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Mittwoch, 6. Februar 2019

Kurzberichte
sbLIII-cbs-logoIn der BRD ein Hit, in den USA nur Shit.
Während hier wohl Pro7 den Super Bowl übertrug und selbst im letzten Viertel noch über eine Million Zuschauer hatte, legte das Spiel in den USA beinahe einen Minusrekord hin. Nach und nach schalteten die frustrierten Zuschauer drüben die Fernseher aus. In New Orleans setzten die Fans ihr Vorhaben in die Tat um, und boykottierten tatsächlich ganz kräftig das Spiel.
Ich vermute mal, daß die Zuschauerzahlen in Deutschland deshalb nicht sanken, weil die Zuschauer tief entschlummert waren und nur vergessen haben, den Ausknopf zu drücken.
Währen hier also die Zuschauerzahlen stimmten, waren in den USA weniger als 90 Millionen bereit, diesen Langeweiler anzusehen.
Zum Vergleich, letztes Jahr waren es über 114 Millionen Zuschauer. Unter 90 Millionen gab es zuletzt 2005.
Auch die Halbzeitshow soll nicht so das Wahre gewesen sein. Oft schalten Zuschauer gerade diese Show ein, doch die Gruppe Maroon 5 wurde schon im Vorfeld als Langweilig angesehen.

Tom Brady ist sein Spitzname G.O.A.T. peinlich.
Der neunmalige Super Bowl Teilnehmer und sechsmalige Sieger möchte nicht mehr so genannt werden.
Brady war in seiner Jugend Fan des unvergleichlichen Joe Montana. Brady sieht Montana als G.O.A.T. an.
Überhaupt, so Brady, könne er mit Kritik besser umgehen als mit Lob.
Aber was soll der Ärmste machen?
Er ist nun mal unerreicht und der Beste.

Auch der sechste Titel wurde in Boston ausgelassen gefeiert.
Bei der Siegesparade durch die Innenstadt säumten wieder hunderttausende die Straßen, um ihre Helden zu feiern.
Es war eiskalt, doch im Gegensatz zu 2017 schneite es wenigstens nicht.

NULL Stimmen bekam die unüberwindbare Defense der Patriots bei der Abstimmung zum MVP des Super Bowls.
Von den 16 stimmberechtigten Wählern bekam Julian Edelman die meisten Stimmen.
Julian Edelman, ein Wide Receiver, in einem Spiel, in dem die Defense dominierte, ein Wide Receiver der keinen Touchdown erzielte.
Selbst Edelman war darüber überrascht. Er hätte die ganze Defense ausgezeichnet, speziell aber Stephon Gilmore. Der Cornerback wehrte drei Pässe ab, erzwang einen Fumble und fing kurz vor Spielende einen Pass von Jared Goff ab.

Dienstag, 5. Februar 2019

Super Bowl Nachlese
edelman-julian-sb-mvp2Julian Edelman (Bild), vom suspendierten Wide Receiver zum Super Bowl MVP.
Die Patriots kennen sich ja damit aus, daß ein Star von ihnen für die ersten vier Spiele suspendiert wird. Vor Super Bowl LI war es Quarterback Tom Brady, Er sollte eventuell, unter Umständen, vielleicht davon gewußt haben können, daß... ach Quatsch, die idiotische Story kennt ja nun doch jeder.
Anfang 2018 war es Wide Receiver Julian Edelman. Er hatte nachweislich verbotene, leistungssteigernde Mittel eingenommen.
Die Saison 2017 verpaßte Edelman wegen eines Kreuzbandrisses komplett
Und am Sonntag wurde er der wertvollste Spieler des Super Bowls.
Doch Edelman sieht das anders. Für ihn wäre es gerechter gewesen, wenn die komplette Defense sich den Titel geteilt hätte. Das sagte er in einer Pressekonferenz.

 

Auf der Startseite von Win-Football sieht man ja die acht möglichen Gegner der Patriots für das Eröffnungsspiel. Da aber viele meiner Leser direkt hier auf der News Seite einsteigen, noch mal in schriftlicher Form: Cleveland Browns, Pittsburgh Steelers, Dallas Cowboys, New York Giants, Buffalo Bills, Miami Dolphins, New York Jets, Kansas City Chiefs.
Warum man bei der NFL rätselt, ob das Spiel am Donnerstag stattfinden soll, oder am Sonntag, das weiß ich nicht. (Ich weiß heute einiges nicht, merke ich grade).
Spiele zwischen Divisionsrivalen hebt die NFL sich gerne für die letzten Wochen auf. Doch ein Spiel gegen die Dolphins wäre deshalb sehr interessant, weil Patriots EX- Defensive Coordinator Brian Flores Head Coach in Miami geworden ist. Und wenn man gesehen hat, wie konsequent die Patriots Defense die Offense der Rams in ihre Einzelteile zerlegt hat... Und dann mit dem Insiderwissen von  Flores` gegen Tom Brady, das wäre was.
Flores Wechsel war lange klar, wurde aber erst am Montag offiziell bekanntgegeben.
Gegen die Chiefs spielten die Patriots schon im Saisoneröffnungsspiel 2017. Das ist natürlich kein Grund, Mahomes nicht gegen Brady antreten zu lassen. Der MVP der abgelaufenen Saison war 2017 noch nicht der Starter in Kansas City.

Die Buchmacher machten schon mal die Favoriten der Saison 2019 auf den NFL Titel aus.
Favorit Nr. 1, die New England Patriots.
Auf Platz zwei landeten die Los Angeles Rams.
Das meiste Geld kann man gewinnen, wenn man heute auf die Miami Dolphins setzt. Wenn die Super Bowl LIV im eigenen Stadion gewinnen würden, bekäme man für einen Dollar Einsatz $30.000 ausgezahlt.

Super Bowl LIII war nicht der schlechteste aller Zeiten. In der Rangfolge der schlechtesten Super Bowls aller Zeiten nimmt er Platz sechs ein, insgesamt Platz 48. Unter ihm stehen:
49. XII (1977) Cowboys 27, Broncos 10
50. VIII (1973) Dolphins 24, Vikings 7
51. XXXV (2000) Ravens 34, Giants 7
52. VI (1971) Cowboys 24, Dolphins 3
53. XLVIII (2013) Seahawks 43, Broncos 8

Hätten die Rams Super Bowl LIII gewonnen, dann wäre Andrew Whitworth in den Ruhestand getreten.
Doch nach dieser Niederlage überlegt der Offensive Lineman der Rams sich das noch mal. Rechtzeitig vor der nächsten Saison will er seine Entscheidung treffen.

