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chiefs02Die Gründung der Dallas Texans war zugleich auch der Start der AFL. Der Besitzer der Texans, Lamar Hunt, war auch die treibende Kraft hinter der AFL. Hunt wollte sich damals die Chicago Cardinals kaufen, die in Schwierigkeiten steckten. Die NFL jedoch erlaubte den Cardinals nach St. Louis umzuziehen und verhinderte so den Einstieg von Hunt. Dieser war jetzt fest entschlossen seine eigene Liga zu gründen, was er dann auch tat.

Nach zwei zweiten Plätzen für die Texans, holten sie 1962 ihre erste Meisterschaft in der AFL.

Der Stadtrivale, die Dallas Cowboys aus der NFL, machten Hunts Club das Leben schwer, und als Hunt ein gutes Angebot des Bürgermeisters von Kansas City bekam, zog er mit seiner Mannschaft um, und änderte ihren Namen in Chiefs.

Der Wechsel in den großen Mittelwesten Amerikas bedeutete, daß man nun nicht mehr nur keinen Stadtrivalen mehr hatte, sondern daß der nächste Club 250 Meilen entfernt war.

In der Mannschaft standen zu der Zeit viele Rookies, und so verlor sie ihre Führungsrolle in der AFL. Lamar Hunt seinerseits verlor pro Saison 1.000.000 $, was ihn in etwa 150 Jahren an den Rand des Ruins hätte bringen können. Der Wiederaufbauprozess des Teams dauerte vier Jahre, aber er kam genau zum richtigen Zeitpunkt. Der Gewinn der AFL Krone, 1967, bedeutete, daß die Chiefs der erste Repräsentant der neuen Liga im AFL-NFL Meisterschaftsspiel waren. Heute kennt man das Spiel als Super Bowl I. Die Chiefs verloren 35:10 gegen Green Bay. Lamar Hunt regte an, das AFL-NFL Meisterschaftsspiel Super Bowl zu nennen, was zum dritten Spiel auch so geschah.

Die Chiefs gewannen Super Bowl IV leicht gegen den Favoriten Minnesota, mit 23:7. Das war es dann für etliche Jahre. 1971 kamen die Chiefs als Wild Card Team in die Playoffs, wo dann Endstation war. 1972 zogen sie um, in das wunderschöne Arrow Head Stadium. In diesem Jahr wurde auch Lamar Hunt dafür Vergebung zuteil, daß er den Krieg zwischen der AFL und der NFL angefangen hatte. Hunt wurde in die Ruhmeshalle des Profifootballs aufgenommen. Dieser Ehre dürfen sich bisher nur wenige Besitzer rühmen.

1974 wurde der Coach der ersten Stunde des Clubs, Hank Stram, gefeuert.

Ihn ersetzte Paul Wiggin. Der aber wurde nach drei völlig verkorksten Saisons Mitte 1977 von Tom Bettis in der laufenden Saison ersetzt. Beide Coaches holten 1-6 Punkte.

Ab 1978 coachte Marv Levy die Chiefs. Er wurde später der Head Coach der viermaligen Super Bowl Looser, Buffalo Bills. Nach fünf Jahren und 41-42 Punkten schlug auch seine Stunde.

1981 erschien ein Silberstreif am Horizont des Chiefs-Himmels, mit der Ankunft von Running Back Joe Delaney vom North West Louisiana College. Das war ein Spieler, auf dessen Schultern man eine Mannschaft aufbauen konnte. Als Rookie hatte er schon eine 1.000 Yards Saison. Sein tragischer Tod durch Ertrinken vor Beginn der Saison 1983 beendete jedoch alle Hoffnungen.

1986 brachte Coach John Mackovic Kansas City noch mal in die Playoffs, zum Dank dafür wurde er gefeuert.

Die Western Division der AFC hat sich als zu stark erwiesen für die Chiefs. Sie landeten in den letzten zwölf Jahren vor 1990 sechsmal auf dem letzten Tabellenplatz. Während dieser Zeit erregten die Chiefs mehr Aufmerksamkeit außerhalb des Spielfeldes, als darauf.

