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atlantatitel02Atlanta war ein beliebtes Territorium für den Profifootball, 1966. Die AFL und die NFL wollten beide einen Club im tiefen Süden Amerikas haben. Die NFL gewann den Kampf, und die AFL ging statt dessen nach Miami.

In solchen neuen Mannschaften werden erfahrene Männer gebraucht, und Head Coach Norb Hecker schien ein solcher zu sein, hatte er doch als Defensive Backfield Coach unter dem großen Vince Lombardi gearbeitet. Aber es ist nicht leicht, in die bestehende Sportszene einzubrechen. Atlanta begann mit neun Niederlagen in Folge, bevor sie drei der letzten vier Spiele gewinnen konnten.

In der zweiten und dritten Saison gewannen die Falcons zusammen ganze drei Spiele, und Hecker wurde gefeuert. Hall of Fame Quarterback Norm van Brocklin übernahm den Job, aber es stellte sich kein Fortschritt ein.

1971 hatten die Falcons ihre erste positive Saison, mit 7-6-1 Punkten. Damit wurden sie in ihrer Gruppe nur dritte. Die Dolphins, die im selben Jahr von der AFL gegründet wurden wie Atlanta, gewannen ihren ersten Super Bowl.

1974 wurde van Brocklin gefeuert. Marion Campbell wurde vom Defensive Coach zum Head Coach ernannt. Weitere zwei Jahre spielte das Team auf der negativen Seite, und die Zuschauer stellten Minusbesucherzahlen Rekorde auf. Es war keine Überraschung, als Campbell 1977 abgelöst wurde. Der neue Mann auf dem Schleudersitz wurde Leeman Bennett, der 14 Jahre in verschiedenen Clubs Assistenztrainer war.

Bennett ließ Quarterback Steve Bartkowski, der 1975 gedraftet wurde, von der Leine, und die Funken und Pässe begannen zu fliegen. Innerhalb von zwei Jahren hatten die Falcons ihr erstes Playoffspiel erreicht. Das war 1978, und Atlanta verlor nur gegen ein ausgezeichnetes Dallas Team.

In der nächsten Saison verloren die Falcons wieder etwas an Boden, aber 1980 gehörten sie wieder zu den besten der NFL. Dieses Jahr ging als das erfolgreichste in die Geschichte des Clubs ein. Die Falcons gewannen ihre einzige Divisionsmeisterschaft, und sie waren auf dem besten Wege in den Super Bowl. Wieder waren es jedoch die Cowboys, die ihnen im Weg standen. Dallas gewann einen 30:27 Thriller, in dem Atlanta zur Halbzeit noch geführt hatte.

Die Experten dachten, daß das nur einer von vielen folgenden Anläufen eines jungen, starken Teams auf die Meisterschaft gewesen wäre. Die Offense hatte Bartkowski für die Pässe und William Andrews für die Läufe. Die berühmte "Grits Blitz" Defense eroberte die Bälle zurück. Aber Experten gewinnen keine Spiele, und der schnelle Aufstieg der Falcons kam zu einem jähen Stopp, 1981, als die Verteidigung Schwächen zeigte. Noch eine Saison und Bennett musste Dan Henning weichen.

Ganz obskur wurde es, als die Falcons unter Jerry Glanville von der Teamfarbe rot zu schwarz wechselten. Dabei weiß doch jeder: "Nur wahre Männer tragen schwarz". Und bei den Atlanta Falcons spielen wirklich keine wahren Männer. Das fing schon bei Glanville an, der zu jedem Heimspiel eine Eintrittskarte für Elvis Presley zurücklegen ließ.

Irgendwann bemerkte auch der Vorstand, daß das Team unter einem solchen Head Coach nicht in besten Händen war.

Glanville musste gehen, Ihm folgte June Jones. Dieser musste gehen und es kam Dan Reeves, aber der Erfolg kam dennoch nicht.

Head Coach June Jones hatte keinen Schimmer, wie man ein wettbewerbsfähiges NFL Team auf die Beine stellt.

Dan Reeves kam und übernahm diese Aufgabe. Ein Coach, der aus der AFC kam, wo er Denver lange Jahre führte. Das sagt schon alles. Denn daß ein AFC Coach in der NFC nichts bringen konnte, zeigten seine Jahre bei den New York Giants, die er auch ziemlich herunterwirtschaftete.

Wäre an den 49ers schon nie ein Vorbeikommen gewesen, so standen ihnen jetzt auch noch die Panthers im Weg und Dan Reeves.

Anfang 1998 verstarb Rankin Smith im Alter von 72 Jahren an einem Herzversagen. Smith war der Besitzer der Atlanta Falcons, mit denen er den professionellen Football in den tiefen Süden der Staaten brachte. Ausserdem war er maßgeblich daran beteiligt, die Olympischen Spiele in die Coca Cola Stadt zu bringen.

