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favre-brett-vikings222Die Vikings haben einen astreinen Super Bowl Rekord, den sie sich zeitweise mit Denver und Buffalo teilten: Vier Teilnahmen, vier Niederlagen.

Minnesota bekam sein NFL Team 1961, nachdem die Stadt von der AFL umworben worden war. Der Spitzname Vikings rührt daher, daß in diesem Teil der Staaten viele skandinavische Einwanderer leben.

Norm van Brocklin, der ehemalige Quarterback der Rams und der Eagles, wurde ihr erster Head Coach. Ihr erstes Saisonspiel gegen die übermächtigen Bears konnten die Vikings mit 37:31 gewinnen. Danach gewannen sie aber nur noch zwei weitere Spiele in der Saison.

Van Brocklin bezeichnete seine Truppe als Clowns, die man besser in den Wäldern versteckt, als sie Football spielen zu lassen. Nach sechs Jahren kündigte van Brocklin, nach einem Streit mit seinem Quarterback Fran Tarkenton.

In dieser Zeit, 1964, hatte der Club eine positive Saison mit 8-5-1 Punkten. An 1964 erinnert man sich, als das Jahr des Fumbles. Jim Marshall, Defensive End der Vikings, eroberte einen freien Ball und lief damit über das ganze Feld bis in die Endzone. Das Problem war, daß er in die falsche Richtung lief und statt sechs Punkten einen Safety erzielte.

Der neue Head Coach kam aus der kanadischen Liga und war das genaue Gegenteil des temperamentvollen van Brocklin. Bud Grant blieb 17 Jahre in Minnesota, und wurde einer der größten Trainer in der Geschichte der NFL.

Grant brachte einen Quarterback mit sich, und Tarkenton wurde an die Giants verkauft.

In Grants zweitem Jahr gewann das Team seine Division, und ein Jahr später erreichte es schon den Super Bowl. Die Defense Line der Vikings trug den Spitznamen "Die purpurnen Menschenfresser", allerdings wurden diese von den Chiefs mit 23:7 verspeist.

Das war der Beginn einer Zeit der totalen Dominanz der Vikings, aber auch der Frustration.

In den Siebzigern gewann Minnesota jedes Jahr die NFC Central, außer 1972 und 79. Drei weitere Male erreichten sie den Super Bowl, drei weitere Male verloren sie ihn.

1972 kam Fran Tarkenton zurück in den frierenden Norden, wo er sich seiner erfolgreichsten Jahre erfreute. In Minnesota beendete Fran "The Scram" seine siebzehnjährige Karriere, von denen er vier Saisons in New York spielte. Er war bis vor kurzem der Quarterback mit den meisten Passyards (47.003), Passversuchen (6.467), Vervollständigungen (3.886) und Touchdownpäßen (342). Das gibt ihm eine Quarterbackwertung von 80,4 Punkten und den dreizehnten Platz in der ewigen Bestenliste.

Mit Quarterback Tommy Kramer, Running Back Ted Brown und Wide Receiver Ahmad Rashad wurden die Vikings 1980 wieder Divisionssieger... und das war's.

1983 verließ Grant das Team nach einer 8-8 Saison, und Les Steckel wurde der jüngste Coach der Liga, als er ihn ersetzte. Nach dem ruhigen Grant war Steckel ein rauhes Erwachen für Minnesota, mit dem die Spieler nicht klar kamen.

Das Unabwendbare folgte, die Vikings verloren. Steckel blieb eine böse Saison lang, und dann kam Grant aus dem Ruhestand zurück. Nach einer Saison gab er den Job ab an Jerry Burns, der Minnesota schon ins NFC Endspiel führen konnte, wo sie erst in letzter Sekunde gegen Washington verloren.

Der Erfolg, der bisher ausblieb, sollte nun endlich kommen. Dafür holte man sich Mitten in der Saison 1989 Herschel Walker von den Dallas Cowboys. Doch niemand im Trainerstab der Vikings wußte etwas mit ihm anzufangen, und so erwies sich dieser Megahandel als Megaflop. Erfolg läßt sich nicht erzwingen, und so mußte Jerry Burns, dem sich die Härte seines Jobs tief ins Gesicht gegraben hat, sich noch viel mehr einfallen lassen.

Aber da kam nichts mehr und so ging Burns.

Sein Nachfolger wurde Dennis Green, ein farbiger. Green kam von den 49ers und versteht soviel vom Football, daß Liga Commissioner Paul Tagliabue ihn ins Regelkommittee berief. Neben Don Shula ist er der einzige Head Coach in diesem erlesenen Club.

In seinen ersten drei Jahren führte er Minnesota jeweils in die Playoffs. Aber der Wettbewerb in der NFC Central wurde immer härter. So blieben die Vikings 1995 mit 8-8 Punkten wieder außen vor und mußten Detroit und Green Bay vorbei ziehen lassen.

1996 war es Quarterback Brad Johnson, der Greens Kopf noch einmal rettete. Brad Johnson kam aus der WLAF und spielte als Ersatzmann für Warren Moon. Dieser verletzte sich schon im ersten Spiel der Saison und Johnson zeigte, was ein WLAF Quarterback drauf haben kann. Die 9 Spiele, die Minnesota 1996 gewann, gehen vornehmlich auf sein Konto.

Das bemerkten auch die Teambosse, und sie verlängerten Moons Vertrag nicht. Dafür boten sie Johnson 15,5 Millionen, die dieser dankbar annahm.

