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carr0202Wir schreiben das Jahr 2002. Ein neues Footballteam wird die NFL bereichern. Ein neuer Punktelieferant für die alteingesessenen Teams, so wie die Teams zuvor, die es in dieser harten Liga versuchten und viel Lehrgeld zahlen mußten?

Nein, die neuen Texans sollten den Experten zufolge das erste Expansionsteam werden, das schon in seiner ersten Saison eine positive Punktebilanz würde aufweisen können.

Das war früher anders. Als 1960 die Dallas Cowboys gegründet wurden, bekamen die Gründer eine Liste mit 132 Spielernamen in die Hand gedrückt. Von diesen 132 von den anderen Teams ausgemusterten „Altstars“ mußten sie innerhalb von 24 Stunden 36 auswählen, die sie in ihr Team aufnehmen wollten. Da blieb keine Zeit nachzufragen, ob der ein oder andere vielleicht ein gebrochenes Bein hatte oder so.

Die Cowboys durchlitten sieben Saisons mit negativer Punktebilanz, bevor sie die erste positive Saison erlebten.

1976 bekamen die Tampa Bay Buccaneers und die Seattle Seahawks 48 Stunden bevor die Draft begann die nötigen Unterlagen. Die Folge... auch diese beiden Teams mußten viel Lehrgeld zahlen, bevor sie ihre ersten positiven Saisons vermelden konnten. Seattle hatte die erste siegreiche Saison nach drei Jahren und Tampa nach vier.

Die Besitzer der anderen Clubs wollten sich zu diesen Zeiten keine Konkurrenten heranzüchten. Die „Neuen“ sollten auf die harte Tour erfahren, was es bedeutet in der besten und härtesten Footballliga der Welt zu spielen.

Als 1995 die Carolina Panthers und die Jacksonville Jaguars auf die Welt kamen, sah die ganze Situation schon anders aus. Seit 1993 gab es die „Free Agency“ die es den Spielern erlaubte dorthin zu gehen, wo das Geld ist. Vorher war ein Spieler ein Teamspieler, der seinen Vertrag mit seinem Club erfüllte. Seit 1993 dürfen die Spieler sehr viel leichter wechseln, was den neuen Typ des Söldners hervorbrachte. Zudem gab es seit 1994 die Gehaltsobergrenze, die von vielen Clubs verlangte ihre zu teuer gewordenen Stars an andere Clubs abzugeben, die noch etwas Platz under dieser Obergrenze hatten. Und die Clubbesitzer hatten eingesehen, daß die NFL auf dem TV Markt nur dann bestehen kann, wenn man spannende Spiele abliefert und jeder jeden jederzeit schlagen kann.

Diese Faktoren kamen den beiden neuen Clubs zugute, die ja noch sehr viel Platz unter der Gehaltsobergrenze hatten und viele gute Spieler von anderen Teams weglocken konnten.

Als Folge daraus standen beide Teams schon im zweiten Jahr ihres Bestehens in den Endspielen von AFC und NFC.

1999 kamen die Cleveland Browns als neues, altes Team wieder in die Liga zurück. Ihr Vorstand hatte aber kein glückliches Händchen bei der Auswahl neuer Spieler, so daß die Browns still vor sich hindümpeln.

Jetzt kommen die Houston Texans daher. Das zweite Team, das sein Glück in Houston versuchen will und nach den Dallas Texans (heute Kansas City Chiefs), das zweite Team, das den Namen Texans trägt.

Die Fans in Houston hatten ja erst vor kurzem bewiesen, daß sie an NFL Football überhaupt nicht interessiert sind. Klar hatten die miesen Leistungen der Houston Oilers den Zuschauerschwund selbst verschuldet, aber Houston jetzt dem Markt von Los Angeles vorzuziehen war eine gewagte Sache der Ligaverantwortlichen.

Erster Head Coach der zweiten Texans ist Dom Capers. Genau der Dom Capers, der die Carolina Panthers auf die Beine stellte und sie zu sofortigen Siegern machte.

Capers kümmerte sich seit 2000 um die Geschicke seiner Houston Texans. Zwei Jahre gegen 24 bzw. 48 Stunden, die die Cowboys, Seahawks und Buccaneers zur Verfügung hatten. Und, nicht zu vergessen, die extra für die Texans abgehaltene Erweiterungsdraft. In dieser Draft waren 19 Spieler einzuberufen, die schon mal im Pro Bowl spielten, ein kleines Allstarteam also.

Und Dom Capers bediente sich reichlich, will Teambesitzer Bob McNair für seine $700 Millionen, die er der NFL für die Lizenz hatte zahlen müssen, doch schnelle Rückzahlungen sehen. Zum Vergleich, die Lizenz für die Cowboys hatte 1960 $600.000 gekostet.

Ps. Das „Athlon Sports Pro Football“ Magazin erlaubte sich in seinem Rückblick auf vergangene Saisons bei den Texans den Blick auf die Oilers. Das ist falsch! Die Texans sind ein neues Team, das keine Vergangenheit hat, aber vielleicht eine Zukunft?

In der ersten Saison der Texans kam es dann alles anders, als die Experten sich das ausgemalt hatten. Die Texans waren ein Expansionsteam und sie spielten wie eins. Wären nicht die Lions und die Bengals gewesen, wären die Texans verdientermaßen das schlechteste Team der Liga geworden. So aber kamen sie mit ihren vier Siegen in den Genuß vor Detroit und Cincinnati zu landen.

Den ersten Sieg für Houston gab es allerdings schon am ersten Spieltag der Saison gegen die Dallas Cowboys. Jeder blamiert sich so gut er kann und Dallas wollte sich damit wohl keine Zeit lassen. 19:10 ließen sie sich vom Neuling abziehen.

Und so spielten die Texans ihre Spiele von Saison zu Saison.

Was sie bis heute nicht spielten, ist eine Rolle von Saison zu Saison.

Die Houston Texans sind das Paradebeispiel einer grauen Maus.

 

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Division: AFC South
Gegründet: 2002
Größter Erfolg bisher:
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