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Sam
Mills

Sam Mills - Linebacker
Geboren am 03.06.59
 Gedraftet: 1981 von den Cleveland Browns
College: Montclaire State

Wer die Spielerliste der Carolina Panthers las, der wähnte sich im Who is Who des Footballs. Dieser Club hatte sich hervorragend auf dem Markt der freien Spieler bedient. Einer der Topspieler, die so in Carolina landeten ist Sam Mills, der eine wahr Odyssee im Football hinter sich hat.


Die Browns erkannten das Talent dieses wahren Spitzenlinebackers nicht, als sie ihn an die Toronto Argonauts aus der Canadian Football League abgaben. Auch dieser Club ließ ihn wieder gehen, und so wurde Mills Lehrer für Photographie an der East Orange High School in New Jersey. Dort erreichte ihn 1982 ein Anruf von Dom Capers, der ihn zu den Philadelphia Stars in die USFL holte. Hier erwies er sich in der Saison 1993 als Terror der gegnerischen Offense. 141 Solotackles, fünf eroberte Fumbles und ein Interception lautete seine Bilanz in 18 Spielen (inklusive 2 Play-off Spiele).


Diese Leistung brachte ihn in die All-Star Auswahl der USFL, wo er auch nach der Saison 1994 landete. Auf dem Weg dorthin vollbrachte er 93 Solotackles, eroberte drei Fumbles, erzielte fünf Sacks und fing drei Pässe ab. In den Playoffs erzielte er weitere 27 Tackles.


1985 gewann er mit dem Philadelphia/Baltimore Stars Team die USFL Meisterschaft. Mit der Liga ging es allerdings mittlerweile zu Ende, wie schon die Zusammenlegung der Teams aus Philadelphia und Baltimore bewies. Eigenartigerweise verstehen die Amerikaner nicht, daß man Football auch im Sommer genießen kann. Die WLAF haben sie ja auch nicht beachtet. Beachtet haben sie aber Sam Mills in dieser letzten USFL Saison. Er war ja auch nicht zu übersehen mit seinen 105 Solotackles, sechs Sacks, zwei eroberten Fumbles und drei Interceptions.


Auf jeden Fall war er Jim Mora noch in Erinnerung, der den Posten des Head Coaches in New Orleans angetreten hatte. Mora war seinerzeit Mills Head Coach in der USFL. Die Saints beriefen ihn in der Zusatzdraft, in der die USFL Spieler unter den NFL Teams aufgeteilt wurden, sofort ein. Und sie hatten sich nicht für den Falschen entschieden. Er spielte in allen 16 Spielen, von denen er aber nur 13 startete. Allein in den beiden Spielen gegen die Rams erzielte er 24 seiner 92 Tackles.


Nach der Saison 1987 fuhr Sam Mills zu seinem ersten Pro Bowl. Es war das Jahr des NFL Streiks, so da sein Arbeitsjahr nur 12 Arbeitstage hatte. In diesen 12 Spielen erzielte er nur 58 Tackles und er eroberte drei Fumbles. Die Streikmannschaft der Saints spielte so gut, da Sam Mills in der Lage war, New Orleans die erste Saison mit positivem Punktestand zu bescheren. Wenn sie am letzten Spieltag gegen die Steelers gewännen, wäre es soweit. Am Ende des Spiels war Mills maßgeblich an einem Goal Line Stand beteiligt, der Pittsburgh aus der Endzone hielt... Die erste Positive Saison der Saints war unter Dach und Fach.


1988 konnte er in 16 Saisonspielen 105 Tackles landen, die in zum zweiten Mal Richtung Honolulu brachten. 14 dieser Tackles erlitten allein die Washington Redskins am 6. November. Gegen sie und die 49ers erzielte er auch 1989 die meisten Tackles mit jeweils 11. Obwohl er in seiner Leistung nicht eine Spur nachgelassen hatte, wurde er nicht in den Pro Bowl eingeladen. Daran, daß er ein Spiel aussetzen mute, konnte es nicht gelegen haben. Er verpaßte das letzte Spiel der Saison gegen die Colts, aus taktischen Gründen. Da Indianapolis mit vier Wide Receivern antrat, entschied Head Coach Jim Mora sich dazu, Sam Mills nicht starten zu lassen. Bis zu diesem Spiel hatte Mills 56 Starts in Folge für New Orleans absolviert.


In seinen 15 Starts 1989 erreichte er 95 Tackles und sogar drei Sacks. Sacks hatte er in den Jahren zuvor noch nicht einen erzielt.


1990 teilte er sich einen Sack und landete seine bisherige Höchstzahl von 112 Tackles, womit er die Saints im zweiten Jahr hintereinander anführte.


Wieder wurde er von Jim Mora aus taktischen Gründen in zwei Spielen nicht als Starter nominiert. Gegen die Run and Shoot Angriffe der Oilers und Lions wurde er nur begrenzt eingesetzt. Dennoch erzielte er gegen Houston, sowie Minnesota und Pittsburgh jeweils 11 Tackles. Diesen setzte er im Play-off Spiel der Saints gegen Chicago noch einen Tackle drauf. Es half aber nichts, New Orleans verlor dennoch.