Montag, 4. Februar 2019

Super Bowl LIII
edelman-julian-sb-mvpIn der Saison gab es ungewöhnlich viele schlechte, langweilige Spiele. Doch die NFL hielt das schlechteste und langweiligste für den Super Bowl zurück.
Öder und mieser geht es eigentlich gar nicht mehr.
13:3 gewannen die Patriots gegen die Rams. 16 Punkte markieren den Punkteminusrekord im Super Bowl.
Patriots Quarterback Tom Brady gewann in seinem neunten Super Bowl seinen sechsten Ring. Die Patriots zogen damit mit den Steelers gleich, die das große Spiel, das gestern so richtig winzig war, auch sechs Mal gewannen.
Natürlich hat das Spiel so manchem Fan guter Verteidigungsarbeit feuchte Augen beschert. Aber das sind halt nicht so viele, wie die Fans, die gerne einen offen Schlagabtausch ansehen.
Drei Viertel lang gab es keinen Touchdown. Erst im letzten Viertel kam Patriots Running Back Sony Michel in die Endzone der Rams.
Wertvollster Spieler in dieser Defenseschlacht wurde dennoch ein Angreifer, Wide Receiver Julian Edelman (Bild) von den Patriots. Er fing 10 Pässe für 141 Yards.
Zum Schluß noch ein paar Statistiken:
Patriots Quarterback Tom Brady: 21 von 35 für 262 Yards, 0 Touchdown, 1 Interception.
Rams Quarterback Jared Goff: 19 von 38 für 229 Yards, 0 Touchdown, 1 Interception
Patriots Running Back Sony Michel: 18 Läufe für 94 Yards, 1 Touchdown.
Rams Running Back Todd Gurley: 10 Läufe für magere 35 Yards
Rams Wide Receiver Brandin Cooks: 8 gefangene Pässe für 120 Yards
Patriots Head Coach Bill Belichick wurde mit seinen 66 Jahren der älteste Head Coach, der einen Super Bowl gewinnen konnte.

Freitag, 01. Februar 2019

Am Sonntag sind dann alle Rams Fans?
rams1999Nein, nicht alle. In St. Louis ist man immer noch stinksauer auf das Team. Teambesitzer Stan Kroenke wollte ein neues Stadion gebaut bekommen, als der Club noch in St. Louis beheimatet war.
Doch das kann man als Fake bezeichnen, denn insgeheim wollte er nach Los Angeles umziehen. Dennoch verhandelte er mit den Vertretern der Stadt und den Betreibern von „The Dome“, als ob er wirklich in der Stadt würde bleiben wollen.
Und tatsächlich bot man ihm an, ein $1,1 Milliarden teures Stadion am Fluß zu bauen. $400 Millionen wollte die Stadt zuschießen.
Doch, wie gesagt, Kroenke wollte weg. Die Konkurrenz zu den Baseball Cardinals und den Eishockey Blues gefiel ihm nicht. Außerdem befand der Multimilliardär, daß die Stadt St. Louis so langsam den Bach runterging, und das gefiel ihm schon gar nicht.
Und so begann er mit dem Bau eines $4 Milliarden teuren Unterhaltungskomplexes in Inglewood, California, in der Nähe von L.A.
$4 Milliarden, die er aus eigener Tasche finanziert.
Er begann mit dem Bau eines Stadions mit Einkaufszentrum und Vergnügungspark, ohne öffentlich geäußert zu haben, daß er mit den Rams umziehen will.
Doch 2016 packte er sein Team und weg war er.
Die Stadt St. Louis muß immer noch $60 Millionen an Kredit abzahlen für „The Dome“.
Deshalb sind die Menschen dort nicht wirklich gut auf die Rams zu sprechen. Immerhin haben sie nach den Football Cardinals bereits das zweite NFL Team verloren.
Und so werden dort nicht viele Footballfans für die Rams sein. Man ist sauer. Der Stolz ist verletzt, auch wenn die Rams in 12 Jahren nicht eine positive Saison spielten.
Da man in St. Louis auch die Patriots nicht so gern mag, werden wohl viele TV-Geräte am Sonntag nicht auf CBS eingeschaltet sein.
Aber es kommt ein Lichtlein am Horizont auf. Die XFL Pro Football League will nächstes Jahr ein Team in St. Louis installieren. Vielleicht hält die Liga ja länger als eine Saison durch?
Und ein Fußballteam soll auch noch kommen.
Na also, läuft!

Am Sonntag sind wir dann alle Super Bowl Fans?
Nein, nicht alle. In New Orleans ist man immer noch stinksauer auf die NFL. Deshalb ist diese Stadt am Sonntag im Super Bowl Boykott.
Wütende Fans der um den fast sicheren Sieg betrogenen Saints wollen Anti Super Bowl Partys veranstalten.
In dieser Stadt werden also so manche TV-Geräte ausgeschaltet bleiben.
Einige Sports Bars haben angekündigt, statt des Livespiels den Super Bowl von vor neun Jahren zu zeigen. Damals gewannen die Saints gegen die Colts.
Viele wollen noch nicht mal einschalten und zu den Patriots halten. Zu den Patriots zu halten ist nicht so angesagt. Diese schlimmste Fehlentscheidung in der Geschichte der schlimmen Fehlentscheidungen hat vielen den Spaß am Football für`s erste total versaut.
Zwei Saisonkarteninhaber, Tommy Badeaux und Candis Lambert, zogen vor Gericht um eine Wiederholung des Skandal-Spiels zu erzwingen. Doch sie wurden abgewiesen.
Und so werden am Sonntag in New Orleans viele Anti Super Bowl Partys geschmissen.

Kurzberichte
Einer der besten Verteidiger der Patriots konnte nicht trainieren.
Linebacker Dont`a Hightower ist krank. Was genau er hat, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Tom Brady ist froh, solch eine O-Line zu haben. Sie wäre Herz und Seele des Teams, sagte der Quarterback der Patriots.
In der regulären Saison wurde er 21 mal gesackt. Das ist nicht viel, gemessen daran, wie oft andere Quarterbacks unter Verteidigern begraben wurden.
In den Playoffs wurde er nicht einmal gesackt. Das ist aber nicht nur Bradys Beschützern zu verdanken, sonder auch seiner Fähigkeit, den Ball schnell zu werfen.
Trotzdem stand Brady 2018 oft unter Druck und wirkte überhastet. Doch je länger die Saison dauerte, desto besser wurde die Zusammenarbeit zwischen Line und Quarterback.
Das kam gerade rechtzeitig, denn die schnellen Pass Rusher der Rams werden nur schwer aufzuhalten sein.

