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thomas-zach0102Die ersten Jahre der Dolphins als problematisch zu bezeichnen, ist eine Untertreibung. Der Staat Florida war fixiert auf College Football, als Dolphins Besitzer Joe Robbie die Erlaubnis erhielt mit einem Profiteam in Miamis Orange Bowl spielen zu dürfen.

Das Team spielte schlecht, und die Besucherzahlen waren schlecht. Daß der Club dennoch Überlebte, verdankt er Don Shula, der 1970 als Head Coach nach Florida kam.

Shula übernahm ein 3-10-1 Team, und verwandelte es in einer Saison in ein 10-4 Team, das in die Playoffs kam.

Im nächsten Jahr stand nur Dallas Doomsday Defense zwischen Miami und dem Super Bowl Sieg, doch in der darauffolgenden Saison stellte sich niemand mehr Miami in den Weg. Sie wurden das einzige Team in der Geschichte der NFL, das eine perfekte Saison absolvierte, ohne Niederlagen und Unentschieden. 17 Spiele, 17 Siege, Weltmeister gegen Washington.

1973 war Miami fast so gut wie 1972. Zwar verlor man ein paar Auswärtsspiele, aber gegen Minnesota holte man wieder die Weltmeisterschaft.

1974 erschienen schwarze Wolken am Horizont, in Form der World Football League. Sie verpflichtete mit den Running Backs Larry Csonka und Jim Kiick, und dem Wide Receiver Paul Warfield, drei Leistungsträger der Dolphins, die diese nicht ersetzen konnten. Damit begann eine frustrierende Zeit für die Mannschaft.

1976 erlitten sie sogar eine negative Saison, soetwas war noch nie einem Team von Don Shula passiert.

Eigenartigerweise brachte die Streiksaison von 1982 die Dolphins wieder auf die richtige Spur. Shulas Einfluß auf das Team war niemals größer, als in dieser schwierigen Zeit.

Als der Streik beinahe einen Monat alt war, erschienen immer noch 35 Spieler freiwillig zum Training. Kein Club tat mehr um in Form zu bleiben, als die Miami Dolphins. Der Erfolg war das Erreichen des Super Bowls, wo sich zeigte, daß auch die Redskins, speziell ihr "Diesel" John Riggins, bereit waren. Washington gewann mit 27:17.

1984 machte das Paßspiel der Dolphins eine Umwandlung durch. Dan Marino, im zweiten Jahr ihr Quarterback, startete einen Luftangriff von nie dagewesenen Ausmaßen. 48 Paß Touchdowns in der regulären Saison brachen einen 12 Jahre bestehenden Ligarekord um 12, und niemand in der Liga hatte bis dato für mehr als 5.000 Yards gepaßt, außer jetzt und hier der zukünftige Ruhmeshallen Quarterback, Dan Marino.

Dennoch war es in Super Bowl XIX der Feld General der 49ers, Joe Montana, der die Kugeln abfeuerte, als die Dolphins von einer Flut aus Gold und Rot überschwemmt wurden. Diese 38:16 Niederlage, und besonders die Art und Weise, wie sie zustande gekommen war, war ein Schlag in das Gesicht der Delphine.

Auch die Zuschauer hatten sich vom Aufeinandertreffen dieser beiden Superquarterbacks mehr versprochen.

Dan Marino hielt es trotzdem für nötig, am Anfang der Saison 1985 zu streiken, da er sich unterbezahlt fühlte. Dieser Streik brachte ihm am Ende garantierte 1,6 Millionen Dollar im Jahr.

1987 zogen die Dolphins aus der alten Orangen Schüssel in ihr neues Dolphins Stadion.

Da die offizielle Einweihung stattfand, während die Spieler der NFL wiedereinmal streikten, wurde das Alternativteam der Dolphins zum 42:0 Sieger im neuen Stadion über Kansas City.

Die regulären Dolphins verloren ihr erstes Spiel im neuen Stadion mit 34:31 nach Verlängerung gegen Buffalo.

Miami hat es bisher nicht geschafft, aus seiner Mittelmäßigkeit zu entfliehen. Der Tod von Joe Robbie, 1989, machte die Sache für die Mannschaft auch nicht gerade leichter.

1991 erreichte Don Shula den 300sten Sieg seiner Trainerkarriere. Er kam in Woche 4 mit einem 16:13 über die Green Bay Packers.

