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testaverde0102Die Jets taten mehr als jedes andere Team, um der AFL Respekt zu verschaffen. Sie gewannen Super Bowl III, und das war der größte Überraschungssieg in der Geschichte des Profifootballs.

Der Club wurde unter dem Namen Titans als Gründungsmitglied der AFL ins Leben gerufen. Ihr Gründer war Harry Wismer. Die Titans spielten in den, gerade von den Giants verlassenen, Polo Grounds, und sie taten dies vor leeren Rängen.

Nach zwei 7-7 Saisons ersetzte Wismer den Ruhmeshallen Quarterback Sammy Baugh durch Clyde "Bulldog" Turner. Mitten in der neuen Saison verspekulierte Wismer sich an der Börse und machte Bankrott. Die New Yorker hatten das Interesse an den Titans verloren, und zu den sieben Heimspielen kamen insgesamt 36.161 Zuschauer. Das war nicht nur eine Krise für den Club, sondern für die ganze Liga. Ein Team im Medienzentrum Amerikas war ein Muß. Im März 1963 kaufte ein Syndikat, bestehend aus fünf Personen, das von David Werblin angeführt wurde, den Club für eine Million Dollar. Werblin, Chef der Talent-Agentur von MCA, sah im Football zuerst eine Unterhaltungsware, und er glaubte, daß die Leute eine gute Show auch besuchen würden.

Er versetzte das Team 1964 ins Shea Stadion, das in der Nähe des La Guardia Airports lag. Er änderte die Teamfarben von blau Gold in grün weiß, und nannte es Jets. Der Erfolg kam mit einem lebhaften jungen Quarterback aus Alabama... "Broadway" Joe Namath. Er paßte perfekt in Werblins Showkonzept. Namath bekam ein Appartement im Herzen Manhattens, und er besuchte regelmäßig die großen Nachtclubs der Stadt. All' das, nachdem er einen Vertrag über 427.000 Dollar für drei Jahre unterschrieben hatte. Niemand verdiente damals, im Jahre 1965, auch nur annähernd soviel Geld mit dem Spielen von Football.

Er war sein Geld wert. Die Besucherzahlen schnellten in die Höhe, und das sogar bei Auswärtsspielen.

Namath war der erste Quarterback, der für mehr als 4.000 Yards in einer Saison paßte Dennoch schrieben die Jets bis 1968 rote Zahlen, und Werblin gab auf. Die Mannschaft aber war spektakulär. Sie gewann die Eastern Division mit 11-3 Punkten, und sie überrollte die Raiders im AFL Endspiel. Der historische Schlagabtausch mit den Colts stand bevor. Namath erzählte der Presse vor dem Spiel: "Wir werden am Sonntag gewinnen. Das garantiere ich Euch." Und er behielt recht. Der große Favorit Baltimore wurde geschlagen, und Broadway wurde der MVP des Spiels.

Eine 6:13 Niederlage gegen die Chiefs in den Playoffs der nächsten Saison, war der Anfang vom Ende der großen Jets. Was folgten waren zwei ausgeglichene Saisons in zwölf Jahren.

1981 wurde Walt Michaels Head Coach, und führte das Team auf Anhieb in die Playoffs, wo sie gegen Buffalo 31:27 verloren. Aber auch in der Streiksaison 1982 erreichten sie die Endrunde. Hier verloren sie erst im Endspiel mit 0:14 gegen Miami.

Michaels kündigte aus gesundheitlichen Gründen, und Offensive Coordinator Joe Walton wurde sein Nachfolger. Seit Walton die Jets trainierte, durchlebte es ein Tal der Verletzungstränen. Walton war unfähig eine konstante Mannschaft zu präsentieren, und er wurde Ende der Saison 1989 entlassen. Leider viel zu spät.

Die Neunziger begannen mit einem neuen Head Coach und vielen Fragezeichen. Keines davon konnte gelöst werden. Falscher Spielereinkauf und wenig Glück bei der Draft sorgten dafür, daß die Jets ein Punktelieferant wurden und Head Coach Rich Kotite tat alles, damit es auch so bleibt.

Damit sollte jetzt aber Schluß sein. Nach der 1996er Saison verpflichtete man den Super Bowl erfahrenen Head Coach Bill Parcells von den Patriots. Man hoffte er würde den Jets den notwendigen Auftrieb geben, um wieder in höheren Sphären mitzuspielen.

Parcells begann die Saison 1997 aber mit einem Fehler. Zulange hielt er an Quarterback Neil O`Donnell fest, der überhastete Entscheidungen traf. Erst zum Ende des Jahres setzte er auf Glenn Foley, der souveräner agierte. Aber da war es schon zu spät. Der Playoff Zug war bereits abgefahren.