Donnerstag, 31. Januar 2019

brady-tom-6Robert Kraft würde gerne den Vertrag mit Tom Brady (Bild) verlängern.
Der Kontrakt mit dem Quarterback läuft 2019 aus. Und Brady, 41 Jahre alt, würde gerne spielen bis er 45 ist. Das sollte dann schon in New England sein, meinte der Teambesitzer.
Zur Zeit spielt der GOAT für einen Hungerlohn. Wenn man sieht, was Flitzpiepen wie Cousins, Bortles, und wie sie alle heißen, bekommen, dann ist Brady mit $14 Millionen Jahresgehalt völlig unterbewertet.
Doch kann man einem so alten Mann viel mehr Geld zahlen?
Kann man, wenn so ein alter Mann noch so gut in Schuß ist.
Niemand wird bestreiten, daß Brady etwas nachgelassen hat. Doch ein Brady der etwas nachgelassen hat ist immer noch besser, als Cousins, Bortles und wie sie alle heißen, zusammen.
Mit Brady als Anführer haben die Patriots 10 AFC East Titel in Folge geholt, kamen in 16 von 17 Saisons in die Playoffs, stehen im neunten Super Bowl und konnten fünf gewinnen.
So einem Mann kann man ein Gehalt zahlen, das dem von Cousins, Bortles, und wie sie alle heißen, zumindest gleich kommt, egal wie alt er ist.

Patriots Quarterback Tom Brady holte seinen ersten Super Bowl Titel im Alter von 24 Jahren.
Gegner damals, die St. Louis Rams.
Kann Jared Goff eine ähnliche Karriere starten, wie Brady?
Der Quarterback der Rams ist 24 Jahre alt und spielt am Sonntag in seinem ersten Super Bowl, gegen Bradys Patriots.
Goff ist ein ruhiger, überlegt agierender Quarterback. Er läßt sich nicht ablenken, sei es von anstürmenden Verteidigern, einer erbarmungslos herunterlaufenden Uhr oder lärmenden Zuschauern.
Goff bleibt ruhig.
Und er kann punktgenau passen.
Das brachte die Rams in den zweieinhalb Jahren, in denen Goff startet, in den Super Bowl.
Goff wird mit seinen zwei Playoffsiegen gegen Brady mit seinen fünf Super Bowl Siegen antreten.
Ist er dazu bereit?
Wird er sich auf dieser riesigen Bühne behaupten oder wird er Nerven zeigen?
Goff, der sich von sieben Niederlagen und null Siegen zum Beginn seiner Karriere nicht negativ hat beeinflussen lassen, wird zeigen, aus welchem Holz er gemacht ist.
Und daß man nach einem 0-7 Start in die Karriere trotzdem später in die Hall of Fame kommen kann, das zeigt die Karriere von Cowboys Quarterback Troy Aikman, der mit einer 0-11 Bilanz in die NFL startete.
Oder Tom Brady. Der wurde erst in der sechsten Runde der Draft 2000 als 199. Spieler überhaupt einberufen. Er hatte sich schon damit abgefunden, als Versicherungsvertreter Klinken putzen zu gehen.
Bei den Patriots war er zunächst die Nr. 4 hinter Starter Drew Bledsoe und den Ersatzleuten John Friesz und Michael Bishop.
Und heute?

NFL Commissioner Roger Goodell hielt seine alljährliche Pressekonferenz in der Super Bowl Woche.
Wie immer redete er viel, ohne viel zu sagen.
Er weiß natürlich immer recht genau, welche bohrenden Fragen ihm die anwesenden Reporter stellen werden, entsprechend gut ist er darauf vorbereitet.
Gestern sagte er etwas zu der nicht gegebenen Strafe, daß das nie wieder vorkommen dürfe, daß es aber wieder mal vorkommen würde, und daß alle Technik der Welt nicht der Weisheit letzter Schluß wäre.
Ob er das Spiel nicht hätte wiederholen lassen können, wurde er gefragt. Bei der Antwort bezog er sich auf Regel 17, Sektion 2. Die besagt, kurz gefaßt, daß man ein Spiel, dessen Ausgang durch eine falsche Tatsachenentscheidung beeinflußt wurde, nicht wiederholen lassen kann.
Er sagte auch etwas zu der ewigen Forderung, daß die Teams Head Coaches und General Manager nach Hautfarbe und nicht Qualifikation einstellen sollen. Goodell meinte dazu, daß man auf dem richtigen Weg wäre und daß die Teambesitzer halt nicht so agieren, wie die Initiatoren der Rooney Regel es sich vorgestellt haben.
Zu den Heimatlosen Raiders, von denen er verlangt hatte, daß sie bis zum Super Bowl eine Heimat für 2019 vorweisen könnten, sagte er, daß er die Hoffnung hat, daß sich da bald etwas tut.
Und so ging es immer weiter. Auf erwartete Fragen kamen einstudierte Floskeln.
Politiker könnten es nicht besser machen.

Zwillinge im Super Bowl.
Seit knapp einem Jahrzehnt spielt Safety Devin McCourty für die Patriots. Eine lange Zeit. Das beweist, daß dieser McCourty richtig gut sein muss, denn Head Coach Bill Belichick ist schnell damit, unbrauchbare Spieler zu feuern.
714 Tackles, 80 verteidigte Pässe, 21 Interceptions, neun erzwungene Fumbles, drei Sacks und einen Touchdown  erzielte er in seinen neun Jahren in New England.
Sein Bruder Jason, Cornerback, kann nicht auf so eine gute Karriere zurückblicken. Das liegt daran, daß er nicht für gute Teams gespielt hat. Zunächst krebste er bei den Titans rum, dann ging es 2017 sogar noch tiefer, zu den Browns.
2018 spielten die beiden Brüder zusammen.
Für Devin wäre es der Höhepunkt seiner Karriere, zusammen mit seinem Bruder den Super Bowl zu gewinnen. Dann würde er in den Ruhestand treten.
Nach 10 Jahren bei den Patriots hat man ja genug positives erlebt, da kann  man an den Ruhestand denken.
Von Jason hat man noch nichts in dieser Richtung gehört. Aber er will bestimmt noch etwas mehr von dem Erfolg erleben, den man bei den Patriots erleben kann.

Rams Offensive Tackle Andrew Whitworth wird am Sonntag einen Rekord aufstellen.
Er wird der älteste Lineman, der je in einem Super Bowl spielte.
Mit seinen 37 Jahren spielte er in 199 NFL Spielen und startete in 195.