Nachdem man die Dolphins vor der Saison 1995 zum Super Bowl Teilnehmer erkoren hatte, legten sie eine geradezu enttäuschende Saison hin.

1994 war die Defense soweit, daß sie mit der Offense mithalten konnte. Eine Offense, die zu den besten der Liga zählte.

Aber 1995 war es gerade die Offense, die anfing, Spiele zu vergeigen. Die Defense paßte sich dann leider diesem Abwärtstrend an.

Es geschah, was niemals jemand für möglich gehalten hätte - Head Coach Don Shula geriet in die Kritik.

Am Ende war es mehr ein freiwilliges gegangen werden, was sich da vollzog. Und all das, nachdem Shula 328 Spiele in der regulären Saison gewonnen hat. Damit steht er noch vor George Halas von den Bears, der mit Play-off Spielen 324 Siege auf seinem Konto hat.

Seitdem der Erfolgstrainer der Dallas Cowboys, Jimmy Johnson, von seinem Chef entlassen wurde, und nach Miami zurückgezogen war, wurde er immer als Nachfolger von Shula gehandelt. In allen Talkshows und Zeitungsinterviews wurde Johnson immer nur die eine Frage gestellt: "Wann übernehmen Sie die Dolphins?".

Nun war es soweit. Die Presse, die Shula praktisch rausgeekelt hatte, hatte ihren Willen bekommen. Und nun erwartetete niemand etwas geringeres, als den Super Bowl Sieg von Jimmy Johnson in spätestens drei Jahren.

Ob der Quarterback dann immer noch Dan Marino heißen würde war allerdings fraglich. Immerhin war 1996 schon 35 Jahre alt. Auch die Verletzungen forderten ihr Tribut, allen voran eine schwere Achillesverletzung im rechten Bein von 1993, von der Marino sich nie voll erholen konnte.

1997 jährte sich die "zu Null" Saison der Dolphins zum 25sten Mal. Aber es war selbst für das Gespann Johnson/Marino noch zu früh dieses Kunststück zu wiederholen.

Wie man es Jimmy Johnson schon aus Dallas gewöhnt war, versuchte er auch in Miami ein Laufspiel zu etablieren. Mit Kareem Abdul-Jabbar hatten die Dolphins 1996 erstmals seit Jahrzehnten wieder einen Running Back, der mit 1.116 Yards wieder über die 1.000 Barriere kam. Hierauf wollte Johnson nun das Laufspiel aufbauen, um Marino zu entlasten und den Verteidigungen mehr Rätsel aufzugeben.

Das gelang nicht. Abdul-Jabbar blieb 1997 mit 892 Yards wieder unter 1.000. Das reichte nicht, um den Druck vom Quarterback zu nehmen. Mit nur 3,1 Yards pro Lauf erzielten die Dolphins sogar das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte.

Die Defense spielte gut, daran lag es nicht. Das Hauptaugenmerk von Coach Johnson lag weiter auf dem Laufspiel. Dann würde Miami vielleicht wieder die Playoffs erreichen und, anders als 1997, die erste Runde überstehen.

Dieses Ziel wurde erreicht. In den Wild Cards der Saison 1998 schlugen die Dolphins die Bills. Eine Woche später und eine Runde weiter war dann aber Endstation. Denver ließ sich auf dem Weg zum Super Bowl Sieg von den Dolphins nicht aufhalten. Zwar kam es zu dem erhofften Duell zwischen Dan Marino und John Elway, aber Marino unterlag hoffnungslos mit 3:38.

Die Uhr für Marino lief unerbittlich ab.Auch 1999 wurde die Position des Running Backs nicht mit einem guten Spieler besetzt. Dazu wurde Marino in der Saison verletzt und mußte einige Spiele aussetzen. Irgendwie stolperte Miami dennoch in die Playoffs und wieder überstanden sie die erste Runde, gegen die Seahawks.

Was dann folgte muß man schnell vergessen. Marino und Co. wurden von den Jaguars zerfetzt. So einen rabenschwarzen Tag, kann man in seiner Karriere nur einmal haben, und die Spieler der Dolphins hatten ihn kollektiv. Die Defense, ein Trümmerhaufen. Schwuchteln tacklen besser als das, was diese „Profis“ hier boten. Die Offense... welche Offense? Die Offense, die 7 Punkte erzielte! Etwas zuwenig, da die Defense 62 Punkte erlaubte. 7:62, da schmiß Jimmy Johnson die Brocken sofort hin.