1998 dann die nächste Überraschung. Der alternde Quarterback Vinny Testaverde, der schon bei vielen Teams spielte, aber meist nur zweite Wahl war, brachte die Jets in die Playoffs, nachdem er als Ersatzmann für den verletzten Foley eingesprungen war. Nicht nur das, er selbst spielte sich mit seiner Leistung in den Pro Bowl. Der Quarterback für die Zukunft war gefunden.

Nach einem Sieg in der ersten Runde der Playoffs gegen die Jaguars, war im AFC Championship Game gegen den späteren Super Bowl Sieger Denver Endstation.

Alle Hoffnungen lagen jetzt auf 1999 und Vinny Testaverde. Doch es kam knüppeldick. Schon im ersten Spiel war die Saison für Testaverde Zuende. Ein Bänderriß im Knie ohne Fremdeinwirkung zugezogen beendete alle Hoffnungen der New Yorker.

Zuerst setzte Bill Parcells auf Rick Mirer als Ersatzmann, der totale Flop. Zu spät setzte er auf Ray Lucas. Er entpuppte sich als die Entdeckung für die Zukunft, die in der Saison zuvor Testaverde war. Lucas, ein farbiger Rookie, konnte nicht nur passen sondern auch laufen, was ihn unberechenbarer machte.

Schade, daß nach der Saison Bill Parcells wieder als Head Coach aufhörte. Sein Nachfolger wurde Al Groh.

Nach einer durchwachsenen Saison 2000 gelangten die Jets 2001 in das Wild Card Spiel. Hier war dann aber auch schon Endstation gegen die Raiders.

Zum Beginn der Saison setzte Head Coach Herman Edwards, der 2001 das Regime übernahm, wieder auf Vinny Testaverde als Quarterback. Nachdem das Team bis zum 2. Oktober nur ein Spiel gewinnen konnte, setzte Edwards Testaverde auf die Bank. Chad Pennington, den die Jets im Jahr 2000 drafteten, sollte jetzt die Kastanien aus dem Feuer holen. Und das tat er!

Mit 104,2 Wertungspunkten wurde Pennington der beste Quarterback der Saison. Rich Gannon von den Raiders, immerhin der MVP der Saison, konnte nur 97,3 Punkte aufweisen.

Die Jets, die Patriots und die Dolphins hatten am Ende der Saison jeder 9-7 Siege. New York kam auf Grund des besseren Abschneidens gegen gemeinsame Gegner weiter.

In den Wild Cards wurde mit den Colts kurzer Prozess gemacht und die Fohlen hoppelten angeschlagen mit einer 0:41 Niederlage zurück gen Indianapolis.

In der nächsten Runde wurden dann allerdings den Jets die Schranken aufgewiesen. Oakland schmiß sie mit 30:10 aus den Playoffs, aber mit Testaverde wären sie wohl nie so weit gekommen.

2003 konnten die Jets nur sechs Spiele gewinnen, und die Playoffs fanden ohne sie statt.

Im Jahr 2004 starteten die Jets mit fünf Siegen in die Saison, so gut waren sie in ihrer Geschichte noch nie gestartet. Mit 10-6 Siegen kamen sie wieder in die Playoffs.
Gegen die Chargers gab es einen 20:17 Sieg in den Divisional Playoffs, im NFC Endspiel aber gingen die Steelers als 20:17 Sieger über New York vom Platz.
Damit mussten die Jets als erstes NFL Team in drei aufeinanderfolgenden Spielen in die Verlängerung. Gegen die Rams verloren sie ihr letztes Saisonspiel mit 29:32, dann die beiden Playoffspiele, die auch in der Verlängerung entschieden wurden.

2005 endete mit einer Bilanz von enttäuschenden 4-12 Siegen. Es endete auch eine Ära im amerikanischen Fernsehen. Dem Sender ABC waren die Rechte- und Produktionskosten für das Monday Night Spiel zu teuer geworden.
Am 26. Dezember bestritten die Jets das letzte MNF Spiel für den Sender ABC. 1970 spielten sie auch im ersten MNF Spiel.
Das letzte Spiel verloren sie mit 21:31 gegen New England.

Am 6. Januar 2006 hatte die Clubführung kapiert, daß Head Coach Herm Edwards vom Football doch nicht so die große Ahnung hatte. Sie ließen ihn nach Kansas City ziehen.

Am 17. Januar wurde mit Eric Mangini sein Nachfolger präsentiert. Der 14. Head Coach der Jets war unter Bill Parcells in den Jahren von 1997 bis 1999 bereits Assistezcoach der Verteidigung des Teams.

Am 2. Juni gab einer der beliebtesten Spieler der Jets seinen Abschied bekannt. Wide Receiver Wayne Chrebet war seit 1995 aktiv und sah seine Zeit gekommen.

Mangini führte das Team in seinem ersten Jahr zu 10-6 Siegen und in die Playoffs.
Hier war allerdings schon in der Wild Card Runde mit einem 16:37 gegen die Patriots Schluß.

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Division: AFC East
Gegründet: 1960
Größter Erfolg bisher: Super Bowl III gewonnen

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