So erlebte er den größten Erfolg seines Teams nicht mehr mit, der plötzlich und unerwartet über die Footballwelt hereinbrach. Die Falcons erreichten den Super Bowl, und zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren war ein NFC Team nicht der Topfavorit auf den Sieg im Super Bowl.

Dan Reeves hatte es tatsächlich geschafft Atlanta in der NFC auf den ersten Platz zu führen. Die Fachleute staunten und die Laien wunderten sich.

Doch im Super Bowl bewahrheiteten die Prognosen sich und Denver ging als klarer Sieger vom Platz.

Die Erfolglosigkeit blieb den Falcons treu, und Besserung ist noch nicht in Sicht. Die Falcons ... ein flügellahmer Sturzvogel. Oder besser gesagt: Eine Eintagsfliege, wie die Saison 1999 schonungslos offenbarte.

Atlanta spielte wieder die gewohnte Rolle des Punktelieferanten. Das lag daran, daß sich gleich zum Beginn der Saison Quarterback Chris Chandler und Running Back Jamal Anderson verletzten.

Ohne diese zwei war Sense und Atlanta erreichte noch nicht einmal die Playoffs.

Auch über die Saison 2000 des Teams aus der Coca Cola Stadt muss man, wie gewohnt, den Mantel des Schweigens ausbreiten. Niemand musste sich verwundert die Augen reiben und man fand die Falcons in der Tabelle der NFC West auf einen Blick..., am Boden. Ganze vier Spiele konnten sie gewinnen in einer Saison, in der die Quarterbacks hinter einer sehr jungen Offenseline spielten und in Folge dessen des Öfteren den Platz mit gehörigen Kopfschmerzen verliessen.

2001?

Die selbe Prozedur wie jedes Jahr, mir einer Ausnahme. Die Falcons drafteten ihren Quarterback der Zukunft - Michael Vick.

Für die Saison 2002 mussten sich die Chefs der Falcons etwas einfallen lassen um Zuschauer in den oft nur halbvollen Dome zu bekommen. Deshalb machten die Verantwortlichen der Falcons etwas, was im Sport in Amerika, zumal in der NFL, völlig neu war... sie senkten die Eintrittspreise.

Die Fans nahmen die Geste dankbar an und sie kamen so reichhaltig, daß der Club unter dem Strich über die gesenkten Eintrittspreise mehr einnahm, als in der Saison zuvor.

Hätten die Fans gewusst, welche Show sie von Michael Vick geboten bekamen, sie wären auch zu den höheren Preisen ins Stadion geströmt.

Erst in den Divisional Playoffs war gegen die Eagles Schluss, nachdem man in den Wild Cards noch ganz locker IN Green Bay mit 27:7 gewonnen hatte.

Bis heute sind die Falcons nicht aus der Mittelmäßigkeit herausgekommen, Vick hin, Vick her. Mitschuld daran hatte natürlich auch der Head Coach Jim Mora jr., der der Erfolglosigkeit seines Vaters in nichts nachstand.

Am 7.1.07 unterschrieb Bobby Petrino den Vertrag als Head Coach in Atlanta.
Bobby Wer?
Keine Ahnung. Bis dato war er Head Coach der Universität von Louisville.

Man musste sich den Namen gar nicht erst lange merken. Schnell sah er ein, daß er für die NFL nicht die nötige Qualifikation hatte und schmiss völlig entnervt das Handtuch. Feigling, Aufgeber, Scheinheiliger... das sind die Worte, die Bobby Petrino hinterhergeworfen wurden, und die man noch abdrucken kann, als er in Woche 13 buchstäblich die Flucht ergriff.

Zu groß waren aber auch die Aufgaben, die der Aufgeber bewältigen musste. Quarterback Michael Vick musste in den Knast, weil er illegale Hundekämpfe organisiert hatte, und ohne ihn hätten auch gute Trainer Probleme mit den Falcons gehabt.

Mit nur vier Siegen und 12 Niederlagen war Atlanta aber noch nicht das mieseste Team der NFC, denn die Rams standen mit nur drei Siegen noch unter den Falcons.

Eine neue Saison, ein neuer Head Coach. Mike Smith sammelte als langjähriger Assistenztrainer bei verschiedenen NFL Teams Erfahrung.
Dennoch fällte er vor Beginn der Saison eine Entscheidung, die kopfschütteln auslöste. Er machte als Rookie Head Coach den Rookie Quarterback Matt Ryan zum Starter.

Daß das eine hervorragende Entscheidung war, stellte sich von Woche zu Woche mehr heraus. Bereits der erste Pass von Ryan war ein Touchdown, und der Lauf des Teams endete erst in der Wild Card Runde der Playoffs, wo sie Gegen Arizona 24:30 unterlagen.

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Division: NFC South
Gegründet: 1966
Größter Erfolg bisher: Teilnahme an Super Bowl XXXII

Atlanta

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