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brady-tom0202Im November 1959 bekam William H. Sullivan die achte und letzte Lizenz eines Clubs, der an der ersten Meisterschaft der AFL teilnehmen durfte, zugesprochen. Das Team spielte in Boston, und Lou Sabin war sein Head Coach.

Das erste Saisonspiel verloren die Patriots vor 21.597 Zuschauern im Boston University Field mit 13:10 gegen Denver. Boston kam nie in Gang unter Coach Sabin, und so wurde er nach fünf Spielen in der zweiten Saison von Mike Holovak ersetzt. Das bekam den Pats besser.

1963 gewannen sie ihren ersten Divisionstitel in einem Play-off Spiel gegen Buffalo. Das folgende Endspiel war eine andere Geschichte. Hier verlor Boston mit 51:10, und für dreizehn Jahre sah man die Patriots nicht mehr in den Playoffs. Die dazwischen liegenden Jahre boten wenig aufregendes für die mit dem Club verbundenen Leute. Die Mannschaft spielte ein volles Jahrzehnt lang ohne eine positive Saison. Das Erwähnenswerteste in dieser Zeit war ihr Umzug von Boston nach Foxboro, 1971, und die Änderung des Namens von Boston in New England.

Unnötig zu erwähnen, daß in dieser Zeit die Trainer kamen und gingen.

1973 gab der Club den Namen seines sechsten Head Coaches in vierzehn Jahren bekannt, Chuck Fairbanks. In den Jahren vor der Saison 1976 veranstaltete Fairbanks den größten Handel in der Geschichte der Patriots. Er gab Quarterback Jim Plunkett ab an San Francisco, für vier Draftpicks. Fairbanks machte klugen Gebrauch von der Auswahl der Collegespieler, und New England wurde das Überraschungsteam des Jahres. Nach einer 3-11 Saison holten die Pats 11-3 Punkte und einen Wild Card Platz. In diesem Spiel, das nichts für Herzkranke war, verlor New England erst 14 Sekunden vor Schluß mit 24:21.

Zwei Jahre später gewann der Club seine zweite Divisionsmeisterschaft, mit 11-5 Punkten. Vor dem anschließenden Playoffspiel gab Coach Fairbanks bekannt, daß er kündige, um an der Universität von Colorado Head Coach zu werden. Damit wurden die Patriots nicht fertig, und sie verloren 31:14 gegen Houston.

Fairbanks Nachfolger, Ron Erhardt, wurde nach der Saison 1981 gefeuert, in welcher die Pats nur zwei Spiele gewinnen konnten.

Ihm folgte Ron Meyer, und mit ihm kam eine turbulente Zeit für den Club.

Meyer kam von der Southern Methodist Universität, und er brachte College Methoden und College Trainer mit sich. Das brachte einige Verunsicherungen in die Reihen der Spieler. Obwohl der Erfolg sich sofort einstellte, meuterten einige Spieler, und als Meyer den Defensive Coordinator Rod Rust feuerte, der bei den Spielern sehr beliebt war, wollten diese nicht mehr unter Meyer arbeiten.

Die Sullivans reagierten schnell, und ersetzten Meyer durch Raymond Berry. Dieser führte New England 1985 als Schlachtopfer der Bears in den Super Bowl. 10:46 lautete das Endergebnis dieses Debakels für das AFC Team.

1988 wechselte der Club für 85 Millionen Dollar den Besitzer. Die Sullivans steckten in großen finanziellen Nöten, und sie konnten sich ihr Hobby nicht mehr leisten. Victor Kiam hieß nun der Besitzer, den man als den Chef von Remington schon öfters im Werbefernsehen gesehen hat. Die Familie Sullivan hatte sich aber den Posten des General Managers zusichern lassen, damit die Verbindung zum Club nicht ganz abriß.

Patrick Sullivan feuerte Anfang 1990 Raymond Berry und machte Rod Rust zum neuen Head Coach. Aber auch er konnte aus dieser Eintagsfliege keine Wettbewerbsfähige Mannschaft machen.

Eine kleine Sensation war die Verpflichtung von Bill Parcells. Er hatte sich nach seinem zweiten Super Bowl Sieg als Fernsehkommentator einen ruhigen Lebensabend machen wollen. Aber trotz aller gesundheitsgefährdender Hektik fehlte ihm das Trainerleben. Und besonders die Aufgabe, ein junges Team aufzubauen, hatte es ihm besonders leicht gemacht, zurück zu kommen.

Und seine Aufbauarbeit begann sehr verheißungsvoll. Mit Drew Bledsoe hatte er einen Quarterback, der alles erreichen konnte. Wenn es auch in der Saison 1995 einen Rückschlag gab... aber Bledsoe war jung, und mußte noch Erfahrung sammeln. Dann aber...! Tja, dann erreichte er den Super Bowl.

Der große Thunfisch, wie der Spitzname von Bill Parcells lautet, schaffte es wirklich seine Patriots in der Saison 1996 in den Super Bowl zu führen. Hieran waren die Fab Four maßgeblich beteiligt, Quarterback Drew Bledsoe, Running Back Curtis Martin, Wide Receiver Terry Glenn und Tight End Ben Coates. Das konnte man daran ablesen, daß New England wenigstens 23 Punkte mit der Offense machen mußte, um siegen zu können. Wenn sie unter 22 Punkten gehalten wurden, waren sie 0-5. Mit mehr als 23 Punkten waren sie 11-0.

Das sagte auch eine Menge über die Defense, an der noch gearbeitet werden mußte.

