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arititel02Der Club wurde 1898 von Chris O'Brien in Chicago gegründet. O'Brien lieh sich von der Uni von Chicago einige Trikots, die Kastanienbraun sein sollten. Allerdings waren sie schon so verwaschen, daß O'Brien sagte: "Die sind nicht kastanienbraun, sondern cardinalrot". So bekam das Team seinen Spitznamen.

Obwohl der Club so alt ist und eines der Gründerteams der NFL, haben sie nur zwei Weltmeistertitel holen können.

Den ersten davon 1925, und es war eine heiss diskutierte Entscheidung.

Die Cards wurden erst als zweite gewertet, bekamen dann aber den Titel zugesprochen, nachdem die Pottsville Maroons wegen Regelverstößen auf den zweiten Platz verbannt worden waren.

Über ihren zweiten Titelgewinn gab es keine Diskussionen. Dieser war 1947. Angeführt von Coach Jim Conzelman und dem "Million Dollar" Backfield gewann man die Western Division bevor Philadelphia im Endspiel 28:21 geschlagen wurde.

Die Cards gewannen 1948 wieder die Western Division mit 11:1 Punkten, aber im Endspiel nahmen die Eagles mit einem 7:0 Sieg Rache.

Nach dieser Niederlage rutschte das Team wieder in den Keller der NFL ab. Die Cards Fans in Chicago sahen nur noch eine positive Saison ihrer Mannschaft, ein 7:5, 1956.

Die Bidwell Familie hatte den Club 1932 gekauft, und nach 28 Jahren mit nur einem Titel, entschlossen sie sich, ihr Glück in St. Louis zu versuchen.

Aber auch hier dauerte es bis in die Mitte der Siebziger, bis das Team unter Coach Don "Air" Coryell zwei NFC Eastern Division Titel gewann. Beide Male schieden die Cards dann schon in der ersten Runde der Playoffs aus. 1974 mit 14:30 gegen die Vikings und 1975 mit 23:35 gegen die Rams.

Nach zwei weiteren "beinahe" Jahren warf der frustrierte Coryell die Brocken hin. 1980 wurde Jim Hanifan der 29. Head Coach der Cardinals. Er war in der Coryell Ära der Offensive Koordinator des Teams gewesen. Hanifan brachte die Mannschaft 1982 in die Playoffs, wo sie in der ersten Runde gegen Green Bay ausschieden. In den nächsten beiden Jahren erreichte St. Louis 8-7-1 und 9-7 Punkte, während Hanifan versuchte eine talentierte Truppe zusammenzustellen.

Die Erwartungen der Öffentlichkeit stiegen, und 1985 sollte DAS Jahr sein... aber es ging mal wieder alles fürchterlich schief, und die Cards Fans erlebten wieder eine negative Saison.

Hanifan wurde gefeuert und Gene Stallings übernahm den Schleudersitz. Stallings war seit 1972 der Defensive Backfield Coach des Divisionsrivalen Dallas wo er eine gute Arbeit leistete. Die Cards jedoch konnte auch er nicht beflügeln. Ganze vier Siege gelangen ihm in seiner ersten Saison.

Die Fans begannen den Verlierern den Rücken zu zeigen, und das kleinste Stadion der NFL, das 51.392 Zuschauer fassende Bush Memorial Stadium, wurde immer leerer.

Bidwell zog mit dem Club 1988 um nach Phönix, Arizona, wo die Leute noch heiss auf NFL Football waren. Doch mittlerweile ist auch in diesem Wüstenloch die Ernüchterung eingekehrt, da man jetzt auch hier endlich Siege sehen will.

Auch Gene Stallings musste mittlerweile seinen Trainerstuhl räumen. Als hätte man nicht gemerkt, daß Buddy Rian als Head Coach nichts taugt, wurde er von den Bidwills verpflichtet.

Klar, Rian war der Garant des Super Bowl Titels der Bears, aber das nur als Defensive Koordinator. Von Offense hat er keine Ahnung, was er schon in Philadelphia unter Beweis stellte und nun wieder.

Mittlerweile haben die Cards Rian auch wieder geschasst und durch Vince Tobin ersetzt.

Mit ihm sah es anfangs so aus, als ob die Cardinals die Playoffs erreichen könnten. Doch im Dezember verloren sie drei der vier Spiele und beendeten 1996 mit 7-9 Punkten.

1997 kam es zu einem Meilenstein in der Geschichte der Cardinals. Der letzte Sieg gegen die Dallas Cowboys kam für die Arizona Cardinals am 14. Oktober 1990. Seitdem verloren sie 13 Spiele in Folge gegen die Texaner.

Seit ihrem Umzug von St. Louis nach Tempe konnten die Cards noch nie ein Saisoneröffnungsspiel im Sun Devil Stadion gewinnen.

Doch an diesem heissen Sommersonntag war es so weit. In einem Spiel, das in dieser Saison schwerlich übertroffen werden konnte, gewann Arizona sein Heimeröffnungsspiel gegen Dallas.

7:22 lagen sie schon gegen das Team, das auch dieses Jahr wieder Anspruch auf den Weltmeistertitel erhob, zurück. Doch mit einer 2 Punkte Konversion 1 Minute vor Spielende gelang noch der Ausgleich.

