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 Nachrichten aus der NFL - Das Archiv

 


 

Samstag, 15. Juni 2019

Kurzberichte
Heute die letzten Neuigkeiten, bevor ich mir ein paar Tage Pause gönne.
Am 20.6., spätestens 21.6., melde ich mich wieder zurück.

kingsbury-kliffCardinals Head Coach Kliff Kingsbury (Bild) sorgte für fragende Gesichter, als er bekanntgab, daß er im Training Pausen einlegen wird, damit seine Spieler auf ihre dämlichen Handys gucken können. Diese neue bekloppte Sucht greift ja wildwuchernd um sich.
Jetzt gab Kingsbury zu, daß er und einige Assistenztrainer, mehrere Fake Accounts in sozialen Medien nutzten, um seine Collegespieler zu überwachen, als er noch Head Coach bei Texas Tech war.
Kingsbury und seine Assistenten erfanden Konten bei Twitter und Co. in denen sie behauptete ein hübsches Mädchen zu sein. Damit nahmen sie Kontakt zu den Spielern auf, um sie auszuspionieren.
„Wir hatten Fake Accounts mit netten Mädchen, und mit ihnen konnten wir überwachen, was die Spieler twitterten, was so vor sich geht,“ sagte Kingsbury.
Eigenartig, daß Kingsbury das so freimütig zugibt, und von sich aus erzählt. Das klingt nicht nur fragwürdig, sondern auch strafwürdig.
Auf die Frage, ob die Spieler irgend etwas davon geahnt haben könnten, antwortete der Head Coach: „Ich glaube schon. Aber sie konnte nicht widerstehen. Freundschaftsanfragen von netten Mädchen kann keiner widerstehen. Denen folgt man automatisch.“
Und ja, Kingsbury erzählte seinen Spielern davon. Am Ende der Saison versammelte er alle im Filmraum der Uni und zeigte die absurdesten Antworten auf der großen Leinwand: „Wir hatten viel Spaß damit,“ erzählte er lachend.
Und für die Cardinals heißt das: „Paßt auf, mit wem ihr twittert. Big Head Coach könnte Euch beobachten.“

Im Trainingslager wollen die Redskins ausprobieren, ob Rookie Quarterback Dwayne Haskins vielleicht der Starter werden kann.
Im bisherigen Verlauf der Vorbereitungsphase hat Haskins dermaßen überzeugt, daß die Antwort Ja lauten könnte. Haskins ist also nicht im Rennen um die Nr. 2 des Teams, sondern um die Nr. 1. In dieses Rennen gehen auch Case Keenum, Colt McCoy und ja, rechnen wir noch Alex Smith dazu.
Smith muß immer noch seine Verletzung von letzter Saison auskurieren und Keenum ist halt Keenum. Es läuft also wohl auf einen Zweikampf Haskins gegen McCoy hinaus.

Die Patriots hatten vor, Michael Roberts von den Lions zu verpflichten. Doch sie überlegten es sich anders.
Die Lions wollten den Tight End auch nicht behalten und setzten ihn auf die Transferliste. In seinen zwei Saisons in Detroit war er zu oft verletzt.
Wenn Roberts kein Team findet, das ihn von der Transferliste nimmt, dann können die Patriots ihn verpflichten, ohne den Lions eine Kompensation schuldig zu sein.

Die Texans haben bekanntgegeben, daß sie nicht länger versuchen, den Direktor des Spielerpersonals der Patriots, Nick Caserio, als ihren neuen General Manager anzuwerben.
Die Patriots hatten Beschwerde bei der Liga eingelegt, weil die Texans nicht vorschriftsmäßig vorgegangen waren, als sie Caserio kontaktierten.
Patriots Besitzer Bob Kraft veröffentlichte ein Statement, in dem er betonte, daß zwischen den beiden Clubs alle OK wäre.

Cowboys Tight End Rico Gathers ist für das erste Saisonspiel suspendiert.
Er hat verbotene Substanzen zu sich genommen.

Freitag, 14. Juni 2019 - 2

Eilmeldung
bowlen-pat
Diese traurige Nachricht kann nicht bis morgen früh warten.
Der Besitzer der Denver Broncos, Pat Bowlen (Bild), verstarb heute im Alter von 75 Jahren.
Er kaufte das Team 1984. Er bewahrte es davor, Pleite zu gehen und machte es zu einem der siegreichsten Teams der Liga. 1998 und 99 gewannen seine Broncos den Super Bowl und dann noch mal 2016.
Vorher hatten sie viermal im Spiel der Spiele gestanden und jedes mal verloren, davon dreimal in Bowlens Zeit.
Er wurde der Teambesitzer, der als schnellster 300 Siege mit seinem Team erzielte. Im 30. Jahr seiner Amtszeit war es so weit. Das sind im Durchschnitt 10 Siege pro Saison. In den 35 Jahren, die er das Team besaß, hatte Denver nur sechs negative Saisons.
Vor Jahren wurde bei Pat Bowlen Alzheimer festgestellt. Bereits als die Broncos Super Bowl 50 gewannen, litt er unter dieser heimtückischen Krankheit und konnte nicht im Stadion sein. Er hatte die Kontrolle über den Club abgegeben. 
Bowlen war ein Familienmensch, was er auch auf seine Spieler ausdehnte. Er war bei jedem Training anwesend und traf sich privat mit seinen Spielern und deren Familien, um zu sehen, was „hinter dem Football“ passiert.
Auch wenn er schon lange nicht mehr die Geschicke des Teams leitete, sind die Broncos Pat Bowlens Team... auch jetzt noch.

Freitag, 14. Juni 2019

Kurzberichte
tomlin-mikeSteelers Head Coach Mike Tomlin (Bild) hat immer auf einen Top Running Back gesetzt. Nie hat er mehrere Running Backs gleichberechtigt nebeneinander eingesetzt.
Sicher hat er die Nr. 1 ab und zu auch mal geschont. Doch die Einsatzzeit auf mehrere Läufer zu annähernd gleichen Teilen zu verteilen, das war nicht Tomlins Ding.
2019 ist James Conner als Nr. 1 Running Back in Pittsburgh gesetzt. Und er sagte in einem Interview, daß dieses Jahr er und seine Kollegen in etwa die gleiche Einsatzzeit bekommen werden.
Jaylen Samuels ist als Ersatzmann von Conner vorgesehen. Benny Snell wurde in der vierten Runde 2019 einberufen.
Und dieses Trio soll sich dieses Jahr die Einsätze teilen.
Ob Tomlin tatsächlich von seiner bisherigen Marschrichtung abgeht, das bleibt abzuwarten.

Die Lions gaben Tight End Michael Roberts an die Patriots ab.
New England trat dafür einen Draftpick in Runde sieben 2020 an Detroit ab.

Die Colts gaben Cornerback Kenny Moore eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und $30 Millionen.
Damit bleibt er bis nach der Saison 2023 in Indianapolis.
Moore hatte noch ein Jahr in einem $645.000 Vertrag stehen und wäre nach der kommenden Saison ein Free Agent geworden.

Die Chiefs verlängerten den Vertrag von Harrison Butker um fünf Jahre und $20 Millionen.
Der Kicker ist seit 2017 in Kansas City und verwandelte 62 von 69 Field Goal Versuchen und 24 von 27 Extrapunkte.

Kicker sind nicht die Position, die den Bears Freude bereitet.
Am ersten Tag des Minicamps war es besonders grausam. Am Donnerstag wurde es dann etwas besser.
Head Coach Nagy hatte seinen zwei verbliebenen Kickern, Eddy Pineiro und Elliott Fry, gesagt, daß das ganze Team eine Extraeinheit Konditionstraining einlegen müßte, wenn sie wieder aus 40 Yards versagen.
Alle Augen waren auf Pineiro und Fry gerichtet. Beide trafen und Nagy schickte das Team bis zum Beginn des Trainingslegers nach Hause.
Die Kicker-Misere in Chicago ist damit aber längst nicht beendet.

Die Eagles wirbelten ihre Vorstandsetage durcheinander. Von 2010 bis 14 war Howie Roseman bereits General Manager In Philadelphia.
Ab 2015 wurde er Vizepräsident für Footballangelegenheiten. Seit Donnerstag ist er wieder General Manager, zusätzlich zu seinem aktuellen Posten.
Insgesamt ist Roseman seit 20 Jahren bei den Eagles und hat sich Posten für Posten nach oben gearbeitet.

Die Texans feuerten ihren General Manager Brian Gaine letzte Woche plötzlich und aus heiterem Himmel.
So sah es für Außenstehende aus. Intern lag der Grund der Entlassung bei einem Fehlverhalten Gaines. Er soll Afro-Amerikanische Angestellte bevorzugt gefeuert haben. Ein ehemaliger Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes schaltete den Gleichstellungsbeauftragten ein, der eine Beschwerde bei den Texans einreichte.
Vom Team gab es dazu keinen Kommentar.

Chiefs Tight End Travis Kelce konnte bisher nur beim Training zusehen. Er hatte einen kleinen Eingriff an einem Sprunggelenk und darf noch nicht voll trainieren.
Doch bis zum Trainingslager soll er wieder einsatzbereit sein.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Kurzberichte
george-eddi1Die Titans werden zwei Trikotnummern zur Ruhe setzen.
Das Team ehrt damit Quarterback Steve McNair (Nr. 9) und Running Back Eddie George (27 Bild).
Die Zeremonie wird am 15. September während des Heimspiels gegen die Colts abgehalten.
Beide Spieler waren schon im Team, als die Tennessee Titans noch die Houston Oilers waren.
„McNair und George waren Herz und Seele der Oilers/Titans,“ sagte Besitzerin Amy Adams Strunk.
George hält mit 10.009 Laufyards in acht Saisons den Allzeitrekord des Teams.  Er ist der einzige Running Back der NFL, der in acht aufeinanderfolgenden Saisons jeweils über 300 mal mit dem Ball lief. Nach seiner Zeit in Tennessee spielte er noch eine Saison für die Cowboys, bevor er seine Karriere beendete.
McNair schaffte es bis auf ein Yard an den Super Bowl Titel heran. Dieses eine Yard fehlte in Super Bowl XXXIV, den die Rams sehr glücklich mit 23:16 gewannen.
McNair wurde am 4. Juli 2009 ermordet.
Die beiden sind die Spieler Nr. sieben und acht, deren Trikotnummern von den Titans/Oilers zur Ruhe gesetzt werden

Die Bears erlebten ein Debakel.
Im Minicamp setzten die drei zum Test anwesenden Kicker Schuß um Schuß um Schuß daneben. Einer von ihnen ist schon wieder gefeuert, Chris Blewitt.
Wie lange Eddy Pineiro und Elliott Fry noch bleiben, bleibt abzuwarten. Die beiden sind die letzten von ACHT Kickern, die Chicago in diesem Jahr bereits getestet hat.
Seit die Bears Robbie Gould 2016 haben gehen lassen, ist die Kicker Position ein Chaos.
Head Coach Matt Nagy war nach dem Kicker Grauen zum Beginn des Minicamps sehr frustriert.
Man muß kein Prophet sein, um zu sehen, daß die Bears noch so einige Kicker ausprobieren werden bis zum Saisonstart.

Mitchell Schwartz gilt als der beste Right Tackle der Liga.
Und er bleibt ein weiteres Jahr in Kansas City. Die Chiefs gaben ihm einen Einjahresvertrag über $11,255 Millionen.
Schwartz hat einen noch zwei Jahre laufenden Vertrag, und die Verlängerung hält ihn bis nach der Saison 2021 in Kansas City.
In seinen bisherigen sieben Saisons in der NFL hat der Tackle noch kein Spiel verpaßt, ja sogar noch nicht einmal einen Spielzug.

Das Regelkomitee berät fleißig über die Passcatch-Regel.
Bisher war die Rede davon, daß auch nach der Zweiminutenwarnung einer Halbzeit die Head Coaches zu einer strittigen Situation einen Videobeweis anfordern können.
Doch jetzt hört man, daß es nach der Zweiminutenwarnung dabei bleibt, daß der Videobeweis vom Videoschiedsrichter angefordert werden soll.
Es wird noch etwas dauern, bis die sich einigen.

Patriots Running Back Sony Michel hat bisher nicht an den Saisonvorbereitungen teilgenommen. Grund ist eine minimale Operation an einem Knie.
Der Teilnahme am Trainingslager soll nichts entgegenstehen.

Einmischung ist etwas, das die NFL nicht mag.
Die Patriots beschuldigen die Texans, bei deren Suche nach einem neuen General Manager, unrechtmäßig Kontakt mit Patriots Spielerpersonalchef Nick Caserio aufgenommen zu haben.
Das wird in der Liga als Einmischung bezeichnet und gar nicht gerne gesehen.
Die Patriots haben Jack Easterby als Drahtzieher der Einmischung im Visier. Der war mal Entwicklungsdirektor in New England und arbeitet seit einigen Monaten in dieser Funktion für die Texans.
Easterby war zugegen, als die Patriots ihre Super Bowl Ringe überreicht bekamen. Am Tag danach feuerte Houston General Manager Brian Gaine. Kurz danach nahmen sie Kontakt mit Nick Caserio auf.
Die Texans wollten dazu keinen Kommentar abgeben.
Sollte die NFL zu der Ansicht gelangen, daß Houston nicht nach den Regeln gespielt hat, könnten die Patriots Draftpicks der Texans erhalten, oder Houston erhält Geldstrafen, oder Suspendierungen, oder eine gekonnte Mischung aus all dem.

Zach Ertz ist mit Julie Ertz verheiratet. Die nimmt gerade an einer Frauen-Fußball-WM teil. Ein Sportereignis, auf das die Welt gewartet hat.
Julie Ertz ist Mitglied des Teams USA, das Thailand mit 13:0 besiegte. Das stellt wohl einen Rekord im Frauenfußball dar.
„Es war entspannend, diesem Spiel zuzusehen,“ sagte Zach nach dem Spiel. „Hoffentlich werden alle Partien so locker, so streßfrei. Ich freue mich, wenn ich nach dem Minicamp nach Frankreich fliegen und meine Frau am Sonntag anfeuern kann. Es macht Spaß ihr bei etwas zuzusehen, das ihr Spaß macht.“

Die Chargers bereiten sich auf eine lange Saison vor. Die soll nicht schon im Januar enden. Um Quarterback Philip Rivers Frisch zu halten, wird er in der Vorbereitung auf seine 16. Saison geschont.
Der 37-jährige warf letztes Jahr in den Vorbereitungsspielen nur 14 Pässe. Dieses Jahr sollen es noch weniger werden. Offensive Coordinator Ken Whisenhunt würde Rivers gerne überhaupt nicht einsetzen in den Testspielen.
Letztes Jahr hatte sich die Schonung von Rivers in der Vorbereitungszeit schon bezahlt gemacht. Er erreichte 4.308 Passyards und 32 Touchdowns. Die 12-4 Bilanz des Teams war die beste seit 2009.
Und jetzt hofft man bei dem Team aus Los Angeles, das noch nicht mal das kleinste Stadion der NFL gefüllt bekommt, daß noch mehr Schonung des Quarterbacks, noch mehr Siege bringt. Möglichst bis in den Februar hinein.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Kurzberichte
jones-julioJulio Jones (Bild) macht sich keine Gedanken um einen neuen Vertrag.
Letztes Jahr war er der Wide Receiver, zu dem die meisten Pässe geworfen wurden. Er fing 113 davon für 1.677 Yards, und auch da war er die Nr. 1.
In der Gehaltsbestenliste der Wide Receiver war er nur die Nr. 11. Mit seinen $14,3 Millionen Jahresgehalt wird er 2019 sogar auf Platz 12 zurückfallen, und er hat noch zwei Jahre in seinem Vertrag stehen.
Doch Jones hat das Wort von Teambesitzer Arthur Blank, daß er bald ganz oben in der Gehaltsliste der Wide Receiver auftauchen wird. Und Blanks Wort reicht Jones. Das wäre Gold wert, meinte der Wide Receiver.
Dann wird es Zeit, denn Blank hat Jones letztes Jahr eine Gehaltserhöhung für die Zeit vor der Saison 2019 versprochen.
Die freiwilligen Trainingseinheiten hat Jones ignoriert. Zum Pflicht Minicamp ist er erschienen. Allerdings hat er sich geschont und nicht voll daran teilgenommen.

Der Ring der Ehre der Falcons bekommt ein neues Mitglied.
Am 8. Dezember, während des Spiels gegen die Panthers, wird Roddy White als 11. ehemaligem Spieler Atlantas diese Ehre zuteil.
Julio Jones ist ihm zwar auf den Fersen, aber noch führt White mit 808 gefangenen Pässen für 10.863 Yards und 63 Touchdowns die ewige Bestenliste der Falcons Wide Receiver an.
Viermal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Die Saints gaben Cameron Jordan eine Vertragsverlängerung über drei Jahre.
Der Defensive End wird bis nach der Saison 2023 ein Heiliger bleiben und kann $52,5 Millionen bekommen, von denen $42 Millionen garantiert sind.

Und es hat die Oakland Raiders erwischt. Sie sind das Team, daß die Kameraleute von HBO während des Trainingslagers für die Serie Hard Knocks ertragen muß.
Sie waren eins von fünf Teams, die für dieses Jahr teilnahmeberechtigt waren.
Die anderen Teams, die Detroit Lions, San Francisco 49ers, New York Giants und Washington Redskins hatten also dieses Mal noch Glück gehabt.
Die Raiders trainieren zum letzten Mal als die Oakland Raiders. Nächstes Jahr um diese Zeit heißen sie dann Las Vegas Raiders.
Die erste Folge der neuen Staffel läuft ab 6. August in den USA.

Packers Quarterback Aaron Rodgers spendete der University of California, Berkley, einen siebenstelligen Betrag, obwohl er nur zwei Jahre dort spielte.
Für das Geld soll die Umkleide renoviert und das Aaron Rodgers Football Stipendium ins Leben gerufen werden.

Die Ravens schlossen Defensive Tackle Michael Pierce vom Training aus.
Am ersten Tag des Minicamps erschien Pierce völlig außer Form. Nach ein paar Übungen sprach Head Coach John Harbaugh mit dem Defensive Tackle und schickte ihn zum Duschen.
Nachdem die Ravens ihr Minicamp beendet haben, treffen sie sich erst wieder Ende Juli im Trainingscamp.

Der Lazarettreport
Bengals Wide Receiver A.J. Green verletzte sich in der letzten Saison am Zeh und seine Saison war beendet.
Am Minicamp des Teams wird er mit Einschränkungen teilnehmen.

Bei den Colts wird Quarterback Andrew Luck mit seiner Wadenverletzung immer noch nicht am Training teilnehmen. Ziel ist es, einen gesunden Luck im Trainingslager zu haben.

Bei den Eagles hat Rookie Running Back Miles Sanders bisher wegen einer Oberschenkelverletzung noch nie am Training teilgenommen.
Sanders wurde als 53. Spieler in der Draft einberufen.

49ers Tight End Garrett Celek wurde am Rücken operiert und braucht zwei Monate Ruhezeit.
Celek ist seit Woche 16 der letzten Saison im Gehirnerschütterungsprotokoll.

Dienstag, 11. Juni 2019

Kurzberichte
rudolph-kyle2Und dann hat es doch noch geklappt. Die Vikings konnten einen der aktuell besten Tight Ends behalten.
Kyle Rudolph (Bild) akzeptierte einen neuen Vierjahresvertrag über $36 Millionen.
„Ich fühle mich über die Maßen geehrt. Mein Zuhause, unser Zuhause wird immer in Minnesota sein,“ schrieb der 29-Jährige auf Twitter.
Monatelang haben die Agenten von Rudolph und die Vikings miteinander gerungen. Minnesota war finanziell in der Klemme, weil der Vertrag von Quarterback Kirk Cousins extrem hoch ist. Deshalb stand ein Wechsel von Rudolph im Raum.
Nun ist dieses Problem vom Tisch und Rudolph, der auf keinen Fall weg aus Minnesota wollte, kann bleiben.

Colts Offensive Tackle Antonio Garcia wurde für die ersten vier Spiele suspendiert.
Er nahm verbotene leistungssteigernde Mittel ein.

Nach neun Jahren in der NFL beendet Arthur Moats seine Karriere.
Der Defensive End spielte vier Saisons für die Bills, vier für die Steelers und eins mit den Cardinals.

Ben Watson wollte mit dem Football aufhören. Der 38 Jahre alte Tight End hatte sein Karriereende bereits verkündet.
Letztes Jahr war er noch bei den Saints unter Vertrag.
Doch Watson merkte, daß er doch lieber gerne noch spielen würde. Er fragte bei den Patriots an, die ihn 2004 in der ersten Runde der Draft einberiefen.
Und sie gaben ihm einen Einjahresvertrag über $3 Millionen, wohl wissend, daß er für die ersten Spiele suspendiert ist, weil er verbotene Mittel eingenommen hat.

Die Patriots haben ihrem Head Coach Freude bereitet. Bill Belichick war so zufrieden mit dem Trainingseinsatz seiner Spieler, daß er ihnen die letzten zwei Tage des Minicamps freigab.
Damit haben die Patriots jetzt bis zum Beginn des Trainingslagers Ende Juli frei.

Kellen Winslow war einer der besten Tight Ends aller Zeiten. Sein Sohn Kellen Winslow jr. hatte es auch in der NFL versucht, aber nicht geschafft.
Seine Stationen waren die Browns, die den Tight End an sechster Stelle in der Draft 2004 einberiefen, Buccaneers, Patriots und Jets.
2008 hatte er eine Pro Bowl Saison, 2013 war er suspendiert, weil er verbotene Mittel eingenommen hatte. Danach war seine Karriere beendet.
Leider brachte er es außerhalb des Platzes zu trauriger Berühmtheit. Am Montag wurde er verurteilt, weil er eine 58 Jahre alte heimatlose Frau vergewaltigt hat.  Winslow Jr. werden zwei weitere Vergewaltigungen zur Last gelegt, an einer Anhalterin und einer bewußtlosen Teenagerin.
Sein Verteidiger führte an, daß der Sex mit der 58-Jährigen einvernehmlich erfolgte und die Klägerin Winslow angezeigt hätte, um an sein Geld zu kommen. Immerhin konnte der Junior in seiner verletzungsgeplagten Zeit in der NFL $40 Millionen verdienen.
Doch dieser Argumentation folgten die Geschworenen nicht. Sie entschieden sich dafür, Winslow Jr. als schuldig anzusehen.

Minicamps... Einige sind beendet, einige fangen erst an.
Bei den Falcons erschienen Wide Receiver Julio Jones, defensive Tackle Grady Jarrett, Pass Rusher Vic Beasley, und Linebacker Deion Jones. Bisher hatten sie alle die OTAs geschwänzt.
- Bei den Eagles meldete sich Malcolm Jenkins teilnahmebereit. Er möchte einen besseren Vertrag und nahm nicht an den OTAs teil.
- Bei den Jaguars wird Yannick Ngakoue nicht teilnehmen. Der Defensive End ist unzufrieden mit seinem Vertrag.
- Zwei Spieler, die ihre Franchiseverträge noch nicht unterschrieben haben, werden den Minicamps ihrer Teams wohl fernbleiben, Linebacker Jadeveon Clowney von den Texans und Kicker Robbie Gould von den 49ers.

Montag, 10. Juni 2019

Cousins der Schreckliche
cousins-kirk-vikingsEr kam, sah und kassierte, geliefert hat er allerdings nicht. Das weiß Kirk Cousins (Bild) selber, und er weiß, daß er die Fans in Minnesota nicht noch mal so enttäuschen darf.
Die Vikings dachten, daß Cousins ihr Quarterback für die Zukunft sein könnte. Sie gaben dem Ex-Redskin einen Dreijahresvertrag über garantierte $84 Millionen.
Jahr eins des Vertrags ist Geschichte. Die Vikings kamen mit nur acht Siegen noch nicht mal in die Nähe der Playoffs.
2012 wurde von den Redskins in der vierten Runde der Draft aufgenommen. Er war ein passabler Ersatzmann, der von 2015 - 17 als Starter eingesetzt wurde. Nicht daß die Redskins in dieser Saison übermäßig erfolgreich gewesen wären. Doch seine 4.093 Passyards mit 27 Touchdowns und 13 Interceptions 2017 machten die Verantwortlichen in Minnesota glauben, daß sie mit ihm einen Quarterback bekommen könnten, der sie in den Super Bowl bringt. Immerhin hatten sie es in der Saison 2017 bis ins NFC Championshipspiel geschafft. Cousins sollte der Mann werden, der sie noch ein Spiel weiterbringt.
War nix.
Zwar erzielte Cousins 4.298 Passyards mit 30 Touchdowns und nur 10 Interceptions, eine gute Statistik, aber die Vikings kamen nicht in die Playoffs.
Deshalb hat der Quarterback einen schlechten Geschmack im Mund, wie er seine Gefühlslage beschreibt.
Die Fans in Minnesota wären sehr nett zu ihm, wenn er ihnen im Supermarkt oder sonstwo begegnet, und das würde es nur noch schlimmer machen. Cousins ist froh, wenn die Saison 2019 beginnt, damit er dieses Gefühl, die Fans im Stich gelassen zu haben, auf dem Platz abschütteln kann.
Kann er das wirklich?
Mit den richtigen Mitspielern durchaus. Die können allerdings nicht alle gehalten werden, weil Cousins Gehalt viel zu hoch ist. Einer der besten Tight Ends der Liga, Kyle Rudolph, wird das Team sehr wahrscheinlich verlassen, weil er nicht adäquat bezahlt werden kann. Dann hätte Minnesota einen $84 Millionen Quarterback, aber einen erstklassigen Tight End weniger, der Cousins Pässe fangen könnte.
Es ist die übliche Zwickmühle, die sich auftut, wenn Teams Unsummen für einen einzigen Spieler raushauen, und sich dann andere Leistungsträger nicht mehr leisten können.
Um so mehr wird es an Cousins liegen, die Offense nach vorne zu bewegen. Und er hat die Absicht, genau das zu tun.

Kurzberichte
Panthers Quarterback Cam Newton kann ohne Schmerzen den Ball werfen.
Nach seiner Schulteroperation im Januar ist er so weit geheilt, daß er am Minicamp ohne Einschränkungen teilnehmen dürfte. Dürfte deshalb, weil er natürlich vom Trainerstab geschont wird.
Zunächst soll er nicht an 11 gegen 11 oder 7 gegen 7 Übungen teilnehmen, sondern nur zu stillstehenden Spielern werfen.
Das soll sicherstellen, daß Newtons Schulter nicht zu sehr strapaziert wird, und er dann im Trainingscamp richtig loslegen kann.

Der Verletzungsbogen der Texans listete letztes Jahr einige Verletzungen von DeAndre Hopkins auf. Fuß, Knöchel, Oberschenkel und Daumen bereiteten dem Wide Receiver Probleme. Im letzten Saisonspiel erwischte es ihn auch noch an der Schulter.
„Letztes Jahr war hart, nicht nur physisch sondern auch psychisch,“ sagte Hopkins. „So angeschlagen war ich noch nie seit ich Football spiele. Ich hatte eine Menge Verletzungen, für die andere sich hätten Krankschreiben lassen. Ich habe nie daran gedacht nicht zu spielen, es sei denn, die Ärzte hätten es mir geraten.“
Im letzten Spiel in den Playoffs gegen Indianapolis rissen ihm Bänder komplett von der Schulter. Er spielte trotzdem weiter, weil er das Team nicht im Stich lassen wollte.
Momentan läßt Hopkins seinen Körper heilen, wie er sagte. Er glaubt, daß er 2019 völlig beschwerdefrei in die Saison gehen kann.

Dolphins Wide Receiver Albert Wilson erwartet, daß er zum Saisonstart einsatzbereit sein wird.
In Woche sieben zog er sich eine schwere Hüftverletzung zu. Er wurde sofort auf die Verletztenliste gesetzt und hat bis heute nicht mehr trainiert.
In den sieben Spielen bis zu seiner Verletzung fing er 34 Pässe für 407 Yards.
Die Trainingseinheiten der Dolphins sind zur Zeit beendet. Das nächste Mal sieht man sich im Trainingslager. Wilson glaubt, daß er daran teilnehmen kann.

Samstag, 8. Juni 2019

Kurzberichte
goff-jared2Daß Carson Wentz seine Vertragsverlängerung bekam, hat keinen Einfluß auf die Verhandlungen der Rams mit Jared Goff (Bild), meinte der Geschäftsführer des Teams, Kevin Demoff.
Er betonte, daß es natürlich die Top Priorität wäre, Goff lange für Blau und Gold spielen zu lassen, doch man müsse natürlich die finanzielle Situation genau im Auge behalten.
„Wenn wir ihm jetzt schon einen besseren Vertrag geben würden, könnten wir einige andere wichtige Spieler nicht mehr behalten,“ sagte Demoff. „Jared ist dieses und nächstes Jahr noch bei uns unter Vertrag. Es ist absolut unüblich, einem Spieler aus der ersten Runde bereits nach drei Saisons einen neuen Vertrag zu geben. Meistens geschieht das erst nach der vierten oder fünften Saison. Der Weg, den die Eagles eingeschlagen haben, ist halt ein anderer. Wir haben einen guten Quarterback unter Vertrag und arbeiten in Ruhe daran, ihn zu behalten.“
Demoff betonte auch, daß der Vertrag von Wentz ganz bestimmt ein Lächeln auf Goffs Gesicht gezaubert hat.

„Je reicher sie sind, desto mehr Spaß macht es, sie zu demütigen,“ meinte Cowboys Pass Rusher DeMarcus Lawrence.
Er freut sich darauf, Eagles Quarterback Carson Wentz zweimal in der Saison demütigen zu dürfen. Wentz hat gerade einen Vertrag unterschrieben, der die höchste Garantiesumme enthält, die jemals ein NFL Spieler bekommen hat.
Von den fünf Spielen zwischen den Cowboys und Eagles mit Wentz, konnte Dallas drei gewinnen. Allerdings hatte Lawrence in diesen Spielen exakt Null Sacks.

Die Jets gaben Bilal Powell einen neuen Vertrag.
Der Running Back zog sich letztes Jahr eine Nackenverletzung zu und hätte beinahe seine Karriere beenden müssen.
Doch er bekam von den Ärzten das OK, daß er weiterspielen darf.
Und die Jets, bei denen er seit 2011 spielt, gaben ihm einen Vertrag, über den bisher keine Details bekannt wurden.

Ein General Manager geheuert, einer gefeuert.
Die Jets haben ihren Wunschkandidaten verpflichten können. Sie gaben Ex-Eagles Vizepräsident Joe Douglas den Posten.
Er ersetzt den am 15. Mai gefeuerten Mike Maccagnan und löst Head Coach Adam Gase ab, der als Interim General Manager fungierte.
Gase und Douglas kennen sich aus Chicago. In der Saison 2015 war Douglas der Chef der Scouting Abteilung der Bears und Gase der Offensive Coordinator.
In Houston trennten sich die Texans von General Manager Brian Gaine. Er hatte den Job seit zwei Jahren.
Cal McNair, der Vorsitzende des Teams, teilte in einem Statement mit, daß man nach ausführlicher Analyse der Football Angelegenheiten zu der Überzeugung kam, Gaine von seinen Verpflichtungen als General Manager zu entbinden.
„Der Zeitpunkt mag ungewöhnlich sein, doch die Entscheidung wurde im besten Interesse unserer Organisation getroffen und unserer Aufgabe eine Meistermannschaft für die Stadt Houston zusammenzustellen,“ sagte McNair.
Chris Olsen, der Präsident der Abteilung für Footballangelegenheiten, wird den Posten bis auf weiteres bekleiden.

