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Joe Montana

Joe Montana - Quarterback
Geboren am 11.06.56 in New Eagle, Penn.
Gedraftet: In der 3. Runde 1979 von den San Francisco 49ers
College: Notre Dame

Es war im Jahre des Herrn 1956, als sowohl das College Team Notre Dame, als auch die Profis der 49ers aus San Francisco eine negative Saison durchlebten. Es war für beide eine harte Zeit, aber Hilfe war unterwegs, denn der Footballwelt wurde ein Kindlein geboren namens Joe Montana.


Zwar dauerte es noch eine Weile, bis der Messias in den hilfsbedürftigen Gebieten eintraf, dann aber verbreitete er seine Botschaft des Coolen Passers.


Seine Statistiken im College waren nie besonders spektakulär, aber die Art und Weise, wie er sicher verlorengeglaubte Spiele noch gewann, die war mehr als spektakulär. Dennoch rutschte er den Scouts der NFL durch das Sieb. 81 Spieler wurden bereits gedraftet, bevor Bill Walsh, seinerzeit Head Coach der 49ers, ihn in der dritten Runde der Draft einberief. Und Joe "Cool" Montana war nicht nur einberufen, nein, er war berufen der Footballwelt zu beweisen, wie schön und effektiv Paßspiel sein konnte.


Allerdings durfte er nicht sofort ran, denn in den ersten beiden Jahren wurde er von Steve DeBerg, der die 49ers quarterbackte, angelernt. Zwar kam er 1979 und `80 in 31 von 32 Spielen zum Einsatz, doch er startete nur in ganzen acht Spielen. 189 von 296 Pässen sorgten für 1.891 Yards, 16 Touchdowns und 9 Interceptions. So sah Montanas Statistik in den ersten beiden Jahren aus.


Doch Bill Walsh hatte jetzt genug gesehen, um Joe Montana sein volles Vertrauen zu schenken. 1981 begann Montana die Saison als Starter und beendete sie als MVP des Super Bowls und Pro Bowl Starter. Mit 88,2 Wertungspunkten war er der akkurateste Passer der NFC.


Neun Jahre war es her, daß die 49ers zum letzten mal die Play-Offs erreicht hatten, doch in Montanas erstem vollen Jahr war es dann endlich wieder soweit. Das Erreichen des Super Bowls war zwar noch ein Stück weit entfernt. Aber Joe "Cool" formte mit dem Einzug ins große Spiel seine Legende. 27:21 führten die Cowboys im NFC Endspiel, als die Zeit ablief. Den 49ers fehlten noch 6 Yards bis in die Endzone, als Montana den Snap seines Centers annahm. Die Verteidigung der Cowboys jagte Montana nach rechts. Kurz vor der Auslinie feuerte Montana einen Paß in die Endzone, der sehr hoch über das Feld hinaus zu fliegen schien. Doch Wide Receiver Dwight Clark streckte sich und "The Catch" war geboren. Zwei Wochen später konnte ihn auch ein Verkehrsstau nicht daran hindern, noch rechtzeitig ins Stadion zu kommen um seinen ersten Super Bowl MVP Titel zu kassieren. Es war ein harter Arbeitssieg über die Cincinnati Bengals. Es war, neben der Leistung Joe Montanas, eine hervorragende Defense, die den knappen 26:21 Sieg sicherte.


Was andere Quarterbacks in 16 Spielen schaffen, Montana schaffte es 1982 in nur 9 Spielen. Da die Herren NFL Spieler nämlich lieber streikten, als das zahlende Publikum zu unterhalten, ging die reguläre Saison nur über diese Distanz. Dennoch traf Joe Montana seine Receiver 213 mal in 346 Versuchen für 2.613 Yards. Dabei erzielte er, neben 17 Touchdowns auch 11 Interceptions. Mit fünf aufeinanderfolgenden Spielen, in denen er jeweils mehr als 300 Yards passte, stellte er einen neuen NFL Rekord auf. 1983 warf er zwar 12 Interceptions, dafür aber auch 26 Touchdowns. Mit 332 vervollständigten Pässen aus 515 Versuchen für 3.910 Yards war es eine seiner besten Saisons. Seine Qualitäten als Läufer bewies er mit seinen 284 Yards aus 61 Versuchen. 2 Touchdowns sprangen dabei heraus plus eine Berufung in den Pro Bowl.