Dienstag, 29. Januar 2019

losangeles-erlaubt„Los Angeles ist jetzt eine Footballstadt,“ ist Aaron Donald überzeugt.
Als Neuling hat man es in der mit Sportteams überschwemmten Stadt der Engel nicht leicht. 10 Große Sportteams gibt es dort.
Das bekamen die Rams zu spüren. Das Coliseum war zu Anfang eher spärlich gefüllt, und Heimspiele fühlten sich nicht immer so an. Die erschienenen Fans feuerten oft das Gastteam an.
Doch nach nur drei Jahren wurden die Rams von Lämmern zu Löwen. Sie stehen nur ein Spiel vom ewigen Ruhm entfernt. Und so langsam bekommen die Rams das Gefühl, daß die Metropole sie ins Auge gefasst hat.
College Football hat in den USA einen immens hohen Stellenwert. Und mit USC und UCLA gibt es zwei starke Teams in L.A. Mit denen müssen die Rams konkurrieren. Diese beiden Teams sind ja der Beweis dafür, daß L.A. eigentlivh schon eine Footballstadt ist.
Aber die Los Angelenos haben die Rams aus der NFL liebgewonnen. Das beweisen die vielen Fans, die am Sonntag in Blau, Weiß und Gold gekleidet nach Inglewood gekommen sind, um das Team zu verabschieden.
Und so behaupten sich die Rams in diesem umkämpften Markt, in dem sich die Dodgers aus der Baseballliga tummeln, die zweimal in Folge in die World Series kamen, die NHL Kings, die jedes Jahr für die Playoffs gut sind, und die Lakers aus der NBA, die halt eben die Lakers sind.
Gegen all die und die Collegeteams müssen die Rams sich durchsetzen, So ein Super Bowl Lauf ist da keine schlechte Hilfe.
Und ach ja, die Chargers, es gibt da ja noch die Chargers.
Eben, das sind die Chargers, also gut, daß wir sie mal erwähnt haben.

Der vielgepriesene Head Coach Sean McVay hat es geschafft, ein desolates Rams Team das 2016 4-12 Siege holte, zum Super Bowl Kandidaten zu machen.
Mit nur 33 Jahre ist er der jüngste Head Coach, der sein Team ins Spiel der Spiele führen konnte.
Mit der Hilfe von Bill Belichick?
Der Head Coach der Patriots und McVay sagten, daß sie praktisch nach jedem Spiel ihrer Teams Textnachrichten ausgetauscht hatten. Deshalb, so meinten sie weiter, würden sie sich recht gut kennen. Nach dem Sieg gegen die Vikings im September bekam McVay die Nachricht von Belichick: „Mann, ihr Jungs seid echt explosiv und eindrucksvoll. Es macht Spaß euch zuzusehen. Gratulation - macht weiter so.“
Belichick, mit 66 Jahren genau doppelt so alt wie McVay, möchte McVay nach dem nächsten Spiel der Rams natürlich keinen Gratulationstext schicken.

Saints Quarterback Drew Brees: „Ich weigere mich, daß wir uns davon herunterziehen lassen.“
Wer die letzte Woche auf diesem Planeten verbracht hat weiß, worauf der Brees sich bezieht.
Brees wandte sich mit einer längeren Botschaft an die Fans und drückte sein Verständnis über ihren Frust aus.
„Es gibt keinen besseren Ort als New Orleans. Haltet das Kinn hoch, haltet den Kopf hoch, streckt die Brust raus, denn WIR sind die Who Dat Nation und WIR werden darüber hinwegkommen.“

Es dauerte über acht Tage, bis man aus dem Hauptquartier der NFL etwas zu dem Schiedsrichterskandal im NFC Championshipspiel hörte.
„Wir bestreiten nicht, was Saints Head Coach Sean Payton nach dem Spiel sagte,“ schrieb Commissioner Roger Goodell.
Der Liga Chef schrieb, daß ja der Chef der Schiedsrichter sich für den Fehler seiner Crew entschuldigt hätte. Mehr wäre dazu nicht zu sagen gewesen.
Die Liga wäre froh, wenn dieser Fehler nicht passiert wäre, aber, so Goodell weiter, Schiedsrichter wären nun mal nur Menschen, und Menschen machen Fehler. „Natürlich darf so etwas nicht passieren,“ fuhr Goodell fort. „Die NFL wäre natürlich froh, wenn die Schiedsrichter solche illegalen Aktionen auf dem Feld ahnden würden, aber leider wird so etwas wohl immer wieder mal vorkommen. Und nein, ich habe nicht die Macht durchzusetzen, daß alle strittigen Entscheidungen per Videobeweis angesehen werden können, so wie man es in der letzten Woche verschiedentlich hörte.“
Und so kann es wohl wieder vorkommen, daß ein Team ungerechtfertigt wegen einer krassen Fehlentscheidung in den Super Bowl kommt.

Wenn die Patriots am Sonntag schon wieder eine Lombardi Trophäe gewinnen, dann macht Devin McCourty wohl Schluß.
Der Safety spielt seit 2010 in New England. Und wer von Head Coach Belichick so lange im Team gehalten wird, der ist wichtig.
McCourty kam in seiner Karriere auf 714 Tackles, wehrte 80 Pässe ab, holte 21 Interceptions, erzwang neun Fumbles, erzielte drei Sacks und einen Touchdown.
Sein Bruder Jason war in seiner Karriere nicht ganz so erfolgreich, aber jetzt kann der Cornerback auch einen Super Bowl gewinnen, denn die beiden 31 Jahre alten Zwillinge spielen zusammen für die Patriots.
Bisher spielte Jason bei Teams aus den unteren Regionen der Liga, den Titans und den Browns.
Ob Jason auch ans Aufhören denkt, davon ist nichts bekannt. Kann sein, daß er nach den langen Jahren der Erfolglosigkeit endlich mal den Erfolg genießen möchte.

Montag, 28. Januar 2019

brady-tom-neuerhelmPatriots-Hasser müssen (mal wieder) sehr tapfer sein, und Tom Brady (Bild) Hasser besonders. Es soll ja einige geben ;)
Brady: „Die Chance, daß ich nach einem Super Bowl Sieg aufhöre sind NULL,“ sagte der Quarterback der Pats vor dem Abflug nach Atlanta.
Und an all die Zweifler, die New England während der Saison abgeschrieben hatten, richtete er die Worte: „Wir sind noch da!“
Der 41-jährige betonte erneut, daß er spielen möchte bis er 45 ist.
Ein Sieg gegen die Rams würde ihm seinen sechsten Super Bowl Ring bescheren. Zur Zeit hat fünf, so viele wie auch Hall of Fame Pass Rusher Charles Haley.
Die Rekorde für Passyards (2.576), Touchdownpässe (18), Vervollständigungen (235) und Versuche (357), wird er auf jeden Fall weiter ausbauen.
Die Saison gehört, was die Statistiken angeht, zu seinen schlechteren. Er warf nur 29 Touchdowns, bei 11 Interceptions. Seine Passerwertung von 97,7 Punkten war die niedrigste seit 2014.
Egal, denn „Wir sind noch da!“
Und um die, die noch da sind, abfliegen zu sehen, kamen 35.000 Fans zum Flughafen, wo die Patriots sich von ihnen verabschiedeten. Sie machten das mit einer Bühnenshow, bei der Tom Brady die Worte „Wir sind noch da“ sagte.
Einen netten Spruch ließ auch der Moderator der Bühnenshow vom Stapel. Er trug ein Shirt mit dem Spruch „New England gegen Jeden“, und meinte : „35.000 Leute... Die Chargers bezeichnen das als ausverkauftes Stadion.“

Auch die Rams sind sicher und pünktlich in Atlanta gelandet.
Sie verabschiedeten sich vor tausenden Fans von ihrer zukünftigen Spielstätte aus.
Auf der Baustelle des Stadions in Inglewood sagten sie: „Bis bald, mit der Trophäe!“
Die Rams stehen in ihrem vierten Super Bowl, dem ersten seit 2002, damals auch gegen die Patriots. Von da an gingen die Teams dann extrem entgegengesetzte Wege.
Tom Brady alleine steht bereits in seinem neunten Super Bowl.