In Chicago haben die Feiern zum hundertsten Geburtstag der Bears begonnen.
Dabei wurde eine neue Uniform vorgestellt, die an die Saison 1936 erinnert. Superstar Bronko Nagurski und seine Mitspieler trugen sie auf dem Weg zu ihrer 9-3 Saison.
Jetzt hofft der Vorsitzende der Bears, George H. McCaskey, daß die Fans die Uniformen lieben werden. „Zumindest werden sie darüber reden,“ meinte er.
Wenn sie so grauenvoll aussehen, wie ich sie mir gerade vorstelle, wird man wohl darüber reden.

Die Packers werden Bart Starr zu Ehren einen Sticker mit der Nr. 15 auf dem Helm tragen.
Der legendäre Quarterback verstarb am 26. Mai im Alter von 85 Jahren.
Obwohl die Packers in ihre hundertste Saison gehen, haben sie nur sechs Trikotnummern zu Ruhe gesetzt. Starrs 15 ist eine davon.
Im Heimeröffnungsspiel gegen die Vikings wird zum Gedenken an den Quarterback eine Zeremonie abgehalten.

Die Ermittlungen gegen Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill im Fall einer möglichen Kindesmißhandlung, wurden vorerst eingestellt.
Der leitende Staatsanwalt betonte, daß die Ermittlungen wegen Mangeln an Beweisen eingestellt wurden, nicht weil man Hill als nicht schuldig ansieht. Sollten sich auf irgendeine Art neue Anhaltspunkte ergeben, dann würde man die Ermittlungen sofort wieder aufnehmen.
Hill ist bis auf Weiteres von Teamaktivitäten der Chiefs ausgeschlossen. Das Team sammelt selber Beweise die entweder für oder gegen Hill sprechen.
Liga-Chef Roger Goodell möchte abwarten, wie sich der Fall entwickelt, bevor er über eine Strafe entscheidet.

Buccaneers Head Coach Bruce Arians erwartet Jason Pierre-Paul nicht vor Oktober zurück. Und das wäre eine optimistische Erwartung, betonte er.
Der Pass Rusher erlitt bei einem Autounfall letzten Monat eine Nackenverletzung.

Freitag, 7. Juni 2019

Kurzberichte
wentz-carson4Die Eagles und Carson Wentz (Bild) einigten sich auf eine Vertragsverlängerung.
Obwohl der Quarterback unter einer „Playoff-Allergie“ leidet, bekam er einen Vierjahresvertrag über $128 Millionen. Mit Boni kann er es auf $144 Millionen bringen, und $107,9 Millionen sind garantiert.
Sein Jahresgehalt von $32 Millionen verdrängt zwar Russell Wilsons Jahresgehalt von $35 Millionen nicht von Platz eins, aber Wentz` Garantiegehalt ist das beste, das jemals ein NFL Spieler zugesichert bekam.
Wentz ist der erste Quarterback aus der Draft von 2016, der seinen Vertrag verlängerte. Die Nr. 1, Jared Goff von den Rams, und die Nr. 135, Dak Prescott von den Cowboys, werden dann wohl als nächste Megaverträge bekommen.
Wentz ist der erste Quarterback der NFL, dessen Vertrag bis nach der Saison 2024 läuft. Wenn er jetzt noch gesund bleibt, und mal in den Playoffs spielen kann, dann war es ein guter Deal, den die Eagles gemacht haben. Immerhin war Wentz vor seiner Verletzung in der Saison 2017 auf Liga MVP Kurs.

Ein neues Jahr, ein neuer Ring. Die Patriots haben ihren sechsten Super Bowl Ring erhalten.
Seit 2001 hat New England sechs Super Bowls gewonnen und die Beteiligten brauchen jetzt auch die zweite Hand, um all diese monströsen Klunker tragen zu können.
In den aktuellen Ring wurden 422 Diamanten eingesetzt um die sechs Lombardi Trophäen darzustellen. Drumherum wurden 20 Saphire plaziert, die die 20 AFC East Meisterschaften symbolisieren.
Es waren einige Spieler und Trainer anwesend, um die Ringe in Empfang zu nehmen, darunter auch der vor Kurzem in den Ruhestand getretene Tight End Rob Gronkowski.

Wo wir gerade bei Meistern der AFC sind, Running Back Melvin Gordon sieht seine Chargers als AFC West Favoriten.
Zum ersten Mal seit 2009 konnten die Chargers 2018 mehr als neun Spiele gewinnen. 12-4 Siege brachten Los Angeles II zum ersten Mal seit 2013 wieder in die Playoffs.
12 Siege waren letztes Jahr nicht genug, um die AFC West zu gewinnen. Die Chiefs landeten noch vor LAC.
„Wir sind das Team, das man schlagen muß,“ tönte Gordon. „Wir sind etwas besonders, und ich fühle ganz genau, daß wir das beste Team der NFL sind. Man muß diese Selbstvertrauen nur vor sich hertragen. Unsere Division ist kein Witz, aber wir sind die Besten.“
Dazu müssen aber die Chiefs übertrumpft werden. Die Broncos, die an einer guten Mannschaft basteln, müssen auf Abstand gehalten werden. Oakland, na ja, Schwamm drüber.

Die Cardinals verpflichteten den frisch von den Browns gefeuerten Desmond Harrison.
Der Left Tackle hatte in Cleveland nicht an den freiwilligen OTAs teilgenommen und auch zum Pflicht Minicamp war er nicht erschienen.

Die Lions verpflichteten Wide Receiver Jermaine Kearse, weil ihre zwei Top Receiver Kenny Golladay und Marvin Jones zur Zeit verletzt sind.
Kearse war letztes Jahr bei den Jets. Davor war er fünf Saisons bei den Seahawks. Von dort kennen er und Lions Offensive Coordinator Darrell Bevell sich.
Golladay und Jones sollen bis zum Trainingslager wieder fit sein. Trotzdem hat Kearse Chancen, im Kader bleiben zu können.

Der Lazarettreport
Heute ist Oberschenkeltag
Jaguars: Defensive End Josh Allen könnte wegen einer Knieverletzung das Minicamp verpassen.
Rookie Running Back Ryquell Armstead hat eine leichte Oberschenkelzerrung.

Buccaneers: Wide Receiver Mike Evans wurde wegen einer leichten Oberschenkelzerrung  während des Minicamps geschont.

Redskins: Wide Receiver Trey Quinn konnte wegen einer Oberschenkelzerrung nicht trainieren.

Donnerstag, 6. Juni 2019

Joe Flacco, Super Bowl MVP
miller-von6Von Von Miller (Bild) hört man Gutes über Joe Flacco. Der Star Verteidiger der Broncos sagte über seinen neuen Quarterback: „Joe Flacco sieht aus, wie ein Super Bowl MVP Quarterback.“
Der 34 Jahre alte Quarterback soll am Dienstag so einige tiefe Bomben im Minicamp abgefeuert haben, die Miller beeindruckt haben.
Daß Flacco den tiefen Paß draufhat, das wird ja auch keiner bestreiten. Nur die Genauigkeit dieser tiefen Pässe läßt oft zu wünschen übrig.
Miller: „Heute hatte er einen Play-Action Spielzug, lief nach rechts raus und warf den Ball von der eigenen 20 an die andere 15. Jetzt weiß ich nicht, wie weit das ist, aber er warf den Ball weit. Er kann 80 Yards mit Leichtigkeit werfen.“
Und bei dem erwähnten Paß sah man dann auch die Unzulänglichkeit Flaccos. Der Paß war 65 Yards in der Luft und landete weit außerhalb der Reichweite von Receiver Brendan Langley.
Flacco meinte dazu: „Ich hoffe, daß ich den Ball nicht zu, zu weit werfen muß. Du willst den Ball im Rhythmus werfen. Aber die dünne Luft hier, da kann man den Ball etwas weiter werfen. Ich habe nicht ausprobiert, wie weit ich ihn hier werfen kann, und ich habe nicht vor, das zu versuchen.“
Der Erfolg der Broncos 2019 hängt mehr davon ab, daß Flacco den Ball in enge Korridore wirft, kurz, mittellang und lang, nicht davon, wie tief er ihn wirft. Aber es ist gut zu wissen, daß er immer noch Bomben abfeuern kann.

Kurzberichte
Wer auch immer Quarterback bei den Redskins 2019 spielen wird, er kann auf Hilfe hoffen.
Running Back Adrian Peterson hat vor, eine 2.000 Yards Saison abzuliefern. Letztes Jahr, in seiner 12. NFL Saison, erzielte er 1.042 Laufyards.
„Wenn es Gott gefällt, kann ich 2019 noch zulegen. Ich setzte die Marke mal auf 2.000 Yards,“ sagte Peterson. „Die Marke habe ich jedes Jahr im Visier, aber natürlich ist das Team wichtiger. Es geht darum den Titel zu holen. Und ich möchte den Redskins zur Meisterschaft verhelfen.“

Vier Super Bowls in Folge, die muß man erstmal erreichen. Vier Super Bowls in Folge ohne Sieg zwar, aber vier Super Bowls in Folge muß man doch erst mal erreichen.
Die Bills schafften das in den 1990ern mit Quarterback Jim Kelly.
Die Offense Buffalos spielte damals die K-Gun No-Huddle Offense. Diese schnelle Aufstellung ohne Huddle zwischen den Spielzügen war für die gegnerischen Verteidigungen kaum in den Griff zu bekommen.
Diese Offense würden die Bills gerne wieder spielen. Das Problem der Bills ist, ihr Quarterback ist Josh Allen. Er liebt die Spielzüge der Super Bowl Bills, die er sich wieder und wieder angesehen hat. Das Problem ist, er ist nicht Jim Kelly. Doch zumindest soll das Ruhmeshallenmitglied Allen hilfreich zur Seite stehen. Als Berater soll Kelly Allen unterstützen.
Der Hall of Fame Quarterback hat sich mit Offensive Coordinator Brian Daboll getroffen, der die offensiven Spielzüge ansagen soll, und mit Quarterbacks Coach Ken Dorsey. Und sie hat er in die Geheimnisse der K-Gun Offense eingeweiht.
Bleibt halt die Tatsache, daß A, der Quarterback heute Josh Allen ist und B, der keine Hilfe von Spielern hat, die auf Hall of Fame Niveau spielen. Die hatte Kelly damals mit Running Back Thurman Thomas und Wide Receiver Andre Reed.
Drei Ruhmeshallenmitglieder in einer Offense, da kann man schon mal vier Super Bowls in Folge erreichen.

Die NFL geht mal wieder nach Kanada. In Woche drei spielen die Packers in Winnipeg gegen die Raiders.
Die Partie am 22. August wird als Heimspiel der Raiders gewertet.
Zuletzt gab es ein NFL Spiel in Kanada am 1. Dezember 2013 als die Falcons zu Gast bei den Buffalo Bills in Toronto waren. Damals hielten sich hartnäckige Gerüchte, daß die Bills fest nach Toronto umziehen würden.

Browns Left Tackle Desmond Harrison hatte keine Lust am Minicamp des Teams teilzunehmen.
Die Browns hatten deshalb keine Lust mehr auf Harrison und feuerten ihn.

Die freiwilligen Trainingseinheiten der Browns hat Wide Receiver Odell Beckham nicht besucht. Am Pflicht Minicamp nahm er allerdings teil.
Und er hat Mühe damit, sich an den starken Arm von Quarterback Baker Mayfield zu gewöhnen. Zusätzlich muß er ein neues Spielsystem lernen.
Beckham muß schneller laufen, wenn er die Pässe Mayfields fangen will. „Wow, das ist vollständig anders,“ sagte Beckham jr. „Er wirft den Ball sehr hart und schnell. Es wird dauern, sich daran zu gewöhnen. Aber wir spielen ja erst im September, das ist also in Ordnung.“

Eli Manning hat nicht vor, irgendjemanden im Minicamp zu beeindrucken.
Es ist Mannings 16. Jahr, in dem er sich auf eine NFL Saison vorbereitet. Da hat man nicht mehr das große Lampenfieber. Und er war auch nie ein Showman. Er arbeitet hart und ruhig. Er gewann zwei Super Bowls und wurde zweimal Super Bowl MVP. Ein Platz in der Hall of Fame ist ihm fast sicher. Da muß man auch nichts mehr beweisen.
Vielleicht ist es sogar diese Routine, die Manning nicht mehr zu Höchstform auflaufen läßt.
Ganz anders dagegen Rookie Quarterback Daniel Jones. Er beeindruckte seine Mitspieler Saquon Barkley, Russell Shepard und Evan Engram. Die lobten ihren neuen Kollegen über alle Maßen. Wieder und wieder soll Jones Pässe geworfen haben, die in einen Highlightfilm gehören würden. Dazu bewies der Rookie, daß er sehr athletisch und mobil ist. Das brachte ihm noch mehr Lob ein.
Manning ließ sich auch zu einem Kommentar hinreißen: „Ich glaube Daniel hat einen guten Job gemacht. Er wirft den Ball gut. Er lernt die Offense, und das ist eine Menge. Es wird ihm eine Menge aufgebürdet, speziell wenn es gegen NFL Verteidigungen geht. Es gibt viel mehr zu beachten, viel mehr Blitze, viel mehr Anpassungen um Schutz von der Line zu bekommen, und noch anderes.
Er sollte versuchen, nicht zu viel zu machen.“
Und wenn es so kommt, wie es geplant ist, dann kann Jones noch einige Zeit von Manning lernen.

Seit 2007 ist Joe Staley bei den 49ers. Und der Left Tackle wird noch bis nach der Saison 2021 ein 49er bleiben.
Er unterschrieb eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre. Über die Finanzen wurde noch nichts gesagt, aber es dürfte mehr als die $8,075 Millionen sein, die ihm 2019 zustehen.

Drum prüfe, wen Du alleine im Haus läßt.
Zwei weibliche „Bekannte“ von Jets Running Back LeVeon Bell räumten in aller Ruhe den Schmuck im Wert von über einer halben Million Dollar ab, den der Running Back in seiner Villa in Florida hatte.
Als Bell am 25. Mai aus dem Gym nach Hause kam, waren seine zwei „Bekannten“ mit dem Schmuck weg.
Bei der Polizei werden die Frauen als Freundinnen Bells geführt.

Mittwoch, 5. Juni 2019

Kurzberichte
bell-leveon-jetsDie Jets starteten ihr Pflicht Minicamp, und LeVeon Bell (Bild) nahm teil.
Der Running Back wurde von Head Coach Adam Gase im Großen und Ganzen geschont. Immerhin hat er zuletzt im Januar 2018 Football gespielt, mit den Steelers in den Playoffs.
„Ich weiß, daß er trainiert und an sich gearbeitet hat,“ sagte Gase. „aber wenn es um Football geht, müssen wir es langsam angehen mit ihm.“
Viermal bekam er den Ball bei den 11 gegen 11 Übungen und drei mal bei den 7 gegen 7 Einheiten. Er sah eingerostet und etwas verloren aus auf dem Platz. Das geht aber vielen so, wenn sie ein neues Spielsystem lernen. Körperlich schien Bell voll auf der Höhe zu sein.
Bell ist zuversichtlich, daß er in der Zeit bis zur Saison eine gute Abstimmung mit Quarterback Sam Darnold zustande bringt. Und daß sein neuer Head Coach Gase öffentlich sagte, daß Ex- General Manager Mike Maccagnan viel zu viel für ihn bezahlt hätte, würde ihn nicht stören, meinte der Running Back: „Unser Verhältnis ist gut. Wir reden viel miteinander. Ich weiß, daß dies Alles ein Geschäft ist. Ich fühle, daß ich ein großartiger Spieler bin,“ sagte Bell. „Ich habe an diesem einen Tag mit dem Team mehr über die Offense gelernt, als in der ganzen Zeit zuvor am Tablet,“ merkte er an. „Und was ich hier gelernt habe, bleibt besser im Gedächtnis.“
Doch nach dem Pflicht Minicamp ist wieder Schluß mit Teamaktivitäten für ihn, dann fliegt er wieder zurück in seine Villa nach Florida. An den nächsten beiden freiwilligen OTAs nächste Woche wird er wieder nicht teilnehmen.

Die Cardinals nehmen einen weiteren ehemaligen Spieler in ihren Ring der Ehre auf, Carson Palmer.
Fünf Jahre spielte der Quarterback für Arizona. Seine Bilanz dort: 38-21-1 Siege. Er stellte einige Teamrekorde auf, 4.671 Passyards in einer Saison, 35 Touchdowns und eine Passerwertung von 104,6 Punkten. All das in der Saison 2015, die ihm dann auch seine dritte Pro Bowl Nominierung einbrachte. Mit 25 Spielen in denen er über 300 Yards paßte und in dreien, in denen er mehr als 400 Yards erzielte, hält er auch diese Rekorde.
Palmer spielte 15 Jahre in der NFL. Er war die erste Wahl in der Draft 2003 und wurde von den Bengals einberufen. Er spielte acht Jahre für sie und wurde 2005 und 06 in den Pro Bowl gewählt.
Nach einer bösen Knieverletzung wurde er nicht wieder ganz der Alte. 2011 und 12 spielte er für die Raiders, bevor er 2013 bei den Cardinals landete.
Die Aufnahmezeremonie wird das Team am 29. September abhalten, wenn die Cardinals gegen die Seahawks spielen.

Redskins Left Tackle Trent Williams unterschrieb 2015 einen Fünfjahresvertrag über $66 Millionen. $30 Millionen davon sind garantiert.
2019 stehen ihm nach diesem Vertrag $11 Millionen zu und 2020 $12,5 Millionen.
Zu wenig, meint Williams.
Um seinem Willen nach einem besseren Vertrag Nachdruck zu verleihen, will er die Übungseinheiten des Teams bestreiken.
Ob die Redskins nachgeben, ist fraglich. Der Left Tackle verpaßte in den letzten zwei Saisons neun Spiele wegen verschiedener Verletzungen.

Vor zwei Monaten gaben die Patriots Tight End Austin Seferian-Jenkins einen Vertrag. Gestern setzten sie ihn schon wieder vor die Tür.
Seferian-Jenkins bat das Team darum, ihm einen Monat frei zu geben, damit er persönliche Angelegenheiten regeln könnte.
Die Zeit hat er ja jetzt.
New England hat keine Not an Tight Ends, außer daß der Gronk weg ist. Sie haben noch Benjamin Watson (zum Saisonbeginn suspendiert), Matt LaCosse, Ryan Izzo, Stephen Anderson und Andrew Beck unter Vertrag.

NaVorro Bowman hört offiziell auf.
Der ehemalige Linebacker der 49ers terrorisierte acht Jahre lang gegnerische Quarterbacks. Viermal wurde er in den Pro Bowl gewählt. Dann erlitt er einen Kreuzbandriss, von dem er sich nie ganz erholte.
2018 war er in keinem Kader eines NFL Teams.

Der Lazarettreport
Colts: Quarterback Andrew Luck hat immer noch Schmerzen in einer Wade. Deshalb kann er immer noch nicht mit dem Team trainieren.
Rookie Center Javon Patterson erlitt einen Kreuzbandriss und wird die Saison verpassen.

Browns: Wide Receiver Jarvis Landry wird wegen einer nicht näher bezeichneten, leichten Verletzung, nicht am Pflicht Minicamp teilnehmen.

Buccaneers: Safety Justin Evans hatte einen Eingriff an einem Zeh. Er läuft mit einem Stützstiefel herum.

Redskins: Head Coach Jay Gruden sagte, daß Quarterback Alex Smith viel bessere Fortschritte nach seiner Beinverletzung macht, als erwartet. Er wird früher wieder einsatzbereit sein, als angenommen.

Broncos: Running Back Phillip Lindsay nahm eingeschränkt am Training teil. Er erholt sich noch von einem Bruch des rechten Handgelenks.

Packers: Head Coach Matt LaFleur wurde erfolgreich an einem Kreuzbandriss operiert, den er sich beim Basketballspielen zuzog. Er wurde aus dem Krankenhaus entlassen und ist in der Reha Phase.

Dienstag, 4. Juni 2019

Kurzberichte
Johnson-CalvinCalvin Johnson (Bild) zurück bei den Lions?
Nichts ist unmöglich.
Der Star Receiver mit dem Spitznamen Megatron schied nach vielen erfolgreichen Jahren im Streit von den Lions. Als er nach der Saison 2015 plötzlich seinen Rücktritt bekanntgab, forderte das Team einen siebenstelligen Betrag seines $16 Millionen Unterschriftenbonus zurück, den Johnson vier Jahre vorher erhielt.
Darüber war der Wide Receiver natürlich nicht erfreut. Jahrelang hatte er seinen Kopf hingehalten und war eine Lichtgestalt in einem Team voller Schatten, und so wurde es ihm gedankt.
Teampräsident Rod Wood überlegt, Johnson zu einem Comeback zu überreden.
Der wäre nicht abgeneigt. Er möchte nur das Geld zurück, das man ihm abgenommen hat.
Würde das denn überhaupt etwas bringen?
Johnson ist schon so lange raus, daß er 2021 schon zur Aufnahme in die Hall of Fame berücksichtigt werden kann.
Die Lions müssen ganz schön verzweifelt sein, wenn sie diesen Schritt wirklich wagen wollen.
Um das Geld wird es Megatron nicht gehen, eher ums Prinzip. Er betreibt eine gutgehende Maklerfirma und hat die Lizenz eine Apotheke für medizinisches Marihuana zu eröffnen.

„Hey Mann, ich chille,“ sagte Lions Cornerback Darius Slay am Montag.
Und weil ihm das so gut gefällt, hat er bisher nicht an den OTAs teilgenommen und wird auch nicht am Pflicht Minicamp teilnehmen, das heute beginnt.
Weil Chillen ihm so gut tut, hat er schon auf $250.000 verzichtet. Die hätten ihm vertraglich zugestanden, wenn er zu den OTAs erschienen wäre.
Das „bechillen“ des Minicamps wird ihn $88.650 an Strafe kosten.
Das kann er verkraften, denn 2019 stehen ihm $13 Millionen zu, 2020 $10,5 Millionen.
Da kann man schon mal für über $300.000 chillen.
Nicht chillen will Damon Harris. Der Defensive Tackle möchte mehr Geld. Deshalb hat auch er bisher die OTAs der Lions gemieden und wird das Minicamp bestreiken.

C.J. Anderson fühlt sich in Detroit willkommen.
Der Pro Bowl Running Back hatte es nicht leicht, nachdem er von den Broncos entlassen wurde.
Seit er im April 2018 die Broncos verließ ging er zu den Panthers, den Raiders und den Rams. In Carolina und Oakland war er jeweils nur einen Tag unter Vertrag, mit den Rams kam er bis in den Super Bowl, als Ersatzmann für den am Knie verletzten Todd Gurley. Und Anderson überzeugte.
Bei den Lions hat Anderson jetzt das Gefühl, daß sie ihn wirklich schätzen. Er unterschrieb einen Einjahresvertrag und da Offensive Coordinator Darrell Bevell 2019 verstärkt auf das Laufspiel setzen will, kann Anderson wohl zeigen, was er noch draufhat.

Todd Gurley muß abspecken.
Der Running Back der Rams soll auf unter 100 Kilo kommen, um sein Knie zu entlasten, das ihm letztes Jahr Probleme breitet hat.
Bei den Trainingseinheiten ist er anwesend, wird aber geschont.
Und auch in der Saison soll er nicht mehr das alleinige Arbeitspferd sein, sondern öfter mal an der Seitenlinie zusehen, wie seine Kollegen mit dem Ball laufen.

Kommt Ex-Patriots Tight End Rob Gronkowski aus dem Ruhestand zurück?
Das hört man immer wieder.
Der Gronk selber sagt dazu: „Ihr könnt das Comeback Gerede aufhören. Ich fühle mich gut.“

Die Buccaneers wollten Defensive Tackle Gerald McCoy nicht mehr.
Ein anderes Team aus der NFC South hatte Interesse an ihm. Die Panthers gaben ihm einen Einjahresvertrag über $8 Millionen.
Zwar wird McCoy zweimal 2019 gegen sein altes Team spielen, allerdings nicht in Tampa Bay. Das „Heimspiel“ der Buccaneers gegen die Panthers wird in London ausgetragen.
McCoy trug bei den Bucs die Nr. 93. Die trägt auch Ndamukong Suh in seiner gesamten Karriere.
Durch McCoys Wechsel zu den Panthers kann Suh die 93 auch in Tampa Bay tragen.

Zur Zeit ist Ex- Packers Defensive End Muhammad Wilkerson ohne Team. Letztes Jahr trat er nur in drei Spielen an, bevor er sich eine saisonbeendende Knöchelverletzung zuzog.
Am frühen Samstagmorgen wurde er verhaftet, weil er unter Drogeneinfluß mit dem Auto fuhr.
Das dürfte seine Chancen, bald ein neues Team zu finden, schmälern.

Roger Goodell bringt, wie jedes Jahr, seinen Plan zur Verkürzung der Vorbereitunsspielzeit zur Sprache.
Der Vorsitzende der NFL möchte mehr Spiele, die etwas bedeuten. Er hat eine Saison mit 18 Spielen im Sinn. Die vier Vorbereitungsspiele sind ihm zu viel. Die Spieler möchten nicht mehr Spiele bestreiten müssen. Also sollen die Testspiele auf zwei Begegnungen verkürzt werden.
Sein Wille wird auf jeden Fall ein Bestandteil der nächsten Tarifverhandlungen sein, so beharrlich, wie er darauf rumreitet.

Samstag, 1. Juni 2019

Kurzberichte
wilson-russellDas wird Russell Wilson (Bild) gerne hören. Saison um Saison lief er hinter einer löchrigen O-Line um sein Leben. OK, das machte er sehr gut, aber da er nicht nur ein guter Läufer ist, sondern auch ein guter Passer, würde es helfen, wenn er öfter mal mehr Zeit hätte, um Pässe werfen zu können.
Das soll 2019 endlich der Fall sein. Left Tackle Duane Brown bezeichnet die Blocker der Seahawks als eine der besten Einheiten der Liga: „Ich glaube unsere O-Line hat die Chance die beste der Liga zu werden,“ sagte er. „Wenn wir gesund bleiben haben wir das Talent, das nötig ist. Wir haben einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern.“
Die Seahawks bringen vier Spieler der letzten Saison zurück, Duane Brown, Justin Britt, Germain Ifedi und D. J Fluker. Einer der Neuzugänge ist Pro Bowl Guard Mike Lupati. Ihn bezeichnet Brown als Hauptgewinn, der noch fehlte.
Russell Wilson wird es wirklich gerne hören. Bisher spielte er hinter Lines, die 27. wurden (2915), 29. (2016), 26. (2017) und 19. (2019).

Eine Hauptperson im Team der Packers zog sich einen Riß der Achillessehne beim Basketball zu.
Doch kein Spieler wird deshalb etwas während der Vorbereitungszeit verpassen, sonder der Head Coach, Matt LaFleur. Er ist nämlich der Betroffene.
Am Sonntag wird LaFleur operiert. Den Rest der OTAs vom 11. bis 13. Juni wird er aus dem Rollstuhl leiten.

Ndamukong Suh leugnet sein schlechtes Image: „Ich weiß, wer ich bin,“ sagte er bei der Vorstellung in seinem neuen Team, den Buccaneers, „und ich bin kein schmutziger Spieler.“
Zugegeben, Suh hat öfter mal mit Absicht auf am Boden liegende Körperteile gegnerischer Spieler getreten. Und tatsächlich hat er das schon länger nicht mehr gemacht. So wie seine Leitung nach unten geht, geht auch seine Boshaftigkeit nach unten. Immerhin ist der Defensive Tackle 32 Jahre alt. Aber immer noch gehört er zu den Spitzenspielern auf seiner Position.
Sein neuer Head Coach Bruce Arians liebt den harten Angriffsstil seines Neuzugangs. Und daß er nicht mehr so viele Strafen wegen übertriebener Härte kassiert, freut Arians.

Chad Kelly wurde für zwei Spiele suspendiert.
Zur Zeit ist der Quarterback bei den Colts unter Vertrag. Die Strafe bekam er für eine Verhaftung im Oktober 2018. Damals betrat er unerlaubt ein fremdes Grundstück. Die Broncos, die ihn 2017 als Collegeabgänger anheuerten, feuerten Kelly sofort.
Am 20. Mai gaben die Colts ihm einen Vertrag und eine vierte, oder gar fünfte Chance. Kelly wurde aus seinem High School Team geworfen, aus seinem Collegeteam und von den Broncos entlassen, weil er sich immer wieder etwas zu schulden kommen ließ.
Warum bekommt er jetzt eine erneute Chance bei den Colts?
Das könnte etwas mit Head Coach Frank Reich zu tun haben. Reich war lange Jahre der Ersatzmann von Hall of Fame Quarterback Jim Kelly bei den Bills. Jim Kelly ist der Onkel von Chad Kelly. Kann man davon ausgehen, daß das eine Rolle spielt?
Na ja.
Jetzt liegt es an Chad Kelly diese erneute Chance endlich zu nutzen.

Freitag, 31. Mai 2019

Kurzberichte
tannehillEx Dolphins Quarterback Ryan Tannehill war aus irgendeinem Grund lange Jahre der Starter in Miami.
Man hatte ihn als Quarterback für die Zukunft einberufen, und wollte nicht einsehen, daß er eben das nicht war. Sechs Jahre mußten die Dolphins Fans Tannehill ertragen. In 88 Starts holte er 42-46 Siege.
Und Tannehill hat Probleme damit, einzusehen, daß er jetzt bei den Titans nur der Ersatzmann ist. „Es sind harte Zeiten,“ gestand er in einem Zeitungsinterview. „Wenn Du der Starter bist, dann bist Du der Anführer des Teams. Jetzt muß ich einen Schritt zurücktreten. Aber es ist toll mit Marcus (Mariota) zusammen zu arbeiten. Auch der Trainerstab ist toll. Das hilft dabei, die Veränderung zu ertragen.“
Vielleicht muß Tannehill gar nicht so lange auf seinen ersten Start in Tennessee warten. Marcus Mariota gehört zu den verletzungsanfälligen Spielern der Liga.

Chris Harris ist fürs Erste mal ruhiggestellt. $12,05 Millionen für 2019 hält er zunächst für ein angemessenes Gehalt, bis der große Zahltag kommt.
Was nach der nächsten Saison mit dem 30-Jährigen wird, ob die Broncos sich den Cornerback weiter leisten können, das ist noch nicht sicher. Harris hat ein klares Ziel, er will der bestbezahlte Cornerback aller Zeiten werden, sonst spielt er nicht.
Er würde gerne in Denver bleiben, aber nur, wenn sein Wille geschieht.
2019 will er beweisen, daß er es wert ist, zum bestbezahlten Cornerback aller Zeiten gemacht zu werden: „Wenn man mich in Woche 1 gegen Antonio Brown ansetzt, dann ist das OK. Ich bin bereit dafür,“ sagte Harris. „Wer auch immer der Top Receiver ist, ich bin bereit für ihn. Ich werde die Herausforderung jede Woche annehmen.“
Na, das hören die Broncos Fans doch gerne.