347 Passyards im NFC Endspiel konnten aber eine 21:24 Niederlage gegen Washington nicht verhindern. 1984 standen ihm und den 49ers niemand mehr im Weg. Pro Bowl Starter, Super Bowl MVP und Super Bowl Sieger in einer Saison mit nur einer einzigen Niederlage. In 432 Versuchen traf er seine Receiver 279 mal, für 3.630 Yards, 28 Touchdowns und nur 10 Interceptions.
Zwar erzielte Neil Lomax von den Cardinals auch 28 Touchdowns, aber mit seinen 102.9 Wertungspunkten stand Montana ganz allein an der Spitze aller NFL Quarterbacks. Eine Verletzung am Brustkorb verhinderte nach 49 Starts in Folge seinen Einsatz gegen Philadelphia am 23. 9. Dafür stellte er im 38:16 Super Bowl Sieg über Miami zwei neue Super Bowl Rekorde auf. 59 Laufyards und 331 Passyards hatte bis dahin noch keiner vor ihm im Spiel der Spiele erzielt.


New York Giants Teil 1... So könnte man die Saison 1985 überschreiben. Im Wild Card Spiel gegen eben diese Giants erlitt er eine Schulterverletzung und eine Niederlage. Diese Verletzung hinderte ihn auch an der Teilnahme im Pro Bowl, in den er gewählt wurde. Ansonsten aber war auch dieses Jahr für ihn wieder ein gutes. 303 seiner 494 Päße trafen und erzielten 3.653 Yards, 27 Touchdowns und 13 Interceptions. In dieser Saison hatte er zwei Serien, in denen er über 100 Pässe vervollständigte (112 & 118), ohne einen Interception zu werfen.


New York Giants Teil 2... lautet das Motto der Saison 1986. In dieser Saison sah es so aus, als wäre die Karriere des Joe Montana beendet. Im Eröffnungsspiel gegen Tampa Bay wurde er schwer am Rücken verletzt. In einer schwierigen Operation wurde ihm ein angebrochenes Teil seiner Bandscheibe entfernt. Die Chance, daß er nach dieser Operation gelähmt gewesen wäre, war groß. Und selbst wenn er diese Operation gut überstehen würde, so sagten die Ärzte vorher, würde er wohl nie wieder Football spielen können.


Mitte Oktober begann Montana mit einem leichten Training. Am 6. November wurde er wieder auf die Liste der Aktiven gesetzt. Nur drei Tage später startete er wieder gegen St. Louis. In der Woche darauf zeigte er dann seine bis dahin beste Vorstellung. Gegen die Redskins traf er 33 von 60 Pässen mit 441 Yards. Dennoch beendete er die reguläre Saison mit 9 Interceptions und nur 8 Touchdowns. das war das einzige Mal in seiner Karriere, daß er mehr Interceptions als Touchdowns warf. Seine Statistiken in diesen acht Spielen, in denen er starten konnte, ähneln mit 191 "Completes" aus 307 Pässen für 2.236 Yards denen der Streiksaison von 1982.


Er führte die 49ers noch in die Playoffs, wo die Giants ein zweites Mal zuschlugen. Im Divisional Play-Off Spiel wurde er so hart gehittet, daß er mit einer schweren Gehirnerschütterung liegen blieb. Natürlich mußte man in dieser Situation sofort an die schwere Rückenoperation denken, was den Schock noch verschlimmerte. Aber Joe Cool erwies sich als ein wahres Stehaufmännchen.


