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Payton03Die Story der Chicago Bears ist die Geschichte eines Mannes - George Stanley Halas - den die Football Welt als "Papa Bear" kannte. Halas gründete die Bären, spielte für sie, trainierte sie und besaß sie. Es war Halas, der 1930 die "T" Formation einführte, auf der das heutige Spiel immer noch aufbaut.

Leider starb Halas am 31.10. 1983, und so konnte er seine Bears nie in ihrem ersten Super Bowl sehen, obwohl er sie zu so vielen NFL Triumphen geführt hatte. Die Initialen GSH auf den Ärmeln der Trikots zeugen den Respekt der Bears vor diesem Mann.

Halas war erst 25, als er 1920 bei einem Treffen von mehreren Footballclub Besitzern ein Team repräsentierte, genannt die Decatur Staleys. Man traf sich in einer Garage in Canton, Ohio, und man gründete die NFL.

1922 zog sich der Sponsor der Staleys zurück, und Halas zog mit der Mannschaft um nach Chicago. Hier änderte er den Namen des Clubs um in Chicago Bears. In diesem Jahr wurden die Bears zweite in einer aus 18 Teams bestehenden Liga.
Halas rekrutierte Spieler, die es bei anderen Clubs nicht geschafft hatten, und machte sie zu Stars.

Halas zog sich 1925 als Spieler zurück und 1929 auch als Coach. Aber das waren nur die ersten von vier Rücktritten.

In den 30ern und 40ern waren die Bears DIE Footballmacht, und man nannte sie die Monster des Mittelwestens. In einem Endspiel gegen die Redskins sicherten sie sich den bis heute höchsten Sieg in der Geschichte der NFL. Dank der neuen "T" Formation, und den außergewöhnlichen Fähigkeiten des Quarterbacks Sid Luckman, gewannen sie dieses Spiel mit 73:0. Halas feierte diesen Sieg, indem er in die Navy eintrat. Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen.

Als Halas zurückkam, startete er durch. Seine Bears gewannen den NFL Titel, 1946. Aber der Wettbewerb in der Liga wurde immer härter, und bevor Halas 1968 endgültig als Coach zurücktrat, gewann Chicago gerade mal nur noch eine Meisterschaft, 1963.

"Ich wusste, daß es Zeit war aufzuhören," sagte Halas, "als ich einen Schiedsrichter anschrie, und dieser eine Strafe schneller abschritt, als ich ihm folgen konnte." Da war er schon 73.

In seiner Zeit gewannen die Bears 320 Spiele, verloren 147 und holten 30 Unentschieden. Sein Einfluss ist auch heute noch spürbar, nach seinem Tode. Er brachte Mike Ditka 1961 zum Club, damals als Tight End. 1982 verpflichtete er ihn als Head Coach.

Die Bears sind aber auch bekannt, als das Team, in dem Walter Payton spielte. Doch stand dieser einzigartige Spieler immer allein auf weiter Flur, und er konnte auch nichts an dem Dilemma ändern, in das der Club steuerte. Viele Jahre waren die Bears ein Team unter vielen. Als die NFL 1970 umgestaltet wurde, wechselten die Bears in die NFC Central, und sie zogen um, ins Soldier Field.

Die Bears wechselten regelmäßig ihre Trainer, aber keiner reichte an Halas heran. Vielleicht deshalb, weil Halas immer noch über ihnen saß. Das war bestimmt auch der Grund für ihre langjährige Mittelmäßigkeit, aus der sie nur einmal, in ihrer Super Bowl Saison, entfliehen konnten.

Nach der Saison 1993 musste Ditka gehen. Zu schwach waren Die Bears geworden. Nie konnte Ditka beweisen, daß er allein der Garant des Super Bowl Titels 1986 war. Ihm zur Seite stand zu der Zeit Defensive Coordinator Buddy Rian. Er erfand die 46 Defense, mit der die Bears ihre Gegner terrorisierten. So war es ja auch Verteidiger Richard Dent, der in Super Bowl XX zum MVP gewählt wurde. Als Rian Chicago verließ, um in Philadelphia Head Coach zu werden, ging das nicht ohne viel böses Blut. Zu stark waren die Egos von Ditka und Rian, die sich beide als einzigen Garanten des Erfolgs sahen.