Sonntag, 27. Januar 2019

gurley-toddRams Running Back Todd Gurley (Bild) ist nicht am Knie verletzt. Das Gerücht darum hält sich ja hartnäckig, aber Gurley meint: „Wenn ich an einem Knie verletzt wäre, dann wäre ich doch auf dem Verletzungsbogen gelistet.“
Da ist was dran.
Verletzungen des Verletztenreports können Teams teuer zu stehen kommen.
Gurley hatte die letzten beiden Saisonspiele wegen einer Knieverletzung verpasst. Das führte dazu, daß C.J. Anderson zeigen konnte, was er drauf hat.
Im NFC Endspiel in New Orleans lief Gurley nur viermal mit den Ball und fing einen Pass.
Das dürfte gegen die Patriots zu wenig sein.
„Wir haben doch gewonnen, oder,“ fragte der Running Back zurück. „Wir gehen in den Super Bowl. Es geht nicht um mich. Dieser Sport drehte sich nicht um mich oder nur einen Spieler. Ihr fragt Euch, warum Todd den Ball nicht öfter bekommen hat? Nun, weil es nur einen Ball gibt, aber 11 Spieler.“

Defense gewinnt Meisterschaften?
Denkt man an die Rams, kommt einem als erstes die Offense in den Sinn.
Doch der mögliche Defense MVP der Saison 2018 heißt Aaron Donald, der teuerste Verteidiger der Liga. Dann ist da noch Quarterback-Treter Ndamukong Suh, ein ehemals teuerster Verteidiger. Die beiden haben viel Spaß daran, den Quarterback zu jagen... und zu erwischen. Cornerback Aqib Talib ist ein guter Passverteidiger.
Wird die Defense der Rams also den Super Bowl im Griff haben?
Die hoch wirksame Offense der Saints hatte sie letzte Woche ganz gut in Schach gehalten. Gerade in der Redzone wurde die Verteidigungslinie immer dichter.
Doch keine Bange, trotz der Starpower hart es Defensive Coordinator Wade Phillips nicht geschafft, die Defense der Rams in die Top 10 der Statistiken zu führen. Bei den zugelassenen Punkten liegen sie auf Platz 20 und bei den erlaubten Yards auf 19. Das ist nur unteres Mittelfeld.
Die Defense der Patriots spielt ihren dehn dich, aber brech nicht Stil. Damit liegen sie bei den kassierten Punkten auf Platz sieben, also ganz schön weit oben, und bei den erlaubten Yards auf Platz 21. Das unterstreicht den bend but don`t break Style. Lass den Gegner ruhig seine Yards machen, aber lass ihn nicht in die Endzone.
Genau so haben die Patriots den Super Bowl gegen die Seahawks gewonnen. Seattle kam bis an die Einyardlinie, aber nicht in die Endzone.
Werden sie genau so auch gegen die Rams mit ihrer beinahe unaufhaltbaren Offense gewinnen?
Nachdem ich bei meinen Tips für die Championshipspiele zu 100% daneben lag, gebe ich lieber keinen Tipp ab.

Roger Goodell bleibt stumm, und das stört viele.
Der Chef der NFL hat sich noch nicht zur offensichtlichsten Passbehinderung aller Zeiten, die nicht geahndet wurde, geäußert.
Doch es gibt außerhalb des Ligabüros Überlegungen und Vorschläge, was man machen könnte, um zumindest eine solch immense Fehlentscheidung in Zukunft zu verhindern.
Zunächst könnte man es Schiedsrichterchef Al Riveron erlauben, wenigstens in den letzten zwei Minuten eines Spiels auch bei solchen Spielzügen den Videobeweis zu bemühen, bei denen es per Regel nicht vorgesehen ist.
Big Brother Riveron überwacht ja eh jede Schiedsrichterentscheidung im TV-Kommandocenter der NFL, da könnte er also auch dann mal eingreifen, wenn es eigentlich nicht vorgesehen ist.
Roger Goodell könnte mit seiner Autorität Riveron solch ein Vorgehen erlauben. Und er würde verhindern, daß die NFL, deren Integrität Goodell ja so am Herzen liegt, noch mal vor hunderten Millionen Zuschauern Weltweit der absoluten Lächerlichkeit preisgegeben wird.
Die Macht dazu hat Goodell, aber macht er es auch?
Für die $50 Millionen, die er pro Jahr bekommt, müßte er doch in der Lage sein, zu einer Entscheidung zu kommen... oder wenigstens mal etwas zu dieser Blamage zu sagen.

Samstag, 26. Januar 2019

Auf dem Platz wurde er nicht bestraft, wie mittlerweile so ziemlich jeder Mensch in diesem Universum weiß, doch im Nachhinein gab es eine Geldstrafe für Rams Cornerback Nickell Robey-Coleman für seinen Helm gegen Helm Angriff auf den schutzlosen Saints Wide Receiver Tommylee Lewis.
Robey-Coleman muß dafür $26.739 zahlen.
Der Cornerback ließ wissen, daß er die Strafe mit Freuden zahlen wird.

Freitag, 25. Januar 2019

Spagnuolo-Steve4Die Chiefs haben einen neuen Defensive Coordinator.
Es ist der altbekannte Steve Spagnuolo (Bild).
Er war bereits Defensive Coordinator bei den Giants (2007 bis 08 und 2015-17) und von 2009 bis 11 erfolgloser Head Coach der St. Louis Rams.
Von 1999 bis 2006 arbeitete er schon mit Andy Reid zusammen bei den Eagles.
2018 war Spagnuolo nicht in der NFL beschäftigt.