1987 war er mit 102,1 Wertungspunkten der beste Quarterback der Liga und Pro Bowler. 266 seiner 398 Pässe trafen für 3.054 Yards, 31 Touchdowns und 13 Interceptions. Cleveland und Green Bay verhalfen ihm zu einem neuen NFL Rekord. Gegen diese beiden Teams vervollständigte er 22 Pässe in Folge, 5 gegen die Browns und 17 gegen die Packers.


Erst in der Saison 1988 erreichten die 49ers wieder den Super Bowl und gewannen ihn. Auf dem Weg dorthin konnte er nur 59,9% seiner Pässe vervollständigen, eine schlechte Zahl für einen wie Joe Montana. 238 von 397 für 2.981 Yards mit 18 Touchdowns und 10 Interceptions lautete die komplette Bilanz. Allerdings hatte er auch viele Verletzungen in diesem Jahr. Prellung am rechten Ellenbogen, Rippen, Rücken, all' dies nicht besonders schwer, aber es behinderte ihn.


Das hielt ihn aber nicht davon ab, am 27.11. gegen San Diego seinen längsten Touchdownpass zu werfen, einen 96 Yarder zu Jerry Rice. Obwohl er mit 357 Yards im Super Bowl einen neuen Rekord aufstellte, reichte es diesmal nicht zum MVP. Den Titel holte sich Jerry Rice.


Angespornt von seiner schlechten Bilanz des Vorjahres, spielte sich Montana 1989 zum wertvollsten Spieler der Liga und wieder in den Pro Bowl. Dieses mal konnte er 70,2% seiner Pässe vervollständigen. 112,4 Wertungspunkte bedeuteten dabei einen neuen NFL Saisonrekord. All' dies, nachdem er 271 von 386 Pässen für 3.521 Yards, 26 Touchdowns und nur 8 Interceptions an den Mann gebracht hatte. Dabei konnte er zwei Spiele in diesem Jahr wegen Verletzungen nicht bestreiten. In den Playoffs warf er 11 Touchdownpässe und keinen Interception auf dem Weg zu Super Bowl Sieg Nr. 4. In diesem Super Bowl wirkten die 49ers unter Joe Montana wie Spieler von einem anderen Stern. Die Denver Broncos konnten noch nicht einmal eine Statistenrolle für sich beanspruchen. 22 von 29 Pässen für 297 Yards und die Rekordmarke von 5 Touchdowns brachte der Super Bowl MVP an den Mann.
Insgesamt hatte er allein in den Playoffs eine Quarterbackwertung von 146,4 Punkten.


Montana ließ 1990 nicht in seiner Leistung nach. Das wurde belohnt, denn zum zweiten Mal in Folge wurde er zum wertvollsten Spieler der Liga gewählt.


New York Giants Teil 3... Kein Quarterback der 49ers vor ihm passte in einer Saison für 3.944 Yards. Das gelang ihm mit 321 Vervollständigungen bei 520 Versuchen, 26 Touchdowns und 16 Interceptions. Zählt man die Playoffs mit, dann erzielte Montana in 17 Spielen in Folge wenigstens einen Touchdown. Im NFC Endspiel spielten dann wieder die Giants Schicksal. Es war spät im letzten Viertel, als Montana sich einen Finger der Wurfhand brach. Die Karriere des Joe Montana schien 1991 ein weiteres Mal beendet. Am 27. August setzten die 49ers ihn auf die Verletztenliste. Eine schwere Tendinitis im rechten Ellenbogen machten das Passpiel für ihn unmöglich. In einer Operation am 9. Oktober wurde ihm zusätzlich eine gerissene Sehne repariert.


Da es in San Francisco schon seit einer ganzen Weile eine Kontroverse zwischen ihm und Steve Young, seinem Ersatzmann gab, kam diese Situation nicht ganz ungelegen für den Clubvorstand. In Steve Young hatte man eine ganze Menge investiert, und er hatte wieder und wieder bewiesen, daß er mehr als nur ein Ersatz für Montana war. Dieser jedoch dachte nicht an einen Rücktritt und kämpfte um seinen Platz im Team. Jetzt also war die Gelegenheit da, den alternden Superstar los zu werden. In vielen internen Gesprächen wurde eine für alle Seiten akzeptable Lösung gesucht. Denn auch Montana konnte an der Klasse eines Spielers wie Steve Young nicht achtlos vorbeidebatieren. Dieser Steve Young konnte das Team zu weiteren Meisterschaften führen... das war klar ersichtlich.