Obwohl Mills 1991 nur 102 Tackles erzielte, brachten diese ihn in seinen dritten Pro Bowl. Nach einem sensationellen September, mit 41 Tackles, den ersten beiden Interceptions seiner Karriere, einem erzwungenen Fumble und einem Sack, wurde er zum NFC Spiel er des Monats ernannt.


1992 waren alle Gegner der Saints froh, wenn sie Sam Mills mit heiler Haut entronnen waren. 130 Tackles landete er auf dem Weg in seinen vierten Pro Bowl. Besonders die Bills mußten sich das Ende des Spiels gegen New Orleans am 20. Dezember herbei gesehnt haben. Sie erlebten mit 19 Tackles den persönlichen Rekord von Sam Mills.


Gegen ein anderes Team aus der AFC East, die Jets, durfte Mills seinen ersten Touchdown feiern. Er riß Quarterback Browning Nagle den Ball aus den Händen und lief damit 76 Yards in die Endzone.


In sieben Spielen der Saison 1993 lief Sam Mills überhaupt nicht. Eine Infektion im Knie forderte ihren Tribut. Dennoch standen am Ende des Jahres 85 Tackles auf Mills Konto. Zwei Sacks und ein weiterer Touchdown kamen noch dazu. Das Spiel gegen die Lions am 12. September war das erste nach 92 Wettbewerben, das er verpaßte Als er am 22. November gegen die 49ers auflief, vertraute Coach Mora noch nicht als Starter auf ihn. Diesen Posten eroberte Mills sich aber mit einer eindrucksvollen Leistung zurück.


Gegen die Rams trug er am 12. Dezember einen eroberten Fumble über 30 Yards zu seinem zweiten Touchdown zurück, bevor er im letzten Saisonspiel gegen die Bengals am 2. Januar satte 15 Tackles landete.


Sahen die Gegner Sam Mills im Jahr 1992 am Liebsten nur von hinten, wußten sie noch nicht, was 1994 auf sie zu kam. 155 mal stoppte er die gegnerischen Angreifer mit seinen Tackles, landete einen Sack und fing einen Interception.


Gegen die besten Teams der NFL, die Cowboys und die 49ers zeigte er auch seine besten Leistungen. Beide Teams muten jeweils 14 Sacks von ihm einstecken. Warum diese Leistungen nicht für die Reise nach Honolulu ausreichten, weiß der Himmel allein.


Die Verantwortlichen der Carolina Panthers jedenfalls wußten, daß sie Sam Mills in ihr Team haben wollten. So kam es, daß er als uneingeschränkter freier Agent den Weg von New Orleans zum neuen Divisionsrivalen nach Carolina antrat. Hier wurde jetzt Dom Capers sein Head Coach, der Mills, genau wie Coach Jim Mora, schon aus der USFL kannte, wo Capers Assistenztrainer war.


Und Sam Mills hielt, was er mit seinen vorherigen Leistungen versprochen hatte. Zum sechsten Mal in seiner Karriere landete er 1995 über 100 Tackles, nämlich 130, wie schon 1992. Dazu erzielte er noch persönliche Bestleistungen in Interceptions (5), Sacks (4,5), erzwungenen Fumbles (6) und eroberte Fumbles (4). Einen dieser Interceptions trug er über 36 Yards zum Touchdown zurück Dieser Touchdown sicherte den Carolina Panthers den ersten Sieg in ihrer Vereinsgeschichte. Am 15. Oktober interceptete er Jets Quarterback Bubby Brister und sicherte einen knappen 13:12 Sieg.


Wenn ihn all diese Leistungen schon wieder nicht in den Pro Bowl brachten, so wurde er doch ins All-Madden Team berufen, was sowieso die höhere Auszeichnung ist, wie in vorangegangenen Starportraits bereits erklärt.


Sam Mills war einer der Gründe, warum so viele Experten den Panthers schon in ihrer zweiten Saison einen Platz in den Playoffs zutrauten. Und Mills enttäuschte diese Experten nicht. Er war einer der besten Verteidiger der letzten Saison. Am Ende stand eine weitere Berufung in den Pro Bowl, und die Panthers dankten ihm seinen Einsatz mit einem tollen neuen Vertrag.

Nach der Saison 1997 sagte Sam Mills dem Football als Spieler nach 12 Jahren Lebewohl. Zuvor startete er aber noch als ältester Verteidiger, der jeh an einem Pro Bowl teilgenommen hat.

Dem Football und den Panthers ist Sam Mills treu geblieben, als Linebacker Coach.

So stand Mills, schwer Darmkrebskrank, mit den Panthers im Super Bowl.

Am 18. April 2005 verlor er seinen Kampf gegen den Krebs und verstarb im Alter von nur 45 Jahren.

©Win-Football

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