Saints Tight End Benjamin Watson hätte gerne noch ein Spiel für sein Team gespielt. Er war wegen einer Erkrankung im NFC Endspiel nicht aktiv.
Watsons Karriere endete also vor diesem Spiel, denn der Tight End hatte ja bekanntgegeben, daß das letzte Spiel der Saints das letzte seiner langen Karriere wäre.
Und jetzt ist Watson sauer, weil er von NFL Chef Roger Goodell noch kein Wort des Bedauerns zu dem unfairen Aus der Saints gehört hat. Watson verlangt von Goodell, daß der Rechenschaft ablegt. Watson zu Goodell: „Zeige Verantwortung. Wir warten.“

Es geht doch nur um Tom Brady, Rob Gronkowski und Julian Edelman, oder?
Das ist die Offense der Patriots.
Ein paar Running Backs bekamen immer wieder mal größere Rollen, so wie Corey Dillon oder LeGarrette Blount. Ansonsten lag die Offense im vertrauensvollen Arm des Quarterbacks.
Das hat sich dieses Jahr geändert. Der Mann mit dem Schleichwerbungsnamen Sony Michel überrennt gegnerische Verteidigungen. 48 mal lief er im AFC Championshipspiel gegen die Chiefs. 10 mal alleine im ersten Drive. Auch Rex Burkhead, James Develin und James White können für Yards sorgen.
Dieses Laufspiel war die beste Defense gegen die Chiefs Offense mit Patrick Mahomes. Die Patriots hatten den Ball 43:59 Minuten.
Die 2.037 Laufyards New Englands 2018 sind die meisten seit 2013 gewesen.
Wie wird das im Super Bowl aussehen?
Die Rams mit Todd Gurley und C.J. Anderson können auch laufen.
Beide Teams werden versuchen, die gegnerische Offense so lange wie möglich an der Seitenlinie zu halten.

 

Die Rams kamen mit einem absichtlich nicht gefangenen Paß zum Sieg.
Brandin Cooks ist ein fangsicherer Wide Receiver. Letzten Sonntag fing er sieben Pässe für 107 Yards.
Und dann fing er einen nicht. Der kam in der Verlängerung bei einem dritten und sieben von der Saints 39 auf ihn zu. Sicher geworfen und klar fangbar.
Doch Cooks realisierte, daß Marshon Lattimore auf ihn zulief, bereit ihn für einen Yardsverlust zu hitten. Vier Yards etwa hätten die Rams in dieser Situation verloren.
Head Coach Sean McVay sagte nun, daß Cooks ein intelligenter Footballspieler wäre. Er hätte den Ball ganz klar absichtlich durch seine fangbereiten Hände fliegen lassen.
So kam es, daß Kicker Greg Zuerlein nur 57 Yards zum Sieges Field Goal überwinden mußte und nicht 61.
Man sah zwar, daß der Ball auch aus 67 Yards über die Querstange geflogen wäre, aber das weiß man ja vorher nicht.

Rams Kicker Greg Zuerlein zog sich im Spiel gegen die Saints eine Zerrung im linken Fuß zu.
Die soll bis zum Super Bowl ausgeheilt sein, sagte Head Coach McVay.

Alt gegen Jung all überall.
In beiden Championship Spielen hieß es junger Quarterback gegen alten Quarterback. So wird es auch im Super Bowl sein. Der jüngste Quarterback, der jemals für die NFC im Super Bowl spielt, Jared Goff, trifft auf den ältesten Quarterback, der für die NFL im Super Bowl spielt, Tom Brady.
Und mit Sean McVay wird der jüngste Head Coach aller Zeiten am Super Bowl teilnehmen. Am gestrigen Donnerstag wurde er 33 Jahre alt.
Patriots Head Coach Bill Belichick ist doppelt so alt, nämlich genau 33 Jahre und 283 Tage älter. Einen so großen Altersunterschied bei den Head Coaches gab es noch nie in einem Super Bowl.
Belichick arbeitet als Assistent und Head Coach länger in der NFL, als McVay alt ist.
Egal welcher Head Coach Super Bowl LIII gewinnt, er wird Geschichte schreiben. Bill Belichick wäre der älteste Head Coach der das Spiel je gewinnen konnte und McVay der jüngste.
Übrigens ist selbst Patriots Quarterback Tom Brady über acht Jahre älter als McVay.

Donnerstag, 24. Januar 2019

goodell2017Ein Abgeordneter des US Kongresses will NFL Commissioner Roger Goodell (Bild) vor die Abgeordneten zitieren und von ihm eine Erklärung zu der nicht gegebenen Strafe im Spiel der Rams in New Orleans bekommen.
Der Abgeordnete ist Cedric Richmond und er kommt aus... Louisiana.
Man sieht, trotz der Haushaltssperre in den USA gibt es fleißige Arbeiter.

Falcons Geschäftsführer Rich McKay ist skeptisch. Er gehört zu denen, die weitere Auswüchse des Videobeweises ablehnen.
„Wo soll das enden?“ fragte er. Natürlich würde er das öffentliche Interesse an einer Erweiterung des Beweises verstehen, nachdem was in New Orleans passierte, doch man könne nicht jede Szene akribisch unter die Lupe nehmen. Der Tatsachenentscheid wäre nicht vollkommen, aber damit müsse man eben leben.
Ob er auch so reden würde, wenn sein Team um die Super Bowl Teilnahme gebracht worden wäre?

Saints Cornerback P.J. Williams war betrunken mit dem Auto unterwegs und wurde verhaftet.
Er fiel auf, als er mit 80 Meilen durch eine 50 Meilen Zone raste.
Er konnte die Spur nicht halten und setzte den Blinker nicht beim Spurwechsel.
Es ist nicht Williams´ erste Trunkenheitsfahrt. Bereits 2015 wurde er verhaftet und angeklagt.
Der Cornerback ist ein Free Agent, wenn das neue Geschäftsjahr der Liga im März beginnt.

Mittwoch, 23. Januar 2019

payton-sean2Während im Internet ein Twittergewitter tobt und es auf Change.org nicht nur heißt „Merkel muß weg“, sondern auch „Bill Vinovich muß weg“, und mit ihm die ganze Crew, bedeutet das, daß diese eine Fehlentscheidung riesige Kreise zieht.
Hauptschiedsrichter Vinovich und seine Crew sorgten für den allergrößten Bockmist, den sich je eine Schiedsrichtercrew geleistet hat.
Eigentlich bin ich ein Vertreter derer, die glauben, daß sich Fehlentscheidungen in einem Spiel immer wieder mal ausgleichen. Doch das, was den Saints da widerfuhr, das schlägt dem Faß den Hammer auf den Nagel, oder so.
Die größte Petition bei Change.org hat bereits 600.000 Unterschriften. Dabei geht es darum, daß die NFL solche krassen Fehlleistungen per Videobeweis korrigieren sollte.
Auch Saints Head Coach Sean Payton (Bild) ist dafür. Doch Broncos General Manager John Elway ist dagegen, so wie auch Cowboys Vizepräsident Stephen Jones.
Und die Stimmen der beiden haben Gewicht. Sie sitzen im Regelkomitee, dem auch Payton angehört.
Im März wird er seine Vorschläge vorstellen und hoffen, daß sie von den anderen Mitgliedern, Giants Besitzer John Mara, Falcons Präsident Rich McKay, Packers Präsident Mark Murphy, Ravens Ex- General Manager Ozzie Newsome und Steelers Head Coach Mike Tomlin, angenommen werden.
Was sagte eigentlich Sean McVay, der Head Coach des Siegerteams, dazu: „Football ist kein perfektes Spiel.“
Stimmt!
Es stimmt auch, daß die Saints gar nicht in diese Situation hätten kommen müssen. Sie führten einmal mit 13:0 und ein weiteres Mal mit 20:10.
Aber es stimmt auch, daß die Liga nach diesem Vorfall dringend etwas tun muß. Zumal die ganze Saison über übelste Fehlentscheidungen getroffen wurden. Einmal wurde sogar der betreffende Schiedsrichter suspendiert.