Die Ravens nehmen zwei neue Verdiente Teammitglieder in ihren Ring der Ehre auf, Ex- Head Coach Brian Billick schon in der kommenden Saison, und den ehemaligen Defensive Tackle Haloti Ngata 2020.
Billick trainierte die Ravens von 1999 bis 2007. Mit ihm gewannen sie Super Bowl XXXV gegen die Giants.
Er holte 80-64 Siege in der regulären Saison und 5-3 in den Playoffs.

Die Vikings haben wenig Glück mit ihren Kickern.
Jetzt versuchen sie es nicht mit einem neuen Kicker, sondern mit einem Berater. Sie verpflichteten den ehemaligen NFL-Kicker Nate Kaeding. Er soll, wen auch immer die Vikings 2019 gegen den Ball treten lassen, beraten, wie man es richtig macht.
Kaeding spielte 10 Jahre in der NFL, zunächst für die Chargers, dann für die Dolphins. 2015 wurde er in den Pro Bowl gewählt. Doch Kaeding ist besonders bekannt für seine Fehlschüsse. In der Niederlage in der Divisional Runde gegen die Jets 2009 verschoß er drei Field Goals. Damit kennt er sich also bestens aus.

Marcus Peters hat ein klares Ziel. Der Cornerback der Rams konzentriert sich lieber darauf noch mal in den Super Bowl zu kommen, als darauf, sein Gehaltskonto in die Höhe zu schrauben.
Peters geht in das letzte Jahr seines Rookievertrags und gehört zu den besten Cornerbacks der Liga.
„Ich will noch mal in den Super Bowl und ihn gewinnen,“ sagte Peters. „Das ist es, was wirklich zählt. Alles andere wird sich dann schon ergeben.“
Peters kam 2015 in der ersten Runde der Draft zu den Rams. 2019 wird er $9,069 Millionen verdienen.

Die Rams gaben Ersatz- Cornerback Troy Hill einen neuen Vertrag.
Für weitere zwei Jahre wird er $5,25 Millionen bekommen. Mit Boni kann er es auf $8,25 Millionen bringen. Das schafft er, wenn er in 52,5% der defensiven Spielzüge der Rams auf dem Platz steht.
Letztes Jahr spielte er in allen 16 Spielen und war in sieben in der Startformation.

Der ehemalige NFL Fullback Jameel Cook wurde verurteilt.
Er hat $105.000 aus dem „Gene Upshaw NFL Player Health Reimbursement Account Plan“ Gesundheitsfond der Liga gestohlen. Cook hat Geld für Medikamente bekommen, die er angeblich brauchte, und das Geld dann für andere Zwecke genutzt.
Der 40-Jährige wurde zu 10 Jahren auf Bewährung verurteilt und muß das Geld zurückzahlen.
Der Staatsanwalt war nicht erfreut über Cooks Tat: „Er stahl es von dem Fond, auf dessen Hilfe seine Kollegen angewiesen sind.“
Cook spielte von 2001 bis 08 zunächst für die Buccaneers und dann für die Texans. Er erzielte mit 14 Läufen 43 Yards, mit 84 gefangenen Pässen kam er auf 510 Yards und 1 Touchdown.

„Es wäre schön, wenn Odell Beckham jr. öfter bei den OTAs reingeschaut hätte,“ sagte Browns Head Coach Freddie Kitchens. „Er hat viel verpaßt.“
Noch vor einigen Wochen hatte genau dieser Kitchens noch gesagt: „Es ist kein Problem, daß Odell nicht hier ist.“
So schnell wie er seine Meinung ändert, hätte er große Chancen in der Politik.
Und wie eine große Deutsche Tageszeitung gerade meldet, ist Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. nun völlig der Dekadenz zum Opfer gefallen.
Er ließ sich auf seinen Rolls Royce eine kleine Kühlerfigur montieren, die ihn selber darstellt.
Bescheidenheit ist eine Zier... usw.

Nick Foles war entschuldigt den OTAs der Jaguars ferngeblieben.
Jetzt erfuhr man den traurigen Grund. Die Frau des Quarterbacks hatte eine Fehlgeburt.
Tori Foles war in der 15. Woche, als sie das Kind verlor.
Nick und Tori haben bereits eine Tochter, die 2017 zur Welt kam.
Am Donnerstag nahm Nick Foles bereits wieder am Training teil.

Die Jaguars verpflichteten Wide Receiver Terrelle Pryor.
Der ehemalige Quarterback, der zum Wide Receiver wurde, spielte 2018 zunächst für die Jets und dann die Bills.
Am Donnerstag war er zu einem Probetraining in Jacksonville, und die gaben ihm sofort einen Vertrag.

Die Spieler der Jets haben ihren Spaß an den „Kämpfen“ zwischen Head Coach Adam Gase und Defensive Coordinator Gregg Williams.
„Gase ist ein „verrückter“ offensiv eingestellter Trainer, Williams ein „verrückter“ defensiv eingestellter Trainer. Das, was die beiden beim Training gegeneinander anstellen, treibt die Spieler ihrer jeweiligen Abteilungen zu Höchstleistungen an,“ sagte Defensive End Leonard Williams. Und das Wort verrückt möchte er auf jeden Fall als Kompliment verstanden wissen, betonte er.
Mit Gase und Williams, Gregg Williams, treffen zwei Dickköpfe aufeinander, die keinen Millimeter von ihren Meinungen abweichen.
Und das Team kann nur davon profitieren. Wenn beide ihre besten Ideen einbringen und versuchen, den anderen zu übertrumpfen, kann das nur gute Spielzüge auf beiden Seiten des Balles hervorbringen.
So intensiv, wie es augenscheinlich schon bei den OTAs zugeht, wo Kontakte ja noch verboten sind, wird es im Trainingslager richtig rundgehen.
LeVeon Bell hat von dieser Intensität noch nichts mitbekommen. Der teure Running Back läßt sich immer noch nicht bei seinem neuen Team blicken. Defensive Tackle Steve McLendon, der drei Jahre in Pittsburgh mit Bell zusammen spielte, hat versucht ihn zu den OTAs zu locken, aber Bell tauchte nicht auf.
„Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt, daß es bei den Jets völlig anders zugeht, als bei den Steelers. Ich habe ihm gesagt, daß es wichtig ist, den Quarterback kennenzulernen, die Spielzüge schon mal abzugehen, doch er wollte nicht auf mich hören,“ sagte McLendon.
Vom 4. bis 6. Juni halten die Jets ein Pflicht Minicamp ab. Da sollte Bell eigentlich erscheinen.

Der Lazarettreport
Natürlich lohnt sich beim Lazarettreport auch immer der Blick, auf die Spieler, die Verletzungen auskurieren.
So hoffen die Bears, daß Tight End Trey Burton nach seiner Leistenoperation vor ein paar Monaten bis zum Beginn des Trainingscamps wieder einsatzbereit sein wird.
Burton verpaßte die Playoffs wegen dieser Leistenverletzung.

Panthers: Quarterback Cam Newton hatte nach seiner Schulteroperation zunächst ein Wurftraining mit kleineren Bällen aufgenommen.
Aus persönlichen Gründen hat er letzte Woche nicht an den OTAs teilgenommen. Aber er hat in dieser Zeit schon mal damit begonnen, normal große Bälle zu werfen.
Am Minicamp ab dem 11. Juni wird er wohl teilnehmen.

Colts: Quarterback Andrew Luck setzt bei den OTAs wieder aus. Dieses Mal ist es eine Wadenverletzung, die ihn behindert.
Safety Clayton Geathers hatte einen kleinen Eingriff an einem Knie. Er soll bald wieder einsatzbereit sein.

Cowboys: Safety Kavon Frazier wird mit einer Knieverletzung einige Wochen pausieren.

Browns: Wide Receiver Jarvis Landry hat eine nicht näher erläuterte Verletzung. Seine Teilnahme am Minicamp nächste Woche ist gefährdet.

Mittwoch, 29. Mai 2019

Kurzberichte
nfl100 3DNoch 100 Tage bis zur 100. NFL Saison.
Gestern waren es in den USA 100 Tage, heute sind es bei uns 100, da die Saison bei uns ja erst am Freitagmorgen beginnt.
100 Tage bis zum Spiel der (fast) hundertjährigen Teams aus Green Bay und Chicago. Die Packers wurden am 11. August 1919 gegründet und sind 100 Jahre alt, wenn die Saison beginnt. Die Bears wurden am 17. September 1920 gegründet und sind 98, wenn die Saison beginnt. Somit sind sie die ältesten Teams der Liga.
198 mal standen sich die Teams gegenüber. Die Packers führen die Serie mit 97-95-6 an.
Das erste Spiel fand am 27. November 1921 statt und die damals noch Staleys genannten Bears gewannen 20:0. Das letzte Spiel in der Saison 2018 ging mit 24:17 an Chicago.
Mit 198 Spielen der beiden Teams haben die beiden die meisten Spiele gegeneinander gespielt. Doch die längste unterbrechungsfreie Rivalität ist diese Serie nicht. In der streikgekürzten Saison von 1982 (ich habe gestern das leidige Thema angesprochen) gab es kein Spiel der Bears gegen die Packers. Deshalb ist die Serie der Packers gegen die Lions die am längsten Laufende kontinuierliche Serie, obwohl die beiden erst 179 mal gegeneinander spielten.

Lions Offensive Coordinator Darrell Bevell entsagt dem Paßspiel und setzt auf Lauf.
Bevell ist seit 2000 als Assistenztrainer in der NFL tätig und hat für die Packers, Vikings und Seahawks gearbeitet, bevor er nach Detroit kam.
Während die Liga immer mehr auf Paßspiel setzt, bleibt Bevell bei seiner „Dinosaurier-Philosophie“. Und er nennt auch den Grund dafür.
„Wenn Teams gegen die Rams, die Chiefs und die anderen passfreudigen Teams spielen, spielen sie immer wieder die gleichen Verteidigungs-Strategien. Und dann spielen sie plötzlich gegen uns und haben es mit einer ganz anderen Offense zu tun. Das wird sie vor Probleme stellen,“ ist der Offensive Coordinator überzeugt.
Ob das klappt, werden wir ja dann sehen.

Die Broncos haben es geschafft Chris Harris zu halten. Sie gaben dem Cornerback einen Einjahresvertrag über $12,05 Millionen. Nach seinem alten Vertrag hätte er nur $8,5 Millionen bekommen.
General Manager John Elway sagte dazu: „Diese Vertragsanpassung spiegelt seinen Wert für das Team wider und die Erwartungen, die wir an ihn haben.“
Harris hatte nicht vor, so bald mit dem Team zu trainieren, weil er sich unterbezahlt fühlte. Das hat sich jetzt geändert. Der viermalige Pro Bowler meinte per Twitter: „Thanks @johnelway @Broncos Ima put on a show this year . Let’s get it #StrapHarris.“

Rams Head Coach Sean McVay sagte der Presse, daß sein Running Back Todd Gurley mit seiner Reha voll im Zeitplan liegt.
Gurley hatte im Endspurt der letzten Saison Knieprobleme, die seine Einsätze limitierten.
Zwar ist der Running Back zur Zeit bei den OTAs der Rams, nimmt aber nicht an den Aktivitäten auf dem Platz teil.
„Wir sind zufrieden mit den Fortschritten die Todd macht,“ sagte McVay, „aber wir schonen ihn noch, damit er dann voll einsteigen kann, wenn es wichtig wird.“

Über seinen alten Quarterback Ben Roethlisberger hatte Antonio Brown nichts Gutes zu sagen.
Der ehemalige Wide Receiver der Steelers macht bei seinem neuen Team in Oakland schon mal auf „schön Wetter“.
Brown meinte, daß sein neuer Quarterback Derek Carr „ein toller Teamkollege“ wäre.
Carr gab letzte Woche zu, daß er nicht viel über Brown gewußt hat, bevor der zu den Raiders kam. Dort hätte er den Wide Receiver als guten Teamkameraden kennengelernt, der an allen Teamaktivitäten teilnimmt und die jungen Spieler unter seine Fittiche nimmt.
Dann warten wir mal ab, wie sich dieses Verhältnis weiter entwickelt, wenn Carr nicht genug Pässe in Browns Richtung werfen sollte.

Der 91 Millionen Dollar Quarterback Nick Foles nimmt momentan nicht an den OTAs der Jaguars teil.
Head Coach Doug Marrone sagte dazu, daß Foles aus persönlichen Gründen entschuldigt wäre. Was genau das für Gründe sind, das teilte Marrone nicht mit.

Dienstag, 28. Mai 2019

Der Countdown läuft
goodelldollarEs sind noch zwei Jahre, bis der laufende Tarifvertrag der NFL endet.
NUR noch zwei Jahre.
Ich habe schon zweimal erlebt, daß eine Saison verkürzt wurde, weil A) die Spieler streikten, und B) die Liga die Spieler aussperrte.
Schlimm war auch C), als die Schiedsrichter streikten und Ersatz-Schiedsrichter versuchten, die Spiele zu leiten.
Bleiben wir aber bei A und B. Niemand hat vor, eine Saison zu verkürzen, denn niemand hat vor, die Gans, die goldene Eier legt, zu schlachten.
$15 Milliarden nimmt die NFL jedes Jahr ein. TV-Gelder, Fanartikel, Lizenzgebühren, Radio-Gelder, Auslandsrechte, usw., usw. sorgen für diese Summe, die die NFL zur reichsten Sportliga der Welt machen.
Zur Zeit sprechen die Beteiligten der Liga und der Gewerkschaft bereits miteinander. Das ist früh. Ist es früh genug?
Bisher liegen Themen auf dem Tisch, über die man sich weitestgehend einig ist. Das ist natürlich vor Allem das Thema Sicherheit der Spieler. Da liegen die NFL und die NFLPA auf einer Wellenlänge. Es kann gar nicht sicher genug für die Spieler werden.
Bei anderen Themen heißt es, daß der Chef der Gewerkschaft DeMaurice Smith sehr viel aggressiver verhandeln will, als beim letzten Mal. Da bekam der Chef der NFL, Roger Goodell, viel zu viel Macht. Für die Spieler konnte Smith zwar aushandeln, daß 48,5% der Einnahmen als Spielergehälter ausgeschüttet werden, aber das ist heute nicht mehr genug. Eine Ausweitung der Gehaltsobergrenze, wenn nicht gar ihr Ende, werden Streitthema werden.
Vielleicht werden auch die weniger gut bezahlten Spieler ihr Recht einfordern?
Immerhin sind es nur 300 Spieler, die 63% des allen 1.696 Spielern zustehenden Geldes ausgezahlt bekommen, weil deren Verträge so gut dotiert sind. Das könnte zum Aufstand der unterbezahlten führen.
Marihuana wird auch ein Thema sein. Mittlerweile ist es in mehr Staaten erlaubt, als verboten. Das muß berücksichtigt werden.
Dazu der leidige Hymnenboykott. Auch darüber wird man verhandeln.
Und es wird hart werden.
Der letzte Tarifvertrag war so arbeitgeberfreundlich, daß die Besitzer der Teams erst gar keine Ausstiegsklausel für sich haben einbauen lassen, so wie noch davor, als der mittlerweile verstorbene Gene Upshaw für die NFLPA verhandelte.
Wie gesagt, es sind noch zwei Jahre, bis der laufende Vertrag endet... NUR zwei Jahre.

Montag, 27. Mai 2019

Bart Starr ist tot.
starr-bartNormalerweise melde ich die Todesfälle ehemaliger NFL Stars erst am Ende der News-Strecke. Doch bei diesem absoluten Superstar ist eine Ausnahme nötig.
Im Alter von 85 Jahren verstarb Bart Starr am Wochenende.
Im Jahr 2014 erlitt er mehrere Schlaganfälle und einen Herzinfarkt.
2015 und 16 ließ er sich mit einer Stammzellentherapie behandeln und es ging ihm etwas besser. Doch ganz erholte er sich nicht mehr.
Er hatte sich vorgenommen, in der anstehenden Saison noch mal ein Spiel seiner Packers im Stadion ansehen zu können. Seine letzten beiden Besuche im Stadion waren im November 2015, als die Packers die Nr. 4 von Brett Favre zur Ruhe setzten, und im Oktober 2017, als die Packers den 50. Geburtstag des Siegerteams von 1967 feierten.
16 Jahre war Starr der Quarterback der Green Bay Packers. Außerhalb des Platzes galt er als vollendeter Gentleman, der jeden mit Respekt behandelte.
In den 1960ern holten die Packers in sieben Jahren fünf NFL Titel, darunter Siege in den ersten beiden Super Bowls. Da wurde er auch zum MVP der Spiele gewählt. Zum Liga MVP wurde er 1966 gewählt.
Das berühmteste Spiel Starrs und seiner Packers in dieser Zeit ist bestimmt der Ice Bowl, das unsagbar kalte Spiel gegen die Dallas Cowboys 1967 in der gefrorenen Tundra Wisconsins.
1977 wurde Starr in die Hall of Fame aufgenommen. Sein Trikot mit der Nr. 15 ist eines von nur sechs Trikots, das von den Packers zur Ruhe gesetzt wurde.
Von 1975 bis 83 war er ein doch eher nicht erfolgreicher Head Coach Green Bays. Er holte eine Bilanz von 52-76-3 Siegen. Als Quarterback kam er auf 94-57-6 Siege in der Saison und 9-1 in den Playoffs.

Kurzberichte
J.J. Watt gab auf Instagram seine Verlobung bekannt.
Der Star-Verteidiger der Texans und eine Profi-Fußballerin namens Kealia Ohai haben vor, den Schritt in die Ehe zu wagen.

Donovan McNabb glaubt, daß er in die Hall of Fame gehört. Bei einem Interview sagte er, daß er bessere Statistiken vorweisen kann als Troy Aikman.
„Ich zögere nicht zu sagen, daß ich ein Hall of Famer bin,“ betonte McNabb.
Rein nach den Statistiken könnte der ehemalige Quarterback der Falcons und Eagles und wem sonst noch recht haben. Er brachte es auf 37.276 Yards, 234 Touchdowns und 117 Interceptions in 13 Saisons.
Ex Dallas Quarterback Troy Aikman brachte es „nur“ auf 32.942 Yards, 165 Touchdowns und 141 Interceptions.
Allerdings hat Aikman drei Super Bowl Ringe, McNabb keinen.

Auf Facebook gab Ben Watson bekannt, daß er für vier Spiele suspendiert ist.
Er wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.
Der Tight End hatte erst vor einigen Wochen einen Vertrag bei den Patriots unterschrieben.

Adam „Pacman“ Jones hört auf.
Der kriminelle Cornerback beendet seine Karriere.
Jones kam 2005 zu den Titans. In der Folge spielte er für die Cowboys, Bengals und Broncos.
Immer wieder fiel er durch Aktivitäten auf, die sein gestörtes Verhältnis zu Recht und Gesetzt bewiesen.
Er beendet seine Karriere mit 522 Tackles, 17 Interceptions und 97 abgewehrten Pässen.

Ravens Quarterback Lamar Jackson hat ein Ziel. Er will lernen, wie man gute Pässe wirft.
2018 konnte „die Zukunft“ der Ravens nur 58,2% seiner Pässe vervollständigen.
Mit dem Offensive Coordinator Greg Roman haben die Ravens einen Leiter der Offense, der den Spielplan auf die Talente des Quarterbacks zuschneidern will, bzw. die nicht vorhandenen Talente kaschieren soll.
Doch Jackson will auf jeden Fall versuchen, nicht nur durch seine Läufe die Offense nach vorne zu bringen, sondern auch mal durch den ein oder anderen Pass. Deshalb arbeitet er an seiner Wurfmechanik.

Devonta Freeman kann ohne Einschränkungen am Training der Falcons teilnehmen.
Der Running Back konnte letztes Jahr nur zwei Spiele bestreiten, bevor er mit Knie- und Leistenproblemen auf die Verletztenliste gesetzt wurde.

Freitag, 24. Mai 2019

Kurzberichte
smith-schuster-jjSteelers Wide Receiver JuJu Smith-Schuster (Bild) sagte bei einer Pressekonferenz, daß es in der Kabine des Teams keine Dramen gegeben hätte. Die Chemie hätte gestimmt letztes Jahr. Doch JJSS gab auch zu, daß es ruhiger geworden wäre, nachdem Wide Receiver Antonio Brown weg war.
Auf den „Twitter-Krieg“ zwischen ihm und Brown wollte JJSS nicht eingehen.
Smith-Schuster ist jetzt der absolute Nr. 1 Receiver Pittsburghs. Und das, so sagte er, hätte er auch Antonio Brown zu verdanken. Er hätte viel von Brown gelernt, von dessen Arbeitsmoral.
Wie es mit der Offense der Steelers über eine ganze Saison läuft, mit Smith-Schuster als Nr. 1 und ohne Brown, das werden wir ja erleben.

Alex Smith tauchte überraschend bei den OTAs der Redskins auf.
Der Quarterback erholt sich immer noch von einem schlimm gebrochenen rechten Bein. Es steht noch nicht fest, ob er 2019 überhaupt wird spielen können.
Und doch wollte er bei seinem Team sein, und mal sehen, wie es sich entwickelt. Und er möchte den Quarterbacks der Redskins, speziell Rookie Dwayne Haskins, helfen, sich zu entwickeln.

Bengals Guard Alex Redmond ist für die ersten vier Spiele suspendiert.
Er hat verbotene leistungssteigernde Mittel eingenommen.

Die Buccaneers haben tatsächlich die Nr. 3 der Draft 2010 gegen die Nr. 2 getauscht.
Vor einigen Tagen feuerten die Bucs Defensive Tackle Gerald McCoy, die Nr. 3 der Draft 2010. Er hätte sie 2019 $13 Millionen gekostet.
Gestern verpflichteten sie den Mann, der eine Position vor McCoy einberufen wurde, Defensive Tackle Ndamukong Suh.
Der spielte letztes Jahr für die Rams und ein Gehalt von $14 Millionen. In Tampa Bay wird er für seinen Einjahresvertrag nur $9,25 Millionen bekommen. Mit Boni könnte er es auf $10 Millionen bringen.

10.000 Tage!
Am gestrigen Donnerstag gab es keinen Grund zu feiern in Detroit. Die Lions haben vor genau 10.000 Tagen ihr letztes Playoffspiel gewonnen.
Den letzten Sieg in den Playoffs gab es am 5. Januar 1992 gegen Dallas.
Wahrlich kein Grund zum Jubeln.
Da hilft es auch nicht zu wissen, daß es ein Team gibt, das noch länger auf einen Playoffsieg wartet, die Cincinnati Bengals. Sie gewannen zuletzt am 6. Januar 1991 gegen die Houston Oilers.

Der Lazarettreport
Jaguars: Defensive End Josh Allen, Knieprellung

Jets: Defensive Lineman Quinnen Williams, Wade

49ers: Safety Jimmie Ward versuchte bei den OTAs einen Ball aus der Luft zu angeln und landete hart auf dem Boden. Dabei brach er sich ein Schlüsselbein. Er wird heute operiert.
Ob er in der kommenden Saison spielen kann, das bleibt abzuwarten.

Donnerstag, 23. Mai 2019

Kurzberichte
us-tv-senderEs gibt Änderungen bei den Übertragungszeiten der NFL Spiele.
Die Spiele in der Divisional Round fangen Sonntags erst um 21 Uhr unserer Zeit an. Das zweite Spiel beginnt dann am Montagmorgen um 0:30 Uhr. Bisher begannen diese Spiele um 19:05 und 22:40 Uhr.
In der Saison gibt es Sonntags die Regel, daß eine TV Gesellschaft einen Doubleheader zeigt, die andere im Wechsel nur ein Spiel in bestimmten Märkten. Da aber so viele Märkte zwei Teams am Start haben, z.B. New York, L.A./San Francisco, Baltimore/Washington, wird diese Regel aufgehoben. Testweise für ein Jahr dürfen CBS und FOX Doubleheader zeigen. Somit wird jeder TV Markt 2019 drei Spiele am Sonntag zu sehen bekommen, das Sunday Night Spiel mitgezählt.
Und selbst der NFL ist es wohl zu viel geworden mit Werbeunterbrechungen im Super Bowl. Statt fünf Werbeinseln wird es nur noch vier pro Viertel geben.
Auch das NFL Scouting Combine wird neue Sendezeiten bekommen. Die Liga hat erkannt, daß auch mit diesem Sichtungstraining gute Einschaltquoten für das NFLN zu holen sind. Deshalb wird es nicht mehr Vor- und Nachmittags stattfinden, sondern wird in die Prime Time gelegt. Austragungsort bleibt weiterhin Indianapolis.

Chris Long hat seine NFL Karriere beendet.
Da er jetzt nicht mehr suspendiert werden kann, gab er zu, während seiner ganzen Karriere Marihuana geraucht zu haben, um seine Schmerzen zu bekämpfen.
Er erklärte auch, wie er es geschafft hat, die Tests zu überlisten.
Es ist eh eine Frage, wie lange die NFL noch Marihuana-Sünder bestrafen wird. In 33 Staaten und in DC, also dem District of Columbia, ist diese Droge mittlerweile legal, wenn auch in einigen nur zu „medizinischen“ Zwecken.

Cowboys Quarterback Dak Prescott hat dem Team einen Vorschlag unterbreitet, wie es ihn weiter verpflichten kann. Damit haben die beiden Seiten jetzt ihre Vorschläge und Vorstellungen gegenseitig ausgetauscht.
So genau weiß Prescott gar nicht, was er dem Team vorgeschlagen hat, denn er läßt die Verhandlungen von seinem Agenten Todd France führen. Der Quarterback selber konzentriert sich lieber auf die Saisonvorbereitungen.
Allerdings geht es tatsächlich um $30 Millionen, die der Quarterback jährlich bekommen soll.
Die Zahlen sprechen eigentlich für Prescott, auch wenn man es auf dem Platz oft nicht so deutlich sieht. Da eiert er zu oft rum und wirkt eher wie ein aufgescheuchtes Suppenhuhn. Doch er hat in seinen drei Jahren in Dallas 32 reguläre Saisonspiele gewonnen und 16 verloren. Er vervollständigte 66,1% seiner Pässe für 10.876 Yards und 67 Touchdowns, bei 25 Interceptions. Zusätzlich lief er 18 mal selber in die Endzone.
Allerdings wären schlappe $30 Millionen nicht genug um Spitzenverdiener Russell Wilson vom Thron zu stoßen. Immerhin hat Wilson einen Super Bowl Ring als Beweis seiner Klasse.
Aber von $30 Millionen jährlich sollte  man eigentlich auch ganz gut leben können.
Teambesitzer Jerry Jones wollte noch nichts Konkretes zu den Verhandlungen mit Prescott sagen. Er meinte nur, daß auch die Verhandlung mit Running Back Ezekiel Elliott und anderen begonnen hätten.

Die Teambesitzer stimmten mit 31:1 dafür, den Videobeweis auf Passbehinderungen auszudehnen.
Dafür wird auch eine eiserne Regel aufgeweicht. In den letzten zwei Minuten einer Halbzeit und der Verlängerung kann der Videobeweis nur aus der Zentrale der Schiedsrichter angefordert werden, nicht von den Head Coaches. Bei der Passbehinderung wird es so sein, daß die Coaches die rote Flagge werfen können.
Und es wird auch dabei eine Einschränkung geben, denn Hail Mary Pässe können nicht auf Passbehinderung hin überprüft werden. Mit all dem Schubsen und Schieben wenn sich 21 Spieler in der Endzone tummeln, wäre das auch wirklich fast unmöglich. Das unterlegene Team würde wohl immer eine Flagge werfen.
Das Regelkomitee werkelt jetzt noch an den Feinheiten der neuen Regel. Aber viel wird sich wohl nicht mehr ändern.

Kommen wir zum König des Ave Maria Passes, zu Aaron Rodgers.
Der Quarterback der Packers lernt neue Spielzüge seines neuen Head Coaches Matt LaFleur. Und Rodgers ist überzeugt, daß er das neue System gut lernen wird. Er ist zufrieden mit der neuen Offense der Packers, die LaFleur einführt.
Noch hätte er keine praktische Erfahrung mit den neuen Spielzügen. Sie nur auf dem Papier und Bildschirm zu sehen und noch nicht praktisch ausgeführt zu haben, wäre natürlich noch nicht das Wahre, aber Rodgers hat ein gutes Gefühl.
Er ist froh, wenn er nicht mehr nur sein Tablet Tag und Nacht studieren muß, sondern auf den Platz kann um die Spielzüge auszuprobieren.
Rodgers kannte bisher nur ein System, das von seinem ehemaligen Head Coach Mike McCarthy. Doch er glaubt, daß er sich erfolgreich umstellen kann.

Bobby Wagner möchte bei den Seahawks bleiben. Dafür aber müssen sie ihn zum bestbezahlten Linebacker aller Zeiten machen.
Bisher bekommt Wagner $10,750 Millionen pro Jahr. Jetzt denkt er an mindestens $17 Millionen.
Ob Seattle dazu in der Lage ist, nachdem sie gerade Quarterback Russell Wilson zum bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten gemacht haben?

Panthers Tight End Greg Olsen kommt von einer Fußverletzung zurück.
Er darf ohne Einschränkungen am Training teilnehmen.

Die NFL gab die Städte für die Drafts 2021 und 23 bekannt.
2021 findet die Einberufungsrunde in Cleveland statt, 23 in Kansas City.
Für 2022 wurde noch kein Ort bekanntgegeben.

Der Lazarettreport
Cowboys: Pro Bowl Linebacker Leighton Vander Esch, Becken. Ausfallzeit unbekannt.

Falcons: Defensive End Steven Means. Er zog sich bei den OTAs ohne Fremdeinwirkung einen Achillessehnenriss zu. Die Saison 2019 findet ohne ihn statt.

Redskins: Linebacker Reuben Foster wurde mit seiner Knieverletzung auf die Verletztenliste gesetzt. Jon Bostic wurde als Ersatz für ihn verpflichtet.

Mittwoch, 22. Mai 2019

edelman-julian-sb-mvpKurzberichte
Die Patriots und Julian Edelman (Bild) bleiben zusammen.
Der Wide Receiver unterschrieb eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre und $18 Millionen. Davon sind $12 Millionen garantiert.
Nicht schlecht, wenn man bedenkt daß Edelman 2009 ungedraftet zu den Patriots kam. Er entwickelte sich zur sichersten Anspielstation für Tom Brady.
In Super Bowl LIII wurde er zum MVP gewählt.

Vor einer Woche unterschrieb Offensive Lineman Jared Veldheer bei den Patriots.
Gestern erklärte er seinen Schritt in den Ruhestand.
Der 31-Jährige spielte seit 2010 in der NFL, zunächst bei den Raiders, dann bei den Cardinals, gefolgt von den Broncos.

Der Prozeß gegen Patriots Besitzer Robert Kraft wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Zunächst soll entschieden werden, ob die Videoaufnahmen, die Kraft beim verbotenen Sex gegen Geld zeigen, legal oder illegal entstanden sind. Der Richter hatte die Aufnahmen als Beweise nicht zugelassen, da er der Meinung ist, sie wären illegal gemacht worden.
Da die Anklage ohne diese Videos nichts in der Hand hat, legte sie gegen diese Entscheidung Berufung ein. Erst wenn darüber entschieden wurde, wird ein Termin für den Prozeß festgelegt.

