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Michael Irvin

Michael Irvin - Wide Receiver
Geboren am 05.03.66 in Fort Lauderdale, Fl.
Gedraftet: In der 1. Runde 1988 von den Dallas Cowboys
College: Miami

Wenn die Cowboys gegen die 49ers antraten, gab es für einen Mann auf dem Platz nur einen Gedanken: "Ich möchte besser sein, als Jerry Rice." Es ist ihm nie gelungen! Vielleicht, weil Jerry Rice sich für seinen Sport zerriß, während dieser Mann lieber Marihuana konsumierte und in vereinseigene Freudenhäuser ging? Michael Irvin war niemals so gut, wie Jerry Rice, geschweige denn besser, aber zu den allerbesten Wide Receivern gehörte er auf jeden Fall. Das beweisen seine Zahlen der letzten fünf Jahre (1994-1998). In dieser Zeit bedeuteten seine 7.093 Passempfangyards den zweiten Platz hinter den 7.257 von Rice. Seine 449 gefangenen Pässe machen ihn zum dritten hinter Rice, mit 496, und Cris Carter, mit 455.


Michael Irvin wurde 1988 als 11. Spieler einberufen, nach den Wide Receivern Sterling Sharpe (Packers) und Tim Brown (Raiders). Schon gleich im ersten Jahr führte er als Rookie die NFL mit 20,4 Yards pro Paß an. Er war seit Bob Haeys 1965 der erste Wide Receiver, der als Rookie bei den Cowboys sofort im ersten Spiel startete. Auch seinen ersten NFL Touchdown fing er sofort im Season Opener gegen Pittsburgh. Lieferant dieses 35 Yards Passes war Steve Pelluer, der in der 1995er WLAF Saison die Frankfurt Galaxy in den World Bowl führte.


Irvin fing in diesem Jahr 32 Pässe für 654 Yards. Aus den 69 Pässen, die er 1989 hätte fangen können, wurden nur 26. Irvin fing die Saison sehr gut an, doch eine Knieverletzung im sechsten Spiel, gegen San Francisco, beendete die angefangene Serie nach 378 Yards. Das Rehabilitierungsprogramm ging bis in die Saison 1990 hinein. Hier verpaßte er die ersten vier Spiele. Was er dann aber zeigte war Klasse. Natürlich wurde er nicht so eingesetzt, wie ein gesunder Spieler, der das ganze Trainingscamp mitgemacht hatte, aber 5 Touchdowns bei 20 gefangenen Pässen gaben einen guten Schnitt ab.


1991 gab es dann kein Halten mehr für Michael Irvin. Diese, seine erste volle Saison, wurde seine zweitbeste überhaupt. Er holte alles nach, was er als Rookie und in seiner Verletzungszeit, versäumt hatte. Insgesamt wurden es 93 Pässe, die er für 1.523 Yards und 8 Touchdowns fing. Zum Ende der Saison hin war Irvin richtig warm geworden. In den letzten fünf Spielen der regulären Saison fing er 37 Pässe, davon 11 im dritten oder vierten Versuch zum First Down, für 649 Yards und vier Touchdowns. Im letzten Saisonspiel stand auf der anderen Seite von ihm Deion Sanders, den einige als wirklich guten Cornerback ansehen. Gegen ihn fing er 10 Pässe, so viele wie noch nie in einem Spiel zuvor, für 169 Yards. Sanders spielt heute selber bei den Cowboys und kann somit vielleicht noch etwas lernen.


In den Playoffs legte Irvin noch mal richtig los. Hier fing er in zwei Spielen 9 Pässe für 167 Yards. Für den Super Bowl hatte es 1991 noch nicht ganz gereicht, aber der Pro Bowl fand von jetzt an nur noch mit Michael Irvin statt. Zum letzten Mal stand 1985 mit Tony Hill ein Wide Receiver der Cowboys in diesem All-Star Spiel. In seinem ersten Auftritt in Honolulu fing Irvin acht Pässe für 125 Yards einen Touchdown und den Titel des wertvollsten Spielers.


1.396 Yards aus 78 Fängen in 1992 bedeuteten den zweiten Platz unter allen Receivern. Alleine die Phoenix Cardinals ließen am 20. 9. 210 dieser Yards für Irvins persönlichen Rekord zu. In diesem Spiel fing er mit 87 Yards auch seinen längsten Touchdownpaß. Das war einer von 7 Touchdownpässen, die Irvin in diesem Jahr fing. In den Playoffs fing Irvin 18 Pässe, sechs in jedem Spiel, für insgesamt 288 Yards. Davon entfielen auf den Super Bowl 114 Yards und 2 Touchdowns gegen die hilflosen Buffalo Bills.