Und auch für einen anderen Superstar war nach diesem Spiel Schluß. Dan Marino trat mit dieser bittersten seiner Niederlagen ohne einen Super Bowl Sieg vom Football zurück.

Johnson und Marino, wer sollte sie ersetzen?

Johnsons Nachfolger wurde Dave Wannstedt, der in Chicago schon aus den Bears Teddys gemacht hatte.

Er setzte auf einen Quarterback, bei dem vielen schon schlecht wurde, wenn sie nur den Namen hörten, Jay Fiedler.

Fiedler hatte bei den Amsterdam Admirals in der NFLE gespielt und in seiner Zeit dort zwei Touchdowns und acht Interceptions geworfen.

Doch in Miami verlangte Wannstedt von ihm nur eins: „Don`t loose, Baby“.

Jedenfalls kamen die Dolphins in den Saisons 2000 und 2001 in die Playoffs, aber das war mehr das Verdienst der Defense. Mit ein wenig mehr Offense wäre auch für den „Fisch“ einiges mehr drin gewesen, wie die Saison 2002 bewies.

Großen Anteil daran hatte... Jay Fiedler. Er wurde zwar nicht über Nacht zu einem der besten Quarterbacks der NFL, aber er spielte solide. Man brauchte keine Angst mehr zu haben, daß er ein Spiel verlor, sondern konnte vielmehr sogar darauf hoffen, daß er das Team zum Sieg führte.

Wäre da nicht Fiedlers gebrochene Daumen gewesen, und die vielen verletzten Wide Receiver, der „Fisch“ hätte weit schwimmen können. Die Verletzungsmisere war jedoch so groß, daß Miami den ehemaligen Wide Receiver der Vikings, Chris Carter, verpflichtete, der in Miami wohnt und der zufällig abkömmlich war. Carter befand sich eigentlich schon im Ruhestand, als die Cluboberen an seine Tür klopften.

Das, und Fiedlers vier Wochen Pause wegen des gebrochenen Daumens, waren zuviel für eine Offense, die bis dahin endlich funktionierte. Durch die Verpflichtung von Running Back Ricky Williams, den die Saints ausgemustert hatten, stimmte die Chemie im Angriff. Fiedler wurde entlastet durch die tollen Läufe von Williams, aber das Schicksal war, wie gesagt, gegen die Delphine, die in der starken AFC East zweiter wurden, aber die Playoffs verpassten.

Dann begannen die Drogenprobleme, die Williams hatte, sich auf das Team auszuwirken. Eine einjährige Sperre wegen Marihuanamissbrauchs setzte Williams schachmatt.

Der Fisch ging unter.

Wannstedt wurde 2004 von Jim Bates abgelöst. Jim Wer?
Keine Ahnung, aber es war so.

Von 2005 bis 2006 dilletierte Nick Saban am Team herum. Saban mag zwar im College ein guter Trainer gewesen sein, in der NFL versagte der großkotzige, ewig mürrische Saban völlig.

2007 kam Cam Cameron. Er schaffte es, die Dolphins in seinem ersten Jahr zum schlechtesten Team der NFL zu machen. EIN Sieg und 15 Niederlagen waren sein Erfolgserlebnis.

Aber auch in die Saison 2008 gingen die Dolphins, die Cameron schnell wieder feuerten, mit einem Noname, mit Tony Sparano.

Dafür gab es einen überraschenden Neuzugang im Vorstand, Bill Parcells wurde als Spielerdirektor eingestellt und sollte das Team maßgeblich, am Trainer vorbei, formen.

Das hat erstaunlich gut geklappt. Sparano erzielte mit dem von Parcells zusammengestellten Team 11 Siege und fünf Niederlagen und erreichte die Playoffs.

Von den Jets war Quarterback Chad Pennington nach Miami gekommen. Die Jets hatten den alten Mann Brett Favre aus dem Ruhestand geholt, und Pennington wurde in New York entbehrlich.

Leider hatte Pennington im Wild Card Spiel einen rabenschwarzen Tag und gerade gegen die mörderische Defense der Ravens hätte er 110% geben müssen.

So oder so wäre es schwer gewesen, Baltimore zu schlagen, und die 7:29 Niederlage war keine wirkliche Überraschung.

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Division: AFC East
Gegründet: 1965
Größter Erfolg bisher: Super Bowl VII und VIII gewonnen

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