Aber egal, wie gut Johnsons Päße auch trafen, die Defense rutschte vom 4. Platz gegen den Lauf in 1995 auf den 24. Platz ab. Hier lag der Schwachpunkt, den es auszumerzen galt.

Aber 1997 kam es noch schlimmer. Das Team brachte nicht die erwarteten Leistungen. Dazu trug eine Kontroverse zwischen der Clubführung und Head Coach Dennis Green das ihre bei. Green hatte sich in einem Buch sehr negativ über seine Bosse geäußert, was diese nicht sehr erfreute. Diese Spannungen übertrugen sich auf den Rest der Mannschaft.

Als sich Quarterback Brett Johnson verletzte setzte Minnesota auf Randall Cunningham als Ersatzmann, der 1996 seinen Rücktritt verkündet hatte und als Fernsehkommentator arbeitete. Der Mann von den Eagles, der immerhin schon 34 war, machte seinen Job hervorragend aber die Saison war zu verkorkst und endete mit 9 Siegen und 7 Niederlagen.

1998 wurden die Vikings für knappe $200 Millionen verkauft. Red McComb hieß der neue Besitzer der Minnesota Vikings. Er zeigte als erstes, daß er in die Arbeit von Head Coach Dennis Green vollstes Vertrauen hatte, indem er ihm einen neuen Vertrag bis ins Jahr 2001 gab.

Green zahlte diesen Vertrauensbonus zurück, indem er Minnesota 1998 bis ins Endspiel der NFC brachte. Hier ging es Zuhause gegen die Falcons, die, obwohl sie das Endspiel erreichten, nur spielerisches Mittelmaß waren.

Ganz anders die Vikings, sie boten in der Saison Football vom Besten. Quarterback Randall Cunningham war so sicher, wie niemals zuvor in seinen besten Eagles Zeiten. Da konnte Green es sich erlauben, Brad Johnson, der in der vorletzten Saison Warren Moon verdrängt hatte, nach einer neuerlichen Verletzungspause nicht mehr einzusetzen.

Und vor allem Kicker Gary Anderson, er hatte in der gesamten Saison nicht ein Field Goal und nicht einen Extrapunkt danebengesetzt. 100% Chancenausbeute, eine Traumhafte Statistik.

Nun, erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Sekunden vor Spielende führten die Falcons im Tollhaus des Metrodomes mit 30:27. Minnesota hatte den Ball nicht weit genug nach vorne bewegt, so daß Gary Anderson ran mußte. Anderson, der aus dieser Entfernung noch nie vorbeigeschossen hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt. Hier und heute segelte der Ball an den Torstangen vorbei und die Vikings verpassten die Super Bowl Teilnahme.

1999 ließ Minnesota Quarterback Brad Johnson nach Washington gehen. Dafür bekam Randall Cunningham einen dicken Vertrag. Der war anscheinend so dick, daß der Gute gar nicht mehr laufen konnte. Zum Glück hatte man sich als Ersatzmann für ihn Jeff George geholt, den Wandersmann, den man in Oakland nicht mehr brauchte.

George war es, der die Vikings in die Playoffs brachte, wo man im Divisional Playoff Game gegen die späteren Super Bowl Sieger Rams verlor.

George jedoch hatte seine Schuldigkeit getan, George konnte gehen. Es war Zeit, auf den Quarterback der Zukunft zu setzen, auf Daunte Culpepper, der 1999 gedraftet wurde. Culpepper, ein Schwarzer, hatte mehr die Statur eines Vorblockers, als die eines Quarterbacks. So erzielte er auch in seinem ersten Jahr als Starter sieben Touchdowns durch Läufe. Er brachte die Vikings in die Playoffs, und dort bis ins NFC Endspiel. Da allerdings wurde Minnesota von den Giants in seine Einzelteile zerlegt.

Eine Knieverletzung von Culpepper verhinderte in der Saison 2001 weitere Höhenflüge der Vikings, die nur fünf Spiele gewinnen konnten.

Nach der Saison wurde Mike Tice als neuer Head Coach installiert, der nun zusehen mußte, daß er keine Eintagsfliege würde. Allerdings konnte er in der Saison 2002 auch nur ein einziges Spiel mehr gewinnen, als sein Vorgänger und das war nicht das, was dem Besitzer so vorschwebte.

Im Lauf der Zeit wurde Daunte Culpepper der Spieler, der größeres für Minnesota verhinderte. Seine Leistungskurve ging steil in den Keller. Dann ging auch noch sein Knie kaputt.

Mike Tice und Culpepper sind schon wieder Geschichte in Minnesota. Head Coach war ab 2007 Brad Childress, Quarterback ist Tarvaris Jackson, doch der Star ist Adrian Peterson.

Der Running Back kam 2007 als Rookie ins Team und mischte die NFL auf. Mit 238 Läufen erzielte er 1341 Yards und 12 Touchdowns, und das, obwohl er einigen Wochen verletzt aussetzen musste.

In der Saison wurden die Vikings Divisionssieger und erreichten die Playoffs. Childress hatte allerdings genug von Jackson als Quarterback und setzte auf den eigentlich ausgemusterten Matt Ryan. Eine gute Entscheidung, wie die Playoffteilnahme beweist.

Hier machten die Eagles den Vikings allerdings schon in der Wild Card Runde mit 26:14 ein Ende.

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Division: NFC North
Gegründet: 1961
Größter Erfolg bisher: Teilnahme an Super Bowl IV, VIII, IX und XI

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