So blieb das Spiel gegen die Giants am 20. Januar 1991 sein letztes für San Francisco bis zum 28.12.1992. An diesem letzten Spieltag der Saison stand ein Monday Night Game gegen die Lions auf dem Programm. In diesem Spiel ging es für beide Teams um nichts mehr. Steve Young startete die Partie, aber in der Halbzeit machte er Montana Platz. Was sich im Candlestick Stadion abspielte, als Joe Montana auf das Feld lief, läßt sich mit Worten nicht beschreiben. Selbst bei einem Erdbeben hätte das Stadion nicht mehr gebebt. Ein startender Jumbo Jet wäre auf dem Platz nicht zu hören gewesen, so sehr schrien sich die Fans die Kehle heiser. Und Joe dankte es ihnen. Er warf 21 Pässe von denen 15 für 126 Yards und 2 Touchdowns ankamen. Nichts deutete daraufhin, daß Montana fast zwei Jahre nicht mehr gespielt hatte.


Mit diesen 126 Yards kam er auf 35.124 Yards, die er in seiner Karriere zusammengepaßt hatte. Damit wurde er der fünfte Spieler in der Geschichte der NFL, der die 35.000 Yardmarke übertraf.


Doch seine Tage in der Stadt an der Bucht waren gezählt. Am 20. April 1993 wurde er offiziell an Kansas City abgegeben. Hier überschlugen sich die Medien mit Meldungen über dieses historische Ereignis. Ganz Kansas City wähnte sich schon im Super Bowl. Ganz Kansas City? Nein, Joe Montana selber warnte vor allzu übertriebenen Erwartungen. Immerhin stand am Ende der Saison der erste Sieg der AFC West seit 22 Jahren auf der Habenseite. Nach zwei gewonnenen Playoffspielen, in denen man jeweils schon zurückgelegen hatte, kamen die Chiefs zum ersten Mal überhaupt in das AFC Endspiel. Hier kam das Unternehmen Super Bowl aber zu einem ziemlich brutalen Stopp. Als die Chiefs 6:20 gegen die Bills zurücklagen, früh im dritten Quarter, schied Joe Montana mit einer Gehirnerschütterung aus. Am Ende unterlag Kansas City mit 13:30.


Sein erstes Jahr in der AFC endete mit einer Einladung in den Pro Bowl. Dabei verpaßte Montana fünf Spiele wegen Verletzungen. Trotzdem reichten seine 181 vervollständigten Päße aus 298 Versuchen für 2.144 Yards, 13 Touchdowns und 7 Interceptions für diese Berufung aus.


Sein zweites Jahr bei den Chiefs war auch sein letztes. Zwei Wochen verpaßte er 1994 mit einer Fußverletzung. Gott sei Dank aber nicht das Spiel in Woche 2, als es gegen die San Francisco 49ers ging. In diesem 24:17 Sieg warf er 31 Päße. Davon kamen 19 für 203 Yards und 2 Touchdowns an. Er vervollständigte insgesamt 299 von 493 Pässen für 3.283 Yards, 16 Touchdowns und 9 Interceptions. Damit kam er zum achten Mal in einer Saison über 3.000 Yards. Nur Dan Marino (zu dem Zeitpunkt 10 mal) und John Elway (9) schafften das öfter.


Am 18 April 1995 schockte er die Welt dann mit seiner Rücktrittserklärung. Er trat zurück, als der beste Quarterback, den die NFL je gesehen hat. Seine Statistiken und die Erfolge, die er vorzuweisen hat, sind unübertroffen. Seinen Platz in der Pro Football Hall of Fame hat er seit dem Jahr 2000.

 

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