Zum ersten Mal seit 42 Jahren vergeben die Bills wieder das Trikot mit der Nummer 32. O.J. Simpson trug es in seiner Glanzzeit in Buffalo.
Offiziell wurde die Nummer nie zur Ruhe gesetzt. Running Back Senorise Perry sagte, daß er überrascht war, als er erfuhr, daß die Nummer gar nicht zur Ruhe gesetzt wurde: „Als ich das hört, BOOM, habe ich zugegriffen,“ sagte er.
Perry ist ein eher unauffälliger Spieler. 2014 kam er zu den Bears und wechselte 2016 zu den Dolphins.
Simpson wurde 1969 von den Bills einberufen und spielte neun Jahre für sie. Der Running Back wurde in die Bills Wall of Fame aufgenommen, ohne daß seine Trikotnummer zur Ruhe gesetzt wurde.
Nach seiner Karriere wurde er auch noch in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen.
Es folgte der Prozeß wegen des Mordes an seiner Frau, bei dem er auf wundersame Weise freigesprochen wurde.
Ins Gefängnis mußte Simpson später wegen eines bewaffneten Raubes. Nach 10 Jahren Haft wurde der 71-Jährige 2017 aus dem Gefängnis entlassen.

Die Bills verlängerten den Vertrag mit Jerry Hughes.
Der Defensive End unterschrieb für weitere zwei Jahre und $21,35 Millionen von denen $19,75 Millionen garantiert sind.

Die Polizei verhaftete einen Mann, der versuchte hat Chiefs Safety Tyrann Mathieu zu erpressen.
Geourvon Sears verlangte $1,5 Million von Mathieu, ansonsten würde er behaupten, daß der Safety ihn sexuell belästigt hätte.
Um ganz sicher zu gehen, daß er auch wirklich Geld von Mathieu bekommt, schickte Sears auch Drohmails an Verwandte des Safeties, in denen er schrieb: „Ich will $1,5 Millionen bis Freitag oder ich werde euch alle töten.“
Mathieu schaltete die Polizei ein, und die kam Sears auf die Spur, der ein entfernter Verwandter des Safeties ist und unter mentalen Problemen leidet.
Mathieu unterschrieb vor einigen Monaten einen Dreijahresvertrag über $42 Millionen bei den Chiefs.

Chiefs Quarterback Patrick Mahomes freut sich auf das Spiel gegen die Chargers in Mexico.
In der dünnen Höhenluft des fast zwei Kilometer über dem Meeresspiegel liegenden Estadio Azteca will er einen Paß über 100 Yards durch die Luft werfen.
In Denver hat er schon mal Pässe über 80 und 83 Yards geworfen. Mahomes meint, daß er im noch etwas höher gelegenen Mexico City die zusätzlichen 20 Yards erzielen kann.

Wide Receiver Antonio Brown erschien nicht zu den freiwilligen OTAs der Raiders.
An einigen früheren Trainingseinheiten des Teams hat er teilgenommen. Deshalb glaubt und hofft Head Coach Jon Gruden, daß der Ex- Steelers Superstar noch erscheint.

Warum bleiben immer wieder Spieler den freiwilligen Trainingseinheiten fern?
Ein Blick auf den Lazarettreport könnte diese Frage beantworten.
Bereits gestern habe ich von Redskins Reuben Fosters Kreuzbandriss berichtet.
Doch die Liste wird länger. 49Ers Rookie Defensive End Nick Bosa zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Noch weiß man nicht, wie ernsthaft die Verletzung ist.
Bills: Tight End Tyler Kroft, gebrochener Fuß, 3-4 Monate Pause
Running Back Frank Gore, Fuß und Knöchel
Running Back T.J. Yeldon, Leiste

Colts: Quarterback Andrew Luck, Wade. Die Verletzung ist nicht ernsthaft, aber er wird jetzt geschont.

Seahawks: Running Back Chris Carson, Knie, einige Wochen Pause.

Panthers: Wide Receiver Mose Frazier, gebrochener Arm, eine Operation ist nötig.

Dienstag, 21. Mai 2019

Kurzberichte
roethlisb9Ben Roethlisberger (Bild) tun seine Äußerungen, die er über Antonio Brown machte, heute leid.
Nach der Niederlage Pittsburghs in Woche 12 gegen die Broncos 2018, sagte Big Ben in seiner Radiosendung, daß sein Wide Receiver bei einem Interception in der Endzone, seine Route nicht korrekt gelaufen wäre.
Roethlisberger kritisierte dann auch gleich seinen Offensive Coordinator Randy Fichtner. Der hatte nach Meinung des Quarterbacks im letzten Drive Wide Receiver JuJu Smith-Schuster zu wenig eingesetzt.
Am Wochenende sagte Roethlisberger in einer Show auf dem Sender 93,7 The Fan, daß er sich schlecht fühlt, diese Kommentare gemacht zu haben. Es täte ihm heute leid. „Ich weiß, daß ich nichts zurücknehmen kann. Ich wünschte, ich könnte es, weil das unsere Freundschaft und unsere Beziehung zerstört hat. Es tut mir wirklich schrecklich leid,“ sagte er.
Nachdem der Quarterback Brown öffentlich kritisiert hatte, fiel das Beziehungsthermometer zwischen den beiden sofort auf unter Null. Der Wide Receiver wollte nur noch weg von den Steelers. Er landete bei den Raiders. Und einen Twitterkommentar zu Roethlisbergers Entschuldigung hatte er auch: „Two Face.“

Cowboys Running Back Ezekiel Elliott wurde am Samstag in Handschellen gelegt. Er besuchte ein Musikfestival in Las Vegas. Da hat er einen Sicherheitsmitarbeiter zu Boden geschubst.
TMZ hat mal wieder die Videos als Beweis ergattert.
Zuerst zeigen sie Elliott, wie er eine Frau auf einem Parkplatz verfolgt. Es ist zu sehen, daß die beiden unfreundliche Meinungen austauschen. Handgreiflich wird Elliott nicht.
Schnitt!
Man sieht, wie Elliott einen Mitarbeiter der Security beiseite schiebt, der über ein Absperrgitter stolpert.
Schnitt!
Dann sieht man, wie der Running Back in Handschellen gelegt und abgeführt wird. Er widersetzte sich nicht der Verhaftung.
Später wurde Elliott freigelassen. Die ganze Situation wäre überbewertet worden, sagte Elliotts Anwalt Frank Salzano.
Sein Mandant wäre nicht angeklagt und ohne Auflagen freigelassen worden.
Der Running Back verließ Las Vegas um pünktlich zu seinem Jugend Footballcamp in Dallas zu fliegen.
Natürlich kann es sein, daß Commissioner Roger Goodell Elliott suspendiert. Das macht er ja gerne.

Die Buccaneers haben Gerald McCoy entlassen. Neun Jahre war der Defensive Tackle in Tampa Bay.
Die Bucs hatten gehofft, daß sie noch einen Abnehmer für ihn finden, da er noch drei Jahre in seinem Vertrag stehen hat. Aber es fand sich niemand, deshalb die Kündigung.
Das Team spart dadurch $13 Millionen unter der Gehaltsobergrenze ein.
Vielleicht haben die Buccaneers schon einen Nachfolger im Blick. Sie sollen an Ndamukong Suh dran sein. Der hatte letzte Saison einen Einjahresvertrag über $14 Millionen bei den Rams.
McCoy soll schon mit den Browns in Kontakt sein.
In der Draft 2010 fanden die beiden Kopf an Kopf ihre Teams. Suh wurde an zweiter Stelle von den Lions einberufen, McCoy an dritter von den Buccaneers.

Vikings Tight End Kyle Rudolph wird heute bei den OTAs der Vikings erscheinen.
Zwar liegt seine Vertragssituation mit dem Team im Argen, doch er hat nicht vor zu streiken. Und so kommt er zu den organisierten Teamaktivitäten, die immer noch freiwillig sind.

Redskins Linebacker Reuben Foster zog sich am linken Knie einen Kreuzbandriss zu. Damit dürfte die kommende Saison ohne ihn stattfinden.
Die Verletzung passierte am ersten Tag der freiwilligen Trainingseinheiten, als er von einem Gegenspieler zu Boden gebracht wurde.
Foster war letztes Jahr von den 49ers gefeuert worden, als er unter Verdacht stand seine Freundin geschlagen zu haben. Der Verdacht wurde ausgeräumt. Deshalb suspendierte die NFL den Linebacker nicht, sondern legte ihm nur zwei Spieltagschecks als Strafe auf.

Adam Gase bestreitet, daß er in einem Machtkampf mit Ex-Jets General Manager Mike Maccagnan gestanden hätte.
Der Head Coach betonte vor der Presse, daß Christopher Johnson der Besitzer des Teams wäre, und er die Entscheidung getroffen hätte: „Ich arbeite für Johnson und habe von ihm von der Entlassung erfahren. Ich habe nichts damit zu tun,“ sagte Gase.

Champ Bailey steht vor zwei bedeutenden Ehrungen. Der ehemalige Cornerback der Broncos wird 2019 in den Ring der Ehre des Teams aufgenommen und in die Pro Football Hall of Fame.
10 Jahre spielte Bailey für Denver und kam in der Zeit acht mal in den Pro Bowl. Rechnet man seine ersten fünf Jahre für die Redskins dazu, dann wurde er 12 mal in den Pro Bowl gewählt.
Bailey wird am 13. Oktober als 13. Spieler und zweiter Cornerback in den Ring der Ehre der Broncos aufgenommen.

Heute beginnen die Eagles mit ihren OTAs und Quarterback Carson Wentz hat die Freigabe der Ärzte, ohne Einschränkungen daran teilnehmen zu dürfen.
Natürlich wird er noch geschont werden. Die Eagles werden seinen frisch genesenen Rücken nicht zu sehr strapazieren. Denn da Super Bowl Sieger und MVP Nick Foles nicht mehr als Ersatzmann für Wentz im Team ist, müssen sie ihren Starter besonders schonend behandeln.

Die Colts haben momentan vier Quarterbacks unter Vertrag.
Gestern gaben sie Chad Kelly einen Vertrag, über dessen Konditionen sie nichts näheres bekanntgaben.
Kelly ist der Neffe von Hall of Fame Legende Jim Kelly.
Chad wurde 2017 als Mr. Irrelevant, also als letzter Spieler der gesamten Draft, von den Broncos einberufen. Nicht nur, daß er nicht das Talent seines berühmten Onkels hat, auch außerhalb des Platzes hat er seine Probleme.
Es ist nicht anzunehmen, daß er es in den Saisonkader schafft.

Montag, 20. Mai 2019

Kurzberichte
barber02Tiki Barber (Bild) war der beste Running Back, den die Giants jemals hatten.
Leider hat Tiki Barber es nicht in die Hall of Fame geschafft, und er war auch nicht in den Super Bowl Teams der Giants, aber seine Statistiken sprechen für sich.
Doch Barber ist sicher, daß seine Rekorde fallen werden. Bald werden sie Saquon Barkley gehören, wenn er gesund und im Team bleibt, meint Barber.
Doch Barkley wird viel zu tun haben, um die Rekorde zu brechen. In 10 Jahren in der NFL, alle bei den Giants, kam Barber auf 10.449 Laufyards und 17.359 Gesamtyards. Durchschnittlich erzielte er 4,7 Yards pro Lauf, alles Teambestleistungen. Mit 55 Touchdowns liegt er auf Platz zwei, wie auch mit seinen 586 gefangenen Pässen. Bei den gefangenen Pässen ist er allerdings bei weitem der beste Running Back.
Saquon Barkley hat von sich aus bereits angekündigt, daß er tatkräftig daran mitarbeiten will, die Giants wieder zu einem wettbewerbsfähigen Team zu machen. Es könnte also eng für Barbers Rekorde werden.

Schadet es der von Commissioner Roger Goodell oft so leidenschaftlich beschworenen Integrität des Spiels, wenn Spieler, die verbotene leistungssteigernde Mittel einnehmen, in die Hall of Fame aufgenommen werden?
Diese Frage bewegt zur Zeit die NFL Fans in den USA.
Gehören Pfuscher in die Ruhmeshalle?
Bis jetzt dürfen auch diese Betrüger auf eine Aufnahme in die Hall rechnen. Die Mitglieder des Ernennungskomitees sollen bisher nur darauf achten, was die Spieler auf dem Platz getan haben. Ob sie Frauen getreten oder Drogen genommen haben, das hat diese Mitglieder nicht zu interessieren. Wichtig ist auf'm Platz.
Doch damit könnte irgendwann Schluß sein. Zumindest Spieler, die tatsächlich der Einnahme leistungssteigernder Mittel überführt wurden, sollen nicht mehr berücksichtigt werden. Wer nur Leistung bringen konnte, weil die Pharmazie ihm dazu verhalf, der soll nicht mehr gewählt werden dürfen.
So weit die Überlegungen, die gerade erst begonnen haben.
Im Baseball werden solche Spieler schon nicht mehr in deren Ruhmeshalle aufgenommen.
Mal sehen, was die NFL in Zukunft entscheiden wird?

Chris Long hört nach 11 Saisons in der NFL auf. Das teilte er auf Twitter mit.
Zwei Super Bowls in Folge konnte der Defensive End in seiner Karriere gewinnen, einen mit den Patriots, und direkt danach einen mit den Eagles gegen die Patriots.
Chris Long, der Sohn des Hall of Fame Mitglieds Howie Long, kam auf 70 Sacks und 15 erzwungene Fumbles.

Ex-Lions Center Travis Swanson erklärt seinen Schritt in den Ruhestand.
Vier Jahre war er in Detroit und eins in Miami.
Die Saisons 2015 und 17 beendete er jeweils auf der Verletztenliste.

Samstag, 18. Mai 2019

Kurzberichte
lock-drew2„Ich wäre dankbar, wenn Flacco mir helfen würde,“ sagte Broncos Rookie Quarterback Drew Lock (Bild) bei einer Pressekonferenz.
Joe Flacco hat letzte Woche viel Kritik auf sich gezogen, nachdem er bei seiner Pressekonferenz sagte, daß es nicht sein Job wäre, einen Frischling auszubilden.
Man sollte mit Flacco mal über Teambildende Maßnahmen sprechen, und daß das Wohl des Teams wichtiger ist, als das einzelner Egomanen. Flacco wird nach der Saison 2019 sehr wahrscheinlich nicht mehr für Denver spielen. Da wäre es sehr wichtig, wenn er seinen designierten Nachfolger anlernen würde.
Lock betonte, daß er natürlich gerne von einem so erfahrenen Quarterback lernen würde, aber es wäre auch OK, wenn es nicht so käme.
Flacco hatte gesagt, daß er sich auf seinen Job konzentrieren müßte, um mit Denver Spiele gewinnen zu können. Zeit, einen Rookie unter seine Fittiche zu nehmen, hätte er da nicht. Für diesen Spruch erntete er verdientermaßen Kritik.
Doch Lock meint, daß Flacco auch kritisiert worden wäre, wenn er es genau anders gesagt hätte. Dann wäre man über ihn hergefallen, weil er nicht gesagt hätte, daß er mit den Broncos Spiele gewinnen wolle.
Und es wäre ja auch nicht so, daß Flacco Lock die kalte Schulter zeigt. „Ich frage ihn etwas, und er antwortet,“ sagte Lock. „Ich bin dankbar für das, was er macht.“

Bei den Browns würde es nicht nur um die Offense gehen, meinte Head Coach Freddie Kitchens, man hätte auch eine gute Defense.
Die Verpflichtung von Wide Receiver Odell Beckham jr. hat natürlich für viel Aufsehen gesorgt, aber die Browns hätten auch gute Verteidiger verpflichtet, wie z.B. Defensive Tackle Sheldon Richardson, defensive End Olivier Vernon, Safety Morgan Burnett.
Kitchens hofft, daß man auch über diese Spieler sprechen wird im Herbst.
Da die Browns erschreckend viele Primetimespiele in der nächsten Saison haben, werden wir sehen können, ob man über diese Spieler sprechen sollte.

Die Ravens verpflichteten gestern zwei Erstrunden Draftpicks, die es in ihren Teams nicht gebracht haben.
Die Broncos beriefen Linebacker Shane Ray 2015 ein. Doch er war eine große Enttäuschung und oft verletzt.
2012 holten sich die Cardinals Wide Receiver Michael Floyd. Er blieb bis 2016 in Arizona und die Ravens sind jetzt schon sein fünftes Team seitdem.
Auch ein abtrünniger Spieler kehrte ins Rabennest zurück, Linebacker Pernell McPhee.
Ihn holten die Ravens 2011 in der fünften Runde der Draft ins Team. 2015 folgte er dem Schotter nach Chicago. Er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag über $39 Millionen, doch nach drei Jahren hatten die Bears schon genug von ihm. Verletzungsbedingt kam er in diesen drei Jahren nur auf 36 Einsätze.
Letztes Jahr war er bei den Redskins unter Vertrag und kam auf immerhin 13 Spiele.
Jetzt ist er wieder zurück in Baltimore.

Die Texans feuerten Tight End Ryan Griffin
Er wurde während der Draftveranstaltung in Nashville verhaftet, weil er betrunken randalierte.
Griffin war seit 2013 im Kader der Texans, die ihn der sechste Runde einberiefen.

Daniel Jones macht sich gut bei den Giants.
Der Quarterback wurde von Tight End Evan Engram gelobt: „Er begreift unsere Offense sehr schnell,“ sagte Engram. „Sie werfen ihm Spielzüge rein, und er kommt damit gut klar.“
Auch für seinen alten Quarterback Eli Manning hatte Engram noch Lob übrig. Der wäre verdammt gut drauf, meinte der Tight End.

Giants Offensive Tackle Nate Solder mußte am Fuß operiert werden.
Bis zum Beginn des Trainingscamps Ende Juli soll er wieder einsatzbereit sein.

Der Prozeß gegen Robert Kraft wird sich in die NFL Saison hinein ziehen.
Die Anklage hat Berufung gegen die Entscheidung des Richters eingelegt, die Videos als Beweise nicht zuzulassen.
Der Beschluß dazu wird eine Weile dauern.
Der Richter hatte außerdem entschieden, eine Fahrzeugkontrolle, bei der der Besitzer der Patriots identifiziert wurde, als nicht rechtmäßig zu deklarieren. Somit dürfte auch diese Kontrolle nicht im Prozeß verwendet werden.
Beide nicht zugelassenen Beweise sind von enormer Bedeutung für die Anklage. Ohne diese Beweise haben sie nichts in der Hand.
„Keine Beweise, kein Verfahren,“ sagte denn auch Krafts Anwalt William Burck und beantragte mittlerweile die Einstellung des Verfahrens.
Allerdings muß jetzt erst mal abgewartet werden, wie in der Berufung der Anklage entschieden wird.

Freitag, 17. Mai 2019

Kurzberichte
rudolph-kyle2„Für eine Gehaltskürzung, bin ich viel zu jung,“ betonte Kyle Rudolph (Bild).
Die Vikings haben nicht mehr genug Platz unter der Gehaltsobergrenze, um den Tight End adäquat zu bezahlen. Deshalb steht eine Trennung im Raum.
Und aus Rudolphs Sicht macht das durchaus Sinn, denn als einer der besten Tight Ends der Liga wird er schnell ein anderes Team finden, das ihn entsprechend bezahlt. 2019 stehen ihm $7,5 Millionen zu. Darunter würde er nicht spielen.
Irv Smith Jr. findet das schade. Der Rookie aus der zweiten Runde der Draft hätte gerne mit Rudolph zusammen gespielt. Seite an Seite hätten sie die Gegner vor große Probleme stellen können, ist Smith überzeugt. Er hofft, daß Rudolph doch noch in Minnesota bleibt.
Doch zur Zeit stehen die Zeichen darauf, daß Smith jr. sofort der Nr. 1 Tight End der Vikings wird, denn weniger Geld wird Rudolph nicht akzeptieren.
Die Vikings verhandelten in dieser Woche bereits den Vertrag von Linebacker Eric Kendricks zu ihren Gunsten nach, damit sie ihren Erstrunden Draftpick Garrett Bradbury verpflichten konnten.
Doch das wird ja leider bei Rudolph nicht klappen. Vielleicht klappt es, seine Bezüge so zu verteilen, daß er zwar zunächst etwas weniger Geld bekommt, mit Boni oder anderen Tricksereien letztlich aber doch mehr. Die Vikings arbeiten hart daran, so einen Plan zu erstellen.
Das hat in letzter Zeit bei anderen Teams auch schon geklappt.

Patrick Peterson wurde für die ersten sechs Saisonspiele suspendiert.
Der Cornerback der Cardinals wurde der Einnahme verbotener Substanzen überführt.
In Woche sieben gegen die Giants darf er wieder mitmischen.

Falcons Assistenz General Manager Scott Pioli hat gekündigt.
2014 kam Pioli nach Atlanta, um mit General Manager Thomas Dimitroff zusammenzuarbeiten.
Doch jetzt hat Pioli vor einen anderen Job zu übernehmen, und die Falcons gaben ihm ihre besten Wünsche mit auf den Weg.
Pioli dankte Teambesitzer Arthur Blank für die Chance, die er ihm gab.
Wurde bei den Jets nicht gerade der Platz eines General Managers frei?
Nur mal so laut gedacht.
Von 1997 bis 2000 war er schon mal bei den Jets angestellt.

Wide Receiver Ricardo Louis wird seine zweite Saison in Folge verpassen.
Die Saison 2018 verpaßte er, als er noch in Cleveland unter Vertrag war, wegen einer Nackenverletzung.
Im April 2019 wechselte er zu den Dolphins, und auch für die wird er dieses Jahr nicht spielen können, weil er sich eine Knieverletzung zuzog.
Miami setzte ihn bereits jetzt auf die Verletztenliste der Spieler, deren Saison beendet ist.

Ezekiel „Ziggy“ Ansah weiß noch nicht, wann  er wieder einsatzbereit sein wird.
Der Pass Rusher der Seahawks kuriert noch eine Schulterverletzung aus. Erst letzte Woche wechselte er von den Lions nach Seattle. Doch wann er zum ersten Mal mit dem Team trainieren kann, das steht noch nicht fest.
Es ist sowieso eine interessante Frage, warum die Seahawks den verletzungsanfälligen 29-Jährigen verpflichteten?
Seit 2015 hat er nur in 16 Spielen gespielt.

Ben Roethlisberger wurde zuletzt kritisiert, weil er keine Beziehung zu seinen Mitspielern hätte.
Dem trat der Quarterback der Steelers jetzt entgegen. Er organisierte ein Treffen mit einigen seiner wichtigsten Mitspielern in seinem Haus am See in Georgia.
Videos von dem Treffen kursieren auf den sozialen Plattformen im Internet.
So sieht man Big Ben, JuJu Smith-Schuster und James Conner entspannt auf einem Boot liegen.
Normalerweise ist das keine Meldung wert. Quarterbacks laden oft ihre Mitspieler zu Teambildendem Treffen ein. Doch nachdem man von den Ex-Steelers LeVeon Bell und Antonio Brown erfahren hat, daß Roethlisberger sich so gar nicht für sie und die anderen Spieler interessiert hat, ändert das die Situation.
Jetzt lautet die Meldung: „Big Ben möchte auf seine „alten Tage“ noch an seinem angeknacksten Image arbeiten.“

Die Cowboys zogen ihre Option  für eine fünfte Saison auf Running Back Ezekiel Elliott. 2016 wurde er in der ersten Runde gedraftet, deshalb die Möglichkeit der Option für Dallas. 2020 wird er $9 Millionen verdienen. Danach wollen sie ihm einen $60 Millionen Vertrag geben, von denen $45 Millionen garantiert sind.
Und sie wollen ihr „Arbeitstier“ etwas entlasten, damit er im Endspurt der Saison, im Dezember, noch richtig fit ist. Und im Januar und Februar auch noch, wenn Dallas denn so weit kommen sollte.
Momentan läuft die Offense der Cowboys zu 35% über Elliott. Damit wird der oft überlastet wirkende Quarterback Dak Prescott ein wenig entlastet.
„Ich fühle mich nicht erschöpft,“ meinte der Running Back, als er darauf angesprochen wurde, ob er auf eine Entlastung hoffen würde?
Doch natürlich zehren diese vielen Läufe an Elliotts Substanz. Auch wenn er es in seinen jungen Jahren noch nicht wahrhaben will, und vielleicht auch nicht so spürt, es zehrt.
Und deshalb ist es im Sinne des Teams, wenn andere Läufer Elliott unterstützen. Der neue Offensive Coordinator Kellen Moore arbeitet hart an einem Spielplan, um auch andere Running Backs gut einsetzen zu können.

„Ich möchte für immer ein Cowboy sein,“ meinte Quarterback Dak Prescott.
Man mag es kaum glauben, aber selbst ein eher durchschnittlicher Quarterback wie Prescott wird als nächster bestbezahlter NFL Spieler aller Zeiten gehandelt.
Die Gerüchteküche brodelt, und es heißt, daß Prescott demnächst den Vertrag von Russell Wilson übertreffen könnte, der zur Zeit mit einem $140 Millionen Vertrag der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten ist.
2019 muß Prescott, der 2016 in der vierten Runde gedraftet wurde, noch für schlappe $2,025 Millionen spielen. Ob er 2020 wirklich an Wilson vorbeiziehen wird, und das dann in Dallas, das wird man sehen. Prescott hat das Glück, nicht in der ersten Runde von Dallas einberufen worden zu sein. Deshalb gibt es für das Team in dem Fall keine Option auf ein fünftes Jahr für ihn. Der Quarterback kann bereits nach vier Jahren groß abkassieren.
Prescott hat seinen Agenten angewiesen, so zu verhandeln, daß ein Vertrag mit den Cowboys zustande kommt.
Letztes Jahr erzielte Prescott 3.885 Passyards und wurde damit in den Pro Bowl gewählt. Noch so eine Saison, und es wird eng für Wilson auf dem Thron.

Donnerstag, 16. Mai 2019

J E T S, MESS, MESS, MESS
gase-adam2Der Sturzflieger aus New York steht heute im Fokus der Berichterstattung.
Adam Gase (Bild) ist der neue starke Mann bei den Jets. Der Head Coach, der als Head Coach der Dolphins mit 23-25 Siegen mehr Niederlagen als Siege einfuhr, soll dem flügellahmen Team aus dem Big Apple zu neuem Auftrieb verhelfen.
Man sieht es und reibt sich verwundert die Augen.
Letzte Woche noch bestritten Head Coach Gase und General Manager Mike Maccagnan heftig, daß es zwischen ihnen nicht stimmt. Doch das war Theater. Hinter den Kulissen krachte es. Es krachte so gewaltig, daß Teambesitzer Christopher Johnson die Reißleine zog, und der General Manager aus dem Team flog. Maccagnan hat noch zwei Jahre in seinem Vertrag stehen. Erst vor vier Monaten holte er Adam Gase als neuen Head Coach zu den Jets.
Maccagnan war seit 2015 General Manager der Jets. Er war ein Fan von Head Coach Todd Bowles, der das Team völlig zum Absturz brachte. In der gemeinsamen Ära der beiden kamen die Jets auf 24 Siege und 40 Niederlagen.
Maccagnan hatte ein Händchen dafür, unbrauchbare Spieler zu holen, und gute Spieler gehen zu lassen. Das kritisierte Gase. Und was Gase auch nicht schmeckte, waren die Unsummen, die Mike Maccagnan für Running Back LeVeon Bell und Linebacker C.J. Mosley ausgab. Zwar wären es gute Spieler, die er gut brauchen könnte, meinte Gase, aber nicht zu dem Preis. 52 Millionen Dollar für vier Jahre für Bell, das wäre zu viel. Noch mehr bekam Mosley für fünf Jahre, nämlich $85 Millionen. Dieses Geld hätte man besser für mehrere gute Spieler ausgeben sollen, die dem Team auch hätten helfen können, monierte der Head Coach.
Berühmtester Mißgriff des General Managers war die Einberufung von Quarterback Christian Hackenberg. Ihn holte Maccagnan in Runde zwei der Draft vor drei Jahren. Er spielte nicht einen einzigen Spielzug in einem regulären Saisonspiel, und selbst in der kurzlebigen AAF hat er es nicht geschafft.
Für den Moment ist Gase neben Head Coach auch General Manager. Das soll kein Dauerzustand werden, sagte Johnson. Die Suche nach einem neuen General Manager läuft. Und nach einem neuen Vizepräsidenten des Spielerpersonals, denn Brian Heimerdinger wurde gleich mit gefeuert.
Gase kritisiert Running Back Bell dafür, daß er bisher noch nicht mit seinem neuen Team trainiert hat. Bell twitterte zurück, daß er seinen Job machen würde, und zwar auf seine Weise. Egal ob man ihn dafür mögen würde oder nicht.
Klingt, als würde da zwischen Star Running Back und Unterdurchschnitts Head Coach eine echte Freundschaft... eher nicht entstehen.
Gase traf gestern auch sofort seine erste Entscheidung als General Manager. Er gab Linebacker Darron Lee an die Chiefs ab. Dafür bekam er deren Draftpick in Runde sechs 2020.
Lee wurde von Maccagnan 2016 in der ersten Runde der Draft einberufen. Dafür lieferte Lee drei miserable Saisons ab.

Kurzberichte
Der bei den Jets gescheiterte Quarterback Geno Smith, auch er war mal als Mann für die Zukunft einberufen worden, unterschrieb als möglicher Ersatzmann bei den Seahawks.
Zuletzt war er Ersatzmann bei den L.A. Chargers.

Cooper Kupp ist ein fangsicherer Wide Receiver der Rams.
Sein jüngerer Bruder Ketner steht auf der anderen Seite der Line of Scrimmage, er ist Linebacker.
In der Draft fand er kein Team, das ihn aufnehmen wollte. Doch gestern unterschrieb er bei den Rams. Ob er es in den Saisonkader schafft, bleibt abzuwarten.

Nachdem die Chiefs Kareem Hunt feuerten, weil der eine am Boden liegende Frau getreten hatte, glaubte man nicht, daß der Running Back so bald ein neues Team finden würde.
Doch die Browns gaben ihm eine Chance.
Bei seiner ersten Pressekonferenz in Cleveland sagte Hunt gestern, daß er eine Menge Vertrauen zurückgewinnen müsse.
Gut gesprochen!
Da würde es helfen, sich öffentlichkeitswirksam bei dem Opfer zu entschuldigen. Zwar hat sich Hunt eine allgemeine Entschuldigung abgerungen, aber Reue dem Opfer gegenüber hat er bisher keine gezeigt.
Seinen ersten Einsatz wird Hunt erst in der zweiten Saisonhälfte haben, denn für die ersten acht Spiele ist er suspendiert.

Patriots Kicker Stephen Gostkowski hat den freien Spielermarkt getestet.
Er hat darüber nachgedacht, tatsächlich einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Doch letztlich sagte sein Bauchgefühl ihm, daß er in New England bleiben sollte. „Meine Tochter war schon bei drei Super Bowls, und sie erst erst drei Jahre alt,“ meinte Gostkowski dazu.
Und so unterschrieb er einen neuen Zweijahresvertrag bei den Patriots.
Seit er 2006 in der vierten Runde der Draft von den Patriots einberufen wurde, ist er ein zuverlässiger Kicker. Und er wird es noch zwei weitere Jahre bleiben.