Als neuer Head Coach wurde Dave Wannstedt verpflichtet, der als Defensive Coordinator der Cowboys großen Anteil an deren Wiederauferstehung hatte.

Als erstes stellte Wannstedt die Offense von einer Run and Run Offense um, auf eine Offense, für die ein Pass über 10 Yards kein unbekanntes fliegendes Objekt war.

Ein ganz leichter Aufwärtstrend war bei den Bears spürbar, aber viel musste geschehen in Chicago, damit die Bären in den 90ern mithalten könnten.

Nachdem es zunächst so aussah, als ob Wannstedt ein guter Trainer wäre, der den Bären gut trainieren könne, kam der Absturz.

So starteten die Bears mit der schlechtesten Bilanz ihrer Vereinsgeschichte in die Saison 1997. Sie verloren die ersten sieben Spiele in Folge. Damit übertrafen sie das Jahr 1945, als sie mit fünf Niederlagen die Saison begannen.
Erstaunlich, daß Dave Wannstedt auch noch in der Saison 1998 das Team führte. Nur ein Playoffauftritt in sechs Jahren und zwei Saisons mit nur 4-12 Punkten hintereinander, das war dann doch zu wenig. Nach der Saison `98 war dann Schluss.

Der neue Mann an der Seitenauslinie in Chicago hieß Dick Jauron, konnte aber nur zwei Spiele mehr gewinnen, als sein Vorgänger.

Die Fans in Chicago erwarten da doch sehr viel mehr.

Als ob das schlechte Rumgeschubse dieses einstmals so stolzen Teams nicht genug wäre, starb auch noch DER BÄR schlechthin, . Der Schock traf nicht nur Bears Fans sondern die gesamte Footballwelt.

Es kam die MilleniumsSaison 2000. Und wo fand man die Bears am Ende dieser Saison? Nun, man musste nur ganz unten auf die Tabelle der NFC Central sehen, da fand man die Teddybären, die einem vorkamen, wie chinesische Tanzbären, denen man alle Krallen und Zähne gezogen hat.

Aber... was geschah 2001? Die Footballwelt rieb sich die Augen. Waren das wirklich die Teddys, sie sich da auf ihre Gegner stürzten und diese Reihenweise zerrissen?

Sie waren es!

13 Siege, drei Niederlagen, erster der NFC Central, die vor der Saison zur Gruppe von Green Bay, Minnesota und Tampa Bay erklärt wurde. Aber es waren die Bears, die diese harte Gruppe gewannen.

Dabei waren sie, und sind es noch, ein Team der Namenlosen. Die Offense? Durchschnitt!. Die Defense? Ebenso!

Aber Head Coach Dick Jauron machte aus diesen blassen Typen ein Team, das man erst mal schlagen musste, was ja nicht vielen gelang.

Deshalb auch wurde Dick Jauron wohl zum besten Head Coach der Saison 2001 gewählt, wenn auch in den Divisional Playoffs gegen die Eagles das Aus kam.

Im Jahr 2002 rieb sich die Fachwelt dann wieder verwundert die Augen, wie unbeständig ein NFL Team doch sein kann. Ganze VIER Siege brachten die Bears zustande, und das in einer Gruppe mit Punktelieferanten wie Detroit und Minnesota. Die Bears wurden selber ein Fußabtreter, über den man beliebig drüberlatschen konnte.

Am 15. Januar 2004 wurde der Defensive Coordinator der Rams abgeworben, Lovie Smith. Die Bears machten ihn zum am schlechtesten bezahlten Head Coach der NFL.

Doch Smith war jeden Cent der $1,4 Millionen Hungerlohn wert, den der Club seinem Chefstrategen zahlte.

Im Februar 2006 hatten die Bears den Super Bowl nach 21 Jahren Abstinenz wieder erreicht. Hier erwies sich der Spruch, daß die Defense Meisterschaften gewinnt, als hohle Phrase, denn die Offense der Colts war zu stark für Chicago. Indianapolis gewann 29:17.

In der Saison 2007 gings wieder nach unten. Mit 7-9 legte das Team eine negative Saison hin.

Neun Siege und sieben Niederlagen reichten 2008 nicht zum Einzug in die Playoffs.

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Division: NFC North
Gegründet: 1920
Größter Erfolg bisher: Super Bowl XX gewonnen

Chicago Bears

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