenigstens drei Viertel lang.
Dann endlich schienen sie den Ernst der Lage zu erkennen, und fingen an Football zu spielen.
Die Jaguars gingen in einem grauenvollen Spiel mit 16:0 in Führung. Steelers Quarterback Ben Roethlisberger warf drei Interceptions. Nachdem er letzte Woche der wertvollste Spieler der AFC wurde, war er auf dem Weg, eine Woche später die Niete der Woche zu werden.
Doch er drehte auf und das Spiel. Am Ende gab es den erwarteten Sieg Pittsburghs, allerdings denkbar knapp mit 20:16.
Da auch die Ravens gewannen, auch sehr knapp mit 24:21 gegen die Bengals, hätten sie sich eine Niederlage in Jacksonville nicht leisten können.
Pittsburgh steht bei 7-2-1, Baltimore und Cincinnati bei 5-5. Das wird noch spannend dort.

Und nicht vergessen, heute Nacht gibt es die Super Bowl Vorschau zwischen den 9-1 Teams aus Kansas City und Los Angeles.

Der Lazarettreport
Lions: Running Back Kerryon Johnson, Knie

Colts: Center Ryan Kelly, Knie

Falcons: Safety Damontae Kazee, Schulter

Texans: Guard Zach Fulton, Schulter
Guard Senio Kelemete, Knöchel

Chargers: Defensive Tackle Corey Liuget, Brustmuskel, Saison beendet

Raiders: Wide Receiver Brandon LaFell, Achillessehne, Saison beendet

Cardinals: Linebacker Deone Bucannon, Brust

Buccaneers: Tight End O.J. Howard, Knöchel

Eagles: Center Jason Kelce (Ellenbogen), Cornerback Sidney Jones (Oberschenkel), Cornerback Rasul Douglas (Knie), Cornerback Avonte Maddox (Knie), Long Snapper Rick Lovato, Kopf

Bears: Tight End Adam Shaheen und Linebacker Aaron Lynch erlitten Gehirnerschütterungen

Sonntag, 18. November 2018

Kurzberichte
luck-andrew-123
Da die Colts in der schlechtesten Division der NFL spielen, der AFC South, und sie erst vier Siege haben, fliegen sie etwas unter dem Radar. Und doch verrichtet Rookie Head Coach Frank Reich gute Arbeit. Er konnte die schwache O-Line so gut einstellen, daß Quarterback Andrew Luck (Bild) nicht mehr bei jedem Spielzug um sein Leben laufen muß.
Das tut nicht nur ihm gut, sondern dem ganzen Team. In drei Spielen in Folge gingen die Colts als Sieger vom Platz. In sechs Spielen in Folge warf Luck wenigstens drei Touchdowns. Seine 26 Touchdownpässe 2018 sind die zweitbeste Marke hinter Patrick Mahomes von den Chiefs.
Wenn Luck heute gegen die Titans zwei Touchdownpässe wirft, könnte er der erst dritte Quarterback der NFL werden, der in seinen ersten 70 Spielen über 160 Touchdownpässe warf. Die anderen beiden sind Dan Marino (182) und Aaron Rodgers (160).
Luck ist wieder in der Form, in der er vor seiner schlimmen Schulterverletzung war, durch die er 2017 verpaßte.
Ein Sieg gegen Tennessee ist für Indianapolis Pflicht. Die Titans stehen mit 5-4 Siegen ein Spiel vor den Colts.
Die Texans führen die Division mit 6-3 Siegen an. Sie müssen heute bei den Redskins ran, was nicht leicht werden dürfte.

Auch Buccaneers Head Coach Dirk Koetter konnte den stockenden Angriff seines Teams nicht in Gang bringen. Er hat letzte Woche die Ansage der offensiven Spielzüge selber übernommen. Doch bei einer 3:16 Niederlage gegen die Giants fanden die Bucs die Endzone nicht.
Da das also nichts gebracht hat, übernimmt ab sofort wieder Offensive Coordinator Todd Monken diese Aufgabe.
„Todd Monken hat die ganze Saison über einen exzellenten Job gemacht,“ meinte Koetter dazu. „Ich habe keine Probleme damit, welche Spielzüge er ansagt.“
Stellt sich die Frage, warum Koetter dann selber diese Aufgabe übernommen hat, wenn Monken doch so einen exzellenten Job gemacht hat?