Arizonas Rookie Quarterback Kyler Murray hat schon einen neuen NFL Rekord aufgestellt.
Sein erstes Autogramm auf einem Helm der Cardinals erzielte bei einer Versteigerung für einen guten Zweck $3.450.
Einen so hohen Erlös erzielte zuvor noch kein erstes Autogramm eines Rookies.

Mittwoch, 15. Mai 2019

Kurzberichte
garrett-jason2Die Cowboys gehen immer noch mit der lahmen Ente Jason Garrett (Bild) als Head Coach in die neue Saison. Doch mit Kellen Moore hat ein neuer Offensive Coordinator das Sagen und mit Jon Kitna ist ein neuer Quarterback Coach verantwortlich für Dak Prescotts Fortschritte.
Moore freut sich, daß ihm so viele offensive Waffen zur Verfügung stehen. Damit, so ist er sicher, kann man viele Spielzüge ins Playbook aufnehmen, die die Gegner verwirren. Kreativität war bisher nicht das, was die Cowboys Offense auszeichnete.
Zudem haben Prescott und Wide Receiver Amari Cooper die ganze Vorbereitungszeit Gelegenheit, an ihrer Abstimmung zu arbeiten. Cooper kam letzes Jahr ja erst mitten in der Saison aus Oakland nach Dallas.
Auch wenn Prescott tatsächlich Fortschritte machen sollte, das Arbeitspferd wird Running Back Ezekiel Elliott bleiben. Doch er soll zumindest etwas entlastet werden. In Dallas ist man überzeugt, daß die neuen Running Backs Tony Pollard und Mike Weber ihm einiges an Arbeit abnehmen können.
Wie das dann in echt aussieht, kann man im ersten Saisonspiel sehen, wenn, fast schon traditionell, die Giants nach Dallas kommen.

Odell Beckham jr. hat an den OTAs der Browns teilgenommen, die gestern begannen.
Bis dahin hatte OBJ nie an diesen immer noch freiwilligen organisierten Teamaktivitäten teilgenommen. Wie viele andere Spieler der Liga hatte er es vorgezogen in dieser Phase der Vorbereitungszeit, ein eigenes Trainingsprogramm zu absolvieren.
Doch gestern hat er seine Taktik geändert. So sah man ihm zum ersten Mal mit einem Helm der Browns, und er sah zum ersten Mal seinen neuen Head Coach. Außerdem gab es für Beckham ein erstes Kennenlernen seines neuen Quarterbacks, und ein Wiedersehen mit seinem alten College-Kumpel Jarvis Landry.
Die Trainingseinheit geht noch bis Donnerstag. Pads dürfen nicht getragen werden, und Kontakt ist auch noch nicht erlaubt.

Heute wird Andy Levitre 33 Jahre alt. Nach 10 Jahren in der NFL gab er bekannt, daß er seine Karriere beendet.
Der Guard der Falcons verpaßte letztes Jahr 14 Spiele mit einem gerissenen Trizeps.
Bereits 2017 hatte er sich diese Verletzung zugezogen.

Josh Rosen ist verbittert.
Bis heute hat der frisch von den Cardinals an die Dolphins abgegebene Quarterback noch nichts von Cardinals General Manager Steve Keim gehört.
Weder hatte Keim Rosen auf den bevorstehenden Wechsel hingewiesen, noch hätte er ihm auf Wiedersehen gesagt.
Es war der neue Head Coach Arizonas, Kliff Kingsbury, der Rosen mitgeteilt hat, daß das Team Kyler Murray an erster Stelle einberufen wird. Damit war für Rosen dann alles klar.
Dennoch hätte er gerne mal ein persönliches Wort von Keim gehört.

Die Bills hatten einen „Superfan“, Pancho Billa.
Er kam in bunten mexikanischen Gewändern und mit Strickmütze in Bills Farben zu den Spielen des Teams.
Am Dienstag verstarb Ezra Castro im Alter von erst 39 Jahren.
2017 wurde er mit Krebs diagnostiziert, doch er ließ sich seine Freude an den Heimspielen seiner Bills nicht nehmen. Die Bills Fans starteten einen Fonds und sammelten $47.000 für die Behandlungskosten. Doch es nutzte nichts. Nun hat er den Kampf gegen den Krebs verloren.
Bills Co-Besitzer Kim Pegula schrieb auf Twitter, daß man die positive Kraft und Energie Castros sehr vermissen wird. Er wäre eine Inspiration für das ganze Team gewesen.

Dienstag, 14. Mai 2019

Kurzberichte
flacco-joe-broncos2Viele Quarterbacks, die wissen, oder zumindest bemerken, daß sie sich ihrem Karriereende nähern, akzeptieren nicht nur, daß ihr Team schon mal einen möglichen Nachfolger verpflichtet, sondern bieten diesem dann sogar Unterstützung an.
Nicht so Joe Flacco (Bild). Der neue „Star“ Quarterback der Broncos meinte bei seiner Pressekonferenz gestern: „Ich sehe es nicht als meinen Job an, jemanden zu unterrichten. Mein Job ist es, Footballspiele für dieses Team zu gewinnen.“
Natürlich hofft Flacco dennoch, daß Rookie Drew Lock etwas von ihm lernt, aber aktiv daran arbeiten wird er nicht. Das hat er letztes Jahr auch bei den Ravens und Lamar Jackson so gehalten.
Flacco fuhr fort: „Ich muß mich auf so viele Dinge konzentrieren. Ich versuche da raus zu gehen und guten Football zu spielen. Ich kann mir keinen Kopf darüber machen, einen anderen Typen zu entwickeln. Ich bin nicht selbstsüchtig, glaube ich. Es gibt Zeiten, da muß man an sich selber denken. Und Offensive Coordinator Rich Scangarello ist ein guter Lehrer. Von ihm kann Drew eine Menge lernen.“
Flacco sieht es nicht als seinen Job an, Lock etwas beizubringen. Aber es wird Flaccos Job sein, seinen Starterposten zu behalten. Und das wird schwer genug für den 34-Jährigen.

2013 dachten die Bills, daß EJ Manuel ihr Quarterback für die Zukunft wäre. Sie beriefen ihn in Runde eins der Draft an 16. Stelle ein.
In seiner Rookie Saison startete er in 10 Spielen und wurde dann auf die Bank gesetzt.
Manuel konnte den Starterposten nie wieder zurückerobern.
2017 ging er als Ersatzmann zu den Raiders. Die feuerten ihn im September 2018. Im Februar 2019 ging er zu den Chiefs.
Nun hat er eingesehen, daß seine Karriere in der NFL, die keine war, Zuende ist.
Nach 30 Spielen und 18 Starts mit 343 vervollständigten Pässen für 3.767 Yards und 20 Yards bei 16 Interceptions und 6-12 Siegen erklärt er seinen Schritt in den Ruhestand.
Den Chiefs wird es nicht schaden. Mit Patrick Mahomes, Chad Henne, Chase Litton, und den Rookies Kyle Shurmur und T.J. Linta haben sie noch fünf Quarterbacks unter Vertrag.

Rookie Cornerback Corey Ballantine ist bei den Giants eingetroffen.
Das Minicamp der Rookies vom 3. bis 5. Mai hatte er verpaßt, weil er kurz vorher angeschossen wurde. Die Schußwunde im „verlängerten Rücken“ ist verheilt, und Ballantine kann mit dem Team trainieren.

Kyle Rudolph möchte nicht weg von den Vikings.
Auch seine neunte Saison in der NFL möchte der Tight End in Minnesota spielen. Er und seine Familie möchten in Minnesota bleiben. Doch die Vertragsverhandlungen zwischen seinem Agenten und den Vikings gerieten dermaßen ins Stocken, daß sie letzte Woche abgebrochen wurden.
Was auch immer Rudolphs Agent gefordert hat, egal, denn die Vikings haben nur noch magere $738.054 unter der Gehaltsobergrenze. Kein Team in der Liga hat weniger Platz. Da ist halt nicht mehr drin.

Im März hätten die Eagles Stefen Wiesniewski $3,7 Millionen zahlen müssen, wenn sie ihn hätten behalten wollen. Doch sie ließen ihn ziehen.
Der Guard fand kein neues Team, und landete jetzt wieder in Philadelphia. Er bekam einen Einjahresvertrag über $1,5 Millionen, weniger als die Hälfte dessen, was ihm noch im März zugestanden hätte.

Game of Throne Fans aufgepaßt. In der vorletzten Folge der Serie soll es einen Cameo Auftritt von Packers Quarterback Aaron Rodgers geben.
Die müßte bald laufen, oder ist sogar schon gesendet worden.

Patriots Besitzer Robert Kraft hat den ersten Sieg im Prozess gegen ihn errungen. Die Videobänder, die ihn beim verbotenen bezahlten Sex mit Sklavinnen zeigen, dürfen vor Gericht nicht verwendet werden.
Die Polizei hätte die Kameras unerlaubt angebracht, und deshalb wären die Aufnahmen illegal, entschied der Richter.
Ohne diese Aufnahmen wird es die Anklage schwer haben. Krafts Verteidiger wollen am Dienstag einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens einbringen.
Es bleibt aber immer noch das Risiko, daß diese Videos irgendwie an die Öffentlichkeit gelangen.

Darren Woodson verläßt ESPN nach 14 Jahren.
Der ehemalige Safety der Cowboys gewann drei Super Bowls und wurde fünfmal in den Pro Bowl gewählt. Seit 2005 arbeitete er für verschiedene Shows des Senders.
Der heutige Dienstag ist sein letzter Tag bei ESPN. Danach wird er Makler für geschäftliche Immobilien in Nord Texas.

Am Samstag heiratete LeRoy Butler im Lambeau Field
Der ehemalige Star Safety der Packers machte es stilgerecht. Nachdem er das Jawort gegeben hatte, machte er den „Lambeau Leap“.
Wie konnte es auch anders sein, denn Butler war der erste Spieler, der 1993 den Lambeau Leap machte, und der seitdem fest zu den Traditionen der Packers gehört.

Gunther Cunningham ist im Alter von 72 Jahren verstorben.
Gespielt hat er nie in der NFL, aber über 30 Jahre lang war er Trainer in der Liga. 1999 wurde er für zwei Saisons Head Coach der Chiefs und holte 16-16 Siege.
Zuletzt arbeitete Cunningham als Defensive Coordinator bei den Lions von 2009 bis 13. Von 2014 bis 17 arbeitete er als Berater für das Team.
Cunningham wurde am 19. Juni 1946 in München geboren. Als er 10 war, zogen seine Eltern in die USA.

Montag, 13. Mai 2019

Kurzberichte
flacco-joe-broncosDie Zeitungen in Denver sind voll mit Berichten, daß Quarterback Joe Flacco (Bild) als Starter in die Vorbereitungszeit geht.
Und? Fragt man sich da.
Immerhin soll der ehemalige Ravens Quarterback der neue Heilsbringer der Broncos sein. Das bleibt auch so, obwohl General Manager John Elway in der zweiten Runde der Draft Drew Lock einberief.
Bei seiner Pressekonferenz am Sonntag sagte Head Coach Vic Fangio, daß es einen Quarterback Wettbewerb geben wird, aber um den Posten des Ersatzmanns.
Joe Flacco wird mit der ersten Mannschaft trainieren. Dahinter wird es einen offenen Wettbewerb geben, meinte Fangio.
Die OTAs, die organisierten Teamaktivitäten, der Broncos beginnen am heutigen Montag. Flacco ist gesetzt und Lock, Kevin Hogan und der ungedraftete Rookie Brett Rypien kämpfen darum, wer Flacco ersetzt, wenn der sich im Lauf der Saison verletzt. Damit kann man rechnen, denn in den letzten Jahren wurde Flacco immer verletzungsanfälliger.

Dolphins Head Coach Brian Flores hat offiziell das Quarterback Rennen zwischen Josh Rosen und Ryan Fitzpatrick eröffnet.
Flores will aber nicht nur die Quarterbacks um den Starterposten kämpfen lassen, sondern jede Position im maroden Team auf den Prüfstand stellen.
„Ich suche nach Führungsspielern, auf allen Positionen“ sagte Flores dazu. „Ich suche vor Allem einen Quarterback, der das ganze Team führen kann. Und natürlich suchen wir einen Quarterback, der akkurat ist und erfolgreiche Drives führen kann.“
Und das hofft er in Rosen oder Fitzpatrick zu finden?
Na viel Glück.

Jay Gruden ist beeindruckt von Dwayne Haskins. Der Rookie Quarterback warf im Mini-Camp der Redskins Frischlinge ein paar Pässe, ohne Schulterpads und sonstige Ausrüstungsgegenstände. Viel Aussagekraft hat dieses Training deshalb nicht wirklich.
Aber Haskins kann dem Ball den richtigen Drall geben, meinte Gruden. Er kann hart werfen aber auch mit dem richtigen Touch bei den kurzen Pässen.
Der Kampf um den Starterposten ist im Gang, und Haskins scheint gut im Rennen zu liegen.

Sich gut einzupacken, bevor es auf den Platz geht, das kennt Tom Kennedy. Doch bisher spielte er mit einem an einem Besenstiel befestigten Fischnetz und einem Tennisball Lacrosse.
Bei der Draft zur Major Lacrosse League wurde er als dritter Spieler einberufen.
Doch die Detroit Lions geben ihm die Chance, es als Wide Receiver in die NFL zu schaffen. Kennedy war mit im Rookie Mini Camp der Lions und überzeugte Head Coach Matt Patricia.
Kennedy spielte zwei Jahre College Football, bevor er zu diesem Lacrosse wechselte. 2017 fing er 57 Pässe für 888 Yards und neun Touchdowns.

Die Saints reinigen das Playbook von Spielzügen für Jimmy Graham.
Graham war vor vier Jahren der Spitzen Tight End der Saints, bevor er nach Seattle wechselte. Seitdem hat New Orleans die Spielzüge, die für Graham maßgeschneidert waren, nicht geändert. Der Tight End brachte es in seinen letzten vier Saisons für die Saints auf beinahe 1.100 Yards pro Saison im Durchschnitt. So produktiv war nach ihm kein Tight End mehr in New Orleans.
2019 soll der 32 Jahre alte Jared Cook der Nr. 1 Tight End des Teams werden. Er kam von den Raiders, wo er 2018 die beste Saison seiner Karriere spielte.
Für ihn wird das Playbook jetzt geändert, um Spielzüge einzuarbeiten, die für ihn maßgeschneidert sind.
Cook soll für Drew Brees die zweitwichtigste Anspielstation werden, nach Wide Receiver Michael Thomas.

Samstag, 11. Mai 2019

rudolph-kyle2Kurzberichte
Kann man sich die Minnesota Vikings ohne Tight End Kyle Rudolph (Bild) vorstellen?
Also ich nicht.
Aber das Ende ist nah, wenn man die Zeichen zu deuten weiß.
Die Vikings beriefen in der zweiten Runde der Draft Irv Smith jr. ein. Seitdem stand Rudolphs Name auf der Abschußliste. Und jetzt tauchte er auf der Transferliste auf.
Die Vertragsverhandlungen zwischen Team und Tight End wurden am Freitag abgebrochen. Und Rudolph dürfte einige Teams interessieren.
Er hat noch ein Jahr in seinem Fünfjahresvertrag stehen, den er 2014 abschloß. 2019 stehen ihm $7,6 Millionen zu. Damit ist er in Minnesotas Offense der fünftteuerste Spieler hinter Quarterback Kirk Cousins, Wide Receiver Stefon Diggs, Offensive Tackle Riley Reiff und Wide Receiver Adam Thielen.
Rudolph wird bald 30, hat in seiner Produktivität aber kaum nachgelassen. Seit er 2011 in der zweiten Runde von den Vikings aufgenommen wurde, liegt er mit 41 Touchdowns an vierter Stelle der Tight Ends. Mit 386 gefangenen Pässen liegt er auf Platz 10 und seine 3.787 Passyards bringen ihm Platz 12 ein. 2017 wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Jason Pierre-Paul hat nicht vor, sich am Nacken operieren zu lassen.
Der Pass Rusher der Buccaneers erlitt letzte Woche bei einem Autounfall einen Bruch eines Nackenwirbels. Die Teamärzte rieten ihm zu einer Operation. Doch JPP holte sich noch andere Meinungen von verschiedenen Fachärzten ein. Da bekam der Defensive End dann die Meldung, daß diese Verletzung auch von selber heilen würde. JPP wird ohne OP fünf bis sechs Monate ausfallen. Mit OP wären es bis zu vier Monate gewesen. Und JPP möchte sich nicht operieren lassen.
Pierre-Paul geht in seine 10. Saison. Ob die Buccaneers es sich erlauben können, bis November auf ihn zu verzichten, kann man bezweifeln. Eher werden sie sich einen Ersatz für ihn besorgen müssen.

Adam Gase ist sauer auf die Presse in New York.
Das ist in der Stadt, die niemals schläft, natürlich nichts neues. Die Presse dort ist hart und gnadenlos. Jetzt macht sie jede Auseinandersetzung zwischen dem neuen Head Coach der Jets und General Manager Mike Maccagnan zu einem Drama.
Gase dazu: „Ich weiß nicht, wer entscheidet, daß dieses Zeug veröffentlicht wird?
Es pisst mich ein bißchen an. Wir diskutieren über alles. Das ist unser Job. Wir müssen uns um so viele Dinge kümmern. Das ist unsere Aufgabe. Das ist es, was wir machen, seit wir hier sind. Wie versuche in kürzester Zeit ein wettbewerbsfähiges Team zusammenzustellen.“
Auch Maccagnan ist etwas verwundert darüber, was er so liest und hört: „Ich glaube, daß Adam und ich bisher gut zusammengearbeitet haben. Natürlich gibt es, wie überall, verschieden Meinungen über einen Spieler. Von meinem Standpunkt aus gesehen habe ich ein sehr gutes Arbeitsverhältnis mit Adam.“
Gase fügte noch hinzu: „Wenn jeder allem zustimmen würde, wäre es doch langweilig. Ab und zu braucht man etwas Nervenkitzel.“

Jaguars Head Coach Doug Marrone scheint zu Telvin Smith zu halten: „Wir sind hier für ihn, wenn er uns braucht,“ sagte er.
Smith hatte am Donnerstag bekanntgegeben, daß er 2019 nicht spielen wird. Er führte persönliche Gründe dafür an.
„Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen,“ begann Marrone seine Pressekonferenz beim Rookie Camp. „Ihr habt die selben Informationen, die ich habe. Ich glaube, daß ich den Football jetzt mal zur Seite schiebe. Zunächst sorge ich mich um Telvin. In meinem Herzen glaube ich, daß Telvin weiß, daß wir ihn auf jede Art unterstützen werden. Alles was wir jetzt machen können, ist für ihn zu beten.“
Fortsetzung folgt...

Natürlich wird Eagles Head Coach Doug Pederson immer wieder gefragt, wie es um den Gesundheitszustand von Quarterback Carson Wentz bestellt ist?
Immer wieder hält er sich dazu bedeckt.
Es steht also nicht zum Besten.

Also so hatte Odell Beckham jr. es ja nun nicht gemeint.
Viel Häme und Spott brach über den Wide Receiver der Browns herein, als er sagte, daß er aus den Cleveland Browns die neuen New England Patriots machen würde.
„Damit,“ so instgrammte er, „habe ich nur gemeint, daß ich immer im Kopf habe, großartig zu sein. Natürlich werden aus den Browns nicht nur wegen mir die neuen Patriots werden. Ich habe großen Respekt vor ihnen und dem, was sie erreicht haben. Ich wollte mit meinem Spruch nur sagen, daß wir auch so hart arbeiten werden wir sie, um eines Tages so gut werden zu können, wie sie. Es ist doch nichts falsch daran, sich hohe Ziele zu stecken.“
Na, dann ist ja jetzt alles klar.

Freitag, 10. Mai 2019

Kurzberichte
garoppolo-jimmy49ers Quarterback Jimmy Garoppolo (Bild) geht den beschwerlichen Gang nach einem Kreuzbandriss. dabei holt er sich Rat von vielen anderen Spielern, die diesen Gang gehen mußten. Einen davon kennt er sehr gut, Tom Brady.
Der Quarterback der Patriots zog sich diese Verletzung im ersten Saisonspiel 2008 gegen die Chiefs zu, damit war seine Saison beendet. 2009 kam er zum Saisoneröffnungsspiel zurück und führte New England in die Playoffs.
Garoppolo möchte genau erfahren, was andere Spieler gemacht haben, um diese früher mal karrierebeendende Verletzung zu meistern. Dabei hört er „Tu dies, tu das“, und er filtert heraus, was für ihn passen würde.
Garoppolo möchte natürlich, daß sein Knie bis zum Beginn des Trainingslagers wieder OK ist, aber selbst eine Teilnahme am ersten Saisonspiel ist zur Zeit noch fraglich.
Da haben die Ärzte das letzte Wort.

Doug Baldwin wurde gefeuert. Der Wide Receiver der Seahawks hat den Gesundheitscheck nicht bestanden.
Acht Jahre spielte er für Seattle und wurde zweimal in den Pro Bowl gewählt. Doch drei verschiedene Operationen nach der letzten Saison haben dem Körper der 30-Jährigen arg zugesetzt. Sehr wahrscheinlich beendet er seine Karriere in naher Zukunft. Wenn es so kommt, dann hört er mit 493 gefangenen Pässen (Platz 3 bei den Seahawks), 6.593 Yards (Platz 3) und 49 Touchdowns (Platz 2) auf.
Die Seahawks feuerten auch Safety Kam Chancellor. Er konnte seit einer Nackenverletzung 2017 nicht mehr spielen.

So langsam unterschreiben alle Rookies aus der ersten Runde der Draft ihre Verträge.
Die absolute Nr. 1, Quarterback Kyler Murray, ist jetzt offiziell ein Cardinal. Er bekam den üblichen Vierjahresvertrag mit der obligatorischen Option des Teams auf eine fünfte Saison.
Die Unterschrift kam pünktlich vor dem ersten dreitägigen Rookie Mini Camp des Teams an diesem Wochenende.
Genaues weiß man nicht, aber es wird gemunkelt, daß Murrays Vertrag insgesamt $36 Millionen wert ist.
Die Cards gaben bekannt, daß sie fünf weitere Rookies verpflichtet haben.

Auch die Redskins konnten ihren Quarterback aus Runde eins verpflichten.
Dwayne Haskins war der dritte Quarterback, der in der ersten Runde einberufen wurde.
Damit ist von den Quarterbacks aus Runde 1 nur noch der in New York nicht gerade mit offenen Armen aufgenommene Daniel Jones ohne Rookievertrag.

Jaguars Linebacker Telvin Smith hat bisher nicht an den freiwilligen Trainingseinheiten teilgenommen.
Gestern teilte er dem Team mit, daß er auch an der Saison nicht teilnehmen wird.
Er hätte Probleme außerhalb des Platzes, um die er sich kümmern müsse. Das hätte Vorrang vor dem Football.
„Zu diesem Zeitpunkt muß ich eine Auszeit von dem Spiel nehmen, und meine Welt in Ordnung bringen,“ gab Smith per Twitter bekannt. „Ich muß diese Zeit mir selber, meiner Familie, meiner Gesundheit zurückgeben. Ich begrüße jede Unterstützung, die bekomme, oder auch nicht. Ich möchte Euch nur alle bitten, meine Entscheidung, keinen Football zu spielen in dieser Saison, zu respektieren.“
Die Jaguars wollten gestern noch keinen Kommentar dazu abgeben. Sie hätten noch nicht mit Smith über diese Sache geredet.

Nach der Saison 2018 trat Saints Tight End Benjamin Watson in den Ruhestand.
Jetzt steht er kurz davor, seinen Ruhestand zu beenden. Er verhandelt mit den Patriots, und diese Verhandlungen sollen recht positiv verlaufen.
Nur noch ein paar Details wären zu klären, meinte der 38-Jährige.
In seiner bisherigen Karriere spielte Watson in 195 Spielen und fing 530 Pässe für 5.885 Yards und 44 Touchdowns.

Xavien Howard ist jetzt der bestbezahlte Cornerback aller Zeiten.
Die Dolphins gaben ihm eine Vertragsverlängerung über fünf Jahre und $76,5 Millionen. $46 Millionen davon sind garantiert.
Obwohl er 2018 nur in 12 Spielen antrat, erzielte er mit sieben Interceptions den NFL Bestwert der Saison. Das brachte ihn in den Pro Bowl. Doch wegen einer Meniskusverletzung, wegen der er auch die letzten vier Saisonspiele verpaßte, konnte er daran nicht teilnehmen.

Derek Anderson tritt nach 14 Jahren in der NFL in den Ruhestand.
Anderson spielte in diesen 14 Jahren nur in 49 Spielen und kam dabei auf eine Bilanz von 20-29 Siegen.
Zuletzt war er als Ersatzmann, seine Paraderolle, bei den Bills unter Vertrag.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Kurzberichte
beckham-odell-brownsAuf Twitter und Co. macht man sich ein bißchen lustig über die Browns.
Zuerst posaunt Rookie Greedy Williams heraus, daß die Browns in dieser Saison den Super Bowl gewinnen, und dann will Ex-Giants Wide Receiver Odell Beckham jr. (Bild) sein neues Team noch zu den neuen Patriots machen.
Das löste viel Gelächter aus. Einige dieser Memes in den Kommentaren bei Twitter sind echte Brüller.
Gemach liebe Browns. Ein Beckham jr. macht noch keinen Super Bowl.
Nach 11 negativen Saisons in Folge sollte man es etwas langsamer angehen lassen. Der letzte Playoff-Auftritt liegt 16 Jahre zurück. 1994 gab es den letzten Playoff-Sieg. Head Coach Bill Belichick führte Cleveland zu einem Sieg in der ersten Runde über die... New England Patriots.
Natürlich haben die treuen Fans, die sich wirklich bei jedem Mistwetter ins Stadion setzen, es verdient mal einen Sieger zu bekommen. Doch wenn die Spieler jetzt hingehen, und solche Lächerlichkeiten in die Welt setzen, hilft das Niemandem.
Arbeit, Arbeit, Arbeit, das braucht das Team jetzt, um mal etwas Positives zu produzieren, keine blöden Sprüche.

Ted Thompson sagte in einem Interview, daß er an einer Störung seines vegetativen Nervensystems leidet. Das wäre der Grund, warum er als General Manager der Packers 2017 aufgehört hätte.
Thompson wurde am Samstag in die Packers Hall of Fame aufgenommen.
Zunächst dachte Thompson, daß er an CTE litt. Von 1975 bis 84 spielte er Linebacker für die Houston Oilers. Doch die Ärzte fanden heraus, daß es nicht CTE ist, woran er leidet.

„Ich habe es noch drauf,“ zeigte sich Emmanuel Sanders erfreut.
Der Wide Receiver der Broncos erholt sich von einem Achillessehnenriss, den er sich im Dezember 2018 im Training zuzog.
Sanders hat das Lauftraining aufgenommen, und ist voller Zuversicht, daß er kein Saisonspiel verpassen wird. Ob er da zu optimistisch ist, das wird man sehen. Er selbst sagte jedenfalls, daß er nichts überstürzen wolle. Der Meinung schließen sich die Broncos an.

Die Giants gaben Ex-Cowboys Running Back Rod Smith einen Einjahresvertrag.

Giants Offensive Coordinator Mike Shula ist sicher, daß Rookie Quarterback Daniel Jones sofort für das Team starten könnte, wenn es nötig wäre. Er hätte das Potential dazu.
Ein Warnschuß in Richtung Eli Manning?
Eher eine Beruhigungspille für die aufgebrachten Fans, die sich die Haare rauften, als General Manager Gettleman den Quarterback an sechster Stelle in der Draft einberief.

Die Seahawks verpflichteten Ziggy Ansah.
Die Bills, Ravens und Saints waren auch an dem ehemaligen Pass Rusher der Lions interessiert, doch Seattle machte das Rennen.
Ansah hatte eine Schulteroperation. 2018 konnte er nur in sieben Spielen antreten. Doch die Ärzte gaben Ansah jetzt grünes Licht. Die Schulter ist völlig geheilt.
Ansah bekam einen Einjahresvertrag.

Jaylon McKenzie spielte Wide Receiver auf der High School. Am Samstag wurde der 14-Jährige auf einer Party erschossen. Eine 15 Jahre alte Schülerin wurde lebensgefährlich verletzt.
Cowboys Running Back Ezekiel Elliott, der in McKenzies Nachbarstadt lebt, wird die Beerdigungskosten übernehmen.
Elliott hatte der Familie das Angebot im Stillen unterbreitet, doch Jaylons Mutter, Sukeena Gunner, erzählte dem örtlichen Nachrichtensender von NBC davon.
Jaylon McKenzie galt als Riesentalent, dem eine große Zukunft in der NFL bevorstand.

Gut gebrüllt, Löwe oder eher doch the Lion sleeps tonight?
Martha Ford, die Besitzerin der Lions, hat sehr viel weniger Geduld, die Mittelmäßigkeit des Teams weiter zu ertragen, als ihr 2014 im Alter von 88 Jahren verstorbener Mann William Clay Ford.
Ohne jetzt Gemein sein zu wollen, mit 93 Jahren ist sie auch nicht mehr die Jüngste und sehr viel Zeit, noch mal ein erfolgreiches Lions Team zu sehen, bleibt ihr nicht.
Ihr Mann, so bemängelt sie, hätte zu lange Leuten vertraut, die nicht die Resultate gebracht hätten, die sie sollten.
Rod Wood, der Präsident des Clubs, sagte  bei einer Fan-Veranstaltung, daß man von den obersten Positionen bis in die untersten darum wisse: „Ich denke, Mrs. Ford ist eine ganz andere Besitzerin, als ihr Ehemann es war. Sie hat sehr viel weniger Geduld und sehr viel weniger Toleranz für Mittelmäßigkeit, als Mr. Ford,“ sagte Wood. „Das war der Grund, warum wir einige der Änderungen gemacht haben, die wir machten.“
Die Lions mit dem Wort Erfolglosigkeit auf eine Stufe zu stellen, ist gar nicht mal so falsch. Seit Ford das Team vor 55 kaufte, haben die Lions E I N Playoffspiel gewonnen.
EINS!
Immer wieder setzte WC Ford auf die falschen General Manager. Und dann hielt er immer wieder zulange an ihnen fest. Das wird unter seiner Witwe nicht passieren, ist Wood sicher.
Die Patriots-Connection sollte Besserung bringen. 2016 wurde Ex-Patriots General Manager Bob Quinn, der vier Super Bowl Teams zusammenstellte, geholt.
Quinn verpflichtete 2018 Ex-Patriots Defensive Coordinator Matt Patricia, der dreimal den Super Bowl mit New England gewann. Zusammen holten die beiden letztes Jahr 6-10 Siege für Detroit.
Betrachtet man die Sache als Außenstehender, kommt man nicht auf den Gedanken, daß sich bald etwas bessern wird.