Drei Spieler der Saints wurden nachträglich in den Pro Bowl eingeladen.
Running Back Alvin Kamara und die Guards Andrus Peat und Larry Warford.
Kamara ersetzt Todd Gurley, der ja eine Woche später ein leicht wichtigeres Spiel vor sich hat.

Die Liga untersucht einen Laserpointerangriff auf Tom Brady.
Eine Fernsehstation in Kansas City zeigte Videos, auf denen man grüne Lichter um den Quarterback der Patriots herum sah. Das geschah in der zweiten Halbzeit des Spiels gegen die Chiefs.
Weder Brady, noch ein anderes Mitglied der Patriots, wußte von den Attacken.
Die NFL reagiert rigoros auf solche „Fans“. In Detroit gab es für so einen Schwachmaten ein lebenslanges Stadionverbot.

Die Chiefs feuerten Defensive Coordinator Bob Sutton.
In den letzten beiden Saisons rangierte die Chiefs Defense tief unten im Statistikkeller.
Daß Kansas Citys Defense die Patriots in der Verlängerung nicht stoppen konnte, war dann wohl genug des Schlechten.

Dienstag, 22. Januar 2019

Kurzberichte
gurley-toddRams Running Back Todd Gurley (Bild) war nicht verletzt, sagte Head Coach Sean McVay.
Er wäre nur deshalb nicht öfter eingesetzt worden, weil er jämmerlich gespielt hätte. Und Gurley entschuldigte sich auch dafür. Er wäre froh, daß C.J. Anderson seine Sache gut gemacht hat.
Gurley kam mit vier Läufen auf 10 Yards und fing einen Paß für drei Yards. Alles Karrieretiefpunkte.

Saints Quarterback Drew Brees möchte noch einen Anlauf auf einen Super Bowl Titel nehmen. Das sagte er auf einer Pressekonferenz, nachdem die Schiedsrichter seinem Team den Sieg genommen hatten.
Nächste Saison würde er auf jeden Fall wieder dabei sein, meinte Brees.
Sein Vertrag läuft auch noch bis zum Ende der Saison 2019.

Saints Besitzerin Gayle Benson möchte nicht, daß noch mal ein Team so um den Sieg betrogen wird, wie ihres. Deshalb will sie sich dafür einsetzen, daß noch mehr Entscheidungen zum Videobeweis zugelassen werden. Eine solch immense und offensichtliche Fehleinschätzung wie die, die die Saints um die Super Bowl Teilnahme brachte, dürfe es nicht mehr geben.
Der Chef der Schiedsrichter, Al Riveron, gab zu, daß bei der Situation zwischen Tommylee Lewis und Robey-Coleman zwei hundertprozentige Fouls vorlagen, Passbehinderung und ein Helm gegen Helm Angriff.
Diese nicht geahndeten Fouls wären ein Schlag ins Gesicht der Spieler, der Teamleitung und vor Allem der Fans, die mit ihrem Interesse die Liga so groß gemacht hätten, meinte Mrs. Benson. Eine solche Fehlentscheidung würde die Integrität der NFL auf`s Spiel setzen.
Peng, der saß Mr. Goodell.
Head Coach Sean Payton wird seine Ideen dazu in der Liga zu Gehör bringen. Er sitzt mit im Regelkomitee der NFL.

Nachdem die Chiefs Defense die Patriots in der Verlängerung nicht stoppen konnte, denkt Head Coach Andy Reid über Veränderungen nach.
524 Yards erzielte New England am Sonntag, davon 75 im Drive in der Verlängerung.
Überhaupt konnte die Defense in der Saison nicht annähernd die Qualität erreichen, die die Offense hat.
Defensive Coordinator Bob Sutton befindet sich wohl auf dem Weg zum Arbeitsamt.

Wird der „Shutdown“ in den USA die Sicherheit beim Super Bowl beeinträchtigen?
Während Präsident Donald Trump eine Mauer zu Mexico bauen will, um illegale Eindringlinge fernzuhalten, möchten die Demokraten das nicht.
Diese Haushaltssperre beeinflußt alle Behörden und öffentliche Einrichtungen.
Doch die Verantwortlichen für das Großereignis Super Bowl beruhigen. Niemand wäre gefährdeter, als er es bei den bisherigen 52 Super Bowls gewesen wäre, die ohne Haushaltssperre abgehalten wurden. Homeland Security, die über das Spiel wachen, würden ihre volle Arbeitsleistung zur Verfügung stellen, auch wenn sie zur Zeit kein Gehalt bekämen, heißt es von dieser Behörde.
Allerdings arbeiten auch noch FBI, Secret Service und lokale Behörden dabei mit. Ob die auch alle ohne Gehalt aber mit Begeisterung mitarbeiten werden?
Der Super Bowl rangiert in den USA als SEAR 1 Veranstaltung, die zweithöchste der möglichen Gefahrenstufen.
Daß Trump und seine Gegenspieler sich bis zum 3. Februar noch einigen, davon sollte man nicht ausgehen.