Die überraschenden Bears kämpfen heute gegen die Vikings um den Spitzenplatz in der NFC North.
Quarterback Mitchell Trubisky ist auf dem besten Weg, neue Teamrekorde aufzustellen. Das Team ist zur Zeit so gut, daß zwei ihrer Spiele kurzfristig in die TV Primetime gelegt wurden.
Chicago kann zum ersten Mal seit 2010 die Division gewinnen und in die Playoffs einziehen. In den verbleibenden sieben Spielen haben sie es vier mal mit direkten Konkurrenten aus der eigenen Gruppe zu tun.
Die Vikings dürften dabei der schwerste Gegner sein. Die Packers und die Lions sind in ihrer momentanen Verfassung schlagbar.
Heute Nacht wird Bears Linebacker Khalil Mack Jagd auf Vikings Quarterback Kirk Cousins machen. Das sollte man sich ansehen.

Zur Kasse bitte
Hier noch weitere Missetäter, die nach Woche 10 zur Kasse gebeten wurden. Drei Spieler der Rams sind darunter.
Defensive Tackle Aaron Donald, $23.395, Griff in die Gesichtsmaske von Seahawks Center Justin Britt.
Britt bekam in der selben Szene für einen Late Hit auf Donald eine $20.054 Strafe.
Nose Tackle Ndamukong Suh hat mal wieder einen Quarterback auf unerlaubte Weise angegriffen und muß dafür $20.054 zahlen.
Linebacker Dante Fowler jr. muß für einen Griff in die Gesichtsmaske $10.026 zahlen.

Panthers: Safety Eric Reid, $10,026, unerlaubter Angriff auf den Kopf von Steelers Quarterback Ben Roethlisberger. Reid wurde dafür auch vom Platz gestellt.

Giants: Linebacker Alec Ogletree, $26,739, unerlaubter Angriff auf den Kopf von 49ers Wide Receiver Marqise Goodwin.

Samstag, 17. November 2018

flacco-joe-sbDer Lazarettreport 
Für die Ravens geht es noch um viel. Mit 4-5 Siegen stehen sie zwar in der AFC North hinter den 5-4 Bengals und den 6-2-1 Steelers, haben beide Teams aber noch in Sichtweite vor sich.
Ausrutscher sollten sie sich aber nicht mehr erlauben.
Da ist es natürlich nicht von Vorteil, daß am Donnerstag nur ein gesunder Quarterback mit trainieren konnte, Robert Griffin III.
Starter Joe Flacco (Bild) hat Hüfte und Rookie Lamar Jackson, der Flacco beerben soll, hat Magen.
Jackson soll aber für das wichtige Spiel gegen die Bengals einsatzbereit sein.
Head Coach Harbaugh weiß noch nicht, wer als Starter auflaufen wird. Gerüchte, daß es Griffin III sein soll, halten sich hartnäckig. Es wäre sein erster Start in einem NFL Spiel seit 2016. 2017 war er bei keinem Team unter Vertrag.
Offensive Tackle James Hurst ist definitiv als Out gelistet.

Packers: Tight End Jimmy Graham, gebrochener linker Daumen, Ausfallzeit noch ungewiß.

Broncos: Guard Max Garcia zog sich im Training einen Kreuzbandriss zu. Für ihn ist die Saison beendet.
Für das Spiel gegen die Chargers sind Linebacker Brandon Marshall (Knie) und Safety Dymonte Thomas (Knöchel) als Out gelistet.