Mittwoch, 8. Mai 2019

Kurzberichte
PIERRE-PAUL-JASON2Buccaneers Defensive End Jason Pierre-Paul (Bild) hatte letzte Woche einen Autounfall ohne Fremdbeteiligung. Dabei verletzte er sich am Nacken.
JPP kam ins Krankenhaus von Broward County, South Florida. Er wurde noch am selben Tag wieder entlassen.
Die Teamärzte waren allerdings sehr besorgt, als sie die Aufnahmen vom Nacken des Defensive Ends sahen. Sie entdeckten einen angebrochenen Wirbel, der sehr wahrscheinlich operiert werden muß.
JPP schickt jetzt die Aufnahmen zu mehreren Ärzten, um sich weitere Meinungen einzuholen.

Die Buccaneers werden Ronde Barber in ihren Ring der Ehre aufnehmen.
Der Cornerback ist der 13. Spieler, dem diese Ehre zuteil wird. Die Zeremonie wird am 22. September im Heimspiel gegen die Giants abgehalten.
Ronde, der Zwillingsbruder von Ex-Giants Running Back Tiki, verbrachte seine gesamten 16 Jahre in der NFL bei den Buccaneers. Von 1999 bis 2012 startete er in 215 Spielen in Folge. Er fing 47 Pässe ab, erzielte 14 defensive Touchdowns, und 28 Sacks, der absolute NFL Bestwert für Cornerbacks. Fünfmal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Travis Frederick hat am Kraft- und Konditionstraining der Cowboys teilgenommen.
Der Center verpaßte die letzte Saison mit einer Autoimmunkrankheit, die das Nervensystem angreift. Daß er jetzt am freiwilligen Workout teilgenommen hat, wertet Head Coach Jason Garrett als kleinen Hoffnungsschimmer.
Bevor Frederick krank wurde, hat er in seinen fünf Jahren in Dallas kein Spiel verpaßt. Er war einer der besten Center der Liga, und die Cowboys könnten froh sein, wenn er wieder spielen könnte.

Viel Einsatzzeit sieht er wegen seiner diversen Verletzungen nicht, aber mit dem Football aufhören möchte J.J. Watt noch lange nicht.
2018 war es das erste Mal seit 2015, daß er alle 16 Saisonspiele bestreiten konnte. 2016 und 17 brachte er es insgesamt nur auf acht Spiele.
Watt wird gesund in die Saison 2019, seine neunte, gehen. Zur Zeit ist er mal nicht in einer Reha, vor dem Beginn des Trainingscamps.
Das sind gute Nachrichten für Texans Fans.

Joe Namath hat ein neues Buch geschrieben. Darin erzählt der Super Bowl Quarterback der Jets davon, daß er sich fast zu Tode gesoffen hätte.
Nach seiner Karriere hätte er so oft zur Flasche gegriffen, daß er fast daran gestorben wäre.
Auslöser der Alkoholsucht war aber nicht sein Karriereende, wie er im Buch „All the Way: My Life in Four Quarters“ schrieb, sondern die Scheidung von seiner Frau Deborah.
Heute weiß er, daß er die Scheidung nur als Ausrede mißbrauchte für seinen Alkoholkonsum.
Der 75-Jährige bemerkte, daß er dem Alkohol abschwören mußte, als er 2003 bei einem Interview mit ESPN Reporterin Suzy Kolber versuchte, sie vor der Kamera zu küssen.
Das, so ist Namath heute sicher, rettete sein Leben.

Nachdem seine Frau erfolgreich an einem Hirntumor operiert wurde, wird Lions Quarterback Matthew Stafford am Vorbereitungsprogramm des Teams teilnehmen.
Letzte Woche war er schon mit dem Team zusammen für Phase 2 des Programms.
Am 20. Mai steht die nächste Trainingseinheit an.

Und zum Schluß mal wieder ein Brüller aus der Comedy Abteilung der NFL.
Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. meinte: „Ich werde aus den Browns die neuen Patriots machen.“

Dienstag, 7. Mai 2019

Kurzberichte
ware-demarcus5DeMarcus Ware (Bild) glaubt, daß die Cowboys das Spielerpotential haben, um den Super Bowl gewinnen zu können. Der ehemalige Defensive End des Teams würde gerne dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.
An zwei bis drei Tagen in der Woche könnte er sich vorstellen, seinen Nachfolgern die richtigen Techniken beizubringen, wie man den Lauf stoppt und den Quarterback bedrängt. Aber er möchte auch den Spielern der O-Line helfen, damit diese sich besser gegen die gegnerischen Verteidigungen durchsetzen können.
Cowboys Head Coach Jason Garrett findet die Idee gut.
12 Jahre spielte Ware in der NFL, die meiste Zeit in Dallas. Er erzielte 138,5 Sacks und wurde viermal in den Pro Bowl gewählt.
Ware besitzt einen Super Bowl Ring, den er in seinen drei Jahren bei den Denver Broncos gewann.

Die Panthers nehmen Steve Smith in ihre Ruhmeshalle auf.
Bisher hatte diese Ruhmeshalle einen sehr überschaubaren Bereich. Man ging an der Büste von Linebacker Sam Mills vorbei und das war`s.
Nach 25 Jahren wäre das etwas wenig, meinte der neue Teambesitzer David Tepper. Deshalb möchte er weitere verdiente Spieler aufnehmen. Neben Wide Receiver Smith sind das zunächst Quarterback Jake Delhomme, Offensive Tackle Jordan Gross und Tight End Wesley Walls.
Smith, jetzt ein Analyst für das NFL Network, spielte 16 Saisons in der Liga, seine ersten 13 in Carolina. Als Panther fing er 836 Pässe für 12.197 Yards und 67 Touchdowns. Fünf mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Delhomme spielte 11 Saisons in der Liga, sieben mit den Panthers. Als Starter kam er auf eine S/N Bilanz von  53-37. Er führte das Team 2003 in den Super Bowl.
Walls spielte 14 Jahre in der NFL, sieben für Carolina. Er fing 324 Pässe für 3.902 Yards und wurde in fünf Pro Bowls gewählt.
Gross spielte alle 11 Jahre seiner Karriere für die Panthers von 2003 bis 2013. Dreimal wurde er in den Pro Bowl gewählt.

Ist auch er ein Kandidat für die Hall of Fame der Panthers?
Cam Newton fühlt sich großartig, während seine Schulter heilt. Der Quarterback möchte noch vor dem Trainingslager wieder damit beginnen, Pässe zu werfen.
Noch hat er dazu nicht die Erlaubnis der Ärzte. Erst im Januar wurde er operiert.
Die Teamleitung hat nicht vor, Newton zu schnell wieder zu belasten. Wenn er im Trainingslager Ende Juli wieder einsatzbereit ist, ist das für sie früh genug.

Rodney Harrison wurde in die Ruhmeshalle der Patriots aufgenommen.
Der knallharte Safety gewann drei Super Bowls mit dem Team.
Bevor er sechs Jahre für New England spielte, war er neun Jahre bei den San Diego Chargers.

Die Redskins suchen einen Quarterback für die Zukunft. Doch zunächst müssen sie mal durch die Saison 2019 kommen.
Ob sie da von Case Keenum geführt werden oder von Rookie Dwayne Haskins, das wird in der Vorbereitungszeit entschieden.
Alex Smith erholt sich immer noch von einer bösen Beinverletzung, die er sich letztes Jahr zuzog. Er wird voraussichtlich keine Rolle  im Kampf um den Starterposten spielen.

Lausige Kicker sind das Schicksal der Bears. Doch damit soll langsam mal Schluß sein.
Chicago holte sich Eddy Pineiro von den Raiders. Dafür gaben sie Oakland einen Draftpick in der siebten Runde 2021.
Was die Bears mit Pineiro wollen, erschließt sich einem nicht ganz. 2018 wurde er als Free Agent von den Raiders verpflichtet. Im September 2018 wurde er auf die Verletztenliste gesetzt.
Der 23-Jährige hat keinerlei NFL Erfahrung. In seinem letzten Jahr am College von Florida verwandelte er 94% seiner Field Goal Versuche.

Ob da schon die Alarmglocken bei den Jets klingeln?
Jedenfalls hat sich ihr neuer Running Back LeVeon Bell nicht bei den freiwilligen Trainingseinheiten blicken lassen. Kein gutes Zeichen, für einen Neuzugang, zumal es verdammt lange her ist, daß Bell mal mit einem Team trainiert hat.
Die Saison 2018 hat der Ex-Steeler ja komplett bestreikt, weil er für schlappe $14 Millionen als Franchise Player nicht spielen wollte.
Der neue Jets Head Coach Adam Gase hat damit kein Problem. „Es ist freiwillig,“ sagte er. „So steht es in den Regeln. Das ist nichts, woran wir lange Gedanken verschwenden. Wenn die Typen auftauchen, versuchen wir, ihnen dabei zu helfen besser zu werden.“
Bis zum ersten Pflichttraining am 4. Juni haben die Jets noch drei freiwillige Workouts. Ob Bell daran teilnimmt?

Montag, 6. Mai 2019

Kurzberichte
jones-danielDaniel Jones (Bild) weiß, daß er sich seinen Respekt in New York verdienen muß.
Daß Giants General Manager Gettleman den Quarterback an sechster Stelle der Draft einberief, löste fast schon Panik bei den Fans und Medien aus.
In den (A)sozialen Medien ging es hoch her. Die meisten Einträge waren negativer Natur. Jones sagte bei seiner ersten Pressekonferenz für die Giants, daß er die Kritik an seiner Wahl sehr genau mitbekommen hat. „Es ist heute ja fast unmöglich, nicht mitzubekommen, was andere über einen denken,“ sagte Jones. „Aber ich konzentriere mich nicht darauf.“
Der Quarterback kommt zu einem maroden Team, das in den letzten zwei Saisons 8-24 Siege holte. Ein alternder Super Bowl MVP Quarterback wartet darauf, abgelöst zu werden. Er hat noch ein Jahr in seinem Vertrag stehen. Manning wird Jones helfen. Er selber hat ja auch zunächst hinter Super Bowl MVP und Hall of Fame Quarterback Kurt Warner gelernt.
Die Presse im Big Apple ist gnadenlos, was zusätzlichen Druck auf den Rookie ausüben wird. Aber da er nicht sofort ins kalte Wasser geworfen wird, kann  er sich daran langsam gewöhnen. Auch dabei wird Manning ihm helfen.
„Ich weiß, daß ich das Vertrauen der Fans gewinnen muß. Das verstehe ich. Ich habe viel Arbeit vor mir, und ich freue mich darauf,“ meinte Jones.
Beobachter, die die ersten zwei Tage des Rookie-Mini-Camps der Giants verfolgt haben, sind gar nicht mal unzufrieden mit dem, was sie von Jones gesehen haben. Er soll ein Technik haben, die sehr an Eli Manning erinnert. Seine Pässe kamen recht genau. Nur  einige waren etwas zu weit geworfen, einer wurde abgefangen. Das kann man dem Einfluß des Adrenalins anlasten, das bestimmt durch Jones strömte.
Wo gerade die Rede vom Rookie-Mini-Camp der Giants ist... Safety Jacob Thieneman und Linebacker Nate Harvey erlitten Knieverletzungen, die operiert werden müssen.

Die Bears haben immer noch kein Glück mit ihren Kickern.
In der 15:16 Niederlage gegen die Eagles im NFC Wild Card Spiel, verschoß Cody Parkey ein Field Goal aus 43 Yards. Der Ball wurde leicht geblockt, hat die Sache für Parkey aber auch nicht besser gemacht, er wurde im März gefeuert.
Am ersten Tag des Rookie- Mini-Camps der Bears, versuchten sich John Baron II, Chris Blewitt, Elliott Fry und Redford Jones aus 43 Yards. Die Trefferquote lag bei katastrophalen zwei von acht Kicks.
Head Coach Matt Nagy war dann auch dementsprechend frustriert.

Nicht immer entscheidet die Position, an welcher ein Collegeabgänger einberufen wurde darüber, ob er Erfolg hat oder nicht in der NFL.
Quarterback Josh Rosen kam letztes Jahr in der ersten Runde zu den Cardinals und soll dieses Jahr versuchen, wenigstens Ersatzmann bei den Dolphins zu werden.
Zwei Spieler aus der sechsten Runde der Draft sind heute Superstars, Quarterback Tom Brady und Wide Receiver Antonio Brown.
In der dritten Runde fanden die 49ers damals ein Juwel, Quarterback Joe Montana.
Über ein Drittel der frisch angeworbenen Rookies wird es überhaupt nicht schaffen, in einen Saisonkader zu kommen.
Noch träumen alle Anwärter von ihren kommenden Karrieren, und schon bald werden etliche dieser Träume geplatzt sein. Egal in welcher Runde sie ihr Team fanden.

Ryan Shazier hat am Freitag geheiratet. Und er hat mit seiner Frau Michelle getanzt.
Das ist deshalb erwähnenswert, weil der Linebacker der Steelers vor 18 Monaten eine Rückenverletzung erlitt, die ihn zeitweise gelähmt hat.
Damals sagten ihm seine Ärzte, daß nur eine 20% Chance besteht, daß er jemals wieder würde gehen können.
Doch Shazier hat ein klares Ziel vor Augen, er will wieder spielen.
Shazier wurde 2007 an 15. Stelle von den Steelers aufgenommen. Er wurde zweimal in den Pro Bowl gewählt.

Die Eagles gaben Linebacker Zach Brown einen Einjahresvertrag, der ihm bis zu $3 Millionen einbringen kann.
In seinen acht Jahren in der NFL sind die Eagles sein viertes Team, nach den Bills, Titans und Redskins.
Bei seinem Abschnitt bei den Bills erzielte er 149 Tackles und wurde in den Pro Bowl gewählt.

Sport1 überträgt das Endspiel um die 41. Deutsche Meisterschaft im American Football am Samstag, 12. Oktober, live ab 18 Uhr.

Freitag, 3. Mai 2019

Kurzberichte
brady-tom-neuerhelmPatriots Quarterback Tom Brady (Bild) war am Donnerstag Gast bei der Show „Jimmy Kimmel Live“.
Er wurde unter anderem danach gefragt, wie er dazu steht, daß er so schlecht bezahlt wird? „Das ist eine gute Frage,“ antwortete Brady. „Das sage ich üblicherweise, wenn ich eine Frage nicht beantworten möchte. Dann sage ich immer, das ist eine gute Frage. Für mich spielt das Gewinnen eine größere Rolle. Gewinnen ist meine Priorität. Und meine Frau (Top Model Gisele Bündchen) verdient eine Menge Geld.
Außerdem bin ich bestimmt viel schlauer, als sie glauben. Da gibt es diese Gehaltsobergrenze. Du kannst nur eine bestimmte Menge Geld ausgeben. Und je mehr dieser eine Typ bekommt, desto weniger ist für andere gute Spieler da. Und vom Wettbewerbsstandpunkt aus gesehen, habe ich halt gerne viele gute Spieler um mich herum.“
Und das ist dann der Grund, warum Tom Brady mit $15 Millionen Jahresgehalt nur auf Platz 18 der Quarterbacks liegt, aber mittlerweile zwei Hände braucht, um all seine Super Bowl Ringe tragen zu können.

Steelers General Manager Kevin Colbert glaubt, daß Ben Roethlisberger noch weit nach 2021 Pässe für die Steelers werfen kann und wird: „Ich weiß, daß er kein Verfallsdatum hat,“ meinte Colbert über Big Ben.
Obwohl der Quarterback bereits mit seinem Ruhestand geliebäugelt hat, glaubt der General Manager, daß Roethlisberger noch lange für Pittsburgh spielen wird.
Warum sollten nur Tom Brady und Drew Brees bis in ihre 40er auf Pro Bowl Level spielen können?
In der heutigen Zeit, in der der Quarterback als besonders schützenswerte Gattung gilt, können die Passer länger aktiv sein als früher. Es ist noch gar nicht so furchtbar lange her, daß der Quarterback als normaler Footballspieler galt und von Verteidigern plattgemacht werden durfte. Doch da es nicht so furchtbar viele NFL taugliche Quarterbacks gibt, und diese auch noch unglaublich viel Geld bekommen, wurden sie immer besser und besser geschützt.
Natürlich kann man die Zeit nicht für immer aufhalten. Ben Roethlisberger schon gar nicht. Er gehört zu den Quarterbacks, die viel riskieren. Er hält den Ball sehr lange, läuft oft aus der Pocket, und wird dabei häufig unter Verteidigern begraben. Und Roethlisberger hat bereits alles erreicht, was man erreichen kann. Super Bowl, Pro Bowl, dicker Vertrag, ein Platz in der Hall of Fame ist bestimmt schon reserviert. Da muß man jetzt als Steelers Fan abwarten und sehen, für was Roethlisberger sich entscheidet.

Broncos General Manager John Elway ist überzeugt davon, daß er mit Drew Lock endlich die Tür zur Zukunft aufgesperrt hat.
Wieder und wieder und wieder hat Elway, der selbst als begnadeter Quarterback in die Hall of Fame einzog, daneben gegriffen, wenn es darum ging, einen brauchbaren Quarterback zu verpflichten.
OK, wie letztens schon geschrieben, mit dieser einen Ausnahme.
Wie schon so oft in der Vergangenheit, glaubt Elway auch bei Lock wieder, daß er der Mann für die Zukunft ist.
Und wieder können die Broncos Fans nur hoffen, daß Elway nicht schon wieder versagt hat.

Da pokert einer hoch.
Arizonas Rookie Head Coach Kliff Kingsbury machte kein Geheimnis daraus, daß er Kyler Murray als Quarterback haben wollte. Vorsichtshalber gab er Josh Rosen Botschaften des Vertrauens mit, aber die waren nicht wirklich ehrlich gemeint.
Hat Kingsbury jetzt Zweifel bekommen?
In einem Interview sagte er, daß Murray vielleicht noch nicht am ersten Spieltag bereit wäre, ein NFL Team anzuführen.
„Wir werden sehen,“ meinte der Head Coach. „Wir arbeiten an all diesen Sachen. Wir haben Brett Hundley hier, von dem wir viel halten. Aber wir werden sehen, wie sich alles entwickelt.“
Kingsbury setzt also auf, ja auf wen?
Brett Hundley?
Der kam 2015 in die Liga und ist bereits bei seinem dritten Team gelandet.
Auf den setzt Kingsbury?
Und was ist, wenn Hundley in der Vorbereitungszeit tatsächlich Murray aussticht?
Klingt so, als würden die Cardinals auch 2020 wieder ganz früh in der Draft drankommen.

Der erste Rookie aus der ersten Runde hat seinen Vertrag unterschrieben. Die Packers verpflichteten Safety Darnell Savage.
Die Konditionen sind klar. Rookies aus der ersten Runde bekommen einen Vierjahresvertrag und das Team die Option auf ein fünftes Jahr.
Green Bay tauschte sich vom 30. Platz auf Position 21, die die Seahawks inne hatten, um an Savage zu kommen. Er war der zweite Spieler, den die Packers in Runde eins aufnahmen. An 12. Stelle holten sie sich Defensive End Rashan Gary.

Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill hat einen Brief an die Liga geschrieben, in dem er alle Vorwürfe der Kindesmißhandlung abstreitet.
Vier Seiten lang ist das Schreiben, das Hills Anwalt an die NFL schickte.
Nachdem eine Tonaufnahme auftauchte, in der eine Frau einen Mann der Kindesmißhandlung bezichtigte, mußte zunächst untersucht werden, ob auf der Aufnahme wirklich Hill und seine Verlobte Crystal Espinal zu hören waren.
Die polizeilichen Untersuchungen, die sofort nach der Veröffentlichung der Aufnahme wieder aufgenommen wurden, bestätigten das.
In der Aufnahme ist auch zu hören, wie Hill Espinal bedroht.
In dem Schreiben an die NFL beteuert der Wide Receiver, daß er es nicht ist, der da zu hören ist. Er wäre völlig überrumpelt worden von der Aufnahme, und den darin geäußerten Anschuldigungen. Niemals hätte er seinen Sohn gestoßen, geschweige denn geschlagen oder gar seinen Arm gebrochen.
Ärztliche Untersuchung der Verletzung hätten ergeben, daß der Arm bei einem Unfall gebrochen wäre. Darüber gäbe es ein Attest.
Es bleibt immer spannend in der NFL.

Donnerstag, 2. Mai 2019

Kurzberichte
charles-jamaalJamaal Charles (Bild) hat am Mittwoch einen Eintagesvertrag bei den Chiefs unterschrieben, um  als Chief in den Ruhestand zu treten.
Nach 11 Jahren in der NFL beendete der Running Back seine Karriere.
Der mittlerweile 32-Jährige kam 2008 in der dritten Runde der Draft nach Kansas City und blieb bis 2016. Mit 7.260 Yards ist er der beste Running Back, den die Chiefs je hatten. Er wurde in vier Pro Bowls gewählt.
2017 spielte er eine Saison für die Broncos und 2018 zwei Spiele für die Jaguars. Seine Leistungskurve war nach der Zeit in Kansas City drastisch nach unten gegangen. Schuld daran war ein Kreuzbandriss, den er 2015 erlitt. Davon konnte er sich nie wieder ganz erholen.

Die Draft ist Geschichte, Zeit für die NFL die Kräfte neu zu vermessen.
Das aktuelle Power Ranking sieht die Patriots, Chargers und Saints weiter auf den Plätzen 1, 2 und 3.
Die Colts schoben sich von der sechs auf die vier, die Vikings von der sieben auf die fünf und die Eagles von der neun auf die sechs.
Das erste Team, das die NFL auf dem Weg nach unten sieht, sind die Rams. Sie fielen von der fünf auf die sieben.
Unten stehen die Lions (28), Cardinals (29), Giants (30) und Bengals auf 31.
Ganz unten bewertet die NFL als das schwächste Team der kommenden Saison: Tadaaa... die Miami Dolphins.

ESPN gab bekannt, welche Kommentatoren die Monday Night Spiele begleiten. Immerhin feiert Monday Night Football die 50. Saison.
Joe Tessitore wird den Zuschauern weiter die Spielzüge beschreiben, die sie eh grade sehen. Booger McFarland, der letztes Jahr mit dem Videomobil am Spielfeldrand auf und ab fuhr, sitzt jetzt neben Tessitore in der Kommentatorenbox und erklärt die Spielzüge anschließend.
An der Seitenlinie wird weiter Lisa Salters agieren. Das macht sie seit acht Jahren und hat gerade einen langfristigen Vertrag unterschrieben.

Der zuständige Richter Leonard Hanser ordnete an, daß Robert Kraft vor Gericht zu erscheinen hat.
Der Besitzer der Patriots steht unter dem Verdacht Sex gegen Geld mit Sexsklaven gehabt zu haben.
Am 21. Mai muß Kraft vor Gericht im Palm Beach County antreten.
Ob die Videoaufnahmen als Beweis zugelassen werden, ist noch nicht endgültig entschieden.

Ex Redskins Quarterback Joe Theisman hat mit Dwayne Haskins gesprochen. Der junge Quarterback würde gerne Theismans Nr. 7 tragen, die vom Team zur Ruhe gesetzt wurde.
OK, sagte Theisman dazu.
Ob das Team auch OK sagt, das ist noch nicht klar.

Raiders Running Back Isaiah Crowell hat sich beim Krafttraining mit dem Team einen Achillessehnenriss zugezogen. Für ihn dürfte die Saison 2019 beendet sein.
Oakland gab Doug Martin einen neuen Vertrag, nachdem er vor Kurzem erst entlassen wurde.

Die Optionen auf fünfte Saisons werden gezogen oder auch nicht. Am Freitag ist die letzte Chance dazu.
Die Saints verzichten darauf, ihre Option auf die fünfte Saison von Cornerback Eli Apple zu ziehen.
Ihre Option auf Defensive Tackle Sheldon Rankins zogen die Saints.
- Die Bills lehnten ihre Option auf Defensive End Shaq Lawson ab.
- Die Titans zogen ihre Option auf Offensive Tackle Jack Conklin nicht.
- Die Bears zogen ihre Option auf Linebacker Leonard Floyd.

Mittwoch, 1. Mai 2019

Kurzberichte
theismann-joe2Joe Theisman (Bild) spielte 12 Saisons für die Redskins. Dabei trug er die Nr. 7. Mit Theisman gewann Washington Super Bowl XVII. Niemand trug seine Nummer nachdem er 1985 seine Karriere beendete.
Jetzt haben die Redskins einen Spieler einberufen, der auf dem College von Ohio State die Nr. 7 trug, Quarterback Dwayne Haskins.
Und wird er diese Nummer in der NFL tragen dürfen?
Joe Theisman möchte mit Haskins darüber reden: „Ich bin nicht dagegen,“ sagte Theisman. „Ich sage aber auch nicht schon ja. Ich möchte mich mit dem jungen Mann zusammensetzen und darüber reden. Ich weiß, daß er schon versucht hat, Kontakt mit mir diesbezüglich aufzunehmen. Sobald es die Zeit erlaubt, werde ich nach Washington reisen und mit ihm darüber reden.“
Doch die Teamleitung hat auch etwas dazu zu sagen. Als Safety Landon Collins zu den Redskins kam und die Nr. 21 von Sean Taylor tragen wollte, die vom Team zur Ruhe gesetzt war, kam ein klares Nein.
Nur... Taylor ist ein Sonderfall. Er spielte von 2004 an für die Redskins. 2007 wurde er von Einbrechern in seinem Haus erschossen.

Broncos General Manager John Elway hat einen Plan.
Wer lacht da?
Elway plant, Quarterback Drew Lock langsam an die NFL zu gewöhnen. Der Zweitrundenpick soll hinter Joe Flacco lernen und nicht schon 2019 in die Schlacht geworfen werden.
„Drew kommt ins Team und wird um den Posten des Ersatzmanns kämpfen,“ sagte Elway. „Drew ist offensichtlich sehr talentiert. Er hat einen guten Arm. Aber er muß noch an vielen Dingen arbeiten. Auf dem College stand er nicht oft unter dem Center. So wie wir in der Offense spielen, muß er einiges ändern.“
Elway, der ein Händchen dafür hat, die falschen Quarterbacks ins Team zu holen, mit dieser einen Ausnahme Peyton Manning, hat dieses mal hoffentlich nicht wieder danebengegriffen. Es reicht, daß mit Flacco bereits ein Mißgriff im Kader ist.
Einmal muß er doch mal den richtigen erwischen.

Die Colts verpflichteten Spencer Ware.
Der Running Back unterschrieb einen Einjahresvertrag über $1,305 Millionen, Mit Boni könnte er es auf $2,05 Millionen bringen.
Der 27-Jährige spielte in den letzten vier Jahren für die Chiefs. Die Saison 2017 verpaßte er mit einer Knieverletzung komplett. 2018 lief er bloß 51 mal und kam auf 246 Yards und zwei Touchdowns.

Die Chargers wollen Quarterback Philip Rivers nicht gehen lassen. Doch besondere Eile für einen neuen Vertrag legen sie nicht an den Tag.
Rivers geht in das letzte Jahr seines aktuellen Vertrags. Das ist die Zeit, in der um eine Verlängerung verhandelt werden sollte. Doch laut General Manager Tom Telesco haben die Verhandlungen noch nicht einmal begonnen.
Mit einem Gehalt von $11 Millionen für 2019 ist der 37 Jahre alte Quarterback ein echtes Schnäppchen.
2018 führte er die umgesiedelten Los Angeles Chargers zu 12-4 Siegen. Er kam auf 4.308 Passyards und 32 Touchdowns bei nur 12 Interceptions.
Da werden die Chargers eine Menge mehr für ihn ausgeben müssen, wenn sie ihn über 2019 hinaus behalten wollen.

Gino Marchetti verstarb im Alter von 93 Jahren. Wie die Baltimore Ravens am Dienstag mitteilten, wäre er friedlich eingeschlafen.
Der Defensive End spielte in einer Zeit, in der Sacks noch nicht statistisch erfaßt wurden, ansonsten würde er da einen der vorderen Plätze einnehmen.
1952 kam er zu den Dallas Texans. 1954 ging er zu den Baltimore Colts für die er 13 sehr produktive Saisons spielte. 11 mal wurde er in den Pro Bowl gewählt.
Die Liga wählte ihn das Bestenteam zum 50-Jährigen Liga-Jubiläum.
1972 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen.

Dienstag, 30. April 2019

Kurzberichte
rosen-josh-dolphins„Ich habe keine Angst, Fehler zu machen,“ sagte Cardinals General Manager Steve Keim.
Stimmt, denn aus unerfindlichen Gründen hat Keim den Job noch, trotz etlicher Fehler. Er wurde Mitte 2018 wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet und fünf Wochen suspendiert, er baute 2018 ein löchriges Team mit einem völlig überforderten neuen Head Coach, das mit nur drei Siegen auf Platz eins der Draftteams landete, und trotzdem darf er weiter sein Unwesen in Arizona treiben.
Und 2019 holte er als ersten Spieler Quarterback Kyler Murray ins Team, der von einem neuen Head Coach trainiert wird. Also das selbe Szenario, wie 2018.
Der Quarterback, den die Cardinals letztes Jahr als ersten einberiefen, Josh Rosen (Bild), wurde an die Miami Dolphins abgegeben. Dort wurde er nicht gerade als neuer Heilsbringer empfangen. Er wird mit Ryan Fitzpatrick um den Posten des Starters kämpfen müssen. Und um das fehlende Vertrauen gegen ihn noch deutlicher zu machen, sagte Dolphins General Manager Chris Grier, daß man 2020 ganz bestimmt nach einem Quarterback in der Draft Ausschau halten wird. „Jedes Team in der Liga sucht nach dem Typ, der einen zur Meisterschaft führt,“ meinte Grier. „Auch wir werden weiter nach diesem Typen Ausschau halten.“
Es kann sein, daß der General Manager darauf spekuliert, nächstes Jahr sehr früh einen Collegeabgänger aufnehmen zu können.
Unrealistisch ist das nicht.

Obwohl er eine „Playoff-Allergie“ hat, zogen die Eagles ihre Option auf die fünfte Saison von Quarterback Carson Wentz.
Die Teamleitung gibt die Hoffnung nicht auf, daß Wentz mal eine Saison Zuende spielen kann.
2019 wird der Quarterback noch für magere $8,5 Millionen spielen müssen, 2020 stehen ihm dann $20 Millionen zu.
Wentz ist ein brauchbarer Quarterback. Seit er 2016 nach Philadelphia kam, erzielte er 10.152 Passyards und 70 Touchdowns bei 28 Interceptions. 2017 stand er kurz davor, zum Liga MVP gewählt zu werden, hätte er sich nicht kurz vor Saisonende böse am Knie verletzt. Aber es war dann sein Ersatzmann Nick Foles, der Philadelphia zum Super Bowl Sieg führte und zum Super Bowl MVP gewählt wurde.
Diese Arbeitsteilung wird es nicht mehr geben, denn Foles ist als Starter nach Jacksonville gegangen.
Jetzt kann man in Philadelphia nur die Daumen drücken, daß Wentz verletzungsfrei durch die Saisons kommt.