Montag, 21. Januar 2019

Die NFL 2018 - Die Championship Games
goff-jared12„Wir wurden beraubt“
„Zur Hölle, ja“
Zwei Aussagen zum Spiel der Rams in New Orleans.
Aber nicht wir Zuschauer wurden beraubt. Diese zwei Spiele waren echter NFL Playoff-Football, also ganz anders, als die Spiele bisher.
Zuerst hatten es die Saints Zuhause gegen die Rams zu tun.
Und es begann gut für die Heimmannschaft. Mit 13:0 gewann New Orleans das erste Viertel. Die Rams kamen etwas langsam in die Gänge. Doch das zweite Viertel konnten sie mit 10:0 für sich entscheiden.
Dabei half ein Trickspielzug bei einem Punt. Punter Johnny Hekker warf einen Pass von der eigenen 30 über 12 Yards zu einem neuen ersten Versuch. So früh im Spiel, so tief in der eigenen Hälfte war das eine sehr mutige Entscheidung. Sie wurde belohnt. Kicker Greg Zuerlein konnte etwas später ein Field Goal aus 36 Yards erzielen.
Die zweite Hälfte ging Spiegelverkehrt zur ersten aus. Die Rams gewannen sie 13:10.
Es stand 109 Sekunden vor Spielende 20:20. Die Saints standen an der 13 der Rams. Quarterback Drew Brees paßte bei einem dritten Versuch in Richtung Tommylee Lewis an der Seitenauslinie. Rams Defensive Back Nickell Robey-Coleman sah gar nicht in Richtung Ball. Er lief auf Lewis zu und verpaßte ihm einen Hit. Lewis fiel zu Boden, der Ball auch.
Ganz klar, Passbehinderung.
Doch die einzige Behinderung bei diesem Foul hatten die Schiedsrichter. Sie hatten kollektive Sehbehinderung und sahen nicht, was alle anderen im Stadion sahen und Millionen Fernsehzuschauer.
Robey-Coleman sah nicht in Richtung Ball, er berührte Lewis bevor der eine Chance hatte an den Ball zu kommen. Und der Defensive Back knallte mit seinem Helm gegen den Helm von Lewis, was heutzutage ein Angriff auf einen wehrlosen Spieler ist, und mit einer Strafe geahndet wird. Genug Gründe für eine gelbe Flagge.
Doch nur, wenn die Blindfische mit den Zebrastreifen es auch sehen.
Hätte New Orleans hier eine Strafe zugesprochen bekommen, hätten sie die Zeit weit runterlaufen lassen können, bevor sie ein Field Goal versucht hätten, oder sie hätten sogar noch zu einem Touchdown kommen können.
So gab es keine Strafe, keinen neuen ersten Versuch, sondern sofort das Field Goal zum 23:20 für die Saints.
„Wir wurden beraubt,“ stand es kurz nach dem Spiel schon auf einer Werbetafel in der Nähe des Stadions.
Und: „Zur Hölle ja,“ sagte Robey-Coleman auf die Frage, ob er Lewis behindert hätte. „Ich habe meinen Job gemacht,“ fuhr er fort. „Die Schiedsrichter haben ihren gemacht. Wir respektieren das.“
Und bereits kurz nach Spielende rief Al Riveron, NFL Senior VP of Officiating, bei Saints Head Coach Sean Payton an und gab zu, daß die Schiedsrichter diese nicht verhängte Strafe versaut hätten.
Na Klasse, hilft jetzt auch viel.
Mit 101 Sekunden auf der Uhr kamen die Rams an der eigenen 25 nach dem Kickoff an den Ball.
Sie kamen bis zur 30 der Saints. Jetzt lag es an Rams Kicker Greg Zuerlein, die Rams in die Verlängerung zu kicken.
Er traf, 23:23, Overtime.
Hier hatten die Saints zuerst den Ball. Bei einem Passversuch wurde Brees am Arm getroffen, so daß der Ball unkontrolliert in Richtung des gewünschten Receivers eierte.
John Johnson von den Rams fing die lahme Ente ab und seine Offense konnte von der eigenen 46 starten.
Sie kam bis an die 39 der Saints. Jetzt lag es an Rams Kicker Greg Zuerlein, die Rams in den Super Bowl zu kicken.
Er traf, 26:23, Super Bowl. Seine 57 Yards waren das längste Field Goal zum Sieg in der Geschichte der NFL Playoffs.
Die Rams haben nicht unverdient gewonnen. Beide Teams waren gleich stark. Aber durch eine solche Fehlentscheidung zu verlieren, für die die Liga sich sofort nach Spielende entschuldigte, das tut weh, zur Hölle, ja!
Hier noch die Stats der beiden Quarterbacks:
Jared Goff (Bild): 25 von 40 für 297 Yards, 1 Touchdown, 1 Interception. Er wurde der jüngste NFC Quarterback, der jemals in den Super Bowl kam.
Drew Brees: 26 von 40 für 249 Yards, 2 Touchdowns, 1 Interception

Und das zweite Spiel wurde genau so spannend und ging in die Verlängerung.
Zwei Championshipspiele, die in die Overtime gingen, das gab es noch nicht.
Zunächst sah es so aus, als ob die favorisierten Hausherren den Außenseitern aus New England Nichts entgegenzusetzen hätten.
Methusalem Tom Brady führte die Patriots in einem über acht Minuten dauernden Drive zum 7:0.
Im zweiten Drive, nachdem die Chiefs Minus sechs Yards erzielten, kamen die Patriots bis an die Eins der Chiefs. Doch Bradys Pass zu Gronkowski wurde in der Endzone abgefangen.
Doch 33 Sekunden vor Ende von Halbzeit eins gingen die Patriots noch mit 14:0 in Führung. Nach 51 Spielen, in denen die Chiefs unter Head Coach Andy Reid immer in der ersten Halbzeit punkten konnten, gingen sie leer aus.
Kansas City kam im dritten Viertel zu seinem ersten Touchdown, New England zu einem weiteren Field Goal.
Dann drehte die Chiefs Offense endlich auf. Das letzte Viertel ging mit 24:14 an Kansas City. Hierbei half ein Fehlpaß von Patriots Quarterback Tom Brady, der Wide Receiver Julian Edelman durch die Finger rutschte und bei Safety Daniel Sorensen landete. Danach ging KC mit 21:17 in Führung.
Beim Stand von 31:28 für die Patriots kamen die Chiefs 29 Sekunden vor Spielende an der eigenen 31 noch mal in Ballbesitz.
Sie kamen bis an New Englands 21, von wo aus Kicker Harrison Butker zum 31:31 traf und die Verlängerung erzwang.
Zwar kommt der Tod in der Overtime nicht mehr ganz so plötzlich, aber ein Touchdown beendet immer noch auf jeden Fall das Spiel.
Und die Patriots kamen als erste in Ballbesitz, marschierten das Feld herunter und Running Back Rex Burkhead erzielte einen Touchdown aus zwei Yards zum Sieg.
Der Außenseiter gewann und ist im Super Bowl wieder als Favorit gelistet, allerdings nur mit zwei Punkten.
Die Stats der Quarterbacks:
Tom Brady: 30 von 46 für 348 Yards, 1 Touchdown, 2 Interceptions
Patrick Mahomes: 16 von 31 für 295 Yards, 3 Touchdowns.
Für die Patriots war mal wieder das Laufspiel der Garant. Sony Michel kam auf 113 Yards und 2 Touchdowns.
Der Heimvorteil hat an diesem Tag beiden Teams nichts genutzt.

Gladys Knight (ohne Pips) wird die Nationalhymne vor dem Super Bowl singen.

Mittlerweile kosten 30 Sekunden Werbung während des Spiels $4 Millionen. Rechnet man die Produktionskosten für einen Werbespot dazu, kommt ein nettes Sümmchen zusammen.

Die NFL gab die Schiedsrichtercrew für Super Bowl LIII bekannt.
Referee John Parry ist der Hauptschiedsrichter und wird seinen dritten Super Bowl leiten.
Line Judge Jeff Bergman, Field Judge Steve Zimmer und Back Judge Terrence Miles nehmen am zweiten Super Bowl teil.
Für Umpire Fred Bryan, Down Judge Edgar Camp und Side Judge Eugene Hall ist es der erste Super Bowl.

Maroon 5 heißt die Gruppe, die die Halbzeitshow im Super Bowl bestreiten wird.

 

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