1993 wieder zweiter Platz mit 1.330 Yards aus 88 Fängen. Dabei startete Irvin nicht sehr gut in die Saison. In den ersten 11 Spielen fing er ganze 2 Touchdowns. In den letzten fünf addierte er allerdings noch fünf weitere hinzu. In den Playoffs holte er 16 Pässe aus der Luft für 215 Yards und einen Touchdown. Das schaffte er 1994 fast in einem Spiel. Als es gegen die 49ers um den Einzug in den Super Bowl ging, lag Dallas nach sieben Spielminuten schon mit 0:21 zurück. Aber die Cowboys gaben nicht auf, und gerade Michael Irvin zeigte einen heroischen Einsatz. Er fing in dieser Niederlage 12 Pässe für 192 Yards. Damit zog er an Raymond Berry vorbei, der den Rekord in Championship Games mit 12 Fängen und 178 Yards hielt.


Während der regulären Saison fing Irvin 79 Pässe für 1.241 Yards und 6 Touchdowns. Damit landete er im oberen Mittelfeld der Wide Receiver. Zum ersten Mal seit 1989 fing auch wieder ein Cowboy mehr Touchdowns als er. Alvin Harper holte acht Stück aus der Luft.


Der Weg zum dritten Super Bowl Sieg der Cowboys unter Club Besitzer Jerry Jones wurde zum besten Jahr von Michael Irvin. 1995 fing er 111 Pässe für 1.603 Yards und 10 Touchdowns. Im bösen 13. Spiel der Saison lagen Glück und Pech nah beieinander. Glück, daß Irvin mit 11 Spielen, in denen er in einer Saison über 100 Yards fing, einen neuen NFL Rekord aufstellte. Pech, weil Dallas dieses Spiel gegen Washington verlor. Der alte Rekord von 10 Spielen hatte seit 1961 bestanden. Er wurde gehalten von Charlie Hennigan von den Houston Oilers.


Normalerweise sollten 111 Fänge und 1.603 Yards über die Saison den Spitzenplatz unter den Receivern bedeuten, aber 1995 reichten diese Zahlen nur zu Platz 5 und 4. Für die Cowboys aber waren 88 dieser 111 Fänge besonders wichtig, bedeuteten sie doch jeweils einen neuen 1. Down für die Offense.
Nach seinen 13 Fängen für 185 Yards in den Play-Offs, an deren Ende ein Arbeitssieg über ein tapferes Steelers Team stand, spielte Irvin in seinem fünften Pro Bowl. So oft hatte noch kein anderer Receiver der Cowboys diese Ehre gehabt.


Auch vor einem Richter stand Michael Irvin 1996. Hierhin hatte ihn sein Marihuana Konsum gebracht. Auch ein Kopfgeld war auf ihn ausgesetzt... doch der Reihe nach.


Michael Irvin wurde Ende Juni verhaftet, als Polizisten ihn bei einer Razzia in einem Motel mit Marihuana und einigen sehr leicht bekleideten "Damen" erwischte. Johnnie Hernandez, Freund einer dieser "Damen" und Ex-Polizist, konnte das ganze nicht so recht verarbeiten. Er engagierte einen Killer, um Irvin erschießen zu lassen. Dieser Killer wiederum war ein Undercover Agent, der die Sache natürlich auffliegen ließ. Johnnie Hernandez wurde seinerseits verhaftet.


Vor dem Richter fand Irvin Gnade, als dieser ihn nur zu einer milden Strafe verurteilte. Die NFL schlug da schon härter zu. Sie suspendierte Irvin für die ersten fünf Spiele der Saison 1996. Unter dem Strich $513.000 Einnahmeverluste für Irvin und ein herber Schlag für die Mannschaft, die ihn schmerzlich vermieste.


Und Michael Irvin mußte weiter darauf warten besser zu sein als Jerry Rice. Das Jahr war so schlecht für ihn, daß er noch nicht einmal unter die 20 besten Receiver der Liga kam. Kurz vor dem Playoffspiel gegen die Carolina Panthers kam noch eine weitere Anklage wegen Sexueller Nötigung auf ihn zu. Diese stellte sich zwar als erfunden heraus, aber der strategisch wichtige Zeitpunkt störte seine Konzentration, und die des ganzen Teams. Irvin war so unkonzentriert, daß er sich bei einem Allerweltstackle schwer an der Schulter verletzte und ausschied.

 1997 Die Dallas Cowboys versagten auf der ganzen Linie. Die Stars hatten müde, und da machte Michael Irvin keine Ausnahme. Er fing 75 Päße für 1.180 Yards und neun Touchdowns.

Auch wenn es außerhalb des Spielfelds ruhig blieb, wirkte sich das nicht positiv auf die Leistungen Michael Irvins und des Teams aus.

Und es blieb lau um Michael Irvin, sowohl 1998 und auch 1999. In der Saison 1999 verletzte Irvin sich früh in der Saison schwer am Nacken. Die Ärzte rieten ihm, mit dem Football aufzuhören. Irvin hielt sich an diesen Rat und trat in den Ruhestand.

Da er sowieso keine Gefahr mehr für die gegnerischen Verteidiger war, vermisste man ihn überhaupt nicht.

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