Wer ist denn sonst so noch als Out gelistet?
Jaguars: Cornerback Quenton Meeks (Knie)

Buccaneers: offensive Lineman Evan Smith, gerissene Pfannenlippen in beiden Hüften. Er mußte operiert werden.
defensive End Vinny Curry (Knöchel), Linebacker Lavonte David (Knie), Safety Justin Evans (Zeh), Running Back Ronald Jones (Oberschenkel) und Cornerback M.J. Stewart (Fuß)

Redskins: Wide Receiver Jamison Crowder (Knöchel), und die Running backs Chris Thompson (Rippen) und Samaje Perine (Wade)

Steelers: offensive Tackle Marcus Gilbert (Knie) und defensive End Stephon Tuitt (Ellenbogen)

Eagles: Cornerback Ronald Darby (Knie) und Jalen Mills (Fuß), Tight End Joshua Perkins (Knie) und Running Back Darren Sproles (Oberschenkel)

Cowboys: Wide Receiver Tavon Austin (Leiste), defensive End Taco Charlton (Schulter)

Lions: Wide Receiver Marvin Jones (Knie), Tight End Michael Roberts (Schulter) und defensive Tackle A'Shawn Robinson (Knöchel)

Panthers: Wide Receiver Torrey Smith (Knie)

Chargers: Cornerback Trevor Williams (Knie)

Cardinals: Safety Budda Baker (Knie) und Wide Receiver Chad Williams (Knöchel)

Saints: defensive End Marcus Davenport (Zeh) und offensive Tackle Terron Armstead (Schulter)

Titans: Running Back David Fluellen (Knie)

Vikings: Safety Andrew Sendejo (Leiste)

Kurzberichte
Die Raiders konnten schon wieder nicht voll trainieren.
Die Luft am Trainingsgelände war mit zu viel Rauch aus den Waldbränden angereichert.
Die Chargers spendeten $250.000 an das amerikanische Rote Kreuz, um die Hilfsarbeit der Organisation zu unterstützen.

Soll Packers Quarterback Aaron Rodgers seine Differenzen mit Head Coach Mike McCarthy öffentlich machen?
Rodgers glaubt, daß die Offense mehr leisten könnte, würde der Head Coach nur die richtigen Spielzüge ansagen.
Rodgers tat sein Bestes, um die Seahawks zu schlagen. Er vervollständigte 21 seiner 30 Pässe für 332 Yards und 2 Touchdowns. Aber bei den dritten Versuchen versagte Green Bay. Nur drei von 11 konnten sie erfolgreich in neue erste Versuche umwandeln.
„Wir waren in den letzten Jahren immer gut darin, dritte Versuche auszuspielen,“ meinte Rodgers. „Auch in der Red Zone waren wir sehr gut. Das sind wir dieses Jahr nicht mehr.“
Rodgers glaubt, daß er in einer mittelmäßigen Offense spielt. Daß er seine Receiver so oft nicht trifft, liegt seiner Meinung daran, daß die jungen Receiver nicht die richtigen Routen laufen.
Mittlerweile häufen sich die Stimmen, die flüstern, daß McCarthy in seiner letzten Saison in Green Bay sein könnte.

Zur Kasse bitte
hieß es für Colts Guard Quenton Nelson. Er muß $26.739 zahlen weil er seinen Gegenspieler der Jaguars absichtlich mit dem Helm voran attackiert hatte.