Marty Schottenheimer, der aus den Browns einen Mitbewerber machte, sollte nun die Chiefs aus ihrem Tal der Tränen führen. Keine leichte Aufgabe bei einem Besitzer, der etwas gegen Erfolg zu haben scheint. Aber Schottenheimer setzte sich durch. Sein größter Coup war die Verpflichtung von Joe Montana und dessen Ersatzmann Steve Bono, von den 49ers.

Zwei Jahre spielte Montana noch in Kansas City, bevor er sich endgültig zur Ruhe setzte. Hinter ihm konnte Bono noch eine Menge lernen in dieser Zeit. Er übernahm den Job des Quarterbacks vor der Saison 1995. Ein Rating von 79,5 Wertungspunkten sagt weniger über seine Leistung, als es gerecht wäre. Bono spielte eine wirklich gute Saison, die auf mehr hoffen läßt. Aber mit 34 Jahren ist es fraglich, wieviel gutes noch in ihm steckt? Und, wie sich herausstellen sollte, war das nicht viel.

Zwar erzielten die Chiefs mit ihm 9-7 Punkte, aber die Unentschiedenbrecher Prozedur sah die Jaguars vor den Chiefs, und so kam Jacksonville anstelle von K.C. in die Playoffs.

Steve Bono wurde nach der Saison entlassen, und von Elvis Grbac ersetzt. Der war ein weiterer Ersatzquarterback der 49ers und hatte noch von Joe Montana lernen können. Da das Nichterreichen der Playoffs allerdings zum größten Teil der Defense angelastet wurde, die 1996 nicht auf dem gewohnt hohen Level spielte, lag das Versagen nicht ausschließlich auf Seiten der Offense.

Beide Mannschaftsteile mußten 1997 sehr viel mehr bringen. Taten sie aber nicht. Und sie taten es auch 1998 nicht. Schottenheimer war es leid. Halb ging er selbst, halb wurde er gegangen.

Der neue Mann an der Seitenauslinie 1999 war Gunther Cunningham. Er war seit 1995 verantwortlich für die Defense.

Mit ihm holten die Chiefs 9-7 Siege und boten sich ein Kopf an Kopf Rennen mit den Seahawks um Platz 1 der Gruppe. Seattle konnte das Rennen knapp für sich gewinnen und die Playofftüre blieb wieder für Kansas City geschlossen.

Die Saison 2000 verlief ähnlich erfolglos.

Jetzt holte man den Mann, der mit den Rams das nahezu Unmögliche geschafft hatte, den Mann, der nach seinem Super Bowl Sieg mit St. Louis endgültig in den Ruhestand getreten war, Head Coach Dick Vermeil.

Der brachte Quarterback Trent Green mit, der bei den Rams hinter Kurt Warner eh keine Chance gehabt hätte.

Jetzt sollte es endlich in die Playoffs gehen. Nun, nur sechs Siege in der Saison und ein vorletzter Platz in der AFC West war mehr als knapp daneben.

In der Saison 2002 wurde dann klar, daß das, was mit Vermeil in St. Louis geklappt hat, sich nicht ohne weiteres kopieren ließ. Nur acht Siege waren wieder viel zuwenig, um an der Playofftüre zu klopfen.

Zwar wurde Vermeil gegen Herm Edwards ausgetauscht, der 2006 das Team übernahm, doch war das ein kluger Schachzug?

Edwards konnte auch bei den Jets schon nicht überzeugen und auch in Kansas City hat er nichts positives auf die Beine gestellt.

Seine Bilanz in drei verkorksten, verlorenen Jahren für die Chiefs lautete 15 Siege, 33 Niederlagen.

Neuer Chef in Kansas wurde 2009 Todd Haley, bisher Offensive Coordinator der Cardinals.

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Division: AFC West
Gegründet: 1960
Größter Erfolg bisher: Super Bowl IV gewonnen

Kansas City

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