In der Verlängerung ging es hin und her und die Cards zeigten, daß sie Football spielen können. Ihre Defense verprügelte die Stars der Cowboys Offense. Das Special Team blockte ein Field Goal (in der regulären Spielzeit) und die Offense spielte solide.

Am Ende setze Kicker Kevin Butler ein 27 Yards Field Goal exakt ans obere Ende des linken Goalposts, von wo der Ball noch durch die Torstangen segelte zum 25:22 Endstand.

Das wars für die Saison 1997, die den ansonsten gewohnt miesen Verlauf nahm.

1998 erreichten die Cards die Playoffs. Mit Jake Plummer als Quarterback wähnten sich die Fans im siebten Footballhimmel. Selbst John Madden, Starkommentator des amerikanischen Fernsehens, zog schon Parallelen zu Joe Montana.

Wenn man Plummer allerdings objektiv betrachtete, sah man eher ein aufgeschrecktes Huhn über den Platz wuseln.

Wie gesagt erreichte Arizona die Endrunde und schlug dort in den Wild Cards sogar die Cowboys. Doch schon in der nächsten Runde war Schluss. Minnesota zeigte mit einem 41:21 deutlich, wie weit die Cardinals noch zu gehen hatten.

Auch die Saison 1999 sowie 2000 und 2001 sahen das altgewohnte chancenlose Team.

Nach sieben Spielen in der Saison 2000 wurde der damalige Head Coach Vince Tobin wegen anhaltender Erfolglosigkeit gefeuert und Dave McGinnis übernahm den Job... bisher gleichermaßen erfolglos.

Leichter wurde es für die Cards zur Saison 2002 nicht. Jetzt kamen sie im Zuge der Neuordnung der Gruppen zu den Seahawks, 49ers und den Rams in die NFC West. Aber viel ist hier nicht drin. Daran änderte auch der Einkauf des besten NFL Running Backs aller Zeiten, Emmitt Smith, nichts.

Smith, der bei den Cowboys in seiner sagenhaften Karriere sein Pulver verschossen hatte, war nicht der Heilsbringer für Arizona in der Saison 2003.

Im Jahr 2004 kam Dennis Green als neuer Head Coach und Hoffnungsträger nach Arizona. Er hatte in Minnesota ein wettbewerbsfähiges Team auf die Beine gestellt, und die Verpflichtung war keine schlechte.

Natürlich konnte Green das tote Vögelchen nicht sofort reanimieren, das war klar. Am Verstand von Green begann man aber zu zweifeln, als er 2005 Quarterback Kurt Warner von den Rams holte und zum Starter machte.

Warner war zwar Liga MVP und Super Bowl MVP, aber es war jedem, der nur ansatzweise Ahnung von Football hat klar, daß der Mann sein Pulver verschossen hatte.

Es kam, wie erwartet. Mitten in der Saison wurde auch Green klar, daß er den toten Vogel mit einer lahmen Ente wiederzubeleben versuchte.

Vor der Saison 2006 drafteten die Cards Quarterback Matt Leinart, ihre Zukunft. Green wollte ihn nicht sofort ins kalte Wasser schmeissen und begann auch diese Saison wieder mit Warner, der fröhlich vor sich hindilletierte und einen neuen Rekord für Fumbles aufstellen wollte. Dabei spielte das Team jetzt endlich vor ausverkauftem Haus in einem neuen, vollklimatisierten Dome. Aber was wurde den armen Zuschauern dort grausames geboten?

Green brachte Leinart in Woche 5, weil Warner eine Zumutung war und es nicht mehr schlechter werden konnte. Einen guten Start in sein Quarterback Leben legte Matt Leinart hin. Auch wenn Arizona am Ende hauchdünn mit 20:23 gegen die Chiefs verlor, kann man seinen Einstand als gelungen bezeichnen. 22 seiner 35 Pässe fanden ihre Receiver für 253 Yards, 2 Touchdowns und 1 Interception.

Die Saison verlief dennoch, wie man sie in Arizona gewohnt war. 5 Siege - 11 Niederlagen und das vorzeitige Aus für Dennis Green.

Am 14.1. 2007 wurde Ken Whisenhunt als neuer Head Coach vorgestellt. Whisenhunt war bis dato als Offensive Koordinator der Steelers tätig. Er kennt also die Arbeit mit einem jungen, unerfahrenen Quarterback, wie man an Ben Roethlisberger sah.

Auch in Arizona setzte er auf einen jungen, unerfahrenen Quarterback, auf den frisch gedrafteten Matt Leinart. Mit ihm lief es auch gar nicht schlecht, aber eine Verletzung beendete seine Saison sehr früh, so daß doch wieder der abgehalfterte Kurt Warner ran musste.

Immerhin erzielte das Team mit acht Siegen und acht Niederlagen eine ausgeglichene Saison, was in Arizona ja schon ein Erfolg ist.

Und siehe... auch 2008 erzielten die Cards 8-8 Punkte. Dank der Schwäche der anderen Teams in der Division reichte das für den Einzug in die Playoffs.

Quarterback Kurt Warner spielte eine tolle Saison und führte den Club in den Playoffs mit Siegen über die Falcons, die Panthers und die Eagles in den Super Bowl. Hier unterlagen sie in einem der besten und spannendsten Endspiele mit 23:27 gegen Pittsburgh.

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Arizona
Cardinals

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Division: NFC West
Gegründet: 1898
Größter Erfolg bisher: Teilnahme an Super Bowl XLIII

 

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