Freitag, 16. November 2018

Die NFL 2018 - Woche - Der Donnerstag
rodgers-aaron14
Mit den 4-4-1 Packers und den 4-5 Seahawks trafen zwei Teams aus dem Mittelfeld der Liga aufeinander. Für beide ging es darum, auf keinen Fall den Anschluß an die Wild Card Plätze zu verlieren.
Und so gab es eine erste Halbzeit, die bewies, daß beiden Teams Offense können wenn es darauf ankommt.
Es begann allerdings mit einer Katastrophe für Seattle. Direkt im ersten Spielzug verlor Running Back Chris Carson den Ball. Die Packers eroberten das Ei an der 29 Seattles. Drei Spielzüge später traf Quarterback Aaron Rodgers (Bild) Wide Receiver Aaron Jones in der Endzone.
Green Bay ging nach einem munteren Schlagabtausch mit einer 21:17 Führung in die Halbzeit. Es hätte 24:17 stehen können, wenn Kicker Mason Crosby nicht ein Field Goal aus 47 Yards knapp links neben die Stangen gesetzt hätte. Wieder einmal versemmelte ein Kicker in dieser Saison wichtige drei Punkte, die am Ende bitter fehlten.
Aus den Mißgeschicken der teilweise sehr hoch bezahlten NFL Kicker in dieser Saison könnte man einen abendfüllenden Spielfilm machen.
Im dritten Viertel nahmen sich die Angriffsreihen eine Auszeit und es fielen keine Punkte.
Im letzten Quarter drehten die Seahawks auf. Offense und Defense hatten ihre Gegner fest im Griff.
Wer mal wieder keinen Durchblick hatte, war Packers Head Coach Mike McCarthy. Einen 34 Yard Pass, den Seahawks Wide Receiver Tyler Lockett knapp über den Grashalmen fing, war gar kein Catch, wie die Zeitlupen zeigten. McCarthy warf die rote Flagge nicht, und Seattle kam an die 16 Green Bays. Drei Spielzüge später traf Quarterback Russell Wilson Ed Dickson zu einem 15 Yards Touchdown.
Green Bays nächste Angriffsserie wurde an der eigenen 33 gestoppt. Der Head Coach entschloß sich dazu, den Ball zu punten, obwohl nur noch 4:11 Minuten zu spielen waren. Ein Vierter und zwei an der eigenen 33 wäre natürlich ein großes Risiko gewesen, aber den Ball so kurz vor Spielende wieder an Seattle zurück zu geben, das war auch nicht ganz risikofrei.
Seattle konnte die Zeit herunterspielen und den knappen 27:24 Sieg sichern.
Die Packers vergeigten das Spiel, nachdem sie bereits 14:3, 21:17 und 24:20 geführt hatten.
Green Bay steht jetzt mit 4-5-1 hinter den 6-3 Bears und den 5-3 Vikings. Sie können ihre Division noch gewinnen. Es wird schwer, ist aber machbar. Ihr nächstes Spiel ist in Minnesota.
Um ihre Division zu gewinnen müßten die 5-5 Seahawks die 9-1 Rams einholen. Seattle wird also froh sein, wenn es zum Wild Card Platz reicht.

Lebenslanger Ketchup
Chiefs Quarterback Patrick Mahomes liebt Ketchup. Er ißt seinen Ketchup gerne mit etwas Steak darunter.
Auch Ketchup mit Makkaroni und Käse schmeckt ihm gut.
DER Hersteller der ungesunden übersüßten Soße, Heinz, hat das natürlich mitbekommen.
Obwohl die Firma ihren Sitz in Pittsburgh hat, hat sie dem Chiefs Quarterback ein Angebot gemacht. Da Heinz eine Mischung, die Heinz 57 heißt herstellt, bot sie Mahomes an, ihn Lebenslang mit ihrer kostenlosen Plörre zu versorgen, wenn er in dieser Saison 57 Touchdowns erzielt.
Das wäre dann auch ein neuer NFL Rekord. Den hält Peyton Manning mit 55 Touchdownpässe und einem per Laufspiel aus dem Jahr 2013 mit den Broncos.
Mahomes hat bisher 31 Touchdownpässe geworfen und zwei selber gelaufen.
Um auf 57 zu kommen, braucht er also noch 24, oder anders, vier pro Spiel.

Die besten Spieler der Woche - 10
AFC

OFFENSE: QB BEN ROETHLISBERGER, PITTSBURGH STEELERS
22 von 25 Pässe für 328 Yards, 5 Touchdowns und die perfekte 158,3 Passerwertung

DEFENSE: LB WESLEY WOODYARD, TENNESSEE TITANS
10 Tackles

SPECIAL TEAMS: K STEPHEN HAUSCHKA, BUFFALO BILLS
2 von 2 Field Goals, 5 von 5 Extrapunkte

NFC
OFFENSE: QB MITCHELL TRUBISKY, CHICAGO BEARS
23 von 30 Pässe für 355 Yards, 4 Touchdowns

DEFENSE: LB LEIGHTON VANDER ESCH, DALLAS COWBOYS
13 Tackles, 1 Interception

SPECIAL TEAMS: P TRESS WAY, WASHINGTON REDSKINS
49,4 durchschnittliche Yards pro Punt, 4 innerhalb der 20

 

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