Das sollte nun der neue Head Coach der Patriots, Pete Carroll. Parcells kündigte noch vor dem Super Bowl, da er von Teambesitzer Robert Craft nicht genügend Entscheidungsfreiheit das Team betreffend bekam.

Carroll war Defensive Coordinator bei den 49ers, also für den Job in New England geradezu prädestiniert.

Zunächst sah es nicht so aus, als ob Carroll die Defense richtig eingestellt hätte, aber sie wurde von Spiel zu Spiel besser. Am Ende der Saison 1997 gehörte sie zu den besten der Liga.

Erst eine 6:7 Niederlage in den Playoffs gegen Pittsburgh beendete die Saison.

Patriots Fans hatten Grund sich entspannt zurückzulehnen und auf 1998 zu freuen. Da erreichte sie die Hiobsbotschaft, daß Running Back Curtis Martin seinem Ex-Head Coach Parcells nach New York folgen wollte. Das riß ein gewaltiges Loch in die Offense.

Die Patriots stolperten mehr schlecht, als recht durch die Saisons `98 und `99. Nach der Saison 1999 wurde Pete Carroll denn auch gefeuert und durch Bill Belichick ersetzt.

Belichick war bisher als Defensecoordinator in Erscheinung getreten, wie sein Vorgänger. Doch Belichick wußte auch, wie man eine Offense nach vorne bringt.

Das zeigte sich nicht sofort in der Saison 1999 und auch nicht 2000, in denen die Patriots nur Schlagzeilen mit ihrem geplanten Stadionneubau machten, aber die Saison 2001 war der Durchbruch.

Die Experten rieben sich die Augen und glaubten denselben nicht. Diese graue Maus aus den Niederungen der Liga durchlebte eine „Cinderella Saison“.

Nach den ersten Zwei Spieltagen gaben sie noch das gewohnte Bild ab. Zwei Niederlagen gegen die Bengals und die Jets zum Auftakt und niemand beachtete die Patriots mehr.

Doch halt... ein 44:13 gegen die hochgehandelten Colts ließ zum ersten Mal aufhorchen. Am Ende der Saison standen 11 Siegen nur 5 Niederlagen gegenüber und eine Freiwoche in der ersten Runde der Playoffs.

In einem echten Krimi wurden die Raiders im Schneegestöber von Foxboro in der Verlängerung mit 16:13 nach Hause geschickt. Es folgte ein Trip nach Pittsburgh ins AFC Championship Spiel zu den hochfavorisierten Steelers. Pittsburgh hatte in der Saison das beste Laufspiel der Liga, doch das wurde von der Patriots Defense völlig kaltgestellt und New England schaffte den Einzug in den Super Bowl XXXVI.

Hier warteten die St. Louis Rams mit dem MVP der Saison 2001, Quarterback Kurt Warner und der Nummer 2 in der Wahl zum MVP, Running Back Marshall Faulk.

Kein Problem!

Die Defense eliminierte auch diese Superstars und machte mit zwei Interceptions Quarterback Kurt Warner sogar zum Matchlooser.

20:17 gewannen die Patriots Super Bowl XXXVI.

Die Rolle der Gejagten war den Patriots aber in der Saison 2002 zuviel. Zwar erreichten sie neun Siege bei fünf Niederlagen, genausoviel wie die Jets und die Dolphins in der eigenen Gruppe, aber es reichte noch nicht einmal für die Playoffs.

Dadurch kam es zu einem neuen Kuriosum in der NFL. Es war das erste Mal in der Geschichte der Liga, daß keiner der beiden Super Bowl Teilnehmer der Vorsaison die Playoffs erreichte.

Allerdings war das für die Patriots ein Ausrutscher nach unten. Ohne Übertreibung ist der Club die erste Dynastie des neuen Jahrtausends.

Die Super Bowls 38 und 39 wurden gegen Carolina und Philadelphia gewonnen. Garant des Sieges waren nicht nur Coach Belichick und Quarterback Tom Brady, sonder die geschlossene Mannschaftsleistung des Teams.

Die Saison 2007 wäre beinahe für ewig in die Geschichtsbücher eingegangen, denn vor dem Super Bowl hatten die Patriots die Bilanz von 16 Siegen und 0 Niederlagen. Mit einem Sieg im Endspiel hätte man an der perfekten Saison der Dolphins vorbeiziehen können.

Doch die Giants machten New England einen Strich durch die Rechnung. In einem spielerisch mäßigen aber unglaublich spannenden Super Bowl verhinderte New York mit einem 17:14 Sieg die 17-0 Saison der Pats.

Dann der Schock in der Saison 2008.

Erstes Saisonspiel gegen Kansas City.

Chiefs Safety Bernard Pollard nahm Anlauf auf Tom Brady und wurde zu Boden gebracht. Er kroch weiter auf den Super Bowl MVP Quarterback der Patriots zu und erwischte Bradys Knie, als der sich zum Wurf bereitmachte.

Vorbei!
Die Saison war für Brady beendet.

Sein Ersatzmann Matt Cassel hatte natürlich Startschwierigkeiten, spielte sich im Verlauf der Saison aber zu einem 14 Millionendollarmann und brachte sein Team bis kurz vor die Playoffs. Die Dolphins und die Patriots hatten beide 11 Spiele gewonnwn und fünf verloren. Der direkte Vergleich sprach für die Dolphins und so gab es etwas Neues... Playoffs ohne Patrioten.

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Division: AFC East
Gegründet: 1960
Größter Erfolg bisher: Super Bowl XXXVI, XXXVIII und XXXIX gewonnen

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