Die Giants nahmen in Runde sechs der letzten Draft Washburn University Cornerback Corey Ballantine auf.
Am Samstag wurde Ballantine angeschossen und einer seiner College-Mitspieler erschossen.
Die Umstände des Anschlags werden noch untersucht. Ballantines Verletzung ist glücklicherweise nicht lebensgefährlich, und seine NFL Karriere soll nicht gefährdet sein.
Ballantine und sein toter Freund Dwane Simmons sind nicht die ersten Opfer von Schußwaffen in diesem Jahr. Am Samstag wurde John Scott III, ein Defensive Lineman von Texas Tech, angeschossen. Im Februar starb Larry Aaron III, ein Marshall Defensive Lineman, an Schußverletzungen, die er Wochen zuvor während einer Silvesterparty erlitt. Letzten Monat wurde ein William & Mary Spieler in Virginia erschossen. Zwei Texas A&M-Commerce Spieler wurden angeschossen und verletzt als sie auf einer Reise durch Florida waren.

Montag, 29. April 2019

Kurzberichte
janikowski01Sebastian Janikowski hat seine Karriere beendet.
Nach 19 Jahren in der NFL erklärte der 41 Jahre alte in Walbrzych, Polen, geborene Kicker seinen Schritt in den Ruhestand.
2000 wurde er an Stelle 17 von den Raiders einberufen. Nur drei Kicker wurden in der Geschichte der NFL in der ersten Runde der Draft einberufen, Russell Erxleben in 1979 und Charlie Gogolak in 1966 sind die anderen.
18 Jahre blieb Janikowski bei den Raiders. Erst letztes Jahr wechselte er zu den Seahawks.
Mit 58 erfolgreichen Field Goals aus über 50 Yards hält er den NFL Rekord. Den Rekord mit zwei Field Goals aus über 60 Yards teilt er sich mit Greg Zuerlein von den Rams.
Insgesamt erzielte Janikowski 1.913 Punkte in seiner Karriere. Damit liegt er auf Platz 10 der ewigen Bestenliste.
Obwohl er zu den erfolgreichsten Kickern gehört, wurde er nur einmal in den Pro Bowl gewählt.
Eine Sportagentur hat ausgerechnet, daß er es in seiner Zeit in der NFL $53 Millionen verdient hat, so viel wie kein anderer Kicker in der Liga.

Nach der Draft ist vor der Free Agent Verpflichtung.
Quarterback Tyree Jackson aus Buffalo wurde von keinem Team einberufen. Doch sofort nach der Draft fand sich ein Team, das ihn verpflichtete. Und Jackson muß noch nicht mal umziehen, denn es waren die Bills, die ihn aufnahmen.
Jackson soll einen starken Arm haben und sehr athletisch sein.
Ob er es in den Saisonkader schafft, das wird man sehen. Vorerst ist er für $75.000 im Trainingsteam.

Auf dem rechten Auge blind ist University of Charleston Defensive End Kahzin Daniels.
Das hielt ihn nicht davon ab, in seinen vier Jahren auf dem College sagenhafte 34,5 Sacks zu erzielen. Damit machte er natürlich auf sich aufmerksam.
Die Tampa Bay Buccaneers nahmen ihn als Free Agent, also nicht über die Draft, auf.
Wäre es nicht so gemein, würde ich sagen, „bei den Buccaneers ist Daniels der Einäugige unter den Blinden.“
Daniels ist nicht von Geburt an auf einem Auge blind. Es passierte im Alter von fünf Jahren, als er bei einer Fahrt mit dem Roller an ein Stange prallte.
Daß man es auch dann in der NFL schaffen kann, wenn man auf einem Auge blind ist, das hat Wesley Walker bewiesen.
Er spielte sogar auf der Position des Wide Receivers. Er kam zweimal in den Pro Bowl und war mit 8.306 Passyards der zweitbeste Receiver der Jets aller Zeiten, als er 1989 seine Karriere beendete.

Sonntag, 28. April 2019

Die Draft 2019 - Runde 4 - 7
Draft-endeIn diesen späten Runden findet man nicht mehr sehr viele relevante Spieler, außer Mr. Irrelevant.
Einige Teams versuchen noch Collegeabgänger zu finden, die sich als Ersatzspieler einsetzen lassen. So wie die Bengals. Die sahen in der vierten Runde noch einen Quarterback, den sie gerne gehabt hätten. Um an ihn heranzukommen, mußten sie den Platz mit den 49ers tauschen. Sie opferten ihre Draftpicks 110, 183 und 196 um an 104. Stelle North Carolina State Quarterback Ryan Finley einzuberufen.
Er warf in seiner Collegezeit Pässe für 11.151 Yards und 63 Touchdowns bei 30 Interceptions.

Auch die Eagles griffen sich spät einen Quarterback, Clayton Thorson von Northwestern.
Seine Bilanz: 10.731 Passyards, 61 Touchdowns, 45 Interceptions.
Klar bleibt Carson Wentz die Nr. 1. Nate Sudfeld ist die Nr. 2 und dahinter dann Thorson oder Luis Perez. Der ist bereits bei den Eagles unter Vertrag, muß sich aber Platz drei gegen Thorson erkämpfen. Bedenkt man, daß Wentz Probleme hat, eine Saison gesund durchzuhalten, ist es nicht schlecht, mit drei Quarterbacks in die Saison zu gehen.

Und zuletzt halt noch Draftpick 254, Mr. Irrelevant. Der letzte Collegeabgänger, der ein Team fand war UCLA Tight End Caleb Wilson. Er wurde von den Cardinals einberufen.
Wilson fing 60 Pässe für 965 Yards. Das sind sehr gute 16,1 Yards pro Catch.
Und damit schloß sich der Kreis, denn Arizona hatte nicht nur die letzte Wahl, sondern am Donnerstag auch die erste.

Experten und Analysten vergaben den 32 Teams Noten für ihr Wirken in der Draft.
Viele Teams bekamen die Note A. Nur wenige Teams bekamen ein B oder C, so wie die Texans, die ein dickes C bekamen. Auch die Buccaneers bekamen diese schlechte Note.
Die Chiefs, Chargers, Redskins, Lions, Falcons, Saints, Rams, wurden mit B bewertet
Auch die Raiders, die mit den Draft-Frischlingen Mike Mayock und Jon Gruden in die Schlacht zogen, haben sich nicht wirklich gut angestellt. Ihre Aktivitäten wurden mit B+ bewertet.
Alle anderen scheinen also gut gearbeitet zu haben.

Alle Spieler, alle Runden gibt es HIER...

Samstag, 27. April 2019

Die Draft 2019 - Runde 2 und 3
hill-tyreek2Die Chiefs holten sich in Runde zwei einen Wide Receiver, Mecole Hardman aus Georgia. Sie tauschten sich nach oben und gaben ihre Draftpicks Nr. 61 und 167 an die Rams ab, um an Hardman zu kommen.
Ein Zug, aus der Not geboren. Nachdem eine Tonaufnahme auftauchte, auf der vermutlich Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill (Bild) der Kindesmißhandlung bezichtigt wird, nahm Staatsanwalt Stephen Howe den Fall wieder auf. Erst zwei Tage zuvor hatte Howe den Fall zunächst geschlossen, da nicht genügend Beweise gegen Hill vorlagen. Das hat sich jetzt geändert.
Sollte Hill, der der viertbeste Wide Receiver in der Saison 2018 war, angeklagt und verurteilt werden, dann wird er lange Zeit nicht spielen dürfen.
Die Chiefs sagten, daß sie sehr verstört und zutiefst beunruhigt waren, als sie die Aufnahme hörten. Sie schlossen den Wide Receiver vorläufig von allen Teamaktivitäten aus.
Wenn es sich als Wahr herausstellt, daß er seinem dreijährigen Sohn tatsächlich einen Arm brach, wird es selbst für diesen Ausnahme-Receiver schwer, wieder in der NFL Fuß zu fassen.
Mit gewalttätigen Spielern kennen die Chiefs sich aus. Erst im November feuerten sie Pro Bowl Running Back Kareem Hunt, nachdem der eine am Boden liegende Frau getreten hatte.

Missouri Quarterback Drew Lock wollte lieber als 32. Spieler zu einem guten Team, als als Nr. 1 zu einem schlechten.
Hat beides nicht geklappt. Obwohl er sich als Quarterback sah, der in Runde eins ein Team findet, fiel er in die zweite Runde zurück. Und da landete er an Stelle 42 bei einem schlechten Team, den Denver Broncos.
Obwohl die Broncos nichts dringender brauchen, als einen brauchbaren Quarterback, warteten sie bis zur zweiten Runde, um einen einzuberufen. In Runde eins entschieden sie sich für einen Tight End.
Lock spielte vier Jahre für Missouri. Er kam auf 12.193 Yards und 99 Touchdowns bei 39 Interceptions.
Bei der „Qualität“ von Joe Flacco, und dessen Verletzungsanfälligkeit, könnte Lock recht bald in die Schlacht geworfen werden.

Als die Cardinals Kyler Murray an Nr. 1 einberiefen, war klar, daß sie Josh Rosen abgegeben würde. Und die Dolphins griffen zu. Sie gaben Arizona ihren Draftpick an 62. Stelle für den Quarterback, sowie ihren Draftpick in Runde fünf 2020.
Rosen spielte letztes Jahr in 13 Spielen für die Cardinals und kam auf 2.278 Yards und 11 Touchdowns bei 14 Interceptions.

Man möchte heute nicht Dave Gettleman sein und New Yorker Zeitungen aufschlagen.
Der General Manager der Giants wird von der Presse zerrissen. Niemand, aber auch wirklich niemand im Big Apple scheint zufrieden zu sein, daß Gettleman Duke Quarterback Daniel Jones an sechster Stelle einberief.
Auch die Beteuerung des General Managers, daß Jones ja einige Zeit, vielleicht sogar einige Jahre, hinter Eli Manning lernen und reifen soll, konnte die Wogen nicht glätten.
Die Zeitungen fielen über Gettleman her, und die Fans lagen zerstört am Boden.
„Was soll`s?,“ fragte Gettleman zurück. „“Wir haben einen Quarterback einberufen, von dem wir glauben, daß er der Mann für die Zukunft ist. Das ist sowohl die lange, wie auch die kurze Version der Geschichte.“

Doug Baldwin denkt daran aufzuhören.
Der Wide Receiver der Seahawks hat eine Leistenoperation hinter sich, und fällt vermutlich zwei Monate aus.
Vorsichtshalber nahmen die Seahawks in Runde zwei einen Wide Receiver auf, D.K. Metcalf.
Eigentlich ging man davon aus, daß Metcalf schon in Runde eins ein Team finden würde. Doch er fiel bis auf den letzten Platz in der zweiten Runde zurück.

Freitag, 26. April 2019

Die Draft 2019 - Runde 1
murray-kyler-nr1„Ich gehe lieber an 32. Stelle zu einem guten Team, als an Erster zu einem schlechten Team,“ meinte Missouri Quarterback Drew Lock.
Lock hätte nichts dagegen, als Ersatzmann hinter einem guten Quarterback zu lernen. Nun, das kann er, denn Lock wurde in Runde eins von keinem Team einberufen.
Ob Kyler Murray (Bild) auch so gedacht haben mag?
Jedenfalls gab es keine Überraschung, als NFL Commissioner Roger Goodell den Quarterback als erste Wahl der Arizona Cardinals aufrief.
Der in das zarteste Rosa gekleidete Murray trug eine Hose, deren Schritt so tief unten hing, daß man befürchten mußte, Murray könnte darüber stolpern.
Doch er schaffte es auf die Bühne und nahm das Trikot mit der Nr. 1 von Goodell entgegen.
Bei den Cardinals muß Murray, der die Heisman Trophäe gewann, an seinen Pocket-Fähigkeiten arbeiten. Auf dem College spielte er in einem völlig anderen System, als es in der NFL gespielt wird. Doch er kann akkurate Pässe werfen und ist ein guter Läufer.
Die Cardinals hoffen wohl, daß sie einen zweiten Russell Wilson einberufen haben.
Murray schrieb amerikanische Sportgeschichte. Er ist der erste Sportler, der in der ersten Runde sowohl in der Baseballliga einberufen wurde, als auch in der NFL.

An 2. Stelle nahmen die 49ers Nick Bosa auf. Der Defensive End von Ohio State hatte ja letzte Woche noch schnell versucht, alle negativen Einträge, die er über Ex-49ers Quarterback Colin Kaepernick getwittert hatte zu löschen. Er hatte es schon im Gefühl, daß er in San Francisco landen würde.
Bosa wird wohl sofort einen Posten als Starter bekommen. Seine Fähigkeiten sollen kein bißchen hinter denen seines älteren Bruders Joey zurückstehen, der für die Chargers spielt.

Die Jets entschieden sich auf Platz drei für Quinnen Williams.
Der Defensive Tackle landete bei den New Yorkern, die allerdings gar nicht vorhatten, selber an dritter Stelle einen Spieler einzuberufen. Sie hatten gehofft, einen guten Tauschhandel machen zu können.
Aber Williams ist eine gute Verstärkung für die D-Line der Jets, und auch er wird als sofortiger Starter gehandelt.

Der zweite Quarterback in der ersten Runde ging an Stelle sechs zu den Giants. Sie entschieden sich für Duke Quarterback Daniel Jones. Er soll dann wohl in nicht allzuferner Zukunft Eli Manning ersetzen.
Die Giants setzen da vielleicht auf die Verbindung von Jones zu den Mannings.
Jones spielt für Coach David Cutcliffe. Der arbeitete schon mit Eli Manning bei Ole Miss und Peyton Manning in Tennessee zusammen.

Erst an 15. Stelle wurde der dritte Quarterback einberufen.
Die Redskins entschieden sich für Ohio State Quarterback Dwayne Haskins.
Ob Alex Smith jemals wieder spielen kann, ist fraglich. Case Keenum und Colt McCoy sind gute Ersatzleute, aber auch nicht mehr. Trotzdem wird Haskins wohl nicht sofort als Starter in die Saison gehen.

Ein Wagnis gingen die Tennessee Titans ein. Sie entschieden sich auf Platz 19 für Jeffery Simmons.
Der Defensive Tackle kuriert noch einen Kreuzbandriss aus. Zudem existiert ein Video aus dem Jahr 2016 von ihm, auf dem zu sehen ist, daß er eine Frau schlägt.
Das könnte noch eine Rolle spielen.

Kurzberichte
Die Chiefs sind sehr vorsichtig mit ihren Aussagen, wenn es um Tyreek Hill geht.
Der Wide Receiver wurde nur deshalb nicht wegen Kindesmißhandlung angeklagt, weil dem Staatsanwalt die Beweislage zu dürftig war.
Am Donnerstag strahlte der örtliche Sender in Kansas City, KCTV5, eine Tonaufnahme aus, auf der eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einer Frau zu hören ist.
In einem Streit zwischen den beiden in einem Auto, wird der Mann von der Frau damit konfrontiert, daß er seinem drei Jahre alten Sohn einen Arm gebrochen hat.
Des Weiteren ist zu hören, daß die Frau sagt, daß sie vor der Polizei für den Mann gelogen hat.
Der Sender behauptet, daß auf der Tonaufnahme Hill und seine Verlobte Crystal Espinal zu hören sind. Ob es wirklich diese beiden sind, das wird noch untersucht.
KCTV5 hat die Aufnahme an den Staatsanwalt Stephen Howe geschickt, der den Fall bearbeitet.
Chiefs General Manager Brett Veach sagte, daß das Team noch weitere Informationen sammelt, bevor man sich dazu äußert.
Hill landete 2018 auf Platz vier der Wide Receiver. Er fing 87 Pässe für 1.479 Yards und 12 Touchdowns.

Das Cover für Madden 20 steht fest. Es zeigt Chiefs Quarterback Patrick Mahomes.
Er ist der erste Spieler der Chiefs, der auf dem Cover des beliebten Videospiels abgebildet wird.

Die Jaguars zogen ihre Option auf die fünfte Saison von Jalen Ramsey.
Der Cornerback wurde letzte Woche noch von Teamleiter Tom Coughlin kritisiert, weil er nicht zum freiwilligen Training erschien.
Ramsey startete seit 2016 in 48 Spielen. Er erzielte 193 Tackles, neun Interceptions und wehrte 44 Pässe ab.
Er wurde zweimal in Folge in den Pro Bowl gewählt.

Donnerstag, 25. April 2019

Kurzberichte
johnson-chrisChris Johnson (Bild) kam 2008 zu den Titans. In seinem zweiten Jahr kam der Running Back auf 2.006 Laufyards. Das brachte ihm den Spitznamen CJ2K ein. Nur sieben NFL Running Backs haben jemals die Zweitausenderbarriere durchbrochen.
Danach wollte Johnson einen Megavertrag. Den bekam er auch. Und als hätte das viele Geld an seinen Füßen ihn behindert, ging seine Leistung schlagartig in den Keller.
2014 wechselte er zu den Jets und kam nur noch auf 663 Yards.
2015 versuchte er es in Arizona, doch ein Schienbeinbruch in Woche 12 beendete seine Saison vorzeitig. Bis dahin hatte er es aber immerhin auf 814 Yards gebracht.
Er blieb noch zwei Jahre in Arizona, brachte es aber verletzungsbedingt nur auf acht Spiele. 2018 war er bei keinem Team unter Vertrag.
Gestern unterschrieb er einen Eintagesvertrag bei den Titans, um als Titan in den Ruhestand zu treten. Er glaubt zwar, daß er immer noch spielen könnte, doch die Teams sehen das anders, denn Anfragen hat er keine bekommen.

Big Ben bleibt weiter in Pittsburgh.
Quarterback Ben Roethlisberger hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben, der ihm $68 Millionen einbringt.
Damit bleibt Roethlisberger bis nach der Saison 2021 bei den Steelers.
Mit dem neuen Vertrag liegt Big Ben auf Platz 13 der NFL Quarterbacks Gehaltsliste.

Die NFL hat einen neuen bestbezahlten Kicker aller Zeiten.
Die Ravens konnten Justin Tucker mit einem neuen Vierjahresvertrag an sich binden, der ihm $23,05 Millionen einbringt. $12 Millionen davon sind garantiert.
Tucker bleibt bis nach der Saison 2023 in Baltimore.
In seinen sieben Jahren in der NFL, die er alle für die Ravens kickte, verwandelte er 90,1% seiner Field Goal Versuche. Das ist die höchste Rate in der Geschichte der NFL.
Bei den Extrapunkten sieht es noch besser aus. Da verwandelte er 242 von 243 Versuchen.

Tom Coughlin hat zwei seiner Spieler öffentlich kritisiert, weil sie nicht zum freiwilligen Training erschienen.
Die NFLPA hat daraufhin den Präsidenten des Spielerpersonals der Jacksonville Jaguars darauf hingewiesen, was das Wörtchen „freiwillig“ bedeutet.
Gestern hat auch die Liga Coughlin für seine Kritik kritisiert. Sie verwarnte Coughlin schriftlich und wies ihn auch auf die Bedeutung des Wortes „freiwillig“ hin.
Zur Zeit laufen ja bereits zarte Vorgespräche über den anstehenden neuen Tarifvertrag. Sollten die Teambesitzer und die anderen Verantwortlichen der Teams das Wort „Freiwillig“ streichen wollen, dann haben sie dazu ja jetzt die Gelegenheit.

Kelly Stafford, die Frau des Lions Quarterbacks Matthew Stafford, mußte wieder ins Krankenhaus.
Letzte Woche wurde sie an einem Hirntumor operiert. Am Sonntag wurde sie bereits aus dem Krankenhaus entlassen.
Doch sie litt an unerträglichen Schmerzen und ging am Mittwoch wieder in die Klinik. Sie hoffte, daß sie nur eine Nacht zur Schmerzbehandlung dort bleiben muß.

Tyreek Hill ist vom Haken.
Gegen den Wide Receiver der Chiefs wurde wegen Kindesmißhandlung ermittelt. Der Staatsanwalt Stephen Howe hat bekanntgegeben, daß er keine Klage gegen Hill erheben wird. Diese Entscheidung würde ihm Bauchschmerzen bereiten sagte Howe, aber die Beweislage wäre zu dünn. Das Kind wäre mißhandelt worden, räumte Howe ein, und er mache sich Sorgen um das weitere Wohlbefinden des Kindes, aber für ein Anklage gegen Hill würden die Beweise nicht ausreichen. Wer das Kind mißhandelt hätte, das könnte nicht endgültig belegt werden.
Auf die Frage, ob er frustriert wäre, daß er keine Klage erheben könne, antwortete Howe: „Oh, absolut!“ Er fügte noch hinzu, daß es sehr Unwahrscheinlich wäre, daß sein Büro jemals Details der Ermittlungen an die Chiefs oder die NFL weitergeben würde.
Hill und seiner Verlobten Crystal Espinal, der Mutter des dreijährigen Sohnes, wurde das Sorgerecht für das Kind entzogen.

Draft 2019
Heute haben Nachtschwärmer wieder etwas zum Ansehen. Die Draft ist von der Hinterzimmerveranstaltung zur Primetime TV Show gewachsen.
1936 wurde die erste dieser „Einberufungsveranstaltungen“ abgehalten. Es gab keine Konzerte, kein Feuerwerk, keine Scouts, die die Collegeabgänger für die Teams beobachteten, keine Fans, die in der Halle ihre Beifalls- oder Mißfallensäußerungen lauthals hörbar machten. Es gab ja auch keine Halle, in der man die Draft abhielt.
Die erste Draft ging über neun Runden.
Und die Anzahl der Runden wuchs. 1945 gab es 32 Runden. 1960 waren es noch 20. Lange Zeit waren es 17 Runden, die absolviert werden mußten. Dann ging es runter auf 12 Runden.
Seit 1994 wurde die Anzahl der Einberufungsrunden auf sieben festgelegt. Nach und nach wuchs das Interesse an der Draft, in der immerhin sehr wichtige Entscheidungen getroffen werden, die über die Zukunft eines Teams entscheiden.
1980 fragte Chet Simmons, der Chef des Senders ESPN, den damaligen Chef der NFL, Pete Rozelle, ob der Sender die Draft im Fernsehen übertragen dürfte. Rozelle konnte sich nicht vorstellen, warum Simmons das wollte, aber er gab sein OK.
Bis 1988 wurde die Draft mitten in der Woche abgehalten. Als die NFL 88 die Draft auf das Wochenende verlegte, schossen die Einschaltquoten für ESPN in die Höhe. Es war der Startschuß für den Draft-Hype, den es heute gibt.
2010 wurde die heutige Vorgehensweise festgelegt, bei der Runde eins am Donnerstag, die Runden zwei und drei am Freitag und der Rest dann Samstags abgehalten werden. Alles Live und in Farbe im TV.
Von 1936 bis 64 wurde die Draft in abwechselnden Städten abgehalten, in denen es NFL Teams gab.
Von 1965 an fand die Draft in New York statt. Seit 2015 findet sie wieder in abwechselnden Städten statt, dieses Jahr in Nashville, Tennessee.
Mittlerweile sind es drei Sender, die die Veranstaltung in den USA Live übertragen, ESPN, NFLN und FOX.
Und wer Lust hat, der kann heute Nacht auch hier live dabei sein.

Mittwoch, 24. April 2019

Kurzberichte
goff-jared2Das ist jetzt nun wirklich keine Überraschung.
Die Rams zogen ihre Option auf eine fünfte Saison von Quarterback Jared Goff (Bild).
Goff kam als Nr. 1 der Draft 2016 nach Los Angeles. Wie alle Rookies aus der ersten Runde bekam er einen Vierjahresvertrag, und das Team die Option auf eine fünfte Saison.
Anders als Spieler, die in späteren Runden ihr Team finden, und bereits nach vier Saisons einen neuen Megavertrag abschließen dürfen, müssen Spieler aus der ersten Runde ein Jahr länger warten.
Goff ist also gezwungenermaßen bis nach der Saison 2020 an die Rams gebunden, ohne Chance, bereit in seinem fünften Jahr der neue bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten werden zu können.
In seiner Zeit bisher bei den Rams erzielte der Quarterback 9.581 Passyards. Seine Touchdown/Interception Bilanz steht bei 65-26.
LAR hat 2020 noch Geld unter der Gehaltsobergrenze, um mit einigen nennenswerten Spielern zu verhandeln, deren Verträge auslaufen, bevor Goff dann 2021 einen Großteil des Geldes unter der Gehaltsobergrenze auf das Konto geschaufelt bekommt, und andere gute Spieler nicht mehr gehalten werden können.

Nach 11 Jahren hat Jonathan Stewart genug. Der Running Back der Panthers beendet seine Karriere.
Stewart war bereits ohne Vertrag bei einem Team. Am Dienstag unterschrieb er einen Eintagesvertrag, um als Panther in den Ruhestand zu treten. Für sie spielte er 10 Jahre.
2018 spielte er eine vergessenswerte Saison für die Giants. Er lief sechsmal mit dem Ball und kam auf 17 Yards bevor er auf der Verletztenliste gesetzt wurde.
In Carolina ist er der führende Läufer mit 7.318 Yards und 51 Touchdowns.

General Manager müssen lernen, lernen, lernen. Und genau das macht Mike Mayock.
Der neue General Manager der Raiders hat als Draft-Analyst 15 Jahre lang den vollen Durchblick beim NFL eigenen Sender NFLN bewiesen. Doch grau ist alle Theorie.
Zur Zeit hält Mayock Draft-Übungen ab, damit er am Donnerstag nicht vollends von der Praxis überrascht wird. Er trainiert, schnelle Entscheidungen unter Druck zu treffen, gerade so, wie er es am Donnerstag machen muß. Head Coach Jon Gruden übt fleißig mit.
Die beiden hatten ja alle Scouts gefeuert, und viel Hilfe haben sie an den Drafttagen nicht mehr. So saßen also Mayock und Gruden in  einem Raum, und in einem anderen Zimmer saßen einige der Assistenztrainer und agierten so, als wären sie General Manager konkurrierender Teams.

Robbie Gould will weg von dem Team mit den Goldhelmen.
Der Kicker teilte der Teamleitung der 49ers mit, daß er keine Absicht hat über einen Vertrag zu verhandeln.
Gould kam mit seiner Entscheidung heraus, einen Tag nachdem General Manager John Lynch seine Hoffnung geäußert hat, ihn halten zu können.
Gould kam 2017 zu den 49ers und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Der lief nach der Saison 2018 aus, und Gould bekam das Franchise-Etikett angeheftet.  Doch der 36 Jahre alte Kicker will unter keinen Umständen mehr für San Francisco spielen, weder als Franchisespieler, noch mit einem neuen langfristigen Vertrag. Der könnte ja bis zum 15. Juli noch ausgehandelt werden.
Die Niners sollten sich unter diesen Umständen nach einem anderen Kicker umsehen.
Gould ist seit 2005 in der NFL. Er war zunächst für die Patriots und Ravens im Trainingsteam. Bei den Bears war er dann von 2005 bis 2015 aktiv. Es folgten die Giants und 49ers.
Bei der Draft wartet auf jeden Fall ein guter Spieler auf General Manager Lynch. Die Cardinals wissen zwar (offiziell) immer noch nicht, wen sie einberufen sollen, aber für die 49ers werden auf jeden Fall Pass Rusher Nick Bosa oder Defensive Tackle Quinnen Williams zum haben sein. Es könnte auch noch Quarterback Kyler Murray im Wartezimmer hinter der Bühne sitzen und auf seinen Aufruf warten.
Wie auch immer, die Niners werden einen hervorragenden Spieler an Nummer zwei aufnehmen können. Ein Kicker wird das aber eher nicht sein.

Josh Gordon bleibt bei den Patriots.
Der Wide Receiver ist zur Zeit mal wieder suspendiert, aber wenn er wieder spielen darf, dann möchten die Patriots, daß er das für sie macht.

Mehr Geld oder Wechsel, heißt es für Chris Harris.
Der Cornerback der Broncos möchte einen Vertrag über mindestens $15 Millionen. Wenn er den nicht bekommt, möchte er weg.
Harris orientiert sich bei seinem Wunschgehalt an Redskins Cornerback Josh Norman, der auf der Position der Spitzenverdiener ist.
General Manager John Elway möchte noch mit Harris reden, aber erst nach der Draft.

Ein Reporter fragte Giants General Manager Dave Gettleman, ob es immer noch eine negative Stimmung in der Kabine gäbe. „Nicht mehr,“ antwortete Gettleman.
Ex- Giants und Neu-Browns Wide Receiver Odell Beckham jr. bezog diese Antwort auf sich. Und also legte er auf Twitter los: „Ich bin ein Siegertyp. Ich akzeptiere Niederlagen nicht und Entschuldigungen für diese zu finden. Also bin ich, der das anspricht, um etwas zum Besseren zu wenden, schlecht für die Stimmung?“
Und dann ging er dazu über, seine neuen Heimat Cleveland zu loben: „Ich war noch nirgendwo so glücklich in meinem Leben. Meine Seele, mein Geist befinden sich in einem Allzeithoch.“

Die Seahawks gaben Frank Clark an die Chiefs ab.
Für den Pro Bowl Defensive End bekamen sie den Draftpick der Chiefs an 29. Stelle 2019, einen Tausch der Draftpicks in Runde drei und eine Wahlmöglichkeit in Runde zwei 2020.
In Kansas City unterschrieb Clark einen Fünfjahresvertrag über $105,5 Millionen. Diese Summe bekam auch Cowboys Defensive End DeMarcus Lawrence letzte Woche. Doch mit der Garantiesumme von $63,5 Millionen bekam der $1,5 Millionen mehr als Clark.
Seattle mußte sich notgedrungen von Clark trennen, denn nachdem sie Quarterback Russell Wilson zum bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten gemacht hatten, war nicht mehr genug Geld unter der Gehaltsobergrenze übrig um den Defensive End zu halten.

Dienstag, 23. April 2019

Kurzberichte
Draft_rgbDie Uhr tickt. In der Nacht zu Freitag heißt es: „Die Arizona Cardinals nehmen mit der ersten Wahl in der Draft...“ na, ja... wen auch immer auf. Wenn sie ihren ersten Platz nicht wegtauschen.
Eigentlich glaubt man ja zu wissen, daß sie Quarterback Kyler Murray einberufen. Sollte es nicht so kommen, würde das fast schon als Sensation gelten.
Planen auch die Raiders eine Sensation?
Sie sind an vierter Stelle dran. Haben sie all ihre Scouts gefeuert, weil sie eine Überraschungsbombe platzen lassen wollen, und nicht wollen, daß im Vorfeld schon etwas davon durchsickert?
Dreimal dürfen die Raiders in der ersten Runde einen Spieler einberufen. Das verdanken sie der Tatsache, daß sie Khalil Mack an die Bears und Amari Cooper an die Cowboys abgegeben haben. Im Tausch bekamen sie einige Draftpicks dieser beiden Teams. Chicago und Dallas haben dadurch keine Wahlmöglichkeit in Runde eins. Die Bears dürfen auch in Runde zwei keinen Spieler einberufen.
Jetzt wird gerätselt, was die Raiders bewogen hat, alle Mitwisser zu entfernen?
An vierter Stelle werden noch viele gute Spieler zu haben sein, egal ob Offense oder Defense.

Die Experten sehen zwei Teams, die unbedingt einen neuen Quarterback benötigen, die Redskins und die Dolphins.
Schlecht ist, daß Miami erst an 13 Stelle eine Spieler einberufen kann, Washington an 15.
Auch wenn sonst kein Team so dringend einen guten, neuen Passer braucht, wie die beiden, ist es fraglich, ob Teamretter so tief unten noch zu haben sein werden?
Auf Platz sechs sind die Giants dran, und sie liebäugeln mit einem Nachfolger für Eli Manning.
Die Broncos auf Platz 10 gehen mit Joe Flacco in die Saison. Daß das schiefgehen wird, kann man voraussagen. Also werden auch sie nach einem Ballwerfer Ausschau halten.
Es ist also wieder mal spannend um die wichtigste Position im Sport.

Grady Jarrett hat seinen Franchise-Vertrag unterschrieben.
Der Defensive Tackle der Falcons und Atlanta können sich noch bis zum 15. Juli auf einen langfristigen Vertrag einigen. Werden sie sich nicht einig, spielt Jarrett 2019 für $15,209 Millionen.

Die Bills gaben Running Back T.J. Yeldon einen Zweijahresvertrag. Über die Finanzen liegt noch nichts vor.
Yeldon ist ein guter Receiver. In seinen vier Jahren in Jacksonville fing er 171 Pässe für 1.302 Yards.

Montag, 22. April 2019

Kurzberichte
goff-jared12Die Vertragsverlängerung wäre „überhaupt nicht in seinen Gedanken“, sagte Rams Quarterback Jared Goff (Bild).
Er geht in das letzte Jahr seines Rookievertrags. Doch würde er keinen Gedanken daran verschwenden, der nächste bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten zu werden. Daß er einen Megavertrag bekommen wird, das steht fest.
„Ich denke überhaupt nicht daran,“ sagte Goff. „Dafür habe ich einen Agenten. Wenn ich weiter gut spiele, wird sich das wie von selbst lösen.“
In den nächsten Jahren wird es nur kurze Perioden für den bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten geben. Dak Prescott (Cowboys), Carson Wentz (Eagles) und vor Allem Patrick Mahomes (Chiefs), stehen kurz davor für kurze Zeit der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten zu werden.
Die Rams haben 23 Monate Zeit, um einen Vertrag mit Goff auszuhandeln. Er ist im letzten Jahr seines Rookievertrag. Da er in der ersten Runde der Draft einberufen wurde, hat das Team die Möglichkeit, die Option auf ein fünftes Jahr zu ziehen. Das würde ihm 2020 automatisch $20 Millionen einbringen. Eine nette Erhöhung zu den $4,3 Millionen, die er 2019 bekommt.
Für die Erstrundenspieler, deren Option für das fünfte Jahr gezogen werden kann, ist der 3. Mai der Stichtag.
Die Rams können nur hoffen, daß die Gehaltsobergrenze in den nächsten Jahren kräftig nach oben geht. Mit Defensive End Aaron Donald (sechs Jahre, $135 Millionen), Wide Receiver Brandin Cooks (fünf Jahre, $81 Millionen) und Running Back Todd Gurley (vier Jahre, $60 Millionen) müssen sie schon einiges an Gehältern zahlen.

Donovan McNabb war mal Quarterback bei den Eagles. Und er hat einen Rat für sein altes Team: „Holt Euch einen guten Quarterback“.
Zwar haben sie mit Carson Wentz einen Quarterback, der recht gut spielt, der aber zu selten spielt. Zwei Jahre hintereinander schied er kurz vor den Playoffs mit Verletzungen aus. Nick Foles ersetzte ihn sehr gut und wurde sogar zum Super Bowl Sieger und MVP.
So einen Ersatz- Quarterback sollten die Eagles sich jetzt einberufen, da Foles als Starter zu den Jaguars gewechselt ist.
„Wentz hat mich nicht überzeugt,“ kritisierte McNabb. „Daß Nick Foles als Ersatzmann auf den Platz kam und sehr gut spielte, zeigt, daß fast jeder Quarterback in dieser Offense hätte erfolgreich sein können.
Wentz war verletzt, OK. Doch er muß zurück zu der Form, die er in seinem ersten Jahr zeigte. Da stand er kurz davor zum Liga MVP gewählt zu werden. Dahin muß er zurück“
Nach der Saison 2017 kurierte Wentz eine böse Knieverletzung aus. Nach der Saison 2018 kuriert er immer noch eine Rückenverletzung aus. 2018 konnte er erst in Woche drei wieder eingesetzt werden. Wann er 2019 wieder voll einsatzbereit sein wird, das steht noch nicht fest. Vielleicht müssen die Eagles wieder ohne ihren designierten Starter in die Saison starten. Und genau deshalb sollten sie einen guten Ersatzmann für Wentz beschaffen, meint McNabb. Die nächsten Quarterbacks hinter Wentz sind Nate Sudfeld und Luis Perez. Keiner von ihnen kommt nur annähernd an Nick Foles` Qualitäten heran.

49ers Left Tackle Joe Staley spielte sechs mal im Pro Bowl. Er geht in das letzte Jahr seines laufenden Vertrags, und bisher hat das Team mit ihm nicht über ein Verlängerung gesprochen.
Mit $8,75 Millionen ist er zur Zeit der 16. bestbezahlte Left Tackle der Liga. Einige jüngere Spieler sind mit ihren Gehältern mittlerweile an dem 34-Jährigen vorbeigezogen, so wie Nate Solder, Trent Brown und Donovan Smith, die es zusammen auf Null Pro Bowls bringen.
Doch Staley ist zuversichtlich, daß er sich mit den Niners einigen könnte, wenn es denn zu Vertragsverhandlungen kommen würde. Zum freiwilligen Training jedenfalls ist er erschienen.

Kelly Stafford, die Frau von Lions Quarterback Matthew Stafford, wurde letzte Woche erfolgreich an ihrem Gehirntumor operiert.
Angesetzt waren sechs Stunden für die OP, gedauert hat sie knapp 12 Stunden.
Jetzt, so Kelly Stafford, müsse sie das „neue Normale“ lernen. Am Sonntag wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen.
Die Lions geben ihrem Quarterback alle Zeit, die er braucht, um sich um seine Frau zu kümmern.

Samstag, 20. April 2019

Kurzberichte
miller-von620 Sacks sind das Ziel von Von Miller in der kommenden Saison.
Der Linebacker der Broncos möchte den Allzeitrekord von Bruce Smith knacken. Der kam in seiner Karriere auf 200 Sacks.
Miller hat es in seinen bisherigen acht Saisons auf 98 Sacks gebracht.
Acht Jahre, da könnte es sein, daß langsam das Alter seinen Tribut fordert. Da muß Miller loslegen, wenn er die fehlenden 103 noch zusammenbekommen will. 12,5 Sacks erzielt er im Schnitt pro Saison.
Smith spielte 20 Jahre. Das wären noch 12 für Von Miller. Wenn er seinen Schnitt beibehalten könnte, dürfte er den Rekord jedoch schon in seiner 17. Saison brechen.

Dalvin Cook ist ein sehr guter Running Back, der auch als Receiver seine Qualitäten hat. ABER... er spielt zu selten.
Die Vikings beriefen Cook 2017 ein und er zog sich in seiner Rookiesaison eine schlimme Knieverletzung zu. 2018 war es eine Oberschenkelverletzung, die ihn am Einsatz hinderte. Er kam aber in 11 Spielen noch auf 615 Laufyards und 305 Passyards.
2019 hoffen die Vikings, daß Cook mal 16 Spiele absolvieren kann. Schon alleine um den ziemlich überforderten Quarterback Kirk Cousins zu entlasten, wäre ein gutes Laufspiel wichtig für Minnesota, besonders, da Latavius Murray zu den Saints gewechselt ist.
Cook sagte, daß sein Selbstvertrauen durch die Decke geht. Er glaubt fest daran, daß er eine gute Saison 2019 spielen wird.
Brauchen würden die Vikings es.

Jalen Ramsey ist einer der Spieler, die nicht zum freiwilligen Training der Jaguars erschien. Deshalb wurde er von General Manager Tom Coughlin harsch kritisiert.
Daraufhin wurde Tom Coughlin von der Spielergewerkschaft harsch kritisiert.
Auch Cornerback Ramsey war nicht erfreut über die Kritik an ihm und seinem Teamkollegen Linebacker Telvin Smith.
„Ich werde dann voll einsatzbereit sein, wenn es darauf ankommt,“ meinte Ramsey dazu. „Ich verbringe Zeit mit meiner Familie und trainiere in meiner Heimatstadt Nashville. Es heißt ja nicht umsonst `freiwillige` Trainingseinheit.“

Raiders General Manager Mike Mayock und Head Coach Jon Gruden schickten ihre Scouts nach Hause. Sie haben kein Vertrauen in die Leute, die die Collegeanwärter beobachten und bewerten.
Mayock und Gruden befürchten, daß die Scouts Entscheidungen, die die Draft betreffen, vorzeitig herausposaunen könnten.
Bedenkt man, daß die beiden keine Erfahrung bei der Einberufung haben, ist das ein mutiger Schritt. Selbst die erfahrensten General Manager und Head Coaches brauchen die Unterstützung ihrer Scouts, wenn es in der Einsatzzentrale am Drafttag darum geht, die richtigen Spieler aufzunehmen.
Und bei den Raiders, die sehr viele Draftpicks haben, geht es darum, aus dem Lachschlager endlich mal wieder eine schlagkräftige Truppe zu basteln.
Mayock hat sehr viel theoretische Erfahrung. Er war der Draftexperte des NFL Networks für 15 Jahre. Doch er stand nicht unter dem zeitlichen und mentalem Druck, unter dem er am Drafttag stehen wird. Die Praxis wird ihm sehr viel abverlangen.
Einige Vertraute wollen Mayock und Gruden noch mit in die Einsatzzentrale nehmen, denn wenn es darum geht, zusätzlich die Finanzen unter der Gehaltsobergrenze im Auge zu behalten, und was so an rechtlichen Sachen zu beachten ist, brauchen die zwei Unterstützung.
„Ich weiß, daß die Leute denken, daß man nicht einfach so aus dem Medien kommen und General Manager eines Teams werden kann,“ sagte Mayock. „Aber am Ende des Tages – wenn wir gewinnen ist alles in Ordnung. Und wenn wir verlieren, werde ich gefeuert. Das ist völlig OK für mich.“

Die Texans haben ein bestimmtes Ziel fest im Auge, einen langfristigen Vertrag mit Jadeveon Clowney. Der Linebacker spielt 2019 mit dem Franchise Etikett. Das könnte verhindert werden, wenn die beiden Parteien sich bis zum 15. Juli auf einen Vertrag einigen können.
Hoffnung dafür besteht kaum. Die beiden Verhandlungsgegner liegen meilenweit auseinander.
Unter dem Franchise Tag kann Clowney 2019 $15,97 Millionen verdienen. Offen ist, ob er die Saison nutzen will, um seinen Wert zu steigern, oder ob er doch bis zum 15. Juli ein Angebot der Texans annimmt.
Das ist nicht ohne Risiko. Clowney gehört zu den Spielern, die absolut dominant sind, wenn sie mal spielen, die aber leider viel zu oft verletzt sind.

Nochmal zum Spielplan
Zu den Teams, die ganz besonders schlecht im neuen Spielplan weggekommen sind, gehören auch die Tampa Bay Buccaneers. Nach genauerer Betrachtung erkennt man, daß sie auch eine genau so lange Heim-Durststrecke haben, wie die Raiders.
Die Raiders spielen vom 15. September bis zum 3. November nicht mehr in Oakland. In dieser Zeit haben sie Auswärtsspiele, ein „Heimspiel“ in London und ihre Freiwoche.
So hat es auch die Bucs getroffen. Letztes Heimspiel in Tampa Bay am 22. September, dann Auswärtsspiele, „Heimspiel“ in London und Freiwoche. Nächstes Spiel in Tampa Bay am 10. November.
Die Fans beider Teams bekommen ihre Mannschaften den ganzen Oktober über nicht zusehen.
Den Verantwortlichen der NFL ist, nachdem der Plan veröffentlicht war, aufgefallen, was für einen Bockmist sie da verzapft haben.
Der NFL Vice President of Broadcasting Michael North sagte dazu: „Das ist etwas, das wir gerne zurücknehmen würden. Es ist eher ungewöhnlich, daß ein NFL Team sechs Wochen kein Spiel im heimischen Stadion hat. Zwar haben die beiden Teams ein Heimspiel, das aber eben nicht Zuhause. Das möchte die NFL in Zukunft vermeiden.“
Auch die Browns, Packers und Seahawks haben in einem sechs Wochen Zeitraum nur ein Heimspiel, das aber dann auch wirklich im eigenen Stadion.

Freitag, 19. April 2019

Kurzberichte
fisher-jeff7-9Jeff „7-9“ Fisher (Bild)... klingelt da noch was?
Fisher war mal Head Coach in der NFL. Er brachte sogar mal die Titans in den Super Bowl. Aber wirklich erfolgreich war er nie. Deshalb hat er auch, nachdem er von den Rams gefeuert wurde, keinen Job in der NFL mehr bekommen.
Jetzt soll er als einer der Head Coaches der neuzugründenden XFL im Gespräch sein.
„Alles Quatsch,“ sagte Fisher. Zwar wäre er von den Gründern der Liga kontaktiert worden, aber er hätte niemals zugesagt, sagte er einer Sport Illustrierten.
Zuletzt arbeitete Fisher als Berater der AAF. Und wo das endete...

Jaguars General Manager Tom Coughlin ist sauer auf Cornerback Jalen Ramsey und Linebacker Telvin Smith. Die beiden tauchten nicht zum freiwilligen Training auf.
Er sagte dazu: „Championship Teams werden dominiert von selbstlosen Individuen, die erkennen, daß das Wohl des Teams immer himmelhoch über jeder anderen Überlegung zu stehen hat. Erfolg in der NFL verlangt, sich ständig zu quälen.“
Und Coughlin schimpfte noch weiter.
Halt, rief daraufhin die NFLPA.
Die Spielergewerkschaft belehrte Coughlin: „Unsere Definition im Tarifvertrag die Freiwilligkeit betreffend, ist dieselbe Definition, die allgemein für die Freiwilligkeit gilt. Und somit ist es jedem verboten Spielern zu drohen, die nicht zu freiwilligen Trainingseinheiten erscheinen.“

Gronk, der Zerstörer.
Die Patriots waren als Super Bowl Sieger zu Gast bei den World Series Siegern Boston Red Sox, einem Baseballteam.
Ex-Patriots Tight End Rob Gronkowski durfte auch mit und hatte die Vince Lombardi Trophäe dabei.
Als Wide Receiver Julian Edelman ihm den Ball zuwarf, holte der Gronk aus, schlug zu, und haute eine Delle in die Super Bowl Trophäe.
Ob die Patriots die Trophäe reparieren lassen, oder als besonders einzigartiges Ausstellungsstück in die Vitrine stellen, das bleibt abzuwarten.

Die Redskins gaben Matt Ioannidis einen neuen Dreijahresvertrag.
$14 Millionen des $21,75 Millionenvertrags des Defensive Ends sind garantiert.

Texans Wide Receiver Will Fuller kuriert noch seinen Kreuzbandriss aus.
Doch Fuller will auf jeden Fall in Woche eins im Monday Night Spiel in New Orleans einsatzbereit sein.
Die Reha verläuft gut und Fuller ist voll im Zeitplan.

Die Frau von Lions Quarterback Matthew Stafford hat einen Hirntumor. Verständlich, daß er zu den freiwilligen Trainingseinheiten nicht antritt.
General Manager Bob Quinn sagte, daß die Lions keine besonderen Vorkehrungen getroffen haben, was die Draft angeht. Man würde jetzt nicht hingehen, und einen Quarterback einberufen.
Stafford selber sagte, daß er so oft wie möglich an den Pflicht-Trainingseinheiten teilnehmen will.
Wie es allerdings nach der Operation von Kelly Stafford aussieht, die in diesem Monat noch stattfinden soll, bleibt abzuwarten.

Der Spielplan 2019
Er ist veröffentlicht, und er ist streckenweise Eigenartig. Der Spielplan der NFL kennt kein Heim- Auswärtsspiel in geordneter Reihenfolge, so wie unsere Fußball-Bundesliga.
Die Chargers haben zwischen ihren Heimspielen in Woche neun und 15 nur Auswärtsspiele. Am 3.11. gegen Green Bay und dann erst wieder kurz vor Weihnachten spielen die Chargers in L.A.
Die Eagles spielen dreimal in Folge Auswärts.
Die Raiders werden im Oktober nicht einmal in Oakland spielen. Zwar haben sie am 6. Oktober ein Heimspiel, aber das tragen sie gegen die Bears in London aus. 42 Tage werden die Raiders nicht Zuhause spielen.
Die letzten beiden Heimspiele aller Zeiten in Oakland werden die Raiders in Woche 14 gegen die Titans und in Woche 15 gegen die Jaguars austragen. Dann heißt es Koffer packen und ab nach Vegas, Baby. E sei denn, sie hätten noch ein Heimspiel in den Playoffs.
Die Patriots müssen nur einmal die östliche Zeitzone verlassen, um zu Auswärtsspielen zu reisen. Noch besser haben es die Jets, die fliegen nicht ein einziges Mal aus der östlichen Zeitzone heraus. Sie werden es, nur die Hinflüge gerechnet, nur auf 3.917 Flugmeilen 2019 bringen.
Anders die 49ers. Die müssen direkt zu zwei weit entfernten Auswärtsspielen in Folge zum Saisonauftakt. Erst nach Tampa Bay und dann nach Cincinnati. Hin und zurück übertreffen sie da die Jets schon.

Donnerstag, 18. April 2019

Kurzberichte
spielplan2019Der Spielplan zur Saison 2019 ist da. Und natürlich könnt Ihr ihn auch wieder als PDF Datei für Handy und Tablet runterladen.
Und die NFL glaubt, daß die Fans der Liga sich für die Browns interessieren. Jedenfalls werden wir viermal in der Primetime mit ihnen „beglückt“.
Schon in Woche 2 spielen sie im Monday Night Game in New Jersey gegen die Jets. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, müssen wir sie auch in Woche 3 im Sunday Night Spiel ertragen, wenn die Rams nach Cleveland kommen. Klingt als ob das ein Schlachtfest in der Dose würde. Weiter geht es schon in Woche 5, wenn sie in San Francisco spielen. Bei der Qualität der 49ers klingt das nach einem Spiel auf Augenhöhe, wenn man eine Wühlmaus ist und sich das Leben auf Höhe der Grasnabe abspielt.
Zuletzt spielte Cleveland am 30. November 2015 in einem Monday Night Spiel.
Aber mal nicht so hart, denn Cleveland hat letztes Jahr ein paar ganz nette Spiele abgeliefert. Und das Interesse an Wide Receiver Odell Beckham jr. ist nun mal groß.
Das Saisoneröffnungsspiel wird ja dieses Jahr nicht vom Super Bowl Sieger gespielt. Die NFL wollte im hundertsten Jahr ihres Bestehens die älteste Rivalität zum Start zeigen. Deshalb heißt es in der Nacht zu Freitag, 6. September, Green Bay at Chicago.
Die Patriots werden dann im Sunday Night Spiel gegen Pittsburgh auflaufen.
Wie immer in der ersten Woche gibt es zwei Monday Night Spiele: Houston at New Orleans und danach Denver at Oakland.

„Offensichtlich“ wollen die Cowboys ihre Option auf die fünfte Saison ihres Star Running Backs Ezekiel Elliott ziehen.
Es wäre auch dämlich, das nicht zu tun. Würden sie die Option ziehen, dann wäre Elliott auch 2020 noch Running Back in Dallas.
Die NFL Teams haben das Recht für alle Spieler, die sie in der ersten Runde der Draft einberufen haben, einen Vierjahresvertrag auszuhandeln, mit der Option auf eine fünfte Saison.
Nächstes Jahr werden dann harte Verhandlungen nötig, um Elliott weiter behalten zu können.
Verhandelt wird in Dallas auch mit Quarterback Dak Prescott und Wide Receiver Amari Cooper. Beide gehen in das letzte Jahr ihrer Rookieverträge.
Prescott hat das Glück, nicht in der ersten Runde von den Cowboys einberufen worden zu sein. Deshalb kann er bereits nach dem vierten Jahr im Team einen guten Vertrag aushandeln.
Wie man hört, sollen die Verhandlungen mit Prescott und Cooper gut verlaufen.

Der Richter, der den Fall Robert Kraft verhandelt, hat die Videos als Beweise, vorerst, nicht zugelassen. Die Videos werden unter Verschluß gehalten.
Am 29. April ist eine Anhörung im Fall Kraft. Wenn die Videos da nicht als Beweis gezeigt werden dürfen, dann sieht es schlecht für die Anklagevertretung aus.
Mit etwas Verhandlungsgeschick könnten die Anwälte des Besitzers der Patriots dann schon die Einstellung des Verfahrens erwirken.

Die kürzlich gestartete und plötzlich eingestellte Alliance of American Football hat Insolvenz angemeldet.
Damit ist es ausgeschlossen, daß die AAF noch mal zum Leben erweckt wird.

Mittwoch, 17. April 2019

Kurzberichte
wilson-russellUnd wir begrüßen den neuen bestbezahlten NFL Spieler aller Zeiten... Russell Wilson (Bild).
Der Quarterback der Seahawks unterschrieb gestern einen Vierjahresvertrag über $140 Millionen. $107 Millionen davon sind garantiert, und ein Unterschriftsbonus von $65 Millionen war auch noch drin.
Mit $35 Millionen pro Jahr zieht Wilson somit an Packers Quarterback Aaron Rodgers vorbei.
Wilson hat stets betont, daß er in Seattle bleiben wollte. Er wollte auch, daß sein neuer Vertrag bis zum 15.4. 18 unterschriftsreif sein sollte. Und daß er der neue bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten werden sollte, stand ja fest.
Drei von drei, ein Superergebnis. Der eine Tag Verzögerung fällt nicht ins Gewicht.
Der 30-jährige hat einen Super Bowl Sieg auf seinem Konto. In seinen sieben Saisons für die Seahawks kam das Team sechsmal in die Playoffs. Fünfmal wurde Wilson in den Pro Bowl gewählt. Seine S/N Bilanz in der regulären Saison steht bei 75-36-1. Seine Passerwertung pro Saison liegt bei 100,3 Punkten im Durchschnitt.
Seahawks Head Coach Pete Carroll zeigte sich überglücklich, daß der Quarterback in Seattle bleibt.

Marcus Mariota ist als Quarterback der Titans absolut nicht das, was man sich von der Nr. 2 der Draft 2015 erhofft hatte.
Schlechte Passgenauigkeit... oft verletzt... das hatte man sich anders vorgestellt.
Um nicht mehr ganz so Verletzungsanfällig zu sein, legte Mariota an Gewicht zu. Ob er mit etwas mehr Gewicht die Ellenbogenverletzung hätte verhindern können, die er sich gegen Ende der Saison 2018 zuzog?
Blaine Gabbert startete an seiner Stelle, und das „Der Sieger ist drin“ Spiel am letzten Spieltag gegen Indianapolis ging verloren.
Eine überwachte Diät und kontrollierte Gewichtszunahme sollen Mariotas Körper kräftiger machen. Deshalb legt er „gutes Gewicht zu, kein schlechtes“, wie er betonte. Seine Fähigkeiten als äußerst mobiler Quarterback sollen durch die Gewichtszunahme nicht behindert werden.
Mariota geht in die letzte Saison seines Rookievertrags. Einen neuen Vertrag für 2020 hat er noch nicht.
2019 bekommt er $20,9 Millionen. Sollte er es mal schaffen, alle 16 Saisonspiel zu bestreiten, könnte es nach der Saison einen guten Zahltag für ihn geben.

Letzte Woche wurde Leonard Fournette verklagt. Er war im November ohne gültigen Führerschein mit seinem Auto unterwegs und wurde erwischt.
Die Strafe dafür hat er nie bezahlt. Deshalb die Klage gegen ihn.
Jaguars Head Coach Doug Marrone sagte, daß er seinen Running Back dafür nicht disziplinieren wird.
Marrone sagte, daß er selber schon mal vergessen hätte, einen Strafzettel zu bezahlen. Er wäre deshalb sogar im Gefängnis gelandet. Daraus sollte man keine große Sache machen.

Steelers Quarterback Ben Roethlisberger ist hocherfreut darüber, wie viele Leistungsträger neben ihm zum freiwilligen Training erschienen.
„Ich habe nichts anderes erwartet,“ sagte Big Ben. „Wir wollen unsere Präsenz zeigen, daß wir uns für unser Team engagieren, daß wir eine großartige Saison spielen wollen. Wir sind alle füreinander da.“
Das wäre den Steelers zu wünschen, nach den Turbulenzen in letzter Zeit.

Bears Tight End Zach Miller hat genug.
2009 wurde er von den Jaguars einberufen. Nach einer schlimmen Knieverletzung 2017 verpaßte er die Saison 2018.
Nun hat er eingesehen, daß er nie mehr Football spielen kann und beendete seine Karriere.
In der kam Miller auf 146 gefangene Pässe für 1.631 Yards und 15 Touchdowns.

Demaryius Thomas hat ein neues Team gefunden.
Der ehemalige Wide Receiver der Broncos und Texans unterschrieb einen Einjahresvertrag über $6 Millionen bei den Patriots.

Die Chargers haben sich entschieden, die Saison 2019 mit ihren Baby-blauen Trikots zu spielen, oder wie sie sie nennen, den Puder-blauen Trikots.
„Die süüüüüüüüüüssesten Uniformen in der NFL,“ schrieb Wide Receiver Keenan Allen dazu auf der Teamwebsite.
Ich wußte gar nicht, daß diese Uniform nicht als Schlumpf-blau bezeichnet wird. Dieses Blau, dazu die weißen Helme, fertig ist der Schlumpf.

Schlaflos in Deutschland?
Dann können Nachtschwärmer in dieser Nacht Live dabei sein, wenn der Spielplan für die Saison 2019 veröffentlicht wird.
Ab 2:00 Uhr in der Nacht zum Donnerstag werden wir erfahren, wer wann gegen wen antritt.
Und morgen im Lauf des Vormittags wird es dann auch hier stehen.

Dienstag, 16. April 2019

Kurzberichte
hill-tyreek2Langsam wir es ernst, zunächst jedoch freiwillig.
23 Teams haben gestern ihre freiwilligen Trainingseinheiten begonnen. Acht Teams, die einen neuen Head Coach haben, durften bereits letzte Woche damit anfangen. Als letztes Team werden die New Orleans Saints erst nächste Woche ihre Spieler zum Training bitten.
Bei den echten Stars der Teams guckt man ja immer etwas genauer hin. So erschien Chiefs Wide Receiver Tyreek Hill (Bild), obwohl gegen ihn ermittelt wird.
Hill soll seinem dreijährigen Sohn im Zorn einen Arm gebrochen haben. Anklage gegen den Wide Receiver wurde aber bisher nicht erhoben.
Die Polizei in Overland Park, Kansas, ermittelt auf Betreiben des örtlichen Kinderschutzbundes. Bis diese Ermittlungen abgeschlossen sind, will die NFL keine Maßnahmen einleiten.
In Denver wird Chris Harris auf keinen Fall erscheinen. Der Cornerback möchte einen besseren Vertrag und wird wohl auch die Pflicht-Trainingseinheiten der Broncos meiden.
Harris wurde viermal in den Pro Bowl gewählt. Sein Gehalt von $8,5 Millionen liegt klar unter dem Marktwert eines Spielers seines Kalibers.

Reges Treiben in Seattle. Russell Wilsons Agent Mark Rodgers verhandelt bereits seit drei Tagen für einen neuen Vertrag des Quarterbacks.
Am nächsten Montag ist der von Wilson selber festgelegte Stichtag. Spätestens an diesem Tag möchte er seinen neuen Vertrag unterschreiben.
Was passiert, wenn bis dahin kein Vertragsentwurf vorliegt, der Wilson zusagt, wird man sehen. Wird er das Team verlassen? Würde er auch dann spielen, wenn er nicht der bestbezahlte NFL Spieler aller Zeiten wird?
Zum freiwilligen Konditionstraining erschien Wilson am gestrigen Montag.
Es bleibt spannend.

Die Dolphins haben sich zwar die Dienste von Ryan Fitzpatrick gesichert, das heißt aber nicht, daß sie sich nicht nach einem weiteren, brauchbareren, Quarterback umsehen.
Nächste Woche fliegen die Verantwortlichen nach Duke, um sich Daniel Jones genauer anzusehen. Der gehört zu den Collegeabgängern, die einberufen werden können.
Jones hat sich bereits mit den Vertretern anderer Teams getroffen, darunter sogar den Patriots.
Miami ist an 13. Stelle der Draft an der Reihe. Ob dann noch ein Quarterback für die Zukunft zu haben ist?

Eli Manning glaubt, daß die Giants hart daran arbeiten, seinen Nachfolger zu beschaffen.
Der Quarterback weiß, daß das Team in die Zukunft blicken muß.
Die New Yorker luden Ohio State Quarterback Dwayne Haskins zu einem Schautraining ein. Sie können an sechster Stelle einen neuen Spieler einberufen.
Manning ist nicht beunruhigt von der Vorstellung. Er würde seinen möglichen Nachfolger so gut einarbeiten, wie es ihm möglich wäre, meinte er.

Bei den Packers ging es zuletzt Turbulent zu.
Darüber macht sich der neue Head Coach Matt LaFleur keine Gedanken. Er blickt nur in die Zukunft.
Der Zwist zwischen Quarterback Rodgers und Head Coach McCarthy soll sich nicht zwischen Rodgers und LaFleur wiederholen. Die Beziehung zwischen Quarterback und Head Coach ist wichtig, stellte LaFleur fest. Doch LaFleur machte klar, daß er die Spielzüge ansagt. Deshalb wolle er von Tag 1 an eine gute Beziehung zu Rodgers aufbauen.
„Ich habe schon eine Woche mit ihm verbracht,“ sagte LaFleur. „Ich habe jede Sekunde davon genossen.“
Dann können die Packers Fans nur hoffen, daß der Genuß nicht von kurzer Dauer war.

Der Rücken von Carson Wentz ist immer noch nicht ausgeheilt.
Es würde aber von Woche zu Woche besser, sagte der Quarterback der Eagles. Er hofft, bis zum Beginn der Pflicht-Trainingseinheiten am 21. Mai einsatzbereit zu sein.

Ein Besucher des Spas, in dem Patriots Besitzer Robert Kraft verbotenen Sex gegen Geld mit Sex-Sklaven hatte, oder gehabt haben soll, verklagt die Ermittlungsbehörden wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte.
Der Besucher, der die Ermittlungsbehörden verklagt, wird als „John Doe“ geführt, also als „Max Mustermann“. Dessen Anwalt führte an: „Mr. Doe hatte berechtigte Erwartungen, daß seine Privatsphäre gewahrt würde, als er das private Zimmer, eines privaten Besitzes betrat, um sich privat massieren zu lassen, von einem ausgebildeten, lizensierten Masseur.“
Besagter John Doe gehört nicht zu den Angeklagten, da die Videos zeigen, daß er tatsächlich nur medizinisch massiert wurde.
Der Anwalt des Teambesitzers der Patriots geht ja davon aus, daß die Überwachungskameras, die die Polizei in den Kabinen des Spas angebracht hatte, illegal installiert wurden.
Man sieht, die Schlinge um den Hals der Ermittlungsbehörden wird enger und enger.

 

 

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